dert * ler f Ala st ten, hel. . Sckaurten K. 7 N. chen del Diet ag uu tut: Luhe 1 In 1 De Wrbtrtt. 1 1 1 — Bei der großen Verbreitung unseres Blattes werden amtli snnoncen und Empfehlungen aller Art stets von dem besten Erfolge begleitet sein. J tr. berechnet; bein größeren Aufträgen oder ständigen Annoncen zum geneigten Abonnement, sowie zur Benutzung des„ Anzeiger für Oberhessen“ 7 Samstag den 21. März. Anzeiger enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. . —— Einladung zum Abonnement. Auf den woͤchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinenden Anzeiger für Oberhessen hann man für die Monate April, Mai und Juni in hiesiger Stadt bei der unterzeichneten Expedition für 30 kr. nerhalb des Großberzogthums für 33 kr. abonniren. Der Anzeiger bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann der interessantesten und wichtigsten Tagesbegebenheiten, und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt. und Coursberichte, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungsblatt interessante Novelle Zilderräthsel, Räthsel, Rechenaufgaben ie. Friedberg. allgemein belehrende zu und bei allen Postanstalten eine kurze Uebersicht und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche Verloosungen von Staats papieten und kocale Notizen; n und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, che Bekanntmachungen und Versteigerungs-Anzeigen ꝛc., sowie geschaftliche — Die einspaltige Petit-Zeile oder deren Raum wird mit gewähren wir einen entsprechenden Rabatt. Veröffentlichungen aller Art ladet ein Die Expedition. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publiziren: Nr. 14. sub 1. Bekanntmachung, die Einführung eines dreijährigen Lehrcursus an den Großb. — ub 2. Bekanntmachung, die Ergebpisse der Verwaltung des Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zw Friedberg am 18. März 1868. Schullehrer⸗Seminarien zu Friedberg und Bensheim betreffend. ecke betreffend. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Hessen. Darmstadt, 17. März. Zweite kammer. In beutiger Sitzung begann die Specialberathung des Einkommensteuergesetzes. Art. 1 des Entwurfs bestimmt, daß die Ein- zommensteuer von einem Einkommen von wenigstens folgende Rubriken enthält: 300 fl. erhoben werden sollt. Bestimmung aufgenommen wissen, wodurch die Besteuerung des Einkommens unter 800 fl. auf dem Weg einer Klassensteuer durch eine besondere Vereinbarung vorbehalten bleiben soll, wogegen zich aber die Regierung erklärt. Nach längerer für daten seit Gründung des Predigerseminars, mit genauer Angabe aller bvefinitiven Anstellungen, herausgegeben von den Hrn. Garnisonsmitprediger Dosch und Mitprediger Vogt erschienen, welche Familiennamen, Vor- — Der Finanzaus- namen, Geburtsort, Titel, Stelle, Jahr der ersten chuß ist damit zwar tinverstanden, will aber eine und fo lgenden Anstellungen, Datum der Definito⸗ rialprüfungen, Angabe der Präsentationsstellen ze. Dieselbe ist von den Herausgebern durch frankirte Einsendung des Betrags(15 Kreuzer) als Kreuz- bandsendung zu beziehen und ist der Reinertrag den Candidaten- Unterstützungsfonds be— Debatte wird der Ausschußantrag mit großer stimmt. Mehrheit angenommen. Ueber den Antrag der Mehrheit des Ausschusses, Actiengesellschaften und juristische Personen, mit Ausnahme der Gemeinden, des Fiscus und der milden Stiftungen, zur Ein- kommensteuer heranzuziehen, entspinnt sich eine längere Debatte. Die Regierung, sowie die Abgg. Bamberger, Edinger, K. J. Hoffmann und Wernher machten hiergegen insbesondere geltend, daß eine solche, schwer ausführbare Be- stimmung der Veranlagung des Gesetzes wider— sprechend sei, daß sie aber das Interesse des Landes schwer schädige, weil sie das fremde Kapital abschrecke, im Land Etablissements zu errichten. Die Gegenseite, vertreten durch die Abgg. Dumont, Volhard und Kraft, glaubte, daß die vor- geschlagene Bestimmung ganz correct sei und daß die gefürchteten Nachtheile nicht eintreten werden. Bei der Abstimmung fällt der Ausschußantcag mit 25 gegen 14 Stimmen. Ferner wird mit großer Mehrheit beschlossen, daß bei Inländern, welche im Ausland wohnen, nur dasjenige Einkommen in Betracht kommen soll, soweit dasselbe nicht vort schon mit einer gleichartigen Steuer belegt ist. Ein Amendement Bam berger's, wonach Ein⸗ lommen von 120,000 bis 150,000, resp. 200,000 fl. in entsprechend höhere Steuerkapitalklassen gerückt werden sollen, wird angenommen. Der Antrag des Ausschusses:„Ueber die Zuziehung der Ein- kommensteuerkapitalien zu den Communalumlagen bleibt besondere gesetzliche Regelung vorbehalten“, wird nach kurzer Debatte genehmigt. — Kürzlich ist dahier eine statistische Ueber- sicht über sämmtliche inländische Pfarramtscandi- — 18. März. Die Kammer setzt die Be⸗ rathung des Einkommensteuergesetzes fort. Art. 6, 7, 8, 9 und 10 werden ohne Debatte ein- stimmig angenommen, sie stellen die leitenden Grundsätze der Erhebung fest. Zu Art. 11 wird beschlossen auch die Gemeinde Umlagen bei Berech- nung des Einkommens in Abzug zu bringen. Art. 12, 13 und 14 werden nach kurzer Ver- handlung wie in der Regierungsvorlage festgesetzt und die weitern Art. 15—19 werden ohne Debatte einstimmig angenommen. Art. 20 ver fügt Beeidigung der Commissionsmitglieder auf Geheimhaltung und unpartelische Erfüllung der Dienstpflichtigen.— Die übrigen Artikel, ins- besondere auch Art. 28a:„Die Besteuerung des Einkommens Abtheilung B. soll nach den Bestim⸗ mungen dieses Gesetzes vom 1. en — Vollzug gesetzt werden,“ werden angenommen. Nach längerer Verhandlung beschließt die Kammer, auf Antrag Dumont's, daß dieses Gesetz nur bis zum 1. Januar 1869 Giltigkeit haben soll, und zwar, wie zu Protokol erklärt wurde, weil inzwischen mit der Regierung eine Besteuerungsart des niederen Einkommens, nach Maßgabe der preußischen Klassensteuer, vereinbart werden soll. Bei der Schlußabstimmung wird das ganze Gesetz, wie solches aus den Berathungen hervorgegangen, mit 36 gegen 3 Stimmen angenommen, zugleich aber der Dumont'sche Zusatzartikel(Giltigkeit bis zum 1. Januar 1869) zur Bevingung für das Zustandekommen des Gesetzes gemacht. Am Schluß der Sitzung läuft eine Interpellation des Abg. Dumont, den Stand der Verhandlungen mit Preußen wegen des Verhältnisses von Mainz zu den Festungsbehörden betreffend, ein. = Aus der Wetterau. Die Regierung hat in diesem Frühjahr den Wünschen unsrer Landwirthe Rechnung getragen und für die Wetterau außer den Gestütsstationen Altenstadt und Berstadt, noch eine dritte zu Nieder⸗Wöllstadt errichtet, was wir hiermit dankend erwähnen möchten. Wir haben von den daselbst aufgestellten zwei Hengsten Einsicht genommen und wenn wir auch vorläusig in Bezug auf Vererbung noch keine Beispiele vor⸗ liegen haben, so fanden wir doch zwei so aus- gezeichnet schöne Pferde, daß man in der That nicht weiß, welchem von beiden man den Vorzug geben soll. Dieselben sind von der gleichen Race (Anglo- Normann) wie diejenigen zu Altenstadt und Berstadt stationirten, ganz unseren Verhält- nissen angepaßt und entsprechend. Früher batten wir auch die so sehr gerühmten nassauischen Ge⸗ stütsstationen Reichelsheim und Usingen mit unseren Stuten frequentirt, allein die Produkte, welche wir erzielten, waren von der Art, daß dieselben auf den Karren zu lang und den Wagen zu kurz gewesen, resp. Pferde, welche in Folge ihres ver- schrobenen Baues als Luxuspferde nicht zu ver ⸗ werthen waren und als Oekonomiepferde taugten dieselben erst recht nicht. Es soll aber hiermit durchaus nicht gesagt sein, daß die vormals nassauische Regierung zu dem Ankauf ihrer Land- beschäler das nöthige Geld nicht verwendet, sondern daß die Auswahl der rein englischen und deßhalb sehr theueren Hengste für unsere Verhältnisse durchaus nicht gepaßt habe. Von unseren nor- männischen Hengsten Frankwaret, Telegraph, haupt- sächlich aber vom Virgil sind Fohlen in hiesiger Gegend, welche nichts zu wünschen übrig lassen und muß ganz sicher bei uns die Pferdezucht eine andere Zukunft bekommen, d. b. wenn die Züchter ihre Stuten der Art auswählen und ihren Fohlen diejenige Behandlung zu Theil werden lassen, wie dieses der Großh. Kreisveterinärarzt Born in einem Vortrag Ausgangs Januar d. J. bei der landw. Bezirks versammlung angegeben dat. Die großen Kapitalien, welche seither für den An kauf von den unscheinbaren und kleinen Militär- pferden ins Ausland gewandert sind, müssen deßbalb in Zukunft den Landesangehörigen er- halten bleiben. Preußen. Berlin. Der„Staatsanz.“ publizirt das Gesetz, betreffend die Schließung der öffentlichen Spielbanken. Das Gesetz lautet folgendermaßen:§. 1. Die öffentlichen Spielbanken zu Wies baden, Ems und Homburg werden spätestens am 31. Dezember 1872 geschlossen. Eine frühere Schließung kann durch königl. Verordnung ent⸗ weder allgemein oder nur in Beziehung auf einzelne der gedachten Spielbanken ausgesprochen werden. Bis dabin ist jedenfalls das Spiel an allen Sonn- und Feiertagen verboten.§. 2. Mit dem Tage der Schließung treten für die b treffende Spiel- bank die Bestimmungen des Art. 5 der Verordnung, betreffend das Strafrecht ꝛc. in den mit der Monarchie vereinigten Landestheilen, vom 25. Juni 1867 auger Anwendung und die§§. 266, 267 und 340 Nr. 11 des Strafgesetzbuchs in Kraft. §. 3. Mit dem Tage der Schließung verlieren die betreffenden Spielpacht-Verträge und Conees⸗ sionen ihre Gültigkeit, eine Eutschädigung wegen des entgehenden Gewinnes aus dem Hazardspiel- Betriebe findet nicht statt. — Der Kanzler des Norddeutschen Bundes, Graf Bismarck, erließ unter dem 11. März folgende Bekanntmachung: Mit Bezugnahme auf die in Nr. 5 des Bundesgesetzblattes verkündete Allerhöchste Prästdial⸗Verordnung vom 4. ds. Mts., durch welche der Reichstag des Norddeutschen Bundes berufen ist, am 23. März c. in Berlin zusammen zu treten, mache ich hierdurch bekannt, daß die Benachrichtigung über den Ort und die Zeit der Eröffnungesitzung in dem Bureau des Reichstages, Leipzigerstraße Nr. 3, vom 21. und 22. d. M., in den Stunden von 9 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends und am 23. in den Morgenstunden von 8 bis 10 Uhr offen liegen wird. In diesem Bureau werden auch die Legitimationskarten für die Eröffnungs⸗Sitzung ausgegeben und alle sonst erforderlichen Mittheilungen in Bezug auf dieselbe gemacht werden — Die deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger veröffentlicht den Bericht über ihre Thätigkeit im Jahre 1867. Die Tabelle der Seeunfälle weist in den deutschen Küstengewässern im verflossenen Jahre 128 Unglücksfälle nach. Durch den Verein wurden 23 Rettungen aus- geführt, wodurch 269 Menschen am Leben erhalten wurden. Ohne Erfolg fanden 18 Rettungsver⸗ suche statt. Unter den verunglückten Schiffen waren 60 deutsche, 24 englische, 10 holländische, 5 dänische, 6 schwedische, 10 norwegische, 6 russische, je 1 aus Frankreich und Spanien und 2 unbekannt woher. Kassel. Für den Umfang des Regierungs- bezirks Kassel ist der Verkauf von Billete zur Weiterbeförderung der Auswanderer von dem über— seeischen Landungsplatze nach dem Bestimmungs⸗ orte im Innern auf Eisenbahnen, Dampfschiffen, Canalböten ꝛc, sowie das Anbieten solcher Billets und das Ausgeben von Empfehlungen gewisser, in dem Einwanderungslande zu benutzender Be⸗ förderungsmittel verboten worden. Zuwiderhand⸗ lungen werden mit Geldbuße bis zu 10 Thalern oder bei Unvermögen mit Gefängniß bis zu 14 Tagen bestraft. Oesterreich. Wien. Die„N. fr. Pr.“ meldet: Der Reichskriegsminister hat sich mit dem ungarischen Minister Andrassy dahin geeinigt, daß alle ungarischen Truppen nach Ungarn verlegt und dem ungarischen Generaliat in Ofen unter⸗ stellt werden. Das Avancement und der Rang bleiben in der Gesammtarmee gemeinsam. Die künftige Landwehr wird den Namen„Honved“ führen. — Im Herrenhause begann die Verhandlung über das Ehegesetz. Nachdem der Berichterstatter das Votum der Majorität und das der Minorität verlesen hatte, wurde die Generaldebatte eröffnet. Der Unterrichtsminister Dr. Hasner erklärt, die Regierung stehe auf dem Standpunkte des Votums der Majorität; die Regierung sei Josephinisch, sie betrachte das vorliegende Gesetz als eine un— abweisbare Nothwendigkeit. Die Regierung sei überzeugt, daß die in Rom eingeleiteten Unter- handlungen bei gutem Willen bald abgeschlossen sein könnten; dies scheine aber nicht der Fall zu sein, das Concordat sei aber in allen Staats- zweigen ein Hinderniß. Graf Rechberg, Graf Blome und Cardinal Rauscher befürworten das Votum der Minorität. Graf Mensdorff stellt den Antrag auf Vertagung. — Die„N. fr. Pr.“ meldet: Der französische Botschafter, Herzog v. Grammont, machte den Reichskanzler v. Beust darauf aufmerksam, daß das im Jahre 1865 zu Paris abgeschlossene öster⸗ reichisch-französische Metalliques- Anleihen einer österreichischen Couponsteuer rechtlich nicht unter— zogen werden könne. Frankreich. Paris. Eine in den fran⸗ zösischen Blättern angekündigte und seit mehreren Tagen erwartete Broschüre, für deren direkten Veranlasser man den Kaiser hält, ist nunmehr unter dem Titel„die Ansprüche der napoleonischen Dynastie“ erschienen und enthält eine Statistik der Abstimmungen zu Gunsten der Napoleoniden, Verfassungsdokument u. s. w. r. Friedberg. Wir erlauben uns den Lesern ihres geschätzten Blattes über die Wirksamkeit und den Stand unseres Hülfsvereins in dem Jahre 1867 eine kurze Rechen⸗ schaft abzulegen. Wir fühlen uns dazu um so mehr ver⸗ aulaßt, als leider unsere letzte Jahresversammlung, die am 19. Februar d. J. abgehalten worden ist, sehr geringe Theilnahme gefunden hatte und wir es für wichtig genng halten, daß unsere Mitbürger Aber den Stand und di Wirksamkett unseres Vereins nicht in Unkenniniß bleiben möchten. Die Rechnung, welche Herr Kaufmann Huber, wie schon seit Jahren, so auch in dem letzien Jahtie mit dieler Bereitwilligkeit geführt und gestellt hatte, ergab eine ordentliche Einnahme von 407 fl. 21 kr. und zwar an Beiträgen von den Mligliedern 334 fl 6 kr. und an Kapitalzinsen 73 fl. 15 kr. Von den außerordentlichen Einnahmen erwähnen wir 10 fl. Geschenke, die dem Verein von zwei seiner Mitglieder zur Unterstützung der Armen zugewiesen wurden. Mit dieser Einnahme wurde zunächst die hiesige Handwerkschule mu 24 f. und sodann 35 ver⸗ jchiedene Arme unse ser Gemeinde theils durch baares Geld, theils durch Lieferungen von Fleisch, Brod, Kartoffeln urd Braunkohlen mit 360 fl. 44 kr. unterstützt. Auch wurden am Peiterstag 1867 fünf Gesindeprämien verabreicht, die an 1) Lina Krämer bei Hrn. Kaufmann Samuel Lind⸗ heimer, 2) Wilhelm Ernst bei Hrn. Oekonom Salzmann, 3) Katharine Gaul bei Herrn Gemeindterath Georg Pyilippi, 4) Georg Knoll bei Hrn. Oekonom Johannes Horn und 5) Charlotte Rück det Herrn Bürgeemeister Bender verwilligt worden waren. Die drei letzt Genannten hatten die Prämie zum zwentenmal erhalten, waren also schon 10 Jahre bei ihren Herrschaften in treuem Dienst geblieben, und wurde ihnen darum eine Gabe von je 6 fl. während den beiden Uebrigen eine von je 5 fl. gewährt worden war. Die Zahl der Mitglieder unseres Vereins beläuft sich gegenwärtig auf 133; zwölf Mitglieder sind mit Anfang dieses Jahres mehr zugetielen, als im Laufe des letzten Jahres ausgetreten waren. Von diesen Mii⸗ gliedern zahlen 100 einen monallichen Beitrag mit 12 kr., 10 einen monatlichen Beitrag mit 18 kr., 8 einen monat⸗ lichen Beitrag mit 15 kr., 4 monallich 24 kr., 2 monat⸗ lich 48 kr. und 1 einen monatlichen Beitrag von 20 kr. Noch erlauben wir uns alle Miiglieter des Vereins darauf aufmerksam zu machen, daß sie alle das Recht haben, an den Ausschußsißungen, welche immer den ersten Mitwoch eines jeden Monais im Hotel Trapp statifinoen, Antheil zu nehmen und Vorschläge zur Unterstützung einzelner Armen zu machen. Der Ausschuß kann nur den Wunsch auesprechen, daß doch von den verehrten Miigliedern unseres Veteins ven diesem Recht der fleißigste Gebrauch gemacht werden möchte. Frankfurt. Zu der Vögel⸗, Tauben ⸗ und Hühner⸗ Ausstellung, welche bis Samstag den 21. d. auf dem großen Bleichgarten eröffnet wird, treffen aus allen Wind⸗ losen Deutschlands Zu endungen ein. Fast alle größere Städte Deuischlands werden auf der Ausstellung vertreien sein; auch die Prinzessin Karl von Preußen und der Fürst von Isenburg befinden sich unter den Auestellern. Für die angemeldeten Tauben sind fa 400 Käfige, für die Kanarten⸗ und sonstigen Vögel 200 Käfige und für die Hühner 150 Käfige reservirt. Von Wiesbaden wird gemeldet, daß bei dem Freiwilligen⸗Examen von 280 Candidaten eiwa 150 gut bestanden haben. Es sei hie und da aufgefallen, daß die Herren Examinatoren mitunter Fragen vorgeleg: häuten, deren Beantwortung ein ganz sp cielles Studium preußischer Zustände unumgänglich nöthig gemacht; um nur Eins anzuführen, wurde u. A. ein Candidat gefragt: wer in Pommern das größte Rinergut besitze? Abgesehen davon, daß aus der richligen Beantwortung einer solchen Frage auf die Bildung der betreffenden Candidaten auch nicht der geringste Schluß gezogen werden kann, dünkt es uns auch, eine allzu große Zumuthung zu sein, daß sich die Candt⸗ daten mit einer solchen untergeordneten Provinzialgeo graphie beschäftigen sollen. Wir glauben wohl kaum, daß die pommerschen Candidaten nach den größten Weingütern im Rheingau und ihren Besitzern jemals gefragt worden sind, ob⸗ gleich der Jovannisberg und Steinberg ꝛc. Namen sind, welche in der ganzen Welt Ruf und Bedeutung gewonnen haben. Alzey. In der gestrigen Bezirksgerichtssitzung wurbe das Urtheil gegen Eymnzsiallehrer Dr. Burger von Worms verkündigt. Derselbe wurde der ihm zu Last gelegten Anschuldigungen, nämlich Beleidigung und Herabwürdigung des Gr. Gymnasialdirektors Dr. Wiegand in Worms, so⸗ wie die des ungehörigen Benutzens von Schülern, zum Zwecke der Vorbereilung der von ihm herausgegebenen Zelischrift„kurze Berichte“ und der Thatsache, daß hier⸗ durch die betreffenden Schüler theilweise selbst in pekuniäre Verluste kamen, als nicht gehörig überwiesen für nicht schuldig erklärt. Bremen. Ein sehr ernster Unfall hat sich am 13. März auf der Hannover-Bremer Eisenbahn, unweit der zwischen Verden und Achim belegenen Haltestelle Lang⸗ wedel, zugetragen. Als der ziemlich slark mit Auswanderern besetzte Zug, welcher von Hannover nach Bremen abging, die scharfe Curve vor der genannten Haltstelle passirte, entgleiste die Locomotive und zwar, da der Zug noch in rascher Fahrt war, so unglücklich, daß sie die Böschung hinab in den Graben stürzte. Dabei schob sich der Tender auf die Locomolive hinauf und queischte den Maschinisten Höcker und den Heizer Eugelken der Art, daß der Eine sofort todt war, der Andere tödtlich verwundet wurde. Der Beiwagen, welcher zunächst folgte, sowie ein Packwagen, der Postwagen und ein Wagen zweiter Ciasse entgleisten ebenfalls, stürzten jedoch nicht um, sondern blieven, da die Kette riß. in sewärts geneigter Lage auf der Bahn stehen. Durch den Sioß erhielt der im Posiwagen beschäftigte Post⸗ cenducteur Tomforde eine Contussion am Kopfe und wurde ihm die Schulter verenkt. Die Passagiere kamen mit dem bloßen Schrecken davon. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hechi in Friedberg, Spec.⸗Agent. Das Bremer Postdampfschiff Union Capt. Sansen trat am 14. März wiederum eine Reise via Southampton nach New⸗York an und hatte außer einer starken Brief- und Packeipost 613 Passagiere und 420 Tons Ladung an Bord. Das Bremer Postdampsschiff Hansa Capt. Oterendorp, welches am 5. März New-⸗York verließ, ist nach einer sehr schnellen glücklichen Reise von 9 Tagen 22 Stunden wohlbehalien in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich bestimmlen Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Bremen fertgesetzt. Dasselbe bringt 58 Passagiere 600 Tons Ladung und 558,000 Dollars Contanten. Landwirihschaftliches und Gewerbliches. Der„Stsanz. f. W.“ gibt folgende Nalhschläge: Da jedes Mäusepaar vis zum Herbst eine Nachkommenschaft von 300 Stück erzeugt, so fange man dieselden jetzt, denn der Winter war nicht lang genug, um gründlich mit ihnen aufzuräumen.— An den Obstbäumen bescitige man die Raupennester und die einem Kanonenwischer gleichenden Eiernester des Kirschenspinners, die an den dünnen Zweigen sitzen und frische die Theerringe an.— Man schone die Maulwürfe, damit sie noch unter den im Boden steckenden Maikäsern aufräumen.— Wer noch keine Staarenkästen hat, stelle sie jetzt auf.— Die wollige Blattlaus, welche seit einigen Ihren, besonders in den Baumschulen an Aepselbäumen schader, kann jetzt leicht verlgt werden, wenn man die rothbraunen Eier, die unten, wo die Knospen vom Stamm abgehen und an den von den vorjährigen Thieren verursachten Auswüchsen sitzen, verilgt. Man nehme hiezu Tabaks⸗ oder Wermuth⸗ abkochung oder Wasser, das man mit Petroleum geschültelt vat(das nicht aufgelöste Oel muß aber abgegossen werden). Die Knospen bepinsle man oder bürste sie behulsam. Aehnlich verfahre man mit Pffusichbäumen, die voriges Jahr von Blattläusen heimgesucht worden; die sind übrigens derciis ausgeschlüpft und sitzen an den Knoopen selbst.— Man reinige die Meisenbrutkäsichen; wer keine hat, bestelle sich welche. 5 a 2 Stearinkerzen mit Arsenik. Es kommen Steacinke zen in den Handel, weiche sich durch alabaster⸗ artige Weiße auszeichnen; diese sind mit einer nicht un⸗ eibeblichen Menge Arsenik versetzt, welcher sich während des Verbrennens in Dampf verwandelt, einen knodlauch⸗ artigen Geruch verbreite und sich an kältern G⸗genständen als Gisistaub absetzt. Jede Kerze, welche auf dem Bruche ein mehr schwammiges, als krystaulinisch festes Gefüge zeigt und beim Verbrennen einen schwachen weißen Rauh auöstößt, ist als verdächtig anzusehen. Jeder Apotheker kann Untersuchung anstellen. 5 Für die Nothleidenden in Ostpreußen sind wetter eingegangen: 5 Sechs zehnte Liste. 1) Bei Herrn Pfarrer Baur von Ungenannt 1 fl. 30 kr. 2) Bei Herrn Hofapotheker Wahl von K. in Ossenheim 2 fl. 3) Bei Herrn Stadtrath W. Fertisch von Un⸗ genannt 1 fl. In Summa 6 fl. 30. Hierzu von der Expedinion des Anzeiger für Oberhessen 11 fl. 15. Zu⸗ sammen 17 fl. 45. Im Ganzen bis jetzt eingegangen: 1290 fl. 58 kr. Herzlichen Dank den Gebern. Friedberg den 16. März 1868. Im Auftrag des Hülfsvereins-Vorstandes Steinberger. Bei der Unterzeichneten gingen zu den in Nummer 27 bescheinigten Gaben ferner ein: Ungenannt für Brod und nicht für Steuern 1 fl. 30; von C. Trapp 1 fl. 45; von der Kirche zu Wohnbach 8 fl. Zusammen 11 fl. 15 kr. In Summa bei uns eingegangen: 684 fl. 23 kr. Mit herzlichem Dank bittet um weitere Gaben. Die Expedition des Anzeigers für Oberhessen. elgert: zugegen 665 Au dicricten Oalfadt fesgerung 1) Non. I 9 deten 1 S** 7 g 5 N Arbeits- Versteigerung. 00 Wiltwoch den 25 Mänz, Witiage 1 Ubre sollen un N auf der fis calischen Markwiese für circa 500 fl. Graben⸗ Wan beiten in einzelnen Loosen an Ort und Stelle öffent- id vergeben werden. Zusammenkunft an der Brücke am Bauernheimer Be gußttragende wollen sich wegen der Bedingungen an as unterzeichnete Rentamt wenden. Friedberg den 20. Mär; 1868. Großherzogliches Rentamt Friedberg Lin deck Bekanntmachung. 71 Nächsten Donnerstag den 26. d. Mts., von Vor- ulttags 9 Ubr ab, werden in dem Hause der Fran Stamm, Kurstraße Nr. 188 dablter, nachverzeichnete Nobilten abzugshalber öffentlich an den Meistbietenden erfteigert: 1) 7 vollständige Betten, 2) 3 Sopha, 3) 1 Causeuse mit 6 und 1 solche mit 4 Stüblen, 4) 12 Spiegel, 5) 3 Pfeilerschränke und 3 Kommoden, 6) 1 Glas und 1 Eckschrank, ch 1. 7) 12 Nacht- und Waschtische, 1 8) 1 Sessel, 5 9) 11 Tische und 18 Stühle, 10) 14 Steppdecken, sowie ane große Parthie Vorhänge, Betlvorlagen, Tisch⸗ und luß teppiche, Porzellan, Glas, Haus und Küchen⸗ wrälbschaften. Gegen annehmbare Bürgschaft kann Zahlungssfrist is zum 1. September d. J. gestattet werden. Nauheim am 20. März 1868. Der Stadtschreiber Schutt. Holz- Versteigerung. 55 Aus den Freiherrlich von Franckenstein'schen Wald⸗ iiricten Viedunter und Köhler schlag in der Gemarkung Ockstadt dei Friedberg kommen zur öffentlichen Ver rigerung ) Montag den 30. März, Vormittags 9 Uhr: 2½ Stecken Buchen Scheidbolz, 1 Birken⸗ Nadel⸗ 5 Buchen Prügelbolz, Eichen⸗ Birken⸗ Aspen · 5 Buchen⸗Stockholz, Birken · „Eichen ⸗* 7993 Wellen Buchen⸗Retsholz, 1364„ Rirken- 7 22„ Nadel⸗ 7 9 Cichenstämme mit 52 Cubikfuß, 7 Birkenstämme mit 50 Cubikfaß, 40 Eichenstangen mit 94 Cubikfuß, 15 Birken⸗ stangen mit 49 Cubiksuß. Dienstaa den 31. März, Vormittags 9 Uhr, 1½ Stecken Nadel Prügelholz, 1195 Wellen Buchen⸗Neis holz, 6493 Birken* 7000 Eichen ⸗ 2476„ Aspen⸗ 1168„ Nadel⸗ 5 N 40 Birkenstangen mit 8 Tbkfß., zu Schippenstielen ꝛc. geeignet, 5 13 Läste Buchen ⸗Neisholz(Erbsenreiser), 215 Läste Welden⸗ ꝛc. Retsholz(Zumachbolz). Die Zusammenkunft findet statt am erstgenannten tage im Difirict Biebunter zunächst dem Biehtrieb, am bigenannten Tage im District Köhlerschlag zunächst sem Blehtrieb. Ockstadt am 18. März 1868. Wilbrand, Freiherrlich von Franckenstein'scher Oberförster. Zersteigerung von Arbeiten und Lieferungen. — Tüliches. da * 1 17 Durchforstungsholz, 9. 67 Durchforstungsbolz, 7 680 Montag den 23. März l. J., Vormittags 10 Ubr, 1 srllen in den Gemeindehause zu Nieder ⸗Weisel a tachstebende Arbeiten und Lieferungen unter den vor der Bersteigerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ 1 Ungungen versteigert und in Accord gegeben werden, , uli fl. kr. On 1) Maurcrarbeit veranschlagt zu 6 40 2 2) Pflafterarbelt 20— 1 3) Steinbrecherarbelt 50— L 16. 4) Lieferung von Mauerdeckelsteinen 30— n 5 1„ Sand 137— 6) Beifuhr von Pflastersteinen 20— 7 1„ Cbaufssirfleinen 37 30 8) Zerschlagen der Cpausfirstelne 37 30 e But bach am 10. März 1868. f Der Bezirks ⸗Bauausseher 1 Bur k. —* 7 N 7 % Eine Partie Mist 11 usen 658 Wir bringen hiermit zur Kenntniß, daß 27. d. Mis. abgehalten wird. Rodheim am 18. März 1868. Marktanzeige. der diesjährige erste Schweinemarkt dahier am Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheim Ja e d b. Versteigerung von Arbeiten und Lieferungen. 661 Montag den 23. März 1. J., Nachmittags 3 Uhr, sollen in dem Gemelndebause zu Hoch-Weisel nach⸗ stehende Acbeiten und Lieferungen unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert und in Accord gegeben werden, nämlich: kr. 1) Maurcrarbeit veranschlagt zu 32 2 2) Zimmerarbett 121— 3) Weißbinderarbeit 44— 4) Schreinerarbeit 8 20 5) Dachdeckerarbeit 37 28 6) Sieimbrecherarbeit 42 48 7) Steinbelfuhr 12— 8) Zerschlagen der Steine 80— 9) Lieferung von Kalk 7— 10) 75„ feinem Kies 10— 11) 1„ Lehm 2— Butzbach am 18. März 1868. Der Bezirks- Bauausseher Bu r. Holz ⸗Versteigerung. 643 Donnctstag den 26. d. Mis., Morgens 9 Uhr anfangend, sollen in dem hiesigen Gemeindewald, District Eich kopf und Hühnerpfad, folgende Holz- sortimente öffentlich versteigert werden: 19 Stuck E chen ⸗Baustämme, 561 Cbksß. haltend, 3 Stecken Cichen⸗Scheitholz, 6*„ Prugelbolz, 7„ Bhken⸗ 6„ Erlen-„ 25⁵ Eichen Stockholz. 5350 Stück Buchen⸗Reisholzwellen, 7500 Eichen- und Birken⸗Reisbolzwellen, 3025 Stück Erlen⸗Reisholzwellen, 1900„ Nadelwellen, 700 Gebund Ginstern. Zusammenkunft am Eingang des Districts Eichkopf und wird das darin befindliche Holz zuerst, das Stamm holz aber erst gegen Mittag zur Versteigerung kommen. Ziegenberg am 18. März 1868. Großherzogliche Bürgermeisteret Langenhbain Rumpf. Holz ⸗Versteigerung. 654 Mittwoch den 25. Marz, Morgens 8 Ubr, kommen im Ober⸗Rosbacher Gemeindewald, Distrikt Salzderg, Schlag IV. und VI, und große Jobannisbeck, folgende Holzsortimente zur öffentlichen Versteigerung: ¼ Stecken Buchen Scheitholz, 1 17 Eichen⸗ 7 16„ Kiefern⸗* 7„ Eichen Prügelbolz, 17„ Kiefern⸗ 5 1 Eichen⸗Stockbolz, 35½ Kiefern 15 491 Wellen Buchen⸗Reiserbolz, 3468„ Etchen⸗„ 1490„ Alen? 100 Eichen⸗Werkbolzstämme von 10—25“ Länge und 5 bis 11“ Durchmesser, 172 Kiefern-Stämme von 15 bis 75 Fuß Länge und 5 bis 20“ Durchmesser. Bemerkt wird, daß mit dem Buchen- und Eichen ⸗ und einem Theil des Kiefern⸗Brennholz im Salzberg um 8 Uhr die Versleigerung beginnt und daun die Eichen⸗ und ein Theil vorzüglicher Kiefernstämme, zum Schneiden geeignet, zum Ausgebot kommen. Gegen 11 Uhr wird die Versteigerung im ODistrikt große Jobannishecke nächff dem Löwenhof, mit dem Kiefern- Brennholz und Stamm holz sortgesetzt, wobei sich Stämme zu Pumpensiccken und dergleichen vorfinden. Ober⸗Ros bach den 18. März 1868. Großherzogliche 1 e Ober⸗Ros bach „ d. 85 Becker, Beigeordneter. 2915(Auszug aus einem Briefe.) Herrn F. W. Boeklus in Otterberg. Mainz den 5. Oktober 1867. CC Ich und meine Frau sind Ihnen ebenfalls sehr dankbar für Ihren„weißen Kränter⸗ Brust⸗Syrup“, denn unser lieder Sehn von 1½ Jahren hatte schon mindestens achtmal den Grupp- husten, d. h. furchtbaren Husten mit Heiser⸗ keit und sestgesetzter Verschleimung, und Ihr „Kräuter⸗Brust⸗Syrup“ war jederzeit sein Retter Joseph Löw, Kaufmann. In Flaschen zu 24 kr., 35 kr. und 1 fl. 10 kr. ist dieser von vielen Aerzten empfehlene„Kräuter- Brust⸗Syrup“ allein zu haben W bei b 2 pat zr verka E. Tischert Bäckermeister. . . 1 Süße Orangen! 599 Citronen, Vanslle, Chinesischer Thee, Krachmandeln und Tafelrosinen bet W. Fertsch. Strohhüte 549 werden gewaschen, gefärbt und fogonnirt bei Friedberg. L. Hirsch. „ 2 2 Ein Logis, 286 mit allem Zubehör hat zu vermietben Nauheim. Carl Schmidt, Café frangais. 2784 Die nach Vorschrift des Königl. Geb. Hofraths und Universitäts⸗Professors Dr. Harleß in Bonn ge⸗ fertigten Stollwerck'schen Brust-Bonbons sind à 14 kr. per Paket echt zu haben in Friedberg bei J. A. Windecker, in Assenheim bei Carl Bauer, in Bellersheim bei B. Stern Sohn, in Butzbach bei Val. Wießler, in Berstadt bei Chr. Eichelmann Sohn, in Hungen bei A. Buch, in Nauheim bei Ph. J. Weiß. Jiegentellchen 613 werden im Einzelnen, sowie in größeren Parthten aufgekauft von H. Gonder. Die billigsten Möbel elegant und solid gearbeitet zu haben in dem 450 Möbellager der Gebrüder Blum, Rheinftraße. Darmstadt. Verpackung unter Garantie wird dilligst berechnet. und die danach ent⸗ Erfrorene Glieder stehenden Frostdeulen gehören mit zu den schmerzhaftesten und weitverbreitelsten Uebeln, gegen welche nur wenige der seither angewandten Mittel Linderung, niemals aber Heilung brachten. Der D. Nephuth'sche Universal-Balsam besitzt beide Eigen⸗ schaften im vollpen Maße und wird deßhald allen Leidenden empfohlen. 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Gimbel, in Nioda bei Louis Stork. ——————ů—ů in Nieder- Wöllstadt. —ůů e Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actiengesellschast. Directe Post⸗Dampfschifffahrt zwischen Nel Humburg und Uew-Hork. 73 In Folge der mit dem Norddeutschen Bunde, denn. 2 Vereinigten Staaten und Groß- Britannien geschlossenen Post⸗ Convention werden die Post-Dampfschiffe statt wie bisher am Sonnabend, fortan am Mittwoch, Morgens von Hambueg, Southampton anlaufend, expedirt, und zwar wie folgt: von Hamburg:— von Southampton:— Saxonia, Capt. Haack. Mittwoch, 28. März Freitag, 27. Mär E 8„ Meyer, do. 1 April) do. 3. Apri 20 eutonia„ Bardua, do. 8 April(3 do. 10. April E Germania Schwensen, do. 15. April) a do. 17. April 15 Holsatia(im Bau). Westphalia(im Bau). Passagepreise: Erste Cafe Pr. Crt. Rthlr. 165, Zweite Cajüte Pr. Crt. Rihlr. 100, Zwischendeck Pr. Crt. Rtbl. 50. 1 ermäßigt auf Schill. 2— pr. 40 bamb. Cblfß. mit 15% Primage, für ord. Güter nach Uebereinkunft. riefporto von uno nach den Verein. Staaten 4 Sgr. Briefe zu bezeichnen„per Hamburger Dampfschiff“. Christ. Hecht, Spectal⸗Agent in Friedberg. Näheres bei Elise Hanau, des. Simon, 8 5 gegenüber der Post, 668 empfiehlt für EConsirmanden eine Auswahl gestickter Taschentücher, Kragen und Manschetten, Corsetten ꝛc., sowie alle zweckentsprechende Artikel zu den billigsten Preisen. Ehrlich's Blutreinigungs⸗Essenz. 189 Dieses ausgezeichnete Hausmittel, welches am sichersten dei fast allen Krankbeiten mit bestem Erfolg wirkt, wie z. B. bei Rheumatismus, Gicht, Hämorrhoiden, derzklopfen, Magen⸗ deschwerden, Magenkrampf, Krämpfe, Verstopfungen, Unverdaulichkett, Schärfe, Schwindel. Sodbrennen, Blähungen, Spannung, Zahnweh, Nervenschwäche, Dur ch⸗ fall, Unterleibsbeschwerden, Gallenkrenkheit. Husten, nervöses Kopfweh, Asth ma, Auszebrung im Entsteben, Körperschwäche, Schlaflosig keit, Bleichsucht und andern weiblichen Krankbeiten ꝛc. ꝛic., sowie bei Kinderkrankhetten zartesten Alters, wird allen Leidenden auf das Wärmsie empfohlen. Auf Verlangen kann von den vielen, durch diese Essenz geheilten Personen die außerordentliche Wirkung dieses Heilmittels durch Zeugnisse, welche im Orginal im Besitze des Unterzeichneten find, nachgewiesen werden. Diese Ehrlich's Ne ist in Original⸗Flaschen à fl. 1. 45 kr. oder Thlr. 1.— Sgr. 1 17„„ 1. 5 5 6„— 3 5 mit Gebrauchs⸗Anweisung 11 77— 1 77 nur allein acht zu haben in Commission bei rechnung der Verpackung nachgenommen. 8 3— Fr. Hilbrechi in Friedberg. Briefe werden nur kranco augenommen und bei Versendungen der Betrag unter dilligster Be⸗ Das Neueste in Strohhüten und Jonnenschirmen 606 empfiehlt in schöner Auswahl zu reellen Preisen K. Friedrich, neben der Post. 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Unterrichtsgegenstände sind: Religion, Geschichte, Literatur, Geographie, Mathe⸗ mattk und Naturwlissenschaften, deutsche Sprache, Fran⸗ zöfisch, Englisch, Latein, Griechtsch, Zeichnen und Kalll⸗ gropbte. Ich erlaube mir besonders Diejenigen auf mein Inflitut aufmerksam zu machen, die zum Zwecke des ein⸗ jährigen Milttärdtensles eine sorgfältigere Ausbildung suchen. Am 6. April ist die öffentliche Prüfung, zu welcher alle Freunde des höheren Unterrichts eingeladen find. Betenheim. Urich, Pfarrer. 646 In einer gebildeten Familie Wiesbadens finden junge Mädchen, welche sich namentlich in englischer und französischer Sprache und Musik auszubilden wünschen, die freundlichste Aufnahme. Schriftliche Offerten franco Wiesbaden Poste restante K. M. Alle Fotten Klecsamti 611 zur bevorstehenden Aussaat in bester und vor züglichster Qualität empfiehlt billigst F. Hilbrecht. Eine Grube Dung 652 hat zu verkaufen K. Ehchardt, Casinodlener. 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Evangelische Gemtindt. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Diegel. Gottesdienst in der Stadtkirche Vormittags: Herr Candidat Luc ius. Nachmittags: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Kratz. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpf. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 12 und eine Beilage.) 4. erbabt werder Zr — 4 2 147 7 lonmen Waldi, Otmark flelgeru 406 90 634 dem Phili offen genüge ) Vieh Ferner 2 M. * 1 rant, Leiten: 1 ts in % 1% 50 dr Kame- en den Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. M 35. — — Edictalladung 460 Heinrich Hübner's Eheleute von Ober⸗ Florffadt, deren Vermögen übderschuldet ist, haben ur Abwendung des förmlichen Concursprocesses um Bulammenberufung ihrer Gläubiger bebufs Abschlusses ines Stundungs- oder Nachlaßvertrags gebeten. Es werden deßhalb die Gläubiger aufgefordert, ihre An- sorüche sogewiß Mittwoch den 25. März l. J., Morgens 9 Uhr, dahter anzumelden, als sonst die nicht erscheinenden oder nicht genügend vertretenen Gläubiger, als den von der Mehrheit der erschlenenen Gläubiger in obiger Be— ziehung gefaßt werdenden Beschlüssen zustimmend, an⸗ geseben werden. Friedberg den 21. Februar 1868. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reiß, Hofmann, Landrichter. Landgerichts Assessor. Hofraithe- und Güterversteigerung. 367 Montag den 30. März d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in biesigem Ratbbause die zum Nachlasse des werflorbenen hiesigen Bürgers Rudolpb Weis ge⸗ hörenden Immobilien: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr 3. 188. 19,9. Hofraithe in der Burg, 3. 189. 10,9. Grabgarten daselbft, 4. 207. 90. desgl. in der Kehl, erbabtbetlungshalber öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 12. März 1868. N 1 FIrtedberg D 5 Der dlenstälteste Gerichtsmann Foucar. Holz ⸗Versteigerung. 327 Montag den 23. März, Vormittags 9 Uhr, zommen aus den Freiherrlich von Franckensteln'schen Walddiflricten„Kreuztannen“,„Tannenwiese“ zc. in der Demarkung Ockstadt bet Friedberg zur öffentlichen Ver⸗ neigerung: 1 496 Gbkfs. Kiefern⸗Stammbolz, 3 ere 36„ Weißtannen⸗Stammholz, 20„ Fichten⸗Stammholz, 3080 bange 1 Eichenstamm von 5 Cbkfß., 15 Eichenstangen von 25 Cbkfß., 575 Weißtannenstangen von 226 Cbkfß., 1 Stecken Nadel⸗Prügelbolz, 2½ Stecken Nadel⸗ Stockholz, 55 Wellen Eichen ⸗Reisholz, Reisholz, 975 Wellen Nadel Reisbolz. Die Zusammenkunft findet statt im Districte Kreuz ⸗ annen. Ockstadt am 14. März 1868. Wilbrand, Freiberrlich von Franckenstein'scher Oberförster. Bekanntmachung. 534 Nach Antrag der Vormünder sollen aus dem Nachlasse des verstorbenen Rechners Philipp Schneider III. von Münster öffentlich meistbietend gegen Baarzahluag oder zenügende Bürgschaft versteigert werden: 1) Dienstag den 24. d. M., von Vor⸗ mittags 9 Uhr an: Bie,(namentlich ein hübsches Zjaähriges Pferd, Ochsen, Kühe, Schaafe mit Lammern, Hühner). Ferner: allerlei Oeconomie, und Ackergeräthe, Vorräthe an Heu, Stroh, Früchten. 2) Mittwoch den 28. und Donnerstag den 26. d. Mts, Vormittags von 9 Uhr an: Kleider, Möbel, Bettzeug, Hausrath aller Art,— vieles fast neu und gut erhalten,— wozu man Steigliebhaber einladet. Die Großh. Ortsgerichte werden ersucht in hren Gemeinden dieses öffentlich bekannt machen zu lassen. Münster bei Butzbach am 16. Marz 1868. Großherzogliches Ortsgericht Muünster Reineck. 484 Wellen Aspen⸗ Heine Wicken& Erbsen 123 empfeblen billigt Gebrüder Löb. Die Zusammenlegung der Grundstücke und Anlegung von Gewannwegen. 642 Im Inserat 612 in Nr. 32 des Anzeigers f. O. wird am Schlusse der Satz ausgesprochen: „Mit unserer Dreifelder-Wirthschaft und unserer durch die Praxis bewährten Feldordnung sind wir bislang recht gut zurecht gekommen, auch ohne Gewannwege.“ Dieser Ausspruch charakterisirt den Verfasser sammt seiner Arbeit und wir brauchen zur Vervollständigung dieser Charakteristik kein Wort hinzuzufügen und geben ohne Umstände unsere Gedanken über die in Rede stehende Sache. Seit 40 Jahren ist Alles, was das staatliche, sociale und wirthschaftliche Leben angeht, neu und besser geworden; manches Alte veralterte seitdem und wurde untauglich. Die Zehnterheber z. B., welche erst ihr Amt verrichtet haben mußten, ehe die Frucht heimgefahren werden durfte, sind sammt den Zehnten verschwunden. Fremde Grundlasten sind beseitigt; aber diejenigen, welche die Landwirthe gegenseitig sich selbst auferlegen, bestehen in der alten Herrlichkeit fort. Befremdend aber begründet ist dieser beklagenswerthe Widerspruch. Jeder, der den Fortschritt zum Besseren aufrichtig liebt, muß die alte Felderwirthschaft aus der Brachzeit verurtheilen, ihre Fortexistenz bekämpfen; denn sie, diese alte Felderwirthschaft, ist nicht nur angeklagt, sondern auch überwiesen die Urheberin zu sein von jener Selbstbelastung der Landwirthe, ihrer Freiheits- und Eigenthums- Beschränkung. Wer hat nicht schon gesehen, wie die seitherigen Feld- und die von der Ortspolizei in ihrer Richtung jährlich bestimmten Gewannwege bei nassem Wetter hinüber und herüber gedrückt, und spurig werden und damit die Saat vieler Aecker ganz oder theilweise zerstören? Wer hat nicht schon davon gehört, wie sehr die Aecker oft deßhalb in Bau und Besserung vernachlässigt werden müssen, weil sie nicht zu jeder Zeit zugänglich sind? Welcher Oekonom hätte nicht dadurch schon Schaden gehabt, daß er Aecker im Winter-, Sommer- oder Brachfeld nicht anders bestellen durfte als seine Umlieger? Wer hat nicht schon von den vielen Feldstrafen, Prozessen, Feindschaften, Zeit- und Geldverlusten gehört, welche durch die unzweckmäßigen Feldwege entstanden sind? Und noch viele andere Freiheits- und Eigenthumsbeschränkungen belasten das Conto der alten Gewannwege. Ein Oekonom erzählte uns einst, es sei ihm die Gerste eines Ackers im vollsten Sinne des Wortes draußen verfault, weil die Frucht der umliegenden Aecker noch nicht geschnitten gewesen und Regen- wetter eingetreten sei. Ein anderer Oekonom mußte auf ¼ der Weizen-Ernte eines eingeschlossenen Ackers verzichten, weil er die durch Regenwetter gebildete feste Kruste im Frühjahre nicht zerwalzen konnte, um den Keimen Luft zu verschaffen. Jüngst sahen wir eine Gewann mit geringer Steigung aber quer laufenden Aeckern, welche das Wasser in den Furchen festhielten, daß sie zu den Spät⸗ und nassen Aeckern gerechnet werden mußten. Dieser Mißstand ließe sich leicht durch Länge Lage der Aecker beseitigen. Verbesserungen dieser Art sind Mitzweck der Gewannwege⸗Regulirung. Ein jeder Oekonom sagt, daß ein auf einen Weg ziehender Acker jährlich 1 bis 5 fl. mehr werth sei. Warum? Die Antwort ist eine Zusammenfassung dessen, was wir befürworten: Wegfall des Dreifelderzwanges, freie Bewirthschaftung, bessere Düngung und bessere Bearbeitung! Nach all diesen Thatsachen bezweifeln wir nicht, daß solche neue Gewannwege„unumgänglich nothwendig sind“, welche liegen bleiben, weniger verfahren werden, sich mit Gras bewachsen, fest in ihren Grenzen gebalten und so angelegt werden, daß ein jeder Acker von einem Wege aus zu erreichen ist. Von festliegenden, in den Karten eingezeichneten Wegen werden keine Steuern bezahlt, dagegen ist das ertraglose Gelände, welches als Zte oder 4te Wagenspur an den seitherigen Wegen verfahren wird, steuerpflichtig. Auch„Weizen wächst keiner darauf.“ Der Herr Verfasser von 612 meint hierbei die neuen Gewannwege, wir meinen die alten und die nicht seltenen 3ten und Iten Wagenspuren derselben. Gegen die Gewannregulirung wird die bleibende Abhängigkeit von den beiderseitigen Ueber- legern hervorgehoben. Diese Abhängigkeit besteht darin, daß nur bei einer gleichzeitigen oder nicht viel späteren Ausstellung das Zugvieh die Nebenäcker betreten darf. Wir haben schon oft gesehen, wie bei auf einen Weg ziehenden Gewannen einzelne Aecker mit Sommerfrucht ausgestattet wurden, während hüben und druͤben Weizen oder Korn bereits grün standen.„Wenn nicht gar zu spät, so schadet das nichts,“ sagen die Oekonomen.„Zu spät“ soll kein Landwicth sein. Mit einem Eingespann läßt sich übrigens der Pflug bis auf die Grenzlinie führen. Außer den laut ausgesprochenen nichtigen Gegnerschafts-Gründen gibt es übrigens auch still gedachte, und das sind die gefährlichsten. Wir wollen diese stillen Gründe hier erwähnen, wie sie uns mitgetheilt wurden:„Die Sache wird in die Hände der Reichen gelegt und wir, die Aermeren, müssen uns deren Ausführung schließlich gefallen lassen.“ Damit werden die Reichen des Egoismus beschuldigt. Wir wollen nicht untersuchen, in wie weit hierzu eine Ursache vorhanden. Das jedoch können wir sagen, daß das Gebot: liebe deinen Nächsten wie dich selbst,— noch gar mangelhaft erfüllt wird und darum die Selbstverleugnung ein seltener Schmuck der Menschen ist. Wir denken dabei nicht allein an die Reichen, auch nicht allein an die Armen, sondern wir müssen leider an allgemeine Wahrnehmungen denken. Der zweite stille Gegnerschaftsgrund, die Mißgunst nämlich wegen eines bischen Dung, ist ein Beweis dafür. Die Landwirthe fürchten alle, sie müßten bei der Regulirung einige Aecker, die erst im vorigen Jahr oder vor zwei Jahren gedüngt, abgeben gegen Aecker, welche vor drei Jahren zum letztenmale Dung erhielten; sie verzichten also auf große Voctheile, weil sie kleine vorüber— gehende Begünstigungen Andern nicht gönnen. Legt die Hand auf das Herz, bevor ihr zu wider- legen versuchet, namentlich ihr Landwirthe, die ihr euch nicht zu den Reichen zählet. Absolut und umfassend braucht die Zusammenlegung der Grundstücke mit der Gewannwege— Regulirung nicht verbunden, sondern dabei nur in so weit ausgeführt zu werden, als dieses die Wegevegulirung bedingt. Mit einer umfassenden Zusammenlegung sollen, nach Angabe der Sachverständigen, mindestens 25 Morgen an Furchen für jede mittelgroße Gemarkung gewonnen werden. 400 multiplizirt mit 25 mackt 10 000 fl. Dazu die Steuern jährlich, denn die Furchen sind auch zu versteuern, so ergibt sich eine hübsche Summe, welche die sonst sparsamen Landwirthe zum Fenster hinaus werfen. Auch nach der Zusammenlegung darf jeder Acker bis zu dem bestimmten Minimum, von ½ oder 1 Morgen getheilt werden. Dieses allein sind die Grenzen des Besitzwechsels. Dadurch kann allerdings das zusammengelegte Land wieder auseinander kommen. Da aber durch die Feld- und Wegeregulirung die Aecker einer Gewann, mit wenigen Ausnahmen gleiche Qualität — —.—— erlangen, weil sie al le zu jeder Zeit erreicht, also besser behandelt und frei benutzt werden können, so hat es weniger Bedenken, das auseinander gekommene Land auf's Neue durch Tausch zusammen zu legen. auch bei uns geschehen. Dieses noch mehr zu erleichtern, wurden in Nassau alle Aecker, auch die größten, alsbald nach dem Minimum getbeilt, in Grundbuch und Karte verzeichnet. Somit werden sich die Landwirthe auch in dieser Beziehung von Geometern, So viel wir wissen kann dieses Ruthenschlägern und Steinsetzern nicht zu fürchten brauchen; auch ist das Bangemachen mit dem A, der seine 3 Morgen vertheilen will, nicht weit her. schöne Wege— kleine Felder.“ Erstere gefallen „Große Häuser— kleine Scheuern, uns in Bauernhofraithen auch nicht, aber ver— besserte, ertragreiche kleine Felder sind uns allezeit lieber als große Felder, welche an Unzugänglichkeit und alter Plackerei versumpfen. Was die Kosten der Felder- und Wegeregulirung anbelangt, Wir behaupten, daß die Vortheile, genau erwogen und summirt, schon in einem Jahr mehr ausmachen als alle Kosten der Regulirung. Gemeinde ein Grund der Verzögerung sein. so sollten dieselben keiner Temohn⸗ geachtet kann die Zahlung der Kosten auf mehrere Jahre vertheilt werden. „Warum wollen wir eilen,“ fragt das Inserat,„uns bedeutende Kosten selbst aufzulegen in einer Zeit, wo Steuern und Abgaben sich mehren?“ Wir sagen: grade deßhalb weil Steuern und Abgaben sich mehren, müssen die Landwirthe darnach streben, ihr Geschäft rationeller d. h. vernünftiger, besser, wirtbschaftlicher, einträglicher unbeschränkte freie Benutzung des Grundeigenthums. Grundbesitzer auf jeden seiner Aecker zu jeder zu betreiben; und dazu gehört vor Allem eine Also Gewannwege-Regulirung, damit jeder Zeit kommen kann! Der Verfesser des Gegen- Inserats scheint der Ansicht zu sein, als begünstige die Zusammenlegung und Wegeregulirung die großen Grundbesitzer. Das ist grundfalsch. Wer die Landwirthschaft im Großen treibt, kann sich leichter einrichten, wer viele Aecker hat, der hat auch viele, welche seiner Einrichtung entsprechen. Grade die kleinen Landwirthe gewinnen, weil es für diese nöthiger ist, über jedes ihrer Grundstücke frei disponiren zu können. Hinsichtlich des Kapitaldruckes verhält es sich bei der Landwirthschaft gerade so wie bei der formirenden Industrie, daß nämlich nur die Selbsthilfe dem Uebel steuern kann. Selbsthilfe ist aber nur dann wirksam und segensreich, wenn sie tüchtige Kräfte vereinigt und die freie Entfaltung der gesammelten Kräfte möglich ist. Für die formirende Industrie blühen Gewerbefreiheit und Associationen. Die Landwirthschaft krankt noch an dem Zunftzwange der Dreifelderwirthschaft. Darum fort mit diesem landwirihschaftlichen Zunftzopfe und rasch zu den landwirthschaftlichen Associationen! Die Ackerzusammenlegung ist auch eine Association. Arbeits-Versteigerung. 640 Zur Reparatur der Pfarrscheuer in Melbach sollen folgende Arbeiten and Lteferungen, als: fl. kr 1) Maurerardeit veranschlagt zu 9 2) Zimmerarbeit 247 32 3) Steinbauerarbeit 20 54 4) Dachdeckerarbeit 144— 5) Schreinerarbeit 70— 6) Schlosserarbett 48 54 7) Weißbinderardeit 2 8) Lieferung von Mauersteinen 60— 9) Lieferung von 36,000 Russensieinen 468— 10) Lieferung von 2,7 Cubikklafter Sand 64 48 11) Lieferung von 63 Buütten Kaik 110 15 Dienstag den 24. März d. J., Morgens 10 Uhr, in dem Wirthslocale des Herrn Philippi zu Melbach öffentlich an die Wenigsinebmenden in Accord gegeben werden. 1 Friedberg den 17. März 1868. In Auftrag: Naumann, Großberzoglicher Kreisbauaufseher. NRepskuchen! 70 stets frisch von der Mühle bel. Wilb. Fertsch. Apotheker Bergmann's Eispommade 2167 aus Paris, rühmlichst bekannt, die Haare zu kräuseln, sowie deren Ausfallen und Ergrauen zu verhindern, empfiehlt à Flac. 18, 27 und 36 kr. Bh Dan Kümmich. Holz-Versteigerung. 655 Donnerstag den 26. und Freitag den N. d. M., jedesmal Morgens 9 Ubr anfsangend, sollen in dem [Gambacher Gemeindewald, Distriet Dickenwald, in der langen Schaelse, am Kirch⸗-Gönser Weg, folgende Holz- sortimen de versteigert werden: 62 Stecken Buchen⸗Scheidholz, 108 1„und Etchen⸗Prugelholz, 140„ 1*„ ͤ Stockholz, 12775 Stück Buchen. und Eichen ⸗Weichbolzwellen, 14 Stämme Buchen- Werkbolz, 992 Cubikfuß enthaltend, 9 Stämme Eichen Werkholz, 369 Cubikfuß enthaltend, 57 Stämme Nadelbolz, 819 Cubiksuß enthaltend. Es wird demerkt, daß das Brennholz den ersten Tag und das Werkbolz am zweiten Tag verkauft wird. Die Zusammenkunft ist am Kirch⸗Gönser Weg an der langen Schneise. Gambach den 17. März 1868. Großherzogliche Bürgermelisteret Gambach Laux. 2—— Weisser Brust- Syrup 648 Der weiße Brust⸗Syrup aus der Fabrik von G. A. W. Mayer in Breslau“) hat mir gegen einen hartnäckigen Hupen, durch Erkältung in dieser Jahreszeit zugezogen, nach dem Gebrauch von 2 Vierielflaschen, so überraschende Dienste ge— leistet, daß ich gleich wieder von dem Uebel befreit wurde, weßhalb ich nicht umhin kann, das Mittel zum Nutzen aller ähnlich Leidenden zu veröffentlichen.— Tiel den 24. Januar 1867. Carl Petersen, Schneidermeister. „) Zu baben bei Ph. D. Kümmich in Friebberg von 6. A. W Mayer in Breslau. Holzversteigerung in der Oberförsterei Nidda. 644 Nachverzeichnete Holzsortlmente sollen zur Ver⸗ steigerung kommen mit Zahlungsfrist bis 30. Sey⸗ tember l. J. I. Montag den 30, l. M. in den Domantal⸗ wald Otstrleten Albach, Herbkopf und Rabectehäuserhang⸗ Scheidholz. Prügelholz. Stockholz. Relsholz. Holzart: Stecken. Buchen 780 83 260 280 Eichen⸗ 40 137 26 171 Birken⸗ 13½——— Aepen⸗ 50½ 23— 98 Nadelholz 250 1770 5 48 16 Stück Eichen⸗Stämme von 6— 12“ Durchmesser, 15-357 Länge mit= 260 Cublkfuß, 57 Stück Nadelholzstämme von 5½— 15“ Durchm., 15-80“ Länge mit= 1344 Cubilkfuß, 4 Stück Birkenstämme von 10— 12“ Durchmesser, 20-40“ Länge mit S 119 Cubikfuß, 1 Elzbeerstamm von 14“ Durchmesser, 10“ Länge mit= 15 Cubikfuß, 1 Kirschbaum von 12“ Durchmesser, 22“ Länge mit = 25 Cubiksuß, 2 Stück Aopenstämme von 12 und 13½“ Dur chm. 34 und 407 Länge mit= 94 Cbk ß. Das in den Otstricten Herbkopf und Rabertshäuser⸗ hang, zunächst des Weges nach Rabertshausen, sitzende Buchen- und Nadel⸗Retsbolz wollen Steigliebhaber vor der Versfelgerung einsehen. II. Dtenstag den 31. l. M. in dem Domanial⸗ wald⸗Diflrict Märsbach: Scheidholz. ee Reisholz. te Holzart: enn. Buchen · 20 155 8 499 Eichen⸗— 48— 60 Aspen⸗ 41 37— 76 Nadelholz— 1— 3 18 Stück Eichen⸗Stämme von 5½— 11“ Durchm., 20-30“ Lange mit= 124 Cubikfuß, 10 Stück Nadel holzstämme von 6½— 11“ Durchm., 40-50 Länge mit= 337 Cubikfuß, 17 Stück Aspenstämme von 5½— 12“ Durchmesser, 15—40“ Länge mit= 335 Cubilfuß, 18 Stück Buchen Stangen von 3— 4“ Durchmesser, 15 20“ Länge mit= 27 Cubikfuß, zu Oeichseln und dergleichen geeignet Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen Vor ⸗ mittags ½9 Uhr und zwar Montags auf dem Vicinal⸗ weg von Kidda nach Ulfa, an dem Distriet Albach und Otenstags in dem Distriet Märsbach bel der Holz⸗ nummer 1. Nidda den 17. März 1868. Großherzogliche Oberförsterei Nidda Georg. 11 Holz- Versteigerung. 662 Montag den 30. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Freiberrlich von Rothschild'schen Walde„Alten ⸗ berg“ ͤffentlich meistbietend versteigert werden: 5200 Stück Birken⸗Prügel⸗ und Reisholz⸗Wellen, 5800„ Etchen⸗ gemischte Retsholz⸗Wellen, 1928„ lange Wellen(Faschtnen). Letztere elanen sich zu Bohnengerten, sowie auch zum Zumachen der Gärten. Okarben am 18. März 1808. Der Freiherrliche Revierförster Hilgenreiner. W Rettigbonbons 21 gegen Husten und Bruftieiden, in Schachteln à 14 und 18 br., sowie loosc à 56 kr. per Pfund bel Ph. Dan. Kümmich. Voll einbezahlte Eisenbahn- Actien und Prioritäten. Rand-Ducaten 5 37-39 20 Francs- Stücke 4½% Beyr. Ostbahn 120% G. 50% sächsische Pfandbr. b. R. 94 P. % Oesterr. Eisenb.-Prior. 52 G. 6% Oest. Sü St. u. Lomb. E. B. 92% G. 3% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 42½ G. 30% Liv. C. D.& 0/2. fr. à 28 kr. 28 P. 50% Tosc. Ceutr.-Eisenb.-Pr. 41 ½¼ 8. 5% Elisabethbahn-Prior. 6% 72½ P. 50% do. neueste Emiss./ 71 ½ P. 4½0% Hess. Ludwigsb-Prior. 94½ P. Engl. Sovereigns. Russ. Imperiales Gold pr. Zoll-Pf. Hchh. Silb. pr. Z. Pf. Preuss. Kassensch. 1 2 2 3 3 2 3 — — . 5 2 1 44% 45 Mitgetheilt von A*;;oest. 250 fl b.R. 1839 149 d. eee. Frankfurter Cours. 21% 250,„ 1854 64 6. 2 8 7 E„ 100 Pr. L. 1858 134½ d. 20. März 1868. Cours der Staatspapiere. D 10 500 v. 1800 8% 72½%0, ester 35% Net. Id. Tot. 5% C. r ner. ie Urte 90 5 4 00 br. v. 486486 8. 50% Fat.-Anl. 1854 55½ C. 5 3½% Obligation.— 2 Schwed. Thlr. 10-L. 10/ b. „ 5% steuerfrele Oblg. 51½ G. Nassau 4½% Obl. b. Rth. 947% d. 5 Bad. 30 fl. Loose 21% K. Freussen 4 ½% Obligat. b. Rth. 953,6 G. 2 40% do do 86 ¼ P. I Kurh. 40 Thl.-L. b. R. 55 ½ P. „ 4% do. do. 89½ G. Kurhess. 40% Obl. b. k. à 105[ 89 P. 15 Gr. Hess. 50 fl. L. b. EK. 143 ½ G. Bayeru 50% Obligation. 101¼ 8G Frankf. 3½j% Obligat. 81½ P.—„„„ 38 ½ G. 5 4½% ahr. b. Rtu. 93½ G. 8 30% do 71 f. 2 Nass. 25 fl. L. b. R. 35½ G. 5 0 do do 88 ½ P. Russlaud 50% Obl. I. L. à fl. 12 82½ 0 A I Sard. 36 Fr. L. b. B..—— Würtemb. 4½0% Obl. b. Eth. 93½ G6. Finnland 4½% Pfdbr. l. R. 105 81½ P Pistolen fl. 9 49—51 8 4% do ae ee Schweden 4½% O. l. R. à 105 84½ 0 2 5 Doppelte 9 50—52 Baden 4½0% Obligat. 938 6G. 5 4½0% Pfb. 1. R. 4a 105—— 2 Preuss. Friedrd'or 9 57½—58½ 2 40% Obligat. 1—— N.-Amer. 60% St. 1. E. 1882 75¼ d. Holl. fl. 10 Stücke 9 54—56 2 — 2 2 E D 2 Wiener Wechsel- Cours 102½ G. Für An- und Verkauf aller Werthpapieroe empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünsehse Auskanst über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. 8. 1. Dollars in Gold„ 227½—28½ S. Lindheimer in Friedberg 9 . kann m jnnerha der in und gen gußerden Bilderra Annonce 3 kr. be Zum gen — detreffe Da 8 Stut bedingu sahigkei Betref gelegen Betref in Exin nach kom Oelreff, N des Jun den Jah erschein.