Tkbeinhessen, Starkenburg und Oberhessen als imtrennbares Ganze betrachte und keine Provinz 1868. Donnerstag den 26. März. nzeiger für Oberhessen. ü Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag une Samstag. Friedberger Intelligenzblatt. Einladung zum Abonnement. Auf den woͤchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinenden Anzeiger für Oberhessen kann man für die Monate April, Mai und J innerhalb des Großherzogthums für 33 fr. ab uni in hiesiger Stadt bei der unterzeichneten Expedition für 30 kr. und bei allen Postanstalten onniren. Der Anzeiger bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und wichtigsten Tagesbe und gewerbliche Mittheilungen, außerdem wöchentlich einmal in Bilderräthsel, Räthsel, Rechenaufgaben ic. gebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche geschäftliche Nachrichten, Markt- und Coursberichte, Verloosungen von Staats papieren und locale Notizen; dem beigegebenen Unterhaltungsblatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, W Bei der großen Verbreitung unseres Blattes werden amtli Annoncen und Empfehlungen aller Art stets von dem besten 8 kr. berechnet; bei größeren Aufträgen Zum geneigten Abonnement, sowie zur Friedberg. che Bekanntmachungen und Versteigerungs⸗Anzeigen ꝛc., sowie geschäftliche Erfolge begleitet sein.— Die einspaltige Petit-Zeile oder deren Raum wird mit oder ständigen Annoncen gewähren wir einen entsprechenden Rabatt Benutzung des„Anzeiger für Oberhessen“ zu Veroͤffentlichungen aller Art ladet ein Die Expedition. Betreffend: Die Zigeuner. Amtlicher Theil. Friedberg den 23. März 1868. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Das zudringliche Betteln der Zigeuner, die indessen in der Regel beschäftigen, nur zum Vorwande si ch mit Korbflechtereien und dergleichen mit Kaffeetassen und sonstigen Porzellanwaaren Handel treiben u. s. w., muß gründlich beseitigt, namentlich der weibliche Theil dieser herumziehenden Bevölkerung, der sogar mit Ungestüm Gaben fordert, a zur Anzeige und Bestrafung gebracht werden. uf das Sorgfältigste überwacht und in detretenden Fällen Wir weisen Sie daher an, auf die bezeichneten Müßiggaͤnger Ihr Augenmerk zu richten und Ihr Möglichstes zur Unterdrückung des Unfugs zu thun. Diejenigen, die nicht gehörig legitimirt oder bereits aus dem Kreise ausgewiesen sind, werden[Sie uns vorführen lassen, damit wir mach Befund deren Heimschu bung deziehungsweise Bestrafung wegen verbotener Rückkehr veranlassen können. Trapp. Hessen. Darmstadt, 24. März. Die geforderten Opfer doch unverh zweite Kammer beschäftigte sich in ihrer heutigen seien.(2) K. J. Hoffmann 0 Sitzung mit den Eisenbahnvorlagen. Vor Ein- schläge der Ludwige bahn, tritt in die Tagesordnung widmet der Präsident Versöhnung der verschiedene dem verstorbenen Herrn v. Hesse, welcher früher deren Odenwalds langjähriges Mitglied der zweiten Kammer war! ninige Worte der Anerkennung, die Mitglieder am 20. d. im Darmstädter Hof dahier stattfand und von Tabaksproducenten und Fabrikanten der Provinz Starkenburg besucht war, sprach der⸗ selbe die Ansicht aus, daß bei den vermehrten Budget- Anforderungen eine Einführung der Tabaks⸗ steuer auf die Dauer schwerlich zu verhindern Ihm erscheine die Besteuerung des ältnißmäßig groß pricht für die Vor⸗ welche eine glückliche n Interessen des vor⸗ unteren Mümlingthals In Betreff der oberhessischen Bahnen er— klärt sich der Redner für Staatsbau, der wesent⸗ erheben sich zum Zeichen der Theilnahme von lich billiger zu stehen kommen würde. Der Staat, Ihren Sitzen. Am Ministertisch ist Herr von welcher dasselbe wie eine Ges Dalwigk, der Finanzminister, Geheime ⸗ nath v. Bechtold, Ministerialrath Schleier macher. Zunächst wird die Debatte über den Bau der Offenbach⸗Hanauer Bahn eröffnet. Der Ausschuß befürwortet im Einverständniß mit der Regierung nöthigenfalls Abtretung des hessischen Antheils der Offenbach Frankfurter Bahn zum Kostenpreis, um Preußen die Concession zum Bau der Offenbach-Hanauer Bahn zu ertheilen. Nach urzer Debatte, in welcher K. J. Hoffmann as Interesse Offenbachs bei der Bahnhoffrage itwahrt wissen und den Bau der Brücke bei Steinheim so eingerichtet haben will, daß ditselbe auch für den sonstigen Verkehr eingerichtet werde, vird der Ausschußantrag einstimmig angenommen. Sterauf tritt die Kammer in die Berathung der Borlagen über die Vereinbarungen mit der Lud⸗ vigsbahn und den mit Erlanger abgeschlossenen ertrag wegen Bau der oberhessischen Bahnen tin. Im Eingang der Verhandlung gibt der Ministerpräsident die katigorische Erklärung ab, aß die Regierung den Bau der Bahnen in ingünstiger als die andere behandelt werden dürfe. Der Berichterstatter Zentgraf eröffnet der Hammer verschiedene auf den Bau der oberhessischen Hahnen abzielende Anerbieten, welche jedoch keine sste und gewisse Grundlage hätten. Was die tberhessischen Bahnen betrifft, so hegt Zentgraf die Anschauung, daß die von dem Staat hierfür . Tabaks beim Produzenten vortheilhafter als eine Besteuerung fabrizirten Tabaks. duktionesteuer sprach Oekonomierath Dr. Krämer und wies auf die Tabaksproduktion in Nord- deutschland hin, welche in den letzten drei Jahren um 24,000 Centner abgenommen habe, eben weil Produktionssteuer treffe am härtesten den kleinen Besitzer. Fabrikant Wenck wies noch nach, daß die von Preußen beabsichtigte Steuer von 12 Thlrn. per Morgen eine viel zu hohe sei und den Ruin der deulschen Tabakskultur einigte man sich dahin, daß die einzige richtige Steuer diejenige sei, welche sich an das Rohpro⸗ duct anschließe, weil für eine Fabrikationssteuer die Controle fast unmöglich, auch der Schmuggel Die gleichmäßige Be- steuerung des Morgens mit 12 Thlr. verwarf man und nahm dafür den Satz von 1 Thlr. pro Ferner verwarf man den verschie⸗ denen Zollsatz für Tabaksstengel und Kobtabak als zu unbedeutend und schloß sich den im badischen Entwurf enthaltenen Wünschen, auf Unglücksfälle Rücksicht zu nehmen, sowie Flächen unter drei [J-Ruthen steuerfrei zu lassen, an. Die getroffenen Vereinbarungen werden der Regierung übermacht werden, welche dieselben, noch ehe die Berathungen im Zollbundesrathe stattfinden, ihrem Bevollmäch— tigten in Berlin zur Rücksichtnahme mittheilen wird. — Wie die„Dstr. Ztg.“ mittheilt, ind nach einer neueren Verfügung des Gr. Kriegsministeriums die beschränkenden Bestimmungen der Ersatz-In⸗ strultion über die Zahl der bei den einzelnen ellschaft leisten könne, solle die Sache nicht aus der Hand geben. dem Selbstbau falle der ganze Gewinn dem Staat anheim, während nach dem Erlanger'schen Vertrag ihm nur eine Quote zufallen würde. Insbesondere stimmt Redner gegen die Bestimmung des Vertrags, wonach die Zinsen für Prioritäten von der mit 994,000 fl. garantirten Bruttoeinnahme in Abzug kommen sollen, also der Staat auch noch für sie die Garantie übernehmen soll. daß die Staatsgarantie dann erlöschen soll, wenn der jährliche Ertrag der Meile 50,000 fl. betrage. Der Finanzminister erklärt sich entschieden gegen Staatsbau der oberhessischen Bahnen, der unserem Lande wesentlich höher zu stehen kommen Der Staat könne, wenn er es in seinem Interesse finde, die Bahn ja durch Aktienrückkauf Was die anderen Offerten be- treffe, so seien sie nur gemacht, um den Bahnbau Die Gesellschaft biete genügende Sicherheit dafür, daß der Bahnbau unch aus- geführt werde, und er glaube nicht, daß in der entstehen würden. eines Krieges würde eine Privatgesellschaft fort- bauen können, was beim Staatsbau nicht der (Schluß folgt.) — Gelegentlich des Geburtstags des Königs von Preußen ist Prinz Heinrich von Hessen in der preußischen Armee zum Obersten avancirt. — In einer durch Ober ⸗Steuerrath Fa- bricius im Auftrage der Regierung veranlaßten Besprechung hessischer Tabaks Interessenten, welche Gegen die Pro- dort besteuert Auch wünscht er, herausgefordert später erwerben. Centner an. zu hintertreiben. That Prioritäten 3 3 Truppentheilen einzustellenden, einjährigen Frei⸗ willigen bis auf Weiteres sistirt worden. Friedberg. Ueber den Ausfall der Zollparlamentswahlen in Starkenburg und Rhein- dessen, welchen während mehrerer Wochen un⸗ gemein erregte und erbitterte Erörterungen und Kämpfe zwischen den verschiedenen Parteien vor⸗ ausgingen, liegen bis jetzt aus folgenden Wahl- brzirken bestimmte Resultate vor. Es wurden nämlich gewählt in den Wahlkreisen Darmstadt⸗Großgerau: Obersteuerrath Fabricius in Darmstadt; Offenbach Dieburg: Fabrikant August Kugler in Offenbach; Mainz: Ludwig Bamberger in Mainz; Worms Heppenheim: Regierungsrath Pfanne- becker in Worms; Bingen⸗Alzey: Hofgerichtsadvokat August Metz in Darmstadt; Odenwald: Kommerzienrath Fink in Darmstadt. S. Gießen. Die in dem„Frankfurter Journal“ vom 24. März gebrachte Nachricht, daß Dr. Weissenbach behufs seiner Habilitirung in der theologischen Fakultät disputirt habe, müssen wir dahin berichtigen, daß Disputant nicht Weissenbach sondern Weiffenbach hieß; außerdem fügen wir hinzu, daß die von demselben aufgestellte These, die Todesstrafe sei vom Stand- punkt der christlichen Moral aus zu verwerfen, zwar heftig bekämpft aber nicht widerlegt wurde; denn den Vorwurf, daß die Todesstrafe alle Aus- sicht auf Besserung des Verbrechers und einen Lebenswandel desselben nach den Gesetzen der christlichen Moral vollständig abschneide, vermochte keiner der Opponenten zu beseitigen. Preußen. Berlin. Am 23. März, Mittags 1 Uhr, fand die Eröffnung der dies- jährigen Session des Reichstages des Norddeut⸗ schen Bundes im Weißen Saale des königlichen Schlosses statt. Außer einer größeren Zahl von Mitgliedern des Reichstages hatten sich die Generalität und die Wirklichen Geheimen Räthe versammelt. Links neben dem Throne hatten das preußische Staatsministerium und die Mitglieder des Bundesrathes Ausstellung genommen. Der König verlas die folgende Eröffnungsrede: „Geehrte Herren vom Reichslage des Norddeutschen Bundes. Zum dritten Male begrüße Ich Sie im Namen der verbündeten Regierungen, um in Gemeinschaft mit Ibnen den Ausbau der Verfassung des Norddeutschen Bundes fortzusetzen. In Jyrer letzten Session haben Sie durch Herstellung organischer Einrichiungen die Grundlagen geschafsen, auf welchen nunmehr die Gesetzgebung des Bundes diesen weiteren Ausbau seiner inneren Einrichtungen zu bewirken hat. Die Gesetzentwürfe, welche zu diesem Zwecke Ihier verfassungsmäßigen Beschlußnahme unter⸗ breitet werden sollen, sind dem Bundesrathe vorgelegt, und zum Theil schon von demselben berathen worden. Das in ihrer letzten Session begründete Institut der Freizügigkeit soll durch eine, auf dem Grundsatze der Gewerbefreiheit beruhende Gewerbe Ordnung weiter ent⸗ wickelt und durch Aufhebung der poliz ilichen Beschränkungen der Eheschließung von einem seine Verwirklichung hem⸗ menden Hemmniß befreit werden. Ein Gesetz über die Quarnicrleistunz im Frieden ist dazu bestimmt, die Militär⸗ Gesetzgebung des Bundes nach innen, für die Inieressen der Bevölkerung besonders wichtigen Seite zum Abschluß zu bringen. Die Regelung des Maaß⸗ und Gewichie⸗ wesens, welche in der vorigen Session dringenderen Auf⸗ gaben weichen mußte, wird in Gegenwärtigem zu Ihrer Berathung gelangen. Die Verhälinisse der Bundes beamten bedürfen der gesetzlichen Regelung und werden den Gegen. stand von Vorlagen bilden. Ein Gesetzentwurf über das Schuldenwesen des Bundes wird Ihnen wiederum vor⸗ gelegt werben. Ich vertraue, daß die Bereitwilligkeit, mit welcher die verbündeten Regierungen in diesem Entwurfe den von Ihnen bei der früheren Verathung gefaßten Be⸗ schlüssen entgegengekommen sind, ven ihrer Seile ein gleiches Entgegenkommen finden werde. Ueber die Lage der vormals schleewig⸗ holsteinichen Offiziere, w. lche in der letzten Session Ihr: Theil zahme in Auspruch nahmen und über die Unterstützung hülfsvedürftiger Familien der Ersatz⸗Reserve werden Ihnen Vorlagen zugehen. Die Beuecuerung des Branntweins in den Hohenzollerschen Landen und in bem zum Bunde gehörenden Theile Hessens bedarf der Regelung und mit dieser Regelung sieht ein Vertrag in Verbindung, durch welchen der freie Verkehr mit Branntwein und Bier zwischen dem Bunde und dem übrigen Theile Hessens hergestellt werden soll. Der Haue⸗ haltungs Eilat des Bundes für 1869 wird Ihnen vorgelegt werden. Die Schwierigkeiten, welche seiner Aufstellung in den e sten Monaten des Jahres entgegen ehen, haben tem Wunsche weichen müssen, Sie zu einer Z it zu berufen, zu welcher Sie sich Jyrer gewohnten Berufsihäligkeit mit den geringsten Opfern entziehen können. Die Regelung des iniernanonalen Postverkehrs auf Grundlage der in Ibrer letzten Session beschlosseuen Gesetze, ist welt vor der Kirche unterstellt und der Ortspfarrer ein geschritten. Postverträge mit den Süd deutschen Staaten, mit Oesterreich, mit Luxemburg, mit Norwegen und mit den vereinigten Staaten von Amerika sind abgeschlossen und werden Ihnen vorgelegt werden, mit andern Staaten sind dem Abschlusse nahe und werden, wie Ich hoffe, noch zu Ihrer Berathung gelangen. Ein mit den vereinigten Staalen von Amerika abgeschlossener Verteag ist dazu bestimmt, die Staatsangehörigkeit der gegensenigen Ein⸗ wanderer zu regeln und damit aus den Beziehungen zweier durch Verkebrs-Interessen und Familienbande eng verbundenen Nationen den Keim von Zwistigkeiten zu entfernen. Im Einverständnisse mit meinen Verbündeten habe Ich behufs Unterhandlung dieser Verträge und um die völkerrechtliche Stellung des norddeutschen Bundes zur Geltung zu bringen, die in der Verfassung vorgesehene Vertreiung des Bundes im Auslande hergessellt, und ist dieser Schritt zu meiner lebhaften Genugthuung allseitig in dem Geiste aufgefaßt und erwidert worden, aus welchem er hervorgegangen war. Er bat die freundschaftlichen Be⸗ ziehungen gefördert und befestigt, welche zwischen dem Norddeutschen Bunde und den auswärtigen Mächten be— stehen, und deren Pflege und Erhaltung der Gegenstand meiner unausgesetzten Sorgfalt bleiben wird. Ich darf der Ueberzeugung Nusdruck geben, daß der Segen des Friedens auf den Anstrengungen ruhen werde, welche Sie der Förderung der nationalen Interessen widmen wollen, zu deren Pflege und Schutz das gesammte deuische Valer⸗ land sich verbündet hat.“ — 24. März. Reichstagssitzung. Die Aus- zählung der anwesenden Mitglieder ergibt 145, somit 4 weniger, als zur Beschlußsfähigkeit erfor- derlich. Die Präsidentenwahl wird daher aus- gesetzt. Simson theilt die eingegangenen Vor lagen mit. Die nächste Sitzung ist noch unbe— stimmt. Denkschrift der Königsberger Kaufmannschaft sagt: „Was den Nothstand in unserer Provinz betrifft, so stehen wir erst am Anfange, bei Weitem noch nicht auf der Höhe der Krise. Monate werden noch verstreichen, ehe wir nur das Allerschlimmste überstanden haben. Privatwohlthätigkeit wie staatliche Fürsorge werden nicht bloß noch geraume Zeit in der bisherigen Ausdehnung andauern, sondern bedeutend gesteigert werden müssen, wenn die Krise im Großen und Ganzen glücklich ver⸗ laufen soll. Mannigfache Entbehrungen und zahlreiche einzelne Opfer werden trotzdem zu be⸗ klagen sein. Wenn die Privatwohlthätigkeit in Linderung der vorübergehenden Leiden nicht er— mattet, wenn der Staat sich gegen die tiefer liegenden, dauernden Ursachen des Leidens nicht verschließt, durchgreifende, nachhaltige Hülfe ge⸗ währt, so wird die Krise nicht nur im Ganzen günstig verlaufen, sondern es wird ven ihr eine neue, gesunde und Provinz datiren.“ Kassel. eine Theilnahme des Redakteurs Trabert an der Hervorbringung oder Verbreitung der Auf— fortdauernde Haft in weitern Nachforschungen betreffs der Todtengräberbroschüre bestehen. Andere Nachrichten aus Kassel berichten, daß dem Ver⸗ nehmen nach als Urheber der bekannten Flug- schrift zwei Cabinetsbeamte des Kurfürsten ermittelt worden seien. Bayern. München. In der Sitzung des Abgeordnetenbauses vom 21. März verlas der Cultusminister die Antwort der Regierung auf die Interpellation Streit's, betreffend die Agitation gegen das Schulgesetz. Danach hält die Staatsregierung an dem Schulgesetze fest und soll gegen jede ungesetzliche Agitation gegen das Schulgesetz auf gesetzlichem Wege eingeschritten werden. Die sehr umfassende, in entschiedenem Tone gehaltene Antwort des Ministeriums wurde von der Kammer mit Befriedigung aufgenommen. Baden. Karlsruhe. Der Erzbischof von Freiburg hat unterm 18. d. M. sich durch die Seitens des Ministeriums erfolgte Publikation des Gesetzes über den Elementarunterricht ver⸗ anlaßt geseben, feierliche und öffentliche Verwahrung gegen erwähntes Gesetz, welches die Kirche von der Mitleitung der Schule ausschließe, und gegen die davurch geschehene Verletzung der kirchlichen Rechte an der Erziehung und Heranbildung der katholischen Jugend einzulegen. Das Großher⸗ zogliche Ministerium hat auf diesen Protest des Erzbischoss gegen das Schulgesetz geantwortet, daß der Religionsunterricht allerdings durchaus — Eine in diesen Tagen erschienene zweite kräftige Entwicklung unserer Sie war stets in Gefahr, in den Umarmungen Nach der„ Hess. Volkztg.“ hat sich ruhrsflugschrift nicht herausgestellt, und soll seine gesetzliches Mitglied der Localschulbehörde sei. Im Uebrigen könne dem Protest gegen ein auf verfassungsmäßigem Wege erlassenes Gesetz eine rechtliche Wirkung nicht beigelegt werden. Oesterreich. Wien. Aus Anlaß des Votums des Herrenhauses in der Ehegesetzfrage haben am 21. Abends große, aber friedliche Demonstrationen Seitens der Bewohner Wiens staltgefunden. Aus freien Stücken war die Stadt illuminirt, ungeheure Volksmassen durchwogten die Straßen und brachten vor den Wohnungen ein⸗ zelner Minister denselben enthusiastische„Hochs“ auch dem Monument des Kaisers Joseph wurde eine Ovation dargebracht. Volksmassen, welche in den Straßen wogten, herrschte überall die vollkommenste Ruhe und die Demonstration verlief ehne irgend einen Unfall. — 23. März, Nachm. In der heutigen Sitzung des Herrenhauses fehlten Graf Thun und die Bischöfe. Der Cardinal Rauscher und Genossen hatten nämlich in einer Zuschrist an den Präsidenten erklärt, daß sie in Folge des Votums des Herrenhauses in der Samstagssitzung nicht im Stande seien, an den Verhandlungen des Herrenhauses ferner Theil zu nehmen. Hierauf folgte die Specialdebatte und die debattenlose Annahme des Ehegesetzes in zweiter und dritter Lesung mit einer von der Regierung acceptirten rein siylistischen Abänderung mit Allen gegen 17 Stimmen. — Die„Neue Freie Presse“ gibt uns ein Bild von der gewaltigen Bewegung und begeister⸗ ten Stimmung der Bevöllerung Wiens, welche das Votum des Herrenhauses in Bezug auf An⸗ nahme des Ehegesttzes und Verwerfung des Can⸗ cordats hervorgerufen. Sie sagt: Es ist ein Sicg, den wir erfochten, der Sieg einer großen Sache. Der entsetzliche Rückfall, den Oesterreich vor dreizehn Jahren erlitten, da es aus der Ent⸗ wicklung der modernen Staaten zurückstürzte in die papistische Politik, welche die Welt nach tausendjährigem Kampfe überwunden zu haben meinte, dieser Rückfall ist nun gesühnt. Das Oesterreich, das sein Kaiser Joseph von Rom mit starker Hand muthig befreit hatte, heute hat es sich selber gefunden. Diese eben überwundene Debatte hat es uns gelehrt, welch schweres Ge⸗ brechen selbst unserer an Freisinnigkeit reichen Verfassung anhaftete, so lange sie verurtheilt wer⸗ den konnte, dem Concordate Reverenz zu bezeigen. mit dem Concordate erwürgt zu werden, und deßhalb mußte dee Kampf wider das Concordat ausgekämpft werden, bevor der Glaube an die Verfassung Wurzel fassen konnte. Erst mit der Befreiun vom Concordat haben wir der Ber⸗ fassung das Siegel der Wahrheit aufgedrückt, und wer politische Fragen in ihrer Tiefe beurtheilt, wird den heutigen Tag als den Tag der Mün⸗ digkeit unserer Verfassung begrüßen. Die Bevsl⸗ terung hat das herausgefühlt. Man brauche nur die geängstigte Erregung der letzten Tage zu beobachten, um zu erkennen, daß alle Schichten von der Bedeutung des Kampfts im Herrenhause erfüllt waren. Man fühlte bis in jene Kreise hinunter, wo die politische Bildung nur einen mäßigen Grad erreicht, daß mit der Concordate⸗ frage die Verfassung überhaupt auf den Spiele stand. Wer Zeuge der Sceuen war, die sich beute nach Schluß der Herrenhaussitzung in der Nähe des Versammlungsortes zugetragen, wer es mit angesehen, wie Tausende jubelnd die Sieges⸗ funde begrüßten und den Männern, die als Streiter für die Unabhängigkeit von Rom eingetreten, ihre Huldigung darbrachten, der wird auch erkannt haben, daß die Bevölkerung das Verständniß für das hat, was sich heute in jenem historischen Landhause zu Wien zugetragen hat. Rußland. Briefe aus den nördlichen Provinzen entwerfen ein düsteres Gemälde von dem dort herrschenden Nothstande, dem aus Mangel an Verkehrsmitteln kaum rechtzeitige Hülfe verschafft werden kann. Die Noth ist um so größer und allgemeiner, weil das russische ehedem leibeigene Volk noch nicht an die Freiheit gewöhnt, Trotz der ungeheuren 0 Fri trinnern, Ugkeit 00 Vom 15 Eistallur Fteicoud Fre Haupl⸗ Jahtest don 46 beziffert finden ö öffenil! nehmen berndig — 680 8 werke Johlun 1 Oesterreich aut dt Enl⸗ enn 1 Del nag m h hahe tihrt. Da 7 Nen 1 deut hal detryrrben 25 05 g en reiche unit ver l egen rng perttt, u % Coxterdel bt u 1 70 100. nicht auf solche Nothstände vorbereitet war und ür solche Noth Fürsorge zu treffen nicht gewohnt st, der Adelige aber sich um die entlassenen Leib— genen nicht mehr bekümmert. Amerika. Ein Telegramm vom 23. d. meldet aus Washington, daß an diesem Tage dor dem Senatsgerichtshof die Verhandlung der Anklage wider den Präsidenten Johnson stattfand. Der Vertheidiger bestritt die Richtigkeit aller Anklagepunkte und bat sich eine Frist von 30 Tagen zur Vorbereitung auf den Prozeß aus, was jedoch mit 41 gegen 12 Stimmen abgelehnt ward. Friedberg. Es wird zweckmäßig sein, daran zu rinnern, daß mit dem Ablaufe dieses Monats die Gül⸗ igkeit der früheren einzelnen Landesposimarken erlischt. Jom 1. April d. J. kann weder ein Umtalsch noch eine Frstattung der dann werthlos gewordenenen Marken und reicouverts erfolgen. Fraykfurt. Nach dem an die Mitglieder des hiesigen baupt⸗Vereins der Gustav⸗Adolph-Stistung vertheilten zahtesbericht, hatte derselbe eine Einnahme von Geschenken on 4679 fl. 36 kr. Das Capital⸗Vermögen des Vereins Aziffert sich auf 17.153 fl. Unter den Einnahmen be⸗ inden sich zwei Legate, das eine von Fräulein Geyer von 2000 fl., das andere von Fräulein M. M. Schweitzer. Die verwendbare Einnahme betrug 5191 fl. 42 kr., worunter die Beiträge von 1013 f. von Mitgliedern. Von hieraus wurden 32 Gemeinden unterstützt. Von dem mit dem Vereine verbundenen Frauenvereine wurden für Schulzwecke 13 Gemeinden unterstützt, die hierfür aufgewandte Summe betrug 1448 fl. 20 kr. Der Gesammtverein hatte eine Jahreseinnahme von 177,226 Thlrn., welche er für 800 Gemeinden aufbrachte. Derselbe zählt jetzt 48 Haupt- vereine, 1117 Zweig-, 247 Frauen- und 9 selbsiständige auswärtige Vereine. e Welcher Art die in Rußland herrschende Bestech— lichkeit ist, geht aus folgender, in mehreren Zeitungen enthaltenen Notiz bervor: Dieser alte Krebsschaden Ruß⸗ lands wuchert hier(7) stärker, als vielleicht in irgend einer anderen Gegend des Nachbarreiches. Man hat sich bereits so daran gewöhnt, daß es Niemand einfällt, sich darüber zu wundern oder seine Verachtung auszusprechen. Der Pole hat ein Sprüchwort:„Wenn man sich daran gewöhnt, ist's zuletzt auch in der Hölle erträglich.“ Das Wort ist iu dieser Hinsicht vollständig zur Wahrheit geworden. Werden doch die Kinder in den Schulen daran gewöhnt. Der Primus jeder Classe, welcher über seine Kameraden die Aussicht zu führen hat, verlangt und erhält einen Tribut, in den untersten Classen Kupfer⸗, in den oberen Silbermünzen— und die Lehrer machen jedes Jahr bei der stat, findenden Versetzung glänzende Geschäste. Manchem Schüler kommt solch eine Versetzung auf 15, 20 ja 50 Rubel zu siehen, je nachdem er wenige ober viele selnet Herren Lehrer zufrieden zu stellen hat. Ein deutlscher Beamter, der in Rußland Dienste nahm, erzählte uns Folgendes: Mein Sohn war für die 2. Classe des dor⸗ ligen Gymnasiums reif; da aber das Gesetz gilt, daß er nur versetzt werden kann, wenn er russisch spricht, sollte er 4 Classen tlefer gesetzt werden. Der Direktor schlug mir aber sofort einen geeigneten Lehrer für die russische Sprache vor und meinte, wenn ich bereit set, gleich 100 Rubel zu zahlen, würde der ausgezeichnete Mann in wenigen Wochen meinem Sohne die nöthigen Kenntmisse beigebracht baben. Ich that's. Schon nach wenigen Tagen versetzte der Herr Direktor meinen Sohn aus der 6 nach ber 5., dann nach ber 4. Classe und nach wenigen Wochen war er Schüler der Sccunda. Mögen alle unsere deutschen Mitbürger, welche in das Nachbarland in der Hoffnung einwandern wollen, um bort ihr„Glück“ zu finden, diese Zustände recht bedenken. Landwirthe, die zur Linderung der großen, durch Mangel an Saatfrüchten auch für die Zukunft sehr bedroh⸗ lichen Noth in Ostpreußen etwas beitragen wollen, werden gebeten, namentlich Saatkartoffeln und Getreide an die dortigen Hilfscomite's zu schicken. Frucht⸗Versteigerungen. 14 Ote 1867er Fruchtvorräthe des Großherzoglichen Reatamts Nidda kommen: 1) von dem Speicher zu Bingenbe im bei Gastwirtb 2) von dem Speicher zu Nidda auf dem nachstebenden Terminen jedesmal um 10 Ur Vormittags zur öffentlichen Versseigerung: Winter daselbst, Gemeindehause daselbst, 2 5 Versteigert werden — Vom Tag der Versteigerung steig 8 Speicher zu 18 6 8. Waizens Korn Oerste Hafer 2 Witr. Mitr. Witr. WMitr. 1 Bingenheim Mittwoch den 1. April, 2³ 196 199 41 2 Nidda Donnerstag„ 2.„— 70 38 64 5 Bingenheim Dieustag„ 5. Nai, 23 196 199 41 1 Nit da Donnerstag„ 7.„— 79 38 64 Reichelsheim i. d. W. im Februar 1868. Großberzogliches Rentamt Nidda Welcker. Holz 3 Mittwoch den 1., Donnerstag den 1 Stück Buchen⸗Stämme Nußzbolz. Scheitholz. Prügelbolz. Stockholz. Reiserholz. Holzart: Stecken. Eichen 1— 68 38¼ 218 Buchen⸗ 6 4 108½ 42 195 Gemischt 5 re 27 57. 56 7. 200 entlich verkauft werden. Die Stammpolzversteigerung wird Mitwoch den 1. wümen, so daß die Brennzolzversteigerung Donnerfiag den bandigt wird. bungen den 22. März 1868. „Versteigerung. 2. und Freitag den 3. April z. J., sede mal Morgens 10 Uhr anfangend, Alen in dem Fürstlichen Walrdistriet„Thiergarten! bei Purgen: 478 = 80 Cok'ß. und 9 Stück gemischte Stämme S 200 Cbksß., sodann: Stück Eichen⸗Stämme= 11407 Cbkfg., und Donnerslag den 2. Vormlttage in Anspruch 2. Mittags beginnt und Frettag den 3. April Fürstliches Rentamt De mme. * Braunkohlenverkauf. 8 Für die gegen Credit zu beziehenden Braunkoblen vile mit dem 1. April d. Jchlungsfrist bis Ende September 1808. Der 15 5 der Koblenklötze ist wie seither 12 ke. Die Fubrteute wollen die Gegenscheilne, t jedem Kohlenbezuge mitbringen, damit die I genscheins er forderlich. Dorbeimer Bergwerk den 20. März 1868. beginnt auf dem Großberzoglichen Oorbeimer Berg⸗ J. eine neue Creditpertodt für den Centner= 14 Stück Klötze. welche ihnen bei Abcabe des Bürgscheins eingehändigt werden, einzelnen Bezüge in dem Gegenschein notirt werden önnen. e Zablung der Creditsumme an Großherzogliche Bergkasse zu Friedderg ist gleichfalls die Vorzeigung des laufend bis Ende Juni und verbunden mit einer Großberzoglichee Bergamt Dorbhelm Storch. Lohrinden⸗Ver 0 Naͤchsten Montag den 30. März d. J., Nachmittags 2 Uhr, wird auf dem Rathhause 1 Höchst a. M. gleichzeitig mit der allgemeinen Lohrinden⸗Versteigerung far den südlichen launus auch das diesjährige Lohrinden⸗Erzeugniß, und zwar: a. 200 Etr. Lobrinde von 10jährigem Aus schlag im Distrikt Goldgrube des gemeinschaft⸗ lichen Hohe⸗Marktwaldes der Gemeinden, Niederursel, v. 150 Eir. Lohriode von 20jährigem Ausschlag aus dem Rebstockwalde und Weißfrauenklosters zu Frankfurt a. M., ni versteigert werden. Niederrad bei Frankfurt a. M. den 24. März 1868. steigerung. Bonames, Dortelweil, Nieder-Erlenbach und des St. Katharinen⸗ Schott v. Schottenstein, Forstmeister. ine Partie Mist 7 14 8 Emrich Hanstein. Pesach Waaren, 700 Wein, Essig c., empfiehlt Holz ⸗Versteigerung. 662 Montag den 30. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Freiherrlich von Rotbschild'schen Walde„Alten⸗ berg“ effentlich meistdietend versteigert werden: 5200 Stück Birken-Prügel⸗ und Reisholz⸗Wellen, 5800 Eichen⸗ gemischte Reisholz⸗Wellen, 98938„ lange Wellen(Faschinea). Letztere elanen fich zu Bohnengerten, sowie auch zum Zumachen der Gäiten. Okarden am 18. März 1868. Der Freiberrliche Reviersörster Hilgenreiner. Edictalladung. 687 Eigenthums- und sonflige Ansprüche an die unten nach Flur und Nummer verzeichneten Immobilten find sogewiß binnen vier Wochen dabler vorzubringen und zu begründen, als sonsten die betreffenden Uiku aden be⸗ fiätigt und in das Nutations⸗Berzeichniß eingetragen werden. Gemarkung Wölfersbeim: 1) Kaspar Müller von Wölfersbeim: I. 33, I. 60. I 537. I. 1048. I. 1286. II. 69. III. 105. IV. 252. IV. 289. IV. 543. V. 362. v. 505. V. 912. V. 942: VI. 75. VI. 419. VI. 488. VII. 43. VII. 27. VM. 306. VIII. 93. X. 232. X. 522. XI. 88. XII. 512. XII. 512. und XIII. 268. 2) Gerhard pfeffer zu Wölfersbeim: IX. 179. X. 564. und XII. 584. Hungen den 9. März 1868. Groß berzogliches J Hungen Dr 1 Holzversteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 682 Montag den 6. und Dienstag den 7. April, werden in den Domanialwalo. Districten Sparnwald, Dainkobl, Neuwiesenkopf und Langenbirken, nachstehend Holzsortimente versleigert: Scheidholz, Prügelbolz, Stockbolz, Reisholz. Sa Holzart:. Brchen⸗ 163 837 223%¾ 848 Eichen 71 ½ 68 33 121 As pen⸗— 392 65 Eichenstämme von 6-36“ Durchmesser, 10—457 Lange= 3788 Cubikfuß, 6½ Stecken Eichen⸗Werkscheidbolz, 113 Eichen stangen, 98 Buchen Stangen zu Deichseln, Laagwleden ꝛc. tauglich Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen auf der von Bobenbausen nach Wallerndausen führenden Ebaussese an dem Finkenlöcher Feld im Holyschlag, präcis 9½ Ur. Am ersten Tage kommt das Brenn⸗ bolz, sowie das Stangenholz im Sparnwald zum Aus⸗ gebot, am zweiten Tage wird dle Versleigerung daselbstt jortgesetzt und das in den übrigen Difirleten lagernde schwere Eichen Bauholz, Werkscheidbolz und Brennbolz nebst den Aspen ⸗Zumachreisern in den Langenbirken versteigert. Zahlung sfrist bis 1. October d. 3. Ortenberg den 18 März 1868. Großherzogliche Oberförsterel Ortenberg Narr. Pferde Versteigerung. 698 Montag den 30. dieses Monats, Vormlttags 11 Ubr, wird in der Neitercaserne zu Zutzbach ein zum Reiterdienst untaugliches Reitpferd melstdletend öͤffent⸗ lich verstelgert.. But dach am 25. Marz 1868. Das Commando der Leldschwadron zu Bußbach A. Stabl's Wülwe. Jreiherr van der poop. 2 De ————— Bekanntmachung. 701 Von dem 1. April dieses Jahres an tritt in Eppels beim, Kreis Worms, eine Post- Expedition II. Klasse in Wirksamkeit. Die Post⸗Anstalt zu Eppelsheim erhält die Porto taxe von Alzep. Dem Landbestell-⸗Bezirk von Eppelsheim werden rie bisber zu dem Bezirke der Post⸗Expedition zu We fl⸗ bofen gehörigen Orte Dintes beim, Flomborn und Ober⸗Flörsheim nebst Gemarkangen zugetheilt. Darmstadt den 21. März 1868. Der Ober- Poft⸗ Director Vahl. Prokla m. 0 In Folge der Insolvenz⸗Anzeige des vorhtulgen Domänenpachters Tdeodor Balst zu Balersröderhof (dei Marködel), zur Zett daselbst wohnhaft, werden saͤmmtliche Gläubiger desselben aufgefordert, ihre Forde rungen im Termin den 24. April d. J., Vormittags 11 Ubr, dahier anzumelden und dem Güteversuche behufs Ab. wendung des förmlichen Concurses beizuwohnen und sollen die ausbleibenden chirographarischen Gläubiger als dem Beschlusse der Mehrzahl der Erschienenen beigetreten angesehen werden. Windecken am 23. März 1868. f Königliches Amtsgericht Schwarzenberg. vdt. Kahler. Holz ⸗ e 703 Montag den 30. und Dienstag den 31. d. Mts., jedesmal Morgens 9 Uhr anfsangend, soll im Butzbacher Sadtwald, Distriet Schrenzer, nach⸗ verzeichnetes Holz meistbtetend versteigert werden, als: 118 Stämme Eichen⸗ Bau-, Werk⸗ und Nutzholz, 2962 Cubiksuß enthaltend, 66 Stämme Kiefern desgleichen, 969 Cubikfuß enthaltend, 153 Stück Eichen⸗ und Buchen Stangenholz, 72 Cubekjuß entbaltend, und 7 Stämme Birken⸗Werkholz, 56 Ebkfß. enthaltend, owie: 7% Stecken Eichen⸗ und Kiefern⸗Scheidholz, 63„ Buchen⸗, Eichen⸗, Kiefern⸗ und Aspen Prügelholz, 183¼ Stecken Buchen⸗Stockbolz, 100„ Eichen⸗, Kiefern⸗ und Aspen⸗Stock⸗ holz, und 2450 Wellen Eichen, Kiesern⸗ und Aspen⸗Reisholz. Die Zusammenkunft ist am Eingang des Lachenwegs, wobel bemerkt wird, daß am ersten Tage das Stamm⸗ und Stangenholz und am zweiten Tag das Brenuholz zur Versteigerung kommt. Butzbach am 23. März 1868. Großherzogliche Bürgermeisteret Butzbach L ü ch e l 8 Bekanntmachung. 705 Die am 23. d. Mis. in den Zreiherrlich von Zranckenstein'schen Walddistricten„Krenztannen“ ꝛc. ab⸗ gehaltene Holzversteigerung ist genehmigt worden. Der ersie Fahrtag ist auf VDonnerstag den 26. d. Mis. an⸗ beraumt. Die Käufer des Holzes im District„Löwenwald⸗ werden davon in Kenntniß gesetzt, daß der Termin zur Holzabfuhr aus diesem Distriete bis zum 25. April verlängert worden ist. 1Ockstadt am 24. März 1868. Wilbrand, Freiherrlich von Franckenstein'scher Oberförster. Holzversteigerung im Domanialwald der Oberförsterei Hoch⸗Weisel. 708 Montag den 6. April l. J., Vormittags ½10 Uhr beginnend, kemmen im Disntet„Vorderer und Mittler Köppel“, zur öffentlichen Versteigerung: 3 Stecken Buchen⸗Prügelholz, 10„ Buchen⸗ und Nadelfockholz, 16250 Wellen Buchen⸗DDurchforstungs⸗Keisholz, 60„ Eichen, Aspen⸗ und Nadelholz, Reis holz, 64 Stück Fichten Stamm⸗ und Stangenbolz. Zahlungsfrist bis 1. October I. J. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr in Bodenrod. Münster am 24. März 1868. Großherzogliche Obersörsterel Hoch⸗Weisel Sommer. 9920 Centner Eichenlohrinde 578 der 18681 Ernte aus den auf dem Taunus und in der Wetterau gelegenen Staats-, Gemeinde⸗ und Privatwaldungen des Großh. Hess. Forstamts Friedberg In unserem Verlage erschien soeben: Die Grundlagen des wahren religiösen Friedens. Protestautische Randglossen zu der Schrift des Herrn Bischofs von Mainz: „Die wahren Grundlagen Friedberg. des religiösen Friedens.“ von Dr. K. Köhler. Preis: 9 kr. Bindernagel& Schimpff. Bestellungen für uns nehmen an: 5 1 8 Ackerbauschule eingeladen werden. Friedberg den 24. März 1868. zu Friedberg. 707 Nächsten Samstag den 28. d. M., von Morgens 10 Uhr an, findet in hiesigem Rath⸗ haussaale die jährliche öffentliche Prufung der Ackerbuuschüler statt, selben, die Herren Landwirthe und alle Freunde der Landwirthschaft hiermit ganz wozu die Eltern der⸗ ergebenst Dr. Henkelmann. Indischer Magenliqueur anerkanntes Préservatif für Magen- und Unterleibsbeschwerden besonders für Choleraanfälle won Goldschmidt& Pfähler in Frankfurt a. M. bei Wilhelm Fertsch. Holz ⸗Versteigerung. 697 Die am 16. d. M. abgehaltene Holzversteigerung in dem Maibacher Gemeindewald hat die Genehmigung nicht erhalten und soll nun weiter Mittwoch den 1. April d. J. vorgenommen werden. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden um gefällige Bekanntmachung ersucht. Maibach den 21. März 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Maibach Philippi. Kleesamen 520 empfiehlt Nauheim. J. Schimpf. 2* 0 Zwei Eselinnen, 704 zum Fahren und Neiten brauchbar, find aus freier Hand zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Mobiliar- Versteigerung. 697 Mittwoch den 1. April d. J., läßt Unterzeichneter sein sämmtliches noch fast neues Mobiliar, als: Betten, Schränke, Tische, Sopha's, Sessel, Spiegel, Stühle und Bilder, Küchengeräthschaften, Küchenheerd ze., ia seinet Wohnung gegen gleich baare Zahlung versteigern. Friedberg den 23. März 1868. 5 Theodor Münch, Firma Trapp& Münch. Gesuch. 702 Elin junger Kaufmann, 28 Jahre alt, aus acht⸗ barer Familte, von ansehnlichem Acußern, welcher seinem Geschäft vorstehen kann, wünscht sich eine Lebens⸗ gefährtin mit einem anständigen Vermögen, sowie ent⸗ speechenden guten Eigenschaften, vom Land oder Stadt, zur Seite. Strengste Verschwiegenhelt wird zuge sichert. Näheres zu erfragen bet der Expedition dieses Blattes. Friedberg im März 1868. 711 Der Finder eines goldnen Armbandes im Hötel Trapp vorigen Sonntag's wird gebeten dasselbe bei der Exped. d. Bl. gegen eine gute Belohnung abzugeben 713 peute Morgen vor 5 Uhr starb nach langem Leiden sollen 5 5 Dounerstag den 2. April d. J., Vormittags 10 Uhr beginnend, zu Friedberg i. d. W. im Trapp'schen Gasthofe össentlich meistbletend versteigert werden. Die Enirindungskoften des meist 18 bis 20 jährigen Stockausschlags übernehmen die Waldeigenthumer. Karoline Fritz, geb, Mathäsius, wovon wir Verwandte und Freunde hierdurch ergebenst benachrichtigen. Die Beerdigung findet Freitag den 27. d. M., Nachmittags um 2 Uhr statt. Friedberg den 25. März 1868. Die trauernden Hinterbliebenen. Nähere Auskunft erthellen die einschlägigen Forftbeamten. Kleesamen 712 in allen Gattungen bei Ph. Dan. Kümmich. Cheater in Friedberg. Im Saale des Hotel„zu den drei Schwertern.“ Freitag den 27. März 1868. Mit aufgehobenem Abonnement. Die Afrikanerin. Schauspiel in 5 Acten, nach der Meperbeer'schen Oper gleichen Namens bearbeitet von Ferd. Gumbert. Preise der Plätze: Erster Platz 30 kr. Zweiter Platz 18 kr. Dritter Platz 9 kr. Abonnements⸗Billets das Dutzend erster Platz 4 fl., zweiter Platz 3 fl. Tages ⸗Billets nur für die heutige Vorstellung gültig, sind in meiner Wohnung bei Herrn Zeugschmled Ftllmar und in der Cigarrenhandlung des Perrn J. C. Dagem ann sowtie bei Herrn C. Fr. Walz zu nachstehenden Prelsen zu haben: Erster Platz 24 kr. Zweiter Platz 15 kr. Kassa⸗Eröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Spieltage: Sonntag, Montag, Mittwoch, Freitag. Da die Meperbeer'sche Oper„die Afrikanerin“ die ganze ecivilifirte Welt in Aufregung gebracht hat und ein Jeder begierig ist, dies Wunderwerk kennen zu lernen, so in es von Ferd. Gumbert als Schauspiel bearbeitet worden um es auf diese Weise den Provinzial⸗Bühnen zu⸗ gänglich zu machen. Es bietet nicht allein ein getreues Bild der Oper, sondern verständigt über die Handlung noch genauer, was in der Oper, wegen der Kürze des Textbuches, niemals der Fall sein kann. Da mein Aufentbalt dabter nur noch kurze Zeit ist, findet nur einmalige Aufführung obigen Stückes statt, wozu ich ergebenst einlade. C. Pötter, Theater ⸗ Director. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 25. März. Waizen 17 fl. 10 kr.; Kor! 13 fl. 40 kr.; Gerste 9 fl. 55 kr. 3 Hafer 6 fl.— kr. Frankfurt, 23. März. Waizen 17 fl. 30 kr.; Korn 14 fl. 30 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 10 fl. 15 kr. Grünberg, 21. März. Waizen 17 fl. 5 kr.; Korn 13 fl. 40 kr.; Gerste 10 fl. 20 kr.; Hafer 6 fl. 16 kr.; Molter— fl.— kr.; Erbsen 12 fl. 2 kr.; Wicken 10 fl. 15 kr. Saamen u. Lein 15 fl. 10 kr.; Kartoffeln 4 fl. 21 kr. Mainz, 20. März. Waizen 17 fl. 10 kr.; Korn 13 fl. 52 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 6 fl. 36 kr.; 1 50 fl. 16 kr.; Roggenstroh per 100 Gebund l— kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag ven Bindernagel& Schimpf. ple Einber Nolddeuist Ar 73. 2 Ernennung Belrtsst Da 0 glichsell der in de dieserhalb Arbeiten, Maße z. Betreffer an die 6 Wessel,! mit den 1806 im herrn J Dette