tinzeln ode örner Il. cker IV. — dündin ut rb. Den Samstag den 23. Mai. M 6lʃ. nzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Stiedberger Intelligenzblatt. — Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samftag. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Wir bringen zur allgemeinen Kenntniß, daß zu der Einschätzungscommission für das Steuercommissariat Hungen von dem betreffenden Bezirksrath gewählt worden sind: 1. He ier, Ernst II., zu Wölfers 2. Heller, Heinrich I., Metzger 3. Heß, Abraham zu Hungen, Friedberg den 20. Mai 1868. d i e eli rung der heim, zu Lich, 4. Mengel, Bürgermeister zu Hattenrod, 5. Ritter, Bürgermeister zu Laubach, 6. Zimmer, Bürgermeister zu Villingen. Bekanntmachung, Einkommensteuer Großherzogliches Rentamt Friedberg in d e ck. betreffe n d Das Gesetz, die Einführung der Einkommensteuer betreffend, vom 11. April d. J. enthält keine Bestimmung über die eigene Declaration ihrer Einkommens verhältnisse Seitens der Pflichtigen, davon ausgehend, daß jeder Zwang in dieser Hinsicht ausgeschlossen sein soll. Nach Art. 12 sind jedoch die etwa einlaufenden freiwilligen Angaben der Steuerpflichtigen über ihre Einkommensverhälnisse zu den Hülfsmitteln bei Ermittelung des Einkommens der betreffenden Pflichtigen gerechnet. Mit Bezugnahme auf die oben erwähnte Gesetzesbestimmung werden die Steuerpflichtigen des Steuercommissariats Hungen hier— ducch ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß es ihnen in jedem Stadium der Verhandlung unbenommen ist, freiwillig über ihre Einkommens verhältnisse den Unterzeichneten, oder einzelnen Mitgliedern der Einschätzungscommission schriftliche oder mündliche Auskunft zu ertheilen. Es wird das Einschätzungsgeschäft wesentlich erleichtern, wenn dergleichen Auskunftsertheilungen, welche in beliebiger Form und namentlich auch in der Weise geschehen können, daß der Steuerpflichtige einfach die gesetzliche Steuerklasse bezeichnet, welche seines Erachtens seinen Einkemmensverhöltnissen entspricht, als Hungen den 16. Mai 1868. bald bewerkstelligt werden. Der Vorsitzende der Einschätzungscommisston für das Steuercommissariat Hungen: Korwan, Steuercommissariats-Vicar. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 25 enthält(Schluß): II. Bekanntmachung Großh. Commission für Post⸗ Angelegenheiten, die Correspondenz nach Dänemark betr. III.— V. Uebersicht der für das Jahr 1868 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communalbedürfnissen in den Gemeinden der Kreise Alzey, Bensheim und Friedberg. VI. Verzeichniß rechtskräftig gewordener, in Gemäß⸗ geit des Art. 30 des Strafgesetzbuchs im Regierungsblatt dekannt zu machender Straferkenntnisse der Gerichte der Provinz Rheinhessen. VII. Ordensverleihungen. Seine Königliche Hoheit ver Großherzog haben allergnädigst zu verleihen geruht: um 18. April dem ersten Elementar-Schullehrer Johann Conrad Bechtold in Schlitz, mit Rücksicht auf seine 50jährigen mit Eifer und Treue geleisteten Dienste, das Ügemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:„Für 50 jährige neue Dienste“;— am 5. Mai dem Gefangenwärter im Brovinzial⸗Artesthause in Darmstadt Anton Wolf, in Rücksicht auf seine 60 jährigen treuen Dienste,— und am 5. Mai dem Domänenpfandmeister bei dem Rentamte Darmstadt Johann Michael Kramer das Ritterkreuz weiter Klasse des Philipps-Ordens. VIII. Namensveränderung. Seine Königliche Hoheit er Großherzog haben allergnädigst geruht: am 2. Mai der Marta Catharina Krailing aus Mainzlar zu gestatten, 1 Zukunft den Familiennamen Klinkel zu führen. — Das Gr. Regierungsblatt Nr. 26 enthält: I. Gesetz, die Todeserklärung von Petsonen, welche an dem Feldzuge des Jabres 1866 Theil genommen haben und vermißt werden, betreffend. II. Reglement, das Verfahren bei Anträgen auf Zu⸗ nickstellungMilitärpflichtiger in Berücksichtigung häuslicher ꝛc. Berhältnisse betreffend. III. Namensveränderung. Seine Königliche Hoheit ler Großherzog haben allergnädigst geruht: am 9. Mai er Catharina Becker zu Eberstadt zu gestatten, statt ihres lisherigen Familiennamens Becker in Zukunft den Fami⸗ hennamen Hindermeyer zu führen.. IV. Eriheilung von Erfindungspatenten. Seine Kö⸗ sigliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: n 25. April dem Ingenieur Peler Barthel aus Büttel⸗ born, als Bevollmächtigten des Maschinenbauers Peter For sitz Möller und des Civil⸗Ingenieurs Ferdinand Walter, hide zu Leipzig, auf dessen Nachsuchen ein Erfindungs— hetent auf den durch Zeichnung und Beschrelbung näher gläuterten Apparat zur Uebertragung von Wärme, unter m ausdrücklichen Vorbehalte jedoch, daß durch das ee— eilte Patent Niemand in der Anwendung bereits früher kannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden el, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang 1 0 des Großherzogthums,— dem Wagnermeister Johannes Philipps VII. zu Fauerbach im Kreise Friedberg, auf dessen Nachsuchen ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construction eines Schaufel-Wendepflugs, unter dem ausdrücklichen Vorbehalte jedoch, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Anwendung bereits früher bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums,— den Maschinenfabrikanten Gebrüder Decker und Comp. in Canstadt auf deren Nachsuchen ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construction einer Maschine zum Schälen und Rollen von Gerste und anderen Früchten, unter dem ausdrück— lichen Vorbehalte jedoch, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Anwendung bereits früher bekannt ge— wesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums,— am 2. Mai den Ingenieuren Jean Baptist Camozzi aus Mainz und Hermann Julius Schlösser aus Darmstadt, beide zu Frankfurt am M. wohnhaft, auf deren Nachsuchen ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construction einer selbsiwirkenden Metalldichtung für Stopfbüchsen, unter dem ausdrücklichen Vorbehalte jedoch, daß durch das ertbeilte Patent Niemand in der Anwen⸗ dung bereits früher bekannt gewesener Theile der Erfin— dung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums,— dem Schlossermeister Heinrich Emmel zu Darmstadt auf dessen Nachsuchen ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construction eines Ventils zum sichern Abschluß von Brunnen, unter dem ausdrücklichen Vorbehalte jedoch, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Anwendung bereits schon früher bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums— und dem Maschinensabrikanten Johann Philipp Klein in Offenbach auf dessen Nachsuchen ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Be— schreibung näher erläuterte Construction einer Schmier— büchse für Dampfmaschinen, unter dem ausdrücklichen Vorbehalte jedoch, daß durch das ertheilte Patent Nie⸗ mand in der Anwendung bereits früher schon bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächslen fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums zu ertheilen. — Das Gr. Kriegsministerium hat auf das Schreiben des Vorstands des Finanzausschusses zwei Mittheilungen an diesen gelangen lassen. D urch Schreiben vom 6. l. M. werden bezüglich N des Extraordinariums die Specialnachweisungen der einzelnen Positionen zugesagt und ist diese Mittheilung bereits inzwischen erfolgt. Bezüg⸗ lich des Ordinariums son 3 Millionen werden die Einbringung von Specialvorlagen für unmög⸗ lich erklärt und behauptet, daß die Berathung des ordentlichen Budgets für den Rest des Jahres gegenüber doch nur eine formelle Bedeutung haben dürfte. Die Kammer wird wahrscheinlich gleich nach Pfingsten zusammentreten und nachdem sie über die Militärvorlage und einige Angelegenheiten von mehr sekundärer Bedeutung schlüssig geworden, dann der gegenwärtige Landtag geschlossen werden. Preußen. Berlin, 19. Mai. Zoll⸗ parlament.(Fortsetzung.) Mohl spricht gegen den Entwurf über Aenderung des Vereinszoll⸗ tarifs, Miquel für denselben. Die Verhältnisse in Betreff der Petroleumssteuer jedoch seien für ein Parlament mit Competenzeinschränkungen nicht beurtheilbar. Solch ein Parlament halte er auf die Dauer für unmöglich. Das deutsche Volk werde sich dasselbe nicht länger gefallen lassen, trotz des Widerspruchs der württembergischen Ab- geordneten. Es sei wunderlich, daß für ein zeit⸗ weises Defieit Deckung durch eine dauernde Steuer gesucht werde. Hierfür seien wohl die Ueberschüsse einer längeren Vergangenheit zu verbrauchen. Redner stimmt lieber für eine direkte Steuererböhung. Feustel spricht gegen die Vorlage. Regierungs- commissär Delbrück bemerkt, die Ausfälle des nächsten Jahres würden erheblich. Die Tabak- steuer sei erst Ende 1869 zu erheben und dieß bewirke einen Ausfall von 274,000 Thalern. Dafür sei eine Deckung durch die Petroleumsteuer nöthig. Die Regierungen hätten dieß reiflich er— wogen und seien darüber einverstanden. Der Artikel könne eine geringe Belastung vertragen. Commissär Michaelis hält seine Finanzberechnung aufrecht. Eine Reform des Zollvereinstarifs dürfe nicht nur eine einseitige Richtung haben. Braun aus Wiesbaden spricht gegen die Petroleumsteuer. Schlutz der Generaldebatte. 9 — 20. Mai. Zollparlament. Auf der Tages- ordnung steht die Specialdebatte über den Vereins- zolltarifentwurf und die Schlußberathung über das Tabakssteuergesetz. Zunächst findet Berathung über die Petroleumsteuer statt. Nachdem Thadden, Patow, Günther, Bethusy für, Marquard, Oehmichen, Gumbrecht, Lasker gegen die Vorlage gesprochen, wird dieselbe bei namentlicher Abstim⸗ mung mit 190 gegen 99 Stimmen abgelehnt. — Anfangs nächster Woche werden die Sitzungen des Reichstags wieder beginnen und zuerst die Vorlage über die Schuldhaft zur Berathung gelangen. — Wie die„Prov.⸗Corr.“ meldet, wird der Schluß des Zollparlaments spätestens zu Anfang nächster Woche und der-Schluß des Reichstages voraussichtlich am 20. Juni erfolgen. Kassel. Die Betheiligung an der 17. deutschen Lehrerversammlung in hiesiger Stadt ist größer als erwartet wurde. Bis zum 16. Abends waren mehr als 1500 Anmeldungen dahier eingetroffen. Auch später sind noch zahlreiche Briefe eingelaufen, die der Wohnungsausschuß indessen bei Seite legen mußte, da es schon Schwierigkeiten genug bietet, die rechtzeitig Angemeldeten in hiesiger Stadt unterzubringen. Der Wohnungsausschuß hat am Abend des 18. d. beschlossen, noch einen letzten Aufruf zu erlassen und hofft, daß derselbe nicht ohne Wirkung bleibt. Jedenfalls kann ihn die Schuld nicht treffen, wenn ein Theil der Gäste auf die Gastfreundschaft der Dörfer ver— wiesen werden müßte. Sachsen. Dresden. Erste Kammer. Nach siebenstündiger Debatte wurde die Aufhebung der Todesstrafe mit 22 gegen 15 Stimmen ab⸗ gelehnt. Alle drei geistlichen Mitglieder der Kammer sprachen für die Beibehaltung, der Kron⸗ prinz dagegen. Die Aufhebung der Strafe durch körperliche Züchtigung wurde einstimmig genehmigt. Oesterreich. Aus Wien wird unterm 19. d. gemeldet: Der große Schritt gegen Rom ist endgültig gethan. Der Kaiser hat heute die drei Gesetze, welche das bisherige Concordatsgebiet wesentlich enger begrenzen, mit seiner Sanktion versehen, und der Unterstaatssekretär Herr von Meysenbug wird, um auf der jetzt unwiderruflich gegebenen Grundlage noch einen Versuch zur Ver⸗ ständigung zu machen, spätestens am Samstag seine Mission nach Rom antreten. Heilbronn 17. Mai. In dem benachbarten Böckingen hat sich gestern Vormittag auf der Bahn ein entsetzliches Unglück zugetragen. Bei Annäherung des von Bietigheim kommenden Bahnzuges 68, nachdem die Barrieren des Wegübergangs schon geschlossen waren, bestieg unweit der⸗ selben ein dreijähriges Kind die Böschung und lief Ange⸗ sichts des heranbrausenden Bahnzuges auf das Schienen⸗ geleise. Ein Bürger von Böckingen, Schmiedmeister Volz, von der gegenüberliegenden Barriere aus die Todesgefahr des Kindes wahrnehmend, eilte, als er seine Wararufe erfolglos sah, unter der Barriere durchschlüpfend dem Kind zu Hilfe. In demselben Augenblick aber, als er das Kind erreichte, wurde er vom Zug erfaßt und sammt dem Kind überfahren. Beide waren auf der Stelle tobt. Der Unglückliche, welcher seinen Edelmuth mit dem Leben bezahlte, war ein braver, allgemein geachteter Mann; eine Wittwe und 5 unerwachsene Kinder haben in ihm ihren Ernährer verloren. Die Kreuzzeitung meldet:„Der Chef-Redacteur dieser Zeitung erhielt— mit der Unterschrift:„Ein Jude“— die folgende Zuschrift: Sehr grehrter Herr Redacteur! Sie heben es in Ihrer letzten Nummer als be⸗ zeichnend hervor, daß der größle Theil der Redner und Zuhörer in der democratischen Volksversammlung im Con⸗ cert⸗Hause aus Juden bestanden habe. Ich will dies gern zugeben, aber wundert Sie denn dies? Sie, der Sie wie Ihre ganze Partei den Grundsatz haben: erst kommen wir, dann kommen wir noch einmal, und dann kommt das Volk noch lange nicht!?... Freilich sind Sie unsere guten Freunde, wenn es gilt, Sich bei unsern Diners und Soupets dick und voll zu essen und zu trincken, oder uns anzupumpen(und nachher nicht zu bezahlen); freilich scheuen Sie unsere Gemeinschaft nicht, wenn es gilt, Comite's für industrielle Unternehmungen zu bilden, weil es da ein schönes Stück Geld zu verdienen giebt! Aber alle diese Freundschaftsbezeigungen können uns wahrlich nicht ver⸗ locken, uns einer Partei, wie der Ihrigen, anzuschließen, und so dürfen Sie Sich ferner nicht wundern, wenn Sie Juden in großer Anzahl an demokratischen Versammlungen Theil nehmen sehen, wohl aber würde ich Ihr Erstaunen gerechtfertigt finden, wenn Juben so hirnverrückt wären, sich an conservativen Vereinen zu betheiligen,“ „„ Ursache und Heilung der Stätigkeit eines Pferdes. Graf v. Schlieffen theilt den Mecklenb. Annal. der Landwirthschaft Folgendes mit: Es ist mir geglückt, ein seiner Stätigkeit halber berüchtigtes Pferd durch Aussetzen einer blauen Brille von demselben Glase, wie es Dr. v. Gräfe seinen augenkranken Patienten verordnet, wieder nutzbar zu machen. Das Auge des Pferdes schien verbildet und übersichtig zu sein, und ich nahm an, daß das arme Thier von Haus aus für seine Scheuheit nichts könne, daher auch mit Unrecht viel Strafe zu leiden gehabt haben dürfte, wodurch sein Charakter verdorben worden sei. Durch die blaue Brille ist der Blick beruhigt und der Eindruck der Gegenstände abgeschwäckt worden; das Pferd, welches früher vor Per— sonen, Wagen ꝛc. regelmäßig Kehrt machte, aus gewissen Hofausgängen nicht herauszubringen, durch ein bestimmtes Stadtthor einzugehen nicht zu bewegen war, ist jetzt voll⸗ kommen brauchbar und an Allem vorbeizureiten. Gewiß würde mancher Thierquälerei vorgebeugt, manches von Haus aus werthvolle Pferd weniger werthlos erscheinen und werden, wollte man bei Zeiten auf den Grund achten, aus dem das junge Pferd scheut und, falls eine Augen⸗ schwäche oder ein Augenfehler sich zeigt, dasselbe lieber mit der Brille minder schön erscheinen lassen, als es durch Strafen, die ersolglos bleiben müssen, im Charakter zu verderben. „* Anzucht aromatischer Erdbeeren im Freien. Prosessor Dr. Koch empfiehlt in der Wochen⸗ schrift zur Beförderung des Gartenbaues in Preußen, da die Walderdbeeren in der Regel ein feineres Aroma haben und deßhalb von den Feinschmeckern den Gartenerdbeeren vorgezogen werden, den Anban der letzteren auf Berg— abhängen, weil diese daun ebenfalls ein feineres Aroma bekommen. Vor Allem empfiehlt Koch den schlesischen Gutsbesitzern, noch mehr aber den Bewohnern des Unstrut⸗ thales und des Rheinthals, sowie Württembergs und Badens, desfallsige Versuche anzustellen. Möglichst lichte Waldungen, die eine größere Feuchtigkeit, besonders viel Quellen besitzen, seien am geeignetsten dazu. In Verviéres unweit Paris hat man einen dergleichen Versuch gemacht. Die Pflanzen sind so erstarkt, daß sie kleine Büsche bilden, die zur Zeit der Fruchtreife über und über mit den wohl⸗ schmeckendsten Beeren bedeckt sind. Im vorigen Jahre waren seit dem 12. Juni täglich mehr als 200 Mannschasten beschästigt, um die Früchte zu pflücken, zu verpacken und nach Paris zu schaffen. Die Erdbeersorte, welche man daselbst anbaut, führt den Namen Ricart. §. Cannabich, Lehrbuch der Geographie. 18. Auflage Neu bearbeitet von Professor Dr. Oertel. Weimar 1866. Bernh. Friedr. Voigt. Von diesem Werk, das in der jetzigen Bearbeitung einen alt bewährten Ruf neu begründet, liegt nunmehr die 5. Lieferung vor. Die Gediegenheit dieser Bearbeitung, die, unter Festhaltung des wirklich Vorzüglichen in dem allen Cannabich, sich auf die Höhe der Anforderungen stellt, welche der jetzige Stand der Wissenschaft an ein geograph. Lehrbuch macht, und die allseitige Anerkennung, die sie bereits gefunden, werden derselben als einer hervor— ragenden Erscheinung auf dem Gebiet der geographischen Literatur die Wege öffnen in die Lehranstalten, sowie zu den Bibliotheken der Gelehrten und auf den Bücherpult des gebildeten Laien. H. Schulze⸗Delitzsch und das Genossen⸗ schaftswesen. Die gestrige(am 21. d. M.) sehr zahlreich besuchte Versammlung des oberhessischen Genossen⸗ schaftsverbandes*), hat aufs Neue den Beweis ge— liefert, welch mächtigen Aufschwung das Genossen⸗ schaftswesen in neuerer Zeit in Deutschland genommen hat und welche großartigen Erfolge in wenigen Jahren durch dasselbe erzielt wurden. Der oberhessische Genossenschaftsverband z. B. wurde 1863 mit 800 Mitgliedern gegründet, umfaßt aber gegenwärtig schon 15 Vereine mit 4635 Mitgliedern und hat einen jährlichen Um⸗ schlag von 2,280,483 fl. Aehnliche Erfolge haben auch die übrigen Vereine Deutschlands aufzuweisen und es ist sich daher nicht zu wundern, wenn das früher mitleidig belächelte Genossenschaftswesen, jetzt die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Widmen wir demselben eine kurze Besprechung. Es gibt in dem großen Betriebe der Volks⸗ wirthschaft so manches bedeutungsvolle Wort, dessen sich Jeder bedient, weil er so ungefähr weiß, was darunter zu verstehen ist und weil er weiß, daß er auch von Andern verstanden wird, wenn er sich dieses Ausdrucks bedient. So spricht man z. B. von den drei wirthschaftlichen Faktoren, rohem Material, Arbeit und Kapital, von Credit ꝛc., auch das Wort Association auf deutsch: Genossenschaft, Vereinigung, ist ein solches Schlag⸗ wort unserer Zeit. Die Association ist nichts ) Wegen Kürze der Zeit mußten wir ein von befreun⸗ deter Hand eingesandtes Referat über diese Versammlung für die nächste Nummer zurücklegen. D. Red. anderes, als eine Verbindung von Mehreren oder von Vielen zur Erreichung eines gemeinsamen Zweckes. Zwei oder drei Kaufleute, welche eine gemeinschaftliche Handlung errichten und gemeinsam betreiben, bilden eine Genossenschaft, ste sind Assotiée oder Genossen zu einander. Eine große Menge von Leuten aller Art, welche als Ver⸗ sicherungsgesellschaft, Eisenbahncompagnie oder als Bergbaugesellschaft zusammentreten, bilden ebenfalls eine Genossenschaft; sie wollen das angelegte Geld wo möglich höher als landesüblich verzinst haben. Auch die Vorschuß⸗ und Creditvereine, die Spar⸗ vereine sind solche Genossenschaften, welche un- mittelbaren Erwerb zum Ziele haben. Es gibt aber auch Genossenschaften, welche mehr einen mittelbaren Erwerb im Auge haben und dazu dienen, durch Ankauf im Großen den Mitgliedern billige und gute Waaren oder Lebens⸗ bedürfuisse, Nahrungsmittel, Bekleidungsstoffe, Heizmaterial, Werkzeuge und Maschinen ꝛc. zu en gros Preisen zu liefern und dazu gehören d ie Rohstoff- und die Consumvereine. Sie haben also die Aufgabe die Ausgaben der Vereins- mitglieder zu vermindern, was für diese dasselbe ist, als wenn ihre Einnahmen um eben so viel vermehrt würden. Die Produkti vereine haben den Zweck, Produkte im Großen zu erzeugen und für den nöthigen Absatz zu sorgen z. B. Schuhmachergenossenschaften, Käsereigesellschaften, Flachs⸗ und Hopfenbauvereine c. Alle diese Genossenschaften gründen sich auf den alten bewährten Spruch: Einigkeit macht stark. Eine Genossenschaft ist zu vergleichen einem Hansseile, gegenüber dem einzelnen Hanfhaare, das man leicht, während man jenes nicht zer⸗ brechen kann.(Forts. folgt.) v. Einiges über den Gewerbverein und die von ihm gegründeten Schulen. Friedberg. Unter die Zahl der Vereine, welche in neuerer Zeit dem Boden der Kultur entsprossen, gehören auch die, welche sich die Hebung und Förderung der Gewerbe zur Aufgabe gemacht haben, und die man, wohl der Kürze wegen, gewöhnlich mit dem Wort„Gewerbvereine“ be⸗ zeichnet. Der in unserm Großherzogthum durch den verstorbenen, sehr verdienstvollen Großherzog⸗ lichen Geheimerath Eckhardt im Jahr 1836 ins Leben gerufene, fand bald lebhafte Theilnahme. Aber nicht nur Gewerbtreibende und dem Gewerbs⸗ betrieb durch ihren Beruf nahestehende, sondern auch viele andere Persönlichkeiten nahmen sich der Sache als beigetretene Mitglieder berathend und helfend an. Es wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, den Zweck des Vereins zu fördern, wie z. B. Bildung von Lokalvereinen, Vorträge, Literatur— wobei ein besonderes Vereinsorgan hervorzuheben ist— Geldprämien, Ausstellungen und Errichtung von zweckentsprechenden Schulen. Je weiter sich die Erkenntniß von der Noth⸗ wendigkeit des Fortschreiteus in allen Zweigen der Industrie Bahn brach, desto lebhafter wurde die Theilnahme. So kau mes denn, daß im Lauf der Zeit fast kein Dorf mehr unbetheiligt geblieben, und die Zahl der Mitglieder im Jahr 1865 auf 3053 gestiegen war. Den angeführten Förderungs⸗ mitteln wurde in neuerer Zeit noch eins hinzu⸗ gefügt, nämlich die Sammlung von Mustern der Industrie⸗Erzeugnisse, eine permanente Ausstellung im Kleinen, welche allen Mitgliedern zur Be⸗ nutzung offen steht. Das Hauptgewicht seiner Thätigkeit aber legt der Verein seit längeren Jahren auf die Hand- werker⸗ oder Gewerbschulen, welche unter seiner Leitung und Unterstützung an vielen Orten durch die Lokalsectionen ins Leben gerufen wurden. Ihre Zahl betrug vor Abtrennung des Hinter- landes vom Großherzogthum 28, mit eirca 3000 Schülern. Was diese Anstalten in technischer Beziehung zu leisten vermögen, wissen diejenigen, welche deren Ausstellungen besucht haben, und was in sittlicher Hinsicht die, welche einen tieferen Blick in dieselben gethan. Gegenstände des Unter- richts sind: Aussätze, besonders geschäftliche, Buchführung, Physik, Material- und Gewerbs⸗ kundt stellen Ristt ansch potht führ stuftn und Ausor 110 Mach solhe aber f ichen als zul leider schließl welche Der E fallen, stätten haupt hand hatten freihel gekom daß Piu Ansch wenn lange Ritters der S stürzen dieser! doch in gesällgt. penn ni beserer und Lenk Schule, in seinet kunde, Rechnen, Geometrie, Stereometrie, dar— stellende Geometrie, Freihand- und Fach- oder Rissezeichnen, sowie auch Aufstellung von Vor— anschlägen. Der Unterricht schließt sich dem vorhergegangenen der öffentlichen Schule an und führt die Schüler in ihrer Entwicklung der Art stufenmäßig weiter, daß sie, mit Geschicklichkeit und klarem Blick ausgestattet, ihr Gewerbe den der Staat der Sache annehmen soll, wird un— schwer einzusehen sein, wenn man das Mißver⸗ hältniß, in welchem die Leistungsfähigkeit der Kinder und die Anforderungen an dieselben in neuerer Zeit miteinander stehen, sorglich erwägt. Man wird durch die nachtheiligen Folgen, welche das viele Sitzen und anstrengende Lernen, wodurch Ueberreizung und kränkelndes Treibhausleben nur Nun noch ein Wort über die einschlägigen Verhältnisse unseres engeren Kreises. Der hiesige Lokalgewerl verein besteht seit 1841 und die von demselben gegründete Schule für das nämliche Geschlecht seit Januar 1848. Einer weiteren Anregung von Seiten der Centralstelle des Landesgewerbvereins und dem Beispiel einiger größeren Städte folgend, half der Verein abermal 8 Gel Anforderungen der Zeit gemäß betreiben können, zu oft erzeugt werden, unwillkürlich auf die einem Bedürfniß der Neuzeit ab, indem er zu 906 5 wenn anders sie mit Fleiß und Ausdauer der] Ursachen des Zurückgehens unserer Generation] Anfang November v. J. auch eine Schule für . Pflicht ihrer Ausbildung obgelegen. Daß es hingewiesen. Wer dies aber für Uebertreibungconfirmirte Mädchen ins Leben rief. Die Bethei- 8 solche Schüler gibt, lehrt die Erfahrung, daß es und Trübsehen zu halten belieben möchte, der ligung am Unterricht war eine zahlreiche und der 3 aber noch mehr gibt, die auf halbem Wege vergleiche nur einmal, von allen sonstigen Beweisen Besuch ausdauernd; gewiß der beste Beweis für stehen bleiben, die Frucht lieber unreif pflücken, abgesehen, die Statistik der Rekrutirungen früherer die Würdigung der guten Sache und das zeit⸗ delche als zur völligen Reife pflegen wollen, lehrt sie und neuerer Zeit, und er wird mir alsdann gemäße Vorgehen des Vereins. laben leider auch. mindestens beipflichten. Und nun vollends die Da jedoch die Ausgabe für diese Warum aber werden diese Anstalten fast aus- schließlich von solchen jungen Leuten besucht, welche Baugewerbe erlernen und betreiben?— Der Grund hiervon mag wohl mit dem zusammen⸗ fallen, aus welchem der Besuch solcher Bildungs- stätten überhaupt nachgelassen hat und dürfte hauptsächlich darin zu suchen sein, daß Nichtbau— handwerker nie eine Meisterprüfung zu machen hatten, und diese durch Einführung der Gewerbe⸗ freiheit nun auch für Bauhandwerker in Wegfall gekommen sind. Daraus folgt aber augenscheinlich, Mädchen! Sind sie glücklich mit dem Tagespensum in der einen Schule fertig, so gehts in die andere. Da fängt das Stillsitzen von vorn an, und mehrere Stunden dauert die Anstrengung in Stricken, Nähen und Sticken, daß man es nicht ohne innere Regung ansehen kann. An Maßhalten wird dabei selten gedacht, muß ja das Kind Hosenträger, Pantoffeln u. dgl. nähen, damit es gegen andere nicht zurückbleibt. Wie aber dem Uebel abhelfen? Das wird sich beim ernsten Wollen eben so gut bewerkstelligen neue wohlthätige Anstalt die Mittel des Vereins stark in Anspruch nahm, indem die Einnahme an Schulgeld nur knapp die Hälfte der Kosten deckte, so sieht man sich in der Lage, diejenigen Nichtmitglieder zur Betheiligung auf— zufordern, deren pekuniäre und mora⸗ lische Kräfte sich ohne Schwierigkeit für einen so edlen Zweck gewinnen lassen; wozu es gewiß bei Vielen keiner weiteren Anregung bedarf, als eben dieser kurzen Andeu⸗ u J. 8 daß man nicht der Befähigung, sondern der lassen, als die Einführung der bereits bestehenden 5 3 f esellschaften Prüfung wegen den Unterricht besuchte. In dieser[ Handwerker- und anderer Fortbildungsschulen. Nr vbltlüer Ait de Ansicht muß man aber um so mehr bestärkt werden, Wird nämlich die Jugend von der Kleinkinder. genommen, hier begann man das neue Werk en sich auf wenn man gesehen hat, wie es Viele auf die schule an bis zum 14. Lebensjahr etwas weniger seinstweilen 11 eignen Kräften, Weiteres dem freien leit macht lange Bank schoben, für die Vorbereitung zum geistig und mehr körperlich geschult, d. h. Enischluß aller Edeldenkenden anheimstellend. ichen einen Ritterschlag zu sorgen und sich dann, vor Schluß am Lernen einige Stunden abgebrochen und diese 12 3 Hansbaart, der Schranken, mit Seufzen und Angst über- zu angemessenen Leibesübungen benutzt, so gewinnt In erster Linie hat man als Vereinsmitglied richt zer⸗ stürzten, und jetzt noch Mehre herzlich froh sind, sie— die Jugend nämlich— an Kraft und nur die Verbindlichkett, einen jährlichen Beitrag salgl.) dieser Qual überhoben zu sein, haben sie sich zwar an Gesammtkraft. Diese aber kommt dem von 1 fl. 36 kr. zu leisten, wovon die Kreuzer 8 doch in der Schule am Lernen schon mehr als ganzen Menschen und dessen ganzen Leben zu gut; für das Vereinsblatt entfallen, der Gulden aber 5 gesättigt. Und so wird es noch lange gehen, denn das an Intelligenz Versäumte läßt sich bis den Zwecken des Lokalvereins zu gute kommt. rbverein wenn nicht Eltern, Vormünder und Staat zu zum 16. oder 18. Lebensjahr, je nach dem Daß dies immer noch wenig bekannt ist, folgt Schulen. besserer Einsicht kommen; wenn sie, die Erzieher Geschlecht, nicht nur einholen, sondern bei derstbeils aus öfteren Anfragen, theils aber auch und Lenker der Jugend und beziehungsweise der Schule, nicht gründlicher erwägen, daß der Mensch in seinem 14. Jahre doch nur ein Kind an Kräften, also auch an Wissen und Können, Selbst⸗ erkenntniß und Selbstbestimmung ist und nicht dem und ihrer Pflicht gemäß handeln; d. h. nicht jede Möglichkeit ergreifen, den jungen un⸗ reifen Menschen durch Belehrung und Gewöhnung fittlich und durch Lernen theoretisch und praktisch weiter zu entwickeln, bis er wenigstens die erste Stufe der Zurechnungsfähigkeit erreicht hat. Diese aber liegt je nach dem Geschlecht am Ende des 16. oder 18. Lebensjahres. In wiefern sich aber nun gewonnenen doppelten Fähigkeit weit über— bolen. Und die Zeit dazu kann wieder eben so gut gewonnen werden wie bei den bereits be— stehenden ähnlichen Anstalten. In der Schweiz hat man Aehnliches dadurch leicht eingeführt, daß man an den Besuch solcher Schulen gewisse Vor— theile für das bürgerliche Leben knüpfte. Daß aber solche Einrichtungen auch bei uns nicht aus- bleiben, daß sie in den ersten 30 Jahren realisirt sein werden, dazu sind wir nach obigen Nachweisen im besten Zug, und die zwingende Nothwendig— keit wird es lehren. Einstweilen aber möge man für Gewerbtreibende das Gegebene redlich benutzen. aus dem Umstand, daß die Eltern mancher die Schule besuchenden Kinder sich die Mitgliedschaft noch nicht erworben haben. Gewiß wird sich dies anders gestalten, sobald man gehörig von ö U der Sache unterrichtet ist. Um jedoch den dringendsten Bedürfnissen vor⸗ läufig abzuhelfen, sieht sich der Verein in der Lage von Herbst an das Schulgeld für Kinder von Nichtmitgliedern auf 30 kr. statt 15 per Monat im Winter, und auf 15 statt 8 im Sommer, zu erhöhenz wogegen Unbemittelte den Unterricht nach wie vor frei genießen. Comstocks rotirender Patent-Grabe⸗Pflug. C. A. eee zu Paris hatte ihn ein Fabrikant, Namens 4. Mitgetheilt von J. Wahl. Aus Zeugnissen sachverständiger Landwirthe über Comstocks rotirenden — Der fünfzinkige Grabepflug bespannt mit 4 Pferden gräbt 3 Fuß, Grabe-Pflug referiren wir Folgendes: . zer gewöhnliche Pflug höchstens 1 Fuß breit; also wird mit jenem in Shotwell zu Illinois sagt:„Dieser neue Grabe-Pflug setzt den beer ge, eerselben Zeit soviel Land umgegraben als drei andere Pflüge mit sechs[ Landwirth in den Stand, seine Felder in einem Drittheil der üblichen en 1 zIferden und dazu gehörigen Führern verrichten. Dabei wird mit den- Zeit zur Aussaat vorzubereiten und zwar mit weniger als der Hälfte der ad 35 5 ben das Saatfeld förmlich wie ein Gartenbeet bereitet. Jeder geübte früheren Unkosten und ohne die unendlich schwere Arbeit, die beim Gebrauch ebafttt 7 fahrknecht kann auf dem Bocke sitzend die Pferde leiten, da keinerlei der gewöhnlichen Pflüge erforderlich ist.“ en neitere Arbeit dabei zu besorgen ist. Die Kosten des Umpflügens damit Sullivant, der bedeutendste Landwirth der Vereinigten Staaten, 1 gebliee berechnen sich auf weniger als die Hälfte wie beim gewöhnlichen Pflug. äußert sich darüber nach Anfangs Juli damit gemachten Versuchen also: . 1800 Uebrigens ist derselbe nicht dazu geeignet Wiesen⸗ oder Steppenboden[„Die Maschine gefällt mir sehr, weil sie viel Arbeit erspart und den golden, deer solchen mit viel Steinen, Baumwurzeln u. dgl. umzubrechen, sondern[Boden tief und gründlich umackert, und bin ich auf das Resultat der 4 eint wa chen Boden, der zur Saat einfach umgeackert zu werden braucht.] Ernte sehr gespannt. Ich erwarte auf den damit beackerten Ländereien an Rittelst eines Hebels auf dem Fußbrekt läßt sich dieser neue Pflug zur einen Mehrertrag von 20—25 Prozent.“ „ ee rbeit wie zum Weiterfahren überall, auf Feldern und Wegen, leicht Im Staate Illinois ist der Grabe-Pflug ganz allgemein verbreitet dern gur ind rasch stellen und ebenso leicht von jedem Manne, der überhaupt ein und wird gleich der Mäh- und Dreschmaschine hoch geschätzt. Alle Land „HGespann zu lenken versteht, regieren. wirthe daselbst, die ihn in Gebrauch genommen, sind mit demselben wohl det abel! Die Vortheile dieses Grabe-Pflugs wären folgende: zufrieden und betrachten diese Maschine als die größte Verbesserung, die uf die he 1. Ersparniß an Gespannen und Arbeiterlöhnen, wodurch selbst beine] wir seit langer Zeit in Ackergeräthen gesehen haben, so daß deren Erfin- „ ute een kleinen Oekonomien sehr bald der Kostenpreis wieder ersetzt wird. dung einen großen Fortschritt bezeichnet. nn* 2. Da das Ackern damit weniger Zeit erfordert, so kann es auch immer Die Construktion dieses Pflugs ist sehr sinnreich, dabei sehr einfach 0 vine zu rechter Zeit geschehen. und solide und da er weder Zahnräder noch eine verwickelte Maschinerie 76 b, 3. Es bleibt dem Boden zwischen Ackern und Säen weniger Zeit sich hat, so kann er nicht in Unordnung gerathen. Durch die eigenthümliche gutt 1 wieder festzusetzen und zusammenzupressen. Action seiner grabenden Gabeln eignet er sich ganz vortrefflich zum Auf- iche J. Ebenso hat das Unkraut weniger Zeit Wurzel zu fassen. wühlen und Zerreiben des Erdreichs. Wenn die stimmberechtigten Land- * a 5. Auf schwerem lehmigen Boden arbeitet dieser Grabepflug auf voll- wirthe der Vereinigten Staaten, in England und Deutschland auch nicht bahn kommen wirksame Weise ꝛc. der Meinung sind, daß dieser Grabe-Pflug für alle Arbeiten den 2 1 Angefertigt wird dieser Pflug namentlich zu Pittsburg in den ver. gewöhnlichen Pflug verdrängen wird, so glauben sie doch, daß seine Vor⸗ * 70 10% fiugten Staaten Nordamerikas, zu Lincoln in England und zu Berlin züge vor dem gewöhnlichen Pflug namentlich in der Frühjahrskultur 1% H. F. Erkert. augenscheinlich erkannt werden müssen. 11¹ LI 1 —. 2— —— 5 5—— * *—̃ͤ— TT Die 9 9 N 0 U e 1 m Ee r K U* 1 1 · E findet auf vielseitiges Verlangen Ball in meinem Saale statt, wozu ich freundlichst einlade Rockenberg. Joh. Georg Landvogt, erscheint während der Kurzeit woͤchentlich einmal, nach Bedürfuiß auch zweimal. in Nauheim und Friedberg fl. 1. 30 kr. Anzeigen werden für die gespaltene Petitzeile oder deren Raum mit 4 kr. 27. Mal Bei ständigen Annoncen der Nauheimer Kurliste zu Ball für Israeliten Anzeigen und Empfehlungen wird gewiß für die verehrlichen Geschäftshäuser und Etablisse⸗ ments in Nauheim und Friedberg von günstiger betrag für die Saison bei der Expedition Nummern à 6 kr. berechnet, Local-Anzeigen aus Nauheim und wird ein entsprechender Rabatt gewährt. dieses Blatt zu zahlreichen Insertionen. Nauheim und Friedberg. Die Benutzung Friedberg mit 3 kr Die Expedition der Nauheimer Kurliste. (Bindernagel& Schimpff.) Abonnements⸗ Einzelne Wirkung sein und empfehlen wir deß halb statt. Jüdische Feiertage.. 1258 Nächsten Mittwoch den 27. und Donnerstag den: 28. d. M. Das Neueste in Strohhüten, Sonnen- und Regenschirmen, 606 sowie allen sonstigen Putz- und Modeartikeln empfiehlt in schöner Auswahl zu K. Friedrich, eon ve ben. reellen Preisen Frucht⸗Versteigerung. 1255 Mittwoch den 27. d. Mts. Morgens 10 Uhr, sollen vom biesigen Hospitalspeicher 33 Malter Korn öffentlich versteigert werden. Münzenberg den 20. Mai 1868. Für den Hospitalvorstand: Jäger, Bürgermeister. Frucht verkauf. 1254 Montag den 25. d. Mts., Morgens 9 Uhr, sollen auf dem Fürftlichen Fruchtspeicher zu Wölfersheim eirea 96 Malter Korn und 13 Malter Gerste in kleinen Parthien öffentlich gegen Baarzahlung ver⸗ kauft werden. Hungen am 20. Mai 1868. Fürstliches Rentamt Demme. Versteigerung. 1257 Nächslen Montag den 25. d., Vormittags 11 ubr, soll auf der Gemeindestube dabier die dies⸗ jährige Grasnutzung auf dem israel. Friedhof einer nochmaligen Versteigerung an den Meistbietenden aus⸗ gesetzt werden. Friedberg den 21. Mai 1868. Der israel. Gemeindevorstand. Für denselden Mayer Hirsc. Strohhüte und Fonnenschirme 1124 in großer Auswahl zu den billigsten Preisen bel Geschwister Schloß. 1251 Dem Herrn W. Stuppel in Alpirsbach wird hiermit bezeugt, daß seine Brustbonbons(Ara- bische- Gummi Kugeln) bei chronischem Katarrh der Alhmungsorgane, veraltetem Husten, Heiser. keit 1c. von ausgezeichnet guter Wirkung find und vor anderen derartigen Fabrikaten den Vorzug haben, daß sie nicht blos auflösend, sondern auch stärkend wirken. Dr. Müller, Oberamtsarzt in Oberndorf. Die Arabischen⸗Gummi⸗Kugeln find stets vorräthig in Friedberg bei J. A. Windecker. Ein Paar Zeugschuhe, 1265 frisch gesohlt und gefleckt, wurde am verflossenen Mitiwoch auf dem Wege von meinem Hause durch die Vorstadt bis zur Nauheimer Grenze durch ein Kind verloren. Um Zurückgabe derselben gegen Belohnung bittet Jacob Heß, Schuymachermeiger. Gesucht 1266 wird ein tüchtiger Bäcker. Eintritt Pfingsten. M Philippi. Veröffentlichung. 1269 Ein gewisser 8— p, der Name klingt polnisch, er soll jedoch mütterlicherseits ein Frankfurter setn, wurde vor mehreren Jahren von dem Concessionär der Nauheimer Spielbank zur Ueberwachung der Ordnung in den Sälen des Kurhauses zu Nauheim in Dienst genommen. Ball für Israeliten. 1107 Am erfssen torael. Pfingstfelertag, als am 27 Mal, Gerstewirtb. Nauheimer Teichhaus. 1209 Auf vielseitiges Verlangen findet Mittwoch den Für gute Spessen und Getränke wird bestens gesorgt sein und ladet zu recht zahlreichem Besuche freundlichft ein Carl Kramm. 1229 Auf is raelitische Pfingsten, Mittwoch den 27. Mal, findet auf dem Selzerbrunnen Ball P. Weitzel. 1244 Auf vielseitiges Verlangen findet Mittwoch den 27. d. Mts. ein Ball für Israeliten in meinem Locale statt. Nieder⸗Wöllstadt eim Mai 1868. Ph. Speck. Ganz frische Obergähr⸗Bierhefe 124⁵ in der Hof-Grauerei von J. Burck. Aepfelwei n 1246 empfiehlt pr. Schoppen zu 2 kr. Gastwirth G. Fleischhauer's Frau neben dem Landgericht in Nauheim. Strohhüte, 346 das Neuste für diesen Sommer, in großer Aus⸗ Wie aus vielfältigen Civilacten des ehemaligen kurh. wabl und zu sehr billigen Preisen bei Justizamtes, dem er dem Vernehmen nach viel Beschäf⸗ tigung gegeben haben soll, erfichtlich ist, ward ihm dazu⸗ mal die für seinen Beruf passendste Bezeichnung eines „Saalwärters“ beigelegt. Bald nach Einverleibung der Badestadt Nauheim 1247 sucht in's Großherzogthum Hessen sah man plötzlich den Ge⸗ fie einem dem Ministertum des Innern unterstehenden Beamten(hellblauen Kragen nannten in Uniform, wie Heinrich Diehl, Usagasse. Einen Lehrling Joh. Bieler, Glasermelster. Ein Logis und Degen) zusteht, einherstolziren, und wie es welter 1259 wird von einer kleinen Familie zu mielben ge⸗ heißt mit der Titulatur eines ꝛc. Commissärs. Es ist der Zweck nicht hier zu untersuchen, ob er sich die Verdienste zu dleser Auszeichnung in seiner Wirk⸗ samkeit an der Bank in Nauheim oder vielleicht schon früher in seinem Cigarrenkram in Frankfurt erworben sucht. Von wem? sagt die Expedition d. Bl Cin Clavier bat. Das dem Genannten aber damit das Recht zu 1261 in noch sehr gutem Zustande ist zu verkaufen. sieht, anständig gekleit ete Leute, die, ohne undeschelden] Nähere Auskunft ertheilt zu sein, von sich sagen dürfen, daß sie sich in jeder Gesellschaft so gut zu benehmen verstehen, wie ein ohne die geringste Ver⸗ anlassung aus dem Kurhause ausweisen zu lassen, wie er dies au uns am N 8 1 ortter aussühren ließ, müssen wir entschteden bestzelten. Das uns betroffene Benehmen Seitens des Genannten zogen werden. berechtigt uns vollkommen zu dem Urtheile, daß ih m selbft die Wabrung eines besseren Anstandes sehr zu Ge Danksagung. ei-devant Cigarrenkrämer, empfehlen sein dürfte; denn dieser Act der reinen Vorbach, Lebrer, in Nieder⸗Wöllstadt. Eine Wohnung J. Ruppel, Mezger. walt hat unserm Ehrgefüple so webe gethan, daß wir 1270 Für die uns von allen Selten bewiesene grohe jetzt noch entrüstet darüber, daß solche Besugnisse dem] Thellnabme vei dem plötzlichen Tode unseres geliebten Mehrgenannten eingeräumt sind. Wir halten es unter] Vaters, sowie bei dessen Beerdigung, sagen wir biermst unserer Würde deßhalb klagend gegen B. aufzutreten, unsern tiefgefüblten Dank. indem wir einfach den Weg der Veröffentlichung betreten, um das gan; ungerechtfertigte Benehmen desselben blos zuflellen, einem Jeden die Beurtheilung überlassend. Friedberg den 22. Mai 1868. f Georg Hanstein. Wilhelm Schmidt. Die trauernden Kinder Geschwister Schmidt. . Kirchliche Anzeigen für riedberg. Sindervagel& Schimpff in Friedberg empfehlen als vorzüglich: Schwarze Kaiser-Cinte von J. Scholz in Mainz. Dlese, aus Pflanzenstoffen bereitete Tinte ist frei von Säure, fließt sehr gut aus der Feder, die sit nie⸗ mals angreift, schreibt sich dunkelviolet, wird aber nach kurzer Zeit für immer tief schwarz. Die Copirtinte ist unübertroffen, Abzüge davon lassen 2 sich noch nach 8 Tagen nehmen. Das Fläschchen 8 und 14 kr. (Hierzu Unt erhaltungsblatt Nr. 21 und eine Beilage.) Sonntag den 24. Mai 1868. Evangelischt Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Fabricius. Nachmittags: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. Nachmittags: Herr Candidat Schäfer. * 4 firmandenprüsung in der Stadtkirche. Veraulw. Red.: Hermann Schimpff. Drud und Verlag don Bindernagel& Schimpfl. 1260 ißt zu vermiethen und kann bis zum Juli be⸗ 122 No geformter Preis der Sr 115 ob die ger D. —ä(—ñ 1250 uu jetzt ab! Einlage d. seffatlel. Or 2840 Im beziehen; ir Evangelisch Vberggge f f 55 Seri Elegan; daupfsächlich aneh ln n g Mittwoch den 27. Mal, Vormillags 9 Uhr, Con, ah Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. 4 61. *— ddogt, 5 7 7 Fohlen-Versteigerung. l 10 heBog 5 t I ö U t 3 lit klg. 1235 Freitag den 29. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, — werden in der Reitercaserne zu Butzbach zwei Fohlen us 1252 Anmeldungen neu aufzunebmender Schüler, welche wenigstens in den nächsten Monaten das 10. Lebens-] eins 6 und eins 8 Wochen alt— melsibletend g jahr erreichen müssen, können Mittwoch den 3. Junt, Vormittags von 9 bis 12 Uhr, in dem Realschulgebäude öffentlich versteigert.. doch den unter Beibringung von Zeugnlssen der bisherigen Lehrer bei der unterzelchneten Bebörde gemacht werden, Bußzbach den 23. Mat 1868. worauf Donnerstag den 4. Juni die Aufnabmsprüfung statthaben wird. Das neue Schuljahr nimmt Frei⸗ tag den 5. Juni seinen Anfang. Großberzogliche Direktion der Realschule Dr. M r 25 8 Braunkohlen-Verkauf. N. 1242 Montag den 25. Mat d. J. beginnt auf dem Großherzoglichen Dorhelmer Bergwerk der Verkauf neu l geformter Klötze und Holzkohlen und zwar gegen Credit und Baar unter den bekannten Bedingungen. Der Preis der Klöße, 14 Stück= 1 Centner, beträgt 12 kr., der der Holzkohlen à Centner gemessen, 16 kr. Wegen Bezugs von Holzkohlen wolle man vorher bei Großherzoglichem Bergkassier Winter anfragen, ob die gewünschte Quantität auch vorräthig und abgebbar ist. 8 Dorheimer Bergwerk den 19. Mai 1868. Großherzogliches Bergamt Dorheim Leitzel Storch. 225 Vündech den 4* a X GBraunkohlen- Verkauf. 1256 Auf den Fürftlichen Braunkohlengruben zu Weckesheim, Dornassenheim und Wölfersheim werden von Speck letzt ab Koblen von der diesjäbrigen Aufbereftung abgegeben und für die bis zum 31. December d. J. gegen — Einlage vorschriftsmäßiger Bürgscheine bezogen werdenden Quantitäten Zahlungsfrist bis zu Ende März 1869 nestattet. Die Preise find die bisherigen und betragen: — A. Für Weckes heim. he b 1) Für den Centner Klötze von Reihen und Haufen— 14 Stück 12 kr. ö 1 2„ aus dem Schoppen— 33 W 4 F— 13 kr. 1 3 555 Holzkohlen(gemessen) 12 K*. urch. 8 a i B. Für Dornassen heim. 1 1) Für den Centner Klötze von Reihen und Haufen— 14 Stück 12 kr. 22256„ Holzkoblen(gemessen) 14 kr. A C. Für Wölfersheim. — 1) Für den Centner Klötze von Reihen und Haufen— 14 Stück 13 kr. * 1„aus den Schoppen 1 14 kr. te e— Holzkohlen(gemessen) 12 kr. 5 Grube Weckesbelm den 21. Mai 1868. Fürftliche Bergverwaltung i großer dul Kröber. lar. Hoöchst empfehlenswerthes Andachtsbuch! 3845 Im Verlag von W. Kitzinger in Stuttgart ist soeben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu ener bßziehen; in Friedberg durch Bindernagel& Schimpff⸗ . Alles mit Gott! u mitihen Frangelisches Gebetbuch für alle Morgen und Abende der Woche in vierfacher Abwechslung, für die Fest- und . 8 E für Beichte und Communion, sowie für besondere Zeiten und Lagen, von: Luther, Musculus, Haberman end, Scriver, Lassenius, Spener, Neumann, Arnold, Frankt, Schmolk, Stark, Cersiergen, Storr, Noos un vielen andern Gottesmännern. Sechszehnte Auflage. 416 Seiten. Oktavformat. Mit einem Stahlstiche. legant gebunden mit Goldschnitt und Goldverzierung Preis: fl. 1. 24 kr. Gebunden ohne Goldschnitt 1 fl. 18 kr. Wenige Jahre sind seit dem ersten Erscheinen dieses vortrefflichen Buches verflossen. In dieser Zeit he es sich in mehr als 86,000 Exempl. über alle Länder deutscher Zunge verbreitet und ist Vielen ein reicher, wherschöpflicher Quell wahren Trostes geworden.— Es enthält eine mannichfache Auswahl ächt evangelischer Kern⸗ giete für jede Zeit und jedes Verhältniß, wie solche in keinem andern Gebetbuche vereinigt sind, so daß in dem⸗ ten jeder Gläubige Erbauung und Beruhigung in allen Wechselfällen des Lebens finden wird.— Die Ver⸗ leshandlung war bemüht! auch das Aeußere dieses Buches— dem gediegenen Inhalte desselben entsprechend— hm ustellen, und ist es ihr gelungen, der neuen Auflage eine solch elegante Ausstattung zu geben, daß sie sich huptsächlich auch zu„Fest⸗ und Communiongeschenken“ für jedes Alter und für alle Stände eignet.— Zußleich besteht der bisherige, überaus billige Preis fort. 1 verkauft!. ich, Letter Göndad! 57 kit Jet von Franz Stollwerck, Hoflieferant in Cöln, beehrt sich ihre auf der jüngsten Pariser Weltausstellung „ ichrholt preisgekrönten Fabrikate ergebenst zu empfehlen. Sämmiliche Waaren werden aus den besten Rohprobukten dere jebes fremdartige Surrogat bereitet, wofür die Fabrik jedem Consumenten und Chemiker gegenüber Garantie 1 immt. Sämmilliche Tafel⸗Chocoladen haben volles Zollgewicht, sind verstegelt und tragen Preis und obige An tmarke, worauf Käufer zu achten belieben. Man findet die courantesten Sorten auf Lager in Friedberg bei File. Fertsch, in Hungen bei A. Buch, in Nauheim bei Ph. Jac. Weiß. Das Commando der Schwadronen 2. Reiter⸗ Regiments zu Butzbach. A. Freiherr van der Hoop, Rlttmeister. Hofraithe- und Güterversteigerung. 1203 Montag den 25. Mal d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathbause die zur Concursmasse des Deinrich Weller dahler gehörenden Immobilien, nämlich Hofraithe mit Hofraum, Schlachthaus, Grab⸗ gatten mit Kegelbahn, sowie 211 Klafter Acker im Großgalgenfeld nochmals öffentlich melftbietend ver— steigert werden unter dem Anfügen, daß nunmehr bet annehmbaren Geboten den Letztbtetenden die Geneh⸗ migung ertheilt werden soll. Friedberg am 14. Mai 1868. In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Friedberg Großberzogliches Ortsgericht Friedberg Fou e a x, Pferdeversteigerung. 1243 Dienstag den 26. d. Mts., Vormittags 10 Ubr, soll in der Reitercaserne zu Butzbach ein zum Reiter⸗ dienst unbrauchbar gewordenes Reitpferd öffentlich ver⸗ steigert werden. Butzbach den 20. Mal 1868. v. Klipstein, Rittmeister und Schwadronchef. Steinkohlenliefetrung. 1268 Die Lieferung von eirca 1500 Centner Steinkoblen für die hiesige Garnison soll Mittwoch den 27. d. M., Vormittags 10 Ubr, auf dem Bürtau der unterzeichneten Verwaltung, woselbst auch von heute an die Lieferungs⸗ bedingungen zur Einsicht offen liegen, durch Summisston vergeben werden. Friedberg den 23. Mai 1868. Groß berzogliche Garnison⸗Verwaltung Klöpper. Holz⸗Versteigerung in der Oberförsterei Nidda. 1264 Mittwoch den 3. und Donnerstag den 4. Juni d. J., jedesmal Vormittags um bald 9 Uhr beginnend, sollen in dem Distrikt Lohwald nachverzeichnete Holz⸗ sortimente, mit Zahlungstermin bis Martini l. J., ver- steigert werden: Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Retsbolz. Se Holzart: Buchen 429¾ 54½ 227½ 252 Eichen 24 30½ 20½ 40 Kiefern 1—— 2 Aspen 1½—— 1 sodann 73 Eichenstämme von 6½—35“ Durchmesser und 10—70“ Länge mit 3633 Cudikfuß, und 46 Buchenstämme von 12—31½“ Durchmesser und 10—45“ Länge mit 3657 Cubilfuß. Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen in dem Holzschlage. Nidda den 20. Mai 1868. Großberzogliche Obersoͤrsterei Nidda Georgi. Hofraithe-Versteigerung. 1262 Montag den 25. Mat d. J., Vormittags 10 Uhr, wird in hiesigem Rathhause die zum Nachlasse des ver⸗ ftorbenen Rudolph Weis dahler gehörende Hofralthe mit dausgarten in der Burg in Folge eines eingelegten Nachgebots nochmals öffentlich meifibtetend verßeigert werden. Friedberg am 22. Mat 1868. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg Foucar. Mobiliar-Versteigerung. 1263 Der auf Donnerstag den 28. d. J. anberaumte Termin zur Versteigerung des Modillar⸗Nachlasses der verstordenen Büchsenmacher Emmerich Felix Fritz Eheleute dahler ist eingetretener Hindernssse wegen auf Mittwoch den 10. Juni d. J. verlegt worden, was hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Friedberg am 22. Mat 1868. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fouc ar. Cirea 100 Körbe Spreu G. Philippi 1240 bat zu verkaufen im„Steinernen Haus.“ 9 ö 9 Neue Classiker⸗ Ausgabe unter dem Titel: Deutschlands Stolz. Die erste Lieferung enthält Schiller's Tell vollständig. Preis: 6 kr. Vorräthig bei N& Schimpff in Friedberg und Nauheim. 1 8 2 97 inisttrial-Appro⸗ bation. Imad gun uzbunqp pr 10g 18 follwerrk an Brust Bonbons ee 2848 Wie auf allen früheren Industrie- Ausstellungen, wohin der Hof-Lieferant Franz Stollwerck sein seit Decennien berühmtes Fabrikat sandte so ist denselben auch auf der Pariser Welt-Ausstellung die in dieser Branche einzig ertheilte Midaille zuerkannt worden. Es ist dies ein neues Glied in der langen Kette von Anerkennungen, welche sich diese Brust⸗Bondons erworben, und dürfen sich Hals⸗ und Brustleidende mit um so größerer Zuversicht dieses Hausmittels bedienen.— Man beliebe sich nur durch die vielen Fälschungen nicht täuschen zu lassen, und bemerke sich zur Enmahme die Depöts in Friedberg bei Wilhelm Fi in Assenheim bei Carl Baner, in Bellersheim bei B. Stern Sohn, in Butzbach bei ilh Wießler, in Berstadt bei Chr. Eichelmann Sohn, in Hungen bei A. Buch, in Nauheim bei Ph. Jac. Weiß. Dielen⸗Lager in schönster Auswahl, zu den äußerst billigsten Preisen, empfiehlt Friedrich Hilbrecht. Mit königl. hais. M 1134 1185 Das Neuste in Kragen& Manschetten, Aleiderbesatz X Knöpfen, Halsbinden, Ta schentũcher, gestickke Hosenträger und Pantoffeln,. schaften, Piũsch und Plüschband, sowie alle Kurzwaaren billigst bei M. Volk. Ausverkauf. Das auf das Vollständigste assortirte Tuchwaaren⸗Lager von August Hupfeld in Frankfurt a. M., Weißadlergasse Nr. 1, bestehend in Paletot-⸗, Rock-, Hosen und Westenstoffen, wird zu den billigsten Preisen ausverkauft. Regen- und Sonnenschirme 1195 W. Bär, Schirmmacher neben Hötel Trapp. Reparaturen werden schnell und billig wieder hergestellt. Ehrlich's Blutreinigungs⸗Essenz. 189 Dieses ausgezeichnete Hausmittel, welches am sichersten dei fast 15 Krankheiten mit 15. erlelg Pre wie z. B. bei Rheumatismus, Gicht, pämorrhoiden, Herzklopfen, Magen⸗ beschwerden, Magenkrampf, Krämpfe, Verstopfungen, Unverdanlichkeit, Schärfe, Schwindel. Sodbrennen, Blähungen, Spannung, Zahnweh, Nervenschwäche, Dur sch⸗ fall, Unterleibsbeschwerden, Gallenkrankheit, Pusten, nervösee Kopfweh, Asthma, Aus zehrung im Entstehen, Körperschwäche, Schlaflosigkeit, Bleichsucht und andern weiblichen Krankheiten ic. ꝛc., sowie bei Kinder krankheiten zartesten Alters, wird allen Leidenden auf das Wärmste empfohlen. Auf Berlangen kann von den vielen, durch diese Essenz geheilten Personen die außerordentliche Wirkung dieses Heilmittels durch Zeugnisse, welche im Orginal im Besitze des Unterzelchneten find, nachgewiesen 1 Diese Ehrlich's Blutreinigungs⸗ a kel in e 1 fl. 1. 10 Er. oder 1 5 1.— Sgr. 1 7 1*** — 10 6. 971 mit Gebrauchs⸗Anwelsung 85 nur allein acht zu haben in. bei Fr. Hilbrechi in Friedberg. Briefe werden nur krenco angenommen und bei Versendungen der Betrag unter billigster Be⸗ rechnung der Verpackung nachgenommen. Weiße leinene Caschentücher, 270 gefickt und glatt, Manschetten 5 Kragen, Herrenkragen, Vorhemden, sowie eee bei K. 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