Alete, det · und tt eines att Sch fte enschen⸗ tchitdentt welche von von zußerst 1 slechten witb allet ud, gen leichen ver⸗ feilt, Sufser mil „ mt e Engerlugt tu lusen 0 guhl⸗ vient — Erdt roch erstaunen schpthen 1 trden, b.) 1868. Dienstag den 22. September. lzeiger für Oberhess 1 174— 9 Inthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. N 77 h Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Sama r Hessen. Darmstadt. Die russische Kaiserfamilie ist am 18. d. mit Extrazug von Jugenheim nach Friedrichshafen abgereist. — Oberst v. Lyncker, welcher bestimmt war, das Commando eines preußischen Regiments in Magdeburg zu übernehmen und Ende dieses Monats dahin abgehen sollte, wird vorerst in seiner bisherigen Stellung als Commandeur des 4. Inf.⸗ Regt. dahier verbleiben, möglicherweise auch eine andere Verwendung finden. Man spricht von dessen Zurückversetzung zur Aojutantur des Großherzogs. — Durch eine im Regierungsblatte erschienene Verordnung ist die Großherzogliche Kriegsschule bis auf Weiteres aufgehoben. — Die nun geschlossene Unterzeichnung der Adresse an den Großherzog, in der Mitzeniusschen Angelegenheit, hat nahe an 2500 Unterschriften ergeben, unter welchen die Namen der angesehensten hiesigen Bürger in die Augen fallen. Preußen. Berlin. Neuerdings spricht man wiederholt davon, Bismarck werde durch langen Urlaub seinen Rücktritt vom Amte ein- leiten. Einem ärztlichen Ausspruch zufolge soll keine Aussicht vorhanden sein, daß Bismarck je den Vollbesitz seiner Kräfte wieder erlange und ihm darum jede größere geistige Anstrengung aus's ernstlichste zu widerrathen sei. — Auf die Anrede des Bürgermeisters von Eutin an den Köntg von Preußen, worin derselbe der Exeignisse von 1866 gedachte, hob der König in seiner Antwort, wie die„Oldenb. Ztg.“ er wähnt, mit lebhafter Betonung hervor, die Er⸗ reichung so großer Erfolge sei nur dadurch möglich geworden, daß die Sache Preußens und Deutsch— lands auf so treue und loyale Verbündete, wie der Großherzog von Oldenburg in kritischer Zeit gewesen sei, habe zählen dürfen. — Der Schriftführer des Hülfsvereins für Ostpreußen, Abgeordneter Dr. v. Bunsen, hat sich kürzlich nach Ostpreußen begeben, um dort Er- hebungen darüber zu machen, ob und inwieweit die Hülfe des Vereins demnächst erforderlich ist. — Der Lehrermangel in der Provinz Preußen ist so fühlbar, daß man an maßgebender Stelle beschlossen haben soll, die Kräfte von concessionirten Lehrerinnen in Zukunft für diese Stellungen zu verwenden. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ widerspricht die Mittheilung der„Mittelrheinischen Zeitung“ in Wies baden, von der preußischen Regierung sei die Einziehung sämmtlicher Capitalien der nassauischen Landesfonds und die Uebermittlung derselben nach Berlin angeordnet worden. — Die„Zeit. für Norddeutschland“ schreibt: „Die schwedischen Journalisten behandeln, seit sie sich im vorigen Monat zu Stockholm zum ersten Male als Stand versammelt haben, Norwegen, und Finnland unter der Rubrik Inland. Nord- schleswig eben dahin zu rücken, wurde zwar bean⸗ tragt, aber nicht angenommen.“ Schleswig. Der König eröffnete der Geist⸗ lichkeit: Er sei ein entschiedener Anhänger der Unton, werde aber keine der neuen Landeskirchen gewaltsam oder durch Ueberredung in diese Bahn drängen, jedoch sei Union, der auf der Freiheit der Ueberzeugung beruhe, willkommen. Frankfurt a. M. Der Consul des nord- deutschen Bundes in Algier hat sich bereit erklärt, Preielisten deutscher Industrieerzeugnisse unentgelt- lich zur Kenntnig des dortigen Handels zu bringen. Wiesbaden. In Betracht, daß auf der Limburger Versammlung eine Verhandlung über die auf die Tagesordnung gestellten Fragen nicht möglich war, ist nunmehr eine allgemeine Landes- Versammlung hierher auf den 27. Sept. d. J. anberaumt worden. Auf der Tagesordnung stehen: 1) Die Verhältnisse der nassauischen Landesbank; 2) die Gemeindeverwaltung; 3) die Dotation des nassauischen Provinzialfonds; 4) die Schulfrage. In Hamburg ist, als Folge der einheit lichen norddeutschen Flagge, der Vortritt der Staatsangehörigen vor den Fremden bei der Be— setzung von Schiffsjungenstellen weggefallen. Von Berlin her ist in Bremen die Nachahmung dieses Vorbildes angeregt und wird ohne Zweifel erfolgen. Sachsen. Dresden. Die Naturforscher⸗ versammlung wurde am 18. d. in Anmwesenheit des Königs und der Prinzen eröffnet. Nachdem die Versammlung von dem Minister Nostiz und dem Oberbürgermeister Pfotenhauer begrüßt wor— den, sprach Bruhns von Leipzig über die neuesten Himmelserscheinungen, Virchow unter stürmischem Beifall über den naturwissenschaftlichen Unterricht Bayern. München. Nach offiziellen Erklärungen ist es als zweifelhaft zu betrachten, ob die in der Nähe von München beobachteten Fälle von vermeintlicher Rinderpest auch wirklich unter diese Categorie gehören. An dem in diesem Falle getödteten und sofort verscharrten Vieh ist die Untersuchung aus dem letzteren Grunde nicht wohl möglich; es wird sich also um Constatirung anderweitiger Erkrankungen handeln, und in dieser Beziehung ist glücklicherweise bis jetzt nichts beob- achtet worden, was als Rinderpest gelten körnte. Württemberg. Stuttgart. Der „Staatsanzeiger“ meldet unterm 18. d. M.: Am nächsten Montag wird in München der Zusammen⸗ tritt einer Commission erfolgen, welche über die Bildung eines gemeinschaftlichen Organs zur ein— heitlichen Leitung des süddeutschen Festungswesens, unter Anschluß desselben an das allgemeine deutsche Vertheidigungssystem, berathen soll. Baden. Karlsruhe. Unsere Regierung hat sich veranlaßt gesehen, zur gesetzlichen Regelung der in unserm Lande in Fiuß gekommenen Be⸗ wegung für Umwandlung der Confessionsschulen in gemischte Schulen eine Verordnung zu erlassen „über das Verfahren bei Anträgen auf Aufhebung oder Errichtung confessioneller oder gemischter Schulen.“ Oestereich. Wien. Die„N. fr. Pr.“ spricht sich wenig günstig über die Kieler Rede aus.„Hochmuthsvoll,“ meint sie,„und macht bewußt hat der König Wilhelm in Kiel geredet, aber weder klug noch vernünftig war es, in solcher Weise zu provoeiren; denn bei der in Frankreich herrscheuden Stimmung wird die Kieler Rede als eine Herausforderung betrachtet und darauf in entsprechender Weise replieirt werden. Und die Folgen davon? Sie könne der Erhaltung des Friedens nur abträglich sein. Man denke sich einmal, daß Napoleon die Worte König Wilhelms bei einem ähnlichen Anlasse sprach; würde man sie in Preußen etwa als eine Friedenskundgebung auffassen? Es kann nicht genug jener Leichtsinn ihm ein Anschluß an die der triumphirenden Gewaltthätigkeit beklagt werden, der in solcher Weise mit den höchsten Interessen der Völker spielt.“ Die„N. fr. Pr.“ hat bier- mit offenbar eine kleine Schwenkung gemacht. — Offiziöse Correspondenten der amtlichen „Prager Zeitung“ und des„Pester Llopd“ con- statiren, daß die jüngsten Versuche, eine Annäherung zwischen dem Berliner und dem Wiener Cabinet herbeizuführen, vollständig gescheitert sind z es habe sich gezeigt, daß Preußen nicht geneigt sei,„den specifisch-östecreichischen Interessen irgend eille en⸗ nenswerthe Concession zu machen.“ i — Das Gerücht, daß die Türken sich an⸗ schickten, in das rumänische Gebiet einzudringen, gewinnt an Bestand. Auf dem rechten Ufer Per Donau werden Vorbereitungen getroffen, den-Strom zu überschreiten.. 200 Pest. In der Unterhaus sitzung vom 19.“ d. bringt Eötvös einen Gesetzentwurf übet dit gegen⸗ seitige Gleichberechtigung der christlichen- Confes⸗ sionen ein. 120 Schweiz. Am 14. ds. fand im Züricher alten Schützen hause eine Versammlung vol Zürichern und Deutschen, etwa 200 Mann starke tat, zu dem Zwecke, eine Section der Freiheits und Friedensliga in Zürich zu gründen. 1 Frankreich. Paris. Der„Constisutionnel“ bestätigt ebenfalls, daß die Kieler Rede einen friedlichen Sinn habe. Weit davon entfernt, durchblicken zu lassen, daß die vor zwei Jab en Preußen auferlegte Nothwendigkeit von Mbment zu Moment wiederkehren könne, erklärt der König von Preußen kategorisch das Gegentheil indem er sage: Ich sehe keine Veranlassung zur ⸗Frixvens⸗ störung in Europa. Es sei unmöglich arin einen doppelten Sinn zu finden. Diese n Worte bewiesen, daß das Berliner Kabinet a micht auf Krieg rechne. b de — Auf der Börse hat die Rede des Königs v. Preußen in Kiel trotz der offiziellen frictlichen Auslegung eine Baisse von 60 Cent. bewirkt. — Franz II. von Neapel steht auf dem Punkte, in der Hoffnung auf eine Restauration, zu Hufisten des Grafen v. Girgenti abzudanken,„Wei die Sache ihre Richtigkeit hat, so erklärt sich„Alles, sowohl die Reise nach Fontainebleau als die an ⸗ gekündigte Zusammenkunft in St. Sebaftlat. — Der„Gaulois“ meldet, daß pie, c 13 canarischen Inseln verwiesenen spanischen Gezurale an der andalusischen Küste gelandet feiern In Andalusien wehe die Fahne des Aussfankes.(1 — In Metz ist im Arsenal 1 werkstatt in die Luft geflogen. Eine Arbeiterin warf so unglücklich mit der Scheere nach einer ihrer Genossinnen, daß die Spitze auff dien 9 masse siel. Bei der darauf erfolgend 15 u fanden etwa 20 Menschen den Tod(56% Patrie“ 10 weniger schwer Verwundete. Großbritannien. Lond o „Post“,„Herald“,„Daily News“ Guizot's Artikel. Alle timmen deff eretn, daß die Tendenz der Rede eine stistlißz i. „Daily News“ sagt: Eine solche Rede, encchiene im Munde des Kaisers Napoleon Kine! Kriegs⸗ erklärung, im Munde König Wil wevzute sie Frieden, weil sie von Friedensthak 0 c ft. Italien. Florenz. Die Zeiltacen melden bestimmt, daß die Antwort Frankreichs mußndie von Jalien geforderte Räumung Rosns Such“ die Franzosen eingetroffen ist. Die Antpte late entschieden abschlägig. Nnsigufes Amerika. Hinsichtlich des drohenden In⸗ dianerkrieges werden Stimmen der Warkung kaut. Die Gräuel wurden von einer Banbe beg chigen, welche aus 250 Individuen bestad, Ind, e scheint grausam und unklug, darunter ganze Stämme, ja selbst diejenigen leiden zu lassen, welchen den u bes 8 Vereinigten Staaten consequent freundlich gesinnt waren. — Der Correspondent der„Morning Post“ in Mexico bestätigt die Nachricht, daß die Auf⸗ stände in der Nähe von Puebla und im Staate Veracruz ihrem Ende nabe sind, und Mexiko sich in einem erträglich ruhigen Zustande befindet. O Friedberg, am 17. Septbr. Gestern hielt die Lehrerkonferenz des Kreises Friedberg im Saale zu den drei Schwertern“ dahier ibre Jahresversammlung. Nach den nöthi⸗ gen geschäftlichen Abmachungen u. der Erstautung der Rechen- schaflsberichte über die Thäligkeit der einzelnen Konferenz Sektionen kamen die diesmal von der Sektion Melbach gestellten Thesen„über die Strafgewalt des Lehrers“ zur Verhandlung. Da der Gegenstand für alle Eltern un- mittelbarstes Interesse hat, so werden einige Andeutungen darüber hier wobl an ihrer Stelle sein. Der nöthigen Kürze wegen seien aber nur zwei Punkte aus den Ver⸗ handlungen hervorgehoben. Sie betreffen die Gränzen der Strafgewalt des Lehrers über die Schule hinaus und die körperlichen Strasen. Den ersten Punkt anlangend, schienen die Meinungen Anfangs aus einander zu gehen. Von einer Seite wurde die Ansicht vertreten, die Straf⸗ gewalt des Lehrers erstrecke sich nur auf Vorkommnisse in der Schule, auf dem Schulweg und in allen den Fällen, wo die Kinder speciell als Schüler erschienen, nicht aber auf ihr Verhalten auf der Straße und in Feld und Wald, schon um deßwillen nicht, weil die Verpflichtung des Lehrers zur Beaufsichugung derselben so weit nicht ausgedehnt werden dürfe. Für Straßenunfug habe die Polizei ein⸗ zustehen, Vergehungen der Kinder in Feld und Wald seien Angelegenheiten des betreffenden Schutzpersonals. Dem gegenüber wurde indessen geltend gemacht, daß der erzieh⸗ liche Einfluß des Lehrers sich nicht an Zeit und Ort binden dürfe, wenn er ein nachhaltiger, segensreicher sein solle, daß das Betragen der Kinder außerhalb der Schule ihn auf's böchste interessiren müsse, da er nicht für die Schule, sondern für das Leben wirke, und jenes Verhalten ihm den Maßstab dafür gäbe, in wie weit seine Wirk⸗ samkeit von Erfolg wäre; ja bis ins elterliche Haus hinein habe sich unter Umständen seine erziehliche Thätigkeit zu erstrecken, falls seine Hülfe dort wohl aufgenommen oder begehrt würde. Zur Unterstützung dieser Ansicht wurde außerdem auf die gesetzlichen Bestimmungen verwiesen, die dem Lehrer ausdrücklich die Pflicht der geeigneten Bestra⸗ fung auferlegen für Straßenunsug schulpflichtiger Kinder, Zerstören von Vogelnestern, Besuch von Wirthshauslokalen und Tanzböden ohne elterliche Begleitung u. dergl. Von der Nothwendigkeit körperlicher Strafen sprach man allgemein in dem Tone tiessten Bedauerns. In der That, was kann es Schmerzlicheres geben, als gegen Rohheit, eingefleischte Trägheit, Widerwilligkeit oder gar Trotz in Geduld und Ausdauer mit allen Disciplinarmitteln ankämpfen und schließlich noch seine Zuflucht zu körper⸗ licher Züchtigung nehmen zu müssen. Der gewissenhafte Mann kann auf Tage hin dadurch verstimmt und aller reude an der Ausübung seines Berufes beraubt werden. Und doch, darüber waren alle Anwesende einig, darüber herrscht unter allen praktischen Pädagogen nur Eine Summe: wie in der häuslichen Erziehung körperliche Strafen nicht immer entbehrt werden können, so wäre, namentlich in Schulen, wo eine Ausweisung wegen üblen Betragens unzulässig ist, wenn es auch dem gewandten, konsegquenten und gewissenhaften Lehrer gelingt, sie nur auf seltene Fälle zu beschränken, eine absolute Verzicht⸗ leistunz auf dieselben eine Pflichtverletzung und Schädigung der durch die Schule zu erreichenden Zwecke. Fast immer aber tritt ihre Nothwendigkeit nur da ein, wo die Kinder zu Hause nicht unter dem Einfluß einer liebevoll⸗ ernsten und verständigen Erziehung stehen, und darin liegt eine Mahnung und Bitte der Schule an das Elternhaus zur Beherzigung des Spruchs:„Ihr Eltern, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern ziehet fie auf in der Zucht und Vermahnunz zun Herrn.“ Es dedarf schließlich gewiß kaum einer Bemerkung darüber, daß, wenn aus der reichen Zahl der Erziehungs⸗ mittel die Strafe herausgegriffen und einer Konferenz⸗ desprechung unterzogen wurde, dabei nur die praktische Bedeutung diefe P maßgebend und der Versamm⸗ lung wohl bewußt wie die Strafe bei Weitem nicht das erste und einige niche sei, dem allenfalls unbestrittene Herrschaft in den Schulräumen eingeräumt werde, sonnen daß vor und hinter ihr im Gewissen des Lehrers die Frage zu siehen habe:„Wie sind Strafen zu vermeiden?“ Ein einsachen Mahl hlelt nach dem Schluß der Kon⸗ serenz die Meni desden noch einige Stunden in heiterer tit vereinigt, wobei in Toasten auf Seine Königli d berze, auf bie Kreisschulbehörde mit be Ing af Len veeehrten Vorsteher der⸗ selben, i Suseit wieder inmitten f seiner Amiethäugemt 2 die Bersammlung besonders erfreut war, au die Virksamkeit der, Lehrerkonferenz, des Seminars, das durch 2 Einrichtung eines dreijährigen Kursus eine neue 9 ende. ngettrten, auf die Oberstudiendireklon, unter Anerkennung ihrer Verdienste um die Reorganisation dieser Anstalt und das hessische Schulwesen überhaupt, auf das geistig Jungbleiben manch ernstes Wort noch gesprochen wurde. Friedberg. Nachdem kürzlich eine Vorberatyung über Organisalion der Forischrittspartei für die drei Pro⸗ vinzen des Großherzogthums zu Frankfurt a. M. stattge⸗ funden, ergeht von zwölf Mitgliedern derselben die Einla⸗ dung zu einer kandesversammlung nach Darmstadt auf Samstag den 26. September, Vormittags 9½ Uhr. Die⸗ ser Versammlung wird ein Statut vorgelegt werden, nach welchem die freiheitliche Entwickelung in Staat und Ge⸗ meinde, sowie der Eintritt der süddeutschen Staaten und insbesondere unseres ganzen Großherzogthums in den norddeutschen Bund durch den zu gründenden Verein er⸗ strebt werden soll. Als ein weiterer in Aussicht genom- mener Gegenstand der Berathung wird zunächst die Her⸗ stellung der Selbsiständigkeit der Gemeinden und die Auf⸗ hebung des Gesetzes über die Bildung der Ortsvorstände bezeichnet. Die Einladenden rechnen im Hinblick auf den bewährten Eifer ihrer Parteigenossen auf deren zahlreiches Erscheinen. Kk. Rockenberg. In diesen Blättern wurde vor etwa 2 Jahren der neurestaurirten Kirche zu Rockenberg gedacht, die von Meisters Händen in soliden Farben in ein Gewand gestellt wurde, das an Schönheit nichts zu wünschen übrig ließ. So schön die Kirche, so schlecht war die Orgel. Die Gemeinde enischloß sich deßhalb zur An⸗ schaffung einer neuen Orgel. Dieselbe, von Herrn Eber⸗ lein aus Worms erbaut, wurde nun am 15. d. jeierlichst eingeweiht, nachdem eine Commission ihre besondere Zu⸗ friedenheit mit Ausführung des Werkes, dessen Gehäuse nach einer Zeichnung des Herrn Kaplan Kron in Ober⸗ mörlen gefertigt ist, ausgesprochen hatte. Am Feste selbst betheiligten sich fremde Geistliche, wie das ganze Kapitel des Dekanats. Herr Dekan Keller nahm die Weihe vor, die Predigt hielt Herr Pfarrer Mai. Auch Herr Regierungsrath Trapp war bei der Feier anwesend. Nach dem kuchlichen Akte vereinigten sich die Geladenen bei Herrn Pfarrer Gabel zu einem würdigen Mahle. Dank dem Pfarrer, Dank der Gemeinde, die schon viel des Guten gescheffen haben. Darmstadt. Der Ingenieur Sir John Benso n überreichte dem Gemeinderath der Residenz einen inieressan⸗ ten Vortrag über die Möglichkeit, die Stadt Darmstadt mit Wasser aus dem Rheine zu versorgen.— Nach den„H. V.“ wurde bei Geinsheim vor Kurzem eine unbekleidete männliche Leiche geländet und dieselbe, da die Person des Ertrunkenen nicht constatirt werden konnte, alsbald be⸗ erdigt. Seitdem hat Actuartatsgehülfe R. von Groß⸗ Gerau der Wiener'schen Familie dahier die Anzeige ge⸗ macht, allen Umstäuden nach sei in dem Beerdigten der vermißte A. Wiener zu suchen. Es wurde nun vor eini⸗ gen Tagen im Beisein verschiedener Behörden und von Verwandten des A. Wiener die Leiche ausgegraben und als die des A. Wiener erkannt. München. Das von Emanuel Geibel dem Könige von Preußen gewidmete, in Lübeck überreichte Gedicht schließt mit den Worten: Und sei's als letzter Wunsch gesprochen, Daß noch dereinst Dein Aug' es sieht, Wie übers Reich ununterbrochen Vom Fels zum Meer Dein Adler zieht! Der Nürnb.„Corr.“ bemerkt hierzu sehr boshaft:„Würde der zuletzt ausgesprochene Wunsch in Erfüllung gehen und es dann vielleicht eine bayerische Cabinetskasse nicht mehr geben, aus der unsers Wissens Herr Gelbel noch Pension bezieht, dann hat er sich jedenfalls Anspruch darauf erworben, daß sie ihm dann der König von Preußen zahlt.“ Bern. Eine dtollige Geschichte ist hier Tagesgespräch. Eine Kuh hat nämlich kürzlich Vormittag den Bären im Bärengraben eine Visite abgestattet. Auf dem Viehmarkte in seiner Nähe zum Verkauf ausgestellt, muß dieselbe von irgend etwas unangenehm berührt worden sein, kurz, sie fand es für gut, die Flucht zu ergreifen und mit einem wahren„Harrassprung“ in besagten Graben sich dem Gewühle des Marktes zu entziehen. Diese Kühnheit hat dem Bärenpaare offenbar imponirt. Frau Braun zog sich vor dem frechen Eindringling in ihre Hofburg sofort höchst bestürzt in das Innere ihrer Gemächer zurück, nur Herr Braun, der wegen seinee wilden Grausamkeit gegenüber dem armen dänischen Capitän Lork in ganz Europa übel berüchtigte„Mani“, wagte einen schwachen Versuch, das Hausrecht zu behaupten, wich aber vor den spitzen Hörnern, mit welchen die heldenmüthige Milchspenderin ihm entgegentrat, bald ebenfalls brummend in das Innere seiner Behausung zurück, deren Thore muthmaßlich auf seinen Befehl jetzt geschlossen wurden. Leider hatte die als Siegerin auf dem Platze bleibende Kuh ihrer Lorbeeren sich nicht lange zu freuen. Für schnödes Gold an einen Metzger verhandelt, war ihr Leben wenig Stunden darauf dem Beile verfallen. „% Angenehme Aus sicht. Mehrere große Lon⸗ doner Brauer lassen Experimente mit Strychnin anstellen, um zu erfahren, in wie weit dasselbe bei der Zubereitung von Bitter⸗Ale verwendet werden könnte. Es wird näm⸗ lich behauptet, daß das Gift, wenn in unendlich kleinen Dosen gebraucht, eine große Ersparniß an Hopfen bewirkt, und eine„bewundernswerthe Tonik“(7) abgibt. Schiffsnachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Sper.⸗Agent. Das Hamburg⸗New⸗Porker Postdampfschiff Borussta, Capitän Franzen, welches am 29. August als Extraschiff von Hamburg nach New⸗Pork abgegangen, ist am 15. d. M. 8 Uhr Morgens wohlbehalten dort angekommen. Das Bremer Post⸗Dampsfschiff Baltimore, Capitän Vöckler, welches am 1. d. M. von Bremen vie Southampton abging, ist nach einer schnellen glücklichen Reise von 13 Tagen wohlbehalten in Baltimore angekommen. Das Hamburg⸗New⸗MPorker Posidampfschiff Holsatia, Capitän Ehlers, welches am 2. d. M. von Hamburg und am 4. d. M. von Southampton abgegangen, ist nach einer ausgezeichnet schnellen Reise von 9 Tagen 8 Stun- den am 14. d. M. Morgens 6 Uhr wohlbehalten in New-⸗York angekommen. Für die Abgebrannten in Laisa wurden an Gaben mit Dank in Empfang genommen: von J. in H. 2 fl., von C. G. Wittwe in Friedberg 1 fl. 30 kr., von einem Ungenannten aus Nieder⸗Florstadt 1 fl., aus der Gemeindekasse in Nieder-Florstadt 20 fl., aus der Gemeindekasse in Gambach 30 fl., von Hrn. Beigeordneten Steinhäuser in Friedberg 1 fl. 10 kr., von un. Schullehrer Kitz in Langenhain 30 kr, von Hrn. Lehrer Pitsch in Friedberg 1 fl., von Hrn, Pfarrer Henkel⸗ mann in Münzenberg 2 fl., aus der Gemeindekasse in Ober⸗Rosbach 20 fl. Von den eingegangenen Beiträgen habe ich bereits 350 fl. an das betreffende Comite abge⸗ sendet. Weitere Gaben wollen mir balbigst zugesendet werden. Friedberg den 20. September 1868. Tera spüp, Regierungsrath. Einige Bemerkungen über Bren nereien und Maischsteuerraum. Die mit der Landwirthschaft verbundenen Brennereien und Zuckerfabriken sind von durchaus anderer Beschaffenheit, als die im gewerblichen Leben etablirten, die das Rohmaterial einkaufen, dasselbe verarbeiten und das Fabrikat veräußern; dieselben sind vielmehr ein wesentlicher Bestand⸗ theil der Bodenwirthschaft und der wirksamste Hebel der Bodenkultur, indem Viehhaltung und Dünger ⸗ Erzielung mit dem Betriebe derartiger Fabriken im innigsten Zusammenhange stehen. Die derart erhöhte Rentabilität der Landwirihschaft hat aber eine solche Ueberproduktion erzeugt, daß seit Jahrzehnten die Brennereibesitzer und seit Kurzem auch die Zuckerproducenten in eine theil⸗ weis traurige Lage gerathen sind und von Jahr zu Jahr mehr derartige Institute eingehen.— Während im Jahre 1851 noch 11225 Brennereien in Preußen existirten, von denen jedoch nur 7877 im Betriebe sich befanden, gab es im Jahre 1855 nur 9658(von denen nur 5930 im Betriebe waren) und im Jahr 1861 nur 8081, von denen aber nur 6208 betrieben wurden. Wieviel, durch den Schweiß der Landwirth⸗ schaft erarbeitetes Kapital durch das Eingehen und Zusammenreißen von 5000 solcher Fabriken in 10 Jahren verloren gegangen, bedarf keiner Aus; führung. Den Grund dieser Calamität aber haben wir theilweise in den Prohibitiv⸗Maßregeln der andern Staaten, die dem preußischen Spiritus durch hohe Zölle den Weltmarkt verschließen, zu finden. Bekanntlich ist in Preußen die Spiritus fabrikation mit einer indirekten Steuer, der so⸗ genannten Maischsteuer, belastet, die für 20 Prozent eingemaischten Rohstoffes 3 Silbergroschen beträgt. Bewährte Nationalökonomen haben nun heraus ⸗ gerechnet, daß die Rohproduktensteuer eine höchst ungleiche, ungerechtfertigte ist, die in schlechten Zeiten dem Brennereibesitzer 37 Prozent seiner Einnahme abfordert, während in günstigen Zeiten der Staat sich mit 21 Prozent begnügt. Noch ungünstiger soll das Verhältniß bei der Zuckerfabrikation sich gestalten, wo die Rübensteuer dei schlechten Conjunkturen sich auf 45 Prozent des Zuckerkaufspreises, bei günstigen auf nut 22 Prozent desselben stellen soll. Natürlicher und sachgemäßer wird es deshalb erscheinen, überall eine Besteuerung des Fabrikate selbst eintreten zu lassen. (Landw. Kalender von O. Mentzel, Königl. Preuß. Geh. Kriegsrath.) Oie Ainderlanbe. Illnstrirte Renstabefte füt die dentsche Jugend. Dresden, Mein 010 und Söhne. Abonnementspreis 5ro Otartal 9 Ng Unsere Kinder müssen lernen, körperlich sich tummels und— lesen. Gute Lektüre erfrischt den Geist und ver⸗ edelt das Gemülh. Nicht Alles aber, was der Jugen! geboten wird, ist gut, und nicht alles an sich Gute if darum schon für die Jutzend geeignet. Die Zahl der er. Dis„Kinderlaube“ fährt auch in ihrem sechsten abrgange fort, päbagogisch gesichtete, anziehende und nach allen Seiten hin deiehrende Lectüre für die Jugend bringen. Das Interesse weigh sie noch zu erhöhen durg“ Bilder und siplistische Preigaufgaben für die jungen Leser, Nan ist groß, sich darin zurechtzufinden, if 22 unereien erb unn einkaufen, veräußern; er Besland⸗ wirksamst. igt stehen. geugt, daß und seit kint theil⸗ von Jahr agthen.— Steenertien d uur 7871 Jahrt 1855 in Berritbe „ von dent Landwirth⸗ ingehen un Fabriken it kleiner Aus ita abet u- Naß regelt den Spiritus schlicßen, 1 dit Spiritut⸗ rer, der so⸗ 20 Prozent gen betragt zun bereut. t tint do schlechten stopent eint zintigen ent begnigl. inf be der , Kiberftute 1 Proztut en auf aut Pferde ⸗ Verkauf. 2227 Montag den 21. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden in der Reitercaserne zu Darmstadt 5 und Donnerstag den 24. d. M., um dieselbe Zeit, in der Reitercaserne zu Butzbach 6 Stück untaugliche Relt⸗ pferde gegen Baarzahlung öffentlich verstelgert. Darmstadt den 13. Sepiember 1868. Die Kassen⸗Commission des 2. Reiterregiments Freiherr v. Bouchenröder. 1 — Holz-Versteigerung. 2246 In den Gräflich Solms Rödelheimischen Wal⸗ dungen gelangen zur öffentlichen Versteigerung: 1) Im Revier Wickstadt, Oistrikt Pasenzahl und Lindenboden. Donnerstag den 24. l. M. 8 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 40„„ Prügelbolz, B gemischt 18„ Buchen Stockholz, 40„ Eichen⸗ 15 18„% gemischt 80 Buchen ⸗Reisholz, 60 Eichen⸗ 5 10 gemischt„ 750 Wellen 5 Schlagreisholz. 2) Im Revier Bainhards, Distrikt Unterwald. Freitag den 28. I. M. 9 Stecken Eichen⸗Prügelholz, 8 Lärchen⸗„ 18 Eichen ⸗Stockholz, 8„ Reis holz, 128 Nadel⸗* 250 Wellen Eichen⸗ 3 5000 Nadel⸗ 5 700 Gebund Giufstern, 170 95 Heide, 7 Eichen Nutzstangen, 1 Fichten Stamm von 8“ mitelerem Durchmesser, 60“ Länge, 29 Lärchen⸗ Stämme von 6—9“ mittl. Durchmesser, 20-307 Länge, 67 Lärchenstangen von 3— 5“ mittl. Durchmesser, 15-30% Länge. Zusammenkunft und Anfang der Versteigerung am eren Tag Morgens präcis 8 Uhr im Distrikt Hasen⸗ ahl auf dem von Bönstadt nach Florfladt führenden ege. Am zweiten Tag Morgens präcis 8½ Uhr am Forsthaus Bainhards. Wickstadt den 16. September 1868. Gräfliche Oberförsterei Assenheim Schallas. Mobiliar⸗Versteigerung. 2263 Donnerstag den 24. September d. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, sollen auf freiwilligen Antrag und wegen Aufgabe des Geschäfts in der Wohnung des Speise⸗ wirihes Conrad Ockel in der Burg dahier verschie · dene Mobelien, als: Wirthstische, Stühle, Bänke, Klei- derschränke, Betistellen, Betiwerk, 1 Mehlkasten, Kupfer, Zinn, 1 Waage, 1 großes Sauerkrautfaß, Fässer, Bütten, eine große Parthie Messer und Gabeln, ein noch in sehr gutem Zustande befindlicher Kochheerd, 1 Waschkessel, 2 Glasballons, 1 Schubkarren, sowie sonstige Haus⸗ und Küchengeräthschaften öffentlich meistbietend g gen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg den 17. September 1868. Groß berzogliches Ortsgericht Friedberg Fouc ai. Obligations-Verloosung der Kreisstadt Friedberg. 2277 Von den Partialobligationen der Kreisstadt Friedberg des Anlehens von 1863 find heute durch öffentliche Verloosung aus Serie B. Nr. 14 und 16 mit je 200 fl., 8„ C.„ 16 und 29 mit je 100 fl. zur Rückzahlung destimmt worden. Die Inhaber dieser Obligationen werden hierdurch aufgefordert am 1. Januar 1869 itre Kapttalbeträge gegen Rückgabe der Original⸗Obligation bet der hiesigen Stadtkasse in Empfang zu nehmen, da von diesem Tage an deren Verzinsung aufhört. Friedberg am 18. September 1868. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg Foucar. Ein braves Dienstmädchen, 2234 das bürgerlich kochen kann, wird bis Mitte October gegen guten Lohn in Dienst gesucht. Näheres zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Futtermehl 2272 zu sebr billigen Preisen bei Jakob Stern, wohnhaft bei Fritz Müller, Usagasse. Weinfässer in allen Gattungen billtigst bei 5 h. Dan. Kümmich. 2271 Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actiengesellschast. 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Die Gerlinische Lebens-Versicherungs- Gesellschaft, gegründet im Jahre 1836, 2283 eine der ältesten deutschen Gesellschaften, schließt unter den vortheilhaftesten Bedingungen Versicherungen von 100— 20,000 Thalern nach billigen Prämiensätzen, mit oder ohne Anspruch auf Gewinn⸗Antheil. Dieselbe beansprucht in keinem Fall Nachschüsse von ihren Versicherten und zahlt die fällig werdenden Sterbe-Capitalien stets in promptester Weise. Durch einen mit dem General-Post-Amt zu Berlin im September v. 2 abgeschlossenen Vertrag ist sämmtlichen Post-Unterbeamten des Norddeutschen Bundes der Eintritt in die Berlinische Lebens-Versicherungs-Gesellschaft unter weiteren besonderen Vortheilen gestattet. Ausführliche Programme und Rechnungs-Berichte werden vom Unterzeichneten, sowie von allen Agenten der Gesellschaft ausgegeben. Louis Winheim. Friedberg den 22. September 1868. Steinkohlen, gosapothebe s ohren. 2128 nur Stücke, bester Qualität, per Waggon 3 200 Centner zu 88 fl. 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Ein Branntweinbrenner 2292 kann sogleich eintreten det Wilhelm Ulrich in Friedberg. Friedrich Nöhrichs rühmlichst bekannter Arrowrool- Kinderzwit back ein vollständer Ersatz der Muttermilch, 1009 erfunden und mit bestem Erfolge angewandt von der derühmten Ge- durtshelferin und promovirten Doctor in Frau Profess. Dr. Heiden⸗ re ich geb. von Stebold ist flets vor⸗ räthig in ½ Paqueten à 10 kr. und ½ Paqueten à 5 kr. in Friedberg bei Py. Dan. Kümmich. P. S. Oieser Zwieback wird zugleich allen deujenigen, deren Berdauungs⸗ organe besonderer Schonung be⸗ dürfen, als ein sehr kräftiges, leicht verdaultiches Nahrungsmittel em⸗ pfohlen. Ein Canarienvogel 2290 ist zugeflogen. Bei der Exp. d. Bl. zu erfragen. Circa 200 Ohm Faß, 2285 in Stück, ½ Stück und Zulast, zu Aepfelweln geeignet, verkaufen und geben ½ Jabr Credit Gebrüder Löser. 2282 Eine noch ganz neue Aepfelmühle steht zu verkaufen del Georg Steinhäuser. Ein junger kraͤftiger Bursche 2286 kann als zweiter Hausknecht im Hötel Trapp sogleich eintreten. Entlaufen. 2294 Ein balbjähriges Rind, roth, ist am 17. d. M. auf der Weide von der Heerde entlaufen. Der Wiederbringer wolle dasselbe gegen eine gute Belohnung bet Valentin Wagner in Ober- Mörlen ab⸗ geben. 1 1 Mädchen ⸗Justitut zu Friedberg. 2141 Das Wintersemester beginnt Montag den 28. September, Morgens 8 Uhr. Unterricht wird ertheilt in Religion, Deutsch, Franzöͤsisch, Englisch, Geschichte, Literatur, Geographie, Naturgeschichte, Physik und Chemie, Rechnen, Schönschreiben, Zeichnen, Gesang, weiblichen Handarbeiten. Mit dem Beginn des Semesters wird auch Italienisch in den Lehr⸗ plan aufgenommen, und ersucht man Reflectirende sich rechtzeitig anmelden zu wollen. i Die Lehrkräfte bestehen aus den Herrn Musterschullehrer Stoͤrger, Reallehrer Klein, Pfarrer Meyer, Seminarlehrer Soldan und Schmidt, Léon, Frau Keller, Frau Zinßer, Frl. Zinßer und dem Unterzeichneten.— Besonders bemerkt wird, daß Französisch von einem Franzosen aus Paris, Englisch und Italienisch von Damen gelehrt wird, welche dieser Sprachen in Folge jahcelangen Aufenthaltes in England und Italien durchaus mächtig find. Eine Bibliothek ausgewählter Jugendschriften sowie ein reichhaltiges physikalisch chemisches Cabinet stehen dem Unterricht erläuternd und ergänzend zur Seite. f Der nächste zum Eintritt geeignete Zeitpunkt ist der 28. September. Mehrere hiesige Familien nehmen auswärtige Schulerinnen gegen ein Honorar von 200300 fl. in Kost und Logis. Näheres durch den Vorsteher. Zinßer. Tranzösischer Unterricht. 2143 Am 2. October beginnt ein neuer Cursus im Französischen und zwar mit folgendem Programm: i 8 7 11 Abtheilung. Bei Zinßer: Der 1. Theil von Ottos Conversations-Grammatik wird durchgearbeitet. Bei Léon: Lectüre(Lüdeking) mit Conversation. Zur Betbeiligung an dieser Abtheilung werden besonders diejenigen jungen Kaufleute und Realschüler eingeladen, welche die Elemente der französischen Sprache rasch wiederholen wollen. J. Abtheilung. Bei Zinßer: Handelstorrespondenz; 96 Handelsbriefe über die meisten im Geschäftsleben vorkommenden Fälle werden geschrieben, erklärt und auswendig gelernt. Bei Leon: Lectüre mit Conversation. In beiden Abtheilungen wird memorirt. Anmeldungen nimmt entgegen eine große Anzahl von Gesprächen nach Ahns Umgangssprache Zinßer. 2288 Von heute an 4 Pfund Brod erste Sorte 14 kr. 4 Pfund Brod zweite Sorte 12 kr. dei Löb Strauß. Blumenvorschuß 2279 bester Qualität per Gescheid 17 kr., zweite Sorte 14 kr., dei Jakob Stern, wohnhaft bei Fritz Müller, Usagasse. Wohnungs⸗ und Geschäftsveränderung. 2267 Einem hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich von heute an in meinem eigenen Hause, neben Herrn Posamentier Hoffmann und dem Rathhause, wohne und bitte um geneigten Zuspruch. 1 Christian Werner. Friedberg den 18. September 1868. Deutscher- Mühlen- Verband. Der Verband deutscher Müller und Mühlen⸗Interessenten 2109 erstreckt sich jetzt bereits auf den größten Theil Deutschlands. Die Nothwendigkeit für's Großherzogtbum Hessen im Anschluß mit seinen Nachbarländern diesem deut schen Mühlen Verbande sich als Mittelrbeinischer Zweig verband anuzuschließen, tritt jeden Tag immer mächtiger heran.— Zur Constituirung eines solchen Zweigverbandes ladet das in heutiger Vorversamlung gewählte provisorische Comite die Mühlenbesitzer und Mühlen ⸗Interessenten aus Hessen, den Regierungsbenrken Wiesdaden und Cassel, sowie aus der bayrischen Pfalz ergebenst ein, am 26 d. M. bei Gelegenheit des in Darmstadt stattfindenden landsoirthschaftlichen Festes, früh 8 Uhr, dahier im Ritser''schen Saale— Schützenhof— recht zahlreich erscheinen zu wollen.— Der Prasident des deutschen Mühlenverbandes, Herr Jos. J. van der Wyngärt, Dampfmühlenbesitzer in Passo w bei Stettin, wird bei dieser Versammlung auwesend sein, Darmstadt den 5. September 1868 5 5 Das provisorische Comite: Grünig, Mühlenbesitzer; G. P. Köhler, Haupt⸗Agent; W. J. Mahr, Muhlenbesitzer; Ed. Harres, Architekt; Max Weber, Ingenieur; W. Schaffner, Agent; E. M. Lorenz, Kaufmann; Osw. Niedel. Juspektor; Lautz, Mühlenbesitzer; E F. Nau, Maschinenbauer; H. Walther, Mühlenbesitzer; Hrinr. Fehrer, Kaufmann. NB. Etwaige Anfragen und Briefe wollen an Herrn Jacob Fehrer, Dampfmühlen⸗ Besitzer dahier, gerichtet werden. Porkland-Cemeut 2 tüchtige Schrrinergesellen 2268 billigst bei Ph. Dan. Kümmich. Schreinermeister Ehristian Valentin. mit Feuerwerk 2295 heute Abend präcis halb 8 Uhr auf der Seewiese. Uassauer Hof in Reichelsheim Laubhüttenfest⸗Ball, wozu ergebenst einladet Conrad. Privat-Institut z u Beien heim. 2276 Der Wintercurs in meinem Privatinstitut beginnt am 12. October und es werden bis dahin wieder neue Schüler angenommen. Das Honorar für den Unter⸗ richt allein beträgt jährlich 48 Gulden; das ganze Pensionat in meinem Hause 300 Gulden. Bemerkt wird noch, daß vorige Ostern mehrere meiner Schüler in die höchste Gymnasial-Klasse, nach Prima, aufgegommen wurden, und daß gegenwärtig über 20 großentheils aus- wärtige Schüler mein Institut besuchen. Beienheim in der Wetterau. Urich, Pfarrer. 0 Bel Bindernagel 2 Schimpff in Friedberg ist vorräthig: Die Bestimmungen über den Militärdieust im Nord⸗ deutschen Bunde. Für das Publikum zusammengestellt auf Ver- anlassung des königl. preuß. Kriegs- Ministeriums. Zweite vermehrte Auflage. Preis: 36 kr. . 0** Blauer Vitriol, 2270 zum Waizenanmachen, per Pfund 12 lr., bel Pb. Dan. Kümmich. Extra große Flanell-Hemden, 2258 gewebene Joppen, Kamisöler und Unterhosen 2291 empfiehlt in schöner Auswahl billtaß C. F. Schleuning. Todesanzeige und Danksagung. 2281 Allen Freunden und Bekannten machen wir hiermit die traurige Anzeige, daß unsere ge⸗ liebte Frau, Mutter, Schwiegermutter und Groß⸗ mutter Auna Christine Bingel, geb. Marloff, den 17. September d. J. nach zurückgelegtem 51. Lebensjahre dem Herrn sauft entschlafen ic und sagen allen Denen, welche der Verstorbenen tbeilgehmend die letzte Ehre erwiesen haden, unser en innigsten Dank. Dorheim den 20. September 1868. Die trauernden Hinterdliebenen. Kitchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getraute: 17. Sept. Johann Friedrich Schmidt, Lehrer am bicsigen Schullebrerseminar, Sohn des verslorbenen Schullehrer zu Nieder⸗Weir bach, Kr. Biedenkopf, Job. Schmidt, und Susonna Margatetba Dorothea Karoline Heidt, Tochter dis biesigen Bürgers, Kirchen und Stif⸗ tungsrechners Karl Nicolaus Heidt. Getanste: 13. Sept. zu Ober⸗Wöllstadti. Dem daseldst wehn⸗ haften Ortsbürger zu Haingründ aun, Kr. Büdingen, und Taglröhner Peter Laubach III. ein Sohn Franz Joseph, geb. den 2. September. 17. Sept. Dem hiesigen Bürger und Polizeidiener Peter Wrißbrod ein Sohn Karl Jacob Wübelm, geb. den 7. September. 18. Sept. Dem hiesigen Bürger und Hastwirth Joh. Martin Hertlein eine Tochter Regine Chrisfttane Antonie, geb. den 5. Juli. Beerdigte: 13. Sept. Johann Jacob Grosart, hiesiger Bürger + den 11. September. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag van Binder nagen Schimpff. und Taglöbner, 65 Jabre, 10 Monate, 29 Tage alt, cuftballonschisfahrt Aus sch Da D von 18 blatts Novemt Landest getreten Aufentt zu erw thum r. seither diese R. betrieb vom 6. gemacht kurch je 7 der zu sehr w gusheb bestant gehörig werden meister ihrer wollen verwe. welche slaͤnder welche werden 7 welche sigebu denlunt 1 Bestim unter auf G. nur ge wache in Aug 2 Jelgern ehnend. lüchlich kandez