1868. Dienstag den 21. Januar. 9. Anzeiger für O ber hessen. l enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Jntelligenzblatt. f Erschent jeben Diensiag, Donnerstag und Samstag. u— 1———— 2 ter 1 en Bestellungen auf den„Anzeiger für Oberhessen“ werden noch fortwährend von 1 allen Poststellen und der Verlagsexpedition für das erste Halbjahr angenommen ** ann Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publiziren: Nr. 1 sub 1. Edikt, die Mitglieder des Staatstatihs für 1868.— sub 2. Edikt, die Fortsetzung der Verhandlungen des 19. Landtags bettessend.— sub 3. . eikt, die Ergänzung der Feldtruppen im Jahr 1868 betr.— sub 4. Bekanntmachung, die Vertheilung des Recrutenbedürfnisses für das Jahr 1868 auf die Provi zen betr Nr. 2 sub 1. Bekanntmachung, die Aufnahme in Pensionärstellen des Königlich Preußischen Cadettencotps betressend. f Nr. 3 sub 1. Verordnung, Abänderung des Recrutirungsgesetzes betreffend.— sab 2. Verordnung, die Verwaltung des Kirchen vermögens, insbesondere die Seschränkung der Veräußerung von Kirchen⸗Vermögen in Beziehung auf Erbleihen und Landsiedelleihen betressend. sub 6. Bekanntmachung, den Anschluß des Herzogthums muenburg an den Zollverein betreffend Friedberg den 18. Januar 1868. Großherzegliches Kreicamt Friedbert 7 3. 8 8 Trapp. Betreffend zu entnehmen. ung en züglich zu begeben. Die Erganzung der Feldtruppen im Jahr 1868 Friedberg den 18. Januar 1868. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürger meistereien. Wir laden Sie ein, die Ihnen besonders zugehende Bekanntmachung Großh. Provinzialdirektion Oberhessen alsbald in jeder Gemeinde Ibrer Bürgermeistereien anheften zu lassen und auf diese Weise zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. Aus dieser Bekanntmachung ist die Vertheilung Zugleich folgt unten abgedruckt das Verzeichniß Derjenigen, welche eine Marschnummer gezogen haben. speziell in Kenntniß setzen und zugleich anweisen, auf an sie anlangende Ordre zu dem Regiment oder Corps, welchem sie zugetheilt sind, sich unver- Sollte einer oder der andere durch ein begründetes Hinderniß davon abgehalten sein, so ist unter Anschluß des erforderlichen Sie werden dieselben davon an Zeugnisses über den Abhaltungsgrund sogleich berichtliche Anzeige hierher zu machen. eu Ebenso ist von Ihnen, wenn einer in gerichtlicher Haft sich befinden sollte, unverzüglich an uns zu berichten. Trapp. Nets ver 14 N 935 70 r„ F* 188 Wabl Contingentslise des Kreises Friedberg für das Jahr 1868. 2 N 1866 Moses Schott, Beienheim Ph. Hettchen von Melbach wurde bei der Karl Friedr. Sieck von Friedberg wurde Segel! Inton Landvogt, Rockenberg, wurde vom 1 V* rshofen, von der Nachvisitation für untauglich erkannt vom Rekr.⸗Na für untauglich erkannt. Art.⸗Corps als untauglich entlassen, vom Musterung 186 als temporar untaug Johann Wilhelm Becker, Friedberg Jacob Glockengießer, Friedberg, läßt sich 5 Rekr.⸗Rath aber für relativ tauglich zu der von 1867 verwlesen Anton Steiger, Pohl-Goͤns, läßt sich ver rtrete n. erkannt. Pbilipp Reuter, Nied Weisel treten ich Bönstadt 2 kranz Sommer, Staden, war zur Zeit der Friedrich Wilhelm Schmidt, Friedberg, laßt Peter Moͤrler, Nauheim, dsgl oh. er⸗Moͤrlen Uchtt Ergänzung in 1867 in Haft, ist jetzo ver— sich vertreten 85 Joh. Heinrich Wilhelm Hahn, Boͤnstadt m r untauglich 1 wendbar. Reinhard Merkel, Ossenheim Konrad Philippi, Steinfurth erkannt Karl Adam Philipp Schmidt, Friedberg, Wilhelm Salzmann, Nauheim, laßt sich Anton Rühl, Ober Mörlen 8 laßt sich vertreten vertreten Ambros Ruppel, Friedb 8* b* 0 Nuppe Friedberg rotd 567. Nico aus Schmidt, Friedberg Joh. Friedr. Jung von Wisselsheim wurde Ludwig Jacob Eich, Ober-Mörlen, dient 3 Fhilfpp Windecker von Söoͤdel wurde bei Joh. Friedr. Bindernagel Friedberg ins Depot versetzt freiwillig im 2. Inf.⸗Reg. 3. Comp 5 418*** 8 1* 8* uns der Nachvisitation für untauglich erkannt wurde ins Depot verseßt. Karl Schmlegel, Nieder-Florstadt. Georg Eiser, Wohnbach belnrich König von Ober⸗ Mörlen wurde Reinhard Wilhelm Jacobi, Assenheim Johannes Bräuning Weckesheim Ernst Rothard, Butzbach * ö 3 für. erkannt Jol rng Nauheim. Ludwig Ernst Gottl. Gustav Karl Friedr. Heinrich Hermann, Ockstadt du Finrich Kar ieh, Wölfersheim. Heinrich Peter Hübner, Nleder-Florstadt Ritsert, Pohl⸗Goͤns, läßt sich vertreten. Konrad Langsdorf, Gambach, läßt sich f 1 Nathäus Margraf, Ockstadt, läßt sich ver⸗ Hartmann Schäfer, Nauheim. Georg Mutb, Belenbeim, deal pertreben e treten Konrad Haffer, Nieder⸗Weisel b e eee ee I 5 N a a 3 8 d H 5 2 Wel 3 onrad Stras 5 0 oh. Georg Krausgrill, Nieder Weisel Fut 10, Adam Hein. Rosenbach, Woͤlfersbeim, dsgl. Friedrich Christlan Klees, Friedberg 1 N ee 2 5 läßt sich vertreten. a g. Jeorg Konrad Schmidt, Assenheim. Anton Wachter, Gambach Teint. Jac. Schultpeis, Steinfurth, dag. n a 1 0 19 1 Nan ö 1740 Joh. Emmerich Christian Weis, Friedberg, Johannes Zerb, Dorhelm Valentin Nicolai von Ober⸗Mörlen wurde Phllipp Häuser, Nieder-Weisel. läßt sich vertreten. N„Job. Joseph Dienst, Ockstadt, von der vom Rekr.⸗Rath für untauglich erkannt.“ Johannes Scheibel, Obermoͤrlen, von der e 1 l. Musterung 1866 zu der von 1867 als mas ledrich Rompf, Nieder-Weisel. Musterung 1866 zu der von 1867 als] Christoph Konr. Ant Groh, Niederroßbach temp. untauglich verwiesen 1869 alomon Bing, Ober⸗Roßbach, laͤßt sich unterm Maas verwiesen. Konrad Wagner, Schwalhelm. N Auau Wolf. O 3 1 1 Mils 0 0 14 Aug Wol bers bo 1 vertreten. Jof. Heinrich Metzger von Gambach wurde Wilhelm Mals, Belenheim 3 ugust M l ö n 1 f g 0 5 o. Sob Ob eorg Wil uguf lumb Ihristoph Klinkerfuß, Nauheim. ins Depot verseßzt Martin Wagner, Joh. V. Sohn, Ober 1* 3 10 t Blumhof, Nartin Hammel, Staden, läßt sich vertreten Heinrich Jac. Backes von Ober-Roßbach Mörlen. f Duamu meg an upff Jh. Joh. Thomas Tobias Bommersheim, wurde bei der Nachvisttatlon für un- Jacob Walter, Münzenberg. Heinrich Wagner, Münzenberg Dorn⸗Assenheim, dsgl. tauglich erkannt. Elias Hahn von Nieder Florstadt wurde bei Johanres Schild, Joh. 1J. Sohn, Nieder Friedrich Beez, Wisselsheim, dient freiwillig in der 2. Fußbatterie des Artillerie-Corps als Corporal Hedrich Wilhelm Geißler, Friedberg. ohann Heinrich Rosenbecker, Steinfurth ilhelm Eß von Dorn-⸗Assenheim wurde vom Rekr.⸗ Rath für untauglich erkannt. Joh. Konrad Jung, Steinfurth. Jeter Jacob Braun, Nleder-⸗Mörlen. 1 3 Deiß, Nleder-Florstadt. ilhelm Wirth, Nieder⸗Wöllstadt. Vilhelm Weber Depot versetzt. von Soͤdel wurde „ peter Wilhelm Kost, Nieder- Woͤllstadt, ö— relativ tauglich, laßt sich vertreten. * Joh Jac. Möll von Gambach wurde ins 1 Depot verseßt. N Jecob Stöckel, Hochweisel, läßt sich vertreten. * beinrich Feuerbach, Ober⸗Wöͤllstadt. * Seorg Karl Zimmer, Nieder-Florstadt. — 1 Gleiß, Roͤdgen. 91 ugust Schmidt, Friedberg, läßt sich vertreten. Andreas August Pflug, Niederwöllstadt, dsgl dilebrich Wilhelm Weh, Griedel, laßt siech 0 2 1 vertreten 2 Aram Zerb von Dorheim wurde vom Rekr. „ Rath für untauglich erkannt * bontab Ohli, Oppershofen. a Jakob Heinstabt, baselbst, dient freiwellig . im II Inf. Regiment VIII. Comp 1 ins Friedrich Wilhelm Sprengel, Nauheim. Friedrich Walz, Boͤnstadt Heinrich Jung, Pohl-Goͤns Adolph Hensel, Soͤdel, läßt sich vertreten Heinrich Peppler, Ober-Moͤrlen. Friedrich Ludwig Wagner, Friedberg Hartmann Mohr, Gambach. Hartmann Loth, Fauerbach b. Fr. Ludwig Gustav Gottfried Vogt, Butzbach, läßt sich vertreten. Karl Anton Huber, Fauerbach v. d. H Jae. Schweltzer von Ober-Mörlen wurde ins Depot verseßt. Franz Christian Arnold, Nleder-Woͤllstabt. Adam Beck, Münzenberg. Heinr Mohr, Konrad IV. Sohn, Gambach Konrad Boller, Münzenberg. Karl Ullrich, Ober-Woͤllstadt. Raphael Gold von Hoch-Weisel wurde ins Depot verseßzt Georg Drauth von Rekr.⸗ Rath für erkannt Wilhelm Glanz, Friedberg, relativ tauglich. Friedrich Haust, Ober-Woͤllstadt. Griedel temporär wurde vom untauglich Hartmann Hock, Friedberg, dient seit 1. Oct. 18067 freiwillig im II. Reiter Regiment. Pohllipo Wilhelm Faulstich, Assenhelm, Heinrich Wex, Nleders-Mörlen der Nachvisttation für untauglich erkannt. Georg Wilhelm Hermann Schallas, Wick— stadt, läßt sich vertreten Ferdinand Haus, Ilbenstadt. Joh Jacob Mohr, Gambach. Joh. Georg Schaͤfer, Friedberg, laßt sich vertreten. Joh. Georg Knies, Bauernhelm Heinrich Klein, Wilhelm II. Sohn, Ockstadt Konrad Georg Hermann, Buß bach. Heinr. Friedr. Ickler von Bruchenbrücken wurde bei der Nachvisitation für un tauglich erkannt. Peter Stengel, Ostheim, laßt sich vertreten. Georg Liebert, Langenhain Heinrich Schudt, Steinfurth, vertreten. Johann Georg Nachtigall, Münzenberg. Heinrich Simon, A. Kath. Sohn, Nieder Roßbach Joh. Heinrich Meiß, Boͤnstadt. Ludwig Goͤbel von Grledel wurde vom Rekr.⸗Rath für untauglich erkannt. Johannes Odenweller, Ilbenstadt Heinrich Balzer, Friedberg. Friedrich August Gustav Morell, daselbst, läßt sich vertreten Joseph Mai, daß, dsgl Karl Johannes Zoll, daf. Frledisch Kniß, Bruchenbrücken laͤßt sich Moͤrlen Jacob Schmidt von Gambach wurde ins Depot versetzt. Friedrich Bingel, Gambach. Peter Wilhelm Woll, Weckes heim. Heinrich Anton Sommerlad, Ober Rosbach. Peter Bornträger, Steinfurth. Anton Huth, Langenhain, läßt sich vertreten. Heinrich Gries, Nauheim Philipp Aletter, Nauheim, läßt sich ver treten Konrad Spaar, Hausen. Georg Langsdorf, Nauhelm. Kaspar Gerhard von Ober-Mörlen wurde ins Depot versetzt. Moritz Strauß, Friedberg, laßt sich ver treten Heinrich Hensel von Roͤdgen wurde ins Depot verseßzt Andreas Lehr, Bruchenbrücken, läßt sich vertreten Wilhelm Uhl, Steinfurth. Anton Berdel, Ober⸗Moͤrlen Friebr. Wilh. Anton Daniel Schaͤfer, Rockenberg, laßt sich vertreten Heinrich Weitzel, Boͤnstadt, dlent freiwillig im 2. Juf. Reg. 6. Comp. Ludwig Karl Wilbelm Ritzel, Frieddergt dient freiwillig im 2. Inf. Regimen 2 Comp Alfred Simon von Friedberg wurde ins Depot versetzt. erkannt. ö 5 Albert Ulilch Ober⸗Wöllsbadt, Georg Philipp Velth, Ne l Konrad Müller, Nieder-Weisel, laßt sich Georg Heinrich Daͤmon, Hoch-Weisel, läßt sich vertreten. Heinrich Wilhelm Klos, Steinfurth. Johannes Adam Epple, Ockstadt. Heinrich Simon, Heinrich 11 Sohn, Nieder— Joh 58 8 Karl Joh. August Burk, Friedberg, laßt. Rosbach. 15 sich vertreten. Joh. Helnrich Liebert, Joseph Feuerbach, Ober-Wöoͤllstadt. sich vertreten 5 l August Wirthwein von Bußzbach wurde David Jacob Moͤrch, Dorheim. vertreten. Jacob Jung, Fauerbach v. d. H Langenhain, läßt Die Aufbewahrung seuerfangender und gefährlicher Gegenstände. Fan Betrefsend an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und Außer vorstebendem Contingent konnen als Ersatz etwaiger Abgänge Rachstehende zum Militärdienste abgegeben werden. bei der Nachvisttation für untauglich Adam Relfschneider von Boͤnstadt wurde Johs. Metzger von Gambach wurde ins ins Depot versetzt. epot verseßt. Georg Schütz, Ober-Woͤllstadt. Aug. Fried. Jos. Billau, Friedberg. Christoph Jacobi, Nauheim Kaspar Dienst Ockstadt Hermann Sprengel, Reichelsheim. Helnrich Adam Hof, Woͤlfers helm. Johannes Diehl, Friedberg. Andras Philipp Lippert, Bußbach. Anton Ilge, Pohlgoͤns. Georg Otto, Wisselsheim, Franz Ludwig Sulzbach von Oppershofen Heinrich Wilhelm Steinhauer, Steinfurth. wurde ins Depot versetzt. Theodor Flach, Butzbach, läßt sich ver— Joh. Friedrich Breitwieser, Assenheim. treten. Georg Zimmermann, Ilbenstadt. Friedberg den 18. Januar 1868. enges die Großherzogl. Gensdarmerie des Kreises. Da nach verschiedenen Wahrnehmungen die in obiger Beziehung bestehenden Vorschriften nicht überall beachtet werden, so lassen wir dieselben im Abdrucke nachfolgen und weisen Sie an, habung durch vas Polizeipersonal Art. 147. Stroh, unausgedroschenes Getraide, Heu, Grummet, dürrer unbereiteter Hanf und Flachs, dürre Streumittel und dergleichen leicht entzündliche Gegenstände dürfen unter freiem Himmel zum Zwecke längerer Aufbewahrung in größerer Menge, bei Vermeidung einer Strafe von 1 bis 5 fl., nicht anders als in einer Entfernung von hundert Fuß von jedem nicht feuersicher gedeckten, fünfzig Fuß von jedem feuer— sccher gedeckten und mit einer Feuerung versehenen, endlich dreißig Fuß solche in Ihren Bürgermeistereien wiederholt bei der achten und Zuwiderhandlungen zur Anzeige bringen zu lassen. aufgetragen, Ihr Argenmerk auf diesen Gegenstand zu richten, und in eintretenden Fällen Anzeigen zu erheben. Schelle veröffentlichen, auf deren pünktlichste Hand- In gleicher Weise wird der Großh. Gensdarmerie Ter a p p. Falle, wenn Jemand aus Mangel an Raum genöthigt ist, jene Gegen- stände in einem Wohngebäude, worin nur gewöhnliches Ofen- und Küchen- feuer unterhalten wird, aufzubewahren, ist dies gestattet. In einem solchen Falle dürfen jedoch jene Gegenstände weder an Stellen, wo gewöhnlich mit freiem Licht auf- und abgegangen wird, noch in Küchen, und müssen stets in einer Entfernung von drei Fuß von Schornsteinen und Feuerstellen aufbewahrt werden. Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften dieses Artikels werden mit 1 bis 10 fl. bestraft. . von jedem andern feuersicher gedeckten Gebäude, aufgeschichtet werden. Art. 148. Die im vorbergehenden Artikel dürsen in größerer Menge in der Regel nur in solchen Gebäuden auf— bewahrt werden, in welchen sich keine Feuerstellen befinden. bezeichneten Gegenstände Nur in dem Vorstehende Bestimmungen finden auf die Gebäude und Räume keine Anwendung, in welchen die darin befindlichen Feuerstellen bleibend außer Gebrauch gesetzt sind. Hessen. Darmestadt. Wie die„Darmst. Ztg.“ mittbeilt, wird unser Großherzogthum in dem Bundesratbe des Zollvertins duch den Gr. Gesandten in Berlin, Geheimen Legationsrath Hofmann, sowie durch den Gr. Geheimen Ober— steuerrath Ewald vertreten sein. — In der Sitzung der zweiten Kammer vom 17. Januar liefen zwei Anforderungen im Ressort des Ministeriums des Auswärtigen, die eine von 3300 fl. für die von Hessen zu be⸗ slellende Postcommission, die andere von 127,000 fl. als Beitrag zu den Kosten des norddeutschen Bundes, ein. Die Kammer beschäftigte sich hierauf mit dem Antrage des Abg. Volhard, betreffend die Beitragepflicht der Ausmärker zu den Gemeinde bedürfnissen zweiter und dritter Classe. Der Abg. Kritzler geht von der Ansicht aus, daß dieser Antreg wesentliche Bestimmungen der Gemeinde- ordnung alteriren würde. Wolle man in Zukunft nut Gemeindeeinnahmen resp. Ausgaben erster und zweiter Classe haben, so stoße dies bei vielen Landgemeinden auf Widerspruch. Goldmann hält den Volhard'schen Antrag aus Gründen des Rechts und der Zweckmäßigkeit für empfehlens⸗ werth. Es widerstrebe dem Rechtsgefühl, wenn die Gemeinde bei der Besteuerung von anderen Grundsätzen, wie der Staat ausgehe. Bekannt- lich belege auch der Staat den Ausländer, der Grundbesitz habe, mit Abgabe und der arme Handwerker, der leine Scholle Land besitze, müsse mit seinem Gewerbsteuerkapital zur Unterhaltung der Feldwege in der Gemeinde beitragen. Da auf diesem Wege überdies auch eine Vereinfachung der Verwaltung und eine Ersparung der Arbeits- kräfte erzielt werde, so könne er die Genchmigung dieses Antrages der Kammer nicht warm genug an's Herz legen. Es sprachen noch die Abg. Kraft, Hunsinger und Zentgraf sich in Verlaufe der längeren Diekussion aus verschiedenen Beweg⸗ gründen gegen den von dem Ausschuß unterstützten Volbard'schen Antrag aus, während die Abgg. Kempff, Keil, Metz, Volhard, George, Wadsack und Stockhausen denselben vertheidigten. Schließ— lich wird der Ausschußantrag, die Regierung um eine im Sinne des Volhard'schen Antrags ab- gefaßte Gesetzesvorlage zu ersuchen, angenommen und zwar mit 29 gegen 10 Stimmen. — 18. Januar II. Kammer. Der Abg. Metz beantragte die Wiederanstellung des Land- tags Abgeordneten Pfarrer Mathy, der eine dahin zielende Petition an die Kammer gerichtet hat. Gegenstand der Tagesordnung ist die Be- rathung über den Gesetzentwurf die Wahlen zum Zollparlament betreffend. Die Kammer verzichte! auf die Generaldiskussion und nimmt die Artikel 1—3 fast ohne Verhandlung einstimmig an. Der Artikel 4 des Entwurfs bestimmt, daß nur Hessen wählbar sein sollen. Der Ausschuß beantragt die passive Wählbarkeit auf alle Wahlberechtigte aus- zudehnen, welche 3 Jahre einem Zollvereinsstaat angehören. Nach längerer Debatte, an welcher sich die Abgg. Metz, Hallwachs, Fink, Kempff, Edinger, Kraft, Wernher, Dernburg und Wirth, sowie der Regierungscommissär Ministerialrath v. Bechtold betheiligten, wird der Artikel nach Fassung der Regierungsvorlage mit 25 gegen 18 Stimmen angenommen. Die übrigen Artikel des Gesetzes werden gleichfalls unverändert von der Kammer angenommen.— Der zweite Gegenstand der Tagesordnung, die temporäre Aufhebung des Salzzehntens, wird nach längerer Debatte nach Antrag des Ausschusses, welcher auf Ablehnung des auf temporäre Aufhebung des Salzzehntens gerichteten Ansinnens der Regierung geht, ent— schieden, dagegen beschlossen, das Finanzministerium zu ermächtigen, in den ersten vier Jahren, von 18068 anfangend, der Saline Lud wigehalle den Natural Salzzehnten höchstens zur Hälste zu er— lassen, wenn und in soweit die Actien-Inhaber nach den Ergebnissen des betreffenden Betriebs jahrs und der Berechnung des durchschnittlichen Verkaufspreises für das Zehntsalz weniger als 5 pCt. von dem Nominal-Aktienbetrag bezogen haben, und nach Umständen später weitere moti⸗ virte Vorlagen zu machen. — Die„M. Ztg.“ schreibt vom 17. d. N.: Wir hören, daß gestern bezüglich der oberhessischen Bahnen eine Uebereinkunft zwischen der Regierung und dem Banquierhause Erlanger zu Stande kam und nun die Vorlage an die Stände er⸗ wartet werden kann. Es wird dann gleichzeitig über die Bahnen in den drel Provinzen, ein— schließlich der Offenbach-Hanauer Bahn, über die bereits der Antrag des Abgeordneten für Offen- bach vorliegt, Beschluß gefaßt werden. Zum Referenten über diesen Antrag ist der Abgeord- nete Zentgraf ernannt. — Durch die neueste Nummer des Großh. Regierungsblattee wird eine kgl. preuß. Cabinets⸗ ordre vom 24. Okt. v. J. veröffentlicht, wonach bezüglich der Begünstigungen, betreffs Aufnahme in Hosionärstellen des preuß. Kadettencorps für die Söhne aus den Gebietstheilen des Groß- herzogthums, welche nicht zum Nordd. Bunde gehören, dasselbe gelten soll, was für Preußen und die Staaten des Nordd. Bundes bestimmt ist. — Das Commando der großh. hessischen Division hat eine Bekanntmachung erlassen, daß durch die Einführung der Landwehrbehörden bei den Bezirks⸗Commandos zu Gießen, Friedberg, Darmstadt 1 und II, Mainz und Worms zur Formation der Stammmannschafien Unteroffiziere, Gefreite und Gemeine nöthig werden, welche auch durch solche Halbinvaliden besetzt werden können, die noch körperlich und geistig rüstig und das 40. Lebensjahr noch nicht überschritien haben. Die großh. Bürgermeistereien sind aufgefordert, die in ihren Gemeinden sich aufhaltenden Halb— invaliden von dieser Bekanntmachung in Kenutniß zu setzen. Gesuche sind bis zum 31. d. M. bei oben erwähntem Commando einzureichen. Bad Nauheim. Seit fast einem Jahr geht der hiesige Stadtvorstand im Einverständniß mit Großherzogl. Kreisamt zu Friedberg mit der sehr zeitgemäßen Absicht um, unsere Schule durch Errichtung einiger neuen Klassen zu erweitern und zu verbessern. Wenn auch nicht zu läugnen ist, daß die sehr tüchtigen vorhandenen Lehrkräfte zur Ausbildung unserer Jugend ihr Möglichstes gethan haben, so ist doch deren Wirksamkeit durch die verschiedensten Umstände beeinträchtigt worden. Wir wollen nur eines dieser Umstände erwähnen, nämlich: Die Ueberfüllung der Schulen. Es ist dies eint natürliche Folge der Vergrößerung und der in den letzten zehn Jahren so sehr veränderten Verhältnisse unserer Stadt. Im Zusammenhang hiermit ist es außerdem wohl ein sehr begründeter Wunsch der Einwohnerschaft, daß Gelegenheit geboten wird, die Kinder hier auch weiter aus- bilden lassen zu können, was uns bisher unmög⸗ lich war; also namentlich in den Kealfächern und den neueren Sprachen. Es handelt sich zunächst darum, das Lehrpersonal um drei Lehrer zu ver⸗ mehren und die Localitäten zu den neu zu grün- denden Schulklassen zu beschaffen. In richtiger Würdigung der Verhältnisse hat der hiesige Stadt ⸗ vorstand seine Genehmigung zur Anssellung der Lehrer sowie zum Bau des schon längst profeetirten Schulhauses gegeben. Leider aber hat zu solchen Beschlüssen des Stadtrathes der städtische Aus⸗ schuß seine Bestätigung zu geben und dieser hat sie im vorliegenden Fall nicht ertheilt. Wenn diese Nichtbestätigung auch wohl kaum fähig ist die ganze Angelegenheit aufzuhalten, so ist es immerhin bedauerlich, daß eine solche, das Ge- meindewohl so sehr berührende Angelegenheit, von einer städtischen Behörde so durchaus falsch auf⸗ gefaßt wird. Wir müssen allerdings constatiren, daß die intelligentere Minorität des Ausschusses dem Beschluß des Stadtrathes zugestimmt hat. Wir haben ziemlich genaue und zaverlässige Be— richte über die Begründung des ausschüssigen Veto's und müssen gestehen, wir nehmen im In⸗ teresse der Herren Anstand, sie der Oeffentliickeit zu übergeben. Dem Außschußmitgliede aber, welches N ö ———— Offe Unterschris zeile Ka Pre des Nor gufgebebe Oebiele häusern, sowie fr bah e diesen Erf gung zl Ministers haben in und wird genannt, — D bahn⸗An! und 25. zum Com werden. — 9 Einladur ruhe erle nach Be. neuen J. — Im Rheine holenden betracht hach F. darüber, handelt, zu empft Orund bald aue können, der Sp halfen, der Ansicht ist, daß in der Schule, in der es N 4 ginug gelernt habe, auch die jetzige Generation J ginug lernen könne, müssen wir unsere Zustimmung dishalb versagen, weil es gerade mit diesem Nusspruch das Gegentheil beweist. Möchte doch msere neue Regierung endlich durch diese Sache enseben, wie durchaus überflüssig der städtische Jusschuß ist; wir haben so viel„Kurhessisches“ Frloren, welches wir ungern vermissen, dieses enstitut aber seben wir mit Vergnügen fahren. ts bleibt uns noch übrig, die Hoffnung aus, sprechen, daß die betreffenden Staats- und tadt⸗Behörden die Sache recht energisch an— helfen werden, um nawentlich durch den Bau „ Is Schulhauses dem sehr gedrückten hiesigen — 9 + in dieser theuren Zeit eine Be— päftigung zu verschaffen. Die Idee, die Kinder die aus Gesundheitsrücksichten bereits verlassenen gten Schulsäle nochmals einzupferchen, kann wohl hum Vertreter finden und würde auf den ener— üschsten Widerstand der Eltern stoßen und dies rit vollem Recht. Offenbach. Von bier ist eine mit 1700 ö 1 1 Interschristen bedeckte Eisenbahnadresse an die . peite Kammer abgegangen. 1 Preußen. Berlin. Allen Regierungen * us Norddeutschen Bundes ist preußischerseits 1 ufgegeben worden, in den Garnisonsstädten ihrer 0 bebiete für den Bau von Kasernen, Exerzier— Miusern, Lazarethen und andern Militäranstalten wie für die Beschaffung ausreichender Exerzier al gur bätze und Schießstände,— so weit es an allen ert vesen Erfordernissen noch fehlt— mit Beschleu— Ii ert gung zu sorgen. feu— Die Gerüchte von dem Rücktritt des ut de Finisters des Innern Grafen Eulenburg beken luben in den letzten Tagen an Bestand gewonnen werder ind wird als dessen Nachfolger Herr v. Pato w tt Halt nannt. Lerztii— Die Hälfte der neuen preußischen Eisen— N. be uhn Anleihe von 24 Millionen wird am 24. und 25. Januar in vielen Städten Preußens 1 Jahr zm Course von 95 zur Subscription aufgelegt Mido verden. un de— Nach der„Rordd. Allg. Ztg.“ hat Preußen „ de(änladungen nach München, Stuttgart und Karls- en in uhe erlassen, Bevollmächtigte zu einer Conferenz um i inch Berlin zu schicken, um einen gemeinsamen ra z euen Postvertrag mit der Schweiz zu berathen. 1 beben— Im Kriegshafen des Jahdebusens sind 2600 und de inbeiter beschäftigt. Derselbe wird mit Ende 0 deses Jahres sertig werden. 2— Von Köln wird gemeldet, daß man am + Jheine die großen und fast täglich sich wieder —— lenden Pferde-Transporte mit vielem Mißtrauen 2 betrachtet, welche auf der Route von Hannover ben inch Frankreich Köln berühren. Man streitet an kurüber, ob es sich um Luxus- oder Militärpferde banden landelt, ist aber beiderseits der Ansicht, daß es * u empfehlen sei, diesen Ankäufen näher auf den 1 rund zu kommen, weil man nicht weiß, wie * lald auch andere Staaten in die Lage kommen knnen, der Pferde zu bedürfen. Wiesbaden. Wie dem Frankfurter Journal wn hier telegraphirt wird, hat der Vertrag mit her Spielbank die Genehmigung des Königs er- lalten. Der Vertrag gewährt eine fünfjährige Fortdauer des Spiels, gegen Zahlung von einer Million Thaler für den Kurfonds von Wiesbaden und Ems. Württemberg. Stuttgart. In der Kammersitzung vom 18. d. erklaͤrte der Kriegs— minister im Namen der Staatsregierung und mit Genehmigung des Koͤnigs sich bereit, ins Kriegs— dienstgesetz die Bestimmung aufzunehmen, daß die Präsenszeit im stehenden Heer, den zwei außer bei Unteroffizieren und der Reiterei, nicht über Jahre dauern soll. Baden. Vom badischen Oberland. Die„Bad. Ldsz.“ schreibt:„Es geht das Gerücht, die Curie in Freiburg beabsichtige, das Patronate recht des Landesherrn auf die katholischen Pfarreien zu kündigen. Die Bestimmtheit, mit welcher diese Nachricht hier auftritt, veranlaßt uns zu deren Veröffentlichung.“ Oesterreich. Wien. Kaisers Maximilian traf am 17. d. in Wien ein Am Nachmittag des 18. fand unter außer- ordentlicher Theilnahme Bevölkerung das feierliche Leichenbegängniß statt. Durch ein kaiserliches Handschreiben wurde dem Admiral Tegethoff für die Ausführung der schwierigen Sendung nach Mexiko der Daa des Kaisers und Die Leiche des 0 O. der der kaiserlichen Familie ausgesprochen und ihm das Großkreuz des Leopoldordens verliehen.— Durch ein anderes kaiserliches Handschreiben wird der Kriegswinister John, auf sein Ansuchen, unter Verleihung des Groskreuzes des Leopold⸗ ordens seiner Stelle enthoben und Feldmarschall— Lieutenant Kuhn zum Reichskriegsminister ernannt. — Die„Presse“ vernimmt aus anscheinend authentischer Quelle, das Kriegsbudget betrage 80 Millionen einschließlich Marine; für den Fall jedoch, daß Seitens der Delegatinen Abstriche daran vorgenommen werden sollten, werde die Verwaltung den Abstrich von 3 ¼ Millionen beim Budget der Landarmee zuzulassen. Das ganze Reichsbudget schließt mit 83 Millionen. In der Einleitung zum Kriegsbudget ist für Hinterlader und Festungsbaunten ein Extraordinarium von ungesäh. 30 Millionen annoncirt. Frankreich. Paris. Ein Brief des Prinzen Napoleon erregt im Augenblick großes Aussehen. Der Prinz erklärt, daß Frankreich die italienischen Einheitebestrebungen respectiren und das Begehren Italiens nach dem Mesitze Roms befriedigen, ferner die Befreiung Polens und die Entwicklung der Freiheit des eignen Landes be— fördern müsse. — Wie die„France“ aus Brüssel vernimmt, ift die Kaiserin Charlotte vor vier Tagen durch den König und die Königin der Gelgier von dem Schicksale ihres Gemahls unterrichtet worden. Die erste Bewegung der Kaiserin war ein schmerzlicher Schrei, dem bald reichliche Thränen solgten. Dann gewann sie die ganze Festigkeit ihres Characters wieder und sagte übrigens, daß sie schon seit einiger Zeit ein großes Unglück ver— muthet hätte. Sie verlangte hierauf sofort ihre Trauerkleider. Seitdem hat die Königin der Belgier ihre Schwägerin, deren Gesundheitszustand sich unter dieser großen Prüfung nicht verschlimmerte, noch nicht verlassen. — Die Besestigungen von Paris werden mit der halben Bewaffnung versehen, auch erklärt der Krlegsminister Marschall Nil, daß alle französsschen Festungen sich in vertheidigungsmäßigem Zustande befinden. Friedberg. Wir werben darauf ausmerksam ge⸗ [macht, daß unsere kürzlich gebrachte Notiz, der frühere groß rzogliche Artillerie-Lientenant Bender sei ein Sohn des langjährigen Psarrers Bender in Vönstabt, auf einem Irrthume beruhen müsse, da der Erwähnte der Sohn des in Großen-Linden verstorbenen Decaus Bender sei. Wir berichtigen hiermit erwähnte irrige Angabe. Friedberg. wir erfahren, soll es nun ernstlich san die Beschaffung der für die biesige Garnison nöthig jewordenen größeren Kaserne- Räumlichkeiten hen und liege es im Plane der Militärbehörde durch Verlängerung der Klosterkaserne sowie Anbau zweier Flügel den ein⸗ zjetretenen Bedürfnissen zu genügen. Bingenheim. Am Morgen des 18. d. brach in dem im oberen Stocke des Rentamtgebäudes befindlichen Büreau Feuer aus. Dasselbe griff so rasch um sich, daß sich bie Gebülsen aus ihrer neben dem Aktenzimmer befindlichen Schlasstube durch die Fenster retten und an Seilen herunter⸗ lassen mußten. Wie das Gerücht geht, sollen mit dem oberen Stockwerke des Gebäudes sämmtliche dort befindliche Acten verbrannt sein. 2 Ein englisches Blatt berechnet die Höhe der ge— sammten auf Kriegs fuß stebenden Armeen der euro⸗ päischen Mächte auf 7,500.000 Mann un jeder Sol⸗ dat per Jahr durchschnitilich 480 fl.(2) kostet, so belaufen [sich die Ausgaben für Erhaltung der Heere auf 9,600,000 fl. täglich, 288 Million monatlich und 3456 Million Gulden jährlich. Für die Uothleidenden in Ostpreußen sind weiter eingegangen iert sige 1) Durch Herrn Pfarrer Baur: Von Spengler Heidt 30 kr., Oberpfarrer Fuhr in Ober-Rosbach 1 fl. 12 kr., Ung⸗nannt 1 fl., Schneider Friedrich 1 fl., Pfarrer Br denstein in Södel 5 fl., zusammen 8 fl. 4 2) Durch Herrn Professor Dr. Diegel: Von l rath Dr. Bode in Nauheim 5 fl., Pfarrer Ka 11 Petlerweil 1 fl. 45, Lederhändler Reiß 3 fl. 3 R. 30, [R. 30, D. 2 fl. 45, Jacob Blecher in Ober⸗Rosbach 1 fl. 30, dessen Mutter 1 fl., zusammen 16 fl. 36.— Durch Herrn Professor Dr. Köbler: Von Kirchenrath H. zu G. 5 fl., Dr. K. weitere Gabe 1 fl., zusammen (6 fl.— 4) Ducch Herrn Diakonus Meyec: Von Frau Henkel 30, Mechanikus Henkel 30, zusammen 1 fl.— 5) Durch Herrn Rentier Müller: Elisa Grödel 1 fl., Ludwig Grödel 2 fl., J. Wolf 1 fl., W. Schreiber 30, [E. S. 30, H. Waas 30, Marte Walz 1 fl., zusammen 0 fl. 30.— 6) Durch Director Steinberger: Von [Kreioassessor de Beauclait 1 fl. 10, Müller M. Schudt fl. 45, aus der 2. Schule zu Nieder⸗ — Dorheim 1 [Storstadt, gesammelt durch Schulvicar Hechler 2 fl. 55, aus der 3. Schule daselbst, gesammelt durch Schulvicar Pohl 2 fl. 15, H. Ali daselbst 30 kr., K. Schaubach 30, Hd. März 30. K. Appel 35, zusammen 10 fl. 10.— In Summa 48 fl. 58. Im Ganzen dis jetzt eingegangen; 468 fl. 57 kr. Indem wir nicht verfehlen, für diese Licbesgaben herz⸗ lich zu danken, können wir nicht unterlassen, um weitere gülige Beitäge zu diiten. Namentlich ergebt diese Bitte auch an unsere demittelten Mitbürger auf dem Land. Friedberg, den 20. Januar 1868. Im Auftrag des Hülfsvereins⸗Vorstandes Steinberger. Bei der Unterzeichneten gingen zu den in voriger Nummer bescheinigten Gaben weiter ein: Von B. 1 fi, K. E. in Dorheim 1 fl. 45, Frl. Becht in Assenbeim 1 fl., Ungen. 1 fl., aus dem Instünt des Herrn Pfarrer Urich in Beienheim durch Emma Plock gesammelt 8 fl., Ferdinand Damm 48, Posthalter Müller in Florstadt 1 fl. 45 kr., E. Ruths 1 fl. Zusammen 16 fl. 18. In Summa bis heute bei uns eingegangen: 198 fl. 19. Die Expedition des Anzeiger für Oberhessen iet allaed ung. setliric 1 en 242 Der Wirth Jacob Four ter I. in Södel bat 4 nit der Mehrheit feiner bekannten Gläubiger zum Zweck * e Abwendung des formellen Concurses ein Arrange— ltr 90 rent abgeschlossen. Es ergeht an etwaige gerichto— Dem bekannte Gläubiger hiermit die Aufforderung, binnen 0 Wochen ihre Forderungen anzumelden und Ein— ad tendungen gegen ihren Beitritt zum Arrangement, dessen „ N 0 i nsicht den Interessenten auf dem Actuariate des res* großherzoglichen Landgerichts gestaltel ist, vorzubriugen, 1 gigensalls dieses Arrangement bestätigt werden wird Zriedberg den 6. December 1867. Groß herzogliches Landgericht Frledberg Nelßz, Steinberger, Landrlchter. Landgerlchto⸗Assessor. Ein Hut 0(von Velte), viell. mit D. bezeichnet, wurde gegen ien faft ganz gleichen vertauscht, wahrscheinlich am oder 8. Januat im Pötel Trapp. Umwechelung wird eien. Nähtres bel der Exped. d. Bl. Oeffentliche Aufforderung. 152 Nachdem der verbeirathbete hiefige Bürger und Bäcker Konrad Meier seine Ueberschuldung bet Gericht angezeigt hat und diese nach dem aufgenommenen Ver mögeus- und Schulden-Verzelchnisse für richtig desunden worden, werden auf Antrag des genannten Schuldners, zut Abwendung des förmlichen Concursus, dessen be— kannte, wie undekannle Gläubiger zur Anmeleung und Begrundung ihrer Forderungen und Ansprüche jeder Art, sowie zur Eingebung tines Nachlaß odec Stuudungs— Vertrags auf Freitag den 31. Januar d. J., Vormittags 9 Übr, unter dem Anfügen bierber vorgeladen, daß die in diefen Richtungen von der Mehrheit der erscheinenden und gebörig vertretenen Gläubiger gefaßt werdenden Beschlüsse auch für die ausbleibenden oder die Minder— beit der genügend auftretenden Gläubiger als bindend angeseben werden sollen Nauhelm am 17. Jannar 1868. Groß herzogliches Landgericht Naubelim Ulrich, Suppeo, Landtichter. Landgerichtes Assessor. * Bekanntmachung. 119 Mit dem 1. September und 24. Dezember v. J. find die Zahlungs fristen für die 180 r Holzgelder dabier abgelaufen. Die sosortige Berichtigung wird mit dem Bemerken in Erinnerung gebtrach:, daß nach fruchtlosem Abfauf welterer 14 Tage das gerichtliche Mahnverfahren in Anwendung kommt. Wickstadt den 14. Januar 1808.* Gräflich Solme-Roͤdelbeim'sche Forstkasse daf. 1— 5 8 8 3 3 Arbeits-Versteigerung. 150 Samstag den 20. Januar, Vormittags 10 Übe, soll auf dem Rathbaus zu Ossenderm das Blechen, Fahren, Aussetzen und Zerschlagen von 8 Cubikkiafer Unlerbaltungssteinen auf die Vielnatwege au die Wenig— nehmenden in Accord gegeben werden. Irtedberg den 18. Januar 1868. Oer Bezirks⸗Bauauffebet Schneider. Holz-Versteigerung. 124 Doennerstag den 23. l. M., des Morgens 9 Uhr anfangend, soll im Gemeindewald Nieder-Rosbach nach— verzeichnetes Geboln als: 7½ Stecken Nadel-Scheitholz, 2„ Buchen-Prügelholz, 9%„ Eichen ⸗ 7 35* Nadel„ 9,„ Buchen⸗Stockhoiz, 1„ Eichen„ 120½„ Nadel„ 55 Buchen-Wellen, 108 Eichen- 7586 Nadel⸗ 5 meistbletend versteigert werden. Die Zusammenkuuft ist oberbalb des Bainbards Waldes. Nieder-Rosbach den 14. Januar 1868. Großherzogliche Bürgermeisteret Nieder-Rosbach Jon. Holz ⸗Versteigerung 125 Donnerftag den 23. Januar l. J., Vormittags 9½ Ubr, sollen im hiesigen Gemeindewald. ODistrikt Au, 68 Eichen⸗Bau⸗ und Werkholz⸗Stämme, 24 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 14„„ Prügelbolz. 23 1* Stockholz 2075 Stück„ Wellen, 4 Stecken Kiefern-Prügee bolz, —„ Stockbolz. 75 Stück„ Wellen öffentlich meistbietend versteigert werden. Assendeim den 15. Januar 1868. Großherzogliche Bürgermeisterel Assenheim Schmidt. Lieferung von Schuhen. 160 Dienstag den 28. dieses Monats, Vormittags 11 Ubr, wird die Lieferung von 250 Paar Schuben für das 2. Bataillon 2. Infanterteregiments auf dem Büreau genannten Bataillons mittelst Summission vergeben, woselbst Muster und Bedingungen zur Einsicht der Intertssenten offen liegen. Friedberg den 20. Januar 1868. Die Bekletdungs-Commission des 2. Bataillons 2. Infanteriereg ments von Per ff, Hauptmann. Lieferung von Buchenscheitholz. 147 Mittwoch den 5. Februar l. J., Vormittags 10 Ubr, werden dahier zur Lieferung 100 Stecken Buchen ⸗Scheltbolz 1. Klasse oͤffentlich versteigert. Marienschloß den 17. Januar 1868. Großherzogliche Landeszuchihaus Direktion en. Hofraithe⸗Versteigerung. 158 Donnerstag den 23. Januar d.[J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiefigem Ralbhause die zum Nachlasse des Bürgers und Spenglermeisters Kiltan Ludwig dahier gehörende Pofraithe, Flur 2., Nr. 438, Kiftr. 12, Hofraithe in der Stadt, in Folge eines eingelegten Nachgebots nochmals öffentlich versteigert werden. Frledberg am 20. Januar 1868. In Auftrag: Großherzoglichen Landgerichts Friedberg ane 1 Friedberg 8 Der dienstälteste Gerichtsmann FJouecar. Graben arbeiten. 153 Die Fertigung der Draingräben zur Drainirung der sog. Pfingssländer in der Gemarkaͤng Bönstadt soll Freitag den 24. Januar, Vormittags 10 Uhr, auf Ort und Stelle an den Wenigsinehmenden in Aecord gegeben werden. Friedberg den 18. Januar 1868. Der Bezirke⸗Bauausseher Schneider. Arbeits-Versteigerung. 149 Donnerstag den 23. Januar, Vormittags 10 Uhr, sollen zu OBruchenbrücken nachstehende Arbeiten an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden: 1) Die Anfertigung einer Subsellte, welche bei der am 19. Dezember 1867 abgehaltenen Versteigerung . nicht genehmigt worden ist. 2) Das Brechen, Jahren, Aufsetzen und Zerschlagen von ungesaͤhr 8 Cubikklafter Unterhaltungsteinen auf die Vicinalwege. 3) Hand- und Plantrarbeiten, Maurtrarbelt und Kalk- lteferung bei der Erhöhung des Vieinalwegs an der Welterbrücke Friedberg den 18. Januar 1868. Der Bezuts.Bauaufseher Schneider. Ausverkauf 142 in Damen- und Kinder⸗Kaputzen nebff einer 415 Auswahl Wollewaaren unter dem Jabrikprels * Elise Hanau, ged. Simon, L'Administration AVIS AUX LRC TEURS DALLEMAGNR, DAU TRNCHR ET DR SUISSE. 948 4 partir du ler janvier 1868, MM. HAASEN STEIN& VOGIER(Ofnces“ de publicité à Francfort/ M., Hambourg, Berlin, Leipzig, Vienne et Bale), sont SEUS chargeès de recevoir, dans toute l'Allemagne, I'Autriche et la Suisse, les annonces et réclames destinées à LINDEPENDAN CH BELGEH. C'est done EXCLU- SIVEMEN“T à leurs maisons que devront s'adresser es personnes de ces divers pays qui désirernient prositer de la publicité de LINDEPENDAN CE. de IIndeépendance belge à Bruxelles. Arbeits-Versteigerung. 161 Mittwoch den 29. Januar 1868, Vormittags 10 Uhr, soll die bei der Reparatur des Dachwerks an der Pfarrscheuer zu Nieder-Rosbach vorkommende Zimmerarbeit auf dem dortigen Rathhaus an den — Wenigstnebmenden in Accord gegeden werden Frledberg den 18. Januar 1868. Der Bezirks-Bauaufseher Schneider. Arbeits- Versteigerung. 155 Freitag den 31. Januar, Nachmittags 1½ Uhr- wird zu Oder⸗Florstadt das Blechen, Fahrten, Auf setzen und Zerschlagen von 8 Cubikklafter Unterhaltungs— steinen auf die Vielnalwege an die Wenigfinehmenden versteigert. FIrtedberg den 18. Januar 1868. Der Bezirks-Bauaufseher Schneider. Arbeits-Versteigerung. 154 Hreitag den 31. Januar, Vormittags 11 Uhr, wird auf dem Ratbbause zu Staden das Brechen, Fabren, Aufsetzen und Zerschlagen von 6 Cubilklafter Unterhaltungssteinen auf dem Weg nach Ober-Florstadt an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben. Friedberg den 18. Januar 1868. Der Bezirks-Bauaufseher Schneider. Formulur-Papiere, 117 im Eroßberzogthum DHessen gebräuchliche, als: Voranschlags⸗, Tag- und Handbuchs, Rechnungs-, Kirch und Stiftungs, Gemeinde, Vormundschafts., Exekutiv- Verfahren, Ortsgerichts⸗, Verwaltung der Waldungen-Recrutsrungs- sowte 210 Sorten verschledene andere Gebrauchs Formularien sind in vorzüglicher Qualität des Papleres als auch des Drucks stets auf Lager bei Louis Weis, den Apotbeken gegenüber. Zu verkaufen. 130 Gegenüber dem Bahnhof in Aschaffenburg ein Garten mit 125 Fuß Breite und über 30,000 Quadrat- fuß Flächengehalt, zu einem Gasihof oder jedem großen Etablissement geeignet, mit Hinterhaus und Remisen, für die Summe von 14,000 fl.— Näheres sub E. T. 646 ducch Herten Paasensteln& Vogler in Frank- furt a. M. * begen Jalnschmerz 2179 empfiehlt zum augenblicklichen Srillen Apotheker Bergmann's Zahnwoille aus paris à Hülse 9 fr. Ph. Dan. Kümmich. Versteigerung. 157 Dicnstag den 28. d. M., Vormittags 9 Uhr, will der Unterzeichnete wegen Aufgabe seiner Landwirlh- schaft nachfolgende Gegenstände öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigern lassen: 1 Pferd, 4 Kohe, worunter 2 fette und 2 trächtige, 3 Rinder, 2 Wagen, worunter ein sehr guter zweispänniger Peerdewagen, 3 Pfluge, 2 Eggen, 1 Walze, 1 gußeisener Siedkessel, 1 Kelter, 1 Reit- sattel, Pferde- und Kuhgeschirr, mehrere Zuder Stroh verschtedener Gattung, worunter 4 bie 5 Fuer Erbsen⸗ und Wickenstroh, Heu, Diclwurz, Kartoffeln, sowle noch verschiedene Oeko nomte- und Hausgeräthschaften. Altenstadt den 18. Jannar 1868. Heinrich Weith. Zur Nachricht. 29 Wer Zahlungen an mich zu machen hat, bellebe solche an meinen Vater, Herrn Apotheker Weber in Echzell, längstens bis Ostern dieses Jabres zu leisten. Gernsheim den 1. Jenuar 1868. der Post gegenüber. Dr. Weber. (Gui U i 2 C l 1 Epiphanias ⸗Collecte. 156 In einem Städtchen im Dunkelmänner⸗ oder Gotteskastengeblet hat der funglende Geistliche nicht nur bel Ankündigung des diesjährigen Epiphankas- oder Missionsfestes, sondern auch am Fesitage selbst die Collecte nicht allein, sondern auch deren sorgfältige Elnwickelung und Beftimmung für„die heiltgen luthe⸗ rischen Missionsanffalten“ dringend empfoblen, weil sonst die Gaben in andere Missionsanstalten fließen würden, und um recht reichliche Gaben gebeten, damit„das reine Lutberthum“ auf Erden recht weit verbreitet werden konne. Zur Erleichterung des Einwickelns waren alle Kirchenstände, ja sogar die an den Thüren aufgestellten Opferteller oben und unten mit Quart⸗ blaͤttern versehen zu großer Heiterkeit der Nichtwickler. Ein Frauenzimmer hatte von einem reiche Oheim, der eben nicht zur Kirche gehen konnte oder wollte,„eine Hand voll Guldenstücke“ uneingewickelt für den Opfer- teller erbalten. Als dies eine fromme Frau bemerkie, drang diese auf sofortige Einwickelung. Als dies nicht erfolgte, hatte sich jenes eines nicht gar sanften Ellen⸗ bogenstoßes von Seiten der frommen Frau zu erfreuen. Sollte nicht die reiche Gabe doch noch don einer andern Seite ad majorem dei gloriam mit einer Einwickelung bedacht worden sein? An Magenkrampf, Verdau- ungsschwäche ꝛc. Leidenden 44 wird das rühmlichst bekannse Heilmittel des Dr. med. Docels empfoblen und ist Näheres aus einer Breschüre, welche in der Expedition d. Bl. gratis ausgegeben wird, zu ersehen. Das Mittel wird in halben und ganzen Kuren allein durch den Apotheker Doeeks in Barns dorf (Dannover) verabfolgt. Kasseler⸗Brod. 157 Das so sehr beliebte Kasseler-Brod, der vierpfündige Laib 22 Kreuzer, empfiehlt b Löb Straus, Bäckerei-Besitzer. Abziehbilder (zum Aufkleben auf Möbel, Tassen, Gläser ꝛc. in größter Auswahl bet 1. Bindernagel& Schimpff. Kopftücher 158 Epileptische Krämpfe(Fallsucht) beilt Pr. O. Killisch, Specialarzt für Epilepste, Berlin, Jägerstr. 75/76. Auswärtige brieflich. 159 Für die beim Tode, wie bei der Beerdigung unserer Nichte, Amalie Buff, uns bewiesene große Theilnahme unsern herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. eee e e eee eee ee Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getraute: Den 16. Januar. Georg Jakob Ruppel, hies Bürger und Metzgermeister, Sobn des verst. Bürgers Jakob Ruppel zu Nidda, und Elisabethe Scherer aus Odern⸗ beim, Tochter des dasigen Bärgere und Ackermanns Jakob Scherer. Geborene: Den 12. Januar. Dem Bürger zu Gotha und Schreiner dahier August Möller eine Tochler Margarethe Auguste, geb. den 31. December 1867. Beerdig te Den 15. Januar. Elisabethe Windecker, geb. Scholl, Ehefrau des hies. Bürgers, Metzgermeisters und Bier⸗ brauers Philipp Heinrich Windecker, alt 56 Jahre, T den 12. Januar. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 7 ud, datt 0 gilt, d Bulenlalt . J gebe Geburt un ——— Hesse Higierungs I. Verott Heeffend. Gnaden Gt „Fur Volliet Nönig von chossenen! und J, babe mäͤßheit de b.. capilulanse, Cupiuulalio Juwendun und trelen der Reserde 91 bütgerlsche dert und Lonltelt Anorbnun 5 ang Allg habe Nerrulstun! ung verle 9 4 Gehts re Norden find ung nich . 8 e bree 4 Ju ts feveit ua beils ding seung ve 0 ens mehl nübheit be beunpention dielleule