1868. Samstag den 18. Januar. 1 S8. Anzeiger für O berhessen. Anthaͤlt die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerslag und Samstag. 7 Bestellungen auf den„Anzeiger für Oberhessen“ werden noch fortwährend von allen Poststellen und der Verlagsexpedition für das erste Halbjahr angenommen. — Hessen. Darmstadt. Das Großherzog iche Regierungsblatt Nr. 2 enthält: I. Bekanntmachung Großherzogl. Kriegsministeriums, die Aufnahme in Pensionärstellen des Königlich Preußischen Jadettencorps betreffend. II. Uebersicht der für das Jahr 1868 genehmigten Imlagen zur Besireitung der Bedürfnisse in den israe— stischen Religionsgemeinden des Kreises Grünberg. III. Ermächtigungen zur Annahme fremder Orden. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst zeruht: am 24. December 1867 dem General-Secretär det Großherzoglichen Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbderein Commerzienrath Fink die Er aubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem Könige von Preußen verliehenen rothen Adlerordens 3. Klasse— und am 2. Januar dem wirk⸗ chen Gebeimenrath Minister der Justiz und Präsidenten des Staetsraihs Dr. Frhrn. v. Lindelof Excellenz die Trlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Königl. Hebeit dem Großherzog von Oldenburg ver— diehenen Ehren⸗Großkreuzes des Großberzoglich Olden Zurgischen Haus⸗ und Verdienstordens des Herzogs Peter Friedrich Ludwig zu ectheilen. IV. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Broßberzog haben allergnädigst geruht: am 20. December 1867 den evangelischen Pfarrer zu Viebelnheim Fitting zum Decan des evangelischen Decanats Wörrstadt für die Zeit bis zu Ende des Jahres 1870, den exangel. Pfarrer zu Gimboheim Weitzel zum Decan des cvangel. Decanatse Osthofen für die Zeit bis zu Ende des Jahres 1870— und am 24. December 1867 den Feldwedel im 1. Inf. Regiment Meister von Biedenkopf zum Hausverwaller und Bademeister bei der Vadcanstalt zu Nauheim zu ernennen;— am 28. Dec. dem evangelischen Schullehrer i Daubtingen Büttner die 1. evangelische Knaben-Schul— telle zu Groß⸗Gerau zu übertragen. 2 V. Versetzungen in den Rubestand: Seine Koͤnigliche Hobeu der Großberzog baben allergnädigst geruht: am 24. Dec. 1867 den Oberförster det Oberförsterei Laubach Jorumeister Dickel, mit Rücksicht auf seine geschwächte Gesundheit,— den Districtseingehmer der Districts-Ein⸗ ehmerei Büdingen I. Amend, auf sein Nachsuchen, unter Verleihung des Charakiers als„Rendant“,— am 2. den Schullehrer an der evang. Schule zu Langd Weiters zausen,— den Schullehrer an der 1. Gemeindeschule zu Pfeddersheim Kleinbauß— und an demselben Tage den randgerichts⸗Assessor bei dem Landgerichte Groß-Umstadt Schmitt auf scin Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen. VI. Gestorben: am 1. November 1867 ber Kreis⸗ Seteninärarzt Großmann zu Grünberg;— am 6. der Lehrer an der 3. Knabenschule zu Lauterbach Golz;— am 18. der pensionirte Rheinzolleianehmer Steuerrath Opfer mann zu Mainz;— am 16. December der Schul⸗ dehrer an der 1. evangel. Mädchenschule zu Pfungstadt . 4 T am 1¼ der Districtseinnehmer Funk zu Groß 5*—— tvaugelische Pfarrer Textot zu Neuß un Michelstadt demselben Tage ber Kreigveterinärarn 3 ü am 23. der Kreisassessor Schau⸗ zu Lauterbach;— an demselben Tage der pensionirte Zörster Netz zu Bieben;— am 26. der evang. Pfarrer dra zu Weiterstabt;— am 28. der Ectichtsvollzieher Sc 7 Mainz;— am 1. Januar ber penf. Zollaufsehel Schlegel zu Mainz;— am 6. Januar der Locomotlv⸗ ührer Rausch zu Gießen. — Unter den neuen Vorlagen der Großh. Regierung an die Stände befindet sich auch der Telegraphenvertrag, welcher im August v. J. mit preußen abgeschlossen worden ist. Nach demselben wird das Gesammt⸗Telegraphenwesen in Hessen ohne Lasten und Abgaben an Preußen überlassen. Die Eisenbahnbetriebs⸗ Telegraphen, Mainz aus- zenommen, sind zur Beförderung von Privatdepeschen berechtigt. — Der Generalstab der hessischen Armec- Disision, welchem augenblicklich nur zwei Ossiziere augetheilt sind, soll demnächst formell aufgelöst werden. — Der in Angelegenheit der technischen Schult bestellte Ausschuß referent, Frhr. v. Löw, beantragt die Abweisung der Regierungsvorlage und die Auflösung der technischen Schule. — Die zweite Kammer ist am 16. d. zur Fortsetzung ihrer Arbeiten wieder zusammen— getreten. Unter den sehr zahlreichen Einläufen werden hervorgehoben: Vorlagen der Regierung wegen Einführung einer Einkommensteuer, Nach—⸗ träge zum Finanzgesetz und zum Postvertrag, der mit Peeußen abgeschlossene Telegraphenvertrag, Vorlagen wegen Erhebung der hiesigen technischen Schule zu einem Polptechnikum, Ausgleichung der Kriegskosten vom Jahre 1866 betr., Einfüh⸗ rung sämmtlicher preußischer Militärgesetze.— Abg. Hoffmann II. stellt einen dringlichen Antrag über den Bau der Offenbach-Hanauer Bahn, ebenso sind Eingaben aus Oberhessen cin— gelaufen, welche sich sämmtlich auf den Bahnbau senden. Dies ist nämlich nach meiner Ueber- zeugung und eingezogenen sachverstaͤndigen Gut— achten die zweckmäßigste Verwendung. Das baare Geld kann dort in Litthauen weniger nützen als Naturalien, da man dort effektiv nichts zu kaufen kriegt. Unsete Königsberger Speicher müssen her— halten. Die Berliner(Central-) Vereine können uns gestoͤhlen werden, wenn das so fort geht: viel Geschrei und wenig Wolle! Schreiberti und Berichterstattung ohne Ende, unnütze und kost⸗ spielige Reisen von Diätenschluckern, anstatt daß man kurzweg Geld flüssig macht und die Militär- magazine öffnet. — Der„Köln. Ztg.“ wird von Berlin über den Nothstand in Ostpreußen geschrieben, es sei jetzt sestgestellt worden, daß in Ostpreußen 15 Kreise mindestens 6 Monate, 20 mindestens 3 beziehen. Heß interpellirt ebenfalls in diesem Monate unterstützt und 3500 Familien versorgt Betreff. Hallwachs zeigt den Bericht über die werden müssen.— Bei dem Hülfscomite für Vorlage des Wahlgesetzes zum Zollparlament an. Osipreußen ind bis zum 12. Januar wirklich * Friedberg. Kreisassessor-Stelle bei hiesigem Kreisamt, Gerichts- schließlich der Beiträge, Der bisherige Vikar der eingegangen etwas über 90,000 Thlr., und ein- die schon angemeldet, Accessist Kritzler, ist zum Kreisassessor dahier aber noch nicht vertiunahmt sind, 100,000 Thlr. ernannt worden. Preußen. Berlin. Der Vaterländische Frauenverein hatte bis zum Abgeordnetenhaus. 11. Jauuer 24,600 Thlr. empfangen.— Prinz Der Etat des Ministeriums des Innern wird Karl bat für die Nothleidenden in Ostpreußen bezüglich der Einnahmen genehmigt; bei Berathung 1000 Thlr. als Herrenmeister des Jobanniter- des Ausgabe-Etats kritisirt Virchow in längerer Rede die Amtsführung des Ministers des Innern, Grafen Eulenburg, indem er unter hervorhebt, daß der Notbstand in Ostpreußen nicht früh genug bekannt und nicht erfolgreich genug bekämpft worden sei. Der Minister des Innern bestreitet die Ausführungen Virchow's, welche aue negativen Partei-Tendenzen hervor gegangen, und fügt hinzu, die Behörden in Ost— preußen hätten in vollem Maße ihre Schuldigkeit gethan. Im weiteren Verlause der Diskussion erklärt der Minister des Innern einer Bemerkung Waldeck's gegenüber: Er habe nicht die liberale Partei darniederhalten wollen, da oöne dieselbe die Regierung nicht wirken könne, wohl aber die Fortschrittspartei.— Bezüglich der Nothstands⸗ frage erklärt der Minister, daß die Regierung nöthigenfalls noch weitere Forderungen behufs Linderung des Nothstandes machen werde.— Auf eine Bemerkung Henning's über die Noth- wendigkeit einer Reform der Gemeinde-Institutionen erkennt der Minister an, daß dieselben allerdings zu verbessern seien, er warne jedoch vor zu raschem Vorgehen. — Die„Provinzial-Correspondenz“ kündigt die am 15. Januar erfolgte Rückkehr des Barons v. Quaade und die Wiederaufnahme der Ver— handlungen mit Dänemark wegen der nordschles- wigschen Frage an. — Der Bundesrath wird wahrscheinlich An- fangs Februar zusammentreten. Es isl Aussicht vorhanden, daß schon in der nächsten Session des Reichstages die Civilprozeß ordnung für den nord- deutschen Bund vorgelegt werden wird. — Ein Verlangen um Hülfe, das der„Zu- kunft“ aus Königsberg für die bedrängten Bezirke zugeht, sagt:... Ich werde das Geld unverzüglich in Hafergrütze, Graupe, Salz und amerikanisch Schmalz übersetzen und sofort zur Hälfte an Reitenbach, zur anderen an Donalies Ordens, ferner 475 und 25 Thlr. zur Kollckte gegeben. Ebenso erfreulich ist die Berichtigung, Anderem welche binsichtlich der von den übrigen königlichen Prinzen gespendeten Gaben veröffentlicht wird und wonach sämmtliche Mitglieder des königlichen Hauses, wie sets, so auch jetzt für die Noth— leidenden in Ostpreußen erhebliche Summen bei- gesteuert haben. Jeder einzelne Verein, welcher sich an sie gewendet, alle Haupt- und Zweigvereine haben sich der Gaben der hohen Herrschasten zu ersrenuen gehabt, und wenn die Prinzen dem Insterburger Vereine je 25 Thlr. zugewendet, so haben sie außerdem dem allgemeinen Vereine in Berlin je 1000 Thaler and andere namhafte Summen den Provinzial und Kreisvereinen in Ostpreußen überwiesen. — Telegraphische Nachrichten melden: Die preußischen Kriegsschiffe„Hertha“ und„Blitz“ retteten bei Smyrna das gestrandete französische Kriegsschiff„Reland“ mit eigener Gefahr und Aufopferung. Elberfeld. Die„Elberfelder Zeitung“ meldet von einem schlagenden Wetter und einer Explesion in dec Kohlengrube von Neu-Iserlohn dei Langendreer; bis jetzt weiß man von 76 Todten, man fürchtet jedoch, daß deren über 100 seien. Frankfurt. Mit dem 1. Februar müssen auf allen ehemals herzoglich nassauischen Stationen der Taunusbahn die Fahrbillette den Fahrpreis in Thalerwährung enthalten. Wie man sagt, ist diese Vorschrift von dem königlichen Eisenbahn— Commissarius in Köln ausgegangen. Für Frank- surt und Castel bleibt es bei den seitherigen Billetten. — Die Ernennung des Senators Dr. jur. Mumm zum ersten Bürgermeister der Stadt Franksurt für die Amtsdauer von 12 Jahren wird im„Staatsanzeiger“ amtlich publieirt. Oesterreich. Wien. Die„Presse“ mel- det: Das Reichsbudget wurde in der Sitzung des Ministerraths, unter Vorsitz des Kaisers, fesl- gestellt. Der eigentliche Gegenstand der Ver— handlungen war dae Armeebudget. Als Erfor- derniß für das Ordinarium wurden 80 und für das Extraerdinarium 31 Millionen festgestellt. Das Erforderniß des auswärtigen Amtes wurde auf 5, das des Finanzministeriums auf 2 Mill. sestgesetzt. Letztere Beträge sollen durch die Zoll- erträgnisse gedeckt werden und wird die Geneh- migung des Reichsbudgets durch den Kaiser demnächst erwartet.— Der„Morgenpost“ zufolge überbrachte Baron Magnus dem Kaiser ein freund— schaftliches Handschreiben des Königs von Preußen. — Von Triest wird telegraphisch gemeldet, daß der österreichische Admiral Tegethoff mit der Leiche des Kaisers Maximilian von Mexiko dort angekommen und daß die Leichenfeierlichkeiten am 16. d. M. um 7½ Uhr begonnen haben. Die Straßen und Plätze, welche der Zug passirte, waren mit Trauerflaggen decorirt. Die Schiffe im Hafen hißten die Flaggen auf Halbtop; überall war dichtes Volksgedränge. Um 10 Uhr fand die Einsegnung statt. Der vom Moko San Carlo ausgehende Zug wurde von dem Generalmajor Herzog von Württemberg an der Spitze der Truppen eröffnet, hierauf kam der Stadtrath und die Geistlichkeit, dem mit einer Krone gesckmückten Leichenwagen folgten mehrere Erzberzöge, Admiral Tegethoff, die Vertrtter der fremden Mächte, die Generalität, das Offiziercorps, die Consuln, Cor- porationen; Matrosen und Truppen schlossen den Zug. Alle Läden waren geschlossen, die Haltung der Bevölkerung war außerordentlich tbeilnehmend. Brünn. Aus der Rede, welche der öster⸗ reichische Minister Giskra am 5. Januar bei dem ihm zu Ehren gegebenen Festmahle hielt, theilen wir Folgendes mit:„Nicht mehr hat man zu fürchten, daß das frische und lebendige Wesen eingeengt werde durch äntzfliche Sorgfalt der Regierung vor selbstständiger Gestaltung im Leben. Eine freie Verfassung, wie sich deren wenige Völker von Europa zu erfreuen vermögen, ist, Dank sei es unserem gerechten, gütigen und weisen Fürsten, den Völkern Oesterreichs gegeben worden. Die Fesseln, welch: den geistigen Aufschwung in weiteren Kreisen beirren, sind gefallen; der Kaiser rief in den Rath seiner Krone Männer, welche die Aufgabe unverrückbar festhalten, an dem, was als Staatsgrundgesetz verkündet worden ist, die Verfassung fortzubilden und zu entwickeln im Sinne und Geiste der Freiheit, in welcher die Bestim- mungen jener Staatsgrundgesetze erlassen wurden und die es auch im Geiste selbst fühlen und dies auch ernstlich gewillt sind. Ich kann versichern, sie werden es thun! Der Selbstbestimmung der Länder, Gemeinden und Individuen ist in den durch das Gesetz weit gezogenen Kreisen freier Spielraum gegeben; den nationalen Bestrebungen wird innerhalb der Grenzen, wie sie denselben durch den Staat und durch den Selbsterhaltungs⸗ trieb desselben unüberschreitbar gezogen worden sind, niemals entgegentreten werden. Sie werden der Freiheit eine weite Gasse halten; sie werden auch nach ihren Kräften durch die richtige Ver— theilung der schweren Lasten, die auf den Völkern liegen, dieselben erträglicher machen; sie werden dem Wohlstande und der sittlichen Bildung alles das zuwenden, was die Vertreter des Volks ihnen zur Verfügung stellen. Zu jeder Zeit werden sie handeln, wie es überzeugungstreuen, ehrenhaften, im politischen Leben gewordenen Charakteren zu thun geziemt.“ Frankreich. Paris. Der gesetzgebende Körper hat das Armee-Reorganisationsgesetz mit 199 gegen 60 Stimmen angenommen und sich hierauf bis zum 27. Januar vertagt. — Nach der„France“ erklären Berryer, Allon, Jules Favre, Senard, Crtmieux und vierzehn andere Advokaten die Verfolgungen gegen die Journale für einen schweren Angriff auf die bürgerlichen Rechte und die Freiheit der Presse innerhalb der durch Constitution und Gesetze gezogenen Gränzen. Italien. Florenz. Rattazzi wird zu seiner Rechtfertigung dem Parlamente mehrere bisher unbekannt gewesene Aktenstücke über die römische Insurrektion vorlegen. Rußland. Petersburg. Die„Nordische Post“ sagt in ihrer Jahresübersicht: Rußland beabsichtige weder eine Gebietsvergrößerung im Oriente, noch eine Vermehrung seines Einflusses auf die Bevölkerung des Orients zu erlangen; es fordere aber die Mitwirkung Europa's, um die Wohlfahrt der christlichen Bevölkerung in der Türkei, zur Verhütung einer Katastrophe, zu befördern. „ Friedberg. Die erste Nummer der von jetzt ab in vergrößertem Formate erscheinenden Zeitschrift für die landwirthschaftlichen Vereine des Großherzogthums Hessen“, welche wöchentlich in 1 Bogen ausgegeben wird, liegt vor. Die Redaktion wendet sich mit einigen Worten an ihre Leser und erklärt, daß die Zeitschrift als Organ des landwirihschaftlichen Vereins fortfahren werde, den Bestre— bungen derselben aufmerksam zu folgen, durch Vermittlung des Austausches von Ansichten, Beobachtungen und Er⸗ fahrungen die vorhandenen Bedürfnisse der Landwirthschaft klar zu stellen, die Verfahrungsweisen in derselben zu be. leuchten, auf hervorragende Erfolge und berechtigte Ziel- punkte hinzudeuten, und auf diese Weise den Fortschritt in unserem Gewerbe zu verallgemeinern.— Dieses Ziel zu erreichen, wird sie vor wie nach bemüht sein, den Lesern gediegene Abhandlungen aus den verschiedenen Zweigen des Ackerbaues und der demselben zu Grunde siegenden Wissenschaften darzubieten, so viel als möglich alle wichtigen Erschelnungen und Vorgänge auf landwirth⸗ schaftlichem Gebiete in den Kreis der Betrachtung zu ziehen, und in allen Stücken darnach streben, den For⸗ derungen der Zeit Rechnung zu tragen. Die Zeilschrift kostet jährlich durch die Post bezogen im Großherzogthum Hessen 1 fl. 45 kr. Gießen. Das Ergebniß der letzten Volkszählung der Stadi Gießen ist folgendes: Am 3. Dezember 1807 waren in der Stadt anwesend 10,233 Personen(8706 Inländer, 1527 Ausländer). Bei der Zählung vom 3. Dezember 1864 waren anwesend 9459 Personen, folglich hat sich die Seelenzahl vermehrt um 774 Personen. Da aber früher nur 37 Militärpersonen anwesend waren, während jetzt 464, mithin 427 Militärpersonen mehr anwesend sind, so hat sich die Civilbevölkerung um 347 Personen vermehrt. Jene 10,233 Personen wohnen in 43 öffent⸗ lichen Gebäuden und in 868 Privathäusern, unter welchen die freistehenden Neben- und Hinterhäuser mitgezählt sind. Frankfurt. Vor einigen Tagen wurde ein junger Mann verhaftet, welcher hier, in Wiesbaden und Mainz, seither sein srevelhaftes Spiel mit den Vermlethern möblirter Zimmer trieb. Derselbe miethete sich nämlich ein und entfernte sich wieder heimlich unter Mitnahme von Werth⸗ objekten, wobei es ihm nicht darauf ankam, ob eine Commode oder ein Schrank zu erbrechen war, ober nicht. Darmstadt. Die„Fr. Zig.“ theilt über die Aus- gabe des falschen hessischen Papiergeldes folgende weitere Details mit. Im Jahre 1865 wurde in Nordamerika eine große Anzahl falscher hessischer Fünfguldenscheine an— gefertigt und ein Theil davon in Circulation gesetzt. Der Fälscher wurde übrigens entdeckt, der noch vorhandene Paplergeldvorrath, über 100,000 fl. nebst den Platten confiscirt und durch deu hessischen Consul in New-Poxk unserer Regierung übersendet. Weiter war eine große Anzahl sogenannter Reservescheine, dle zur Umwechselung gegen zerrissene oder sonstige beschädigte Scheine dienten, und bei der Staatsschuldentilgungskasse aufbewahrt wurden, überflüssig geworden. Die Falsificate von Amerika, die überflüssig gewordenen Reservescheine und die Ausschuß— scheine der neuesten Leipziger Sendung, im Ganzen ein Ballen von mehreren Cenmern, wurden im Juli v. J. in der Papiermühle des Herrn Steigauf in Groß Zimmern unter amtlicher Aufsicht ein gestampft und hierbei eine Quantität Scheine, wie schon gemeldet, durch einen Arbeiter wegstibitzt. Die amerikanischen und die Reservescheine wurden schon im Sommer in Umlauf gesetzt, ohne daß es trotz mehrfachen, von verschiedenen Gerichten eingeleiteten Untersuchungen gelungen wäre, die ersten Ausgeber der— selben zu ermitteln. Dieses Verdienst gebührt dem Gr. Stadigerichtsassessor Holzapfel dahier, früher in Offenbach, der in Folge einer von der Polizei in Wiesbaden hierher gelangten Anzeige, es seien an der dortigen Bank falsche hessische Grundrentenscheine umgewechselt worden, die deß— fallsige Untersuchung übertragen bekam und sie mit ebenso großem Geschicke als glücklichem Erfolge weiterführte. Der Besizer der Papiermühle, Steigauf, und zwei seiner Arbeiter wurden durch ihn verhaftet, in Folge telegraphi⸗ scher Requisition ein vierter Complice durch Polizeicommissär Leichtweiß aus Mainz am grünen Tisch in Wiesbaden handfest gemacht. Einige der Verhafteten haben Geständ⸗ nisse abgelegt, entlassen ist noch keiner. Die Uniersuchung ist noch in vollem Gange, und dürfte die Sache vor die nächsten Quartals-Assisen verwiesen werden. Wie groß die Gesammtsumme der so in Circulation gesetzten falschen Scheine ist, kaun natürlich nicht ermittelt werden, da die Arbeiter dieselben aus der schon theilweise durch den Holländer eingestampften Masse entnahmen. Die sogenannten Reservescheine sind natürlich von den ächten nicht zu unterscheiden, da sie ja selbst bestimmt waren, in Circu⸗ lation gesetzt zu werden. Darmstadt. Die jüngste Volkszählung vom 3. Dec. v. J. ergab für die Stadt Darmstadd' einschließlich der zugehörigen Höse ꝛc., eine ortsanwesende(factische) Bevölkerung von 31376 Köpfen oder 2151= 7,4 Procent mehr als bei der Zählung am 3. Decbr. 1864. Von der Vermehrungszahl entfallen 806= 2,8 Procent auf caser⸗ nirte unverheirathete Militärpersonen unter dem Offiziers⸗ rang und 1345= 4,6 Procent auf die übrigen Ein⸗ wohner. Nach der Art des Aufenthalts theilte sich die Bevölkerung in 23,946 beständig Anwesende, 7138 zeit⸗ weilig und 292 vorübergehend Anwesende. Inländer wurden 29485, Ausländer 1891 gezählt. Darmstadt. In dem Erdgeschoß des Real- und Gewerbesc ulgebäudes dahier ist eine Suppenanstalt errichtet worden und wurden zu deren Gründung und Unterhaltung Belträge gesammelt, die nach einer Veröffent'ichung des Comite's am 16. d. M. schon die beträchtliche Summe von 1245 fl. 21 kr. ergeben hatten. Prinzessin Ludwig von Hessen bat das Protektorat übernommen. S. Zur Entstehung des Namens Trebur. Wohl zu den ältesten Orten im Großherzogthum Hessen gehört das zusammentrafen. Es ist indeß unmöglich, daß jene drei Flüsse wirklich bei Trebur Der Rhein fließt allerdings in der Entfernung von ungefähr einer halben Stunde an Trebur vorbei. Daß der Neckar hier auch bistorisch, z. B. aus der Geschischte Kaisers Heinrich IV. von Deutschland, bekannte Städtchen Trebur im Gerauer Land. Neben verschiedenen anderen Sagen, die über diesen Ort in Umlauf sind, wird besonders eine über Bedeutung und Entstehung des Namens„Trebur“ oder„Tribur“, auch häufig durch unsere Schulen verbreitet. Man erzählt nämlich,„Trebur“ bedeute ursprünglich soviil wie „Dreiburg“ oder„Dreifurth“(Triurbium) und leitet diesen Namen von dem Umstand ab, daß die drei Flüsse, Rhein, Main und Neckar sich in dortiger Gegend sollen vereinigt haben. Diese Ansicht beruht auf zwei Distichen des poeta Triburiensis(Dichter von Trebur), welche früher in der Kirche zu Trebur eingegraben waren und also lauten: „Cum Rhenus et Mogus nec non Nicer inter utrumque Alluerent triplici mönia nostra vado, Jure triurbs Italis Graecisque ToigH UD, imo, Siqua fides chronicis, altæra Roma fui.“ In deutscher Sprache: „Da einst Rhein und Main und zwischen den beiden der Neckar Mit dreifältiger Fluth unseren Mauern genaht, Wurde mit Recht ich von Römern und Griechen geheißen die Dreistadt Und wenn die Chronik nicht lügt, war ich das andere Rom.“ in den Rhein mündete ist gleichfalls bekannt, denn aus allen Umständen, die hier in Betracht kommen, ergiebt sich mit großer Wahrscheinlichkeit, daß Trebur die durch die Fluthen des Neckar gefährdete Feste gewesen sei, die durch Ableitung des Neckar bei Ladenburg gerettet werden sollte. Einer der ältesten Zeugen für die desfallsige Vollssage ist Abraham Saur in seinem 1658 gedruckten Städtebuch, worin er sagt:„Der Neckar ist durch Anregen der Leute, so umb diese Gegend gewohnt, bei Ladenburg in den Rhein geleitet worden, weil er dem Gerawer Land großen Schaden gethan“ Auch erwähnt er alte monumenta, namentlich einen Stein mit einer Inschrift in Rom, wonach Trebur sich altera Roma(das andere, das zweite Rom) genannt und darum von den Römern zerstört worden sei.„Es sind von der alten Stadt überblieben 5 Kirchen und ein einiger steinerner Bauw. Man sagt, Oppenheim sei aus Behülff dieser Steine erweitert worden.“ Außerdem ist das alte Neckarbett noch wirklich vor⸗ handen und findet sich auch auf den besseren Karten unseres Großherzog thums verzeichnet. Was aber den dritten Fluß, den Main, anbelangt, so kann dieser niemals an Trebur vorbei geflossen sein. Das einzige, was sich hierfür geltend machen läßt, ist, daß ein alter, noch letzt theilweise sichtbarer und auf der Karte des Generalstabs verzeichneter Mainarm einst von Raunheim über Königsstädten nach dem Schönauer Hof gezogen ist, von wo er de im line, bn be Jaden, und es! Fiche ernich 1 hichent, Tue Fußerbem sel! als Reis-, 5 meble u., weit in den deuts geh aber in ftinerer bönnen. Wit w . Wenn f frühen ach tun hikklich Ursache, u blicken. Ein 1688, welchte gewitterteichen vielen und zier lich lauten die übrigen achtun, berichtet, daß Flüsse und S3. mungen verurte Folge dieven schadelen scharst Wunden sehr wiedetum siht Mit; der erde hallende Kalt Haber wurde eine geringe 6 Wein wurde u 1 Min nag shatsen Winde ben Reden sche ein, dit 1 1758 endlich — cheils Über Rhein, od erreichte. und bald v rrsüllt, ö mündung don Land s, wie au lezige gew Abmerstätte * * U.* 0 W dei Ried, daß ein Einwohner von Leeheim, welcher bei 1 0 1 5 3 tc Lane ö 57 ter N* 1 Nn nun 1 bel Trebtt sertetg 90 41d hy „ Ustiste 1 Sali, * 202 bn re Darmstadt. Ein Darmftädter Blatt meldet aus scheeheller Nacht auf der Chaussee von Darmstadt nach schem Heimathsort sich begeben wollte, von einer Bande Madiebe wahrscheinlich für einen Jagdausseher gehalten wrden sei und plötzlich aus der Mitte derselben einen Spuß nach dem Kopf und Halse erhalten hätte. Mehrere Sbrote drangen in den Kopf, und wäre die Verwundung iß von tödtlichem Ersolg gewesen, hätte nicht durch — glücklichen Zufall der Mantelkragen die meisten Schrott aufgenommen. % Die Todesstrase. Der Scharfrichter von ton hat sich im vorigen Sommer kurz vor der an- getzten Hinrichtung eines jungen Mannes entleibt, der wagen Ermordung seiner Geliebten zum Tode vecurtheilt mr. In einem hinierlassenen Briefe gab er sich als den Däter an und vermachte sein Vermögen dem unschuldig Vrurtheilten. Kann es eine bessete Kriük der Todesstrafe geen? Die Kosten der Unterhaltung lebenslänglich Ver⸗ ütheilter wiegen wahrhaftig kein einziges an einem Un— sguldigen bdegangenes Unrecht auf. „ Unter den Nahrungsmitteln nehmen neben eisch, Ei und Milch die Hülsensrüchte eine sehr wichtige telle ein, sie enthalten viel Eiweiß(Blutbildner) und sid noch nahrhafter als Getreide und das daraus ge tonnene Mehl; für die arbeitende Klasse gibt es, was un allen Sachverständigen anerkannt ist, kein billigeres ird besseres Nahrungsmittel, als: Erbsen, Linsen und Tohnen, nur ist der Umstand ärgerlich, daß ihr Kochen rel Zeit erfordert, viel Brennmatetial braucht, und trotz im es oft vorkommt, daß sie sich nicht weich kochen, 1 ber schwer verdaulich sind.— Herrn Heinrich Daur, Nüßhlebesitzer in Ul u, soll es nun, wie wir bören, ge⸗ Ungen sein, mittelst einer besonderen Mablmetbode und kehandlung der Hülsenfrüchte, was sein Gebeimniß ist, de letzteren in ganz vorzügliches Mehl umzuwandeln, te im Kleinen und Großen, z. B. dei Garnisonen, an— tgellten Versuche sollen sehr günstige Resultate geliefert Eben, und es wären nun dadurch viele Vortbeile in der züche errticht, man erspart die Umständlichkeiten des Ein⸗ zeichens, Durchtreibens und des langsamen Kochens. zußerdem soll Herr Daur auch Schleimmehle fabriciren, s Reis ⸗, Haser⸗, Kartoffel-, Gersten-, Grünkernen⸗ zehle ꝛc., welche bisher nur von französischen Fabriken den deutschen Handel gebracht worden sind, von ihm per in feinerer und billigerer Qualität geliefert werden nnen. Wir wünschen ihm Glück zu seinem Unternehmen. e Wenn sich das Jahr 1868 nicht besser anläßt, als fühere achtundsechziger Jahrgänge, so haben wir zitklich Ursache, mit Besorgniß auf die kommenden Monate u blicken. Einen günstizen Verlauf nahm nur das Jahr 1888, welches einen warmen Frühling und einen heißen p witterreichen Sommer und eine reiche Ernte, sowie Velen und ziemlich guten Wein brachte. Weniger glück Ich lauten die noch erhaltenen Aufzeichnungen aus den korigen achtundsechziger Jahren. So wird z. D. von 868 richtet, daß es sehr teich an Regen gewesen sei, daß zlüsse und Bäche austraten und schädliche Ueberschwem⸗ v unzen verursachten; die Frucht mißrielh ganz, und die folge hievon war eine Hungerenoth. Im Jahre 968 Dadelen scharfe Winde im Mai den Od sibäumen und den Geinstöcken sehr. Die Jahre 1068, 1268 und 1368 waren viederum sehr regnerisch. Im Jahr 1468 fiel am 12. März der erste Schnee und hierauf solgte eine lange an⸗ altende Kälte, die Gewächse blieben sehr zurück, der baber wurde erst im Dezember eingeheimst, und es gab ene zeringe Ernte; der Herbst war regnerisch, und der Dein wurde nur mittelmißig. Im Jahr 1588 trat am „ März nach einem flarken Schncefall heftige Kälte mit barsen Winden ein, die bis zum 20. April dauerte und en Reben sehr schadete, daher wuchs nur wenig und saurer Dein, die Frucht jedoch gerieth noch ziemlich. Im Jahr 768 endlich war die Ernte nur mittelmäßig, auch wuchs wenig und schlechter Weln, well auf einen sehr kalten Winter ein regnetischer Sommer folgte. „ Der schnellste Reisende. Wer ist schnellere Reisen zu machen im Stande, als die Lokomotive auf den Eisenvahnschienen? Der Floh! Es ist zu beweisen durch Zahleu, bekanntlich der unumstößlichste Beweis. Der Floh ist jedenfalls unter allen Thieren das krastvollste, die Kraft des Elephanten ist dagegen etwas sahr Unbedeuten⸗ des. Der braune Petit⸗-Schelm springt 200 Mal so hoch als er selbst ist. Diese wicklich unbegreifliche Krast ist größer, als sie irgend ein Clown im Cirkus bisher ent wickelt. Wollte man annehmen, daß ein Windhund von 3 Fuß Länge in eben dem Maaße springen könnte, so würde er 600 Fuß auf jeden Sprung machen und da der Umfang der Erde auf 131,785,600 rheinländische Fuf angenommen wird in 219,642 Sprüngen um die Erde herum kommen. Braucht er zu jedem Sprunge eine Sekunde, so würde er seine Reise vollenden in 2 Tagen 13 Stunden 42 Sekunden; ließe er sich aber 15 Sekun— den oder eine Viertelminute zu jedem Sprunge Zeit, so bedürfte er 38 Tage 3 Stunden 10 Minuten 30 Sekun den. Der Floh bedürfte also das Dreifache und würde zur Erdumspringung nöthig haben 114 Tage 9 Stunden 31 Minuten 30 Sekunden, wenn er 15 Sekunden zu jedem Sprunge verwendete. Spränge er aber so fleißig, wle oben angenommen, nämllch in jeder Sekunde einen Sprung, so wären schon 7 Tage 15 Stunden 2 Minuten 6 Sekunden hinreichend, rund um unsern Erdball zu kommen. Was ist die Lokomolive dagegen? % In London ist ein des Kindesmordes angeklagter deulscher Bäckergeselle Franz Röder von dem Schwur⸗ gerichte freigesprochen worden. Derselbe stand in großer Gefahr, das Opfer einer falschen Zeugenaussage zu werden, als der deulsche Rechtschutzverein sich seiner Sache annahm und sie glücklich durchführte. Die Noth in Ostpreußen. Nach allen dieherigen Zeitungsberichten ist ersichtlich, daß einfache Unterstützung mit Geld allein nicht zweck— dienlich ist, indem Lebensmittel in Berlin und Umgegend (Mark Brandenburg) weit theuerer sind, als in hiesigen Gegenden, also ein Theil der mildthätigen Gaben nutzlos und gegen die Bestimmung der Geber verwendet werden muß.— Sollte es daher nicht auch im Sinne der Geber gehandelt sein, wenn das hiesige Hülfscomite die einge- gangenen Beträge zu Ankäusen von Frucht und Hülsen⸗ srüchten, jz sogar noch besset von bereits gebackenem Brode, welches gut verwahrt Waggonweise leicht zu transportiren ist, verwenden würde? Auf dem Lande ist es allgemein üblich, daß jede Familie ihr Brod für sechs und acht Wochen auf einmal backt und dieses Brod auch nach acht Wochen noch sehr schmackhast ist.“)— Ferner dürfte die Aufmerksamkeit der barmherzigen Geber und Geberinnen noch auf das Sammeln alter abgetragener Kleidungsstücke, wovon viele lästigen Vorrath haben, gelenkt werden, und werden alle auf diesem mildthätigen Wege sich zum Wohle ihrer Mitmenschen noch selbst erleichtern können. Die Mitglieder des Hülfscomite's werden sich wohl auch zur Empfangnahme von Kleidungsstäcken bereit finden, sowie auch der Unterzeichnete zur Entgegennahme und Versendung von Kleidern, Hemden, Strümpfen, Unterjacken, Unterröcken, Schuhen und Snüeseln sich bereit erklärt. Friedberg im Januar 1868. F. Stifft, Verwalter der Friedberger Bergbau⸗Gesellschaft, „) Uebereinstimmend mit der Anfchi des Herrn Ein⸗ senders spricht sich ein in heutiger Nummer d. Bl. unter „Berlin“ befindlicher Artikel der„Zukunft“ aus Königs— berg aus, auf welchen wir unsere Leser aufmerksam machen. Es muß hiernach der Vorschlag des Herrn Stifft als sehr beachtenswertb erscheinen. Die Red. Für die Nothleidenden in Ostpreußen sind welter eingegangen: Dritte Liste. 1) Durch Herrn Professor Dr. Köhler: Von den Herrn Mitgliedern des Prebiger-Seminars, gesammelt durch Herrn Candibaten Strack 14 fl. 35.— 2) Durch Herrn Rentier Steinhäuser: Von Kaspar Altmans⸗ perger 1 fl., Georg Schmidt 1 fl., Nicolaus Engel 1 fl., zusammen 3 fl.— 3) Durch Herrn Mayer Hirsch: Von Jos. Nußbaum in Nauheim 3 fl. 30, G. Hanau 1 fl., L. Oppenheimer 1 fl. 10 kr., Gebrüder Mayer 2 fl., Z. Grödel's Wiw. 1 fl., Löb Herz 1 fl., W. Bendheim 30 kr., Jakob Mai 5 fl., Mendle Garde 1 fl., von Jakob Goldbeck 53 kr., der Inhalt eines Portemonnales, dessen Eigenthümer nicht ermittelt werden konnte, zusammen 17 fl. 3 ke.— 4) Durch Herrn Diakonus Meyer: Von M. 1 fl., N. N. 24 ke., Buchhändler Scriba 1 fl. 45 kr., Schuhmacher Heß 24 kr., zusammen 3 fl. 33 kr.— In Summa 38 fl. 11 kr Hierzu von der„Expedition des Anzeiger für Oberhessen“ gesammelt 120 fl. Zusammen 158 fl. 11 kr. Im Ganzen dis jetzt eingegangen: N Beiträge, welche bereits sämmtlich an den„Hülfsverein für Ostpreußen in Berlin abgeschickt worden sind Wir danken herzlich für diese Gaben, bitten aber Angesichts des täglich dringender werdenden Hülfserufs aus jener von Hunger und Krankheit heimgesuchten Gegend um baldige weitere Gaben, namentlich auch von unsern Mitbürgern auf dem Land. Friedberg, den 17. Januar 1868. Im Auftrag des Hülfsvereins⸗Vorstandes. Steinberger. Bei ber Unterzeichneten gingen zu den in voriger Nummer bescheinigten Gaben weiter ein: Durch Frl. Münch in Nauheim gesammelt von: L. Jung 1 fl., P. Aletter 1. Ch. Mörler 1 fl., aus dem Nauheimer Mäcdcheninstitut 11 fl., zusammen 14 fl.— Durch Herrn Pfarrer Heßler in Assenheim gesammelt: S. Erl. Graf zu Solms⸗Rödel⸗ heim 30 fl., Ihre Erl. Gräfin zu Solms⸗Rödelheim 5 fl., Ihre Erl. verw Gräfin zu Solms Rödelheim 10 fl., Ihre Erl. Gräfin zu Solms Rödelheim 2 fl., Justizrath Dr. Geyger 5 fl., K. R. Trümpert 1 fl. 45 kr., K. A. Augst 2 fl., K. U. Fresenius 2 fl., Apotheker Süffert 1 fl. 10, Baumeister Hechler 1 fl., Dr. Schäser 1 fl. 45, Fr. Geyger 1 fl., J. Schmidt 30 kr., Poths 30, Kramme 24, Rosenkranz 21, J. A. Reuling 30, S. Graff 24, Hadelich 24, Marg. R. 12, K. Gref Wiw. 24. K. Bopp 12, Wilh. Köhl 6, H. Thomas 24, K. Lortz 12, P. Vohl 12, Krick 24, J. Bauer 24. Berntheusel 24, W. Maul 12, K. Gref 12, K. Bopp III. 12, K. Schmidt 6, H. Koch 6, J. Bopp III. 9, Ch. Beer 6, F. Heidorn 18, E. Ewald III 24, Po. Schmidt II. Wiw. 30, H. Kopf 12, C. Reuling 30, L. Schmidt 24, C. Bauer 30, A. Lortz 24, Gg Bopp 24. Bernius 30, E. Walther 30, G. Runckel 24, G. Haas Wiw. 24, Pergolle 48, Henriette Müller 24, A. Lorenz 12, Brill 30, J. Ewald 24, A. Hesenthal 12, K. Bopp II. 6, Ullmang 12, J. Simon 18, S. Simon 12, J. Grüncbaum 24, J. Seligmaun 12, G. Zinsheimer 12, Rph. Reichenberg 12, L. Best 30, Reg. Tönges 30, Cb. Schmidt 12, Ad. Welle 30, Pfarrer Heßler 1 fl. 10 kr., zusammen 82 fl. 17 kr.— L. Leopold 30, Pachter Brückmann in Nieder⸗Florstadt 1 fl., L. W. F. 30, aus Wickstadt von Heil sen. 1 fl., Heil und Chelius 2 fl., W. Schallas 11 fl., Pfarrer Buchhold in Ossenheim .. Fr. Berginspector Storch 1 fl. 30, K. K. 30, R. 1 fl. 45, Frau M. F. in M. 48 kr. Zusammen 111 fl. 50 kr. In Summa dis jetzt bei uns eingegangen: 182 fl. 11 kr. Mit berzlichem Dank dittet um weitere Gaben Die Expedition des Anzeiger für Oberbessen. geils über Bauschheim, Astheim und Ginsheim, theils hinter Trebur den hein, oder vielmehr einen alten Nebenarm oder Zufluß des Rheins Solche Nebenarme, beiden Flüssen mit gleichem Recht angehörig und bald von dem einen, bald von dem andern mit stagnirenden Gewässern füllt, mögen in der Niederung mancherlei gewesen sein; aber seine Haupt- mündung konnte der Main bei Trebur niemals haben, ohne der Senkung Die Hauptmündung des Mains st, wie auch durchgehends angenommen wird, niemals eine andere als die Die jetzige Mainspitze bei Gustavsburg war schon eine Römerstätte mit einem für Jupiter und Juno von Claudius Quartinus m Jahre 217 errichteten Altar, und der römische Centurio der 22. Leglon T. Javennius Proculus aus Faventia wie der Reitersmann Togitius, reichte. zon Land und Wasser entgegenzuströmen. etzige gewesen. Solimari filius, liegen hier begraben. Daß also der Ort, um den es sich handelt, von dem Rhein, der ine halbe Stunde davon fließt und dem Main, der zeitweise in kleinen Lachen eines seiner Nebenärme vorhanden war und dem dritten Fluß der wirklich vorbeifloß, dem Neckar, daß jener Ort davon den Namen„Drei— urth“ oder„Dreiburg“(triurbium) erhalten haben soll, ist doch zum Mindestens höchst unwahrscheinlich. Dazu kommt aber noch, daß Trebur von dem poeta Triburiensis owohl, als auch von der Saur'schen Städtechronik altera Roma genannt wird und daß nach Angabe der letzteren auch noch 5 Kirchen dort gewesen ein sollen. Es liegt hier nichts näher, als daß man einen andern Ort zu Köpfe. derung. betheiligen sich weniger finden sucht, auf den jene Merkmale ihre Anwendung finden können. solcher Ort ist aber Trier; es stimmt hier die Zahl der Kirchen, und daß die Stadt Treveri, Tol gogo, Trier, in der Römerzeit altera Roma oder das gallische Rom hieß, ist bekannt. Wahrscheinlichkeit vorhanden, daß die Namen von dem jetzigen Trier (französisch Trèves) und dem jetzigen Trebur oder Tribur, im Volksmund Treber, ursprünglich beide nach dem dort wohnenden Volks- stamm der Treviser oder waren, so daß in der älteren Zeit, wo diese Benennung sich noch nicht durch die Entwickelung der Sprache für beide Orte besonders gestaltet hatte, eine Verwechselung keineswegs zu den Unmöglichkeiten gehörte. Selbst während des Bürgerkrieges Volksmenge um 3 Millionen zugenommen, bauptsächlich durch Einwan— Im Hafen von New. Jork waren im Jahre 1866 233,000 Fremde angekommen, wovon die meisten sich in Amerika niederlassen wollten. Von diesen waren 107,000 Deutsche. Dampfschiffe, und zwar entweder deutscher oder englischer. Ein Somit ist die größte Trevirer„Preveri“ lauteten und identisch Volksmenge in den Vereinigten Staaten. Von Dr. Curtman. Im Jahre 1866 wurde in den Vereinigten Staaten von Nord- amerika eine Volkszählung ausgeführt. Dieselbe ergab über 34 Millionen von 1860— 64 hatte die Die Meisten bedienen sich jetzt der Die Amerikaner bei dem Transport. ——— Gasthaus zu den Samstag den Groß drei Schwertern. 1a findet das erste der angekündigten en Concerte a la Strauss unter persönlicher Leitung des Herrn Kapellmeister Parlow statt. Anfang präcis 6 Uhr. Einzelkarten 24 kr., Familienkarten fuͤr 3 Personen 1 fl., M. Abends im Gasthaus sind bis zum Freitag den 17. d. Von da an tritt ein erhöhter Kassepreis von 30 Fr. à Person ein. Zu zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein H. J. Simon. für 4 Personen 1 fl. 12 kr. zu den drei Schwertern zu haben. 136 Auf die Erläuterung, welche dar Perr Belgeordnete in der Beilage zu Nr. 153 des Anzelger für Oderbessen über die Vergebung der Arbeit beim Nestaurtren des hlesigen Todtenwagens gegeben hat, it zu bemerken, daß in blefiger Stadt volle Gewerbesrelhett herescht und daher nicht eine Bepachrichtigung besonderer Ge schästoleute, sondern die Eröffnung völlig freier Con⸗ currenz im Interesse der Stadt lag. Die Geschäfts. leute find üdrigens größtentbeils erst einige Stunden vor Vergebung der Arbeiten benachrichtigt worden, kommen hat, schon längst vorher davon Keantniß hatte, Geschäftoleuten wegen Vergebung der Nebenarbelten in Unterhandlung. Wenn nun auch kein Prloflegtum für gewisse Derren bei solchen Arbeiten beffeht, so ist doch der Glaube, daß es so set, unter den hlesigen Heschäftsleuten so verbreitet, daß die Melsten bei Ver⸗ illustrirten, belletristischen und sowie auch aller Modezeitungen ꝛc. dc. Bindernagel& Schimpff in Friedberg empfehlen sich zur Besorgung aller im Buchhandel erscheinenden Auswärts nehmen Bestellungen für uns an: F. Trebes in Nidda. wissenschasllichen Zeitschristen, L. Schneider in Hungen. Geschäfts⸗ Empfehlung. Gastwirthschaft und Bierbrauerei zur Stadt New-Vork. 144 Einem hiesigen sowie auswärtigen Publikum hiermit die ergedene Anzeige, daß ich meine Brauerei und Kuͤferei am 1. Jannar J. J. eröffnet habe und vorzügliches Doppelbier verzapfe. Auch empfehle ich mich den geehrten Herrn Landwirthen zur Abnahme von gutem Schenkbier. H. Sang, auf dem Haag. Einschlag⸗ und Maschinengarne, 78 sowie alle Sorten Strick⸗ Baumwolle bener Qualität zu den billigsten Preisen bei Geschwister Schloß. Linsen! D Erbsen und Bohnen 71 in gut kochender Waare bel Wilh. Fertsch. Wiederum ein eelatanter Beweis für die Vortrefflichkcit des Dr. Hoffmann's weißen Kräuter- Brust- Tyrup. 133 In meinem Berufe bei einer Auctlon im Freien erkältee ich mich vor Kurzem so sehr, daß ich mir einen surchtbaren Husten, verbunden mit großer peiserkeit, zu⸗ gezogen halte. Auf Anrathen eines Freundes kauste ich mit bei Herrn Bernhard Illing bier eine Flasche des berühmten Dr. med. Hoffmann'schen weißen Kräuter Brust⸗DSyrups und war nach kurzem Ge⸗ brauche gänzlich von meinem Uebel wieder befreit. Diets der Wahrheit gemäß. Lommatzssch, den 8. Januar 1867. Ernst Sehumann, verpfl. Auctiona tor. Für Friedberg hält Lager in Flaschen à 1 fl. 45 kr., 32 kr. und 27 kr. Herr J. bees 140 Ein 7 Jahre altee gutes Zugpferd fleht zu verkaufen bei J. Dönges in Ockstart. Sehr billige Pferdedecken, med. 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Kieder⸗Ne Grob herzog! —— Hol! 25 Donnerstag ½ Uhr, sollen 7 7* 7 * 141 Für die große Theilnabme bet der Beerdigung Marinirte Häringe unsster unvergeßlichen Gattin und Mutter 114 stets vorräthig bei 5 H. W. Hatteroth. 143 Verschiedene gut erhaltene Möbel, Bettwerk und Küchen⸗ geräthschaften werden aus freier Hand verkauft bei Anton Heck's Wittwe. Zu verkaufen. 130 Gegenüber dem Bahnhof in Aschaffenburg ein Garten mit 125 Fuß Breite und über 30,000 Quadrat- fuß Flächengehalt, zu einem Gasthof oder jedem großen Etablissement geeignet, mit Hinterhaus und Remisen, für die Summe von 14,000 fl.— Näheres sud E. T. 646 durch Herren Paasenstein& Vogler in Frauk⸗ furt a. M. W Rettigbonbons 21 gegen Husten und Bruffleiden, in Schachteln à 14 und 18 fr., sowie loose à 56 kr. per Pfund bel Ph. Dan. Kümmich. 127 Ein tüchtiger Branntweinbrenner kann gegen guten Lohn sogleich eintreten. Zu erfragen dei der Expedition d. Bl. Kopftücher bei K Friedrich neben der Post. 2525⁵ Amalie Buff. Die Beerdigung findet Sonntaß nach der Wittagslkirche statt. 7 Friedberg den 17. Januar 1868. Für die trauernden Piuterbliebenen: Dr. Pilger, Hofrath. Br, tt—T2 ̃—%—e': Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag den 19. Januar. Exangtlischt Gemtindt. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Baur. Gottes dienst in der Stadtkirche: Vormiitags: Herr Candidat Strack. Nachmittags: Herr Pfarrer Die gel. Gottesdieust in der Burgskirche Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittegs: Herr Candidat Wahl. Katholische Gemtindt. Sonntag halb 10 Uhr Hochamt mit Predigt; der werktägige Gottesdienst fällt wegen Reslauration der Kapelle aus. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungsblatt N. 3 und eine Beilage.) 68 Eichen · d 7 U u Stecken 0 A 1 Glacé-Handschube 1194 sowie Handschuhe ul d' Eeosse ic. 2c. bei J Sieden K. Friedrich neben der Post. 1 25 Ein möblirtes Zimmer e en 138 hat zu verwiethen Or A. Engel, Bäch. Oboe 4 Nichten d Danksagun 8. Uhr, weden 1085 5 N wangewelse oßße Elisabet te Windecker aubeim d unseren herzlichen Dank. E Oie pinterbliebenen. 146 Heute Norgen um 6 Uhr starb dahler nach 33 1 15 mehrtägigem Leiden unsere Nichte 1 4 entinde Bade dseloßt me fidiet secingangen wer Dingende Oioße — 22 2 . — — — . + 8 er 1 5 Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. N 8. Bekanntmachung. 1 Oie Otenststunden der Post-Expeditlon in Nieder- Wufladt für den Verkehr mit dem Publikum werden lrmtt 1 das Sommerhalbjahr(vom 1 April bie 1. Oktober) auf 7 Uhr Vormittags bis 1 Uhr Nachmittags, n das Winterbalbfahr(vom 1. Oktober bis 1. April) auf 8 Uhr Vormlitags bis 1 Uhr Nachmittags, tür alle Jahreszeiten auf 2 Uhr Nachmittags dis 8 Uhr Abends sesgesetzt. An den Sonntagen fallen vorerst die Diensistunden „den 12 bie 4 Ubr Nachmittags und von 5 Uhr Nach— mlttags an aus. Dieses wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß ge— bracht. Darmstadt am 11. Januar 1868. Der Oberpoftdirektor Va d l. Holz-Versteigerung. 1 Donnerstag den 23. l. M., des Morgens 9 Uhr anfangend, soll im Gemeindewald Nieder⸗Rosbach nach; derzeichnetes Geholz, als: 7½ Stecken Kadel⸗Scheitholz, 2 Buchen⸗Prügelholz, 39%„ Eichen 5 35 Nadel · 5 „*„ Buchen⸗Stockholz, 1„Eichen; 5 120¼„ Nadel⸗ 7 55 Buchen⸗Wellen, 108 Eichen- 7586 Nadel⸗ miftbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft it oberzald des Sainbards⸗Waldes. Nieder⸗Rosbach den 14. Januar 1868. Großherzogliche Bürgermeifleret Nieder ⸗Nos bach J o ff Holz- Versteigerung. 125 Donnerstag den 23. Januar l. J., Vormittags 9, Ubr, sollen im biesigen Gemeindewald, Distrikt Au, 68 Eichen⸗Bau- und Werkbolz⸗ Stämme, 24 Stecken Eichen⸗Scheitbolz, 14 3„ Prügelbolz, 23 5„ Stockbolz 2075 Stück„ Wellen, 4 Stecken Kiefern Prügetbolz, 1 5„ Stockbolz. 75 Stück„ Wellen öfentlich meiftbietend verfleigert werden. Assendelm den 15. Januar 1868. Großberzegliche Bürgermetsterel Afsenheim Schmidt. Obstwein ⸗Versteigerung. 34 Nächsten Dienstag den 21. d. M. Vormittage br, werden auf diefigem Natbhause 14 Om Acpfelwein mit 6 Fässern mangeweise öffentlich an den Metstbietenden verstelgert. Naubeim den 16. Januar 1868. Großberzogliches Ortsgericht Nauheim. J. B. d. B.: Det Beigeordnete Eu ser. Bekannt a chung. 5 Dienstag den 4. Februar d. J., des Mittags 1 Ubr, soll auf der Bürgermeißerei Bingenheim der Crmelnte⸗Badoefen nebst Wohnhaus und Stallung deselbpst me stbietend verpachtet werden. Die Pacht- teeingungen werden bei der Verpachtung eröffnet. Bingendelm ren 16. Januar 1868. Großberzogliche Bürgermeisterei Bingenheim F a d m. * 1* Mobiliar⸗Versteigerung. Dienstag den 21. Janrar, Vormtttags um 9 Uhr nfangend, läßt die Unterzelchnete in ihrer Behausung (bausseebaus Ilbenstart) wegen Aufgabe der Oeconomie uachbemerkte Begeustände, als: 1) 3 traͤchtige Fahrkäße, ) 3 vollfändige Geschirre für dieselben, ) einen vollständigen Wagen 4) 1 Schaufel und 1 Spitzp flug, 1) l eiserne Egge, 6) m Pfuhlfaß, 1) I gußeisernen Kessel, ) 1 gußeiserne pferdekelppe mit Gestell, 1 Dickwurzmühle, (circa 30 Malter Kartoffein, ) circa 50 Centner deu und Grummet, ) circa 20 Fuder Korn-, Walzen- und Gerstenroh, 0 50 Körbe Spreu, egen gleich baare Zahlung öffentlich meiftbletend ver gern Cbaufsechaus JIlbenstadt den 10. Januar 1868. Gottfried Nörschel Witwe. Usinger Anzeiger. Amtsblatt für den Amtsbezirk Usingen. 128 Erscheint jeden Mittwoch und Samstag und wird Dienstag und Freitag Abends mit der Post befördert.— Abonnementspreis vierteljährlich 77 Sgr.(26 kr. 1 hl.), auswärts durch die Post bezogen, in ganz Norddeutschland mit Postaufschlag 8 Sgr.(28 kr.) — Bestellungen nehmen alle Postaustalten und Postboten an.— Inserate werden die ge⸗ spaltene Garmondzeile oder deren Raum mit 1 Sgr. berechnet. fingen. Die Expedition. Für Jedermann nothwendig ist es, auf die angenehme und zugleich nützliche Ausfüllung seiner Mußestunden bedacht zu sein. 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