bfrosg gz lule 1 ch: bd ich, tttdeig 0 1868. Samstag den 25. Januar. MI. eiger für Oberhessen. daubält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. 1———— Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — 2——— 8 ä—— 1 Bestellungen auf den„Anzeiger für Oberhessen“ werden noch fortwährend von allen Poststellen und der Verlagsexpedition für das erste Halbjahr angenommen Betreffend: Amtlicher Theil. Die Wiederbesetzung der erledigten Stelle eines Kreisassessors bel dem Kreisamte Friedberg Bekanntmachung. Friedberg den 24. Januar 1867. Durch Allerhoͤchstes Decret vom 10. J. Mis. ist der Großh. Regierungs-Accessist Kritzler dahier zum Kreisassessor bei dem Großh. Heis amt Friedderg ernannt worden, was hiermit zur Kenntnit der Kreisangehörigen gebracht wird. 1 ketreffend: Ole pertodische Ernennung der Mitglieder der Kreis-Schulcommissionen, hier fü Be bie Ende 1872. die Jahre 1868 ren Großherzogliches Kreisamt Friedberg „ Friedberg den 23. Januar 1868. ug. Durch Entschließung Großb. Ministeriums des Innern vom 8. d. M., zu Nr. 225, sind für die nächsten 5 Jahre, also für die Zeit Z u r e 1) Der evangelische Pfarter und Dekan Blumhof zu Melbach und 2) Der katholische Pfarrer Keller zu Ockstadt— „m 1. Januar 1868 bis Ende 1872, folgende Personen zu Mitgliedern der Kreis-Schulcommission ernannt worden: Z u in ii 1) Der Schullehrer Seminar⸗Director Steinberger zu Friedberg und 2) Der evangel. Pfarrer Engelbach zu Butzbach, das hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Der Vorsstzende Großh. Kreie⸗Schulcommission Friedberg X Hessen. Darmstadt. Das Großberzog⸗ 10 Finanzen lide Regierungsblatt Nr. 3 enthält(Schluß): III. Verordnung, das Vicariat bei evangelischen Geist— liden betreffend. Nach der Allerhöchsten Verordnung vom 4. September 1820, das Vicariat bei in Ruhestand ver— sisten evangelischen Geistlichen betreffend, ist jeder Pfarr— en ts⸗Candidat verbunden, der an ihn ergehenden Auffor⸗ ung zur Uebernahme eines Pfarrvicariats Folge zu Büen. Weigert sich ein Pfarramts⸗Candidat, dieser Auf— derung zu enisprechen, so verliert er die Ansprüche, wicht et aus früherer Prüfung auf Anstellung machen Inte, und steht dem jüngeren, gleich würdigen Candidaten nuch, welcher der Aufforderung Folge leistet. Da die fahrung gezeigt hat, daß der in der gedachten Verord— ig angedrohte Nachtheil die Pfarramts⸗Candidaten nicht cbrält, Verbindlichkeiten einzugehen, welche ihnen die iiglichkeit benehmen, der an sie ergehenden Aufforderung z Uebernahme eines Pfarrvicariats Folge zu leisten, d da hierdurch die Kirchenbehörden wiederholt in die De gekommen sind, zu dringend erforderlicher Aushülfe me Candidalen als Pfarrvicare oder Pfartverwalter ver— weiden zu können, so haben Seine Königliche Hoheit der Ooßherzog zu bestimmen geruht, daß wenn ein Pfarr⸗ 16 Candidat der an ihn ergebenden Aufforderung zur trnahme eines Pfarrvicariats oder einer Pfarrverwal— ung nicht elsbald Folge leisset, weil er ohne Erlaubniß be Großherzoglichen Ober⸗Consistoriums anderweite Ver— chtungen übernommen hat, diese Nichtbefolgung der an ergebenden Aufforderung als ein Verzicht auf Ver— midung im Dienste der evangelischen Kirche des Groß— teogthums angesehen und der Candidat in der Candi— dien⸗Liste gestrichen werden soll. IV. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Am 5 Juli 1867 badete Theodor Friedrich Wilbelm Schreeb, eihn drs Ortebürgers Wilhelm Schreeb II. zu Nieder— Mielheim, im Kreise Bingen, in Gesellschaft mehrerer aneren jungen Leute in dem in dasiger Gemarkung be— laenen Rheinarm der sog. Sand Au gegenüber. Hierbei gteih derselbe, als er nach dem jenseitigen User zu twimmen versuchte, in die Mitte des Rheinarms, der bst ungefähr 112 Fuß Breite und 8 Fuß Tiese hat, un Folge eines Krampfansalls in Gefahr zu ertrinken. den Hülferuf der Kameraben Schreebs sprang Paul Cristian Saalwächter von Nieber-Ingelheim enischlossen h das Wasser, schwamm auf Schreeb zu, der ermattet un dem Ertrinken nah bereits einige Mal untergesunken un wieder aufgetaucht war, ersaßte denselben und brachte in mit großer Anstrengung glücklich lebend in die Nähe diz Ufers, wo Beide von Georg Weber von Frei-Wein⸗— en und Karl Esch von Nieder Ingelheim in einem lagen aufgenommen und in Sicherheit gebracht wurden. Lene Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Paul Axistian Saalwächter für diese muthvolle, mit eigener c nsgesahr verbundene That das allgemeine Ehrenzeichen ieder Inschrist:„Für Reilung von Menschenleben“ kun gnäbigst zu verleihen geruht. V. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums cer die Organisation der Oberförstereieu Christinen hof und Düdelsheim, Forsto Nidda, betreffend. VI. Bekanntmachung, den Anschluß des Herzogthums Lauenburg an den Zollverein betressend VII. Bekannmachung Großherzoglicher Oberrechnungs— kammer, die Vergütung für die in 1868 in Geld zu be richtigenden Besoldungs- und Pensions-Naturalien betr. Aus den in 1867 vorgekommenen Fruchtverkäufen, welche nach der Verordnung vom 10. Dez. 1857 der vorgenannten Vergütung zur Grundlage dienen, ergeben sich als Durch— schnittepreise eines Malters ven 9388¼ Malter Waizen 15 fl. 14 kr., 4340½½ Malter Korn 11 fl. 34 kr., 240½ Malter Gerste 8 fl. 35 kr., 1532½ Malter Hafer 5 fl. 27 kr., woraus sich der Werth von 100 fl. Naturalien auf 234 fl. 36 kr. berechnet. Hiernach kommen für 1868 binsichtlich derjenigen Besoldungen und Pensionen, auf welche die oben angezogene Verordnung Anwendung findet, die Beträge von 175 fl., 150 fl. und 115 fl. in Berechnung. Für die nach den früheren Grundsétzen zu behandelnden Pensionen sind für 100 fl. Naturalien 115 fl. zu vergüten; sodann beträgt der, nach der Verordnung vom 13. Oktober 1840 und dem Tarif vom 17. Oktober 1865, Regierungsblatt Nr. 49, zu leistende Zusatz für! Holz von 100 fl. Pension 1 fl. 30 kr. VIII. Dienstnachricht. Am 10. Dezbr. 1867 wurde dem Carl Thon aus Laugen das Patent als Geometer erster Klasse für den Kreis Offenbach ertheilt. IX. Gestorben: am 18. Dezbr. 1867 der Rechnung rath a. D. Seibert zu Groß Umstadt;— am 25. Dezbr. der emerirte katholische Pfarrer Duppius zu Mainz. — Nach dem„Fr. J.“ bringt der von dem Finanzministerium den Standen überreichte„Nach— trag zu dem Finanzgesetz für die laufende Finanz- periode“ die wenig erfreuliche Mittheilung, daß schon im abgelaufenen Jahr die Mittel der Haupt— staatekasse nicht ausreichten, um die Mehrbedürf— nisse des Militäraufwanves zu bestreiten, so daß von der Staatsschuldentilgungskesse 100,000 Gulden entliehen werden mußten. Das Mehr- bedürfniß für die laufende Unterhaltung des Militärs und der Militäranstalten beziffert sich auf Grund annähernder Berechnung für das laufende Jahr auf ungefähr 1,245,000 fl Außerdem ist als Beitrag des Großherzogthume für die zum norddeutschen Bunde gehörigen Lan- destheile zu den Bundesausgaben außer dem Militäretat in runder Summe 127,000 fl. vorzuschen. Sonach bedarf es einschließlich der entliehenen 100,000 fl. für das laufende Jahr, um die Bilanz herzustellen, noch 1,472,000 fl., oder abzüglich zu doffender Mehreinnahmen 1,070,000 fl. Diese zu decken ist für das zweite Semester d. J. eine Einkommensteuer in Vorschlag gebracht, welche auf 175,000 fl. veranschlagt ist. Die Personalsteuer soll aber ebenfalls, und zwar vom 1. April an, für 9 Monate durch einen Zuschlag von 2¼ kr. zu den bereits bestimmten direkten Steuern erhöht werden, wodurch eine Einnahme von rund 610,000 fl. erzielt wird. Das dann noch Fehlende soll aber nicht auf dem Wege der Besteuerung, sondern„auf anderem Wege“ aufgebracht werden, worüber sich die Re— gierung jedoch ihre weiteren Anträge vorbehält, da das Kriegsministerium, außer dem Mehrbe— dürfnisse für den laufenden Militäraufwand, zur Bestreitung verschiedener außerordentlicher Aus- gaben noch weitere Anforderungen stellen zu müssen in der Lage ist.* In Folge einer Interpellation des Abg. Heß in der zweiten Kammer wegen des Bau- projekts der oberhessischen Bahnen antwortete das Ministerium, daß annehmbare Offerten vorliegen und eine desfallsige Regierungsvorlage nahe bevor— stebend sei. In Aussicht genommen seien zwei Richtungen von Gießen aus; die eine über Grün— berg, Alsfeld und Lauterbach nach Fulda, die andere über Büdingen nach Gelnhausen.— Der Praͤsident verkündete hierauf, daß wegen Mangels an Stoff die Sitzungen vorläufig ausgesetzt wer— den müßten. Friedberg. Die Vorlage des Gesetz entwurfs wegen Einführung einer Einkommen- steuer ist nunmehr an die Stände erfolgt. Nach demselben sind dieser Steuer, mit Ausnahme der Mitglieder des Großherzoglichen Hanuses, alle Inländer beiderlei Geschlechts unterworsen, welche selbststaͤndig ein jaͤhrliches Einkommen von wenig— siens 800 fl. beziehen. Im Ausland belegenes Orundeigenthum ist steuerfrei; Inländer, die im Ausland wohnen, haben nur das aus dem Groß⸗ herzogthum bezogene Einkommen zu dersteuern. Ausländer, die im Großherzogthum wohnen und da— selbst eine mit Erwerb verbundene Beschästigung aus- üben, unterliegen der Einkommensteuer gleich den In— ländern, Auslaͤnder, die in Großberzogthum Grund- eigenthum besigen, oder daselbst gewerbliche oder Handels-Anlagen besitzen, oder Theilnehmer an solchen sind, sind zur Entrichtung der Steuer aus diesen Einnahmequellen verpflichtet, wenn dasselbe im Ganzen wenigstens 800 fl. beträgt. Gleich wie die direkte Steuer nach einem sog. Normal- Steuercapital fixirt wird, so sollen auch bei dieser Steuer die Pflichtigen je nach der Größe ibres Einkommens, und zwar in, 30 Claffen, eingereiht werden, bei welchen das geringste Einkommen mit 800 fl. und als höchstes 100000 fl als Basis dient. Das Steuerkapital jeder Classe besteht in 10 pt. von der unteren Gränze des betreffenden Classeneinkommens. Alles Einkommen. dessen Betrag nicht fixirt ist, soll nach seinem wahrscheinlichen Ertrag angeschlagen werden und hierbei der Durchschnitt der letzten drei Jahre maßgebend sein. Die Einschätzung ist den Pflich- tigen überlassen und soll nur im Falle wesent⸗ licher Beanstandung von Seiten der Localcommission eine eingehende Prüfung stattfinden. Die Com- wissionen besteben aus neun einkommensteuerpflich⸗ tigen Staatsbürgern, deren Vorsitz in der Regel dem Steuercommissär des Bezirks übertragen wird. Reklamationen gegen die Beschlüsse dieser Einschätzungscommisston können bei der zu bil- denden Landescommission geltend gemacht werden. Wer bei erhobener Reklamation auf ergangene besondere Aufforderung wissentlich einen Theil seines Einkommens verschwiegen oder zu gering angegeben hat, verfällt in eine Strafe zur Höhe des vierfachen Jahresbeitrags(für die stattgehabte oder beabsichtigte Verkürzung) und hat diese für das ganze Jahr sofort zu zahlen. Die Erhebung und der Ausschlag der Einkommensteuer findet in gleichem Verhältniß wie bei den direkten Steuern statt. Zur Erläuterung muß noch beigefügt werden, daß bei Allen, welche bereits direkte Steuern zahlen, das dann in Ansatz gebrachte Nominalsteuer- Capital bei Berechnung der Ein- kommensteuer in Abzug kömmt. * Friedberg. Die in der Streitfrage zwischen dem Prälaten Dr. Zimmermann, sowie dem Superintendenten Dr. Simon und Dr. Schmitt tinerseits und dem Bischof von Mainz andrerseits entstandene Correspondenz übergeben die ersteren Herren in der Darmst. Ztg. Nr. 23 der Oeffent⸗ lichkeit. So interessant diese Schriftstücke auch für viele unserer Leser sein möchten, so erlaubt uns doch der Raum unseres Blattes nicht, die— selben vollständig zum Abdrucke zu bringen und wollen wir deßhalb auf erwähnte Nummer der Darmst. Ztg. verweisen. Friedberg. Den Nachrichten über die im Hlane liegenden Kasernenbauten kann hinzu⸗ gefügt werden, daß bereits Mittheilungen dieser— halb an den Stadtvorstand ergangen und von ditsem die zur Erweiterung und besseren Situirung des Territoriums der Klosterkaserne gewünschtt Ueberlassung angrenzenden städtischen Straßen- eigenthums an den Militärsiscus und damit ver- bundene Verlegung angrenzender Straßen zu Lasten der Stadt beschlossen worden ist. S. Gießen. Bezüglich der Wiederbesetzung der durch den Abgang des Herrn Professor Gaß mit dem nächsten Semester erledigt werdenden Professur für Dogmatik, sollen mit Professor Keim in Zürich, einer in diesem Fach aner— kannten Autorität, Unterhandlungen angeknüpft werden.— Professor Gaß wird, wie man ver— nimmt, das von seinem Vorgänger in Heidelberg, Professor Rothe, begonnene treffliche Werk über christliche Ethik, durch einen dritten Band zum Abschluß bringen.— Der nach Wien berufene Professor der Jurisprudenz Dr. Ihering wird seine Wirksamkeit an unserer Universität noch bis zum nächsten Herbst fortsetzen. Die von verschie- denen Blättern gebrachte Nachricht, daß Professor Neuner aus Kiel als Iherings Nachfolger in Aussicht genommen sei, hat bis jetzt noch keine Berechtigung. S. Gießen. Merkwürdigerweise geht hier das Gerücht, daß nach Beschaffung der erforder. lichen Kaserrenräume unsere Stadt das dritte Infanterieregiment als Garnison erhalten wird, weil die Vereinigung beider Jägerbataillone in Darmstadt als wünschenswerth erscheine. Als weiterer Grund wird die Kurzsichtigkeit vieler Freiwilliger angegeben, die bei den Jägerbataillonen besonders lästig sei.— Die Anweldung von ein— jährigen Freiwilligen ist noch fortwährend in lebhaftestem Gange und zwar dergestalt, daß ee der Militärbehörde angemessen erscheint, wegen der Schwierigkeiten des fortwährenden Nach— exerzirens, der Annahme von Freiwilligen vor dem 1. April nunmehr entgegenzuwirken. Preußen. Berlin. Die Berichte aus Ostpreußen melden noch fortwährend ein weiteres Umsichgreifen des Nothstandes; die Privatwohl— thätigkeit, so reichlich sie auch spendet, kann das herrschende Elend unmöglich beseitigen. — Dem Vernehmen nach wird die Commission des Herrenhauses in Betreff des Deklarations- antrags beantragen, die Redefreiheit der Ab— geordneten mit der Modifikation anzunebmen, daß über Anstoß erregende Aeußerungen von Landtags- mitgliedern ein aus Mitgliedern beider Häuser gebil— detes parlamentarisches Ehrengericht urtheilen solle. — In Abgeordnetenkreisen circulirt das Ge— rücht von einer aus Ostpreußen eingetroffenen Nachricht, wonach Tausende von hungernden und elenden Menschen aus den benachbarten russischen Oränzdistrikten, wo es nichts mehr zu essen gibt, üder die preußische Gränze geflüchtet stien, um hier das schon vorhandene Elend zu vermehren. Bayern. München. Ein offtziöser Artikel der„Süddeutschen Presse“ mahnt, sich an den Zollparlamentswahlen lebhaft zu betheiligen. Die bayerische Regierung wolle nicht den Eintritt in den Nordbund, noch eine Erweiterung der Parlaments- Competenz, welche vertragsmäßig begründet, auch nur vertragsmäßig geändert werden könne. — Der Gewerbsausschuß der Abgeordneten⸗ kammer beharrt auf der Nichtceontessionirung det Buchhandels und empfiehlt als Folge eintretender Bestrafung eine dreijährige Entziehung des be. treffenden Gewerbes. — Nach dem„Fr. J.“ wäre die im ver⸗ flossenen Jahre unter großen Erwartungen und mit vielen Kosten gegründete„Süddeutsche Presse“ schon ihrem Ende nahe. Der Kostenaufwand, den eine Zeitung von diesem Umfange ver— langt und die darauf verwandten Mittel und erzielten Einnahmen standen in keinem Verhältniß zu einander, und die Deckung des sich ergebenden Deficits wird so wenig der Staat als die Ca- binetseasse übernehmen wollen. Württemberg. Stuttgart. Abgeord⸗ netenkammer. lungen der Landwehr wurden, trotz des Wider⸗ spruchs der Regierung, verworfen. Das von Seiten der demokratischen Partei bekämpfte In⸗ stitut der einjährigen Freiwilligen wurde mit 78 gegen 4 Slimmen im Prinzip angenommen. Es herrscht in regierungsfreundlichen Kreisen die Be⸗ fürchtung, daß das Kriegsdienstgesetz in verstüm⸗ melter Gestalt auch regierungsseitig für unannehmbar erklärt, sowie, daß außerdem die demokratische Partei bei der Schlußabstimmung sich dagegen aussprechen werde. Die Erbitterung unter den Parteien ist groß. Baden. Karlsruhe. Abgeordnetenkammer. Die Debatten über das Contingentsgesetz sind beendigt. Moll's Antrag auf Annahme eines Gesetzes von ¼ pCt. wurde mit allen gegen acht Stimmen abgelehnt, dagegen hat die Kammer Kirsner's Antrag auf Milderung der dreijéhrigen Präsenz durch thunlichste Beurlaubungen, womit die Regierung sich einverstanden erklärt, einstimmig angenommen, und ebenso auch Kusel's Antrag, daß Gesetz nur bis zum 31. Tezember 1869 (statt nach Commissionsantrag bis 31. Dezember 1870) als gültig zu erklären; im Uebrigen wurde aber das ganze Gesetz nach den Anträgen der Commission bei der Endabstimmung mit allen gegen 8 Stimmen angenommen. Oesterreich. Wien. Das Reichsbudget stellt als Gesammtziffer des Erfordernisses fest: 86,358,893 fl. Hiervon sind abzurechnen: 6,482,191 für Zollerträgnisse. Der Rest von 79,876, 702 fl. muß im Betrage von 55,913,691 U. von der cisleithanischen und mit 23,963,019 von der transleithanischen Reichshälfte bedeckt werden. — Die Verordnung wegen der Beeidigung der Staatsbeamten auf die Verfassung hat die kaiserliche Sanktion erhalten und wird die Re⸗ gierung dem Keichsrath ein Gesetz wegen eventueller direkter Abgeordnetenwahlen vorlegen. — Die„Wiener Ztg.“ enthält ein kaiserliches Handschreiben an den Minister Giskra, worin derselbe beauftragt wird, den Triester Stadtbe⸗ hörden, sowie den Bewobnern Triest's und der Bevölkerung von Wien für die bewiesene tiest Kunst und Kunstindustrie. II. Wir haben vor einigen Wochen in diesen Blättern als Bedingung für eint nationale Entwickelung der Kunst die aufgestellt, daß der Schön⸗ heitssinn in unserm Volke wieder geweckt werden müsse. Als vorzüglichstes Mittel dazu sahen wir die Kunstindustrie an, als deren Aufgabe wir demgemäß zunächst die bezeichneten, die Meisterwerke der Kunst, in denen sich die Ideale vergangener Zeiten verkörpern, in den weitesten Kreisen populär zu machen. Wir sprachen damals namentlich von Werken der Plastik und der Malerei und müsse deswegen zunächst unsere Behauptung erweitern; die bildende Kunst beschränkt sich ja nicht auf Plastik und Malerei; der Schönheitssinn früherer Generationen suchte alles, was den Menschen umgab, die gewöhnlichen Bedürfnisse des Lebens mit schönen Formen zu versehn; die Kunstindustrie soll demgemäß auch in dieser Be⸗ ziehung die von der Vergangenheit als mustergültig anerkannten Formen von Möbeln und Gefäßen aller Art nachbilden; dasselbe gilt ferner von der Baukunst. Man wirr uns vielleicht sagen, das wäre Reaction, denn antike Sculptur, antike Gefäße, mittelalterliche Architektur ꝛc. seien für uns nicht mehr zu brauchen; das Schönheitsideal der Alten sei nicht mehr das unsrige, mithin auch die Verlörperung desselhen nicht nach unserm Sinn. Dann, sagen wir, muß man auf Grund derselben neue Formen herzustellen suchen, denn nachdem die Welt— und Kunstgeschichte ihren Lauf begonnen, hat nie ein Volk von vorn angefangen(wie es die Großzechen möchten), sondern stets im engen Anschluß an die voran- gegangene Periode seine Entwicklung vollzogen. Aber wie soll nun dies geschchen 7 Soll jeder Industrielle auf eigne Faust Versuche machen, die Kunst zu erneuern? Diese Fragen führen uns nun sofort. auf die zweite Conditio sine qua non der zukünftigen Kunst. Auch sie können wir aus der Vergangenheit abnehmen. Jede Stufe der Kunstentwickelung stand nämlich im engsten Zusammenhang mit den kulturhistorischen Zu- staͤnden einer Zeit. Man darf nicht etwa sagen, die Kunst sei von herrschenden Ideen beeinflußt gewesen, sie war vielmehr stets gleichberechtigt neden den politischen, kirchlichen und sonstigen Zuständen einer Zeit, sie war ebenso wie diese ein Ausfluß des Bedürfnisses einer ver ⸗ änderten Weltanschauung. Die Kunst kann also auch jetzt nur dann eine neue Periode beginnen, wenn wir uns überhaupt in einer neuen Periode der Kulturentwicklung befinden, und zwar muß diese so beschaffen sein, daß sie Ideale liefert, welche künstlerischer Gestaltung fähig sind. Liefert die Gegenwart solche? Die Aufgabe der Ittztzeit ist es, das auszubauen und zu vollenden, was im Zeitalter der Reformation begonnen wurde; darum müssen sich uns die Ideale jener Zeit in noch reinerem Lichte zeigen, indem die modernen Bestrebungen dahin gerichtet sind, dieselben alles falschen Anhängsels zu entkleiden, das für jene Zeit charakteristisch, vielleicht nothwendig war, das aber für uns seine Bedeu⸗ tung verloren hat. Daß diese Ideale aber künstlerischer Gestaltung fähig sind, das hat sich glänzend bewährt, denn gerade im Anfang des 16. Jahrhunderts hat die deutsche Kunst in Dürer und Holbein ihre größten Die beantragten Controlversamm. n Tyran gleitende berührt! linge ber. zaden, gesect Schüler, und ver! Complot Worte n habt. 1 weiteres vahrschti stand in in der Hungers Elend ir welche i Franken haben sc gilanst und erz It dauern Reulr tand Monat gebe uthre ——— Nachricht; aus glaub — Triumph die dame nicht ma aus den sein und dornehm, dolls he le das Run alt dusdben, 200 rrliche , Den Sieden nn gt ind innige Theilnahme anläßlich der Bestattung Naximilians den wärmsten Dank des Kalsers dus zudrücken. Eine kaiserliche Entschließung vom 19. d. lestimmt die Beeidigung der Beamten auf die Staatsgrundgesetze bei Neuernennungen oder Be— brderungen, sowie die nachträgliche gleiche Be- ädigung der bereits beeidigten Beamten, endlich aß die bisherige Klausel in der Eidesformel iber Nichttheilnahme an geheimen Gesellschaften n entfallen habe und dagegen die Klausel auf- unedmen sei, daß der den Eid Ablegende keiner zusländischen politischen Gesellschaft angehört noch ungehören werde. Frankreich. Paris. Die„Europa“ stellt en friedliches Manifest des Kaisers von Frankreich in Aussicht, verkündet aber gleichzeitig die Anlegung ines verschanzten Lagers bei Versailles. — Unter den Schülern der Ecolt des Beaux Arts zu Paris ist ein kleiner Scandal vorgekommen. Es war bekannt geworden, daß der Kaiser und zie Kaiserin der Anstalt einen Besuch abzustatten zedachten. Als sie sich zu demselben einstellten, unden sie an verschiedenen Wänden, die bis dahin ein gewesen waren, riesige Inschriften:„Es ebe die Republik! Nieder mit dem Tyrannen!“ ic., von denen der die Souveräne neleitende Inspektor nicht minder unangenehm „erührt wurde, als diese selbst. Einer der Zög— inge verrieth als Schuldigen einen seiner Kame— aden, der sofort in eine Art finsteren Kerkers zesteckt wurde; nun aber meldeten sich die anderen Schüler, mit Ausnahme natürlich des Denuncianten, und verlangten die Strafe zu theilen, da sie im Complot gewesen seien und der Inhastirte jene Worte nichte allein an die Wände geschrieben vabe. Die Sache ist noch nicht beigelegt; um veiteres Aufsehen zu verhüten, wird ihr aber wahrscheinlich keine weitere Folge gegeben werden. — Zeitungsberichten zufolge ist der Noth- tand in Tunis ein gräßlicher. Am 7. d. sollen n der Stadt Tunis allein 230 Menschen(7) Dungers gestorben sein. Noch größer ist das Flend im Innern des Landee. Man sieht Mütter, welche ihre 5—6jährige Kinder für einige wenige Franken verkausen. Maltesische Schiffscapitäne zaben schon verschiedene dieser armen Wesen an— zekanft und nach Malta gebracht, wo sie getauft und erzogen werden. Italien. Florenz. Die Kriegsrüstungen dauern trotz der angeblich von Frankreich verlangten Neutralität und des schlechten Finanz andes ohne Unterbrechung fort, und bis zum Monat April werden 80,000 neue Hinterlader- gewehre fertig sein, während die älteren Ge— wehre rasch in solche umgtändert werden. Friedberg. Die„Didastalia“ bringt folgende Nachricht: Rödelheim, 21. Januar. Es verlautet zus glaubwürdiger Quelle, daß Herr Graf von Solms⸗ Rödelheim, Mitglied des Herrenhauses in Berlin, seine seuherige Residenz zu Assenheim nach Rödelheim verlegen wird, wodurch dem Ort ein bedeutender Gewinn etrwächst.(Wir hossen im Interesse Assenheims, daß sich diese Nachricht als unbegründet erweist und auf einen Rödelheimer frommen Wunsche reduckrt.).— Friedberg. Die von Darmstädter Blättern ver⸗ früht gebrachte Ernennung des Forstaccessisten Wilhelm Diefsenbach von hier zum Oberförster auf den russischen Gütern des Prinzen Alexander hat sich nunmehr besicktigt. Derselbe theilte uns mit, daß gestern seine Ernennung eingetrossen. Oberrosbach. Am Morgen des 23. d. hat bahier ein zwanzigjähriges Mädchen seinem Leben durch Erhängen an einem Baume ein Ende gemacht. Die Beweggründe zu dieser That sind bis jetzt nicht bekannt geworden. 8. Gießen. William Lusz, der bekannte Shakespeax:⸗ vorleser nach Palleske'scher Art gedenkt Samstag den 25. und Montag den 27. Januar zwei Vorlesungen Shake- speare'scher Dramen im Saale des Gesellschzstsvereins zu halten, wozu ein zahlreiches Publikum auch von aus⸗ wärts zu erwarten steht. Darmstadt. Der„M. Z.“ entnehmen wir solgende Mittheilung: Das hiesige Hülfscomite für die Not h— leidenden in Ostpreußen hat in neun Sendungen vom 9. bis 20. l. M. 1615 Thaler nach Berlin an den dortigen Hülfsverein und 100 Thaler 22 Sgr. an die Redaclion des Bürger- und Bauernfreundes in Plicken bei Gumbinnen gesandt. Es sind hiernach bis jetzt im Ganzen 1715 Thaler 22 Sgr. oder 3002 fl. 22 kr. von hier abgegangen. So bedeutend diese Summe auch er— scheinen mag, so ist bei der großen Noth, welche in jenen Gegenden herrscht, doch sehr zu wünschen, daß weitere Beiträge noch in reichlichem Maße zufließen. Jede Post bringt neue und schaurige Berichte des herrschenden Jammers und zeigt, wie jede Gabe, auch die kleinste, dort von Werth ist; schon wenige Kreuzer genügen, das Leben mindestens eines Menschen wieder auf einen Tag zu fristen. Dieburg. Eine kteisamtliche Bekanntmachung er— klärt, daß die Gerüchte über angebliche Vergiftungsfälle durch Erkrankungen am Typhus, welche in einem Wirths⸗ hause vorfielen und außerdem in verschiedenen Stadttheilen vorgekommen, entstanden seien. Es werden 6 Todesfälle gemeldet und sollen die übrigen Kranken sich auf dem Wege der Besserung befinden. Heppenheim. Die im hiesigen Bahnhofse explodirte Kisie enthielt kleine Knallsilberpatronen für Miniatur⸗ Zündnadelgewehre, ein Kinderspielzeug, das schon viel Unheil angerichtet hat. Der Mannheimer Fabrikant und Versender soll verhaftet sein. % Die Wunder unserer Zeit lassen sich mit wenigen Worten schildern. Am 8. Januar Mittags telegraphirte ein Handlungshaus in Hamburg nach New⸗Vork, um 6 Uhr Abends traf die Antwort in Manchester(England), um 8 Uhr in Hamburg ein. Um 9½ Ube ging die Rückantsort nach New⸗Vork ab und aus New ork traf die Antwort um 1½ Uhr Morgens in Hamdutg ein. % Eierhandel. Die„Neue landw. Ztg.“ schreibt: „Die Eier sind erwiesenermaßen ein höchst werthvolles Nahrungsmittel und bieten dem Körper alles, dessen er zu seiner Erneuerung bedarf. Dies wird aber im All⸗ gemeinen leider nur von wenigen erkannt. Bloß in Eng⸗ land ist diese Ansicht weit und breit herrschend, und in Folge dessen werden daselbst bekanntlich kolossale Mengen von frischen Hühnereiern verzehrt. Das Land selbst ist aber nicht im Stande, der ungeheuren Nachfrage zu ent— sprechen, darum muß der Handel aushelfen. Dieser hat in neuerer Zeit einen solchen Ausschwung genommen, daß sich die großen Zahlen dem Begriffe kaum mehr fügen. In Frankreich existiren Exporigeschäste, welche Tag für Tag hunderte von Menschen mit der Prüfung und Ver⸗ packung der Eier beschäftigen. Der Werth ber Eicraussuhr Frankreichs nach England belief sich 1865 auf Über 25 Mill. Fres., gegen 23 Mill. Fres. im Jahre 1863 und 4,2 Mill. im Jahre 1847. Also in noch nicht 20 Jahren hat sich dieser Handel sast versechssacht. Vom Iinuar bis Mai 1866 find in England nicht weniger als 196 Mill. Stück Eier eingeführt worben und zwar im Mai allein 56 Mill. Stück. Mittelst der Eisenbahnen und Dampfschiffe kann fast ganz Europa an dem Eier⸗ bandel theilnehmen. In Leipzig besteht z. B. ein soiches Exportgeschäft. Der intelligente Unternehmer sing den Eierhandel nach Großbritanien aus der Mitte Deuischlanbds versuchsweise an, und dieser Versuch enisprach so gut den gehegten Erwartungen, daß man sich nach erweiterten Lieserungsbezirken umsehen mußte. Es wurden daher Baiern Böhmen, ganz Oesterreich, Ungarn bis ins Banat und Slavonien bereist, um Lieferungsverträge abzuschließen. Versuchsweise wurden zunächst 600 Kisten Eier aus Ungarn bezogen; dicse waren in brei Tagen in Leipzig und binnen sieben Tagen auf dem Londoner Markte. Dieser Versuch fiel so trefflich aus, daß dem Unternehmer aus London, Birmingham, Manchester derartige Liefcrungsanträge zu⸗ gingen, daß er recht gut wöchentlich eine Million Eier hätte liesern können, wenn seine Verhältnisse es erlaubt hätten. Der Absatz ist nämlich gradezu unbeschränkt. Erfreulich ist natürlich dieser Umstand in so fern für uns nicht, als es wünschenswerth für uns wäre, wir verzehrten unsere Cier und noch viele fremde dazu lieber selbst. Für die Uothleidenden in Ostpreußen sind weiter eingegangen: Sechste Liste. 1) Durch Herrn Mayer Hirsch: Von Herrn L. Win⸗ heim 1 fl. 10, Joh. Hanstein 1 fl., Ungenannt 20, Conrad Schudt in Steinfurth 1 fl. 45, Müller H. Dietz 1 fl. 80, zusammen 5 fl. 45.— 2) Durch Herrn Bürgermeisterei⸗ Verwalter Foucar: Von G. L. 24 kr.— 3) Durch Herrn Diakonus Meyer: Ungenannt 1 fl., Metzgermetster Waas 1 fl., Christian Ulrich 1 fl., zusammen 3 fl.— 4) Durch Herrn Rentier Steinhäußer: Von Philipp Billau 1 fl., Pfarrer Weber in Ober⸗ Rosbach 1 fl. 30, zusammen 2 fl. 30.— 5) Durch Herrn Professor Dr. Köhler: Von Frau Rumpf 1 fl., Ungenannt 30, zu⸗ sammen 1 fl. 30.— 6) Durch Herrn Pfarrer Baur: Von Herrn Dr. Weckerling 1 fl. 10, Ungenannt aus Nieder⸗Rosbach 1 fl. 45, zusammen 2 fl. 55.— 7) Durch Herten Hofapotheker Wahl: Von Herrn Pachter Koch auf dem Hofhasselheck 10 fl., C. Wahl 3 fl., zusammen 13 fl. In Summa 29 fl. 4. Hierzu von der Expedition des „Anzeigers für Oberhessen“ 48 fl. 45, zusammen 77 fl. 49. Im Ganzen bis jetzt eingegangen E wovon bereits 596 fl. an den Hülfsverein für Ostpreußen in Berlin abgeschickt worden sind. Allen menschenfreundlichen Gebern besten Dank sagen d bitten wir um fernere Gaben. Druckfehler zu verbdessern: In Nr. 6 dei den von Herrn Pfarrer Baut ge⸗ sammelten Gaben lies: H. G. 2 fl. statt H. Z. In Nr. 10 bei den von Herrn Hosapotheker Wah l gesammelten Gaben lies: Von Herrn Pharmazeuten K. Engel 3 fl. 30 statt Pfarrdocent K. E. Friedberg, den 24. Januar 1868. Im Austrag des Hülfsbvereins⸗Vorstandes Steinberger. Bei der Unterzeichneten gingen zu den in voriger Nummer bescheinigten Gaben weiter ein: Von C. W. 12, Berg⸗ verwalter Cheliue in Ossenbeim 1 fl. 45, A. Hecks Willwe 30, Frl. Schimpff 1 fl., zusammen 3 C. 27. In Summa dis jetzt bet nus eingegangen: 247 fl. 54 kr. Um weitere Gaben bittet Die Expedition des Unzeiger für Oberhessen. Triumphe gefeiert und ihre Werke sind lebendige Zeugen der Gesinnung, die damals herrschte.— Nachdem wir nun gesehen, daß es an Idealen nicht mangelt, so muß noch ein drittes Erforderniß erfüllt werden, welches aus den beiden ersten folgt. Soll nämlich die Kunst einmal national sein und zweitens nicht von der Mode und dem jeweiligen Geschmack der vornehmen Welt abhängen, so muß sie aus dem Bedürfniß des ganzen Volks hervorgehn und mit ihm im Zusammenhang bleiben. Soll schließ— lich das Volk im Stande sein auf die angedeutete Weise die moderne Kunst als conservatives Element zu reguliren, so muß auch die Grundlage derselben, die moderne Bildung in die weitesten Kreise des Volks ein- gedrungen sein. Dahin zu wirken ist also unsre Pflicht. Wir wollen uns zum Schluß gegen das Mißverständniß verwahren, als ob wir die ganze bereits seit mehr als 50 Jahren begonnene Ent— wicklung ignoriren; wir wollen nur die Bedingungen aufstellen, welche —4 sein müssen, damit sie auch künftig gedeihe und zu etwas Großem führe. e. Die Torfbil dung Von Dr. Curtman. Der Torf wächst fortwährend, aber nicht nach Art der sonstigen Pflanzen immer mehr an das Licht der Sonne, sondern umgekehrt durch das Warzelwerk von der Oberfläche des Wassers an, mithin nach unten. So schildert uns ein Schwelzer aus der Nähe des Bürichersees die Gegend von dem einstigen Pfahlderfe Robenhansen in dem jetzt verengten Pfäffikonsee. „Sowie die süßen Grasfluren aufhören und Torfblumen, untermischt mit sauren Gräsern, auftreten, befinden wir uns auf dem ehemaligen Bette des Pfässikonsees. Da sehen wir ein glattes Wiesenstück vor uns, das sich durch Nichts von einem sumpfigen schlecht oder gar nicht ent⸗ wässerten Gelände unterscheidet. Wasser selbst ist aber weit und breit nicht zu sehen. Der Eigenthümer dieses Grundstücks ging in die Wlese hinein. Bei jedem Schritte gab der Grasboden unter seinem Gewichte tlastisch nach, ohne daß jedoch der Gras boden zerriß. Wir gewahrten nun, daß die ganze Wiese auf Wasserschwamm, und nur durch die Dich- tigkeit des Pflanzengewebes fast zusammenhielt. Dies ist, sagte unser Führer, ue entstehende Torfbildung. Fort und fort wächst die Sumpf⸗ wiese nach oben, während sich am Boden die verfaulten Pflanzenreste zur Torfbildung anbäufen. Vordem stritt man darüber, ob der Torf wachse, oder nicht. Hier am Pfässikonsee könnte man ihn wachsen sehen. Aehnlich ist es allenthalben, wo man Torf findet, entweder jetzt noch, oder einst gewesen.“ Lücken bü ßer. „„ In Bapern kommen auf 25 Einwohner ein Hund, mithin (der geraden Zahl wegen) auf 5 Millionen circa 200,000 Hunde, die in einem Tage 2000 Centner, in einem Jahre 730,000 Centner Brod verzehren, was, per Cit. nur zu 6 fl. gerechnet, 4,380,000 fl. ausmacht. * Allgemeine Versorgungs-Anstalt im Großherzogthum Paden. * Concessionirt im Großherzogthum Hessen. 199 Die Versorgungs⸗-Anstalt wurde im Jahre 1835 auf Gegenseitigkeit gegründet. Dieselbe nimmt für sich keinen Antheil am Gewinne in Anspruch, wie dies bei Actiengesellschaften der Fall ist, sondern theilt dessen vollen Betrag an die Gesellschaftsmitglieder als Dividende aus. Das große Vermoͤgen der Anstalt ist gegen doppeltes liegenschaftliches Unterpfand oder in Staatspapieren angelegt. Sie behandelt ihre Mitglieder in der billigsten Weise und gestattet Umwandlung des Vertrags, wenn die jährlichen Prämien nicht mehr bezahlt werden können. Der Verwaltungsrath der Anstalt steht speciell unter dem Staatsministerium und bietet die Anstalt volle Sicherheit und ganz besondere Vortheile. Uebersicht des Geschäftskreises: 6) Lebensversicherungen aller Art. 7) Sterbekasse 89 Hinterlegungskasse. 1) Leibrenten. 2) Altersversorgungen. 3) Studien- und Lehrgelder. 4) Kapitalanlagen. 99 Sparkasse. 5) Aussteuerverträge. 10) Tontinen. Zur Ertheilung jeder gewünscht werdenden Auskunft erbieten sich in Friedberg die Herren Dr. Weckerling und Lehrer Bitsch, sowie während einigen Tagen Der Inspector der Anstalt Fr. Bäuchle. Geschäfts⸗ Empfehlung. Gastwirthschaft und Bierbrauerei zur Stadt Uew-Hork. 144 Einem hiesigen sowie auswärtigen Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meine Brauerei und Küferei am 1. Januar l. J. eröffnet habe und vorzügliches Doppelbier verzapfe. Auch empfehle ich mich den geehrten Herrn Landwirthen zur Abnahme von gutem Schenkbier. . nn eee Einschlag⸗ und Maschinengarn, 78 sowie alle Sorten Strick. Baumwolle bester Qualität zu den dilligsten Preisen bei Geschwister Schloß. Hotel Trapp. Turnverein. 192 Da zehn Mitglieder des Vereins, gestützt auf §. 14 der Statuten, eine Generalversammlung beantragt haben, wird biermit auf Samstag den 25. d. Mio., Abends 8 Ubr, eine außerordentliche Generalversammlung einberufen. Casino. 196 Am 26. d. Mts., Abends präcts 6 Uhr, Damen⸗ cafino, wobei elne kleine Aufführung stattfinden soll. Der Vorstand. Einladung. 167 Wie in früheren Jahren so auch dieses Jahr wird in meinem Saale Sonntag den 26. Januar o, ein Ball abgehalten, wezu ich mit dem Bemerken einlade, daß ich alles aufbteten werde, um meinen Freunden einen vergnügten Abend zu beretten. Für reine Weine und gute Speisen ist bestens gesorgt. Södel im Januar 1868. Karl Schneider. Danksagung. 189 Herzlichen Dank allen denfentgen, welche durch Löschen und Retten dei dem am 18.». Mis. statt⸗ gefundenen Brande in dene Bingenhelmer Schlosse sich so erfelgreich betätigten. Bingenbeim am 20. Januar 1888. Groß berzoglicher Rentamtmann Welck er. Jeuerwehrknöpfe 0* 191 sind wieder vorräthig bei N Jos. Hoffmann. W Cülkische Zwetschenl 200 in vorzüglicher Qualität bel Wilhelm Fertsch. 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J., Vormittags Petroleum! 9 Uhr ansangend, läßt die Unterzeichnete in ihrer Be— in unübertroffener Prima⸗ Qualität, hausung verschledene Mobiltar⸗Gegenssände, als: 72 nebst den dazu geherigen Lampen aller Art zum Tische, Stühle, Commode, 1 Kleiderschrank, 1 Sopha, Jabrilpreis bei W. Fertsch. Beitstellen und sonstige Paus- und Küchengeräth⸗ 5 5 8 schaften öffentlich meistbietend versteigern. Ein Logis Anton Heck's Wittwe 188 lu unteren Stock meines Hauses it zu vermiethen in der Burg. und kaun bis 1. April bezogen werden. 4 Carl Reuß. MRMettigbonbons Ber Bindernagel& Schimpff ist wieder vorrätbig: 21. gegen Hufen und Bruffieden, in Schachteln à 14 und 18 fr., sowie loose à 56 kr. per Pfund bel Ph. Dan. Kümmich. Winter- ienst.— Neuf 361 fl. 30 kr. — liegen in der Lirchenkasse dahler zum Ausleihen erelt. Assenheim den 22. Januar 1868. Caschen-Fahrplan abe, für die Mittel⸗Rheingegend, Hessen, Nassau, Frankfurt, Rhein-Preußen. 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Gottesdienst in der Stadtkirche Vormiitags: Herr Candidat Fuchs. Nachmittags: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirchet Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Bichmann. Sonntag den 2. Februar Abendmahl in der Burgzkirche. Aatholische Gemtinde. Sonntag halb 10 Uhr Hochamt mit Predigt der werktägige Gottesdienst fällt wegen Restauration der Kapelle aus. 182 findet Beschäftigung bei Dan. Kümmich in zrtedberg. Nleber⸗Wöllfadl. Nahn, Wagnermeister. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 4 und eint Beilage.) idle d dien Orr 11 icht Lang ballet 1 ich Dutt d Nic Lüng dall Die Zu dein pe sihr gut 3. nißlgt k erpiember Niete rot dase s Nun r, son 1 95 Verne, 2 Elten Feten Telcntten G bunden, vat thun ge d* 5 Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. u 1. an von Schuhen. 160 Otenstag den W. dieses Monats, Vormittags 11 Hor, wird die Lieferung von 250 Paar Schuben für das 2. Bataillon 2. Infanterleregiments auf dem Büreau genannten Batalllons mittelst Summission vergeben, woselbst Muster und Bedingungen zur Einsicht der Interessenten offen liegen. Friedberg den 20. Januar 1868. Die Bekleldungs⸗Commisfion des 2. Bataillons 2. Infanterleregiments von Perff, Hauptmann. Bekanntmachung. bolzvderseigerung in der Oderfoͤrsieretl Oder⸗ 5 Rosbach betreffend. 174 Montag den 3. Februar d. J., von Morgens 9 Ubr an, werden in dem diessetts des Forstbauses Winterstein gelegenen Schlag Nr. XXIV. des Domavial, waldes GBurg wald an die Meistbietenden öffentlich verfteigert: 9 Stecken Birken-, 11 Stecken Kiefern-Prügelbolz, 11„ Eichen-, Birken und Klefern⸗Stockholz, 1100 Wellen Buchen, 9600 Wellen Birken, Eichen, 6200 Wellen Klefern⸗Retserholz, 6 Stuck Eichen Stämmabschuttte, 161 Cubikfuß enthaltend. Oder Kosdach am 20. Januar 1868. ODroßberzogliche Oberfoͤrsterei Oder ⸗ Rosbach BI ng mann. Holz ⸗Versteigerung. 101 Dienstag den 28. und Mittwoch den 29. Januar l. J., sedesmal Morgens 9 Ubr aufangend, soll im Oemeindewald Nleder- Rosbach nachverzeichnetes Stamm- und Stangenbolz, im Distrikt Wasserdel, melßbietend verfleigert werder, als; 8 Eichentamme von 20— 307 Länge und 6— 7“ Ourchmesser, 69 Cubikfuß haltend, 741 Fichten- oder Kreuztannen Stämme von 25—60 Länge und 6—13“ Durchmesser, 11,850 Cbkfs. haltend, 17 Cichensengen von 15— 20“ Länge und 3— 3“ Durchmesser, 47 Cubitfuß haltend, 844 Fichten oder Kreuztaunnen⸗ Stanger von 25—507 Lange und 3— 35“ ODurchmesser, 4492 Cudilfuß daltend. N Ote Zusamwenkunft tf oberhalb dem Beinhardswald bein Polz seibs und wird noch demerkt, daß das Polz ehr gut zum Abfahren gelegen ißt, und gegen vorschrifte⸗ misige Bürgscheine Zablungfeist dis zum Monat September l. J. gestattet wird. Nieder- Kosbach an 20. Januar 1868. Oroßbetzogliche re Nieder ⸗Rosbach o st. Jaselochs- Versteigerung. 168 Nutwech den 29. d. Mie. Nachmittags um hr, soll in der Stein schen Wirtbschaft eln der kellgen Gemeinde gehöriger, zum Schlachten geeigneter Jaselochs öffentlich meiftbietend versteigert werden. Belenbdelm am 20. Januar 1868. Oreßberzogliche r Belen helm u 1 h. Bekanntmachung. 94 Iqm Termin Mlttwoch den 12. ebruat, Born tage 10 Udr, soll die Lieferung von 2 Stecken Buchen⸗Scheldholz 1. Klasse für das hiesige Bezirksgefängniß in dem Actuariatslocal des unter. seichneten Gerichts an den Wenigsneh menden vergeben perden, was hiermit zur öffentlichen Keuntulß der Be⸗ welllgten gebracht wird. Bußbach den 11. Januar 1868. Groß herzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gilmer. Verstei gerung. 190 Für die Stadt Reichelsheim sollen 5 Stück 1 zur Straßenbeleuchtung mit allem Zugehör zu ern Donnerstag den 30. Januar, Vormittags 11 Ubr, auf dem Nathbaus zu Reichelsheim an den Wenigst⸗ sordernden in Accord gegeben werden. Kostenüberschlag und Accorbobedingungen werden dor der Bersteigerung dekannt gemacht, können jedoch auch schon am 28 d Mis. bet dem Unterzeichneten eingesehen werden. rliedberg den 73. Jaunar 1868. Der Bezirks- Bauaufseher Schneider. Bekanntmachun 184 Ole am 16. und 17. d. Mie. im Ober ⸗Nosbacher Jemelndewald abgehaltene Polzversteigerung bat die Denehmigang erhalten, und ist der erste Zahrtag auf Dennerstag den 30. d. Mis. bestimmt. Oie Fahrtage ud: Montag, Otenflag, Donnerstag und Samstag, de den 22. Februar d. 9. Ober Rosbach den 21. Jauuar 1868. Oroßberzogliche Aren Ober⸗Ros bach lecher. — An sammtliche Behörden des Ateises Friedberg. 185 In Folge des Brandunglücks, welches das Bureau des hiesigen Rentamts betroffen hat, ist dasselbe nothgedrungen in die vormalige Amtswohnung nach Reichelsheim i. d. W. bis auf Weiteres verlegt worden und werden die Großherzoglichen Buͤrgermeistereien ersucht, im Interesse ihrer Ortsangehoͤrigen dieses alsbald auf die ihnen am zweckdienlichsten scheinende Weise bekannt machen zu lassen. Zahltage bleiben Freitag und Samstag. Reichelsheim i. d. W. am 21. Januar 1868. Großherzogliches Rentamt Nidda Welck er. Bindernagel& Schimpff in Friedberg empfehlen sich zur Besorgung aller im Buchhandel erschelnenden illustrirten, belletristischen und wissenschasllichen Zeitschristen, sowie auch aller Modezeitungen 2c. c. L. Schneider in Hungen. A ü l N us wärts nehmen Bestellungen fur uns an F. Trebes in Nidda. Die E. Beller sche Hof buchdruckerei, armstadt, 181 halt kager von genau nach Vorschrift angefertigten Formularien für den Dienstgebrauch der Steuer-Commissäre, Advokaten, Buüͤrgermeister, Ortsgerichts⸗Vorsteher, Rechner, Aerzte, Pfarrer, Curatoren ic.; von Rechnungen für den Civilbau, für Gemeinden ic. 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Ich babe gegen dieses so läflige Uebel vielfach verordnete Mittel,(die mir schweres Geld kosteten), gebraucht, obne irgend einen Erfolg ge habt zu baden. Jetzt, wo ich seit einiger Zeit Ihren, mir von vielen Seiten angerathenen Liqueur trinke, (ich enmnehme denselben aus Ihrer Niederlage von F. Richter in Frauenstein) befinde ich mich sehr wohl, die Schmerzen haben bedeutend nachgelassen und habe ich auch jetzt wieder einen ruhigen Schlaf. Ich kann daher aus voller Uerverzeugung Allen, diesen außerordentlichen, wohl⸗ thuend wirkenden Liqueur, u. an reelles Hausmittel eupfeblen uns werde ihn auch bei mir nie wieder ausgehen lassen, denn er ist mir in Wahrheit ein Bedürfniß geworden. Nehmen Sie 2c. Carl Zinke. NB. Der Ligreur„Daubitz“ iß zu baben in den bekannten Niederlagen in Friedberg bei J. A. 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October 1867. 1 Ich und meine Frau find Ihnen ebenfalls sehr dankbar für Ihren„weißen Kränuter⸗ Brust Syrup“, denn unser lieber Sohn von 1½ Jahren hatte schon mindestens achtmal den Grupp⸗ husten, d. h.: furchttaren Husten mit Heiser⸗ keit und festgesetzter Verschleim ung, und Ihr „Kräuter⸗Brust⸗Syrup“ war jederzeit sein Reiter. Joseph Löw, Kaufmann. In Flaschen zu 24 kr., 35 kr. und 1 fl. 10 kr. ist dieser von vielen Aerzten empfohlene„Kräuter- Brust- Syrup“ allein zu haben in Friedberg bei Jean Huber, in Butzbach det A. Gimbel, in Nioda dei Lonis Stork. Thurm⸗Uhren 111 eigner Fabrik. billigst, in allen Größen und zu allen Leistungen nach dewährtestem Spsteme, solidesser Construction, welche nur sehr leichte Intriebsgewichte bedingt. Vielfache Proben habe in der Wetterau, am Nbein und anderweltig schon lahrelang im Betrieb. Atteste von maßgebenden Bebörden, Techn kern und Privaten liegen zur gefällligen Einsicht bereit. Gustav Landmann. Frankfurt a. M. 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Friedrd'or-„ 9 57—58 8 4% Obligat. 862 8 N.-Amer. 60% St. I. E. 1882 76 d. 2 noh. f. 10 Stack.„ 9 34—58 Voll einbezahlte Eisenbahn- Aetilen und Priorickten. 2 haud-Duesten 3 2—9 N 20 Franes- Stücke„ 9 29—30 4½% Eayr. Ostbahn 120 P. 3% Liv. C. D.& D/2. fr. à U kr. 128½ FP. Engl. Soverelgns.„ 11 54—58 4% Pfandbr. d. Frkf. Hyp.-B.(—— 5% Tose. Centr.-Eisenb.-Pr. 40½ 0. 2 Russ. Imperiales 9 50—52 9% Oestert. St.-Elsenb.-Prior. 32 c. 50% Elisabethbahn-Prior.% 75½ P. Gold pr. Zoll-Pf. 2 8 6% Oest. Züd. St. u. Lomb. E. B. 91 0 5% do. neueste Hmiss. ¾ 73 G.— Uchb. Silb. pr. Z. Pf. 17 a 3% Ost. 8d. St. 3. Lenb. K. B. 42 6. 4½% Hase. Lad wigsd.-Prer. 04% 6. rente. Kaseasen.„ 1 4% Wiener Wesksel- Cours 9998/0. I pollare in Geld„ 2 2—28 T An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Busiohereng reeller Bedienung und ertheilt gerue jede gewünschte Auskunft über Verloosungen, Coupons Zahlungen u.. 1 . 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