4 Uu — — 2 7 1868. Dienstag den 28. Januar. M12. 4 Anzeiger für Oberhessen. haihölt die amllichen arlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samflag. —————— ——— ——* Bestellungen auf den allen Poststellen und der „Anzeiger für Oberhessen“ werden noch fortwährend von Verlagsexpedition für das erste Halbjahr angenommen —— —— 4— Friedberg den 25. Januar 1868. letreffend: Die Ergänzung der Feldtruppen im Jahre 1868, insbesondere nicht erschienene Leute. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren: Nr. 4. Bekanntmachung, die Postverträge vom 23. November 1867 betreffend. Großherzogliches Kreicamt Ftiedberz Trapp. Friedberg den 20. Januar 1868. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Sie wollen die nachstehend verzeichneten, bei der vorjährigen Musterung nicht erschienenen und daher zum Erstmarschiren bestimmten bute anweisen, sich am 11. Februar d. J. bei dem Commandement der Residenz zur Nachmusterung und, nach Befund, zur Dienstabgabe g stellen. Zugleich weisen wir Sie an, uns über die Vermögens ⸗, Lorlage sind die Namen der Eltern genau anzugeben. 7) Anton Bink, Kirch⸗Göns. 8) Ludwig Graf, Meldach. 9) Conrad Mohr, Münzenderg. 10) Johannes Maus, Nauheim. 11) Peter Brellinger, Nieder⸗Mörlen. 12) Johannes Schlitz, Nieder⸗Mörlen. ) Louis Kuttenauer, Bönstadt. ) Adam Peter Sauerbier, Buß bach. 8) Heinrich Fenchel, Gambach. ) Peter Wilbelm Rumpf, Griedel. „) Christian päuser. Hausen. 3) Johannes Schild, Hoch⸗Weisel. — Ueber den Befolg dieses Auftrags sehen wir Ihren umgehenden Berichten entgegen. Familien- und sonstigen Verhältnissen der Benannten nach Maßgabe der Verordnung vom 20. September 1858, namentlich 5. 2 und 3 derselben(Regierungsblatt Nr. 36) zu machen. 13) Conrad Haub, Nieder⸗Weisel. 4) Heinrich Heß, Nieder⸗Weisel. 5) Jacob Riegelbuth, Nieder⸗Weisel. 80 Lorenz Geck, Ober⸗Möͤrlen. 223 Heinrich Gläser, Wobnbach. ausführliche Vorlage In dieser Tr a p 5. 1³3 Heinrich Carl Bopp, Schwalheim. 19) Job. Anton Walter, Wisselsbeim. 20) Georg Carl Meiß. Wölfersheim. ) Henrich Justus Jacob Schreiner, 22) Nicolaus Kipp, Ockstadt. Pohl⸗Goͤns. tetreffend: Die periodische Ernennung der Mitglieder der Krtis⸗Schulcommissionen, hier für die Jahre 1868 die Ende 1872. rann t Friedberg den 23. Januar 1868. Warane Durch Entschließung Groß. Ministeriums des Innern vom 8. d. M., zu Nr. 225, sind für die naͤchsten 5 Jahre, also für die Zeit zom 1. Januar 1868 bis Ende 1872, folgende Personen zu Mitgliedern der Kreis⸗Schulcommission ernannt worden: 3 u ordentlichen Mitgliedern: 10 Der evangelische Pfarrer und Dekan Blumbof zu Melbach und 2) Der katholische Pfarrer und Dekan Keller zu Ockstadt. 3 u außerordentliche n Mitgliedern: 1) Der Schullehrer⸗Seminar⸗Director Steinberger zu Friedberg und 2) Der evangel. Pfarrer Engelbach zu Butzbach, bas biermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Der Vorsitzende Großh. Kreie⸗Schulcommission Friedberg Trapp. Bekanntmachung. Die Feldstrafen VI. Periode 1807 konnen jeden Dienstag und Als besonderen Erhebungstag für das dasige Rentamt bezahlt werden. ton Morgens 8—10 Uhr, bei Herrn Gastwirth Jou zu Bogzdach. Wir ersuchen die Großherzoglichen Bürgermeistereien, dieses im u lassen, daß nach dem 15. Februar die Mahnung erfolgt. Friedberg den 24. Januar 1868. Donnerstag von Vormittags 8— 12 und Nachmittags 2— 5 Uhr au den Landgerichtsbezirk Butzbach bestimmen wir Freitag den 7. Februar, Interesse ihrer Ortsaugehoͤrigen mit dem Bemerken dekanut machen Großherzogliches Nentamt Friedberg Kinde ck. Bekanut machung, die Stellvertretung der Militärdienstpflichtigen der Altersklasse 1867— 1868 betreffend. Die Zabl der für die nächste Truppenergänzung d. J. ange- dommenen Einsteher reicht nicht din, um für diejenigen im Jahre 1867 gemusterten ic. Militärdienstpflichtigen, welche sich durch Zahlung der gesetzlichen Vertretungssumme zur Einstandskasse(beziehungsweise Staats versicherungskasse) vertreten lassen wollten, Stellvertreter zu verwenden. Auf Grund des 6. 9 der Allerhöchsten Verordnung vom 8. d. M., Ebanderungen des Reerutirungsgesetzes betreffend, wird daher hiermit den bezeichneten Dienstpflichtigen eine Frist von vier Wochen vom beutigen an eröffnet, um innerhalb derselben nach Maßgabe des Urt. 16 des Stellvertretungsgesetzes vom 14. Juli 1851 und be ⸗ liehungs weise des 5. 7 der genannten Verordnung vom 8. d. Mis. Stellvertreter zu präsentiren. Die Praäsentation von Unterofficieren oder Spielleuten hat bei dem betreffenden Compagnie, ic. Commando oder Kreisamte, diejenige von sreigeloosten Militarpflichtigen der dltersklasse 1867/1868 aber nur bei dem Kreisamte zu erfolgen. In den hiernach zu errichtenden Protocollen ist die Erklärung des sich anmeldenden Einstehers aufzunehmen, von wem er präsentirt wird, sowie daß er sich nach Maßgabe der mehrerwähnten Verordnung zu sieben jähriger Dienstzeit im activen Heere verpflichte. Gelingt es dem Militärdienstpflichtigen nicht, innerhald der an⸗ beraumten Frist einen Einsteder zu prasentiren, der angenommen und verwendet wird, so hat er seiner Militärpflicht selbst zu genügen und der ihm zugehenden Einberufungsordre Folge zu leisten.— Hinsichtlich der persönlichen Ableistung der Militärpflicht wird auf die Bekannt- machung vom 10. October v. J., die Bestimmung süber den einjährigen, freiwilligen Militärdienst betreffend, aufmerksam gemacht. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien wollen die vorstedende Bekanntmachung unverzüglich in ihren Gemeinden zur allgemeinen Keuntniß bringen. Darmstadt, den 18. Januar 1868. Großherzogliches Kriegs ministertum. v. Grolman. Schenck. zu einer landwirthschaftlichen Besprechung arf 1 Woran liegt es, daß die Mähmaschinen in hiesiger Gegend so wenig verbreitet sind, und welche Sorte ist sonders zu empfehlen d 2) Welche von der englischen Schweinerace verdient zur Kreuzung mit unserm Landschwein den Vorzug? 3) Ist in der hiesigen Gegend die Fütterung von Oelkuchenmehl im Gebrauch, und bejahenden Falls, welche Vortheile hat diese Fütterungs— weise gegenüber dem Füttern der Oelkuchen im aufgelösten Zustande? 4) Wie ist unsere Hauspferdezucht zu betreiben, wenn dieselbe zweckentsprechend und gewinnbringend werden soll?(Eingeleitet durch Herrn Eduard Bier au aus Eudorf.) Einladung. le Mitglieder der landwirthschaftlichen Section Friedberg und sonstige Freunde der Landwirthschaft werden auf * Freitag den 31. l. Mts., Nachmittags 1½ Uhr, das Rathhaus zu Friedberg eingeladen. Gegenstände der Besprechung sind: fur den Kleinbesitz be⸗ verflossenen Frühjahr Faselviehes. 5) Sind Versuche mit dem Anbau der Chili-⸗ und der C'hardon⸗ Kartoffel gemacht worden, und wie ist der Anbauversuch mit den im durch unsern landw. Bezirksverein bezogenen Heiligenstaͤdter Kartoffeln ausgefallen Wahl eines Mitgliedes zu der Commisslon für Besichtigung des Herr Dr. Henkelmann wird die Fragen 1 und 2 einleiten. Nieder-Wöllstadt den 27. Januar 1868. Stoll. Hessen. Darmstadt. Durch das groß- herzogliche Regierungsblatt Nr. 4 werden die Postverträge vom 23. November 1867 zwischen dem Norddeutschen Bunde und Luxemburg, sowie Oesterreich und Bayern, Württemberg und Baden bekannt gemacht. 0 — Das Großh. Reg.⸗-Blatt Nr. 5 enthält: I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Bestätigung von Schenkungen an das Dia⸗ konissenhaus„Elisabethenstift“ in Darmstadt betreffend.— Dem Diakonissenhause„Eltsabethenstift“ in Darmstadt sind folgende Gaben zugewendet worden: A. Schenkungen: 1) von Ihrer Kaiserlichen Majestät der Kaiserin von Rußland 300 fl.; 2) von Seiner Königlichen Hoheit dem Großberzog von Mecklenburg⸗Schwerin, Rest für die Stiftung eines Freibettes zum Andenken an die Höchst⸗ selige Großherzogin Anna von Mecklendurg-Schwerin Königliche Hoheit 494 fl. 53 kr.; 3) ron„ungenannt“ für die Erbauung eines Pförtnerhauses 2310 fl.; 4) von Ibrer Erlaucht der Gräfin Agnes zu Solms⸗Rödelheim 246 fl.; 5) von Seiner Excellenz dem Oberstjägermeister Freiherrn von Dörnberg 100 fl.;— 6) von dem Hof⸗ prediger Bender eine Gräflich Ifenburg⸗Philippeeich'sche Obligation vom 1. Juni 1864 über 1000 fl. B. Ver- mächiniß von Fräulein Johannette Bergmann zu Darm⸗ stadt 200 fl. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben kiese Schenkungen und dieses Vermächtmiß Aller⸗ gnäbigst zu destätigen geruht. II. Bekanntmachung, die Stellvertretung der Nilitär⸗ dienstpflichtigen der Altersklasse 18671868 betressend. III. Bekanntmachung der Großherzogl. Commission für Postangelegenheiten, die Correspondenz nach dem König⸗ reiche Italien betreffend. IV. Bekanntmachung der Großherzoglichen Commisston für Poß⸗ Angelegenheiten, die Corretpondenz nach den Vereinigten Staaten von Nord⸗Amerika betreffend. V. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Vilbel, die Nich terhebung von katholischen Kirchspielskosten in den Gemeinden Altenstadt, Oderau und Stammheim im Jahre 1867 betreffend. VI. Namensveränderungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 31. Dez. 1867 dem Heinrich Roos von Echzell(jüngerem Sohne des Johann Georg Roos VI.) zu gestauen, in Zukunft den Vornamen— 0 Heintich— und am 3. Januar dem Georg Sillhardt von Offenbach zu gestatten, in Zu⸗ kunft flatt seines bisherigen Familiennamens den Familien⸗ namen„Reich“ zu fahren. VII. Versetzung in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haden allergnädigst geruht: am 3. Januar den Salzmagazinsderwalter der Salzmagazins⸗ verwaltung Langen Neukirch in den Ruhestand zu versetzen. VIII. Concurrenz für: die Distriktseinnehmerei Bü⸗ dingen I., wofür eine Dienstcaution von 2500 fl. erfordert wird; concurrenzfähige Bewerber haben sich innerhalb 14 Tagen anzumelden. — Bezüglich der Stellvertretung im Militär- dienst macht der groß herzogliche Vorsteher der Stellvertretungsanstalt bekannt, daß die für den Militärpflichtigen nunmehr 700 fl. betragende Vertretungssummt erst dann zur Einstandekasse bezahlt werden kann, wenn die Jahrmusterung in allen Bezirken des Landts beendigt und von Gr. Kriegeministerium der Tag, von welchem an die Zahlung geschehen kann, bekannt gemacht worden ist. Es wird zugleich darauf hingewiesen, daß nach F. 7 der Verordnung vom 16. Juli 1851, dem Dienfipflichtigen oder Demjenigen, welcher die Zahlung leistet, es überlassen bleibt, die er⸗ forderliche Vidirung der von der Einstandskasse über die bezahlte Vertretungssumme ausgestellten Quittung auf dem Secretariat Gr. Kriegsmini⸗ steriums selbst zu bewirken. Es ist hiernach nicht statthaft, daß Vertretungssummen durch die Post der Einstandskasse übermittelt werden. — Nach Berichten aus Darmstadt sind die Richtungen der beiden dort einmündenden waldbahn zweigt sich von der Aschaffenburger Bahn ab nach dem Karlshof und Diehlschen Felsenkeller zu, geht zwischen der Rosenhöhe und dem Woog durch nach Treisa und mündet zwischen diesem und Nieder-Ramstadt in das Modauthal ein.— Die Riedbahn läuft mit der Mainzer Bahn bis zu deren Kreuzung mit der Main- Neckar Bahn und von da in einer geraden Linie nach Wolfskehlen. Die Station bei Griesheim wird jedoch vermittelst einer kleinen Curve dicht an den Ort gelegt. Die Bahn wird schon bald in Angriff genommen werden, und ist bereits der Großh. Ingenieur der Main⸗Neckar⸗Bahn, Herr Hochgesandt, zur Leitung der Bauarbeiten be— stimmt. Die Stadt Darmstadt verpflichtet sich zu einem Zuschuß von 70,000 fl., waͤhrend von den Riedgemeinden folgende Beiträge versprochen sind: von Griesheim 26,000 fl., von Wolfs- kehlen 10,000 fl., von Goddelau 7000 fl., von Stockstadt 12,000 fl., von Biebesheim 12,000 fl., von Gernsheim 50,000 fl. und das Gelaͤnde zur Hafenbahn, von Biblis 20,000 fl. Von Groß- und Klein-Rohrheim und Hofheim find bis jetzt Beiträge noch nicht zugesagt. Die Vollendung der Bahn soll binnen zwei Jahren erfolgen. — Das großherzogliche Kriegsministerium macht bekannt, daß der Eintritt derjenigen jungen Leute zum Dienst, welchen die Berechtigung zum einjährigen Dienst ertheilt worden ist oder noch ertheilt werden wird, auch bei den Jägerbataillonen, zur Zeit der Einstellung der Ergänzungsmannschaft dieses Jahres, welche auf den 11. Februar d. J. festgesetzt worden ist, stattfinden kann. Der fol- gende Termin zum Eintritt einjährig Freiwilliger in der Truppe ist dann der 1. April d. J. — Das„Fr. J.“ schreibt: Bestem Vernehmen nach wird spätestens zu Ende dieses Wintercurses unsere Kriegsschule geschlossen werden. Die Zöglinge derselben werden in Zukunft ihre Studien auf preußischen Schulen zu machen haben.— Die von Geh. Obersteuerrath Ewald in Berlin geführten Verhandlungen über den Eintritt des Groß herzogthums in die Gemeinsamkeit der in- dirtkten Steuern mit dem norddeutschen Bunde sind nunmehr beendet, und ist der Genannte am 25. d. wieder hier eingetroffen. Wie bereits vor einiger Zeit mitgetheilt, wird Ewald auch an den neuen Bahnen nunmehr abgesteckt. Die Oden⸗ Verhandlungen des Zollbundesraths Theil nehmen und sich deßhalb in der Kürze wieder nach Berlin begeben. — In zweiter Kammer kam am 23. ver An- trag des Finanzausschusses, die Umwandlung der Confessionsschulen in Communalschulen betreffend, zur Berathung. Da jedoch von dem Abg. Soldan der Antrag auf Vorlage eines Schulgesetzes gestellt ist, so beschloß man, über den ersieren Antrag dann erst Beschluß fassen zu wollen, wann der Soldan's zur Berathung komme. Nur den Be⸗ schluß faßte die Kammer, und zwar mit großer Mehrheit,„die Regierung zu ersuchen, die Lehrer gegen zwangsweise Theilnahme an geistlichen Exertitien in Schutz zu nehmen“. S. Gießen. Was unsere Nachricht über die Besetzung der hiesigen Professur für Thier⸗ arzneikunde betrifft, so sehen wir uns, natürlich abgesehen von den bei solchen Berufungen unver- meidlichen Oscillationen, uicht veranlaßt, dieselbe zu dementiren. S. Gießen. Professor Ihering hat den Titel eines k. k. Hofraths erhalten.— Die von verschiedenen Blättern gebrachte Nachricht, daß Professor Köllner einen Ruf nach Erlangen erhalten habe, ist vollständig unbegründet, da in Erlangen keine Professur für Theologie erledigt id. Worms. In der„Wormser Ztg.“ wird der fruͤhere Direktor der Hessischen Ludwigseisen⸗ bahn, Herr Kempf, zum Candidaten für das deutsche Zollparlament für den Wahlkreis Alzey vorgeschlagen. Preußen. Berlin. Die„Königsberger Neue Zeitung“ erfährt über die Noth und das Elend der Bewohner der nach Gumbinnen zu gelegenen niedrigen Ortschaften haarsträubende Scenen. Was die vor kurzem überstandene Kälte an Gesundheit und schwacher Lebenskraft dem armen Volke noch übrig gelassen hat, wird nun durch den fortwährenden Regen und vollständige Ueberschwemmungen weiter Strecken in gräßlichster Eile aufgerieben. Ganze Ortschaften sind bereits von jeder Communication abgeschnitten, und liegen Tausende in ihren nassen jämmerlichen Wohnun⸗ gen, mit Hunger und Krankheit kämpfend, dem unvermeidlichen Tode entgegensehend. i — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ sagt: Wenn auch nicht anzunehmen ist, daß auf dem Wester⸗ wald in diesem Jahre größere Noth herrscht, als gewöhnlich in der dortigen armen Gegend zu herrschen pflegt, so hat die Regierung doch nicht versäumt, Anordnungen zur Untersuchung der dortigen Zustände und zur Abhülfe zu treffen, und wird zu diesem Behufe der Regierungs- Präsident v. Diest persönlich den Westerwald bereisen. Bayern. München. Die Abgeordneten⸗ kammer nahm die das Contingentsgesetz betreffende Modification, welche von dem Kriegsminister vor ⸗ geschlagen war, sowie die auf das Beförderungs⸗ gesetz bezüglichen Wünsche des Reichsraths, an. Ablehnung fand die vierjährige Dienstzeit der Reiterei. Eine baldige Verständigung steht in Aussicht. Ferner nahm die Kammer die Vor⸗ schläge des Ausschusses bezüglich des Gewerbe⸗ gesetzes an und ist Aussicht auf Verständigung vorhanden. Die Regierung legte in der Sitzung vom 21. Januar Gesetzentwürfe über die Rechts⸗ verhältnisse der Genessenschaften, Actiengesell⸗ schaften, Eheschließungen und Ehetrennungen bei stgatlich nicht anerkannten Religions genossen- schaften vor. — Die Mittheilung, daß die„Süddentsche Presse“ aus finanziellen Gründen eingehen werde, entbehrt, nach Berichten von dort, der Begründung. Baden. Karlsruhe. Während die baierische Reichskammer die im Wehrgesetzentwurfe beantragte längere Dienstdauer angenommen, hat dieselbe in der badischen und württembergischen Kammer Widerstand gefunden und giebt dieser Widerstand vielleicht Veranlassung, daß auch im Norddeutschen Bund der Ansicht Rechnung ge⸗ tragen wird, die Dienstdauer auf eine zweijährige herabzusetzen. Gesterreich. Wien. Ueber die Verhand⸗ lungen wegen des Concordats hört man Folgen⸗ des: Bis jetzt hat Graf Crivelli nur die Aufgabe gehabt, zu ergründen, ob in Rom überhaupt die Geneigtheit bestehe, sich auf Verhandlungen über Ante sen ben beg 14 d als er Oisterntic lc. A, Otammon! falk in W Niemand Berger un Allianz bt og Salt burchdrung in Bunde imhusoßen 1 baden ni. Frank dtonstalitt, Udenzen nit tho Deulsc Welont wert srlidlichen Fhalben sic Werde der kotlcher der muigegange Rußl kerwiedert u. Mei Rußlan Iden andern Mufland fe Aich keine Vümwtilerun Iden Nachbe ti sen ei U dtlung d 1 dustrie Cui duct 1 kulendte Uebagewit g lch nacht il und in gewär kuhmlot führen Ar. 11 iir sen * * Kai air Fee e Concordats-Revislon einzulassen. Hierüber eine klare Antwort noch nicht erfolgt. Sollte dhselbe belahend lauten, so wird wahrscheinlich Gidischof Hapnald nach Rom gesendet werden, den Grasen Crivelli bei den Verhandlungen Lean Wenn dagegen eine ablehnende Atwort erfolgen oder die Verbandlungen nicht u dem hier gewünschten Resultate führen sollten, d die diesseitige Regierung sich damit be— gügen, lediglich auf dem Wege der Gesetzgebung mt der stückweisen Beseitigung des Concordats Urzugeben und den Widerspruch der römischen Krie auf sich beruhen zu lassen. — Die„Wiener Zeitung“ bestätigt amtlich Vertagung des Reichsraths auf den 10. Febr. — Das„Neue Fremdenblatt“ meldet, die aller- ste Entschließung betreffs der Auflösung des mee-Obercommando's sei erfolgt. — Die„Wiener Zeitung“ bringt eine kaiser- lide Entschließung, wodurch Erzherzog Albrecht zum Armeecommandanten ernannt wird, dem künstig di Inspicirung und kriegstüchtige Ausbildung der mee sowie die Einbringung von Vorschlägen dam Reichsministerium in Betreff derselben obliegt. — Nicht möglich! soll Napoleon gesagt haben, as er die Ernennung der neuen Minister in Lesterreich las. Es wurde aber noch mebr mög- Ib. Als der französische Gesandte, Herzog von Crammont, vor einigen Tagen seine Gesellschafts⸗ see in Wien öffnete, war von den neuen Ministern Nemand zu sehen. Damit wollten die Giskea, Eerger und Collegen zu verstehen geben, an eine AUianz des neuen Oesterreichs mit Napoleon sei ttz Salzburg nicht zu denken Sie scheinen fest wrchdrungen von der Ansicht, daß jeder Versuch, * Bunde mit Frankreich den Prager Frieden unzustoßen, der Anfang vom Ende Oesterreichs wrden müsse. Frankreich. Paris. Inden die„Patrie“ tristatirt, daß die dem Frieden günstigen Ten- dagen mit jedem Tage in den Regierungskreisen un Deutschland, England und Frankreich stärker bront werden, sagt sie, Rußland allein fehle im sredlichen Concert und fügt hinzu: das allent⸗ belben sich fühlbar machende Friedens bedürfniß werde der Idee zum Triumph verhelsen, von picher der Kaiser beim Vorschlag eines Congresses ais gegangen sei. Rußland. Das„Petersburger Journal“ ewiedert mehreren französischen Blättern, welche in Rußland eine gleiche Friedensliebe wie bei zn andern europäischen Staaten vermissen wollten: Kußland sei stark und groß, hege gleich Frank- uch keine Vergrößerungssucht und wünsche keine weiterung seiner Gränzen. Der Friede mit zm Nachbarstaaten, der Wodlstand im Inntren b sein einziger Ehrgeiz. Es erstrebe die Ent⸗ bcktlung des Handels, der Kunst und der In- ustrie Europas. Es wünsche einen vorsichtigen zortschritt. Ohne Haß gegen die Macht des taslandes, würde Rußland jedoch kein ungerechte u bergewicht dulden. Wer den Krieg unvermeid⸗ id mache, trage eine furchtbare Verantwortlich; let und habe den Fluch der späteren Geschichte n gewärtigen. Ein Krieg in der Gegenwart sei nihmlos und könne nur großes Uaglück herbei Von Frankfurt wird gemeldet, daß ein von Vilbel! gebürtiger militärpflichtiger junger Mann, der zur Zeit in einem größeren Bankhause daselbst condttionirt, wegen Stellvertretung mit einem Dritten in Unterhandlung sieht und die bedeutende Summe von 3000 fl. gevoten bat. Der Betreffende ging hierauf jedoch nicht ein, sondern verlangte 3600 fl. 8. Gießen. Der in unsrem Land durch seine poetischen Produktionen bekannte Arthur von Deich (Ernst Eckstein), befindet sich gegenwärtig zur Fortsetzung seiner neuphilolozischen Studien in Berlin, wo ihm seine poelische und kritische Thätigkeit bereits einen Namen gemacht hat. 8. Gießen. Der hiesige städtische Turnlehrer, Herr Rübsamen, hat das verdienstvolle Werk unlernommen, diejenigen Studirenden, welche sich spaͤter dem Gymnastal— lehreramte widmen wollen, aus freien Stücken alo Turn⸗ lehrer zu untertichten, so daß sie spaͤter im Stande sein werden auch in Frei-, Ordnungs- und Gerätheübungen ihren Schülern Unterricht zu eribellen. Biedenkopf. Vor einigen Tagen fand man auf der benachbarten Karlshüne den mit Nachfüllen des Hochosens über Nacht beschäftigten sog. Aufgeber todt im Hochofen. Wahrscheinlich hatte der Unglückliche sich der Wärme wegen auf den Rand der Oeffnung gesetzt, war eingeschlasen und von den Gasen betäubt in die Oeffnung gefallen, wo er sofort ersticken mußte. Die Leiche war, als sie am andern Morgen gefunden wurde, bereits förmlich gebraten. Worms. Nach der Volkzählung vom 3. Dec⸗ 1867 balie der Kreis Worms eine ortsanwesende Be⸗ völkerung von 52323 Köpfen, 480 Köpfe mehr als 1864. Darunter befanden sich 49591 Inländer und 2732 Aus⸗ läner. 4% Einige jüngst veröffentlichte statistische Notizen lassen uns einen Einblick in die Newyorker Vermögens, verhältnisse thun. Während der letzten drei Jahre wurden von dem ersten dortigen Geschäftshause A. T. Stewart and Comp. Verkäufe abgeschlessen im Betrage von nicht weniger als 203,000,000 Dollar. Das zweite Haus, H. B. Clasfin u. Comp., verkaufte während derselben Periode für 196,000,000 Dollar Waaren. Die in Newyork ethobenen Muniapalsteuern belausen sich für 1867 auf 21,889,656 Dollar, dem vergangenen Jahre gegenüber ein Zuwachs von ungefahr 5 Millionen. Diese vertheilen sich auf 150,000 Immobiliarbesitzer, deren gesammtes (liegendes) Eigentum auf 600,000,000 Dollar geschätzt ist. Die Municipal ⸗Steucrrate beträgt 2 Doll. 67 C. auf jede 100 Doll. des taxitten Grundeigenthums. Der Haupt- Steuerzahler, William Astor, zahlt 400,000 Dollar allein für Mun icipalzwecke, ohne die ungeheuren Summen die ven ihm für den Staat und die Natienal-Regierung erhoben werden. Der Gesammtwerth seines Vermögens ist nahezu 16,000,000 Dollar, davon sind 2 Millionen bewegliches Vermögen. Alexander T. Stewart 250.000 Dollar Steuer, 2 Mill Dollar dewegliches Vermögen Cornelius Vanderbilt 1,200,000 Dollar bewegliches Ver⸗ mögen und 200,000 Dollar Steuer. Solche Vecmoͤgens⸗ verbältnisse finden sich in verhältnißmäßig nicht geringer Anzahl. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent. Das Hamburger Postdampfschiff„Allemanta“, Capt Meier, trat am 22. Januar wiederum eine Reise dia Southamplon vach New- Fork an und hatte außer einer flarken Brief- und Packetpofl 480 Tons Ladung, 29 passagtere in der Cate unt 113 i 3Zwischendeck an Bord. Das Hamburger Postdarpüschiff„Germanla-, Cap! Schwensen, welches am 8. Jaazat von Hamburg via Souibampton abging, ist nach einer glücklichen Reise von 12 Tagen 11 Stunden wohlbehalten in New⸗Hoik angekommen. Dae Bremer Postdampfschiff Union“, Capitän Santen, ttat am 18. Jannat wiederum elne Neise via Soutdampton nach New-Hotk an und batte außer einer starken Btlef- und Packelpest 166 Passagiere und 750 Tous Ladung an Bord. Das Bremer Posidampfschiff ⸗Weser“, Capt. Wenke, welchts am 4. Januar von Bremen abging, ist nach einer glücklichen Reise von 12 Tagen wohlbehalten in ip ren. New Fork angekommen. Das Bremer Postdampsscheff„Deutschland“, Capt. Wessels, welches am 9. Januar New Jork verließ, in nach elner sehr schnellen glücklich n Reise von 9 Tagen 18 Stunden woblbebalten in Cowes angelangt, und bat, nachdem es daselbst die für England und Frank- reich bestimmten Passaglere und Posten gelandet, un⸗ verzüglich die Reise nach Bremen sortgesetzt. Dasselbe bringt 84 Passaglere und volle Ladung. Schiffs nachrichten. Mitgetbellt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent. Angekommen in New Jork: Am 26. Dec. Scegelschiff Peltahl von Antwerpen, am 29. Dec. Segelschiff Atalanta von Bremen, am 30. Dee. Segelschiff Lina von Antwerpen, am 31. Dee. Dampfer Cup of London von Liverpool. Abgehend nach New⸗ Jork: Am 28. Jan. Dampfer Wm. Penn von Havre, am 29. Jan. Dampfer Ciip of Parties von Llverpool, am 1. Febr. Dampfer Pansa von Bremen. Wegen Frachten und Passagen bellebe man sich an obige Spettalagentur zu wenden. Für die Nothleidenden in Ostpreußen sind weiter eingegangen: Sieben te Liste: 1) Bei Herrn Hosapoiheler Wahl: Von Herrn Friedrich Alles I. in Münzenberg 3 fl.— 2) Bei Herrn Actuar Nau: Von Herrn Bürgermeister Gröninger in Ock⸗ stadt 1 fl., Brigeore neter Dienst 48, Kasdar Gröninger III. 36, Joseph Schaaf 30, zusammen 2 fl. 54.— 3) Bei Herrn Hosrafsh Pilger: Von Frau B. 1 fl.— 4) Bei Herrn Rentier Steinhäuser: Aus der ersten Schule zu Ober⸗ Rosbach, gesammelt durch Herrn Pfarrer Weber 3 fl.— 5) Bei Herrn Mayer Hirsch: Von B. S. 1 fl. 30, ron Herrn Lehrer Bamberger in Echzell von seinen Schülern gesammelt und von ihm selbst 4 fl., zusammen 5 fl. 30— 6) Bei Director Steinder ger: Von Herrn Lehrer Nagel in Ossenheim 20, durch Herrn Ober⸗ sörster Sommer in Münster von dem dortigen Gesang⸗ verein 10 fl., zusammen 10 fl. 30.— In Summa 25 fl. 54. Hierzu von der Expedinion dee„Anzeigers für Oberhessen“ 125 fl., zusammen 150 fl. 54 kr. Im Ganzen bis jetzt eingegangen: 754 fl. 9 kr. Indem wir für diese Gaben bestens danken, können wir den Wunsch nicht unterdrücken, daß sich unsre de⸗ mittelten Mitbürger auf dem Land noch allseitiger an der Sammlung betheiligen möchten, als bisher geschehen ist. zriedderg, den 27 Januar 1868. Im Auftrag des Hülfsvereins⸗Vorstandes Steinberger. Bel der Unterztichneten gingen zu den in voriger Nummet bescheinigten Gaben weiter tin: Durch Pfarrvikar Blecher in Niedec⸗Wöllstadt daseldst gesammelt 49 fl. 45, Büchsen⸗ micher Engel 30, Ledrer Jäger in Staden 30, Schul⸗ assistent Sleeg in Staden 48, durch Letzteren von Schul⸗ kindern daselbst gesammelt 4 fl. 53, durch Pfarrer Buch⸗ hold von Ludwig Kopp in Ossenbeim 2 fl., von cinem hiesigen Lesekränzchen 5 fl., Frau Müller Dietz in Fauer⸗ dach 1 fl., durch Pfarrer Münch in Nauheim gesammelt 11 fl. 36 und zwar von Frl. Wilhelmi 1 fl., Frau Iuspektot Wilhelmi 1 fl., rl. M. Meinvard 1 fl., Bahnwärter Fehl 30, Christian Salzmann 1 fl., Christoph Mörler 1 fl., Lehrer Quehl 30, Christoph Stoll 1 fl., Christian Mörler 48, Samuel Rosenthal 30, O. W. 1 fl. 30, Witwe Hach 12, Lehrer F. Reich 18, J. Diehl 18, Einst Bernbard 30, Winwe Löb 30,— Pfarrer Blumbof in Wohndach 1 fl., durch Pfarrer Kleeberger in Münzenberg daselds gesammelt 51 fl. Zusammen 129 fl. 12 kr. In Summa dis jetzt dei uns eingegangen: 377 fl. 6 kr. Bei Zusendung der oben erwähnten Gaben von Nieder⸗ Wöllstadt demerkt uns Herr Pfartvikar Blecher, daß eine Sammlung von Naturalien dort im Gange sei, welche ein relches Ergebniß erwarten lasse. Hoffen wir, daß dieses schoͤne Beispiel Nieder⸗Wöllfadt's erfreuliche Nachahmung finden werde. Ferner theilt uns Herr Pfarrer Kaliset in Nieder ⸗ Welsel mit, daß in dortiger Gemeinde 52 fl. 48 an Geld und 14 Malter Brodfrucht gesammelt worden sind, was direct an das Comiie in Berlin adgesendet wurde. Mit berzlichstem Dank bittet um weitete Gaden Die Expedition des Anzeiger für Oberbessen. Der Ackermann Christopp Schäfer von Oder⸗ sigbheim hat rahler glaubhaft angezeigt, daß sein Ber⸗ ngen überschuldet sei. Es wird deshalb zur Adwendung e förmlichen Concurses Termin auf den 4. Zebruar d. J., Vormittags 9 Ubr, — Esteversuch vor unterzeichnete Gerichtsstelle, Schloß · aße Nr. 26, anberaumt, und haben sich dazu dessen 9 aͤubiger enzufinden und ihre Forderungen anzumelden ind zu begrünten. Ole nicht erscheinenden Gläubiger werden, als den 6 schlüssen der Mebrbelt beltreienr, betrachtet. aua am 6. Januar 1868. Königliches Amto-Gericht Abtbl. II. Co fler. „dt. Brandenberg. Ein vollstͤndiges Logis 12 mit allem Zubebör bat zu vermlethen Naubelm. C. Schmidt, Café fraugals. Lieferung von Buchenscheitholz. 147 Mutwoch den 5. Jebruar l. J., Vormittags 10 Ubr, werden dahter zur Lieferung 100 Stecken Buchen Scheltbolz 1. Klasse oͤffentlich verstelgert. Marlenschloß den 17. Januar 1868. Großberzogliche Landeszuchthaus⸗Otrektion Knliepel. Faselochs- Versteigerung. 206 Donnerstag den 30. l. Mis., Vormittags 10 Ubr, soll dahler ein der plefigen Gemeinde zugeböriger, ab— gängig gewordener Zaselechs öffentlich verkauft werden. Wölfersheim den 25. Januar 1868. Großberzogliche Bürgermeisterel Woͤlsersbeim Allwob n. Ein kleiner langhaariger Pinscher 215 mit langem Schwanz und langen Obren ist ad- banden gekommen, und bittet man, denselben gegen eine welohnung an George Bailly am Schwall beimet Brunnen abzugeden. Edictal ladung. 292 Oer Matt aus Imbescheld II. den Hoch Weisel ist am 18. October 1865 mit Pintetlassang eines unbedeutenden Nachlasses verslorben; seine Erden daben diesen Nachlaß, namestlich im Pindlick auf de⸗ standene Schuld igkeiten des Erblassers insdesondere aus dessen früheren Schuldenwesens nur unter der Rechts- wohlthot des Jndentars angetreten. Alle, welche an gen unte Erdnisse noch Ansprüche bilden, sollen solche del Meidung Ausschlusses im Terme ODlenftag den 11. k. We., Vormittags 9 Ubr, anmelden und degtünden. Butzbach den 21. Januar 1868. Großherzogliches Landgericht Butzdach: Dr. G Umer, gresentus, Landrichter, Landgerichts Assessor. Nel. unfehlbares Mutel ge- Gichtwalte. gen Gliederreigen aller Art, emfiehlt à is und z kr. Pb. Dan. Kümm ich 92 Bekanntmachung. Die Legalistrung des Grundbuches der Gemarkung Leis hecken, bier: die Prüsung und Beischreibung der Erwerblitel betr. 7 Bei der Prüfung des renovirten Grundbuches der Gemarkung Leidbecken hat sich ergeben, daß die in Nr. 146 des Anzeigers von v. J. genannten Personen im unge⸗ flörten und unvordenklichen Besitze der bei ihren Namen nach Flur und Nummer bezeichneten Immobilien sich be⸗ nden. Da diese Grundbesitzer den Antrag gestellt haben, 05 vor der Offenkegung des Grundbuchs den einzelnen Immobilien der Erwerblitel beigeschrieben werden möge, so fordert man alle Diejenigen, welche Eigentbums⸗ oder sonstige Ansprüche an die in dem Anzeiger für Oberhessen vom 20. Dezember v. J. unter Nr. 2888 speciell ver- zeichneten Parcellen, bezüglich deren das Cigenthum oder auch die Bezahlung der Kausschillinge urkundlich nicht oder nicht genügend dargethan werden konnte, machen zu können glauben, auf, solche binnen drei Monaten a dato bei unter— zeichneter Gerichtestelle anzuzeigen und geltend zu machen, widrigenfalls die beantragte Beischreibung der betreffenden Erwerbütel im rubricirten Grundbuche verfügt werden wird. Friedderg am 7. November 1867. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Edictalladung. 89 Die gerichtsbekannten Gläubiger des im Auslande abwesenden Balthasar Lahm II. von Münster haben deute dabier ein Arrangement zur Abwendung förmlichen Concurses über dessen überschuldetes Vermͤgen abge— schlossen, und der Curator des genannten Lahm—, Balthasar Repp von Münster hat dasselbe genehmigt. Alle etwaigen weiteren Gläubiger ic. Lahms sollen binnen 4 Wochen ihre Forderungen dabter anmelden, auch Balthasar Lahm II., dessen Aufenthaltsort unbekannt ist, alle etwaisen Einwendungen gegen das seitherige Verfahren in gleicher Frist dahter vorbringen, als sonft man das Arrangement bestätigen, die Masse diernach vertheilen, auch sonst nach den Anträgen des Curators verfahren werde. Einsicht der Acten ist in hiesiger Registratur während jener Frist gestatlet. Butzbach den 6. Januar 1868. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gllmer. Fresentus, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Bekanntmachung. 135 Dienstag den 4. Februar d. J., des Mittags 1 Ubr, soll auf der Bͤrgermeifferei Bingenheim der Gemelnde⸗Badofen nebst Wohnhaus und Stallung daselbst me stbietend verpachtet werden. Dle Pacht- der ingungen werden bei der Verpachtung eröffnet. Bingenbeim den 16. Januar 1860. Oroß herzogliche* Bingenheim a d m. Bekanntmachung. 210 Die auf Mittwoch den 29. d. Mis. anberaumte VBerfleigerung von Zimmtrarbeit an der Pfarrschtuer zu Nieder- Rosbach wird eingetretener pindernisse halber nicht an diesem Tage, sondern „Mittwoch den 5. Februar, Vormittags 10 Uhr,“ abgebalien. Friedberg den 25. Januar 1868. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider. Bekanntmachung. 209 Die auf den 29. d. Mis. anberaumte Holz⸗ verfleigerung in dem Gemeindewald Fauerbach kann wegen eingetretener Hindernisse nicht abgehalten und wird anderweit dekannt gemacht werden. i anuerbach v, d. H. den 25. Januar 1868. Großherzogliche Bürgermeisteret Fauerbach Philipps. Jaselochs⸗Versteigerung. 214 Freitag den 31. Januar d. J., Vormittags Il Uhr, soll in hiesigem Faselstall ein zum Sprunge untauglich gewordener, aber sehr schwerer, zum Schlachten ge eigneter Jaselochs, welcher bei der Versieigerung am 24. d. Nis. nicht geneymigt worden it, nochmals oͤffentlich meifibictend verfleigert werden. Frtedberg am 27. Januar 1868. Großherzogliche Bürgermeisterel örtedberg. 3 Der Großherzogliche Beigeordnete o u car. Einen krästigen Hausburschen, 208 mit guten Zeugnissen veisehen sucht Johs. Bechstein[I. Beachtensuerth! 102 Unterzeichneter besitzt ein vortrefflichts Mitiel gegen nächtliches Beitnässen, sowie gegen Schwächezustͤnde der Harnblase und Geschlechtsorgane Specialarz: Dr. Kirchhoffer in Kappel bet St. Gallen(Schwelz). wie folgt: Holsatia(im Bau) 207 Näheres bei Hamburg-Amerikanische Pachetsahrt-Actiengesellschast. Directe Post⸗Damyfschifffahrt zwischen Hamburg und New-Vork. 2 207 In Folge der mit dem Norddeutschen Bunde, dend— Vereinigten Staaten und Groß-Britannien geschlossenen Post⸗Conventi werden die Post-Dampfschiffe statt wie bisher am Sonnabend, fortan am Mittwoch, Morgens 10 Uhr, von Hambueg, Southampton anlaufend, expedirt, und zwar von Hamburg: Cimbria, Capt. Trautmann, Mittwoch, 5. Febr. 68. Freitag, 7. Febr. 68. Hammonia,„ Ehlers, do. 19. Febr.„ do. 21. Febr. 7 Germania,„ Schwensen, do. A. März„ do. 6. März 70 Allemannia,„ Meyer, do. 11. März- do. 13. März„ Passagepreise: Erste Cafüte Pr. Ert. Rihlr. 105, Zweite Cajüte Pr. Ert. Rihlr. 100 Zwischer deck Pr. Ert. a Fracht ermäßigt auf Schill. 2.— pr. 40 bamb. Cblfß. mit 15% Primage, für ord. Güter nach Uebereinkunft, Briefporto von und nach den Verein. Staaten 4 Sgr. Briefe zu bezeichnen„per Hamburger Dampfschiff“. von Southampton: Westphalia(im Bau) Christ. Hecht, Spectal-⸗Agent in Friedberg. der Bankfonds auf gestiegen. In diesem und den nächsten vier Jahren Versicherungen werden vermittelt durch Lebensversicherungsbank f. D. in Gotha. 204 Die Geschäftsergebnisse dieser Anstalt im Jahr 1867 wacen sehr günstiger Art. einen reichen Zugang an neuen Versicherungen(2379 Pers. mit 5.052,700 Thlr.), welcher nächst dem Jahre 1865 größer war als in irgend einem anderen Jahre, ist die Zahl der Versicherten auf die Versicherungssumme auf Durch 31.000 Pers., 56,400,000 Thlr., 14,600,000 Thlr. Bei einer Jahreseinnahme von 2,600,000 Thlr. waren nur 1,140,000 Thlr. fur 650 gestorbene Versicherte zu vergüten, welcher Betrag wesentlich hinter der rechnungsmäßigen Erwartung zurücksteht und den Versicherten eine abermalige hohe Dividende in Aussicht stellt. werden über Zwei und eine halbe Million Thaler vorhandene reine Ueberschüsse an die Versicherten vertheilt, was für das Jahr 1868 eine Dividende von 36 Proz. und für 1869 eine solche von 39 Proz. ergibt. Hofgerichts⸗Adyccat G. Trapp II. in Friedberg. Domainenpfandmeister Müller in Nidda. Gas. 213 Da es nicht im Interesse der Verwaltung des biesigen Gas werkes liegen kann, den Gasconsumenten die so manche Annekmlichketten bietende Beleuchtung durch Gas zu verleiden, so erlauben wir uns die Direction darauf aufmerksam zu machen, daß schon seit elnigen Wochen der Geruch des Gases in geschlossenen Räumen geradezu ein àanerttäglicher ifl und daß man in Zimmern, wo elne größere Anzahl Flammen brennt, von empfindlichem Kopsschmerz deläshigt, ja bei mehreren Personen ein starker Reiz zum Erbrechen schon wieder⸗ dolt eingetreten ist. Wir hoffen, daß diese Zeilen ge⸗ nügen, die Verwaltung zu strengster Beaussichtigung idres Personals anzuhalten, damit diesem höchst läffigen Uebelstande für die Folge abgeholsen wirt. 158 Bplleptische Krämpfe(Fallsucht) dellt Dr. O. Killisch, Spectalarzt far Epilepfie, Berlin, Jägerftr. 75/76. Auswärtige brieflich. Mobiliarversteigerung. 205 Donnerstag den 30. d. Mis., Vormittags 9 Uhr, läßt die Unterzeichnete wegen Erbverthelluag nach; benannte Gegenflände öffentlich gegen gleich baare Zabluna meistbietend versieigern: 2trächtige Fahrkühe, 2 vollfländige Geschtrre, 1 Wagen mit Zugebör, 1 Spitzpflug, 1 Egae, 1 Zegmühle, 1 Dickwurzmüble, 1 Strohdank, 25 Etr. Hen, 10 zuder Stroh verschiedener Gattung, 30 Körbe Spreu, 45 Ctr. Dicwurz und sonstige Haus- und Oekonomie gerͤtbschaften. Weckesdeim den 25. Januar 1868. Johs Kölscb Witwe. Brief kasten. Liebe Einsender in der drolligen Scene,— sie in schon alt. Wenn Sie zugegen waren,—— es isi schon lange ber. N. N., dem Einsender der Räthsel. Sie wünschen Antwort und sind über unser Stillschweigen ungehalten. Was aber sollen wir antworten, wenn Ihnen nach eigner Einsicht und eignem Urtheil die Schwächen und Mängel der Rälhsel keine Rärhsel sind?— Sie wellen Be⸗ lehrung, Rüge, Zurechtweisung,—— doch warum sollten wir so räthselmörderisch sein?— Lassen wir deßhalb die Räthsel ungedruckt den Weg alles Papieres wandeln, sie geben ja auch so gewißlich ihrer Auflösung entgegen. 2 b Wir wollen zugestehen, Sie meinen's recht gut mit uns, aber— nehmen Sie es nicht übel,— wir selbst meinen's doch noch besser mit uns, und deßhalb und darum——— Die Red. Turnverein. 211 Sonntag den 2. Februar, Abends ½8 Uhr, findet im Saale der drei Schwerter eine Abendunterhallung mit Tanzvergnügen statt, zu der dle Mitglieder des Turnvetelns biermtt eingeladen werden. Der Vorstand. Corseten& Crinolines 2708 bei K. Friedrich neben der Post. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getraute: 19. Januar. Friedrich Nohn, Ortsdürger zu Röthges im Kreise Nidda und Diener an der hiesigen Acerdan⸗ schule, Sohn des dasigen Orisbürgers und Maurer⸗ meifsers Peiurich Rohn, und Marta Petronella Jacobine Becker aus Battenberg, Tochter des dasigen Bürgers und Schu idermeisters Konrad Justus Becker. Beerdig te: 19. Januar. Karoline peuriette Amalie Buff, des verstorbenen Gräfl. Stolberg'schen Kellereiverwalters Karl Wilbelm Buff zu Ober⸗Seemen im Kreise Nidda ehel. led. Tochter, alt 32 Jahre, 2 Monate, 4 Tage, T am 17. Januar. Zusammenstellung aus dem Jahr 1867. In der hiefigen evangelischen Gemeinde wurden ge⸗ boren 75 Kinder, nämlich 30 Knaben und 45 Mädchen, unter letzteren eln lodtgeborenes. Gestorben sind 79 Personen, 49 männliche und 30 weibliche; 64 Erwachsene resp. Consirmirte, und 15 Kinder; 42 Ledige, 77 Ver⸗ heiratbete, 10 Verwiltwete. Getraut wurden 17 Paare. Confiimtrt 44 Knab en und 39 Mädchen, welche jedoch nicht alle der hiesigen Gemeinde angehörten. Katholische Gemeinde. Beer digte: Dem Jobs. Dönges, Beschließer des Großh. Schlosses ein Söhnchen Ludwig, 6 Monate, 16 Tage alt, t am 1. Dezember. Nosine Hell aus Vilbel, binterlassene Wlitwe des daselbst verst. Bürgers Andreas Hell, alt 73 Jahre, 6 Monate, t am 22. Dezember. Dem Georg Gondolf ein Töchterchen Katharina, alt 7 Monate 8 Tage, 1 am 28. Dezember. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. 19 tele? Im iich 4 wachte W. then wit J ünktlichsten fu Unt lber die Ei Hessen F. H. hal d für ihte Unt vehtleutt 3 und gemting en vom N. d. dit Waßlse Pur Muliärdier heilen wu eine Vorla morddeulsch gächst trsol 85 der Ritdbe lun auch angtsonnen; bahn mit — De garlament sasschen uh Ken; uͤgelehnt. Lr Un Übgrordnt dis Groß velcht dit der fruͤte feigen darin n Grwerbt sch nich lonnte, der Gesch Stände Aigierun virden. deren Rie