t pof. — en, „ eech et, welt 14 deziehn g. hau „ Sd lofe 1 ——— * 0 55 t orrhoide Sebandim in Ausprnt iet daß apeten Tuezer. N Friedberg. . mer! chung dr Kräuter un zun unten, daß Wirfung alen an idend m 1 att d. D. 1 Flaschen] kr. pen 1 0 ausseher Hartmann zu Grünberg; 1868. Dienstag den 17. November. Anzeiger fur Oberhe 2 — 2 Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.“ Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und 1— Auf den„Anzeiger“ kann man für die Monate November und December abonniren. Hessen. Darmstadt. Das Großherzog⸗ liche Regierungsblatt Nr. 58 enthält: 1. Bekanntmachung Großherzogl. Kriegsministeriums, die Ergänzung des Offizier⸗Corps betreffend. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Ent⸗ schließung vom 23. August d. J. zu befehlen geruht, daß die Königlich Preußische Verordnung über die Ergänzung der Offiztere des stehenden Heeres d. d. Berlin den 31. October 1861 nunmehr, unter Aufhebung der bis jetzt bestandenen Großherzoglich Hessischen Verordnungen und Verfügungen über denselben Gegenstand, für die Groß⸗ herzogliche Division zur Einführung gelange.(Folgt die Verordnung.) II. Befanntmachung Großherzogl. Kriegsministeriums, die Formirung der Landwehr betreffend. Zufolge Allerhöchster Entschließung Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs soll vom 1. Januar k. J. an die nach⸗ stehende Formation der Landwehr ins Leben treten: Erstes Landwehrregiment, gebildet aus dem Landwehr⸗ bezirke Darmstadt I. Zweites Landwehrregtment, gebildet aus den Landwehr⸗ dezirken Gießen und Friedberg. Drittes Landwehrregiment, wehrbezirke Darmstadt II. Viertes Landwehrregiment, gebildet aus den Landwehr— bezirken Mainz und Offenbach. Jeder Infanterie⸗Brigade gehören hiernach 3 Landwehr⸗ Bataillone zu. Die 49. Infanterte⸗Brigade erhält ihre Ergänzung, sowie die Completirung im Falle der Mobilmachung aus der Previnz Oberhessen und aus Darmstadt I., die 50. Infanterie-Brigade aus der Provinz Rheinhessen und Darmstadt II. Dem 1. Infanterie-Regimente werden zu seiner voll⸗ ständigen Ergänzung die größeren Leute aus der Provinz Oberhessen zugewiesen und das 3. Regiment erhält die ihm etwa sehlende Mannschaft aus Rheinhessen. Die Jäger rekrutiren aus den enisprechenden Brigadebezirken, die übrigen Waffen aus allen Provinzen. III. Diensinachrichten. Am 7. October wurde der Pfarrer Euler zu Kastel zum katholischen Pfarrer zu Viernheim— und am 9. October der Priester Scheurer zu Mainz zum latholischen Pfarrer zu Marienborn ernannt. IV. Gestorben: gebildet aus dem Land- am 13. Oct. der pensionirte Steuer⸗ des evang. Decanats Nidda auf sein Nachsuchen, mit Rücksicht auf seine geschwächte Gesundheit,— und den Kreisveterinärarzt des Kreisvelerinäramtes Schotten Dr Winckler von Uebernahme dieser Dienststelle zu entheben. VI. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 17. October den Lehrer an dem Gymnasium zu Gießen Professor Dr. Soldan wegen geschwächter Gesundheit, unter Anerkennung seiner vieljährigen ersprießlichen Dienstleistung, — an demselben Tage den Salzmagazinsverwalter und Ortseinnehmer Keller zu Bensheim auf sein Nachsuchen und mit Rücksicht auf seine geschwächte Gesundheit,— am 24. October den Registrator bei der vochinigen Direction der Main⸗Weser-Eisenbahn zu Gießen Adolph Freiherrn von Toussaint auf sein Nachsuchen,— an demselben Tage den Revisionsconttoleur bei dem Hauptzollamte Mainz Friedrich August Scippel auf sein Nachsuchen und mit Rücksicht auf seine geschwächte Gesundheit, unter Aner- kennung seiner mehr als fünfzigjährigen treuen Dienste,— und am 28. October den Kreisbaumeister des Kreisbauamts Alzey Rhumbler in den Ruhestand zu versetzen. — Der Gemeinderath nahm nach längerer Debatte den von dem Comite in der Mitzenius⸗ schen Sache gestellten Antrag, der Gemeinderath möge zu Gunsten des Mitzenius als städtischen Lehrers gegen die beantragte Absetzung desselben interveniren, mit 14 gegen 12 Stimmen an. Es wurde gleichzeitig eine Vorstellung an den Großherzog beschlossen, worin um Ablehnung der von den Behörden gestellten Anträge gebeten wird. — Ein von dem Kriegsministerium an den Gemeinderath gerichteter Antrag, die Stadt solle die erforderlichen Gebäude zur Casernirung von 3 Schwadronen Reiterei(433 Mann und 439 Pferde) gegen den in Preußen üblichen Ver⸗ gütungsmodus übernehmen, wurde fast einstimmig abgelehnt. Gießen. Dem„Fr. J.“ wird von hier geschrieben: Die Frequenz unserer Universität soll, so viel man bis jetzt vernimmt, keine Erhöhung — am 20. October der Polizeirath Elwert zu Darmstadt. — Das Gr. Regierungsblait Nr. 59 enthält: I. Ge setz, das Civildiener⸗Wittwen⸗Instiint belr. II. Bekanntmachung Gr. Ministeriums des Innern, die Hauptergebnisse der Rechnung der Staats-⸗Versicherungs⸗ Anssalt für Stellvertretung im Militärdienste von dem Musterungs⸗ und Ziehungsjahr 1866 betr. III. Diensinachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 21. Oct. dem Schulamts⸗ Aspiranten Reichmann aus Bergheim die 5. cvangelische Schulstelle zu Bessungen,— dem Schulamis⸗Aspiranten Bollenbach aus Volxheim die evangelische Schulstelle zu Babenheim,— dem Schulamts⸗Aspiranten Selzer aus Pfebdersheim die evang. Schulstelle zu Tiesenthal— und dem evang. Piarramts⸗Candidaten Ebel aus Winnerod die erste evang. Knaben⸗Schulstelle zu Butzbach zu über⸗ tragen;— am 23. October den ersten evang. Pfarrer zu Worms Keim zum Dekan des evang. Dekanats Worms für die Zeit bis zu Ende des Jahres 1873— und den ersten evang. Pfarrer zu Offenbach Bonhard zum Dekan des evang. Dekanats Offenbach für die Zeit bis zu Ende des Jahres 1873 zu ernennen;— am 24. Oct. den von, dem Herrn Grafen von Schlitz, genannt von Görtz, auf die evang. Schulstelle zu Queck präsentirten Schulamts⸗ Aspiranten Allhaus aus Frau-⸗Rombach für biese Stelle zu beslätigen;— am 28. Oct. den Stations⸗Controleur, Zoll⸗Inspector Hensing zu Thiengen zum Rendanten bei dem Hauptzollamte Worms und der damit verbundenen Ortseinnehmerei der inneren indirecten Abgaben. (Die übrigen Diensinachrichten und die Charakter- ertheilungen sind bereits gemeldet.) V. Dienstentlassungen. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 20. Oct. dem Hofkutscher Eßwein aus Groß-Rohrheim die Entlassung aus dem Dienste zu erthellen;— am 28. Oct. den evangelischen Pfarrer zu Bingenheim Möbius von den Functionen gegen das vorige Semester, aber doch auch keine nennenswerthe Abnahme erfahren haben. Sonst hört man jetzt hier viel davon reden, daß, während Preußen noch verlangt, daß alle Inländer eine gewisse Zeit(1 ½ Jahre) auf einer preußischen Universität studiren müssen, und so alle übrigen Staaten, das kleine Hessen seinen Angehörigen erlaubt hat und noch gestattet, zu studiren, wo sie wollen, also die Landesuniversität gar nicht zu besuchen. Und dazu kömmt, daß Lehrer auf hessischen Gymnasien von ihrem beschränkten Parteistandpunkte aus den Abiturienten rathen nicht nach Gießen zu gehen, und wiederum hoch⸗ gestellte Leute Studirenden Unterstützungen geben, um auf andere Universitäten zu gehen. — Die hiesige Bahnhoffrage ist entschieden, der neue Bau wird auf den Seltersberg in die Nähe des Main⸗Weserbahnhofs kommen, entgegen dem Wunsche der Bürgerschaft, welche sämmtliche Bahnhöfe mehr in die Nähe der Stadt in die sogenannte Stephansmark gewünscht hätte. Mainz. Die am 13. d. stattgehabten Ver- handlungen in der Untersuchungssache gegen L. Bamberger und Genossen wegen Schmähung der Staatsregierung endigten in der Nachmittags- sitzung damit, daß der Gerichtshof dem Angeklagten die Verlesung der landständischen Verhandlungen und sonstiger Aktenstücke zum Beweis der Wahr- heit der in der incriminirten Stelle des Wahl- manifestes behaupteten Thatsachen nicht gestattete, worauf die Beschuldigten und ihre Vertheidiger den Saal verließen. Das Gericht setzte nach kurzer Berathung in deren Abwesenheit die Ver⸗ handlung fort, indem es noch die Begründung der Anklage des Staatsanwalts anhörte. Der Antrag der Staatsbehörde geht hinsichtlich Bam⸗ bergers auf 2 Monate Gefängniß, resp. Festung und 200 fl. Geldstrafe, gegen die Mitangeklagten auf 6 Wochen und 150 fl. und gegen den Mainzer Anzeiger auf 3 Monate und 150 fl. Geldstrafe. Der Urtheilsspruch wurde auf den 27. d. M. vertagt. Preußen. Berlin. Ein hiesiges Blatt schreibt:„Das Bestreben, die Einnahmen aus der Postverwaltung nach Möglichkeit zu erhöhen, das noch jüngst in der Beschränkung der Porto⸗ freiheit der Correspondenz der Abgeordneten einen Ausdruck fand, hat veranlaßt, daß nunmehr auch den königlichen Eisenbahn Direktionen Seitens des Handelsministeriums aufgegeben worden ist, ihre Correspondenzen mit dem Publikum, sofern dieselben ein gemischtes Interesse haben, stets mit dem Rubrum„Portopflichtige Dienstsache“ zu versehen, in welchem Falle auch für unfrankirte Sendungen vom Adressaten für den gewöhnlichen Brief nur das Ein-Silbergroschen-Portos zur Erhebung gelangt. Liegt jedoch ein zu erlassen⸗ des Schreiben im alleinigen Interesse des privaten Empfängers, so ist dasselbe ohne Rubrum abzu- fertigen(soll der Empfänger alsdann vielleicht das doppelte Porto für den unfrankirten Brief entrichten 2), während andererseits durch die Be⸗ zeichnung„Königliche Dienstsache“ gänzliche Porto- freiheit eintritt, wenn die absendende Dienststelle speciell interessirt ist.“ — Wie es heißt, ist man in Abgeordneten⸗ Kreisen der Ansicht, Herr v. Bismarck werde sich an den Berathungen über die Vorlagen, betreffend die Beschlagnahme über das Vermögen des Ex⸗ Königs von Hannover und des Ex⸗Kursürsten von Hessen betheiligen. Die Zustimmung des Abgeordnetenhauses zu diesen Entwürfen hält man für gesichert, dennoch versprechen die Verhandlungen interessant zu werden, da man erwartet, daß es bei den Debalten über diese Angelegenheit, ja, vielleicht schon über das Budget, nicht an Stimmen fehlen werde, welche das Deficit nicht auf die Ausfälle im Postetat, sondern auf die Millionen zurückführen werden, welche man mit vollen Händen für die Depossedirten herzugeben bereit war. Wird man auch an die Dotationen erinnern? — Der Oberkirchenrath hat auf die Beschwerde des Magistrats wegen der Schleiermacher Feier ablehnend geantwortet. Es folgt nun eine Be schwerde an den König als oberste Instanz. — Im Abgeordnetenhause wurde ein Schreiben der nordschleswigschen Deputirten Ahlemann und Kryger verlesen, welche die Entbindung von der Eidesleistung verlangen. Dasselbe wird der Ge— schäftsordnungscommission überwiesen. Prenzlau. Der hiesige Bürgerverein hat an das Abgeordnetenhaus eine Petition um Auf⸗ hebung des Dreiclassensystems und Einführung der allgemeinen direkten Wahl mit geheimer Abstim⸗ mung für die Stadtverordnetenwahlen gerichtet. Kassel. Dem„Fr. J.“ wird von bier be⸗ richtet: Die Vorlage der königl. Staatsregierung wegen Umgestaltung der Landeserediteasse ist geeignet, die ernstlichsten Besorgnisse hervorzurufen. Das Zurückziehen der Staatsgarantie, welches in§. 2 der Vorlage ausgesprochen ist, beweist, daß man dem Institut seinen seitherigen segens⸗ reichen Wirkungskreis verkümmern, wenn nicht gänzlich unmöglich machen will. Nach dem letzten Jahresbericht hat die Landescreditcasse 16 Mill. Thaler von Privaten und milden Stiftungen in Händen, während ihre Activtapitalien auf 23 Mill. angewachsen sind. Werden die Privatgläubiger dem Institut ihre Capitalien lassen, wenn die Staatsgarantie wegfällt? Diese Frage ist für die größte Mehrzahl der hessischen Grundbesitzer geradezu eine Lebensfrage. Denn der Landes- creditcasse bleibt, im Falle ihr selbst die Capitalien gekündigt werden, nichts anderes übrig, als auch ihre Hypotheken zu kündigen, und wenn dies massenhaft geschähe, wo würden die Schuldner neue Gläubiger finden? — Zu der Nachricht, Prinz Wilhelm von Hanau habe seinen Vater, den Kurfürsten, beim biesigen Appellationsgericht wegen Zahlung von 10,000 Thalern jährlicher Apanage, die er ihm bei seiner Verheirathung versprochen, verklagt, macht die„Hess. Volksztg.“ folgende Bemerkung: „Wie wir hören, ist die Klage vom Gericht ein⸗ sach abgewiesen worden. Dieselbe war auch nicht auf Zahlung der dem Prinzen versprochenen Apanage, die er jährlich erhält, sondern auf die 10,000 Thaler, die seiner nun geschiedenen Ge⸗ mahlin vom Kurfürsten versprochen waren, gerichtet.“ Sachsen. Dresden. Nach dem„Dr. 3 sind von den wegen des Dienstmännertumults ver⸗ hafteten 110 Personen bis jetzt 97 wieder ent- lassen worden. Höchstens gegen 24 derselben wird Anklage erhoben werden, welche nur auf Theilnahme am Auflauf, beziehentlich Widersetz⸗ lichkeit gegen die Polizeibehörde lauten wird. Mecklenburg⸗ Schwerin. Bei Eröff. nung des mecklenburgischen Landtags verheißt der Großherzog in seiner Thronrede eine Milderung der städtischen Steuerlast, Erlassung des dritten Theiles der nächstjährigen Handelsklassensteuer, der Mahl- und Schlachtsteuer, eine Revision der inneren Steuergesetzgebung, Heranziehung der ländlichen Kaufleute, Bäcker und Schlachter zu den Steuerlasten, eine Nevifion der Armeegesetz · gebung und Resormirung der Verhältnisse der klösterlichen Erbpächter. Der Großherzog bean⸗ tragt die Aufnahme von 200,000 Thalern zu Eisenbahnzwecken. Bayern. München. Der König hat dem Staatsminister Fürsten Hohenlohe einen neuen Beweis hohen Vertrauens gegeben, indem er den · selben unter die Großbeamten der Krone auf⸗ genommen und zum Kronoberstkämmerer ernannt hat. — Der von bier nach Rom abberufene öster⸗ reichische Gesandtt Graf Trautmannsdorf wurde am 14. d. von dem Könige in feierlicher Audienz zur Uebergabe seines Abberusungsschreibens em ⸗ pfangen. Der Gesandte trat sosort seine Abreise nach Rom an, nachdem er dieselbe wegen Ab⸗ wesenheit des Königs wider Erwarten und In⸗ struction hatte hinausschieben müssen. Baden. Von Neujahr ab wird die Zahl der in Mannheim erscheinenden Zeitschriften um ein neues Organ der sotial · demokratischen Partei vermehrt werden. Dasselbe soll die Südbundidee und die Resolutionen der Majorität des Nürn⸗ berger Arbeitertags verwirklichen helfen. Karlsruhe. Nach der„Karlsr. Zeitung“ finden demnächst Verhandlungen zwischen Baden und Preußen statt behufs Regelung der gegen- seitigen Gerichtsbarktits verhältnisse. Oesterreich. Wien. Bei den Verhand- lungen über das Wehrgesetz wurden nach den Schlußworten der beiden Berichterstatter alle Minoritätsanträge abgelehnt und die von der Regierung verlangte Kriegsstärke von 800,000 Mann auf 10 Jahre mit großer Majorität an · genommen, ebenso die Festsetzung der Friedens stärke abgelehnt. Alinea 1 des§. 13, wonach der Reichsrath für die Dauer von 10 Jahren sich jeder Abänderung des Contingentsatzes begibt — wozu zwei Drittel Mehrheit erforderlich— wurde mit 123 gegen 40 Stimmen angenommen. — Der ob erösterreichische Abgeordnete Peyr hat bei der Debatte über das Wehrgesetz darauf aufmerksam gemacht, daß besonders die Land- gemeinden gegen das neue Wehrgesetz seien, da sie eine weitere Erhöhung der Steuern fürchten. Die Verfassungspartei solle sich hüten, den reac⸗ tionären Parteien eine scharfe Waffe in die Hand zu geben; schon sagen diese: Man hat dem Volke Erleichterung versprochen, aber die neue Aera bringt nur neue Lasten zu den alten. Man spreche von Vermehrung der Intelligenz in der Armee durch Erhöhung der Volksbildung, aber die Ver⸗ besserung des Schulwesens koste Geld, und woher dieses nehmen, wenn die Armee und die Bureau⸗ kratit Alles verschlingt? Wenn schon der bewaff⸗ nete Friede Oesterreich dem Bankerott zutreibe, was solle dann geschehen, wenn man eine ganze Million Soldaten aufstellen wolle? — Spanische Jesuiten sollen des Gut Suzawa im südlichen Böhmen angekauft haben; auch verlautet, daß die in Südtyrol ansässigen Lopoliten den Ankauf des Schlosses Dürrenstein beabsichtigen, um daselbst ein großes Erziehungs- Institut für Knaben aus den höheren Ständen zu errichten, ähnlich demjenigen in Kalksburg bei Wien. — Das Haus der Abgeordneten nahm am 13. Nov. das Einführungsgesetz in zweiter und sodann das ganze Wehrgesetz in dritter Lesung an. — Im ungarischen Unterhause wurde das königliche Rescript über den ungarisch⸗eroatischen Ausgleich verlesen. Dasselbe drückt die Freude des Kaisers über die Schlichtung dieses Streites aus; nur die Differenz wegen Fiume's sei noch zu lösen, was boffentlich durch die beiderseitigen Deputationen bald geschehen werde. Aus dem Wortlaute des Rescripts geht hervor, daß Franz Joseph J. für die Vereinigung Fiume's mit Ungarn ist. Das Unterhaus beschloß, daß das Gesetz über den Ausgleich zwischen Ungarn und dem croatisch-slavonisch-dalmatinischen Königreich ohne Verzug durch das Ministerium dem König zur Sanction vorgelegt werde. Schweiz. Nach eingetroffenen Nachrichten hat die englische Regierung sich mit der nord ⸗ amerikanischen Regierung dahin geeinigt, sämmt⸗ liche schwebende Streitfragen durch dier Schieds⸗ richter erledigen zu lassen. Die St. Juan-⸗Frage soll dem Schiedsspruche des schweizerischen Bundes · Präsidenten unterbreitet werden; die Alabama; Frage dem Wahrspruch des Königs von Preußen. Als beide übrige Schiedsrichter werden der Kaiser von Rußland und der König von Schweden genannt. Hoffentlich ist dieser Vorgang die Ein⸗ leitung zu einem neuen internationalen Gewohn⸗ heitsrecht, welches mit der Zeit den Krieg verbannt. — Vor einigen Tagen ist zu Romanshorn das große Trajectdampsschiff vom Stapel gelassen worden, mit Hülfe dessen ein ganzer Eisenbabnzug von 16 Wagen über den Bodensee gesetzt werden soll. Aus St. Gallen liest man folgende Mit⸗ theilung: So traurig einerseits die Beschädigung ist, welche mebrere Schweizerlantone durch Ueber⸗ schwemmung erlitten haben, so erfreulich ist auch anderseits die Theilnahme, welche die Verunglückten überall finden. Es ist dieß wirklich höchst rührend zu sehen, mit welcher Opferwilligkeit und An⸗ strengung nicht nur die Behörden, nicht nur die Reichen, sondern Alle ohne Ausnahme bemüht sind, die Noth zu mildern; selbst Fabrikarbeiter und Dienstboten, dit von ihrem täglichen Verdienst leben müssen, bringen freudig ihr Scherflein. Bereits können die Geldbeiträge, die gefallen sind, nach Millionen gezählt werden. Aber auch von Nahrungsmitteln, Kleidern, Hausgeräthen und Mobilien aller Art ist den Armen in unglaub⸗ licher Menge zugekommen. In die hier gegründete Anstalt zur Versorgung armer Kinder aus den überschwemmten Gegenden ist bereits eine ziemliche Anzahl derselben eingetreten und Jedermann bemüht sich, den Kindern ihren Aufenthalt hier so angenehm als möglich zu machen. Aber, man muß es sagen, die edle und menschenfreundliche Fürsorge wird auch dankbar anerkannt, nicht nur don den Wasserbeschädigten, sondern auch von allen Schweizern, namentlich in Beziehung auf die rühm⸗ lichen und bedeutenden Beiträge vom Ausland. Frankreich. In Paris ist die Bewegung der Gemüther über die Baudin⸗ Angelegenheit in stetem Wachsen begriffen. Der öffentliche Rechts⸗ sinn ist von der Regierung, gewiß sehr wider ihren Willen, in ganz ungeahnter Weise provocirt worden; Männer wie Jules Favre, Cremieux und der alte Generalprocurator Dufaure stehen an der Spitze der Subseribenten für das Baudin⸗ Denkmal. Den Ernst, bis zu welchem die Sache gediehen ist, kann man daran ermessen, daß der „Temps“, der sonst alles Aufsehen zu vermeiden liebt, sich an die Spitze der Protestation stellt, und das Publikum dazu wie zu einer nationalen Ehrensache und Gewissenspflicht auffordert. — Wenn die„Presse“ recht berichtet ist, so wäre in dem Ministerrath von einem Projekt die Rede gewesen, die Ausgabe für Armee und Flotte um 60 Millionen zu vermindern: der Marine⸗ Minister Admiral Rigault de Genouilly hätte bereits dem Kaiser die betreffenden Anträge vor⸗ gelegt, jene des Marschall Niel ständen aber noch aus. Wie der„Gaulois“ hört, soll in demselben Conseil ein Erlaß des Kriegsministers verlesen werden, welcher allen Mitgliedern der Armee ohne Ausnahme untersagt, den öffentlichen, nicht autori⸗ sirten Versammlungen beizuwohnen. — Wie der„Gaulois“ wissen will, ist eine ausgedehnte Verschwörung entdeckt worden, für welche die Subscription für das Denkmal Baudin's nur der Vorwand und das Losungswort gewesen sein soll. In einem deßhalb abgehaltenen Minister⸗ rath wurde beschlossen, energisch vorzugehen und das allgemeine Sicherheitsgesetz zur Anwendung zu bringen. — Der berühmte Advokat Berryer hat an den„Electeur“ einen Beitrag sür das Baudin⸗ Denkmal eingesandt und denselben mit folgendem Schreiben begleitet:„Herr Redakteur! Am 2. Dezember 1851 veranlaßte und erwirkte ich von der Nationalversammlung, welche in der Mairie des zehnten Arrondissements zusammen⸗ getreten war, ein Dekret, das den Präsidenten der Republik für abgesetzt und vogelfrei erklärte und die Bürger zum Widerstand gegen die Verletzung der Gesetze aufforderte, deren der Prästdent sich schuldig machte. Dieses Dekret wurde in Paris, so weit es möglich war, veröffentlicht. Mein College Baudin hat den Befehlen der Versamm⸗ lung muthig Folge geleistet, er fiel ihnen zum Opfer und ich fühle mich verpflichtet, an der Sammlung mich zu betheiligen, welche behufs Errichtung eines sühnenden Denkmals auf seinem Grabe eröffnet worden ist.“ — Die Angelegenheit der Demonstration am Grabe Baudin's ist vor dem Zuchtpolizeigericht bereits zur Verhandlung gekommen. Dasselbe verurtheilte Gaillard Vater und Quintin zu 500 Fr., Gaillard Sohn und Peyrouton zu 150 Fr. und 1 Monat Gefängniß, Delescluze zu 2000 Fr., Verlust der bürgerlichen Rechte und 6 Monat Gefängniß, Peyrat, Challemel und Duret zu 2000 Fr. Belgien. Brüssel. Im Befinden des Kronprinzen zeigt sich eine ziemlich merkliche, zwar langsame, aber täglich fortschreitende Besserung. Die Aerzte geben neue Hoffnung. Großbritannien. London. Eine königl. Proclamation ist erschienen, wodurch das Parlament seiner Pflicht entbunden und zugleich allen lieben Unterthanen der königliche Wunsch, möͤglichst bald ein neues Parlament zu versammeln, kund gethan und verordnet wird, die Neuwahlen in gesetzlicher Form auszuschreiben, so daß ein neues Haus am 10. Dezember zusammentreten kann. — Stanley sagte in seiner Ansprache an seint Wähler in Kingslynn: Die gegenseitige Eisersucht und die übermäßigen Rüstungen Preußens und Frankreichs könnten allerdings Besorgniß erregen, aber wenn es noch zwei bis drei Jahre Frieden bleibe, würde sich auch Frankreich mit der unver⸗ meidlichen Einigung Deutschlands unter Preußens Führung versöhnen. Er fürchte mehr die Unruhen im Osten. Innere, nicht äußere Gefahr bedrohe die Türkei. Spanien. Ein Journal von Sevilla veröffentlicht folgenden Brief, den Espartero au Viale h zugezoge Napf d tutionen brilischen Bischböst auserseh Balders. N plettirn Ulas ganzen orleans Bis j offzielle vigung — Ire kriedtgun Dahn in der ihrer D. untt g. nöchst ö wirden 10000 Junsgr 180,0 pennig W einen e lusten N iger dall un Aa d mittl — 2757 Hriedl delant haben Bach ß der atideg fell, onaleg ist, so ekt die Flotte 5 Narige⸗ die lle de dor. er noch selben derlesen et ohne autori- 17 eine „für in audin's Linister⸗ en und dendung dat an Baudin⸗ trsann · len 1 an der bthuft A stinen on as igtricht Dach n ju en Heicluft dit und iel und den det ntrllicht, eserunz i fiuigl. arlane n! i litben al bald gethan etlicher baus an „ an stint Gisterucht ant und 1 regel, den r Fyrit 61 undtt⸗ prerhel a neben 0 bertobe 8751ʃʃ6 ane 4 eine Person genannter Stadt gerichtet hat: „Logronno, 2. November 1868. Lieber Freund, meinen Dank für Ihre freundschaftlichen Briefe vom 28. und 30. vorigen Monats, welche ich soeben mit der Nummer der„Andalucia“ erhalten habe, deren Redactoren ich tausendfältig danke für die Reflexionen, die sie mir widmen. Ich freue mich zugleich zu sehen, daß meine Haltung unter den jetzigen Umständen so gute Aufnahme gefunden hat, und ich werde nicht müde werden, die vollständigste Einheit zu predigen unter allen Denen, welche sich Liberale nennen. Sind die constituirenden Cortes erst sobald als möglich ver⸗ sammelt, so werden sie in voller Ausübung ihrer Souveränetät das Fundamentalgesetz schaffen, das wir zu achten und zu vertheidigen haben. — Die liberalen Journale besprechen die An⸗ erkennung der provisorischen Regierung Seitens Dänemarks und machen darauf aufmerksam, daß ein freundliches Einvernehmen mit diesem numerisch zwar unbedeutenden, durch die Intelligenz und Betriebsamkeit seiner Bewohner jedoch hervor⸗ ragenden Staate für den spanischen Handel nicht unwesentlich sei. Eine Depesche aus Havana lautet: Man- zanillo hat ein Manisest an die Insurgenten er- lassen, wonach er denselben eine Frist von 8 Tagen Bedenkzeit zur Unterwerfung gestattet. Italien Aus Rom wird gemeldet:„Der Papst hat seinen Leibarzt, Dr. Viale, Fuad Pascha zur Verfügung gestellt, welcher, als er fühlte, daß während seiner Reise von Neapel nach Pisa sein Zustand sich verschlimmerte, in Rom geblieben und im Hotel de Rome abgestiegen ist. Herr Viale hat mehrere einheimische und fremde Aerzte zugezogen. Der Zustand des Kranken ist bedenklich. — Dem Vernehmen nach beabsichtigt der Papst die Wiederherstellung hierarchischer Insti⸗ tutionen in Schottland und die Ernennung zweier britischen Cardinäle. Wie es heißt, seien die Bischöfe Manning und Ulathorne für diese Wurde ausersehen. Zum Primas von Schottland soll Batterson in Glasgow bestimmt sein. Nußland. Petersburg. Zur Com- plettirung der Armee und der Flotte ordnet ein utas des Kaisers eine Rekrutenaushe bung im ganzen Reiche von vier vom Tausend an. Amerika Newpork. General Grant ist nach Washington zurückgekehrt. Seine An⸗ hänger in der Hauptstadt beabsichtigen, ihm einen öffentlichen Empfang zu veranstalten, dieß lehnte der General indessen aufs Entschiedenste ab. — Wie verlautet, werden hier und in New⸗ orleans Flibustier⸗Expeditionen für Cuba organißrt. Bis jetzt hat die Unions regierung noch keine offizielle Kenntniß von den Urhebern der Be⸗ wegung und ihren Planen. Frankfurt. Das reisende Publikum wird mit Be⸗ friedigung vernehmen, daß in dem hiesigen Main⸗Nekar⸗ Bahnhofe einem sehr fühlbaren, öfters besprochenen Mangel in der Kürze abgeholfen sein wird, nämlich durch die ihrer Vollendung nahe Vergrößerung des Wartesaales mit einer geschmackvoll eingerichteten Restauration, welche dem⸗ nächst eröffnet werden soll.— In der hiesigen Münze werden 1869 auf Anordnung der Regierung geschlagen: 100,000 Doppeltthaler⸗, 3,670,000 Einthalerstücke 120,000 Fünsgroschenstücke 80,000 Thaler in 2½ Groschenstücke, 180,00 Stück Silbertzroschen und 600, Stück Sechs⸗ pfennigstück. a Wiesbaden. Der„Rh. Kur.“ registrirt abermals einen Selbstmord, der Allem Anschein nach mit Spielver⸗ lusten zusammenhängt. Das Blatt schreibt:„In der gestrigen Nacht hat sich ein Fremder zwischen dem Kur⸗ saal und der Dietenmühle an einem Aepfelbaume erhenlt. Wer der Unglückliche ist, konnte bis jetzt noch nicht er⸗ ein aufgerolltes Ellenmaß und jene Punctirkarten, wie sie an den Spielbanken gebräuchlich sind. In Eichstädt in Bayern haben seit der Säculari⸗ sation die Nonnen eines damals aufgehobenen Klosters in einem Privathause nach ihrer Ordensregel und von der ihnen ausgeworsenen Penstion fortgelebt. Dieser Tage ist die letzte von ihnen, 100 Jahre 8 Monate alt, ge— storben, und es gibt jetzt in Bayern leine Nonnen mehr, als die der Krankenpflege, dem Schulunterricht oder der weiblichen Erziehung überhaupt sich widmen. Aus Ostpreußen. Am 4. und 5. d. M. fand vor dem Schwurgerichte zu Memel die gerichtliche Ver— handlung gegen den Mörder des Kreisrichters Labes statt. Dieser hatte, wie seiner Zeit gemeldet, ale interi⸗ mistischer Staatsanwalt, die Frau des Mörders, eines Arbeiters Stolzkowins, wegen mehrfacher Diebstähle ver—⸗ haften lassen. In seinem Amtslocale wurde er von dem Letztern am 27. Mai um Freilassung der Frau angegangen und auf seine Weigerung mit einem Masser tödtlich ver- wundet. Die Geschwornen nahmen in ihrem Verdikt nicht den Thalbestand einer schweren Körperverletzung mit tödt⸗ lichem Ausgange, sondern die Absicht des Meuchelmordes an und der Gerichtsbof verurtheilte den Argeklagten zum Tode. O Auswanderung nach Chile. Im südlichen Südamerika, an der Küste des stillen Oceans, liegt ein Strich Landes, beiläufig halb so groß wie Deutschland und doch nur erst von gegen 2 Mill. Menschen bewohnt. Es ist Chile. Obgleich dieses Land seiner geographischen Lage nach ein Klima haben müßte gleich den Gestaden des Mittelmeeres, so ist die Temperatur daselbst, da das südliche Polarmeer seine Eismassen weit gegen das Festland herauf vorschiebt, an der Küste von Chile verbreitet, bei weitem niedriger und sehr angenehm. Wenn wir nun noch sagen, daß Chile, der Garten Südamerika's genannt, im Ganzen durchaus fruchtbar ist, daß der Waizen 40 fach ausgibt, daß alle unsere Getreidearten, unsere Kartoffeln und unser Obst sehr gut gedeihen und ein vor⸗ trefflicher Wein daselbst wächst, daß das Innere der Erde große Schätze von Silber, Gold, Kupfer, Eisen und Steinkoblen birgt, deren Hebung den Handel beleben und den Wohlstand vermehren, und daß überdies die politischen Zustände Chili's, obgleich in diesem Punkte den südamerikanischen Republiken sonst nicht viel zu trauen ist, leidlich gut geregelt sind; so läßt sich daraus entnehmen, daß dieser Fleck Erde für junge, kräftige und unternehmende Leute als Ziel einer Auswanderung so übel nicht gewählt wäre. Unter diesen Umständen ist eine Aufforderung der chilenischen Regierung zur Einwanderung nach dem Süden von Chile, wo das Klima besonders milde ist und der Boden einen tüchtigen Anbau reichlich lohnen würde, verlockend genug. Es scheint dabei hauptsächlich auf Deutsche abgesehen, denen man durch Vermittelung eines Hamburger Handlungshauses freie Ueberfabrt und die unent⸗ geltliche Ueberlassung von Grund und Boden verspricht. Es ist kein Grund vorhanden, in die Aufrichtigkeit dieser Versprechungen besondere Zweifel zu setzen, und doch hat die Sache ihre Kehrseite, worauf aufmerksam zu machen Pflicht der Presse ist. Es verhält sich damit so: Als die Spanier vor nunmehr über 300 Jahren von Peru und Bolivia nach Süden vor- dringend sich auch Chile's bemächtigten, wußte ein besonders kriegerischer und tapferer Indianer⸗ stamm im Süden des Landes seine Unabhängig⸗ keit zu bewahren, die er auch heute noch besitzt. Es ist dies der Stamm der Araukaner. Bald steht er in Bundesgenossenschaft mit Chile, bald ist das Verhältniß zu ihm ein gespanntes, immer mittelt werden. Er war gut gekleidet, führte in ber Tasche aber bleibt derselbe ein unliebsamer, lästiger Nach- und eine nach Norden hinzie⸗ darin, was nicht jeder wirkliche Christ mit gutem Ge⸗ hende Meeresströmung noch besonders Kühlung bar, den man sich gern vom Leibe schaffen möchte. Neuerdings scheinen Anstrengungen der Art von Erfolg gewesen und die Araukaner zurückgedrängt worden zu sein. In diese von den Indianern ver⸗ lassenen Gegenden wünscht man tüchtige deutsche Colonisten zur Bebauung schöner Landstriche und als— Schutzwall gegen indianische Ueberfälle. Wer nun die Nachbarschaft heißblütiger, krie— gerischer Indianer, die den Fremdling als Ein⸗ dringling in ihre Jahrhunderte hindurch innegehabten Gebiete wohl schwerlich willkommen heißen werden, für seine und seiner Familie Sicherheit nicht fürchtet, der ziehe hin und schlage dort seine Hütte auf. Nur lasse man sich nicht trügen durch den Gedanken:„Wenn ich nur einmal im Lande bin, das Uebrige wird sich schon finden.“ Sich aus den Fesseln eines derartigen Vertragsver⸗ hältnisses herauszuwinden, hat seine großen Schwierigkeiten; schon Mancher ist darüber elendig⸗ lich zu Grunde gegangen. Noch ein Artheil über den Lahrer Hinkenden Joten. Dresden, 27. September 1868. 2806 Geehrter Herr! Was Ihren Illustrirten Familienkalender betrifft, so glaube ich nicht, daß ein ähnlicher, ebenso reich ausgestattet und so tüchtig an Inhalt, in Deuischland zu dem Preis cxistirt, und seine große Auflage wundert mich deshalb gar nicht. Dabei kann man ihn getrost jeder Familie iu die Hand geben, und daß sich einzelne Mucker, latholische oder prolestantische, darüber entrüstet gezeigt haben, ge⸗ reicht dem kleinen Buch nur zur Ehre. Es steht Nichts wissen vertreten kann. Die Mißbräuche der Religion zu geißeln, ist jedes braven Mannes Pflicht, denn nur eadurch kann man mithelfen, sie zu beseitigen. Mit freundlichsten Grüßen Ihr ergebenster Fr. Gerstäcker. „, Der Welthandel. Illustrirte Monats⸗ beste für Handel und Industrie, Länder⸗ und Völkerkunde. Im Verlage von Julius Maier in Stuttgart, demselben Verlage, in welchem das größt angelegte und bedeutendste handelswissenschaftliche Werk, die „Bibliothek der gesammten Handelswissenschaften“ heraus⸗ gegeben wird und demnächst seinem Abschluß entgegen geht, erscheint unter obigem Titel eine neue Zeitschrift, an welcher siy die bedeutendsten Männer von Fach und eine Reihe der tüchtigsten litcrarischen Kräfte betheiligen. Außer Förderung der Fachwissenschaften dient diese Zeitschrift genugreicher, belebrender Unterhaltung für die kauf⸗ männischen, industriellen und gewerblichen Kreise und deren Familien. Mit Holzschnitten schoͤn ausgestattet bringt die Zeit⸗ schrift schon im ersten Hefte eine sehr werthvolle„Verkehrs⸗ karte von Deutschland“ mit allen für den Verkehr nöthigen Details als Gratis beilage. Die Zeitschrift empfiehlt sich von selbst allen oben genannten Kreisen und hat sich dieselbe schon seit dem kurzen Bestehen einen ausgedehnten Leserkreis geschaffen. Wer Musik liebt, den machen wir ganz desonders auf die Firma J. H. Heller in Bern aufmerksam, welche Spielwerke und Spieldosen, sowie die verschiedenartigsten Gegenstände mit Musik(letztere fast ausschließlich eigene Erfindung) in der größten Mannigfaltigkeit liefert. Wenn man die auf's reichhaltigste ausgestatteten Magazine besichtigt und eine Produktion der größern Werke anhört, wie zum Beispiel die großen Orchestrions und die electrischen Klaviere, deren Spiel, sowie das Sprühen der elektrischen Flammen, an's Unglaubliche grenzt, wird man unwillkürlich von dem Wunsche beseelt, evenfalls ein solches Werk zu besitzen. „Der Wein erfreut des Menschen Herz“ aber die Spielwerke von J. H. Heller nicht minder. Liebhabern der Mufit können wir dieselben um so mehr empfehlen, da der Ruf der Heller'schen Spielwerke sich nicht nur über ganz Europa, sonderu bis in die ferusten Gegenden jen⸗ seits der Meere erstreckt, rathen aber zu direktem Bezug, da, wie wir vernommen haben, durch sogenannte Ver⸗ mitiler vielsach unechte Werke untergeschoben werden. Wer daher seinen lieben Verwandten und Freunden oder sich selbst eine Weihnachtsfreude machen will, wende sich direkt an J. H. Heller in Bern. Oeffentliche Aufforderung. 2757 Nachdem die Heinrich Preußer e Cypeleute in Friedberg unterm 10. Sept. l. J. mit ihren gerichts⸗ bekannten Gläubigern ein Arrangement abgeschlossen paben, dessen näheren Beffimmungeg durch Acteneinsicht ersehen werden können, werden eiwaige unbekannte Gläu piger aufgefordert, so gewiß innerhalb 14 Tagen Einwen⸗ dungen gegen dieses Arrangement vorzubringen, als sonst dasselbe— unter Nichtberücfichtigung ibrer Forderungen — bestätigt werden wird. Frledberg den 3. November 1868. Groß berzogliches Landgericht Friedberg Reltz, Pofmann, Landrichter. Landgerichts Assessor. Güter ⸗ Verpachtung. 2794 Freitag den 20. November d. J., Vormittags 11 Ubr, soll in hiefigem Rathhause das Petritag 1869 lelhfällig werdende Gut des Augufiner⸗ und Barfüßer⸗ Schulkonds in der Gemarkung Södel, bestehend aus 24 Morgen, 3 Viertel, 30 Klaster Ackerland, auf weitere zwölf Jahre öffentlich meifbietend verpachtet werden. Friedberg den 13. November 1868. Großherzogliche Bürgermetsteret Frtedberg ou e a x. 2802 In Nauheim und Friedberg gibt in fremden Sprachen Unterricht für höhere Schulen, sowle deren Schülern Nachhülfe. 5 1 0 Niederhöfer. Steinkohlen, 2128 nur Stücke, dester Qualität, per Waggon 200 Centner zu 88 fl. Kleinere Quantitäten in meinem Magazin an der Bahn à Centner 30 ke, empfiehlt Bad Naubeim. Jacob Schimpf. 10- 12 möhlirte Zimmer 2811 für einzelne Peisonen und eine Wohnung von dret möblirten Zimmern werden zu mielben gesucht. Näheres bei P. Döll. Win, e J 88 9 ..] Hotel zu den drei Schwertern. 2814 Samstag den 21. d. Mts. Großes Coneert, ausgeführt von der ganzen Kapelle des 84 1 Aufang präcis 7½ Uhr.— Entrée: für Herren 12 kr., für Damen 9 kr.— Man bittet vor 10 Uhr im Saale nicht zu rauchen. Christian J. Heß, Kappen und Stiefelschaftenlager, Friedberg 2804 empfiehlt sein reichhaltiges Lager von Stiefelstulßpen, Herren, und Kindermützen, Pelzmützen nach neuester Fagon. Uniforms-Kappen für Militär- und Civilbeamte werden nach Maaß angefertigt. 1 Reparaturen an Pelzwaaren werden nach Angabe gefertigt, sowie Arbeiten auf der Maschine schnellstens besorgt. NB. Zugleich mache ich ein geehrtes Publikum aufmerksam, daß ich das frühere Logis des Herrn Hof-Kappenmacher Franck bezogen habe. Hofapotheke zum Mohren. i Friedberg. 2808 Für kommende Saison Feinste Portwein: Rum⸗ 8 i Arac⸗ sowie die feinsten Spirituosen, als: Aechten Jamaica Rum, 1 Batavia Arac biligst bei Wilh. Sturmfels. General- Agenten-Gesuch. 2809 Ein concessionirter Bremer Schiffsexpedient, welcher mit den Dampfschiffen des Norddeutschen Lloyd, sowie mit dreimastigen Packetsegelschiffen Passagiere nach den verschiedenen Häfen der Vereinigten Staaten Nordamerikas befördert, sucht unter günstigen Bedingungen einen General- Agenten fürs Großherzogthum Hessen. Offerten unter Beifügung von Referenzen nimmt die Expedition dieses Blattes unter Lit. C. K. entgegen. Realcredit-Vanlkgeschä Punsch⸗Essenz, 2421 Kapitalsuchende, sowie Solche, welche Kapitalien auf sichere Hypotheken auszuleihen z wünschen, wollen sich wenden an 1 Darmstadt, Rheinstraße 26. W. Neuling, Hofgerichtsadvokat. Uachstehende Kalender Wohnungsneränderung. pro 1869 2805 Meine Wohnung befindet sich nunmehr sind bei Bindernagel& Schimpff in Breite Straße Nr. 21 F rie dber 9 zu haben 5 vis-à-vis dem deutschen Haus, Spin astubbe„.. 45 fr. G. J. R ö m mi ch, Trewendt's Volfskalender, Kürschner und Kappenmacher. Steffens 7, NB. Reparaturen an Pelzwaaren, sowie auch schrift⸗ Nieritz's 5 3 36„ liche Arbeiten werden prompt besorgt. Payne's Miniaturalmanach. 27„ Versteigerung. „2803 Donnerstag den 19. d. M., Morgens 9 Ubr, läßt der Unterzelchnete nachstehende Gegenstände einer stempelt) 1 öffentlichen 5 aussetzen: 11 a0 Kartoffeln, 72 2 Wagen, Pflug, eiserne Egyen, Fässer und Bütten. He ssischer Hausfreund,, e den 14. November 1868. Gustav⸗Adolph⸗Kal enden 8„ Andreas Wolf J. 4— 6 Familienkalender(mit Loos) 2 18 Janke's Volkskalender.. 18 Lahrer Hinkender Bote 15 Loos, ge Hessischer Landkalender. 1 .„ Cdurchsch f Wandkalender in e zu ver⸗ Eine Wohnung schiedenen Preisen. 2813 gleicher Erde ist an eine kleine Haushaltung zu — vermiethen. Näheres bet der Exped. d. Bl. Winterhandschuhe Eine Parthie Mist 1194 in schöner 28.. zu billigen Preisen bei 2812 hat zu verkaufen K. Friedrich neben der Poft. K. Sommer. Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg N ist vorrätbig: Die christliche Wahrheit und die Stellung des Pfarrers. Ein Wort der Aufklärung in dem Streit über die Schrift von Mitzentus. Von H. Kritzler, ev. Pfarrer. Preis: 10 kr. Schleietmachetfeiet. 2808 Zur Erinnerung an Schletermachers hundert⸗ jährigen Geburtstag wird Mittwoch den 25. Nov. im Festsgale des Predigerseminars eine academische Feier stattfinden, zu welcher die Verehrer des großen Mannes hierdurch eingeladen werden. Anfang präcis 11 Uhr Morgens. Großherzogliche 1 des evang. Predigerseminars Dr. Ssch wean be 2552 Alle Sorten Itlick-& Terneaurwolle in großer Auswahl bei M. Volk. Oeffentliche Aufforderung. 2807 Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen über das Vermögen des wegen Verschwendung unter Curatel gestellten Großherzoglichen Kammer- Junkers Freiherrn Gustav Löw von und zu Steinfurth den förmlichen Concurs erkannt hat, werden dessen sämmtliche bekannte und unbekannte Gläubiger dazu aufgefordert, ihre Forderungen und Ansprüche jeder Axt, bet Vermeidung des stillschweigend erfolgenden Aus⸗ schlusses von der Masse, im Termene Freitag den 5. Februar k. J., Morgens 9 Uhr, dahter anzumelden und zu begründen. Zugleich soll im nämlichen Termine die Güte ver⸗ sucht, in deren Entstebung aber ein Gläubiger ⸗Ausschuß gewählt und ein Masse-Curator bestellt und sollen Be⸗ flimmungen über die Richtigkeit der angemeldet werdenden Forderungen und Ansprüche, sowie weden Versilberung und Vertheilung der Masse getroffen und sollen die in den angezogenen Richtangen von der Mehrheit der erscheinenden und gehörig auftretenden Gläubiger gefaßt werdenden Beschlüsse auch sie die ausbleibenden oder ungenügend vertretenen als bindend angesehen werden. Nauheim am 11. November 1868. Großberzogliches Landgericht Nauheim. a Suppes, Landgerichts ⸗Assessor. Der Lahrer Hinkende Bote für 1869 (Auflage ea./ Million, 2774 ist erschienen und bei allen Buchhändlern und Buchbindern vorräthig. Preis 11 kr. Bindernagel& Schimpff in Haupt Agentur: Friedberg. Todesanzeige und Panksagung. 2810 Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir hiermit die traurige Anzeige, daß es dem Allmächtigen gefallen unsern innigfigeliebten Gatten, Vater und Schwiegersohn 1 Georg Be nach langem schweren Leiden am 14. d. M., Morgens 1 Uhr, in seinem 38. Lebensjahre in ein besseres Jenscits abzurufen. 5 Zugleich sagen wir allen Denen, welche uns während seiner Krankheit so hülfreich zur Seite standen, sowie allen Denen, welche den Ver⸗ blichenen zu seiner letzten Rahestätte geleiteten, unsern tiefgefühlten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen Kirchen buchsansZüge. Evangelische Gemeinde. Getauft e: 8. November. Dem Ortsbürger zu Schwalbeim und Ziegelarbeiter dahier Karl Frank eine Tochter Marie Margarethe, geb. den 24. October. 8. Nov. Oem Bürgßer zu Butzbach und Bäckermeister dahter Ernst Tischert ein Sohn Wilhelm Anton Jakob, geb. den 1. October. Beerdigte: 12. Nov. Anna Julie Stamm, Töchterchen des hies. Bürgers und Kaufmanns Franz Stamm, 1 Jahr und 1 Tag alt, get. den 12. Nov. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. ple Beff Bette Bettef bunden Das 1 vom 3 betreffe lungen gebühre der ang wir jen nunmel Große s wedel⸗ Art zu im Un schafft durcha Kinder lande welche schaffe oder Diese keit de den V unerla 5 zur M neten Flege — 8 der S Güllig 0 bezirke Schlaf kreten. tages A 5. der 8 . dis!