igner. . lctrigt Lon d. Fl. 1868. Samstag den 17. October. M 123. Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. criedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienfsag, Donnerstag und Samste — Amtlicher Theil. Betreffend: Das Matbildenflift, hler die Vertheilung der sür Induflrleschulen verwilligten Summen. Friedberg am 12. October 1868. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, in welchen sich Industrieschulen befinden. Die Generalversammlung des Mathildenstifts des Kreises hat in ihrer Sitzung vom 27. August d. J. beschlossen, 1250 fl. für Industrieschulen dergestalt nach der Seelenzahl der betreffenden Ge— meinden zu vertheilen, daß an diejenigen Gemeinden, welche Industrie⸗ schulen haben, Auszahlung des ertragenden Antheils erfolgt, der Antheil der übrigen Gemeinden aber, die solche nicht haben, in den Kassen verbleiben und hiervon denjenigen Gemeinden, in deren Industrie— schulen Außerordentliches geleistet wird, außerdem auf Nachsuchen noch besondere Gratisicationen zu Theil werden sollen. F Assenbeim 25 fl. 42 kr.— Bauernbeim 7 fl. 22 kr.— Betenheim 12 fl. 7 ke. — Bönfladt 18 fl. 2 kr.— Berchenbrücken 17 fl. 45 kr.— Dotheim 23 fl 12 kr. — Dorn⸗Assenheim 20 fl. 50 kr.— Fauerbach b. Fr. 16 fl. 19 kr.— Friedberg 149 fl. 10 kr.— Ilbenstadt 27 fl. 32 kr.— Melbach 15 fl. 3 kr.— Rieder ⸗ Florftadt 39 fl. 22 kr.— Niedter⸗Mörlen 24 fl. 4 kr.— Nieder Rosbach 16 fl 2 kr. — Nieder⸗Wöllstadt 31 fl. 41 kr.— Ober- Florstadt 7 fl. 24 kr.— Ober⸗ Mörlen 39 fl. 6 kr.— Ober⸗Rosdach 38 fl. 52 kr.— Oder Wöllfladt 25 fl. 32 kr.— Ockftadt 33 fl. 58 kr.— Ossenbelm 9 fl. 24 kr.— Reichelsheim 26 fl. 13 kr.— Bei dieser Vertheilung erträgt es Ihren Gemeinden die in nach⸗ stehendem Abdruck bemerkten Beträge, welche Sie dem Gemeindeein⸗ nehmer unter Ord.⸗Nr. 44 des Voranschlags in Einnahme decretiren und controliren lassen wollen. Die Verwendung erfolgt nach Maßgabe unserer Verfügung vom 26. Februar 1855 an die Schulvorstände(Intelligenz⸗Blatt Nr. 17 von 1855). Trapp. rere Södel 19 fl. 38 kr.— Weckesbeim 12 fl. 48 kr.— Wobybach 19 fl. 32 kr. Butzbach 80 fl. 34 kr.— Fauerbach v. d. H. 17 fl. 58 kr.— Gambach 43 fl. 24 kr. Griedel 24 fl. 48 kr.— Hoch⸗Weisel 21 fl. 10 kr.— Kirch-Göns 19 fl. 58 kr. Langenhan 16 fl. 56 kr.— Maibach 7 fl. 16 kr.— Münster 9 fl. 32 kr. Münzenberg 29 fl. 2 kr.— Nieder ⸗Weisel 41 fl. 40 kr.— Oppershosen 19 42 kr.— Ostheim 15 fl. 10 kr.— Pobl⸗Göns 15 fl. 56 kr— Rockenberg 39 58 kr.— Steinfurth 29 fl. 48 kr.— Trais-⸗Münzeuberg 7 fl. 37 fr. — a Betreffend: Das Mathildenstift, bier die Vertheilung der für Industrieschulen für 1868 verwilligten Summen. Friedberg am 12. October 1868. Dasselbe an die Schulvorstände derjenigen Gemeinden, welche Industrieschulen errichtet haben. Indem wir Ihnen von vorstehender Verfügung an die betr. Großherzoglichen Bürgermeistereien Kenntniß geben, verweisen wir bezüglich der Verwendung der verwilligten Beträge auf unsere Verfügung vom 26. Febr. 1855, Int. Bl. Nr. 17, und sehen am 1. Juli k. J. Ihren Berichten wie vocgeschrieben entgegen. Trapp. Oeffentliche Nachricht. Das nachstehende Verzeichniß der für 1868 eingegangenen Waisenhausbüchsengelder bringen wir zur öffentlichen Kenntniß. Friedberg am 16. October 1868. Berz e Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. i chu i ß über die vom 1. September 1887 bis dahin 1868 in dem Büreau Großberzoglichen Kreisamis Friedberg, sowle in den Semeinden des Kreises Friedberg eingegantzenen freiwilligen milden Gaden für arme Walsen. 1) Am Kreisamt eingesammelt 11 fl. 17 kr.— 2) Assenbeim 1 fl 13¼ kr. — 3) Bauernheim 15 kr.— 4) Bepenheim 1 fl. 8 kr.— 5) Bodentod 12 kr. — 6) Bönstadt 1 fl. 35 kr.— 7) Btruchenbrücken 1 fl. 46½ kr.— 8) Butzbach 10 fl. 39 kr.— 9) Dorpeim 3 fl. 45 kr.— 10) Dorn Assenheim 46 kr.— 11) Fauerbach v. d. P. 1 fl. 16 kr.— 12) Fauerbach d. Fr. 1 fl. 19 kt.— 13) Friedberg 16 fl.— 14) Gambach 3 fl. 5 kr.— 15) Griedel 30 kr.— 10) Hausen 1 fl. 29 kr.— 17) Hoch- Weisel 1 fl.— 18) Jibenstadt 2 fl. 41 kr.— 100 Kirch- Gens 1 fl. 52 kr.— 70) Langenbain mit Ziegenberg 30 ke.— 21) Maibach 25 kr.— 22) Melbach 20½ kr.— 23) Münzenderg 35 kr.— 24) Naubeim 4 fl. 39 er.— 25) Nieder⸗Florftadt 2 fl. 4 kr.— 26) Nieder⸗Mörlen 2 fl. 33 kr.— 27) Nieder⸗Rosbach 2 fl. 11 kr.— 28) Nieder ⸗Weisel 1 fl.— 29) Nieder ⸗Wöllstadt 3 fl. 26 kr.— 30) Ober-⸗Florfladt 34 kr.— 31) Oder⸗Wörlen 2 fl. 45 kr.— 32) Oder⸗Kosbach 2 fl. 39 kr.— 33) Ober⸗Wöufladt 2 fl. 54 kr. — 34) Ockfladt 2 fl. 11½½ kr.— 35) Oppershofen 1 fl.— 36) Ossenhelm 283½ kr. — 37) Osittim 26 kr.— 38) Pobl- Göns 42 kr.— 39) Reichelsheim 4 fl.— 40) Kockenderg 3 fl. 25 kr.— 41) Rödgen 2 fl. 45 kr.— 42) Södel 2 fl. 40½ kr. — 43) Schwalbeim 12 kr.— 44) Staden 20 kr.— 45) Steinfurt 8 fl. 38 kr. — 46) Weckesbeim 53 kr.— 47) Wickstadt 1 fl. 24 kr.— 48) Wisselsbeim 48 kr. — 49) Wölfersheim 35 kr.— 50) Wobnbach 36 ¼ kr.— Zusammen 119 fl. 28½½ kr. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 54 enthält: I. Verordnung, die Erhebung der lechnischen Schule zu Darmstadt zu einer polytechnischen Schule betr. II. Bekannimachung Großh. Ministeriums der Finanzen, den Anschluß der Großherzegthümer Meck'enburg⸗Schwerin und Mecklenburg⸗Strelitz, der freien Stadt Lübeck, sowie mehrerer Preußischer Exclaven und des Lauenburgischen Lehnguts Suüntenburg an den Zollverein beir. III. Betanntmachung Gr. Ministeriums der Finanzen, die neue Organisation der Oberförstereien Noßdorf und Dieburg, Forsis Reinheim, Nieder⸗Ramstadt, Forsts Jugen⸗ heim, und Messel, Forsts Daemstadt, betr. IV. Diens nachrichten. Am 16. Sept. wurde dem Pfartverwaller Johann Kumpf die katholische Pfarrstelle zu Horchheim übertragen;— am 2. Oct. wurde dem Heinrich Fatum aus Lindenstruth das Patent als Geometer der drüten Klasse für den Kreis Grünberg— und am 6. Oct. dem Geometer zweiter Klasse Adam Mayer aus Nierstein das Patent als Geometer der ersten Klasse für den Kreis Oppenheim ertheilt.. V. Concurrenz für: die evangelische Pfarrstelle zu Dolgesheim mit einem Gehalle von 633 fl. 25 kr;— die evangelische Schulstelle zu Stumpertenrod mit einem Gehalte von 300 fl. 52 kr.;— die Districtscinnehmerei Richen, wofür eine Dienstcaulion von 3000 fl. erfordert wird; concurrenzfähige Bewerber haben sich binnen 14 Tagen anzumelden. „Friedberg. Unter der evang. Geistlich⸗ keit des Großherzogthums eirculirt nachstehende Adresse, welche den in der Mitzenius'schen An⸗ gelegenheit erlassenen zustimmenden Kundgebungen gegenüber eine Gegendemonstration bezweckt. Diese Adresse lautet: „Die unterzeichneten Geistlichen fühlen sich gedrungen, ihr schmerzliches Bedauern und ihren liesen Unwillen gegen die anläßlich der Enthüllung des Lutherdenkmals erschienene Schrift des Mitpredigers Mitzenius auszusprechen. Der⸗ selbe hat sich damit selbst außerhalb der christlichen Kirche gestellt; scheint aber bis jetzt noch nicht die Erkenntniß zu besitzen, daß es seine Pflicht ist, damit auch sein Amt in Kirche und Schule aufzugeben. Er hat in dieser Schrift — ganz zu geschweigen der Verdächtigungen, die er auf unsern Stand gehäuft hat— unserm hochgelobten Heiland und seiner Kirche die äußerste Schmach angethan. Wir dursten nicht zweifeln, daß unsere Behörde diese Schmach abwenden werde und haben daher seither ge— schwiegen. Da nun aber öffentlich in ausgedehntem Maße für den Verfasser dieser Schrift agitirt und diese Agitation auch in unsere Gemeinden hineingetragen wird, so halten wir es für unsere Pflicht: Großherzogliches Oberconsistorium um Schutz dieser Gemeinden und rasche Abwehr dieser Schmach ehr— erbletigst zu bitten.“(Folgen die Unterschriften.) Wie wir vernehmen, hat den Geistlichen des Deranats Friedbertz bereits eine Adresse in obigem Sinne zur Unterzeichnung vorgelegen, ohne daß dieselbe Unterschriften gefunden hätte. Ob jedoch die vorgelegte Adresse die obige gewesen, wissen wir nicht anzugeben. Preußen. Berlin. Die ofsficibsen Cor⸗ respondenzen versichern auf das Allerbeslimmteste, es sei ein Irrthum, wenn man meine, es werde dem Landtage eine Vorlage über die Sicherstellung der parlamentarischen Redefreiheit in Preußen gemacht. Graf Bismarck habe nie daran gedacht, im Reichztage ein derartiges Versprechen abzugeben; nur national- liberale Spitzfindigkeit habe seine Worte so deuten können. — Das Anwachsen der Auswanderung ist keine besonders erfreuliche Wahrnehmung. Ueber Hamburg sind in den ersten 9 Monaken dieses Jahres 39,135 Personen befördert worden, gegen 33,479 in demselben Zeitraume des vorigen Jabres. Es ist dies eine Zunahme von 3661 Personen oder um 10, Prozent. Aus Bremen liegen bis jetzt noch keine offiziellen Zahlen vor, doch ist mit Sicherheit anzunehmen, daß auch dort die Auswanderung zugenommen hat; auf leinen Fall hat sie so bedeutend abgenommen, daß die Steigerung in Hamburg dadurch würde aus— geglichen werden. — Die„Prov. Corresp.“ bestätigt, daß der 0 ö N Zusammentritt des Landtages am 4. November stattfinden wird. Dieser Mittheilung fügt genanntes Blatt die Bemerkung hinzu: die Staatsregierung erwarte, daß in Folge des fast frühesten ver⸗ fassungsmäßigen Termins zum Beginn der Session der Landtag den Staats haushaltsetat, welcher bei Eröffnung sofort vorgelegt werden wird, rechtzeitig feststellen werde. — In offiziösen Veröffentlichungen wurde viel Aufhebens davon gemacht, daß in den 15 Jahren, von 1852 bis 1866, in Preußen 989,364 Thlr. für Verbesserungen der Lehrerbesoldungen aus- gegeben wurden. Zum Leidwesen verstehen aber die Lehrer das Rechnen besser, als den Behörden lied ist; sie weisen in der„Nordd. Schulztg.“ nach, daß von dieser Summe 911,473 Thlr. von den Gemeinden, vom Staate aber nur 77,891 Thaler bezablt wurden, was, auf die 36,157 Lehrer und Lehrerinnen vertheilt, einer Jahres- aufbesserung jeder Stelle im Betrage von 4 Sgr. und 3 Pf. gleichkommt, während der Gesammt⸗ betrag der Besoldungsverbesserung für jeden Lehrer jährlich 1 Thlr. 24 Sgr. beträgt. Das Herz im Leibe kehrt sich um vor Entrüstung, wenn man gegenüber solcher Armselizkeiten an die Hun⸗ derte von Millionen denkt, die während gleicher Zeit dem Kriegsminister zur Verfügung gestellt wurden. Biedenkopf. In der Sitzung des Kreis- tages wurde einstimmig beschlossen, bei der Regie⸗ rung die Lostrennung des Kreises Biedenkopf vom Regierungsbezirk Wiesbaden und Zutheilung zum Regierungsbezirk Kassel zu beantragen. Sachseu. Dresden. Am 14. fand da⸗ hier ein Aufruhr der Dienstmänner der Altstadt statt, weil der Handarbeiter-Genossenschast die Concession verweigert wurde. Die von der Polizei Verhafteten wurden vom Volke immer wieder befreit. Nach Mitternacht erst gelang es der auf⸗ gebotenen Kavallerie, die Zusammenrottungen zu zerstreuen. Bayern. München, 12. Oct. Heute wurde in feierlicher Weise die städtische Handels ⸗ schule eröffnet. Ueberhaupt macht München manche anerkennenswerthe Anstrengungen, mit der Bildung seiner Bewohner vorwärts zu kommen. Es würden oder werden in diesem Jahr noch eröffnet: zwei Fröbel'sche Kindergärten, eine neubegründete Kunst⸗ sckule für Frauen und Mädchen, worin dieselben tüchtige Anleitung zum Zeichnen und Malen er⸗ balten, um sich selbst ihr Brod verdienen zu können, eine Kunstgewerksschule, ein Kursus für Turnlehrer, eine Industrieschale und eine poly⸗ technische Hochschule. Zu einem großen Schul⸗ haus wurde der Grundstein gelegt, ein anderes, ein wahrer Palast, ist in diesem Monat seiner Beflimmung über wiesen worden. — Am 15. October tritt in Petersburg eine europäische Commission zusammen, welche die ein⸗ zelnen Explosionsgeschosse zu prüfen und deren Zulässigkeit im Kriege festzustellen hat. Kempten. Die„Kemptener Zeitung“ er. zählt, daß mehrere Soldaten des in Kempten garnisonirenden 1. Jägerbatailions, die wegen wundgegangener Füße von den Aerzten des Ba⸗ taillons diensifrei erklärt wurden, von Seiten des Bataillons commandos wegen„unmänulicher und unsoldatischer Verweichlichung“ mit ein⸗ bis zwei⸗ tägigem Arrest, Kostentziehung, Einsperrung am Sonntag und Urlaubsverweigerung bestraft wurden. Baden Von Karlsruhe aus wird be⸗ richtet, daß i so viel man erfahren habe, die Revision der WMfer Uebereinkunft vom 22. August 1864 in Betreff der Verbesserung des Looses der Verwundeten im Kriege auf die Ausdehnung der betreffenden Bestimmungen auf die Marine beschränkt habe. Bemerkenswerth ist, daß Frankreich den Congreß nicht beschickt hat, weil dasselbe eher eine Beschränkung der enen gewünscht hätte, als eine noch weitere Ausdehnung derselben. Heidelberg. Bei den dahier stattgehabten Verhandlungen der Synode für die Diözese Heidelberg-Mannheim bildeten den Hauptgegen⸗ stand der Berathung die Anträge des Synodal⸗ ausschusses, die Einführung von Communalschulen betreffend. Kirchenrath Schenkel stellte folgenden Antrag, welcher mit 12 gegen 4 Stimmen an⸗ genommen wurde:„Die gemischte Schule steht mit den Principien des Protestantismus in Ein⸗ klang, wenn auch die Einführung derselben nicht als eine dringende Nothwendigkeit erscheint. Die- selbe ist wünschenswerth 1) darum, weil die Schule nach unseren Landesgesetzen überhaupt eine Staatsanstalt ist; 2) darum, weil sie die gemein⸗ schädliche methodisch betriebene Schärfung der confessionellen Gegensätze beseitigt, die gemischte Schule eine Pflanzstätte der Toleranz zu werden verspricht; 3) darum, weil der oberste Schul- zweck überhaupt kein confessioneller, sondern ein humaner ist.“ Mannheim. An 500 Bürger hatten sich am 14 d. im Saale des„grünen Hauses“ ver⸗ sammelt und sprachen sich einstimmig für Ver⸗ wandlung der hiesigen confessionellen Schulen in gemischte aus. Oesterreich. Wien. Der Liberalismus des Kaisers Franz Joseph I. scheint noch nicht bis zu dem Punkte gediehen zu sein, daß er sich entschließen könnte, dem Erzherzog Ernst zu ver⸗ zeihen, daß er sich mit einer„Person“(so sagt man in bocharistokratischen Kreisen) aus dem Bürgerstande verehelicht hat. Wie verlautet, wird der aus Oesterreich verbannte Erzherzog, welcher während des Sommers mit seiner Gemahlin die Villa Tivoli bei Luzern bewohnte, den nächsten Winter in Mailand zubringen. Die Armen der Stadt Luzern, denen die Erzherzogin viele Wohl thaten erwies, sollen dieselbe wie eine Heilige verehren. — In einer geheimen Sitzung der Stadt⸗ verordneten von Prag wurde nolificirt, daß die Funktionen der städtischen Polizei auf kaiserlichen Befehl der Staatspolizei übertragen worden sind. Bis jetzt hat keine neue Ruhestörung stattgefunden. — Am 12. d. erfolgte die feierliche Grund⸗ steinlegung zum Schubert⸗Denkmal im Wiener Stadtpark. Auch wurde die städtische Fortbil⸗ dungsanstalt für Volksschullehrer eröffnet. Der Gemeinderath Dr. Kolatschek bezeichnete als den Zweck der Anstalt:„Fortbildung durch Selbst⸗ bildung im Geiste der Freiheit“. — Der wegen angeblicher Mitschuld an der Ermordung des Kriegsministers Latour im Jahre 1848 iu contumaciam zum Tode durch den Strang verurtheilte Dr. Goldmark kehrte vor einigen Wochen aus Newyork nach Wien zurück, um seine Unschuld zu erweisen und seine Rehab'li⸗ tation zu verlangen. Der competente Gerichtshof hat nun, wie verlautet, beschlossen, die Wieder⸗ aufnahme des Prozesses wegen Mangels eines jeden strafbaren Thatbestandes einzustellen. Dr. Goldmark ist demnach sür schuldlos erklärt. Prag. Die widerhaarigen Tschecher wollen nach der Verkündigung der Ausnahmsmaßrege lu erst recht Scandal machen. Am 11. d. M. zogen gegen 4000 tschechische Proletarier auf die Kaiser⸗ wiese der Vorstadt Schmichov, um zu zeigen, daß man durch das Versammlungsverbot nicht ein ⸗ geschüchtert sei. Das anrückende Militär wurde mit Steinwürfen empfangen. Trotzdem gelang es der besonnenen Mäßigung des Commando's, die Menge zu zerstrtuen, ohne sonderlich von den Waffen Gebrauch zu machen. Schweiz Bern. Die Gaben für die unglücklichen Wasserbeschädigten haben einen er⸗ freulichen Anfang genommen. Der„Bund“ zählt bereits gegen 100,000 Fr. auf, die gesteuert sind. Gemeinden und Peivaten wetteifern in Opser⸗ willigkeit. So hat der Gemeinderath von Bern 2000 Fr. notirt, obgleich dort eine Hauskollekte vcranstaltet ist, die eine bedeutende Summe auf⸗ bringen wird. Ein Bürger von Zürich zeichnete 3000 Fr., das Haus Berger und Comp. in Witten 1000 Fr. Da die Sammlungen eben erst anfangen, sich zu organisiren, so kann man aus dem Vorstehenden auf den bedeutenden Erfolg schließen, den sie im Schweizerland haben werden. Trotzdem kann damit das Elend nicht getilgt werden; es ist zu groß, und darum sieht die Schweiz vertrauensvoll auch auf das benachbarte Möge man überall der namenlosen Deutschland. Noth gedenken, in der Tausende unserer Brüder sich befinden. Frankreich. Paris. Der„Gaulois“ glaubt zu wissen, daß Prim an den Peinzen Napoleon einen Brief gerichtet habe, der zur Mittheilung für den Kaiser bestimmt sei. Prim erkläre darin, die provisorische Regierung wünsche freundschafiliche Beziehungen mit Frankreich zu unterhalten. Dieselbe sei nicht voreingenommen für icgend einen Throncandidaten und werde sich bemühen, daß die Wahl auf einen Prinzen falle, welcher Europa im Allgemeinen, besonders aber Frankreich, genehm sei. — Die„Opinion nationale“ begleitet das Schreiben des Generals Prim an die Redaction des„Gaulois“ mit folgender Bemerkung:„Wir haben durchaus keine Einwendung zu machen gegen die Errichtung einer constitutionellen und liberalen Monarchie, wenn das der Wunsch der spanischen Nation ist; wir finden nur, daß General Prim sich etwas betitt, der souveränen Entschei⸗ dung der Cortes vorzugreifen, genau so, als ob er sie an der Spitze seines guten Schwertes von Toledo hielte. Bisher bestaad die Schwierigkeit darin, für diese constitutionelle Monarchie einen ernstlichen und annehmbaren Candidaten zu finden. Deßhalb auch erblickten eine gute Anzahl von Leuten keinen anderen Ausgang für die spanische Krisis, als die Errichtung der föderativen Republik. Aber es scheint, daß der Graf von Reus einen anderen in Vorschlag zu bringen hat.“ — Das„Evdnennent“ meldet, daß die Mar quise v. Castillejos(die Gemählin Prim's), welche in der letzten Zeit Paris bewohnte, Anstalten trisst, um nach Spanien zurückzukehren. — Der„Stecle“ meldet:„Eine gewisse An⸗ zahl von Demokraten des Nievre⸗ Departements, Herrn Ferdinand Gambon an ihrer Spitze, hat eine Sympathie und Beglückwünschungs⸗Adresse an die spanische Nation gerichtet.“ — Dem„Gaulois“ wird aus Madrid, 12 Oct., geschrieben:„Das Ereigniß des Tages ist der von der fortgeschrittensten Frattion der demokratischen Partei gefaßte Beschluß, die pro⸗ visorische Regierung zu unterstützen. — Das„Memorial diplomatique“ versichert, daß nächstens 30,000 Soldaten der franzö sischen Armee einen halbjährigen Urlaub erhalten und auch in der Marine analoge Neductionen stait⸗ finden sollen. Großbritannien. „Times“. Depesche aus Philadelphia vom 13. d. meldet, daß die Unionsregierung die Anerkennung der neuen spanischen Regierung durch den ameri⸗ kanischen Gesandten bestätigt. Ein Telegramm des„Standard“ sagt, die Junta von Sevilla habe den Grundstein zu einer protestantischen Kirche gelegt. Spauien. Madrid. Ein Dekret des Justizministers ordnet die Aufhebung des Jesuiten⸗ ordens auf der ganzen Halbinsel und den spanischen Inseln an; erklärt deren Güter für National⸗ eigenthum und bestimmt, daß ihre College und Einrichtungen binnen 3 Tagen geschlossen werden. — Die Junta schlägt der Regierung vor: Unterdrückung der religiösen, seit 1835 gegrün⸗ deten, Gemeinschaften, Aufhebung ihrer Privilegien, Berechtigung der Mitglieder anderer Corporationen in das bür zerliche Leben zurückzutreten. — Die Regierung bereitet ein Manifest vor, worin sie ihre Ansichten über die künftige Re⸗ gierung des Landes darlegen will und das sosort erscheinen wird. Portugal. Lissabon. Mehrere Blätter tadeln das portugiesische Ministerium und werfen ihm vor, es begünstige die iberische Union.(Ver⸗ einigung von Spanien und Portugal.) Die Blatter bringen eine, wie sie behaupken, in Spanien verfaßte Proklamation, worin die iberische Union unter dem König Ludwig befürwortet wird. Italien. Florenz. Man schreibt der „Gazzetta die Genova“ von hier, daß in den letzten Tagen in dortiger Stadt Plakate angeheftet worden sind, welche die Italiener auffordern, dem Beispiel der Spanier zu folgen. Die Wächter der öffentlichen Sicherheit haben sich dieses London. Eine hsotischt geuvern gouvern Cuba! unbetin die Au dens täglich Mord Männe und Ki und be Truppe content nicht? gute E jeht fi Indian Stamm 2— 0 Fr 1b. ö. vo don örei III. Summe wohl ge inen u deten 9 sind vo Of eins an ois range r ju ua uche L iu damen de sic N fall aber das deten 7 Vir agu c der dentral ischei⸗ alt oh t von erigkeit tigen finden. von zrische publil. tine W auist ice in lrift, e An- dente, bat drese rid, Lage u der no⸗ sichert, sischen und ian · Cint 13. d. Aung autri · rang evilla ischen det ulltz; lischen ienal t und r 501. i gits, nt vor, Re⸗ sosott latter ptrftn (Har- Dit wie früher meine Kunden zu bedienen. Manifestes bemächtigen wollen, was zu etwas Lärm Veranlassung gegeben hat. Es sind mehrere Personen verhaftet worden, unter welchen sich auch emigrirte Römer befinden sollen. Dkußland. Petersburg. Die deutsche „Pete sburger Zeitung“ wurde verwarnt, weil ibre Wemerkungen anläßlich der gegenwärtigen Ereign e jegliche Grenze der politischen Schick lichkeit nißachten, und wegen ihres beständigen Streben die russischen Zustände ungünstig dar- zustellen, eine Tendenz deren Kundgebung mit dem Erschein eines Blattes in Rußland unverträglich ist. An rika. Newyork. Der General- capitän Lersundi von Cuba hat eine Proklamation erlassen, worin er die provisorische Regierung Spaniens anerkennt. — Die Nachricht von der Anerkennung der pro— visorischen Regierung in Spanien durch den General- gouverneur von Cuba ist ungenau. Der General- gouverneur hat nur angezeigt, daß er beabsichtige, Cuba von einheimischen politischen Bewegungen unbeeinflußt zu halten und seine Bemühungen auf die Aufrechthaltung der Ordnung und des Frie- dens zu richten.— Der Indianerkrieg nimmt täglich eine bedenklichere Gestalt an. Raub und Mord sind in Kansas jetzt an der Tagesordnung; Männer werden zu Dutzenden sealpirt, Weiber und Kinder in der schrecklichsten Weise mißhandelt und verstümmelt. Dagegen sind der amerikanischen Truppen nur wenige, denn, in eine Abtheilung concentrirt, könnten sie auf diesen weiten Ebenen nichts ausrichten, und der Krieg verspricht eine gute Spanne Zeit anzudauern. Wie die Sachen jetzt stehen, läßt sich kaum eine Beendigung dieser Indianer- Angriffe vor Vertilgung des ganzen Stammes erwarten. Friedberg. Das Ergebniß der am 14., 15. und 16. d. vorgenommenen außerordentlich n Ergänzungswahl von drei Mitzliedern des Gemeinderaihs ist fel gendes: III. Classe. Von 381 Wahlberechtigten wurden 77 Stimmen abgegeben, von welchen Gerber Adam Stein⸗ häuser mii 61 Stimmen gewählt wurde. II. Classe. Zimmermann Jol. Bender mit 8 Summen. Von 114 Wählern waren 25 bei der Wahl erschienen. I. Classe. Gerber Baruch Orödel mit 11 Summen. Von 46 Berechtigten wäylien 25. Steinbach bei Gießen. Als Merkwürdigkeit darf wohl gelten, daß ein hiesiger Einwohner nächsten Sonntag cinen neunten Sohn tausen läßt. Von den neun Knaben, deren Reibenfolge durch keine Tochter unterbrochen ist, sind roch sieben am Leben. Offenbach. Auf Eingabe unseres landw. Lokalver⸗ eins an Gr. Ministerium,„die Abbaltung von Viebmärklen in Offenbach betreffend,“ wurde die Genehmigung zu 6871 derselven ertheilt und wird der erste schon Ende d. M. auf dem biesi en Neumarkt abgehalten. Darmstadt. Nach Angabe der„H. V.“ ist der Streit über die Richtung der Odenwaldbahn nächst Darm- stadt dahin entschteden worden, daß die Linie norböstlich der Stadt, die dortige Höhe und die Dieburger Straße vermittelst eines Vladuetes durchschneidend, geführt wird. Der Bahnhof dürfte theilweise an Stelle des bisherigen Bahnhofs der hessischen Ludwigsbahn, theilweise auf den freien Platz vor der Hofraiihe des Steinlohlenhändlers Schneider zu steben kommen. Darmstadt. Das Resultat des am 13. d. M. ab⸗ behaluenen ersten Viehmarktes war ein über alle Erwartung günstiges. Ee wurden nämlich: Ochsen. Kühe. Rind. Kälb. Schweine. Pferde. Eingestellt 18 282 21 38 43 11 Verkauft 17 279 21 38 48 4 5 Nichtverk. 1 3——— 0 Es blieben hiernach nur 11 Stück des aufgetriebenen Viches unverkauft, weßhalb auch der auf den 14. vorgesehene zwene Viehmarkt aussallen mußte. Auf Wunsch der Händler findet bereits am 3. November wieder ein Zucht⸗ und Fetleiebmarkt statt, der nach den genachten Zusagen noch viel bedeutender beiahren werden dürfte. Auch dem vielfach geäußerten Wunsch nach einer erleichterten Kontrolle dei der Ociroibezettelung wird Rechnung gehalten werden. Darmstadt. Bel großh. Cassationshofe kam dieser Tage ein RNechisstreit zur Verhandlung, welcher auch füt weiiere Kreise von Juteresse. Die Lebensversicherungs— Gesellschast„Germania“ in Sietin hat nämlich die Auezaylung der Versicherungssumme für einen erst kurze Zeit bei ihr versi cherten Mainzer Bürger um deßbhalb verweigert, weil dei der von dem Versicherten seiner Zen erfolgien Fragenbeantwortung Uurichlgkeiten staltgefunden haben sollen. Das Gericht unterschied hierbei jedoch, ob diese angeblichen Unrichtigkeiten wissentlich oder aus Un— lenntniß stanfanden, und ist ein dem enisprechender Be— weis auferteat worden. Darmstadt. Die Arbeiten an der Riedbahn und der Bensheim-Wormser Bahn schreiten rüstig voran: erstere soll mit dem 1. Januar, letztere mit dem 1. April des künftigen Jabres dercits befahren werden. Aus Herrieden, 12. Oct., schreibt man der„F. Z.“: Der kurze Vo: winter im nordöstlichen Europa ist wieder ver— schwunden, ein mit einem tiefen Lufithal verbundener Acquatorialstiom hat die dortige Temperatur wieder er⸗ höyt. Im mittleren und westlichen Europa hat sich der Himmel meist aufgehettert, nur im Süden wollen die Wolken noch immer nicht weichen, obwohl die Regengzüsse aufgehört haben. Im Allgemeinen ift das Luftmeer wieder ziemlich ruhig. Auch die Temp raturunterschiede sind wieder weit geringer. Rur der meist unter dem Mittel befindliche Luftdruck beeinträchtigt den Schluß auf die Foridauer des wieder eingetretenen schöueren Herbst wetters, das überall den sogenannten Alt-Weiker-Sommer hervorlockte. In Konstantinopel war vorgestern ein sich fünf Mal wiederbelendes Erdbeben. Nord-Amerika halte bei sehr tiejem Va ometerstand wieder mi dere Temperatur. „ Ein entsprungener Löwe. Am vergangenen Freiiag wurde die Stadt Nottingham durch das Ent⸗ weichen eines Löwen aus der dasellust sich aufhaltenden Menuagerie des Herrn Wyittington in nicht geringe Be⸗ stürzung versetzt. Menageriebude ertichtet war, producirte ber Löwe, ein aus⸗ gewachsener Puna, der allgemein für harmlos gehalten wurde, unter der Aussicht des afrikanischen Löwenjä ers Metant, seine Kunststücke, als das Thier plötzlich sein Augenmeck auf einen Hund richtete, den ein junger Bursche Auf einer Bühne, welche außerhalb ber in der Zuschauermenge an einer Leine führte. Der Löwe riß sich von seinem Führer los, sprang mit einem ge⸗ walligen Satze von der Bühne berab auf den Hund zu und riß ihn in Stücke. Die Menge zerstob mit Angstge⸗ schrei nach allen Richtungen, und der Löwe ersah sich dald einen anderen Hund, mit dem er ebenfalls kurzen Prozeß machte. Mit äuferster Anstrengung gelang es Melani, den König der Wüste wieder einzufangen, und sührte ihn, mit dem todten Hund im Rachen, nach der Menagerie zurück. Hier mußte die größte Gewalt ange⸗ wendet werden, um dem Löwen seine blutige Beute zu entreißen. Seltsamerweise kam der Bunsche, welcher den zuerst getödteten Hund führte, ganz unverletzt, und die Zuschauermenze mit dem bloßen Schrecken davon. „, Russische Ernte. In Bezug auf die dies⸗ jährige Ernte haben die von der Wolga durchschnittenen Gouvernements, besonders die an ihrem mittleren Laufe gelegenen, sowie die Küstengegenden des Asowschen Meeres eine ausgezeichnete Ernte gehabt, die große Quantitäten ven Geireide dem Export bietet. Die Central- und West⸗ Gouvernements sind weniger gut weggekommen, jene wegen zu großer Trockenheit, diese wegen zu starker Regen⸗ güsse. Die Odessaer und Nikolajewer Gegend haben nur eine halbe Ernte gehabt, die die Producenien wenig be⸗ sriedigt. Im Allgemeinen ist die öffentliche Ernährung gesichert, aber es werden wenig Vorräte übrig bleiben. Landwirthschaftliches. Rosenbäumchen müssen nicht im Frühling, sondern im Herbst versetzt werden, wenn man Freude an denselben erleben will. Da bei den Rosen die Vege⸗ tation sehr früh beginnt, so haben dieselben beim Aus⸗ heben im Frühling schon eine Masse zolllanger Faser⸗ wurzeln getrieben. Diese gehen aber bei nicht sebr sorg⸗ sätiger Behandlung meistentheils wieder zu Grunde. Kommt nun ein trockner Frühling und Sommer, so kräukeln die Bäumchen, bringen nur kümmerliche oder gar keine Blumen und sterben gar ost ganz ab. Versetzt man dagegen im Herbst und schlämmt die Bäumchen dabei recht ein, so wachsen sie im folgenden Frühung so freudig jost, als wenn sie gar nicht versetzt worden wären, und man ist des so lästigen Gießens den Sommer hindurch überhoben. 8. Jür die Abgebrannten in Laisa habe ich an Gaben weiter empfangen: aus der Gemeinde⸗ kasse in Melbach 10 flo, durch Herrn Pfarrer Decker in Hoch⸗Weisel gesammelt 29 fl. 30 kr., aus der Gemeinde⸗ kasse in Nieder⸗Weisel 15 fl., von Gemeindeeinnehmer Krausgrill daselbst 1 fl., aus der Gemeindekasse in Bruchen⸗ brücken 8 fl., in der Gemeinde Fauerbach v. d. H. gesammelt resp aus gelieferten Naturalien gelöst 52 fl., aus der Gemeindcekasse in Friedberg 25 fl. Außer den bereits abgelieferten 350 fl. sind weiler 175 fl. an das Hüljscomite abgegangen. Friedberg den 15. Otkober 1868. Tera pop, Regierungsrat. Militärhandschuhe von 36 kr. an, sowie Glacehandschuhe von 36 kr. an bis zu den besten Sorten empfiehlt in schöner Auswahl Fritz Hecht, 2494 vorm. E Bech feln. Nicht zu übersehen. 2545 Ich zeige bermit meinen geebrten Kunden und Bekannten an, daß ich mein Geschäft seit dem 1. Oct. nach Friedberg verlegt habe und federzeit bereit bin Gleichzeitig empfeble ich mich dem geehrten Publ kum in allen in mein Jach elr schlaßenden Artikeln. NB. Reisetaschen sowohl in Teppich ⸗ als in Ledertuch. Schul- und Geld⸗ taschen, sowie alle sonfligen Sorten Reiserfferten werden im Deta'l zum Eugrospreis abgegeben. Joseph Schönthal, Saler u. Tapezierer, Usagasse dei Irn. Schubmachermeister Zodel. 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Net % m t tiger Deuer⸗ 1 beni E 2 Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. n 123. 1 Oeffentliche Aufforderung. 2473 Nach mißlungenem Güteversuch ist über das Vermögen des Jakob Seipel II. in Oberdorfelden der förmliche Concurs erkannt worden. Es werden deshalb sämmtliche Gläubiger des Ge— nannten aufgefordert ihre Ansprüche den 27. October d. J., Vormittags 10 Ubr, bet unterzeichneter Gerichtofselle— Schloßstraße Nr. 26— mit dem erforderlichen Beweis verseben, anzumelden und zu begründen. Die Ausoleibenden werden von der Masse ausgeschlossen und mangelhafte Anmeldungen zurückgewiesen. Das Präclusio⸗Decret wird nur durch Anschlag im Gertchtslokal pudlieirt. Hanau am 1. October 1868. Königliches Amts ⸗(Jericht Abiheilung II. C ö st er. ydt. Stoerckel, K.⸗A. Mobiliar ⸗-Versteigerung. 2514 Nächsten Montag den 19. d. M., von Morgens 9 Ubr ab, werden in der Wohnung des Emplops L. Ty. Weckel, Marklplatz Nr. 259 dabier, Lbzugs balber öffentlich an den Meiflbletenden verstetgert: 1 vollständiges Bett, 1 Sopba, 1 Secretär, 1 großer Spiegel mit Goldrabme, 1 kleiner Spiegel, 6 Rohr- stühle 1 ovaler Tisch, 1 Kommode, 1 Kleiderschrank, 2 Waschtische, 1 Nachitisch, 1 Näbtisch, 1 Küchen⸗ schrank und verschiedene Haus- und Küchengeräthschaften. Nauheim am 14. Octoder 1868. Der Stadtschreiber Schutt. Verkauf einer Kalk- und Ziegelhütte in der Gemarkung Wölfersheim. 2519 Die Sr. Erlaucht dem Herrn Grafen Auguft Friedrich Reinbard zu Alt- veiningen⸗Westerdurg zu⸗ flebende, im besten Betrieb befindliche Ziegelhütte in der Gemarkung Wölferszeim soll nebst Grund uad Boden, sowie dem zugehörigen Inventar erblich als freies Eigen⸗ thum verkeuft werden. Diese Ziegelhünte nebst Gebäude ist in dem Grund- duch eingetragen, wie folgt: 1) Flur YI Nr. 413, Acker arf der Röthe 51 DO Klftr. 2) VI Xr. 413/½5, Acker daselbff 152„ „VI Nr. 414, Ziegelhütte daselbss 28„ Zur Vornahme der öffentlichen Verfleigerung dieser Obecte hat man Termin anberaumt auf Donnerstag den 5. November l. J., des Vormittags um 10 Übr, in dem Gemeindehaus zu Wölfersheim. Ole näberen, sebr günstig gestelten Bedi gungen werden im Termin eröffnet, können aber auch schon vorber dei dem Unterzeichneten, wie auch dei Herrn Ortsgerichte vorsteser Döringer zu Wölfersheim einge ⸗ sehen werden. Darmstadt den 12. October 1868. Aug st. Großb. Oberdomenen ⸗Registrator. Main- Weser- Bahn. 2539 Donnerssag am 22. October l. J. werden die Welden auf dem Babngelände an die Meistbtetenden iu einzelnen Loosen versieigert und zwar: 1) Vormittags 7 Uhr auf der Station Vilbel die in der Näbe des Bahnhofes und an der Niddabrücke bdesendlichen Welden. 2) Bormttiags 8 utr, in der Gemarkung Kloppen⸗ heim, an der Kloppenheim Dortelweller Grenze 37 n ur, ) Vormlitags, in der Gemarkung Nieder⸗ — zunächst der Otarbener Gemar kungs⸗ ) Vermittazs 10 ubr, an der Bruchenbrücken⸗ Jauerbacher Grmarkungs grenze. Gießen am 15. October 1868. Der Bahn Ingenieur Na h m. Bekanntmachung. 2543 Montag den 19. October l. J., Nachmittags 2 Uhr, werden in den städtischen Baumanlagen verschie⸗ dene abgängige Obsibäume öffenilsch meiftbietend ver⸗ deigert, und soll der Anfang nächst dem Ratbhaus. neppchen stattfinden. Friedberg den 16. O tober 1868. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg ein Jaselochs- Versteigerung. 2530 Mittwoch den 21. October l. J., Nachmittags um 1 Uhr, soll auf dem Bürgermeistetei⸗Burcau dahler ein der Gemeinde gehöriger, zum Schlachten geeigneter FJaselochse öffentlich versieigert werden. Ober-Mörlen am 14. October 1868. Großherzogliche. Ober⸗Mörlen . Großherzogliche Realschule zu Friedberg. 2512 Der Wiederbeginn des Unterrichts wird nun Dienstag den 20. October, 8 Uhr Morgens, im Saale des Rathhauses stattfinden. Friedberg den 14. October 1868. Großherzogliche Direction der Realschule zu Friedberg. Dr. Möller. 2464 Nachdem unsere Leihbibliothek sich nunmehr wieder hier in Friedberg befindet, laden wir zum Abonnement für das Wintersemester ein. Die Bibliothek ist bis auf die neusten Werke in deutscher, französischer und englischer Sprache ergänzt und werden wir bei weiteren Anschaf— fungen den Wünschen unserer Leser gerne Rechnung tragen. Bindernagel 8 Schimpff. kenten- und Lebens Versicherungs-Anstalt zu Darmstadt. 2529 Die Rentenversicherten dieser Anstalt werden hierdurch benachrichtigt, daß die Aus- zahlung der Jahresrenten für das Jahr 1868 in den Monaten November und December d. J. statifindet und die nachstehend bemerkten, auf eine volle Einlage kommenden Beträge entweder bei unserer Hauptkasse dahier, oder auswärts bei unseren betreffenden Herren Bevollmächtigten“) erboben werden können. ———ͤ———* In der Altersklasse In der l 1 5.. r 2 9 1 II III IV V VI VII III 1 Jahres gesellschaft. 5 ee N 1035 2 f. kr. Al. kr. LA. tr. I fl. fr. If. f. IH fr. HH IH A H..f fr. 1844 Rente. 610 6— 5438 457J 480 4540 427 31820 7572344 Dividende———— 239 219 27 249 2 45] 2 49 2 49 2 40 348 1845 Rente 6 4 550 30 455 416 422 4520 2 4310281028 Dioldende.———— 235/27 15924/245245 245 2450 275 1846: Rene 6— 33 380 450 4%%%% 4„ 027 Dividende.———— 236/25 24238 2380 2380 238 4 242 1847: Rente 3 1150311 02 4380 46 416 410 41 4% 4— Dividende———] 236 212 7 2 2 2 2 360 2 36 236 2 36— ö 1880 Rente 24 5 240 250 525/455 8————.———— Dividende——————[—[ 227 227——]—— 1— K 1832: Rente 53 71 3161 5191 5 2 221—— 49 49 1————1— Diekerde.———[2/7 2 2˙— 230 2300(————.— 1 1 1854: Nene 5 4 32 3 4] 5] 4 1———4——— 1—— Owivende.——— 1— 1—14——(——1——14—————1—— 0 1 155 En 452 88s sss Habs Dioldende——“-[ EE I 1857: Rente 450 4 40 438] 445 436 4360 338 338 855 3551—— Dloivende.— 1— 1—1—— 3 216 216 7 7 220 2 20 2 1680. Nene 429 42042049 4½0———-—(— Dividende—— e 1863: Reute 357 357] 37357] 357—— EEE r 1866: Rente.. 338 338 338 338 338——[ N 3360 336 Dividende!——!——!—-—— e 1147 1 47 * An den Einnahmen des Verwaltungsfonds sind nach Bestreitung sammtlicher Verwaltungs- kosten im vorigen Jahre 21,499 fl. 33 kr. erübrigt worden, woraus die disejährige Dividende erwachsen ist. 2 Hiervon sind die Antheile der jüngeren, zum Baarbezug der Dividenden noch nicht berechtigten Altersklassen, sowie die Antheile der Theil-Einlagen in den älteren Klassen dem Rentencapital zinstragend beigeschrieben worden. 5 Mu dieser Bekanntmachung verbinden wir zugleich die Einladung zu der in der Bildung begriffenen XIII. Jahresgesellschaft, welche seit dem 1. Januar 1867 eröffnet worden ist. Darmstadt u den 21. September 1868. Die Direktion. „) In Friedberg bei Herrn C. E. Weis. In Butz bach bei Herrn J. J. Seippel. Corseten N Crinolines Ein vollständiges, freundliches Logis 2511 mit allen Bequemlichkeiten und Stallung für 19050 bei K. Friedrich neden der Poff. zwel Pferde ist zu vermietden. Näheres zu erfragen bei der Expedition d. Bl. 9 1 9 Das Neuneste in wollenen Hemden, wollene Unterjacken, sowie Unterhosen empfiehlt zu biligen Preisen 1600 K. Friedrich neben der Poft. Steinkohlenlieferung. 2542 Montag den. 19. October, Vormittags 10 Ubr, wird die Lieferung von ca. 50 Centner Steinkoblen für die städtischen Schulen in hiesigem Rathhause öffentlich an die Wenigünebmenden verfteigert. Friedberg den 16. October 1868. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg Fouc ar. Arbeits⸗Versteigerung. 2520 Die zur Herrichtung einer Wohnung für den dritten Lehrer zu Nieder⸗Florstadt nöthigen Arbeiten sollen Mon⸗ tag den 19. d. M., Vormittags 10 Uhr, öffentlich an die Wenigfinebmenden versteigert werden. 1) Maurerarbeit, veranschlagt zu 37 fl. 58 kr. 2) Zimmerarbeit, 1„ 9 3) Schreinerarbeit, 8 15 6 8 Wetßbinderorbelt, 5 55 123% 53 SGlaserarbett. 55 4. 60 Schiosserarbeit 5 59 Materialienliéferung. 7) 650 Stück Russensteine zum Schornslein 9, 6„ 8) 2450„ zu Wänden 34% 48% 9) 6„ Bütten Bönstadter Kalk 9.„ Nieder ⸗Florstadt am 13. October 1868. Großherzogliche Bürgermeiftecet Nleder⸗Florstadt Wagner. Mobilien⸗Versteigerung. 2517 Dienftag und Mittwoch sowie Freitag den 20, 21. und 23. d. Mits., Vormittags 8 Ubr anfangend, wird mit der Versteigerung der zu der Concursmasse des Hürsch Maptr Sobn gebörigen Mobilien fortgefahren und werden an diesen Tagen Eisen⸗ und Gußwaaren, namentlich am letzten Tage 62 Oefen und 1 Ambos dem Meiftgebot ausgesetzt. Bud bach den 13. October 1868. . 1 Butzbach Lieferungen zur Straßenbeleuchtung betreffend. 2531 Zur Herrichtung einer Straßenbeleuchtung in hiesiger Stadt sollen Mittwoch den 28. d. Mte., Nach mittags 2 Ubr, im Ratbhause dahier 45 Stück Laternen nebst Lampen, Cylinder, Aerme, Verglasung und Anstrich, sowie drei gußeiserne Säulen an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Büdingen den 15. October 1868. s 1 Büd ingen Emser Pastillen 22 seit einer Reibe von Jahren unter Leitung der Königlichen Brunnenverwaltung aus den Salzen des Emser Mineralwassers bereitet, bekannt durch ihre vor züglichen Wirkungen gegen Dals und Brust⸗ leiden, wie gegen Magenschwäche sind stets vor rätbig in Friedberg bei Prr. Hofapotbeler C. Wahl, in Nauheim bei Herrn Ph. J. Weiß. Die Pastillen werden uur in etikeitirten Schachteln aller im Buchhandel erscheinenden Friedberg. Hu 7 7. 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