Tapeten Twesie. da. nubiz⸗ en 4 ertdel l Wolf 0 Friedrig dr en 1868. Dienstag den 19. Mai. N 59. Anzeiger für Oberhessen. 1 Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. enthalt die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. ——— Amtlicher Theil. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. find im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden: Nr. 91. Nr. 92. Poflvertrag zwischen dem Norddeutschen Bund und Norwegen vom 17. Februar 1868. Gesetz über die Aufhebung der polizeilichen Beschränkungen der Eheschließung vom 4. Mai 1868. Nr. 93. Geseß, betreffend die Erhebung elner Abgabe von der Branntweinberestung in den Hohenzollern Ländern vom 4. Mai 1868. Nr. 94. rathe des deutschen Zollvereins vom 8. Mat 1868. Bekanntmachung, betreffend die Enthebung des königl. bayertschen Staatsmintsters v. Schlör von seiner Funktion als Bevollmächtigter zum Bundes Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und den Polizeicommissär zu Wickstadt. Zetreffend: Die Regulirung der Einkommenfteuer, hier die Bildung der Einschätzungs-Commission. Bei Regulirung der Einkommensteuer, welche vom 1. Juli d. J. erhoben werden soll, haben unter Anderen auch die Ortsvorstände in bedeutendem Maße mitzuwirken. Namentlich ist im Art. 13 Absatz 3 des Einkommensteuergesetzes vom 11. v. Friedberg den 15. Mai 1868. M. bestimmt, daß bei Aufnahme des Verzeichnisses der Steuerpflichtigen sowohl, als zur Beschaffung der erforderlichen Nachrichten über deren Vermögens- und Einkommensverhältnisse sich der Vorsitzende der Einschätzungscommission nach seinem Ermessen der Mitwirkung der Gemeindevorstände, welche ullen seinen Anforderungen Folge zu leisten schuldig sind, zu bedienen haben. Obgleich wir im Allgemeinen keinen Zweifel darüber haben, daß die Gemeinde vorstände ihren oben erwähnten gesetzlichen Ver— flichtungen nachkommen werden, so hängt doch der Erfolg der sehr schwierigen ersten Veranlagung der Einkomme nsteuer zum großen Theil avon ab, wie die sehr specielle Kenntniß, welche die Ortsvorstände von den Erwerbs- und Einkommensverhältnissen der Gemeindeangehörigen besitzen pflegen, für den vorliegenden Zweck verwerthet werden kann. Im Auftrag Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 12. l. M. zu Nr. M. d. J. 5980 empfehlen wir Ihnen, unter Hin⸗ veisung auf die vorliegende gesetzliche Bestimmung und die Wichtigkeit einer gleichmäßigen vollen gesetzlichen Veranlagung, durch welche allein fir die Zukunft der Bedrückung des Einzelnen vorgebeugt werden kann, die Einschätzungscommissionen, beziehungsweise deren Vorsitzende, bit allen Kräften zu unterstützen, namentlich also allen Anforderungen der Vorsitzenden der Einschätzungscommissionen mit Pflichttreue folge zu le isten. e, ee dere Aa e l e „ an die Schulvorstände des Kreises. betreffend: Die Unterstützung der Volksschulleher aus den Provinzlalschulsonds. Durch die Post erhalten Sie das Ausschreiben Großherzoglicher Oberstudien⸗Direktion an die Großherzogliche Kreis Schulcommission „um 30. April J. J.(Nr. 23 des Amtsblattes) zur Nachachtung und Bedeutung der Lehrer mit dem Anfuͤgen, daß der Termin zur ersten Einsendung der demselben anliegenden Tabelle auf Ende November l. J. statt Ende Mai an Großherzogliche Oberstudien⸗Direktion bestimmt worden ist. B „ ch u Friedberg den 16. Mai 1868. Trapp. n 3. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß zu den nach Art. 12 des Gesetzes vom 11. April l. J.»die Einführung einer Enkommensteuer betr.“ zu bildenden Einschätzungscommissionen heute von dem Bezirksrathe des Kreises Friedberg gewählt worden sind. . 1) Für die Einschätzungscommission des Steuercommissariats Friedberg. a. Zu Mitgliedern: Seligmann Hirschhorn, Ellenwaaren— kindler zu Friedberg; Johannes Steinhäußer, Beigeordneter zu Friedberg; Philipp Best, Bürgermeister zu Bruchenbrücken; Georg Stoll, Mirgermeister zu Nieder⸗Woͤllstadt. b. Zu Ersatzmännern: Großherzoglicher Buͤrgermeister Blecher zu Ober⸗Rosbach; Großherzoglicher Bürger- müster Gröninger zu Ockstadt. 2) Für die Einschätzungscommission des Steuercommissariats Butz bach. a. Zu Mitgliedern: Küchel, Bürgermeister zu Butzbach; dc ob Wißler zu Butzbach; Bürgermeister Reitz zu Soͤdel; Rentamtmann Mengel zu Griedel; Rechner Kuhl zu Butzbach. b. Zu Ersatz⸗ minnern: Bürgermeister Jöckel zu Ober-Mörlen; Buͤrgermeister Krämer zu Rockenberg; Louis Vogt zu Butzbach. 3) Für die Einschätzungscommission des Steuercommissariats Büdingen. fanh zu Darmstadt, Gutsbesitzer zu Staden. 40 Für die Einschätzungscommission des Steuercommissariats Hungen. b Zum Ersatzmann: Bürgermeister Wilhelm Philippi zu Wohnbach. Friedberg den 16. Mai 1868. Zum Mitglied: Freih. Wilhelm Löw von und zu Stein- a. Zum Mitglied: Ernst Heyer II. von Wölfersheim. Großherzogliches Kreisamt Friedberg er u d. Hessen. Darmstadt. Der Vorsitzende lei Finanzausschusses II. Kammer, Abgeordneter Wernher, hat an das Gr. Kriegsministerium foßendes Schreiben als Antwort auf die über- Lveihte Denkschrift, welche wir unsern Lesern im Aitzuge mitgetheilt haben, gerichtet: In ber Elgenschaft als dienstthuender Präsident der pin Kammer und als Vorstand des Finanzausschusses, ul der Unterzeichnete der Gr. Militärverwaltung für die heiden übersandten Exemplare einer Denkschrift, welche die ansichten des Kriegsministeriums über die Ausführung der Militärconvention zum Gegenstand hat. Lie bezeichnete Denkschrift kann, der Natur der Sache 455, nur bie Absicht haben, die Speclal-Vorlagen ein⸗ le in vorzubereiten und als ein Ganzes zusammenzu⸗ n, welche das Gr. Kriegsministerium der Kammer Au deckung der vermehrten Militärbedürfnisse zu machen, ex anlaßt ist. de Denk schrift, als solche und allein stehend, ist kaum län, der Gegenstand eines prüfenden Berichtes des Als usses und ablehnender, oder zustimmender Beschlüsse b6h Aemmern zu sein. Ein solcher Wechsel von Denkschriften zwischen Regierung und Kammern würde zu keinem positiven Resultat führen und ist ohne Vorgang in unseren ständischen Verhand- lungen. Stände haben die Special⸗Vorlagen abzuwarten und in der Denkschrift die allgemeinen Motive zu den⸗ selben zu finden. Indessen kann es von reellem, die Ver⸗ einbarungen fördernden Erfolg sein, auf diese Vorlagen, auch von ständischer Seite jetzt schon sich vorzubereiten und die Materialien zu sammlen, und zu erkennen, welche zur Prüfung und glücklichen Löͤsung der vorliegenden so schwierigen Frage uns unbedingt nothwendig erscheinen. Ich erlaube mir unmittelbar zur Sache überzugehen. Extraordinarium. Die Verfassung des Norddeutschen Bundes erwähnt der Abtheilung des Militärbudgels in Ordinarium und Extraordinarium nur gelegentlich bei dem möglichen Bau neuer Bundesfestungen, die Militärconvention erwähnt dieser wichtigen Theilung explioite gar nicht. Indessen liegt dieselbe implioite in der kurzen Frist, die uns zur Ausführung der preußischen Heereseinrichtungen gegattet ist und in der Hinweisung des Art. 14, Absatz 2, der Convention auf das preußische Militärbudget, welches diese Abtheilung kennt. Der Ausschuß bittet: I. um Mittheilung des jüngsten preuß. Militärbudgets und der königlichen Verfügungen, welche dieser Theilung des preußischen Militärbudgets zu Grunde liegen mögen; II. bei der erwarteten definitiven Vorlage über das Extraordinarium pro 1868, dem die speciellen Kosten⸗ berechnungen beiliegen werden, wird es erforderlich sein, bei den Posten, in welchen es zweifelhaft sein kann, die Motive mitanzugeben, aus denen die Ausgabe in das Ertraordinarium verwiesen worden sei. Ordinarium. Der Finanzausschuß der zweiten Kammer steht Großh. Ministerium nicht nach in der Achtung der Vertragstreue und der redlichen Erfüllung der durch die Militärconventlon übernommenen Verpflichtungen gegen Preußen. Wir müssen aber mit Sicherheit voraussetzen, daß Gr. Ministerium, auf Grundlage der mit Preußen ver einbarten Formation der hessischen Diviston und der obli⸗ gatorischen, eingeführten, oder noch einzuführenden preuß. Organisationen, wie solche in dem preuß. Militär ⸗Etat in Voranschlag gebrachl sind, bereits ebenfalls voranschläg⸗ liche Berechnungen hat ausstellen lassen zur eignen Orien⸗ tirung und Erkenniniß der Bedürfnißzahlen für die lau⸗ fenden Militärausgaben des Jahres 1868. Der Ausschuß erwartet die Mittheilung dieser Berech⸗ nungen, welche die thalsächliche Motivirung der angefor⸗ derten 225 Thaler pro Mann der Friedensstärke find und welche weder dem preußischen Abgeordnetenhaus, noch dem Norddeutschen Reichstag vorenthalten worden sind. Für die Stände des Großherzogthums wird die Einsicht dieser Berechnungen umsomehr zur unabweisbaren Pflicht, als die erweiterten Militärbedürfnisse, da die Einführung der preußischen Heereinrichtung erst am 1. Oktober 1868 wird zum Abschluß gekommen sein, in schwer wiegenden Posten nicht zur wirklichen Ausgabe für das ganze laufende Jahr kommen werden, das nicht Ausgegebene, d. h. Ersparte, zwar für das Oberhessische Contingent in die Bundeskasse zu fließen hat, die Ersparnisse für Starkenburg und Rhein⸗ hessen dagegen unserer Hauptstaatskasse zu Gut kommen. Zu diesen Berechnungen wird wesentlich auch eine Darstellung der Gagen, Bezüge und Löhnungsverhältnisse gehören, wie solche sich für Chargen und Mannschaften aus Einführung des Preußischen Modus in Vergleichung mit den bisherigen Hessischen Einrichtungen ergeben. Darin ist mit Nothwendigkeit auch die Angabe derjenigen Bezüge enthalten, welche von nun an, als durch Preußische Einrichtungen erseßt, wegzufallen haben. Eine Consequenz des Artikels 70 der Norddeutschen Bundesverfassung wird es sein, daß die Rechenschaft der Militärverwaltung an die Stände des Großherzozthums sich nicht in dreijährigen Perioden vereinigen, sondern in Jahresabrechnungen werden abgelegt werden. Eine andere, als diese Veränderung der Eintheilung der Rechnungs⸗ ablage, ist durch die Militärconvention nicht gegeben, sämmtliche verfassungsmäßigen Rechte und Pflichten der Rechenschast, wie solche der Art. 68 der Versassung vor⸗ schreibt, sind unangetastet und werden von den Ständen behauptet werden. 5 Ueber die Vermittlung der bisherigen Pensionsansprüche der hessischen Offiziere und Verwaltungs-Beamten im Offiziersrang mit den einzuführenden Preußischen Pensions⸗ Normen sehen wir einer besonderen Vorlage entgegen, und zwar um so mehr, wenn es richtig steht, daß in den Staaten des Norddeutschen Bundes die Militärpensionen aus den 255 Thalern pro Mann der Friedensstärke gedeckt werden, während in Hessen die Militärpensionen bisher außer den Militärbudgets standen und zur Rechnung kamen. Eine solche Mehrbelastung der Gr. Staalsan⸗ gehörigen wird auf die Dauer nicht ertragen werden und würde ein schwerer politischer Fehler sein. Wo die Truppen Garnison haben sollen, war in Hessen immer der Enischeidung des Landes- und Kriegsherrn überlassen, erst bei der Frage der Mittel treten diese Ent⸗ scheidungen in den Kreis der ständischen Rechte. Der Ausschuß würde daher seine Besugnisse nach zwei Seiten Aberschreiten, wenn er die gemachten allgemeinen Mit⸗ theilungen über die Absichten der Militärverwaltung bei Garnisonirung der Division jetzt schon zum Gegenstand einer Erörterung machen wollte. Wir haben abzuwarten, dis spezielle Vorlagen an die Kammer kommen und diese an uns überwiesen werden. Die Aeußerungen der Denkschrift über Einführung und Publikation der Preußischen Militärgesetze berühren das Ressort des Finanzausschusses nicht unmittelbar, es wird der demnächst zusammentretenden Kammer zustehen, wenn und wie sie es für angemessen hält, ihren Gesetzgebungs⸗ ausschuß damit zu befassen. Darmstadt, 30. April 1868. Im Namen des Finanzausschusses: Wernher. — Unterm 10. d. wurde mittelst Allerhöchster Entschließung Oberlieutenant in Pension Schmidt zum charakterisirten Rittmeister befördert und der Hospitalverwalter bei dem Militärhospital Fried⸗ berg, Hauptmann Hoffmann auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen und treu⸗ geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt und ihm gestattet, die Uniform seines Grades mit dem Abzeichen der Pensionaire zu tragen. Friedberg. An Stelle der früher un⸗ regelmäßigen Sitzungen unseres Gemeinderaths sind seit einiger Zeit regelmäßige eingeführt worden, und finden dieselben jeden Dienstag Nach⸗ mittag um 4 Uhr auf hiesigem Rathhause statt; da einem früheren Beschlusse gemäß, die Gemeinde⸗ raths⸗ Sitzungen öffentlich sein sollen, so ist damit ein für allemal Jedermann Gelegenheit gegeben, denselben beizuwohnen. Mainz. Das„Frft. J.“ berichtet: Nach neueren Dispositionen werden die hessischen Truppen Ende l. M. die hiesige Garnison beziehen. Fast gleichzeitig wird die Strafcompagnie von Baben⸗ hausen hierher verlegt; auch die Sträflinge und Baugefangenen des 11. Armeetorps werden in der hiesigen Festung internirt werden und an den bevorstehenden Umbauarbeiten einiger Wälle it. sofort Verwendung finden. Preußen. Berlin, 15. Mai. Zoll⸗ parlament. Tagesordnung: Vorberathung über die Tabaksteuervorlage. Es werden Abänderungs⸗ anträge von Runge, Hagen, Krieger, Fabricius, Twesten und Schleiden eingebracht. Zur General Debatte haben sich 35 Redner gegen die Vorlage gemeldet. Gumbrecht erklärt sich für die Vorlage und sagt, die Erhöhung einer Produktionssteuer vermindere den colossalen Tabakschutzzoll. Der Entwurf sei ein Compromiß der Regierungen, dem man nicht schroff entgegentreten solle. Er gibt den direkten Steuern den Vorzug. Der Tabak sei das beste Objekt zu direkter Besteuerung, weil er bis jetzt in Deutschland geringer als in England und Frankreich besteuert sei. Weber srricht gegen die Vorlage und bemerkt, der Gesetz. entwurf erhöhe den Schutzzoll, statt ihn zu ver⸗ mindern. Metz spricht gegen die Vorlage. Wede⸗ meyer spricht für die Vorlage, indem dieselbe einen Artikel besteuern wolle, welcher nur ein Luxus und eine schädliche Gewohnheit sei. Twesten motivirt sein Amendement. Der Bundescommissär Michaelis führt aus, die Steuererträge und die Zollerträge müßten Schritt halten mit der Ent⸗ wickelung der Bevölkerung. Die Tarifsermäßigungen betrügen schon fünf Millionen. Von allen be⸗ steuerungsfähigen Gegenständen sei der Tabak am wenigsten besteuert. Schloer spricht für die Vor- lage. Bebel spricht gegen die Tabaksteuervorlage. Bei Errichtung des Nordbundes habe man eine Verminderung der Lasten in Aussicht gestellt und nun bringe man den Süddeutschen als Morgen- gabe eine Mehrbelastung. Schleiden spricht für, Cramer gegen die Vorlage, worauf der Schluß ver Generaldebatte und der Sitzung stattfindet. Baden. Die zur Einrichtung der badischen Landwehr hierher commandirten königl. preußischen Offiziere haben Karlsruhe wieder verlassen. Freiburg. Das Freiburger Domcapitel hat folgende Candidaten zur Wiederbesetzung des erzbischöflichen Stuhles in Vorschlag gebracht: Bischof v. Ketteler, Weihbischof Baudri von Köln, Bischof Martin von Paderborn, Bischof Eberhard von Trier, ferner den Weihbischof Kübel von Freiburg, die Domkapitulare Orbin und Weikun und Pfarrer Miller von Krotzingen. Anfängliche Gerüchte ließen auch den Stadtpfarrer Thissen in Frankfurt auf der Liste erscheinen. Oesterreich. Wien. Abgeordnetenhaus. Der mit den deutschen Zollvereinsstaaten abge- schlossene Zoll- und Handelsvertrag wurde nach nochmaliger Befürwortung des Handels ministers genehmigt. — Das Herrenhaus hat, nach Adlehnung aller Minoritätsanträge, das interconfessionelle Gesetz nach dem Antrage der Commission, somit im Wesentlichen nach der Fassung des Unterhauses, in zweiter und dritter Lesung angenommen. — Der Finanzausschuß des Abgeordneten⸗ hauses hat mit 20 gegen 2 Stimmen das Brestel'sche Vermögenssteuerprojekt abgelehnt und dann mit 14 gegen 8 Stimmen sich für den Antrag erklärt, daß den Staatsgläubigern ein Abzug von 25 Prozent zu machen sei. Der Ministerpräsident Fürst Auersperg erklärte, die Regierung könne einem Beschlusse nicht folgen, der eine Ungerechtigkeit gegen die Staatsgläubiger involviren würde. Es fragt sich nun, ob das Plenum des Hauses, welches demnächst über die Anträge des Finanzausschusses zu entscheiden hat, eben so weit gehen wird.— Die„Neue Freie Presse“, ein gut österreichisch patriotisches Blatt sagt hierauf bezüglich:„Nicht mehr und nicht weniger proklamirt der Budget⸗Ausschuß als den nackten, unverhüllten, brutalen Staatsbankerott. Vorweg, ohne noch die Möglichkeit neuer Steuer⸗ auflagen gründlich erwogen zu haben, dekretirt er die Verkürzung der Staatsgläubiger um ein volles Viertheil ihrer Forderungen. Die Finanzfrage scheint uns damit auf dem Punkte der Krisis an⸗ gelangt zu sein, denn täuschen nicht alle Anzeichen, so hat der Budget⸗Ausschuß nicht die Finanzvor⸗ lagen der Regierung allein, sondern den Bestand des Ministeriums selbst in Frage gestellt. Deutlich genug lassen die Aeußerungen des Minister⸗ Präsidenten Fürsten Auersperg heute den Gedanken durchschimmern, daß das am Ruder befindliche Ministerium sich zum Vollstrecker dieser Bankerotts⸗ Politik nicht werde gebrauchen lassen.“ — Das Subcomite des Finanzausschusses hat gleichfalls die zwangsweise Staatsschulden Con- vertirung zum Beschlusse erhoben, und zwar durch eine Aprozentige statt der bisherigen 5prozentigen Verzinsung; dies würde einem 25 prozentigen Couponsabzug gleichkommen. Steuerfreie Papfere sollen verhältnißmäßig höher verzinst werden. Ter Finanzminister erklärt, daß er an einem Abzuge, der einer nur 17 Prozent betragenden Couponsteuer gleichkomme, festhalte. Frankreich. Paris. In der Sitzung des gesetzgebenden Körpers vom 14. Mai besprach Thiers in einer langen Rede die gegenwärtige Lage der französischen Industrie und gelangte dabei zu der Forderung, daß man die auf den Principien des Freihandels beruhenden Verträge mit England und andern Staaten aufheben und der Kammer das Recht zurückerstatten möge, durch Erlaß von Handelsgesetzen über das Schicksal des Landes Beschließungen zu treffen. Wollte man behaupten, sagte er weiter, die Kammer habe die Zolltarife nicht festzusetzen, so hieße das, sie beleidigen, denn man würde ihr alsdann ihre wesentliche Befugniß, die der Vertretung der Nation, vorenthalten. Thiers schließt unter lautem Beifalle der Linken und inmitten einer lebhaften Bewegung.— Minister Forcade sagte in Beantwortung der Rede Thiers:„Lassen Sie uns die Schwierigkeiten der Gegenwart nicht durch Anklagen gegen die Vergangenheit noch mehr erschweren. Jenseits des Rheins gibt es auch einige Geister, welche die Empfindlichkeit aufstacheln, indem sie sagen: Preußen habe Deutschland ge— wonnen, aber es habe die Gränzfestungen Luxem⸗ burg und Mantua für dasselbe verloren. Ueber- lassen wir der Geschichte das Urtheil und seien wir bemüht, den Frieden durch Besänftigung zu sichern!“ Am Schlusse seiner Rede sagte der Minister: Die Regierung werde auf dem Gebiete der Handelsverträge weder zurückweichen noch vorangehen. Die Regierung wie die Kammer, beide aus dem allgemeinen Wahlrecht hervor⸗ gegangen, werden sich nicht mit Sonderinteressen, sondern mit den allgemeinen Interessen des Friedens beschäftigen, und Frankreich, welches den in Orleans vom Kaiser ausgesprochenen Worten des Ver⸗ trauens Beifall gespendet, müsse darin den wahren Ausdruck der Situation erkennen. Großbritannien. London. Achtund⸗ vierzig der angesehensten Firmen haben dem österreichischen Botschafter Grafen Apponhi ein Gesuch gegen die Couponsbesteuerung der aus⸗ wärtigen Couponsbesitzer überreicht. Die„Times“ bemerken dazu, daß widrigenfalls sowohl von der Londoner Börse als den andern Börsen auf dem Festlande neue österreichische Anleihen excommunicirt werden würden. » Friedberg. Abermals haben wir den unerwartet schnellen Tod eines allgemein geachteten Mitbürgers zu beklagen. Am Sonntag gegen Abend wurde nämlich Gemeinderath G. Schmidt auf der Straße von einem Schlaganfalle betroffen. In ein befreundetes Haus gebracht, war derselbe schon nach wenigen Minuten eine Leiche. Vom Taunus. Das 15. Feld bergfest findet am 5. Juli statt und alle Turn⸗ und Gesangvereine der Taunusgegend, des Main⸗ und Lahnthals und der Wetterau sind eingeladen, dieses in seiner Art unvergleichliche Fest zu unterstützen. Darmstadt. Die„Hess. Volksbl.“ melden: Eine Dame aus einer benachbarten Stadt, die unlängst in der Stengel'schen Restauratton eingekehrt war, ließ auf einem Tisch vor dem Hause ihr Portemonnaie liegen. Dasselbe enthielt außer 13 fl. an baarem Gelbe das Medaillon eines Studenten, das einzige Bild, das sie von ihtem vor 3 Wochen verlebten Sohn besitzt. Wäre der unreb⸗ liche Besitzer wenigstens so ehrlich, das seines goldenen Rahmens zu beraubende Medaillon anonym der Re⸗ daktion dieser Blätter zu übersenden, um einem tiefbetrübten Mutterherzen wenigstens diesen schwachen Trost zu bereiten. Weinheim a. d. B. Vor ungefähr 9 Wochen wurbe der beinahe 16 jährige Sohn des Oberamimanns Lang durch den Biß eines kranken Hundes an der Hand verletzt. Obgleich man das Thier nicht für wuthkrank hielt, wurde es doch gelödtet und die Wunde ausgebrannt. Alles ging gut, bis am Schluß der 9. Woche sich heftige Schmerzen im Arm und Fieber einstellten. Trotz der Bemühungen des hiesigen Arztes, welcher den Beistand eines berühmten Professors der Medizin in Heidelberg verlangt und erhalten hatte, konnte der Knabe nicht gerettet werden; er starb vielmehr an der ausgebrochenen Hundswuth. Worms, im Mai. Am 24., 25, und 26. Juni l. J. wird in der altehrwürdigen Reichsstabt Worms ein Fest gefeiert werden, welches mit vollem Recht ein deutsche s Nationalfest genannt zu werden verdient. Es gilt der Enthüllung des großen Lutherdenkmals, das von Rieischel entworfen und begonnen, von A. Donndorf und E. Kietz vollendet wurde. Tausende über der Erbe 806 For mögen di und seine der forme zugsrechtt nne del Meldu melden. ein Arran, tung, Be Gläubiger verhandelt börig Bebo den Beschll beltretend a Friebb Sauerwlest sorllmente Werd zerstreute Protestanten haben mit Freudigkeit ihren Tribut dargebracht, um die Vollendung eines Denkmals zu er⸗ möglichen, das in würdigster Weise Zeugniß ablegen soll von einer großen Epoche deutscher Geschichte. Zur Ver⸗ herrlichung und Vergegenwärtigung dieses größten Monu⸗ mentes hat Professor Chr. Schnitzspahn in Darmstadt, ein in der Medailleurkunst ausgezeichneter Meister, eine Medaille gesertigt, welche das ganze Monument mit allen Figuren, Bildnissen, Basreliefs und Inschriften vollständig darstellt und sich in künstlerischer Hinsicht der idealen Schöpfung Rietschels würdig anreiht. Bei einem Gewitter, das sich am 10. Mai Mittags über Pirmasens entlud wurden 64 Schafe aus der eben auf dem Felde befindlichen Gemeindeheerde vom Blitz getödtet. In München, wo bekanntlich die von dem Liebes⸗ paar Ebergenyi-Chorinsky in Scene gesetzte Katastrophe stattgefunden hatte, macht eine Scandalgeschichte neueren Datums großes Aussehen. Die Gräfin Arco ⸗Valley, eine geborne Gräfin Schönborn aus Wien, eine durch Schönheit und die elegantesten Formen ausgezeichnete Dame, hat sich von einem Hausfreund, dem Baron v. Klinsberg, ent⸗ führen lassen. Die entflohene Gräfin ist Mutter dreier Kinder, die sie ihrem Gatten als Trost zurückgelassen hat. Wien. Zum 3. deutschen Bundesschießen. Das Centralcomits hat an sämmtliche betheiligte Eisen⸗ „ bahn⸗ und Dampfschifffahrtsverwaltungen das Ersuchen gerichtet: den Festtheilnehmern des 3. deutschen Bundes— schteßens möglichst weitgehende Fahrpreisbegünstigungen zu gewähren. Die Verwaltungen haben in überwiegender Mehrzahl diesem Ansuchen entsprochen und fast durchgehends eine 50 prozentige Preisermäßigung zugesichert. Nur die Direktion der Großh. badischen Verkehrsanstalten und beinahe sämmtliche Bahnverwaltungen in Preußen, letztere selbst auf wiederholtes Ersuchen des Comité's, haben ab⸗ lehnend geantwortet. Schiffs nachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. Das Hamburg⸗Neu⸗Yorker Postdampfschiff„Cimbria“, Capt. Hebich, welches am 29. April von hier und am 1. Mai von Southampton abgegangen, ist nach einer sehr schnellen Reise von 10 Tagen 10 Stunden bereits am 12. d. M. 7 Uhr Morgens wohlbehalten in New-Pork angekommen. Das Hamburger Postdampfschiff„Hammonia“, Cap. Meier, ging, expedirt von Herrn Auguft Bolten, William Millers Nachf., am 13. Mai von Hamburg via Sou⸗ thampton nach New⸗York ab. Außer einer starken Brief und Packetpost hatte dasselbe 130 Passagiere in der Cajüte und war auch das Zwischendeck mit Passagieren ganz besetzt, sowie 350 Tons Ladung. Viktoria. Illustr. Muster⸗ und Modezeitung. Berlin, Verlag von A. Haack. Preis vierteljährlich 1 fl. 12 kr. In der schon früher von uns besprochenen Illustrirten Muster⸗ und Mobezeitung„Victoria“ findet man nicht nur die reichsten Toiletten vertreten, sondern es wird der aufmerksamen Leserin auch nicht entgehen, welche werth— vollen Rathschläge dem minder wohlhabenden Stande gewidmet sind. Sie giebt Anleitung zur Selbstanfertigung aller Garberobegegenstände und Handarbeiten und setzt die ungeübteste Hand in den Stand, in kurzer Zeit die reizendsten Dessins nachzuarbeiten, seien sie zur Befestigung freundschaftlicher Bande oder zum Erwerbe bestimmt.— Und nun noch die erprobten Koch- und Wirthschafts⸗ Rezepte, Notizen, die schätzbaren Aufsätze über die Erziehung und Pflege unserer Kleinen, Novellen, Erzählungen, Skizzen, Musikpiecen, Räthsel, Rebus ꝛc., Alles zur Be⸗ leyrung, Unterhaltung und Kurzweil.— Wie wir hören, ist die Beendigung der im März von der„Viktoria“ aus⸗ geschriebenen Preis⸗Concurrenz für die zwei besten Er⸗ zählungen oder Novellen, womit ein erster Preis von 50 Ducaten und ein zweiter Preis von 25 Ducaten ver⸗ bunden ist, in Folge mehrseitiger Wünsche auf den 31. Dec. festgesetzt worden. Edictalla dung 866 Forderungen und Ansprüche jeder Art an das Ver⸗ mögen des Heinrich Jakob Heck von Weckes heim und seiner Ehefrau Louise, geb. Lochmann, über welches der formelle Concurs erkannt ist, sowie etwaige Vor⸗ zugsrechte find von den gerichtsbekannten und un⸗ Hekannten Gläubigern derselben Mittwoch den 8. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr, dei Meidung Ausschlusses von der Masse dahier anzu⸗ melden. Zugleich soll in diesem Termine, wenn nicht ein Arrangement zu Stande kommt, über Masseverwal⸗ ung, Bestellung eines Massecurators, Wahl eines Hläubigerausschusses, wenn nöthig, eines Contradiktors verhandelt werden. Die ausbleibenden oder durch ge⸗ örig Bevollmächtigte nicht vertretenen Gläubiger werden zen Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen Gläubiger eitretend angesehen. Friedberg am 3. April 1868. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Zimmermann, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Holz-Versteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 155 Montag den 25. und Dienstag den 16. Mai werden in den Distrikten Gebrannter Kopf, Cauerwlesenrain und Raumertswald nach stehende pPolz⸗ sirtimente versteigert: 5 Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Reisholz. aan solzart: Luchen⸗ 62 38 211 1440 lichen⸗ 5— 3½ 2 lepen⸗— 17 2 Eschenstämme von 26 Zoll Durchmesser und 10 bis 25 Fuß Länge= 178 Cubikfuß, 10 Buchen⸗Stämme von 16 bis 22 Zoll Durchmesser und 10 bis 40 Zuß Länge= 617 Cubikfuß. Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen Lorgens präcts 9 Uhr auf der runden Wiese im Ge bannten Kopf und es kommt das Stammholz nebst ichen Scheitholz zuerst zum Ausgebot. Am zweiten Tag wird hier Fortsetzung gemacht und werden 800 Stecken Buchen⸗Stammreiser in Raumertswald zuletzt versteigert. Zahlungsfrist ds Martini d. 3. Ortenberg den 11. Mal 1868. Groß perzogliche Oberförsterei Ortenberg Marx. Mobiliar⸗Versteigetung. 121 Donnerfsag den 28. Mai d. J., Vormittags hr aufangend, sollen die zum Nachlasse der verstorbenen KLüchsenmacher Emmerich Felix Fritz Ebelente ge henden Mobilien besiehend in Tischen, Stühlen, Sopha, nmoden mit Glasschrank, Bettstellen, Schränken, Weiß⸗ Aug, Bettwerk, Kleidungsftücken, Küchen⸗ und sonstigen Fans geräthschaften,/ Malter Kartoffeln, eine Scheiben⸗ dese(Ordonnanzstiutzen), verschiedenes Schlosser⸗ und Lüchsenmacher⸗ Handwerkszeug in der seitherigen Wohnung dir Wittwe, in der Kleinklinderschule, öffentlich meist⸗ dend gegen Baar zahlung versteigert werden. Zriedberg am 15. Mai 1868. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg FNouc ar. Bekanntmachung. In Die am 12. l. M. im Domankalwald⸗Distrikt interer Köppel“ abgehaltene Holzverstelgerung genehmigt und können die Abfahrscheine vom A 1. M. an bei Großh. Rentamt Friedberg in Empfang nmmen werden. Der erste Fahrtag ist auf den 27. Mal ind das Ende des Abfahrtermins bis zum 15. Juli „9. bestimmt worden. Die Holzabfuhr darf nur bei ridner Witterung stattfinden. Nünster am 14. Mat 1868. Großherzogliche Oberförsterei Poch⸗Weisel Sommer. Aufforderung an die Versender, von der undeclarirten Ver— packung von Geld in Briefe ꝛc. ꝛc. Abstand zu nehmen. 1207 Zur Uebermittelung von Geld durch die Post, unter Garantie, bietet sich die Versendung des declarirten Werthbetrages in Briefen und Packeten, oder die Anwendung des Verfahrens der Post-Anwei. sung dar. Bei der Versendung von Geld in Briesen oder Packeten, unter Angabe des Werthbetrages, wird, außer dem tarifmäßigen Minimal- oder Gewichts⸗Pocto eine Assecuranz- Gebühr für den declarirten Werih er⸗ doben. Dieselde beträgt dei Sendungen, welche nach Orten des Korddeutschen Postbezirks, sowie nach Süd⸗ deutschland oder Oesterreich gerichtet find, unter und bis 50 Thlr. über 50 bis 100 Thlr. = 87½ fl. 2 87 ½½ fl. 175 fl. für Entfernungen dis Gil 4 kr. für Entfernungen über 15 bis 50 Meilen. 4 kr. 7 kr. f. größere Entfernungen 7 kr. 11 kr. Zum Owecke der Uebermittelung der zahlreichen kleinen Zahlungen ist das Verfahren der Post⸗Anweisung, welches sowobhl innerhalb des Gesammtgebiets des Nord- deutschen Postbezirks, als auch im Verkehre mit Bapern, Württemberg, Baden und Luxemburg zulässig ist, wegen der großeren Einfachheit vorzugswelse zu empfehlen. Die Gebühr für die Vermittelung der Zahlung mittelf Post⸗Anweisung beträgt: bis 25 Tölr. 43 fl. 45 kr. überhaupt 7 kr. über 25— 50 Thlr. 43 fl. 45 kr.— 87 ½ fl. Aberhaupt 14 kr. Beim Gedrauche einer Post⸗Anweisung wird das zeit⸗ raubende und mühsame Verpacken des Geldes, die An wendung eines Converts und die fünfmalige Versiegelung vollig etspart. Auch biete: das Verfahren der Post⸗ Anweisung den Bortheil, daß zwischen dem Absender und Empfänger Differenzen über den Befund an Geld nie mals erwachsen können. Um so mehr darf die Postbehörde an die Versender die erneuete Aufforderung richten, sich einer undeclarirten Verpackung von Geld in Briefe oder Packete zu enthalten, vielmehr von der Versendung unter Werthangabe oder Bekanntmachung. 1210 In dem Firmenregister des unterzeichneten Gerichts ist heute folgender Eintrag vollzogen worden: Aron Löser von Butzbach betreibt in Butzbach seit dem 23. September 1864 ein Branntwein⸗ und Liqueurgeschäft unter der Firma„A. Löser.“ Butzbach den 15. Mai 1868. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gilmer. Klee-Versteigerung. 1218 Freitag den 22. Maß, Morgens 8 Uhr, läßt der Unterzeichnete eirca 6 Morgen Luzerner⸗Klee in Abthei⸗ lungen an Ort und Stelle für dieses Jabr verstetgern. Dorheitmer⸗ Bergwerk den 18. Mat 1868. Winter. Bekanntmachung. 1172 Diejenigen, welche noch Forderungen an die Braunkohlengrube Wilhelms hoffnung bei Dorn⸗ Assenhelm zu machen haben, werden biermit aufge⸗ fordert, ihre Rechnungen binnen 14 Tagen bei dem unterzeichneten Repräsentanten der sich auflösenden Ge⸗ werkschaft einzureichen, indem dieselben später keine Berückfichtigung mehr finden können. Desgleichen werden Diejenigen, welche mit Zahlungen au diese Braunkohlengrube noch im Rückstande find, hiermit aufgefordert, solche binnen 14 Tagen zu leisten, indem nach Ablauf dieser Frist die Beitreibung erfolgt. Es wird zugleich darauf aufmerksam gemacht, daß wegen dem erfolgten Verkauf des Bergwerks Zahlung nur an den Unterzeichneten geleistet werden kann. Relchelsheim den 11. Mai 1868. W. Sich mi de Aepfelwein-Versteigerung. 1176 Nächsten Mittwoch den 20. d. M., Vormittaags 11 Uhr, werden die zur Debitmasse der Wirth Fleisch⸗ hauer'schen Eheleute dahter gehörigen 25 Ohm Aepfelweln mit 11 guten Fässern gegen Baarzahlung öffentlich au den Meistbletenden auf blesigem Ratbhause versteigert. Nauheim am 13. Mai 1868. Groß berzogliches Ortsgericht Der dienssälteste Gerichtsmaun von dem Verfahren der Post⸗Anweisung Ge⸗ brauch zu machen. Darm stadt den 2. Mai 1867. Der Ober⸗Post⸗ Director Ba hl. Lieferung von Petroleum und Talglichtern. 1201 Mittwoch den 20. d. M., Vormittags 10 Uhr, wird auf unserem Bureau, Burgkaserne Nr. 10, die Lieferung des Petroleums und der Talglichter für die hiesige Garnison auf das zweite Dalbfahr 1868 mittelst Summission vergeben. Lieferungsbedingungen liegen von heute an zur Einficht offen. Frledberg den 16. Mai 1868. nne Garnisons Verwaltung 2— ch ung. 1222 Samstag den 23. Mat, Morgens 10 Uhr, sollen die von Hofgerichtsadvokaten Trapp III. und von Heinrich Müller II. Wittwe dahier angekauften, in den Gemarkungen Friedberg und Fauerbach gelegenen, Grundftücke auf dem hiesigen Rathhause anderweit ver⸗ pachtet werden, wozu man Pachtliebhaber einlade!. Friedberg den 18. Mal 1868. Großherzogliches Rentamt Friedberg Lindeck. Pflanzen- Verkauf. 1179 Sellert, Gemüse, Blumen, Tabak⸗ und Runkel⸗ rübenpflanzen. Ferner in Töpfen: Pelargonien und Verbenen, Fuchsien in div. Varletäten empfiehlt billigt Die Gräfliche Hofgärtnerel zu Assenheim. 1205 Cin junges kräftiges 5 4 Hausmädchen wird gesucht. Von wem sagt die Expedition d. Bl. Zu vermiethen 1190 ist der untere Stock in Wilb. Stretzinger's Hause, und kann bis zum 4. August d. J. bezogen werden. Näheres zu erfragen bei Friedberg. Jean Roth, Tapezter. Brodmehl. 1216 Gegen genügenden Bürgschein Credit bis 1. Sept. Gebr. Löb. —— 2 N 8 80 7— 8 3 e ä—— ——— Holzversteigerung in der Oberförsterei Nidda. 1217 In den Domantalwaldungen der Oberförsterel Nidda sollen nachverzeichnete Holzsortimente mit Zahlungs⸗ termin dis Martini J. J. versteigert werden: 1) Mittwoch den 27. Il. M. f in dem Distriet Friedrichsberg und Engelscheid. Scheidholz. Prügelholz. Stockbolz. Reis holz. Holzart. Stecken. Buchen 508 17 62 21 Elchen— 23— 52 Aspen— 5—— 2) Donnerstag den 28. l. M. in dem Distriet Häuscheswald und Junger wald. Scheidholz. Prügelbolz. Stockholz. Reisholz. Holzart. Stecken. Buchen 349 ½ 23 8⁴ 47 Eichen 37½ 7 27 6 3 Stück Eichen⸗Stämme von 14½—45“ Durchmesser, 5— 17 Länge mit 422 Cubikfuß, 6„ Buchen⸗„„ 18½ 34“ 0 10-60“„„ 679 160 6 5 Nadelholz ·* 7 6710 35—707 77* 185 7 10„ Stangen„ 3—3½“ 20 980 23 * 7 Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen Vormittags präcis 9 Uhr und zwar Mittwochs im Holzschlag Distriets Friedrichsberg und Donnerstags im Holzschlag Distriets Häuscheswald. Das Holz in den Diftricten Engelscheid und Jungerwald wollen Stelg Liebhaber vor der Ver⸗ ae einsehen. i dedea den 12. Mai 1868. Großherzogliche Oberförsteret Nidda Georgi. Casino. 1225 Auf Donnerstag den 21. d. M. werden die Bergen eingeladen. Abfahrt mit dem Elsenbahnzug um 12 Uhr 54 Min. nach Vilbel. Der Vorstand. Einladung. 1215 Donnerstag den 21. d. M., als am Christihimmel⸗ fahrtstag, ist bel der Unterzeichneten am Franckenstein'schen Tempelchen von Mittags 3 Uhr an Restauration und Harmontemusik anzutreffen. Außerdem werde ich daselbst leden Sonn- und Feiertag bei günstiger Witterung von Morgens 5 bis 9 Uhr Restauration halten. Ockstadt. Katharina Steyer. Uächsten Himmelfahrtstag 1212 werden der Mufikverein zu Fauerbach v. d. H. und mehrere Sängervereine der Nachbarschaft sich unter den schattigen Linden vor meiner Wirthschaft versammeln und es werden alle Freunde der Mufik und des Gesangs mit dem Bemerken freundlichst eingeladen, daß für Speisen und Getränke bestens gesorgt ist. Ziegenberg den 16. Mai 1868. Joh. F. Möckel II. Für Confirmanden sehr geeignet emphehle mein großes Lager in Gold- und Silberwaaren, goldene und silberne Cylinder- und Ankeruhren, sowie die beliebten Jagduhren unter Garantie, ferner große Auswahl in Perspeetiven, Sterioseopen, Pineenez, Thermometern, Hygrometern, Sanduhren ze. ꝛc. 1132 L. Hanau, Friedberg. Hof⸗Uhrmacher und Goldarbeiter. 1185 Das Neuste in Kragen& Mauschetten, Aleiderbesatz X Knöpfen, Halsbinden, Taschentücher, gestickte Hosenträger und Pantoffeln, Stiefel schaften, Plüsch und Plüschband, sowie alle Kurzwaaren billigst bei M. Volk. Derloren 1213 wurde vor circa 8 Tagen ein Brodbüchelchen des Schmied Oberländer von der Wohnung des Den. Bäcker Tischert bis zum Hause des Hrn. Oberländer. Man bittet dasselbe gegen eine gute Belobnung bet Herrn Ein wohlerzogener Junge 1191 kann in die Lehre treten bei Friedberg. Jean Roth, Tapezier. Zu verkaufen Bäcker Tischert abzugeben. 1206 habe ich aus freier Pand mein Haus nebst einem 8— — e Iwetschen, S ˖ r 0 h h lit e a 1224 getrocknete ee e eee kaufen bet 846 das Neuste für diesen Sommer, in großer Aus⸗ Alle Sorten Frühpflanzen wahl und zu sebr billigen Preisen bei 0 5 Heinrich Diehl, usagasse. 1226 hat zu verkaufen. Sa Als Setzerlehrling 1223 Der Unterzeichnete verkauft vom 15. Mai kann ein mit den erforderlichen Schulkenntnissen ver⸗ bis zum 1. Juni sehener junger Mensch in unsere Buchdruckerei eintreten. Erste Sorte Brod zu 18 kr. Bindernagel& Schimpff. Zweite Sorte Brod zu 16 kr. Erinnerungs 7 Medaille Friedberg den 13. Mai 1868. Lb Strauß. 1219 ouf das große Lutherdenkmal in Worms as 2 Professor br. Schnitzspahn in Darmstadt. Das Neueste in r Bren., Halsbinden in Bronze zu 2 Thaler pr. Stück in Britannig⸗Metall zu 1 Thaler inel. Verpackung. 742 und Shlips ꝛc. in schöner Auswahl, sowie Fonlards, seidene Umknüpftücher und schwarze seidene Halstücher bei Wiederverkäufern einen ansehnlichen Rabatt. K. Friedrich neben der Post. Nur allein zu beziehen durch F. Spounagel in Worms a/ Rhein. Zu verkaufen 1208 mehrere starke gebrauchte zweispänuige Pferde⸗ wagen, auch können alse abgängige Wagen darauf ver⸗ tauscht werden. Löb Strauß. Ein Wagnerlehrling 1188 wird gesucht von Fr. Hanstein, Wagnermeister. 3 bis 4 Zimmer 1220 nebst Küche, Holzstall ꝛc. ꝛc. sucht eine fille Todes ⸗ Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir hiermit die schmerzliche Anzeige, daß es dem Allmächtigen gefallen hat unseren theuern Vater 5 Georg Schmidt Sonntag Abend durch einen Hirnschlag in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten die trauernden Kinder. 1221 Nauheimer Teichhaus. 1 Auf vielseitiges Verlangen findet Mittwoch den 0 ˖ Ball für Israeliten Für gute Speisen und Getränke wird bestens gesorgt fein und ladet zu recht zahlreichem Besuche fleundlichst ein Carl Kramm. Abziehbilder (zum Aufkleben auf Möbel, Tassen, Gläser ꝛc.) in größter Auswahl bei Bindernagel& Schimpf. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getraute: Den 14. Mai.(Butzbach.) Wilhelm Reuß, hiefiger Bürger und Metzgermeister, Sohn des hiesigen Bürgers und Oekonomen Christian Casimir Reuß und Caroline Christtane Katharine Wendel aus Butzbach, Tochter des dasigen Kirchenvorstehers und Bäckermeisters Adam Wendel. Getaufte: Den 10. Mal. Dem hiesigen Bürger und Schreiner⸗ meister Johannes Wilhelm ein Sohn, Johann Friedrich Wilhelm Ludwig, geb. den 15. April. Den 10. Mal. Eine uneheliche Tochter, Anna Marie Mina Karoline Augusle Johaunette, geboren den 22. April. Den 16 Mai. Ein unehelicher Sohn, Karl Emil geb. den 8. Mai. Beer digte: Den 10. Mat. Frau Susanne Eltsabethe Rausch, geb. Kühn, Wittwe des verstorbenen hiesigen Bürgers und Locomotiv⸗ Führers bei der Main ⸗Weser⸗ Bahn Friedrich Rausch, alt 42 Jahre, gest. den 8. Mai. Den 10. Mai. Frau Elisabethe Waas, geb. Nagel, Ehefrau des hies. Bürgers und Metzgermeisters Friedrich Waas, alt 54 Jahre, 9 Monate, 21 Tage, gest. 8. Mai. Den 13. Mat. Friedrich Philipp Söllner, des bies. Bürgers u. Spenglermeisters Wilhelm Christian Söllner ehel. Söhnchen, alt 6 Monate, gest. den 12. Mat. Den 15. Mai. Adam Engel, Metzger, des welland hiesigen Bürgers und Metzgermeisters Jobannes Engel ehel. led. Sohn, alt 44 Jahre, 3 Monate, 23 Tage, gest. den 14. Mai. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Himmelfahrtsfest. Donnerstag den 21. Mai 1888. Evangelische Gemtindt. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Kratz. Nachmittags: Herr Pfarrer Diegel. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Diakonns Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Joutz. Familie zu mleihen.— Wer? sagt die Exped. d. Bl. Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpf. Cafinomitglieber zur Theilnahme an einer Parthie nach Verantw. Red.: Hermann Schimpff.. Betreffe schlagiger 11 kr; Rosbach 20 kr.; f l 5 ihrer Einl, Art. 12 fle bei Ermitt. N Butzbach über ihre lunst zu e namentlich stinen Ei 0 1 und Don N Erhebung 1 In lasen, milie, h en denden er fhricen