1 1868. Dienstag den 27. October. M127. Anzeiger für Oberhessen. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag, Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. .— 8— Auf den„Anzeiger“ kann man für die Monate November und December abonniren. 2 2** * Amtlicher Theil. 5 D** 9 5 Winterbauschule in Darmstadt. 8 ü Der Localge werbverein in Darmstadt bead sichtigt die seit einer Reihe von Jahren unter dem Namen„Winterbauschule“ unterhaltene 5 Fortbildungsschule für Handwerker, insbesondere für Bauhandwerker, auch in diesem Winter zu eröffnen und in ihrem Lehrplan zu erweitern, 18 wenn auf eine genügende Anzahl von Schülern gerechnet werden kann. 8 Der Unterricht wird umfassen: Freihand, Linear und technisches Fachzeichnen, Bauconstructionen, darstellende Geometrie, Rechnen, U Geometrie, Elemente der Naturlehre und Mechanif, Materialienkunde und Buchführung. Der Unterricht beginnt den 1. Dezember l. J. und schließt mit dem 28. Februar k. J.; derselbe wird, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, täglich an den Vor- und Nachmittagen ertheilt. Das Schulgeld beträgt für die 3 Monate 15 fl. und wird beim Beginn des Unterrichts vorausbezahlt. Alle Diejenigen, welche sich an dem bemerkten Unterricht betheiligen wollen, werden ersucht, sich längstens bis zum 10 Nov. l. J. NJ 0 0 0 0 309 bei dem Sekretariat des Landesgewerbvereins in Darmstadt schriftlich anzumelden. Der Vorstand des Localgewerbvereins in Darmstadt. Hessen. Darmstadt. Die„Darmst.] Accessist Hermann Rinck aus Darmstadt zum dieses oder jenes Prinzen. Wenn Girardin be— Ztg.“ bringt folgende Post-Dienstnachrichten:] Landgerichts-Assessor bei dem Landgericht Groß- haupte, daß zur Gründung einer Monarchie vor Dem Postsekretär Schreiner in Friedberg ist die[ Umstadt.— Ferner wurden durch Dekrete von Allem ein König oder eine Königin gehöre, die bel. Verwaltung einer Büreau⸗Beamtenstelle 1. Klasse] demselben Tage ernannt: der Staatsanwalt-Sub- zu erlangen den Spaniern nach der Vertreibung gestzlit bei der Ober- Post⸗ Direktion in Kassel, und dem stitut August Baur bei dem Bezirksstrafgericht der Bourbonen schwer fallen werde, so stelle er 5 Postsekretär Ritsert hier die Verwaltung einer] Michelstadt zum Substituten des Ober- Staats- dem entgegen, daß zur Republik auch Republikaner 8 solchen Stelle bei der Ober-⸗Post⸗Direktion hier- anwalts bei dem Hofgerichte der Provinz Star- gehörten, und die republikanische Partei sei zur 1 nF selbst übertragen worden.— Versetzt wurden: der kenburg, der Gerichts⸗Accessist Ludwig Purgold Zeit in Spanien nicht zahlreich genug, um die Postsekretär Dr. Kneusel von Darmstadt nach aus Darmstadt zum Staatsanwalt Substituten] Führung der Geschäfte in die Hand zu nehmen. eser Gera, der Postsekretär Steinmetz von Friedberg bei dem Bezirksstrafgericht Michelstadt und der Prims Brief ist eine gewichtige Bestätigung * nach Mainz und der Postsekretär Foucar von] Gerichts-Accessist Ludwig Jöckel aus Ortenberg mehr für den Satz, daß die Republik in Spanien 8 Mainz nach Friedberg.— Es sind ernannt] zum Staatsanwalts⸗Substituten bei dem Bezirks- Leine Aussicht habe. Zur Monarchie gehört nun vimyß worden zu Postsekretären: die Postassistenten strafgericht Ortenberg. allerdings ein Fürst; wer wird er sein? Der Schröder in Alzey, unter Anstellung bei dem— Am 23. Okt. waren es 25 Jahre, daß Umstand, daß Prim in seinem Brief nochmals den Posiamte in Mainz, Boßler bei dem Postamte zu unserm Großherzoge von dem Könige von Preußen Ruf betont: Nieder mit den Bourbonen! zeigt, 1 Darmstadt und Herberg in Gießen, unter Ver- die Inhaberschaft des 17. preuß. Infanterie- daß eine Unterstützung der Candidatur des Don c U setzung zu dem Postamte in Köln; zu Postassistenten Regiments verliehen wurde. Aus dieser Veran- Karlos von der im Augenblick viel die Rede ist, . die Post⸗Eleven Böhm und Jastrow hierselbst; lassung hatte sich eine Deputation von Ossizieren von ihm und seinen Freunden nicht zu erwarten rse zu Post⸗Expedienten: die Post⸗Expedienten- An- dieses Regiments dahier eingefunden, um dem steht. Aehnlich verhält es sich mit dem Herzog wärter Scheer in Bensheim und Lanze in Heppen] Großherzoge die Glückwünsche desselben zu über- von Montpensier. Für ihn spricht zwar sein .— heim— Ausgeschieden ist der Post⸗Expeditions[bringen. Auch der König von Preußen war zur ehrenvolles Verhalten der übeln Isabellenwirtb— Gehülfe für den Ort Müller in Altenstadt. persönlichen Gratulation aus Baden eingetroffen schaft gegenüber, gegen ihn aber, daß er eben e— Nach der„D. Ztg.“ wurden durch aller- und setzte nach dem Diner seine Rückreise nach doch auch zur verpönten Bourbonen Familie serlsgen don höchste Decrete ernannt: Am 17. d M. der Berlin fort. gehört und daß seine Erwählung überdies ein macht. Regierungsaccessist Friedrich Rauten busch zum— Der hiesige Gemeinderath hat betreffs Er-[gewaltiges Stirnrunzeln Napoleons zur Folge Ministerialsecretär III. Classe bei Gr. Ministerium höhung der Lehrerbesoldungen beschlossen, daß haben werde, was man in Madrid vermeiden zu . I des Innern. Am 21. d. M. der Landgerichts⸗ Lehrer bis zu dreijähriger Dienstzeit eine Besoldung wollen scheint. Bliebe also nur noch die iberische 1 Assessor bei dem Landgericht Darmstadt, Wilhelm] von 700 fl., bei 4— 7 jähriger Dienstzeit 800 fl., Union oder irgend ein ausländischer Prinz. Ob 0 v. Grolman, zum Bezirksstrafrichter bei dem bei 8—11 jähriger 900 fl. und bei 12 jähriger der König von Portugal und das pottugiesische 1 Bezirksstrafgericht Darmstadt, der Regierungs- und weiterer Dienstzeit 1000 fl. Gehalt vom Bolk schließlich in eine völlige oder Personalunion iumich Accessist Theodor Zimmermann aus Darmstadt 1. Januar 1869 an erhalten sollten, jedoch unter einwilligen werden, steht noch dahin. Namentlich — zum Bezirksstrafgerichts⸗Secretär bei dem Bezirks[dem Vorbehalt, daß dem Stad tvorstande bei jedes[die Portugiesen haben das ernste Bedenken, ihr 72 strafgericht Darmstadt, der Staatsanwaltsubstitut maliger Anstellung eines neuen Lehrers die Be. kleines Staatswesen möchte durch die Vereinigung 10 4 Wilhelm Stammler bei dem Bezirkestrafgericht stimmung der Besoldungsklasse überlassen werde. mit dem größeren Nachbar bald absorbirt sein. 000 Ortenberg zum BezirksstrafgerichtsSecretär bei] Der Stadtkasse wird hiernach ein jährlicher Mehr⸗ Auffallend bleibt es immerhin, daß Prim in dem 169 6 dem Bezirksstrafgericht Bießen, der Landgerichts[aufwand von 3000 fl. verursacht. Der Wunsch genannten Schreiben mit seiner eigenen Meinung K Assessor Karl Köllisch bei dem Landgericht für Erhöhung der Lehrerbesoldungen war aber über die, Person des zu Wählenden ganz und 11 k Seligenstadt zum Landgerichts- Assessor bei dem so allgemein ausgesprochen worden, daß ohnerachtet gar zurückhält. Zeit ist es doch, daran zu denken, 0 Landgericht Darmstadt, der Landgerichts- Assessor der zur Zeit sehr bedeutenden Communalausgaben und die Rolle eines unthätigen Zuschauers wird 8 k. bei dem Landgericht Vilbel, Wilhelm Walther, die Besoldungserhöhung nicht länger zu ver- Prim nicht spielen, mag nun die Entscheidung * zum Landgerichts ⸗Assessor bei dem Landgericht schieben war. den Cortes oder einer Volksabstimmung anheim —— Darmstadt, der Bezirksstrafgerichts · Secretär bei J Friedberg. Der General Prim hat an gegeben werden. Aber Prim erinnert auf Girardins = dem Bezirkestrafgericht Gießen, Karl Langer[Hrn. v. Girardin ein Schreiben gerichtet, dessen Behauptung, das spanische Volk werde weder in 0 9906 mann, zum Landgerichts- Assessor bei dem Land- Inhalt zur Beurtheilung der augenblicklichen Sach— Portugal, noch in Italien, Frankreich oder Eng⸗ 4 2 gericht Vilbel, der Landgerichts ⸗Accessist Heinrich lage in Spanien von Interesse ist. Girardin land einen Prinzen finden, der bereit wäre, den „A0 Raab aus Trais⸗Horloff zum Landgerichts hatte der Actionspartei in Spanien vorgeworfen, spanischen Thron zu besteigen, an Ueberraschungen, 15. dem Landgericht Seligenstadt, der sie habe umgestürzt, ohne sich klar zu sein, was von denen die Geschichte voll sei. Es wäre nicht 11 1 andgerichts- Assessor Otto Jost bei dem Land- sie an die Stelle des Alten setzen wolle, und es unmöglich, daß er an die Möglichkeit dächte, der n gericht Groß- Umstadt zum Stadtgerichts-Assessor[sei klüger gewesen, frischweg die Republik zu Welt durch Gründung einer nagelneuen Dynastie 4 bei dem Stadtgericht Darmstadt, der Bezirksstraf-[proklamiren. Darauf sagt Prim, daß sie wohl eine Ueberraschung zu bereiten. e gerichts.Secretär bei dem Bezirksstrafgericht Darm- gewußt, was sie wollten: eine freisinnige, monarchi— Sachsen. Dresden. Nach den„Dr. =. Bauer, zum Landgerichts. Assessor sche und constitutionelle Regierung. Er sei der N.“ ist die Kleiderordnungsfrage für die Dienst— * gem, ei dem Landgericht Groß- Umstadt, der Gerichts- Vertheidiger eines Prinzips, nicht der Vertreter männer dahin geregelt, daß den Mitgliedern der nodbolf — A ——— —ů ———̃ꝛ— — hiesigen Handarbeitergenossenschaft der Beschluß der k. Polizeidirektion mitgetheilt worden, nach welchem sie am Tragen ihrer dunkelblauen fran ⸗ zösischen Mützen, wenn an denselben jede zweite Farbe nebst Abzeichen vermieden wird, für die Folge nicht behindert werden sollen. Ebenso ist ihnen das Tragen der blauen Bluse oder des braunen Kalmuckrockes unter der gleichen Voraus · setzung gestattet, an das Forttragen der blauen Bluse und des braunen Rockes aber noch die Bedingung geknüpft worden, daß darauf bellfarbige Metallknöpfe nicht angebracht sein dürfen. 1 Aus Thüringen erhält das Ur J.“ eine Correspondenz, die auf die dauernde Ver⸗ minderung des Militärbudgets durch Einführung zweijähriger Dienstzeit als einzig probates Mittel gegen chronisch zu werden drohende Defieits im preuß. Staatshaushalt hinweis't. Diese mache das Vaterland nicht weniger mächtig, mache es aber reicher und stärker. König Wilhelm hat seinen Willen gegen die preußische Volksvertretung mit der Armeereorganisation durchgesetzt, und die Erfolge von 1866 haben seine Gegner verstummen gemacht; beute würde er durch freiwilligen Verzicht auf Zjährige Dienstzeit eine moralische Eroberung in Deutschland machen, welche die Bedeutung von einer ganzen Armee überwöge. Bayern. Wie von hier berichtet wird, ist dem Dichter Emanuel Geibel ein aus der könig⸗ lichen Cabinetskasse seit etwa 23 Jahren bezogener Gehalt, welchen ihm König Max II. bewilligt hatte, durch Cabinetsordre des Königs entzogen worden und zwar in Folge des Gedichtes, das Geibel dem König von Preußen bei seinem jüngsten Einzug in Hamburg zu widmen sich veranlaßt sah. Aus Würtemberg wird der„A P.-Z.“ gemeldet:„Letzter Tage erhielt der Bischof von Rottenburg ein Schreiben des Papstes, worin ihm die. Mittheilung gemacht wird, daß die be⸗ kannte„Denunciation“ als unbegründet erfunden und daher ad acta gelegt worden sei.“ Baden. Karlsruhe. Die„Karlsr. 3 erklärt eine Mittheilung des„Freib. katholischen Kirchenbl.“, von Kailsruhe aus sei an das Or⸗ dinariat der Antrag auf Abschaffung der kath. Feiertage gestellt worden, für unwahr. Oesterreich. Wien. Das Abgeordneten. haus berieth einen vom confessionellen Ausschuß eingebrachten Gesetzentwurf, betreffend die Ehe zwischen Angehörigen verschiedener christlicher Con⸗ sessionen. Die Clerikalen sprachen lebhaft gegen Annahme des Gesetzes. Das Abgeordnetenhaus nahm, in Folge einer Rede des Justizministers Herbst, das Gesetz nur theilweise an, und zwar insoweit durch dasselbe die jetzt bestehende Rechts⸗ unglejchheit in Behandlung der Akatholiken bei Mischehen beseitigt wird. — Obgleich vor einigen Tagen die officiöse „Wiener Abendpest“ jede Besprechung der nord⸗ schleswig'schen Frage zwischen dem Reichskanzler und dem französischen Botschafter in Abrede stellte, so spricht sich doch heute ein hervorragendes Organ des Hrx. v. gierung werde wohlthun, wenn sie die gesetzlichen Vertretet von ganz Schleswig einberufe, um die Ausicht derselben über die Ausführung des Prager Friedens in Bezug auf die nördlicher. Districte des Landes zu vernehmen. chweiz. Bern. Kaiser Napoleon hat endlich auch 20,000 Fr. für die armen Wasser⸗ beschädißten gesteuert. Man knüpft hie und da kritische B merkungen daran. Man sagt, Er, der in kritischen Zeiten unser Gastrecht genossen und den wir sülltzen selbst auf die Gefahr eines Kriegs, hätte rascher geben sollen und mehr geben können. Man thut Unrecht daran. 20,000 Fr. ist eine dankenswerthe Gabe, und was die Ver ⸗ spätung bettifft, so kann sie einem Mann nicht verübelt werden, dem zu den gewöhnlichen Sorgen gegenwärtig noch das Unglück mit der spanischen Allianz den Kopf warm macht. — Der Schweizer Consul in Valparaiso hat dem Bundesrath angezeigt, daß die Regierung von Chili mit dem Hamburger Hause Godefroy eust vahin aus, die preußische Re⸗ 40 Dollars und für jedes Kind unter 12 Jahren 20 Dollars Unterstützung zahlt. Es soll dieß namentlich zur Deckung der Reisekosten dienen. Der Consul warnt aber für den Augenblick vor der Auswanderung, weil der zur Ansiedelung an⸗ gewiesene, sehr fruchtbare Landstrich an kriegs⸗ und raublustige Indianer gränze, welche eben wieder in Feindschaft mit Chili stehen. Frankreich. Paris. Die„France“ sagt: „Es gibt extreme Köpfe, welche den Krieg als das einzige Mittel bezeichnen, eine Situation wiederherzustellen, deren Gleichgewicht durch die Ereignisse gefälscht worden ist. Wir fragen uns. welche Lösung der Krieg für die Fragen herbei⸗ führen könnte, die sich den einzelnen Völkern Europas nahe legen. Frankreich strebt offenbar darnach, bei sich in der Verbindung der Demo— kratie und der Gewalt eine starke und dauernde Regierung zu begründen und zu befestigen. Würde diese große Aufgabe nicht nach dem Krieg übrig bleiben, wie zuvor? In Deutschland würde der Krieg je nach seinem Erfolge das Werk Preußens befestigen oder zerbrechen; aber würde er dort das so verwickelte Problem der Reorganisation der deutschen Völker lösen? Wir sehen nicht ab, wie er für Italien vortheilhafter sein könnte. Denn würde, selbst wenn er diesem Lande Rom gäbe, die Monarchie Victor Emanuel's nicht so⸗ fort mit dem revolutionären Element zu thun haben 2 Was Oesterreich betrifft, so ist der Krieg für dieses Land verhängnißvoll gewesen. Würde es in ihm eine Gelegenheit finden, die verlorene Kraft wieder zu erlangen? Nur Tollkühnheit könnte es hoffen. Dieses große Reich würde sich im Gegentheil einer noch vollständigeren Trennung der Racen aussetzen, welche ihre Autonomie ver⸗ langen und die, indem sie sich von dem Hause Habsburg losrissen, Unruhe und Verwirrung in das Herz von Europa schleudern würden. Der Schluß ist leicht zu ziehen: nicht durch den Krieg können sich die Regierungen aus ihren Schwierig- keiten und Verlegenheiten ziehen“ — v. Girardin erzählt in der„Liberte“, er habt zwei Briefe von Prim erhalten, von denen einer für die Oeffentlichkeit bestimmt sei und am folgenden Tage in diesem Blatte erscheinen solle; der in dem anderen enthaltenen Einladung nach Madrid trage er Bedenken, Folge zu leisten, da Prim seinem Ralh, im Wege eines Staats- streichs die Republik in Spanien zu proklamiren, kein Gehör geschenkt habe. — Die„France“ hält in Erwiderung eines Artikels der„Kreuzzeitung“ das Recht der Presse auf Discussion der deutschen Angelegenheiten in Betreff des Prager Friedens aufrecht und protestirt gegen den Gedanken, damit die Würde Deutsch⸗ lands anzugreifen. — Die„Patrie“ dementirt das Gerücht, daß französische Agenten in Navarra und Catalonien für die Annexion an Frankreich agitirten. — Die„Opinion nationale“ hört mit Be⸗ dauern, daß man sich im auswärtigen Ministerium zu Paris sehr ernstlich mit den Ansprüchen des Don Carlos beschäftige. — Ist's bös gemeint? ist's gut gemtint? Auf Befehl des Kaisers soll eine Karte veröffent⸗ licht werden, die die strategische Stellung Frank- reichs zu den Nachbarn in drei verschiedenen Epochen veranschaulicht. Man könnte darin eine allerhöchste Hindeutung auf die Nothwendigkeit von Grenzregulirungen erblicken, die ganz Deutsch⸗ land mit dem Schwert in der Hand zurückweisen würde. Offiziösen Auslassungen nach soll da⸗ mit indeß im Gegentheil den Franzosen zur Beruhigung gezeigt werden, daß die Stellung Frankreichs sich nicht nur nicht verschlimmert habe, sondern daß dieselbe günstiger und Frankreich in seinen Allianzen freier sei als je zuvor. — Die„Liberte“ wiederholt ein Börsengerücht, nach welchem Dänemark eine energische Note an Preußen gerichtet habe. — Die„Agence Havas“ meldet aus Bukarest: Die Organisation von Banden, welche einen Einfall in Bulgarien beabsichtigen, hat in Folge und Sohn einen Vertrag abgeschlossen, wonach sie für jeden Auswanderer unter 50 Jahren des Zuzuges von garibaldianischen Elementen an Thätigkeit gewonnen. — Herr Miranda signalisirt dem„Gaulois“ einen neuen Prätendenten für den spanischen Thron. Es ist dies Muley el-Hazam, einer der Söhne des Kaisers von Marocco, welcher in Paris wohnt und sich in bester Form an die provisori⸗ sche Regierung von Madrid mit dem Antrage gewendet hat, ihm die Krone von Spanien zu übertragen, welches er dann mit Marocco ver⸗ einigen und so eine jener Agglomerationen her⸗ stellen will, die nach dem Ausspruch Napoleons III. das Ziel der politischen Bewegung der Gegenwart sind. Ernster ist die Mittheilung desselben Cor⸗ respondenten, daß der Prinz Napoleon an Prim geschrieben hätte, um diesem die Candidatur des Herzogs von Aosta zu empfehlen. Holland. Es haben sich jetzt im Ganzen in Holland 70 verschiedene freiwillige Scharf— schützengesellschaften gebildet, welche 5248 Schützen zählen. Eine beträchtliche Zahl jener Schützen- gesellschaften werden von den Gemeinden mit Sub⸗ sidien unterstützt. Dänemark. Kopenhagen. Auf Ver⸗ anlassung einer Aeußerung der„Kreuzzeitung“, Nordschleswig gehöre dem Nordbund, welcher einer Abtretung an Dänemark beistimmen müsse, enthält die offiziöse„Berlingske Tidende“ eine energische Zurückweisung. Zur Erfüllung des Wiener Friedens von 1864 und des Art. 5 des Prager Friedens bedürfe Preußen keiner Beistim⸗ mung des Nordbundes. — Die Theilnehmer der schwedischen Nord; polexpedition sind aus Norwegen zurückgekehrt. Die Expedition gelangte bis zum 81.4 Breite⸗ grad. Sturm, hohe See und das Leckwerden des Schiffes verhinderten weiteres Vordringen nach Norden. Großbritannien. London. Der ameri· kanische Gesandte hat am 22. ds. in Liverpool einer ihn begrüßenden Corporation versichert, daß Nichts in der Vergangenheit und Nichts in der Gegenwart den Frieden zwischen England und Amerika zu stören vermöge. Was den einzigen Differenzpunkt, dit Alabamafrage, betreffe, so sei eine beiderseitige ehrenvolle Einigung sehr wahr⸗ scheinlich. Bei dem Abends von der Handels- kammer veranstalleten Banket zu Ehren R. John⸗ son's, an welchem Lord Stanley und Gladstone Theil nahmen, sagte Stanley: England befolge nach Außen eine Politik des Friedens, indem es begehre, daß man sich von Angriffsplänen ent⸗ halte und internationale Rechte respectire. Wenn man in Europa übtrall so dächte, so würden die ungeheuren Armeerüstungen ein Ende nehmen, welche eine Schmach für das civilisirte Europa seien, und bei längerer Fortdauer die Staaten dem finanziellen Ruin entgegenführen würden. London. Unter den Candidaten für den spanischen Thron wurde auch der Prinz Alfred, Herzog von Edinburgh, genannt. Eine ziemlich einflußreiche Partei in Spanien, sagte man, unterstütze diese Candidatur. Von anderer Seite wird das Gerede nur als ein Manöver bezeichnet, um Kaiser Napoleon für die Thronbewerbung des Don Karlos günstig zu stimmen. Wie dem auch sei, der englische Königssohn scheint nicht besonders versessen auf den spanischen Thron, sonst würde er wohl nicht dieser Tage die Reise um die Welt angetreten haben. Der Prinz geht zunächst nach den Azoren und Madeira, dann nach dem Cap der guten Hoffnung, nach Indien, China, Japan und Australien. Die Rückreise erfolgt sodann durch den stillen Ocean nach der Westküste von Amerika, um im Vorbeigehen auch Chile, Peru, Kalifornien und die Vancouvers⸗ Insel zu besuchen. Die ganze Reise wird zwei Jahre in Anspruch nehmen. — Die„Times“ veröffentlichen ein Telegramm aus San Francisco vom 21. d., wonach dort ein heftiges Erdbeben stattgefunden hat. Viele Gebäude sind eingestürzt und beschädigt, jedoch nur wenige Menschen umgekommen. — Die kürzlich durch die Zeitungen gegangene Nachricht, Louis Blanc habe von Prim eine Einladung nach Spanien zu kommen erhalten, wird nun von Ersterem selbst mit all ihren Zu⸗ sätzen als unwahr bezeichnet. bestimm erhalte waren, hohe Siillsch mit fi schied mögen und g. und sd Außüb stelle. die Ki und d lastro Dodt tine chic Aalaig Sehyg Dari * atragt „ n n — itim n Nord- üdgekehrt. Breit keckwerder N lord tinen erbtinge er amen; Eiperpool ert, daß in der ud und tiazigtu t o dei tor wahr ⸗ dandels⸗ N. John⸗ Gladstont * befolge inden es länen en- u. Wenn pürdtn dit t nthmen, e Europa t Siaasen vürden. n für den 11 Alfred, t niemlic aglt man, deter Stilt 0 vagtichnel, z bewerbung Ard 9 — Der„Standard“ meldet, daß die Ableh⸗ nung der spanischen Krone Seitens des Königs Ferdinand als positiv betrachtet werden könne und bauptsächlich aus Familiengründen erfolgt sei.— Der„Herald“ sagt: Der französische wie der englische Prinz sind Beide gleich unmöglich für den spanischen Thron, obwohl die gegen sie sprechenden Gründe verschieden sind. Es sei wahrscheinlich, daß schließlich, nach Beruhigung der Gemüther, der Enkel des Infanten Carlos die Krone erhalten werde, weil ein Spanier den Vorzug vor Fremden verdiene. — Ein Privattelegramm aus San Franzisco meldet, daß der Geschäftsverkehr durch das Erd— beben nicht unterbrochen worden sei. In der untern Stadt erblicke man einen Ruinenhaufen von zertrümmerten Häusern und Kirchen. Die Erdspalten daselbst zeigten oft eine Breite von acht Fuß. Der Schaden an Schiffen sei unbekannt, der Verlust an Menschenleben unbeträchtlich. Man schätzt den Schaden, welchen das Erdbeben an⸗ richtete, im Ganzen auf eine halbe Million Doll. + Spauien. Die„Gaceta“ bringt das Circular des Ministers des Auswärtigen an die diplomatischen Agenten Spaniens im Ausland zur Rechtfertigung der Revolution. Das Aktenstück verbreitet sich sehr ausführlich über die Mißregie- rung der vertriebenen Königin. Es ist darin die Rede von Einflüssen, von denen die einen dazu bestimmt waren, den Rückschrittsgeist aufrecht zu erhalten, die andern aber mit Missionen betraut waren, die der Politik fremd sind und über welche hohe Schicklichkeitsrücksichten ein bezeichnendes Stillschweigen gebieten. Dazu habe das Land mit steigendem Schmerz den ungeheuren Unter- schied gesehen, der zwischen dem öffentlichen Ver⸗ mögen, das immer mehr heruntergekommen sei, und gewissen Privatvermögen, deren wunderbare und schnelle Hebung in gleichem Schritt mit der Ausübung öffentlicher Aemter ging, sich heraus- stellt. Durch Hartnäckigkeit und Blindheit habe die Königin sich selbst ihrer Majestät entkleidet, und das allein erkläre die Schnelligkeit der Ka; tastrophe. Das spanische Volk habe sich auf den Boden seines Selbstbestimmungsrechtes gestellt; eine allgemeine Abstimmung würde über sein Ge⸗ schick entscheiden. — Madrid. Am 22. October fand eine große Volksversammlung unter dem Vorsitz Olozaga's statt. Mehrere der aufgetretenen Redner sprachen sich lebhaft für die sofortige Abschaffung der Scla— verei auf den spanischen Antillen aus, welcher Vor- schlag mit großem Beifall angenommen wurde. Italien. Der„Gazetta piemontese“ meldet man aus Florenz, daß unter den Gerüchten, die bezüglich der Reise des Prinzen Napoleon in Umlauf sind, auch eines ist, welches behauptet, der Prinz sei nach Italien gekommen, um die dortige Regierung aufzufordern, im Einverständ— niß mit Frankreich von den möglichen Lösungen der augenblicklichen Bewegung in Spanien sowohl die Republik als die Candidatur Montpensier auszuschliegen. — Die„Civilta Cattolica“ bringt folgende statistische Angaben. Nach den Civil-Registern von Ostern 1867 bis Ostern 1868 betrug die Bevölkerung von Rom 217,378 Individuen, die sich auf 42,076 Familien vertheilten. Es wurden geboren 2607 Kinder männlichen und 2512 weiblichen Geschlechts Es starben 4948 Personen männlichen und 3991 weiblichen Geschlechts. In diesen Zahlen sind die Individuen mit begriffen, die außerhalb der Hospitäler an der Cholera gestorben sind und deren Zahl 1134 männlichen und 1041 weiblichen Geschlechts beträgt. Die Bevölkerung von Rom zählt 2228 Weltgeistliche (unter denen 29 Cardinäle, 28 Bischöfe, 1372 Priester, 799 Zöglinge der Seminarien und der geistlichen Collegien), 2947 Mönche, 2191 Nonnen, 10,738 Militärs, 366 Gefangene, 188 Heterodoxt und 4600 Juden. Friedberg, am 24. October. Heute Mittag um 1 Uhr brach in dem Nauheimer Eisenbahn⸗ Stationsgebäude Feuer aus. Der raschen Thätigkeit der herbeigetilten Löschmannschaften gelang es, in verhältnißmäßig kurzer Zeit dasselbe zu löschen. Nur das Dach ist herunter⸗ gebrannt; doch ist auch durch die Masse des bis unten durchgedrungenen Wassers in den unteren Räumen be⸗ trächtlicher Schaden geschehen. Frankfurt. Vor einigen Nächten stieß auf der Homburger Eisenbahn in der Nähe des Wäldchens der letzte Zug, wie man sagt, in Folge einer offengestandenen Bartidre auf einen mit zwei Pferden bespannten geruch losen Reinigungsapparat, welcher in diesem Momente ge⸗ rade auf dem Dammübergang sich befand. Die Pferde wurden sofort gedödtet, das gefüllte Faß zur Selte ge schleudert und der Fuhrmann fiel neben das Gelcise, nahm aber keinen Schaden. Darmstadt. Für das Lanbesgestüt sind von Ober⸗ mebicinalrath Dr. Wüst und Major v. Grolman sieben prachtvolle Zuchthengste in der Normandie angekauft worden. Der Ankaufspreis für jedes einzelne Thier soll zwischen 3,000 und 3,500 fl. schwanken. Aus Herrieden, 19. October., schreibt man der „Fränk. Zig.“: Ein im Nordwesten vorüberziehentes tieses Lufkthabl beherrscht ginz Europa mit seinem milden, aber von mehr bedecktem Himmel und, namentlich im Westen an vielen Puncten von Regen begleiteten Aequatorial⸗ strom, so daß vorgestern nur im äußersten Südosten das Barometer über dem Mittel stand und unser ganzer Erd⸗ theil eine vom Südost nach Norbwest abfallende Luftthal⸗ ebene bildet:. Stuttgart. In der deutschen Frauenconferenz be⸗ schästigte man sich auch mit der Kleiberresorm; Bexichter⸗ stalterin Frau Mathilde Korn aus Connstatt. Die Ver⸗ sammlung anerkannte die Anbahnung einer geeigneten Kleiderreform gegen die Bizarrerien der Mode als sehr zweckmäßig, um den Ausschreitungen der Putzsucht und des schlechten Geschmacks, sowie der immerwährenden Ver⸗ änderlichkeit der Mode entgegenzuwirken, und beauftragte deßhalb den Vorstand mit ber Niedersetzung einer Commission für eine Kleiderreform. „ Den Liebhabern einer guten Tasse Chocolade wird es angenehm sein, ein Mittel zu er⸗ jabren, jede Verfälschung in der Chocolade leicht und sicher zu erkennen. Der Chemiker Reinsch theilt ein solches mit, das zugleich den Vorzug hat, äußerst einfach zu sein. Die Procedur ist folgende: In einem sauberen Töpfchen wird ein Theil der fraglichen Chocolade mit zehn Theilen Wassers zum Kochen erhitzt. Die Brühe läßt man erkalten und seihr sie durch reines, über einem Trichter ausgespanntes Löschpapier. Auf der zurückbleibenden Chocolade zeigen sich folgende Merkmale: Von unverfälsch⸗ ter Chocolade läuft das Wasser ziemlich schnell ab, erscheint klar, hellroth und schmeckt angenehm süß nach Cacao; die auf dem Löschpapiet zurückgebliebene Masse muß nach dem Trocknen als leichtes, röthlich⸗braunes, nicht zusam⸗ menbackendes Pulver zurückbleiben. Von verfälschter Chocolade tropft das Wasser nur langtam ab, ist trübe schmutzig⸗gelb, von widerlich⸗süßem Geschmack; die auf dem Löschpapier zurückgebliebene Masse bildet einen zähen Kleister, der nur sehr langsam austrocknet und als zu⸗ sammenklebende Masse erscheint. Berichtigung. Bei Aufführung der für die Ueberschwemmten ein⸗ gegangenen Gaben in voriger Nummer ist durch unser Ver⸗ schulden ein Verschen unterlaufen, welches wir hiermit berichtigen. Es soll nämlich bei der Gabe des Hrn. M. Hirsch heißen: 1. Buch Mos., 9, 15. Die Red. Bekanntmachung. 2565 Der Unterricht am Schullebrer⸗Seminar für das Wintersemestet 1868/69 wird Dienstag den 3. November d. J. seinen Anfang nehmen. Friedberg, 19. October 1868. Großherzogliche Seminar- Direction Steinberger. Arbeits-Versteigerung. 2580 Mittwoch den W. d. M., Vormittags 10 Ubr, sollen auf der fiscalischen Markwiese für weitere circa 500 fl. Graben: und Plontrarbeiten abtheilungsweise oͤffentlich wentgstnehmend vergeben werden und wollen sich! daher Lufilragende am Brüdchen des Bauernheim⸗ Friedberger Wegs im Termin einfinden. Frledberg am 22. October 1868. Der ns. Wiesencommissär b. Bekanntmachung. 2598 Otejenigen, welche mit Bezahlung der am 1. Sept. J. J. fälligen Holzgelder aus dem Gräflichen Revier Widftadt noch zurücksteben, werden hiermit aufgefordert binnen 8 Tagen Zahlung zu leisten, widrigenfalls Zwangsversahren eintreten wird. Widfradt den 20. October 1863. Gräfliche Rorsikasse daselbst. Jonköpings Patent Sicherheitszündhölzer öhnt Schwefel und Phosphok. 2576 Obige von dem Königl. Polizet. Prafldium in Berlin dem Publikum zur Benutzung empfohlenen Zünd⸗ bölzer zeichnen sich vor jedem andern Fabrikate dadurch aus, daß sie in keiner Weise feuergefährlich und giftig find. Dieselben entzünden sich nur an der be. sonders präparirten Seitenfläche der Schachteln, in denen fle verpackt find. 300 Schachteln a 3 Thlr. 22½ Sgr. incl. Verpackung gegen Nachgahme oder Einsendung des Betrages bei Erlbeilung der Ordre(größere Parthlen entsprechend billiger) empfehlen Hannover. Vortisch& Schilling. Arbeits-Versteigerung. 2613 Donnerstag den 29. October l. J., Vormittags 10 Uhr, wird das Reinigen des Kanals hiater der Juden⸗ und Usagasse an Ort und Stelle an die Wentiaft nehmenden vergeben. Bemerkt wird, daß sich in dem⸗ selben eine große Partbie guter Dünger befindet, welcher dem Uebecnehmer unentgeltlich delassen werden soll. In Austrag renn Lieferungs- und Arbeits- Vergebung. 2611 Künftigen Mittwoch den 29. d. M., Vormittags 11 Ubr, wird auf hiesigem Ratbbause die Lieferung von drei sandsteinernen Trögen zusammen zu 39 fl. 36 kr vrranschlagt, sowie das Belegen eines gemeinbeinichen Brunnens mit eichenen Bohlen zu 10 fl. veranschlagt, veraccordirt Nieder- Wöllstadt den 24. October 1868. Großherzoglicht e Nieder⸗Wöllstadt to ll. Bekanntmachung. 2615 Aron und Moritz Löser zu Friedberg be⸗ treiben daselbst seit dem 9. Februar J. J. unter der Firma „A.& M. vöser“ ein pandelsgeschäft in Wein, Brannt- wein und Liqueuren, und ist jeder von ihnen berechtigt, selbfiständig die Firma zu vertreten, was heute unter Nr. 145 des Firmen Regtsters eingetragen worden ift. Friedberg am 22. October 1868. Presence Landgericht Friedberg Rei . Steinkohlen, 200 Centner zu 88 fl. Kleinere Quantitäten in meinem Magazin an der Bahn à Centner 30 kr. empfiehlt Bad Nauheim. Jacob Schimpf. 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Louis Simon Wittwe. 2354 Zum Frankfurter Journal und der Darustädter Zeitung wird ein Mitleser gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. 2611 Dienstag den 3. November wird der zweite Markt für Zucht- Rindvieh, Arbeitsochsen, Pferde und Schweine stattfinden. Mittwoch den 4. November wird der erste Markt für Fettvieh aller Gattungen auf dem seitherigen Viebmarktplatze nahe den Bahnhöfen(und von diesen aus zu— gänglich) abgehalten werden. Für den am 3. November stattsindenden Markt für Milch, Zucht- und Arbertsvieh aller Gattungen werden drei, von der Bank für Handel und JIndustrie und ein vierter, von einem Freunde der Landwirthschaft ge⸗ stifteter Ehreupreis, vertheilt werden. Für den Feitviehmarkt am 4. November hat die hiesige Metzgerzunft mehrere werthvolle Prämien ausgesetzt. Die Fettviehmarkte werden sich vom 4. November an regelmäßig jeden Mittwoch wiederholen. Das Comits für die Viehmärkte in Darmstadt. Der Präsident Fu ch s, Großherzoglicher Bürgermeister. Bekanntmachung. Viehmärkte in Offenbach. 2617 Nachdem auf Anstehen des landwirthschaftlichen Localvereins dahier Großherzogliches Ministerium genehmigt hat, daß jährlich drei Märkte für Fett-, Milch-, Zucht- und Arbeits vieh aller Gattungen, sowie wöchentlich ein Ferkel⸗Markt dahier ab⸗ gehalten werden, bringen wir dies unter dem Anfügen zur allgemeinen Kenntniß, daß der erste Viehmarkt Donnerstag den 29. Oetober d. J. dahier auf dem Neumarkt abgehalten werden und Morgens 9 Uhr beginnen wird, daß für Stallungen hinlänglich Sorge getragen ist, das Vieh schon Tags vorher eingestellt werden kann und für diejenigen Verkäufer, welche die an Anzahl und Qualität vorzüglichsten Parthien Fett-, Milch-, Zucht oder Arbeits vieh hierher bringen, drei Preise und zwar: ein silberner Pocal vom landwirthschaftlichen Bezirksverein, ein Geldpreis von der Stadt Offenbach und ein desgleichen vom landwirthschaftlichen Localverein zur Concurrenz ausgesetzt werden. Indem wir Verkäufer und Käufer zu recht zahlreichem Besuche des Marktes einladen, geben wir denselben die Versicherung, daß ihnen alle nöthige Uuterstützung zur Erreichung ihres Zweckes werden wird. Was die Ferkel⸗Mäörkte betrifft, so sollen diese alle Freitag e in Verbindung mit dem Wochenmarkt ebenfalls auf dem Neumarkt und der erste Freitag den 30. Oetober d. J. abgehalten werden und laden wir auch hierzu Verkäufer und Käufer freundlichst ein. Offenbach den 19. October 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Offenbach Hir schu ann. 2 9 Dampfdreschmaschine zu verkaufen. 2620 Wegen Auflösung der hiesigen Dampfdresch,Genossenschaft ist eine gute Dampfdresch— Maschine zu verkaufen. Kauflieber wollen sich gefälligst vor Ablauf des 9. November d. n an einen der Unterzeichneten wenden. Kaichen den 24. Oktober 1868. Karl Heinzmann. 8 Jakob Filz. viehmärkte in Dar mstadt. bro 1869 sind bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg zu haben: Spin ustisb ß, Trewendt's Volks kalender.. 45„ Steffens 5 e Nieritz's 1 e Payne's Miniaturalmanach„ Familienkalender(mit Loos).. 18 Janft's Polfskalenden, Lahrer Hinkender Bote(mit Loos, ge— stempelt) 1 e Mischer auskreund.. 8, Gustav⸗Adolph⸗ Kalendern 8„ Hessische r end den„ 1„ Odurchschessen) 6„ Wandkalender in allen Größen und zu ver— schiedenen Preisen. Das Neueste in Ka putzen und Seeleuwärmern. M. Volk. Zur Wilhelmshöhe. Schweinefleisch, das Pfund 17 kr., Leber⸗& Blutwurst, pur Schweine, das Pfd. 20 kr., Schwartenmagen& Fleischwurst, das pfd. 24 kr. 2581 verkauft W. Krauch. Gesucht auf Peterstag 2612 in eine kleine Haus haltung nach Echzell ein braves, ordentliches Mädchen, welches die Hausarbeit versteht und kochen kann. Näberes bei der Exp. d. Bl. Versteigerung. 2616 Freitag den 30. d. M., Vormittags 9 Uhr, werden in dem Schweitze r'schen Wohnhause in der Burg verschiedene Hausgeräthe, als: 2 Bettstellen, mehrere Schränkchen, 4 Kommode, Tische ꝛc. ꝛc., sowie ver; schiedenes Werkzeug für Mechaniker öffentlich gegen gleich baare Zahlung verßeigert. Zwei tüchtige Schneidergesellen 2619 werden gesucht von Schneidermeister Calbhen, in Bad Nauheim. Regenschi genschirm 50t in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen Preisen bei K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. 2541 —ͤ—— Lohnendes Einkommen für Geschäftsleute, namentlich für Inhaber von Droguen-, Materialwaaren-, Parfümerie- Geschäften und von Bade- Anstalten. Bedürfniss halber werden Niederlagen meiner Hoff schen Malzfabrikate vergeben. Bewerber wollen gute Referenzen angeben und sich auf das Blatt beziehen, wo sie diese Annonce gelesen haben. Johann Hof, Königl. Commissious-Rath und Hoflieferant in Berlin, Neue Wilhelmsstrasse Nr. 1. aulkgeichätt. 2421 Kapitalsuchende, sowie Solche, welche Kapitalien auf sichere Hypotheken auszuleihen wünschen, wollen sich wenden an Todesanzeige und Danksagung. 2613 Allen Denjenigen, welche unseren geltebten Gatten, Bruber und Schwager Andreas Hanstein während seines längeren Krankseins besucht und ihn zu seiner letzten Ruhestätte begleitet haben, sagen wir unsern tiefgefüblten Dank. Friedberg den 24. October 1868. Die trauernden Hinterbliebenen. e ee ae dee eee eee Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getanuste: 18. October. Dem hiesigen Bürger und Mechanikus Karl Konrad Reuß ein Sohn Heinrich, geb. den 21. Sept. 18. October. Dem hlesigen Bürger und Photographen Ludwig Schmidt eine Tochter Johanna Katoline Marte, geb. den 23. Sept. Beerdigte: 24. October. Johannes Andreas Hanstein, biesiger Bürger und Oekonom, alt 38 Jabre 7 Menate 12 Tage, T den 22. October. Darmstadt, Rheinstraße 26. 23. Nenling, Hofgerichtsadvolat. Veranlw. Red.: Hermann Schimpp. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Uachstehende Kalender He egit I. 8 Innern, her gelichen zwei fübe geschenkt Er Ke II. 8 des Inne in den zu 0 Preußen vereinigle Abniglich LEinführu Kirchen! zufolge vom 8. SGesielst Pfarrtie Folgend tvangelt Delanal Dorheim Irlebber, Etlenbac Robheir. dem eva III. kalen del dung georduele getubt: die Erla don St, kochen A dem Gr. demihur en Bü dri di ihm von dulhen 2 Hesphol Munabn König füt Ku ded Se dur dem 5 Hofe Pos⸗g 3. Kle meister Prodi. lang mar sörser J Kla J. Klo Orden Stanie Franki Detto S St St. S Schnit 5. orden Aande die Ei von Krone