N 14 55 9 ** 1 * 1868. Donnerstag den 17. September. M 110. Anzeiger für Ob erhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Jutelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag unb Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Mathildenfiistung im Kreise Frievberg. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeisterereien zu Beienheim, Jauerba ch v. d. H., Griedel, Hausen(wegen Oes), Hoch-Weisel, Münzenberg, Nieder-Weisel und Steinfurth. Friedberg am 12. September 1868 Da Beiträge aus den Kassen Ihrer Gemeinden zu Zwecken der Maihildenstiftung zur Rettung verwahrloster Kinder im Kreise Friedberg verweigert worden sind, einzelnen Gliedern dieser Eemeinden zu erheben. Wir setzen Sie hiervon in Kenntniß. so ist dem Vorstand dieser Stiftung gestattet worden, durch eine Hauscollecte milde Gaben bei den Ter a p p- Hessen. Darmstadt. Die„H. V.“ be⸗ richten, dem Vernehmen nach habe das Großh Justizministerium auf cine Anfrage des 1. Aus- schusses der 2. Kammer erwiedert, daß dermalen keine Veranlassung sei, das Quinquennium der Hofgerichtsadvokaten aufzuheben, indem bei Erlaß der bürgerlichen Prozeßordnung für das nord- deutsche Bundesgebiet das Verhältniß der Anwälte zu den Gerichten seine gesetzliche Regelung finden werde. S. Darmstadt. Das hiesige Gymnasium erfährt mit kommendem Winterhalbjahr eine sehr angemessene Erweiterung. Es wird nämlich als letzte Klasse eine Sexta, nach der alten Bezeich- nungsweise würde sie Octava heißen, hinzugefügt, so daß das Gymnasium nunmehr acht Jahreskurse zählt und die Schüler ohne alle Kenntniß frem⸗ der Sprachen aufnehmen kann. Wie förderlich eine solche Einrichtung auf den einheitlichen Ent wickelungsgang der Schüler wirken muß, liegt in der Natur der Sache. — General v. Plonski, Besehlsbaber des 11. Armetcorps, dem auch die Großherzogliche Division zugetheilt ist, trifft am 17. ds. von Kassel in Dieburg ein und leitet von da an bis zum Schlusse die Manöver. Am Samstag den 19. l. M. findet in der Nähe von Darmstadt bei Roßdorf das Schlußmanöver Statt, dem auch S. K. H. der Großherzog beiwohnen wird. — Die„D. Zig.“ meldet, daß nach amtlicher Mintheilung des Königl. Baperischen Ministeriums des Innern die Rinderpest im Königreich Italien und zwar in der Provinz Udine ausgebrochen sei. Preußen. Berlin. Die„D. Volksztg.“ macht darauf ausmerksam, daß mittelst Privat- verträgen mit den einzelnen Cavalleristen, deren Dienstzeit in der Landwehr dadurch um zwei Jahr verkürzt würde, ganz in der Stille eine dierjährige Dienstzeit bei der Cavallerie einzu- führen versucht werde. Derartige Verträge würden gegenwärtig in Masse abgeschlossen. — Die Errichtung eines besonderen vom Kriegsministerium vollständig getrennten Bundes. Marine- Departements wird nunmehr als bestimmt in Aussicht stehend bezeichnet. Der zeitige Marine⸗ Direktor, Contre⸗ Admiral Jachmann, soll dem neuen Departement alsdann als Ressortchef vor gehen. L Am 15. d. beginnt hier nach einer Ein⸗ ladung des General- Postamts die vorberathende Constrenz der deutschen Staaten, um die Grund⸗ lagen des mit Italien abzuschließenden Postvertrags zu besprechen. f — Bei der königlichen Kriegsakademie wird mit Beginn des bevorstehenden Winterleörgangs versuchsweise ein Vortrag über Militär-Gesund- heitepflege von dem Obersiabsarzt Dr. Roth(auch bei der Central⸗Turnanstalt) gehalten werden. — Am 1. October d. J. wird in der königlichen Central⸗Turnanstalt hier wirderum ein sechemonat⸗ licher Cursus für Lehrer beginnen. Der gesammte Unterricht wird bekanntlich unentgeltlich ertheilt, eine außerordentliche Staatsbewilligung den Aus- zubildenden aber nicht gewährt. Im Amte be⸗ findliche Lehrer haben übrigens die Erlaubniß der Ortsschulbebörde zur halbjährigen Unterbrechung ihrer Wirksamkeit einzuholen. — Die neuesten Berichte, welche über das Befinden des Grafen Bismarck hierher gelangt sind, lassen erkennen, daß die Wirkungen seines letzten Unfalles durch Sturz mit dem Pferde doch nur sehr allmählich schwinden. Bis vor wenigen Tagen mußte der Graf liegen, seitdem macht er ohne große Anstrengungen kleine Promenaden in seinem Garten. — Eine Petition an das Abgeordnetenhaus liegt gegenwärtig zur Unterzeichnung auf, worin dosselbe ersucht wied, den Erlaß eines zeitgemäßen Unterrichtsgesetzes zu erwirken. — Ein Gerücht spricht davon, die Regierung wolle sich von der oberschlesischen Eisenbahn ihr durch Uebernahme der Zinsengarantie der Actien Lit B. dieser Bahn erworbenes Recht auf einen Antheil am Reingewinn derselben ablösen lassen, um mit der dadurch zu gewinnenden Summe das Deficit für 1869 zu decken. Da dieser Gewinn- antheil in den letzten Jahren mehr als eine halbe Million betragen hat, so würde die Bahngesell⸗ schaft sich wohl zu einer Ablösungssumme bereit finden lassen, mit welcher Finanzverlegenheiten für das nächste Jahr leicht zu beseitigen wären. — Einer offiziösen Berliner Correspondenz der „Karlsr. Ztg.“ zufolge wird durch die verzögerte Einstellung der Rekruten und die dermaligen Beurlaubungen(dem Vernehmen nach bei der Jufauterie je 15 Mann auf die Compagnie, bei der Artillerie je 2 Mann auf die Batterie) der Friedensstand des norddeutschen Bundesheeres um etwa 65,000 Mann vermindert. Es sei gar keine auf diese Angelegenheit bezügliche diplomatische Kundgebung nach Paris ergangen. Geflissentlich habe man von Berlin aus jede förmliche Anzeige der Verminderung des Armeebestandes unterlassen. Die Friedenszuversicht, welche sich in dieser Maß⸗ regel ausspreche, gewinne noch an Bedeutung duich den Umstand, daß es als ganz gleichgültig betrachtet werde, ob andere Mächte solchem Beispiel folgen, oder nicht. Man wisse in Berlin, daß keine Macht vorerst Krieg beginnen wird, und man sei zugleich sicher, allen Eventualitäten gewachsen zu sein, auch wenn die Friedensstärke des Heeres einstweilen eine Herabsetzung erfahren habe. Kiel. Bei Auwesenheit des Königs von Preußen dahier erwisderte derselbe auf eine An- sprache des Rektors der Univerität, welche die Hoffnung auf Erhaltung des Friedens betonte: „Ich theile ganz Ihren Wunsch für die Erhaltung des Friedens; in ganz Europa erblicke ich keine Veranlassung zu einer Störung desselben und sage das zu Ihrer Beruhigung. Noch mehr aber wird Sie der Blick auf die hier anwesenden Re⸗ präsentanten meiner Armee und meiner Marine beruhigen, welche bewiesen haben, daß sie sich nicht scheuen, einen uns aufgezwungenen Kampf anzunebmen und durchzufechten.“ Limburg. In der dahier abgehaltenen Landesversammlung sollten Beschlüsse gefaßt werden im Interesse des Fortbestandes der nassauischen Landesbank, der Beibehaltung des seitherigen Gemeindegesetzes und der Zustände und Verhält- nisse des Schulwesens. Die Versammlung ist aber vollständig in die Brüche gegangen. Es geschah allda wie beim Thurmbau zu Babel: der Masse des Volkes war zu viel, der Sprachen mancherlei; man verstand sich nicht, und das Unternehmen mußte aufgegeben werden. Lübeck. Verschiedene Blätter theilen ein Lobgedicht mit, durch dessen Ueberreichung der hier anwesende König von Preußen überrascht worden ist. Das Gedicht ist mit einem Lorbeer⸗ und Eichenkranze umwunden gewesen und der Dichter, der es selbst überreicht zu haben scheint — Emanuel Geibel. Bayern. München. Der Ausbruch der Rinderpest in der Nähe von München ist amtlich constatirt. Baden. Karlsruhe. Am Goburtsfeste des Großherzogs sah man zum ersten Male ein⸗ zelne Landwehrmänner in Uniform. Letztere ist der der Linien Infanterie fast ganz gleich, uur bildet die Kopfbedeckung statt des Helmes ein Käppi nach dem Muster des preußischen Landwehr⸗ käppis. Es führt gleichfalls das Landwehrkreuz und ist die preußische Umschrift abgeändert in „Mit Gott für Fürst und Vaterland“. Oesterreich. Wien. Zu dem bevor- stehenden Besuche des österreichischen Kaiserpaares in Krakau werden dort bereits die umfassendsten Vorbereitungen getroffen und wird der Empfang ein eben so feierlicher als herzlicher sein. Die Stimmung kann im Allgemeinen als eine günstige bezeichnet werden. Weder die russischen, noch die tschechischen Agitatoren konnten einen durchgreifenden Erfolg erringen. Die polnische Majorität hatte während der letzten Wandlungen unseres Ver- fassungslebens nur einen Moment im Auge be- halten: sicheren Schutz gegen russische Gelüste! Als integrirender Bestandtheil der deutsch⸗öster⸗ reichischen Länder, als ein Theil jenes aus so vielen unzufriedenen Elementen bestehenden Länder- comp. cxts, muß Galizien, als weit hinausgeschobener Posten, beim ersten Anprall von Norden und Osten dem rufsischen Koloß in den offenen Rachen fallen. Unter solchen Umständen ist es natürlich, daß die Partei, welche den Anschluß an Ungarn, unter gewessen Garantien der Autonomie, wünscht, täglich mehr erstarkt. Galizien, im Verbande mit Ungarn als österreichische Ostdälfte, oder als selbstständiger Donaustaat, bietet eine natürliche und seste Schutzmauer gegen das nussische Reich. Sonach wird es auch nicht überraschen, wenn dem Monarchen bei seiner Ankunft hier nicht als Kaiser von Oesterreich, sondern als König von Ungarn zugejubelt wird, wobei sich unsere Pa- mioten in gewisse bistorische Remiscenzen hinein- träumen. — Der Leichnam des vor einiger Zeit in gebeimnißvoller Weise verschwundenen Honved⸗ Obersten Ludwig Beniczky ist jetzt im Aßoder Walde aufgefunden worden. Neben dem ent⸗ seelten Körper lag ein Zettel, welcher besagte, daß man Beniczky längere Zeit versteckt gehalten und ihn erst am 7. d. ermordet habe; der Zettel trug die Unterschrift:„Die Liga“. — Aus dem Vorarlberger Landtag ist der Weihbischof Johann von Feldkirch ausgetreten, weil er im Schulcomite, in welches er gewählt worden war, mit seinen Ansichten ganz isolirt stand.— Im steiermärkischen Landtag hat die Debatte über die an den Kaiser zu richtende Adresse begonnen. Der Berichterstatter Dr. Schlosser erklärte, das Concordat möchte ganz beseitigt werden, weil es den Staatsgrundgesetzen wider ⸗ spreche; es sei jeder wahrhaft menschlichen Cultur⸗ entwicklung feind und seine Vertheidiger seien im Widerspruch mit den Forderungen ächter Frömmig⸗ keit und Sittlichkeit. Jetzt stelle eine gewiss. Partei den Papst dem Kaiser gegenüber und fordere zur Nichtbefolgung von Staatsgesetzen auf, weil der Papst dieselben für null und nichtig erklärt habe. Das heiße von dem Kaiser verlangen, er solle vom Thron steigen, die Krone ablegen und das Büßerhemd von Canossa anziehen. — Einer der Missioneprediger der Jesuiten hat vor einigen Tagen in Zwittau(Mähren) gegen die neuen Gesetze gedonnert. Dabei rief er aus:„So ein Ausländer, so ein hergelaufener Lumpenkerl will dem Papste und den Bischöfen ihre Rechte rauben!“ Die Staatsanwaltschaft hat wegen dieser Beleidigung des Hrn. v. Beust eine Klage beim Strafgericht eingereicht. — Herr v. Beust läßt durch ein offiziöses Organ erklären: wenn er sich durch den Drang der Verhältnisse genöthigt sehen sollte, im Interesse der Machtstellung Oesterreichs aus der Neutralität herauszutreten und eine Allianz mit Frankreich einzugehen, so werde er nicht dulden, daß Napo⸗ leon III. seine Compensations objekte aus deutschem Boden nehme. — Die Nachricht, daß Dr. Biskra die Bre⸗ genzer Civilehe⸗Frage schon zu Gunsten des reso⸗ luten Adlerwirthes entschieden habe, war verfrüht. Linz. In einer hiesigen Druckerei wurde die ganze Auflage des Hirtenbriefes des Bischofs Rudiger, der in allen Kirchen verlesen werden sollte, auf Antrag der Staatspolizei mit Beschlag belegt und der Letternsatz amtlich versiegelt.— Die von dem Landgerichtsrath für einen speciellen Fall verlangten Ehegerichtsakten hat der Bischof unter Protest ausgeliefert. Frankreich. Paris. Der„Etendard“ theilt mit, daß der Kaiser bei seiner Abreise aus dem Lager von Chalons folgende Worte an die Generale gerichtet habe:„Ich bin seit acht Tagen, die ich in Ihrer Mitte verbracht habe, sehr glück⸗ lich. Ich sage Ihnen weiter Nichts, weil die Journale nicht unterlassen würden, aus meinen Worten, so gemäßigt sie auch sein mögen, den Krieg zu prognosticiren. Ich beschränke mich also darauf, Ihnen meine Befriedigung für Ihren Eifer und Ihre Ergebenheit auszudrücken.“ — Eine im Unterrichts ministerium eingetroffene Depesche aus Point de Galle meldet, daß die nach der Halbinsel Malacca gegangenen französi⸗ schen Astronomen die Centralsonnenfinsterniß vom 18. August vollkommen beobachten konnten. — Der Correspon dent des„Univers“ löst in seinem letzten Berichte über den Congreß der Katholiken in Bamberg in böchst absoluter Weise die jedenfalls bisher sehr bestrittene Frage:„Wer ist der ersie Redner Deutschlands?“ Er antwortet nämlich:„Der erste Redner Deutschlands ist ohne Widerrede der Herr Domcapilular Moufang von Mainz.“ — Der„Conßiitutionel“ läßt sich in einer die preußischen Beurlaubungen nicht viel zu be ⸗ deuten hatten und lediglich aus finanziellen Rück⸗ sichten angeordnet worden, demnach als Zeichen besonderer Friedensliebe sich nicht ausgeben dürften. Dagegen schreibt die„France“ sehr vernünftig: „Es ist allerdings gewiß, daß finanzielle Erwä⸗ gungen ihren Antheil hatten an den zeitweiligen Reduttionen, welchen die norddeutsche Armee unter- zogen wurde. Aber es ist nicht minder klar, daß die Aussicht auf irgend welche Gefahr in Berlin genügt hätte, um sich über die Budgetfrage hin⸗ wegzusetzen, welche immer in zweiter Reihe bleibt, wenn eine große politische Frage auf dem Spiele stebt. Die getroffenen Maßregeln behallen daher trotz alledem die Bedeutung, welche man ihnen von Anfang an beigelegt hat.“ Belgien. Brüssel. In der Schlußsitzung des internationalen Arbeitercongresses hielt der Präsident Dupont von London folgende Au⸗ sprache an die deutschen Zweigvereine: Wir müssen einen Krieg zwischen Frankreich und Deutschland als einen Bürgerkrieg betrachten, aus dem nur Rußland Nutzen ziehen würde. Indem ich den internationalen Arbeitercongreß schließe, fordere ich die Arbeiter auf, sich gegen den Krieg auszusprechen, und ihm alle Widerstandsmittel entgegenzusetzen, ihre Mitwirkung zu privilegirtem Menschenmord zu verweigern, eine Propaganda zu diesem Zweck zu organisiren, und die Unglück⸗ lichen, die man zum Kriegsdienst zwingt, über den Mißbrauch ihrer Kraft aufzuklären. Großbritannien. London. Die Zahl der Armen in England und Wales, welche öffent⸗ liche Unterstützung beziehen, übersteigt eine Million und vier Tausend. Im vergangenen Jahre wur⸗ ven 7,000,000 L. zu besagtem Zwecke verwendet, so daß jeder Kopf der Bevölkerung durchschnittlich 6 sh. 6 d. zur Unterstützung der Armen zahlte. — Das anglo⸗dänische Kabel beförderte als erstes Telegramm einen Gruß des Königs von Dänemark an die Königin von England.(Wahr⸗ scheinlich doch auch die Rückantwort: Wieder einen schönen Gruß!) — Als Curiosum wird erwähnt, daß ein jüngst verstorbener Herr Brown in seinem Testa⸗ mente die Summe von 30,000 L zur Errichtung eines Hospitals für Thiere ausgtsetzt hat. Das Capital befindet sich bereits in Händen der„Uni⸗ versity of London“ und soll mit der Errichtung des neuen hauptstädtischen Vieh⸗Hospitals alsbald begonnen werden—(Der Gedanke, ein Spital für Thiere zu gründen, ist übrigens nicht neu, und wahrscheinlich von Indien her importirt. Dort bestand wenigstens noch bis vor Kurzem in Surate eine solche Anstalt, deren Einkünfte sich auf 9000 holländische Gulden beliefen. In einer Abtheilung fanden sich kranke Kameele und Ochsen, in einer andern kranke Pferde, da wurden alters · schwache Affen gepflegt, dort Tauben, Hühner und Enten, Kaninchen. Die todtkranken Pferde, Kameele 1c. waren in einem besonderen Gemach Ja sogar Flöhe, Wanzen und.... wurden in einem Zimmer gepflegt; es sollen arme Menschen eigens dafür bezahlt worden sein, sich von diesen Thieren saugen zu lassen.— Abgesehen von solchen Extravaganzen wäre bei unserer modernen Pferderackerei der Gedanke wenigstens nicht be⸗ sachenswerth, für solch' arme alte und abgehetzte Thiere ein Asyl zu gründen. Die Red.) — Von Panama sind folgende Nachrichten eingetroffen: Der Erdstoß vom 13. August wurde um 5 Uhr Nachmittags in Lima und 5 Uhr 45 Minuten in Callao gefüblt, wo zwischen 8 und 10 Uhr noch schwächere Stöße, als vorher, empfunden wurden. Als man von Calloa aus die riesigen Fluthwogen bemerkte, suchten die peruanischen und französischen Kriegsschiffe die Höhe der See zu gewinnen. Menschenleben sind in Callao nicht verloren gegangen, mehrere Kauf- sahrer jedoch haben Schaden gelitten und wurden viele Güter an die Werste gespült. Auch in der Gränzstadt Payta wurden Erdstöße gespürt, ohne daß dieselben einen Verlust an Menschen oder Schiffen herbeisübrten. In den Häfen südwärts von Callao bis Valparaiso werden noch weitere Correspondenz aus Berlin auseinandersetzen, daß schwere Erdbeden erwartet. Griechenland. Athen. Von dieser Stadt wird der„Wiener Presse“ ein merkwürdiger Fall b⸗richtet, der auf dortige Zustände ein eigenthüm⸗ liches Licht wirft. Der traurigen Geschichte kurzer Sinn ist der: Vier junge Griechen hatten sich in Egypten durch Fleiß und Sparsamkeit(der höchst⸗ gestellte von ihnen war Kellner) ein Vermögen von 16,000 Fres. erarbeitet und wollten damit in der Heimath gemeinschaftlich irgend ein Geschäft anfangen. Zwei davon gingen mit dem Gelde dorthin voraus, werden aber beim Betreten des heimathlichen Bodens von Polizeibeamten in Empfang genommen, ihrer Baarschaft entledigt und ins Gefängniß geworfen. Ueber 6 Wochen kräht kein Hahn nach ihnen, da will man sie endlich, mit Pässen auf andere Namen versehen, mit Gewalt nach Smyrna einschiffen. Da sie Widerstand leisten und sich nicht einschüchtern lassen, werden sie wieder in's Gefängniß zurück- gebracht. Als sie endlich Mittel finden, sich mit rer Außenwelt in Verbindung zu setzen, und ein geachteter Advokat sich ihrer Sache annimmt, ent⸗ flieht der Polizei-Commissär. Die armen Bursche werden in Fieiheit gesetzt, aber ihr Geld wurde nicht zurückgegeben. In der Kammer zeigt sich der Ministerpräsident über den scandalösen Vor⸗ fall, der dort zur Sprache gebracht wird, auf's höchste entrüstet, und— die Gerechtigkeit ist uner⸗ bittlich— der Polizeidirektor, der Bruder jenes sauberen Polizei⸗Commissärs, wird— am nächsten Namenstag der Königin nicht zur Hof⸗ tafel geladen, Amerika. Die Erklärung von Juarez, daß er keine Verkaufsanträge mexikanischer Gebiets ⸗ theile an die Vereinigten Staaten gemacht habe, wird von der amerikanischen Presse in diplomatischem Sinne aufgefaßt. — Der Schweizer Generalconsul in Washington, Herr John Hitz, hat in Gemeinschaft mit dem Agenten der schweizerischen Auswanderungs⸗Gesell⸗ schaft, Herrn Plümacher⸗Hünerwadel, in Mittel⸗ Tennessee 7000 Acres wohlbewässerten Landes zur Ansiedlung für Schweizer Emigranten ausgesucht. Dieselben sind ein Gischenk des Obristen Joseph Hughes. — In den Südstaaten ist man von gesicherten gesetzlichen Zuständen noch weit entfernt. In Georgien, Südkarolina, Arkansas, Tenessee, all⸗ uberall noch Anarchie, von bewaffneten Banden sorgfältig gepflegt und aufrecht erhalten. — Zwischen den Vereinigten Staaten, Eng⸗ land und Preußen haben Verhandlungen wegen Aus rüstung einer späteren großen Nordpolexpedition zur Lösung des Polarproblems und zur Erforschung der Nordpolgegend begonnen. X Friedberg. Die Sammlungen zum Besten des pro⸗ jectirten Frauen vereins für Krankenpflege, deren unlängst in d. Bl. gedacht wurde, sind nun beendigt und haben ein sehr erfreuliches Ergebniß geliefert. Die Theilnahme, welche die Sache gefunden hat, zeigt, daß man den Zweck, den der beabsichligte Verein verfolgen will, allgemein als einen heilsamen und der Förderung würdigen erkennt und in der That geben häufige Erfahrungen, die man bei Arm und Reich machen kann, den Beweis, daß das Unternehmen ausgebildete und jederzeit zur Hilfe bereite Krankenpflege⸗ rinnen zu beschaffen, einem wirklich vorhandenen und recht fühibaren Bedürfniß entgegenkommt. Nur läßt sich dieser Zweck durch Geldgaben allein nicht erreichen. Sein Hauptaugenmerk richtet der Verein darauf, außer den nöthigen Geldmitteln auch persönliche Kräfte zu gewinnen, mit anderen Worten geeignete Personen, welche sich bereit finden lassen, sich dem Berufe als Krankenpflegerinnen zu widmen. Dieselben würden auf Kosten des Vereins in einer größeren Krankenanstalt die erforderliche Aus⸗ vildung erhallen und sich sedann verbindlich machen auf Anordnung des Vereinscomties die Pflege von Kran⸗ ken— in Friedenszeiten wohl nur innerhalb der Stadt zu übernehmen. Sie würden dabei in ibren gewohnten häuslichen Verhältnissen verbleiben und überhaupt keine weitere Verpflichtung auf sich nehmen als die, der Auffor⸗ derung des Comites zu enisprechen, wenn dieses es nöthig fände, ihren Dienst bei einem Kranken in Anspruch zu nehmen. Für die Dienustleistunzen soll eine enisprechende Vergütung gelcistet werden. Dieselbe wird indessen voraus⸗ sichtlich nicht so bedeutend fein können, daß die Aussicht auf den Lohn allein für Jemand der Bestimmungsgrund sein könnte, sich zum Beruf der Krankenpflege zu melden. Vielmehr hofft das Comite, daß sich eine Anzahl von Frauenzimmern finden werde, welche von dem Wunsche ge⸗ leiiet, ich nützlich zu machen und an leidenden Miimen⸗ schen ein Werk der Barmherzigkeit zu üben, sich bereit fiuden lassen, das schwierige aber sehr schöne und dank⸗ bare Geschäft der Krankenpflege zu übernehmen, welche Siiefeltein dosen auf im June um Den 1, Fran!“ die Milhel tit verbo'le aenilosce — Abl Du üiscen bbtrcgalet sörmlcce dieste! Schlot Gläubige 1 1 werden Dounn Nellere erde 72³ö⁰ Aufent selben iagton, dem Gesell⸗ Nittel ⸗ ts zur desucht. Joey tsicherten l. set, all⸗ Bandes 1, Eng⸗ 1 wbegen wpeditio forschung 2 innen, also dabei mebr auf den inneren als auf den äußeren Lohn sehen. Es wird dringend gewünscht, dan solche Frauenzimmer, welche dazu Neigung bätten, sich so hald als möglich mit einer der Damen des Comites, oder auch miteinem der Herten, welche das Comite als Beiräthe zugezogen hat, in Be⸗ nehmen setzen mögten. Besonders erwünscht wäre es, wenn sich jsngere Frauenzimmer dazu bereit sinden ließen; doch ist irgend eine Allersgrenze durchaus nicht gesetzt. Friedberg. Das auch in unser Blatt übergegangene Gerücht, wonach ein Artillerist bei Münster todigefahren worden, entbehrt glücklicherweise jeder Begründung.— Nach der„Darmstädier Zig.“ bat lediglich ein junger Artillerie-Osfizier, der vom Pferde stürztie und mit der Hand unter ein Wagenrad gerietb. eine übrigens nicht gefährlich Quetschung derselben erlitten. T Frankfurt. Seine„Wichse“' konnte min schon von Alters her unter Umständen hier so gut wie anderswo kriegen. Alis ein Forischritt der Zeit muß es aber be— zeichnet werden, daß das liebe Pudlicum, wie in andern großen Städten, auf offener Straße sein Schuhwerk wird gewichst bekommen. Eine demnächst in's Leben tretende Suefelreinigungs⸗Austalt wird an den Thoren, den Bahn höfen, auf der Prom nade und den frequentesten Plätzen im Innern der Stadt ihre Standquartiere ausschlagen, um den Passanten ibre Dienste anzubieten. Frankfurt. Das biesige Polizeipräsidium erklärt die Mittheilung, den biesigen Metzgerburschen sei in letzter Zeit verboten worden, Abends mit weißer Schürze ver⸗ sehen den großen Bleichgarten zu besuchen, für eine un⸗ wahre Eifindung; das angegebene Vervot sei nicht erlassen worden und die erfolgten Verhaftungen seien durch grobe Excesse veranlaßt. Offenbach. Die diesjährige Ausstellung unseres landwirtoschafuichen Localvereins ist im Saale des Hotels „Zum grünen Baum“ eröôsfnet worden und führt den Besuchern eine große Auswahl von Garten- und Landbau— gewächsen vor, die sämmtlich ihren Pflanzern ein ehrendes Z ugniß tüchtiger Rührigkett geben. Die Ausstellung bleibt bis zum 18. d. Mis.(von Morgens 8 bis Abends 10 Uhr) geöffnet und ist der Besuch derselben für jeden Freund der Bodencullur ohne Zweifel erfreulich. Darmstadt. Das räthselhafte Vekschwinden des Herrn Adam Wiener, bezüglich dessen eine Prämie von 500 fl. ausges etz. ist, hat sich bis jitzt noch nicht auf se⸗ klärt. Gerüchtsweise verlautet indeß, seine Leiche sei in dem Altrhein in der Nähe von Siockstadt schon vor 4 Wochen geländet und alsbald beerdigt worden. Man glaubt, derserbe sei— die Leiche war unbekleidet— beim Baden ertrunken. Darmstadt. Die„H. V.“ meinen, den meisten Gewinn von der dahier staltgehabten Imkerversammlung habe ohne Zweifel Pfarrer Köhler von Eschentod in Ober— bessen gehabt. Das von demselben vorgeschlagene Mittel zur Italtenisirung der Stöcke wurde nämlich für bewährt befunden und demselben der von einer früheren Versamm⸗ lung ausgesetzte Preis von 1200 fl. ver willigt. Aus Herrieden, 11. Sept., wird der„Fr. 3“ ge⸗ schrieben:„Das schleche Wetter im nördlichen Europa bedroht uns etwas mehr. Am 8. hat sich bereits in England der Himmel bedeckt, und ist die dort eingetretene Hitze gewichen. Paris hatte indessen am 8. noch heiteren Himmel, doch deutet das den folgenden Abend beobachtete Wetterleuchten auf Gewitter im östlichen Frankreich und Belgien. Auch sind die Luftdruckdifferenzen wieder etwas größer.“ Coblenz. Vor einigen Tugen stürzte sich eine Eng⸗ länderin bei Neuwied auf dem ron Cöln nach Coblenz kommenden Ryheindampfer„Müller“ aus dem e fenster in den Rhein und war spurlos verschwunden; vor⸗ her hatte dieselbe den Salon vorsichtig geschlossen, sich ihrer Garderebe, Crinoline, Hut und Uhr entledigt. Pest. Das große 6000 Ceniner sassende gemzuerte Reservoir der Petroleum-Raffinerie-Actien-Gesellschaft in Ofen ist am 12. d. in Brand gerathen. An Löschen war nicht zu denken, man bemüht sich, die fünf neben⸗ anliigenden Reservoirs zu schützen, da deren Entzündung jeden Augenblick zu befürchten war. Der Schaden ist ungeheuer. Drei Menschen sind verunglückt. Schiffsnachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Sper.-Agent⸗ Das Hamburg-New Yorker Pest-Dampsschiff Allemannia⸗ Capifiän Bardug, welches am 26. August von hier und am 28. August von Southampion abgegangen, ist am 9. d. M., 11 Uhr Abends, wohlbehalten in New⸗York angekommen Das Bremer Posidampfschiff New-York, Capitän Dreyer, welches am 27. August New Vork verließ, ist nach einer schnellen glücklichen Reise von 12 Tagen wohlbehalten in Cowes aangelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich bestimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Bremen fort⸗ gesetzt. Dasselbe bringt 63 Passagiere und volle Ladung. Das Hamburg-New Yorker Post-Dampsschiff. Hammo⸗ nia, Capitän Meier, am 1. September von New-Pork abgegangen, ist nach einer sehr schnellen Reise von 9 Ta⸗ gen 18 Stunden, am 11. d. Mis., 8 Uhr Abends, in Cowes angekommen, und hat, nachdem es daselbst die Verein. Staaten-Post, sowie die für Southampton und Havre bestimmten Passagiere gelandet, um 10 Uhr die Reise nach Hamturg fortgesetzt. Dasselbe überbringt 141 Passagiere, 64 Vriessäcke, 1200 Tons Ladung, 237264 Doll. Contanten. 2154 Der Leinweber Jacod Seipel II. in Oder dorfelden hat glaubhaft angezeigt, daß sein Vermögen überschuldet set. Es wird deshalb zur Abwendung des förmlichen Concurses Termin auf den 29. September dieses Jahres Vormittags 9 Uhr ander— Schloßstraße Nr. 26— bestimmt, in welchem die Gläubiger ihre Forderungen anzumelden und zu be— gründen, auch zich zum Güteversuch persönlich eder ge hörig vertreten einsufinden haben. Die nicht eischeinenden Gläubiger werden als den Beschlüssen der Mehrbeit beitretend betrachtet. Hauanu am 31. August 1868. Königliches Amts⸗Gericht Abteilung II. Co st er. vt. Stoerckel K. A. Pferde ⸗ Verkauf. 2227 Montag den 21. d. M., Vormittags 10 Ubr, werden in der Reitercaserne zu Darmstadt 5 und Donnerstag den 24. d. M., um die⸗selbe Zeit, in der Neitercaserne zu Du bach 6 Stück untaugliche Relt⸗ pferde gegen Baarzablung öffentlich verstelgert. Darmstadt den 13. Sepiemder 1868. Die Kassen⸗Commission des 2. Reiterregiments Freiherr d. Bouchenröder. Deere t in Sachen des königlich preußischen Hauptmanns a. D. Con⸗ tantin von Zettwitz zu Erfurt, Imploranten, gegen Hermann Graf von Bohlen aus Breslau, gegen⸗ wärtig— unbekannt wo?— abwesend, Imploraten, Wechselsorderung betreffend. 2235 Nach vorgelegter Bescheinigung, wonach der Aufenthaltsort des Beklagten unbekannt ist, wird dem ⸗ selben auf diesem Wege eröffnet, daß gegen ihn von dem Großberzoglichen Hofgerichtsadvocaten Curtman, als Anwalt des Klägers, eine Wechselklage auf Zahlung von 1265 fl. 34 kr. und 1270 fl. 56 kr. mit Zinsen zu 6% von den Verfalltagen, dem 19. September 1865 und 14. October 1865, an, sow ee auf Ersatz der Proceß und Protest⸗Kosten erboben, das Wechselverfahren fur zuläffig erkannt und Termin zur Vorlegung der die Wechselklage begründenden Urkunden auf Donnuerstag den 22. October l. J., Bormittags 10 Ubr, anberaumt worden sei, wozu der Kläger unter dem Nech!snachtheile des Verzichts auf das Wechselverfahren, der Beklagte aber, dem die Einficht der Klage mit Anlagen in dem Actuartate zu nehmen fret steht, unter der Auflage geladen wird, über die Urkunden sich zu erklären, bezüglich der Privaturkunden die Aechtheit der Unterschrift, im Fall er sie bestrettet, auf Verlangen so gleich eidlich abzuleugnen, auch alle ihm zufslehenden Einreden vorzubringen und durch Urkunden zu belegen. widrigenfalls, im Falle seines Ausdleibens, er als der Aechtheit gefländig und seiner Eimeden für verluftig erklärt werde. Alle sonfsigen in dieser Sache welter ergehenden Beisügungen und Urtbelle werden durch Anschlag im Gerichis⸗Locale als dem Beklagten ir finulrt angeschen. Iriedberg am 15. Sepiember 1868. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reltz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts- Assessor. Ein geräumiger lieser Keller 2230 ist zu vermiethen. d. Blattes. Wo? sagt die ener Obligations Verloosung. 2236 Von den Ober ⸗Saulbeimer Obligationen 0 Inheber find die Nummern 52 u. 62 zur Rückzahlung auf den 31. Dezember l. J. berufen worden. Dies wird den Inhabern mit dem Bemerken zur Lenntniß gebracht, daß von diesem Tage ab die Verzinsung der selben aufhört. Die Zahlung kann vom 16. Dezemder dis zum 30. März bei dem Handlungehause Samuel Lindheimer zu Frledbera, spätet aber nur noch dei unserm Gemeinde⸗Einnehmer in Empfang genommen werden. Gleichzeitig erinnern wir daran, daß die Nr. 37 be⸗ sagter Obligationen schon am 31. Dezember 1867 rück⸗ zahlbar war und von da an keine Zinsen mebr trägt. Ober⸗Saulbelim am 14. September 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Saulheim A d fte er. Bekanntmachung. 2227 Samstag den 19. d. M., Vormittags 11 Uhr, soll in biefigem Rathhbause die Anlieferung des in hies. Armen Anflalt erforderlichen Brodes für das 4. Quartal 1808 auf dem Sukmissionswege vergeben werden. Die Bedingungen können den Verwalter Gatzert eingesehen werden. Friedberg den 16. September 1868. Großherzogliche Bürgermetsterei Friedderg Fo ue ar. rte 2226 Dienstag den 22 September, Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen auf Antrag des Obersörsters v. Gall auf dem Bingenbeimer Forsthause gegen gleich baare Zablung versteigert werden: Einige Hundert Blumenstöcke in Töpfen und mehrere Hundert leere Blumentöpfe, mehrere Blumengestelle, eine große und eine kleine Obfikelter, beide noch neu, die große bat eine sehr gute gedrehte eiserne Schraube von 5½ Länge und 3½“ Durchmesser, 1 Mahltrog mit Mahtlstein, 1 Häuschen für Micchtöpfe, 1 seßt antes Bienenhaus, 35“ lang mit drei Etagen, von Eichentolz, 12 Ozlerzon⸗ Bienenstöcke und circa 36 andert Bienenstöcke von Polz und Stroh, eine Menge Blenenbretter, verschiedene Fässer, 1 Bohnenschneid⸗ maschine, 1 Parthie Flaschen, sowle sonstige Geräthe. Echzell ren 15. September 1863. Weber eee Echzell to ll. Ulnterleibs-Pruchleidende, 1696 selbst solche mit ganz alten Brüchen, finden in weitaus den meisten Fälleu vollständige Heilung durch Gottlieb Sturzeneggers Bruchsalbe. Auofübrliche Gebrauchsanweisung mit eimer Menge überraschender, amtlich bestätigter Zeugnisse zur vor⸗ herigen Ueberzeugung gratis. In Töpfen zu 3 Fl. zu bezicben durch den Erfinder Gottlieb Sturzenegger in Herisau, Kanton Appenzell, Schweiz. * Versteigerung. 2160 Freitag den 25. September, 10 Uhr Vormittags. läßt Unterzeichneter sein sämmtliches Küser werkzeug nebff Vobe!dank, sowle eine bedeutende Quantität Eichen Werkbolz, Stuckfaß bis zu den kleinsten Dauben, gegen baare Zablung versteigern. Echzell den 9. September 1868. Reuning, Kuüfermeister. e e e Neueste Erfindung:! 1747 Die von Sr. Maj. dem Kaiser von Oesterreich ö 802 3 laut Reskript Nr. 1808 mit einem Patent bevorzugte ausschl. priv. Politur- Composition ist äußerst beachtenswertb für Tischler, Drechsler und Holzarbeiter zum Fertigpoliren von neuen Möbeln, und für Private ꝛc. zum Aufpoliren von alten und abgestandenen., oder solchen Möbeln, wo das Oel hervortritt.— Durch diese Composition wird das zeitraubende und kostspielige Fertigpoliren von neuen Möbeln durch Spiritus gänzlich beseitigt, da durch Anwendung einiger Tropfen in wenigen Minuten ein Tisch oder Kasten fertig polirt ist, und kann dei einem mit dieler Composintlon polirten Gegenstand das Oel nie hervortreten.— Die Anwendung Ist höchst einfach, das Resultat überraschend= Alte und abgestandene Möbel können durch ein- faches Reiben minelst eines befeuchteten Leinwand⸗ lappens Überpolirt werden und erhalten einen Hoch- glanz, weicher durch das Poliren mit Spiritus zie erzielt werden kann.— Mit einem Fläschchen dieser Composition kann man ohne Beihilje des Tischlers in einigen Stunden eine complete Zimmereinrichtung renoviren. Haupt- Versendungs- Depöt en- gros et en- détail dei Frledrileh Müller, k. k. Privilegtums⸗Inhaber, in Wien, Gumpendorf, Hirschengasse Nr. 8, wobin die schriftlichen Aufträge erbeten, und gegen Zinsendung des Betrages(da bei Versendungen nach dem Auslande Posinachnahme nicht moglich ist) uingehend effestuirt werden. Preis: 1 Flacon(mit Belehrung) 15 Sgr.— 1 Dutz. Flacons 4½ Thlr. Weniger wie 2 Flacons können nicht ver⸗ sendet werden. Aviso 11] Man bittet diese Annonce nicht un⸗ berücksichtigt zu lassen. Da bei richtiger Anwendung dieser Composition solche Vortheile erzielt werden, daß die bis jetzt übliche Art des Polirens bald ganz dieser neuen praktischen und billigen Erfindung weichen muß, so ersucht man das P. T. Publikum sich durch einen Probeversuch davon zu überzeugen, und weisen wir auf das veröffentlichte Zeugniß eines der ersten wissenschaftlichen Kapacitäten Deuischlands, sowie auf die Resul tate, welche in Oesterreich durch die Politur⸗ Compositien erzielt wurden, hin. Eleichzeitig wird auf die neu ermäßigten Fracht⸗ Tarife ausfmerlsam gewacht, durch welche die Fracht⸗ spesen bodeutend reduzirt wurden. Es wird ersucht, bei brieflichen Bestellungen den Betrag gleich mitzu⸗ senden, da Versendungen nach dem Auslande pr. Postnachnahme oder Postvorschuß hier nicht angenom⸗ men werden. Teugniss: Sehr geebrter Herr! Vor einigen Tagen wurde mir eine Probe Ihrer Politur⸗Composition uͤbergeben mit dem Ersuchen, selbe einer chemischen Analyse ihrer Bestandiheile zu unterziehen. Ich babe diese Probe einer genauen sowohl qualitativen als quanitativen Analyse unterworsen und deren zweck mägige Zusammensetzung völlig für gut befunden de. zc. Ihr ergebenster Dr. Werner, Olrektor des polytechnischen Institutes in Breslau. 2 — — r . S B 2 Ossenheimer Wäldchen. Kirchweihe. 2233 Naͤchsten Sonntag den 20. d. M. wird in hiesigem Wäldchen bei Harmonie und Tanzmusik das Ossenheimer Kirchweihfest gefeiert. Hierzu erlaube ich mir hoͤflichst einzuladen mit dem Bemerken, daß ich bemüht sein werde, meine verehrten Gäste mit guten rein— gehaltenen Weinen und Speisen auf's Beste zu bewirthen. Um zahlreichen Zuspruch bittet Ossenheimer Wäldchen. Korndörfer. 2033 Wir empfeblen hiermit den Herren Landwirthen unser Lager von garanttirt ächtem prima eru Guauo, sowie patent. aufgeschlossenem Peru-Guano(Juperphosphal) von Ohlendorff& Cie. — unter Controle des landwirthschaftiichen Vereins für Hessen— mit dem Bemerken, daß dle mit letzterem Dünger dieses Frühtabr angesiellten Versuche ganz auffallend günstige Resultate ergeben haben, wofür uns die besten Zeugnisse zur Hand siehen, mit welchen wir zu: Einsichinayme dereitwilligst dienen. Im Uedrigen bestieben wir uns auf die sebr empfeblende Erwähnung dieses Düngers durch Herrn Dr. Karmrodt in Bonn in Nr. 10 der Groß b. Dessischen landwerthschaftlichen Zetischrift. J. P. Lanz 8 Ci. in Mannheim, alleinige Jepositaires des pat. aul Peru-Guano füt das Großh. Hessen, Baden, Württemberg, Aheinbaiern und die Schweiz. Gefälligen Anträgen zum Wiederverkauf sehen wir entgegen. Schönes Waldecker Korn 2209 zur bevorstebenden Aussaat bei J. L. Nappolt. Zu verkaufen 2228 circa 50 Ohm Faß bei Relchelsheim. G. Ph. Eckhold. Ein braves Dienstmädchen, 2234 das bürgerlich kochen kann, wird bis Mitte Detober gegen guten Lohn in Dienst gesucht. Näheres zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Abziehbilder (zum Aufkleben auf Möbel, Tassen, Gläser ꝛc.) in größter Auswabl bet 5 Bindernagel& Schimpff. Zwei vollständig mäblirte immer 2216 mit schöner Aus sicht in meinem in der breiten Straße nächst der Burg gelegenen neu hergerichteten Wohnhause hade zu vermtethen Eduard Hirsch. 2239 In allen Buchhandlungen ist zu haben, in Fried⸗ derg und Naudelm del Bindernagel 4 Schimpff: b. Babo, die Etzeugung und Behandlung des Traubenweines nach den neueren Erfabrungen. Gebunden 48 kr. 2240 Von beute bis zum 30. d. M. Erste Sorte Brod 18 kr Zweite Sorte Brod 13 kr. W. Schreiber. C. Stelz. Haarlemer Blumenzwiebeln 2164 dei Jacob Herrmann. Wollene Hemden, wollene Unterjacken, sowie Unterhosen empfiehlt zu billigen Preisen Frucht preise. Per Malter. Friedberg, 16. September, Waizen 12 fl. 10 kr.; Rorp 8 fl. 40 tr.; Gerste 7 fl. 45 kr.z Hafer 5 fl.— kr. Frankfurt, 14. September. Waizen 12 fl. 45 kr.; Korn 10 fl.— kr.; Gerste— fl.— kr. Hafer 8 fl. 45 kr. Grünberg, 12. September. Waizen 12 fl. 21 kr.; Korn 8 fl. 40 fr.; Gerste 7 fl. 30 kr.; Hafer 4 fl. 46 kr.; Molter 8 fl.— kr.; Erbsen 8 fl. 57 kr.; Wicken— fl. — kr.; Saamen 14 fl. 18 kr.; Kartoffel“ Mainz, 11. Sept. Waizen 12 fl. 21 kr. 9 fl. 18 kr.; Gerste 7 fl. 47 kr.; Hafer 6 fl. 3 kr.; 2232 Donnerssag den 8. October findet bel dem Unter⸗ zeichneten in seinem neu decorirten Saale ein Ball sür Joraeliten statt, wobei ein vorzüglicher Wein verabreicht wird, und find alle Freunde dieses geselligen Vergnügens ergebenst eingeladen. Nieder Florftadt. Karl Wagner. 2231 In J. D. Sauerländer's Verlag in Frankfurt a. M. iff erschienen und bei Binder nagel und Schimpff in Friedberg und Nauheim zu haben: Die Spinnstube. Volhsbuch für das Jahr 1869. Herausgegeben von W. O. von Horn. Vlerundzwanzigster Jahrgang. Mit Stahistich& vielen Holzschnitten. So. geh. 45 kr. Aus dem reichbaltiger Jabalt dieses allbeliebten Vollsbuches heben wir besonders bervor: Die lebens frische Schmugglergeschichte vom Rhein aus dem Jahre 1811, die ergreifende Erzäblung aus dem Schwarz⸗ walde, dann Kapital und e nsen, eine Geschichte aus dem wirklichen Leben 1c. Daneben sehlt auch dieses Jahr nicht das körnige„Alie Gold“ und der liebens würdige Humor in Anekeoten und Räthseln. Corseten& Crinolines 1905 bei K. Friedrich neden der Post. FFF Todesanzeige und Vanksagung. 2229 Es hat dem Allmächtigen gefallen am 11. d. M. unsere geliebte Gattin und Mutter Mathilde Weckerling, geb. Althen, nach langem Leiden in eln besseres Jenselts ab⸗ zurufen. Wir machen allen biesigen und aus⸗ wärtigen Bekannten und Freunden hiermit die traurige Anzeige von diesem harten Schicksals⸗ schlage mit der Bitte um stille Theilnabme. Zugleich sagen wir allen Denen, welche die Ensschlafene zu ihrer letzten Rubestätte begleiteten, unsern tiefgefühlten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. e eee e Berichtigung. Brodpreise vom 16. bis 30. Sept. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Naudeim: f Sogenauntes Kasseler⸗Brod 1 Pfund 15 kr. * 5 128* 477 7 f 0 Erßte Sorte Brod 4 Pfund 16½ kr. 7. 77 77 E 7„ 15**„ 07 Zweite Sorte Brod 4 Pfund 14 kr. 1 77*„ 60 * 0 9% 1 0 30 6% Verantw. Red.: Hermann Schimpff. K. Friedrich. Kartoffeln 3 fl. 30 kr.; Roggenstrob per 100 Gebun 1600. neben der Post in Friedberg. 22 fl.— kr. Oruck und Verlag von Rindernagel& Schimon. Mitgethellt von** G I Oest. 250 fl. b. R. 1839 144 0. 8. eee Fran k fur ter Cours. 8„20, 1854 66% 6. 2 2„ 100 Pr. L. 1858 142½ fl. 16. September 1868. Cours der Staats papiere. 5 5 100 J 450 13 0 Festert. 3% Met. 1859 1. Lst. 61 ¼ 6. Gr. Hess. 4% Obligat. 90/ P. 1* 4. Je 15 4 85 0 1 1,0* Schwed. Thlr. 10-L. 10¾ F. 50% Nat.-Anl. 1854 52½ C. 3½j% Obligation.— 2 l 8 N% ö 17½0, 2 Bad. 35 fl. Loose 52½ P. 5 50% steuerfreie Oblg. 51½ G. Nassau 1005 70 55 db. 175 9771 e Kurh. 40 Thl.-L. b. R. 55 P breussen 4½0% Obiigat. d. Rth. 95 ¼½ G. 5 165 0 0 57 ½¼ 12 5.I. b. k. b * 0 40% 50 05 do. 89 5 Kurhess, 40% Obl. b. R. 3 10588 G. 7 Gr. 8 L. b. R. 40% Been 50% Obligation. 102 0. rrenkf. 37/% Obligat. 80/8 6. 2 N 25 ff d. n 30 0 „ 4½% ½fähr. b. kth.] 964.8 G. 0 3%/ do 2 4 Sard. 56 Fr. 1 b. B. 3 5 0 do do 90½ p. Russland 50% Obl. 1. L. à fl. 121 86¾ P. 5 ee eee Würtemb. 4½0%% Obl. b. Rth. 95 P. Finnland 4½% Pfdbr. I. R. 105 81 F. Pistolen f. 9 47—49 8 40% do do 88 G. Schweden 4½0% O. 1. R. à 105 86 ¼ P* 7 Doppelte„ 9 48—50 Bader 4½0% Obligat. 95 P. 70 4½% Pfb. I. R. 4 105—— 2 Preuss. Friedrd'or„„ 9 58—59 4% Obligat. 186 ¼ P. Amer. 0% Lt. 1. E. 182 7528, 2 ba bn 3635 5 2 2 8 e Rand-Ducate„ 3 36— Doll binbezanlte Eisenbahn- Actien und Prioritäten. 8 20 e e 5 9 200300 % Feyr. Ostbahn 123 6. sss% Liv. C. D.& 0/2. fr. A 28 Kr. 30 P. 2 Engl. Sozereigns.„ 11 54—58 50% sächsische Pfandbr. b. R. 693% E. 50% Tos. Centr.-Eisenb.-Pr. 47 P. 2 Russ. Imperiales„ 9 48—50 30% Oésterr. S1.-Elsenb.-Prlor. 52¾ d. 50% Elissbethbahn-Prior. 9% 74¾ P. A dold pr. Zoll- PT. 60% Oest. Süg St. u. Lomb. E. B. 96 F 5% do,. neueste Emiss.% 73½ G. ch. Silb. pr. Z. Pf. 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. ö 44 PF. 1 4½9 Heas. Lud wiæsb-Prior. 94½ G. Preuss. Kassensch.„ 1 4/8 45½ Wiener Weebsel- Cours 103/ G. I pollars in Geld„ 2 2728. — Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusichorung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünsclue Auskunft über Verloosungen, Coupons- Zahlungen g. 8. V. J. Lindheimer in Friedberg. Ball zu Klorstadt. durch 1 bürger al 0 1 deneffe! 0 3.100 une e Dusche werben! Waffen, thun D. auch D 5 Glan höher, gültige tatig berch ud di hun, die lie tier Of Bing 1 Krit