faul obrmarkt l K. ax, Deter 3 ft., lr. a rr, breite 9 lakr. 18 Jabtmailt 16. von Nh g tern. t mber. g. 3171911 „ Orrttitt. — ise 1868. Donnerstag den 17. Dezember. Anzeiger für cn. 1 Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. —— 1 Friedberger Zutelligenzblatt. — Erscheint jeden Dienstag, Donnerflag und Samstag. Abonnements⸗Einladung. Abonnement auf den Anzeiger für Oberhessen, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Mit dem 1. Januar beginnt ein neues Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaf richten, Markt- und Cours Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und lokale Notizen, Unterhaltungs Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Abonnenten muß uns die erfreulichste Aufmunterung sein, die Geschäf Derselbe bringt die kreis amtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und tliche und gewerbliche Mittheilungen, geschäftliche Nach- außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Gedichte, Anekdoten, Räthsel, te der Redaction in der bisher eingehaltenen Weise fortzuführen. Bilderräthsel ꝛc. Die stets wachsende Zahl der Das Abonnement beträgt bei der Verlagsexpedition wie bisher ohne Bringerlohn halbjährlich 1ü fl. Für diejenigen auswärtigen Abonnenten, welche das Blatt durch die Post beziehen, tritt jedoch, wie bereits mitgetheilt, mit dem neuen Jahre in Folge der Berechnung höherer Beförderungsgebühren von Abonnement mit Bringerlohn auf vierteljährlich 47 kr. stellt. 5 Nach Aufhebung unseres Vertrags mit der Post kann der Anzeiger nach auswärts auch durch Privatboten bezogen werden. 1 Bestellungen beliebe man baldigst zu ma brechung eintritt. Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden Abbestellung erfolgt. Seiten der Postverwalkung eine Preissteigerung ein, chen, damit in der Zusendung des wodurch sich bei der Post das Blattes keine Unter⸗ wir das Blatt auch für das neue Jahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Die Redaktion. Hessen. Darmstadt. Das Großherzog- liche Regierungsblatt Nr. 62 enthält: I. Bekanntmachung Großberzoglichen Ministeriums des Innern, die Beslätigung von Schenkungen an den Verein zur Unterstützung von Invaliden und von Hinter⸗ bliebenen gefallener hessischer Soldaten vom Feldzuge des Jahres 1866 betreffend. II. Bekanntmachung Gr. Ministeriums des Innern, den Geschäftsbetrieb der Frankfurter Versicherungs⸗Gesell— schaft Providentia im Großherzogthum betr. III. Bekanntmachung Gr. Ministerjums der Finanzen, den Anschluß Preußischer und Hamburgischer Gebietstheile an den Zollverein betr. IV. Veröffentlichung von Auszügen aus den Admini⸗ strationsrechnungen der Schulunterstützungs⸗Stistung des Regierungsraths May von 1866 und 1867 betr. An 130 Schullehrer vom Lande wurden in den genannten Jahren 3354 bezw. 3380 fl., für Unterhaltung des May⸗ schen Schulhauses 213 fl. 55 kr. und 223 fl. 32 kr. ver⸗ ausgabt. Ende 1867 betrug das Capital⸗Vermögen 96,017 fl. 29 kr. V., VI. und VII. Bekanntmachungen Großherzoglicher Commission für Post⸗ Angelegenheiten. VIII. Verzeichniß rechtskräftig gewordener, in Gemäß⸗ heit des Art. 30 des Strafgesetzbuchs im Regierungsblatt bekannt zu machender Straferkenntnisse der Gerichte der Provinz Oberhessen. IX. Diensinachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 11. Nov. den Lehrer an der Realschule zu Mainz Würth zum Lehrer an der Real⸗ schule zu Bingen zu ernennen,— dem Schulamts⸗Aspiranten Marell aus Neu ⸗Isenburg die evangelische Schulstelle zu Bieben,— am 14. Nov. dem evangelischen Pfarrer zu Badenheim Wolf die evangelische Pfarrstelle zu Wendels⸗ heim,— dem Schullehrer an der katholischen Schule zu Harheim Rückert die katholische Schulstelle zu Kloppen⸗ heim— und dem Schulamts⸗Aspiranten Biedenkapp aus Rodheim die zweite evangelische Schulstelle zu Londorf zu übertragen;— an demselben Tage den evangelischen Pfarramts⸗Candidaten Hanstein aus Gießen unter Be⸗ lassung desselben im geistlichen Stand e, zum Lehrer an der Realschule zu Friedberg zu ernennen;— am 19. Nov. dem Schulamts⸗Aspiranten Kreisel aus Spachbrücken die evangelische Schulstelle zu Hahn,— dem Schulamts⸗ Aspiranten Bücher aus Vöhl die öritte evangelische Schul⸗ stelle zu Wieseck— und dem Schulamts⸗ Aspiranten Schwartz aus Offstein die zweite evangelische Schulstelle zu Pfiffligheim zu übertragen. — Von den beiden oberhessischen Reichstags abgeordneten v. Rabenau und Wendel ist der zweiten Kammer eine Eingabe auf Eintritt des ganzen Großherzogthums in den Nordbund über- geben worden. f — In die Commission zur Ausarbeitung des Entwurfs einer Civil-Prozeßordnung für den norddeutschen Bund ist an Stelle des verstorbenen General-Staats-Procuratots Geheimen Raths Dr. Seitz der großh. Obergerichtsrath Dr. Aull zu Mainz als Mitglied berufen worden. 45 — Das Commando der Hessischen Division hat wiederum, wie dieß alljährlich geschehen wird, an die praktischen Aerzte des Großherzogthums die Frage gerichtet, ob sie geneigt seien bei einer etwaigen Mobilmachung als Militärärzte bei einem mobilen Truppentheile oder einem Feldlazareth einzutreten. Außer einer täglichen Mundportion und einmaligen Vergütung für Mobilmachung, im Betrage von 162 fl., wird ein Gehalt von monatlich 52 fl. 30 kr. und 35 fl. Feldzulage zugesichert. — Aus Anlaß der Geburt eines Sobnes hat Prinz Ludwig der Stadt Darmstadt 2000 fl. für die Armen geschenkt. — 15. Dez. Zweite Kammer. Der neu eingetretene Abg. Curt man leistet den verfassungs- mäßigen Eid. Von Seiten der Regierung werden Vorlagen übergeben über die Rheinschifffahrtsakte, den Staatstelegraphen, das Offiziers ⸗Pensions⸗ und das neue Einkommensteuergesetz. Es folgt nun eine Reihe von Anträgen von Seiten ver— schiedener Abgeordneten. Metz beantragt freie Wahl der Ortsvorstände, zeitgemäße Revision des Preßgesetzes, Eintritt in den norddeutschen Bund, sowie endliche Ausführung der Eisenbahnen. Dumont stellt Antrag auf Erlaß einer Städte- ordnung, Abänderung des Wahlmodus zu den Handelskammern und Handelsgerichten. Kraft überreicht die Petition der Reichstagsabgeordneten v. Nabenau und Wendel wegen Eintritt des ganzen Landes in den norddeutschen Bund. Goldmann verlangt Vorlage eines Gesetzes über die Pensionirung der Schullehrer, Fink nushebung der Bergwerksregalitäten, Möllin⸗ ger den Erlaß eines Gesetzes über den Vieinal⸗ wegbau. Wernher und Genossen machen den rheinhessischen Provinzialfond zum Gegenstand ihres Antrags. Edinger und Genossen bean— tragen gesetzliche Regelung des Coalitionsrechts. Eine Interpellation von Wadsack verlangt Aus- kunft über die Bahnrichtung von Gießen nach Fulda, eine gleiche von K. J. Hoffmann Mit- theilung über das Mobiliar-Feuerversicherungswesen. Möllinger fragt an, ob nach dem 1. Juli 1869 eine Nachversteuerung des Branntweins stattfinden werde. Auf eine Interpellation von Hallwachs gibt Ministerialrath Schleiermacher ausführ⸗ liche Mittheilung über den Stand der Bahnbauten, wonach die fast überall begonnenen Arbeiten einen erfreulichen Fortgang nehmen.— Nach kurzer Verhandlung wird die Forterhebung der Steuern für das erste Halbjahr 1869 mit großer Mehr- heit beschlossen. Bei der hierauf folgenden Ver— handlung über die Heppenheimer Wahl, v. Biege- leben, wird dieselbe mit großer Mehrheit für un⸗ gültig erklärt. — * Friedberg. Der Reichstagsabgeordnete u. Wendel von Butzbach ist am 11. d. M. nach längerem Leiden gestorben. Durch seinen Tod wird eine Neuwahl für den Wahlbezirk Friedberg- Vilbel⸗Büdingen nöthig. Gießen. Der an Professor Ihering's Stelle berufene Professor Dr. Regelsberger hat am 12. d. in der großen Aula seine Antrittsrede über die Entstehung des positiven Rechts zu all⸗ gemeiner Befriedigung gehalten. Mainz. Domcapitular Dr. Moufang ist nach Nom abgereist behufs Mitarbeitung an den Vorbereitungen zum nächstjährigen öcumenischen Concil. Preußen. Berlin, 12. Dez. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde die Berathung über den Etat des Cultusmini- steriums fortgesetzt. Abg. Dr. Wantrup(königl. Schulrath) nimmt Beranlassung, gegen„die Unruhestifter auf kirchlichem Gebiet“ die ganze Wucht seines frommen Zornes loszulassen, gegen die Leute,„die die Tangirung des Kopernikus hervorgerufen,“„die vom großen Theologen Schleiermacher einen Fetzen abreißen, um ihre Blöße zu decken“,„die am Sonntag ihre Er⸗ bauung, anstatt in der Bibel, im Kladderadatsch suchen“. Er bezeichnet sie mit dem Ausdruck „Brandredner“, worauf er vom Preésidenten zur Ordnung gerufen wird. Das System des Cultus⸗ ministers ist nach dem Redner ganz nach dem Geiste Friedrichs des Großen. Auch bezüglich der Schulverwaltung findet der Minister einen eifrigen Vertheidiger an ihm. Entschiedene Auf- sicht der Regierung über die Schule, Bartord- nungen u. dergl. sind dem Redner unerläßlich nothwendige Dinge.— Abg. Dr. Wehrenpfennig weis't auf den Unterschied hin zwischen dem Stand⸗ punkt des Vorredners und den Grundsatzen Friedrichs des Großen. Der Bildungsprozeß, den die deutsche Nation durchgemacht habe, ver— lange in Kirche und Schule eine Verwaltung im Geiste der fortgeschrittenen Zeit. Nicht konfessionele Gegensätze zu schärfen, sondern auszusöhnen und auszugleichen sei die Aufgabe.— Der Cultus- minister gibt einen Ueberblick über die rechtliche Entwickelung der kirchlichen Verhältnisse in Preußen und verspricht volle Gerechtigkeit nach allen Seiten. Die Regierung dulde auch Simultanschulen, je nach den Verhältnissen.— Abg. Dr. Techow beklagt den Mangel eines Unterrichtsgesetzes, das Ungenügende des vorgelegten Besoldungsgesetzes für die Volksschule und die Mangelhaftigkeit des Unterrichts in den Seminarien. Der Rückschritt hierin zeige sich bei der jüngeren Lehrer-Generation. — Abg. Virchow bemerkt, wie es bezeichnend für die Stellung des Ministers wäre, daß er außer von seinen Beamten(ein paar Schulräthen) nur von einigen Ultramontanen unterstützt werde. — Die Unterrichtskommission des Abgeord- netenhauses lehnte mit 13 gegen 5 Stimmen die Regierungsvorlage, betreffend die Aufhebung des unentgeldlichen Unterrichts in den Volksschulen, ab und beschloß, ungeachtet der Weigerung des Cultusministers, die Vorlegung der Gesetzent— würfe über das Unterrichtswesen aus den Jahren 1819, 1849 und 1859 zu verlangen. Der For— derung eines Unterrichtsgesetzes gegenüber verhielt sich der Cultusminister nicht abwehrend. — Zum Zweck der Berathung über das von der Stadt Frankfurt a. M. in der bekannten Auseinandersetzungsfrage der Staatsregierung ein— gereichte Gutachten des Prof. Zöpfl hat kürzlich eine Sitzung des Kronsyndicats stattgefunden. Ueber das Resultat vernimmt man nichts Näheres; es scheint, als ob behufs definitiver Feststellung desselben eine nochmalige Zusammenkunft des Kron— syndicats stattzufinden haben dürfte. — Abgeordnetenhaus. Bei der Berathung des Cultusetats sprachen die Abgg. Schwerin und Patow für die Aufhebung der Universität Marburg und befürworteten dafür die Gründung einer Universität in Frankfurt a. M. Der Cultus- minister erklärte, die Regierung habe selbst daran gedacht, sei jedoch wieder von dem Gedanken zurückgekommen, um Hessen nicht zu verletzen. Die Besoldung für die Curatoren der Universität Marburg wurde trotz des Widerspruchs des Mi— nisters gestrichen. — Es kann nicht fehlen, daß über die Reise des Grafen Bismarck nach Dresden die verschie⸗ denartigsten Combinationen laut werden; es dürfte müßig sein, sie alle zu wiederholen, besonders da keine davon irgend einen inneren Grund für ihre Glaubwürdigkeit hat; nur das Eine wollen wir erwähnen, nämlich, daß bestimmt behauptet wird, Graf Bismarck habe die Reise auf speziellen Wunsch des Königs unternommen. — In Abgeordnetenhause brachte der Han— delsminister einen Gesetzentwurf ein, durch welchen die Staatsregierung zum Behufe der Deckung des Defizits ermächtigt werden soll, den Bestand aus den Garantiefonds von 2 Millionen Thaler für die Köln⸗Mindener Eisenbahn flüssig zu machen. — Der Lieutenant v. Schewe, welcher wegen Tödtung des Schuhmachers Seiffert zur Festungs⸗ haft verurtheilt war, ist vor Kurzem mit dem neuerdings bei der 4. Artillerie⸗Brigade aus dem Dienst geschiedenen Lieutenant gleichen Namens identisicirt worden. Dies ist jedoch, wie man sich beeilt zu berichtigen, ein Irrthum, der Erst genannte besindet sich noch immer bei der 6. Art.- Brigade(Neisse) im Dienst. Dortmund. Nach der„Elberf. Zeitung“ erschien dieser Tage der Superintendent Hengsten⸗ berg aus Sommerwerda mit sechs handfesten Nännern in dem Zimmer seines hier wohnenden Neffen, des Premier-Lieutenants a. D. Hengsten⸗ berg, um denselben mit Gewalt ins Irrenhaus abzuführen, obgleich der vorher von einem Fami⸗ lienrath gehörte Urzt eutschieden erklärt haben soll, es läge zu einem solchen Schritt kein Grund vor. Der Premier- Lieutenant, ein entschlossener Mann, protestirte in energischer Weise, indem er schließlich Jeden niederzuschießen drohte, der ihn weiter zu behelligen wagen würde Eine von ihm ge ⸗ haltene Vorlesung über„Ursprung und Zweck der Bibel“ soll die Veranlassung zu dem Gewalt- versuch seines Onkels gewesen sein. Der in seiner Freiheit bedrohte Lieutenant hat bei der Staats⸗ auwaltschaft alsbald Beschwerde erhoben. Aus Thüringen. Der von der Mei⸗ ninger Regierung dem Landtage vorgelegte Gesetz · entwurf über das Diensteinkommen der Volks⸗ schullehrer ist hinter den gehegten Erwartungen durchaus zurückgeblieben. In vier Ordnungen, le nach der Größe der Städte und besonders für die Dörfer, sind die Besoldungen bemessen. In den größten Städten bewegt sich der Gehalt zwischen 400 und 550 Gulden, in den kleineren zwischen 325 und 425 und auf dem Lande zwischen 275 und 400 Gulden. Nach fünfzehn⸗ jähriger Dienstzeit erhält dann ein Lehrer 25, sage fünfundzwanzig Gulden, und nach dreißig jähriger tadelloser Wirksamkeit 35 Gulden Zulage. Diese Zahlen beweisen, wie dürftig die ganze Besoldungsscala ist; für einen Soldaten wird mehr bezahlt, als für einen Volksschullehrer höchster Dotation auf dem Lande. Bayern. München. Glaubhaften Mit tbeilungen nach werden Vorbereitungen zu einer Reise des Königs nach Petersburg getroffen. Würtemberg. Stuttgart. Der Ent- wurf der Thronadresse äußert sich über die deutsche Frage in folgendem Sinne: Ein Sübdbund ist das vorzüglichste Mittel zur Abwendung der Ge— fahren, welche der Selbstständigkeit der süddeutschen Staaten drohten. Dem Volke ist das Bewußtsein herangereift, daß die Einheit des Militär⸗Staates, welcher die andern Stämme gewaltsam unterwirft, nicht diejenige ist, wofür ihm Opfer zu bringen obläge, daß es vielmehr dieser Einheit zu wider. streben berufen ist. Oesterreich. Wien. Die„N. fr. Pr.“ meldet: Graf Beust soll anläßlich der Erklärung des Grafen Bismarck über die Hietzinger Agita⸗ tionen eine Depesche nach Berlin gesandt haben, welche besagt, daß der österreichischen Regierung diese Sache unbekannt sei. Dieselbe würde solche Agitationen nicht dulden. — Eine Privatdepesche aus Wien meldet, daß Griechenland geantwortet habe, es werde die Freischaaren auflösen und die Beamten verhindern, dieselben zu begünstigen. Ebenso werde es die Rückkehr der ausgewanderten Kandioten in ihre Heimath erleichtern. Die anderen Forderungen lehnte es jedoch ab. — Unter den Einwohnern der Stadt Wie— liczka herrscht die größte Bestürzung. Man bereitet sich zur Auswanderung vor. Dieser Tage soll unter furchtbarem Krachen der Boden des Franz⸗ Joseph⸗ Schachtes, in welchem noch gearbeitet wurde, geborsten sein. Einer der Haupipfeiler ist eingestürzt.(Auf eine Interpellation Grocholskys im Abgeordnetenhause hat der Finanzminister diesen Vorfall in Abrede geßellt.) In der Grazer „Tagespost“ wird geradezu behauptet, daß Herr Constantin von Beust die Hauptschuld an dem Unglück von Wieliezka habe. Er habe durchaus ein österreichisches Kalisalzlager entdecken wollen, um dem preußischen Staßfurth Concurrenz zu machen. Frankreich. Paris. Die„presse“ er- hält aus Rom Nachricht über den Stand der Vorarbtiten zum öcumenischen Concil: fünf Com- missionen sind bereite organisirt, eine sechste wird demnächt in Wirksamkeit treten. Dieselben theilen sich in folgende Gegenstände: degmatische Theologie, politisch religiböse Angelegenheiten, kirchliche Dis⸗ ciplin, Angelegenheiten der Ordensgeistlichen, Orientfrage(Versuch einer Verständigung zwischen der römischen und griechischen Kirche) und Ver⸗ handlungen über neu einzusührende Gebräuche und Ceremonien. Vorsitzender einer jeden Com; mission ist ein Cardinal, der zugleich Mitglied der leitenden Commission ist. — Einem Telegramm des„Noniteur“ aus S. Sebastian vom 14. Dez. zufolge haben sich die Aufständischen in Cadix in Folge einer ener⸗ gischen Proklamation Caballeros auf Gnade und Ungnade ergeben. — Der„Moniteur“ verössentlicht den Bericht des Herrn Haußmann an dis bekanntlich den Generalrath vertretende Commission des Seine Departements. Wir entnebmen daraus unter Anderm, daß in dem am 30. Sept. abgelaufenen Jahre in Paris allein 3586 Häuser gebaut wor⸗ den sind, die im Ganzen 25,601 Wohnungen enthalten; anderntheils sind 1764 Häuser mit 11,141 Wohnungen der Demelition verfallen; es würden somit 14,460 Wohnungen der Pariser Bevölkerung noch weiter zur Verfügung gestellt sein. Die Gisammtzahl der im Seine-⸗Departe⸗ ment von 1852 bis 1868 gebauten Wohnhäuser beträgt nicht weniger als 94,034 während nur 23,711 durch die Demolitionen beseitigt wor⸗ den sind. — Trotz aller Confiscationen wird Rochesorts „Lanterne“ in Tausenden von Exemplaren in Frankreich eingeschmuggelt. Um den Import des der Regierung so verhaßten Blattes unmöglich zu machen, läßt nun dieselbe alle ihr verdächtig scheinenden Sendungen öffnen, was keine kleine Arbeit ist, da die für Frankreich bestimmten Exemplare auf Briefpapier gedruckt und in Brief⸗ form zusammengelegt sind. — Wir entnehmen dem„Gaulois“ eine sta⸗ tistische Notiz über die Besetzung der königlichen Hauscapelle Isabella's. Dem Personal derselben gehörten an: der Patriarch von Indien, der Erz⸗ bischof von Toledo, 2 Bischöfe, 19 Ehrenpfarrer, 14 überzählige Priester, 12 Prediger, 56 über⸗ zäblige Prediger, 12 Diaconen, 3 Altaden der Capelle, 5 Acolyten, 30 etatsmäßige und 10 über⸗ zählige Musiker, 1 Sekretär, 3 Beamte des Se⸗ kretariats und 1 Schreiber, im Ganzen 176 Personen. Dänemark. Kopenhagen. Der König von Dänemark und der Kronprinz von England telegraphirten nach Athen an den König von Griechenland, um ihn zu bewegen, den gerechten Forderungen der Türkei zu entsprechen, indem sie ihn gleichzeitig darauf aufmerksam machten, welche Gefahr in der gegenwärtigen Situation für die junge Dynastie liege. Großbritannien. London. Lord Cla⸗ rendon sprach sich bei dem Empfang der Diplo maten dahin aus, daß die Aussichten für den Frieden überwiegend seien. Griechenland würde nachgeben. Die Verhandlungen dauerten fort, um die griechischen Empfindlichkeiten zu schonen. Spanien. Madrid. Die Flammen des republikanischen Aufstandes greifen in unheilver⸗ kündenden Dimensionen um sich und haben nun⸗ mehr auch die Hauptstadt erfaß!, während aus allen Theilen des Landes die beunruhigendsten Nachrichten einlaufen und die Gemüther in eine nicht zu schildernde Aufregung versetzen. Madrid befürchtet das Schlimmste; die Geschäfte stocken, die Arbeiter lungern umher, und selbst die Aus⸗ sicht auf die conßituirenden Cortes»eicht nicht aus, die düsteren Ahnungen niederzuhalten, die sich allmählich auch der optimistischen Naturen bemächtigt haben. — Aus Tarragona wird ein Auftritt ge⸗ meldet, der eine Wiederholung der Seenen von Valladolid ist. Eine monarchische Demonstration wurde vom Bolke gesprengt, die Autorität des Civilgruverneurs verhöhnt und„Tod den Pro⸗ gressisten!“ zeschrieen. Auch in Malaga und andern Orten hat gleichfalls die Contre⸗Redolution ihr Haupt erhoben. — In Andalusien dauert die Gährung fort. Neue Truppenmassen sind nach Cadix aufgebrochen. — Admiral Topete sagte in einer Rede an das Offiziercorps der Guiden des Volkes:„Warum muß es das unbezwingliche Cadix sein, welches mir einen so grausamen Beweis seiner Undank⸗ barkeit gegeben hat 7 Ich habe es össentlich gesagt und ich wiederhole es in diesem Augenblicke: Wenn die allgemeine Abstinmung die Republik als Regierungsform ausruft, soe werde ich den Nationalwillen huldigen und die Republik mit der Lopalität und Ehrenhaftigkeit vertheidigen, die Niemand mir absprechen wird.“ — Die Insurgenten in Cadix beabsichtigten, ihre Waffen dem amerikanischen Consul zu über ⸗ geben. Caballero erklärte jedoch, daß die Jeind⸗ seligkeiten wieder beginnen würden, wenn sie bei diesem unsinnigen, der nationalen Ehre unwürdigen Entschlusse verharrten. In Folge dieser energischen Haltung übergaben die Insurgenten ihre Waffen dem Militärgouvernenr. Donaufürstenthümer. Der Minister des Innern untersagt in einem Circular an die Präfekten jede Subscription zur Beschasfung von Waffen zu Gunsten Griechenlands und bringt das Prinzip der strengsten Neutralität in Erinnerung. Türkei. Der türkische Sesandte in Athen hat in Konstantinopel angezeigt, er habe vom Generalgouverneur Kreta's die Nachricht erhalten, daß die Einwohner des Distriktes Spakia ihm eine Petition an den Sultan überreicht haben, 4 — ug von gerechten Adem sit „ delcht fir dit * Cla⸗ 7 Diplo⸗ fur den d pirde fert, A tn des abeilper · en zun⸗ a aus zendsten n tint Nadrid feden, it Aut 11 nicht len, dit Naturen in ge⸗ tu ven ratien u! des 1 pto⸗ 4 Ab velrtien 18 fett. prochtr. Ie a Dun vilchet Uakenl⸗ c gegaß. ublidt: taablu ich des i t 2 it dagen, biber zern. it bei ——— worin sie über ihr früheres Verhalten Reue an den Tag legen und ihre Unterwerfung anbieten Amerika. Newyork. Nachrichten vom 12. aus der Havannah zufolge hätten sich 50 Pflanzer mit den Insurgenten vereinigt. 400 Insurgenten haben sich den spanischen Truppen ergeben. Die Insurgenten sind in einem Treffen bei Manzanillo geschlagen worden. — Das Repräsentantenhaus nahm mit 154 gegen 6 Stimmen eine Resolution an, welche er— klärt, daß jede Form einer Nichteinlösung oder Entwerthung der Nationalschuld des amerikanischen Volkes unwürdig sei, dessen Repräsentanten den Gläubigern keinen geringeren Betrag anbieten würden, als die Regierung contrahirt habe Friedberg. Am verflossenen Sonntag Abend brannten in Echzell zwei reich gefüllte Scheuern nieder. Das Feuer war weit in der ganzen Umgegend sichtbar und wurde auch von hier aus bemerkt. Gießen. Die Leichen des kürzlich hier verschwundenen Brautpaares, Kappenmacher Schunk und Margaretha Höͤlscher, beide aus Büdingen, wurden nach gerade acht— tägigem Verschwundensein fest aneinandergebunden in der Lahn an der unteren Mühle gelandet. Mainz. Die Versammlung des Carnevalvereins hat sich in Andetracht der ungünstigen Verhältnisse dahin ausgesprochen, den Carneval für 1869 zu suspendiren. „ Briefversandt in England. Nach dem Bericht des Generalpostmeisters von England betrug die Gesammt— zahl der in England und Wales im Jahr 1866 vom General⸗ postamt ausgegebenen Briefe 623,400,000,59 7,277,616, eine Vergrößerung von 4,37 Prozent gegen das vorher— gehende Jahr oder 30 an jede Person. In Schotlland betrug die Zahl der Briefe 70,000,000. Schiffsnachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. Angekommen in New-York: am 19. Nov. Segelschiffe Rangoon von Antwerpen, am 19. Nov. Segelschiff Cyren von Antwerpen, am 22. Nov. Segelschiff Crest of the Wawe von Rotterdam, am 22. Nov. Segelschiff Charles, H., Southard von Antwerpen, am 22. Nov. Segelschiff Alalanta von Bremen, am 23. Nov. Segelschiff Humboldt von Hamburg, am 24. Nov. Segelschiff Jeny von Bremen. Abgehend nach New- York: am 19. Dez. Dampfer Hermann von Bremen, am 22. Dez. Dampfer Hecla von Liverpool, am 23. Dez. Dampfer Allemania von Ham burg, am 26 Dez. Dampfer Union von Bremen. Wegen Auskünften und Passagen beliebe man sich an obige Special-Agentur zu wenden. Landwirthschaftliches. „ Die Norddeutsche Landwirthschaftliche Zeitung in Berlin, auf welche wir unsere Leser bereits früher aufmerksam gemacht haben, entwickelt sich mehr und mehr zu einem großen Organe, wie es der Landwirthschaft bisher gesehlt, und erfüllt die Aufgabe, welche sie sich gestellt hat, die Wahrnehmung der land— wirihschaftlichen Interessen, unter hervorragender Milwir⸗ kung des um die Landwirthschaft hochverdienten land— und volkswirthschaftlichen Schriftstellers Gutsbesitzers M. Ant. Niendorf in immer größerem Maße. Es liegen uns einige Nummern dieser Zeitung vor, die alle einen vielseitigen und anziehenden Inhalt haben. Das in anderen landwirthschafllichen Journalen nicht selten vernachlässigte Fach der Correspondenzen und Berichte ist in der„Nord- deutschen Landwirthschaftlichen Zeitung“, wie es uns scheinen will, durch sehr tüchtige und sachkundige Kräfte aus Deutschland, England, Frankreich, Amerika 2. vek⸗ treten. Berlin, als Mittelpunkt landwirihscha ftlichen Güterumsatzes, hat eine besonders günstige Lage sür ein landwirthschaftliches Preßorgan, und die Zeitung liesert denn auch tegelmäßig eine Rundschau über den Produkten⸗ markt Berlins. In einer besonderen Abtheilung: Land- wirthschaftliche„Frauenzeitung“, findet die Haus- und Gartenwirthschaft ihre Berücksichtigung. Ferner werben die beflehenden Rechtsverhältnisse in Beziebung auf die Landwirthschaft von kundiger Feder in einer Reihe von Aufsätzen dargelegt. Das Blatt erscheint wöchentlich zwei— mal und kostet vierteljährlich einen Thaler. Die Christbescheerung für die Kinder der Kleinkinderschule soll nächsten Sonntag den 20. d. M., Abends um 5 Uhr, im Saale des Hotel Trapp stattfinden. Es werden alle Freunde der Kinderwelt eingeladen dieselbe zu besuchen, und wird hierzu bemerkt, daß zur Bestreitung der Kosten, und um dem unbefugten Zudrang vorzubeugen, am Eingang des Saales ein kleines Entrée erhoben werden soll, welches für Erwachsene 6 kr. und für Kinder 3 kr. beträgt. Weiter bittet der Vorstand Alle, die noch zur Bescheerung etwas beitragen wollen, das— selbe bis spätestens Samstag Abend dem Vorstand zuschicken zu wollen. Friedberg den 15. December 1868. Der Vorstand der Kleinkinderschule. Holz- Versteigerung in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Ortenberg. 3028 Montag den 21., Dienstag den 22. und Mittwoch den 23. Dezember d. J. werden in dem Domantalwald⸗ distrikt Kleckopf nachstebende Holzsortimente verßeigert: Scheitholz. 1 eisholz. 498 Holzart:. Buchen 2—— 2 Eichen— 1— 3 Kiefern 224 Rundscheith. 57 117 370 4 Eichenstämme. von 8 bis 12 Zoll mittlerem Durch- messer und 25 bis 40 Fuß Länge= 117 Cubikfuß, 379 Kiefern⸗ und Lärchenstämme, von 6 bis 16 Zoll mittlerem Durchmesser und 10 bis 75 Fuß Länge= 13,255 Cubik uß, 61 Lärchenflangen zu Latten ꝛc. geeignet. Die Zusammenkunft ift an den 3 Tagen Morgens präcie 9 Uhr am Holzschlag, und es kommt an den zwei ersten Tagen das Bau-, Werk- und Nutzholz, am dritten Tage das Brennholz zum Ausgebot. Sémmiliches Holz lagert in der Nähe des chaufsirten Bicinalwegs von Schwickartshausen nach Lißderg, und ist die Holzabfuhr hierdurch erleichtert. Ortenberg den 7. Dezember 1808. F Ortenberg 4 k x. Benachrichtigung. 3075 Die Inhaber von Partial Obligationen der Gemeinde Ossenbeim könen die neuen Zinscoupons auf weitere 10 Jahre, gegen Rückgade der Talons, in dem Bürcau ter Großherzoglichen Bürgermeisterei Ossen⸗ heim von heute an in Empfang nehmen. Mittwoch den 23. Dezember können die Coupons in Friedderg im Hotel Schott von 1 bis 4 Uhr Nach⸗ mittags in Empfang genommen werden. Ossenbeim den 11. December 1868. Oroßberzogliche e Ossenheim a u l. Arbeits⸗Versteigerung. 3084 Montag den 21. d. N., Mittags 2 Ubr, soll auf dem RNathbanse zu Rodheim die an dem Kirch⸗ thurmdache daseldst nöthige Dachdeckerarbeit, veran- schlagt zu 383 fl. 10 kr., nochmals an den Wenigst⸗ nehmenden öffentlich veraccordirt werden. Bilbel den 14. December 1868. In Austrag Oroßberzoglicher 1 Rodheim 0 Bezirte-Bauaufseber. Main ⸗Weser⸗ Bahn. Bekanntmachung. 3102 Vem 1. Februar k. J. an kommt im Lokalverkehr auf ter Nalin- Weser Bahn ein neuer Tarif für Personen, Depäck und Güterbeförderung in Anwendung, welcher auf allen Stationen der Main⸗Weser-Bahn vom 20. d. M. an zum Preise von 10 Sgr.= 35 kr., zu erhalten ifl. Tassel am 12. Dezember 1868. Königliche Otreciton der Main- Weser⸗ Bahn. Ein Schmiedgeselle 3089 wird gesucht von Chr. Ritzel, ——— 2 7 .—— Hammonia,„ 6. Jan. 1869, Passagepreise: Erste Cajlite Pr. Ert. Rthlr. Saxonia 31. December. Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actiengesellschast. Directe Post⸗Dampfschifffahrt zwischen Hamburg und New- vermittelst der Postdampfschiffe n ee Morzens. ———— Germania, Mittwoch, 20. Jan. 18. Holsatla,„ 8 Febr.„ Morgens. 168, Zweite Cajüte Pr. Ert. Rthlr. 100, Zwischerdeck Pr. Crt. Rthlr. 55. und zwischen Hamburg, Havana und New Orleans, Bavaria, 1. Februar 1869. Passagepreise: Zweite Cajüte Pr. Ert. Rthlr. 150, Zwischendeck Pr. Ert. Rihlr. 88. 3106 Nähere Auskunft erthellt die alleinige Spectal⸗ Agentur Friedberg Christ. Hecht. Bekanntmachung. 3094 Nach mißlungenem Güteversuch ist über das Vermögen des Zimmermeisters Wilhelm Hahn in Kiltanftädten der fönnliche Corkurs erkannt worden. Ee werden deßbalb sämmtliche Gläubiger des Genannten aufgefordert, ibre Ansprüche den 12. Januar k. J., Bermittags 9 Uhr, bei unterzeichneter Gerichtsstelle— Schloßftraße Nr. 26— mit dem erforderlichen Beweis versehen, anzumelden und zu begründen. Die Ausbleibenden werden von der Masse ausgeschlossen und mangelhafte Anmeldungen zurückgewiesen. Das Präklufiv⸗ Dekret wird nur durch Anschlag im Gerichtslokal publleirt. Dananu am 10. December 1868. Königliches Amte Gericht Abtheilung II. C fler. vdt Stoerckel, K.⸗A. Holz ⸗Versteigerung. 3093 Montag den 21. d. W., Morgens um 10 Uhr anfangend, soll im Gemeindewald Nieder⸗Rosbach nachverzeichnetes Gehölz, ale: 1 Stecken Buchen ⸗ Scheitholz, 1* Eichen · * 9„ Prügelbolz, 11½„ Radel⸗* „ Buchen⸗Stockholz, 14½* Eichen⸗ 17 200 Buchen⸗Wellen, 1161 Eichen⸗„ 780 Nadel⸗„ 1 Buchen ⸗Stamm 20 lang 18“ Durchmesser, 141 Eichen Stamme von 15 bis 30“ Länge und von 5½ bis 18“ Durchmesser, 1996 Cubikfuß, 5 Eichen ⸗Stangen von 4 bis 5“ Durchmesser und von 20 bis 35“ Länge, 29 Cubikfuß, meifibtetend versteigert werden. Bemerkt wird, daß das Holz iich sehr gut zu Wagner bolz eignet und gut zum Abfahren gelegen ift. Am Neuweg am Bainhardswald ist die Zusammenkunft. Nieder⸗Rosbach am 13. December 1868. Großherzogliche eee Nieder⸗Res bach J o st. Wiederverkäufern 3032 empfehle Weihnachtsconfekt in großer Auswahl pofschmied. zu billigen Preisen. Allerbelligenffraße 38 Frankfurt a. M. Bekanntmachung. 3092 Mittwoch den 23. Decemder 1868, Nachmittags 2 Uhr, soll im Landgerichtslocale die Lieferung des für das blesige Dezirksgefängniß im Jahre 1869 ersorder⸗ lichen Strohes, Oels, Besen, Kleidung, Beköstigung der Gefangenen, Besorgung der Wäsche und Flickarbeiten an den Wenigfinehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg am 14. December 1868. e e Friedberg t i Holz⸗Versteigerung. 3097 Montag den 21. d. N., von Morgens 9 Uhr ab, werden in biesigem Stadtwalde, Distriet Rand, nachverzeichnete Holzsortimente, als: Stecken Eichen ⸗Scheitdolz, —„ Prügelßbolz, 4* Weiden⸗ 77 5„ Eichen Stockbolz, 8975 Wellen Ast-Eichen⸗Keiserbolz, 2000„ Birlen- und Eichen⸗Reiserholz, 1000„ weiches und Tannen 601 Kubikfuß Eichen ⸗Stammbolz von 9—19“ miit⸗ lerem Durchmesser u. 16—40“ Länge, 7. Eichen⸗Stangenbolz an Ort und Stelle meistbietend verstelgert. Nauheim am 14. December 1868. Oroß herzogliche Bürgermeisterei Naußeim J. E. d. 8 Dee Beigeordnete Fuser. »dt. Schutt. Ein Pachtgut 3096 von 300 dair. Morgen, 2 Stunden von Würz⸗ burg, mit ganz neuen massiven Gebäuden, anerkannt bestem Boden, wegen Todesfall sosort zu verpachten. Landwirthschaftliches Bürcau von G. C. Fuchs in Würzburg. Juchtenleder 3014 in allen Sorten Schäften und Vorschuben neue Sendung von Rußland ist eingetroffen dei C. F. Schwarz in Echzell. —— —— N cke cke Se ce ede ce De- e De De De See be De 8 Bindernagel& Schimpff in Friedberg empfehlen ihr sehr reichhaltiges Lager von ö Weihnachtsgeschenkien. LEinsichtssendungen können zu jeder Zeit erfolgen. Vorläufige Ankündigung. 3105 Vielfach geäußerten Wünschen enksprechend haben die nachbenannten Herren sich vereinigt, um im Lauf 5 5 9 E dieses Winters eine Reihe von populär⸗wissenschaftlichen Vorträgen über Gegenstände aus verschiedenen Billiges Jächein des Wissens zu veranstalten. Die gewählten Gegenstände sind: Die Propbeten deg alten Testamentes(Prof. Dr. Köhler), Delphi und das delphische Orakel(Directo Dr. Möller), Pestalozzis Leben und Wirken(Seminarlehrer Soldan I.), Die Lehre von der Lungen De Se Se ee ce e e e ee e- e e Se ce De- Ce De- Se De 9 Des alten Schäfer Thomas seine zwanzigste Prophezeihun für die 9 1009 40 Fu ist zu haben bei Bindernagel& Schimpff. 2 Dad Aauheim. 73107 In der Fritz'schen Conditorei sind alle in das Fach eiunschlagende Condttoret- und feine Bäcker⸗ Nürnberger⸗ und andere Lebkuchen, Lübecker u. Hamburger Mareipan Makaronen, Brenten, Anis, Schaumconfect und anderes Confect ꝛc. und werden zu den billigsten Pretsen verkauft. Bittet um Zuspruch. * 3103 V en heute an kostet bei mir schwindsucht vom Standpunkte der neueren Forschung(Kretearzt Dr. Lorenz), Auguftinus, der Lehrer 4 Pfund Brod I Sorte 12 kr. der abendländischen Christenheit(Seminarleh er Stamm), Ulrich von Hutten, ein Lebensbild aus der Sonnenfinsterniß(Seminarlebrer Soldan II.), Die Entstehung des Planetensystems(Reallehrek Dr. Klein) Reformations⸗Geschichte(Seminarlehrer Marx), Die Ergebnisse der Beobachtung der letzten totalen 4 Pfund Brod II. Sorte 10 kr. Die neuere geistliche Liederdichtung(Director Dr. Schwabe), Heinrich von Klelst's Leben und Dichtungen (Reallebrer Schmidt). ö 5 5 J Außerdem ist ein Vortrag über einen volkswirtbschaftlichen Gegenstand(Die Arbesterfrage) in Aussicht gestellt 5* . 5 Alle Vorträge werden so gehalten sein, daß wissenschaftliche Vorkenntnisse zu tbrem Verständniß nicht erforderlich Re K find. Die Vorträge sollen vom 7. Januar k. J. an jeden Donnerstag Abends um 8 Uhr im Saale des a ‚ 5 Der Eintrittspreis für alle Vorlesungen beträgt; für ein Einzelbillet 1 ff., ein Hotel Trapp stattfinden. Familienbillet à 2 Personen 1 fl. 45 kr., ein solches für 3 und mehr Personen 2 fl. Indem man das Unternehmen der Thetlnabme des biesigen Publikums aller Stände bestens empfiehlt, Pressen bei wird noch bemerkt, daß sein Zustandekommen davon abhängen wird, ob sich eine hinlängliche Betbeiltgung findet, um die entstehenden unvermeidlichen Kossen zu decken. Ein elwaiger Einnahmeüberschuß soll für einen noch zu bestimmenden wohlthätigen Zweck verwandt werden. Eine Einzeichnungsliste wird demnächst in Umlauf gesetzt werden. Einfache& doppelte Terzerolen, 3104 englisches Pulver, sowie alle Sorten Le faucheux⸗Patronen und Munitions⸗Gegenstände stets vorräthig bei Heinrich Engel, Büchsen macher in der Vorstadt. Geschäfts- Eröffnung und Empfehlung. 3098 Unterzeichneter beehrt sich hiermit dem hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebenste Anzeige zu machen, daß er sich hier als Kappenmachet etablirt hat und bittet um geneigten Zuspruch. Friedberg im December 1868. J. Heinrich Hofmann, bei Adam Schleuning's Wittwe, der Stadtkirche gegenüber. Für den Weihnachtstisch! Das Allerneueste ist der wetter vogel 3 ein Hygroskop als untrüglicher Wetterprophet. 3077 Eine auf einem polirten Sockel zuhende Glasglocke bedeckt einen auf Blumen sitzenden Colibri, welcher, sich drehend, durch seine Stellung zu der unter ihm angebrachten Scala die Witterung mit Sicherheit auf 2 Ta ge vorausbestimmen läßt. Der kleine Apparat ist neben seiner Nützlichkeit durch die geschmackvolle Aus- stattung eine Zierde des Zimmers. Direct bezogen ist der Preis pro Stück 1 Thaler incl. Verpackung. Zusendung erfolgt sofort nach Auftrag gegen Einsendung des Betrags(per Postanweisung) oder gegen Postvorschuß. Gleichzeitig empfiehlt für Weihnachten: Mikroskope zu 1½ und 3 Thlr. das Stück. Botanische Loupen, 1⸗, 2, 3fache: 7½, 12½, 17½ Sgr. Mikroskopische Präparate, à Dutzend 1½ und ½ Thlr. Den ausführlichen Preis⸗Courant gratis und franco. Das M ikroskopische Institut von W. Glüer in Berlin, Gipsstraße 4. Löb Strauß, Bäsereibestzer. 501 in Selde, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen K. Friedrich, neben der Post. — Gute Schmiedekohlen, 3100 frisch von der Zeche, bei 5 Friedberg. Julius Boller, e Schoen Zu verkaufen 3090 eignes Fabrikat zu billigen Preisen bei Friedberg. Seligmann, Weißgerber. Feinsten Vorschuß 3020 zu 15 kr. bei Friedberg. Löb Strauß. Ein Wagnergeselle, 3095 welcher sogleich in Arbeit treten kann, findet dauernde Beschäftigung bet! Peter Jung II. in Wallernhausen, Kreis Nidda. Ein Commis 340 mit guten Empfehlungen wird für eine Spezerei⸗ Handlung in Frankfurt a. M. gesucht. Frankirte schriftliche Anerbtetungen mit Angabe des Alters ꝛc. ꝛc. find an Herrn Emil Beck, neue Kräme in Frank ⸗ furt a. M., zu adressiren. Theater in Friedberg im Saale zu den drei Schwertern. Freitag den 1s. Dezember. Mit aufgebobenem Abonnement. Zum Benefiz für Frau Johanna Kern. Hack selmaschinen CE. Berisch in Radeburg. 3067 Dem verehrlichen Publikum bringe hiermit zur Kenntniß, daß ich stets ein Lager dieser durch ihre vorzüglichen Leistungen anerkannten Maschinen unter halte und dieselben zu Fabrik, preisen nebst der darauf haftenden Fracht abgebe. Bei vorkommendem Bedarf halte mich bestens empfohlen. Ph. Fendt, Hungen. Bindernagel& Schimpff in Friedberg empfehlen, als passendes Weihnachtsgeschenk: Zum Erstenmale: 500,000 Teufel. Posse mit Gesang und Tanz in 3 Akten und 7 Tableaux von Jacob sohn und Thalburg. Musik von Michaelis. W. Kern, Theater⸗ Director. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 16. December. 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