ng. Netgens det Gast⸗ ett nach⸗ Neri, z ttuche, 1 Sopdat, Etageret, J Aleider⸗ ttt Strob⸗ aut und tüduetend erdtrigert. Nel ge, 1 ler At, % Dan. 92 1 1 Donnerstag den 27. Februar. M25. Anzeige —— r für Oberhessen. enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Jutelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. ———— Amtlicher Theil. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc., sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden: MI. Ausgegeben zu Berlin den 2. August 1867. 1) Publicandum vom 26. Juli 1867, Verfassung des Norbdeuischen Bundes betr. 2) Allerhöchster Erlaß vom — dat 1867, betreffend die Ernennung des Präsidenten des Stagtsministeriums und Ministers der auswärtigen Angelegenbeiten, Grafen von Bismark-Schönhausen, zum undeskanzler des Norddeutschen Bundes. 3) Verordnung, betreffend die Einsührung des Bundes⸗Gesetzblattes für den Norddeutschen Bund, vom 26. Juli 1867 1867. 4) Verordnung, betreffend die Einberufung des Bundesrathes des Norddeutschen Bundes, vom 3. August 1887. Nr. II. Ausgegeben zu Berlin den 11. August 5) Bekanntmachung, beteffend die Ernennung der Bevollmächtigten zum Bundesrath des Nord Nr. III. Ausgegeben zu Verlin den 17. August 1867. — 4. Ausgegeben zu Berlin den 3. September 1867. Nr. 0 schisse und ihre Besugniß zur Führung der Bundesflagge, vom 25. October 1867. Ausgegeben zu Berlin den 31. October 1867. 8) Gesetz über das Paßwesen, vom 1 10) Verordnung, betr. die Bundesflagge für Kauffahrteischiffe, deulschen Bundes, vom 10. August 1867. 6) Allerhöchster Präsidial⸗Erlaß vom 12. August 1867, betreffend die Errichtung des Bundeskanzler-Amtes. 7) Verordnung, betr. die Einberufung des Reichstages des Norddcutschen Bundes, vom 31. August 2. October 1867. 9) Gesetz, betressend die Nationalität der Kauffahrtei⸗ 1867. vom 25. October 1867. enn, betreffend die Ernennung von Bevollmächtigten zum Vundesrathe des Norddeulschen Bundes, vom 4. September 1867. 12) Bekanntmachung, betressens ie Ernennung eines Bevollmächtigten zum Bundesrathe des Norddeutschen Bundes, vom 23. Sepimber 1867. Nr. VI. über die Freizügigkeit, vom 1. November 1867. Nr. VIII. lr. II. Ausgegeben zu Berlin den 2. November 186“. a Nr. VII. Ausgegeben zu Berlin den 6. Novemter 1867. Unie von Burg auf Fehmarn bis Hörbro in Schleswig, vom 23. October 1867. Aufhebung der Eingangsabgabe von Rindrieh und Hämmeln auf der Grenzlinie von Burg auf Fehmarn bis Hörbro in Schleswig, vom 2. November 17) Gesetz, betreffend den Bundeshaushalt für das Jahr 1867, vom 4. November 1867. Ausgegeben zu Berlin den 9. November 1868. 18) Gesetz über das Postwesen des Norddeutschen Bundes, vom 2. November 1867. das Posttarwesen im Gebiete des Norddeulschen Bundes, vom 4. November 1867. Nr. IX. Ausgegeben zu Berlin den 13. November 1867. 20) Vertrag zwischen dem Norddeutschen Bunde, Luzern, Württemberg, Baden uad pessen, dit Fortdauer des Zoll- und Handelsvereins betreffend, vom 8. Juli 1867. Ausgegeben zu Berlin den 13. November 1867. 21) Verordnung, betref Nr. X. 7. November 1867. 22) Gesetz, betreffend die Verpflichtung zum Kriegsdienste, vom 9. November 1867. Nr. XI. Ausgegeben zu Berlin den 19. November 1867, 23) Gesetz, betreff Bundesconsuln, vom 8. November 1867. 24) Gesetz, betr. den außerordentlichen Geldbedazf des Norddeutschen Bundes zum Zwecke der nd der Herstellung der Küstenvertheidigung, dom 9. November 1867. 25) Gesetz, betreffend die vertragsmäßigen Zinsen, vom 14. den 28. November 1867. 26) Gesetz, betreffend die Fesistellung des Paushalts⸗Etats des Norddeutschen Vundes für das Jahr 1868. Elats der Militärverwallung des Norddeutschen Bundes für das Jahr 1868, 28) Verordnung, die Einführung des Preußischen Militär⸗Strafrechts im ganzen Bundesgebiet betr., marine Nr. XII. Ausgegeben zu Berlin vom 30. October 1867. 8 Nr. XIII. Ausgegeben zu Berlin den 31. December 1807. vom 29. December 1867. Nr. XIV. Ausgegeben zu Berlin den 28. December 1867. 30) Verordnung, betreffend den Diensteid der unmittelbaren Bundesbeamien, vom 3. December 1867. 27) Verordnungen, betr. die Fesistellung des die Verwaltung des Post⸗ und Telegraphenwesens des Nordd eulschen Bundes, vom 1. Januar 1868 ab. Betreffend: Das Landgestüt, hier den Abgang der Landgestütsbeschäler auf die Landgestütsstasionen. 29) Schifffahrtsvertrag zwischen dem Norddeulschen Bunde und Italien, vom 14. 31) Allerhöoͤchster Präsidial⸗Exlaß vom 18. December 1867, betreffend 13) Gesetz, betressend die Erhebung einer Abgabe von Salz, vom 12. October 1867. 14) Gesetz, betreffend die Aufhebung der Eingangsabgabe von Rindvieh und Hämmeln auf der Grenz⸗ 15) Verordnung über die Ausführung des Gesetzes vom 23. October 1867, betreffend die 1867. 16) Gesetz 19) Gesetz über fend die Einführung Preußischer Militärgesetze im ganzen Bundesgebiete, vom end die Organisation der Bundesconsulate, sowie die Amtsrechte und Pflichten der Erweiterung der Bundes⸗Kriegs⸗ November 1867. vom 24. Novbr. 1867, — 2. October 1867. Friedberg am 24. Februar 1868. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. 8 Zur Veroffentlichung in Ihren Gemeinden setzen wir Sie hierdurch in Kenntniß die Landgestütsstatlon Altenstadt den 21., für Berstadt und Grünberg den 22. Darmstadt abgeben werden. Netreffend: Die Verbreitung der Verwendung künftlicher Dungmittel. ä Zum Düngen von hiesigem Bahnhof ein, wollen deshalb ohne Verzug Herrn Rentomtmann Lindeck da kaun t m a ch u und lönnen an Deconomen Quantitäten diervon abgegeben werden. Diejenigen, welche hier die gewünscht werdende Quantität angeben, es kann daun die Ver— theilung vielleicht gleich beim Ausladen erfolgen. Der Centner Kali kann mit Fracht bis hierher auf 1 fl. 26 kr. kommen. Den Großherzoglichen Bürgermeistereien, deren Gemeinden größere Wiesenflaͤchen ö Der Director des landw. Bezirks Vereins des Kreises Friedberg Trapp. ane mpfohlen. „daß die Großherzoglichen Landgestütsbeschäler für und für Nieder⸗Wöllstadt den 23. d. M. von Ti Friedberg den 24. Februar 1868. U 8 Wiesen mit Kali trifft in diesen Tagen ein Waggon mit 100 Centner desselben direct von Staßfurt auf sich zu betheiligen beabsichtigen, besitzen, wird Betheiligung ganz besonders Hessen Darmstadt. Die„N. A. Z.“ mel- det: Auf Grund der mit der großh. hessischen Re⸗ gierung abgeschlossenen Militär-Convention, be- ziehungsweise des§. 17 des Bundesgesetzes, betreffend die Verpflichtung zum Kriegsdienste vom 9. November 1867, hat das königlich preußische Kriegsministerium Folgendes bestimmt:„Die Landwehrbezirks⸗Commando's haben alle Mann- schaften des Beurlaubtenstandes, welche sich im Großherzogthum Hessen aufhalten, oder dahin noch verziehen, den betreffenden großherzoglich hessischen Landwehr⸗Bezirks Commando's zu über- weisen und ersteren aufzugeben, sich bei den letz- teren zu melden. Ebenso sind großh. hessische Mannschaften des Beurlaubtenstandes, welche ihren Wohnsitz in einem Landwehr Bezirk des Nord- deutschen Bundes haben, oder in einen solchen verziehen, in die Controle des letzteren zu über- nehmen.“ Friedberg. Das„Fr. J.“ bringt nun auch eine Correspondenz aus Rheinhessen, welche, den kürz⸗ lich in demselben Blatte entbaltenen Ansichten eines Correspondenten aus Oberhessen über Erweiterung und höhere Dotirung der technischen Schule zu Darm— stadt vollkommen beistimmend, im Allgemeinen die Stimmung Rheinhessens auszudrücken glaubt, indem sie sagt: Da diese Frage während der nächsten Wochen in unserer zweiten Kammer zur Verhandlung kommen wird, so halten wir es für pflicht, das öffentliche Interesse dafür rege zu halten. Wir halten mit dem oberhessischen Correspondenten dafür, daß der Antrag 38,000 fl. für eine polptechnische Schule in Darmstadt aus Staatsmitteln zu bewilligen, durchaus abzulehnen sei. Will man denn aber- mals so viele Tausende riskiren, um einen neuen unglücklichen Versuch zu machen, wie das aller- dings schöne Gebäude in Darmstadt zweckmäßig verwendet werden könne? Denn zu welchem Ende soll das ganze Projekt führen? Wenn man auch nur die geringste Hoffnung haben will, daß die zu gründende Anstalt gedeihen soll, so muß sie doch wenigstens mit der urs zunächst gelegenen derselben Art, dem Polptechnikum in Karlsruhe, auf gleiche Stufe gestellt werden. Es müssen Fachlehrer von Ruf angestellt und die nothwen⸗ digen Lehrmaterialien, Sammlungen u. s. w. an⸗ geschafft und unterhalten werden. Besitzt auch die polptechnische Schule in Darmstadt schon Manches, so ist dies doch nur ein kleiner Bruch- theil von Dem, was nothwendig ist, um einem Karlsruher Polytechnikum Concurrenz zu machen. Das jährliche Budget dieser Anstalt beträgt, so viel wir wissen, ungefähr das Dreifache der au- geforderten Summe. Und man will in Darm stadt mit 38,000 fl. ein Polptechnikum gründen? Warum, wenn unser Land denn einmal ein Polp⸗ technikum haben soll, legt man es nicht nach Gießen? Nach dem Anerbieten, das diese Stadt gemacht hat, bedarf es keines besonderen Opfers mehr, um dort eine lebensfähige derartige Anstalt zu Stande zu bringen, weil die meisten dazu nöthigen Lehrkräfte schon vorhanden sind, während sie nach Darnstadt erst berufen werden müßten. Und zugleich wäre die Verbindung des Polytech⸗ nikums eine Ausbesserung der letzteren, die sie endlich einmal verdient häte! Darum keine polp- r E r 2 N ————ů—ů— kJ— e ——— techntsche Schule nach Darmstadt! Man verwende einen Theil jener angeforderten Summe zur Auf⸗ besserung der übrigen höheren Anstalten, Gymnasien und Realschulen, und man erweist dadurch dem ganzen Lande eine Wohlthat, während mit der Bewilligung obiger Summe nur ein in der Ge⸗ burt schon sehlgeschlagener Versuch gemacht würde, einer im Verhältniß der Größe unseres Landes schon allzu bevorzugten Stadt auf Kosten des Landes neuen Glanz zu verleihen! 1 Friedberg, 26. März. Heute Morgen traf die Ernennung des seitherigen zweiten Bei— geordneten Herrn Foucar zum Bürgermeister biesiger Stadt ein. S. Gießen. Auch hier ist nunmehr der Fleckentyphus eingeschleppt und zwar durch zwei Mausefallenhändler, welche krank in die hiesige Klinik gebracht wurden; die Einführung geschah also auf gleiche Weise wie in Marburg, denn auch dort waren es zwei Mausefallenhändler und nicht, wie früher berichtet wurde, Handwerksbursche. Im Ganzen sind hier fünf Personen erkrankt, worunter zwei Studenten der Medizin, welche auf der Klinik beschäftigt waren; auch die fünfte Kranke ist nicht in der Stadt selbst, sondern auf der Klinik, wo sie in ihrem Dienst als Kranken- wärterin angesteckt wurde. Todesfälle sind bis jetzt noch keine erfolgt. Preußen. Berlin. In Abgeordneten- kreisen wird versichert, sobald das Spielbankauf— hebungsgesetz perfekt geworden, werden die Hom- burger Spielbankpächter nochmals aufgefordert werden, sich nunmehr den Forderungen der Re— gierung zu fügen, widrigenfalls die Bank durch eine königliche Verordnung in kürzester Frist geschlossen werden wird. Für den letzteren Fall soll die Wiesbadener Spielbankgesellschaft vorge⸗ schlagen haben, die von der Regierung geforderten 800,000 Thaler für Homburg zur Unterhaltung der Anlagen zu bezahlen, wofern der Wiesbadener Spielbankgesellschaft erlaubt werde, das Spiel in Homburg während fünf Jahren fortzusetzen. — Die Justizcommission des Abgeordneten- hauses stellt den Antrag, die von der Staats- anwaltschaft durch den Justizminister nachgzesuchte Ermächtigung zur gerichtlichen Verfolgung der hier erscheinenden Zeitung„Die Zukunft“ wegen des Leitartikels in der Nummer vom 25. Jan. c. nicht zu ertheilen. — Am 23. d. hatte der König eine lange Unterredung mit dem General Beyer, welcher am folgenden Morgen nach Karlsruhe abgereist ist, um dort den ihm übertragenen Posten eines badischen Kriegsministers anzutreten.— Der nordamerikanische Gesandte Bancroft über⸗ reichte am 24. d. dem Könige sein Beglaubigungs⸗ schreiben beim norddeutschen Bunde. — Der„Staatsanzeiger“ bringt eine königl. Verordnung, wonach der Bundesrath des Zoll— vereins am 2. März unter dem Vorfitz des Grafen Bismarck zusammentreten wird, sowie ferner eine k. Verordnung, welche die Provinzial landtage auf März einberuft. — Wie die„Zeidl. Corresp.“ erfährt, sind zu Bevollmächtigten zum Bundesrathe des Zoll“ vereins außer den bisherigen Mitgliedern des gewöhnlichen Bundesrathes Seitens der süddeut⸗ schen Staaten ernannt worden: für Bayern: der Staatsminister des Handels und der öffentlichen Arbeiten v. Schlör, der Staatsrath v. Weber und der Oberzollrath Gerbich; für Württemberg: der hiesige Gesandte v. Spitzemberg, der Ober⸗ Regierungsrath v. Bitzer und der Ober ⸗Finanz⸗ rath Riecke; für Baden: der hiesige Gesandte Frhr. v. Türckheim und der Ministerialrath Kilian; für Hessen: neben dem Geh. Legationsrath Hoff⸗ mann noch der Geh. Obersteuerrath Ewald. — Die preußische Regierung hat sämmtlichen zum norddeutschen Bunde gehörigen Staaten den Entwurf einer Gewerbeordnung für den nord— deutschen Bund zugestellt. Derselbe enthält fol- gende Abtheilungen: 1) Allgemeine Bestimmungen, polizeiliche Zulässigkeit, Beschränkungen, Erlaubniß; 2) stehender Gewerbsbetrieb, allgemeine Erforder⸗ nisse, polizeiliche Genehmigung ꝛc.; 3) Gewerbe. betrieb im Umherziehen; 4) Marktverkehr; 5) Taxen; 6) Innungen; 7) Gehülfen, Gesellen, Lehrlinge, Fabrikarbeiter; 8) gewerbliche Hülfs⸗ kassen; 9) Ortsstatuten; 10) Verbrechen und Vergehen der Gewerbtreibenden. — Wie das„Allg. Volksblatt“ berichtet, ist die Regierung ernstlich mit Schritten gegen die provokatorische Haltung des Exkönigs von Han⸗ nover beschäftigt. — Sicherm Vernehmen nach ist am 22. ds. zwischen Preußen und Nordamerika ein Vertrag unterzeichnet worden, welcher die Militärpflicht der Ausgewanderten regelt. Der Vertrag bestimmt, daß alle aus dem norddeutschen Bunde ausgewan⸗ derten jungen Leute, welche das Bürgerrecht in den Vereinigten Staaten erlangt und 5 Jahre dort gelebt haben, vom diesseitigen Militärdienste befreit sind; ausgenommen sollen nur solche sein, welche sich widergesetzlich dem Miltärdienst ent⸗ zogen haben und heimlich ausgewandert sind. — Das General-Bundespostamt in Berlin hat einen wichtigen Schritt gethan, um die Post— Unterbeamten im Bereiche des ganzen Norddeut— schen Bundes zur Begründung einer Versorgung ihrer dereinstigen Hinterbleibenden mittels der Lebens-Versicherung zu bestimmen. Es leistet jedem dieser Beamten, der sein Leben bei einer der dazu von dem General-Postamte ausersehenen Anstalten zu Gunsten der Hinterbleibenden ver— sichert, gegen Deponirung der Police nicht nur einen baaren, jährlichen Zuschuß zur Prämie von 17 Prozent, sondern übernimmt auch die Mühe, die Prämie unmittelbar an die Versicherungs— Anstalt abzuführen und sie in monatlichen, gleichen Raten an dem Gehalte des Beamten abzuziehen. Die für dieses Incasso der Postbehörde von der Versicherungs-Anstalt zu gewährende Provision läßt sie ebenfalls dem Versicherten zu Gute gehen, wodurch für diesen eine weitere Ermäßigung des Beitrages eintritt. Königsberg. Die Hiobsposten aus der Provinz über die zunehmende schreckliche Typhus ⸗ pest nehmen kein Ende. In letzter Woche starben hier neun kleine Tente am Typhus. Daß sie auch die großen Leute nicht verschont, beweist der Tod der Gräfin Stollberg in Berlin nach ihrer aufopfernden Reise durch unsere Provinz, und am 17. Februar starb der Oberst des 43. Jufant.⸗ Reg., von Treskow, allhier, auch am Typhus. Hannover. Der Tag der Feier der silbernen Hochzeit Königs Georg ist hier im Ganzen ruhig vorübergegangen, wenn auch eine gewisse Auf⸗ regung in den untern Volksklassen nicht zu ver⸗ kennen war. Die bekannten Demonstrationen mit gelbweißem Sande oder Papierschnitzeln vor den Hausthüren, das Aufstellen von Büsten oder Photographien der früheren Königsfamilie wurden, wenn auch nur in beschränktem Umfang, wieder- holt, frühere hannover'sche Soldaten zeigten sich mit ihren Langensalza⸗Medaillen, Droschkenkutscher und Milchfahrer mit gelbweißen Blumen, Kinder und einige ältere Frauenzimmer mit gelbweißen Bändern u. dgl. Abends war in den Straßen ein lebhaftes Treiben. Die Polizei hatte An- weisung, sich so weit es anging, jedes Einschreitens zu enthalten, und so ließ man denn auch die Lebehochrufe auf König Georg, das Lied:„Lustige Hannoveraner seien wir“ ungehindert ertönen. Nur in einer der Hauptverkehrsstraßen entstand ein Auflauf von Gesellen und Arbeitern, welcher ein Einschreiten der Schutzmannschaft zur Folge hatte und Verhaftungen veranlaßtt. Bayern. München. Die neuesten ans Nizza eingetroffenen Nachrichten über den Gesund⸗ heitszustand des Königs Ludwig lauten wieder bedenklicher und zwar dahin, daß die Entzündung zugenommen habe und mit Delirium verbundenes Fieber eingetreten sei. Das Leiden habe einen sehr ernsten Charakter angenommen. Baden. Karlsruhe. Die„Karlsr. Z.“ bestätigt die Nachricht von der Ernennung des Generals v. Beyer zum badischen Kriegsminister. Derselbe tritt als Generallieutenant und General- adjutant ins badische Armeecorps ein — Der Ausfall der Wahlen zum Zoll- parlament in Baden ist ein unerwarteter und über raschender. Von den 14 Abgeordneten des 5 Landes sind 6 Nationalliberale und 5 Ultramon⸗ tane. Bei den drei andern stattgefundenen Wahlen ist eine Nachwahl erforderlich. Oesterreich. Von Wien wird gemeldet, König Georg von Hannover habe sich durch seine welsischen Trinksprüche im Kursalon des Wlener Stadtparks das allerhöchste kaiserliche Mißfallen zugezogen. Der eigenhändige schriftliche Ausdruck des letzteren soll den schon öfter in Erwägung gezogenen Plan einer Asylveränderung der Reise zugeführt haben; doch wird, wie verlautet, am Hietzinger Hofe jetzt nicht mehr an eine Ueber⸗ siedelung nach Prag, sondern nach London gedacht. Frankreich. Paris. Der Behauptung der„Spener'schen Zeitung“ gegenüber stellt die „Patrie“ in Abrede, daß der König von Hanno ver bezüglich der Aufnahme der hannover'schen Flüchtlinge in Frankreich eine Anfrage an die französische Regierung vorher gerichtet habe. Wenn eine derartige Eröffnung stattgefunden hätte — sagt die„Patrie“— so würde der König die Ueberzeugung gewonnen haben, daß die Aus- führung des Vorhabens der französischen Regi e⸗ rung sehr unangenehm sei. — Seit einigen Tagen ist viel die Rede von einem Briefe des Prinzen Napoleon an den Kaiser, welcher auf letzteren einen tiefen Eindruck gemacht haben soll. Nach Mittheilung der Wiener„Presse“ soll dieser Brief lauten: Sire! Wiederholt habe ich, wie es meine Pflicht war, auf die Untauglichkeit und Unzuverläßlichkeit der Leute aufmerksam gemacht, die bei Ihnen Gehör finden. Es wäre unnütz, auf diesen Gegenstand heute wieder zurückzukommen. Was mich nach längerem Schweigen Eurer Majestät zu schreiben veranlaßt, ist die Wahrnehmung der außerordent⸗ lichen Anstrengungen, welche gemacht werden, um Ihre innere Politik, wie es mit der äußeren ge⸗ schehen ist, in den Augen der Nation herabzu⸗ bringen. Sie können das Versprechen vom 19. Jan. unmöglich zurückziehen ohne dadurch das Ansehen Ihres Geschlechtes zu schwächen und ihre Macht bloßzustellen. Wenn der gesetzgebende Körper das neue Preßgesetz verwirft, wird es keinen Menschen in Frankreich geben, der darüber im Zweifel sein könnte, daß Sie es so gewollt und angeordnet. Es ist ein Irrthum, zu glauben, daß man die öffentliche Meinunz verhindern könne, am lichten Tage zu sehen. Und wissen Sie, was die Fran⸗ zosen sagen werden, wenn Sie die kleine Erleich⸗ terung der Preßverhältnisse durch die fügsame Mehrheit der Abgeordneten hinwegstimmen lassen? Die Franzosen werden sagen: Frankreich, das die Vorhut der Civilisation gebildet, bleibt nun zurück, während Oesterreich, das weit, weit zurückgeblieben, nun voraneilt. Sire, in Oesterreich ist die Presse frei. Euer Majestät ꝛc.(Jerome) Napoleon. — Die„Presse“ macht über die gegenwärtigen Unterhandlungen zwischen Florenz und Paris folgende Angaben: Die italienische Regierung habe sich bereit erklärt, bestimmte Verpflichtungen und Bürgschaften für die Achtung der päpstlichen Souveränität in ihren gegenwärtigen Gränzen zu übernehmen, unter der Bedingung, daß Frankreich seinerseits sich für den gegenwärtigen Bestand des Königreichs Italien verbürge. Frankreich würde den Zeitpunkt und den Modus der Rückberufung seiner Truppen aus den römischen Staaten frei bestimmen können. Ein Zollvertrag zwischen Italien und dem heil. Stuhl, über welchen Frankreich mit den beiden Parteien unterhandle, wie einst bei der Regelung der päpstlichen Schuld, wäre die Gelegenheit zu dieser neuen Vereinbarung und würde das Mittel zur Verwirklichung derselben bieten. Belgien. Belgische Blätter glauben ver ⸗ sichern zu können, daß die dortige Regierung in Betreff der Schließung der Spielbank zu Spaa dem Beispiel Preußens folgen wird, nachdem sie bereits vor einigen Monaten die Initiative er⸗ griffen, indem sie jedenfalls für das Jahr 1872 die Bank für geschlossen erklärte. Griechenland. Nackrichten aus Athen vom 15. Febr. melden: Zu Kissamos auf Kreta fand ein Gefecht zwischen den Türken und In⸗ surgenten statt. Letztere machten einen nächtlichen * 2 2 Ueberfall, wobei viele Türken verwundet und getödtet wurden und Waffen und Munition den Griechen in die Hände fielen. Als jedoch den Türken ein Corps von 3000 Mann zu Hülfe kam, waren die Insurgenten gezwungen, sich zurückzuziehen. Ein Gesuch der eingebornen Türken die Regierung möge ihnen gestatten, die Insel zu verlassen, da dieselbe in Folge der In⸗ surrektion fortwährend leide und alle Geschäfte darniederlägen, wurde von Aali Pascha zurück⸗ gewiesen. Der griechische Dampfer„Union“ setzt seine Fahrten zwischen Kreta und Syra fort und die russischen Schiffe sind damit beschäftigt, Flücht⸗ linge von der Insel wegzubringen. Aus Amerika trifft die Nachricht ein, daß von dem Repräsentantenhaus der Antrag auf Erhebung der Anklage gegen den Präsidenten Johnson— weil er gegen das ausdrückliche Votum des Senats den Kriegsminister Stanton wieder abzusetzen versucht hat— genehmigt worden ist. Tritt der Senat dem Beschlusse bei, was ziemlich zweifellos ist, so wird die nächste Folge die Suspension des in Anklagezustand versetzten Präsidenten vom Amte sein, in welches alsdann verfassungsmäßig bis zur nächsten Präsidenten⸗ wahl der Prasident des Senates eintritt. Dieser ganz constitutionelle Vorgang, welcher für die Entwickelung der amerikanischen Verhältnisse schon darum nichts Beunruhigendes hat, weil die Partei des Präsidenten Johnson moralisch und numerisch weit unter der republikanischen Partei steht, wird den unaufhörlichen Reibereien, welche zwischen dem Präsidenten und dem Congreß seit der Amts- fübrung Johnsons an der Tagesordnung waren, ein heilsames Ziel setzen. Friedberg. In Nro. 15. d. Bl. ist der schlechte Zustand des Weges durch die Schwalheimer Hohle zur Sprache gebracht und der sehr berechtigte Wunsch nach Verbesserung desselben ausgesprochen worden. Dem ent⸗ gegen wird in Nro. 20 gesagt, dieser Hohlweg sei nicht der Verbindungsweg mit der Landstraße, sondern ein für die Stadt Friedberg zum Abholen des Sauerwassers„ob⸗ servanzmäßiger Fußweg.“ Was nun für ein Unterschied zwischen einem Verbindungsweg und einem observanz⸗ mäßigen Fußweg ist, wird hierbei nicht angegeben; jeden⸗ falls erscheint diese Unterscheidung als eine sehr geschraubte, denn die Schwalheimer Hohle ist allerdings ein Verbin⸗ dungsweg und zwar der nächste von Schwalheim nach der Landstraße sowohl als nach Friedberg führende, aber, und das ist eben der Fehler, sie istkein ordnungsmäßig gebauter Weg. Daß sie dieß aber bis jetzt nicht ist, er⸗ scheint wohl zunächst als eine Folge der frühren Isolirung der vormals kurhessischen Enclave Nauheim und der darin gepflegten Sonderinteressen die es vorzegen, anstatt den nahen und natürlichen Weg des Verkehrs von Schwalheim durch die Hohle nach(dem ausländischen) Friedberg zu bauen, lieber eine doppelt so lange Strecke in der Richtung nach Nauheim baute, nur um innerhalb der Grenzen bes Vaterländchens zu bleiben. Hoffentlich wird, nachdem nun wieder verbunden, was nie hätte geschieden sein sollen, die Schwalheimer Hohle, welche nicht allein von den nach Friedberg gehenden Schwalheimern und den Friedberger Sauerwasserträgern sobservanzmäßig“ benutzt, sondern, trotz ihres mitunter schlechten Zustandes von all' den Tausenden, welche die hogenannte hohe Straße und weiterhin kommen und gehen, frequentirt wird, das werden, was sie schon längst sein sollte, ein ordnungsmäßig, und zwar von der Gemeinde Schwalheim allein gebauter Vicinalweg. Jedenfalls er⸗ scheint der in Nro. 20 gemachte Versuch nicht gerechtfertigt, blos um deßwillen, weil die Friedberger, bei Ausübung ihres„observanzmäßigen Rechtes, an dem Schwalheimer Brunnen Wasser zu holen,“ durch die Schwalheimer Hohle gehen, denselben die Kosten des Wegbaues in dieser Hohle, in der nicht einmal ihre Grenze berührenden Gemarkung Schwalheim, so mir nichts, dir nichte, zumuthen zu wollen 1— 2— Frankfurt. Herzog Adolf von Nassau, welcher wie bekannt dahier seinen Winteraufenthalt genommen, hatte vor einigen Tagen bei einem Spazierritte um die Anlagen das Mißgeschick, mit seinem Pferde so unglücklich zu stürzen, daß er bewußtlos in ein benachbartes Haus getragen werden mußte und erst nach einigen Stunden in sein Palais verbracht werden konnte. Eine zugezogene Verletzung soll nicht lebensgefährlich sein.* Mainz. In der Stromschifffahrt auf dem Rhein herrscht augenblicklich, besonders was die Fahrt von Hol— land, dem Niederrhein und von der Ruhr nach dem Ober⸗ rhein betrifft, große Lebhaftigkeit; so kamen gestern um die Mittagszeit vier Remorqueure nacheinander hier an und vorbei. Dieselben schlepplen eine kleine Flottille von beladenen Kohlenschiffen und mit Stückgütern beladenen Fahrzeuzen. Die stromabwärts gehenden Schiffe nehmen in der Regel als Rückfracht Borden und Steine mit. Auch der Fruchtverkehr im hiesigen Hafen ist immer noch ziemlich lebhaft. Der niedere Wasserstand bereitet bis jetzt der Schifffahrt keine erheblichen Hindernisse. Zu Bingen kommen Montag den 23. März auf dem Gemeindehause daselbst aus verschiedenen Domanial-, Communal- und Privatwaldungen zusammen 16,110 Center Eichen⸗Lohrinden der 186der Ernte und von vorzüglicher Qualität in einzelnen Abtheilungen zur öffent⸗ lichen Versteigerung an die Meistbietenden. Worms. In der nahe dem Dome gelegenen An- dreaskaserne, welche von Truppen bezogen werden sollte, entdeckte man eine versuchte Brandlegung. Die Dichte der Matrazen verhinderten die Wirkung der aus Petroleum, Zündhölzchen dc. bestehenden Zündstoffe. Hirschhorn. Montag den 16. März d. J., werden in dem Gasthause zum Erbach⸗Fürstenauer Hof hier 33150 Ctr. Eichenlohrinde, 100 Cir. Fichtenrinde aus den Großh. Hess. Oberförstereien und verschiedenen Privat waldungen öffentlich meistbietend versteigerk. 2 Nach dem eben veröffentlichten Ausweise des statistischen Buteaus für das abgelaufene Jahr ist die Be⸗ völkerung von London(gegenwärtig 1,437,619 männliche und 1,644,753 weibliche Einwohner) seit 1851 um 720,136 Seelen gewachsen, ohne daß eine Vergrößerung des Terri⸗ toriums stattigefunden hätte. Während 1851 durchschnittlich 30 Persenen auf einen Quadrat⸗Acre Flächenraum kommen, beträgt jetzt das Verhältniß 40 zu demselben Raume. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friebberg, Spec.⸗Agent Hamburg, den 22. Februar 1868. 3 Das Hamburg⸗New⸗ Yorker Post⸗Dampfschiff„Alle⸗ mannia“, Capitän Meier, am 11. Februar von New⸗Hork abgegangen, ist nach einer sehr schnellen Reise von 10 Tagen 3 Stunden am 22. d. M. 5 Uhr Morgens in Cowes angekonimen, und hat, nachdem es baselbst die Verein. Staaten-Post, sowie die für Southampton und Havre bestimmten Passagiere gelandet, um 8 Uhr die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe überbringt 75 Passagiere; 69 Briessäcke; 1150 Tons Ladung und 254011 Pfb. St. Contanten. Quartettsoirée des Hrn. Heermann und Genossen. Zu unserer großen Befriedigung gereicht es uns heute die Mittheilung machen zu können, daß das Zustande⸗ kommen der in Nr. 21 unseres Blattes angekündigten Quartettsoirse des Herrn Heermann und Genossen in einer für die hiesigen Verhältnisse glänzenden Weise gesichert scheint. Wir freuen uns dieser Erscheinung in hohem Grade. Denn erstens konnte sich der geläuterte Geschmack und die feine Bildung unseres Publiknms kaum ein ehrenderes Zeugniß ausstellen, als dieß durch die ungewöhnlich rege Theilnahme an dem bevorstehenden Kammermusik⸗ concert geschehen ist. Anderntheils dürfen wir nicht ver⸗ kennen, daß nur ein seltenes Zusammenwirken von günstigen Umständen die Realisirung einer wahrhaft künstlerischen Quartettsoirée in unserer Stadt möglich erscheinen läßt. Bei der Eigenthümlichkeit des klassischen Streichquartetts nämlich, daß seine außerordentliche musikalische Wirkungs⸗ fähigkeit, durch welche es für alle unsere größten Com⸗ ponisten zur Lieblingsform für den Ausdruck ihrer feinsten und erhabensten musikalischen Gedanken geworden ist, nur bei unendlich technisch vollendeter Ausführung und zugleich der gebildetsten Auffassung zu Tage treten kann, ist es kaum zu verwundern, daß die Zahl der dieser höchsten Kunstaufgabe vollständig gewachsenen Vereinigungen von Künstlern so äußerst selten ist. In der That haben kaum die großen europäischen Hauptstädte solche aufzuweisen. Es muß also gewiß ein Glück genannt werden, daß ein Streichquartett wie dasjenige, welches uns mit seinem Besuche erfreuen will, und welches alle diese seltenen Eigen⸗ schaften in so hohem Grade besitzt, daß es sich von einem nicht übermäßig bedeutenden Stationsorte aus bereits einen fast europäischen Ruf erringen konnte, sich entschlossen hat, unter den an hiesigem Orte möglichen, für ihre sonstige Anerkennung verhältnißmäßig sehr geringen Bedingungen ein Concert in unserer Stadt zu veranstalten. Wir werden dadurch diesen Künstlern, denen wir uns durch frühere Beziehungen schon jetzt vieljach verpflichtet halten müssen, neuen und außerordentlich großen Dank schuldig. Wir sind aber überzeugt, daß, wenn auch unsere materielle An⸗ erkennung nicht diejenigen Dimensionen haben kann, welche sie an größeren, bedeutenden Plätzen zu finden gewohnt sind, wir um so mehr leisten können und werden in der⸗ jenigen Form des Dankes, welche dem ächten Künstler immer die werthvollste ist, nämlich in einer warmen und verständnißvollen Hinnahme und Würdigung ihrer künst⸗ lerischen Vorträge. Schließlich wollen wir noch bemerken, daß das Programm eine wahre Blüthenlese der schönsten Quartettsätze bietet, zwischen welchen im Interesse erfrischender Abwechslung einige Nummern ausgezeichneter Solosätze eingeschaltet sind.— Ausführliches Programm in nächster Nummer. Holzversteigerung in der Oberförsterei Nidda. 441 Montag den 2. und Dienstag den 3. n. M., sollen in den Domanialwald⸗Distrieten MNarl, Seewiesenwäldchen und Friedrichs⸗ berg nachverzeichnete Holzsortimente verstelgert werden: Scheidholz 9 Stockholz Reisholz Holzart: F Buchen 24½ 320 38 640 Eichen— 72— 98 Aspen 2c. 110 86— 50⁰ 4 Stück Eichen Stämme von 6—11½“ Durchm., 20—25“ Fänge mit= 43 Cudbikfuß, 1 Stück Fichten Stämme von 11—16¼“ Durchm., 55—65“ Länge mit= 301 Cubtksuß, 1 Stück Aspen⸗Stamm von 14“ Durchm., 30 Länge mit= 46 Cubikfuß, 8 Stück Buchen Stangen zu Deichseln und dergleichen geeignet. Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen präcis 9 Uhr, auf der Ober⸗Laiser⸗Straße, in deren Nähe sämmtliches Holz sitzt, an dem Weller ⸗ bergsgrund. Die 4 Fichtenstämme kommen Dienstags zur Ver⸗ shelgerung, dieselben eignen sich thellweise zu Schnittholz. Nidda den 18. Februar 1868. Großherzog liche Oberförsterei Nidda Georgi. 3 zweispaͤnnige starke Wagen, 453 verschiedenes Pferdegeschirr, eine Strohbank, eine Qubntum Mist und eine Partie Dickwurz hat aus der Hand zuverkaufen Wolf Bendheim. Holz⸗Versteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 451 Mittwoch den 4. und Donnerstag den 5. März werden in dem Domanialwald⸗Distrikt Klee⸗ kopf nachstehende Holzsortimente versteigert: Scheidheiz Prügelholz Stockholz Relsholz Holzart: 8 1* en. Buchen⸗ 21 8 7 38 Eichen ·— 5— 12 Kiefern- 72 20 43 101 20 Eichenstämme von 6—9“ Ourchmesser, 20—50˙ Länge= 217 Cubikfuß, 210 Kiefernstämme von 7— 14“ Durchm., 10—707 Länge= 5659 Cubiksuß, 45 Lärchenstangen, Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen Morgens präcis 9½ Uhr auf der Chaussee von Lißberg nach Schwickartshausen am Holzschlag, und es kommt am 4. März das Bauholz, am 5. März das Brennholz zum Ausgebot. Ortenberg den 22. Februar 1868. Großherzogliche Oberförsterel Ortenberg Marr. Bekanntmachung. 456 Das am 24. d. M. dahler versteigerte Backhaus mit Backofen, Wohnhaus, Scheuer und Stallung ift nicht genehmigt worden und soll dasselbe nochmals Olenstag den 3. März l. J., Mittags 1 Ubr, auf hiefigem Nalhhaus meistbietend zum Verkauf ausge boten werden. Steigliebhaber werden hierzu eingeladen. Bingenheim den 25. Februar 1868. Oroßpberzogliche Bürgermelsterel Bingenheim da b m. g Hückständige Forderungen 447 an Zöglinge unserer Anstalt wollen um so ge⸗ wisser bis zum 15. März bei uns angemeldet werden, als sonst auf unsere Mitwirkung zur Serichtigung der⸗ selben nicht gerechnet werden kann. Irtedberg am 24. Februar 1868. Großherzogliche Seminardirekton Steinberger. Holz-Versteigerung. 454 Mittwoch den 4. März 1. J., Vormittags 9 Uhr, anfangend, soll im Butzbacher Stadtwald, Distrikt Schrenzer, nachverzeichnetes Holz meistbietend ver⸗ steigert werden, als: 35 Stecken Buchen⸗, Eichen und Kiefern⸗Scheitbolz 87 70 Eichen Prügelbolz, 57„ Eichen-, Birken, Aspen, und Kiefern⸗ a Prügelholz, 287„ Buchen⸗Stocdholz, 90„ Eichen-, Buken-, Acpen- und Kiefern⸗ Stockholz, 4550 Wellen desgleichen Reisholz. Die Zusammenkunft ist am Eingang des Lachenwegs. Butzbach am 25. Februar 1868. Großberzogliche Bürgermeisterel Buzbach Küche l. Frankfurter Pferdeloose 452 werden besorgt von Frtedberg. Jacob Stern, wohnhaft in der Usagasse Nr. 381. 8 Holz- Versteigerung. 455 Mittwoch den 11. März, soll in dem Ob born ⸗ boser Gemeindewald nachstebendes Holz versteigert werden: 18 Stecken Buchen- und Eichen ⸗Scheldbolz, 13 5„.„ Prügelbolz, 10 7**„5 Stockholz, 2100 Buchen und Eichen Reis bolzwellen, 5 Schichten Fichten⸗Reisbolz, 31 Eichen⸗Baustämme von 12—23“ Durchmesser,. 2133 Cubiksuß haltend. Obbornbhofen am 25. Februar 1868. Großberzogliche Bürgermeisterei Obbornhofen Le schhorn. Arbeits-Versteigerung. 449 Donnerstag den 27. Februar l. J., Nachmittags 3 Ubr, sollen in dem Gemeindehause zu Ostheim nach⸗ flehende Arbeiten unter den vor der Versteigerung be; kannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert und in Accord gegeben werden, nämlich: fl. kr. 1) Vagnerarbeit, veranschlagt zu E 2) Schreinerarbeit 35— 3) Schmiedarbeit 8 4) Weiß binderarbeit 12— Butzbach am 22. Februar 1868. Der Bezirks ⸗ D Buer Versteigerung von Arbeiten und Lieferungen. 448 Freitag den 28. Februar l. J., Nachmittags 3 Uhr, sollen in dem Gemeindehause zu Kirch- Göns nachfolgende Arbeiten und Lieferungen unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen versteigert und in Accord gegeben werden, nämlich: fl. kr. 1) Maurerarbeit, veranschlagt zu 63 30 3 Steinhauerarbeit 8 10 3) Pflaflerarbeit 78— 4) Zimmerarbeit 1 40 5) Schmtedardeit 1 20 6) Kanalarbeit 16 48 7) Chauffirarbeit 7 48 8) Steinbrecherarbeit zu Pflastersteinen 44 24 90 1„ Wauersteinen 60— 100 5„ Chaussirsteinen 49 36 11) Steinbeifuhr 100 12 12) Aufsetzen der Steine 20 36 13 Kalllieferung 28— 14) Sandlieferung 45— 15) Messen des Sandes 2 45 16) Steinklopferardeit 51— 17) Handarbeit 1 42 Butzbach am 22. Februar 1868. Der Bezirks Bauaufseber Bur k. Die billigsten M ö bel elegant und solid gearbeitet zu haben in dem 5 Möbellager der Gebrüder Blum, Rheinstraße. Darmstadt. Verpackung unter Garantie wird dbilligst berechnet. Mehrere kleine Logis 424 oder einzelne Stuben werden zu mietben gesucht. Näheres bei Peter Döll. *. 459. 5 155 55 5 neuesten Veränderungen rectiftcirte 0 Zeitungs-⸗Verzeichniß Annoncen Expedition von Haasenste in& Vogler in Frankfurt a. M., Hamburg, Berlin, Leipzig, Wien und Basel. Auflage. Diasselbe ist eine systematisch geordnete Zusammenstellung der Titel von mehr als 6000 politischen, wissenschaftlichen, belletristischen und technischen Journalen, Kalendern, Cours⸗ und Reise⸗ büchern ꝛc., soweit sie Annoncen veröffentlichen, unter Angabe des Ersche inens(wie oft per Woche— per Monat— oder per Jahr), der Insertionspreise, sowie der Auflagen, wenn solche genau oder annähernd zu ermitteln waren. Für ganz Deutschland, Oesterreich und die Schweiz ist jedem Lande, resp. jedet Provinz eine Karte beigedruckt, welche in ihren ohngefähren Umrissen die geographische Lage der im Verze ichniß als die Domicile von Zeitungen c. angeführten Orte veranschaulichen soll⸗ Das Verzeichniß wird ratis und franco versandi. Holz- Versteigerung. 458 Dienstag den 3. und Mittwoch den 4. März I. J., sollen in hiesigem Gemeindewald, Disirikt Birken ⸗ spitz, nachbezeichnete Holzsortimente öffentlich versteigert werden: 2 Stecken Birken⸗Scheidholz, 1 Nadel; 1. 45 21¾„ Birken ⸗Prügelholz, 37½¼„ Nadel„ 4„ Aspen 5 28„ Birken⸗Stockholz, 775„ Nadel⸗„ 4½„ Aspen ⸗* 725 Stück Buchenwellen, 14415„ Birken⸗-, Eichenwellen, 33875„ Nadel-, Aspenwellen, 17 Läste allerlei Holz, 90 Nadel⸗Stämme, 666 Crbikfuß enthaltend, 3 Kirschbaum Stämme, 26 Cubikfuß enthaltend, 1 Berken⸗Stamm, 9 Cubikfuß enthaltend, 2 Buchen⸗Stämme, 33 Cubikfuß enthaltend, 354 Nadel⸗Stangen, 952 5* Der Anfang beginnt jedesmal 9 Uhr Vormittags. Mit dem Brennholz wird die Bersteigerung beginnen. Gegen Bürgschaft wird das Holz bis zum 1. September l. J. ereditirt. Ober-Mörlen am 25. Februar 1868. Großherzogliche e Ober⸗Mörlen e de l. Strohhüte, 427 welche zum Waschen, Färben und Fagonniren be⸗ stimmt, bitte baldigst einzusenden. echt, Friedberg. Fritz H vormals Elise Bechstein. 9 Versteigerung. 446 Donnerstag den 27. d. Mts., Morgens 9 Uhr, werden in der Behausung des Gast⸗ wirths H. Preußer am Mainzerthore nach⸗ folgende im besten Zustande befindliche Mobilien, als: 4 Commoden, 4 Tische, 2 Nachttische, 1 Nähtisch, 1 Blumentisch, 2 Sophas, 1 Secretär, 2 große Spiegel, 2 Etageres, 1 Tabletten mit Gefächern, 3 Kleider⸗ schränke, 4 Bettstellen, 2 gesteppte Stroh⸗ säcke, 2 Brandkisten, 18 Portraits und sonstige Gegenstände öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert. Bekanntmachung. 434 Dienstag den 10. März d. J., Morgens gegen 10 Uhr, läßt Pachter K. Draudt in Büdesheim Na! stehendes öffentlich versteigern:; 5 Rinder, 5 breitenburger Race im Alter 12 Mutterrinder, von ½ und/ Jahr. 8 Mutterschwe ine. theils englisch und theils 4 Eber, 0 mit westphälisch durch⸗ 14 geschnitiene Spienger, kreuzter Race im Alter 14 Ferkel, von 4—5 Monaten, einige reine englische Schaasböcke(Sausten Race.) Büdesheim den 20. Februar 1868. K. Draudt. *** Ein-& zweilpaͤnnige Wagen, 443 leichte Sommerwägelchen, zwei Jagdwägelchen, ein⸗ und zweispännig auf Federn, ein neuer Milchwagen, stehen billig zu verkaufen in der landwirthschaftlichen Maschinen⸗& Geräthe. Werkstätte von K. Häuser in Fauerbach dei Friedbert. Ein braver junger Meusch, 457 welcher die Schönfärberei erlernen will, kann in die Lehre treten bel Friedberg. A. Metzendorf. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 25. Februar. Waizen 17 fl. 15 tr.; Korr 13 fl. 24 kr.; Gerste 10 fl.— kr.; Hafer 5 fl. 45 kr. Frankfurt, 24. Februar. Waizen 17 fl. 30 kr.; Kor! 15 fl.— kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 9 fl. 55 kr. Grünberg, 22. Februar. Waizen 17 fl. 28 kr.; Korn 14 fl. 16 kr.; Gerste 10 fl. 23 kr.; Hafer 6 fl. 15 kr.; Molter— fl.— kr.; Erbsen 11 fl. 53 kr.; Wicken 10 fl. 25 kr.; Saamen u. Lein 13 fl. 20 kr.; Kartoffeln 4 fl. 36 kr. Mainz, 21. Februar. Waizen 17 fl. 9 kr.; Korn 13 fl. 48 tr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 6 fl. 45 kl.; Kartoffeln 4 fl.— kr.; Reggenstroh per 100 Gebun 19 fl— kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpft. Mitgetheilt von N„* nest. 250 fl. b. R. 1539143 d. — Frankfurter Cours. 12170„ 1884 65 0. 5 1 18 5 Pr. I. 1858 135 Gl. 26. Februar 1868. Cours der Staatspapiere. b S 5 1 N 700% 5 Oesterr. 50% Met. 1859 1. Let. 677/ or. Hess. 4% Obligat. 90 f.„ 00 Pr. v. 1864 88½% 5 5% Nat.-Anl. 1854 56% 1 5 3½% Obligation. e 12 Schwed. Thlr. 10-L. 10. 8. * 5% steuerfreie Oblg. 51% Nassau 4½0% Obl. b. Rth. 94% G. 2 Bad. 35 fl. Leose. F 0. rauen 4% Obngat. b. Keb. 95 C. 1 5 5 de 86¼ P. 2 om. 40 Tr:.-I. b. E. 15 1 2 070 do. do. 89½ 8. 1 Kurhess. 4% Obl. b. R. 4 105 89¼ P. 9 8 Gr. Hess. 508. L. R. K. 1 5 Dey ern 5% Obligation. 101½&. Prankf. 3½0% Obligat. 82 FP. 1 e 357 70 1 4½% ½eͤjanr. b. Kth. 935% 6. ö 5 30% de 72 ½ G— Nass. 2⁵ fl. L. b. R. 5 7 4. 5 40% 0 de 80½ 6 Russland 50% Obl. i. L. à fl. 12 84 P. I. S.rd. 36 Er. E. b. B. Würtemb. 4½% Obl. b. Rtk. 94 P Finnland 4½% Pfdbr. i. R. 105 80½ P 2 J Pletolen. 9 49—51 7 4% do de—— Schweden 4½% O. i. R. à 10584 6 2 8 Doppelte„ 9 50—52 Baden 4¼%% Obliget. 94 f. 0 5 4½0% Prb. 1. R. 4 105—— 32 preuss. Friedrd'or„ 9 57½—58¼½ 8. 4% Obligat. 86 ½ 6. N.-Amer. 60% St. 1. E. 1882 751/ G. 2 Holl. f. 10 Stäcke„ 9 54—56 Voll einbezahlte Eisenbahn- Actien und Prioritäten. 5 0 5 9 3 4/½% Eayr. Ostbahn 120 ½ 6. sss 7% Liv. C. D.& P/. fr. 4 28 kr. 28 P. 2 J Engl. Sovereigns.„ 11 54—59 50% sächsische Pfandbr. b. R. 8 5% Tose. Centr.-Eisenb.-Pr. 41½ 6. 2 Ekuss. Imperiales„ 9 50—52 30% Oestert. St.-Eisenb.-Prior. 53½ 6. 5% Elisabethbahn-Prior.% 76½ 6. e old pr. Zoll. Fl.—— 8% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 92 G. 50% do. neueste Emiss.% 74½ d. chu. Silb. pr. Z. Pf. 7% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 43 ½ 6. 4½% Hess. Lud wizsd.-Prier. 94½ P. Preuss. Kassensch.„ 1 44% 48% I pollars in Gd„ 2 27½ 28 Wiener Wechsel- Cours 102½ Fur Au- und Verkauf aller Werthpapiere enpfiehlt sich bestens unter Zusicherung veuller Bedienung und ertheilt gerne jede gewüngelich Auskunft über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. 3. 1 S. Lindheimer in Friedberg gl 2 weise und