1868. Jerdar enden u de! 1„11l. Donnerstag den 23. Januar. 2 10. nzeiger für Oberhessen. enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Fricdberger Iutelligenzblatt. ——— Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 1 Bestellungen auf den„Anzeiger für Oberhessen“ werden noch fortwährend von allen Poststellen und der Verlagsexppedition für das erste Halbjahr angenommen — etreffend: Ole Obsterndte im Jahre 1867. Amtlicher Theil. Friedberg am 20. Januar 1868. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche mit Erledigung unseres Ausschreibens vom 10. l. M.,(in Nr. 6 des Anzeigers), noch im Rückstande ind, daden solche unverzüglich zu bewerkstelligen. dettef fend prämlen für die Aufzucht der schwersten 3 Ballenkälber. . ch 1 A Laubach am 16. Januar 1868. ng. Der Ausschuß des landw. Vereins von Oberhessen hat für das Jahr 1868 die Summe von 200 fl. zu Praͤmien für die schwersten Zullenkälber Vogelsberger-Race ausgesetzt. Eigenthümer von Bullenkälbern dieser Race, die im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. April . J. geboren werden und die um Prämien concurriren sollen, haben ortsgerichtlich beglaubigte Anmeldungen unter Angabe des Tages der Heburt und der Farbe des Kalbes an Unterzeich neten einzusenden. Der Präsident des landw. Vereins von Oberhessen Otto, Graf zu Solms Laubach. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Legierungsblatt Nr. 3 enthält: I. Verordnung, Abänderung des Rekrutirungsgesetzes Fireffend. Dieselbe lautet: Ludwig III. von Gottes e naden Großherzog von Hessen und bei Rhein dc. dc. zur Vollziebung der von Uns mit Seiner Majestäl dem fönig von Preußen am 7. April vorigen Jahres abge- solossenen Militärconvention, insbesondere der Artikel 2 ud 3, haben Wir verordnet und verordnen hierdurch, in Ge⸗ räßheit des Artikels 73 der Verfassungs⸗Urkunde, wie folgt: §. 1. Die vermöge der Militärpflicht dienenden Ex⸗ a pitulanten des Jahres 1868 werden nach Schluß ihrer Gpilulation nicht beabschiedet, sondern, soweit sich nicht kerwendung als Einsteher finden, zur Reserve enlassen rid treten, nach Ablauf eines weiteren Dienstjahres in ür Reserve, in die Landwehr. §. 2. Die der Reserve⸗ Angehörigen sind in ihrer Urgerlichen Niederlassung und Verheirathung nicht gehin ⸗ letrt und unterliegen nur der vorgeschriebenen militärischen tontrole und den, zur Ausübung derselden erforderlichen nordnungen. §. 3. Einsteher aus den Jahrgängen 1862 bis 1867 enschließlich, welche die übernommene Capitulation zurück legt haben, können nach Maßgabe des Artikels 13 des Fecrutirungsgesetzes vom 20. Juli 1830 ihre Beabschie⸗ tung verlangen. §. 4. Diejenigen, welche seiner Zeit auf Grund des besetzes vom 14. Juli 1831 im Miluärdienst vertreten zorden sind, werden für irgend eine militärische Dienst— lifiung nicht mehr in Anspruch genommen. §. 5. Vom Zeitpunkt der ersten Truppenergänzung es Jahres 1868 an ist die Anwendung des Gesetzes vom . Juli 1851 über Stellvertreiung im Militärdienst in⸗ west suspendirt, als von da weder eine Stellvertretung breits eingetreuner Soldaten noch eine unbeschränkte Ver⸗ teiung von Militär⸗ und Marschpflichtigen im Militär- benst mehr stalifindet. Letztere können alsdann, in Ge⸗ näßheit des Artikels 3 der Eingangs erwähnten Militär⸗ convention nur noch durch ausgediente Untcroffiziere und Spielleute oder durch Tausch mit freigeloosten Pflichtigen rer Altersklasse für den Dienst bei der Fahne beziehungs- veise in der Reserve Vertretung finden. §. 6. Diejenigen Pflichtigen, welche hiervon Gebrauch machen wollen, haben, in Folge der Erweiterung der Dienstzeit in der Linie um eln Jahr einhundert Gulden veltet, als ihnen nach der bisherigen Vorschrist zu zahlen togelegen häne, zur Einstandekasse zu entrichten und die Einficher ein Sechstheil der bisherigen Einstandssumme ehr in Anspruch zu nehmen. Den Marschpflichtigen des zahres 1868, für welche bereits die bisherige Vertretungs- mme zur Einstandskasse bezahlt worden ist, bleibt ee beigestellt, die hiernach für ihre Vertretung erforderliche Nachzahlung in die Einstandskasse beziehungsweise in die kasse der Versicherungsanstalt für Stellvertretung zu Uisten oder ihre Einlagen in die Kassen zurückzuziehen nud auf Stellvertretung zu verzichten. §. 7. Die als Einsteher sich anmeldenden Unterofftztere und Spielleute, sowie die zum Leostausch sich erbietenden Nilliärpflichtigen der zur Ausbebung kommenden Alters⸗ lasse, deren Loosuummer nicht in das Ceningent fallen ben sich in den Anmeldungeprotokollen verbindlich zu⸗ machen, 7 Jahre lang im aktiven Heere zu dienen. Die Qualifikation und Zulassung der zum Loostausch sich er⸗ dietenden Militärpflichtigen ist lediglich nach den allge⸗ meinen für die Musterung der Militärpflichtigen geltenden Bestimmungen zu bemessen. §. 8. Die zur gemeinschaftlichen Aufbringung der Veriretungssummen bestimmte Staatsversicherungsanstalt für Stellvertretung im Militärdienst bört für die vom Jahre 1868 an zur Loosztehung kommenden Militär⸗ pflichtigen auf. Die zur Zeit bestehende Jahresgesellschaft fur die Loospflichtigen des Jahres 1867 wird zwar auf⸗ recht erhalten, es wird aber hierbei insbesondere auf §§. 21 bis 25 der Statuten der Assecuranzanstalt vom 18. September 1851 hingewiesen, wonach, je nach Um- ständen, die Teilnehmer dieser Anstalt eine bedeutende Erhöhung der Einlage oder selbst die Unthunlichleit der Vertretung der von ihnen Versicherten zu gewärligen haben. In Rücksicht hierauf soll jedoch denjenigen Ver⸗ sicherten, welche sogenannte Freiloose gezogen haben, aber dei der nächsten Truppenergänzung freiwillig in den Mili⸗ tärdienst eintreten, der Austritt aus der Versicherungs⸗ anstalt für den Fall gestattet sein, daß ihr Eintritt in den Militärdienst nicht etwa in Folge ihres Erbietens zum Looslausche, beziehungsweise shrer Verwendung als Ein⸗ steher ersolgt. §. 9. Wenn sich vor oder bei der nächsten Truppen⸗ ergänzung ergibt, daß die Zahl derjenigen, welche sich verlreien lassen wollen, größer wäre, als die Zahl der angenommenen Stellvertreter, so ist denjenigen Dienst⸗ pflichtigen, welche demzufolge nicht vertreten werden lönnen, zur Präsenlitung tines Stellvertrelers nach Maßgabe des Art. 16 des Gesetzes vom 14. Juli 1851 eine Frist von 1 Wochen zu exössnen. §. 10. Das Rekruttrungsgesetz vom 20. Juli 1880 und das Gesetz über Stellvertretung im Militärdienst, nebst zugehörigen Verordnungen, bleiben im Ucbtigen dis auf Weiteres anwendbar, soweit die obigen Bestim⸗ mungen nicht entgegenstehen. §. 11. Unsere Ministerlen des Innern und des Kriegs sind mit der Ausführung dieser Verordnung deaustragt. Urkundlich ꝛc. 11. Verordnung, die Verwaltung des Kirchen vermögens, insbesondere die Beschränkungen der Veräußerung von Kirchenvermögen in Beziehung auf Erbleihen und Land⸗ siedelleihen beiressend.(Schluß solgt.) — Die„Darmst. Ztg.“ publizirt den mit Preußen vereinbarten Telegraphenvertrag. Spä⸗ testens bis zum 1. Oct. l. J. sollen in folgenden Orten Staats-Telegraphen⸗Stationen eingerichtet werden; 1) in der Provinz Starkenburg: zu Fürth, vorsch, Pfungstadt, Gernsheim, Groß- Umstadt, Michelstadt und Erbach; 2) in der Provinz Oberhessen: zu Grünberg, Alsfeld, Lau- terbach, Schlitz, Hungen, Nidda, Schotten, Orten- berg und Büdingen; 3) in der Provinz Rhein- hessen: zu Alzey Wörrstadt und Wöllstein. — Durch eine Veröffentlichung Großherzog lichen Krlegsministertums wird bekannt gemacht, daß für die im Jahre werdenden jungen Leute derjenige Grad wissenschaftlicher Bildung, welcher durch ein- jährigen erfolgreichen Besuch der Gymnasial- Tertia erzielt wird, für die im Jahre 1872 dienstpflichtig werdenden der Grad wissenschastlicher Bildung, welcher der Reife für die Gymnasial- Secunda entspricht; und erst für die im Jahre 1873— und später in das dienstpflichtige Alter eintretenden der Grad wissenschaftlicher Bildung nachzuweisen ist, welcher nach§. 4(131,1) der erwähnten Bekanntmachung näher bestimmt ist. — In den„Evang. Blättern“ ist unlängst ein Artikel erschtenen, welcher eine Erwiederung von Seiten des Bischofs von Mainz in der „D. Zig.“ hervorrief und nun den Prälaten Dr. Zimmermann in Darmstadt zu folgender Erklärung veranlaßt hat: Die in Nr. 19 dieser Blätter stehende Erklärung des Herrn Bischofs von Mainz gegen einen Artikel in den Evange⸗ lischen Blattern nöthigt mich zu der Gegenerklaͤrung, daß ich an diesem Artikel nicht den entferntesten Antôeil habe, was mir die Redaktien bezeugen kann, sowie, daß mir der Verfasser desselben ganzlich unbekannt ist. Zugleich muß ich aber im Namen meiner beiden Collegen, der Herren Superintendenten Dr. Simon und Dr. Schmitt, im Namen der Unterzeichner der Adresse vom 31. März v. J. und in meinem eignen Namen feierlich protestiren gegen die nun össentlich aus- gesprochene Behauptung des Herrn Bischofs, daß die von uns drei Superintendenten Seiner König lichen Hoheit dem Großherzog überreichte Adresse gänzlich unwahre Anschuldigungen enthalte. Ebenso feierlich prottstire ich gegen die in den Worten ves Herrn Bischofs liegende zum mindesten höͤchst auffallende Insinuation, als ob ich zu den von ibm als Invectiven gegen die Höchsten Persön⸗ lichkeiten bezeichneten Aeußerungen der Evangelt⸗ schen Blätter vielleicht in irgend einer Beziehung steben könnte, und glaube behaupten zu dürsen, daß Jeder, der meine Stellung zum Allerhöchsten 1871 dienstpflichtig Fürstenhause seit dem Jahre 1832 dis heute kennt, so etwas für eine reine Unmöglichkeit halten muß. Dr. Zimmermann, Prälat. „ Frledbertg. Das groß herzotliche Kriegs ministerium erläßt eine Otkanntmachung, daß di⸗ Zahl der für die nächste Truppenergaazung d. J. angenommenen Einsteher nicht biureicht, um für r* diejenigen im Jahre 1867 gemusterten Militär- pflichtigen, welche sich durch Zablung der gesetz- lichen Vertretungssumme zur Einstandskasse ver- treten lassen wollten, Stellvertreter zu verwenden. Diesen Dienstpflichtigen wird nun eine Frist von vier Wochen eröffnet, um innerhalb derselben geeignete Stellvertreter zu präsentiren. Die Prä- sentation von Unteroffizieren und Spielleuten hat bei dem betreffenden Compagnie ic. Commando oder Kreisamte, diejenige von frelgeloosten Mili⸗- tärpflichtigen der Altersklasse 1867/1868 aber nur bei dem Kreisamte zu erfolgen. In den hiernach zu errichtenden Protokollen ist die Er⸗ klärung des sich anmeldenden Einstehers aufzu⸗ nehmen, von wem er präsentirt wird, sowie daß er sich nach Maßgabe der mehrerwähnten Ver⸗ ordnung zu siebenjähriger Dienstzeit im activen Heere verpflichte. Gelingt es dem Militärpflich⸗ tigen nicht, innerhalb der anberaumten Frist einen Einsteher zu präsentiren, der angenommen und verwendet wird, so hat er seiner Militaͤrpflicht selbst zu genügen und der ihm zugedenden Ein⸗ berufungsordre Folge zu leisten. Hinsichtlich der persönlichen Ableistung der Militärpflicht wird auf die Bekanntmachung vom 10. Oktober v. J. die Bestimmungen über den einjährigen, freiwilligen Militärdienst betreffend, aufmerksam gemacht. — Eine weitere Bekanntmachung desselben Ministeriums bringt auf verschiedene Anfragen, ob denjenigen Dienstpflichtigen, welche die Berech- ligung zum einjährigen freiwilligen Dienß erlangt haben, nachträglich die Stellvertretung gewährt werden könne, nachstehende Bestimmungen zur Kenntniß: Wer die empfangene Berechtigung, als einjähriger Freiwilliger seiner Militärpflicht genägen zu dürsen, aufgeben will, ist— soferne er seinem Lebensalter nach schon dei der Aus- hebung hätte concurriren müssen— nicht mehr zur Loosung zuzulassen, sondern wird als Erst⸗ marschirender behandelt. Derselbt kann sich jedoch, so lange nach Artikel 3 der mit der Krone Preußen abgeschlossenen Nilitärconvention dom 7. April 1867 die Stellvertretung oder der so⸗ genannte Nummerntausch gestattet ist, nach Maß- gabe der hierüber bestehenden gesetzlichen Bestim · mungen und Verordnungen in seiner Militärpflicht vertreten lassen. » Friedberg. Die„. V.“ erklären die unserem Blatte entnommene Nachricht aus Gießen, daß Professor Frank in München zum Professor der Thierarzneikunde an dortiger Universität er- nannt sei und daß ihm zur Seite als außer- ordentlicher Professor Dr. Winkler von Lich stehen wird, für unbegründet.— Wir empfingen fragliche Mittheilung von sehr glaubwürdiger Seite und dürfen dieser wohl die Vertretung jener überlassenz Mainz. Nach dem„M. J.“ haben die hiesigen Festungsbehörden in ossizieller Weise ihre Geneigtheit ausgesprochen gegen Zahlung einer Summe von 150,000 Thalern(welche von der Stadt und dem Gartenfelde gemeinsam aufzu- bringen wären) ein weiterts Thor zwischen dem Münsterthore und dem Raimundithore zu eröffnen, im zweiten Baurayon im Gartenfelde Massivbauten in Stein zu gestatten und für diesen Baurayon die Verpflichtung des Reverses fallen zu lassen. Preußen. Berlin. In der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 20. Jan. interpellirte der Abg. Virchow die Regitrung in der Spiel⸗ bankfrage, worauf der Minister des Innern erklärte: er sei prinzipiell mit den bezüglichen Be⸗ schlüssen des Reichstages und des Landtages gegen die Spielbanken einverstanden, die Regierung könne jedoch die Spielbanken nicht mit einem Male beseitigen, ohne die tommunalen Interessen der betreffenden Städte zu schädigen. Die Re⸗ gierung wolle die Spielbanken keineswegs so lange fortbestehen lassen, als ihre Concesslon lautet; man müsse sich aber mit den Spielbank⸗ Gesellschaften dahin einigen, das Spiel noch eine Reihe von Jahren zu dulden, unter der Bedin- gung, daß die Gesellschaften Capitalien hergeben, welche es den betreffenden Städten möglich machen, die bisherigen Einrichtungen zu erhalten. In der Fortsetzung der Verhandlungen erklärt der Minister des Innern Waldeck gegenüber, die Einbringung eines Gesetzes, betressend die sofortige Aufhebung der Spielbanken, fei unmöglich. — Abgeordnetenhaus. Bei der Berathung des Etats des Innern ist die Ausgabe für geheime Polizei an der Reihe. Un ruh ist für die Be⸗ willigung, kritisirt jedoch die Thätigkeit des Mi⸗ nisteriums des Innern und der Polizei. Der Minister des Innern weist den Vorwurf wegen schroffer Parteistellung zurück. Hoverbeck er— klärt sich Namens der Fortschrittspartei gegen die Bewilligung, um nicht dem Ministerium ein Ver- trauensvotum zu geben. Kantak spricht im Namen der Polenfraktion gegen die Bewilligung wegen der Art, wie jene Fonds in der Provinz Posen verwendet würden. Schließlich wurden 40,000 Thlr. zu geheimen Ausgaben des Polizei- Departements bewilligt. — Der„Staatsanzeiger“ meldet, daß dem Polizeipräsidenten v. Madai der Rathsrang dritter Klasse verliehen sei. Bayern. München. Der Wehrausschuß des Reichsrathes nahm die Vermittlungsvorschläge des Kriegsministers an. Dieselben gehen dahin, die Friedensstärke des activen Heeres bis Ende 1871 auf ein Bevölkerungsprozent festzusetzen und später eine jährliche Rekrutenquote finanz- gesetzlich festzustellen. Auch in Betreff anderer Punkte des Gesetzes zeigte sich der Ausschuß des Reichsrathes nachgiebig und ist somit eine Ver⸗ ständigung angebahnt. — Eine Münchener offiziöse Correspondenz der„Allgemeinen Zeitung“ erklart die Gerüchte über eint Ministerkrisis für pure Erfindung und ist dagegen überzeugt, daß gegründete Hoffnung zum Zustandekommen eines Ausgleichs bezüglich der Differenzen mit der Kammer in der Wehr- gesetzfrage in Aussicht sei. — In der Sitzung des Reichsrathes wurde, statt der früher beschlossenen vierjährigen Dienst⸗ zeit in der Reserve, dem Beschlusse der Abgeord⸗ netenkammer gemäß die dreijährige Dienstzeit an- genommen, dagegen wird auf der vierjährigen Dienstzeit bei der Cavallerie einstimmig bestanden. Statt der Annahme des Avancementsgesetzes wird der Wunsch ausgesprochen, der König wolle die Thunlichkeit erwägen, ob und wie die Beförderung und Pensionirung der Offiziere und Militärbeamten gesetzlich zu regeln sei. Württemberg. Stuttgart. In der Abgeordnetenkammer stieß bei den Debatten über das Kriegsdienstgesetz die dreijährige Präsenszeit auf lebhaften Widerstand. Der Kriegsminister erklärte hierauf in der Kammer, sich Namens der Staatsregierung und mit Genehmigung des Königs bereit, in das Kriegsdienstgesetz die zweijährige präsenszeit, außer bei der Kavallerie, aufzunehmen. Im weitern Verlauf der Berathung über das Wehrgesetz wurde der Antrag Mohl's, die Bei- behaltung der Stellvertretung betreffend, mit 55 gegen 27 Stimmen abgelehnt. Seitens der demo⸗ kratischen Partei wurde die Stellvertretung befür wortet. Die Prinzen des königlichen Hauses find der Aushebung nicht unterworfen. Oesterreich. Wien. Die öferreichische Regierung hat nun auch einen Band offizieller Aktenstücke im Druck erscheinen lassen. Dieses „Rothbuch“ besteht aue 4 Abtheilungen und ent⸗ hält folgende Abschnitte: Deutsche Angelegenheiten, römische Frage, orientalische Frage und Handels- angelegenheit. Jedem Abschnitte geht ein Expose in deutscher und ungarischer Sprache voraus. — Die diesseitige Delegation ist am 19. d. hier zusammengetreten. Herr v. Beust theilte derselben mit, daß sie morgen vom Kaiser empfangen werden wird, und ersuchte den Cardinal Rauscher, den Vorsitz als Alterspräsident zu übernehmen. Nachdem dieser die Wichtigkeit der Delegation für das Einheitsband der Monarchie betont hatte, wurde zur Vornahme der Präsidenten wahl geschritten, in welcher Graf Anton Auersperg(Anastasius Grün) mit 47 von 48 Stimmen gewählt wurde. Derselbe hielt sodann eine kurze Ansprache und sagte, er erwarte vom patriotischen Sinn der Delegirten eine glückliche Lösung der wichtigen Aufgabe und ein Entgegenkommen Seitens der ungarischen Delegation. — Zufolge Beschlusses des Centraltomites für das deutsche Bundesschießen soll das Fest am Sonntag den 26. Juli mit dem Festzuge eröffnet werden. Das Schießen beginnt unmittelbar am Montag darauf, und wird, wie vorläufig bestimmt ist, durch 10 Tage fortgesetzt werden. Die An⸗ meldungen zum Eintritt in den deutschen Schützen⸗ bund sind schon jetzt sehr zahlreich; so sind in den letzten Wochen über 300 neueingetretene Schützen beim Centralcomite angemeldet, darunter namentlich viele aus Steiermark. Nach allen Anzeichen dürfte die Betheiligung aus der öster⸗ reichischen Monarchie eine äusterst lebhafte werden, und aus dieser allein schon auf 4—5000 Schützen zu rechnen sein.— Die Aufrufe an die Deutschen im In- und Auslande zur Theilnahme an dem Feste und zur Widmung von Ehren- und Fest⸗ gaben werden ehestens nach ganz Deutschland, der Schweiz, England, Frankreich, Italien, Nord⸗ amerika, kurz, überall hin, wo sich deutsche Kolonieen befinden, versendet werden. — Die Wiener Blätter geben ausführliche Berichte über das Leichenbegängniß des Kaisers Maximilian. Es heißt in einem derselben: Die Leiche Maximilians ruht nun in der Gruft seiner Ahnen. Es war ein feierlicher und ergreifender Moment, als der Sarg inmitten einer unabseh⸗ baren Menschenmenge, unter lautloser Stille, die nur zeitweise durch den bis zu kaum hörbaren Tönen herabgedämpften Schall der umflorten Trommeln unterbrochen wurde, sich über die breite Ringstraße durch die milde, aber trübe Abendluft bewegte und den Abschluß eines hochtragischen Geschicks zur Erscheinung brachte. Rothglühende Fackeln warfen ein geisterhaftes Licht auf dis schimmernde Bahre, die nur ein einzelner Lorbeer⸗ kranz deckte und auf die fremdblickenden Mann⸗ schaften der Marine⸗Infanterie und des Matrosen⸗ Corps, die dem früheren Führer das letzte Geleit zu geben gekommen waren. Tegethoff, in einen sechsspännigen Hofgalawagen, zur Seite des ersten Oberhofmeisters, fuhr dem Trauerwagen unmittel⸗ bar voran, und lieferte die Errungenschaft einer langen und schweren Mission in die Hände des Bruders und Kaisers. Italien. Florenz. Nach dem Schag⸗ ausweis vom 1. Januar betrugen die Einnahmen 1,177,570,064 und die Ausgaben 988, 354,537, der Notenvorrath 189,215,527 Lire. Laut dem Finanzexpose sind gegenwärtig verfügbar: 294 Millionen, wovon 118 der Bank entnommen und 66 durch Ausgabe von Schatzscheinen aufgebracht werden können. Das vorgelegte Finanzexpost schließt mit der Erklärung, daß die bisherigen Kirchengüterverkäufe unzureichend seien, um die Finanzschwierigkeiten zu beseitigen, der Finanz minister werde daher, nach der Votirung des Finanzgesetzes, und wenn auch die politische Lage sich gebeffert haben wird, auf Basis der noch im Besitzt des Staates befindlichen Kirchengüter eine Finanzoperation vorschlagen, welche die finanzielle Zukunft des Landes sicherslellen werde. Frankfart. Das Kapitalvermögen des pbiesigen Domdauvereins ist jetzt auf 97,002 fl. 38 kr. an⸗ gewachsen. Unter den in letzter Zeit geflossenen Gaben sind namenilich diejenigen von Deutschen aus Newyork, deren Namen allerdings an manche ächte Frankfurter Familie erinnert und von Deuischen in Konstantinopel zu verzeichnen, welche letztere eine besondere Subserciption eröffnet hauen; auch der Verwaltungsrath der Taunus⸗ tisendahn⸗Gesellschaft ist mit einem Beitrag von 350 fl. verzeichnet. Das s. Z. von Herrn Meler Lange in München dem Verein geschenkte Gemälde brachte der Casse 315 fl. ein. Die Gaben müssen noch sehr reichlich fließen, wenn der Verein sein Ziel erreichen will. Die gezeichneten jährlichen Beiträge belaufen sich erst auf 18000 fl. Heppenheim. In dem hiestgen Bahnhofe explodirte am 20 d. eine in Mannheim aufgegebene, mit„Glas“ bezeichnete Kiste, welche in einem der Güterwagen von ihrer Stelle gerückt werden sollte, mit donnerähnlichem Knall. In den sehr dicken Boden des Wagens wurde ein Loch geschlagen. Drei Eisenbahnbedienstete, Güterpacker, wurden verletzt, ein Babenser, verheirathet, lebensgefährlich, jedenfalls ist eines seiner Augen verloren. Die Kiste wat mit chemischen Präparaten, wahrscheinlich Knallsilber ge⸗ füllt, Stoffe, welche die Eisendahnen grundsätzlich nicht befördern. Um den Transport zu ermöglichen, wurde die Kiste als„Glas“ declarirt. Die Entrüstung über den gewissenlosen Absender der Kiste, der so leichtsinnig Men⸗ schenleben gefährdete, ist eine allgemeine und hofft mau. daß ihn die volle Schärfe des Gesezes treffen möge. lagen bot wunben en in delge! flofon sol simelntt ii groß.— und zwei s in ber Nat liche Kann noch keine dieses Un Zeche wat nachbarler herbei, w die verun; 8 135 Die 1 hh, Oemein daseldst dedingu 51 ant cn A nen 2 Fei de 1 day 1 1 — 1 a 1 F ** 0 un Morgen nach einer grauenvoll durchlebten Nacht ver⸗ Gernsheim. Die„H. B.“ schreiden vom 19. d.: g ich kaum Worte zu finden, um Ihnen ein neues andunglück— das zweite innerhalb zweier Monate— gelches unsere in jüngster Zeit so hart geprüfte Stadt kimsuchte, zu melden! Gestern Abend um 78 Uhr brach — in nächster Näbe der vorletzeen Brandstätte— ein guet aus, das von dem berrschenden rasenden Orkane 5 Nu über einen ganzen Häusercomplex verbreitet wurde. om Ganzen liegen heute elf Wohnhäuser, sechs Scheunen ind mehrere Stallungen in Schult darnieder, nur der A ißersten Anstrengung konnte es gelingen, das Feuer auf inen jetzigen Herd zu beschränken und die drohende —.— von der angrenzenden Häuserreihe sern zu hallen. Das das unsert Mitbürger betroffene Unglück um Vieles höht, ist der Umstand, daß die Berrossenen— in Folge ler raschen Verbreitung des Feuers— von ihrem Moblliar⸗ zermögen nur wenig gerettet und das verlorne zumeist nicht vetsichert war. , Das Unglück auf der Zeche Neu⸗Iser⸗ lohn bei Langendreer. Ein in den Aanalen des pesifälischen Bergbaues unerbörter Unglücksfall trug sich im 15. d. Mis. in den Morgenstunden auf der in der Fähe des Langendreer Bahnhofs belegenen Zeche Neu⸗ Aerlohn zu. Es hatten sich— wahrscheinlich in Folge ses stürmischen und trüben Wetters der vergangenen kacht und der dadurch gehemmten Circulation der Wetter — in den Bauen genannter Grube bedeutende Massen hlagender Weiter angesammelt und die vierte Bausohle anz erfüllt. Kurz nach 5 Uhr, beim Anfahren der Frühschicht, erfolgte eine entsetzliche Crplosion— deren Ahere Einzelheiten bis jetzt noch nicht bekannt sind, da vohl keiner der Betheiligten mit dem Leben davongekommen. Dährend des ganzen Vormittags war man unausgesetzt nit der Aufsuchung und Heraussörderung der Verunglückten eschäftigt und es waren bis Nachmittags 4 Uhr bereits 3 Todte und circa 25 schwer und leicht Verletzte zu Tag bracht. Wie hoch sich die Anzahl der Opfer beläuft, ann dis jetzt noch nicht mit Bestimmtheit angegeben verben, indem man zur Aussuchung der Unglücklichen doch nicht überall hin vordringen konnte. Als wir uns egen 3 Uhr Nachmittags auf der Unglücksstätte befanden, varen fast alle Räume der Zechengebäude mit den Leichen et unglücklichen Opfer angefüllt. In langen Reihen agen dort dieselben, tbeilweise durch entsetzliche Brand- vunden entstellt, theilweise mit verzerrten Gesichtszügen u Folge des Erstickungstodes, andere durch den der Ex⸗ losion folgenden ungeheuren Luftzug zerschmettert und inzelner Gliedmaßen vollständig beraubt.— Der Jammer A groß.— Eine Wiltwe verlor ihre drei Söhne, Vater ind zwei Söhne lagen todt neben einander, aus einem n der Nähe der Zeche belegenen Hause hatte die schreck— iche Katastrophe allein 5 Opfer gefordert. Man hat och keinen Ueberblick, wie tief manche Familie durch sieses Unglück betroffen worden ist.— Die Beamten der zeche waren unausgesetzt thätig und auch von den be⸗ lachbarten Gruben strömten zahlreiche freiwillige Helfer erbei, welche mit Hintansetzung der eigenen Sicherheit e verunglückten Kameraden zu retten versuchten. Für die Vothleidenden in Ostpreußen sind weiter eingegangen: Fünfte Liste. 1) Durch Herrn Sladtrath W. Fertsch: Von Herrn Apotheker Kranz in Nauheim 3 fl. 30, H. und F. 1 fl., W. Schenk 12, Ph. Diener 1 fl., von einem Frankfurter 5 fl., Dekonom Hill in Fauerbach 5 fl., J. Ewald in Ochstadt 30, Fr. Weidmann in Ockstadt 2 fl., von den Schultindern zu Beyenhelm, durch Herrn Lehrer Schindel gesammelt 2 fl., von verschiedenen Einwohnern Beyenhaims 4 fl. 34, zusammen 24 fl. 46.— 2) Durch Herrn Hof⸗ apotheker Wahl: Von Herrn E. Bender in Rockenberg mit dem Motto: Anstatt zu trinken die versprochne Flasche Punsch, den Gulden der Noth zu steuern, das ist mein Wunsch: 1 fl., derselbe„den deutschen Brüdern in Ost⸗ preußen“ 45, Schäfer 45, Leithäuser„Brüder, reicht die Hand zum Bunde“ 30, Fr. Schäfer„Jeder nach seinen Kräften“ 24, F. Sames 30, Gg. Reiber 30, H. Schudt 1 fl. 10, C. Rübsamen 30, K. Kunkel 15, Bürgermeister Krämer 36, Lina Bender aus ihrer Sparbüchse 12, Frl. Aurelie Friedrich 30, Pfarrdocent K. Engel 3 fl. 30, Candidat C. Wahl 1 fl. 45, zusammen 12 fl. 52.— 3) Durch Herrn Bürgermeisterei- Verwalter Foucar: Im„Fr. J.“ ist folgendes„Eingesandt“ zu fluben Groß⸗Karben(Kreis Bilbel), 16. Jan. Alle gröberen und gelesenen Blätter beschaftigen sich schon seii län⸗ geret Zeit mit der Noth, welche in Osipreußen wüthet, einer Noth, von welcher wir in der gesegneten Wetterau keinen Begriff haben können, ba selbst bel Einzelnen wirklicher Mangel ein seltener Fall ist. Und so dürfte es nicht als müßiger Wunsch bezeichnet werden, wenn man die Ausmerksamkeit unserer begüterten Wetterauer auf jene mit dem schricklichen Gespenst Hunger, Kälte, Krankheit kämpfenden Bewohner Ostpreußens lenken möchte; es kann auch auf dem Lande etwas geleistet werden, wenn sich nur Männer bereit finden, welche für jene Armen ein warmes Wort sprechen wollten. Besonders wäre es vorerst Sache der diversen Kreis⸗ blätter, welche ja mitunter große Politik treiben, die ländliche Vevölkerung von jenen Vor⸗ gangen zu unterrichten, und gewiß gibt es Viele, bei denen es nur eines Winkes bedarf, um ihre Menschen⸗ freundlichleit anzuregen. So viel wir aus den uns zukommenden Kreisblättern ersehen, haben dieselben sast ohne Ausnahme die Mah⸗ nung des Herrn Einsenders von Großkarben nicht abge⸗ wartet, um eine warme Theilnahme für die Noth in Ost⸗ Von J. A. W. 30, G. H. 24, v. R. 1 fl. 45, W. 12, zusammen 2 fl. 51.— 4) Durch Herrn Actuar Nau Von Herrn Bürgermeister Walz fl., Bierbrauer K. Walz 2 fl. 24, zusammen 3 fl. 24.— 5) Durch Herrn Hofrath Pilger: Von Herrn G. Schott 1 fl. 45, L. C. P. 1 fl. 45, Fr. Hofrath Wolf 1 fl., Frl. Leisler 1 fl., zuaammen 5 fl. 30.— In Summa 49 fl. 23. Hierzu von der Expedition des„Anzeigers für Oberhessen“ welter über⸗ geben 33 fl., zusammen 82 fl. 23 kr.— Im Ganzen dis jetzt eingegangen: aer. Herzlich dankend, bitten wir um weitere gütige Gaben. Friedberg, den 22. Januar 1868. Im Auftrag des Hülfsvereins⸗Vorstandes Steinberger. Bei der Unterzeichneten gingen zu den in voriger Nummer bescheinigten Gaben weiter ein: Ferner aus dem Prediger⸗ seminar 1 fl. 45, beim Zündnadelschießen im Hotel Trapp fl., von Bürgermeister Keil in Melbach und durch denselben von dortigen Einwohnern gesammelt 43 fl. 11, eine Partie Billard für die Ostpreußen 9 kr. Zusammen 46 fl. 8 kr. In Summa bis jetzt bet uns eingegangen: 244 fl. 27 kr. Die Expedition des Anzeiger für Oberhessen. Für den von Herrn Pfarrer Breidenstein zu Sddel für die armen Ostpreußen geschickten Pack Unterjacken und Strümpfe, sowie mehreren hiesigen ungenannten Gebern und Gederinnen für die Zusendung verschiedener Kleidungs— stücke Dank sagend, demerke ich, daß der erste vorgetichiete Ballen nächsten Sonntag abgesandt werden wird und zur Entgegennahme weiterer freundlicher Gaben stets bereit stehe. Friedberg den 22. Januar 1868. F. Stifft, Verwalter der Friedberger Bergbau⸗Gesellschaft. preußen an den Tag zu legen. Es sind großenthcils durch die betreffenden Expeditionen selbst oder durch deren bereitwillige Mitwirkung Sammlungen veranlaßt worden und mitunter nicht unbedeutende Beiträge zusammen⸗ gekommen. Wenn in dieser Beziehung im Krcise Vilbel noch nichts geschehen sein sollte,(72)—(wir können wohl annehmen, daß dem Herin Einsender ein anderes „Kreisblau“ als dae Vilbeler nicht zu Gesicht kommt) so dürfte ihm vielleicht empfohlen werden können, in seinem Kreise selbst die Anregung zu gleich menschenfreundlicher Opferwilligkeit zu geben, wie sie sich anderwärts auf das Erfreulichste in wahrhaft erhebender Frcigiebigkeit zeigt. Falls nun der erwähnte Herr Einsender zu diesem Zwecke seine Feder ergreifen wollte, so könnte er duich seine dankenswerthe Thätigkeit zunächst den Beweis liefern, daß cs ihm um Abhülfe der Noth der bedrängten, rascher Hülje so sehr bedürftigen deutschen Brüder in Ostpreußen auch wirklich Ernst ist und er dürfte hierbei wohl auch zu der Ueberzeugung gelangen, daß er in dieser Weise den Nothleidenden mehr nützen wird, als durch sein nicht einmal gerechtserligt erscheinendes„Eingesandi“ und seine ebenso wohlgefällig als unpassend angebrachte Be⸗ merkung von den„große Politik treibenden Kreisblättern“, eine Bemerkung, welche übrigens nicht einmal neu und originell, sondern in dem„Eingesandt“ in so und so vielster, gänzlich unveränderter Auflage zu lesen ist Was sollen Phrasen, leer Gered' Den Hungernden wohl frommen? Wer kann, geb' gern und nicht zu spät Will er mit Gaben kommen! Mit Worten ist nichts ausgericht't Wo Noth so ernst zum Herzen spricht. Zu thaten hier mit voller Hand, Das ist das beste„Eingesandt!“ Die Redaction. Bekanntmachung. 35 Dienstag den 4. Februar d. J., des Mittag Ubr, soll auf der Bürgermeißerei Bingenheim der Demelnde⸗ Backofen nebst Wohnhaus und Stallung vaselbst meestbietend verpachtet werden. Dle Pacht- sedingungen werden bei der Verpachtung eröffnet. Bingenbeim den 16. Januar 1868. Großherzogliche r Bingenheim a h m. Bekanntmachung. dolzoerteigerung in der Obersörsterei Nos bach betreffend. 74 Wontag der 3. Februar d. J., von Morgens Ubr an, werden in dem diesselts des Zorstbauses Winterstein gelegenen Schlag Nr. XXIV. des Domaxial⸗ waldes Burgwald an die Meistdletenden öffentlich versteigert: 9 Stecken Dirken-, 11 Stecken Klesern ⸗Prügeldoll, 11„ Eichen, Birken und Kiefern⸗Stockholz. 100 Wellen Buchen⸗, 9600 Wellen Birken, Eichen⸗, 6200 Wellen Kiefern Reiserholz 6 Stück Eichen Stämmabschuitte, Cub ikfuß enthaltend. Ober- Rosbach am 20. Januar 1868. Großherzogliche Oberförsterei Ober Rosbach Bin g manu n. Ober⸗ 161 Holz- Versteigerung. 75 Mittwoch den 29. l. M., Vormittags um 9 Uhr anfangend, werden in hiesigem Gemeindewald, Oistrikt Flzhardt, nachfolgende Polzsortimente verslelgert: 36½ Stecken Nadel Stockholz, 150 Stück Buchen⸗Wellen, 1650 6. Nadel-* 300„ Aspen-„ 148„ Fichten-Baustämme von 30-68“ Länge, 3402 Cbkyß., vorzüglich zu Streckpoli geeignet, 279 Stück Stangenholz von 25— 55“ zu 284 Cbksß., zu Sparten und Leilerbäumen geeignet. Wegen genügturt Buürgschaft wird das Holz bis inte September d. J. geborgt. Zauerbach v. d. P. den 20. Januar 1868. Oroßpberzogliche Bürgermeifterel Jauerbach Hoöfraithe-Versteigerung. 158 Oonnerstag den 23. Januar d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathbause die zum Nachlasse des Bürgers und Spenglermeisters Kiltan Ludwig dahier gehörende Pofratihe, Flur 2., Nr. 438, Kiftr. 12, Pofraithe in der Stadt, in Folge eines eingelegten Nachgedots nochmals öffentlich versteigert werden. Frledberg am 20. Januar 1868. In Auftrag: Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Oroßberzogliches 1 Friedberg „. d..: Der dienstälteste Gerichtsmann Foucar. polz⸗Versteig erung. 161 Otenstag den 28. und Mittwoch den 29. Jannat I. J., fevesmal Mergene 9 ÜUbt anfangend, soll im Oemeindewald Nleder-Nosbach nachverzelchsete⸗ Stamm- und Stanges holz, im Distrikt Wasserdel, meifbistend versteigert werden, als: 8 Cichenlämme von 20— 30“ Länge und 6— 7“ Ourchmesser, 69 Cubikfaf baltent, 741 Fichten- oder Kreugtannen- Stämme von 2560“ Lange und 6—13“ Ourchmesser, 11,850 Cbkfg. haltend, 1 ichen langen von 15— 20“ kKänge und 3— 5“ Durchmesser, 47 Cubikfaß haltend, 844 Jichten oder Krergtannen: Stangen von 25—50 Länge und 3—3“ Ourchmesser, 4492 Cudilfuß daltend. Die Zusammenkunft iß oberhalb dem Beinbardswald beim Polz seibss und wird noch bemerkt, daß das Holz sehr gut zum Abfahren gelegen ist, und gegen vorschrifts⸗ mäßige Bärgscheine Zaplungfelst bis zum Monat September I. J. geflattet wird. Nieder- Rosbach am 20. Jauuat 1868. Oroß herzogliche 1 Nieder ⸗Ros bach Eine tüchtige Magd, 170 welche besonders im Hauswesen erfahren ist, findet alsbalb oder zu Peterstag einen guten Platz. Näßeres Foil s. zu erfragen bei der Exped. d. Bl. enter Nr. 170. Holzversteigerung in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Ortenberg. 162 ᷣ Freitag den 31. Januar sollen in dem Districte Pain nachstehende Holzsortimente versteigert werden 6 Stecken Buchen Scheiddolz, 7„ Eichen 5 24„ Kiefern⸗Rundscheldbolz, 1„ Buchen Prägelholz, 3½* Eiche a⸗ 11„ Klefern⸗— 2—Buchen⸗Stockdolg, 1. Eichen 5 8„ Kiefern- 6„ Buchen⸗Keisbolz, 32 5 Eichen* 70 Kiefern⸗ 5 10 Eichen⸗Stämme von 11—19“ mittlerun Durchm. und 15—50“ Länge= 449 Cudiksuß, 1 Buchenklotz von 28½“ Dicke und 9“ Läuge 50 Cudikfuß, 5 Stecken Eichen⸗Werkscheiddolz, 189 Kiefern ⸗ Stämme von 6 dis 11½“ mittleren Durchmesser und 10—45“ Länge= 215 Cukfß., 27 Ktefern⸗Stangen, zu Sparrn geeignet. Zusamenkuuft präcis ½9 Ur Vormittags am alten Steinbruch auf der Chaussee im Dais. Ortenberg den 18. Januar 1868. Oroßberzogliche Odersͤrsteret Ortenderg Marr. Jaselochs- Versteigerung. 178 Freitag den 24. Januar J. J., Vormittags 11 Udr, wird ein zum Sprunge untauglich gewordener schwerer, zum Schlachten sehr geeigneter Foselochs am Zaselstalle daßter öffentlich meistbtetend versteigert. Friedberg den 22. Januar 1868. Großherzogliche Bürgermeisserel Friedberg. J. B. d. Oer Großpberzogliche Beigeordnete Fouc ar. . Ein schöner, geräumiger Laden 172 mit großem Nebenzimmer ist auf der Hauptstraße zu vermiethen. Näheres unter Nr. 172 bei der Erped. d. Bl. 164 Ich beehre mich hierdurch anzuzeigen, daß mir eine Speecial⸗ von dem General. Agenten Ed. Humann in Mainz, zur Befoͤrderung von neisenden und nach Amerika, Canada und Australien über die Seehäfen von Bremen, Hamburg, Havre& Liverpool uͤbertragen worden ist und empfehle zum Abschluß von Ueberfahrtsanträgen zu den billigsten Preisen. Wechsel auf alle Plätze von Amerika. Friedberg den 7. November 1867. Ludwig Weis, zw&. C. Weis. Agentur Auswanderern Wollene und baumwollene Zacken& Untethosen 171 schönster und bester Qualität, bedeutend unter dem Fabrikpreise, bei S. G. Katzenstein. Faselochs- Versteigerung. 168 Mittwoch den 29. d. Mts., Nachmittags um 1 Uhr, soll in der Stein' schen Wirtbschaft ein der diefigen Gemeinde geböriger, zum Schlachten geeigneter Faselochs öffentlich meiffbietend versteigert werden. Beienbeim am 20. Januar 1868. Großherzogliche Bürgermeisterel Belen helm Muth. Unterleibs- Bruchsalbe betreffend. Aerztliches Zeugniß. 166 Euer Wohlgeboren ersuche ich blermlt ergebenst, mir für Pattenten wiederholt 7 Töpfchen Ihrer höchft vorzüglichen Bruchsalbe zu senden, und zwar von der schwächeren Sorte 2 Töpfe, von der ftärkern 5 Töpfe. Soeben traf wieder eln! Der herriedener Laubfrosch Preis: 10 kr. Bindernagel& Schimpf. Einladung. 167 Wie in früheren Jahren so auch dieses Jahr wird in meinem Saale Sonntag den 26. Januar o. ein Ball abgebalten, wezu ich mit dem Bemerken eirlade, daß ich alles aufbteten werde, um meinen Freunden einen vergnügten Abend zu bereiten. Für reine Weine und gute Spelsen ist beslens gesorgt. Södel im Januar 1868. Karl Schneider. Kuhfleisch 0 173 das Pfund zu 13 kr. verkauft Joh. Hanstein III. neben der Post. 176 Ich bin beauftragt anzustellen tüchtige Agenten für die Lebens⸗, Feuer- und Hagel ⸗ Brauche und nehme hauptsächlich auf solche Bewerber aus dem Handels, Lehrer-, Beamten⸗ oder Landwirth⸗Stande Rücksicht, deren Bildung und Lebensstellung sie zum unbefangenen Verkehr in ihrem Kreise befähist. Bewerber wollen ihren Anerbletungen Referenzen beifügen, wo man sich Auskunft erholen kann, und sind die Eingaben sofort an den Unterzeichneten zu richten. Die befähigtsten Bewerber erhalten den Vorzug und können auf lohnende Beschäftigung zählen. Carl Gaul in Darmstadt. Einen Schlitten Lustiger Kalender auf das Schalkjahr 1868. 1 5 10 rte! 5 1 14 aner! Ilan 1. J A E 5 Die bis jetzt von Jhnen erhaltenen Portionen haben] 177 verkauft Eduard v. Göbel, J 10 „ Ausverkauf eee e e Vernes 22 8 en— 5* 7 1 0 geworden, welches nicht nur allen Theorien spollet, 2 der das Barblergeschäft bei* 75 1 rekpreis sondern auch die bruchktanken Mümenschen Ihnen mit Ein Junge, erlernen will, wird gesucht. was dierm! 8 3 Poff 3 8 e Worten dankend segnend ver Näheres bel der Exped. k. Bl. unter Nr. 165. 165 55 Steudritz⸗Stegendorf, Kreis Hapnau, Preuß. 4 Versteigerung. Schlasien, den 31. Juli 1867. Dr. Kraudt. Hessen 2 licht Regie 157 Oirußag den 28. d. M., Vormittags 9 ubr,, Obige Sade( sowotl direct om Erfinder E en me*** will der Unterzeichnete wegen Aufgade seiner Landwerth' eee 15 INL N f on bn aft nachfolgend 5 5 a enze etz) zu dezieben, a uch dur rrn fa — 58— n Bleicher, großberzogl. bessischer Dofbandagist in 1237 in Selde, Alpaka und Baumwolle, zu sehr biulgen. Spun 1 pferd, Manz u. Dr. Apolb. J. B. Lindt in Frankfurt Pressen bel Friedrich, Aalen rang 4 Kabe, worunter 2 fette und 2 ttächtige a. M., Sagen 2 K neben der Post in Friedberg. e 3 Rinder, a Preis pr. Topf 3 fl.— gegen Einsendung des e 2 Wagen, worunter eln sehr iger] Betrags. Heilung, ohne Entzündung, in weitaus Auen. W. 1 nne Fallen sicher. Seb rauchsanwelsung nebff Fruchtpreise. etcung f. 3 Pfluge, 1 Zeugnissen gratis. Reichhaltiges Lager Per Malter. 5 0 2 Eggen, in Bruchbändern.* 5 A Finne, ind! 1—— 3 1 1 Kelter, 1 Reit„„ a 4 1 d 10 f Pe Wich attel, erde⸗ un ühgescherr, i— 1 1 .* N verschledener 5 97 worunter Kasseler* Brod. en e e l 5 fl. 33 15 1. b uder Erbsen⸗ und Wickenstroh, Heu, ö ˖ 5; Dl Dickwurz, Kartoffeln, sowie noch verschiedene Sete. 157 Das so sehr beliebte Kasseler⸗Brod, der t. 9 f 8 K. 6 2 Nau nomte⸗ und Hausgeräthschaften. vierpfündige Lalb 22 Kreuzer, empfiehlt Mol ter 12 fl* lr.; Erben 11 fl. 24 tr.; Einsen 5 fl.. bags Altenssadt den ig. Jannar 1868. 6 Löb Straus,— tr.; Saamen u. Lein 13 fl. 40 fr.; Kartoffeln 3 fl. 45 kr. 0 108 Heinrich Weith. Bäckerei⸗Befltzer. Mainz, 17. 2 e 5*. 28 Ane andi N 163 30 warne hiermit Jedermann, irgend Jemand 1 fl. 33 kr. Sersie 9 fl.— kr Hafer g„unden zu ke Ein Bursche, 5 meinen Namen eiw es zu borgen, da ich für nichts en f. 50 kr.; Roggenstrob per 100 Sehen men f asie. 5 unt Candi 169 der mit Pferden umzugehen verfleht, wird auf Naube eim im Januar 1868.- kinn Peterstag gesucht von 9 2 2 Verantw. Red.: Hermann Schimpff. mn nic Friedberg. H. Horn. N. Milani Wittwe. Oruck und Verlag von Bindernagel E Schimpfi.. ee 5 5 ingen! Mitgetheilt von* N g 2. Iindhelmer. Frankfurter Cours. Zehen un i * 5[„ 100 P.. L. 1858 126 P. eczeghun 22. Januar 1868. Cours der Staatspapiare. S„500, v. 1860% 20% ½ n dn g Oesterr. 50% Met. 1859 1. Tot. d P. Or. Hess. 4% Obligat. 90% P.—„ 100 Pr. v. 1864 76 ¼ 6. N. daß 5 5% Nat.-Anl. 1854 53 6.— 3½% Obligation.—— Schwed. Thlr. 10-L. 10 G. 3, Juli 18 35 5% stenerfreie Oblg. 48½ G. Nassan 4½% Obl. b. Rth. 94½ G. 2 Bad. 35 fl. Lese 51 6. ohn drs Preussen 4½% Obligat. b. Rth. 96 ¼ P.. 25 do de 86/ P. 2 Kurh. 40 Thl.-L. b. R. 53½ P. elbeim, „ le. do. 89 6. Kurhess. 4% Obl. b. R. à 105 90% P. 2 dr. Hess. 50 fl. L. b. R. 143 ½ d. cken junge Bayern 50% Obligation. 101 G. Frankf. 3½% Obligat. 82½ 0 2„„ 44½ 0. Renen giti 1 4½% ½ jähr. b. Rth. 04 d. 5 30% do 72 0. 2 Nass. 25 fl. L. b. R. 33 FP. h lat 5— de do 88½ d. Russland 50% Obl. I. L. à f. 12 84½ P. I.Sard. 36 Fr. L. b... daumen d. Wuürtelnb. 40% Obl. b. Rth. 94 F. Finnland 4½% Pfdbr. I. R. 105[ 82 G. + T Pietolen 1. 7 7751 Wo unge Bad 1775 2 5 5 1 Schweden 4½% O. 1. R. à 105 84% d. 2 1 Doppelte„ 9 50—52 0 bahge ein aden 425 59, Obligat. 93% P. 5 4½% Pfb. I. R. 4 105—— 2 Preuss. Friedrd'or-„ 9 57—58 ben Hul 2 2.— 86¼ G. N.-Amer. 60% St. I. E. 1882 J 75¾8 76. 3 uon. a. 10 Stücke„ 9 54—58 Fan Sa ll einbezaulte Eisenbahn- Aeiien und Prioritkten. 2. 62 3 bm ele 98 1 119% 6. 30% Liv. C. D.& P/. fr. A 28 kr. 28/ G. 1 Engl. Sovereigns.„ 11 54—58 u e 8 9% C 5 50% Tose. Centr.-Eisenb.-Pr. 40½ G. 2 Kuss. Imperiales„ 9 50—52 00 große 6% 55. 5% Elisabethbahn-Prior.½ 75 P. Gold pr. Zoll-Prt.—— 1 ks, 0 30% Sen, Süd. ft. u. Lomb. E. B.„„ 5% do. neueste Emiss.% 73 G. 2 Uchb. Sib. pr. Z. PT. in und 9 3% Oest. Züd. St. u. Lomb. E. B. 42 F. 4½% Hess. Lad wigsd.-Por. 94% 6. Preuss. Kassensch.„ 1 4½—45½ 50 wulgen 3 Wiener Wechsel- Cours 99½ G. I ponars in Gold„ 22˙7—28 d — Fur An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte aan Sa Auskunft über Verloozungan, Coupons-Zalllungoni d. 4.. Lindhelmer in Friedberg Ie 3 ͤ—