5 e 5* Samstag den 29. Februar. Anzeiger fur Oberhessen. 1 4 Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Friedberger Intelligenzblatt. 1 Aal jedes 0 f 2 a Ning f e Amtlicher Theil. — 1 Betreffend: Den im Monat März J. J. vorzunehmenden Wiesengang. Friedberg den 26. Februar 1867. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises— Im Monat März ist nach der Bestimmung der Wiesen-Polizei— aus den Be- oder Eutwässerungsgräben, die Verebnung der a Ordnung ein Wiesengang von den Wiesenvorständen unter Zuziehung Maulwurfshügel und dergleichen(Art. 24 der Wiesen-Polizei⸗ ann z. der Feldschützen und Wiesenwärter vorzunehmen. Wir beauftragen Ordnung) und auf die Unterhaltung der Ent und Bewässerungs⸗ Hecht Sie daher, dieselben hierzu aufzufordern und uns die über den gräben(Art. 28 und 29 der Wiesen-Polizel, Ordnung) zu richten 1 876 Wiesengang aufzunehmenden Protokolle bis zum 10. April l. J. und hierbei nach den bestehenden Bestimmungen zu verfahren, — llaängstens vorzulegen. 3) Verbesserungsvorschläge in Bezug auf größere Wiesenfluren, In diese Protokolle haben die Wiesenvorstande, was denselben namentlich solche, zu deren Ausführung das Wiesenculturgesetz ing noch zu eröffnen ist, hauptsächlich folgende Punkte aufzunehmen: vom 7. Oktober 1830 Anwendung finden muß. 0 10 Ob die Anordnungen, welche sie bei dem im Monat Oktober v. J. Man erwactet, daß die Wiesenvorstände hiernach genau ver— 5 Nergens vorgenommenen Wiesengang getroffen haben, befolgt worden fahren und wird noch bemerkt, daß alle Wiesengangsprotokolle, welche del Gas⸗ sind und welche nicht, 1 N den vorstehenden Bestimmungen nicht ganz genau entsprechen, zuruͤck⸗ ndert nach, 2) welche Anordnungen von den Wiesenvorstanden zur Beseitigung gegeben werden müssen. Diejenigen, welche ihre Wiesen nicht gründ⸗ t Nedug der bei dem diesmaligen Wiesengang vorgefundenen Mangel lich reinigen, wozu auch das Verebenen des Auswurfs der Maul⸗ von Ihnen getroffen worden sind, oder vorgeschlagen werden. würfe gehört, sind in ein besonderes Verzeichniß zu bringen und es ame! Wir empfehlen den Wiesenvorständen hierbei besonders ihr Augen- ist dieses dem Wiesengangs Protokoll beizulegen; haben die Wiesen— 1 Seri merk auf die Reinigung der Wiesen von Gestrüpp, Gestrauch, besitzer aber in diesem Punkte ihre Schuldigkeit gethan, dann hat der 2 Kiagem, Moos, die Entfernung der Herbstzeitlosen, des Erdauswurfs Wiesenvorstand dies in dem Protokolle kurz vorzumerken. J Hale, 2 2 Ter a p p. pete Stroh 88 traut um A u 7 7 33 d e 1 1 1 g meistbietenn: Es werden hiermit die Vormünder und Curatoren aufgefordert, die in diesem Jahre fälligen Verwaltungs⸗Rechnungen, beziehungs- erteigert. 6 weise Rechenschaftsbericht binnen 3 Wochen, bei Vermeidung einer Strafe von 1 fl., einzureichen. — 11 1 2 1 1, ern ic, —— Die Großh. Ortsgerichte des Bezirks werden angewiesen, diese Aufforderung sofort in Ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen und Bescheinigung darüber binnen 8 Tagen bei Ordnungsstrafe einzusenden. Friedberg am 26. Februat 1868. Großherzogliches Landgericht Friedberg Retz. Das Großh. Rentamt Nidda an sämmtliche Großh. Bürgermeistereien des Rentamtsbezirks. Wir ersuchen Sie im Interesse Ihrer Orts angehörigen durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß vielfachen Wünschen entsprechend, vom 6. März d. J. an, jeden Freitag von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2½ bis 5½ Uhr in dem Gemeindehaus zu Bingeuheim ein Zahltag abgehalten wird, der wöchentliche weitere Zahltag wird jeden Samstag von 8 bis 12 Uhr und von 2 bis 5 Uhr in dem Amts- hause zu Reichelsheim wie seither, stattfinden. Reichelsheim i. d. W. am 26. Februar 1868. Welck er. Hessen. Darmstadt. Ein Mainzer Blatt schreibt unterm 26. Februar: So eben geht uns von Berlin die verbürgte Nachricht zu, daß das Zollparlament auf den 16. März einberufen wird. Die weitere Mittheilung, daß eine diplomatische Note wegen der von Darmstadt aus so spät an— geordneten Wahl an die Hessische Regierung ab- gesandt wurde, geben wir nur mit Vorbehalt. Die Majorität des Finanzausschusses unserer zweiten Kammer hat den ihr vorgelegten Gesetzentwurf eines Einkommensteuer-Gesetzes ab- gelehnt und schlägt vor, die preußische Classen- steuer einzuführen. — Nach der„D. Ztg.“ ist der Bericht des ersten Ausschusses der zweiten Kammer über die Vorlage Gr. Ministeriums der Finanzen, die Ein⸗ führung einer Einkommensteuer betreffend, im Drucke und sind die übrigen Berichte der seither unausgesetzt in Thätigkeit gewesenen Kammer- ausschüsse so weit vorbereitet, da der Wieder zusammentritt der Kammer zu Anfang des Monats März in Aussicht genommen werden kann. Die Anberaumung der ersten Sitzung wird aber icherem Vernehmen nach erst dann erfolgen, wenn auch der Bericht über die Eisenbahnvorlagen ab⸗ geschlossen und in Druck gegeben ist, damit als⸗ bann die rückständigen Arbeiten der Kammer ohne weitete Unterbrechung erledigt werden können. 0— Wie von wohlunterrichteter Seite gemeldet wird, sind die auf Erhaltung der niedigeren Porto- kart für„Stadtbriefe“ gerichteten Bemühungen unserer„Postcommission für das Großherzogthum S E 3 5 Hessen“(diese Behörde ist nach Uebergang der Postverwaltung an Preußen an die Stelle der früheren Oberpostinspection getreten) nunmehr als gescheitert zu betrachten, und wird die den Briefen der bezeichneten Art seither noch gewährte Be— günstigung von August l. J. an in Wegfall kommen. Gießen. Nach der„M. Ztg.“ hat sich der hiesige Gemeinderath bereit erklärt, mit der Re— gierung in Unterhandlung zu treten, um durch Erweiterung der Realschule die Schüler der obersten Classe zu befähigen, ohne weiteres Examen als Einjährige in das Militär treten zu können. Die Gründung einer Vorschule ist dann ein noch dringenderes Bedürfniß, damit nicht wie seither wegen mangelnder Vorbildung Vielen der Eintritt in die Realschule versagt werden muß. Die Schülerzahl hat sich wohl größtentheils aus diesen Grunde von Jahr zu Jahr verringert. Preußen. Berlia. Die„N. A. Z.“ meldet, daß die Vorarbeiten für das Zollparlament voraussichtlich binnen vierzehn Tagen beendet sein werden, so daß dem Zusammentritt des Parlaments um die Mitte des nächsten Monats nichts im Wege steht. Von den in Württemberg und Hessen noch ausstehenden Wahlen werde die Er— öffnung des Parlaments schwerlich abhängig ge— macht werden, so daß dieselbe wohl ohne Zweifel Mitte März erfolgen werde. — Abgeordnetenhaus. Der den Schluß der Spielbanken in Ems, Wiesbaden und Homburg im Jahr 1872 beantragende Gesetzentwurf wurde einschließlich eines Amendements, welches die Schließung der Banken an Sonn- und Festtagen verlangte, von der Kammer angenommen. Das Amendement Uhlendorf's, das statt 1872 das Ende des Spiels schon auf 1868 festgesetzt wissen wollte, wurde mit 2 Stimmen Majorität verworfen. — Auf eine von dem Abgeordneten v. Kar- dorf gestellte, von Mitgliedern aller Fraktionen unterzeichnete Interpellation des Inhalts, ob die Regierung nach den Hietzinger Vorgängen und der Bildung der hannover'schen Legion den Ab- findungsvertrag perfekt lassen wolle, erklärte der Finanzminister: Nach Abschluß des Abfindungs⸗ vertrags mit dem König Georg, welcher die Prager Friedensstipulationen zwar nicht ausdrück⸗ lich anerkannte, aber doch die Einstellung der Feindseligkeiten involvirte, stellte der König Georg dieselben trotzdem nicht ein, wie die Formation der hannover'schen Legion, deren Zusammenhang mit der Dienerschaft des Exkönigs amtlich fest⸗ stehe, beweise. Der Exkönig bekannte sich sogar öffentlich zu denselben Bestrebungen, die jener Agitation zu Grunde liegen. Dieser Agitation ein Ziel zu setzen, hielt aber die Regierung für eine gebieterische Pflicht; sie ersuchte daher be— freundete Höfe bereits vor den Hietzinger Vor- gängen, auf den König Georg einzuwirken; sie müsse jetzt vorerst das Ergebniß dieser Bemühungen abwarten. Erhält sie nicht rechtzeitig Bürgschaften, wird sie lediglich nach den Pflichten handeln, welche die Verantwortlichkeit für die Sicherheit des Staatsgebietes ihr auferlegt. Zwingende r Rücksichten halten die Regierung ab, gegen König Georg ein Rechtsverfahren einzuleiten, welches die sosortige Beschlagnahme seines Vermögens involviren würde. Die Regierung wird eventuell vorziehen, den Gesetzgebungsweg zu beschreiten, um das Gesammtvermögen des Königs Georg für die Kosten der Ueberwachung und Abwehr, sowie aller Consequenzen des staatsgefährlichen Unternehmens Georg's und seiner Agenten haftbar zu machen. — In der neuesten Anciennetätslist der Kgl. Preußischen Armee und Marine, welche außer den aktiven Preußischen Offizieren, auch diejenigen der Thüringen'schen, des Oldenburg'schen und des Anbalt'schen Regiments umfaßt, sind nach dem Stande vom 1. November 1867 aufgeführt: 1 General⸗Feldmarschall(v. Wrangel), 1 General— Feldzeugmeister(Prinz Karl von Preußen), 25 Generäle der Infanterie und der Cavallerie, 58 Generallieutenante, 88 Generalmajore, 228 Ober- sten, 187 Oberstlieutenants, 714 Majore, 2392 Hauptleute und Rittmeister, 6367 Premier- und Seconde⸗Lieutenants, zusammen 10,061 Offiziere. Von den Offizieren vom Obersten abwärts kommen auf Infanterie 6159, Cavallerie 1570, Artillerie 1659, Ingenieurcorps 390, Train 110. Die Marine hat zum Höchstcommandirenden den Admiral, Prinzen Adalbert von Preußen, 1 Contre- Admiral(General⸗Major), 5 Capitains zur See (Obersten), 15 Corvetten⸗Capitains(Oberstlieu⸗ tenante oder Majore), 34 Capitain-Lieutenants (Hauptmänner), 76 Lieutenants und Unter— Lieutenants zur Set. Das See Bataillon und die See⸗Artillerie-Abtheilung zählen 40 Ofsiziere; die Marine daher im Ganzen 172 Offiziere. — Der Londoner International erzählt: Der preußische Botschafter in Paris, Graf v. d. Goltz hat dem König von Preußen nealich rundweg erklärt:„Ich habe die feste Ueberzeugung, daß Frankreich einen Krieg will und zwar einen Krieg auf Leben und Tod gegen Preußen.“ Der Bot⸗ schafter habe hinzugefügt, Jeder, der eine andere Sprache führe, täusche entweder sich selbst oder wolle den König irre führen. — In Berlin ist eine ostpreußische Deputation eingetroffen, um den Ministern und Abgeordneten Aufschluß über die Zustände zu geben. Die Herren erklären, daß der Nothstand eine Höhe erreicht habe, die Niemand vorher für möglich gehalten habe. Fast kein Bauer vermöge noch Zahlung zu leisten und selbst die großen Grund⸗ besitzer befänden sich in der ärgsten Verlegenheit. Loos ⸗ und Ingstleute aber hungerten, da die Unterstützungen nicht mehr ausreichten und der Typhus wüthe mit jeder Woche schlimmer. — Abgeordnetenhaus. Bei der Berathung des Gesetzentwurfs über die fernere Geltung der Wahlverordnung von 1849 in den neuen Landes- theilen, nimmt das Haus den Commisfonsantrag an, wonach bis zum 1. April 1869 die bisherigen Bestimmungen des Wahlgesetzes in Kraft bleiben und eine weitere gesetzliche Regelung der Ange- legenheit in der nächsten Session des Land- tags erfolgen soll. Der Regierungsco mmissär und der Minister des Innern erklären sich damit einverstanden. — Der Antrag des Referenten Windthorst, auf baldmöglichste gesetzliche Regelung der Stell— vertretungskosten-Angelegenbeit und einstweilige Rückkehr zu dem bis 1863 in dieser Angelegen— heit eingehaltenen Verfahren, wird mit großer Majorität angenommen. Der Justizminister erklärt: er werde sich niemals durch politische Rücksichten leiten lassen, falls die Regierung dem Antrage nicht beitrete. Frankfurt. Bei der am 27. d. durch Regierungspräsident v. Diest vorgenommenen Vereidigung des ersten Bürgermeisters der Stadt Frankfurt, Dr. Mum m, hatte derselbe folgenden Eid zu leisten: Ich Daniel Heinrich Mumm schwöre zu Gott dem Allmächtigen und Allwissen⸗ den, Sr. königl. Majestät von Preußen, meinem allergnädigsten Herrn, in unterthäniger Treue gehorsam sein und alle mir vermöge meines Amtes obliegenden Pflichten nach meinem besten Wissen und Gewissen genau erfüllen, namentlich auch das Wohl der Stadtgemeinde Frankfurt a. M. nach allen meinen Kräften befördern, auch die Ver⸗ fassung gewissenhaft beobachten zu wollen, so wahr mir Gott helfe. Bayern. München. Die Nachrichten aus Nizza über das Befinden des Königs Ludwig J. lauten immer bedenklicher. Derselbe hat bereits die Sterbesakramente empfangen. Oesterreich. Wien. Die confesstonelle Commission des Herrenhauses hat den Gesetz— Entwurf in der Fassung des Abgeordnetenhauses angenommen, wonach die Bestimmungen des bürgerlichen Gesetzbuches wieder hergestellt werden und die Noth-Civilehe eingeführt werden soll. — In dem Unterhause brachte der Minister⸗ Präsident eine Vorlage der Regierung über die Aufhebung des Staatsraths ein und ver Justiz— Minister legte Gesetzentwürfe über Disziplinar⸗ behandlung und Beeidigung der richterlichen Beamten vor. — Wie die Abendausgabe des Wiener „Fremdenblattes“ meldet, verordnet eine kaiserliche Entschließung vom 18. Februar, daß mit Ende März namhafte Reducirungen bei allen Truppen gattungen eintreten sollen. Holland. Am 25. d. M. hat die Eröffnung der Generalstaaten durch den Minister des Innern stattgefunden, welcher in der Eröffnungsrede sagte: die Regierung trete vertrauensvoll vor die Kam- mern; die vorige zweite Kammer habe in einer schwierigen, glücklicherweise der Vergangenheit angehörenden Epoche die auswärtige Amtsführung mit geringer Majorität mißbilligt, die Räthe der Krone seien jedoch innigst überzeugt, daß gerade die mißbilligte auswärtige Amtsführung dem In- teresse des Landes entsprochen hätte. Die neue Kammer, in welcher ein Fünftel aus neuen Mit⸗ gliedern besteht, möge die Eintracht mit den Staatsgewalten aufrecht erhalten, um die Session zu einer fruchtbringenden zu machen, und dabei zweierlei im Auge behalten: die Liebe zum König und die Sorgfalt für das Volk. Großbritannien. London. Im Unter⸗ hause hat Stanley den Rücktritt Derby's aus Gesundheitsrücksichten angekündigt. Die Abdan⸗ kung ist von der Königin angenommen und Disraeli damit beauftragt, ein Kabinet zu bilden. Das Haus wurde auf Freitag vertagt. L der Minister für Indien, Northcote, er⸗ hielt einen Brief Napiers vom 6. d. M., wonach Major Grant, der mit Briefen und Geschenken an den Prinzen Kaffai geschickt war, feierlich von demselben empfangen wurde. Der Prinz, beim Empfang von 2000 Häuptlingen und einer großen Volksmenge umgeben, schien den Engländern günstig gesinnt. Die Frauen zu Adona begrüßten die Abgesandten freundlich bei ihrer Ankunft, so daß keine Verwicklungen mit dem Prinzen befürchtet werden. Italien. Florenz. Der Bankdirektor Wendelsiadt aus Darmstadt hat hier ein vom preußischen Gesandten, Graf Usedom, unterstütztes Memoire überreicht, um die Zinszahlung der livornesischen Obligationen in Silber durchzusetzen. Amerika. Ein Telegramm aus Washington meldet: Das Repräsentantenhaus ernannte ein Comite von zwei Mitgliedern, um Johnson förm⸗ lich vor den Schranken des Senats anzuklagen, Ein Comite von sieben Mitgliedern hat die An⸗ klageartikel gegen Johnson vorzubereiten. Der⸗ selbe sandte dem Senate die Ernennung Thomas Ewings als Kriegssekretär zu und eine Botschaft, welche anführt, daß die Absetzung Stantons keine Verletzung der Aemterbesetzungsbill sei. Er wünscht, daß die Verfassungsmäßigkeit dieser Bill vor dem obersten Gerichtshof bewiesen werde. «Friedberg. Nachdem die Ernennung bes seitherigen zweiten Beigeordneten, Herrn Foucar, zum Bürger⸗ meister der Stadt bekannt geworden war, beeilte sich die hiesige Feuerwehr, demselben am Abend des 26. d. eine Fackelserenade zu bringen. Auf ein dem neu ernannten Bürgermeister ausgebrachtes Hoch dankte derselbe in wenigen freundlichen Worten für die ihm zu Theil gewordene Ehre und versicherte das Wohl der Stadt und der Bürger nach Kräften wahren zu wollen. Der Zug bewegte sich hierauf vor die Wohnung des Herrn Regierungsrath Trapp und des Herrn Beigeordneten Wahl, um auch diese beiden Herren freundlichst zu begrühen. Um 11 Uhr bes⸗ selben Abend brachte auch der Gesangverein Liederkranz Herrn Foucar noch ein Ständchen. .. Ockstadt. Wenn nicht alle Anzeichen f hat der gute, keim fähige Samen, den Hr. Dr. Henkel⸗ mann als landw. Wanderlehrer in einzelne Gemeinden unseres Kreises trug, wenig fruchtbaren Boden gefunden. Nirgends vernimmt man was von den viel empfohlenen landw. Kränzchen und Fortbildungsschulen. Außer Ockstadt ist uns bis jetzt keine Gemeinde bekannt. Hier aber ist seit dem 8. Februar'd. J. ein landw. Ortsverein im Wachsen, der hoffentlich auch gesunde Blüthen und reichliche Früchte tragen und sich in einer neuen Pflanzung, einer For tbildungsschule, veredeln wird. Gr. Bürgermesster und Die Ankunft der Zugvögel. Von Dr. Enrtman. Der Zeitraum, innerhalb dessen die Zugvögel von ihrer Wanderung in wärmere Gegenden wieder in ihrer Sommerheimath eintreffen, ändert sich nach den Arten und außerdem nach der Witterung ab. Die Dauer dieser Periode der Wiederkunft ist etwa 3 Monate, nämlich von der Mitte des Februars bis zur Mitte des Mais. Und zwar hat die jedes⸗ malige Witterung auf die frühe erscheinenden Vögel bei Weitem mehr Einfluß als auf die spät kommenden. So beginnt die Lerche ihren Gesang manchmal erst zu Anfang des März, während der Kuckuck ziemlich sicher seinen Ruf in den letzten Tagen dee April ertönen läßt. Das kommt daher, weil der Kuckuck und seines Gleichen ihre Reise stationsweise ein⸗ richten. Darum wird er 20 Tage vor unsrer Gegend in Griechenland und 20 Tage nachher in Danzig bemerkt. Auch nach dem Thermometer hat man gesehen und gefunden, daß die Schwalben bei 9g Grad Wärme anzukommen pflegen. Damit hat man ihre Ankunft in Paris auf den 13. April bestimmt, in Brüssel auf den 16., in Leipzig auf den 18., in Königsberg auf den 30. In Irkutzk in Sibirien sollen die Schwalben hiernach am 15. Mai, in Ocholsk in Kamtschatka(wenn es dort deren überhaupt gibt) am 2. Juni erscheinen. Doch sind gerade die Schwalben am wenigsten regelmäßig. Woher auch das Sprüchwort: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Es gibt auch örtliche Verzögerungen für die Zugvögel z. B. im Wege liegende Gebirge, welche sie lieber umfliegen, als überfliegen. Auch will man beobachtet haben, daß die Männchen einige Tage früher eintreffen ale die Weibchen. Die erste Gruppe der bei uns ankommenden Zugvögel, also dle Frühlingsboten, welche die Feldlerche anführt, bilden außer ihr: die Bachstelze(weiße), der Staar, die Singdrossel, dann die Schnepfe (Oculi). In der zweiten Periode folgen die Meisen, Finken, Rothkehlchen, der Zaunkönig, das Goldhähnchen, welche jedoch noch wenitz auf fliegende Insekten rechnen. Der Storch kommt nur ausnahmsweise schon um Petritag, oft erst in der zweiten Hälfte des März. In der ersten Woche des April pflegt das Rothschwänzchen einzuziehen, bald nachher die Gras⸗ mücken, die Nohrammern und auch die Holztaube. Nun bemerkt man auch den Wendehals, endlich die Nachtigall. Jetzt nähert sich der April seinem Ende, und mit dem Rufe des Kuckucks beginnt die dritte Periode, die der belaubten Bäume. Da hören wir den Pirol(Goldamsel), das Schwarzköpschen, die Heckengrasmücke, die Wachtel, aber auch den Neuntödter. des ersten evangelischen Schullehrer⸗ eminars in Oesterreich. Mitgetheilt von J. Wahl. Am 9. Dezember v. J. fand in Bielitz die Eröffnung des ersten Die Kreide evangelischen Schulle rer- Seminars in den deutsch⸗slavischen Kronländern ä——— b buht ibehaupt! i fe abe Ethebung Jacen neuen be aten n nöthig, Schreibpe verwende 4925 T. so daß ber Forn von 20, was wi gebnisse blälche gleichbit verwend deren 5 getzu mh bie gleich 491 N sollen kr Adeser elgerut perßeig Beigeordneter, Ortsvorsteher und andere Freunde rationeller Landwirthschaft tragen zum segensreichen Gedeihen nach Käften bei. Moͤgen diese wenigen Zeilen anregend auf die detx. Leser wirken und im Anzeiger recht bald Nachrichten über weitere Gründung von Ortsvereinen zu lesen sein. Darmstadt. Dem großherzoglichen Dirigenten der Oderrechnungskammer- Justiftcatur I. Abtheilung, Herrn Rechnungsrath Voltz, wurde am 19. d., aus Aulaß seines 50 jährigen Dienstjubiläums, von Seiner Königl. Hoheit dem Großherzoge das Ritterkreuz I. Classe des Philipps⸗ ordens verliehen. Die Beamten der genannten Abtheilung überreichten dem wackeren Beamten an seinem Ehrentage einen kostbaren Ring. Auch aus dem zahlreichen Kreise seiner Bekannten halte der Jubilar sich vielfacher Beweise der berzlichsten Theilnahme zu erfreuen. Darmstadt. Der„D. Z.“ entnehmen wir folgende Mittheilung: Die Volkszählungen sind unstreitig die großartigste und wichligste statistische Operation, welche überhaupt von einem Staate unternommen werden kann; daß sie aber auch die kostspieligste und mühseligste statistische Erhebung sind, dazu liefert das jüngste Quartalheft der Zeitschrift des Königl. Preuß. statistischen Büreaus einen neuen Beleg. Für die Volkszählung vom 3. Dez. 1867 waren in der preußischen Monarchie 5,034,866 Formulare nöthig, zu welchen 548 Ballen oder 26,304,000 Bogen Schreibpapier mit einem Anschaffungspreis von 16,625 Thlr. verwendet wurden, Satz und Druck der Formulare kostete 4925 Thlr., deren Verpackung und Versendung 2150 Thlr., so daß also nur durch die Herstellung und Verschickung der Formulare zur Zählung der Staatskasse eine Belastung von 23,700 Thlr. entstand. Nun sind aber in Preußen, was wir ergänzend bemerken, zur Uebertragung der Er— gebnisse aus den einzelnen Zählungslisten auch„Zähl⸗ blättchen“ in Gebrauch“), von welchen, da für jede Person, gleichviel ob abwesend oder auwesend, ein Zählblättchen verwendet wird, mindestens 24 Millionen erforderlich werden, deren Kosten die vorstehende Berechnung nicht umfaßt. Hierzu kommen ferner der nicht zu unterschätzende Zeit— verlust der Bewohner, die Ausgaben der Gemeinden und die gleichfalls sehr bedeutenden Kosten für Prüfung, Con⸗ ) Diese Zählblättchen(italienisch Cartolina) wurden seither in Italien mit dem besten Erfolg benutzt und ihre Zweckmäßigkeit auf dem statistischen Con⸗ gresse zu Florenz, namentlich von den Vertretern der Stadt Berlin und des Gr. Hessen(Obersteuer⸗ rath Fabricius), anerkannt. Auch das hiesige statistische Büreau hat dieselben adoptirt. centrirung und Verössentlichung der Zählunggergebnisse. Im Hinblick auf diese Belastung und mit Rücksicht darauf, daß oft erst wenige Monate seit dem Abschluß der Arbeiten der vorhergehenden Zählung verflossen sind, und diese als⸗ bald wieder aufs neue bewältigt werden müssen, hat sich das Königl. preuß. statistische Büreau schon mehrmals und auch jetzt wieder gegen die dreijährige Periobicität der Volkszählungen ausgesprochen, welche nicht bloß das Büreau und seine Kräfte fast zu Grund richte, sondern auch der größte Gegner der Volkszähsungen selbst sei. Beides ohne Noth, wofür die letzte Volkozählung wahrscheinlich den posttiven Beweis liefern werde. Alle statistischen Behörden stimmen ohne Zweifel dieser Ansicht bei, und dürfte ver⸗ muthlich dem Zollparlament die Aufgabe zufallen, in dieser Angelegenheit sachgemäße Aenderung zu treffen.— In England, Belgien und der Schweiz zählt man alle zehn Jahre, in Oesterreich fand die letzte Volkszählung am 31. Oktober 1857 statt und wird erst im Dezember l. J. eine neue Zählung vorgenommen werden. Für die Zoll— vereinsstaaten möchte ein 5- oder 6jähriger Turnus voll- kommen genügen. Darmstadt. Bahningenieur Hochgesandt hat einen einjährigen Urlaub erhalten, um den ihm übertragenen Bau der Riedbahn zu leiten. Seinen Dieust versehen in so lange Inspector v. Fabert dahier und Bahningenieur Geßner in Frankfurt. Im Griesheimer Wald werden bereits auf dem im Bahnkörper fallenden Terrain die Tannen gefällt. Bis Gernsheim soll die Bahn noch vor Ablauf des Jahres befahren werden. Wetzlar. Vergangene Nacht stürzte dahier in der Gewandtgasse ein altes Wohngebäude zusammen. Es war bewohnt von drei der ärmsten Klasse angehörenden Familien, bestehend aus 14 Personen, wovon ein neun— jähriger Knabe todt, die übrigen theilweise schwer ver— wundet aus den Trümmern hervorgezogen wurden. Mainz. Der dießjährige Carneval war im Vergleich zu sonstigen Jahren ein äußerst einfacher und fstiller, keine öffentlichen Aufzüge belebten die Straßen und boten den Zuschauern keine interessante Schauspiele; einzelne Masken, größtentheils Kinder, bewegten sich in den Gassen. Der Jahrmarkt eam Montag in der Fruchthalle war nach dem Programm ausgeführt, aber sonst im Vergleich gegen früher schwach besucht. Die Bälle im Theater waren leb⸗ hafter frequentirt, ebenso die Frequenz der Weinwirth⸗ schaften und Restaurationen in der Nähe des Gutenbergs— platzes. Excesse fielen außer unbedeutenden kleinen Prügeleien keine vor. Uebrigens war auch die Witterung die drei Fastnachtstage über wenig günstig. Worms. Ueber die kurz gemeldete Branblegung in der neu eingerichteten Caserne melbet die„Worms. Zig.“ Folgendes: Am letzten Freitag war unsere Stabt in Gefahr, von einer Feuersbrunst heimgesucht zu werben, wenn nicht ein glücklicher Zufall noch zu rechter Zeit dieselbe verhindert hätte. Der erhöhte Dienststand unseres Militärs veranlaßte die Herrichtung einer dritten Caserne, zu welchem Zweck man den sogenannten Domspeicher, ein großes Gebäude mit 3 Stockwerken, verwendete. Am Freitag waren die oberen Stockwerke bereits mit Soldaten belegt, während das Erogeschoß unbesetzt war. In dem letzteren befand sich aber eine große Anzahl Strohsäcke haufenweise zusammengesetzt. Als nun Nachmittags der Dienst einige Milttärpersonen in diese Localitäten führte, gewahrten sie untrügliche Spuren eines noch im glimmenden Zustande befindlichen Feuers. Augenblickliche Nachsuchungen führien bald zur Entdeckung desselben sowie zu der Gewißheit, daß die Hand irgend eines Frevlers brennenden Zunder, mehrere Schächtelchen mit Streichfeuerzeug und sonstige leicht entzündbare Stoffe in die Mitte der aufgehäu ten Strohsäcke gelegt hatte, um durch die Entzündung der⸗ selben das Gebäude in Brand zu stecken. Leider ist es, soviel wir wissen, nicht gelungen, den Urheber dieser Frevelthat zu ermitteln. „% Der Wiederaufbau des Frankfurter Doms. Der Wiederaufbau des im vorigen Sommer durch Brand beschädigten Kaiserdomes in Frankfurt a. M. wird leichter sein, als man zu hoffen wagte. Die Sach⸗ verständigen haben nach eingehender Untersuchung erklärt, daß die Abtragung des alten Gemäuers nicht nothwen⸗ dig sei, der Ausbau etwa 140,000 fl. kosten werde; 100,000 fl. find schon disponibel. „„Nach einem Bericht der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger betrugen im Jahre 1867 die Schifsbrüche insgesammt 128, wovon auf die Nordsee 66, auf die Ostsee 62 fallen. 706 Personen sind nachweislich davon betroffen, 615 gerettet worden, 81 um das Leben ge⸗ kommen. Von den Schiffen waren 61 Küstenfahrer, 66 Seeschiffe, 1 Dampfboot. Sitzung des Lokalgewerbpereins zu Friedberg den 29. Februar, Abends 8 Uhr. Tagesordnung: Wahl des Vorstandes und des Aus⸗ schusses Der Vorstand. Versteigerung von Arbeiten und Lieferungen. 491 Mittwoch den 4. März l. J., Nachmittags 3 Uhr, follen in dem Gemeindehause zu Osthe im nachfolgende Arbeiten und Lieferungen unter den vor der Ver⸗ fleigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen wersteigert und in Accord gegeben werden, nämlich: Apotheker Bergmann's Eispommade 2167 aus Paris, rühmlichst bekannt, die Haare zu kräuseln, sowie deren Ausfallen und Ergrauen zu verhindern, empfiehlt à Flac. 18, 27 und 36 kr. Ph. Dan. Kümmich. Emser Pastillen 22 seit einer Reihe von Jahren unter Leitung der Königlichen Brunnen verwaltung aus den Salzen des Emser Mineralwassers bereitet, bekannt durch ihre vor⸗ züglichen Wirkungen gegen Hals und Brust⸗ leiden, wie gegen Mag enschwäche find stets vor⸗ rätbig in Zriedberg bei Prr. Hofapolbeker C. Wahl, 1 veranschlagt zu 105 10. M. 3 t ein 33 1 3 S 1 — 7 le Pastiulen rden 1 1 5 5 2 Gebände Versteigerung. 7 8 werden nur inetikettirten Schachteln Steinbrecherarbeit zu Mauersteinen aus Kalk 483 Freitag den 6. März, Vormittags 10 Ubr, sellen! Königliche Jtunntusttwaltung zu Bad Ems. und Sandfleinbrüchen 27— in der Burg zu Södel zwei von Eichenholz erbaute Steinbrecherarbeit zu Basalt⸗Chausstedecksteinen 40— Biehställe auf den Abbruch öffentlich an den Meist⸗ S822 Steinbelfuhr 80—] bietenden versteigert werden. Militär and u E * Lieferung von* 7— Nidda den 27. Februar 1868. 4 94— Weigel. 484 zu 48 Fr., 1 fl. 1 fl. 18 kr. empfleblt a una 11 2 3 Mauerdeckelsteinen 2—[1 2. Gonder. 1 4 Universal-Magen-Ciaueur,. r d Sie inklopferarbeit 88— 105 das einfachse und sicherste Mittel gegen Magen K u r ˖ 0 f f E 1 *. 1 Buß bach am 28. Februar 1868. leiden aller Art von Franz Metternich in Main; a Ait Der Bezirks- B sseb empfiehlt in Flaschen d 24 kr., 45 kr. und fl. 1. 24 kr. 303 verkauft per Malter und Gescheid 1 en zir auaufseber 8 n 8 n Bur f Ph. Dan. Kümmich in Friedberg. H. Schmidt in der Usagasse. — Desterreiche statt. Dieser Tag wird auch für die Zukunft ein Gedenktag Folgende Stelle aus der Festpredigt sei hier wörtlich wiedergegeben: bleiben nicht für die Bielitzer Gemeinde allein und alle, die mit ihr]„Vergessen wir es nicht, daß die Intelligenz das Fundament des modernen 4 Pleiches Interesse haben,* hat für das österreichische Schulwesen Staates ist. Auf diesem erbaut sich der Wohlstand des Volkes, die Ehre, „*. überhaupt Bedeutung.— Die Gründung eines Lehrerseminars, wie es die Würde, die Macht des Staates. Und sorgen wir nicht für die In— eam das in Bielitz sein und den besten Anstalten des Auslandes würdig an telligenz der künftigen Geschlechter, indem wir Lehrerbildungsanstalten wal, der Seite stehen soll, war nach der bisher geltenden Schulgesetzgebung errichten 7 Sorgt die hohe kaiserliche Regierung nicht für die Intelligenz 1 1 ö Desterreichs eine reine Unmöglichkeit. Das beweisen die vielen Hinder-[des Staates, indem sie Genehmigung zur Errichtung derselben ertheilt? Aber + nisse und Schwierigkeiten, die dem Inslebentreten desselben in den Weg mehr noch! Die hohe Regierung mußte um die Genehmigung zur Errichtung 1050 gelegt wurden. Hieß es doch noch am 20. Februar 1866 in der unserer Anstalt zu ertheilen, die veraltete österreichische Schulgesetzgebung durch⸗ 2 9207 ministeriellen Erledigung der Eingabe des Bielitzer Presbiteriums über brechen, in deren Rahmen unsere Lehrpläne nicht paßten und sie hat es gethan; 0— die äußere und innere Einrichtung der beabsichtigten Lehrerbildungsan- sie hat auch in dieser Beziehung den Beweis geliefert, daß sie Ernst machen * stalt:„Kein eigener Seminardirektor, keine Seminarübungsschule, keine] wollte, mit der Erfüllung jener Bedingungen, von denen die Woblfahrt 1 1 Anthropologie und Logik, keine Einführung in die Literatur der Mutter- des österreichischen Volkes und die glückliche Zukunft des österreichischen * sprache, kein Violinspiel; und ob die Geschichte, Geographie, Natur- Staates abhängig ist. Die Intelligenz hat einen berrlichen Sieg gefeiert 0, 10 geschichte, Physik, Chemie, ferner das Clavier- und Orgelspiel und die[über veraltete Systeme und verkommene Traditionen, und Se. Mafestät 10 Harmonielehre als Unterrichtsgegenstände beibehalten werden sollten, mußte[ der Kaiser selbst war es, der durch seine Allerhöchste Namensfertigung ihr erst eingehend erwogen werden.“ zu diesem Sieg verholfen hat. Heil Oesterreich! rufen die Freunde Oester— Man kann sich denken, daß die Freude groß war, als am 10. August reichs im Auslande, und wer ist ein österreichischer Patriot unter uns v. J. auf die fortgesetzten Bemühungen und Anstrengungen der Biclitzer[und wollte Angesichts dieser herrlichen Thatsachen nicht rufen: Heil bre. Gemeinde hin, der von derselben ursprünglich eingereichte Lehrplan bestäungt[Oesterreich! Heil dem Kaiser, der durch solche Thaten, durch solche b und die Erlaubniß zur Eröffnung der Anstalt gegeben wurde. Nur die[ Geistessiege die vielen Demüthigungen, die wir erlebt haben, die alten Veränderung in dem konstitutionellen Leben Oesterreichs überhaupt konnte] bösen Scharten in würdigerer Weise auszuwetzen versteht, als es die Macht in dieser Zwischenzeit einen solchen Abstand bewirken, und das ist es eben,[der Waffen vermöchte auf blutgetränkten Feldern.“ rc. ann was die Feier des 9. Dezembers zu einer allgemeineren machte. ua —— 2 — Oeffentliche Dank sagung. 467 Da ich leider durch Unwohlsein abgehalten war meinen lieben Mitbürgern für die mir am gestrigen Abend kundgegebene Ehren⸗ bezeugung persönlich meinen wärmsten Dank auszusprechen, so nehme ich Veranlassung dies öffentlich nachzuholen und verbinde zugleich hier⸗ mit die Bitte, mir das freundliche Wohlwollen, dessen ich mich sowohl in meiner Dienstfuhrung als Bürgermeisterei-Vicar, als auch in meinem Privatleben stets erfreuen durfte, auch fernerhin zu bewahren. Friedberg den 27. Februar 1868. Wah I, 1. Beigeordneter. Quartett-Soiree Hugo Heermann, Nuppert Becker, Ernst Welker und Louis Lübeck Montag den 2. März, Abends präcis 6½ Uhr, 486 im Saale des Programm. 1) Quartett Nr. 6 a. Andante und Allegro. d. Adagio. o. Scherzo und Trio. d. Finale Allegro. Mozart. Billets à 30 kr. sind bei Herrn Fritz Hecht, sowie Abends an der Kasse zu baben. Hötel Trapp. 2) a. Variationen aus d. Kaiserquartett Haydn. bd Scherzo und Trio Cherubini. 3) Thema und Variationen Fr. Schubert. 4) a. Canzonetta Mendelssohn. b. Andante g Beethoven. e. Finale Strohhüte 421 werden gewaschen und fagonnirt bet Elise Hanau ged. Simon. Verloosung. 461 Bei der am 15. September 1867 im Kreise Friedberg und Ende Januar 1868 im Kreise Offenbach ausgespielten Sesckereten find folgende Nummern her ausgekommen: Nr. 25 1727 1214 130 2149 1652 2011 166 336 224 38 1692 981 1936 1494 306 2230 367 519 Lemb. Gesucht 462 wird ein Schäferknecht von Georg Schäfer in Bauernheim. Repskuchen! 70 ftets frisch von der Mühle bet Wilb. Fertsch. Geehrter Herr D. Nephuth! 471 Senden Sie mir umgehend gegen Nachnahme 10 Büchechen Ihres n een. ich die außerordentliche Wohlthat und Heilkraft desselben bei vielen äußeren Wunden erprobt hade, halte ich es für nothwendig, stets einen kleinen Vorrath davon im Hause zu s. aer Heidelberg, 14. August 1867. ran eimann. Der Universal⸗Balsam ist. e à Büchs⸗ chen 18 kr. bei Jean Huber in Friedberg und Ph. J. Weiß in Naubeim. 5 Das Kleider- Magazin von C. F. Schleuning 489 ift mit Röcken, Hosen, Westen, Unterhosen, Kami⸗ sölern, Hemden, Socken, Kitteln ꝛc., vollständig assortirt. Zu verkaufen 481 find einige Haarmatrazen, 2 Schnellwagen, jede 200 Pfund aus wiegend, Teppiche, Pferdeteppiche, Reit⸗ und Militär⸗Mänutel und eine Druchbandage bei Mändle Garde. 482 Neben unserer Russensteinfabrik haben wir jetzt auch eine Kalkbrennerei angefangen und nebmen wir stets Aufträge darauf an, welcher immer frisch geliefert wird. Unser Comptoir ist jetzt auf der Gas Anßalt unter⸗ balb der Bahn. G. Schwarz& Comp. Strickbaumwolle 488 zu billigeren Preisen, sowie alle übrigen in dieses Fach einschlagende Artikel empfehle bestens f C. F. Schleuning. Strohhüte 480 werden schön und billigst gewaschen und fagonnirt bei M. Gonder, vormals Maria Steitz. Düngemittel 465 der Chemischen Fabrik Griesheim in Frankfurt am Main. Sauere phbosphorsauere Kalke(Superphosphale) zur Düngung des Getreides, für Rüben, Ge⸗ müse, Futter gewächse, Reps u. s. w. in drei Gedämpftes Kuochenmehl nochenme uanisirt) in feinem und gröberem Pulver, für*. 4(zur Maschinen⸗ und zur Handsaat). Griesheimer Guano(Kali⸗Dünger), feines Pulver, für Getreide, Reps, Tabak, Kartoffeln . 5 85. einberg Guano(Weinberg⸗Düne er. Wiefendünger(Kali- Dünger). 17 Peru⸗Guano Phosphat(Gesäuerter⸗Peru⸗Guano). Pernanischer Guano. Baker Guano. 1 von Superphosphaten mit Kali⸗ en. Tutterknochenmehl. Sodagyps, sein gemahlen. Reschibum an Gehalt. Vorzügliche Löslichkeit. 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Indem wir Verwandten und Freunden, sowie allen Bewohnern Friedbergs und der Umgegend, welche der theuren Verblichenen ein freundliches Andenken bewahrten, diese schmerzliche Mittheilung widmen, bitten wir um stille Theilnahme. Friedberg, den 28. Februar 1868. Im Namen der Familie: Ernestine Bindernagel, 490 geb. v. Helmolt. mehr tägigem Brodpreise vom 1. bis 13. März. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: 2 Waizen, ½ Korn./ Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 4 1 21 kr. Zweite Sorte 4 f 19 kr. *„ 2„ 10½* E* 2 2 97* ** 1* 51 4„„* 1* 47„ 2½ Loth Milchwaaren 1 kr. 3 Loth Wasserwaaren 1 kr. Ausnahmspreise: Bei Bäcker Tischer 1. Sorte 20 kr., 2. Sorte 18 kr.— Bei Löb Strauß 1. Sorte 20 kr., 2. Sorte 17½ kr. Für Nauheim: Kasseler Brod 4 8 22½ kr. 0 2% ** 1* 5%„ Erste Sorte 4 8 21½ kr. Zweite Sorte 4 8 19 kr. **„ 7 17*„* 9* „* 1* 5*„* 2 1„ 47„ Für Butzbach: Erste Sorte 4 8 21 kr. Zweite Sorte 48 19 kr. 1*„ 10½* L* 2„—9 5„ * 1 1„ 574*„**„ 4% 9 Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 1.— 183. März. Für Friedberg und Butz bach Ein möblirtes Zimmer 430 ist zu vermiethen. Ludwigstraße Nr. 114. 5 unverät vt. Rettigbonbons 21 gegen Husften und Brustieiden, in Schachteln à 14 und 18 fr., sowte loose à 56 tr. per Pfund bet Dan. Kümmich. Reine Wicken X Erbsen 476 bei J. L. Rappolt. 485 Meinen seitber von Herrn Kreisarzt Dr. Müller mieihweise benutzten eingefriedigten Gemüse⸗dund Obst⸗ baumgarten am Schützenrain beabsichtige ich anderweit aus der Dand zu verpachten. Friedberg den 28. Februar 1868. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag den 1. März. Evangelische Gemtindt. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Diegel. Gottes dieust in der Stadtkircher Vormiitags: Herr Candidat Bichman n. Nachmittags: Herr Pfarrer Schw a be. Gottesdienst in der Burgkirchet Vormittags: Herr Candidat Margu th. Nachmittags: Herr Candidat Strack. Sonntag den 8. März Abendmahl in der Stad lirche. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Wagner, Rathsdiener. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. (Hierzu Unterhaltungsblatt Rr. 9 und eine Beilage.) Lehrerconferenz 10 1 51 13 N J50b Cubis von Läpge 9941 Cubll von Länge Die Zusan engels orn⸗ Ess wird a dal Kiähr gleichen be zu W Odflad! Fiel 447 an Zögl 1 ysser bis un ale sonf auf un Alben nicht gere Ftiedbete — Hol ae Oienfta; . J., sollen in ee, nachbezel erden 2 Stec 1 * Holz- Versteigerung. 102 Aus den Freiberrlich von Franckenstein'schen Wald- eistricten„Engelsborn“ und„Am Engelsborn“ in der Hemarkung Ockstadt bei Friedberg kommen zur öffentlichen Versteigerung: ) Donn erstag den 5. Narz, Vormsetage 9 Uhr, 98 Stecken Buchen⸗Scheltholz, „ Eichen- 5 24„ Buchen⸗Prügelholz, 12¾ 77 Eichen;* 47„7 Aspen⸗ 7 147½„ Buchen⸗Stockholz, 7 77 Eichen„ 2 Aspen⸗ 0 10339 Wellen Buchen Relsholz, 3052„ Eichen- 4 24 Aopen⸗„ ) Freitag den 6. und Samstag den 7. März, jedesmal Vormittags 9 Ubr, 4506 Cubikfuß Eichen Stammbolz, in 260 Stücken, von 4 bis 18½“ Durchmesser und 15 bis 60“7 Länge, 9941 Cubikfuß Buchen-Stammholz, in 511 Stücken, von 6 bis 28“ Durchmesser und 5 bis 407 Länge. Die Zusammenkunst findet jedesmal in dem Distrikt Engels born zunächst der Ufinger Straße statt. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß das tammholz an den beiden genannten Tagen in un⸗ fähr gleichen Mengen zum Verkauf kommt, und daß sselbe zu Wagnerholz vorzüglich geeignet ist. Ockfladt den 18. Februar 1868. Wilbrand, Freiberrlich von Franckensteln' scher Oberförster. 1 Rückständige Forderungen 7 an Zöglinge unserer Anstalt wollen um so ge fer bis zum 15. März bei uns angemeldet werden, sonst auf unsere Mitwirkung zur Berichtigung der- den nicht gerechnel werden kann. Friedberg am 24. Februar 1868. Großherzogliche Seminardtrektton Sternberger. 1 Holz- Versteigerung. DODltenstag den 3. und Mittwoch den 4. März 1 J., sollen in biesigem Gemeindewald, Difirikt Birken 57 nachbezeichnete Helzsortimente öffentlich versteigect eden: 1 7 Stecken Berken⸗Scheidholz, 5 Marel 5 25%„ Blirken⸗ Prügelbolz, N Nadel N 4„ Aspen 2„ Birken Stodbolz, 778¼ Nadel⸗ 17 4„ Aepen;„ N 72⁵ Stich Buchenwellen, 4415„ Birken, Eichenwellen, 3875„ Nadel-, Aspenwellen, 17 väste allerlei Holz, 90 Nadel⸗ Stämme, 666 Cubikfuß enthaltend, 3 Kirschbaum Stämme, 26 Cubikfuß enthaltend, Brken⸗Stamm, 9 Cubikfuß enthaltend, 2 Bochen⸗Stämme, 33 Cubiksuß en end, 354 Nadel⸗Stangen, 952 Der Anfang beginnt jedesmal 9 Uhr Vormitlage. dem Brennholz wird die Versteigerung beginnen. en Bürgschaft wird das Holz bis zum 1. September 2 creditirt. Ober-Mörlen am 25. Februar 1868. Großherzogliche r Oder⸗Mörlen 4 1 Feuarbeiten und Materiallieferung. %% Miiiwoch den 4. März l J., Vormittags 10 Uhr, n im Gemeindebause zu Nieder⸗Forstadt nach ⸗ ende, zur Reparatur der Kirche und Pfarrhofraithe bst nöthige Arbeiten und Materiallieferungen unter zuvor bekannt gemacht werdenden Bedingungen e öffentliche Verßeigerung in Accord gegeben werden: Maurcrarbeit mit Lieferung von 2400 Sattel- und Backneinen, 12 Butten Kalk, 0,5 Klaster Sand von Ossenheim, 1 Tonne Portland⸗Cement Transport veranschlagt zu 119 fl. 31 kr. teinhauerarbeit„ ummcrarbest 126„ 33„ Schrelne rar beit, L blesserarbelt. Beilßbinderarbelt mit Kalk und Sand 77„ 43 epengierarbelt 4 „ NLieder⸗glot stadi am 2. Februar 1668. Hroßberzogliche Bürgermeislerel Niever⸗Florstavt 1 J. B. d. B.: . Scaubach, Beigeordneter. Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. M26. — Edictalladung, 460 Heinrich Hübner's Eheleute von Ober— Florstadt, deren Vermögen überschuldet ist, baben zur Abwendung des förmlichen Concursprocesses um Zusammenderufung ihrer Gläubiger bebufs Abschlusses eines Stundungs- oder Nachlaßvertrags gebeten. Es werden deßhalb die Gläubiger aufgefordert, ihre An⸗ sprüche sogewiß Mittwoch den 25. März l. J., Morgens 9 Uhr, dahter anzumelden, als sonst die nicht erschesuenden oder nicht genügend vertretenen Gläubiger, als den von der Mehrheit der erschlenenen Gläubiger in obiger Be— ziehung gefaßt werdenden Beschlüssen zustimmend, an— geseben werden. Friedberg den 21. Zebruar 1868. Groß herzogliches Landgericht Frledberg Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts Assessor. Bekanntmachung. 472 Für die biefige Saline sollen die nachfolgend ver— zeichneten Matertalien auf dem Submilsfionswege be— schafft werden: 10 Pfund neu Kupfer zu Löthkolben, 600 Pfund weiches Blei zu Plomben, 50 Pfund Stahl, 20 Cir. Stabeisen, 10 Ctr. Pufstäbe, 5 Ctr vierkantiges Eisen, 10 Ctr. Rundelsen, 10 Ctr. Eisenb lech, 100 Bütten ebersgönser Kalk, 8000 Stück Plattziegel, 8000 Stück Vacksteine, 3000 Stück debmselne, 25 Pfund gemahlene Kreide, 2 Häute Wildsohlleder, 1 Cir. Wagenschmiere, 5 Pfund Leim, 100 Pfund Schweineschmalz. 3 Pfund Dochtgarn, 1 Faß Steins! circa 220 Pfund netto, 10 Pfund gesponnenen Hauf, 350 Pfund Sackkordel, 1 Pfund Zimmerschnur, 50 Stück Arbeits⸗Schippen, 2 Stuck Weißpiusel und 12 Stück Faustpinsel. Lieferungsanerbtetungen find dis zum 10 März d. J., Vormittags 10 Uhr, versiegelt, mit der Aufschrift „Malersalliefernng für Großh. Saline Nauheim be treffend“ versehen, bet der unterzeichneten Behörde ab- zugeben und tönnen dasebst auch die Lieferungsdedingungen eingesehen werden. Nauheim ren 25. Februar 1868. Großberzegliches Salinenamt Nau ben Schreiber. Weiß. . Bekanntmachung. Holzvberstelgerung in der Oberförflerei Ros dach betreffend. 404 Freitag den 6. März d. J. werden iu dem Domaniawilnd Frauenwald dei Nieder Mörlen an den Meistbletenden öffentlich versletgerk: 10 Stecken Birken-Prügetholz, 10 Stecken Eichen- Stockbolz, 11900 Wellen Eichen und Bicken Reiserholz. 15 Stück Eichen Bauholzstaämme in 163 Cubikfuß. Ober Zusammenkunft und Anfang der Verstetgerung Morgens 9 Uhr auf dem neuen Wege im Schlag Nr. VI. Ober Rosbach den 25. Februar 1868. Groß herzogliche Oberförsterel Ober-Rosbach B tng mann. Dungversteig erung. 479 Montag den 2. März d. J., Vormittags 11 Uagr, soll am Faselffall dabler der in der Grube vorhandene Dünger öffentlich meistdietend verstetgert werden. Friedberg am 28. Februar 1868. Groß berzogliche Bürgermeisteret Friedberg Foucar. Arbeits-Versteigerung. 463 Dtenstag den 3. März, Nachmittags 1 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Griedel naczstebende Arbelten zu fertigen einer öffentlichen Verfteigerung ausgesetzt werden: 1) Anfahren von Chaufsirsteinen u. Kosten⸗ überschlag für 48 fl. 2) Aufsetzen von Chauffirsteinen 8 fl. 3) Zerschlagen von 5 120 fl. Februar 1868. Schneider, Bezirks- Bauaufseher. Hambach am 25. 18 Gegen katarrhalische Hals- Husten, Heiserkeit sind die Siollwerck sches Brustbonbons das anerkannt wirksamste Hausmittel. Die allseitigen ärztlichen Empfehlungen, die Diplome der europäischen Höfe, die auf allen Ausstellungen zuerkanuten Preise sind hiervon die thatsächlichsten Beweise. Lager* sich à 14 kr. per Packet in Friedberg bei J. A. Windecker, in Al[senbeim bei Carl Bauer, in eller gbeim bei B. Stern Sohn, in Bubba ch bei Wilb. Wießler, in 1 bei Chr. Eichelmann Sobn, in 3 ngen dei A. Buch, in Nauheim bei Ph. Jac. eiß und Brut- Beschwerden, Holz- Verstet Holz- Versteigerung. 474 Doynerstag den 12. März l. J., Morgens 9 Uhr anfangend, werden in den Feelherrlich von Nitter'schen Waldungen zu Hof Hasselheck Stecken Klefern-Schestbolz, Birken⸗Prügelholz, 28½„ Klefern— 2„ Buken-⸗Stockholz, 19½„ Kiefern⸗„ 150 Wellen Buchen ⸗Reisholz, 2442 ien„ 5938„ Kiefern⸗ 25 0 Cubikfuß Eschen⸗Stammholz, 9 Kiesern-Stangenholz, 4400 Stück Bobnenstangen, meifibletend verkauft. Die Zusammenkunft ist auf dem Hofe Hasselheck und wird mit dem Verkauf der daselbst befindlichen Bohnenstangen der Anfang gemacht. Friedberg den 27. Februar 1868. In Auftrag: Ritter'schen Guts verwaltung zu Rüdes hem Heidt Unterleibs— Bruchsalbe betreffend. Aerziliches Zeugniß. der Fretherrlich von 218 Ich erlaube mit hiermit um ein Töpfchen Ihrer ausgezeichneten Bruchsalbe zu bitten, da ich bereits Wunder deren Winksamkeit beobachtet habe, und daher dieselbe wärmstens als einzige Hülfe ohne der windesten Belästigung der leidenden Menschbelt gewissenhaft an⸗ empfehle. Dilese meine medictutsche Anerkennung wollen Sie nach Belieben veröffentlichen. Pawlowitz bei Prerau, Mähren, Oesterreich, den 20. August 1887. Ned. Dr. Franz Prziwauek. Obige Salbe ist sowobl direct dom Erfinder Gottlieb Sturzenegger n Herisau, Carton Appenzell(Schwetz) zu dezieber, als auch dur Herrn G Bleicher, großberiogl. dessischer Pofbandagtist in Mainz. Dr. Apolb. J. B. Lindt in Fraukfurt a. M., Schuurgasse 58. Prei pr. Topf 3 fl.— gegen Einsendung des Belrags. Heilung, ohne Entzündung, in weitaus den meisten Fällen ficher. weiteren Zeugnissen gratis. in Bruchb ändern. Oberhessische Eisenbahnen. 468 Dem unter dieser Ueberschrift wiederholt erschie— nenen Injerat möchte noch hinzugefügt werden können, daß die in dem darin kritifirten Vertrag garantirte Verzinsung in Wirklichkeit eine viel böhere, als die angegebenen 3½ Prozent, sein wird, denn wenn, wie dehauptet wird und auch sedr wahrscheinlich if, die Er- dauung der prejectuten Bahnlinsen einen Kostenaufwand von nut 20 Milltonen erfordert und die Zinsengarantie des Staates, dem Vertrags Capital entsprechend 994000 fl. pr. Jabr beträgt, so entziffert sich hieraus, daß der vom Staat garantirte Jabreszins nicht 3½, sondern 4⅜0, also beinahe 5 Procent vom wirklich aufgewendeten Vaukapital entspricht Diese Differenz, das Mehr, set es nun in Form ersparten Baukapitals oder in der, durch diese Ersparntß erzielten höheren Zinsen, fällt in die Tasche des Erlangers det Concession und unserem Staat, d. d. Uns, den Steuerzahlern, zur Lat und zum Schaden. Hoffen wir, daß unsere Landstäude die Sache genau prüfen, fintemal in den Bedingungen, so weit sie dis letzt dekanut geworden, die Vortdeile far den die Con⸗ cession verletbhenden Staat sedr knapp demessen zu sein scheinen. Linsen! Erbsen und Bohnen in gut kochender Waare dei Wilb. Fertsch. Ein Logis, 286 mit allem 3 bat zu A Hebrauchsanweisung nebst Reichbaltiges Lager 71 Nauheim Carl Schmidt, Café frangais. 129 Der wegen seiner vortrefflichen Eigenschaften rühmlichst bekannte Liqueur Daubitz ift flets in* uter Waare vorräthig ia Frted⸗ deng bei J Windecker in Assendeim det Carl, a . Becker& Engel. Becker& Engel. 477 Trotz des außerordentlichen Baumwollenaufschlags verkaufen wir Bettzeuge 12, 13, 14 und 16 kr, Kattun 9, 12 und 14 kr. Kleiderstoffe 8, 10, 12, 14, 16 und 18 kr, Barchent von 14 kr. an. Ferner für Confirmanden verkaufen wir eine große Partie/ breite Tuche und Buckskins à fl. 1. 30 kr. per Elte. 0 Becker& Engel. * jobucd pe Ehrlich's Blutreinigungs⸗Essenz. 189 Dieses ausgezeichnete Hausmittel, weiches am fichersten dei fast allen Krankheiten mit bestem Erfolg wirkt, wie z. B. bei Rheumatismus, Gicht, Hämorrhoiden, Herzklopfen, Magen⸗ deschwerden, Magenkrampf, Krämpfe, Verstopfungen, Underdan lichkeit, Schärfe, Schwindel, Sodbrennen, Blähungen, Spannung, Zabnweh, Nervenschwäche, Durch— fall, Unterleibsbeschwerden, Gallenkrankbeit. Husten, nervöses Kopfweh, Asth ma, Auszebrung im Entsteben, Körperschwäche, Schlaflosigkeit, Bleichsucht und andern weiblichen Krankheiten 1c. ꝛc., sowie bei Kinderkrankheiten zartesten Alters, wird allen Leidenden auf das Wärmste empfoblen. geheilten Personen die außerordentliche Wirkung dteses Heilmittels durch Zeugnisse, welche im Orginal im Befitze des Unterzeichneten find, nachgewiesen werden. Auf Verlangen kann von den vielen, durch diese Essenz Diese Ehrlich's Wanner nur allein acht zu haben in Commission bei Briefe werden nur kranco angenommen und rechnung der Verpackung nachgenommen. in Origixal⸗Flaschen à fl. 1. 45 kr. oder Thlr. 1.— Sgr. 5 5„„ 1. 10 55„„ mit Gebrauchs-Anwelsung 8 35 77* 7 3 10 77 Fr. Hilbrechi in Friedberg. ift bei Versendungen der Betrag unter btilligster Be— Einschlag⸗ und 78 sowie alle Sorten Strick⸗-Baumw bei Gesehwister Schloß Maschinengarn, olle bester Qualität zu den billigsten Preisen Oeffentliche Anerkennung dem G. A. W. Mayer'schen Brust- Syrup.) 470 Daß mich nur der G. A. W. Mayer che Brust Syrup aus Breslau, welchen ich bei Herrn Curt Albanus kaufte, von einer starken Verschleimung und Husten befreit hat, bringe hiermit zur öffentlichen Kenntniß und empfehle denselben jedem Brust-Kranken. Dresden den 15. Oktober 1867. Eduard Eckersberg, Organist an der Dreifalsigkeitskirche zu Neustadt- . Dresden. ) Allein ächt zu haben à Flasche 1. 45 kr. und ½ Flasche 52 kr. in Friedberg dei Ph. D. Kümmich. Durchsichtige Glycerin. Seist, anerkannt bestes Mittel zur Verschörerung der Haut, empfiehlt in Stücken à 4, 6, 9, 10, 12 kr. Wilhelm Fertsch. Die billigsten Mö bel elegant und solid gearbeitet zu haben in dem Möbellager der Gebrüder Blum, Ryheinffraße. Darmstadt. Verpackung unter Garantie wird dilligst berechnet. Tapeten, 301 wieder 300 neue Sorten von 7 kr. an bis zu 1 fl. 24 kr. per Stück, sowie die bekannnten Mannheimer Tapeten empfiehlt in größter Auswabl Nauheim. C. Horn, Tapezier. Roggenmehl Oberhessische Jahnen. An die Herren Abgeordneten! 478 In einzelnen Zeitungen wird der Vorthell bervor⸗ gehoben, daß bei Concesstonirung an eine Actlen⸗ gesellschaft der Staat mit einem Drtlttthell des Ge winnes über 5% betheiligt sel. Landesvertreter, lasset Euch nicht kirren, laßt Euch durch faule Redensarten nicht irre führen. Es ist festdebende Thatsache, daß der Staat Zehn Millionen spart, wenn er selbst baut, und ebenso fest⸗ stehend, daß alsdayn nicht der dritte Theil des Ge⸗ N sondern der ganze Gewinn in die Staatskasse eht. Abgeordnete, thut Eure Pflicht, spart dem Lande 10 Millionen, sichert dem Staat den ganzen Gewinn, und sorget dafür, daß wir nicht durch Verschleuderun von Milltonen an Bankiers, durch die Steuerlaf erdrückt werden. Stimmet nur für Selbstbau der Oberhessischen Bahnen. Gießen im Februar 1868. Anzeige& Empfehlung habe ich verlassen und wohne jetzt in meinem eigenen Hause dem Hotel Trapp gegenüber. Zugleich bringe ich meine Blumen-, Feld⸗& Gartensamen vorzüglicher Qualltät in empfehlende Erinnerung, Friedberg im Januar 1868. Jacob Herrmann, Samenhandlung, breite Straße dem Hotel Trapp gegenüber, Foul ards, seidene Umknüpftücher und Halsbinden bel K. Friedrich neben der Post. 1681 443 stehen billig zu verkaufen in der Werkflätte von K. Hãuser in Fauer bach bei Friedberg. Warnung! 469 Der von mir erfundene, in allen Theilen Deutschlands durch Zeugnisse ehrenwerthester Art als voctresfliches Linderungsmiltel gegen Brust⸗ und Halsleiden anerkannte ** weiße Kräuter⸗Brust⸗Syrup bedarf an sich keiner weiteren Anpreisung. Wohl aber sehe ich mich im Interesse der Kranken selbst veranlaßt, vor Fälschungen zu warnen, namentlich vor einem Machwerk getreuer Nachahmung, welches in kurzer Zeit säuert und in Gährung übergeht! Folgen, vor welchen mein reelles Elixir sich zu hüten weiß. Hüte sich denn auch das Publikum! Dr. med. Hoffmann. Für Friedberg hält Lager in Flaschen à 1 fl. 45 kr., 32 kr. und 27 kr. Herr J. A. Windecker. 233 Gebrüder Löb. empfehlen 365 Mein Logts neben Herrn Fruchthändler Rappoll landwirthschaftlichen Maschinen⸗& Gerätbe⸗ ö Ein- X Zweispaͤnnige Wagen, leichte Sommerwägelchen, zwet Jagdwägelchen chile ein⸗ und zweispännig auf Federn, ein neuer Milchwagen Mitgetheilt von* g 1— 1 0 5 6. S. Lindheimer. E Lan 14 1 u 1 C 1 Lurs. ö 7 e 155 ö 1555 6. 28 F b 1868 5 9 4* 5 at. 0 2 5 e 1 100 Pi. L. 1858 134 0. Februar. Ours der Aatspaplere. D„ 500, v. 1860% 73¼ a. Oesterr. 5% Met. 1859 i. Lst.] 66—7/ Gr. Hess. 4% Obligat. 89% P 1„ 100 Pr. v. 1864 85 6. . 5% Nat.-Anl. 1854 56 ½ 5 3½0% Obligation.—— Schwed. Thlr. 10-L. 10, f 50% steuerfreie Oblg. 51 G Nassau 4½0% Obl. d. kt. 94 6. Bad. 35 fl. Loose 51 ¼%⁰ 8 Preussen 4/0% Obligat. b. Rth. 95½ P 5 10% do do 85% G. 2 Kurh. 40 Thl.-L. b. K. 54½ G. 5 20, do. do. 89 Turbess. 4% Obl. b. R. à 105 89/ P. or. Hess. 50 fl. L. b. K. 144 P Bayern 50% Obligation. 101½ Frankf. 3½% Obligat. 81¼ P 2„ 25%„„ 7 37 4½% ½ jähr. b. Rtͤh. 93½ G 0 5 30% do 72 ½ G 2 Nass. 25 fl. L. b. R. 36 P. 2 40 90 do 88 ½ 6 Russland 50% Obl. i. L. à fl. 12 84 P. I Sard. 26 Er. I. b. B.— Würtemb. 402% Obl. o. Rth. 93¼ 6 Finnland 4½% Pfdbr. I. R. 105 80½ P Pistolen fl. 1 49—51 5 4% f do do 877 5 Schvveden 4½% O. i. R. à 105 84% P. 0 3 Doppelte 9 9 50—52 Baden 40%2% Obligat. 94% G 5 4½% Pfb. 1. R. 42 105—— 2 Preuss. Frieded'or- 9 57½ 5800 — 4 eee—— I N.-Amer. 60% St. 1. E. 1882[ 75½ G. 2 uoll. f. 10 Stäcke„ 9 54—56 Voll einbezanlte Eisenbahn- Actien und Prioritäten. 2 r 8 2 8— e 32—4 4¼% Payr. Ostbahn 120½ P 3% Liv. C. P.& P/. fr. 4 28 kr. 8/ G. 1 Engl. Sovereigns.„11 5498 5% sächsische Pfandbr. b. R. 95 P. 5% Tose. Centr.-Eisenb.-Pr. 41 6. 2 Russ. Imperiales 9 50—52 30% Oeésterr. St.-Eisenb.-Prior. 53½ G. 50% Elisabethbahn-Prior. 6% 76½ P. Gold pr. Zoll-Pf. 5 6% est. Süd. St. u. Lomb. E. B. 92½ G. 0 5% do. neueste Emiss.% 74½ G. 2 Hchh. Silb. pr. Z. Pf. e 3% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 43½ 6 4½0% Hess. Ludwigsb-Prior. 94½ P. Seas n ed 5 1445490 Wiener Wechsel- Cours 102 G. I ollars in Gold„ 22 ½— 280 Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte“ Auskunst über Verloosungon, Coupons Zahlungen J. 8. S. 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