egen sin, pff. * jeden aller. Dusten eschlei⸗ kr. nd et do- 1868. Dienstag den 20. October. M 124. Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Ititdberger Zntelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samsta Hessen. 1 Friedberg. „Hess. Kirchenbl.“ unter dem Titel:„eine große Unwahrheit“ veröffentlichte Streitschrift des Pfarrers Baist von Ulsa gegen Mitzenius antwortet Hof— gerichtsadvokat Ohly von Darmstadt in einem den Darmstädter Blättern beigelegten„offenen Brief an den„evangelisch lutherischen““ Pfarrer Baist in Ulfa.“ Auch ist dieser Tage unter dem Titel: „Wo ist Licht und wo nicht?“ in Frankfrert a. M. eine anonyme Schrift gegen Adolph Mitzenius erschienen, als deren Verfasser man einen in Frankfurt privatisirenden ehemaligen hessischen evangelischen Pfarrer Z. bezeichnet. Mitzenius wird darin aufgefordert, sich zu bekehren und öffentlichen Widerruf zu leisten. Friedberg. Gegenüber der Zeitströmung, die völlige Gewerbefreiheit verlangt und darin einen mächtigen Hebel zur Beförderung des all gemeinen Wohlstandes erblickt, ist es von um so größerem Interesse, auch gegentheilige Ansichten zu vernehmen, wie sie nach der„Z. f. N.“ auf dem norddeutschen Handwerkertage zu Hannover zum Ausdruck gelangten. Gegenstand der Be— rathung war die Frage:„Wie hat sich der Hand— werkerstand dem Nothgewerbegesetz gegenüber zu verhalten?“ Referent, Schuhmachenmeister Panse (Berlin), verliest zuerst das fr. Gesetz, um dann an jeden einzelnen Paragraphen seine Bemerkungen zu knüpfen. Die Folgen der Gewerbefreiheit— zumal bei der Zerrissenbeit der Gesetze des deutschen Vaterlandes— malt Redner aufs Düsterste aus; er hat die Ueberzeugung, wie man damals um gekehrt sei, werde man auch jetzt binnen Kurzem umkehren müssen; erschrecklich habe sich das Pro- letariat gemehrt, und sei 1848 aus Verzweiflung auf die Barrikaden getrieben. Nach Aufhebung der Gewerbefreiheit seien glücklichere Zustände eingetreten; und wenn er auch„stark drei Viertel“ glaube, daß das jetzige Gewerbenothgesetz bestehen werde, so frage sich doch— wie? Wer unter den Handwerkern Ehre im Leibe hätte, müsse am Zunftwesen festhalten, zu dessen tausendjährigem Rechte er treu halte, und dem kein solches„Sechs- paragraphencesetz“ den Todesstoß versetzen werde, wenn schon leider die größere Mehrzahl von Handwerkern die Gewerbefreiheit—„dies Phan zom“ D auf ihre Fahne geschrieben. An Panse's Referat knüpft Schlachter Roscher(Freiberg, ein„gemüthlicher Sachse“, wie er sagt) die Auf- forderung, zur That zu greifen und meint, wenn die hohen Persönlichkeiten die schrecklichen Folgen des Nothgewerbegesetzes sähen, sie würden die Hände über'm Kopf zusammenschlagen. Schulz (Lüneburg) beklagte die Annahme des von„einem Miquel aus Osnabrück“ angefertigten Nothgewerbe gesetzes. Die hohen Herren sollten doch weiser sein, als die Regierten, seien es aber hier nicht gewesen. Zu bedauern bleibe übrigens die geringe Theilnahme an den Handwerkertagen. Zeidler (Dresden): Das Nothgewerbegesetz rufe nur die Noth im Gewerbe hervor; seit seiner Einführung sei es im„gemüthlichen Sachsen“ sehr ungemüth- lich geworden; doch bezweifle er nicht, daß die Gesetzgeber noch zu einer besseren Einsicht kommen, und das nur„in der Ueberstürzung“(0 ange- nommene Nothgewerbegesetz wieder aufheben würden. Aus Oberhessen. Ein in diesen Tagen von Lauterbach aus verbreitetes Schriftchen, „Technisches Gutachten“ des Ingenieurs H. Hecht über Anlage der Eisenbahn von Lauterbach nach Fulda erregt in unserer Gegend ein wohlbegrün— detes Interesse. Diese durchaus ruhig und objectiv Auf die im gehaltene Arbeit spricht sich unter ausführlicher Entwicklung der Gründe und unter Hinweis auf beigefügte Längenprofile für die Eisenbahnlinie über Schlitz und nicht über Großenlüder aus. Der Bau über Schlitz soll etwa fünfundzwanzig Tausend Gulden weniger kosten als der Bau über Großenlüder; die Bauzeit soll sechs Monate kürzer sein als die der anderen Linie und hierdurch wegen der Zinsenersparniß für die ganze Bahn— strecke Alsfeld-Fulda eine weitere Summe von etwa achtzigtausend Gulden gespart werden. Die größere Länge der Strecke über Schlitz gegen diejenige über Großenlüder hält Hecht nicht für genügend, um Schlitz zu umgehen, zumal bei dem Bau über Schlitz 12,000 Seelen die Vortbeile der Eisenbahn gewinnen würden gegenüber nur 3000 Seelen der anderen Richtung. Mainz. Aus einem aus Rom an den Bruder des hiesigen Bischofs angelangten Briefe soll hervorgehen, daß die deutschen Schlüsselsoldaten auf etwas über 2000 Köpfe zusammengeschmolzen sind und gar Vieles„den allerübelsten Einfluß“ übte. Als Remedium gegen das fernere Desertiren wird für die„moralische und religiöse“ Pflege der Truppen nunmehr ein Casino errichtet werden, wozu man in Brüssel das nöthige Capital leih— weise aufgetrieben hat. Preußen. Berlin. Der„Staatsanz.“ enthält eine vom 15. Oetober datirte königliche Verordnung, durch welche der Landtag auf den 4. November einberufen wird. Die Verordnung ist vom Grafen Bismarck mitunterzeichnet. Kassel. Die Kaufleute, die nach ihrer gericht— lichen Freisprechung von der Anklage wegen Sabbathschändung durch Oeffnen der Ladenfenster, nach beendigtem Nachmittagsgottesdienst die Fenster wieder geöffnet, haben dieser Tage wegen dieser Handlung wieder eine Polizeistrafe von je 1 Thlr eröffnet erhalten, gegen dieselbe aber gleich wieder Berufung an das Gericht erhoben. Wiesbaden. Die große Zahl der im Laufe dieses Jahres im Bezirke der nassauischen Brandversicherungs⸗Gesellschaft stattgehabten, theil⸗ weise bedeutenden Feuersbrünste, haben die Re- gierung veranlaßt, einstweilen zwei Groschen von 100 Thlrn. Versicherungs⸗Capital einzuziehen. 1 Sachsen. Dresden. Bei den dahier schon mehrere Tage spukenden Unruhen und Straßen aufläufen ist es bedauerlich, daß die einschreitende Polizeigewalt, wenn auch das formelle Recht, doch vielleicht die Billigkeit nicht ganz auf ihrer Seite hat. Es handelte sich um die Ausführung der durch den letzten Landtag dem Gewerbegesetz an⸗ gefügten Bestimmung, wonach der Ortsobrigkeit das Recht eingeräumt wird, das Tragen unisorm⸗ artiger Kleidung und besonderer Abzeichen den der an Uebernahme von Dienstmannsgeschäflen nicht dachte, nahm das Publikum für die Ver— folgten um so eisriger Partei, als nach den Mo- tiven zu der angeführten Bestimmung damit nur solche Abzeichen haben untersagt werden sollen, die zu Verwechselungen führen könnten. — Trotz stattgefundener Ermahnungen des Magistrats und Drohungen der Polizei, nöthigen— falls Waffengewalt anzuwenden, haben am 16. d. abermalige Zusammenrottungen stattgefunden; zahl— reiche Patrouillen hieben mit flacher Klinge ein und trieben die Menge auseinander. Bayern. München. Da nach amtlicher Anzeige zu Kloster⸗Neuburg in Niederösterreich die Rinderpest ausgebrochen ist, so haben unsere Be⸗ hörden sofort die zur Verhütung der Einschleppung derselben nölhigen Borkehrungen getroffen. Würtemberg. Stuttgart. Der Bischof von Rottenburg hat in einem Circular an die Geistlichkeit derselben seinen Dank über die für ihn an den Tag gelegten Sympathien ausgesprochen. Der päpstliche Stuhl hat einen wahrheitsgetreuen Bericht über die bekannte Denunciationsangelegen- heit erhalten und in Folge dessen von der Ein— setzung eines Coadjutors Abstand genommen. Wie verlautet, erhielt die Staatsregierung eine bezügliche Benachrichtigung von Rom. Baden. Karleruhe. Die badische Eisen⸗ bahnverwaltung hat vom großh. Handelsministerium die Ermächtigung erhalten, die von den Comites oder öffentlichen Behörden in Baden an Hülss- comites oder öffentliche Behörden in der Schweiz bestimmten und als solche bezeichneten Unterstützungs⸗ gegentfände in jedem Gewicht auf den großh. Eisenbahnen frachtfrei zu befördern. — In mehreren Blättern findet sich die Notiz, es handle sich bei den von der Münchener Con- ferenz bezüglich Errichtung einer Festungs-Com- mission getroffenen Vereinbarungen auch um den Mobilmachungsplan für die süddeutschen Truppen⸗ körper, um gemeinsame Führung der Streitkräfte ꝛc. Derartige Mittheilungen können in bestimmtester Weise für irrig erklärt werden. Die Uebereinkunft enthält die Bestimmungen über die Organisation der genannten Commission, deren Wirkungskreis und was überhaupt in dieser Beziehung gemeinsam geregelt werden kann. Oesterreich. Wien. Am 17. d. fand die erste Sitzung des Abgeordnetenhauses seit der Vertagung statt. Minister Graf Taaffe legte eine Verordnung vor, wodurch der Ausnahmezustand in Böhmen eingeführt wird, rechtfertigt dieselbe mit der zwingenden Nothwendigkeit und ersucht um Ertheilung der Indemnität. — Die Wiener„Abendpost“ bezeichnet die Angaben mehrerer polnischen Blätter über den von ihr autorisirten Dienstmanns-Instituten aus-] Empfang des Fürsten Thurn und Taxis Seitens schließlich zu gestatten. Was das Publikum dabei besonders verletzte, war nach der„Zukunft“ der Umstand, daß man die plötzliche Verfolgung jed⸗ weder Blouse oder mit irgend einem Abzeichen versehener Mütze, während bislang hierin voll ständige Freiheit geherrscht hatte, dem verwandt⸗ schaftlichen Verhältniß zwischen dem Polizeidirektor und dem Dienstmanngeschäfts-Unternehmer, Herrn Gaucke, zuschrieb, welch letzterer damit einen Hauptschlag getzen die auf eigene Rechnung ar— beitenden Dienstmänner zu führen gedachte, deren Zuhl die der Gaucke'schen Leute um das Vierfache übertreffen soll. Als nun die Jagd auf Mützen, Blousen und braune Ueberröcke immer allgemeiner und dabei auch gar Mancher mit arretirt wurde, des Kaisers von Rußland für erfunden. Der Fürst sei im Gegentheil ausgezeichnet empfangen worden und habe vom Kaiser von Rußland an den Kaiser von Oesterreich nur Verbindliches zu melden gehabt. Prag. Wie ein Telegramm der„Presse“ von hier meldet, haben in geheimer Sitzung die Stadtverordneten beschlossen, der Regierungs- Auf- forderung, die Local-Polizei aufzuheben, sich zu fügen. Der Stadtrath wurde ermächtigt, vacante Polizei-⸗Organe unterzubringen, den vom Staate behufs Erhaltung der Polizei geforderten Kosten- betrag von 50, 00 fl. jedoch abzulehnen.— In Pilsen mußte Sonntags bei einem Meeting das Militär zur Herstellung der Ordnung ausrücken. — Vom Statthalter General Koller ist eine neue Kundmachung veröffentlicht, welche unter Androhung des ernstlichen Einschreitens vor ferneren Ausschreitungen warnt. — Wegen der Befürchtung, daß in Kollin Excesse ausbrechen könnten, sind Truppen dahin abgesandt worden. — Die katholischen Geistlichen in Kronstadt (Siebenbürgen) sollen ihrem Bischof, der sie auf⸗ forderte, ihre Ansichten über die Nothwendigkeit von Reformen in der katholischen Kirche kundzu⸗ geben, geantwortet haben, als die zweckmäßigste und dringlichste Reform erscheine die Aufhebung der Ehelosigkeit des Clerus, weil dieselbe Folgen habe, die der Geistlichkeit in der öffentlichen Meinung am allermeisten schaden. Schweiz. Im Kanton Glarus sollen der „Glarner Ztg.“ zufolge nächstens neue Versuche angestellt werden, um aus dem Klönthaler See die Armee⸗Kasse heraufzuholen, welche die Russen bei ihrem Rückzuge im Jahr 1799 dort versenkt hätten. Man erwartet nur noch einen Tauch- apparat, der es gestattet, sich einige Stunden lang unter Wasser aufzuhalten. Die von einigen reichen Privatleuten unterstützten Taucher hoffen durch die, übrigens sehr kostspielige, neue Ver⸗ fahrungsweise ihren Zweck zu erreichen, wenn, wie eine Tradition behauptet, dieser Schatz wirk— lich auf dem Grunde des See's ruht. — Der König von Württemberg hat sein em Gesandten in Bern 2000 Fr. zur Unterstützung der durch die Rheinüberschwemmungen Beschädigten zugehen lassen; gleichzeitig war der Gesandte beauftragt, dem Bundespräsidenten mitzutheilen, daß der König, indem er sich an die Spitze der Bestrebungen stelle, welche in Württemberg zur Unterstützung der in der Schweiz Verunglückten zu Tage treten, beweisen wolle, welchen großen Werth er darauf lege, daß die zwischen der Schweiz und Württemberg bestehenden Freund⸗ schaftsbeziehungen auch in Zeiten der Bedrängniß thätigen Ausdruck finden. Bern. Der Bundesrath hat beschlossen zur Organisation der für die Wasserbeschädigten ge⸗ troffenem Hülfsmaßregeln drei Comite's zu er⸗ nennen und zwar ein Central⸗Hülfscomite, welches seinen Sitz in Zürich haben soll, und beauftragt ist, zunächst die Gaben in Naturalien zu vertheilen und später Vorschläge über die gerechte Verthei⸗ lung der Geldgaben zu machen. Das zweite Comite ist eine Expertencommission, welche sich an Ort und Stelle begibt, um den Schaden zu schätzen. Die dritte Commission ist eine technische; sie hat die Ursachen der Calamität zu untersuchen, und die geeigneten Vorschläge zur Abhülfe zu machen. Frankreich. Parise. Der„Gaulois“ veröffentlicht ein Schreiben Prim's, worin die Angabe dementirt wird, daß Prim nach Fontaine bleau gegangen sei, um eine Audienz nachzusuchen, und daß er 600,000 Thlr. von Preußen empfangen habe. Es wird in dem Briefe erklärt, Spanien habe sich mit Hülfe eigener Mittel und des Blutes seiner Söhne befreit. — Der„Constitutionnel“ erklärt die Mit⸗ theilungen des„Lütticher Journals“ von der an⸗ geblich erfolgten Unterzeichnung eines Vertrags zwischen Frankreich und Holland für falsch. — Die„Pateie“ bestätigt die gemeldete Armeeduction und fügt hinzu daß jetzt nur 354,000 Nann unter den Waffen ständen. Die „Patrie“ schließt, daß diese Maßregel der Militär- verwaltung in vollständigem Einklang mit der Politik der. e und des Kaisers stehe. — Die„Agence Havas“ bringt Nachrichten vom argemtinischen Kriegsschauplatz. Danach hatten die Verbündeten das verschanzte Lager in Tebicuary, wohin sich Lopez nach der Einnahme von Huwoita zurückgezogen hatte, genommen. Lopez flüchtete nach Villartca. Zwei fremde Cor⸗ vetten waren den Fluß hinauf gegangen. Wahr⸗ scheinlich entrann Lopez auf einer derselben. — Die Kronprinzessin von Preußen wird künftigen Montag oder Dienstag von Darmstadt in Paris eintreffen und einen Tag dort verweilen. Obgleich die Prinzeß, welche sich nach England 3 begibt, incognito reist, wird dieselbe doch den Besach des Kaisers Napoleon empfangen. — Die„Liberte“ meldet:„Die provisorische Regierung von Madrid steht in fortlaufenden Unterhandlungen mit den Vertretern der fremden Mächte, um ihre Anerkennung Seitens dieser Mächte zu erlangen; sie hat hierüber schon mehrere Unterredungen mit den fremden Gesandten in Madrid gehabt.“ — Der„Gaulois“ theilt das Gerücht von einem Attentat auf Prim mit. Die Kugel streifte Prim, welcher befahl, den Mörder frei zu lassen. Isabella wird Pau verlassen. Ein Privatbrief versichert, das Manifest der Regierung werde sich weder über die künftige Form der Regierung noch über einen Souverän aussprechen. Belgien. Brüssel. Im Fall des Hin⸗ scheidens des präsumtiven Thronerben würde bei dem Mangel einer männlichen Descendenz des Königs und seines Bruders des Grafen von Flandern, hier die Abschaffung des salischen Ge— setzes sehr ernst ins Auge gefaßt werden. Ein derartiger Beschluß würde die belgische Erbfolge⸗ frage rasch beseitigen, da zwei Prinzessinnen da sind. Freilich hat er das Mißliche, daß damit ein Artikel der Constitation geändert werden müßte, die in Belgien als unantasibar angesehen wird. Dänemark. Kopenhagen. Die im Reichstage eingebrachte Adresse bedauert die Re— sultatlosigkeit der dänisch⸗preußischen Verhandlungen und hebt die Uebereinstimmung zwischen dem König und dem Volk in dieser Frage hervor. Schließ ⸗ lich drückt die Adresse die Hoffnung aus, es werde eine Verständigung ohne Schwierigkeiten mit Preußen herbeizuführen sein, mit welchem die Erhaltung einer aufrichtigen Freundschaft wün⸗ schenswerth sei. Großbritannien. London. Die auf Ansuchen mehrerer großen Geschäftshäuser der City vom Lord Mayor einberufene Versammlung, deren Zweck die Unterstützung der vom Erdbeben heimgesuchten Einwobner Peru's und Ecuador's war, fand am 13. d. in der Guildhall flatt und hatte das erfreuliche Ergebniß, daß schon im Saale selbst über 7000 L. gezeichnet wurden. Die Firmen Baripg, Rothschild, Huth, Meinertz⸗ hagen, Thompson, Gibbs zeichneten je 1000 L. — Der„Herald“ und der„Standard“ bringen ein am 16. in London von Lissabon angekommenes Telegramm, wonach über 500 Personen auf Lopez' Befehl in Tebicuary(Paraquap) erschossen und seine Brüder und Schwestern in's Gefängniß geworfen wurden. Auch der portugiesische Consul wurde erschossen. Lopez' Schwager, Barrios, endete durch Selbsimord. Der amerikanische Bot⸗ schafter ward arg mißhandelt. Spanien. Die Spanier leiden nicht allein an der vollkommenen Ungewißheit über ihre Ge⸗ schicke; sie haben auch kleine häusliche Misdren zu bestehen. In der„Liberté“ wird von Madrid aus erzählt, daß gegenwärtig die Frage des Tages das„Arreglio“, die neue Einrichtung ist. Darunter versteht man nun aber die ganze mit einem Ministerwechsel verbundene schlimme Wirthschaft des Nepotismus. Die Revolution macht sich damit gleich ihre Feinde; die Unzahl von Beamten, die durch die Anhänger der gegenwärtigen Machthaber ersetzt und auf Halbsold gesetzt werden, erfüllen die Stadt und gehen unter die Verschwörer. — Welche weitere Entwickelung die spanische Revolution nehmen wird, ist zur Zeit noch durch⸗ aus ungewiß. In den Provinzen zeigen sich be⸗ denkliche Symptome von Spaltungen, und in Madrid durchziehen allnächtlich Banden die Straßen mit rothen Laternen und dem Rufe: Es lebe die Republik. Andererseits verlautet von der Candi⸗ datur Espartero's und Prims für die Krone. Einstweilen ist man eifrig besttebt, Alles zu tilgen, was an die Bourbonenfamilie erinnern könnte. So hat die provisorische Regierung angeordnet, daß die Panzerfregatte„Prinz Alfonso“ ihren Namen in den von„Sagunt“ umändere; daß die Schraubenfregatte„Princesa de Asturias“ in Zukunft„Asturias“, der Dampfer„Francisco de „Algesiras“ genannt werden sollen. Das Decrel ist von Topete gezeichnet. — Der Bischof von Huesca ist von der Junta aus der Stadt vertrieben worden und man be⸗ schuldigt den Bischof von Urgel(Catalonien), einige Banden von Parteigängern aufgestachelt zu haben, welche mit dem Rufe: Es lebe Don Carlos von Bourbon! aufgetreten sind. — Wir entnehmen französischen Blättern die Mittheilung, daß der spanische Clerus Spanien nahe an 60 Millionen gekostet hat, eine Sub⸗ vention, welche nach Proclamirung der Freiheit der Culte in Wegfall kommen dürfte. — Es heißt das Ministerium beabsichtige, die Entscheidung über die Regierungsform einem Plebiscit des ganzen Volkee zu unterbreiten, 10 die Personenfrage den Cortes überlassen iebe. Saragossa. Serrano und Topete hielten am 16. d. ihren Einzug in Saragossa, welcher ein wahrer Triumphzug war. Der Enthusiasmus des Volkes war außerordentlich, die liberalen Parteien fraternisirten untereinander, patriotische Reden wurden gehalten und wiederholt erscholl überall der Ruf: Nieder mit den Bourbonen! Es lebe Prim, Serrano, Topete, Olozaga, Rivero! Italien. Aus Rom wird geschrieben, daß die Nachricht, bei Ausbruch der spanischen Revo— lution habe der Papst der Königin Isabella einen eigenhändigen Brief überschickt, in welchem er ihr und ihrer Armee den Segen ertheilt, eine salsche, eine Sensationsnachricht gewesen. Die Wahrheit ist, daß Pius IX. Isabella nichts geschickt hat. Letztere, als gute Katholikin, hat sich beeilt, sich und jedenfalls auch ihre Sache dem Gebete des Statthalters Christi zu empfehlen. Der Papst hat darauf eine Person seiner Umgebung damit beauftragt, jedes Mal beim Lesen der Messe ein besonderes Gebet sür die Königin zu recitiren. Rußland. Petersburg. Der Patriarch von Odessa hat bei der Pforte und den Groß⸗ mächten gegen den angefangenen Verkauf der Klostergüter in Rumänien Protest eingelegt. Amerika. Seit der Veröffentlichung des Briefes von Hrn. Cornell, in welchem er sagte, daß die Studenten auf der nach ihm benannten (vor kurzem von uns geschilderten) Universität in der Lage sein werden, sich ihren Lebensunterhalt durch Handarbeit zu erwerben, haben sich nicht weniger als 2000 junge Leute zur Aufnahme gemeldet. Für eine so große Zahl ist die Anstalt allerdings noch nicht eingerichtet. Aus dem Großberzogthum. Der Ertrag der Hundesteuer im Großherzogtyum Hessen belief sich im Jahre 1867 auf 50,852 fl. 32 kr. und die Gesammtzahl der zur Besteuerung angemeldeten Hunde auf 26,385 Stück, von welchen 1534 der geringeren Steuer von 45 kr., die übrigen der höheren Steuer von 2 fl. unterworfen waren. In der Provinz Starkenburg befanden sich 10,732, in Oberhessen 9384 und in Rheinhessen 6269 Hunde. Frankfurt. Da die Aepfel in Folge der heurigen Trockenheit nicht so saftreich als sonst waren, so berechnen die Aepfelwein⸗Producenten, daß circa 20 Malter Aepfel auf ein Stück gehen. Demnach werden die 70,000 Malter eingeführten Kelterobstes 3500 Stück Aepfelwein gegeben haben. Im Durchschnitt kostete das Malter 2 fl. 42 kr. Inclustve des Arbeitslohns und der städtischen Accise, per Malter 30 kr., waren 232,000 fl. zur Erzeugung dieses Quantums Aepfelwein erforderlich. Darmstadt. Der durch seine langjährige Thätigkeit theils als Landtagsabgeordneter, theils als Lehrer an der Universiiät Gießen vekannte Verfasser der Deutschen Na⸗ lonal⸗Literatur“ Professor Hillebrand, ein 83jähriger, aber geistig noch rüstiger Greis, welcher seit mehreren Jahren fast vollständig erblindet war, wurde von unserem als lüchtiger Operateur bekannten Augenarzt Dr. Adolph Weber mit solchem Erfolg operirt, daß er nunmehr wieder in gewohnter Weise seinen Lieblingsstudien obliegen kann. „ Das Hundebellen. In seinem Werk: „Naturtöne“, sagt Gardiner, daß die Hunde in wildem Zustande nie bellen, wie dies bei den australischen Hunden der Fall ist, sondern nur heulen, knurren und winseln; nur die zahmen Hunde hätten das eigentliche Gebell. Ebenso berichtet Sonni, daß die Hunde in Aegypten nicht bellen, während diejenigen, welche Columbus mit nach Amerika genommen, daselbst alle Neigung zum Bellen verloren. Bennet meint, das Bellen der Hunde sei etwas Erlerntes, ein Versuch, zu sprechen, der aus dem Umgang mit dem Menschen herrühre. Ein französischer Componisi Asis“„Fernando el Catolico“, die Goelette „Isabella“„Condor“ und der Panton„Cristina“ warf den Hund seiner Frau zum Fenster hinaus, weil er— unausstehlich falsch gebellt! loshieb stüctw brei S Mensc Klafter wel 6 far, Triesiet beim Milill gestorb isterrei schwer, lare U Apparat pferd vet Ende an schweres Grube h 215 werle Zahlut bei jet Zahlu scheint tnysehle. Ungebrz der Nest rerititen. hatriarch Groß · lauf der dung des tr sagn, denaunten sersttät in zunterhall sich nicht Aufnabnt it Anstalt 8 1 „„ Garibaldi. In der italienischen Zeitschrift „Movimento“ berichtet Jemand über den Besuch, den er kürzlich Garibaldi auf der Insel Caprera abgestattet hat: Garibaldi lag im Bette; es war 8 Uhr Morgens und er hatte gerade vorher ein Bad genommen. Er war, wie immer, ruhig, freundlich und zuvorkommend.„Ich leide jetzt weniger,“ sagte er zu seinem Gaste,„allein ich werde alt; was ist da zu machen? Ich bin eine alte Barke, die weit herumgefahren ist. Bald fehlt eine Planke, bald ein Nagel, immer etwas. Allein der gute Wille hilft uber allen Schaden weg. Wenn mein Land der letzten Planke dieser Unglücksbarle bedarf, bringe ich ihm willig das Opfer.“ Seine Familie, namentlich die Gemahlin Menotti's, behandelt ihn mit der zärtlichsten Pflege. Menotti selbst ist ein tüchtiger Landwirth und arbeitet jeden Tag mit Pflug oder Hacke im Felde. Die Bewohner von Caprera führen ein wahrhaft patriarchalisches Leben. Es gibt dort eben so wenig Streit, Diebstahl, Todtschlag, als es Polizei, Gendarmen und Mauthbeamten gibt. 3 Ueber den Fang des Haifisches, welcher in dem Triester Golf einen Badenden so gräßlich verstümmelt hat, entnimmt die Bohemia einem Privatschreiben Folgendes. Die Fischer des Küstenortes Lucovo hatten große Netze im Meere ausgespannt. Am 16. September kam nun der Hai auf seiner Wanderung in die Bucht von Lucovo und ging ius Netz. Alles, was Hände und Füße hatte, be⸗ theiligte sich an der Zusammenziehung des schweren Netzes, der Haifisch wurde darin complet eingewickelt und konnte glücklicherweise das Netz nicht zerreißen. Als man ihn mit Mühe ans Land zog, standen zwei Fischer mit scharfen Hacken bereit, die sogleich auf den Kopf wie Holzhauer loshieben. Er wurde unter den stärksten Anstrengungen stückweise zerhackt und herausgezogen. Der Kopf war über drei Schuh lang, in dem geöffneten Rachen hatte ein sensch vollkommen Platz. Das ganze Thier war drei Klafter lang, 18 Centmner schwer, die Leber allein wog zwei Centner. In seinem Magen fand man drei Thun⸗ fische von circa je 30 Pfund.— Die heute eingetroffene Triester Zeltung meldet, daß der am 1. September d. J. beim Baden im dortigen Hasen von dem Haifische gebissene Militär⸗Verpflegs⸗Offizial Herr Joseph Glaser am 10. d. gestorben ist. % Ein neues Geschütz. In England werden gegenwärtig Versuche mit dem Moncrieff'schen Apparat für Positionsgeschütz gemacht, welchen viele fremde, u. a. österreichische und preußische Offiziere anwohnen. Es ist schwer, von dieser neuen und wichtigen Erfindung eine klare Vorslellung zu geben. Die Hauptbestandtpeile des Apparats lassen sich mit einem gewöhnlichen Kinderschaukel⸗ pferd vergleichen. Das Geschütz, welches an dessen hinterem Ende angebracht ist, wird durch ein am Kopfe angebrachtes schweres Gewicht in die Höhe gehalten und ragt so aus der Grube hervor, in der der ganze Apparat steht. Ist nun der Schuß abgefeuert, so drückt der Rückschag das Geschültz— trotz dem om Kopfe des Schaukelpferdes angebrachten Gewichtes— in die Grube zurück, wo es durch einen Einschnapphaken festgehalten und unter dem Boden ver— borgen wird, bis es aufs neue geladen und nach Zurück— ziehen des Hakens durch das Gewicht am Kopfe wieder in die Höhe gehoben wird. Die Bedienungsmannschaft ist demnach gar nicht und das Geschütz nur im Augenblicke des Feuers einem horizontalen Feuer ausgesetzt, daher würde blos ein vertikales Feuer von Wirkung sein, doch ist die Grube aus der Entfernung so wenig sichtbar, daß ein so genaues Zielen fast unmöglich wird. 1„ Hohes Alter. In der Gemeinde Dämas im Bihärer Comitate lebt zur Stunde ein rumänischer Feld— arbeiter, der 115 Jahre zählt, aber trotz dieses hohen Alters wie ein wohlerhaltener Sechsziger ausstieht. Er ist noch im vollständigen Besitze seiner sämmtlichen Sinne und von einer körperlichen Beweglichkeit wie ein Jüngling. Die schwierigsten Gebirgswege legt er mit einer erstaun⸗ lichen Leichtigkeit zurück. Er war nur einmal verheirathet und seine Frau, welche gleichfalls ein sehr hohes Alter erreicht hate, starb erst vor wenigen Jahren. Er hatte zehn Kinder, von denen indeß nur noch eines, ein Sohn, am Leben ist; der Letztere steht gegenwärtig im 70. Lebens- jahre. % Französische Wechsel. Die„Berl. B..“ macht auf einen Uebelstand aufmerksam, der oft zu Weiterungen aller Art Veranlassung gibt: alle französischen Wechsel, die auf Frankreich gezogen und dort acceplirt sind, werden mit dem französischen Wechselstempel versehen. Das französische Gesetz verbietet aber ausdrücklich, daß durch diesen Siempel hindurchgeschrieben werde, und es werden alle so durch Durchschrift verdorbenen Stempel als nicht erfolgt angesehen, so daß vielfach aus diesem Grunde die Einlösung verweigert wird und nicht blos Protestkosten, sondern auch noch Stempelstrafen erwachsen. Da offenbar bei diesen Verhältnissen nur eine Unkenn miß der französischen Vorschrist odwaltet, soll diese Noliz den Zweck haben, vor Verlusten zu schützen, welche hieraus hervorgehen. „„ Ein amerikanisches Duell in Prag. Die „Bohemia“ erzählt, ein pensionirter österreichischer Haupt⸗ mann, ein Pole, habe sich in Folge cines sogenannten amerikanischen Duells erschossen. Die näheren Umstände, unter welchen dies geschah, find höchst merkwürdig. Der verhängnißvolle Schuß erfolgte Nachts um 3 Uhr. Der Zimmernachbar, ein Wundarzt, wird dadurch geweckt und begegnet, als er sich rasch erhob, um nachzusehen, was es gebe, im Vorzimmer einem Fremden, der ihm mittheilt, der Herr Hauptmann neben habe sich erschossen, worauf er sich entfernte. Der Wundarzt findet den Unglücklichen in Uniform auf einem Sessel vor einem Tischchen sitzend, mit einer tiefen Schußwunde in ber Stirn, aber noch bel vollem Bewußtsein. Auf dem Tisch lag der Revolver unb in der Schublade eine kleine schwarze Kugel nebst einem Blatt Papier mit den Worten:„Lieber Freunb Jäger! Ich habe die schwarze Kugel gezogen, vernimm, wie ein Pole stirbt.“— Wer war der Frembe, der bei der schauber⸗ haften That zugegen war? Ist der Unglückliche seiner Wunde bald darauf erlegen? Die„Bohemia“ gibt darüber keine Auskunft. Die Liebesgaben für die Wasserbe⸗ schädigten der Ostschweiz werden mit einem edlen Wetteiser von allen Seiten ge⸗ spendet. Wahrhaft rührend ist es, was der„Nouvell. vaud.“ aus dem Kanton Wallis erzählt:„Als am letzten Sonntag beim Gottesdienste der Zuchthauspfarrer den Sträflingen den Aufruf der Regierung zut Samm⸗ lung von Liebesgaben für die Wasserveschäbigten vorlas, wurden die Sträflinge so von Milleid ergriffen, daß sie sosort eine Subscripuion veranstalten zu dürfen verlangten; eine Liste wanderte durch die Zellen und es wurden bei läufig 500 Fr. gezeichnet, zu entheben aus dem Vermögen oder den Ersparnissen der Gefangenen. Solche Züge können mit manchen Fehlern der meunschlichen Natur wie⸗ der versöhnen.“ Allenthalben bilden sich Comités und werden Hauskollekten veranstaltet, die überall mitleibige Herzen und offene Hände finden. Selbst die Armen schlie⸗ en sich nicht aus. So berichtet man von Altstätten der „St. Galler Zig.“:„Einer der Einsammler sagte mir: wir kamen in manches Haus, wo es nöthiger schien, die Gaben zu geben, die wir empfingen.“ Auch außerhalb der Schweiz, namentlich in Deutschland, mehren sich die Gaben für die Wasserbeschädigten in erfreulicher Weise. Außer Stuttgart, Ulm, Frankfurt, haben nun auch Augs⸗ burg(Allg. Zig.), Mannheim, Karlsruhe, Darmstadt Wiesbaden, Mainz u. a. Sammlungen organisirt.— Auch die Redaction des in Pest erscheinenden„Ungarischen Lloyd“ sordert zu Liebesgaben auf, indem sie daran erinnert, daß im Jahre 1863 einzig der Canton Zürich für die Nothleidenden Ungarns 30,000 Fr. zusammen⸗ gelegt habe. Für die Wasserbeschädigten in der Schweiz sind uns folgende Gaben zugekommen: S. Stahl 30 kr. — Schuhmacher Leopold 1 fl.— Director Dr. Matthias 5 fl.— Bl. in Wohnbach 1 fl.— Ungenannt aus Nau⸗ beim 1 fl. 45 kr.— Frau Professor Köhler 1 fl.— Hot. 1 fl.— Frau Schff. 2 fl.— Zusammen 13 fl. 15 kr. Zu Annahme weiterec Gaben erbietet sich Die Expedition des Anzeigers für Oberhessen. Graunkohlen- Verkauf. 2415 Für die gegen Credit zu beziehenden Braunkohlen beginnt auf dem Großherzoglichen Dorheimer Berg; werke mit dem 1. October d. J. eine neue Creditperiode, laufend bis Ende Dezember und verbunden mit einer Zahlungsfrist bis Ende März 1869. Der Preis der Koblenklötze ist wie setther 12 lr. für den Centner= 14 Stück Klötze Die Fuhrleute wollen die Gegenscheine, welche ihnen bel Abgabe des Bürgscheins eingehändigt werden. bei jedem Kohlendezuge mitbringen, damit die einzelnen Bezüge in dem Gegenschein notirt werden können. Bei Zahlung der Credlisumme an Großherzogliche Bergkasse zu Friedberg ist gleichfalls die Vorzeigung des Gegen scheins erforderlich. Dorheimer Bergwerk den 30. September 1868. Großherzogliches Bergamt Dorbheim Main ⸗Weser⸗ Bahn. 2539 Donnerstag am 22. October!. J. werden die Welden auf dem Bahngelände an die Meistbtetenden in einzelnen Loosen versteigert und zwar: 1) Vormittags 7 Uhr auf der Station Vilbel die in der Nähe des Bahnhofes und an der Niddabrücke befindlichen Welden. 2) Vormittags 8 Uhr, in der Gemarkung Kloppen⸗ heim, an der Kloppenheim⸗Dortelweiler Grenze anfangend. 3) Vormittags 9 Uhr, in der Gemarkung Nieder⸗ Wöllstabt, zunächst der Okarbener Gemarkungs grenze. 4) Vormittags 10 Uhr, an der Bruchenbrücken⸗ Zauerbacher Gemarkungsgrenze. Gießen am 15. October 1868. Der Bahn- Ingenieur Na b m. Versteigerung alten Bettstrohs. 2549 Samstag den 24. d. M., Vormittags ½9 Uhr, wird das alte Beitstroh aus den Betten der beiden Casernen dabter parthienweise an den Meißbtetenden öffentlich versteigert werden. Anfang der Versteigerung in der Buigcaserne. Friedberg den 17. October 1868. Nisch well, Oberquartiermeister. Arbeits- Versteigerung. 2548 Dtienstag den 27. October, Vormittags 9 Uhr, soll auf dem Gemeindehaus zu Oppershofen das * von Planirarbeit im Betrage von 846 fl. ner öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Gambach den 16. October 1868. Schneider, Bezirks ⸗Bauausseher. Storch Das Gas 2551 und seine Mängel find wiederholt Gegenstand öffentlicher Rüge gewesen und hieran reiht sich die Klage über die nachlässige Behandlung der öffentlichen Straßen ⸗ Beleuchtung. Wenn die Verwaltung der Gasanstalt nicht von selbst fich bestreben will, in dieser Beziehung sowohl als in Bezug auf gute Qualität und Reinheit des Gases ibre Vertrag spflichten zu erfüllen, so ist es Sache der einschlägigen städtischen Behörde, mit aller Strenge gegen solche fortgesetzte Ungehöttgkeiten einzu schreiten. Damit dies aber geschehen kann, ist vor Allem nöthig, daß der Herr Beleuchtungsinspector selbst und die flädiischen Poltzeibediensteten nicht minder ein genaues Augenmerk darauf haben und namentlich die letztern diesem Gegenstand eiwas mehr Aufmerksamkeit schenken als bisher der Fall gewesen zu sein scheint. Wenn dies geschieht, und jedesmal, wenn eine Latecne irgendwo schlecht oder gar nicht brennt, die Anzeige und Bestrafung eintritt, wie der Vertrag vorschreibt, so dürfte bald keine Veranlassung zur Klage sich mehr finden lassen! 15 Centner 2553 gutes Heu bal zu verkaufen Heinrich Gemecker, in Nieder- Florstadt. Ein Pferd, 2563 zwölf Jabte alt, steht zu verkausen bel G. Philippi, im steinernen Hause. 2559 Bei Bin dernagel& Schimpff in Fried⸗ berg ist folgende Schrift vorräthig: Adolph Mitzenius über Luther und die Kirche unserer Tage, oder: Wo ist Licht und wo noch nicht? Preis: 9 kr. 2552 Alle Sorten Strick-& Terneaurwolle in großer Auswahl bei M. Volk. 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Bindernagel& Schimpff. Bestellungen für uns nehmen an für Nidda F. Trebes in Nidda. „ Hungen L. Schneider in Hungen. Mein Putz- und Mode-Geschäft, 2564 welches für die Wintersaison schönstens assortirt ist, erlaube ich mir in empfehlende Erinnerung zu bringen. Aufträge werden bei reellen Preisen geschmackvoll und möglichst rasch ausgeführt. Friedberg. K. Friedrich neben der Post. Realcredit-Bankgelchäft. 2421 Kapitalsuchende, sowie Solche, welche Kapitalien auf sichere Hypotheken auszuleihen wünschen, wollen sich wenden an Darmstadt, Rheinstraße 26. 7 7“ 7 7 W. Reulin Hofgerichtsadvokat. 4 Wenn Hog Lebens- versicherungs-Bank für Oeutschland in Gotha. Versicherungsbestand am 1. Oetober 1868 39,450,000 Thlr. Effectiver Fonds am 1. Oetober 1868 16,230,000 Jahreseinnahme pr. 1867 2, 608.093 Dividende der Versicherten im Jahre 1868 36 Proz. 1869 39 Proz. Diese Anstalt gewährt durch den großen Umfang und die solide bypothekarische Belegung 1 5 71 9. 1 der vorhandenen Fonds eben so nachhaltige Sicherheit, wie durch die unverkurzte Vertheilung der Ueberschüsse an die Versicherten möglichste Billigkeit der Ver⸗ sicherungskosten. 2485 Versicherungen werden vermittelt durch Hofgerichts⸗Advocat G. Trapp II. in Friedberg. Orts einnehmer L. Köhler in Büdingen. Domänenpfandmeister Müller in Nidda. Nützliehste und billigste Moden-Zeitung. Die Modenwelt Illustrirte Zeitung für Toilette und Handarbeiten. Preis fur das ganze Vierteljahr 36 Kr. Monatlich zwei Nummern in grässtem Format à 8 Seiten. Mit mindestens gleich vielen Abbildungen, wie die theuersten ähnlichen Journale. Ausserdem jährlich 12 Beilagen mit ea. 160— 180 Sehnittmustern für alle Gegenstände der Toilette und eirea 400 Musterzeichnungen für Weissstickerei, Soutache ete. 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Immer, Prof. der Theologie. 80. Eleg. brosch. Preis 21 kr. BVorrätbig bei Bindernagel& Schimpff in in der Buchhandlung von Die Thouwaarenfabrik 2234 von A. Riegelmann& Comp. zu ßechen⸗ mübl bei Hanau empfiehlt Patent⸗Dachziegel, Hohlbacksteine, Illustrirter Familienkalender. Mit dem vorgeschriebenen Stempel. Der Verkauf ohne Stempel ist gesetzlich verboten. Zu haben bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Casino. 2556 Dienstag den 20. October, Abends von 7—8 Uhr, findet die Wahl des Präsidenten, Mittwoch den 21. Oct. von 6—8 Uhr Abends die des übrigen Vorstandes flatt. Friedberg den 17. October 1868. Dau 5. Zu vermiethen 2561 ein geräumiges, möblirtes Zimmer auf der breiten Straße in Nr. 297. Todes Anzeige. 2560 Entfernten Verwandten und Freunden die traurige Nachricht, daß der Apotheker Herr J. Kranz heute Nacht nach Jwöcheatlichem schweren Leiden sanft entschlafen ist. Um fille Theilnabme bitten Nauheim den 16. October 1868. die trauernden Hinterbliebenen. FFP Kirchen buchsanuszüge. Evangelische Gemeinde. Getraute: 11. October. Karl Leperzapf, Bürger zu Butzbach und Schuhmacher, wohnhaft zu Frankfurt a. M., Sohn des Bürgers und Schuhmachermeisters Christoph geper⸗ zapf zu Butzbach und Anna Marie Bollonier, Tochter des hies. Bürgers und Krankenwärters in der Kraulken⸗ anstalt Christoph Bollonter. 15. Oetober. Wilhelm Sturmsels, hiesiger Bürger und Apotbeker, Sohn des Schullehrers Job. Philipp Stucmfels zu Roßdorf, Kr. Darmstadt, und Karoline Friederike Fritschi aus Donaueschingen, Großberzogttzum Baden, Tochter des fürstl. Fürstenbergischen Archiv⸗ Registrators Joseph Friischi daselbst. 15. October. Dr. Johann Georg Jakob Ludwig Matthias, pract. Arzt zu Echzell, Kr. Nidda, Sohn des Directors der Großberzoglichen Taubstummen⸗Austalt dahier Dr. Ludwig Christian Matihlas und Clara Louise Dalquen, Tochter des 7 Großh. Kreisarztes Dr. Konrad Joseph Dalquen zu Osthofen, Kr. Worms. Beerdigte: Heinrich Ludwig Hatteroth, Sohn des 4 biesigen Bürgers und Kaufmanns Heinrich Wilhelm 11. October. 5 Hatteroth, alt 35 Jabre 6 Monat, gest. den 10. Oct. 12. October. Johanna Henriette Friedertke Wilhelmine Sophie Steintärßer, Töchterchen des Großherzoglichen Stabsarztes Dr. Joh. Heinrich Steinhäußer, alt 6 Jab 1 Tag, gest. den 10. Oct. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Drainröhren. 2 Friedberg. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 000/00 2 61 n 5 — — Gul — gelte 1 Das Mobil desselb beilieg Con: den de und d Kosten Belt an die Gem die f dossen Beile Staal im Ni. nuch Kaste in gend Ader Nenn b 10. 4 schnger 911 Jan J. 9 lulhen