mandel ertsch. Schachtel id Ems hire urtisen bel bloß. er, deutende Abonnenten, welche den Anzeiger durch die Post beziehen, wollen ihre Bestellung für das II. Halbjahr baldigst machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt. 1868. N 73. Anzeiger für Oberhessen. 1 erhlt eie amchen Erlase füt den reis Fribberg. Friedberger Intelligenzblatl. Dienstag den 23. Juni. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Abonnements ⸗ Einladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues halbjähriges Abonnement auf den Anzeiger für Oberhessen, welcher auch ferner wöchentlich drei- mal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinenen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours- Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal im beigegebenen Unterhaltungs- Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel, Bilderräthsel 1c. Die stets wachsende Zahl der Abonnenten muß uns die erfreulichste Aufmunterung sein, die Geschäste der Redaction in der bisher eingehaltenen Weise fortzuführen. Das Abonnement beträgt halbjährig: für die Abonnenten in hiesiger Stadt 1 fl., „„ 5 bei sämmtlichen Postämtern des Großherzogthums 1 fl. 6 kr. Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Halbjahr zusenden, wenn nicht aus drücklicde Abbestellung erfolgt. Die Expedition. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publiziren: Nr. 30. sud 1. Gesetz, die Ausdehnung des Gesetzes vom 19. Februar 1853 über die Errichtung von Provinzialschulfonds auf die zu Folge des Fried ens⸗ vertrags mit dem Königreich Preußen vom 3. September 1868 mit dem Großberzogthum vereinigten Gebletstheile betr.— sub 2. Gesetz, die Einführung mehrerer Gesetze des Großberzogihums in den in Folge des Friedensvertrags vom 3. September 1866 neu erworbenen Gebietstbeilen betr.— sub. 3. Bekanntmachung, die Ausdehnung des Regulativs vom 10. April 1854 wegen Vergüsung von Ueberzugskosten bei Versetzung der Schullehrer auf die zu Folge des Frledensvertrags mit dem Königreich Preußen vom 3. September 1866 mit dem Großberzogtbum vereinigten Gebietstheile betr.— sub 4. Bekanntmachung, die Einführung mehrerer Ver⸗ ordnungen des Großherzogtbums in den in Folge des Ftiedensvertrags vom 3. September 1866 neu crworbenen Gebietstheilen betr.— sub 5. Reglement, die An⸗ legung und Führung der Militär- Stammrollen, sowie die Anfertigung der hierzu erforderlichen Geburts- und Sterbellsten betr.— sub 6. Bekanntmachung, die Auf⸗ bringung des Bedürfnisses der Großherzoglichen Landes ⸗ i. sub 1. Gesetz, die Einführung der Königl. Preußischen Milltärstrafgesetze detr.— zub 2. Verordnung, die Einführung Preußsscher Wilitärgesetze Nr. 31. Brandversicherungs⸗ Anstalt für 1867 betr. im Großherzogthum betr.— ub 3. Verordnung, die Einführung der Koͤnigl. Preußischen Militärstrafgesetze betr. Friedberg den 18. Junt 1868. Betreffend: Die Communalumlagen in den Gemeinden des Kreises Friedberg für 1868. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Sie werden, da Ihnen die Communalsteuerregister unter Couvert zugehen, mit Bezug auf das Ihnen unterm 26. März 1853, Int.⸗Bl. Nr. 27, mitgetheilte höchste Aus schreiben Großherzogl. Ministeriums des Innern vom 3. September 1852 alsbald bekannt machen lassen, daß die Communalsteuerregister zu Jedermanns Einsicht 8 Tage in Ihren Gemeinden offen liegen, unter dem Anfügen, daß Beschwerden gegen die in den Hebregistern enthaltenen Ansätze binnen der ersten B a nn t m. d n Betreffend: Das Einläuten der Schulzeit zu Friedberg. Es wird hierdurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß mit Genehmigung Großherzoglichen Kreisamts Friedberg das Einläuten der Schulzeit in der Stadt Friedberg nicht mehr wie seither um 8 Uhr Morgens, sondern in den Sommermonaten um 6 Uhr und in den Wintermonaten um 7 Morgens stattfindet. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. B. d. K.: Kritzler, Kreisassessor. Friedberg den 19. Juni 1868. 4 Wochen nach Ablauf der Offenlegungsfrist entweder schriftlich oder mündlich zu Protokoll bei uns angebracht werden müßten, und daß später vorgebrachte Beschwerden keine Berücksichtigung finden könnten. Ueber die erfolgte Bekanntmachung werden Sie eine Notiz in der Registratur niederlegen. d. Kritzler Kreis-Assessor. n g. Friedberg am 20. Juni 1868. Großherzogliche Buͤrgermeisterei Friedberg Foucar. Hessen. Darmstadt, 19. Juni. Zweite Kammer. Eine Interpellation des Abg. Edinger, die Berechtigung der Juden zum Eintritt in den Staatsdienst betreffend, wird verlesen; es werden noch weitere Einläufe angekündigt, welche jedoch bei der leisen Stimme des Präsidenten und einiger Unruhe des Hauses nicht verständlich sind. Die Kammer tritt hierauf in die Berathung des Extraordinariums Großh. Kriegsministeriums ein. Bekanntlich sind 910,945 fl. gefordert, während der Ausschuß nur 900,009 fl. bewilligen will. Das einzige Mitglied, Dumont, beantragt, nicht eher in die Berathung des Extraordinariums ein- zugehen, als nicht das Ordinarium für das Militär- budget festgestellt ist. Der Peäsident bittet die Kammer, heute nicht in prinzipielle Fragen ein⸗ zugehen, dazu sei die Berathung des Ordinariums (für morgen angesetzt) geeigneter.— Dumont bemerkt, so sehr er den Abschluß der Convention beklagt habe, und die Folgen, die traurigen Folgen, seien nicht ausgeblieben, liege es ihm dennoch heute ferne, daran zu rütteln, Geschehenes, was nicht mehr zu ändern, ändern zu wollen. Trotz⸗ dem könne er aber nichts Außerordentliches be⸗ willigen, ehe die Grundlage, der Normalzustand hergestellt sei Er verlange ein detaillirtes Budget im Ordinarium.— Wernher betrachtet vom Standpunkte der geschehenen Ereignisse aus die rasche Erledigung des Extraordinariums für dringend geboten. Gerüstet müssen wir sein, unsern Ver- bindlichkeiten müssen wir nachkommen. Die Auf- gabe des Ausschusses sei, diesen Grundsatz als richtig angenommen, deßhalb nur gewesen, zu prüfen, was denn in das Ordinarium und was in das Extraordinarium gehöre, genau zu prüfen. Und das habe er mit bestem Gewissen gethan. — Goldmann stellt den Antrag, das Kriegs- ministerium zu ersuchen, sobald wie möglich die wiiteren nothwendigen Anforderungen, wie z. B. für Kasernenbauten, zu machen, und bis dahin die Regierung aufzufordern, nicht die preußischen, sondern die hessischen Quartiervergütungen ein⸗ treten zu lassen, sowie auch einen Garnisonswechsel nicht eher erfolgen zu lassen, als bis eine Verein⸗ barung mit den Ständen getroffen sei.— Kraft schließt sich dem Majoritätsantrag Dumont's nicht an, obgleich er anerkennt, daß viele Gründe für den Antrag sprächen. Auf jeden Fall beharre auch er auf einer zukünftigen gründlichen Prüfung durch die Stände. Dem Antrage Goldmann's über die weiteren Vorlagen stimme er unbedingt zu.— Auf Wunsch des Antragstellers wird der- selbe darauf an den Ausschuß zur schleunigen Berichterstattung verwiesen.— Auch Backs hält die Berathung des Ordinariums für zuerst geboten, während er die Ausführungen der Majorität des Ausschusses für in jeder Beziehung gewissenhaft hält.— Volhard schließt sich dem Verschiebungs- antrage Dumonts an, schon da die Zeit von jetzt bis Dienstag nicht in Betracht kommen könne * (vorausgesetzt nämlich, daß morgen das Ordinarium zur Berathung und Beschlußfassung komme, und nächste Woche dann diesenige über das heute auf die Tagesordnung gesetzte Extraordinarium).— Wernher bekämpft wiederholt den Dumont'schen Antrag; man dürfe nicht das Unmögliche ver⸗ langen, und auch Stockhausen hält eine Hinaus⸗ schiebung der redlichen Erfüllung der Militär- Convention für durchaus ungerechtfertigt. Bei der Abstimmung fällt der Dumont'sche Antrag mit allen gegen 12 Stimmen und wird sodann der Ausschußantrag auf Bewilligung von 900009 fl. ohne weitere Diskussion mit allen gegen sechs Stimmen angenommen.— Mit Dumont stimmten gegen die Bewilligung noch Oechsner, Backe, A. v. Löw, v. Schenck und v. Wambolt.— Zum Schluß stellt Wernher einen Antrag auf Aufnahme eines Anlehens vom Betrage bis zu einer Million, um die Durchführung der Militär- convention zu ermöglichen. Auch dieser Antrag wird als dringlich zur sofortigen Berichterstattung überwiesen. — 20. Juni. II. Kammer. Bei der heutigen Be⸗ rathung über das Ordinarium des Militärbüdgets beantragt die Majorität des Ausschusses eine Pauschsumme von 3,000,000 fl. unter der Vor⸗ aussetzung zu genehmigen, daß im Laufe des Jahres 1868 von einer Erhöhung der Gagen und Löhne nach preußischem Modus abgesehen werde. Die Minorität will eine sofortige Ver⸗ legung eines detaillirten Budgets über die Mili⸗ zäranforderung und hält die Einführung der Gagen und Löhne durch die Militärconvention nicht geboten. An der sehr lebhaften Debatte betheiligten sich die Abgg. Stockhausen, Wernher, Volhard, Dumont, Goldmann, Heß, Edinger, A. v. Löw, Dernburg und Kraft, sowie die an⸗ wesenden Mitglieder des Kriegsministeriums. Die Galerien sind besonders von Angehörigen des Offizierstandes dicht besetzt. — Großh. Ministerium der Justiz hat am 18. J. M. an die zweite Kammer der Stände einen Gesetzesentwurf, betreffend die Aufhebung der Schuldhaft in den nicht zum norddeutschen Bund gehörenden Gebietstheilen, gelangen lassen, um die bereits im norddeutschen Bund geltenden gesetzlichen Bestimmungen auch in Starkenburg und Rheinhessen einzuführen. — Wie die„Hess. Volksbl.“ vernehmen, geht das Großh. Rentamt Grünberg ein. Der zur Oberförsterei gehörige Bezirk wird dem Rentamt Gießen, die Oberförsterei Nieder⸗Ohmen dem Rentamt Homberg, die Oberförsterei Laubach dem Rentamt Schotten zugetheilt. Weiter wird der seither dem Rentamt Friedberg zugetheilt gewesene Oberförstereibezirk Butzbach nunmehr dem Rentamt Gießen überwiesen. — In Folge ministerieller Anordnung ist der Termin zur Erhebung der Einkommensteuer bis zum August verschoben worden, da die Vorar⸗ beiten nicht bis zum Beginn des nächsten Monats bewältigt werden können. Jedoch wird die Steuer für den Monat Juli nacherhoben werden. Worms. Vor einigen Tagen kam Rev. Jos. Hartmann, Pastor der ersten deutschen ver tinigt⸗evangelischen Gemeinde der St. Paulus kirche zu Chicago aus den vereinigten Staaten Nordamerikas hier an, um als Abgeordneter seiner Gemeinde der Enthüllungsfeier des Luther⸗Denk⸗ mals beizuwohnen. Derselbe behändigte dem Vicepräsidenten als Zeichen der lebhaften Sym⸗ pathien seiner Gemeinde noch einen nachträglichen Beitrag von 500 Gulden. Zugleich meldete er noch drei Glieder seiner Gemeinde an, welche in den nächsten Tagen eintreffen werden, und er— zählte, daß aus New⸗Nork allein 80 Festbesucher zu erwarten seien. Preußen. Berlin, 19. Juni. Der Reichstag nahm das Gesetz über Quartierleistung in der Schlußabstimmung an, ebenso das Gewerbe— gesetz und Bundesbeamtengesetz, ferner die Gesetze über die Bundesrechnungs-Behörde und über die Spielbanken. Endlich gelangte das Etatsgesetz definitiv zur fast einstimmigen Annahme. Auf eine Anfrage Lasker's erwidert der Bundes-Commissar Günther, daß der Bundeskanzler auch während seiner Abwesenheit Contrasignaturen vollzieht, in seinen sonstigen Geschäften aber vom Staatsminister Friesen und dem Präsidenten Delbrück vertreten wird. Im weiteren Verlauf der Sitzung werden in die Bundesschulden-Commission gewählt die Abgeordneten Friedenthal, Twesten und Hagen. Der Stellvertreter des Bundeskanzlers, Minister v. Friesen kündigt an, daß der Schluß des Reichstags morgen Nachmittag um 3 Uhr durch den König in eigner Person erfolgen werde. Präsident Delbrück theilt mit, daß das Genossen⸗ schaftsgesetz vom Bundesrath mit den Modificationen der Civilprozeßcommission genehmigt sei. Das Haus beschließt, das Gesetz morgen in einer Lesung zu erledigen. — 20. Juni. Der König hat den Reichstag mit folgender Thronrede geschlossen: Geehrte Herren vom Reichstage des norddeutschen Bundes! Sie stehen am Schlusse einer Session, welche reich an Mühen, aber auch reich an Ergebnissen war. In hingebender Thätigkeit haben Sie im Verein mit den verbündeten Regierungen die Einrichtungen des Bundes ausgebaut und befestigt und wichtige Reformen der gemeinsamen Gesetzgebung theils eingeleitet, theils zum Abschluß gebracht. Die finanziellen Fragen, welche einen hervorragenden Gegenstand Ihrer Berathungen bildeten, sind in befriedigender Weise gelöst. Indem Sie die Ver⸗ waltung der in der vorigen Session für die Ent⸗ wickelung der Marine und die Vervollständigung der Küstenvertheidigung beschlossenen Anleihe der bewährten Verwaltung der preußischen Staats- schulden anvertrauten, haben Sie die Fortbildung dieses Zweiges unsrer Wehrkraft gesichert, welchem ebensosehr meine eingehende Sorgfalt als die Sympathien der Nation zugewendet sind. Die Verständigung über die Verwaltung dieser Anleihe hat es gestattet, in dem von ihnen angenommenen Bundeshaushalts ⸗Etat, ohne eine wesentliche Er⸗ höhung der fortdauernden Ausgaben, für die Förderung der Aufgaben des Bundes in aus⸗ reichendem Maße Fürsorge zu treffen. Die Ein⸗ richtungen, deren es bedarf, um über die Ver⸗ wendung der Einnahmen des Bundes die ver⸗ fassungsmäßige Rechnung zu legen, sind vorläufig geordnet. Durch das Gesetz über die Aufhebung der polizeilichen Beschränkungen der Befugniß zur Eheschließung ist die durch vieljährige Erfahrung in Preußen bewährte Freiheit in der Begründung eines Hausstandes und einer Familie verallgemeinert und das in Ihrer letzten Session begründete Institut der Freizügigkeit ergänzt. Dieses Gesetz, sowie die Gesetze über die Aufhebung der Schuld- haft und die Schließung der öffentlichen Spielbanken, beweisen, daß die sittlichen und die wirthschaft⸗ lichen Momente in den Aufgaben des Bundes Hand in Hand gehen. Durch eine Reihe von Postver⸗ trägen, welche Ihre Zustimmung erhalten haben, ist die in der vorigen Session geordnete Ermäßigung der Portotaxe auf die auswärtige Correspondenz ausgedehnt; das Gesetz über die Quartierleistungen im Frieden sichert eine gerechtere Vertheilung und innerhalb der durch die unerläßlichen Rücksichten auf die Finanzlage gebotenen Gränzen eine an ⸗ gemessene Vergütung dieser Leistung. Durch die den Angehörigen der vormaligen schleswig⸗holstei nischen Armee bewilligten Pensionen und Unter⸗ stützungen wird eine Schuld getilgt, in deren Anerkennung Sie sich mit den verbündeten Re⸗ gierungen vereinigten. Die Maß- und Gewichts⸗ ordnung eröffnet die Aussicht auf die Herstellung eines einfachen und einheitlichen Systems für ganz Deutschland und führt einer Einigung aller civilisirten Nationen auf diesem Gebiete näher. Die Bildung des deutschen Volkes bürgt dafür, daß die von der Ausführung dieses Systems unzertrennlichen Schwierigkeiten in nicht allzulanger Zeit zu über⸗ winden sein werden. Auf dem Gebiete des Steuerwesens ist die Gleichmäßigkeit der Besteuerung der wichtigsten Artikel des Verbrauchs innerhalb des Bundes und der letzte Schritt geschehen, welcher für den Eintritt Mecklenburgs und Lübecks in die gemeinsame Zolllinie erforderlich war. Und so entlasse ich Sie, geehrte Herren, mit meinem und meiner hohen Verbündeten Danke für die Mitwirkung, welche Sie sowohl unserem gemeinsamen Werke als auch den großen Interessen zugewendet haben, zu deren Pflege wir mit den füddeutschen Staaten verbunden sind. Ich entlasse Sie mit der Zuversicht, daß die Früchte Ihrer Arbeiten bei uns und in ganz Deutschland unter dem Segen des Friedens gedeihen werden. — Nach Berliner Blättern ist der König am Sonntag Abend nach Hannover gereist, wo er zwei Tage verweilt, Mittwoch nach Kassel und Mainz zur Truppenbesichtigung geht und sich darauf nach Worms begibt. Die Rückkehr erfolgt Freitag oder Sonnabend. — Der„Staatsanzeiger“ enthält eine Cabinets · ordre vom 13., wonach die drei evang. Consistorien in Kassel, Marburg und Hanau zu einem einzigen für den ganzen Regierungsbezirk Kassel verschmolzen werden, das seinen Sitz in Marburg haben soll. „Bei der Zusammensetzung des Consistoriums— heißt es darin— ist auf eine Vertretung der verschiedenen Confessionen Rücksicht zu nehmen. Dasselbe hat die Aufgabe, das Recht der ver⸗ schiedenen Confessionen und der in einem Theile des Landes bestehenden Union, sowie die auf dem Grunde dieses Rechts ruhenden Einrichtungen zu schützen und zu pflegen.“ Kassel. Die in Berlin erscheinende„Post“ will wissen, daß künftig einem Mitgliede des königlichen Hauses ein dauernder Wohnsitz in Kassel angewiesen werde. Als dazu bestimmt wird der Prinz Albrecht Sohn bezeichnet, welchem gleichzeitig unter Beförderung zum General ⸗Lieute⸗ nant das Militär⸗Gouvernement von Hessen über⸗ tragen würde. Bayern. München. Die„Correspond. Hoffmann“ schreibt: Die bayerische Regierung ist mit der Gründung eines süddeutschen Bundes einverstanden, wenn derselbe den ganzen Süden umfaßt und weder isolirt dastebt, noch sich an das Ausland anlehnt.(7) Aus Baden wird gemeldet, daß die Werbe⸗ bureaus für die päpstliche Armee, welche auf französischem Boden, in Straßburg und St. Louis (bei Hüningen) bestanden, seit der Mitte des vorigen Monats ihre Thätigkeit eingestellt haben, da gutem Vernebmen nach durch diese beiden Bureaus fast 2000 Anwerbungen stattgefunden haben. Dem Befehlshaber der römischen Truppen, General Kanzler, wurden vor einiger Zeit zur Verwendung für militärische Zwecke aus Freiburg 20,000 fl. nach Rom übermittelt. Oesterreich. Wien, 19. Juni. Herren⸗ haus. Debatte über die Finanzvorlagen. Die Budgetcommission empfiehlt die unveränderte An⸗ nahme der Unterhausbeschlüsse. In der General- Debatte spricht Graf Auersperg für den Com⸗ missionsantrag. Schmerling erklärt nur deß halb für den Commisstonsantrag zu stimmen, weil die Zeit dränge und abweichende Beschlüsse des Herrenhauses keine Aussicht auf Annahme Seitens des Abgeordnetenhauses hätten. Der Finanz⸗ minister empfiehlt die Annahme der Beschlüsse des Abgeordnetenhauses. Das Convertirungsgesetz wurde hierauf in der Specialdebatte unverändert angenommen, ebenso die Gesetze, betreffend die Erhöhung der Gebühr von Lotteriegewinnsten, und den Verkauf der Staatsgüter. Ferner ge⸗ nehmigt das Haus den Staatsvoranschlag für 1868 unverändert in der Fassung des Abgeord⸗ netenhauses, sowie das Gesetz, die Organistrung der Handels⸗ und Gewerbekammern betreffend.— Im Abgeordnetenhause wurden die Aenderungen, welche das Herrenhaus an dem Eisenbahntarif⸗ gesetz vorgenommen, genehmigt. Kuranda wurde in die Reichsrathsdelegation gewählt — Nächstens werden sich Baron Burger und Hofrath Arneth nach Florenz begeben, um die im vorigen Jahre unterbrochenen Verhandlungen wegen Auslieferung der venetianischen Kunstschätze zu vollenden, nachdem sich die italienische Regierung zum Abschuß auf Grundlage der im Vorjahre nicht acceptirten Convention nunmehr bereit er⸗ klärt hat. — Das„Tageblatt“ meldet, das Central⸗ Comite des deutschen Bundesschießens habe eine officielle Erklärung des Inhalts beschlossen, daß die dem bevorstehenden Schützenfeste den Charakter r—————————„— eade„Host“ Agliede det Dohrstz in umamt wird „ welchen ral · dieute⸗ desen über. LCertespond. lezirrung i den Bundet dien Süden 'och sich a dit Verbe⸗ velcht auf d Sl. Leun Nite des cdellt haben, diest beiden daltgefunden den Truppen, zer Zeit zur ut Freiburz 1 Herren, fager. Die änderte At det Gentral⸗ der Con- 10. deßhald , peil bit schlüst det unt Seilen er Finanz tchlüßt des nrungegestß undttändert reßend dit Burztt u. un dik lungen 3—— — einer politischen Demonstration gegen Preußen verleihenden Gerüchte entschieden zurückzuweisen seien.— Nach demselben Blatte hat die hannö⸗ versche Schützengesellschaft„Freihandschießen“ an das Cowite die Mittheilung gelangen lassen, es werde das Schützenfest nur in dem Falle be⸗ schicken, wenn die politische Richtung desselben keine preußenfeindliche sei. Das Central-Comite habe diese Bedenken darauf durch obige Erklärung beseitigt.. Frankreich. Paris. Der„Moniteur“ enthält ein Dekret, wonach in Folge der Münz⸗ convention die alten Silberstücke von 2 Franes bis zu 20 Centimes vom 1. Okt. 1868 an keinen Zwangscours mehr haben, jedoch an den öffent- lichen Kassen bis zum 31. December d. J. ein- gewechselt werden. — Der„Etendard“ meldet, daß Hr. Ristich, mit einer Mission der serbischen Regierung beauf⸗ tragt, in Paris angekommen ist. Der„France“ zufolge hat die Reise des Herrn Ristich den Zweck, dem jungen Fürsten Milan die Adressen der ser⸗ bischen Bevölkerung zu überbringen. Herr Ristich wird wahrscheinlich in Paris bleiben, bis ihm das Resultat der Wahl der Nationalversammlung be— kannt ist, und sodann, wenn der junge Fürst gewählt worden ist, ihn nach Belgrad begleiten. — Durch die Zeitungen ging vor einigen Tagen die auffällige Nachricht, die badische Re- gierung habe beabsichtigt, auf französischem Gebiete ein Uebungslager zu errichten und dieserhalb mit einer Gemeinde des Elsasses unterhandelt. Die von vornherein unglaublich klingende Nachricht, Härt sich folgendermaßen auf. Die französische Gemeinde Münchhausen(Dep. du Bas Rhin) besitzt als Gemeinde ⸗Eigenthum eine kleine an das rechte Rheinufer stoßende Landzunge, die zum badischen Territorium gehört. Diese Landzunge oder kleine Halbinsel wurde von der badischen Armee ⸗Verwaltung für Manöver in Anspruch ge⸗ nommen, was die französische Gemeinde weder ablehnen konnte noch wollte. Italien. Der traurige Zustand der öffent- lichen Sicherheit in Italien wird von der Times nach den offiziellen Berichten, welche die Gazzetta Militare monatlich veröffentlicht, hervorgehoben. Im vergangenen April wurden 5484 Personen verhaftet, von denen 297 des Mordes, 297 des Straßenraubes und Einbruches, 1440 des Dieb⸗ flahls und die übrigen anderer Verbrechen und Vergehen angeklagt waren. Daß diese Zahl keine ausnahmsweise hohe war, ersieht man daraus, daß im Monat März 3749 Verhaftungen vor⸗ genommen wurden, davon als Mörder 220 und als Straßenräuber 289, während gewaltthätige Körperverletzung mit 846 und Diebstahl mit 1450 sigurirten. Die Times äußert ihre Befriedigung darüber, daß bei aller tadelnswerthen Unthätigkeit von Volk und Regierung gegen ein so übertriebenes Unwesen man die Sache wenigstens nicht ver- heimliche. Frankfurt. Es wird berichtet, es habe sich hier ein Verein reicher junger Leute unter dem Namen„Frank⸗ furter Verein“ gebildet, dessen Mitglieder einen jäbr⸗ lichen Beitrag von 200 fl. und ein Einstandsgeld von 500 fl. zu bezahlen haben. Das Gesellschaftslokal befindet sich auf dem Roßmarkt.(Es scheint doch noch einiges Geld hier zu stecken.)— Wie man vernimmt, wurden zwei Börsenspeculanten seit der letzten Medio Liquidation in Folge ber Nichtbezahlung von Differenzen unsichtbar— Ein hiefiger Bürger, welcher in der letzten Zeit bedeutend in Frucht machte, soll eine Schlappe von fast 100,000 fl. erlitten haben. Die Verluste werden Rheinland und West⸗ phalen zu tragen haben. Mainz. Die letzten Tage lieferten leider wieder der Strafjustiz einige schwere Fälle. Während die hiesige Polizei die zwei seit einigen Tagen in dem Wald bei Gonsenheim herumziehenden Individuen, welche ber nicht ohne Vorbedacht verübten schweren Körperverletzung mit tödtlichem Verlauf an dem, die Wirthschaft an den preußischen Schießständen haltenden Sergeanten Czikowsky beschuldigt sind, vor der Stadt ergriff, vollzog der gerade des Weges kommende Friedensrichter des Bezirks dasselbe Amt an einem Fuhrmann auf der Mainz⸗Mörrstadter Straße. Dieser hatte aus einer geringfügigen Veranlassung einen Fabrikarbelter, Vater von 6 Kindern, zusammengestochen. Wenige Stunden nach diesen Vorgängen verschwand aus dem, ebenfalls noch im Weichbilde der Stadt und mitlen in dem Schauplatz obiger Thaten liegenden Orte Bretzenheim ein Mann, auf welchem der Verdacht zweier Giftmorbde und der des Ver⸗ suches zu einem dritten Verbrechen gleicher Art ruht. Mainz. Am 19. d. M. waren bahier die ersten neuen Kartoffel zu Markte gebracht und wurde das Mäßchen zu 10 kr. verkauft. Aus Herrieden, 15. Juni, schreibt der Witterungs⸗ beobachter der„Fr. Z.“: Das wieder eingetretene schöne Wetter hat sich mit Ausnahme der Gegenden am adriatischen Meere über ganz Europa verbreitet und dürfte auch zunächst nicht durch Gewitter unterbrochen werden. Das europaische Luftmeer ist wieder sehr ruhig geworden; die ohne dies nicht großen Luftdifferenzen sind noch über⸗ dies quer durch ganz Europa gelagert. Die Hitze nimmt überall zu und ist namentlich im Norden bedeutend.— Unterm 17. schreibt derselbe weiter: Die im letzten Be⸗ richte angekündigte Fortdauer des schönen Weiters dürfte bald Gewitterunterbrechungen erleiden. Das europäische Lufimeer wird wieder unruhiger, die im Norden und Süden unseres Erdtheiles befindlichen Luftthäler werden tiefer und rücken näher, im Südosten hat die Gewitter⸗ bildung bereits Ungarn erreicht. In dem Maaße als es bei uns wärmer wird, wird es in Nordamerika wieder kälter, Heards Content hatte am 14. Morgens 6 Uhr bei bewölktem Himmel nur 3,99. In Köln wurde dieser Tage ein höchst seltenes Jubiläum gefeiert, ein Biersest, die Feier des 400jährigen ununterbrochenen Bestehens der Bierbrauerei„auf Rom.“ Ungefähr hundert Theilnehmer, darunter die Koryphäen des Kölnischen Humors und die Vertreter der Alterthums⸗ kunde versammelten sich am Abend„auf Rom,“ wo Hr. Alex⸗ Günther die Festrede hielt, und ein höchst kunst⸗ reiches Diplom in prachtvollem Rahmen Hrn. Wilh. Scheben, dem derzeitigen Besitzer der Brauerei, überreichte. Daran schloß sich ein Festessen, bei welchem Reden, Lieder und Toaste den rheinischen Humor so recht zum Ausdruck brachten, Hr. Scheben ließ unter die Festtheilnehmer eine Broschüre über die Geschichte des Hauses und dessen frühere Besitzer vertheilen. Kiel. Die schönste Corvette der preußischen Marine „Hertha“ hat durch einen auf ihr ausgebrochenen Brand arge Verwüstungen erlitten. Es wird darüber berichtet: Am Abend des 13. gegen 10 Uhr wurden zuerst weiße Rauch⸗ wölkchen oberhalb der an der Wasser⸗Alle neden„Barba⸗ rossa“ und der„Medusa“ liegenden Corveite„Herthz“ bemerktz Alarmschüsse von der„Gefion“ und dem„Chamä leon“ benachrichtigten von der Gefahr, in der Stadt wurde Generalmarsch geschlagen. Die freiwillige Turner⸗Feuer⸗ wehr war mit zwei vortrefflichen Spritzen zuerst am Platze und wurde von einem Hafendampfer an Bord der „Hertha“ gebracht, die selbst nicht eine einzige Spritze an Bord hatte. Erst nach 1 Uhr gelang es den Anstrengungen der Löschmannschaften, des Feuers Herr zu werden; die Corvette war inzwischen nach vorn etwas gesunken und hatte sich ein wenig auf die Seite gelegt. Ueber die Ursache des Feuers ist, so weit uns bekannt geworden, noch nichts ermiuelt; man spricht davon, daß das Feuer im Kohlenraum seinen Anfang genommen. „, Zu Auch in Frankreich brach Feuer aus und griff schnell um sich. Aus einem brennenden Hause hörte man schreien: Rettet uns, Rettet uns! Herzzerreißend war der Schrei einer Mutter: Rettet mein Kind! Der Erzbischof von Auch, der bis dahin mit den Löschenden gearbeitet, trat vor und rief:„Fünfundzwanzig Louisd'or dem, der die Frau und das Kind aus den Flammen rettet!“ Mehrere Männer näherten sich den Flammen, lraten aber wieder zurück.„Fünfundzwanzig Louisd'or dem, der die Frau und das Kind aus den Flammen rettet!“ rief der Bischof von Neuem. Die Menge stand er⸗ griffen, in höchster, peinlichster Spannung Keiner wagte sich an das Werk. Da nimmt der Erzbischof ein leinenes Tuch, taucht es in einen Eimer Wasser, umwickelt sich damit so gut es geht und besteigt die Brandleiler. Die Volksmenge fiel auf die Knie, betend und das Auge un⸗ verwandt auf den Erzbischof gerichtet. Er erreichte das in Flammen stehende Fenster, und von Flammen und Qualm umgeben stand am Fenster eine ergreifende Gruppe: der Erzbischof, die Mutter, das Kind. Er nahm das Kind, half der Frau und die Rettung gelang. Unten angekommen riß er das halb verbrannte Tuch von seiner Schulter, kniete nieder und dankte Gott für die Rettung. Dann trat er zu der armen Frau.„Frau,“— sagte er —„ich hatte 25 Louisd'or dem versprochen, der Sie retten würde. Ich habe die Summe verdient und Ihnen will ich sie schenken.“ Preis- Aufgabe. Die Conferenz für„Innere Mi ssion“ in Thüringen bestimmt hierdurch eine Ehrengabe von 100 Thlen. für die bis zum letzten Dezember 1869 bei ihr eingereichte beste Volksschrift. Sie forbert die deutschen Männer, die hierzu Beruf in sich fühlen, zur Betheiligung auf. Der Inhalt der Schrift wird der Wahl der Verfafser völlig freigestellt; es kann solcher der Geschichte älterer oder neuerer Zeit entnommen sein, er kann die socialen Ver⸗ hältnisse behandeln oder in das Familienleben eingreifen, ja landwirthschaftliche und technische Materien sollen nicht ausgeschlossen sein— nur muß die Schrift einem gesunden christlich⸗evangelischen Sinn entstammen und mit dem Volksgeist innig verwachsen sein, sie soll nicht unter 5 und nicht über 10 Bogen 80(à 16 Seiten) stark werden. Ein Preisrichter-Collegium von drei Personen, um dessen Er⸗ nennung wir den Central-Ausschuß für Innere Mission ersuchen werden und deren Namen später bekannt gemacht werden sollen, entscheidet über den Werth der eingesandten Schriften und verleihet der besten die Ehrengabe. Die ausgewählte Schrift wird nach Auszahlung des Preises Eigenthum der Conferenz. Die Herren Einsender haben ihre Arbeit mit einem Motto zu versehen, und in einem Separat-Couvert, das gleiches Motto trägt, ihren Namen und Wohnort niederzulegen. Nach Preis⸗Ertheilung wird solches eröffnet, und der prämiirte Verfasser bekannt ge⸗ macht, alle anderen Einsender können unter Namhaft⸗ machung des betreffenden Motto's die Arbeit zurückerhalten. Erfurt den 25. März 1868. Die Conferenz für„Inncre Mission“ in Thüringen. Bieck, Consistorialracth in Erfurt; Frenzel, Stadtrath in Ersurt; Glöckner, Jusftizrath in Halle; v. Hagen, Möbelfabrikant in Erfurt; v. Hülsen, General⸗Director in Merseburg; v. Kotze, Regierungs⸗Präsident in Erfurt; A. Perthes, Buchhändler in Gotha; Rudolphi, Senior und Superintendent in Erfurt; H. Tromsdorff, Apo⸗ theker in Erfurt. Für die Wetterbeschädigten in den Gemeinden Freienseen und Lardenbach ist in Nr. 71 d. Bl. ein Aufruf zur Hülfe erschienen. Nach früheren Mittheilungen in diesem Blatte und in andern Blättern sind andere Gemeinden des Vogelsberges, wie Sellnrobd und Bobenhausen, in ähnlicher Weise vom Wetter heim⸗ gesucht worden und es ist in der Darmstädter Zeitung auch für diese Gemeinden die Bitte um Hülfe ergangen. Die Unterzeichneten erklären sich deßhalb bereit, Gaben für die wetter beschädigten Gemeinden in den Kreisen Grünberg und Schotten in Empfang zu nehmen und für angemessene Vertheilung an die beschä⸗ digten Gemeinden Sorge zu tragen. Friedberg den 19. Juni 1868. Der Vorstand des Hülfsvereins: Baur. Dr. Diegel. W. Fertsch. Foucar. Mayer Hirsch. Dr. Köhler. L. Meyer. J. Müller. Nau. Dr. Pilger. Steinberger. Steinhäußer. G. Trapp II. Wie wir in einer früheren Nummer des Anzeigers bereits erklärten, sind auch wir zur Annahme von Bei⸗ trägen für die wetterbeschädigten Gemeinden der Kreise Grünberg und Schotten bereit und quittiren heute übe die uns bereits zugekommenen Gaben. Wir empfingen: Von Frau Hofsapolheker Wahl 3 fl.— O. K. 1 fl.— M. M. 1 fl. 10.— Dr. Maithias hier 1 fl.— C. H. 2 fl. 30.— F. H. Winwe 1 fl. 45.— Pfarrer Bor⸗ 1 65 1 fl. Frau Schff. 1 fl. Zrsammen 12 fl. 25, wofür wir besten Dank sagen. Die Expedition des Anzeigers für Oberhessen. Für die deutsche Nordpol⸗ Expedition bis jetzt Einnahme 55 fl. 51 kr. Weitere Gaben nimmt stets dankbar an Dr. Matthtas. oel ⸗ Li fer un g. 1532 Montag den 29. Juni d. J., Vormittags 9 Uhr, soll die Lieferung von 90 Stecken Buchenscheit⸗ holz für das Milltärhospital Frledberg auf dem Hospital⸗ bürrau, unter den daselbst zur Einficht bereit liegenden Bedingungen, durch Summissson vergeben werden. Friedberg den 20. Junt 1868. Der Großherzogliche Hospital Commandant Hoffmann. Scheuer ⸗ Verpachtung. 1537 Mittwoch den 24. Junt d. J., Vormittags 11 Ubr, sollen in hiesigem Rathhause die beiden Hospitalscheuern, in der Usaervorstadt, anderweit auf dret Jahre öffent— lich meistbietend verpachtet werden. Friedberg am 20. Junt 1868. Großherzogliche Bürgermelsteret Frtedberg Fouc ar. Jahreseinnahme pr. 1867 77 75 70 70 1533 * Dividende der Versicherten im J. Lebensversicherungsbank für Deutschland in Gotha. Versicherungsbestand am 1. Juni 1868 Effektiver Fonds am 1. Juni 1868 58,217900 Thlr. 14.750000„ 8 0 N 2,6080985* 1868 36 Proz. „ 1869 9 Diese Anstalt gewährt durch den großen Umfang und die solide hypothekarische Be— legung der vorhandenen Fonds eben so nachhaltige Sicherheit, wie durch unverkürzte Vertheilung der Ueberschuͤsse an die Versicherten möglichste Billigkeit der Versicherungskosten. Antragsformulare und neuester Rechenschaftsbericht sind unentgeltlich zu haben bei Hofgerichts-Advocat G. Trapp II. in Friedberg. Ortseinnehmer L. Höhler in Büdingen. Domainenpfandmeister Müller in Nidda. Edietalla dung 866 Forderungen und Ansprüche jeder Art an das Ver⸗ mögen des Heinrich Jakob Heck von Wecker heim und seiner Ebefrau Loulse. geb. Lochmann, über welches der formelle Concurs erkannt ist, sowie etwaige Vor⸗ zugsrechte find von den gerichtsbekannten und un⸗ dekannten Gläubigern derselben Mittwoch den 8. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr, dei Meidung Ausschlusses von der Masse dahler anzu⸗ melden. Zugleich soll in diesem Termine, wenn nicht ein Arrangement zu Stande kommt, über Masseverwal⸗ tung, Bestellung eines Massecurators, Wahl eines Gläubigerausschusses, wenn nöthig, eines Contradiktors verhandelt werden. Die ausbleibenden oder durch ge⸗ hoͤrig Bevollmächtigte nicht vertretenen Gläubiger werden den Beschlüssen der Mehrheit der erschlenenen Gläubiger beitretend angesehen. Friedberg am 3. April 1868. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reiß, Zimmermann, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Oeffentliche Aufforderung. 1109 Forderungen und Ansprüche jeder Art an das mit 1189 fl. 4 kr. überschuldete und für concursfällig erklärte Vermögen des hiesigen Bürgers und Bäckers Konrad Meter find, dei Vermeidung des still⸗ schweigend erfolgenden Ausschlusses von der Masse, im Termine Freitag den 17. Juli d. J., Morgens 9 Uhr, dahier anzumelden und zu begründen. 5 Zugleich soll in diesem Termine die Güte wieder ⸗ holt versuckt, in deren Entftehung aber ein Gläubiger⸗ Ausschuß erwählt und ein Massecurator bestellt, und sollen Besimmungen über die Richtigkeit der angezeigt werdenden Forderungen und Ansprüche, sowie wegen Veräußerung und Vertheilung der Masse getroffen, und sollen die in den angedeuteten Beziehungen von der Mehrheit der erscheinenden oder gehörig vertreienen Gläudiger gefaßt werdenden Beschlusse auch für die Minderheit der auftretenden, oder die ausblein enden, oder die ungenügend legitimirten Gläubiger als bindend betrachtet werden. Nauheim am 1. Mai 1868. Großherzogliches Landgericht Nauhe im Utrich, Suppes. Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Bekanntmachung betreffend: Holzversteigerung in der Oderförflerei Ober⸗ Rosbach. 1513 Freitag den 26. d. M., Morgens 8 Uhr beginnend, gelangen in dem Westerfeld'schen Wald bei Ober⸗ Rosbach zur öffentlichen Versteigerung an die Meistbietenden: 6½¼ Stecken Prügel, 11250 Wellen Reiser, geschälte Eichen. 4 Wagen u. 2 Läste Allerleiholz, Ober⸗Rosbach den 17. Juni 1868. Großherzogliche Oberförsterei Ober⸗Rosbach Bingmann. Lieferung von Gerste, Waizen⸗ kleie und Leinkuchen. 1531 Montag den 29. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden die obigen Bedürfnisse für die Garnison Butz⸗ dach auf das zweite Halbfahr 1868 auf dem Büreau des Proviant⸗Amts dahier, woselbst auch die Bedingungen offen liegen, im Soummissionswege vergeben. Darmstadt den 20. Juni 1868. Groß herzogliches Proviant⸗Amt. Bekanntmachung. 1529 Die Verpachtung der Martini d. J. fälligen, von Herrn Pofgerichtsadvokiten Trapp III. und Heinich Müller II. Wuütwe erkauften Grundstücke in den Ge⸗ markungen Fauerbach b. Fr. und Friedberg, ist nicht genehmigt worden und findet Mittwoch den 8. Juli d. J., Morgens 10 Uhr, auf dem Gemeindehause dahter eine nochmalige öffent⸗ liche Verpachtung auf neun Jahre statt. Friedberg den 19. Juni 1868. Groß herzogliches Rentamt Friedberg Lin deck. Hofraithe⸗ und Garten- Versteigerung. 1536 Montag den 29. Juni d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die zum Nachlasse des verßorbenen Rudolph Weis dahler gehörenden Im⸗ mobilien, nämlich Hofraithe mit Hausgärtchen in der Burg, sewie 90 Klafter Grabgarten in der Kehl noch ⸗ mals und zwar zum Letztenmal öffentlich me ftbletend versteigert werden unter dem Anfügen, daß Nachgebote keine Berücksichtigurg mehr finden sollen. Friedberg den 22. Juni 1868. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fouc ar. Corseten K. Friedrich neben der Postt, 944 bei Oberhessische Gesellschast für Natur-& Heilkunde in Gießen. 1539 Generalversammlung Samstag den 4. Juli auf dem Teichhause in Nauheim von 10 Uhr Morgens an. werden hierzu ergebenst eingeladen. Nach der Alle Mitglieder der Gesellschaft und Freunde der Naturwissenschaften Sitzung gemeinsames Mittagessen. Im Namen der Gesellschaft D. z. corr. Secr. Dr. O. Buchner. Bäckerei Strauß. 1527 Es ist in jüngster Zeit bei einem allzugroßer Andrange von Leuten, die Brod ver⸗ langten, öfters vorgekommen, daß ich Vielen entweder gar nicht genügen, oder nur mit feischem eben aus dem Ofen gehobenen Brode dienen konnte. Dieses veranlaßte mich mein Hilfspersonal zu vermehren, die Bäckerei ununterbrochen Tag wie Nacht in Betrieb zu halten, so daß ich jetzt im Stande bin, einem weit ausgedehnteren Bedarf entsprechen und versichern zu können, daß es von jetzt an kaum mehr vorkommen dürfte, irgend Jemand unbefriedigt weggehen zu lassen, was zur gefälligen Berücksichtigung hiermit veröffentlicht Friedberg. Von heute an Löb Strauß. Erste Sorte Brod 16 kr. Zweite Sorte Brod 14 kr. Zum neuen Dielhof in Friedberg. Alle Forten Dielen, Thonröhren, Platten ꝛc. ꝛc. 1517 zu außergewöhnlich billigen Preisen bei Eduard Ruths. Kapital⸗Gesuch. 1534 Die Stadt Butzbach will einige tausend Gulden in Abtheilungen aufnehmen. Lusttragende haben sich bei der unterzeichneten Stelle zu melden. Butzbach den 20. Juni 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach Küchel. Tanz ⸗ Unterricht. 1523 Mit dem ersten Juli, Abends 5 Uhr, beginnt im Hötel zu den drei Schwertern mein Tanz⸗Unterricht, zu welchem ich mich empfohlen halte. Anmeldungen bitte gütigst in genanutem Hötel machen zu wollen. Friedberg im Juni 1868. H. Moseler, Tanzlehrer. Friedrich Nöhrichs rühmlichst bekannter Arrowrool- Kinderzwieback ein vollständer Ersatz der Muttermilch, 1009 erfunden und mit bestem Erfolge angewandt von der berühmten Ge⸗ burtshelferin und promovirten Doctor in Frau Profess. Dr. Heiden⸗ re ich geb. von Sebold ist stets vor⸗ räthig in ½ Paqueten à 10 kr. und ½ Paqueten à 5 kr. in Friedberg dei Vb. Dan. Kümmich. P. 8. Oteser Zwieback wird zugleich allen deujemgen, deren Verdauungs⸗ organe besonderer Schonung be⸗ dürse n, als ein sehr kräftiges, leicht verdauliches Nahrungsmittel em⸗ pfohlen. Beachtenswerth! 102 Unterzeichneter besitzt ein vortreffliches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie gegen Schwächezustände der Harnblase und Geschlechts organe. Speclalarzt Dr. Kirchhoffer in Kappel dei St. Gallen(Schweiz). Tüchtige Herrenschneider, 1524 mit gutem Atteste versehen, können dauernde Beschäftigung erhalten bei M. Scheuer in Frank⸗ furt a. M., Ecke der Allerheiligengasse und Fahrgasse. Ein gesitteter junger Mensch 1526 kann unter annehmbaren Bedingungen als Schrift⸗ setzer in die Lehre treten, Kost und Logis im Hause bel Kohler& Teller, Buchdruckerei in Offenbach a. M. 1496 In Frankfurt a. M. ist ein renommirtes Schmiede ⸗Geschäft zu vermiethen oder zu verkaufen. Näheres in der Expedition d. Bl. Eiu vollständiges Logis, 1538 mit oder ohne eine Schlosserwerkstätte, ist zu ver⸗ miethen und im September zu beziehen bei F. Cordes, vis-à- vis dem Hötel Trapp. Suchrere elegante Offtierswohnungen, 1530 eine mit Stall für ein Pferd, können nachgewlesen werden. Isaak Rothenberger, Gießen. Lindenplaß. S. Steinhäuser, Gold- und Silberarbeiter in Friedberg, 1171 empfiehlt sein Lager der modernsten Gold⸗ und Silberwaaren zu den billigsten Preisen. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getaufte: 14. Juni. Dem verstorbenen hies. Bürger und Weichen ⸗ wärter an der Main⸗Weser⸗Bahn Johannes Stoͤppler ein Sohn: Ferdinand, geb. 1. Juni. Beerdigte: 14. Regina Rau, geb. Lippold, Ehefrau des hies. Bürgers und Schneidermeisters Andreas Rau, alt 36 Jahre, 6 Monate, 7 Tage, t am 12. Junt. 14. Junt. Eine uneheliche Tochter, Elise, alt 22 Tage, T am 13. Juni. ö 1 Ein unehel. Sohn, Wilhelm, alt 21 Tage, + 14. Juni. 16. Juni. Bertha Schenk, des hies. Bürgers und Großherzogl. Kreiswundarztes Heinrich Martin Schenk 8 9 alt 1 Jahr, 1 Monat, 5 Tage, 1 am . Junt. 18. Junt. Johannes Raab, pensionirter Großherzogl. Domänenpfandmeister, alt 81 Jahre, 5 Monate, 11 Tage, T am 16. Juni. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. nal, Dien und wicht Rachrichte Unterbe Abonnent er Betresst a erinnern detrissen von der zu deeret