Donnerstag den 16. Juli. 2 83. zeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. ö Fticdberger Jutelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Amtlicher Theil. Betreffend: Die Beitreibung der Communalgelder für 1868. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Aus den eingelangten Handbuchsauszügen haben wir ersehen, daß bis jetzt zur Beitreibung der Communalgelder für 1868 fast nichts geschehen ist. Wir weisen Sie darum bei eigner Verantwortung an, den Gemeinde-Einnehmern die sofortige vorschrifts mäßige Beitreibung aufzugeben und daß sie ihre Schuldigkeit thun strenge zu überwachen. Friedberg am 13. Juli 1868. Bei Einlangung der Pfandbefehle werden wir in dieser Beziehung controliren, ob Sie Ihre Schuldigkeit gethan haben. Betreffend: Die Klrchen⸗Voranschläge des Kreises Friedberg pro 1869— 71. a n di e Kür cen de st nde b J. 5 d. Kritzler, Kreis-⸗Assessor. Friedberg den 14. Juli 1868. d%% RAe Nach den Mittheilungen der betreffenden Dekanate stehen noch viele Voranschläge zurück. Wir erinnern die Saͤumigen die an so⸗ fortige Einsendung derselben und sehen Ihren Berichten entgegen, wann die Absendung erfolgt ist. J. B. d. Kritzler, Kreis-Assessor. Hessen. Man schreibt uns aus Darm- stadt, daß daselbst am 10. Juli Pfarrer Mitzenius von dort vor das Oberconsistorium geladen war, um sich wegen seiner Schrift„Luther und die Kirche unserer Tage“ zu verantworten. — Die von Frankfurter Blättern gebrachte Nachricht von einer Combination hessischer mit preußischen Truppen zu Manövern in der Gegend von Limburg können wir als eine völlig irrige bezeichnen. Wie bereits mitgetheilt, finden die größeren Herbstübungen unserer Division im vorderen Odenwalde statt, wozu bereits alle Dispositionen getroffen und was die Verpflegung der Truppen betrifft, amtliche Erlasse publitirt worden sind. Ebenso entbehrt die von der „Berliner Volkszeitung“ gemeldete Formation der Hessischen Infanterie auf drei Regimenter, und deren Bezeichnung mit den Nummern 97, 98 und 99 jeder Begründung. f — Bezüglich der Einkommensteuer hört man, daß das höchste in Darmstadt deklarirte Einkom · men sich auf 160,000 fl. beläuft. In Gießen, Worms und Mainz wurde je einmal der Maximal- satz 200,000 fl. declarirt. Friedberg, 14. Juli. So eben sind die Einkommensteuerzettel in Begleitung eines Schrei⸗ beus des Vorsitzenden der Einschätzungs-Commission ausgegeben worden, das die nöthigen Erläuterungen gibt über die Höhe des betreff. Steuercapitals und über die Art und Weise, wie allenfallsige Keklamationen gegen die Festsetzungen der Com- mission können geltend gemacht werden.— Wenn es wahr ist, daß ein Gut um so mehr geschätzt wird, je höher es zu stehen kommt, so werden beim Anblick dieser Steuerzettel dem Vaterland viel warme Verehrer erstehen, und Mancher wird den elegischen Seufzer lispeln: O du mein „theures“ Vaterland! Nichelstadt. Die Ingenieure der Ludwigs⸗ Eisenbahn-Gesellschaft, welche den Bau der Mümling⸗Eisenbahn übernommen hat, sind mit ihren Vermessungen und Terrainprüfungen jenseits der hiesigen Stadt bald fertig. Mainz. Bei den durch die preußischen und hessischen Pionniere zu Castel ausgeführten Uebungen, welche sich auf alle im Felde vorkommende Dienst⸗ branchen erstrecken ist am 11. d. beim Pallisaden- sprengen ein Menschenleben zu Grunde gegangen. Der Mann, welcher einen Pulversack(mit 15 Pfd. Ladung) an eine Pallisade niedergelegt hatte, glaubte die Lunte nicht in Ordnung, aber in dem Augenblick, als er eine neue Zündung anlegen wollte, erfolgte die Explosion. Verbrannt nieder- geworfen, lebte er nur noch kurze Zeit. Preußen. Berlin. Die Universität zu Marburg hat eine neue Errungenschaft mehr. Der„Staatsanzeiger“ enthält eine königliche Ordre, welche die Einsetzung eines Universitäts⸗ curators„mit denjenigen Attributionen, welche den Curatoren der übrigen Universitäten beigelegt sind“, verfügt. Der Universitätscurator ist eine Aufsichtsbehörde, welcher die Vermittlung zwischen den Universitätsbehörden und dem Unterrichts- ministerium sowie namentlich die Ueberwachung der akademischen Lehrer und Hörer obliegt— eine Einrichtung, welche die Universitäten daran mahnt, daß sie nicht mehr wie in früheren Jahr⸗ hunderten freie Corporationen mit Selfgovernment, sondern staatliche Institute sind, bei welchen ein Conflikt der s. g.„akademischen“ und der„Lehr- freiheit“ mit den ministeriellen Anschauungen nicht zu den Unmöglichkeiten gehört. Tilsit. Als am 26. Juni Nachmittags die Mannschaften einer der hier garnisonirenden Dragonerescadrons beim Appell in der Kastanien⸗ straße die Trensen vorzeigen sollten, fand der betreffende Rittmeister eine davon nicht in der gewünschten Ordnung, entriß sie dem Dragoner, der sich aus dem Feldzug von 1866 das Erin- nerungskreuz mitgebracht, und schlug ihm damit auf offener Straße über den Kopf, bis das Blut über das Gesicht lief; der Arzt mußte später die die Wunden zusammennähen. Wir haben geglaubt, der Stock sei im preußischen Heere abgeschafft und die körperliche Züchtigung aufgehoben, aber freilich — es war ja nur eine lederne Trense mit eisernem Mundstück, welche dem Manne begreiflich machen sollte, daß er sich versehen habe.“ Köln. Die„Elb. Ztg.“ berichtet von einer Verhaftung preußischer Musiker in Holland. Das Musikcorps des in Deutz garnisonirenden rheinischen Cürassier⸗Regiments Nr. 8 trat vorgestern einen vierzehntägigen Urlaub nach Holland an, um dort in verschiedenen Städten Concerte zu veranstalten. Als dasselbe am 9. d. in Utrecht eintraf, wurden gleich zwei seiner Hautboisten als holländische Deberteure verhaftet. Diese Leute haben früher bei einem holländischen Regimente Dienst an- genommen, diesen aber später freiwillig verlassen, unn als Preußen hier ihrer Militärpflicht zu genügen. Obwohl sie von Bekannten in Holland gewarnt worden waren, sich dort nicht sehen zu lassen, glaubten sie doch unter preußischer Uniform sich in Holland frei bewegen zu können und! schlossen sich dem Corps an. Der Capellmeister, welcher seinem Regiments-Commando gleich von dem Vorfalle telegraphisch Meldung machte, erhielt telegraphisch den Befehl, sofort mit seiner Capelle zurückzukehren und kein Concert in Holland zu geben. Das Corps wurde schon heute Mittag auf Parade erwartet, war aber noch nicht ein⸗ getroffen.„Man ist auf den Ausgang dieser Angelegenheit sehr gespannt“, schreibt die„Elb. Ztg.“,„da man annimmt, daß die preußische Re⸗ gierung ihre in Uniform und sogar im ganzen Corps beurlaubten Militärs nicht so mir nichts dir nichts werde inhaftiren lassen wollen. Selbst⸗ redend ist auch schon höheren Orts Anzeige da⸗ von gemacht worden.“ Ems. Der König von Preußen ist am 12. d. um 11 Uhr angekommen und von den Civil- und Militärbehörden von Ems und Coblenz empfangen worden. Sachsen. Leipzig. Der Kaiser von Rußland wird nächssen Samstag Nachmittag dier eintreffen und ohne Aufenthalt mittelst Extrazug über Berlin weiterreisen. Bayern. München. Ein Kescript des Ministeriums des Innern an die Kreisbehörden fordert dieselben auf, ihr Verhältniß zu der Presse stets von dem Gesichtspunkte aufzufassen, daß sie der Presse für Besprechung und Aufdeckung öffent⸗ licher Mißstände und Schäden Dank schulden. Tendenziöbses eigenwilliges Verfahren bei Beschlag⸗ nahmen ist, als der Regierung unwürdig, zu unterlassen; gegen thatsächliche Ausschreitungen aber streng nach den Gesetzesbestimmungen stets im Sinne erfahrungs mäßiger Preßfreiheit. — Den„Münchener Neuesten Depeschen“ zu⸗ folge ist die Ulmer Convention bereits ratificirt worden. Es erledigt sich sonach die Mittheilung verschiedener Blätter, daß die Ulmer Convention die Bildung der süddeutschen Militärcommission zur Voraussetzung gehabt und deßhalb von würt⸗ tembergischer Seite noch nicht ratificirt sei. Württemberg. Stuttgart. Am 13. fanden hier zwischen Fürst Hohenlohe und Herrn v. Barnbüler Verhandlungen bezüglich der Ulmer Convention statt und wurden die Raltificationen derselben ausgetauscht. Als weiterer Gegenstand der Verhandlungen zwischen den beiden Ministern wird die Bildung und der baldige Zusammentritt einer Commission von Bevollmächtigten Württem- bergs, Bayerns und Badens bezeichnet, deren Aufgabe die Beaussichtigung der südd. Festungen 1 . — — im gemeinsamen Intreresse sein soll. Fürst Hohen⸗ lohe ist von hier nach Karlsruhe abgereist. — Für die Infanterie ist eine sechswöchige Sommerbeurlaubung vom 14. Juli bis 18. August angeordnet. Sie trifft sämmtliche gut prädicirte Mannschaften des Jahres 1866, für besonders dringliche Falle abwechselnd auch solche von 1867, und gleichzeitig werden die Unterossiziere abtheilungs⸗ weise in Erholungsurlaub entlassen werden. Baden. Karlsruhe. Der Gesandte der Vereinigten Staaten, Hr. Bancroft, ist hier an- gekommen, um, wie in München und Stuttgart, auch mit der badischen Regierung einen die Na⸗ turalisation der Ausgewanderten betreffenden Ver— trag abzuschließen. Oesterreich. Wien. Der Wiener Ge⸗ meinderath hat, um das Schulwesen zu fördern, das doppelte Mittel ergriffen: er sendet Schullehrer nach den thüringischen Staaten, um von den dortigen tüchtigen Lehranstalten und der Lehr— methode in denselben Kenntniß zu nehmen und hat ein Pädagogium zur Fortbildung junger Schulamtstandidaten unter der Leitung des be⸗ rühmten Pädagogen Dr. Dittes gegründet. Be⸗ kanntlich kostete es viele Mühe für diese Anstalt, die ministerielle Genehmigung zu erringen und nun hat schon das Kriegsministerium in der Absicht, in der Militärgrenze(die unter militärischer Verwaltung steht) eine Foribildungsschule für Lehrer zu gründen, sich den Plan des Wiener Pädagogiums zum Muster genommen, während es früher jene Anstalt zurückwies. — Die ungarischen Bischöfe haben in ihrer letzten Conferenz in Ofen beschlossen, ihre Stimmen für das Concordat nicht zu erheben, obgleich das Organ des Cardinals Rauscher vor Kur⸗ zem hervorgehoben hat, daß das Concordat im Jahre 1856 auch von den ungarischen Bischöfen gutgebeißen, unterzeichnet und beschworen worden sei. Die Erklärung der Regierungs- und Reichstagsorgane, daß das Concordat in Ungarn niemals Gesetzeskrast erlangt habe, ist also doch nicht ohne Wirkung geblieben. Triest, 14. Juli. Vergangene Nacht fanden vor dem Cafe Chioggia tumultuarische Auftritte statt. Die einschreitende Polizeiwache wurde mit Revolvern beschossen; nach Verhaftung der Rädels⸗ führer war der Tumult beendigt. Durch die Revolverschüsse wurde ein Mann getödtet und zwei verwundet. O Frankreich. Paris. Das päpstliche Ausschreiben bezüglich des in Rom abzuhaltenden Contils ist der Gegenstand mehrfacher Erörterungen geworden. Zwei Umstände sind es, die dabei besonders beachtet werden, einmal, daß die Fassung des Passus, welcher die Theilnahme der dazu berechtigten Laien, der Fürsten, ziemlich unbestimmt gehalten ist, und dann, daß bei der Einladung an die Bischöfe die weltliche Sou⸗ veränetät ganz umgangen ist, und man sich im Gegensatz zu früheren Jahrhunderten, wo die Einladung zuerst den Kurfürsten und durch diese den Bischösen zugegangen sei, heute direkt an letztere wende und dieselben durch das einfache Factum der Veröffentlichung der Bulle für ge⸗ bunden erkläre. Der Gegenstand ist im gesetz⸗ gebenden Körper zur Sprache gebracht worden. Eine mit allgemeiner Zustimmung vernommene Auslassung des Cultusministers versichert, der sranzösische Clerus sei den Institutionen des Landes ergeben und gut französisch, und deutet an, die französische Regierung werde die Fragen, die auf dem Concil sich entwickeln werden, mit Aufmerksamkeit verfolgen. Serbien. Belgrad. Der Reichstag des norddeutschen Bundes hat sich, entgegen den schleppenden Verhandlungen und langathmigen Redeübungen mancher Kammern bislang einer an's Bedenkliche grenzenden Kürze bei Erledigung seiner Geschäfte befleißigt. Einzig und unerreicht in diesem Punkte aber steht die Skuptschina in Serbien da. Nachdem der junge Milan zum Fürsten gewählt worden, galt es auch die Regent⸗ schaft zu ernennen Die Abgeordneten, im malerischen Nationalcostüm, sind versammelt. Präsident: Die Wahl der Regenten ist an der Tagesordnung. (Zustimmung.) Der Abgeordnete Lukitsch, ein Kaufmann aus Belgrad, tritt auf, weist in einigen Worten auf die Bedeutung dieses Aktes hin und fährt dann fort: Ich schlage als erstes Mitglied der Regentschaft Milivoj Blasnaratz vor. Er hatte das Vertrauen unseres unvergeßlichen Fürsten und ist geschickt in der Kriegswissenschaft und energievoll. Wir können ihn brauchen. Sämmt⸗ liche Abgeordneten: Wir wollen ihn! Zivio!— Lukitsch: Zum zweiten Mitglied schlage ich Jowan Ristitsch vor. Er ist diplomatischer Fachmann und zuverlässig. Skuptschina: Wir wollen ihn! Er lebe hoch!— Der Redner: Als drittes Mit- glied möchte ich den Senator Jovan Gabrilowilsch vorschlagen: Er wird mit den beiden andern sich gut vertragen. Präsident: Stimmt Ihr Alle bei, Brüder? Alle: Ja! Ein Abgeordneter: Ich nicht; lieber sollen die Zwei einen Dritten wählen!— Doch er dringt nicht durch. Wir bleiben bei der Wahl! schallt es von allen Seiten. Die große Angelegenheit ist glücklich zu Ende geführt. — Der Fürst Alexander Karageorgiewitsch ist als Mitschuldiger an der Verschwörung zur Ermordung des Fürsten Michael auf den 21. d. vor das Belgrader Stadtgericht geladen. Rußland. Warschau, 13. Juli. Die Kaiserin von Rußland ist Abends hier eingetroffen und im Belvedere abgestiegen. Die Stadt war illuminirt. Amerika. Ueber die Zustände und Aus- sichten im Süden der Vereinigten Staaten gibt ein Correspondent der Londoner„Pallmall Gazette“ interessante Mittheilungen, aus denen wir das Wesentliche hervorheben: Die farbige Bevölkerung ist in verschiedenen Gegenden des Südens von ganz verschiedenem Charakter. So gibt es Distrikte, in welchen sie ihre kürzlich erlangten Rechte bereits nach allen Seiten mißbraucht haben, in anderen hingegen sind sie die einzigen Arbeiter der Gemeinde, und sie arbeiten gut und aus⸗ dauernd. Täglich widerlegen sich die Berichte von ihrer Unfähigkeit für anhaltende Arbeit, wenn fie nicht von der Sclavenpeitsche bedroht sind; sie zeigen sich im Gegentheil eben so arbeitsam, wie die weiße Landbevölkerung manches europäischen Landstriches. — Vor wenigen Tagen geschah es in der Nähe von Vicksburg, daß von vier des Mordes angeklagten und dort in Haft gehaltenen Negern zwei aus dem Kerker geschleppt und am Schand⸗ pfahl verbrannt wurden, und zwar, wie ein Bericht sagt, durch die„Notabeln der Gegend“. Allerdings schiebt ein Gegenbericht die grausige That den Negern selbst in die Schuhe. Der wahren Vollführer solcher Grausamkeiten gibt es glücklicherweise nur wenige, aber desto mehr, die mit ihnen sympathisiren und ihren Rücken von der politischen und socialen Zuchtruthe freizuhalten wissen. Worms. Am 11. d. M. Adends brachten sämmt⸗ liche Arbeiter der Cornelius Heyl'schen Fabriken, 6 bis 700 an der Zahl, ihrem Fabrikherrn, Herrn Cornelius Wilhelm Heyl, in einem geordneten Zuge von den Fabrik⸗ gebäuden aus bis in das Schlößchen, und von einem Musikcorps begleitet, ein Ständchen, um auf diese solenne Weise dem Herrn Heil und dessen Frau zwei mit sinnigen Inschriften versehene prachtvolle Fahnen zu überreichen. Diese Ovation von Seiten der Arbeiter war der Ausdruck des Dankes, weil Herr Heyl, ohne daß die Ersteren es beansprucht hatten, in anerkennender und gewiß sonst sehr seltener Art, ihnen den Arbeitslohn erhöhte. An diese Festlichkeit reihte sich ein Fackelzug und Feuerwerk, sewie ein Fesiessen in dem Metzgerschen Lokale in Hochheim, welches mit einem Balle schloß, der bis zum hellen Tage andauerte.(Rh. H.) 3 Aus Sachsenhausen haben wir einen hübschen Zug zu erzählen. Der Sohn einer Wituve, die Stütze seiner alten Mutter, lag schon geraume Zeit krank darnieder; das Feld konnte nalürlich nicht bestellt werden. Ver⸗ flossenen Samstag Abend, saßen mehrere junge Männer, Schulkameraden des Erkrankten, bei dem Glase, als einer von ihnen die Noth des Freundes vorbrachte. Einstinimig wurde erklärt. Morgen ist Sonntag. Wir wollen unseren Frühgottesdienst, wie unsere Väter hallen. Bei Tages⸗ grauen zogen nun 30 junge Sachsenhäuser Männer init Hacke und Schippe hinaus und bestellten das Feld. Jeder suchte seinen Stolz darin, sein Stück Arbeit am schönss en zu machen. So bewährte sich auch hier der den Sachsen⸗ häusern eigene Sinn für festes Zusammenstehen. Schiffs nachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Sper.⸗Agent. Das Bremer Posidampfschiff New⸗York Capt. Dreyer, welches am 30. Juni New. Pork verließ, ist nach einer schnellen glücktichen Reise von 12 Tagen wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es baselbst die für England und Frankreich bestimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Bremen fortgesetzt. Dasselbe bringt 266 Passagiere und volle Ladung. Das Bremer Postdampsschiff Union Capt. Santen, welches am 2. Juli New⸗York verließ, ist nach einer seht schnellen glücklichen Reise von 11 Tagen wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es baselbst die für England und Frankreich bestimmtenPassagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Bremen abu Dasselbe bringt 107 Passagiere und 1000 Tons adung. Das Hamburger Postdampfschiff Borussia Capitän Franzen, welches am 27. Juni von Hamburg vis Southampton abging, ist nach einer schnellen glücklichen Relse von 12 Tagen wohlbehalten in New⸗York angekommen. Das Hamburger Postdampfschiff Hammonia Capt. Meier, welches am 1. Juli von Hamvurg vis Sout⸗ hampton abging, ist nach einer ausgezeichnet schnellen glücklichen Reise von 10 Tagen wohlbehalten in New⸗Dork angekommen. Schwurgericht der Provinz Oberhessen. III. Quartal 1868. Urtheile: 1) Am 10. Juli wurde Heinrich Hild aus Ortenberg, wegen ausgezeichneten Diebstahls, in eine geschärfte Cor⸗ reclionshausstrafe von 2½ Jahren verurtheilt.— 2) Am 11. Juli wurde Marie, Daniel Walter's Ehefrau aus Freienseen, von der gegen sie wegen Meineids erhobenen Anklage, nachdem die Geschwornen das„Nichtschuldig“ er⸗ klärt hatten, sreigesprochen. Für die deutsche Nordpol⸗Expedition haben beigetragen die Herren: Major Hoffmann 1 fl., Major Jäger 1 fl. 10 kr., Dr. Henkelmann 1 fl., Dr Schwabe 1 fl., Dir. Steinberger 30 kr., Bindernagel Schimpff 1 fl., Dr. Möller 1 fl., Dr. Schmid 24, Klein 24, Blickhahn 24, Rühl 24, Billasch 24, Heyland 24, Landau 24, Schneider 24, Born 30, Nebhuth 24 kr., Lindeck 1 fl., Dr. Diegel 1 fl., W. Fertsch 1 fl., Dr. A. Trapp 1 fl., B. Wahl 1 fl., Meyer 24, Tburn 30, Lind⸗ heimer 30, Schreiner 30, H. Walz II. 24, J. Bechstein 24, Foucar 20, G. Hanau 24. Ph. Werner 30, C. Görtz 30, Gonder 24, Kümmich 30, J. Steinhäusser 30, Dr. Pfeifer 30, G. Groß 30, Dr. Köhler 30, L. Weis 30 kr., Landr. Reitz 1 fl., Curtman 1 fl., Heyl 1 fl., Baur 1 fl., Sehrt 24 kr., Dr. Lorenz 30, Dr. Pilger 35, Dr Melchior 24, Zinser 24, H. Simon 18, 90 Roßbach 30, Theobald 30, Soldan 24, Dr. Schäfer 30, Ass. Steinberger 30, C. Scrira 30, Dr. Trapp 30, de Beauclair 30, J. Mai 1 fl., Orpenheimer 24, F. Hecht 30, Adam 30, Chr. Werner 30, M. Reis 1 fl. 10, S. Hirschhorn 30, Wagner 2⁴, Schulhof 24, Stahl 24, Bender 18, M. Hirsch 30, Sufft 30 kr., Prof. Roth 1 fl., Jöckel 30, H. Bechsiein 30, Ermus 24, Huber 30, Winbeim 24, H. Grödel 30, F. Reuß 18, C. F. Schleuning 24, Blum 12, Heidt 20, Kranz 36, Trapp IV. 48, Kempf 18, Bitsch 18 kr., Trapp II. 1 fl., Feiling 24, N. Engel 24, F. Reitz 36, Ph. Vog: 24, Velte 24, C. Frick 12 kr., Herpel 1 fl., Ph. Ritzel 12, Marchand 24, M. Philippi II. 24, A. Rausch 36, C. F. Walz 21, G. Steinhäusser 18, Haustädt 30, Dr. Steinhäusser 30, H. Horn 18, Dr. Weckerling 86, K. Preusser 18, A. Winkler 18, Dörr 18, G. Dieffen⸗ bach 18, G. Philippi 24, Dr. Dieffenbach 30, El. Mayer 24, Wiesenbach 15, H. Bek 12, G. Schwarz 18, Spamer 18, Ruths 30, Rauch 18, Eschborn 9, Ramspek 12, G. Hieronimus 30, Exp. Landau 24, Hill 30, P. Engels Wit. we 18 kr., Seyd 1 fl., J. Wörner in Nauheim 18 kr., Frl. Ch. Dilthey in Hanau 2 fl., Matthias 1 fl. 45 kr. Zusammen 68 fl. 56 kr.— Diese Summe, deren Empfang ich dankbar bescheinige, habe ich heute, abzüglich der 3 fl. 27 kr. betragenden Erhebungskossen u. dgl., an Herrn Professor Dr. A. Petermann in Gotha abgesendet. Friedberg 12. Juli 1868. Dr. Matthias. Frankfurt a. M.— Laut des zur Zeit erschienenen sechslen Jahresberichtes der Dr. Steffan'schen Augenheil⸗ anstalt dahier betrug die Zahl der im letzten Jahre (1. April 1867 bis 1. April 1868) zur Behandlung ge⸗ kommenen Augenkranken 2514, d, h. nahe 400 mehr als im Vorjahre. Davon fanden 1085 vollkommen freie Be⸗ handlung und nach Erforderniß auch freie Verpflegung und Verköstigung. Operationen wurden 181 vorgenommen, und zwar 171 mit vollkommenem Erfolg, 7 mit Besserung und 3 ohne Erfolg.— Die Einrichtung der Anstalt hat keinerlei Veränderung erfahren; sie zerfällt vor wie nach in 2 Theile: 1) Privat⸗Anstalt(Krögerstraße 8 in Frankfurt), woselbst täglich von 3—5 Uhr Nachmittags Sprechzeit ist, und Patienten, welche es nöthig haben, eine bequeme Unter⸗ kunft finden, und 2) Armen⸗Augenllinik(Dreilönigstraße in Sachsenhausen), woselbst jeder, der unentgeltlich behandelt zu werden wünscht, täglich ½12— ½½1 Uhr sich vorstellen kann, und unbemittelte Augenkranke jederzeit zu ermäßigtem Preise oder ganz unentgelilich aufgenommen werden. 1703 Friedberg. Nachdem schon vor Jahren einer der vom Staate der hiesigen Musterschule in den Räumlichkeiten des Schullehrer-Scminars überlassenen Säle zurückgefordert worden, war durch die Einrichtung eines dreijährigen Kursus in dieser Anstalt auch die Zurücknahme der beiden andern Säle Seitens derselben im Laufe dieses Frühjahrs nothwendig geworden. Erschien aber schon die Art und Weise, wie seither die Elementar— klassen der Musterschule untergebracht waren, weit entfernt, eine mustergültige zu sein, indem zwei davon einen Saal im Stadtschulgebäude inne hatten, in Folge dessen die sechejährigen Kinder, bei denen auf ein ganz präcises Kommen nicht gerechnet werden kann, tagtäglich lärmend und im Winter frierend auf Vorplatz und Treppe das Ende der Stunde abwarten mußten, um unmittel- bar nach dem Weggang der andern Klasse den von Dunst und Staub erfüllten Saal zu betreten, während die drei Lehrer für die vier Elementar- klassen nach Entlassung der einen Klasse abwech— selnd von der Burg in die Stadtschule oder um; gekehrt zur andern, bis zur Ankunft ihres Lehrers zum Nachtheil der Disciplin sich selbst überlassenen Eingesan dt. Klasse wanderten;— so befindet sich die in Rede stehende Schulanstalt durch die oben erwähnte weitere Entziehung von zwei Sälen gegenwärtig und bis zur Vollendung des beabsichtigten Auf⸗ baues eines dritten Stockes auf das Stadtschul— haus in ungleich größerer Bedrängniß. Eine der Elementarklassen hat in einem für die Schul— wanderung der Kleinen ungünstig gelegenen Lokal einstweilen Unterkunft gefunden, eine andere obdach— los gewordene erhält ihren Unterricht abwechselnd in den Sälen der beiden Oberklassen, was nur dadurch möglich war, daß die Unterrichtszeit der Letzteren auf die frühesten Morgen- und die späteren Nachmittagsstunden verlegt wurde. Daß mit diesem Auskunftsmittel Unzuträglichkeiten mancherlei Art verbunden sind, liegt auf der Hand. Indessen läßt sich das nicht leicht ändern, und Aehnliches ist mehr oder weniger überall der Fall, wo an bestehenden Verhältnissen geändert werden muß. Die Frage ist nur die, ob die nöthigen baulichen Veränderungen noch diesen Sommer beendigt werden können. Kommt der Winter, so hört wegen der kürzeren Tageszeit die Möglichkeit der jetzigen Einrichtung auf, und es müßten dann zwei weitere Säle beschafft werden, da der in dem Hause des Herrn Dr. Henkelmann auch nur wäbrend des Sommers dieponibel ist. Es möchte sehr schwer halten, einigermaßen dem Bedürfniß entsprechende zu finden; aber auch den güastigsten Fall angenommen, so weiß Jeder, der die Sachlage genauer kennt, welche Nachtbeile für Disciplin und Unterricht sich daraus ergeben, wenn die einzelnen Klassen eines ziemlich com— plicirten Schulorganismus in verschiedenen, von einander entfernten Lokalen camptren. Da nun für den Fall, daß das gegenwärtige Provisorium über den Herbst hinaus sorldauern sollte, der Stadt überdies eine pekuntäre Einbuße erwüchse, indem die Staatskasse, soviel uns bekannt, ver⸗ tragsmäßig nur bis dahin für Miethentschädigung der benöthigten Lokale aufzukommen hat, da außerdem es sehr wünschenswerth erscheint, daß auch die gleichzeitig beabsichtigte Erweiterung des Realschalgebäudes noch im Laufe dieses Sommers vollendet werde, so dürfte die öffentlich ausgesprochen Bitte nicht ungerechtfertigt erscheinen, es möcht an den entscheidenden Stellen für alsbaldig Inangriffnahme der fraglichen Bauten Sorg getragen uud keine Stunde mehr des jetzigen günstigen Bauwetters versäumt werden. Holz ⸗-Versteigerung. 1697 Künftigen Montag deu 20. d. M., Vormtitags 9 Uhr, gelangen in der fiscalischen Diebseiche zur e 60 Eichen ⸗Scheithol 5 Stecken Eichen Scheitholz, l„ Plügelbolz, geschaltes, 2½„ 17 Stockholz, 6200 Wellen„ Reisholn, 5 180 Stück 8 Stangen von 1“ mittl. Durch m und 18“ Länge. Heldenbergen den 13. Juli 1868. Groß derzegliche Oberförsteret Altenstadt Rumpf. Die von Frau L. Imrod's Wittwe zu Friedberg in Nr. 81 d. Bl. ins Publikum gebrachte Nachricht:„daß ich nicht mehr in ihren Diensten stehe“, bestätige ich hiermit als voll⸗ kommen richtig, unter dem Bemerken, daß— sollte in dieser Nachricht etwa eine versteckte Warnung llegen— es mir entfernt nicht eingefallen wäre, nach meinem Dienstaustritt noch Gelder für sie einzukassiren oder, was ohnehin schwer sein dürfte, Etwas auf ihren Namen zu borgen. 170⁵ Assenbeim den 12. Juli 1868. Julius Grünebaum, Metzger. Holz-Versteigerung. 1683 Mittwoch den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen im Kirchwald 1) 3000 Buchenprügelwellen, 2) circa 2000 Backwellen, oͤffentlich an Ort und Stelle versleigert werden. Zusammenkunft ist bei der Waldhütte. Ziegendberg den 10. Jult 1868. 5 Kirchner. lle dung 1704 Inhaltlich des Rockenberger Hppothekenbuchs leistete Lehrer Adam Sulzbach von Rockenberg mit seiner Eheftan Helene, geb. Kleser, unterm 13. Juli 1855 als Rechner der Rockenberger und Oppershofer Mark eine Caution von 500 fl. unter Verpfändung ihres gesammien Bermögens. Großherzogliche Ober⸗ Jorst⸗ und Domänen Direction hat die Löschung der Caution beanttagt. Da jedoch die Original⸗Cautions⸗ urkunde in Berlust gerathen ist, so werden alle, welche aus solcher Rechte glauben herleiten zu können, zu deren Gelter dmachung binnen sechzig Tagen hiermit aufge fordert, nach deren Ablauf die Urkunde für erloschen er⸗ klärt und deren Löschung im Hppethekenbuch verfügt werden soll. Butzbach den 9. Juli 1868. Großherzegliches Landgericht Butzbach Dr. Gilmer. Die Bekanntmachung. 1713 Nächsten Diensiag den 21 d. M., von Morgens 9 Ubr ab, weird das durch den Abbruch des Flügel gebändes der sogenannten Oberamtmannswodnung übrig gebliebene Holz⸗ und Eisenwerk in verschiedenen Parthien an Ort und Stelle öffentlich an den Meistbietenden versleigert. Nauheim den 15. Juli 1868. Groß herzogliche Bürgermeisterei Nauß eim J E. d. B. Der Beigeordnete Eu ser. vdt. Schutt. BERLIN. OFFICIELLER AGENT sämmtlicher ZEITUNGEN DEUTSCHLANDS und des AUSLAND ES. Comtoir: Friedrichstrasse 60. Complete Insertions- Tarife gratis und franco. 1714 Unterleibs-Bruchleidende, 1696 selbst solche mit ganz alten Brüchen, finden in weitaus den meisten Fällen vollständige Heilung durch Gottlieb Sturzeneggers Bruchsalbe. Ausführliche Gebrauchsanweisung mit einer Menge überraschender, amtlich destätigter Zeugnisse zur vor⸗ perigen Ueberzeugung gratis. In Töpfen zu 3 Fl. zu beziehen durch den Erfinder Gottlieb Sturzenegger in Herisau, Kanton Appenzell, Schweiz. 1709 Wegen Aufgabe meines ** 1 Zündwaaren-Fabrikgeschäftes lasse ich meine sämmtlichen Geschäfts⸗Utensilten, eine Parthie Kiefern ⸗Stammholz, (Bauholz, Pumpenstöcke u. s. w., worunter Stämme dis zu 80 Cubikfuß Gehalt), tine große Anzahl kleinerer und großer Padkkisteu, verschiedene alte Maschinen, tine Kreissäge zum Handbetrieb, ein großes Schwungrad, einige konische Triebrädchen, zwei Schlelssteine, ein großer und ein Heiner, zwei Schiebkarren, eine sehr gute Schnißbank, eine Hobelbank, Schreiner- und Küferwerkzeuge aller Art, ein großer Zügblock mit Gußstahlplatte, ein Heiner hügblock mit Palisanderplatte, Tische, Stühle, Bänke, Züber, eiserne und tannene, Kröppen, zwei kupferne Kesselchen, eine 23 Pfund schwere Bronce⸗Glocke mit pangwerk, für einen größeren Ockonomie⸗Hof geeignet, veischledene Oefen, eine Anzahl Horden, zum Obfidürren dieullch, Packsässer, eine Parthie Buchen⸗Dlelen, 1—1½“ stark, 1½—3½“ breit und circa 12“ lang, für Schreiner und Wagner, auch zu Wagendielen geeignet, einige kleine Kisichen Zündhölzer, ein vollftändiges Jagdgeräthe beflehend in: 1 ausge; zeichneten Doppelgewehr, 1 Jagdtasche, 1 Pulverhorn mit Schrotbeutel u. s. w, verschiedene Oel⸗ und Petroleumlampen, eine große Vogelhecke, altes Eisen u. dgl. Montag den 3. August a. e. öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung oder Credit bis Martini d. J. gegen genügende Bürgschast, in meinem Hause versteigern. Rockenberg den 14. Juli 1868. J. W. Meißner. Weiße leinene Caschentücher, 270 gestickt und glatt, Manschetten mit Kragen, Herrenkragen, Vorhemden, sowie Hosenträger bei K. Friedrich neben der Pos. Brodpreise vom 16. bis 31. Juii. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: ½ Waizen, ½ Korn./ Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 48 18 kr. Zweite Sorte 4 3 16 kr. 1* 9* 7* 2 8„ 3 *. 3 4½„* 2 132 2½ Loth Milchwaaren 1 kr. 3 Loth Wasserwaaren 1 kr. Für Nauheim: Kasseler Brod 4 8 20 kr. 5„ 2„ 10 ** 1* 5* Erste Sorte 41 18 kr. Zweite Sorte 4 8 16 kr. *** 9 1.**** ** 1* 4 5** 1** Für Butzbach: Erste Sorte 48 17 kr. Zweite Sorte 48 15 kr. 71 ****„—— 51* 1* ** 15 Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16.— 31. Juli. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: Ochsenfleisch pr. 8 19 kr., Schweinefleisch pr. Z 18 Kuhfleisch, gem. 17„ Leber- u. Blutwurst 20 Rindfleisch, gem. 17„ Bratwurst 2 Hammelflcisch 16 Schwartenmagen 24 2 923 Keil und Carre 18„ Geräucherter Speck 32 Kalbfleisch 14„ Doͤrrfleisch 24 Keil und Carre—„ Schinken 26 Nictenfett 24„ Schmalz, ausgel. 28 Hammelsfett 16„Schmalz, unausgl. 28„ Ausunahmspreise: Leber⸗ und Blutwurst bei A. Vogt's Erben 24 kr.— Beatwurst dei C. Fr. Walz Joh. Walz, Phil. Windecker und J. Wind's Wittwe 24 kr., bei A. Vogt's Erben 21 kr.— Schwartenmagen dei A. Vogt's Erben 28 kr.— Geräucherter Speck bei A. Vogt's Eeben 28 kr.— Dörrfleisch dei N. Engel P. Engel, Ph. Engel, H. Gerih und J. Ruppel 26 kr., bei A. Vogt's Erden 28 kr.— Schinken dei H. Blum, H. Engel, A. Vogt's Erben und Joh. Walz 24 kr.— Schmalz ausgel. bei N. Engel 2 kr., bei A. Vogt's Erden und C. Fr. Walz 30 kr.— Schmalz, unausgel. bei H. Blum, H. Engel, W. Reuß und N. Vogt's Erben 24 kr., dei P. Engel, Ph. Engel, H. Gerth und J. Ruppel 26 kr.— Bei J. Hanstein II. Kuh- und Rindfleisch 15 kr., Nierenfelt 16 kr., Kalb⸗ fleisch 13 kr.— Bei Wilhelm Bieler Hammelofett 20 kr., Kalbs-Keil und Carre 16 kr.— Bei Kar! Söllner Kalbs⸗Keil und Carre 15 kr. Für Butzb ach: Ochsenfleisch kr. 8 19 tr. Schweinefleisch pr. Z 18 Kuhfleisch, gem., 16 Leber- u. Blutwurst 20 Rindfleisch, gem., 16 Bratwurst 24 er * Hammellleisch 8 Schwartemnagen 24 2 Keil und Carre 17„ Geräucherter Speck 32„ Kalbfleisch. Dörrfleisch 28 Schaaffleisch—„ Schinken 8 Nierensett 20„ Schmalz, ausgel. 30„ Hammelsfett 20„ Schmalz, unausgel. 28„ und 1654 Abends Ball in ferde-Rennen in Butzbach den 16. und 17. d. M. Festessen Mittags 1¾ Uhr. ndern a uni e ine m Locale. A. Joutz im Hessischen Hof. Hessischer Hof in Butzbach. 1701 Diejenigen auswärtigen und hiesigen Festtbeilnehmer, welche sicher sein wollen, an dem bei mir stattfindenden Festessen einen Platz zu finden, werden heflichst gebeten, sich bis spätestens Donnerstag den 16. d. Mts., Morgens 10 Uhr, eine Karte in meinem Locale zu lösen. A. Jontz. Junge 1702 Familie Kost und Logis erhalten. 55 7 8 5 As Unterrichtsbriefe 5 3 58 8 S. E 5 zum Selbststudium und zur Vorbereitung auf das Freiwilkigen⸗ 85 2 80 Examen. 855 85 88882 Mit einem Anhang- 282 8 20 2 f Herausgegeben von einem f 8 2 * Verein praktischer Schul⸗ und Fachmänner. 2. 2 8 S Preis à Brief 18 kr. Der 1.(Probe.) Brief, 3 Aufl., ist in jeder 22 S 55 2— Buchhandlung vorrälhig. 883 2 28 SSS 5 Verlag der schulzeschen Buchhandlung.(C. Berndt 4 A. Schwartz) 188 f 85 2 in Oidenburß. 22S. 58 135[ Obne Privatunterricht und andere Lehrmittel kann sich Jeder durch G 2 —— 8 das Studtum dieser wöchentlich erscheinenden Unterrichtobriefe allein das 23 O S 8 8 gesammte gesetzlich notdwendige Wissen für das Freiwilligen ⸗ Examen spielend 8 88— 88 ud fi. her aneignen. 1706 8 3 2= Junnerhalb 4 Wochen 3 2 erschienen vom ersten(Probe-) Brief bereits 8 S 2 S826 8 große Auflagen. 8. 3 A 1 18 kr. Zu beziehen durch Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg. 18 kr. Die Selterser Mühle 1684 bei Ortenberg(5 Gänge) nebst Bäckerei, an der Gießen. Gelnhäuser Bahnlinie, zu einer Fabrik geeignet, sowie 47 Morgen Land werden Samstag den 25. Juli l. J., Nachmiilags 2 Uhr, durch Großherzogliches Orts⸗ welche eine hohere Schule in Darmstadt besuchen Auskunft ertheilt Leute, wollen, können bei einer stillen Heinrich Franck, Hof⸗Kappenmacher in Friedberg. Das Lutherfest zu Worms mit besonderer Rücksicht auf die Vonifaciusfeier zu Mainz im Jahre 1855. Ein freies Wort an den Bischof Fried be'rg. Freitag den 17. Juli. Im Gasthaus zu den drei Schwertern große außer⸗ N ordentliche Zauber-Votstellung der egyptischen Magie, Physik und Chemie, compontirt und gegeben in einer besonderer Art von Jean Georges, Professor der Magle und Physik. Besonders wird auf die schuß⸗ und kugelfeste Dame, sowie auf die Somnambule oder hellsehende Dame aufmerksam gemacht. Anfang 7 Uhr bei brillanter Beleuchtung. Das Nähere besagen die Anschlag Zettel. Höflich ladet ein Jean Georges. Preise der Plätze: Erster Platz 24 kr., zweiter Platz 15 ke., dritter Platz 6 kr. 1712 3000 Gulden 1700 werden in hiesiger Stadt gegen hypolhekarische Sicherhelt zu leihen gesucht. Näheres unter Nr. 1700. bei der Exped. d. Bl. 1711 Freunden und Verwandten widmen wir hiermit die schmerzliche Anzeige, daß es dem Allmächtigen gefallen hat unseren lieben Vater, Schwiegervater und Großvater, den peus. Großh. Landgerichtsdiener Ph. Villan nach längerem Krankenlager in ein besseres Jen⸗ seits abzurufen. Die Beerdigung findet beute Nachmittag 6 Uhr Statt, und find hierzu auch diejenigen seiner Freunde, namentlich die auswärts wohnenden, denen eine specielle Einladung nicht zugegangen sein sollte, herzlich eingeladen. Friedberg. Die trauernden Hinterbliebenen. Herzlichen Dank allen guten Freunden und Bekannten, welche unsere innigsigeliebte Tochter Dina golzhantt in Nauheim zur letzten Ruhestätte geleiteten. Marburg den 12. Juli 1868. Die trauernden Eltern 1715 August und Marie Holzbauer; Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 14. Juli. Waizen 14 fl. 30 kr.; Kor! 9 fl. 40 kr.; Gerste 7 fl. 30 kr.; Hafer 5 fl. 45 kr. Frankfurt, 14. Juli. Waizen 15 fl. 30 kr.; Korn 10 fl. 45 kr.; Gersie— fl.— kr.; Hafer 10 fl.— kr. Grünberg, 11. Jult. Waizen 16 fl. 10 kr.; Korn 10 fl. 37 kr.; Gerste 8 fl. 2 kr.; Hafer 6 fl. 15 kr. Molter 9 fl. 45 kr.; Erbsen 11 fl. 56 kl.; Wicken— fl. — tr.; Saamen und Lein 13 fl. 12 kr.; Kartoffel 4 fl. 45 kr. Mainz, 10. Juli. Waizen 14 fl. 38 tr.; Korn ˖ gericht getrennt oder zusammen versteigert. von Mainz. 9 fl. 52 kr.; Gerste 7 fl. 23 kr.; Hafer 6 fl. 48 kr. 1708 4 zweispäanige. Von Arthur Müller. 1 fl. 32 kr.; Roggenstroh per 100 Gebund gute kräftige Ockonomie- Wagen Prels: 12 kr.—.— iind billig zu verkaufen. 5 Vorräthig dei Bindernagel& Schimpff in Verantw. Red.: Hermann Schimpf. Adolf Bendheim. Friedberg und Nauheim. 1694 Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpff. Mitgetheilt von u I Oest. 250 fl. b. R. 1839 146 6 S. Lind ie lnger. Frankfurter Cours. 3„ 250,„ 1854 68% 6 5 2„ 100 Pr. L. 1858 140% P 15. Juli. 1868. Cours der Staatspapiere. 8„500, v. 1860% 78 d. Jester. 5 Net. 18591. Tat. i q. FFF 90¼ P. 8 e 10% 7 5 50% Nat.-Anl. 1854 55 6 5 3½7% Obligation. 84¾ P 2 Bad. 5 f, 7 5% steuerfrele Oblg. 53 G. Nassau 4½0% Obl. b. Rth. 945, D 5 h 40 Thl.-L. 5 R. 34%* Freussen 4½0% Obiigat. b. Rh. 95½ C 4 4% do 4e 86% C 2 Er. Hess. 50 fl. L. b. K. 150 0. „ 4% 40. do. 87½ 6 Kurhess. 40% Obl. b. R. à 105[89 FP. 0 eee, e Bayern 50% Obligation. 102 Frankf. 3½% Obligat. 817 P I 2 I. b. R. 36 P. 5 4½0% ½ jähr. b. Rth. 96½ 6 5 30% 115 70 P. 8. e * 4% 40 do 90½ 6 Russland 50% Obl. 1. L. à fl. 12 84. 2 ieee Würteub. 4¼% Obl. b. Rt. 94½ G. Finnland 4½0% Prdbr. 1. R. 105 80 d. + J Pistolen fl. 9 48—50 5 4% do do—— Schweden 4½0% O. 1. R. à 105 85% 6 2„ Doppelte„ 9 49—51 Baden 4½0% Obligat. 94½ G. 2 4½0% Plb. 1. R. A 105—— 2 Preuss. Friedrd'or„ 9 58—59 2 4% Obligat. 188 ¼ G. I N.-Amer. I 60/ St. 1. E. 1882 76½. 7 1 0 5 e 9 8 3 Voll einbezannte Eisenbahn- Aetien und Prioritäten.— 20 Frnnes- Stücke f 9 2728 4½/ Bayr. Ostbahn 128 8. sss 3% Liv. C. D.& D/. fr. à 28 kr. 31 G. 2 Engl. Sovereigus.„ 11 53—57 5% sächsische Plandbr. b. R. 93½ P. 50% Tosc. Centr.-Eisenb.-Pr. 47½ d. Kuss. Imperiales„ 9 49—51 30% Oesterr. 3-Eisenb.-Prior. ö 535,8 G. 5% Elisabethbahn-Prior. 6% 748 G.* Gold pr. Zoll-Pf.„5— 60% Oest. Sül St. u. Lomb. E. B. 96 P. 50% do. neueste Emiss. 6% 72% G. I Hchh. Silb. pr. Z. Pf..„—— 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 435/ 6. 1 4½% Hess. Ludwigsb.-Prior. 94½ 6. Preuss. Kassensch.„ 1 44%½—45½ Wiener Wechsel- Cours 103% G. I polars in Gold„ 227—28 Für Au- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich beste Auskunft über Verloosungen, Coupons- Zahlungen g. 8. V. us unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte S. Lindheimer in Friedberg. Y) u