A 1868. Dienstag den 21. April. M 47. Anzeiger für Oherhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Stitdberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. —— .— p ů ů Amtlicher Theil. Die Großherzegliche Kreisschulcommission Friedberg an die Ortsschulovorstaͤnde. Wir bringen die Vornahme der öffentlichen Schulprüfungen in Erinnerung und sehen demnächst der Vorlage der Protokolle hierüber(8. 4 pos. 2 der Instruction für die Orts schulvorstände vom 20. Juni 1832) entgegen. Friedberg den 18. April 1868. B a n ch u m a Trapp. n 9. An die Stelle der seitherigen Kreisboten Seibert und Beck ist der Kreisbote Rühl zu Ober-Mörlen mit der Beitreibung der Communalintraden der hiesigen Stadt und der übrigen Orte unseres Kreises beauftragt worden. Wir bringen dies zur allgemeinen Kenntniß. Friedberg den 18. April 1868. Betreffend: Den Ankauf von Sborthornvieh. e Großherzogliches Kreisamt Friedberg r Trapp. Friedberg den 20. April 1868. ng. Das landwirthschaftliche Publikum des Kreises Friedberg mache ich auf die in Nr. 15. der Zeitschrift für die landwirthschaftlichen Vereine des Großherzogthums Hessen von 1868 enthaltene nachstehend abgedruckte Bekanntmachung des Herrn Präsident des landw. Vereins von Oberhessen noch ganz besonders aufmerksam. Im Budget des landw. Vereins von Oberhessen pro 1868 ist eine Summe von 500 fl. für Vermittlung des Ankaufs von Schweinen und Shorthornvieh vorgesehen. Der für den Bezug von Shorthornvieh zu verausgabende Theil dieser Summe durfte am Zweckmäßigsten Der Director des landw. Bezirks⸗Vereins des Kreises Friedberg Trapp. englischen in der Weise zur Ver⸗ wendung kommen, daß mit demselben die Kosten des Transportes und die Reisekosten der Commission bestritten würden, so daß diejenigen, die Vieh dieser Race zu beziehen wünschen, nur Ich ersuche demnach diejenigen Landwirthe Oberhessens, die sich an einem den baaren Ankaufspreis der Vereinskasse zurück zu erstatten haben würden. gemeinschaftlichen Bezug von Shorthornvieh betheiligen, wollen, umgehend und längstens bis zum 26. J. M. ihm desfallsige Meldungen, unter Angabe der gewünschten Stückzahl, des Geschlechtes und Alters, hierher gelangen lassen zu wollen. Laubach am 5. April 1868. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen Otto, Graf zu Solms-Laubach. Hessen. Darmstadt. Das Großherzog⸗ liche Regierungsblatt Nr. 19 enthält: I. Die bereits mitgetheilte Bekanntmachung, die Ein⸗ berufung des Zollparlaments betreffend. II. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Am 5. Sept. v. J. fiel die Ehefrau des Michael Müller zu Mainz von einem Stege in der Nähe des Fischthors da⸗ selbst in den Rhein und würde ertrunken sein, wenn nicht der zufällig anwesende Fischer Jacob Kissel III. aus Sernsheim, im Kreise Bensheim, ohne die Kleider ab⸗ zulegen, rasch nachgesprungen wäre, urd die bereits Unter⸗ gesunkene aus dem Wasser gezogen und glücklich an das Ufer gebracht hätte. Als Anerkennung für diese menschenfreundliche, mit Lebensgefahr ausgeführte That haben Se. Königliche Hoheit der Großherzog dem Jacob Kissel III., neben der an benselben erfolgten Verleihung einer Geldprämie, das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:„Für Rettung von Menschenleben“ Allergnädigst zu verleihen geruht. In Gemäßheit Allerhöchster Ent⸗ schließung wird dieses durch Großherzogliches Ministerium des Innern zur öffentlichen Kenntniß gebracht. III. Bekanntmachung Großherzogl. Provinzialdirektion Rheinhessen, die Wahl der Geschworenen in der Provinz Rheinhessen für 1869(hier die Vertheilung der Achthundert Höͤchstbesteuerten auf die einzelnen Kreise nach Verhältniß der Seelenzahl) betreffend.. IV. Bekanntmachung der Großherzoglichen Commission für Post⸗Angelegenheiten. An Stelle der zwischen Sins⸗ heim und Heilbronn bestandenen Postverbindung ist eine Ugliche Personenpost zwischen Sinsheim und Jaxtseld über Wimpfen eingerichtet worden. 0 0 V. Verzeichniß rechtskräftig geworbener, in Gemäßheit des Art. 30 bes Strafgesetzbuchs im Regierungsblatt bekannt zu machender Straferkenntnisse der Gerichte der Provinz Oberhessen.. VI. Namens veränderung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 2. April dem Hermann Levy von Mainz zu gestatten, daß derselbe statt seines bisherigen Vornamens Hermann in Zukunft die Vornamen Hermann Adalbert führe. VII. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 31. März dem evang. Pfarrer zu Wetterfeld Wahl die evangelische Pfarrstelle zu Bischofsheim,— dem Schullehrer an der evang. Schule zu Stangenrod Sauer die 5. evang. Schul⸗ stelle zu Lich— und dem Schulamts⸗Aspiranten Baldner saus Babenheim die kathol. Schulstelle zu Neu⸗ Bamberg zu übertragen;— am 4. April den Distriktseinnehmer der Distriktseinnehmerei Bingenheim Platz in gleicher Diensteigenschaft in die Distriktseinnehmerei Büdingen I., — den Distriktseinnehmer der Distriktseinnehmerei Beer⸗ felden Kriegk in die Distriktseinnehmerei Groß⸗Umstadt, — den Tistriktseinnehmer der Distriktseinnehmerei Ulrich⸗ stein Klein in die Distriktseinnehmerei Bingenheim zu versetzen,— sowie den Finanz- Aspiranten Fischer aus Altenstadt zum Distriktseinnehmer der Oistrikteeinnehmerei Beerfelden,— den Finanz⸗Accessisten Lehr aus Volkarts. hain zum Distriktseinnehmer der Distriktseinnehmerei Ulrichstein,— den Finanz⸗Accessisten Arnold aus Grün⸗ berg zum Distriktseinnehmer der Distriktseinnehmerei Groß⸗Felda— und den Steuerausseher Keller in Pfedders⸗ heim zum Steuerpfandmeister in der Obereinnehmerei Nidda zu ernennen. VIII. Charakterertheilungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 10. März dem Sattlermeister Wilhelm Kling zu Darmstadt den Charakter als Hossattler,— und dem Tapezier Hermann Blensdorf zu Nauheim den Charakter als Hoftapezier zu verleihen. IX. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 28. März den Distriktseinnehmer der Distriktseinnehmerei Groß- Felda Weigel auf sein Nachsuchen und mit Rücksicht auf seine geschwächte Gesundheit— und am 31. März den Geheimen Obergerichtsrath bei dem Obergericht der Provinz Rheinhessen Uhler auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen, treu geleisteten Dienste, in den Ruhestand zu versetzen. — Durch Allerhöchstes Dekret vom 14. d. M. haben Seine Königliche Hoheit der Großherzog dem dienstältesten Rath des Oberappellations- und Cassations⸗Gerichts Karl von Ochsenstein den Charakter als Geheimerath zu verleihen geruht. — Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben durch Allerhöchste Entschließung vom 8. d. folgende Auszeichnungen an Industrielle, welche sich bei der internationalen Ausstellung in Paris im Jahre 1867 in hervorragender Weise aus- gezeichnet haben, zu verleihen geruht: dem Möbel— fabrikanten Wolfg. Knußmann in Mainz, dem Leder⸗ fabrikanten Karl Franz Denninger in Mainz, dem Theilhaber an der chemischen Fabrik von E. Merck in Darmstadt, Dr. Georg Merck, das Ritterkreuz I. Klasse des Verdienstordens Philipps des Groß- müthigen;— dem Hofhutfabrikanten H. Schuchard in Darmstadt, dem Chaisenfabrikanten Carl Wecker in Offenbach, dem Inhaber eines polptechnischen Arbeits ⸗Institutes J. Schröder in Darmstadt, dem Weinproducenten und Weinhändler Franz Valckenberg in Worms, dem Weinproducenten Philipp Fink in Nierstein, dem Lederfabrikanten J. B. Dörr in Worms, dem Maschinenfabrikanten Ph. Schmaltz in Offenbach, dem Maschinenfabri⸗ kanten Ferdinand Heim in Offenbach, dem Ultramarin Fabrikanten Wilhelm Büchner in Pfungstadt das Ritterkreuz II. Klasse des Ludewigs⸗ Ordens;— dem Direktor des Blaufarbwerks Marienberg bei Reichenbach R. Hoffmann, dem Lederfabrikanten Gustav Müller in Bensheim, dem Bürgermeister Alexander Wahlig in Lorsch, dem Oeconomen und Mühlenbesitzer Georg Hildebrand in Osthofen das Ritterkreuz II. Klasse des Ver⸗ dienstordens Philipps des Großmüthigen. — Das Großh. Reg.⸗Blatt Nr. 20 enthält: I. Nachtrag zu dem Finanzgesetz für die Jahre 1866, 1867 und 1868 vom 26. Sept. 1867, dahin lautend: Ludwig III. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein ic. ic. Da die in dem Finanzgesetz vom 26. Sept. 1867 bestimmten Steuern zur Deckung der erhöhten Staatsbedürfnisse, welche durch die veränderten politischen Verhältnisse herbeigeführt worden sind und bei Erlassung jenes Gesetzes noch nicht be— rücksichtigt werden konnten, im Jahr 18688 nicht ausreichen, so haben Wir, nach Anbörung Unseres Staatsraths und nachdem Wir mit Unseren getreuen Ständen über die Mittel zur Aufbringung der voraussichtlich weiter erforderlichen Summen übereingekommen sind, verordnet und verordnen hiermit, wie folgt: §. 1. Im Jahre 1868 wird vom 1. April dieses Jahres an ein Zuschlag zu den im§. 2 des Finanzgesetzes vom 26. September 1867 be⸗ stimmten direkten Steuern von monatlich 1 Heller auf den Gulden Normalsteuerkapital, also im Ganzen für 9 Monate ein Zuschlag von 2 ö kr. auf den Gulden Normalsteuerkapital erhoben. §. 2. Ferner wird im Jahr 1868 für die zwei letzten Quartale dieses Jahres die durch das Gesetz vom 11. April dieses Jahrs eingeführte Einkommensteuer unter Anwendung des gleichen monatlichen Ausschlags, wie solcher für die be⸗ stehenden direkten Steuern aus den Bestimmungen des§. 2 ves Finanzgesetzes vom 26. Sept. 1867 und des§. 1 des gegenwärtigen Gesetzes sich ergibt, erhoben. Beiträge zur Verzinsung und Tilgung der Staats- und Provinzialstraßenbau⸗ schulden werden für 1868 auf die Einkommen- steuerkapitalien noch nicht ausgeschlagen. §. 3. Kann die Erhebung des im§. 1 er⸗ wähnten Steuerzuschlags nicht im Laufe des Monats April erfolgen, oder die Ermittelung der Einkommensteuerkapitalien(§. 2 und Aufstellung der Hebregister über die Einkommensteuer noch nicht bis zum 1. Juli dieses Jahres beendigt und daher die Steuer noch nicht vom ie e an in Erhebung gesetzt werden, so sind nach stattgefundener Aufstellung der Hebregister die bis dahin außer Erhebung gebliebenen monatlichen Steuerziele nachzuerheben. F. 4. Die im§. 1 und 2 dieses Gesetzes be⸗ stimmten Steuern sollen nur zu denjenigen Staats- ausgaben des Jahres 1868 verwendet werden, welche von Unseren getreuen Ständen werden verwilligt werden. Die Wirksamkeit desselben erlischt mit dem 1. Januar 1869 und die darin verwilligten Auflagen können nach diesem Zeitpunkt ohne weitere ständische Verwilligung nicht fort⸗ erhoben werden. Urkundlich ꝛc.(Schluß folgt.) — Der preußische General v. Bonin ist am 17. d. nach Berlin zurückgekehrt. — Die„D. Ztg.“ vom 17. d. bringt fol⸗ genden Artikel:„Den„Hessischen Volksblättern“ — welche bekanntlich von gewisser Seitt geflissent⸗ lich als„offizielles“ oder doch„offiziöses“ Organ des Herrn von Dalwigk bezeichnet worden, während einem viel verbreiteten Gerüchte zu Folge die Eigenthümer dieser Blätter gegenwärtig in Frankfurt a. M. zu suchen sind, mit denen Herr von Dalwigk doch wahrlich nichts weniger als etwas Gemeinsames hat— ist von Seiten des Gr. Ministeriums des Innern wegen ihrer der Königl. Preußischen Regierung feindlichen Haltung eine ernste Verwarnung ertheilt worden. Nächsten Anlaß zu diesem Schritt gab der in der jüngsten Sonntagsnummer der Volksblätter erschienene Leitartikel„Preußische Preßprozesse in Württem⸗ berg“. Das Gr. Ministerium des Innern erkennt in der fortwährenden Agitation gegen Preußen, einem mit uns im engsten Bundesverhältnisse stehenden Staat, eine Ueberschreitung der zulässigen Grenzen der Preßfreiheit, welcher erforderlichen Falles mit gerichtlicher Klage zu begegnen wäre. Bei fortgesetzten Invectiven werden weitere Schritte daher den geeigneten Commentar zu der tenden⸗ tibsen Parteilüge liefern, daß die„Hessischen Volkeblätter“ mit dem Großherzoglichen Minister⸗ Präsidenten in irgend welchem Zusammenhangt stehen.“ — Nach dem Königl. Preuß. Staatsanzeiger sind an eine Anzahl höherer preußischen Offtziere, zum größten Theile Beamte des Kriegsministeriums, von des Großherzogs K. H. Ordensverleihurgen erfolgt. — Nach einer Veröffentlichung der großh. Centralstelle für die Landwirthschaft wird der im vorigen Jahre eröffnete landwirthschaftliche Lehr⸗ tursus für Volksschullehrer auch in 1868 fort⸗ gesetzt werden, am 1. August beginnen und Mitte September endigen. Der Unterricht theilt sich in eine Abtheilung für neu hinzutretende Lehrer und gangenen Jahr an dem Cursus Theil genommen haben. Die Vorlesungen erstrecken sich in jeder Abtheilung auf folgende Gegenstände: Chemie und Physik in Rücksicht auf Agricultur(Dr. Hall⸗ wachs); Mineralogie und Geognosie(Dr. Thiel); Anatomie und Physiologie der Pflanzen und Thiere(Dr. Metzler); Geometrie, in Anwendung auf Flächen- und Körperberechnungen(Dr. Dölp); landwirthschaftliche Betriebslehre(Dr. Krämer); Ackerbau und Thierzuchtslehre(C. Leisewitz); Obst⸗ und Weinbau(R. Noack).— Excursionen, praktische Demonstrationen und Conversationen werden den Unterricht vervollständigen und für die Zuhörer der zweiten Abtheilung außerdem Uebungen im Anstellen von chemischen und physi⸗ kalischen Experimenten, im Bestimmen von Mine- ralien und Pflanzen, sowie im Gebrauch des Mikroskops stattfinden.— Diejenigen Lehrer, welche sich an dem Unterricht betheiligen wollen, haben die Erlaubniß hierzu, soweit der Cursus nicht in die Schulferien fällt, von ihrer vorgesetzten Be⸗ hörde zu erwirken. Hinsichtlich etwa gewünschter Unterstützungen für Bestreitung des Unterhalts in Darmstadt ist sich an die landw. Provinzialvereine (in Starkenburg an die Bezirksvereine) zu wenden und sind Anmeldungen zum Besuche des Unter⸗ richts längstens bis zum 1. e Großherzoglicher Centralstelle für die Landwirth⸗ schaft einzureichen. — Eine Correspondenz des„Fr. Journ.“ aus Darmstadt berichtet: In unser durch die jüngsten Cabinetsordres so wesentlich vereinfachtes Kriegsministerium welches wohl in nächster Zeit eine seiner jetzigen Bedeutung und seinem Geschäfts⸗ umfang besser entsprechende amtliche Benennung erhalten dürfte, sind die Hauptleute von der Feldartillerie v. Herget und Herpel zur Dienst⸗ leistung commandirt, ein Theil der nunmehr über- zählig gewordenen Rechnungs c. Beamten wird in den Ressorts der Civilministerien Beschäftigung finden. Die Ersparniß, welche durch die bezeich- nete Maßregel erzielt wird und welche mit der successiven Wiederverwendung der zur Disposition gestellten Mitglieder der umgestalteten Behörde im aktiven Dienste eine allmälige Steigerung erfahren wird, ist bei der dermaligen ungünstigen finanziellen Lage des Großherzogthums wohl in Anschlag zu bringen. Dagegen darf auch nicht verkannt werden, daß der abgetretene Chef des Kriegsministeriums in seinen Penstonsstand das Lob mitnimmt, nach Kräften für eine die Finanzen des Landes möglichst schonende Durch⸗ führung der neuen Organisation unserer Division besorgt gewesen zu sein. Preußen. Berlin, 18. April. Reichs⸗ tag. Das Gesetz wegen Aufhebung der polizei⸗ lichen Beschränkungen der Befugniß zu Eheschließun⸗ gen wird angenommen, ebenso der Antrag von Wagener und Planck, welcher dahin geht, den Bundeskanzler aufzufordern, Entwürfe zu einem gemeinsamen Strafrecht und Strafprozesse für den norddeutschen Bund vorzubereiten und dem Reichstage vorzulegen. Es findet sodann Schluß⸗ berathung über den Antrag Aegidi's statt, welcher dahin geht, den Bundeskanzler aufzufordern, mit den auswärtigen Mächten Verhandlungen zu veranlassen, um durch Uebereinkunft von Staat zu Staat die Freiheit des Privateigenthums zur See in Kriegszeiten zu einem vertragsmäßig an⸗ erkannten Grundsatz des Völkerrechts zu erheben. Der Antrag wird angenommen. Der Antrag Waldecks auf Abänderung des§. 32 der Ver⸗ fassung und auf Diätenbewilligung wird mit 104 gegen 100 Stimmen abgelehnt. Der Antrag Laskers auf Nichtverfolgung der Mitglieder der Landtage und Kammern im norddeutschen Bund wegen gehaltener Reden wird angenommen. — um zu erfahren, welche Ergebnisse durch die Herabsetzung des Briesportos auf 1 Sgr. gewonnen sind, haben die Postanstalten des nord⸗ deutschen Bundes den Auftrag erhalten, für 10 Tage aus dem November v. J. und aus dem Februar d. J. eine Zusammenstellung der Brief⸗ beförderung zu veranstalten. Bei der Vergleichung der Ergebnisse jener zwei Perioden hat sich eine Ver ⸗ in eine weitere für solche, welche bereits im ver. mehrung des Briefverkehrs um 4 pCt. herausgestellt. — Der Entschluß der polnischen Fraktion, dem Zollparlament fern zu bleiben, findet nicht durchweg Billigung. Von den liberalen Abgeord⸗ neten haben einige versucht, ihre polnischen Collegen von ihrem Vorhaben abzubringen, schon weil ihre Stimmen leicht ins Gewicht fallen können. Namentlich versteht man nicht, warum die Polen, wenn sie dem Reichstag nicht den Rücken kehren, sich den Zollparlamentsverhandlungen entziehen wollen, die ihre speziellen polnischen Angelegen⸗ heiten in keiner Weise berühren, geschweige denn beeinträchtigen können. Vielleicht gelingt es auch noch, die polnische Fraktion zum Bleiben zu vermögen. Wiesbaden. Die Medicinalangelegenheiten im ehemaligen Nassau sind nun dahin geordnet, daß die bereits besoldeten Aerzte ihren Sold fortbeziehen, daß aber von nun an die Freizügig⸗ keit zu Rechte besteht, die besoldeten Aerzte aber für diesen Sold gehalten sind, die Armenpflege in der Gemeinde ihres Wohnorts gratis zu versehen. — Die Nachzahlung der zu wenig bezahlten 12½ kr. Eingartierungsgeld pro Mann und Tag vom Jahr 1866 erfolgt nunmehr auf allerhöchste Verfügung. Dies verdanken wir dem Gemeinde⸗ rath von hier, welcher den fraglichen Betrag nach Oben reclamirt hat. Baden. Karlsruhe. Seit dem 14. d. ist in Karlsruhe eine Landwehr ⸗ Offizier Schule zusammengetreten. Zu derselben sind 30 einjährige Freiwillige der Infanterie commandirt, welche sich durch ihre allgemeine Bildung und militärischen Eigenschaften voraussichtlich zum Landwehroffizier qualificiren. Oesterreich. Wien. Nachrichten aus Athen vom 11. April melden, daß am 3. April bei Gazi auf Candia zwischen 2000 Griechen und 4000 Türken hartnäckige Kämpfe stattfanden. Nach starkem Widerstand zogen sich die Türken zurück und wurden von den Griechen bis zum Ufer des Meeres verfolgt. Auch andere Kämpfe von geringerer Bedeutung waren den Griechen günstig. Die Dampfer„Union“ und„Creta“ setzen ihre Fahrten nach Candia fort, wohin sie Munition und Mundvorräthe bringen und von dort flüchtige Familien abholen. In Münster(Wesiphalen) ereignete sich am Gründon⸗ nerstag ein schreckliches Unglück. Zur Vergrößerung seines Gasthofes ließ der Gastwirth Schreiner einen Neubau errichten, welcher so weit vollendet war, daß man schon mit der Auflegung der Dachpfannen begonnen hatte. Am genannten Tage Abends gegen 7 Uhr stürzte nun ein Theil der oberen Wand mit dem Dachgebälk in die hinter dem Gebäude, nur mit einem Glasdache versehene Küche und begrub zwei junge Mädchen, die in dem Gasthofe das Kochen erlernt hatten und jetzt als Köchinnen daselbst fungirten. Die eine derselben wurde buchstäblich zusammen⸗ geknickt und als Leiche, die andere aber schwer verletzt aus dem Schutte herausgezogen. 1a traite des blanches(Handel mit weißen Sklavinnen) von einem jener schmachvollen Geschäste, deren Opfer, trotz so vieler Warnungen der Presse, voͤrzugsweise junge denische Mädchen werden. Es besieht in San Francisco, in Folge des Mißverhältnisses zwischen den beiden Ge⸗ schlechtern der Bevölkerung, fortwährend starke Nachfrage nach weiblicher Waare, und die verschiedenen Häuser dieses Geschäftszweiges unterhalten eigene Agenten, welche in den großen Städten des amerikanischen Ofens und in Eutopa die Zufuhr vermitteln. Kürzlich fuhr ein be⸗ kannter Zwischenhändler eines öffentlichen Hauses von San Francisco, Namens Kaiser, am Bord des Dampfers „Golden City“ von Newyork nach San Francisco in Gesellschaft von fünf jungen Frauen, von denen eine als seine Frau und die vier andern als seine Schwestern in die Passagierliste eingetragen worden waren. Drei dieser Damen machten die Reise mit vollständiger Kenntniß der Sachlage mit, die beiden andern aber waren unbeschol tene brave Mädchen(Auguste May und Emilie Gosman), denen man in Newyork vorgespiegelt hatte, sie würden, die eine als Pflegerin einer alten Dame, die andere als Haushälterin eines möͤblirten Hotels, untergebracht werden. Erst auf dem Isthmus von Panama ahnten die Beiden Schlimmes, als mehrere dort weilende Californier mit lautem Gelächter riefen:„Da führt wieder einmal der Kaiser der Mutter Heise eine Heerde zu!“ Erschreckt wendeten sich die Mädchen an den Capitän und die Mit⸗ reisenden, deren Achtung und Zuneigung sie sich durch ihr bescheidenes und ehrbares Wesen erworben hatten, und erfuhren zu ihrer grenzenlosen Verzweiflung so ziemlich die Wahrhrit. Zugleich erhielten sie aber auch von dem Capitän Lapidge und dessen Buchhalter insgeheim die Förbere 2— 204 3 Etben leule 9 Ort, 6 unbelan von Mt I., N. gegend geltend Elnfßbe Münder, Alban brief bef betsgt! Butz riechen fanden. Türken b zum dämpft riechen Tuun“ edi du 1b von tröstliche Versicherung, daß man sie nicht in die Klauen des Lasters abliefern werde. Bei der Ankunft des Schiffes setzte sich der Capitän sofort mit den Polizeibehörden, welche an Bord kamen, in Verbindung. Der saubere Herr Kaiser ging einer der Ersten ans Land und schickte sehr bald einen sehr fein gekleideten und vornehm thuenden Spießgesellen mit den Fahrbilletten herbei, um die Koffer und mit diesen selbstverständlich die weibliche Reisegesell⸗ schaft zu reklamiren. Man wies ihn ab, und schickte ihn, da er aufbegehrte, etwas unsanft ans Land zurück. Nun erschien die würdige Matrone Heise, dem Namen nach zu urtheilen leider ebenfalls eine Deutsche, in höchsteigener Person, um Beschlag auf die Mädchen zu legen, bis sie ihr die für die Reisekosten ausgelegten 270 Dollars zurückerstattet! Sie mußte jedoch sehr schnell und unver⸗ richteter Sache wieder abziehen. Die beiden genannten Mädchen wurden von dem wackern Capitän bei ehrbaren Familien untergebracht, wo sie so lange verweilen können, bis sie eine ihnen zusagende Stellung gefunden haben. Dies als wahrheitsgetreuer Beleg zu so mancher gut⸗ gemeinten Warnung, die sich bereits in der deutschen Presse vernehmen ließ. „ Das Wiener deutsche Schützenfest dürfte das großartigste werden, welches je gefeiert worden. Von allen Gegenden Europa's, selbst aus Amerika, sind Schützen angemeldet. Ungefähr 500 Schweizer Schützen aus Zürich und Umgebung wollen sich an dem Feste betheiligen. Auch haben sich mehrere Bevollmächtigte aus Siebenbürgen eingefunden, welche eine äußerst zahlreiche Betheiligung von Mitgliedern der dortigen deutschen Schützengesellschaften in bestimmteste Ausficht stellen. Die Zahl jener Schützen aus Oesterreich, welche seither dem deutschen Schützen⸗ bunde beigetreten sind, beträgt bis jetzt nahe an 2400. Herr Fabricius in Frankfurt a. M., einer der eifrigsten Förderer und Freunde des deutschen Schützenwesens, ist in Wien eingetroffen, um die Festcomitss mit seinen praktischen Kenntnissen und seinem auf reiche Erfahrungen gegründeten Rathe zu unterstützen. Derselbe wurde ein⸗ stimmig zum Mitgliede des Centralcomits's gewählt, das nun auch u. A. die Herausgabe eines officiellen Fest⸗ handbuches als Führer für die Fremden beschlossen hat. „„ Merkwürdiges Zusammentreffen. Wenn man den Durchmesser der Erde mit 108 multiplicirt, er⸗ hält man den Durchmesser der Sonne. Die daraus ent- stehende Zahl wiederum vervielfacht mit dem Durchmesser der Sonne ergibt die Entfernung zwischen der Erde und der Sonne. Multiplizirt man endlich den Durchmesser des Mondes mit 108, so entsteht eine Zahl, welche genau der Entfernung der Erde vom Monde gleichkommt. Schwurgericht der Provinz Oberhessen. II. Quartal 1868. Anklagen: 1) Montag den 20. April, Vormittags 9 Uhr, a) gegen Georg Herzberger von Echzell, b) gegen Philipp Conrad Herzberger daselbst, wegen ausgezeichneten Diebstahls resp. Begünstigung dieses Verbrechens; Ver⸗ theidiger: Großh. Hofgerichts-Advokat a) Labroiße, b) Weidig.— 2) Dienstag den 21. April, Vormittags 8 Uhr, gegen Konrad Linker von Wiera, wegen aus⸗ gezeichneten Diebstahls; Vertheibiger: Großh. Hofgerichts⸗ Advokat Kraft.— 3) Mitlwoch den 22. April, Vor⸗ mittags 8 Uhr, gegen Karl Erb von Echzell, wegen Nothzucht und Verletzung der Schamhaftigkeit: Vertheidiger Großh. Hofgerichts⸗Advokat Dornseiff.— 4) Donnerstag den 23. April, Vormittags 8 Uhr, gegen Balthaser Bierau von Lollar, wegen Versuchs der Tödtung; Ver⸗ theibiger: Großh. Hofgerichts⸗-Advokat Dr. Muhl.— 5) Freitag den 24. April, Vormittags 8 Uhr, gegen Konrad Schäfer von Unter⸗Widdersheim, wegen Körper⸗ verletzung mit tödtlichem Erfolg; Vertheibiger: Großh. Hofgerichts⸗Advokat Baist.— 6) Samstag den 25. April, Vormittags 8 Uhr, gegen Louis Schenk, vormaliger Briefträger in Nibda, wegen Unterschlagung; Vertheibiger: Großh. Hofgerichts Advokat Otto.— 7) Montag den 27. April, Vormittags 9 Uhr, gegen Georg Scharmann von Bobenhausen, wegen ausgezeichneten Diebstahls; Vertheidiger: Großh. Hofgerichts-Advokat Krauskopf.— 8) Dienstag den 28. April, Vormittags 8 Uhr, gegen Hans Georg Brosius von Mornshausen bei Gladen⸗ bach, wegen Brandstiftung; Vertheidiger: Großh. Hof⸗ gerichts⸗-Abvokat Thorwart.— 9) Mittwoch den 29. April, Vormittags 8 Uhr, gegen Christiane Geiß von Ulrichsten, wegen Kindesmords; Vertheidiger: Großh. Hofgerichts⸗ Advokat Hirschhorn. Verloosungen. Oesterr. fl. 100⸗Loose von 1864. Serien: 759 908 1731 2151 3010 3012 3428 3589 und 3944. Ge⸗ winne: Serie 3944 Nr. 39 220,000 fl.; S. 1731 Nr. 2 15,000 fl.; S. 3428 Nr. 23 10,000 fl.; S. 759 Nr. 2, S. 1731 Nr. 18 und S. 3010 Nr. 44 je 5000 fl.; S. 759 Nr. 12, S. 1731 Nr. 55 und S. 3428 Nr. 63 je 2000 fl.; S. 2151 Nr. 99, S. 3012 Nr. 36 99, S. 3589 Nr. 17 68 und S. 3944 Nr. 100 je 1900 fl.; S. 759 Nr. 16 26 94, S. 908 Nr. 93, S. 1731 Nr. 27 95, S. 2151 Nr. 4 25 32 49 55 72, S. 3010 Nr. 65, S. 3589 Nr. 60 und S. 3944 Nr. 92 je 500 fl.; S. 759 Nr. 21 24 80 81, S. 908 Nr. 1 12, S, 1731 Nr. 20 25 92 98, S. 2151 Nr. 51 66 69 84, S. 3010 Nr. 35 53 56 89, S. 3012 Nr. 14 20 28, S. 3428 Nr. 11 13 60, S. 3589 Nr. 19 37 94, S. 3944 Nr. 15 24 37 je 400 fl. Edictalladung 294 Nachdem auf Antrag der Vormünder über die Erben der verstorbenen Conrad Schindel II. Ehe⸗ leute von Münster deren Hofraithe Flur I., Nr. 69 im Ort, Schulden halber verkauft werden soll, wird die unbekannt wo abwesende Wittwe des Konrad Schindel J. von Münster, welcher der lebenslängliche Einfitz in Flur I., Nr. 69 zusteht, aufgefordert, ihre Einwendungen gegen den Verkauf sogewiß innerhalb 3 Monaten dahier geltend zu machen, als sonst ohne Rückficht auf ihre Elnfitzberechtigung lediglich nach den Anträgen der Vor⸗ münder, sowie des für sie bestellten Curators Peter Alban von Münster verfabren und resp. der Kauf⸗ brief bestätigt und Eintrag in das Mutattonsverzeichniß verfügt werden soll. Butzbach den 3. Januar 1868. Großherzogliches Landgericht Butzbach: Dr. Gilmer, Königer, Landrichter, Landgerichts ⸗Assessor. Edictalladung. 329 Forderungen und Ansprüche jeder Art an das für coneursfällig erkannte Vermögen des Glasers Jacob Fourier IV. in Södel find im Termine Mittwoch am 6. Mal l. J., Vormittags 8 Uhr, bei Meidung Ausschlusses von der Masse, dah ier an⸗ zuzeigen. In dem nämlichen Termin soll ein Arrange⸗ ment versucht und von den ausbleibenden oder nicht gehörig vertretenen Gläubigern angenommen werden, daß sie den von der Mehrbeit der erschienenen Gläubiger gefaßt werdenden Beschlüssen beigetreten seien. Friedberg den 24. Januar 1868. Groß berzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landcichter. Landgerichts ⸗Assessor. 798 Nach mißlungenem Güteversuche ist über das Bermögen des Ackermanns Philipp Gruner von Niederissigheim der förmliche Toncurs erkannt worden. Es werden deshalb sämmtliche Gläubiger des Ge⸗ nannten aufgefordert, ihre Ansprüche den 5. Mai d. J., Vormittags 9 Uhr, bei unteczeichneter Gerichtsstelle, Schloß straße Nr. 26, mit dem erforderlichen Beweis vertehen, anzumelden und zu begründen. Die Ausbleibeaden werden von der Masse ausgeschlossen und mangelhafte Anmeldungen zurückgewiesen. Das Präclufiv⸗Decret wird nur durch Anschlag im Gerichtslocal publicirt. Hanau am 27. März 1868. Königliches Amtsgericht Abthellung II. A st er vdt. Fradenberg. Mobiliar⸗Versteigerung. 894 Mittwoch den 22. April d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, werden im Saale des Hotel Trapp dahter die zum Nachlasse der verstorbenen Frau Hofrath Wolf Witiwe gehörenden Mobtlien und Hausgerälhschaften freiwillig öffenilich meistbtetend gegen Baarzahlung verfleigert. Friedberg am 11. April 1868. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Foucar. Gichtwatte, unfehlbares Mittel ge⸗ gen Gliederreißen aller Art. emsiehlt à 18 und 30 kr. Ph. Dan, Kümmich. 92 945 Oeffentliche Aufforderung. Die Besitzer der unten verzeichneten Immobilien wollen dieselben theils verpfänden, theils veräußern, theils ihren Erwerbtitel nachtragen lassen, können sich aber über den Erwerb derselben nicht urkundlich aus⸗ weisen. Es werden deshalb Dritte, welche aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche an diese Immobilten glauben bilden zu können, aufgefordert, solche binnen drei Monaten so gewiß dahter geltend zu machen, als sonst die Beräußerungsurkunden ohne Rückficht auf sie besftäligt, beziehungsweise die betreibenden Theile im Grundbuche nach Maßgabe des Art. 29 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 als vermuthete Eigenthümer werden eingeschrieben werden. Bezeichnung Ordn.⸗ G ˖ Nr. der;; ier ine der Immobilien. 1 Heinrich Müller II. in Ockstadt Straßheim Alt: 189,55. Flur III. und IV. Neues Nr. III. 2. IV. 1.(Bon dem eingetragenen Besitzer wird 1,24 dieser Parzelle beansprucht. 2 Adam Dienst II. in Ockstadt Ockstadt VII. 732. 3 Friedrich Adam Rodaug in Friedberg Friedderg 1. 2., alt 14, v. 79. 4 J Seorg Götz in Nieder⸗Florstadt Ober⸗Florstadt 1. 160., neu Flur 1. Nr. 1. 5[ Ppbiltpp Vitriartus in Friedberg Ockstadt VII. 446. 6 Georg Zulauf in Ober-Rosbach Ober⸗ und Nieder. VII. 49. Ros bach 7 Johannes Schlottner von Södel Södel I. 241. 6. IE 12 8 Pbilipp Klein von Ober⸗Wöllstadt Ober⸗Wöllftadt I. 64. 65. 66. 67. 730. 924. III. 162. V 294. VI. 577. VII. 64. 226. VIII. 123. 438. 9 Die ersie Pfarrei Ober⸗Kosbach Ober⸗ und Nieder-] V. 119. 10 Jakob Schall von Assenheilm A Rosbach ssenheim X. 332. II. 417. 11 J Wildelm Kratz in Nieder⸗Florstadt Ober-Florstadt 6. 243. 12][ Balthaser Reuling II. in Assenheim Assenheim VI. 44. IX. 62. 13 Heinrich Klein IV. ia Ockstadt Ockstadt VI. 147 14 J Elisabetba Kiein I. in Ockstadt Ockstadt IX. 55. 56 152.] Anna Marta Klein in Ockstadt Ockstadt IV. 445. b.] Johannes Müller III. daselbst Ockstadt IV. 446. c.] Joseph Gröninger III. daselbst Ockstadt IV. 447 d.] Martin Kipp daselbst Ockstadt IV. 449 6. Johann Heinrich Doͤnges I. daselbst Odstadt r t.] Johannes Gröninger IV. daselbft Ockstadt IV. 310. V. 342. 16 Jakob Fauerbach II. in Ober⸗Wöllstadt Ober⸗Wöllsftadt I. 133. 1019. 17 J Georg Haas zu Assenheim Assenheim I. 51. 249. III. 105. 138. IV. 7. VI. 51. 498. VIII. 41. 150. IX. 280. X. 253. XI. 15. 102. 446. 18[Pbilipp Frech zu Oder⸗Florstadt Ober⸗Florstadt I. 198. II 85. v. 180. alt 167. alt 86. alt 65. Nieder ⸗Florstadt I XVII. 52. Friedberg am 16. April 1868. Großberzogliches Landgericht Friedberg N Städtische Begrasungen für 1868. 949 Donnerstag den 23. April d. J., Vormittags 9 Uhr, werden in hiefigem Ratbhause die flädtischen Be⸗ grasungen für das Jahr 1868 öffentlich meistbietend versteigert. Friedberg den 20. April 1868. Großherzogliche Bürgermetsteret Friedberg Foucar. Bekanntmachung. 928 Die am 6. und 7. d M. in dem Gemeindewald zu Rleder-Florstadt abgehaltene Holzversteigerung it genehmigt. Der erste Fahrtag soll bei günstigerer Witterung erst bestimmt werden. Nieder ⸗Florstadt am 17. April 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Florstadt Wagner. Heu ⸗Versteigerung. 929 Freitag den 24. d. M, Vormittags 10 Uhr, sollen 100 bis 120 Centner Heu, welche die Gemeinde ein- gethan, in verschledenen Abthellungen meistbietend ver⸗ strigert werden. Nieder ⸗Florstadt am 17. April 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Nleder⸗Florstadt Wagner. Annonee. 783 Gesucht werden bei einem boͤchst respectabeln, von der englischen Regterung coneessiontrten General⸗Agenten für Auswanderer in Hull einige tüchtige zuverlässige Agenten in oder in der Umgegend von Friedberg. Näheres ertheilt F. H. Laube, Seeretär der deutschen Gesellschaft, 172 Higb⸗Street, Hull, England. — N 8* Bekanntmachung. 942 Es ist ein Pandbuch zum Gebrauche für Corre Vieh⸗Versteigerung. 932 Aus dem Vieh ⸗Befstand der Großherzoglichen Domäne Selgenhof und deren Vorwerken kommen auf 25 fl. Belohnung 950 Demjenigen, der mir den frechen Thäter angibt, spondenten im Norddeutschen Postbezirke erschienen und der durch unterzeichnete Stelle für 27 kr. zu beziehen. Selgenhof f g so, daß derselbe gerichtlich bestraft werden kann, 1 5 er Dasselbe enthält die bei Versendung von Postgegen⸗ Dienstag den 28. April 1868, 170 bn 0 115 en Obfibäume auf meinem Acker ständen nach Orten des Norddeutschen Postbezirks und Vormittags 11 Uhr anfangend, gegen baare Zahlung Gemarkung Schwalheim auf, rochen bat. des Auslandes in Betracht kommenden wesentlichen zur öffentlichen Versteigerung: schaͤndliche Weise 1 8 en, 15 11700 Vorschriften, die innerhalb des Norddeutschen Postbezirks] 2 Fohlen, dreijährig, Dorheim am 17. April 1808. 5 14 gültigen Portotaxen, ferner die Portotaxen für Brief⸗ 3 Fohlen, zweljäbrig, EC. M. Schudt. 3 post- Gegenstände nach fremden Ländern, nebft Angabe des Abgangs der überseeischen Posten, die ausgerechneten 2 Paar gut gefleischie Ochsen, 2 Stück 1½fährige, Faselochsen zu Zucht Ein Zimmer Tarife für Packet und Geldsendungen nach den be⸗ tauglich, f deutenden Orten in fremden Ländern, die Vorschriften 1 Kuh mit Kaib, 5 Vogels 934 mit Kabinet ist zu vermiethen. Wo? sagt die f * mit den Posten, beim Bezuge von Zeitungen 0 trächtige, iu Kübe, 1 Expedition d. Bl. 5 Enit die u. s. w.„ inder, ace. 8 Friedberg den 17. April 1868. 1 fette Kuh, 5 Fechthandschuhe— Post⸗Amt 1 fettes Rind, 939 hlt billi 5. Brentano. Selgenhof den 14. April 1868. empfehlt ze ee 8 Fri dd 9 8 eg Gutsverwaltung Selgenhof Auch kö 1 e ee 9 1 aer d. 1 önnen au un sämmtliche Fechtappar 936 Die an unbekannten Orten abwesende Katharina. 1 5 zum Fabrikpreis besorgt werden. N f.... Holz ⸗Versteigerung. 941 Es können noch e e, J 0 rlichen erstücke in 930 Montag den 27. April l. J., Vormittags 10 Uhr* 8 7 konmnung! — 9 7 zur Tilgung der ee 47 anfangend, soll in dem Hauser Gemeindewald, Distriet] 2 bis 3 12 7 Arbeiter Be⸗ Aue a utter versteigert worden seien, und daß diese 1155 Plates, uachverzeschnetes Gehölz meisibtetend versteigert(für Herren- Röcke) auf die Dauer und gegen gute Be⸗ gu, 8083. ußerung genehmigt und nach dem Antrage 15 werden: zahlung bei mir eintreten.— 55 Matter Aer ete 1 e ee 0 en ee en en 1 S. Wolf. Hesse „ f. 2— 2 2 2 binnen 2 Monaten sich hierüber dahter erkläre. V g 0 Eine frischmilchende Ziege Fegitrunge 72„ Buchen- und Eichen⸗Stockholz, f Regie Butz bach den 16. April 1868. 1800 Buchen- und Elchen⸗Reisholzwellen, 921 hat zu verkaufen Karl Staubi. J. Nacht e t 11 16 Eichen Bau- und Werkholzftämme, 207 Cbkfß. d47 und .. 7 haltend, V, Bl. mitg Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. 5 Eichen⸗Stangen, 11 Cubikfuß haltend und e r 1 0 1 E N. II. Ges Edictalladun g. mehrere Be voll Dorn und Zumachreiser beim 1 6 Sen 155 A e ist am 5 00 5 We 938 Zur Erbschaft des am 11. December 1867 ver⸗ 115 end im Casino oder auf dem Weg vom 5 II. S. florbenen letzten Burgsoldaten Rudolph Wels dahter, Die Zusammenkunft ist zur besagten Stunde in loco] Trapp bis zum Sans- sone verloren gegangen. Der bes Großher ind sein Sohn 30 2 4 Seis 1 5 pelnri 0 Hausen und wird gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft] redliche Finder wird gebeten, denselben gegen eine gute kalpektor de Scharf, der N Sob fene dn Georg das Holz bis Martini 1868 eredifirt. Belohnung an den Casinodiener Herrn Ehrhardt abgeben IV. le Scha ri'dabier ee ewesenen Tochter, Marta dau sen am 17. April 1868. zu wollen. Umlagen zi Katharina Weis, nach 1 5 Gesetz gerufen. Da Großherzogliche Bürgermeisterei Hausen Ein möblirtes Zimmer Jemeinden Beide mit unbekanntem Aufenthaltsorte in Amerika Häuser. 946 1 leben. Nähere bei der Ep J. Ueb abwesend find, so werden dieselben oder ihre etwaige Bekannt ma sch un 9 ist zu vermiethen. Näheres be e 155151 A f f 1%. chen des ge ene den due onen er ug i, dae deen de pe.. Pflanzen ⸗ Verkauf. dahter sich zu erklären, als sonst Verzicht unterstellt und eee e eee 935 1 5 der Dr. Berna'schen 99005 zu ere 1 f olche den hi d überl werden heim find mehrere tausend biquetirte Selleriepflanzen gen Gemei 1975 r 1 75 Genen um 9 Uhr Vormittags, nochmals ver“ welche theils jetzt schon vac werden können, ab⸗ VII. U Friedberg den 16. April 1868. i zugeben. Umlagen; f Grebberzegliches Landgericht Friedberg 1 Stecken Huchen Prügelbolz, Bestellungen nimmt Herr Schuhmachermeister Schmidt Niliglonsg Reitz, Stein derger, N„ Eichen⸗Scheidholz, zu Friedberg entgegen. VIII. Landrichter. Landgerichts. Assessor. 1 Aoepen- Wügnen. 931 Ein Manufacturwaaren 2 Tuch Geschäst in Ifendac Bekanntmach un 10„ Buchen. Stockholz,. a. M.(Sa mftags 1 sucht we 7„ Ascpen⸗ unter günftigen Bedingungen einen Lehrling. Franco⸗ 943 a 3 ö 9. 3 Nebel. 5 Offerten unter Nr. 79 besorgt die Jäger sche Buch⸗ 9 4 8 55 unterm Heutigen in dem Gräflichen Forst⸗] 2000 Stück Buchen⸗Wellen, bandlung in Frankfurt a. M dun 1 ö revier Baiahards abtzehaltene Holzversteigerung ist ge 1500 Eichen-„ C 2 5 db dude 1 a der 1 Fahrtag auf Donnerstag den 800„ Aspen.„ heater n Srit erg. e 1„ feisesret. 8500 Nadel- Im Saale des Hotel„zu den drei Schwertern.“ 1 ö Wickstadt den 14. April 1868 1900 Gi 1 5 ö 125.„ nstern Wellen, ines Verl 60 Gräfliche Oberförsterei Assenheim 7 3 gg Auf allgemeines Ver angen. loßher S 43„ Fichten Baustämme von 21—607 Länge, Dienstag den 21. April 1868 Au 5 alls. 716 Cubikfuß haltend, zu Sreckholz geeignet, ene b Nanbet 135 Stück Fichten Stangenholz zu Sparn und Lelterbaͤumen geeignet. Die Zusammenkunft ist am Pflanzgarten am Weg Zum Benefiz für Herrn Lambach. Die Anng Liese. Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. von Münster nach Maibach und wird mit dem Fichten ⸗ Hohen 940 Künftigen Montag den 27. d. Mits., Morgens Weikholz der Anfang gemacht. Gegen Bürgschaft wird Historisches Luftspiel in 5 Acten von Hersch. 1. In 10 soll im District„Höler-, aaf dem Garbenteicher 1 1 90 5. 1808 Zu recht zahlreichem Besuch ae ein iu Fri eg am Kellersberg zusammenkommend, versteigert] Fauerb ach v. d. H. den 18. Apr. de e en e 1 ches eee 1 Fauerbach 4 g 0 0 0 5 1 36 Stecken Buchen- und Tannen Prügel holz, tpps. lrchenbuchs auszug t. Darm 14 Eichen⸗, 10füßiges Stammprügelholz, i i— a 310 5 i Buchen⸗, Eichen⸗ und e ee Mehrere Knaben eee 9 0 1 3² ellen„ 81„„„ Reisholz, 13. April. Reinhard Wilhelm Lang, bies. Bürger ind zen 1 5 e e 00 cnc ebikuß und 890 im Alter von 10— 14 Jahren könen in meiner] und Schristsezer, Sohn des perf. Briaadters der Mae 1 186 Tannen⸗Baustämme mit 3649 Cubikfuß. 8 g Gruß. G 0 Nik 9 XI 1 e ˖ a Familie freundliche Aufnahme finden und vorbereiten[ Orußb. Gendarmerle zu Pferde Nikolaus Lang dahier, 55 . Alsdann wird nächsten Dienstag den 28. d. Mts., f i d Anna K ich, T 8 Habt . Morgens 9 Ubr, im District„Langberg“ am Nonnen“ den Unterricht zum Eintritt in eine böbere Lehranstalt[ und Aung catharine Friedrich Tochter des hies. Bürgers ice 1 rölher Feld anfangen verffeigert: aberg erhalten. und N Karl 9 Friedrich. 8 15 1 S 1. 5 A eim. 8 e taufte: mm 25, 1 5— e I Heßler, Pfarrer. 13. April. Dem hies. Bürger und Metzgermeister zu Dar 1 Bellen 2 eis holz,— Job. Wiibeim Bieler eine Tochter Marte Karoline in Main 9 141 Fichten⸗Bauflämme mit 4837 Cubikfuß und 38 5 Amalie, geb. am 9. März Den 1 6„ Stangen mit 590 Cubikfuß. 291⁵(Auszug aus einem Briefe.) 14. April.. k Karl Ludwi dame 1 0 Lich am 21. April 1868. Herrn F. W. Bochlus in Otterberg. Meyer 15 Sohn ride ee 5 1 Sch 1 zürstliche Oberförsteret Lich Mainz den 5. Oktober 1867. 19. Mar. 0 . 5 d Ich und meine Frau sind Ihnen 17 1 1 Großb. Landgerichts Assessor 175 1 l 5 5 ebenfalls sehr dankbar für Ihren„weißen Kränter⸗ 5 0 n 9 5 Militär 14 Faselochs Versteigerung. Brust⸗ Syrup“, denn unser lieber Sehn von 1½ A e e 5 e vn 11 3 T 1 soll 7 5 batte 10 5 10 0 0 5 9 1 5— 5 1 1 0 1 90 gebörender, zum usten, d. h. fur aren Husten mit Heiser⸗ ö 5 Schlachten geeigneter Faselochse meistbletend versteigert[[keit und festgesetzter Verschleimung, und Ihr IIder he e e e ee e dunn 1 1 werden.„Kräuter⸗Brust⸗Syr up“ war jederzeit sein Retter l ch Toch lt 74 eic g NRleder⸗Florstadt am 20. April 1868. Joseph Löw, Kaufmann. e e ist in ö Großberzogliche Bürgermeißerel Nieder⸗Florstadt In Flaschen zu 24 fr., 35 kr. und“ 1 fl. 10 kr. ißt 15 April Sopbie Ehristine Mühlln b Nen f Wagner. dieler won vielen, Ar zen empfohlene„Kräuter- Wenzel, Etefrau des hies. Bürge ra vnd Fubtmanr ab 9 ö 2 Brust Sprup“ allein zu haben in Friedberg bei[ Georg Mühling, alt 52 Jahre, 7 Menate, 24 Tage gesch N A I 3 e 1 10 e. Jen 8 2 bei A. Gimbel, in 1 am 13. April. 5. 5 safen 5 Nidda bei Loui ork.. ˖ ö f ich gz 933 Oer Verkauf rer blesigen Mahlmüble nebst Ge⸗ 15, April. Frledrsch Karl Fritz, dies. Burger, Ge⸗ g lände, welcher zur öffentlichen Kenntniß gebracht ist, meireratp und Hofbacer, alt 43 Jahre, 5 Monate, ur, da wurde amtlich 1 intg beiwen. was wir hier⸗ Ei b 7 A e bn 1 Le/ in mit zur allgemeinen Kenniniß bringen. 5 i i 5 a Lin v 175 den 16. April 4566 in raver Junge des dahter verst. pens. Großh. Landrichters zu Hungen träge Der Vorsteher des 832 kann in die Lehre trefen bei Karl Hofmann, alt 54 Jahre, t am 14. April. 8 Großberzoglichen Ortsgerichs Lindbeim J. Möbs, Schuhmacher, Verantw. Red.; Hermann Schimpfs. nehmen Kra ß. wohnhaft in der Wolfengasse. Duc und Verlag von Hindernagel& Schimpff sich bert