1868. Donnerstag den 19. März. 34. Anzeiger für Oberhessen. limmen Ante ige dier, leren, so: Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. 1 Ititdberger Jutelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. ————— Amtlicher Theil. Betreffend: Die Ableistung des Verfassungseldes vom 1. Quartal d. 3. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeister eien des Kreises. Dienstag den 7. April d. J., Vormittags 11 Uhr, findet die Ausschwörung des Verfassungseides durch die neu auf⸗ genommenen Ortsbürger auf dem Rathhause dahier statt. Laden Sie dieselben hierzu ein und senden Sie vor dem Termine Bescheinigung hierüber, oder Bericht, daß keine neuen Orts- burger aufgenommen worden sind, anher ein. Die noch im Rückstand befindlichen jungen Buͤrger sind bei 1 Rthlr. Strafe vorzuladen. Betreffend Den Termin für den Abschluß und die Einsendung der Gemeinderechnungen für 1867. ele a Friedberg den 16. März 1868. Ter a p p. Friedberg den 17. März 1868. en. Das nachstehend abgedruckte Ministeralausschreiben vom 7. d. M. werden müssen und dadurch die Verrechnung von Ausgabeposten auf— theilen wir Ihnen zur Nachricht und Nachachtung, insoweit Sie es angeht, und dem weiteren Auftrag mit, auch die Gemeindeeinnehmer zur pünktlichen Darnachachtung davon in Kenntniß zu setzen. suche um allenfallsige Erweiterung des Termins können nur unter nachzuweisenden ganz besonderen Verhältnissen Berück- sichtigung finden. Wir müssen Ihnen zugleich empfehlen, die Vorlagen über die allenfallsigen Gesuche um Creditertheilungen an uns in vorgeschriebener wird. strenge rügen. Ge⸗ gehalten oder deren Verwerfung wegen Creditmangel herbeigeführt Nachlässigkeiten in dieser Beziehung werden wir ungern, aber Hinsichtlich der Liquidationsverzeichnisse beziehen wir uns auf unsere deßfallsigen besonderen Ausschreiben und erwarten sowohl von Ihnen und den Gemeindeeinnehmern deren genauesten Befolg unter Weise und so zeitig zu machen, daß nicht durch verspätete Einsendung Last gesetzt wird. derselben, wie seither öfters geschehen, solche abschlägig beschieden Das Großherzogliche Ministerium des Innern an die Großherzoglichen Kreisämter. Wir bestimmen hiermit in Bezug auf die Gemeinderechnungen für 1867 den Termin zum Abschlusse der Bücher allgemein auf den 30. April, zur Ablieferung der Rechnung an die Großh. Buͤrger— meistereien auf den 30. Juni und zur Einsendung der Rechnungen dem Bemerken, daß jeder nicht gehörig und begründete Ausstandsposten ohne Weiteres in Liquidation gestrichen und somit dem Rechner zur 1 Sie werden die Großh. Bürgermeistereien und Gemeindeeinnehmer hiernach unter dem Anfügen alsbald bedeuten, daß die Nichteinhaltung dieser Fristen und beziehungsweise eine Unterlassung der deßfalls zu machenden Anzeigen Disciplinarstrafen und sonstige etwa erforder— an die Großh. Ober⸗Rechnungskammer⸗Justificatur 2. Abtheilung auf liche Zwangsmaßregeln zur Folge haben würde. 1 den 31. Juli laufenden Jahres. Fristen ist in den einzelnen Fällen nach den bestehenden Norschriften zu verfahren 1 Betreffend: Den Ankauf guter Zuchtstuten im Auslande, behufs deren Wiederverkaufs an inländtsche Pfecvezüchter. ffelb e an die sel b f 8 Darmstadt den 10. März 1868. Wegen der etwa nöthig werdenden Erstreckung dieser erweiterten l g ö . A Lotheißen. Friedberg den 17. März 1868. e n. Zum Zwecke der Verbesserung der inländischen Pferdezucht mittelst Verbreitung guter Stuten wird in der Kürze wieder ein Ankauf won 8 Stück guten Zuchtstuten in Norddeutschland, behufs deren Wiederverkaufs an inländische Pferdezüchter, vorgenommen werden und ollen die angekauften Stuten Ende dieses Monats unter den früheren Bedingungen zur Versteigerung gebracht werden. Wir beauftragen Sie, auf Weisung Großh. Ministeriums des Innern vom 13. l. M., zu Nr. M. d. J. 2371 und 3517, das land⸗ wirthschaftliche Publikum Ihrer Bürgermeisterei auf diesen Ankauf einstweilen mit dem Anfügen aufmerksam zu machen, daß der Versteigerungs— termin noch näher bekannt gemacht werden wird. T. a Hessen. Darmstadt. Das Großherzog; liche Regierungsblatt Nr. 14 enthält: I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums tes Innern, die Einführung eines dreijährigen Lehrcurses un den Großherzogl. Schullehrer⸗Seminarien zu Friedberg und Bensheim betreffend. Dieselbe lautet: Da ein zwei⸗ jähriger Lehrcurs, wie solcher seiiher an den Großherzogl. Schullehrer⸗Seminarien zu Friedberg unb Bensheim be⸗ fanden hat, nach den vorliegenden Erfahrungen nicht Ainreicht, um den Zöglingen, neben einer auf religlös⸗ fütlicher Grundlage beruhenben gebiegenen Charakter- vildung, eine gründliche wissenschaftliche und praktische Berufsbildung zu gewähren, wie solche zur erfolgreichen Bersehung des Amtes als Volksschullehrer erfordeclich ist, o ist die Einführung eines dreijährigen Lehrcurses in ben genannten Schullehrer⸗Seminarten beschlossen worben und wird solcher von Ostern laufenden Jahres en ins Leben treten.— Auf die bereits früher in den Seminarien eingetretenen Zöglinge hat die neue Einrichtung „insichtlich der Zeitbauer des Seminarbesuchs keine rück⸗ wirkende Kraft und erfelgt deren Entlassung nach den lisher bestandenen Normen. Auch bei der neuen Ein⸗ nichlung kann solchen Seminaristen, welche sich, bei tadel⸗ osem Verbalten, durch Befähigung, sowie durch Fleiß und Siser besonders auszeichnen, schon am Ende des zweiten Jahres ihres Seminarbesuchs die Thellnahme an der Ent⸗ assungsprüsung ausnahmsweise gestattet werden. Die Seminaristen werden auch fernerhin in den Anstaltsgebäuden, oweit bieses ber vorhandene Raum gestattet, unentgeltlich Vohnung erhalten, es lann denselben aber auf Ansuchen surch die Großherzogliche Direktion des Schullehrer— Seminars auch gestattet werden, unbeschadet der Aussicht und Disciplin, außerhalb der Anstalt zu wohnen. II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Ergebnisse der Verwaltung des Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke betreffend. III. Oeffentliche Anerkennung einer eblen That. Am 24. Oktober v. J. gerieth Carl Orlemann aus Mannheim in der Nähe der Rheinmühlen bei Mainz in Gefahr, im Rhein zu ertrinken. Auf seinen Hülseruf eilten die Schiffer Johann Zinkel von Mainz, Sebastiau, Carl und Joseph Becker von Oestrich und der Brückenwärter Johann Köhl von Nierstein in einem Nachen herbei, zogen Orle- mann aus dem Wasser und verbrachten denselben unver⸗ sehrt ans Land. Zufolge Allerhöͤchster Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs wird dieses hiermit in Anerkennung des menschenfreundlichen und muthvollen Benehmens der genannten Personen, neben der erfolgten Verleihung einer Geldprämie an dieselben, zur öffentlichen Kenntmniß gebracht. IV. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, den Vicinalwegbaufonds für die Provinz Rheinhessen betreffend. V. Bekanntmachung der Großherzoglichen Commission für Post⸗ Angelegenheiten, die Einrichtung von Post⸗ Expeditionen zweiter Klasse zu Großen⸗Buseck und Groß⸗ Karben betreffend Mit dem 16. d. M. sind in Großen⸗ Buseck und Groß-Karben Postexpeditionen in Wirksamkeit getreten. VI., VII., IX., X., XI. Uebersicht der für das Jahr 1868 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Com⸗ munalbedürfnissen in den Gemeinden der Kreise Groß⸗ Gerau, Bingen, Neustadt, Wimpfen und Alsfeld. VIII. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Erbach, die Erhebung einer Umlage in der israelitischen Religionsgemeinde zu Michelstadt für das Jahr 1888 betreffend. XII. uedersicht der für das Jahr 1888 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse in den israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Bensheim. XIII. Concurtenzeröffnungen. Erledigt find: die erste evangelische Mäͤdchenschulstelle zu Pfungstadt, im Kreise Darmstadt, mit einem jährlichen Gehalte von 582 fl. 25½ kr., uebst einer Vergütung von 20 fl. für Heizung des Schullokals;— die evangelische Schul selle zu Burgbracht, im Kreise Büdingen, mit einem jährlichen Gehalte von 300 fl. 31 kr., nebst einer Vergütung von 17 fl. für Heizung des Schullokals und Holzfuhrlohn; dem Herrn Fürsten zu Isenburg⸗Birstein stetzt das Prä⸗ sentationsrecht zu dieser Stelle zu. XIV. Geforben: am 24. Oktober 1867 der zweite Landgerichtsdiener bei dem Landgerichte Michelstadt Leiser;z — am 4. Januar: der pensionirte Steuerausseher Weber zu Butzbach. — 16. März. II. Kammer. Berathung des Einkommensteuergesetzes. Ausschußberichterstatter Wernher macht in einer längeren Auseinander- setzung auf die Nothwendigkeit der Einführung einer Einkommensteuer aufmerksam, weist auf den Vorgang Preußens und Englands hin, welchen beiden Staaten es nur durch Besteuerung des wirklichen Einkommens möglich war, ihre enormen Ausgaben zu bestreiten, und hält die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht und allgemeinen Be⸗ steuerung für untrennbar. Redner spricht sich schließlich für Einführung der Einkommensteuer ganz nach preußischem Muster aus, und zwar unter Aufhebung der Personalsteuer. Vom Re- gierungstisch aus wird äußerste Vorsicht in Ver⸗ anlagung einer neuen Steuer anempfohlen. Hurnsinger vertheidigt die Regierungsproposition, indem er die preußische Art der Besteuerung nicht sür angemessen hält. Eine Zuziehung Aller bis zu Kindern und Dienstboten herab sei gewiß nicht das Richtige. Die Abgg. Stockhausen und Edinger stellen den Antrag, die Regierungs- vorlage abzulebnen und der Regierung die Er- mächtigung zu ertheilen, den für die Einkommen- steuer vorgesehenen Betrag von 175,000 fl. durch Erböbung der Steuerausschläge zu decken. Wirth ist der Ansicht, das Defizit durch ein Anlehen zu recken. Schäfer glaubt, daß die Ausgaben für das Militär noch größer würden und deßhalb der von Wirth vorgeschlagene Ausweg ein falscher sti. George spricht sich auch dahin aus, für dies Jahr von Einführung einer Einkommensteuer abzusehen, zur Deckung der Mehrausgaben ein Anlehen aufzunehmen und im nächsten Jahre durchaus die preußische Steuergesetzgebung ein⸗ zuführen. Dumont erklärt sich für den Aus⸗ schußantrag, indem die nun bestehende Steuer- gesetzgebung nicht jeden Steuerzahler in richtigem Verhältniß belaste, und spricht sich entschieden für Annahme des preußischen Systeme und gegen eine Kapitalaufnahme aus. Volhard glaubt, preus⸗ sischen Ausgaben müßten nicht bloß preußische Einnahmen, wie es im Ausschußbericht heiße, sondern auch preußische Ersparungen vorausgehen, und solle man vor allen Dingen das ganze Ver⸗ waltungswesen des Landes einer Vereinfachung unterziehen. Er stimme gegen Einführung einer Einkommensteuer überhaupt. Eine Verbesserung in der Anlage der Personalsteuer halte er unbe⸗ dingt für zweckmäßiger und einträglicher. von Biegeleben hält die möglichen Ersparungen für gänzlich unzureichend zur Deckung der erhöhten Bedürfnisse, und glaubt, daß in der Einkommen⸗ steuer das einzige Mittel hierzu gefunden sei. v. Gagern: Er stimme nicht mit dem Ausschuß⸗ antrag überein. Derselbe enthalte ein Mißtrauens⸗ votum gegen das Finanzministerium, und dieß halte er nicht für gerechtfertigt. Wernher glaubt, daß die Mittel zur Deckung der erhöhten Bedürfnisse im Lande selbst gefunden werden könnten, und daß eine Inanspruchnahme des Staatscredits nicht nöthig sei. Er empfehle un bedingt die Annahme des Ausschußantrags. Die Abstimmung ergibt die Absicht der Kammer, in die Spezialdiskussion der einzelnen Artikel zu willigen, ohne jedoch die Einführung der Ein. kommensteuer von vornherein schon gut zu heißen. — Von Seiten der Division sind der groß ⸗ herzogliche Major v. Grolman vom I. Reiter⸗ Regiment und der großh. Major Bechstatt vom IV. Infanterie⸗ Regiment zu Mitgliedern der Prüfungs ⸗Commission für einjährig Freiwillige bestimmt, sowie Stabsarzt Dr. Kappesser als Arzt derselben zugetheilt worden. Aus der Wetterau. Es muß in der That auffallend erscheinen, daß die Blätter der Residenz, und zwar aller Parteifarben, überein ⸗ stimmend bemüht find, dem Zustandekommen der oberhessischen Eisenbahnen entweder direkt entgegen zu arbeiten und eine rasche gedeihliche Entwicklung der im Gange befindlichen Unterhandlungen zu hintertreiben, oder daß sie sich zur Aufgabe gemacht zu haben scheinen, die oberhessische Eisen⸗ bahnangelegenheit aus dem Bereiche ihrer Be⸗ sprechungen vollständig fern zu halten und dadurch ein größeres und lebhafteres Interesse auch außer⸗ halb der Provinz Oberhessen nicht aufkommen zu lassen. So bringen die„Hessischen Volksblätter“ in einer ihrer letzten Nummern eine ausführliche Kritik des mit dem Hause Erlanger abgeschlossenen Vertrags und kommen zu dem Schlusse, daß die Regierung, wenn sie die Aufbringung der Gelder selbst in die Hand nehmen und die Ausführung der Bauten an cautionsfähige Uebernehmer, die sich dann„genug“ finden würden, übertrüge, für Alles in Allem nicht mehr als 25 Millionen nöthig haben würde. Das waͤre nun allerdings eine erhebliche Ersparniß den mit Erlanger ver⸗ einbarten 28 ½ Millionen gegenüber, so daß eine eingehende Prüfung, ob auf anderem Wege dilliger abzukommen ist, wohl gerechtfertigt erscheinen könnte; wenn aber erwähntes Blatt meint, daß diese Ersparniß gerade groß genug sei, um eine Verzögerung von einigen Monaten bis zum Beginne des Baues zu rechtfertigen, so würde dagegen nichts einzuwenden sein, wenn— die Beschlußfassung über die gesammten Eisenbahn⸗ bauten im ganzen Lande bis zur Ermittelung des vortheilhaftesten Abkommens in der oberhessischen Eisenbahnfrage vertagt und nach endlicher Fest⸗ stellung desselben über das ganze Eisenbahnsystem unseres Landes, definitiv Entschließung gefaßt werden soll, denn— sofern Oberhessen noch einige Monate mit seinen Eisenbahnen warten kann, so wird auch die Odenwaldbahn ꝛc. so lange Zeit haben, aber— daß letztere einst⸗ weilen genehmigt und erstere dann auf die lange Bank geschoben werde, das wird doch wohl zu verhindern sein und an entscheidender Stelle nicht beab⸗ sichtigt werden können! „Die Worte sind schön,“ sprach der Fuchs, „aber ins Dorf geh' ich nicht.“— Preußen. Berlin. Der„Staatsanz.“ publizirt folgende Gesetze: 1) wegen der Schließung der Spielbanken; 2) wegen der Erhebung der Aversionalbeiträge in den vom Zollverein aus geschlossenen Gebietstheilen; 3) wegen der Ver⸗ wendung der Jagdschein⸗Gebühren und der Gül⸗ tigkeit der Jagdscheine im ganzen Staatsgebiete. Oesterreich. Wien. Der österreichische Erzherzog Heinrich hat unlängst, ohne des Kaisers Zusuummung einzuholen, ein Ehebündniß mit einer bürgerlichen Dame, keiner gewissen Fräulein Hoffmann, geschlossen und sich dadurch die aller- höchste Ungnade zugezogen. Außer den gegen den Erzherzog selbst gerichteten Schritten, als Beschlagnahme seiner Güter, Verweisung des Landes und andere Maßregeln, ist nun auch durch kaiserliches Handbillet an den Minister des Innern, Dr. Giskra, in der bestimmtesten Weise die Einleitung einer strengen Untersuchung in Betreff der Vermählung des Erzherzogs Heinrich angeordnet worden. Dem neu ernannten Statthalter von Tyrol, Herrn v. Lasser, fällt die Aufgabe zu, diese Untersuchung zu führen. Die Instruktionen, welche Herr v. Lasser in dieser Angelegenheit er- halten, sollen sehr strenge und gemessene sein, und wird vor Allem der Bischof von Trient, Migre Kiccobona, sich darüber zu verantworten haben, daß er, ohne vom Erzherzog die Einwilligung des Kaisers zur Trauung abverlangt zu haben, dieselbe vollsogen hat. In Hofkreisen war man anfänglich bemüht, die Ehe als ungesetzlich erklären zu lassen. Der Bischof berief sich aber auf seine Stellung als katholischer Priester und erklärte die Ehe als vollkommen gültig unter Hinweisung auf die Bestimmung des Concordats. Personen, welche Gelegenheit haben, die Stimmung in den höchsten Kreisen beurtheilen zu können, sollen versichern, das Concordat habe durch diese delikate Familien⸗ angelegenheit nach oben hin eben nicht an Sym⸗ pathien gewonnen. ulrichstein. Ueber dle hiesige Sparkasse ist nach einer in der Dstr. Zig.“ ergangenen Edictalladung for⸗ meller Concurs erkannt worden. „ Frankfurt. Der landwirtbschafiliche Verein hat beschlossen, daß gelegennlich der Zucht⸗ und Fettvieh⸗ Ausstellung neben einer Verloosung von Vieh, wozu 20,000 Loose à 30 kr. in Aussicht genommen sind, auch eine Versteigerung von Vieh staufinden soll und wurde zu biesem Zwecke die Commission ermächtigt, in der Schweiz 24 Stück Simmenthaler Race anzukaufen. Der erforder⸗ liche Credit von 7000 fl. wurde vorschußweise aus Vereins miiteln verwolligt. Darmstadt. Wie die großherzogliche Mufeums⸗ Direktion bekannt gibt, werden von Dienstag, den 17. d. an, die Sammlungen des großh. Museums Sonntags von 10—1 Uhr, Dienstags, Mutwochs, Donnerstags und Freitage von 11—1 Uhr geöffnet sein. Vielen Besuchern ber Resibenz dürfte diese Notiz nicht ohne Interesse sein. 9 Darmstadt. Kriegem'nisterium mit der Sladt Langen wegen Verlegung einer Schwadron Chevaurxlegers bahin über die Bebingungen nicht einigen. Es soll deßhalb von Laugen als Garnisonsort abgesehen werden und Großgerau und Seligenstadt in Vorschlag gebracht sein, von welchen wahrscheinlich ersteres gewählt werden würde. Worms. Der Direktor der landwirthschaftlichen Lebranstalt, Herr Dr. Schneider dahier, empfing aus München ein höchst kunstwoll gearbeitetes Diplom, das ihn zum Ehrenmitgliede des landwirthschaftlichen Vereins für das Königreich Bayern ernennt. Worms. Dle hiesige Brauerschule, unter der Leitung ihres Vorstandes, Herrn P. Lehmann esselt schon seit vier Jahren die Aufmerksamkeit der Interessenten in hohem Grade, weil sie sich dem erkannten Bildungs⸗ bedürfnisse anschließt. Die aufzenommenen Lehrgegenstände werden von Fachlehrern in täglich 6—7 Stunden vor⸗ etragen. Ein geräumiges und vollständiges chemisches aboratorium, eine Sammlung von Modellen unterstützen die Vorträge. Eine kleine Versuchsstation ermöglicht, so⸗ fort durch einschlägige Versuche das für die Praxis Ver⸗ werthbare zu erkennen, während durch Besuche auswärtiger Brauereien und durch Besprechung praktischer Fragen in zwei wöchentlichen Abendversammlungen die Anstalt im lebendigen Zusammenhange mit den jeweiligen Anfor⸗ derungen und Erweiterungen einer rationellen Brauerei erhalten wird. Durch einen zweckmäßigen Neubau hat nun Herr Lehmann seine Anstalt auch in Beziehung auf die Anforderung an geräumige Lehr⸗, Eß⸗ und Conver⸗ sationssäle ꝛc. auf die Höhe der Zeit gebracht. Dresden. Aus Zwickau ist die telegraphische Nachricht eingelaufen, daß im dortigen Brinkenbergschacht eine Enzündung schlagender Wetter stattgesunden, wobel es 9 Todte und 23 Verwundete gegeben. An die hessischen Lehrer!) Die Zeitungen sind angefüllt mit Schilde rungen des Nothstandes in Ostpreußen, und gar manche Herzen sind durch diese Schilderungen gerührt, manche Hände zum Geben bewogen worden. Aber von einer Klasse der Nothleidenden, von den Lehrern, haben bis jetzt die Blätter geschwiegen, sie sind, wie es scheint, auch beim Vertheilen der Gaben höchstens als Vertheiler, nicht als Empfänger betheiligt gewesen. Und doch ist ihre Noth nicht geringer, an vielen Orten sogar größer, als die der übrigen Bewohner der unglücklichen Provinz. Lesen wir nur, was in dem Aufrufe eines Königs ⸗ berger Comité's in Nr. 10 der„Allgem. deut⸗ schen Lehrerzeitung“ vom 10. März d. J., das zum Zwecke der Unterstützung der hungernden Lehrerfamilien zusammengetreten, gesagt ist:„In Ofipreußen findet sich eine große Zahl ländlicher Lehrerstellen, deren Baargehalt jährlich nur 20 50 Thaler beträßt. Ihre Haupteinnahmequelle, die Landnutzung von 8 bis 15 Morgen preuß., hat im verflossenen Jahre aus bekannten Gründen kaum den geringsten Hoffnungen entsprochen. Neben gewinne, die sonst namentlich durch Bienen⸗ zucht erzielt worden, sind gar nicht zu ermöglichen gewesen. Daher ist in vielen ländlichen Lehrer⸗ familien unserer Provinz— zumal in ärmeren Societäten— die bitterste Noth Hunger und Kummer eingekehrt. In vielen städtischen Lehrer⸗ familien ist die Noth nicht minder herzbewegend.“ Sollte es da nicht beilige Pflicht des ge⸗ sammten Lehrerstandes sein, diesen Bedrängten, soweit möglich, Hülfe zu bringen? Die Unterzeichneten hoffen zwar, daß baldige vielleicht ein Landescomités die Einsammlung und Weiterbeförderung von Gaben in die Hand nehmen möge; einstweilen aber erlauben sie sich da schnelle Hülfe Noth thut, alle Lehrer des Großherzog thums, gleichviel an welchen Anstalten dieselben wirken mögen, zu Sammlungen unter sich und im Kreise von Schulfreunden aufzufordern und erklären sich bereit etwa an sie eingehende Gaben alsbald an das Königsberger Comité weiter zu befördern. a Offenbach a. M. den 12. März 1868. Greim, Realschuldirektor. Jung, Lehrer an der höberen Töchterschule. Kühn, Lehrer an der Stadtschule. Dr. Seeger, Lehrer an der Stadt- schule. Dr. Sommerbad, Schul ⸗Inspektor. Walter, Reallehrer. „) Die verehrl. Redaktionen der im Großherzogthum erscheinenden öffentlichen Blätter, namentlich auch der Kreisblätter, werden gebeten vorstehenden Aufruf in ihre Spalten gütigst aufnehmen zu wollen. Wie es heißt, konnte sich das groß, % Medurg eigen. n versucht chönig verite ih se den be laßt werden 5 zrledber e 300 Das 5 on Wolfer wendung de Gläudigern! Termine Do hre Forderu Rechtsnachth. Heschlüfsen d besgetrelen derdel deme derledten K. die Ehestan weufalls u Temiur desselden! dun 6 2 heffen, welche! worden merkung verbstile Erwerb lle diej prüche 0 uußzesere delluend 0 Naßgbt u Erin wunden dul r hrer!) u Schilde d ge zudtrunge ger perden. W, den dez ich witgen, cdeilen der emiinget Neth wah t, a. 1 pre tt Ker Lee der t J, Mrgee 1:„ rinda tutyticher 126 Bin ns glice 25 Lehrer⸗ „ daten dungtt und 90 Lehrte ertgend A dei g Sting 745 aldi 21175— bin 2th f 7. gl. emule 1 datselben „ d u bert unt tudt Deaben ptiltt N N Edietal ladung. 94 Nachdem auf Antrag der Vormünder über die den der verstorbenen Conrad Schindel II. Ebe- ente von Münster deren Poftatthe Flur I., Nr. 69 im Ort, Schulden halber verkauft werden soll, wird die inbekaunt wo abwesende Wittwe des Konrad Schindel 1. don Munster, welcher der lebenslängliche Elnsitz in Flur I., Xr. 89 zusteht, aufgefordert, ihre Einwendungen egen den Verkauf sogewiß innerhalb 3 Monaten dahter eltend zu machen, als sonst obne Rücksicht auf ibre infisßberechtigung lediglich nach den Anträgen der Vor⸗ nünder, sowie des für sie bestelltien Curators Peter I1dan von Münster verfabren und resp. der Kauf⸗ brief destätigt und Eintrag in das Mutationsverzeichniß derfügt werden soll. Butzdach den 3. Januar 1868. Groß hberzogliches Landgericht Butzbach: Dr. Gilmer, Königer, Landrichter, Landgerichts ⸗Assessor. Edictal ladung 929 Forderungen und Ansprüche jeder Art an das für toncursfällig erkannte Vermögen des Glasers Jacob deurter IV. in Södel find im Termine Mittwoch am 6. Mai l. J., 1 Vormittags 8 Uhr, sei Meidung Ausschlusses von der Masse, dahier an; juzeigen. In dem nämlichen Termin soll ein Atrange⸗ nent versucht und von den ausbleibenden oder nicht zehörig vertretenen Gläubigern angenommen werden, daß sie den von der Mehrdelt der erschienenen Gläubiger zefaßt werdenden Beschlüssen beigetreten seien. Friedberg den 24. Januar 1868 Groß berzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landtichter. Landgerichts ⸗Assessor. Bekanntmachung. 5335 Das Vermögen des Jobann Konrad Müller don Wölfersbeeim ist überschuldet; er will sich, zur Abwendung des förmlichen Concurs Processes mit seinen Dläudigern in Güte benehmen, weßhald dieselben im Termine Donnerstag den 2. April d. J, Vormittags 10 Ubr, hre Forderungen dabier anzumelden baben, mit dem Rechts nachtheile, daß die nicht erscheinenden als den Beschlüssen der Maforität der sich einfindenden Gläubiger beigetreten betrachtet werden sollen. Zugleich wire »lerbel bemerkt, daß das Vermögen des vor kurzer Zeit verledten Konrad Blastus, das durch Erbgang auf rie Ehefrau des J. K. Müller übergegangen ist, tdeufalls überschuldet zu sein scheint und sind in obigem Termine Forderungen an denselben unter Androbung vesselben Nechtsnachthells anzumelden. dungen den 27. Februar 1868. Großberzogliches Landgericht Hungen Dee. Nie er, Landrichter. Landgerichts Assessor. Eichen-Lohrinden-Versteigerung. 391 Das diesährige Ergebniß an Eichen ⸗Lobrinden nus dem Gemeindewald von Selters, Glanzrinde aus 18—20fäbrigem Bestand, veranschlagt zu 150 Ctr., soll: Montag den 23. März l. J., Vormittags um 10 Ubr, n dem Rupp s den Baffhaus dahier versteigert werden. Wegen Einsichtsnahme des Lohschlags, was jeden Tag geschehen kann, wolle man sich an den Gemeinde Borstwarten König dahier wenden und können die Be⸗ dingengen der Versteigerung drei Tage vor dem oben⸗ genannten Termin auf unserem Burtau eingesehen werden. Selters am 9. März 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Selters ra f t. Edictalladung. 830 Die Besitzer der in Nr. 23 bes Anzeigers für Ober⸗ hessen, Inserat 412, näher bezeichneten Immobilien, welche durch Erbfolge und Ersitzung oder Kauf erworben worden sein sollen, wollen vor Offenlegung des für die Ge⸗ markung Griedel neu errichteten Grundbuchs ihre Er⸗ werbstitel in dasselbe eintragen lassen, vermögen aber den Erwerb urkundlich nicht nachzuweisen. Es werden daber alle Diejenigen, welche aus irgend einem Grunde An⸗ prüche an diese Immobilien bilden zu können glauben, nufgesorbert, solche sogewiß binnen 3 Monaten dahier geltend zu machen, als sonst die betreibenden Besitzer nach Maßgabe des Art. 29 bes Gesetzes vom 21. Februar 1852 im Grundbuch als vermuthete Eigenthümer eingeschrieben werden sollen. Buß bach den 6. Februar 1868. Großberzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gilmer, Königer, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. 610 Bel August Gele in Altenstadt stebt eln gut gehaltenes zweistöckiges Wohnhaus und eine Scheuer Auf den Abbruch zu verkaufen. rr Mehrere Tausend Bux baumpflanzen 341 bat zu verkaufen Bekanntmachung. 637 Bom beutigen Tage ab treten in Großen⸗ Buseck, Kreis Ckegen, und in Groß Karben, Kreis Vilbel, Post Expeditsonen II. Klasse in Wirk- samkeit. Die Postanstalt zu Großen⸗Buseck erhält die Portotaxe von Steinbach im Großh. Hessen und diejenege zu Groß ⸗Karben die Portotaxe von Frankfurt a. M. Dem Landbestellbezitkk von Großen Buseck werden die bisher zu dem Bezirke von Gleßen ge⸗ börigen Orte Bersrod, Beuern, Burkhardts⸗ felden, Oppenrod, Reiskirchen und Winnerod, dem Landbestellbezirke von Groß Karben die bisber zu dem Bezirke von Vilbel gehörigen Orte Klein⸗ Karben, Rendel und Kloppenheim nebst Ge⸗ markungen zugetheilt. Darmstadt den 16. März 1868. Der Ober⸗Post⸗ Director Vahl. Aufforderung. 632 Zu dem Nachlaß des Schullehrers Jo b. Krick von Fauerbach vor der Höhe gehört die in dasiger Ge— markung gelegene, im Flurbuch auf den Namen des Erblassers eingetragene Parzelle 1407/42, und zu dem Nachlaß des Johannes Reuter von Jauerbach gehört die auf dessen Namen im Flurbuch eingeschriebene Hofraithe 5/106 in der Gemarkung Fauerbach. Beide Immobilien sollen verkauft werden und da das Elgentdum derselben urkundlich nicht nachgewiesen werden kann, so werden auf desfaͤllsigen Antrag alle diefenigen, welche Ansprüche daran bilden zu können vermeinen, zu deren Geltendmachung binnen 6 Wochen andurch aufgefordert, nach de en Ablauf die Kaufbriefe gerichtlich bestätigt werden sollen. Butzbach den 13. März 1868. Groß herzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gilmer. Bekanntmachung. 634 Nach Antrag der Vormünder sollen aus dem Nachlasse des verstorbenen Rechners Philipp Schneider III. von Münster oͤffentlich meistbietend gegen Baarzahlung oder genügende Bürgschaft versteigert werden: 1) Montag den 23. d. M., von Vor⸗ mittags 9 Uhr an: Vieh,(namentlich ein hübsches Zjähriges Pferd, Ochsen, Kühe, Schaafe mit Lämmern, Hühner). Ferner: allerlei Oeconomie- und Ackergeräathe, Vorräthe an Heu, Stroh, Früchten. 2) Dienstag den 24. und Mittwoch den 23. d. Mts, Vormittags von 9 Uhr an: Kleider, Möbel, Bettzeug, Haus rath aller Art,— vieles fast neu und gut erhalten,— wozu man Steigliebhaber einladet. Die Großh. Ortsgerichte werden ersucht in ihren Gemeinden dieses öffentlich bekannt machen zu lassen. Münster bei Butzbach am 10. Maͤrz 1868. Großherzogliches Ortsgericht Munster Reine ck. Hofraithe⸗Versteigerung. 642 Montag den 23. März d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Ratbhause die zur Concursmasse des Heinrich Weller dahler gehörende Pofraithe mit Hof⸗ taum, Schlachthaus, Grabgarten mit Kegelbahn in Folge eines eingelegten Nachgebots nochmals öffentlich meist⸗ bietend versteigert werden. Friedberg den 18. März 1868. Groß herzogliches Ortsgericht Friedberg N e Der dienftälteste Gerichtsmann Foucar. Holz ⸗Versteigerung. 633 Im Licher Stadtwald, Difiriet Rothenbusch, kommen den 26. und 27. d. M. nach verzeichnete Polz · sortimente zur Versteigerung: Donnerstag den 26. März: 168 Eichen- Stämme von 6½—29“ Durchm. und 16 Linden- bis zu 35“ Länge, 116 Buchen Wagnerstangen, 25 zehn Fuß lange Eichendoppelstecken. zreitag den 27. März: 320 Stecken Buchen und Eichen⸗, Scheld⸗ und Prügelbolz, 143 Stecken desgleichen Stockholz, 6600 desgleichen Wellen. Der jedesmalige Anfang ist Morgens 9 Uhr am Ettingshäuser Fußweg beim Bürgersee. Lich den 16. März 1868. Arbeits-Versteigerung. 640 Zur Reparatur der Pfarrschtuer in Na sollen folgende Arbeiten und Lieferungen, als 3 1) Maurerarbelt veranschlagt zu 257 2 2) Zimmerorbeit 247 32 3) Steinbauerarbeit 20 34 4) Dachdeckerarbeit 144— 5) Schreinerarbeit 70— 6) Schlosserarbeit 48 34 7) Weißbinderarbeit 11 12 8) Lieferung von Mauersteinen 60— 9) Lleferung von 36,000 Russenfleinen 468— 10) Lieferung von 2,7 Cubikklafter Sand 64 48 11) Lieferung von 63 Bütten Kalk 110 15 Olenstag den 24. März d. J., Morgens 10 Ubr, in dem Wirthslocale des Perrn Philtppi zu Melbach öffentlich an die Wenigstinebmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 17. März 1868. In Auftrag: Naumann, Großberzoglicher Kreisbauaufseber. Holz ⸗ Versteigerung. 636 Nächsten Dienstag den 24. d. Mis., Vormittags 9 Uhr, gelangen im Domanialwalde, Distriet ⸗Hoch⸗ holz, zur öffentlichen Versteigerung: 73 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 11* Buchen- und 56 Stecken Kiefern Prügelbolz, 46 ½½ Stecken Buchen- und 18½ Stecken Klefern⸗ Stockholz, 3000 Wellen Buchen⸗ und 3300 Wellen Kiefern⸗ Reis holz, 200 Stück Kiefern⸗Stangen von 2“ mittl. Durchm. und 347 Länge. Heldenbergen den 16. März 1868. Großherzogliche Oberförsteret Altenstadt Verstei Rumpf. Ken 623 Dienstag den 24. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen in der Wohnung des Georg Jokes dvahter, folgende Mobiliargegenstände, als: 1) 1 Wagen, 2) 2 Pflüge, 3) 1 Egge, 4) 1 Pferd, 8 1 Faselochs, 6 1 Kub, 7) 1 Kind, 8) 8 Hübner, 9) 2 Gaänse, 10) eine Parthie Mist und sonst allerlei Hausgeräthschaften oͤffentlich meislbletend versteigert werden. Rodenbach am 14. März 1868. In Auftrag Groß berzoglichen Landgerichts Altenstadt Groß berzogliches Ortsgericht Rodenbach Nagel, Vorsteber. enen 643 Dienstag den 31. März, Morgens Uhr an ⸗ fangend, werden in dem Michelbacher Gemeindewald folgende Holzgattungen versteigert; Bersteigerungs anfang im Distrikt Leimenkaut: 20 Stück Fichten ⸗Gertisthöͤlzer, 2400„ dergleichen Hoplenstangen, 1100„ Nadelholz Wellen; sodann im Distrikt Eichen- und Buchenbardt folgende 60 Eichen Stämme von 2300 Cubikfuß, 28 Klafter Eichenholz, 2„ Biuchendolz, 2500 verschiedene Wellen und 38 Klafter Erdstöcke. Michelbach(Er. Ufingen] den 15. März 1868. Maurer, Bürgermetster. Holz ⸗Versteigerung. 635 Montag den 23. I. Mis., Vormittags um 9 Uhr aufangend, werden in hiesigem Gemeindewald, Distriet Oberberg, nachfolgende Holzsortimente versteigert: 1 Stecken Eichen ⸗Prügelholg, 3„ Birken⸗ 5 6 Aspen; 2 10 Buchen⸗Stockpolz, 7„. Aapen⸗* 8600 Stück Buchen ⸗Wellen, 3800» Fichen⸗„ 600„ Aspen⸗ 300„ Nadel- 5 5 Eichen⸗Baustämme, 43 Cbess. baltend, 7 Nadel ·* 104. Gegen Bürgschaft wird das Holz bis Martinitas d. J verborgt. N Fauerbach v. d. H. den 14. März 1868. Großberzogliche Bürgermeisteret Fauerdach pt Melbach. Wilbelm Kleberger II. Großherzogliche Bürgermelstere! Lich del m. Kleesamen re, ee , r * Friedberger Bergbau ⸗Gesellschaft. 609 Die diesjährige Generalversammlung der Herren Actionäre der Friedberger Bergbau⸗ Dienstag den 31. März 1868, Nachmittags 3 Uhr, Gesellschaft findet im Hotel Trapp in Friedberg i. d. W. st Nach F. 13. der Statuten müssen diejenigen der Herren Actionäre, welche als stimm⸗ führendes Mitglied theil nehmen wollen, ihre Actien wenigstens 3 Tage vor der Zusammen⸗ kunft am Sitz der Gesellschaft in Friedberg Bankhause Carl Kalb Sohn in Wies bade Hinterlegung der Titel als Einlaßkarte in die Friedberg den 12. März 1868. att. bei Herrn Verwalter Stifft, oder bei dem n, deponiren und dient die Bescheinigung der Versammlung. Der Gerant. Rheinische Versicherungs⸗Gesellschaft begebenes Grundkapital Eine Million südd. Währung. 495 Die Gesellschaft versichert Gebäude,(soweit dies gesetzlich gestattet ist) und Mobiliar⸗ gegenstände, Waaren und Vorräthe aller Art, wie im Freien gegen Feuersgefahr zu billigen und festen Prämien, so daß die Versicherten niemals Nachschuͤsse zu leisten haben. Die Unterzeichneten halten sich Vilbel den 27. Februar 1868. zur Entgegennahme von empfohlen und ertheilen den Versicherungssuchenden bereitwilligst jede wünschenswerthe Auskunft. sowie Vieh und Erndteerzeugnisse in Gebäuden, Versicherungsanträgen W. Kullmann, Kaufmann. H. Herrmann, Steueraufseber. wurde gefunden. Näheres del Ein Messer der Exped. v. Bl. Dr. Pattison's Gichtwatie 273 lindert sofort und heilt schnell Gicht und Rheumatismen aller Art, als: Gesichts⸗, Brust⸗, Hals, und Zabhn⸗ schmerzen, Kopf⸗, Hand- und Kniegicht, Gllederreißen, Rücken ⸗ und Lendenweh. In Paketen zu 80 kr. und halben zu 16 kr. bei J. A. Windecker. Strohhüte 417 werden gewaschen, gefärbt und nach den veuesten Mustern fagonnirt bei K. Friedrich neben der Post. Hosraithe- und Geschaͤstsverkaus. 639 Die Erben des verstorbenen Kaufmanns Friedrich Eckel zu Büdingen beabsichtigen die ihnen zugehörige, in Bür ingen an der Hauptstraße gelegene, bequem und gut ein gerichtete Hofraithe mit Nebengebäuden, ge⸗ schlossenem großen Hofraum, guten großen Kellern nebst daran floßendem Garten, wo in erfterer seit Jahren ein Colonialwaaren⸗ und Eisengeschäft sowie Aepfelwein · fabrilation mit gutem Erfolg betrieben wird, unter au- nehmbaren Bedingungen aus der Hand zu verkaufen. Auch können auf Wunsch zwei große gute Keltern, sowie mehrere Hundert Ohm Aepfelwein sammt Faß mitver⸗ kauft werden. Kaufliebhaber köngen das Nähere an Ort und Stelle sowie bei Verwalter Heinrichs zu Hirzenhain und Rechnungsrath Dietz in Laubach 85 Zu verkaufen. 511 Ein Wohnhaus, in der Nähe des neuen Kur⸗ hauses und des Landgerichts, bestehend aus acht heiz⸗ baren Zimmern, 2 Küchen, 6 Mansarden, Keller, Boden und Hausgarten, steht abtheilungsbalber unter änßerst vortbeilbasten Bedingungen billig zu verkaufen. Näberes zu erfragen bet Herrn Stadtschreiber Schutt in Nauheim. 220 fl. 644 liegen in der Kirchenkasse zu Melbach zum Aus⸗ leihen bereit. Melbach am 17. März 1868. Laun, irchenrechner. Zu vermiethen. 510 Eine Wohnung im ersten Stock, in der Burg⸗ straße in Nauheim gelegen, bestehend aus vier heiz⸗ baren Zimmern, Mansarden, Küche, Keller, Bodenraum, 770 Antheil am Hausgarten und ist sogleich zu be⸗ ziehen. Näheres zu erfragen bei Schutt in Naubeim. 618 Der Serkauf von Aepfel⸗& Birnstämmchen aus meiner Baumschule ist wieder eröffnet. Melbach. W. Philippi. Bei Bindernagel& Schimpff ist wieder vorrätbig: Neuster Taschen-Fahrplan für die Mittel⸗Rheingegend, perrn Stadtschreiber Weiße Frühhartosfeln 631(sogenannte Johannls kartoffeln) verkauft auch in Mesten Friedberg. Ernst Falck, Müller. Cheater in Friedberg. Im Saale des Hotel„zu den drei Schwertern.“ Freitag den 20. März 1868. Zum Erstenmale: Im Wartesalon erster KAlasse. Lustspiel in 1 Akt von Hugo Müller. Hlerauf: Die Dienstboten. Luftspiel in 1 Akt von R. Benedix. Zum Schluß: Hermann und Dorothea. posse mit Gesang in 1 Akt von D. Kali ssch. Mut von Conradt. Preise der Plätze: Erster Platz 30 kr. Zweiter Platz 18 kr. Dritter Platz 9 kr. Abonnements⸗Billets das Dutzend erster Platz 4 fl., zweiter Platz 3 fl. Tages ⸗Billets nur für die heutige Vorstellung gültig, find in meiner Wohnung bei perrn Zeugschmled Flimar und in der Cigarrenhandlung des Herrn zu nachstehenden Prelsen zu haben: Erster Platz 24 kr. Zweiter Platz 15 kr. Kassa⸗Eröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Spieltage: Sonntag, Montag, Mittwoch, Freitag. Ich erlaube mir ein bochgeehrtes Publikum ergebenst einzuladen und verspreche einen in jeder Beziehung angenehmen Abend. Hochachtungsvoll C. Pötter, Theater- Director. .!TbTC((ͤ¶ãͤĩ ĩͤ Todesanzeige& Danksagung. 638 Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht von dem am 16. d. M. erfolgten Abscheiden unseres unvergeßlichen Gatten, Vaters und Schwiegervaters, des Bier⸗ brauers Joseph Klein. Zugleich sagen wir Allen, welche den Verblichenen während seiner Krankheit besucht und ibn zur letzten Ruhe⸗ stätte begleitet haben, unsern inn igsten Dank. Ilbenstadt. Die trauernden Hinterbliebenen. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 18. März. Waizen 17 fl. 10 kr. z Korn 13 fl. 40 kr.; Gerste 9 fl. 55 kr. Hafer 6 fl.— kr. Frankfurt, 16. März. Waizen 17 fl. 30 kr. Korn 14 fl. 50 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 10 fl. 15 kr.; Grünberg, 14. März. Waizen 16 fl. 39 kr.; Korn 14 fl. 14 fr.; Gerste 10 fl. 18 kr.; Hafer 6 fl. 25 kr. Molter 12 fl. 15 kr.; Erbsen 12 fl. 18 kr.; Wicken 10 fl. 20 kr.; Saamen u. Lein 15 fl. 23 kr.; Kartoffeln 4 fl. 24 kr. Mainz, 13. März. Waizen! 17 fl. 9 tr.; Korn 13 fl. 45 kr.; Gerste 9 fl. 40 kr.; Hafer 6 fl. 22 kr.; Kartoffeln 4 fl. 16 kr.; Noggenstroh per 100 Gebund 21 fl— kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Hessen, Nassau, Frankfurt, Rhein-Preußen. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Mitgetheilt von; Oest. 250 fl. b. R. 1839 149 E. ener. Frankfurter Cours. 9% 250,„ 1854 637% 0 2 5 ö D 3 Pr. L. 18 135½ G 18. März 1868. Cours der Staatspapiere. D g 300 80 120 esterr. 36% Met. 1859 1. Lst.] 64/ G. Or. Hess. 4% Obligat. 907 P 1„ 100 Pr. v. 1864 1 — 50% Nat.-Anl. 1854] 55½ C. 25 3½% Obligation.—— 8 schwed. Thlr. 10-L. 10% f 5 50% steuerfrele Oblg. 51 ½ G. Nassau 4½% Obl. b. Rb. 94½ 0 E Bad. 35 fl. Loose 50770 Freussen 4½% Oblgat. b. Rth. 95 ½ G. 9 5 40% do do 86 P. D Kurh. 40 Thl.-L. b. k. 55 15 8 4% do. do. 89¼ G. Kurhess. 40% Obl. b. R. à 105 89¼ P. 15 Or. Hess. 50 fl. L. b. R. 5 1 k. nem 50% Obligation. 101 ½ 6. Frankf. 3½% Obligat. 81 B. 1 1 t 2 4½0/ ½ ahr. b. Rth. 93 ½ G. 5 30% do 70 ½ d. 2 Nass. 25 fl. L. b. R. 35½ 0 7 40 do 40 88 G. Russland 50% Obl. i. L. à f. 12 3 F. E Sard. 36 Fr. E. b. B. Würtemb. 4½% Obl. b. Rth. 93½ G. Finnland 4½% Pfdbr. i. R. 105 80½ G Pistolen. 9 49—51 7 4% 4d do—— Schweden 4½% O. i. RK. à 105 84½ d. 2 95 Doppelte„ 9 50—52 Baden 4½0% Obligat. 93¾ G. 5 4½ỹ% Pib. i. R. 42 105]—— 2 preuss. Friedrd'or„ 9 57½—58½ 8 4% Obligat. 86½ G. N.-Amer. 60% St. 1. E. 1882 J 75½ G. Holl. fl. 10 Stücke„ 54 Voll einbezahlte Eisenbahn- Aetien und Prioritäten. 8 d 5 5 398 4½¼%% Beyr. Ostbahn 120½ G. 5% LIV. C. P.& P/. fr. 4 28 kr. 27 ½ C. 2[ Engl. Sovereiens.„ 14 55—59 5% sächsische Pfandbr. b. R. 94½ P. 50% Tos. Centr.-Eisenb.-Pr. 41 P. 2 Kuss. Imperiales„ 9 50—52 %% Oesterr. St.-Eisenb.-Prior. 52% P. 50% Elisabethbahn-Prior. 6% 72½ G. 2 Gold pr. Zoll- Pf.—— 6% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 92½ G. 5% do. neueste Emiss.% 70½ P.= Henh. Silb. pr. Zz. Pf.„—— 2% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 42½ G. 4½% Hess. Ladwigss-Prier. 94% P. Preuss. Kassensch.„ 1 44¾—45 Wiener Wechsel- Cours 102½ G. I ponars in Old, 2 27½—28½ Fir An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung re Arskanst über Verloosungen, Coupons Zahlungen u. s. 1 cher Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte S. Lindkeimer in Friedberg. J. C. dagemann sowie bei Herrn C. Fr. Wal! bun man auerhalb del et inter Ind gewerblt henden we dülderräthsel 4 Innoncen! 3 k. berech Zum geneigt Hesse Kawmet. Spitialoet Mt. 1 d kommenste 800 fl. schuß ist Bestimmi Besteuerr dem We Vereinb sich abe Debalte Mehrhe Mehrhe. juristisch des Fis lommens längere Ba mb und W geltend stimmun sprechen Landes abschre. Gegens Volhe geschlag die ges Bei der 25 gege Rehrhei im Aug! in Betr dor sch ist. Ein! lanmen; 1 entspr werden des Aus lennenf bleibt wird 10 fun u