odekarght N 1700 — en wir et dem Battt, Hun tt Jen⸗ u lr einer renden tzangen Er * K St unsere 1868. Samstag den 18. Juli. M84. Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. — Friedberger Zutelligenzblatt. 0 1 Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Gebühren der Orts- und Polizeidiener resp. Ausschellet in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen bei Bekannmachungen in herrschasilichen, Gemeinde- und Privat-Angelegenheiten. Das Großherzogliche Großberzogliches Ministerium des Innern hat mittelst höchster Verfügung vom 6. d den, nach unserem Ausschreiben vom 27. Januar 1866, Nr. 2 de Nr. 3 des Amlsblattes, für Gebuͤhren der Orts- und Polizeidiener re Friedberg den 14. Juli 1868. Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. . M., zu Nr. M. d. J. 8028, uns ermächtigt, s Amteblattes, resp. nach unserem Ausschreiben vom 27. Juni 1863, Sp. Ausschellen dei Bekanntmachungen in andren Gemeinde- und herr— schaftlichen Angelegenheiten festgesetzten Getührentarif für die Folge auch bei Bekanntmachungen im Interesse von Privaten Anwendung finden zu lassen. Indem wir Sie beauftragen die genannten Bediensteten hiervon zu benachrichtigen, lassen wir nachstehend den maaßgebenden Gebührentarif im Abdruck folgen. Tarif Großherzogliches Kreisamt Friedberg e Kritzler, Kreis⸗Assessor. über die Gebühren der Orts- und Poltzeidiener, sowie der Ausscheller in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen. Die Orts- und Polizeidiener, sowie die Ausscheller in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen haben als Gebühr zu beziehen 1) in der Stadt Darmstadt 1) in den Gemeinden über 5000 Seelen 1) in den Gemeinden über 5000 Seelen: I. Für Bekann tmachungen durch die Schelle: . 1 fl.— kr. 4) in den Gemeinden von über 1000 bis zu 5000 Seelen 20 kr. 2) in den Städten Gießen und Offenbach 45„ 5) in den Gemeinden von über 500 bis zu 1000 Seelen. 5 15„ 3) in den Gemeinden über 5000 Seelen 30„ 6) in den Gemeinden bis zu 500 Seelen. 10„ II. Für das Aus schellen zum Zechen des Beginns einer Versteigerung, ohne Verkündigung, wenn dies ausdrücklich verlangt wird: „ 20 kr. 3) in den Gemeinden von über 500 bis zu 1000 Seelen. 10 kr. 2) in den Gemeinden von über 1000 bis zu 5000 Scelen 15„) in den Gemeinden bis zu 500 Seelen 8 III. Für das Läuten mit der Thurmglocke zum Zeichen des Beginns einer Versteigerung, wo dies bisher üblich war und auch fernerhin verlangt wird 6 kr. IV. Für das Ausrufen bei Versteigerungen: 2) in den Gemeinden bis zu 5000 Seelen: 8. für die erste Stunde des Ausꝛufens. 2 20 kr.. für die erste Stunde des Austrufens. 15 kr. b. für jede weitere Stunde des Ausrufens 15 b. für jede weitere Stunde des Ausdrusens. 12„ Das Maximum für einen Tag darf jedoch 1 fl. 30 kr. g nicht übersteigen. 5 Das Maximum für einen Tag darf jedoch 1 fl. 12 tr. nicht übersteigen. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regitrungsblatt Nr. 37 enthält: 1. Betannimachung Großh. Ministeriums des Eroßh. Hauses und des Acußern, den zwischen dem Großberzog⸗ hum Hessen und dem Königreich Preußen abgeschlossenen Vertrag über Verwaltung und Betrieb der im Großh. Gebiet belegenen Strecke der Main⸗Weser⸗Bahn belressend. II. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern, die Militär⸗Diensipflicht der Schulamts⸗Candidaten betr. Dieselbe lautet: Da die Schulamts Candidaten, welche ihre Befähigung für das Schulamt in der vorschrifis mäßigen Prüfung nachgewiesen haben und den Besuummungen der 58. 8 und 46 der Militär Ersatz⸗Insnuktlion vom 26. März l. J, zufolge ihre Diensipflicht bei der Fahne durch eine sechswöchentliche Uebung dei einem Infanterie⸗ Regiment genügen wollen, ihre Anmeldung zur Einstellung seither vornahmen, ohne sich bei der Departements⸗Ersatz⸗ Commission zur körperlichen Untersuchung gestellt zu haben, so wied hiermit zur Keuntuiß der Beiheiligten gebracht, daß alle genannten Candidaten zuerst bei dem Departements⸗ Ersatz⸗Geschäft unter Vorzeigung ihrer Berechtigung auch körperlich geprüft werden müssen und daß die tauglich Besundenen dann im Laufe des nächsten militärischen Dienstjahres Alle zu gleicher Zeit zu einem Tiuppentheil werden einbeordert werden. III. Diensinachrichten. Am 22. Juni wurde der Pfarr⸗ verwalter Jacobi zu Osthofen zum katholischen Pfarrer daselb ernannt;— am 27. Juni wurde dem Jacob Meinhardt aus Ober⸗Moos das Patent als Geometer der zweiun Klasse für den Kreis Lauterbach,— am 30. Jun dem Ecomeier dritter Klasse Beck aus Erbenhausen das Patent als Geometer der zweiten Klasse ür den Keets Alsseld,— dem C. W. Sueinläuser aus Butzbach das Patent als Geometer der zweiten Klasse für den Kreis Friedberg— und an demselben Tage dem Ph. Hardt— und dem Joh. Pirr II. aus Groß⸗Llnden das Patent als Geometer der dritten Klasse für den Kreis Gießen 9 ertheilt. IV. Gestorben: am 12. April der pensionirte Lehrer Sutter von Gau⸗Algesheim;— am 20. Juni der In⸗ valide Weick von Nordheim;— am 26. Juni der pen⸗ sionirte Oberappellatlons- und Cassatiensgerichterath Ge⸗ heimerath Schenck zu Darmstadt;— am 30. Juni der evang. Pfarrer Heddäus zu Appenheim. — Der deutsche Juristentag findet am 27., 28. und 29. August d. J. zu Hamburg statt. O Friedberg. Die hohen Herren, die sonst das politische Wetter machen, sind jetzt meist auf Reisen, auf ihren Landsitzen oder in Bädern, und erwarten von einer höheren Hand günstiges Wetter zu ihrer Erholung von gehabten Strapatzen und zur Stärkung für künftige. Der König von Preußen ist in Ems, Bismarck in Narzin(von wo ganze Stöße an ihn eingehende Gesuche unerbrechen zur ordnungsmäßigen Behandlung nach Berlin gesandt werden), der Kaiser von Oesterreich bisindet sich in Ischl, Beust in Gastein, Napoleon geht nach Plombieère, die Königin von England nach Deutschland, der Kaiser von Rußland wird sich nach Kissingen be⸗ geben, der Kronprinz von Italien ist mit seiner jungen Gemahlin in Frankfurt angelangt, und der Vicelönig von Egypten kommt— nicht nach Ems. Die Politik hat Ferien, die brennenden Fragen ruhen einstweilen auf den Heerden der politischen Garküchen, sorgfältig verwahrt unter einer Lage schützender Asche, und die Zeitungs- schreiber— wenden ihre Aufmerksamkeit andern Gegenständen zu. O Friedberg. Ein neues Papier auf dem Markt! Egypten macht ein neues Anlehen, rück- zahlbar durch Verloosung innerhalb 30 Jahren. Der Emisstonepreis ist 75 Prozent bei 7 Prozent Sconto, macht also 9½ Prozent Zinsen, unge rechnet den ½ betragenden Kapitalgewinn, da 75 Einzahlung pari mit 100 zurückbezahlt werden sollen. Verlockenderes kann's doch wohl nicht eben. Schade nur, daß die Bedingungen, unter welchen ein Anlehen unterzubringen gesucht wird, in der Regel im umgekehrten Verhältniß steben zu dem Vertrauen, das der Schuldner genießt. Nun ist zwar Egypten unter der Regierung seiner Vicekönige entschieden vorwärts gegangen; aber es hat bereits eine Staateschuld von 114 Mill. Thalern und dann liegt es„weit hinten in der Türkei.“ Die Geldmänner, die sich von dem Schrecken über die österreichische Couponsteuer noch nicht ganz erholt und im Augenblick die Hiobspost zu verwinden haben, daß in Amerika alles Ernstes dem Jinanzeomite des Repräsentan⸗ tenhauses ein Antrag auf Besteuerung der Fonds mit 10 Prozent zur Berichterstattung überwirsen worden, werden die Stirne in bedenkliche Falten ziehen. Friedberg. Es hat einen eigenen Reiz, alte Zeitungen zu durchblättern, namentlich aus Jagren, die wir selbst erlebt haben. Mit einem Ruck versetzen sie uns zurück in jene Zeiten, und gerade der Theil, den wir sonst, insosern er nichts uns persönlich Wichtiges entbält, kaum der Auf- merksamkeit würdigen, die lokalen Veröffentlichungen, interessirt uns da am meisten.— Vor uns liegt eine Nummer des Friedberger Intelligenzblattes vom März 1850. Unser Blick fällt auf die Fleisch⸗ und Mrodpreise; sie fallen uns auf wegen des ungeheuren Abstandes von der heutigen Preisen dieser Lebensmittel. Das waren Zeilen! Manche Hausfran, die mit täglich neuem Entsetzen die Bäcker-, Metzger⸗, Schuhmacher ic. Rechnungen, gleich den Defieits in den Kassen unserer modernen Staatsverwaltungen, zu gigantischer Höbe anschwellen siehd, möchte dabei ein Gefühl beschleichen, das als Sehnsucht sich deuten ließe nach jenen Fleischtöpfen Egyptens. Da war es leicht den Tisch zu bestellen, und man brauchte nicht so genau zu rechnen, und der liebe Ehegemahl wurde nicht gleich so unwirsch und brummig, wenn von einem neuen Hut oder Kleid die Rede war. Kostete ja doch das Pfuud Ochsenfleisch damals nur 11 kr., gemästetes Kuh- fleisch 8 kr., Kalbfleisch 5 kr., Schweinefleisch 9 kr., die berühmte Friedberger Blutwurst 12 kr., Bratwurst und Schinken 14 kr. und 4 Pfund Roggenbrod 7½ kr.— Freilich hat das liebliche Bild auch seine Kehrseite. Der Preis für ein Malter Weizen war 6 fl. 5 kr., für Korn 4 fl. 30 kr. Dafür das Getreide zu pflanzen ist unter den jetzigen Verhältuissen absolut unmöglich, und wir können eine solch' völlige Entwerthung aller —— ——— ——— 5 Erzeugnisse des Landbaues kaum zurückwünschen. Damit soll aber bei Leib nicht gesagt sein, daß die heutigen Preise Angesichts des reichen Ernte⸗ segens, mit dessen Heimbringung wir eben be— schäftigt sind, als normal zu betrach en seien, im Gegentheil darf wohl mit Sicherheit auf billigere Lebensmittelpreise für die nächste Zukunft gerechnet werden, wenn— die Herren Franzosen sich nicht als ungebetene Göste bei uns zu Tische laden. Aus Oberhessen. Man ist eben mit Ab⸗ steckung der definitiven Eisenbahnlinien eifrig be— schäftigt, die Landerwerbung wird somit baldigst stattfinden können und darauf der Bahnbau be⸗ ginnen. Man hofft auf eine Vollendung der ganzen Linien in zwei Jahren. Auch mit dem Aufpflanzen der Telegraphenstangen ist der Anfang gemacht worden, und es wird somit auch unsere Provinz bald aller Mittel des Verkehrs theil- hastig werden. Preußen. Berlin. Die„Prov.⸗Corr.“ theilt mit, daß das russische Kaiserpaar sich nach Beendigung seines Kuraufenthalts in Kissingen nach Jugenheim bei Darmstadt begeben werde. Gegen Ende September werde dasselbe auf seiner Rückreise nach Petersburg zum Besuche des preuß. Hofes in Berlin erwartet. — Auf Anregung des Dekans der thtologischen Fakultät, Prof. Semich, hat der Senat der Berliner Universität einstimmig einge aclademische Jubelfeier des 100 jährigen Geburtstages Schleier— machers beschlossen. Dem Vernehmen nach ist eine gleiche Feier auch vom dortigen Magistrat in Aussicht genommen. Köln. Die von der holländischen Militär- behörde verfügte Arretirung der beiden Trompeter vom 8. Cürassier⸗Regiment dürfte wohl keinen weiteren Conflikt mit der preußischen Regierung nach sich ziehen, da das Recht sich hier offenbar auf Seiten Hollands befindet. Die beiden In⸗ haftirten, zwei junge Leute aus Schwarzburg⸗ Rudolstadt, von denen der eine als ein musikalisches Genie gerühmt wird, werden möglicherwtise in eine holländische Straf⸗Section nach Ostindien wandern müssen, denn sie hatten sich beim 7. holl Infanterie Regiment zu zehnjähriger Dienstzeit verpflichtet, das Regiment aber schon nach zwei⸗ jährigem Dienst verlassen. Da sie also wirkliche Deserteure sind, so wird sich gegen die Bestrafung derselben schwerlich etwas machen lassen. Ems. Am 16. Juli ist die unerwartete telegr. Nachricht von Paris eingetroffen, daß der Vice⸗ lönig von Egypten, für den zu einem längeren Badeaufenthalt ein großer Theil des Gasthauses „Zu den vier Thürmen“ in Miethe genommen war, nicht hierher kommen wird. Unsere Saison verliert hiedurch jedenfalls einen ihrer interessan⸗ testen Anziehungspunkte. Wiesbaden. Bezüglich der dieser Tage vorgekommenen gröblichen Insultirung des türki⸗ schen Gesandten durch einen herzogl. Diener im Schloßgarten zu Biebrich wird jetzt zur Ergän⸗ zung mitgetheilt, daß die hiesigen Behörden sich das Kirchenregiment, die Bewohnerschaft der sofort personlich zu dem Gesandten Aristarchi Bey begeben und demselben das tiefste Bedauern über den Vorfall ausgesprochen haben. Die Plakate der herzogl. Hofverwaltung sind zu gleicher Zeit aus dem Garten entfernt und ist die Ausübung der Polizei den herzogl. Dienern untersagt worden. In dem beregten Fall handelte es sich um das Uebertreten des Rauchverbots, dessen sich der türkische Gesandte hatte zu Schulden kommen lassen. Dieses Verbot ist nun auch aufgehoben. Bayern. München. In Folge der Excesse bei der Landwehrcontrolversammlung in Traunstein sind 33 Individuen wegen Ausstands und Körper- verletzung zur Aburtheilung vor das Schwurgericht verwiesen worden. Die Verhandlung, zu welcher gegen 70 Zeugen geladen werden, wird am 20., 21. und 22. d. stattfinden, und am folgenden Tag die Anklage gegen den Redakteur des„Volks- boten“, Hrn. Zander, wegen„Beleidigung eines auswärtigen Staatsoberhaupts(des Herzogs von Coburg) und Verleumdung mittelst der Presse“, zur Verhandlung kommen. Württemberg. Stuttgart. Die Ver⸗ handlungen unter den Südstacten wegen einer Militärcommission haben folgende Basis: Jeder Staat ernennt ein Mitglied. Der Sitz der Com- mission soll München werden. Bayern führt den Vorsitz. Die unbedingte Majorität beschließt Der Hauptzweck des Bundes ist die Herstellung eines mit dem Nordbunde harmonirenden süd⸗ deutschen Defensivsystemo. Eine Commisson ver⸗ waltet die süddeutschen Festungen und ist auch Consulationsbehörde für alle Militärfragen. Der Zusammentritt fand am 15. Juli statt. Oesterreich. Wien. In dem gewaltigen inperen Kampfe, der gegenwärtig in Oesterreich zwischen Kirche und Staat entbrannt ist, fluthet's und ebbet's hin und her, und die Chancen für den einen oder andern Theil steigen und fallen. Offenbar waren durch die einmüthige Entschie⸗ denheit des Ministeriums und die imposante Haltung des Reichstags Rom und die Freunde des Concordats Anfangs betroffen und unschlüssig. Aber man sammelte sich, man sondirte das Terrain, und die Bischöfe erachteten es für angezeigt, mit geharnischten Erklärungen gegen die neue Ordnung der Dinge vorzugehen. Nunmehr mehren sich wieder die Kundgebungen zu Gunsten der Staats⸗ gesetze. Man wird nie die Hand bieten zu Ein⸗ griffen der Staatsgewalt in die Freiheit der Kirche auf ihrem Gebiet, aber man betrachtet jede Einmischung geistlicher Autoritäten des In⸗ und Auslandes in die Gesetzgebung als einen mit allen gesetzlichen Mitteln abzuwehrenden Uebergriff. In diesem Sinn wurden Resolutionen und Adressen an das Ministerium beschlossen in Wien, Brünn, Salzburg, Stainz ꝛc., sogar in Bozen. Die Sachen werden sich schließlich dem Anschein nach so stellen: Die Landbevölkerung vorherrschend für Städte für die Staalsgewalt. — Wiederholt ist in den öffentlichen Blättern die Rede von einem in Triest stattgehabten großen Tumult. Man würde übrigens irren, wenn man dem Vorgang bestimmte planmäßige Absichten unterlegen wollte. Der Spectakel nahm seinen Ausgangspunkt vom Saale des Stad traths, von dem man eine Kundgebung gegen Rom erwartete. Da aber von den Vätern der Stadt so viele durch ihre Abwesenheit glänzten, daß an der beschluß⸗ fähigen Zahl von 28 einige fehlten und darum keine Sitzung gehalten werden konnte, drängte man zur Namensverlesung, wobei die Namen der abwesenden Herrn von den gefüllten Galerien aus mit allerlei Schmeichelnamen begleitet wurden, wie: „Hund, Esel!“ Nach dieser höllischen Litanei machte sich der Pöbel in den Straßen Luft durch solenne Katzenmusiken vor dem Statthalterei⸗ Gebäude, sowie vor dem römischen Consulat. Rufe wie: Nieder mit Bach!(Statthalter) und: Nieder mit Rom! mischten sich in naiver Weise mit: Oesterreich hoch! Italien hoch! und: Gari⸗ baldi soll leben! Ein Besuch im Kapuzinerkloster wurde vereitelt durch eine kleine Schaar alter Weiber, die den anrückenden Haufen mit Stein- würfen empfing. — Die„Wiener Abendpost“ widerruft die Mittheilung des„Univers,“ daß Minister Giskra durch ein geheimes Circular die Statthalter auf⸗ gefordert habe, die Gemeindevertretungen zu Adressen gegen die päpstliche Allocution zu veran⸗ lassen.— Heute hat die Unterzeichnung des Post · vertrags zwischen Oesterreich und der Schweiz stattgefunden. Der Vertrag tritt voraussichtlich schon am 1. August in Wirlsamkeit. Baden Karlsruhe. Bei den Truppen⸗ theilen der Infanterie und Cavallerie wurde eine Beurlaubung von 20 Mann in jeder Compagnie, und von 10 Mann in jeder Escadron vom 12. d. M. bis zum 10. k. M. angeordnet. Eine entsprechende Beurlaubung ist bei den Truppen ⸗ tbeilen der Artillerie voraussichtlich vom 20. d. M. an, in bestimmte Aussicht genommen. Schweiz. Bern. Am 11. Juli genehmigte der Nationalrath den Postvertrag mit dem nord⸗ deutschen Bunde, Bayern, Württemberg und Baden. Das Porto für 1 frankirten Brief beträgt 7 kr., für einen unfrankirten das Doppelte. Frankreich. Paris. Im gesetzgebenden Körper griff Jules Simon mit scharfen Worten das Institut der sog. Colportage⸗Commission an, auf deren Antrag die Verwaltung den neu er⸗ scheinenden Büchern die Erlaubniß, durch Hausiren auf öffentlicher Straße oder in den Bahnhöfen verkauft zu werden, bewilligt oder verweigert. Er wirft der Verwaltung vor, daß in vielen Fällen ein Buch nicht wegen seines Inhalts, son⸗ dern wegen des Namens seines Verfassers geächtet werde. Den schmutzigsten Roman lasse man passiren, das schönste Werk von Victor Hugo da⸗ Die Sonnenfinsterniß am 18. August dieses Jahres. (Fortsetzung.) Die totale Verfinsterung tritt kurz nach Sonnenaufgang auf der lichen Station gewählt. Auch der nordreutsche Bundesrath hat sich bereit erklärt, die Kosten einer Expedition zu übernehmen. um nun für die Größe der Opfer, welche die Wissenschaft zu bean ⸗ spruchen das Recht hat, einen ungefähren Maßstab zu geben, erlau den Insel Perim und in Aden ein, durchzieht im Laufe des Vormittags Vorder⸗Indien, erreicht Mittags Tenasserim, wird Nachmittags in Annam, dann auf Borneo, Celebes und vielen Inseln aus der Gruppe der Molulkken sichtbar, und gelangt endlich gegen Abend nach Neu-Guinea. Wenn in methodischer Vertheilung wissenschaftliche Stationen auf den ge⸗ tigntten Punkten errichtet werden, so ist das Gesammtresultat als ein äußerst ergebnißreiches vorauszusehen In der That ist gegenwärtig die Hoffnung auf eine methodische Vertheilung von Beobachtungs⸗Stationen in ernstlicher Verwirklichung begriffen. Die englischen Astronomen haben Indien zu ihrem Beobachtungs- bezirk gewählt, wohin bercits die wichtigsten Instrumente abgegangen sind. Nunmehr sind auch bereits die Instruktionen für die Beobachter ver⸗ öffentlicht, welche in musterhaftester Gründlichkeit das Vollgewicht der herr⸗ lichen Aufgabe bekunden. Von Seiten Frankreichs wird, wie eine Mit⸗ theilung Leverriers an die Pariser Akademie vom 3. Februar näher angiebt, das Augenmerk anf zwei Hauptstationen, die eine in Cambodje, die zweite in Malacca, gerichtet, und ist die französische Marine ange- wiesen, die geschütztesten und günstigsten Orte näher zu ermitteln. Oestreichische Astronomen haben Aden als Hauptpunkt ihrer wissenschaft⸗ wir uns den Umfang der Aufgaben in leichtem Umriß anzudeuten, welche das seltene Naturphänomen unserm Zeitalter stellt. An der Spitze aller Aufgaben steht die der messenden Astronomie, deren Arbeiten für die Rechnungen der Himmelskunde wie für die Erd messung von größter Bedeutung sind. Totale Sonnenfinsternisse sind für diese deshalb von so großer Wichtigkeit, weil sie die korrekteste Otsbe⸗ stimmung der beiden Himmelsgestirne, Sonne und Mond, darbieten. Von der diesmaligen wird auch eine bessere Bestimmung des Sonnenhalb⸗ messers zu gewinnen sein. Seit Anfang dieses Jahrhunderts sind ferner, neben diesen Messungen, die Untersuchungen über die Natur und das Wesen des räthselhaften Zodiakal-Lichtes bei solcher Gelegenheit stets auf's Neue aufgenommen worden, und werden auch diesmal— vielleicht mit günstigerem Erfolge — Beobachter in Anspruch nehmen. Das Zodiakal-Licht ist nämlich ein heller Lichtdunst, der von den Sonne scheibenartig weit in den Weltraum hinein läuft und sich bis über die Erdbahn hinaus erstreckt. In dem Monat April sieht man dieses wunderbare Licht in den Zonen, wo jetzt die Sonnenfinsterniß beobachtet werden wird, des Abends nach Sonnenuntergaug und im Monat daer 41 ar alter Stein · rei rust die iet Giskra zaller auf- ztutdnigtt den nord · cegtebenden 1 Vorten nission an, u tu er⸗ 6 Haustten Bababöfen ꝛetptigtrt. in vitlen galt, son· 18 geächtet laft man beige der — 1 sch bereil 1 bean · lauen 1 velcht ionen, dit Erd- „ind füt he en. Von oantihalb⸗ gegen müßte riskiren, zurückgewiesen zu werden. Er macht eine ganze Reihe von Schmutz- oder Kartenwahrsager-Bücher namhaft, die zum Ver— kauf autorisirt seien. In einem solchen Karten- schlägerbuch behandelten zwei Kapitel ausführlich die Kunst, aus dem Eiweiß und Kaffeesatz die Zukunft zu prophezeihen. Gegen solche Uebel verlangt der Redner zwei Dinge als Heilmittel: Aue breitung des Volksunterrichts und Freiheit des Buchhandels.(Bekannt ist, daß der Aberglaube kaum irgendwo mehr im Schwunge ist, als in Paris. Die berühmtesten Kartenschlägerinnen fanden sich jederzeit in Paris.) — Der Kaiser wird am 17. nach Plombidres abreisen.— Die„Patrie“ widerspricht dem Gerücht einer angeblich beabsichtigten Reise des Kaisers nach Dentschland und Algier.— Die Kaiserin und der kaiserliche Prinz werden in Fontainebleau bleiben. — Inm gesetzgebenden Körper erklärt Niel, er werde dieses Jahr von 100,000 Wehipflichtigen nur 40,000 Mann für das active Heer in An- spruch nehmen. Das Militärbudget wird ge— nehmigt.— Der„Abend ⸗Moniteur“ sagt: Die Rede des Ministers d. Moustier im gesetzgebenden Körper sei ein neuer Beleg der gemäßigten und versöhnlichen Ideen, welche die Diplomatie des Kaisers bei ihrem Vorgehen leite.— Dasselbe Blatt bringt eine an den„Nord“ gerichtete Pariser Correspondenz, in welcher die Worte des Kaisers gelegentlich des Todes Michaels von Serbien und das Manisest Ppat's angeführt wer— den. Der gewaltsame Tod eines Fürsten trüge mehr zur Befestigung seiner Dynastie bei, als selbst die Verlängerung seiner Lebenstage.— Man kündigt die demnächstige Ankunft des General Moerder, Adjutanten des Czaren, an, welcher den Kaiser zu einer Qusammenkunft mit dem Czuen in Kissingen einladen soll. Portugal. Lissabon. Dae Ministerium hat um seine Entlassung gebeten, welche vom König gewährt wurde. Loulé ist mit der Neu- bildung des Cabinets beauftragt. Die Minister hatten den Schluß der Kammern bis zum No- vember vorgeschlagen, was der Staatsrath jedoch einstimmig verwarf. Italien. Florenz. Die Polizei ver⸗ haftete 25 Mazzinisten.— Aus der Romagna wird gemeldet, daß in Rom und Umgegend die Patrouillen verstärkt wurden.— Cardinal Antonelli leidet heftig an der Gicht. Dänemark. Kopenhagen. Am 15. d., um 7 Uhr Abends, wurde in Klampenborg die Verlobung des dänischen Kronprinzen mit der Tochter des Königs von Schweden veröffentlicht. Amerika. Von dem Sängerfest in Chicago wird berichtet, daß es den großartigsten und besten Verlauf genommen. Die sieben deutschen Ab⸗ geordnete, die von diesseits(aus Köln, Nürnberg, Kirchen[Baden], Berlin, Dresden und Hamburg) hingesandt waren, werden davon zu erzählen wissen. Es ist ein erfreuliches Zeichen von dem wachsenden Einfluß des deutschen Elementes in Amerika, wenn man im Stande ist, solche Feste zu feiern. Ebenso erfreulich ist es aber, daß die Deutschen in Amerika allmäblich verlernen, sich ihres elten Vaterlandes zu schämen und daß sie demselben mit warmer Liebe zugethan bleiben. Der den Abgeordneten aus dem Mutterland dort ge— wordene Empfang soll ein über alle Begrisse groß— artiger und herzlicher gewesen sein. Friedberg. Der erste Tag des landwirthschaftlichen Festes in Butzrach verlief im Ganzen befriebigend für uns Friedberger; denn so angerehm auch der Aufenthalt in Butzbach, und so schön das Arrangement des Zuges ꝛc. ꝛc. war, so konnten wir Friedberger nicht wieder nach Hause kommen, weil der letzte Zug nicht Wagen genug hatte. Die Eisenbabnverwallung hälte sich, da ihr die Anzahl der ausgegebenen Retourbillete bekannt war, vorschen müssen und hälte für die genügende Anzahl Wagen Sorge lagen sollen. Sieger beim Rennen blieb Herr Oeconom Schutt von der Görbenheimer Mühle. Im Trabrennen würde das Pferd des Herrn Dr. Zimmer Sieger ge— blieben sein, wenn es sich nicht in das schlaff berab⸗ hängende Seil der Barristre verwickelt hätte. Besondert Erwäßdnung verdient der als sehr gelungen zu bezeichnende Festzug. Ernste und heitere Darstellungen wechselten in sinni ster und geschmackvollster Weise mit einander ab. Der Wagen, der die alte Kirmes von Gambach darstellte, sowie der Wagen des Herrn Schanz, einen Schacht vor— stellend, in dem Eisensteine gefördert wurden, waren jeden jalls die originellsten. Für die Bewirthung der in groß— artigem Maße herbeigeströmten Fremden war in reichlichstem Maße Sorge getragen worden. H. Gambach, 15. Juli. Heute Vormittag 11 Uhr brannte die dem Pachter Kammer gebörige außerbalb des Orts stehende mit etwas Stroh angefüllte englische Scheune ab. Das Feuer wurde alsbald gelöscht, weiter ist kein Schaden enistanden. Man vermuthet, daß das Feuer von kleinen Kindern angestecke worden sei. Darmstadt. Ueber die Zahlung der Vertretungs— summen für Miliiärpflichtige, welche sich bei der nächsten Truppenergänzung vertreten lassen wollen, wurde folgende Bekanntmachung erlassen: 1) die 700 Gulden betragende Verireiungssumme kann in der Periode vom 16. Juli d. J. bis einschließlich des Tags vor der im nächsten Herbste ftafindenden Truppenergänzung zur Großh. Ein standskasse in Darmstadt bezahlt werden. Wer nich dem 1. Auqust bezahlt, hat zugleich 4% Verzugszinsen zu entrichten. Die Zahlung darf nur in groben, an den öffentlichen Kassen gangbaren Mänzsorten oder auch in Papiergeld geschehen. 2) Die Zahlung muß persönich ge⸗ leistet werden, und hat daher entweder durch den Dienst— pflichtigen serbst, oder durch einen Angehöri jen, oder einen sonst Beauftragten zu geschehen. 3) Bei der Zahlung muß Vot⸗ und Zunamen. Geburts- und Heimatheort und die Loosnummer des Diensipflich igen, sowie der Name des⸗ jenigen, welcher die Zahlung leistet, angegeben werder. 4) Die von Großh. Einstandskasse über die Vertretungs- summe ausgestellte Quittung hat der Dienstpflichtige, oder Derjenige, weicher die Zablung für ibn leistet, auf dem Sekretariat Großh. Kriegs Ministeriums vidiren zu lassen. An Samstag Nachmittagen, sowie an Sonn- und Fest⸗ tagen werden keine Zahlungen angenommen. Mainz Aus der benachbarten Gemeinde Heidesheim wird mitgetheilt, daß in den dortigen Weinbergen die Frühburgunder Trauben fast sämmtlich der Reife nahe und ganz dunkel gefärbt sind. Die Aussichten sind bei sortdauernder günstiger Witterung in Bezug auf Quantität wie Qualität die erfreulichsten und lassen auf einen guten Herbst und reichen Weinsegen hoffen. Auch in Erbach wurden bereits reife Trauben gefunden. Mainz. Um das Projekt einer katholischen Universität zu fördern, bat sich eine Gesellschaft frommer Damen zu— sammengethan, in ber sich u. A. die Gräfin Ida Hahn⸗ Han, die Fürdin von Isenburg⸗Birsiein ꝛc, befinden. Solche Damenkomtte's besteben bereits in 16 Diözesen, die bis jetzt ganze 4000 fl. zufimmengebracht haben. „ Wiener Schützen sest. Welcher Mittel zum Zweck sich heutzutage die Speculation bedient, zeigt neuer⸗ oings folgende kleine Schützenfest-Geschichte. In deutschen Zeitungen macht ein Herr Vogt aus Wien bekannt, daß er sich in dem Besitz jämmtlicher zu vergebender Woh⸗ nungen für die Dauer des Festes gesetzt habe und daß daber, wer eine solche haben wolle, sich an ihn wenden müsse. Auf cine Anfcage, welche in Folge dessen der Stultgarter Schützenmeister Föhr an den Schützeufest⸗ Präsidenten Dr. Kepp in Wien richtete, erfolgte durch den Telegraphen die Antwort:„Annonce ven Vogt reine Privat Speculation und ganz unwahr. Für Unterkunft aller Schützenzäste sorgt nur unser Wohnungs-Comite und wird alle Ansprüche thunlichst befriedigen, da ihm Wohnungen zur Genüge zur Verfügung stehen.“ „„ Die Nocbpol⸗Expedilion ist im Gange. Alles hat sich gut angelassen, wesentlich durch die Energie und das private Vorgehen eines Mannes, des Dr. Petermann. Dr. Olto Ule, der bekannte Natnrforscher, gibt jetzt bei Quanbt und Händel in Leipzig eine in Heften erscheinende illustrirte Schrift:„Die deulsche Nocdpolfahrt“, heraus. Er wird der Expedition in ausführlicherer Weise Beschreibung in Wort und Bild zu Theil werden lassen. Das erste Heft ist namentlich wegen der beigefügten vergleichenden Karte der projeclixten Expeditionen, bie fast gleichzeiüg von Eng⸗ land, Deuischland und Frankreich von den verschiedensten [Punkten auf den Nordpol loesteuern, besonders interessant. 2 Characteristisch für die gegenwärtige Stimmung in Ilalien, Frankieich gegenüber, ist folgendes Zukunfts⸗ Sieges-Bullelin, welches ein italienisches Blatt veröfsent⸗ licht:„Junt 1870. Um 3 Uhr Morgens hat die franzö⸗ sische Armee das preußische Lager bei Mainz angegriffen. Nach einem überaus blutigen Kampfe, welcher sieben Siunden gedauert hat, wurden die Franzosen in die Flucht geschlagen, Mac Mahou, de Failly und Dumont sino zu Gefangenen gemacht worden. Molike hat nach Berlin telegraphirt, daß der Feldzug kaum begonnen, auch schon beendet worden ist.“ „ Anbaltische Staatsschulden. Nach einer Bekanntmachung der herzoglich anhalüschen Staatsschulden⸗ Verwaltung in Dessau werden die Besitzer von Staats⸗ cassenscheinen zu 10 Tahler, welche von der anhallischen Regierung auf Grund der Gesetze vom 1. October 1855 und 20. Juni 1859 ausgegeben worden sind, aufgefordert, diese Scheine längstens dis zum 31. December 1868 zur Einlösung zu bringen, indem nach Ablauf di ser Frist alle nicht eingelösten Scheine ihre Gültigkeit verlieren. „ In dem Dorfe Pouhon bei Spa lebt eine Familie, deren ältestes Mitglied 116 Jahre alt ist. Dieser Greis, welcher noch vollkommen rüstig ist und sein vollständiges Gedächiniß bewahrt hat, ist 1752 geboren und hat sich 1771 verheirathet, in welchem Jahre auch sein ältester Sohn geboren wurde. Alle seine Söhne, Enkel, Urenkel u. s. w. sind gleichfalls noch am Leben. Für die Wetterbeschädigten in deu Kreisen Gründerg und Scholten sind weiter solgende Gaben eingegangen: Bei Prof. Dr. Diegel von Herrn Pfarrer Buchhold in Ossenheim 2 fl.— Bei Kaufmonn Ferisch von Herrn C. M. Schudt in Dorheim 1 fl. 45 kr— Bei Kaufmann Mayer Hirsch von Frau Pf. W. 1 fl. 10 kr.— Bei Prof. Dr. Köhler von Herrn Kreisrath Dr. Dieffenbach 1 fl.; Dr. K. 1 fl.— Bei Diak. Meyer: Ungenannt 1 fl. 10 kr.— Bei Hofrath Dr. Pilger von J. C T. 1 fl 30 kr. Zusammen 9 fl. 35 kr. Früherer Betrag 8 fl. 26 kr. Summa 18 fl. kr. Um weitere Gaben wird gebeten. Der Verstand des Hülfsvereins. Baur. Dr. Diegel. W. Ferisch. Foucar. Mayer Hirsch. Dr. Kövler. L. Meyer. J Müller. Nau. Dr. Pilger. Steinberger. Steinhäußer. G. Trapp II. September vor Sonnenaufgang weit in den Himmel hinauf und heller als die Milchstraße die Ebene der Planetbahnen bestrahlend. Die Natur und das Wesen dieses Lichtes hat man bisher nicht erklären können, und gab sich auch vergeblich Mühe, dasselbe während großer Sonnenfinsternisse zu sehen und zu ersorschen. Die bevorstehende Sonnenfinsterniß, größer als je eine bisher von Menschen beobachtete, läßt nicht blos darum die Hoffnung auf günstigere Erfolge zu, sondern sie findet in einem Zeitpunkt, am 18. August, statt, der dem Monat September, dem der Sichtbarkeit des Zodiakal⸗Lichtes sehr nahe liegt, und die Beobachter werden sich außerdem noch in der Zone befinden, die der Sichtbarkeit die aller- günstigste ist. Es gehört zum Ruhme der Naturwissenschasten und giebt diesen den Stempel des unendlichen Strebens nach Wahrheit, daß sie mit jedem neuen Gebiet der Eroberung wohl alte Räthsel löst, aber stets dafür neue Räthsel zur Lösung aufstellt. Nur unwissende Zeitalter wähnten„Alles“ zu wissen. Das Zeitalter wahrer Wissenschaft charakterisirt sich am leuchtendsten darin, daß es erforschend immer neue Gebiete der weiteren Erforschung öffnet. Dies ist im Gebiete der Astronemie in hohem Grade der Fall, und so haben denn auch die letzten Jahrzehnte in ihren glänzendsten Entdeckungen und Erfindungen die Reihen der Aufgaben, welche nunmehr bei der zu erwartenden Sonnenfinsterniß zu lösen sind, ungemein erweitert. Wir hoffen, unsern Lesern einen Genuß zu bereiten, wenn wir diese Aufgaben in einer kleinen Rundschau darlegen. Die große Reihe der Aufgaben, welche erst die neueste Zeit der Wissenschaft zur Lösung hingestellt, macht auch hier das Prinzip der Theilung der Arbeit erforderlich, das auf dem Gebiete der Industrie so fruchtreich geworden. Ein solches Zusammenwirken vieler Kräfte auf den verschiedenen Gebieten der Astronomie wird auch bei Be- obachtung der nächsten Sonnenfinsterniß unumgänglich nöthig sein. Seit einigen Jahren wird ein neuer Himmelskörper gesucht, der in größerer Nähe als der Planet Merkur die Sonne umkreisen soll. Man vermuthet seine Existenz aus gewissen Abweichungen, welche der Lauf des Merkurs zeigt und die nur beruhen können auf der Anziehungskraft dieses bisher unsichtbar gebliebenen Himmelskörpers. Da derselbe wegen seiner Sonnennähe weder am Tage, noch in den Morgen- und Abenddämmerungen aufzufinden ist und ebenso wenig dessen Vorübergänge vor der Sonnen- scheibe beobachtet werden konnten, so bilden die Momente totaler Sonnen- finsternisse die einzige Gelegenheit seiner Sichtbarkeit. In den Finster— nissen der letzten zehn Jahre war das Suchen vergeblich. Nur eine so überaus große Zeitdauer, wie sie die zu erwartende Finsterniß darbietet, könnte ein günstigeres Resultat zur Folge haben. Wichtiger noch als diese Aussuchung ist die bereits mit glänzenden Erfolgen beginnende und weitere Aufschlüsse erfordernde Untersuchung der Beschaffenheit der Sonne selber.— (Schluß folgt.) ———— ö ——ů ů—-„-— 8— Philippi's Felsenkeller. Samstag den 18., Sonntag den 19. und Montag den 20 Juli großes Vocal- und Justcumental-Concert mit deklamatorisck⸗komischen Vorträgen und Gesängen und Ballet in Costũm. 9 Instrumente werden von zwei Damen gespielt. Entrée: 6 kr 173⁴ Anfang: Samstag und Montag halb 8 Ubr, Sonntag um 4 Uhr Nachm. und 8 Uhr Abends. Zoologischer Garten in Frankfurt a. M. 1720 Sonntag den 19. Juli von Morgens 6 Uhr bis Abends ist der Eintrittspreis auf 12 Kreuzer per Person ermäßigt. Nachmittags 4 Uhr Concert vom ganzen Musik⸗Corps des Königl. Preuß. Rhein. Infanterie⸗ Regiments Nr. 30. Der Verwaltungsrath. SS Per faguet 4 —— 4 2 5* 10 2 — 8 N ee 2 5 88 Stollwercksche e Legen Hals und N IBrustleiden Y r rust Bonbons bass aum dun a0 1248 Wie auf allen srübern Industrie- Ausstellungen, wehin der Hof⸗ Lieferant Franz Stollwerk sein seit Decennien berühmtes Fabrikat sandte, so ist demselben auch auf der Pariser Welt⸗Ausstellung die in dieser Branche einzig ertbeilte Medaille zuerkannt worden. Es ist dies ein neues Glied in der langen Kette von Anerkeanungen, welche sich diese Brust⸗Bondons erworben, und dürfen sich Hals⸗ und Brufstleidende mit um so größerer Zuversicht dieses Hausmittels bedienen.— Man beliebe sich nur durch die vlelen Fälschungen nicht täuschen zu lossen, und bemerke sich zur Entnahme die Depöls in Friedberg bei Wilh Fertsch, in Assenheim bei Carl Baner, in Beilers beim bei B. Stern Sohn, in Butz bach bei Wilb. Wiestler, in Berßadt bei Chr. Eichelmann Sohn, in Hungen bei A. Buch, in Naubeim dei Ph. Jace. Weiß. Hurchsichlige Glycerin-Seise, 73 anerkannt bestes Mittel zur Veeschönerung der Haut, empfiehlt in Stücken à 4, 6. 9, 10, 12 ke. Wilhelm Fertsch⸗ 2 2 2 Ein junger Faselochse, 1718 Gelbscheck, fleht zu verkaufen bei 5 G. Nieolai, Dauerndeim. 1716 Ein Junge kann'n die Lebre kommen bei Karl Lang, Schabmachermeifier in Friedberg. Zu verkaufen. 1736 Eine Fruchtfegemühle, eine Aepfelmüble und 2 Obftwein Pressen, sowie 2 Stück vorzüglichen Aepfel; wein find aus der Hand zu verkaufen bei Frledberg. Johs. Supp's Erben. Halsbinden 742 und Syhlips ꝛc. in schöner Auswahl, sowie Foulards seidene Umknöpftücher und schwarze seidene Halstücher bei K. Friedrich neden der Poft. Der obere Stock meines Hauses 1717 ist zu vermielhen und kann bis zum 1. October dezogen werden. arl Spamer. Luttermehl, 1735 reinster und bester Qualität, dilligst bei Löb Strauß. Ein Backerlehrling 1556 wird gesuch!. Näheres zu erfragen bei der Exped. d. Blattes. Ein kleine Wohnung 1733 für eine stille Familie habe ich zu vermiethen. Jos. Hoffmann. Ein gebrauchtes Canape, 1728 in gutem Zustand, verkauft Eduard v. Göbel, Hof⸗Tapezter. Einen Lehrling Wilhelm Söllner, Spenglermeister. Ein anständiger junger Mensch 1729 wird als Kellnerlehrling gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. Saaterbsen 1584 bei Gebr. Löb. Hertenktagen 4 1725 sucht Auszug aus dem Civilstandsregister der israel. Religions- gemeinde zu Friedberg. 1868. Getraut e: 25. Februar. Sohn des verlebten Hanveismannes Lazarus Löser aus Steinfurth, mit Kathinka Heidelberg, Tochter des ver lebten hiesigen Einwobners Michael Heirelberg. Geborene: 11. Januar. Dem hiesigen Bürger uad Fruchthändler L. Oppendeim ein Sohn, Mar. 3. Zebruar. Dem biesigen Bürger und Fruchthändler Levt Kaufmann ein Sohn, August. 3. März. Dem hiesigen Bücger und Kaufmann Zadik Grödel ein Sohn. 3. März. Dem hicsigen Bürger und Handelsmann Joseph Butzbach en Soon. 11. März. Deen diesigen Bürger und Kaufmann Moritz Stahl eine Tochter, Bertha. 22. März. Dem di'sigen Burger und Fellhändier Mater Arnsiein eine Tochter, Rosa Rebelka. 25. Mätz. Dem hiesigen Bürger und Actuariats⸗ ee Schloß ein Sohn, Siegfried. . April. Raphael Reichenberg ein Sehn, Max. 12. April. Dem biesigen Bürger und Pferdehändler Kaufmann Bendheim eine Tochter, Clara. 19. April. Dem hiesigen Büreer und Hofuhr macher Georg Hanau elne Tochter, Franzteka 23. April. Dem biesi en Bürger und Bäckerei⸗Be⸗ sitzer L. Strauß 1. eine Tochter, Mina. 20. Jun. Dem biesigen Bürger und Fruchthändler Elias Maier eine Tochter, Bertha. Gestorbene: 21. Februar. Frau Röschen Neuhof, geb. Stern, Ehefrau des hiesigen Bürgers und Metzgers Carl Neuhof, alt 45 Jahie. 4. März. Das 17 Stunden alt gewordene Söhn⸗ chen des Joseph Butzbach. 20. April. Frau Rebekka Imrod, des verlebten bies. Einwohners und Metzgers Semen Imrod hinterlassene Wittwe, alt 77 Jahre. 4. Mai. Frau Caroline Grödel, geb. Menko, des verlebten hiesigen Einwohners und Handelsmannes David Grödel hinterlassene Wittwe, alt 87 Jahre. (Hierzu U Der hiesige Bürger Mor'tz Löser, Gr. Kriegsmtnisleriums Turnverein. 1693 Sonntag den 19. d Mis. fipdet ein Aue flug mit Tanzvergnügen auf das Ossenbelw er Wäldchen stolt, wozu die außerordentlichen Mitglieder hiermit freund lichst ein geladen sind. Abgang vom Fauerbacher Thor aus mit Mufilf Nachmittags balb 3 Uhr. Friedberg. Sonntag den 19. Juli Im Gasthaus zu den drei Schwertern große außer⸗ ordentliche Zaubet-Porstellung der egyptischen Magie, Physik und Chemie, componirt und gegeben in einer besonderer Art von Jean Georges, Professor der Magte und Phpfik. Besonders wird auf die schuß⸗ und kugelfeste Dame, sowie auf die Somnambule oder hellsehende Dame aufmerksam gemacht. Anfang 7 Uhr bei brillanter Beleuchtung. Das Nähere besagen die Auschlag Zettel. Höflich ladet ein Jean Georges. Preise der Plätze: Erster Platz 24 kr., e 9 eee T. Preis-Kegel-Schieben. 1724 Unterzeichveter beabsichtigt von Sonntag den 19. an eine vergoldete Cronometeruhr und mehrere Pfeifen auskegein zu lassen, wozu freundlichst einladet Bad Nauheim. H. Aletter,„Zur Waldlust. Preis⸗Kegelschieben zu Ober ⸗ Rosbach. 1721 Nächfen Sonntag den 19. und dle darauffolgen⸗ den Sonntage findet bei mir Pieiokegelschieben über dämmel und Geldpreise statt, won ich ergebenst einlade. Gastwirth Ruppel in Ober⸗Rosbach. Dampf- Dteschmaschine. 1715 Eine fast ganz neue Gare ti'sche Spferdige Dampf⸗Dreschmaschine wird billig verkauft oder ver⸗ mlethet. Näheres dei Wirth 8 Comp. in Frankiurt a. M. Militärstellvertretungen. 1723 Alle Diejenigen, welche sich im Militärdtenst ver⸗ treten lassen wollen, werden hie. durch höflichst ersucht, sich bei mir anzumelden, indem mir mit Genehmigung eine Militärsteuvertretungs⸗ Agentur übertragen worden ist und ich durch das dei mer offen liegende Einftehrrverzeichnis in den Stand gesetzt din, allen an mich gestellt werdenden Austrägen auf solideste Weise nachzukommen. Briefe erbitte mit unter der Adresse 0 J. A. Schmitt in Offenbach, Biebe erstraße Nr. 12. Weiße leinene Taschentücher 130 biligst dei Geschwister Schloß. Danksagung. 1727 Allen Denen, welche unserern unvergeßlichen Vater, Schwiegervater und Grosvater, den pens. Groß. Landgtrichtsdiener h. Pilar Dem hiesisen Bürger und Metzger zu seiner litzten Nudestälie geirutet daben, piermit unseren Uefgesübltefsen Dank. Frievberg. 5 Die trauernden Hinterbliebenen. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag den 19. Juli 1868. Evangelische Grmtinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormiitags: Herr Candidat Joutz. Nachmittags: Herr Pfarrer Schwabe. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Brand. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. nterhaltungsblatt Nr. 29 und eine Beilage.) 171 9 Uhr gebäud geblied a Or verfteit Ne 0 euladei Aldlud. ben . rauffolgen⸗ eden über 17 tulade. uppel Sentzuigenz urnutturzt. erte dal bel N Staud en Lüst t erbt ut d Ftubech, 13 utücher Ache 3—— Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. 2 84. . Oeffentliche Bekanntmachung. 1595 Nachdem der Freiherr Gustav Löw von und zu Steinfurth von Greßberzoglichem Hofgericht der Provinz Oderhessen wegen Verschwendung unter Curatel gestellt worden, wird dieses Sachverhältniß unter dem Anfügen hiermit zur allgemeinen Kenniniß gebracht, daß Rechtsgeschäfte mit demselben nur unter Zustim⸗ mung des idm beigegebenen Curators, des Großberzog⸗ lichen Kammerherrn Freiberrn Wilbelm Löw von und zu Steinfurth, gültig abgeschlossen werden können. Gleichzeitig werden sämmtliche bekannte wie un dekannte Gläubiger des Freiherrn Guflav Löw von und zu Steinfurth hiermit eingeladen, ihre Forderungen und Ansprüche jeder Alt an dessen Vermögen im Termine Freitag den 24. Juli d. J., Morgens 9 Uhr, dahier anzumelden und zu begründen, in welchem Termine zugleich ein Arrangement versucht werden soll, und sollen die von der Mehrheit der gehörig auftretenden Gläubiger hierüber gefaßt werdenden Beschlüsse auch für alle übrigen Gläubiger als bindend angesehen werden. Nauheim am 26. Juni 1868. Großherzogliches Landgericht Nauheim Ulrich, Suppes, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Bekanntmachung. 1713 Nächsten Dienstag den 21 d. M., von Morgens 9 Ubr ab, wird das durch den Abbruch des Flügel- gebäudes der sogenannten Oberamtmannswodnung übrig gebliedene Polz⸗ und Eisenwerk in verschiedenen Parthien an Ort und Sielle öffentlich an den Meistbietenden versteigert. Naudeim den 15. Juli 1868. n eee Naub eim . E. d. B.: Der Beigeordnete Eu ser. vdt. Schutt. ECdictal ladung. 1722 Nachdem der Herr Graf Friedrich Eduard zu Alt⸗Leiningen⸗Westerburg zu Schloß Ilben⸗ adt gestorben ist und der Herr Graf Victor zu Alt. Leiningen⸗Westerburg die Erklärung abgegeben hat, daß ex als gesctzlicher Vertreter seines noch mindersährigen Sohnes, des perrn Grafen August zu Alt⸗Leiningen⸗ Weflerburg, die dem Letzteren als alleinigem Intestat- Erben zugefallene Eibschaft des Allodial⸗Nachlasses seines Großvaters, des Herrn Grafen Friedrich Eduard ze Alt ⸗ Leiningen ⸗Westerburg, nur unter der Rechts⸗ wohlthat des Inventars antrete, so werden alle Die jenigen, welche Forderungen oder sonstige Ansprüche an die Allodial⸗Verlassenschaft des Herrn Grafen Friedrich Eduard zu Alt⸗Leiningen⸗Westerburg bilden zu können vermeinen, hiermit aufgefordert, solche binnen vier Wochen, von dem ersten Erscheinen dieser Bekannt machung in den öffentlichen Blättern an gerechnet, dei dem unterzeichneten Gerichte so gewiß geltend zu machen und zu begründen, als sie sonst bei Abschluß des In⸗ ventars und Negultrung des erwähnten Nachlasses keine Berückfich tigung finden werden. Friedderg am 15. Juli 1868. Großherzogliches Landgericht Friedberg Rei Steinberger, Landgerichts- Assessor. zandrichter. Vergebung von Bauarbeiten. 1731 Die zur Erbauung eines dritten Stocks auf das Kädtische Schulhaus zu driedberg erforderlichen Arbeiten und Materialienlieferung, veranschlagt: n Manrerarbeit 411 18 Steinhaus rarbeit 184 56 Zimmerarbeit 641 59 Dachdeck rarbeit 115 43 Schteinerarbeit 465 30 Schlosserarbeit 212 50 Glaserarbeit 175 13 Weißbinderarbeit 386 59 Spenglerarbe it 14 56 Lieferung von 29,100 Stück gut gebrannten Back ⸗ Reinen, „ von 20 Bütten Kalk, * von 1,7 Cutik Klaafter Sand, sollen auf dem Suk misstonswege an die Wenigstfordern⸗ den vergeben werden.— Voranschlag und Bedingungen liegen auf dem Bureau der unterzeichneten Stelle zu: Einsicht offen, woselbst auch die Offerten mit der Aufschrift: „Submission zur Uebernahme den Arbeiten oder..... Lieferung bei der Erbauung eines dritten Stocks auf das ffädtische Schulhaus zu Friedberg.“ versehen, versiegelt und frankirt bis spätesteng Donner⸗ stag den 23. Juli l. J., Morgens 9 Uhr, ein⸗ gereicht sein müssen. Friedberg den 18. Juli 1868. Bei G. G. Lange in Darmstadt ist erschienen und in der Buchhandlung von Binder nagel& Schimpff in Friedberg zu haben: Supp, Gemüs' und Aeisch. Ein Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen oder leicht verständliche Anweisung alle Arten von Speisen und Backwerk billig und gut zuzubereiten.— Nebst einem Anhang vom Einmachen der Früchte.— 15. unveränderte Auflage mit 1 Stahl⸗ stich. 80. geh. 54 kr. Dasselbe sein geb. in englische Leinwand 1 fl. 12 kr. der Verkauf von 66,000 Exemplaren seit kurzer Zeit ist wohl der beste Beweis seiner anerkannten Brauchbarkeit. CHO OmO lade. Auf der Welt- Ausstellung zu Paris, 9 wo die Erzeugnisse aller Länder mit einander concurrirten, wurde dem Fabri⸗ kanten Franz Stollwerck in Köln für ausgezeich nete Qualität und Preiewürdigteit seiner Dampf⸗Chocolade Seitens der kaiserlichen Jury die — Medaille zuerkannt. Von den beliebtesten Sorten dieser vorzüglichen Choco⸗ laden unterhalten die Unterzeichneien Lager zu Fabrikpreisen in Friedberg Wilh. Fertsch, in Hungen A. Buch, in Nauheim Ph. Jac. Weiß. 1181 F 5 bie Leitungs-Aunoncen-Expedition 5 . L. Daube«C“% von G.* III E& 2 5 in Frankfurt am Hain 4 lanburg 22 313 besorgt„Inserate jeder Art“ zu den Original- preisen zuverlässig in die„Zeitungen aller Län- der“, liesert über jede Anzeige dus Belegblatt und räumt bei belangreicheren Ordres die liberalsten Conditionen ein. Ausführliche Verzeichnisse der in- und aus- lündischen Zeitungen gratis und franco. SAS————— usgsuese ul geen putzg usp uf n pufs open elle 00 ND DeeDee C H Cee fes General- Agent für Nassau& Rheinhessen: Jos. Au- müller in Mainz. dle Rheinprovinz: Arthur Bar- General-Agent für Baden& die Pfalz: Th. Paul jun. in Mannheim. „Bayern: G. W. Rau in München!„ uenioseq uz uedungufpeg uedgsugd siepuoseq egun uoungsez udeossuunldoun pun usgosissug gelesensten italienischen und englischen Zeitungen Durch specielle Verträge sind wir in den Stand gesetzt In- unter besonders günstigen Bedingungen zu besorge. ee eee eee Cecececececeee.. eee eee eee E o e E E e E e ee und Alois Menschiek in nik in Cöln a. Rh. 8 Nüruberg.„ Kurhessen, Thüringen und Hen- —„ Würtemberg: Adolf Haag& nover: J. Hornthal, Cassel. 8 Oo. in Stuttgart.„ Westphalen: Carl Heinert in 3„ das Grossherzogthum Hessen: Hamm. 2 Georg Hof in Darmstadt.„Sachsen: J. Wallerstein in 5 Dresden. CCC See r e r er eres eres ee Ehrlich's BlutreinigungsEssenz. 180 Dieses ausgezeichnete Pausmittel, welches am sichersten del fast allen Krankheiten mit bestem Erfolg wirkt, wie z. B. dei Rheumattemus, Gicht, Hämorrboieen, Derzklopfen, Magen⸗ beschwerden, Magenkrampf, Krämpfe, Verstopfungen, Unverdaulichkett, Sgärfe, Schwindel, Soddrennen, Blädungen, Spannung, Zabuweh, Netvenschwäche, Durch⸗ fall, Unterleibsbeschwerden, Gallenkrenkheit, Hasten, nervöses Kopfweh, Afsh ma, Auszebrung im Entsteben, Körperschwäche, Schlaflosta keit, Bleichsucht und andern weiblichen Krankbelten zc. ꝛc., sowle bei Kinder krankheiten zarteflen Alters, wird allen Leidenden auf das Wärmste empfohlen. Auf Verlangen kann von den vielen, durch diese Essenz geheilten Personen die außerordentliche Wükung dieses deilmittels durch Zeugnisse, welche im Orginal im Besiee des Unterzelchneten find. nachgewiesen werden. Diese Ehrlich's Blutreinigunge 11 8 ist in Origtral-Fiaschen d fl.* 151 kr. oder Thlr. 1. 88 L* 12* 7* 5 — mit Gebrauchs⸗Anweisung 1 E 77* 7— 1 77 nur allein acht zu haben in Commission bei Fr. Hilbrechi in Friedberg. 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J., Vormittags 9 Uhr, sollen auf freiwilligen Antrag de: Johannes Supp's Erden dabier ia deren Behausung nachfolgende Gegen · ftände, als: 2 Stüc reilngebaltenen 1867er Aepfelweln, 1 Aepfel⸗ müdle und 2 Obfspressen, 1 Parthie Fässer und Bütten, 2 vollfsändige Piercegeschiere, 1 Fruchifegmüdle, ein Wasserkarren mit Wasserfaß sowie sonstige Oetonomie⸗ gerälbschaften öffenilich metstotetend gegen Baarzahlung erbabtheilungsbalder versteigert werden. Friedberg am 17. Juli 1868. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fouc ar. Arbeits- Versteigerung. 1719 Nächsten Dienstag den 21. d. M., Vor⸗ mittags 11 Uhr, soll auf der Gemeindedude die An sertigung einer Dachk e ndel an dem dause Nr. 294, so⸗ wie der Oelfarbanstrich derselben, öffentlich an die Wenigfinehmenden vergeben werden. Frledberg den 16. Jult 1868. Der isratlitische Gemeinde ⸗Vorstand. Für denselben: Maper Hirsch, I. Vorsteher. Emser Pastillen 22 seit einer Reihe von Jahren unter Leitung der Königlichen Brunnenverwaltung aus den Salzen des Emser Mincralwassers dereitet, bekannt durch ihre vor züglichen Wirkungen gegen Hals⸗ und Brust leiden, wie gegen Mag enschwäche find stets vor räthig in Friedberg dei Prr. Hosapelbeber C. Wahl, in Nauheim bei Herrn Ph. J. Weiß. Die Pastillen werden nur in eikettirten Schachteln versand:. Königliche runntuverwaltunz zu Bad Ems. Brodmehl, 1404 beßer Qualität, per Malter fl. 10. 30. Credit gegen 5% Zinsen und gegen gerügende Bürgschaft dis zum 1. October d. J. Lö Strauß. Zu vermiethen. 1659 2 Zimmer Parterre, mit oder ohne Möbel. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. 1060 Jeder Zahnsehmerz wird durch mein weltberütmies Zahnmundwasser binnen 1 Minute sicher und schmerzios vertrieben, worüber unzäblige Anerkennungen von den röchsten Personen zur Ansicht vorliegen.— E. Hückstait in Berlin. Zu haben in Flaschen à 18 ke. und 36 kr. in Friedberg bei J. A. Windecker. 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Sämmiliche Loose find mit dem Stempel des land wirtbschaftlichen Vereins für Starkenburg versehen, und ist dem Herrn Bankier Ferdinand Sander in Darmstadt der ausschließliche Verkauf der Loose über⸗ tragen worden. Darmstadt im Juni 1868. Das Verloosungs- Comité des landwirthschastlichen Vertins sür Starkenburg. In Bezugnahme auf Vorstebendes bitte ich Wierervelkäufer, sich franco an mich wenden zu wollen, und gestatte ich bei Abnahme größerer Partieen einen entsprechenden Rabatt. Ferdinand Sander, vormals A. Mtssel, Eck der Rheinstraße und des Loussenplatzes in Darmstadt. Glacé- Handschuhe 1194 sowie deu 11 d Eoosse ꝛc. ic. bei Friedrich neben der Post. Trablsche- Gummi- Kugeln von W. Stuppel in Alpirsbach, 1105 ein Linderungsmittel bei Husten, Lungenkatarrh. Heiserkeit, Engbrüfligkeit und ähnlichen Brastleiden. Die⸗ selben find steis vorräthig die ¼ Schachtel zu 14 kr., dle ½ Schachtel zu 7 kr. in Friedberg bet J. A. Windecker. 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Thlr. 10-L. 10½ P. 5 50% steuerfreie Oblg. 5½ d. Nassau 4½% Obl. b. Rh. 95 F. 2 Bad. 35 fl. Loose 52 F. Preussen 4 ½0% Obligat. b. Rth. 96 P. 55 4% d0 do 86¾ G 2 Kurh. 40 Thl.-Ht. b. K. 95 N 5 4% do. do. 87¼½ 6 Kurhess. 40% Obl. b. k. à 105] 89 F. 5 Lr. Hess. 50. L. b. E. 350% 0. garen 50% Obligstlon. 1020 Frankf. 3½% Obligat. 81½ 0. 2»„ ß 1 4½% ½ fahr. b. th. 96/ 6 5 3% 40 70 d. 2[ Nass. 25 fl. L. b. R. 36 d. 5% de do 90¼ P. Russland 30% Obl. 1. L. à fl 12 84 l. EEE Würtemb. 4¼0% Obl. b. Rth 94½ 0 Finnland 4½0% Pfdbr. 1. R. 105 80 d. Pistolen fl. 9 47—49 2 4% do do 89 P. Schweden 4½0% O. I. R. à 105 85% G. 2„ Doppelte„ 9 4850 Baden 4½0% Obligat. 94 G. 5 4½0% Pib. 1. R. 4 105—— 2 Preuss. Friedrd'or„ 9 58—59 — 40% Obligat. 88 ¼ G. N.-Amer. 60% St. 1. E. 1882 76/ G 5 Holl. fl. 10 Stücke]„ 9 54—56 Doll einbezanlte Eisenbahn- KAetlen und Prioritäten. 8 e 5 1 4½/ Bayr. Ostbahn 127½ G. 20% Liv. C. D.& P/. fr. à 28 kr. 31/ G Engl. Sovereigns.„ 11 53—57 50% sächsische Pfandbr. b. R. 93½ P. 50% Tose. Centr.-Eisenb.-Pr. 468 d 2 Russ. Imperiales„ 9 48—50 30% Oesterr. St.-Eisenb.-Prior. 53½ P. 50% Elisabethbahn-Prior.% 75 G. gold pr. Zoll- FI. 60% Oest. Süd St. u. Lomb. E. B. 95½ G. 50% do. neueste Emiss.%] 73, G. I Hchh. Silb. pr. Z. Pf. 8 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 43½ 6. 4½0% Hess. Ludwigsd.-Prior. 94½ d Preuss. Kassensch. 3 144/⁰—45% Wiener Wechsel- Cours 103% G. I pollars in Gold 22728 Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte Auskunst über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. 8. w. S. Lindheimer in Friedberg. Beit Saul