1 0 1— 1 Un 1 1868. Dienstag den 24. März. M36. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Etrscheint jeden Diensiag, Donnerstag und Samsiag. Einladung zum Abonnement. Auf den wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinenden Anzeiger für Oberhessen kann man für die Monate April, Mai und Juni in hiesiger Stadt bei der unterzeichneten Expedition für 30 kr. und bei allen Postanstalten innerhalb des Großherzogthums für 33 kr. abonniren. Der Anzeiger bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodaun eine kurze Uebersicht der interessantesten und wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt- und Coursberichte, Verloosungen von Staatspapieten und locale Notizen; außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungsblatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Bilderräthsel, Räthsel, Rechenaufgaben ic. S Bei der großen Verbreitung unseres Blattes werden amtliche Bekanntmachungen und Versteigerungs-Anzeigen ꝛc., sowie geschaftliche Annoncen und Empfehlungen aller Art stets von dem besten Erfolge begleitet sein.— Die einspaltige PetitZeile oder deren Raum wird mit 3 kr. berechnet; bei größeren Aufträgen oder ständigen Annoncen gewähren wir einen entsprechenden Rabatt Anzeiger für Oberhessen. Friedberg. Zum geneigten Abonnement, sowie zur Benutzung des„Anzeiger für Oberhessen“ zu Veröffentlichungen aller Art ladet ein Die Expedition. ti 9 * Due E ö Darcnt; i Detontßt: ti Un du · * Meß n dr det poly 19 1 Amtlicher Theil. Betreffend: Den Ankauf guter Zuchtstuten im Auslande behufs deren Wlederverkaufs an inländische Pferdezüchter. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Friedberg den 20. März 1868. a Anknüpfend an unser Ausschreiben vom 17. l. Mts. in Nr. 34 des Anzeigers benachrichtigen wir Sie weiter, daß die fraglichen s Stuten Ende dieses oder Anfangs des nächsten Monats, nach vorheriger näherer Bestimmung des Tages und der Versteigerungs- bedingungen, an inländische Pferdezüchter versteigert werden sollen, und daß auf Verlangen denjenigen Käufern, welche ihre Zahlungs un Btul fähigkeit amtlich nachweisen, ein Credit bis Martinitag J. J. gestattet werden wird. Bringen Sie dies unverzüglich zur Kenntniß der Pferdezüchter. Tir a np p. Betreffend: Benennurg des Ortes Nieder⸗Weinheim im Kreise Oppenheim. Da elbe Friedberg den 20. März 1868. an die selben. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allerhöchst Sich bewogen gefunden zu bestimmen, daß der im Kreise Oppenheim gelegene Ort Nieder⸗Weinheim nunmehr die amtliche Benennung„Gau-Weinheim“ zu fuhren habe. — 1 Wir setzen Sie hiervon zu Ihrem Bemessen in Kenntniß. Doofe lb Betreffend: Die Unterhaltung der Hecken an öffentlichen Fahr- und Fußwegen und der Garteneinfriedigungen. eden. Wir bringen das den obigen Gegenstand betreffende Reglement vom 29. Juni 1865(In telligenzblatt Nr. 52 von 1865) bei Ihnen Friedberg den 21. März 1868. n Erinnerung und erwarten, daß Sie dessen pünktliche Beachtung überwachen und diejenigen, welche Ihrer zu erlassenden Aufforderung nicht nachkommen, zur Anzeige bringen lassen. Zetreffend: Militär⸗Ersatz-Instruktion für den Norddeutschen Bund. 9 Nach vorliegender Entschließung Großherzoglichen Ministeriums es Innern wird bei der Musterung der Militärpflichtigen im laufen- en Jahre das preußische Ersatzverfahren nach Maßgabe der demnächst urscheinenden Militär-Ersatz-Instruktion für den Norddeutschen Bund ur Anwendung kommen. Um bis zum Erscheinen dieser Instruktion as Ersatzgeschäft thunlichst vorzubereiten, ist es erforderlich, die ereits aufgestellten Ortslisten den Bestimmungen der neuen Instruktion untsprechend zu ergänzen. Zu diesem Ende fordern wir alle im 1 Jahr 1848 geborenen Dienstpflichtigen, sowie Diejenigen, welche dieses Alter bereits überschritten, aber sich zur Musterung noch nicht gestellt (aben oder bei der vorigen Musterung zurückgestellt worden sind und teiltweder im Kreise ihren gesetzlichen Wohnort haben oder in dem— elben als Dienstboten, Haus- und Wirthschaftsbeamte, Handlungs- diener, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Lehrbursche, Fabrikarbeiter und eudere, mit diesen in einem ähnlichen Verhältniß stehende Militär- T r Aon deer u n g. pflichtige, oder als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten sich aufhalten, auf, sich Behufs ihrer Eintragung in die Ortsliste(Stammrolle) in der Zeit vom 25. Marz bis 8. April bei der Bürgermeisterei ihres gesetzlichen Wohnorts, beziehungsweise bei der Buͤrgermeisterei ihres Aufenthaltsortes, zu melden und dabei, wenn sie an diesem Orte nicht geboren sind, ihren Geburtsschein vor⸗ zulegen, widrigenfalls sie von der Loosziehung werden ausgeschlossen oder ihre etwaigen Ausprüche auf Zurückstellung oder Befreiung vom Militärdienst unberücksichtigt bleiben. Bezüglich derjenigen Militär pflichtigen, welche zur Zeit abwesend sind, sind deren Eltern, Vor münder, Lehr-, Brod- und Fabrikherren zu diesen Anmeldungen ver— pflichtet. Friedberg den 19. Marz 1868. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Hessen. fsudt zu einem Polytechnikum. fritzler spricht für Annahme der Regierungs- werden. dotlage. eine Pflanzstätte für Handel, Industrie und au, diese wichtigen Quellen d. ional Ae! verwilligen. 3 Darmstadt, 21. März. In reichthums, zu gründen. ter heutigen Sitzung der II. Kammer beschäftigte darauf aufmerksam, daß es sich nicht um Grün- gierungsvorlage aber würde ein harter Schlag sch dieselbe mit den Vorlagen der Regierung] dung einer neuen Anstalt, sondern um Erhaltung für unsere blühende Universität sein. gegen Erhebung der technischen Schule in Darm- von etwas Bestehendem handle. Die Mehrheit des] der Anstalt das Recht der Maturitätsprüfung und wenden und die Kräfte Lusschusses beantragt Ablehnung dieser Vorlage.] der Ausstellung von Abgangszeugnissen gegeben Fink führt in längerem Vortrag die Nothwen- Der Staat bewillige große Summen digkeit der Verbesserung unseres ganzen Schul- Man gebe Millionen für Eisenbahnen, für Ausbildung seiner Theologen, Juristen., wesens aus, insbesondere will er die Realschulen berum verweigere man nicht eine geringe Summe, warum wolle man nicht eine verhaͤltnißmäßig viel ˖ kleinere Summe für Industrie und Landwirthschaft deß will nicht an de ichts⸗ B Hunsinger macht Anstalten gespart wissen. Die Annahme der Re- Möge man Vor Allem müsse die geringen Mittel des Landes zweckmäßig ver- nicht zersplittern.— auf einen höheren Standpunkt gebracht wissen. Handel und Industrie verlangten eine höhere Zildungsanstalt, und die Uni sität 2 8 2 15 1 N 0 13 geeignet, Techniker auszubilden. Ministerialrath v. Rodenste in empfiehlt Annahme der Regie— rungsproposition, und stellt eine veränderte Orga— nisation der Realschulen in Aussicht. Der Direktor der technischen Schule Professor Fischer spricht sich dahin aus, in ihrer gegenwärtigen Gestalt entspreche die technische Schule nicht den Bedürf— nissen der Zeit und des Publikums. Man mache die Anstalt zu Dem, was sie eigentlich sein solle oder lasse sie ganz eingehen.— Der Berichterstatter v. Löw glaubt, daß die Universität den Bedürf— nissen der höheren Technik Alles biete, während die technische Schule in ihrer jetzigen Verfassung den niederen technischen Gewerben genüge. Edinger erklärt sich für Errichtung eines Polytechnikums, damit den Bedürfnissen unserer Industrie genügt werde. Er will die nothwendigen Mittel in vollem Maß gewährt wissen und das Polptech— nikum mit allen Rechten einer Universität aus- gestattet sehen. K. J. Hoffmann. Nur das Interesse der gewerblichen Seite könne hier maß— gebend sein. Man habe gesagt, die Schule würde doch nicht besucht werden; das glaube er nicht. Sei die Gelegenheit geboten, sich Bildung zu er— werben, so würde man auch Gebrauch davon machen. Hier an diesem Orte zu sparen, würde sehr verfehlt sein. Kraft erklärt sich gegen die Vor— lage, er will keine zweite technische Universität im Land gründen. Man möge erst die Realschulen ver— bessern, sei dies geschehen, dann könne man auch an ein Polytechnikum denken Dernburg befür⸗ wortet die Regierungsvorlage und warnt davor, hier am unrechten Ort zu sparen. Metz erklärt sich für Erhaltung und Verbesse rung der Schule und sieht besonders in der Heranziehung tüchtiger Lehrkräfte eine Bedingung zur Blüthe der Anstalt. Bei der Abstimmung werden dem Antrage des Ausschusses entgegen der Regierung die Mittel für das Polytechnikum mit 21 gegen 19 Stimmen bewilligt. — Die zweite Kammer der Stände wird Dienstag den 24 l. M. die Berathung über die Vorlagen der Gr. Ministerien des Innern und der Finanzen, den Bau von Eisenbahnen im Großherzogthum betreffend, beginnen. — In Abänderung der früheren Bestimmung, daß von der Gemeindeverwaltung das Verzeichniß der Militärpflichtigen aufgestellt wurde und es den Betreffenden überlassen blieb, sich von dem Eintrag beliebigen Falls zu überzeugen, werden nach Maßgabe der preußischen Kriegsverfassung jetzt sämmtliche, im Jahr 1848 geborene Dienst— pflichtige aufgefordert, sich vom 25. März bis 8. April persönlich oder durch Angehörige anzu— melden, widrigenfalls sie von der Loosziehung ausgeschlossen werden würden, oder ihre etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung oder Befreiung vom Militärdienst unberücksichtigt bleiben könnten. * Friedberg. Die von Seiten des hiesigen Comite's für Erbauung einer Zweigbahn von Friedberg nach Nidda an die Stände gerichtete Vorstellung ist am 17. d. M. in der II. Kammer übergeben worden. In dieser Eingabe wird die Bitte ausgesprochen, es möge an die Ertheilung der Contession zum Baue der oberhessischen Bahnen die Bedingung des Baues einer Verbindungsbahn zwischen der Gießen ⸗Gelnhauser und der Main— Weserbahn durch die Linie Friedberg Nidda geknüpft werden. Leider soll jedoch wenig Hoff nung vorhanden sein, diese Strecke in erwünschter Weise den oberhessischen Eisenbahnprojekten ein- gereiht zu sehen, da man sich in Darmstadt all— seitig mit einer gewissen Aengstlichkeit gegen eine augenblickliche Vermehrung der zu bauenden Eisen⸗ bahnen ausspreche. Die nächsten Dienstag begin- nende Verhandlung der Eisenbahn- Angelegenheit in der II. Kammer wird also die Entscheidung über eine für die Wetterau und den Vogelsberg höchst wichtige Angelegenheit bringen. Mag die— selbe auch, wie es nach den bis jetzt gemachten Er— fahrungen zu erwarten sein wird, nicht zu Gunsten des sofortigen Baues der Zweigbahn Friedberg— Nidda ausfallen, so darf doch wohl mit Gewiß⸗ heit angenommen werden, daß die Zweigbahn Friedberg⸗Nidda sich in Bälde als ein unabweis⸗ bares Bedürfniß für den Lokalverkehr unserer er ecke Provinz herausstellen wird und deßhalb die baldige Ausführung derselben erwartet werden kann. Aus Oberhessen schreibt die„Main- Ztg.“: Man ist in unserer Provinz der vorwiegenden Ansicht, daß die projektirte Bahnlinie Gießen- Gelnhausen, vorausgesetzt daß sie die Fort— setzung nach Gemünden erhält, für den durch— laufenden großen Verkehr von Wichtigkeit, dagegen für den Binnenverkehr und das eigentlich provin— zielle Interesse von geringem Belang ist. Die Verkehrswege der ganzen südlichen Provinz gehen nach Frankfurt, Mainz und nach dem Süden im Allgemeinen; Orte wie Nidda, Schotten, sowie dem ganzen vorderen Vogelsberg und der mittleren Wetterau kann nicht damit gedient sein, Frankfurt auf den großen Umwegen über Gießen Friedberg oder über Gelnhausen-Hanau zu erreichen. Ueber den etwaigen Lokalverkehr zwischen kleinen Städtchen wie Lich, Hungen, Nidda, Ortenberg, Büdingen, die in wenig Beziehungen zu einander stehen, darf man sich keine Illusionen machen. Das eigentlich provinzielle Interesse wird nur gewahrt durch eine Verbindungsbahn zwischen der Gießen-Gelnhausener und der Mainweserbahn, am besten von Nidda nach Friedberg, womöglich mit einer Verlängerung nach Schotten. In allen seit 1863 in Bezug auf dieses Bahnprojekt gehal— tenen Versammlungen und gemachten Eingaben, war denn auch ausgeführt, daß diese Zweigbahn unbedingt nöthig sei, daß sie die jenseitige Bahn erst für die Provinz nutzbar machen werde, wie auch bezüglich ihrer Rentabilität nicht der mindeste Zweifel obwalten könne, zumal nach den angestellten ungefähren Berechnungen die Ausführungskosten sich nicht sehr hoch belaufen. Man ist daher sehr erstaunt darüber, daß trotz der vielen Anstren— gungen, die für dieses Bahnprojekt gemacht wurden, dasselbe in dem Vertrage mit dem Hause Erlanger gar nicht berührt ist, sich also der Zustimmung der Regierung nicht zu erfreuen scheint. In sämmtlichen betreffenden Gegenden fühlt man sich deshalb umsomehr beunruhigt, als die Eisenbahn— angelegenheiten ihrer Entscheidung entgegengehen und man überall der Ansicht ist, daß bei defini— tiver Feststellung des Vertrages den Unternehmern die Ausführung dieser Verbindungsbahn als Be⸗ dingung gestellt werden muß, da nicht voraus- zusetzen ist, daß der Staat die Bahn als Zweig— bahn der Mainweserbahn erbaut. Man ist in vielen Kreisen der Bevölkerung sogar geneigt, eine Bahn Schotten-Nidda-Friedberg für sich allein, für weit mehr dem Interesse der Provinz ent— sprechend und weil sie eine der Hauptverkehrswege unseres Landes bildet, voraussichtlich weit eher rentabel zu halten, als eine Linie Gießen-Geln⸗ hausen. Wie dem nun auch sei, jedenfalls wird eine Verbindungs bahn zwischen diesen zwei Haupt- bahnen, auf den Verkehr beider höchst vortheilhaft einwirken und zugleich den billigen Anforderungen des bevölkertsten, wohlhabendsten und fruchtbarsten Theils unserer Provinz gerecht werden. S. Gießen. Nachdem von den beiden für die 2. Professur der Geschichte hierher berufenen Docenten der eine abgelehnt, der andere seine Berufung rückgängig gemacht hat, sind mit Dr. Arnold in Göttingen Unterhandlungen angeknüpft, durch welche sich, falls sie günstig ausgehen, die Zahl der hiesigen Geschichts Docenten auf vier erhöhen wird. Preußen. Berlin. Die„N. A. Ztg.“ bezeichnet die Zeitungsgerüchte, daß eine Streichung der österreichischen Papiere von den Frankfurter und Berliner Courszetteln eintreten werde, für albern und tendenziös. Derartiges sei selbst in der Kriegsepoche unterblieben. — Gelegentlich der Anwesenheit des Prinzen Napoleon in Berlin sagte die„Kreuzzeitung“: So friedfertig die Gegenwart sich anlasse, könne sie sich doch der Sorge für die Zukunft nicht ent⸗ schlagen.— Doch tröstet sie sich am Schlusse mit dem Gedanken:„Wenn Preußen mit Festig⸗ keit und Ruhe seinen Weg geht, wird Niemand uns stören, und an Allianzen würde es uns— wenns nöthig wäre— gewiß nicht fehlen.“ Aus Westphalen wird gemeldet, daß Graf Westphalen auf Haus Laer, welcher vor Jahresfrist wegen der Annexionen Preußens dem Könige den Homanialeid gekündigt hatte, eine Einladung zu dem jetzt in Münster tagenden Provinziallandtage nicht erhalten habe, nichts desto weniger aber und gegen den ausdrücklichen Protest des Landtagsmarschalls in der Sitzung erschienen sei. Dieselbe wurde jedoch sogleich geschlossen und man ist allseitig auf den weiteren Verlauf der Sache gespannt. — Wie es heißt, wird an den Reichsrath eine Anforderung wegen beträchtlicher Erhöhung des Bundes-Militäretats gelangen. Oesterreich. Wien. Herrenhaus. Bei Fortsetzung der Debatte über das Ehegesetz am 20. d. sprachen Graf Hartwig, Feldmarschall— Lieutenant v. Gablenz, der ehemalige Justizminister Kraus und Graf Anton Auersperg für die An— nahme des Gesetzes. Dagegen sprachen Professor Arndts, Cardinal Schwarzenberg und Fürst Salm. Darauf wurde der Schluß der General- debatte angenommen. — 21. März. Herrenhaus. Debatte über das Ehegesetz. Der Antrag des Grafen Mens— dorff auf Vertagung der Berathung über den Gesetzentwurf bis zur Austragung der mit dem päpstlichen Stuhle schwebenden Verhandlungen wird mit 65 gegen 45 Stimmen abgelehnt und das Votum der Minorität mit 69 gegen 34 Stimmen verworfen(das Minoritätsvotum ging auf Ablehnung des Gesetzentwurfes). — 2:. März. Sitzung des Unterhauses. Der Präsident verliest eine Zuschrift des Finanz— Ministers, mit welcher er folgende Gesetzentwürfe zur Beseitigung des Defizite vorlegte. 1) Verkauf von Staatsdomänen im Betrage von 25 Mill.; 2) Aufnahme einer schwebenden Staatsschuld im Betrag von 20 Mill.; 3) Erhöhung der Gebühren von Lotterie-Gewinnsten; 4) Umwandlung der fundirten Staatsschuld in eine Rentenschuld; 5) eine Capitalsteuer. In der Sitzung am nächsten Dienstag erfolgt die Motivirung dieser Vorlagen durch den Finanzminister. Darmstadt. Die XV. Wanderversammlung deulscher Bienenwirthe wird im Lause des Monats September d. J. dahier abgehalten werden. Präsident der Versammlung ist Se. Excellenz der wirkliche Geheimerath v. Bechtold, Vicepräsident Professor Dr. Leuckart zu Gießen. 5 Darmstadt. Oberstabsarzt Dr. Fühlein, diri⸗ girender Hospitalarzt am Mililärhospital Darmstadt, ist auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner lange und gut geleisteten Dienste in den Ruhesiand versetzt worden. — Der erste Präsident des Oberappellations⸗ und Cassa⸗ tlonsgerichts und wirkliche Geheimerath v. Hesse ist nach längerem Leiden am 21. d. gestorben. Stuttgart. Auf unserer Eisenbahn hat sich am 20. d. ein großes Unglück ereignet, indem ein ganzer Zug total in Trümmer ging. Es geschah dies einem Güterzug, der die Geislinger Steige(den Uebergang über die rauhe Alp) von Amstelten nach Geislingen berabfuhr, durch das Zusammenbrechen eines französischen Wagens, der zu schlecht und leicht gebaut war. Der Wagen war ber brille im Zug und alle nachfolgenden stürzten daher mit der furchtbaren Gewalt eines mit voller Geschwindig⸗ keit eine steile Steige herabfahrenden schweren Güterzugs übereinander und so kam es, daß vom ganzen aus etwa 23— 25 Wagen besiehenden Zuge alle ohne Ausnahme total zertrümmert worden sind. Dadurch wurden aber Locomolive und Tender frei und vom Zuge losgelöst, und sie waren daher die einzigen, die mit heiler Haut in den Geislinger Bahnhof hereinkamen; dadurch wurden auch Locomotivführer und Heizer gerettet; ebenso der Zugmeister und ein Conducteur, die im Augenblick des Unglücks durch einen verzweifelten Sprung schnell sich noch in Sicherheit brachten. Die 12 Bremser und Wagenwärter sind zum Theil todt, zum Theil mehr oder minder verletzt. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent. Hamburg, 21. März 1868. Das Hamburg⸗New⸗ Dorker Postdampfschiff„Germania“, Capt. Schwensen, welches am 4. d. M. von hier und am 6. d. M. von Southampton abgegangen, ist am Freitag, den 20. d. M., 3 Uhr Nachm., wohlbehalten in New⸗York angekommen. Has Hamburger Postdampfschtff„Cimbria“, Capt. Haack, ging, expedirt von Herrn August Bolten. William Millers Nachf., am 18. März von Hamburg via Southampton nach New⸗York ab. Außer einer starken Brief⸗ u. Packetpost halte dasselbe 69 Passagiere in der Cajüte und 576 Passagiere im Zwischendeck, sowie 300 Tons Ladung. Verloosungen. Freiburg, 15. März.(15 Fr. Loose von 1861.) Bei der heutigen Ziehung wurden folgende 3 Haupttreffer gezogen: Serie 5045 Nr. 19 40,000 Fr., Serie 7523 Ar. 45 4000 Fr. und Serie 944 Nr. 6 1000 Fr. Die Gewinnzahlung geschieht am 15. Juni d. J. — * 10 644 N feigen tember I. wald. Rabet Holzart Buchen. Elchen⸗ Birlen⸗ laut 0 W W „ a A 7 15 fsetmente degtigz 5 1 1.1 . r die Au, 4 ftigerung kommen mit Zahlungefrist bis 30. Sep⸗ f * Holz- Versteigerung. 3 Im eicher Stadtwald, Difirlet Rotbenbusch, kumen den 26. und 27. d. M. nach verzeichnete Holz. zur Versteilgerung: Donnerstag den 26. März: 168 Eichen-] Stämme von 6 ½—29“ Durchm. und 16 Linden; bis zu 35“ Länge, 116 Buchen Wagnerstangen, 25 zehn Fuß lange Eichendoppelstecken. Freitag den 27. März: 320 Stecken Buchen- und Eichen-, Scheld⸗ und Prügelholz, 143 Stecken desgleichen Stockholz, 5600 desgleichen Wellen. Oer jedesmalige Anfang ist Morgens 9 Uhr am Etingshäuser Fußweg beim Bürgersee. Lich den 16. März 1868. Großherzogliche Bürgermeisterel Lich delm. Holzversteigerung n der Oberförsterei Nidda. 4 Nachverzeichnete Holzsortimente sollen zur Ver⸗ tiber l. J. I. Montag den 30. l. M. in den Domanial⸗ ald Distrieten Albach, derbkopf und Labectshäuserhang: 1 Scheidholz. Prügekholz. Stockholz. Reisbolz. Holzart: Ste d e u uch en ⸗ 78 83 lchen⸗ 40 137 Lirken⸗ 13½ 5— Apen⸗ 50½ 23 98 udelholz 25 ½ 177 48 16 Stück Eichen-Stämme von 6— 12“ Durchmesser, 15-35“ Länge mit= 260 Cublkfuß, 57 Stück Nadelholzstämme von 5½—15“ Durchm., 15-807 Länge mit= 1344 Cubtkfuß, 4 Stück Birkenstämme von 10— 12“ Durchmesser, 2040 Länge mit= 119 Cubikfuß, 1 Elzbeerstamm von 14“ Diürchmesser, 10“ Länge mit= 15 Cubikfuß, 1 Kirschbaum von 12“ Durchmesser, 22“ Länge mit = 25 Cubikfuß, 2 Stück Aspenffämme von 12 und 13¼“ Durchm. 34 und 40 Länge mit= 94 Cbluß. Das in den Districten Herbkopf und Rabertshäuser⸗ hung, zunächst des Weges nach Rabertohausen, sitzende nuchen⸗ und Nadel⸗Reisholz wollen Steigliebhaber vor ut Versteigerung einsehen. II. Dienstag den 31. l. M. in dem Domantal⸗ nald⸗Diflrict Märsdach: Scheidholz. Prügelholz. Stockholz. Reisholz. F ylzart: teen. Aiuchen · Lichea⸗ Wpen⸗ Nadelholz— 18 Stück Eichen⸗ Stämme von 5½— 11“ Durchm., 20-30 Länge mit= 124 Cubikfuß, 10 Stück Nadelholzstämme von 6½½— 1“ Durchm., 4050 Länge mit= 337 Cubikfuß, 17 Stück Aspenstämme von 5½— 12, Durchmesser, 15—40 Länge mit= 335 Cubiffuß, 18 Stück Buchen- Stangen von 3—4“ Durchmesser, 15-20% Känge mit= 27 Cubikfuß, i Deichseln und dergleichen geeignet Die Zusammenkunft ist an belden Tagen Vor ⸗ ulttags ½9 Uhr und zwar Montags auf dem Viclnal⸗ neg von Nidda nach Ülfa, an dem Distriet Albach und henstags in dem District Märsbach del der Holz ⸗ mummer 1. Nidda den 17. März 1868. Großherzogliche Oberförsterei Nidda Georgi. Arbeits ⸗Versteigerung. o Mittwoch den 25 März, Mittags 1 Uhr, sollen af der fiscalischen Markwiese für circa 500 fl. Graben⸗ cebelten in einzelnen Loosen an Ort und Stelle öffent⸗ Ich vergeben werden. Zusammenkunft an der Brücke am Bauernheimer Beg. Laßtragende wollen sich wegen der Bedingungen an is unterzeichnete Rentamt wenden. Friedberg den 20. März 1868. Großherzogliches Rentamt Friedberg Lin d 280 171 26 ½ 26 * 20 41 e dk. Bekanntmachung. 83 Die Holzverstelgerungen in dem Nieder⸗Welseler Zemeindewald vom 4., 9. und 10. März l. 3. haben nie Genehmigung erhalten und ist der erste Fahrtag auf Mittwoch den 25 März bestimmt worden. Bemerkt lrd, daß jeden Tag gefahren werden darf. Nieder⸗Weisel den 20. März 1868. Groß herzogliche 1 Nieder⸗Weisel eu ter. 600 fl. 175 Kapital liegen im Ganzen oder auch getrennt in zer Kirchenkasse zu Ober⸗Wöllftadt zum Ausleshen berelt. Reichelsheim den 20. März 1868. Markt-Anzeige. 685 Vieh- und Krämermarkt zu Reichelsheim, Kreis Friedberg, am 7. April l. J. Großherzogliche Bürgermeisterei Reichelsheim Vogt. sollen in dem Fürstlichen Walddistriet„Thlergarten“ bei öffentlich verkauft werden. beendigt wird. Hungen den 22. März 1868. Die Stammholzy ersteigerung wird Mitiwoch den 1. nehmen, so daß die Brennholzversteigerung Donnerstag den Holz Versteigerung. 693 Mittwoch den 1. Donnerstag den 2. und Freitag den 3. April 1. J., jedesmal Morgens 10 Uhr anfangend, Dungen: 478 Stück Eichen⸗Stämme= 11407 Cbkfß., 2 Stück Buchen⸗Stämme= 80 Cbksh. und 9 Stück gemischte Stämme= 200 Cblfß., sodann: Nutzholz. Schettbolz. Prügelbolz. 8 Stockholz. Reiserholz. n. Dolzart: t Eichen. 1— 68 383 218 Buchen⸗ 6 4 108. 42 195 Gemischt—— 27. 56 ½ 200 und Donnerstag den 2. Vormittags in Anspruch 2. Mittags beginnt und Freitag den 3. April Fürstliches Rentamt Dem me. Bekanntmachung. 634 Nach Antrag der Vormünder sollen aus dem Nachlasse des verstorbenen Rechners Philipp Schneider III. von Münster oͤffentlich meistbietend gegen Baarzahluag oder genügende Buürgschaft versteigert werden: 1) Dienstag den 24. d. M., von Vor⸗ mittags 9 Uhr an: Vieh,(namentlich ein hübsches Zjähriges Pferd, Ochsen, Kühe, Schaafe mit Lämmern, Hühner). Ferner: allerlei Oeconomie- und Ackergeräthe, Vorräthe an Heu, Stroh, Früchten. 2) Mittwoch den 23. und Donnerstag den 26. d. Mts, Vormittags von 9 Uhr an: Kleider, Möbel, Bettzeug, Hausrath aller Art,— vieles fast neu und gut erhalten,— wozu man Steigliebhaber einladet. Die Großh. Ortsgerichte werden ersucht in ihren Gemeinden dieses öffentlich bekannt machen zu lassen. Münster bei Butzbach am 16. März 1868. Großherzogliches Ortsgericht Munster Rein eck, Bekanntmachung. 671 Nächsten Donnerstag den 26. d. Mts., von Vor⸗ mittags 9 Uhr ab, werden in dem Hause der Frau Stamm, Kurftraße Nr. 188 dabier, nachverzeichnete Mobilien abzugshalber öffentlich an den Meistbietenden verfteigert: 1) 7 vollständige Betten, 2) 3 Sopha, 3) 1 Causeuse mit 6 und 1 solche mit 4 Stüblen, 4) 12 Spiegel, 5) 3 Pfetlerschränke und 3 Kommoden, 6) 1 Glas- und 1 Eckschrank, 7) 12 Nacht und Waschtische, 8) 1 Sessel, 9) 11 Tische und 18 Stühle, 10) 14 Steppdecken, sowie eine große Parthie Vorhänge, Betlvorlagen, Tisch⸗ und Fuß teppiche, Porzellan, Glas, Haus- und Küchen⸗ geräthschaften. Gegen annehmbare Bürgschaft kann Zahlungsfrist bis zum 1. September d. J. gestattet werden. Nauheim am 20. März 1868. Der Stadtschreiber Schutt. Mobiliar-Versteigerung. 686 Auf Antrag Großh. Landgerichts Friedberg sollen die zur Concursmasse gehörigen Mobilien der Heinrich Jacob Hecks Eheleute von Weckesheim Donnerstag den 26. März, Vormittags 9 Uhr, in der Behausung des Heinrich Jacob Heck, öffentlich melsibletend gegen baare Zahlung verstelgert werden: 1) ein Pferd, 2) zwei Kähe, 3) ein trächtiges Mutterschwein, 4) sechs Sprenger, 5) verschiedenes Stroh, 6) Spreu, 7) Kartoffeln, 8) Oickwurz. Weckes heim am 21. März 1868. In Auftrag Ober⸗Wöllstapt den 19. März 1868. 1 a Beltb, ürchenrechner 3 Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Oeffentliche Aufforderung. 684 Gastwirth Karl Petri in Nieder⸗Florstadt und dessen Ehefrau haben zur Abwendung des Concurs⸗ processes über ihr überschuldetes Vermögen um Zu · sammenberufung ihrer Gläubiger zum Zwecke des Ab⸗ schlusses eines Nachlaß⸗ oder Stundungsvertrags ge⸗ beten. Die Gläubiger dersesben werden deßhalb auf⸗ gefordert, ihre Ansprüche so gewiß Mittwoch den 22. April l. J., Morgens präcis 9 Uhr, dahier anzumelden, als sonst von den nicht erschlenenen angenommen werden wird, sie stimmten den von der Mehrheit der erschlenenen Gläubiger in obiger Be— ziehung gefaßt werdenden Beschlüssen zu. Friedberg den 17. März 1868. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landrichler. Landgerichts Assessor. Edictalladung. 687 Eigenthums- und sonslige Ansprüche an die unten nach Flur und Nummer verzeichneten Immobilien find sogewiß binnen vier Wochen dahter vorzubringen und zu begründen, als sonsten die betreffenden Urkunden be⸗ stätigt und in das Mutations-Verzeichniß eingetragen werden. Gemarkung Wölfersbeim: 1) Kaspar Müller von Wölfersheim: I. 53, I. 60. I 537. I. 1048. I. 1386. II. 69. III. 105. IV. 252. IV. 289. IV. 543, V3„ 942: VI. 75. VI. 419. VI. 488. VII. 43. VII. 237. VII. 306. VIII. 93. K% 88. XII. 512. XII. 512. und XIII. 268. 2) Gerhard Pfeffer zu Wölfersbeim: IX. 179. X. 564. und XII. 584. Hungen den 9. März 1868. Großberzogliches Landgericht Hungen S Holzversteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 682 Montag den 6. und Dienstag den 7. April, werden in den Domanialwald Districten Sparnwald, Dainkohl, Neuwlesenkopf und Langenbirken, nachstehende Holzsortimente versteigert: Scheldholz, Stockholz, Reisholz, t Holzart: E Buchen⸗ 163 837 223¾ 848 Eichen⸗ 71 68 33 121 Aspen⸗— 392 65 Eichenstämme von 6-36“ Durchmesser, 10—457 Länge= 3788 Cubikfuß, 6½ Stecken Eichen⸗Werkscheidbolz, 113 Eichenstangen, 98 Buchen Stangen zu Deichseln, Langwieden ꝛc. tauglich Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen auf der von Bobenbausen nach Wallernbausen füßrenden Chaussee an dem Finkenlöcher Feld im Holzschlag, präclis 9½ Uhr. Am ersten Tage kommt das Brenn- bolz, sowie das Stangenholz im Sparnwald zum Aus- gebot, am zweiten Tage wird die Verstelgerung daselbst fortgesetzt und das in den übrigen Distrieten lagernde schwere Eichen⸗Baubolz, Werkscheidbolz und Brennbolz nebst den Aspen ⸗Zumachrelsern in den Langendirken versteigert. Zahlung sfrtstbis 1. October d. J. Ortenberg den 18 März 1868. Großheriogliche Oberförsterei Ortenberg Marx. Beachtenswerth! 102 Unterzeichneter befitzt ein vortreffliches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie gegen Schwächezustände der Harnblase und Geschlechtgorgane. Speclalarzt Dr. Kirchhoffer Auguft Stoffel, Massecurator. in Kappel bei St. Gallen(Schwetz). 14 Holz-Versteigerung. 680 Freitag den 27. März d. J., sollen im Revier Arnsburg, Distriet Rotberde 170 Kiesernstämme von 8½ dis 16½“ mittlerem Durchmesser und 20 bis 857 Länge, zu Bau- und Schnittbolz sebr geeignet, öffent⸗ lich meistbietend versteigert werden. Das Holz lagert nur wenige Minuten von der Butzbach Licher Provinztal⸗ straße entfernt, weßbalb die Abfubr keine Schwierlgkelt bat. Zablungsfiist gegen genügende Bürgschaft bis Martint 1868. Zusammenkunft und Anfang präels 9 Ubr Vormittags im Holzschlag. Arnsburg am 20. März 1868. Trautwein, Oberförster. Bekanntmach un 676 Mittwoch den 25. d. Mis., Vormittags 9 Uhr, werden in biesigem Stadtwalde, Distriet Zwergheege: 9765 Stück Eichen und Birken Wellen, meifldietend verfleigert. Nauheim am 20. März 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Nauheim Re. Holz-Versteigerung. 677 Montag den 30. und Dienstag den 31 d. Mts., jedesmal Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in dem biesigen Gemeindewald, in den Distrieten Langscheid und Bommeröderschloß, nachstehende Holzsortimente meistbietend versteigert: 4½ Stecken Buchen ⸗Scheidholz, 3 „ Eichen⸗* 6„ Buchen⸗Prügelholz, 4* Eicher⸗ 7. 148„ Buchen⸗Stockholz, 15„ Eichen- 75 13050 Wellen Buchen⸗Reisholz, 7400„ Eichen-„. 150„ Weichholz, Reisholz. Bau“, Werk- und Nutzbolz: 23 Eichen-Bausftämme von 282 CTubikfuß, 7 Nadel⸗„ 4 Birken⸗ 5 95 Elchen⸗Stangen zu Wagnerholz, 110 Buchen⸗ und Birken⸗Stangen zu Wagnerholz. Die Zusammenkunft in loco Hoch-Weisel. Hoch⸗Weisel am 20. Maͤrz 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Hoch⸗Weisel Mohr. Holz-Versteigerung. 691 Freitag den 27. März l. J., des Morgens 9 Uhr anfangend, werden in dem Nieder⸗Weiseler Gemeinde wald, Distrikt Lichte Eiche, nachfolgende Holzsortimente versteigert: 240 Stück Fichten⸗Stämme von 7— 15“ Durchm., 30-70“ Länge, 6300 Cbkfß. haltend, 140 Stück Fichten⸗Stangenholz 600 Cbkiß. haltend, 20 Stecken Fichten⸗Scheir⸗ und Prügelbolz, 40 Stecken Fichten⸗Stockholz, 2000 Stück Fichten⸗Reisholz. Gegen Bürgschaft wird das Holz bis September verborgt. Das Holz liegt eine halbviertel Stunde von Butzbach entfernt, an einer guten Abfahrt. Die Zusammenkunft ist auf den Waldßücken beim Walde. Die Großberzoglichen Herren Bürgermetster der Umgegend werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden öffentlich bekannt machen zu lassen. Nieder⸗Weisel den 21. Marz 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Niedet-Weisel Note r. Bekanntmachung. 690 Es wird hiermit zur öffentlichen Keuntniß ge⸗ bracht, daß der von Nieder- Weisel nach Steinsurt führende Fußpfav, so weit derseibe durch die Gemarkung Oppershofen führt, in der bisberigen Richtung bei Strafe nicht mehr begangen werden darf, sondern die] demselben gegedene neue Richtung, wie viese mit Wegwelsern an Ort und Stelle bezeichnet ist, einge halten werden muß. Oppershofen ben 21. März(868. Großherzogliche Bürgecmeißteret Oppershofen Rolly. An Magenkrampf, verdau- ungsschwäche ꝛc. Leidenden 321 wird das rühmlichst bekannte Heilmittel des Dr med. Doeels empfohlen und ist Näheres aus einer Breschüre, welche in der Expeditlon d. Bl. gratis ausgegeben wird, zu ersehen. Das Mittel wird in halben und ganzen Kuren allein durch den Apotheker Doeceks in Barns dorf (Hannover) verabfolgt. Gutes Vorschuß- N Brodmehl 694 owie Klete empfiehlt Simon Strauß, Metzgergasse. Mehrere Wagen guter Mist 689 find zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. B,. Oberhessische Eisenbahnen. 681 Die Gegner derselben scheinen ihr Spiel noch immer weiter zu treiben. Nachdem der Ausschuß der zweiten Kammer den Vertrag mit von Erlanger genehmigt hat, also hier nichts mehr zu intriguiren ist, verfallen sie auf ein neues Verschleppungs⸗Mittelchen, indem sie Leute mit neuen Projekten vorschieben. Dieser Offerte wird hoffentlich die gerechte eit zum Bauen wird versäumt. 3 Würdigung widerfahren und keine Verschleppung der Sache mehr zugelassen; die schönste Die Oberhessischen Bahnen waren Jahrelang zu haben, wo blieben die Herren? Daß sie jetzt erst kommen, wo die Acten geschlossen sind? Der Zweck ist zu klar und solches Pulver zündet nicht. zeichneten Comité für etrea 40,000 Thaler 61 der schönsten Reit⸗ und Zeugen am 1. April statt. deutliche Adresse, und find solche franco zu richten an Für Pferdeliebhaber. 565 Bei dem am 30. und 31. März und 1. April dahter stattfindenden Pferdemarkt werden von dem unier⸗ Wagenpferde, 10 vollstäudige vier, zwei- und einspännige Equipagen nebst completen Geschirren, so⸗ wie sonstige Reit- und Fahrrequisiten, zur Verloosung kommen, sobald 40,000 Loose vergriffen find. Die Verloosung findet öffentlich vor Notar und Diejenigen auswärtigen Theilnehmer, welche ihre Loose direkt durch das unterzeichnete Secretariat be⸗ ziehen, erhalten sogleich nach der Ziehung mittelst Telegramm Kenntniß, wenn ihnen ein größerer Gewinn zu⸗ gefallen ist, jedoch ohne Verantwortlichkeit des Comité“s. Uebernehmer einer größeren Anzahl Loose erhalten entsprechenden Rabatt. Falls die Zusendung der Loose franco und recommandirt gewünscht wird, so beliebe man die hlezu nötbigen Franco-Marken bei der Beftellung einzusenden. Den Bestellungen auf Loose à Thlr. 1= fl. 1 45 kr. ist der Betrag beizufügen, sowie die genaue und Das Sueretariat des Landwirthschaftlichen Vereins in Frankfurt a. M. einem Hausmittel Gebrauch gemacht werden, welches Wenn ein Kind hüstelt oder hustet, 693 so muß es unter allen Umständen bei reiner Luft ruhig in der warmen Stube bleiben. Es muß im Warmen schlafen und darf durchaus nicht in's Freie. Tödliche Hustenkrankheiten bei Kindern kommen deshalb so oft vor, weil der Husten im Anfang zu wenig beachtet wird, während gewissenhafte Eltern bedenken sollten, wie sehr leicht sich aus einem einfachen Husten die gefährliche Lungenentzündung und Bräune, sowie der qualvolle Keuchhusten entwickeln kann. Zumal zu einer Zeit, wo Keuchhusten und andere Kinderkrank— beiten herrschen, sollte bei dem geringsten Husten obige Regel um so gewissenhafter beobachtet und sosort von geignet ist, das Leiden schon im Keime zu lindern und zu beseitigen. Das beste Hausmittel solcher Art, selbst schon bei vorhandenen Schnupfenfiebern mit Husten, bei Keuch⸗ und Stickhusten, Krampfhusten, Grippe, Katarrh u. s. w. ist sowohl für Kinder als Erwachsene unstreitig der Schlesische Fenchel Honig⸗Extract von L. W. Egers in Breslau, den man nur ächt bekommt bei Jos. Hoffmann in Friedberg. Zjährige Spargelpflanzen, 621 Ulmer und Darmstädter, hat zu verkaufen Dönges in der Burg. 7 Zur Aussaat 695 Wicken, Erbsen, Gerste und Hafer empfiehlt Simon Strauß, Metzgergasse. 158 Epileptische Krämpfe(Fallsucht) heilt Dr. O. Killisch, Spectalarzi für Epllepsie, Berlin, Jägerftr. 75/76. Auswärtige brieflich. Jiegensellchen 613 werden im Einzelnen, sowie in größeren Parthien aufgekauft von H. Gonder. Die billigsten Mö bel elegant und solid gearbeitet zu haben in dem 450 Möbellager der Gebrüder Blum, Rheinflraße. Darmstadt. Verpackung unter Garantie wird dilligst berechnet. Lehrling 663 gesucht für ein Engros-Geschäft in Frankfurt. Näheres durch die Exped. d. Bl. zu erfragen. Einen Garten, 692 welcher der Taubstummen-Anstalt gegenüber llegt, circa ½ Morgen groß, erster Qualität und zweckmäßlg mit Frühobstbäumen(Mirabellen ꝛc. ꝛc.), sowie mit Zwetschen⸗ und Birnbaumen bepflanzt ißt, hat zu ver⸗ pachten August Fritz Wittwe. Käse wird in wöchentlichen Sendungen per Kasse zu kaufen gesucht, gut geirocknet und ge⸗ salzen, also haltbar. Offerten exbittet W. Senft⸗ leben in Berlin, Fischerbrücke 19. 678 Prämienziehung des Lahrer Hinkenden Voten. 679 Bei der in Gegenwart von fünf Zeugen vor⸗ genommenen Prämien⸗Ziehung des Lahrer Hinken⸗ den Boten vertheilten sich die Gewinne wie folgt: 0 Erste Prämie: Thlr. 60, Nr. 263,681. Zweite Prämie: Thlr. 30, Nr. 438,661. Tritte Prämie. Thlr. 40, Nr. 474,261. Vierte Prämie: Thlr. 30, Nr. 343 461. Fünfte Prämie: Thlr. 20, Nr. 307, 205. Sechste Prämie: Thlr. 2. 25, Nr. 78,783. Lahr den 15. März 1868. Jaohs. Heinrich Geiger. Burxbaumpflauzen 674 hat zu verkaufen E Windecker 3 in der Rödger Mühle. Einen jungen Faselochsen, 688 von 1 Jahren, Rothscheck, schön gebaut, hal zu verkaufen Georg Nicolay in Dauernheim. Weiße leinene Caschentücher, 270 gefickt und glatt, Manschetten mit Kragen, Herrenkragen, Vorhemden, sowie Hosenträger bei K. Friedrich neden der Post. Gichtwatte, genesen ae, gen Gliederreißen aller Art, emsiehlt à 18 und 30 kr. Ph. Dan. Kümm ich 92 Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getauft e: 15. März. Dem dahler wohnenden Ortsbürger zu Röthges im Kreise Nidda und Dlener an der hiesigen Ackerbauschule Friedrich Rohn ein Sohn Heinrich Ludwig, geb. den 26. Februar. Beerdig te: 15. März. Frau Anna Margaretha Wolff, geb. Söllner, Wittwe des in Darmstadt verstorbenen Großh. Directors des Landes Hospitals Hofheim Hofrathes Friedrich Wolff, alt 75 Jahre, 2 Monate, 6 Tage, T den 13. März. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. 5 Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpfj. ne anthalt 1 fann jnnerh der i! und ge gußerd Bilder Annone 1 Zum ge etre beschaf bieser zur A des nach