RWG 8 Dienslag den 17. März. nzeiger für Oberhessen. 1 33. — 17 2 dagen Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Antelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. anne 2— ene Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publiziren: Nr. 13. aub 1. Rechnungsablage, über die Verwendung der für das Jahr 1865 in dem Großherzogthum Hessen ausgeschriebenen Brandentschädigungs⸗Beiträge belt. Friedberg am 13. März 1868. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Dirsch gelreffend: Die Controle- Abhallungen. Friedberg den 14. März 1868. lle Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. 0 Nachstehende Bekanntmachung haben Sie in Ihren Bürgermeistereien bei der Schelle bekannt machen, auch den betreffenden Militär⸗ „ versonen noch besonders veröffentlichen zu lassen. Trapp. Weiß Bekanut machung. 0 9 Die Frühjahrs Controle pro 1868 im Kreise Friedberg, bestehend aus der J. Compagnie des 2. Bataillons 1. Landwehr⸗ a eegiments, werden in nachstehender Weise abgehalten. 18, I. Com a genie: 1 A. Im Hofe der Burgkaserne zu Friedberg. Schmidt Am 3. April 1868, Vormittags 9 Uhr. Hierbei haben zu erscheinen: sämmtliche Reservisten aller Waffen, sowie die zur 5 Disposition der Ersatzbehörden entlassenen und die zur Disposition der Truppentheile beurlaubten Mannschaften des Großherzogthums und — es Norddeutschen Bundes, aus den Bürgermeistereien Assenheim, Bauernheim, Beienheim, Bönstadt, Bruchenbrücken, Dorheim, Dornassenheim, Fauerbach b. F., Friedberg, Ilbenstadt, Langenhain, Melbach, Nauheim, Nieder⸗Florstadt, Nieder⸗Mörlen, Nieder-Rosbach, Nieder⸗Wöllstadt, U Ober ⸗Florstadt, Ober⸗Möoͤrlen, Ober⸗Rosbach, Ober-Wollstadt, Ockstadt, Ossenheim, Reichelsheim, Rödgen, Staden, Steinfurth, Södel, Schwalheim, Trais⸗Münzenberg, Weckesheim, Wickstadt, Wisselsheim, Wölfersheim und Ziegenberg. — B. Auf dem kleinen Exercierplatz bei Butzbach. 3 Am 3. April 1868, Nachmittags 3 Uhr. Die Mannschaften obiger Kategorien aus den Bürgermeistereien Bodenrod, de des Zutzbach, Fauerbach v. d. H., Gambach, Griedel, Hausen, Hoch⸗Weisel, Kirch⸗-Göns, Maibach, Münster, Münzenberg, Nieder-⸗Weisel, Oes, — Ostheim, Oppershofen, Pohl⸗Göns, Rockenberg und Wohnbach. ing Hierbei wird bemerkt, daß die Mannschaften die in ihren Händen befindlichen Militärpapiere mit zur Stelle zu bringen haben. 1 5 Jager, 1 0 6 Major und Bezirkscommandeur. bdelreffend: Ole Jusetten sressenden Thiere. Friedberg den 14. März 1868. 3 1 e e e e Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 6. Februar v. J. in Nr. 18 des Anzeigers von 1867, fordern wir Sie auf, binnen 1 8 Tagen zu berichten, was in dessen Folge von Ihnen geschehen und wie es mit Verbreitung der Nistkästen steht. ä Da die Staare bereits eingerückt sind, so ist schleunigst nachzuholen, was allenfalls seither versäumt wurde. 1 Hiesige Schreiner fertigen einen Nistkasten für 10—14 Kreuzer. ra e Detreffend: Die Versicherung der Feldfrüchte gegen Hagelschlag. Friedberg am 13. März 1868. Da D F bene . an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und den Polizeikommissär zu Wickstadt. Sie wollen Ihre Gemeindeangehörigen zur möglichst umfangreichen Betheiligung an den bestehenden Hagelversicherungsanstalten unter Hinweisung darauf, daß sie keinen Ersatz für Hagelschaden durch Gestattung von Collekten zu erwarten haben, veranlassen. war. Trapp. 1 ctrs. 5 8 M. 85, Ein la d u u g. Zu 2 51 Die Mitglieder der landwirthschaftlichen Section Butzbach und sonstige Freunde der Landwirthschaft werden auf 7 f Freitag den 20. März, Mittags 2 Uhr, A in l ö zu einer landwirthschaftlichen Besprechung hierher ergebenst eingeladen. en da Gegenstände dieser Besprechung sind: 3) Liegen für die hiesige Gegend Versuche mit Doppelculturen 5 2 g und welches waren im bejahenden Falle die Resultate davon 4 U. ö 1. r 4 zu verfahren, um Herr Dr. Henkelmann wird anknüpfend an Frage 1 Mit⸗ 1 1 9 ge d 5 5 l e theilungen über den Kartoffelbau machen. 20 2) Welche Erfahrungen sind bis jetzt hinsichtlich der Kartoffel. Butzbach am 1. März 1868. 220 krankheiten gemacht worden? Hechler 1 2. N 10 9 110 Hessen. Darmstadt, 13. März. Zweite Gesetz einstimmig angenommen.— Volhard Summe von 2500 fl., welche Anforderung auch 70007 Rammer. Die Regierung hatte diesem Landtag stellt den Antrag, die Regierung um Vorlage s genehmigt wird. 0 f chon einen Gesetzentwurf wegen Aufhebung der eines Gesetzes zu ersuchen, wodurch bezüglich des— Wie verlautet, trägt der Finanzausschuß 50% 6. lesetzlichen Bestimmungen über die Höhe des Verbotes des Nehmens von Zinseszinsen Rechts. zweiter Kammer mit starker Majorität auf Geneh⸗ ——— Zinsfußes vorgelegt, der in der zweiten Kammer gleichheit in den verschiedenen Provinzen des migung der mit der Ludwigsbahn-Gesellschaft und 4 1 iuch zur Annahme gelangte, jedoch in der ersten Landes hergestellt wird. Es ist nämlich in den[dem Bankhause von Erlanger und Söhne ab- g. stammer noch nicht zur Verhandlung kam. Da diesseitigen Provinzen verboten, Zinsen von Zinsengeschlossenen Eisenbahn-Vertraͤge unter annehmbaren 192 mzwischen der norddeutsche Bund diesen Gegen- zu nehmen, während ein solches in Rheinhessen] Modifikationen an. tand auf dem Wege der Gesetzgebung geregelt gestattet ist. Der Antragsteller hält das noch— Des Großherzogs K. H. hat die Ein- 9 24 hatte, zog die Regierung im Interesse der Rechts- bestehende Verbot für veraltet und unzweckmäßig.setzung einer Prüfungs-Commisston für einjährig g 2 linheit ihren Entwurf zurück und legte statt dessen[ Die Kammer nimmt diesen Antrag mit allen Freiwillige mit dem Sitze zu Darmstadt genehmigt. * as vom norddeutschen Bund erlassene Gesetz vor, gegen 6 Stimmen an.— Für den Neubau eines Anmeldungen zum einjährigen freiwilligen Dienst vessen Annahme auch der Ausschluß der Kammer Forsthauses an der Apfelbachbrücke in der Ober- haben von jetzt an bei dieser Commission zu er- umpfiehlt. Nach kurzer Debatte wird das ganze sörsterei Mörfelden fordert die Regierung die[folgen. Zu ordentlichen Mitgliedern derselben 7 . 2 — PPP TT———T—T—T—T—T— 2—. — sind der Gr. Regierungerath Strecker und der Gr. Kreisassessor von Marquard, zu außerordent⸗ lichen Mitgliedern der Gr. Gymnasial-Direktor Dr. Boßler und der Lehrer von der technischen Schule Dr. Dölp bestellt worden. Die militärischen Mitglieder der Commission werden von der Gr. Division ernannt werden. — Die„Hess. Volksbl.“ melden: Wie uns mitgetheilt wird, sind im Schooße der Greßh. Obermedicinaldirektion Berathungen gepflogen worden, um einem weiteren Einschleppen des sog. Fleckentyphus durch croatische Mausfallenhändler durch Verwaltungsmaßregeln zu begegnen. Manche Kreisämter haben übrigens die Initiative ergriffen und lassen die hausirenden Bewohner des Banats ohne Weiteres über die Grenze bringen. — Am Namenstage der verstorbenen Groß- herzogin Mathilde hat des Großherzogs K.., ähnlich wie in früheren Jahren, der Mathilden⸗ stiftung 900 fl., dem Mathilden⸗Landkrankenhause 300 fl., dem Diakonissenhause 150 fl., den barm⸗ herzigen Schwestern 150 fl., der Kleinkinderschule zu Darmstadt 100 fl., dem Rettungshause in Hähnlein 200 fl., der Blindenanstalt in Friedberg 100 fl., zusammen 1900 fl. zugewiesen. R Friedberg. Der in der vor. Nummer d. Bl. enthaltene Artikel„H. Friedberg“, betr. die Verhältnisse der hiesigen Burgkirche und den seiner Zeit von der fath. Gemeinde erhobenen Anspruch auf Mitgebrauch derselben, macht einige Gegenbemerkungen nöthig. Zunächst, auch alles Thatsächliche als richtig zugegeben, könnte von einem„Recht“ der kathol. Gemeinde auf jene Kirche doch nicht gesprochen werden. Ein Recht würde aus den dort behaupteten Thatsachen nur für den Burggrafen v. Westphalen resp. dessen Erben erwachsen sein, nur er hätte auf Grund derselben eine Forderung erheben können, ähnlich wie aus dem Prager Frieden für Dänemark kein Recht auf Nordschleswig erwachsen ist, sondern nur der Kaiser von Oesterreich das Recht hat, die Erfüllung der dort gegebenen Zusagen in Betreff Nordschleswigs zu fordern. Doch auch abgesehen von dieser juristischen Formfrage, unter- liegt die dort gegebene Darstellung der Verhältnisse gegründeten Zweifeln. Es ist allerdings richtig, daß der Burggraf v. Westphalen, als damaliger Landes- herr, stark damit umging, die neu zu errichtende Burgkirche zu einer gemeinschaftlichen zu machen, und es mag recht sein, daß er in dieser Voraus- sicht reichlicher zu dem Bau steuerte, als sonst wohl geschehen sein würde. Das Projekt hing eng mit gewissen Bestrebungen ähnlicher Art zusammen, welche einen großen Theil des vorigen Jabrhunderts hindurch in der Burg Friedberg spielten und worüber man in Dieffenbach's Geschichte von Friedberg, S. 274276, Näheres nachsehen kann. Die Annexion an Hessen machte denselben ein Ende, da der neue Landesherr anderen Sinnes war. Von gestellten und angenommenen„Bedin- gungen“, von einem geschlossenen Vertrag oder „Abkommen“ weiß aber die Geschichte nichts. Wer den Bericht in Dieffenbach's Geschichte liest, wird schwerlich der Meinung sein, daß der Graf v. Westphalen und seine Freunde unter den da⸗ maligen Burgmannen aus bloser„Naivität“ es verabsäumt hätten, ein für sie günstiges Ab⸗ kommen durch Brief und Siegel sicher zu stellen. Man hat deßhalb auch, so viel bekannt, bei den späteren Versuchen die Burgkirche zur Simultan⸗ kirche zu machen, sich nie auf jenes angebliche Recht gestützt, sondern darauf, daß dem Groß⸗ herzoglichen Fiskus freie Verfügung über die Burgkirche zustehe, von welchem man darum die theilweise Ueberlassung derselben erbat. Da übrigens der Herr H.⸗Correspondent selbst zugibt, daß für jenes Recht ein urkundlicher Beleg nicht vorhanden sei, so hätte er, meinen wir, mit dem von ihm ausgesprochenen Vorwurfe der Rechtsverletzung und des Vertragsbruches etwas vorsichtiger sein dürfen; man erhebt solche Anklagen doch nur dann, wenn man Beweise dafür hat. Preußen. Berlin. Wie die„Kreuzztg.“ meldet, wird dem norddeutschen Reichstage ein Gesetzentwurf, betreffend die Einrichtung einer Oberrechnungskammer des norddeutschen Bundes vorgelegt werden. — Ein demokratisches Blatt in der Provinz Ostpreußen macht dringend darauf aufmerksam, daß Angesichts des nahenden Früh⸗ jahres eine schleunige Herbeischaffun der Saatfrüchte, mit der immer no gezögert wird, durchaus nothwendig sei, da sonst schon wegen des Mangels der nöthigen Transportmittel dieselben nicht bis zur Saakzeit an Ort und Stelle sein können. Auch stellt das Blatt eine Berechnung an, wonach der Regierungsbezirk Gumbinnen allein um die Hälfte mehr braucht, als von den Kammern zur Abhülfe der Noth überhaupt bewilligt worden ist. — Ueber den Inhalt des Gesetzentwurfs, be— treffend die Tabakssteuer, hört man Folgendes: Die Produktionssteuer auf inländischen Tabak soll in der Weise erhöht werden, daß sie statt 20 Sgr. durchweg 1 Thlr. 20 Sgr. pro Centner aufbringt. Der Eingangszoll auf ausländischen Tabak soll von 4 auf 6 Thlr. erhöht, der Zoll für eingehende Tabakfabrikate in folgender Weise normirt werden: 1) für Rauchtabak: Rollen, abgerollte oder ent- rippte Blätter, Karotten oder Stengel zu Schnupf⸗ tabak 11 Thaler per Centner; 2) für Schnupf⸗ tabak 20 Thlr. per Centner; 3) für Cigarren 25 Thlr. per Centner. Die Steuer von inlän⸗ dischem Tabak soll zum ersten Mal für den im Jahre 1869 gebauten Tabak erhoben werden. Eine Erlassung dieser Steuer soll eintreten bei Mißwachs und anderen Unglücksfällen, wenn die Ernte ganz oder größtentheils verdorben ist. — Prinz Napoleon ist am 14. d. M. von hier abgereist und hat sich nach Dresden begeben, von wo aus dessen Ankunft bereits gemeldet wird. — Das Spielbankgesetz ist von allerhöchster Stelle vollzogen und wird in der nächsten Nummer der Gesetzsammlung publizirt werden. — Dem Bundesrathe wurden von Seiten des Präsidiums folgende Vorlagen übergeben und von ersterem den betreffenden Ausschüssen über— wiesen: Gesetz, betreffend die Abänderung des Haushaltsetats pro 1868; Gesetz, betreffend die Quartierleistung für die bewaffnete Macht; Post⸗ vertrag mit Ungarn; Entwurf eines Vertrags mit Hessen, betreffend die Besteuerung von Brannt- wein und Tabak; Anträge Bayerns, Württembergs, Badens und Hessens auf vertragsmäßige Feststellung gegenseitiger Freizügigkeit; Anordnung gemein- samer Formulare zu Schiffscertificaten; Förderung des Grimm'schen Wörterbuchs; ferner ein Antrag Sachsens auf Bearbeitung eines Bundesgesetzes zum Schutz des Urheberrechts an literarischen Erzeugnissen und Werken der Künste. Kassel. Am 13. d. wurden der Redakteur der hier erscheinenden„Hess. Volksztg.“, Herr Adam Trabert, sowie der Verleger des genannten Blattes, Herr Plaut, verhaftet und von hier nach Berlin abgeführt. Eine Haussuchung hat ebensowohl in der Expedition als der Druckerei dieser Zeitung stattgefunden. Gerüchtweise ver⸗ lautet, es stehe dieses Einschreiten mit der Ver⸗ breitung des„aufrührerischen Flugblattes“ oder der Schrift„die Todtengräber des kurhessischen Land- rechtes“ in Verbindung. Sachsen. Dresden. Vor einigen Tagen wurde hier ein Individuum verhaftet, welches auf den vorüberreitenden Kronprinzen eine Pistole anschlug; dasselbe wurde verhört und dann dem Krankenhause übergeben. Der Attentäter ist als ein Dresdener Schirmmacher recognoscirt worden. Die Waffe war geladen, der Attentäter befindet sich noch im Krankenhause. Oesterreich. Wien. Der Gemeinderath von Wien hat den Seminardirektor Dittes in Gotha zum Direktor der communalen Fortbildungs- anstalt für Lehrer ernannt und ihm einen Gehalt von 4200 fl. zugesichert; erster Lehrer an der Fortbildungsanstalt und zugleich Oberlehrer an der zu errichtenden Gemeinde-Musterschule mit einem Gehalt von 2800 fl. wird Hr. Eikenköther, Ordinarius am Seminar zu Hildesheim. Da Herr Dittes Protestant ist, so erklärte der kathol. Geistliche und Gemeinderath Gatscher, sein Ge⸗ wissen erlaube ihm nicht, dafür zu stimmen, daß der weit überwiegend katholischen Gemeinde Wien werde. Hierauf erklärte der Gemeinderath Frank, er sei zwar Israelit, aber er werde doch für Herrn Dittes stimmen, obgleich dieser in einer seiner Schriften gesagt habe, das Christenthum sei das höchste Gut des Menschen und der beste Christ sei auch der beste Mensch. Frankreich. Die in Paris erscheinende, das Inter esse Königs Georg verfechtende Zeitung „Situation“ veröffentlicht die angeblich mit 850,000 Unterschriften bedeckte hannöversche Adresse. Das Aktenstück wendet sich an die Regierungen von England, Frankreich, Oesterreich und Ruß- land; die Unterzeichner erklären, daß sie noch immer den König Georg V. als ihren einzigen rechtmäßigen Herren ansehen, und bitten die er⸗ wähnten Regierungen, der neuen Ordnung der Dinge ihre völkerrechtliche Anerkennung zu versagen. — In Toulouse haben gelegentlich der Organisation der mobilen Nationalgarde Ruhe⸗ störungen von bedeutender Ausdehnung stattgefunden. Das Bureau des Haupt⸗Polizeicommissärs wurde durch die Massen gestürmt, sodann wird die Zer⸗ trümmerung einer großen Anzahl von Straßen- laternen, von Fensterscheiben am Rathhause, am Marschallspalaste und an der verdeckten Markthalle gemeldet. theilungen von Cavallerie und Infanterie auf dem Capitolplatze Position und Patrouillen gingen nach allen Richtungen aus. Nachts um 1 Uhr verließen noch andere Truppentheile ihre Kasernen. — Briefen aus Algerien zufolge ist die Hungersnoth dort so fürchterlich, daß mehrere Fälle von Menschenfresserei vorgekommen sind. Marschall Mac⸗Mahon ist nach Frankreich gereist, wo er um eine Unterstützung von etwa emer Million dringend nachsuchen will. Die Regierungs⸗Behörden thun Alles, was in ihren Kräften steht, um der eingebornen Bevölkerung Arbeit zu verschaffen. * Friedberg. Die wegen einer kürzlich dahler auf⸗ gefundenen Kindesleiche eingeleitete gerichtliche Untersuchung hatte, wie man vernimmt, zu der Verhaftung einer im betreffenden Hause in Diensten stehenden Person geführt, welche jedoch folgenden Morgens wieder freigegeben wurde. Dieser Tage ist dieselbe jedoch abermals gefänglich eingezogen worden, nachdem sich neue gewichtige Verdachts⸗ gründe gegen sie ergeben haben sollen. Darmstadt. Von hiesigen Blättern wird die auch im„Anz. f. O.“ gebrachte Nachricht von dem Tode des Kupferdruckers Felsing als irrig bezeichnet. Es soll erfreulicherweise eine Besserung in dem Befinden des Kranken eingetreten sein. Vom Main schreibt das„Fr. Journ.“: Bekanntlich ist der Direktor der Darmstädter Bank, Herr Wendelstadt, vor Kurzem nach Florenz gereist, um daselbst die Sache der durch das Verfahren der italienischen Regierung ge⸗ schädigten Inhaber von Coupons und Obligationen der vormaligen Livorneser Eisenbahnen zu belrelben. Herr Wendelstadt wird in seinen Bemühungen als Vertreter vieler Coupons⸗ und Obligationeninhaber dem Vernehmen nach von der preußischen Gesandtschaft energisch unternützt, und auch der Gefandte Badens hat von seiner Regie⸗ rung den Auftrag erhalten, sich für die Interessen der Obligationenbesitzer kräftig zu verwenden, und ist dem nachgekommen. Hat die italtenische Regierung auch noch nicht nachgegeben, so ist doch zu hoffen, daß sie sich schon ihres Credits wegen, der durch das von ihr eingeschlagene Verfahren nur einen weiteren Stoß erfahren würde, schließ⸗ lich bequemen wird, den Beiheiligten gerecht zu werden. Rechenschaftsbericht des Berliner Hülfsvereins für Ostpreußen. St. Friedberg, 10. März. Von dem unter dem Protectorate Sr. Königl. Hoheit des Kron⸗ prinzen von Preußen stehenden Hülfsvereine für Ostpreußen ist in diesen Tagen ein„vorläufiger Rechenschaftsbericht“ veröffentlicht und auch an das hiesige Comits geschickt worden, den man mit Folgendem auszüglich zur allgemeinen Kenntniß zu bringen sich veranlaßt hält: „Unser zur Milderung des Nothstandes in Ostpreußen ergangener Aufruf vom 20. December v. J. hat in allen Provinzen Preußens, in allen Theilen Deutschlands und weit über die Grenzen desselben hinaus den erfreulichsten Anklang ge⸗ funden. Von allen Seiten sind uns reiche Gaben an Geld, Nahrungsmitteln und Kleidungsstücken zur Verfügung gestellt worden. Indem wir allen edlen Menschenfreunden, welche uns in unserer ebenso großen, als schwierigen Aufgabe so liebe⸗ ein Protestant Direktor der obersten Lehranstalt Nachts 11⅝ Uhr nahmen starke Ab⸗ 1 Geldmit Aufruf vorzugs lichung daher an den Meliore Stande einzelnen sch mit schüsen gestellten Beaussie des Sp Bescha berg e errichte en d. oll unterstützt haben, unsern wärmssen und innigsten Dank darbringen, halten wir es für Pflicht, über die Art und Weise unsrer Wirksamkeit in Nachstehendem einen vorläufigen Rechenschaftsbericht abzustatten. Unsre erste Aufgabe war, in der bedrängten Provinz geeignete Organe für unsre Thätigkeit zu gewinnen. Wir haben deshalb die in Ost— preußen bestehenden 67 landwirthschaftlichen Vereine deranlaßt, in jedem der 35 landräthlichen Kreise sich über einen nicht sehr zahlreichen Kreisausschuß zu verständigen, welchem die Erledigung der erwachsenden Arbeiten anvertraut werden könne. Mit diesem Ausschuß sind die neu errichteten Zweigvereine des vaterländischen Frauenvereins, sowie die innerhalb der Kreise bestehenden Erwerbs— und Wirthschaftsgenossenschaften durch Abgeordnete in angemessene Verbindung gesetzt worden, um möglichste Einheitlichkeit des Wirkens zu erzielen. Von den Kreis ⸗Ausschüssen sind die Kreise nach den Kirchspielen oder andern Abgrenzungen in Districte getheilt und für diese besondere Ver⸗ rauensmänner oder Kommissionen gewählt worden, welche die Organe der Ausschüsse bilden. In Betreff der Verwendung der eingehenden Beldmittel halten wir an dem in unserm ersten Aufruf ausgesprochenen Grundsatze fest, daß wir dorzugsweise Unterstützung durch Arbeitsermög⸗ lichung ins Auge fassen würden. Wir suchen daher demjenigen Theil der Bevölkerung, welcher an den begonnenen Eisenbahn-, Chaussee- und Meliorations-Arbeiten Theil zu nehmen nicht im Stande ist, eine häusliche Beschäftigung durch Spinnen, Weben, Stricken, Nähen u. s. w. zu verschaffen. Von diesen Arbeiten ist namentlich das Spinnen von Flachs, Werg und Wolle die— jenige, welche sich am raschesten überall ins Werk setzen läßt und die befriedigendsten Resultate ergiebt. Um diese Arbeit zu organisiren, sind in den einzelnen Kirchspielen Spinnstationen errichtet, die ich mit der Vertheilung des von den Kreisaus— schüssen aus den ihnen von uns zur Verfügung Zestellten Mitteln angeschafften Materials, mit der Beaufsichtigung der Arbeit und der Auszahlung des Spinnerlohns befassen. Zur ununterbrochenen Beschaffung des Materials haben wir in Königs- berg ein größeres Lager von Flachs und Werg trrichtet, während wir die Wolle von hier aus an die Arbeitsstellen liefern. Die gesponnenen Garne werden entweder an Ort und Stelle weiter verarbeitet oder durch unsre Ver mittelung anderweit verkauft, der Erlös fließt in die Kassen der Kreis ⸗Ausschüsse zur Fortsetzung ihrer Thätigkeit. Der Spinnerlohn, welcher erheblich höher ungesetzt ist, als in gewöhnlichen Zeiten, wird in Marken ausgezahlt, für welche in den überall errichteten öffentlichen Küchen Suppe und andere Speisen verabreicht werden, die aber einen höheren Werth haben, als die Marken. Letztere werden alsdann nicht zum Nennwerthe, sondern nach dem Rostenpreis der Nahrungsmittel von unseren Drganen ausgewechselt und so den Küchen die Möglichkeit ihrer Fortdauer gewährt. Außerdem haben wir dahier in Berlin eine Zroße Brodbäckerei eingerichtet, aus welcher wir jede Woche 20,000 Laibe Brod in die bedrängte Provinz schicken und dort zu einem geringeren, als dem Kostenpreis ablassen. Diejenigen Gaben an Geld, Nahrungsmitteln und Kleidern, die uns mit dem Wunsch oder der Bedingung zugekommen sind, daß sie, ohne dafür eine Gegenleistung durch Arbeit zu verlangen, den Nothleidenden sofort überwiesen werden sollten, sind namentlich in den vom Typhus heimgesuchten Gegenden sofort vertheilt worden. Im Ganzen sind bis zum 25. Februar nach Ostpreußen geschickt worden: 1. Flachs, Wolle, Werg in Natur für if! 415 Thlr. 12034 7 3. Erbsen für. 5 3 r,, 2000 5. Baar zur Anschaffung von Spinn⸗ Matera!!! 81391 6. Zu direkten Unterstützungen mit Geld, Nahrungsmitteln 1c. 5165„ Zusammen 203538 Thlr. Fast in allen Kreisen wird die Spinnerei in sehr großem Maßstab betrieben. In vielen find fortwährend 2—3000 Spinnräder in Bewegung, in einigen steigt deren Zahl bis auf 6000. Bei 6000 Spinnereien beträgt der Werth des täglich zur Verarbeitung kommenden Materials etwa 300 Thlr. und der Spinnerlohn täglich etwa 400 Thlr., bei der Verabreichung von Nahrungs- mitteln aber noch beträchtlich höher. Unser Prinzip, nicht direkte Unterstützung, sondern nur Gelegenheit zur Arbeit zu gewähren, ist anfänglich vielfach angegriffen worden In den nothleidenden Landestheilen selbst aber findet dasselbe allgemeine und volle Zustimmung. Zu— nächst läßt es sich leicht einsehen, daß wir auf diesem Wege, der fortwährend durch Verwerthung der Arbeit zu neuer Einnahme führt, mit den uns zur Verfügung stehenden Geldmitteln viel weiter reichen, als wenn wir dieselben zu direkten Unterstützunngen verwandt hätten. Viel wichtiger für uns ist aber ein anderer Gesichtspunkt. Man erkennt allgemein an, daß die Unterstützung durch Gewährung von Arbeit der Bevölkerung das drückende Bewußtsein des Almosen-Empfangens erspart, das Gefühl der Selbstständigkeit aufrecht erhält und durch die Möglichkeit, sich selbst zu helfen, zu Thätigkeit und Energie anspornt, während die direkte Unterstützung mehr oder minder demoralisirend einwirkt und gar leicht zu dem traurigen Irrthum verleitet, daß ein Anspruch auf Unterstützung bestehe und daß es darum be⸗ quemer sei, die Unterstützung im trägen Nichtsthun abzuwarten und aufpochend zu fordern, als sich die Subsistenzmittel durch Arbeit zu verdienen. Bei Verhältnissen, wie sie in Ostpreußen ob— walteten und leider noch obwalten, ist es aller— dings unerläßlich, auch die direkte Unterstützung in großem Umfange eintreten zu lassen. Aber gerade, weil in dieser Richtung von andern Seiten her in sehr dankenswerther Weise gewirkt wird, halten wir uns für berechtigt und verpflichtet, unsrerseits den von Anfang an aufgestellten Grund— satz festzuhalten. Daß wir uns dabei auf dem richtigen Weg befinden, daß wenigstens der bessere Theil der Bevölkerung so fühlt, wie wir voraussetzen, dafür bürgt einmal die Thatsache, daß ungeachtet der spärlichen Lohnsätze, welche wir nicht überschreiten dürfen, der Zudrang zu unseren Spinnereien ein ganz gewaltiger, alle Erwartung übersteigender ist, und zum Andern, daß die kreisständischen Korporationen in mehreren Kreisen, wie sehr auch ihre Kräfte anderweitig in Anspruch genommen sind, grade für unsere Bestrebungen nicht uner- hebliche Beihülfen bewilligt haben. Im Allgemeinen glauben wir auf das, was bisher geleistet und erreicht worden ist, nicht ohne Befriedigung zurückblicken zu können. Allerdings würden die Kräfte unsres Vereins nicht allein ausgereicht haben. Aber dadurch, daß zugleich die von den Staatsbehörden und den kreisständi⸗ schen Korporationen eröffneten zahlreichen Arbeits- stellen der kräftigen Bevölkerung schon bisher Gelegenheit zur Beschäftigung und Verdienst ge⸗ währt haben und bei günstigen Witterungsver⸗ hältnissen hoffentlich bald in größtem Umfange gewähren werden, und daß der vaterländische Frauenverein und andere Vereine, ebenso wie unser Verein, mit reichen Gaben bedacht worden sind, ist es dahin gekommen, daß das Herumziehen von ganzen Schagren von Bittenden oder Bettlern aufgehört hat, daß die in den bleichen Gesichtern, in der Kraftlosigkeit und Stumpfheit eines großen Theils der Bevölkerung sichtbar gewordenen Folgen des Mangels und der Entbehrung mehr und mehr verschwinden und daß eine Rückkehr der früheren trostlosen Zustände nicht zu besorgen ist, sofern das begonnene segensreiche Werk von uns und den übrigen Vereinen in der bisherigen Weise fortgesetzt werden kann. Aber die Aufgabe bleibt noch eine große und schwierige. Der Nothstand tritt nicht mehr in der herzzerreißenden Gestalt zu Tage, wie früher, aber an Umfang ist er im Zunehmen begriffen. Ganze Kreise, welche anfänglich auf fremde Hülfe verzichten zu können glaubten, sehen sich jetzt ebenfalls genöthigt, Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Anfänglich waren es besonders die besitzlosen Klassen, die Taglöhner, welche sich in Noth befanden, jetzt, nachdem der geringe Ertrag der verdorbenen Ernte aufgezehrt ist, zeigt sich die Noth auch bei den kleinen Grundbesitzern. Ebenso dehnt sich in den Städten der Kreis der Noth- leidenden immer weiter aus. So treten immer neue und zahlreichere Bitten um Arbeit an uns heran, und wir halten es für Pflicht, auch diese neuen Bitten, soweit es unsre Mittel gestatten, nicht unberücksichtigt zu lassen. Im Vertrauen auf Gott, im Vertrauen auf die werkthätige Liebe unsrer Mitmenschen in der Nähe und Ferne haben wir unser Werk begonnen. In diesem Vertrauen werden wir es getrost fort setzen. Sollten unsere Mittel nicht mehr aus- reichen, so werden wir von Neuem bitten, und wie unsere erste Bitte reiche Früchte gebracht hat und fortwährend bringt, so wird auch der zweiten der Erfolg nicht fehlen. Das gebe Gott! Der Hülfsverein für Ostpreußen. Im Auftrag desselben: v. Pato w, Vorsitzender. 194 Der Ackersmann Philipp Gruner von Nieder⸗ iffigbeim hat glaubhaft angezeigt, daß sein Vermögen Überschuldet sei. Es wird deshalb zur Abwendung des körmlichen Concurses Termin auf den 24. März d. J., Vormittags 9 Uhr, unher,— Schloßstraße Nr. 26— bestimmt, in welchem die Gläubiger ihre Forderungen anzumelden und zu be gründen, auch sich zum Güteversuch einzufinden haben. Die nicht erscheinenden Gläubiger werden als den Beschlüssen der Mebrheit beitretend betrachtet. Hanau am 20. Februar 1868. Königliches Amtsgericht Abthellung II. Kö sster. ydt. Franckenberg. 158 Epileptische Krämpfe(Fallsucht) heilt Pr. O. Killisch, Speclalarzt für Epilepfie, Berlin, Jägerstr. 75/76. Auswärtige brieflich. Ein möblirtes Zimmer 529 nebst Cabinet hat zu vermieten A. Heck's Wittwe in der Burg. r —— Bekanntmachung. 619 Es ist wiederholt vorgekommen, daß aus den in den Städten aushängenden Briefkasten Briefe derartig hervorgestanden haben, daß dieselben mit Leichtigkeit wieder herausgenommen werden konnten. Meist ift der Grund hiervon nicht sowohl in einer Uebersüllung der Briefkasten, als vielmehr darin zu suchen, daß einzelne Briefe entweder quer oder nicht tief genug in den Kasten bineingesteckt worden find und dadurch die Brlefkastenöffnung verstopft worden. Das Publikum wird in Folge dessen ersucht, beim Einlegen von Briefen in die Briefkassen die noͤthige Vorsich: zu beobachten und darauf zu sehen, daß die Briefe immer vollständig in den Brieskasten hinabgleiten. Darmstadt den 12 März 1868. Der Ober-Post- Director Va bl. 618 Der Verkauf von 1 Aepfel⸗& Birnstämmchen aus meiner Baumschule ist wiever eröffnet. Mel bach. W. Philippi. Die billigsten elegant und solid gearbeitet zu haben in dem Möbellager der Gebrüder Blum, Rheinstraße. Darmstadt. Verpackung unter Garantie wird dilligst berechnet. gjährige Jpargelpflauzen, Ulmer und Darmstädter, hat zu verkaufen J. Dönges in der Burg. Die Lungenschwindsucht 222 wird naturgemaͤß, obne innerliche Medica⸗ mente geheilt. Adresse: Dr. H. Rottmann in Mann- 621 heim.(Gegenseitig franco.) 9 Verstei Holz- Versteigerung. 627 Montag den 23. März, Vormittags 9 Uhr, kommen aus den Freibherrlich von Franckenstein'schen Walddisiricten„Kreuztannen“,„Tannenwiese“ ze. in der Gemarkung Ockstadt bet Friedberg zur offentlichen Ver⸗ rm. in 16 Stüc 496 Gbkjg. K esern-Stammbolz, Nu pi 36„ Weißlannen⸗Stammbolz, 20„ Fichten ⸗Stammbolz, 3086 künge, 1 Eichenstamm von 5 Cbkfß., 15 Eichenstangen von 25 Cbkfß., 575 Weißtannenstangen von 226 Cbkfß., 1 Stecken Nadel⸗Prügelholz, 2½ Stecken Nadel⸗ Stockholz, 55 Wellen Eichen-Reisholz, 484 Wellen Aspen⸗ Reisholz, 975 Wellen Nadel Retsholz. Die Zusammenkunft findet statt im Distriete Kreuz ⸗ tannen. Ockstadt am 14. März 1868. Wilbrand, Fteiherrlich von Franckenstein'scher Oberförster. Holz⸗Versteigerung. 628 Donnerstag den 19. l. Mis., des Morgens um 9 Uhr anfangend, sollen in dem Gemeindewald Nieder Rosbach nachstehend verzeichnete Gehölze, als: / Stecken Eichen⸗Scheitholz, 1„ Ascpen⸗Scheitholz, 3 5 Buchen⸗Prügelholz, 67„ Eichen⸗Prügelholz, 3½„ Aaopen⸗Prügelholz, 268/„ Buchen ⸗Stockholz, 5 q04„ Eichen⸗Stockbolz, 1 7„ Aspen-Nadel⸗Stockholz, 3444 Stück Buchen Wellen, 927„ Eichen⸗Wellen, 117„ Aspen⸗Nadel⸗Wellen, 136 Gebund Ginstern, Stück Eichen⸗ Stämme von 15 bis 30 Fuß Länge und 5½ bis 9 Zoll Durchmesser, 145 Cubilfuß haltend, 3 Stück Nadel⸗Stämme von 40 Fuß Länge 1 und 7 bis 13½ Zoll Durchmesser, 83 Cubik⸗ ö 5 fuß haltend, Stück Eichen⸗Stangen zu Wagnerholz ge⸗ eignet, 23 Stück Nadel⸗Stangen, meifibietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist an dem Rothenstoß. Nieder⸗Rosbach am 15. März 1868. Großherzogliche 1 Nieder⸗ Rosbach o st. 1. Versteigerung. 4 592 Mittwoch den 18. März d. J., lasse ich weßen Abzugs folgende Gegenstände meistbietend verkaufen: 1) mehrere 100 Ctr. Streu- und Futterstroh, * 2) Spreu, feine und grobe, circa 500 Körbe, 3) einen Dampfkessel nebst Einrichtung zum Futter ⸗ dämpfen, 4) Roßgang, 5) mehrere gusserne Wasser⸗ und Pfuhlpumpen, 6) ein Chalsengeschirr, g 7) einen eisernen und kupfernen Kessel, O eine Walze, 9) ein Pfuhlwagen nebst Faß, N 10) ein leichtes Wägelchen, 14 11) einen großen Komposthaufen, 4 12) Fässer, Bütten, Häckselbänke, Schrotmühle u. s. w. 13 Die Versteigerung nimmt Morgens 10 Uhr ihren 18 Anfang Wölfersheim den 10. März 1868. F. Schwarz. Daumakerial- Versteigerung. 622 Mittwoch den 18. d. Mis. Vormittags 10 Uhr, läßt der Unterzeichnete auf dem Weckeshelmer Berg⸗ N werk folgende Baumaterialten meistbtetend versteigern: 0 1) enca 18,000 Stück gut erhaltene Lehmsteine, 2) eine Anzahl Dachsparren, 3) eine Parihle Streckholz und Balken, 4) 3 zweiflügelige verdoppelte Hausthüren mit Sand⸗ 5 steingewänden 5 5½“ breit, 9“ hoch im Lichten, 5) 4 gußeiserne, zweiflügeltge Fenste: nebst Sand⸗ steingewänden, 4“ 2“ breit, 3“ hoch im Lichten. Dieselben eignen sich besonders zu Stallfenstern. Ferner: Donnerssag den 19. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, ouf dem Zimmerplatz zu Reichelsheim eine Parthie beschlagenes Bauholz: 1) 3 Duüurchzüge von 50“ Länge, 2) ungefähr 20 fan meistens 307 lang. Gegen vorschelftsmäßige Bürgscheine wird Za. frist bis 1. October d. J. gestattet N Reichelsheim am 15. März 1868. Thomas Sprengel. Ueber 100 Ctr. gutes Hen 595 und eine ziemliche Quantität gutes Grummet find zu verkaufen im Pfarrhofe zu Münster bei Butzbach. f n 3 e CONCERT des akademischen Musikdirektors W. Miekler Dienstag den 2. März 1868 in der Stadtkirche: 2 0 Elias, Oratorium nach Worten des alten Testaments für Solostimmen, Chor und grosses Orchester, componirt von Felix Mendelssohn- Bartholdy. unter gütiger Mitwirkung der Frau Bertram-Meier aus Mainz, der Fräulein M. Schneider, der Herren A. Ruff und H. Behr aus Mainz, sowie des akade- mischen Gesangvereins. Das Orchester ist durch Hinzuziehung auswärtiger Künstler namhaft verstärkt. Anfang 4½ Uhr, Ende 7 Uhr. kintrittskarten: tür einen nummerirten Platz im Schiff der Kirche und auf der Orgel 1 fl. 30 kr., tür einen nichtnummerirten Platz im Schiff der Kirche und auf der Grgel, sowie auf der ersten Emporbühne f fl., für die zweite Emporbühne 30 kr. und Text des Oratoriums für 3 kr., sind in den Buchhandlungen der Herren J. Ricker und W. Ferber zu haben. 594(Die Kirche ist geheizt.) Für Pferdeliebhaber. 565 Bei dem am 30. und 31. März und 1. April dahter stattfindenden Pferdemarkt werden von dem unier⸗ zeichneten Comiis für etrca 40,000 Thaler 61 der schönsten Reit- und Wagenpferde, 10 vollstäudige vier ·, zwei⸗ und einspännige Equipagen nebst completen Geschirren, so⸗ wie sonstige Reit- und Fahrrequisiten, i zur Verloosung kommen, sobald 40.000 Loose vergriffen find. Die Verloosung findet öffentlich vor Notar und Zeugen am 1. April statt. g Diejenigen auswärtigen Tbeilnehmer, welche ihre Loose direkt durch das unterzeichnete Seeretartat be⸗ ziehen, erhalten sogleich nach der Ziehung mittelst Telegramm Kenntniß, wenn ihnen ein größerer Gewinn zu⸗ gefallen ist, zedoch ohne Verantwortlichkeit des Comité's. Uebernehmer einer größeren Anzahl Loose erhalten entsprechenden Rabatt. Falls die Zusendung der Loose franeo und recommandirt gewünscht wird, so beliebe man die hiezu nötbigen Franco-Marken bei der Bestellung einzusen den. Den Bestellungen auf Loose à Thlr. 1 f fl. 1 45 kr. ist der Betrag beizufügen, deutlich: Adresse, und find solche franco zu richten an g.. Das Seeretariat des Landwirthschaftlichen Vereins in Frankfurt a. Für Unterleibs⸗Bruchleidende. 148 Schon seit langen Jahren ist der Unterzeichnete im Besitze einer Bruchsalbe, die er in seiner Umgebun, mit außerordentlichem Glück vielfach angewandt hat. Fortwährenden Aufmunterungen von Geheilten nachgebend trete ich damit dor einen weiteren Wirkungskreis und empfeble dieses vorzügliche, durchaus keine schädlichen Stoffe enthalte ade Mittel allen Bruchleidenden. Es ist einfach Morgens und Abends einzuretben, und ist man bei An⸗ wendung desselben keinerlei Unannehmlichkeiten lieb S Einzig zu beziehen in Töpfen zu 1½ Thlr. preuß. Ct. beim Erfinder Gottlieb Sturzenegger in Herisau(Schweiz.) Gemüstetes Kuhsleisch 624 per Pfund 14 kr. bei Johs. Hanstein III. neben der Post. Mehrere Maurergesellen 625 und Handarbeiter finden dauernde Be⸗ schäftigung und guten Lohn bei Ockstadt. Adam Allertist. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. sowie die genaue und M. Zu verkaufen. 620 Neue und gebrauchte Pianino, neue und gebrauchte Tafel⸗Claviere, Flügel zu allen Preisen, unter 10 bis 12 Stück Auswahl bei Hofinstrumentenmacher C. L. Glück in Friedberg. Corseten& Crinolines 2708 bei K. Friedrich neben der Post. Alle Sorten Gemüse-& Gartensämereien 496 bringe ich in empfehlende Ertnnerung K. J. Leineweber. 2 tüchtige Schäfer 626 werden gegen guten Lohn gesucht. Nähere Aus⸗ kunft ertheilt derr Domänenpfandmeister Schuchard zu Friedberg. Jiegenfellchen 613 werden im Einzelnen, sowie in größeren Parthien aufgekauft von H. Gonder. egen TahnschmerT 2179 empfiehlt zum augenblicklichen Stillen Apotheker Bergmnann's Zahnwolle aus Paris à Hülse 9 kr. Ph. Dan. Kümmich. Getraut e: 5 8. März. Karl Wilhelm Christoph Schneider hies. Bürger und Hofdachdeckermeister, Wittwer, und Maria Wagner, Tochter des verst. Bürgers und Oeconomen zu Bönfsadt Johann Adam Wagner. Getauft e: 8. März. Dem hies. Bürger und Hofconditor Georg Martin Philippi II. ein Sohn Guftav Anton, geb. den 13. Januar. 12. März. Dem Bürger zu Udenhausen im Kreise Alsfeld und Taglöhner dahter Adam Demmerling ein Sohn Jakob, geb. den 5. März. N Beerdig te: 25. Februar. Zu Lämmerspiel ein unehelicher Sohn Heinrich Martin, alt 8 Monate, 1 den 73. Februar. 13. März. Johann Georg Adolf Sellin, Söhnchen des hiesigen Bürgers und Schuhmachermeisters Georg Sellin, alt 3 Monate, 27 Tage, 1 den 11. März. 14. März. Jacob Demmerling, Sohn des Bürgers zu Üdenhausen Adam Demmerling, alt 8 Tage, t den 13. März. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. schtigung lunge aufg dettesstn! Das cheilen wir angeht, un qur pünltlt suche um nach zu w. Wir allenfallsig Weise un derselben, Wi für 1867 J. 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