8 ee ee eee e ee * r 2223— n* 8 den Anzeiger durch die 5* ö 3 R 8 Post beziehen, wollen ihre Bestellung für das II. Halbjahr e 1 Abonnenten, welche ö 0 baldig st machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt. 1868. Dienstag den 16. Juni. 70. Anzeiger für O berhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Abonnements ⸗Ein ladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues halbjähriges Abonnement auf den Anzeiger für Oberhessen, welcher auch ferner wöchentlich drei⸗ mal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinenen wird. und wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufs Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten ätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal im beigegebenen Unterbaltungs⸗ Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel, Bilderräthsel vr. Die stets wachsende Zahl der Abonnenten muß uns die erfreulichste Aufmunterung sein, die Geschäfte der Redaction in der bisber eingehaltenen Weise fortzuführen. Das Abonnement beträgt halbjährig: für die Abonnenten in hiesiger Stadt I fl., bei sämmtlichen Postämtern des Großherzogthums 1 fl. 6 kr. 9 9 1 1 Abbestellung erfolgt. Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrückliche Die Expedition. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Anschaffung des Holzsamens pro 1868— nun die Berechnung der Presse für denselben. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großberzlichen Bürgermeistereien der Wald besitzenden Gemeinden und die Markvorstände. Ueber die aus dem Großherzoglichen Holzsamen-Magazin für 1868 für ihre Waldungen bezogenen Holzsamen gehen Ihnen die Auszüge gleichzeitig unter Convert mit der Weisung zu, sofort fur die Auszahlung der Beträge zu sorgen. Betreffend: Die Beltreibung der Beiträge zu den Bedürfnissen der Landfudenschaft der Provinz Oberhessen an die israelitischen Religionsgemeinden Staden, Fauerbach eee Friedberg am 11. Juni 1868 d. Kritzler, Kreis-Assessor. Friedberg den 8. Juni 1868. v. d. H., Weckesheim mit Melbach, Södel, Beienheim und Wölfersheim, Nieder⸗Wöllstadt, Ober⸗Rosbach, Ostheim, Steinfurth. Der Erledigung unserer Verfügung vom 30. April l. J. sehen wir bei Meidung unangenehmer Verfügung binnen 8 Tagen entgegen. J. 8 K.: B en nt dh d eh „. d. Kritzler, Kreis Assessor. n g. Indem man die Herren Landwirthe und Fabrikanten ꝛc. des Kreises zu möglichst zahlreicher Betheiligung an der am 24., 25., 26., 27. September d. J. zu Darmstadt stattfindenden großen landwirthschaftlichen Ausstellung einladet, benachrichtigt man dieselben zugleich, daß Programme Sectionen, Woölladt, zu erhalten sind. bei den Großherzoglichen Bürgermeistereien zur Einsicht offen liegen, und daß Anmeldungsformularien bei den Vorsitzenden der Groß herzoglichem Steuercommissaͤr Herrn Hechler zu Butzbach und Großherzogliche Bürgermeister Herrn Stoll in Nieder- Die Anmeldungen müssen längstens bis zum 1. August l. J erfolgt sein und können bei den genannten Herren Vorsitzenden ein⸗ gereicht, welche die Weiterbeforderung übernehmen werden. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden dieses gemeinnützige Unternehmen durch ihre eifrigste Fürsorge unterstutzen und insbesondere alle diejenigen Landwirthe und Fabrikanten, von denen sich eine würdige Vertretung des Kreises erwarten läßt, zur Be⸗ theiligung veranlassen. Friedberg am 11. Juni 1868. Be Donnerstag den 18. Juni, zucht zu Butzbach, in der Gartenwirthschaft von Herrn Grüninger, licher Gegenstände verbunden sein wird. hn Alle Vereinsmitglieder und Freunde der Bienenzucht sind freundlichst eingeladen. Eschenrod den 11. Juni 1868. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. B. d. K.: Kritzler, Kreis⸗Assessor. machung. Vormittags 10 Uhr, wird die diesjährige Wander⸗Versammlung des Oberhessischen Vereins für Bienen⸗ stattfinden, womit eine Ausstellung und Verloosung dienenwirthschaft⸗ Für den Vorstand: Köhler. Hessen. Darmstadt. Die 2. Kammer der Stände wird ihre Plenarsitzungen Dienstag den 16. l. M., Vormittags 9 Uhr, wieder be ⸗ ginnen, um die noch rückständigen Gegenstände, insbesondere die wichtigen Militärvorlagen, in mehreren rasch auf einander folgenden Sitzungen zu erledigen. — Gutem Vernehmen nach ist den Beamten des Kriegsauditoriats, die seither zur Ausübung ber anwaltlichen Praxis berechtigt waren, auch A e 6 1 R 1* für die Zukunft dieß gestattet worden. Nur den- jenigen, welche neu angestellt werden, wird die Führung einer Advocatur neben ihrem Amte nicht gestattet werden. — Nach dem„Nürnberger Correspondenten“ haben die Verabredungen, welche im vergangenen Herbst zwischen Bevollmächtigten von Bayern und Hessen wegen der Herstellung verschiedener Eisen⸗ bahnverbindungen gepflogen wurden, die Geneh⸗ migung der Hessischen Regierung nicht erhalten. Es sind deßhalb neue Verhandlungen eingeleitet worden. — Das„Fr. J.“ schreibt, daß die in Folge der Pensionirung des Geh. Rath Dr. Creve er⸗ ledigte Rathsstelle im Ministerium der Instiz der großh. Geh. Rath Dr. Seitz erhalten werde. Derselbe ist zur Zeit in Berlin bei der Commission zur Entwersung der deutschen Civilprozeßord⸗ nung, wird aber Ende d. M. nach hier zurück⸗ kommen. J — ——— . — Die„Main⸗Zeitung“ berichtet: Ein neuer Competenzeonflikt ist uns in Aussicht gestellt. Der Salzzehnte zu Wimpfen wurde von der Regierung und der ersten Kammer in Folge der Zollverträge fallen gelassen, die Majorität der zweiten Kammer hält ihn aufrecht. Ein weiterer Ausschußantrag ist von dem Abg. Goldmann erstattet, dem fol gender Nachtrag beigefügt ist:„Nachdem dieser Bericht schon entworfen war, hat nach öffentlichen Blättern das Zollparlament die Beschwerden der Saline Ludwigshalle für begründet erkannt und dem Bundeskanzler zur Berücksichtigung überwiesen. Wir wiederholen, daß wir dem Zollparlament jede Befugniß zur Entscheidung über die vor⸗ liegende Frage bestreiten, und auch in der Sache selbst finden wir in jenem Beschluß keinen Grund zur Abänderung unseres Antrages.“ — Auf die Auflösung des Großh. Hessischen Generalquartiermeisterstab soll nach verbürgten Gerüchten nun auch die Auflösung der Großh. Plankammer erfolgen. Die Offiziere, welche in derselben beschäftigt waren, sind den Regimentern zugetheilt, und ist demnach die Fortsetzung der kartographischen Arbeiten bereits unmöglich ge— worden. — Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 12. d. M. zu ernennen geruht: 1) den seither mit der provisorischen Leitung des Kriegsministeriums beauftragten Major Dornseiff vom Stabe der 1. Jufanterie Brigade, unter Versetzung zum Kriegsministerium, zum Direktor desselben, 2) den Hauptmann v. Herget von der Feldartillerie, unter Versetzung zum Kriegsministerium, zum Chef der 1. Abtheilung, 3) den charakterisirten Inten- danturrath Niepoth, unter Versetzung zum Kriegs⸗ ministerium und mit vorläufiger Beibehaltung seines dermaligen Ranges, zum wirklichen Inten- danturrath und zum Chef der 2. Abtheilung, 4) den Oberlieutenant Roth vom 2. Reiterregimente. unter Versetzung zum Kriegsministerium, zum Adjutant des Direktors und zum Hülfsreferenten in der 1 Abtheilung, 5) den Oberquartiermeister Dauber vom 1. Jägerbataillon unter Versetzung zum Kriegsministerium, mit vorläufiger Belassung seines dermaligen Ranges, zum Intendanturassessor und zum Hülfsreferenten in der 2. Abtheilung, 6) den Oberquartiermeister Mohr vom 2. Jäger- bataillor, 7) den Protocollist Seederer von der Registratur des Kriegsministeriums, 8) den Quartier⸗ meister Schäfer vom 1. Infanterie ⸗Regimente, sämmtlich unter Versetzung zur Kriegsministerial⸗ Intendantur und vorläufiger Beibehaltung ihres Ranges, zu Intendantursecretären, 9) den Quartier⸗ meister Klöpper vom 4. Infanterie ⸗Regimente, unter Versetzung zur Kriegsministerial⸗Intendantur, zum Intendantursetcretariatsassistenten, 10) den Divisionsauditeur Dr. Verdier de la Blaquière, 11) den Stabsarzt Dr. Fuchs, sowie 12) den Hof⸗ und Militärbaurath Dr. Weyland zu tech⸗ nischen Consulenten des Kriegsministeriums, 13) den Kanzlist Mahr von der Kanzlei des Kriegs- ministeriums, zum Ministerialprotocollisten und Registraturgehülfen, unter Belassung in seinem dermaligen Range, 14) den Quartiermeister Bon- hard vom 1. Reiterregimente, unter Versetzung zum Kriegszahlamte, zum Assistenten, bei demselben. * Friedberg. Von zuverlässiger Seite er ⸗ fahren wir, daß nunmehr der Befehl bezüglich der Verlegung des 2. Inf.⸗Regts. nach Gießen bei dem Bataillons⸗Commando dahier eingetroffen ist. Nach diesen Bestimmungen wird das hiesige Bataillon schon Mitte August in die Gegend von Offenbach zu Regiments⸗Uebungen abmarschiren, um später den bei Darmstadt stattfindenden Manövern unserer Division beizuvohnen. Am 19. September bezieht das 2. Regt. seine neue Garnison Gießen, während das 1. Jäger⸗Bataillon in unsere Stadt und das 2. nach Offenbach verlegt wird. * Friedberg. Denjenigen in hiesiger Stadt wohnenden Militär⸗Personen, nun sämmtlich Pen⸗ sionäre, welche schon unter dem Großherzoge Ludwig I. von Hessen gedient, ist vor einigen Tagen eine von des Großherzogs K. H. neu gestiftete Erinnerungsmedaille zugekommen, welche ohne Band auf der linken Brust getragen werden soll. Dieselbe besteht für alle Grade aus einem vergol⸗ deten Lorbeer und Eichenkranz, in welchem sich ein L. I. befindet; sie bleibt nach dem Tode des Decorirten Eigenthum seiner Familie. P. Aus der Wetterau. Es wird für die Leser des Anzeigers nicht uninteressant sein zu erfahren, daß unter den Privat⸗Anstalten der neu erworbenen preußischen Landestheile das Knaben⸗ Institut in dem nahen Friedrichsdorf die einzige bis jetzt ist, der das Recht zum einjährigen Militärdienst(ohne Examen) zuerkannt wurde. Die Anstalt, welche sich unter der trefflichen Leitung des Hrn. Professors Dr. Schenk ganz bedeutend gehoben, hat unter ihren Lehrfächern keine alte Sprache aufgenommen. Mainz. Seit dem 1. d. M. befindet sich hier eine Strafcompagnie, welche sich aus dem 11. Armeecorps und der Festungsbrigade rekrutirt. Für die Wiedereinbringung eines Entwichenen wird dem Denuncianten eine Prämie von 8 fl. bezahlt, und bei der Flucht eines Sträflings fallen zwei Kanonenschüsse. Worms. Der„Fr. Kurier“ regt die Idee an, daß die Feier der Aufstellung des Lutherdenkmals zu Worms nicht bloß in Worms, sondern in allen protestantischen Kirchen und Gemeinden des In- und Auslandes gefeiert werden möge. Es wäre dieß noch zu ermöglichen, weun die Presse sich dieser Idee schnell bemächtige. Bayern. München. Es wird als be⸗ zeichnend gemeldet, daß der König genau zur selben Zeit, da Prinz Napoleon nach München kam, sich veranlaßt gefunden, einen Ausflug ins Gebirg zu machen, von dem er erst zurückkehrte, als der Telegraph die Ankunft des Prinzen in Wien meldete. Oesterreich. Wien. Am 2. Juni hat der päpstliche Nuntius dem Freiherrn v. Beust den Protest des Papstes gegen die interconfessionellen Gesetze in feierlicher Weise überreicht, indem er, sich verbeugend, sagte:„Ich habe die Ehre, Eurer Excellenz den Protest zu überreichen, welchen der heilige Stuhl im Namen der Christenheit gegen die neuen Maßregeln richtet, die in Oesterreich gegen die legitime Autorität der katholischen Kirche ergriffen wurden.“ Freiherr v. Beust erwiederte: „Im Namen Seiner Majestät des Kaisers und Königs nehme ich den Act entgegen, den Sie mir im Namen der römischen Curie übergeben. Ich versichere Eurer Eminenz nochmals, daß Se. Majestät der Kaiser und König in Uebereinstim⸗ mung mit seiner Regierung stets von dem Gefühle beseelt war, seine religiösen Meinungen in Einklang mit dem Willen seiner Völker zu bringen.“ — Die„Elberf. Ztg.“ enthält folgende den österreichischen Clerus betreffende Angaben. Da⸗ nach hat 1) der Clerus selbst den Werth des kirchlichen Grundvermögens im Jahr 1849 auf 366 Mill. Gulden angegeben und bezogen 2) an jährlichem Ein“ommen: Der Erzbischof von Gran 750800, 000 fl. 1 77 7 Olmütz 300,800 77 77 75 77 Prag 71,680 77 7 7 77 Linz 71,250, Das Prager Capitel 80,600„ Sct. Florian 95,000, Die Kreuzherrn zu Prag 54,000, Die Prämonstratenser in Schlögel 53,150, 41 7 77 Tögel 223,000 7 Die Schotten in Wien 197,000„ 77 77 77 Seitenstätten 92,600 6 E 17 77 Gottrich 71,600 77 St. Peter in Salzburg 87,500„ Kremsmünster 191,700„ Adment 52,700„ Heiligenberg 93,900„ Esseg 87,900„ Summa 2,624, 380 fl. Das ist doch wohl ein ganz stattliches steuerbares Kircheneinkommen. Serbien. Belgrad. Eine Proklamation des Kriegsministers an die serbische Armee macht bekannt, es sei der Wille des verblichenen Fürsten gewesen, daß sein Neffe Milan Obrenovie sein Nachfolger werde, und fordert die Armee auf, den Willen des Fürsten auszuführen. Das Militär nahm die Proclamation sehr günstig auf. Die Wahlen zur Skuptschina finden am 21. d. statt; die Eröffnung derselben am 2. Juli. Friedberg. Mit dem 15. d. ist bei der Main⸗ Weserbahn ein neuer Fahrplan in Kraft getreten. Unter den sonst unwesentlichen Abänderungen ist bemerkenswerth, daß der 1235 von hier nach Frankfurt beförderte Personen⸗ zug jetzt Anschluß findet an den dort um 15 abgehenden Courierzug der Main⸗Neckarbahn, wodurch die Weiterrei⸗ senden des unangenehmen Wartens von 2 Stunden in Frankfurt für die Folge überhoben find. Mainz. Bezüglich der auch im„Anz. für Oberh.“ gebrachten Nachricht von dem Tode des Oberlieutenants v. S. veröffentlicht Generallieutenant v. Röder folgende Berichtigung: Auf Grund des bestimmten Gutachtens des betreffenden Oberstabs- und Regimentsarztes, überein⸗ stimmender eidlicher Aussagen der Zeugen, und vorliegen⸗ der früherer civilärztlichen Atteste, ist, durch die beim hiesigen Inspectionsgerichte geführte Untersuchung, als zweifellos constatirt worben, daß der Premier⸗Lieutenant v. S. lediglich in einem Anfalle von Geisteszerrüttung seinem Leben ein Ende gemacht hat. Von einer scharfen Rüge des Herrn commandirenden Generals Excellenz, oder sonstigen denkbaren Motiven zur That, ist hierselbst Nichts bekannt geworden. Wenn eine derartige Annahme bei einem gewissen Theile des Publikums Eingang ge⸗ funden haben sollte, so beruht dieselbe lediglich auf Er⸗ findung. Wiesbaden. Ein seltener Glücksfall hat einen bei Hrn. Dreher W. bahier beschäftigten Arbeitsgehülfen(aus dem sächsischen Erzgebirge) ereilt. Derselbe wurde vor einigen Tagen durch eine amtliche Zustellung überrascht, wonach er in Gemeinschaft mit 6 Miterben durch den Tod eines Goldonkels in Australien zu dessen Erbschaft im Betrage von nicht weniger als 5 Millionen Pfd. St. (60 Mill. Gulden) berufen ist. Der Drehergehülfe ist sofort in Gesellschaft eines Consulenten nach dem entfern⸗ ten Welttheil abgereist. Worms. Zu den Festlichkeiten der Enthüllungsfeier des Lutherdenk mals sind in der Kräuter'schen Rahke'schen und Schlepp'schen Buchhandlung, sowie auch bei den Herren Heinr. Rasor und Apotheker Herrn Münch dahier gegen portofreie Einsendung des Betrags Karten zu beziehen, und zwar: 1) Karten, um der eigentlichen Enthüllungsfeier am 25. Juni, Vormittags 11 Uhr, auf einer der errichteten Tribünen beizuwohnen: Nummerirte Sitzplätze à 1 fl. und 2 fl. 2) Karten zu dem gemein⸗ schaftlichen Festessen in der Festhalle am 29. Juni, Nach⸗ mittags 3 Uhr, à 2 fl. 42 kr. mit 1 Schoppen Wein. 3) Karten zum Oratorium„Paulus“ am 26. Juni, Nachmittags 4 Uhr: Nummerirte Sitzplätze à 2 fl. 30 kr. 2. Platz 1 fl. 45 kr. 3. Platz 1 fl. 4) Karten zur Probe des Oratoriums am Vormittag des 28. Juni à 30 kr. 5) Abonnementskarten zum Besuch der Festhalle während der 3 Festtage à 1 fl. Karten zum einmaligen Besuch der Festhalle à 30 kr. Köln. Die Rbeinischen Eisenbahnen geben während der diesjährigen Sommerperiode folgende Rundreise⸗Billet s auf 30 Tage aus bei den Stationen Koln und Aachen: 1) via Brüssel⸗Paris⸗Straßburg⸗Baden⸗Karlsruhe⸗Heidel⸗ berg⸗Frankfurt⸗Wiesbaden zum Preis von 30 Thlr. 4 Sgr.; 2) via Brüssel⸗Antwerpen⸗Rotterdam⸗Haag⸗Amsterdam⸗ Utrecht⸗Cleve oder Emmerich für 17 Thlr. 17 Sgr.; die nämliche Tour mit Einschluß von Paris 31 Thlr. 24 Sgr.; 3) via Namur⸗Arlon⸗Luxemburg⸗Trier⸗Saarbrücken⸗Kreuz⸗ nach⸗Coblenz für 19 Thlr. 8 Sgr. und einzelne kleinere Touren. Schiffsnachrichten.. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent. Das Hamburger Post⸗Dampfschiff„Holsatia“, Capitän Ehlers, trat am 10. Juni seine erste Reise via Sout⸗ hampton nach New⸗Mork an und hatte außer einer starken Brief⸗ und Packet⸗Post 500 Tons Ladung, 98 Passagiere in der Cajüte und das Zwischendeck ganz mit Passagieren besetzt. Das Amerikanische Dampfschiff„Circasian,“ Capitän Ellis, welches am 16. Mai von Bremen vis Falmouth abging, ist nach einer glücklichen Reise von 18 Tagen wohlbehalten in Rew⸗York angekommen. Das Hamburger Postdampfschiff„Hammonia“, Capit. Meier, welches von New-York am 2. Juni abging, ist nach einer ausgezeichnet schnellen glücklichen Reise von 9 Tagen 12 Stunden wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frank⸗ reich bestimmten Passagiere und Posten gelandet, unver⸗ züglich die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe dringt 205 Passagiere, 675 Tons Ladung, 741000 Doll. Contanten und 57 Briessäcke. Von der deutschen Nordpol⸗Expedition, durch den berühmten Geographen Hrn. Professor Dr. A. Petermann in Gotha angeregt und in Ausführung gebracht, weiß Jeder, der Zeitungen liest, und gewiß gibt es Niemand, vorausgesetzt daß vaterländischer Sinn in ihm wohnet, der sich nicht von Herzen eines Unternehmens freut, das zwar vorzugs- weise in wissenschaftlicher, aber auch in nationaler und handelspolitischer Beziehung die reichsten Er⸗ gebnisse verspricht, und das eben darum ganz dazu geeignet ist, die Ehre des deutschen Volkes unter den Völkern der Erde zu erhöhen.— Zweck und Verpro porden edition geschlof machter 10 verihei 60,00 hierzu von 9 100 Schw. 100 von g don e in K Kaßft durch in 5 1 977 9 Oberhe Vemz Bürge 6 dessen Coneu und u Zorde Vermi Aal im Ter 5 1 1 5 0 e erd aft ö sollen 0 kde fen ausblei Na t ee antigen leren tee · xu 1 Lachen ae. heibel * IE. Initrdem⸗ r F Ziel der Expedition ist die Erforschung und Ent⸗ deckung der arktischen Central⸗Region von 750 Nördlicher Breite an, auf der Basis der Ost⸗ Grönländischen Küste, und am 25. Mai ist das für die Expedition angekaufte und ausgerüstete Schiff„Germania“ von Bergen in Norwegen aus in See gegangen unter dem Oberbefehl des Obersteuermanne Hrn. Karl Koldewep, geb. in Bücken bei Hoya in Hannover am 26. Oct. 1837, welchem als zweiter Befehlshaber der Obersteuermann Herr R. Hildebrandt, Sohn eines Predigers in Magdeburg, zur Seite steht. Beide in der Seemannsschule zu Bremen gebildet und wegen ihrer ausgezeichneten wissenschaftlichen und seemännischen Tüchtigkeit auf's Beste von allen Seiten belobt. Der Direktor der See— mannsschule zu Bremen Hr. Dr. Breusing schrieb von ihnen am 23. März:„Die seemännischen Vorbereitungen find von Koldewey durchweg mit der größten Besonnenheit und Umsicht ausgeführt. — Wenn nicht höhere Gewalt dazwischen tritt, wenn das Gelingen bedingt ist lediglich durch die Thatkraft und Tüchtigkeit der Menschen, dann werden Koldewey und Hildebrandt Alles zum glorreichen Ende führen.“ Wie sehr diese beiden Männer für das Unternehmen, an dessen Spitze ste stehen, begeistert sind, geht u. A. auch daraus hervor, daß sie— obwohl selbst ziemlich mittellos — die Ausführung ihrer schwierigen Aufgabe „ohne den geringsten Anspruch auf eine pecuniäre Vergütung für ihre Dienste übernommen haben“, einzig von dem Wunsche beseelt„zu zeigen, was deutsche Seeleute zu leisten vermögen.“— Natür⸗ lich hat diese begeisterungsvolle Uneigennützigkeit der Befehlshaber keinen großen Einfluß auf die Gesammtkosten der Expedition, die sich bis in den Herbst hinein erstrecken soll, unter Umständen aber auch zu überwintern genöthigt sein könnte— eine Möglichkeit, auf welche selbstverständlich bei der Verproviantirung des Schiffes Rücksicht genommen worden ist. Bei fünfmonatlicher Dauer der Ex⸗ pedition werden sich die Kosten derselben, ein- geschlossen die Prämien, welche je nach den ge⸗ machten Entdeckungen an die Schiffsmannschaft vertheilt werden sollen, auf ungefähr 50 bis 60,000 Thaler belaufen.— Namhafte Beiträge hierzu find bereits eingegangen z. B. vom König von Preußen 5000 Thlr., von der Königin 100 Thlr., vom Großherzog von Mecklenburg- Schwerin 550 Thlr., vom Prinzen Napoleon 100 Thlr., vom deutschen Nationalverein 1000 fl., von anderen Vereinen in Deutschland 210 Thlr., von einem Freund der deutschen Nordpolexpedition in Köln 500 Thlr., von Hrn. Dr. Oetker in Kassel, welcher die erste Gabe spendete, 500 Thlr., durch eine erste Sammlung in Gotha 665 Thlr., in Bremerhaven 150 Thlr., in Pforzheim 18 ½ Thlr., außerdem von einzelnen Privaten 25 bis 150 Thlr., in Ganzen bis jetzt circa 9000 Thlr. Wie es sich aber bei der Nordpol⸗Expedition um eine deutsche Sache handelt, so soll auch allen Deutschen Gelegenheit gegeben werden, sich durch Beiträge an derselben zu betheiligen. Es hat deshalb Hr. Prof. Petermann einen Aufruf er— lassen, welcher hierunten zum Wiederabdruck ge— bracht wird, und damit auch für Friedberg und Umgegend eine Annahmestelle vorhanden ist, so erkläre ich mich bereit, Beiträge zur Nordpol— Expedition— auch der kleinste wird willkommen sein— in Empfang zu nehmen.“) Ebenso werde ich auch, auf Ersuchen des Hrn. Prof. Petermann, eine Liste zur Einzeichnung von Beiträgen in Umlauf setzen, bitte aber dringend, die Gewährung eines Beitrags nicht von der Vorlage dieser Liste abhängig machen zu wollen, da es nicht wohl möglich sein wird, dieselbe überallhin gelangen zu lassen, wo man vielleicht zur Sache willig ist. — Oeffentliche Bescheinigung der eingegangenen Beiträge ist selbstverständlich. Friedberg, 9. Juni 1868. Dr. Matthias. Aufruf zur Theilnahne und Unterstützung durch Geld- beiträge und Sammlungen für die deutsche Nordpol⸗Expedition. Seit Hunderten von Jahren hat die Geographie und Erforschung der Polar-Regionen unserer Erde bei allen gebildeten Völkern großes Interesse gefunden und dieses Interesse ist seit 3 Jahren in den seemännischen und wissenschaftlichen Kreisen Englands, Frankreichs, Schwedens, Amerikas und Deutschlands neu erwacht.— Als eine ernste Mah⸗ nung tritt an vorwärts strebende und thatkräftige Männer unserer Zeit der lebhafte Wunsch heran, den noch völlig unbekannten Kern dieser Gebiete endlich erforscht zu sehen, da ohne seine Kenntniß alles geographische Wissen unserer Erde durchaus lückenhaft und unzusammenhängend bleibt und des Schlußsteines in seiner Grundlage entbehrt.— Amerikanische Wallfischfänger sind auch bereits im vorigen Jahre mit bloßen Segelschiffen in das arktische Centralgebiet eingedrungen und haben ein neues Polarland entdeckt.— Die Schweden senden in diesem Sommer eine neue Expedition nach Spitzbergen, ausgerüstet von einer einzigen Stadt, Göteborg, mit nur 40,000 Einwohnern. Sie wird neuerdings auf's Lebhafteste unterstützt vom König und von der Regierung, damit sie bis zum Nordpol selbst vordringe.— Frankreich, „) Auch die Unterzeichnete erklärt sich bereit, Gaben für den besprochenen nationalen Zweck entgegenzunehmen und an Herrn Direktor Matthias abzuliefern. Expedition des Anzeigers für Oberhessen. um seinem Capltän Lambert zur Ausrüstung einer französischen Expedition zu verhelfen, hat eine allgemeine National⸗Sammlung eröffnet, an deren Spitze sich der Kaiser Napoleon mit einem Bei trage von 50,000 Francs gestellt und die bis zum 1. April die Summe von 140,000 Francs ergeben hat.— Wir Deutsche rühmen uns, ein wissenschaftliches Volk zu sein. Soll Deutschland aber in Vollbringung dieser der größten übrig— bleibenden That in der Ersorschung unserer Erde binter Schweden und Frankreich zurückbleiben?— Um zu Gunsten Deutschlands vorzugehen, habe ich eine für mich bedeutende Schuldenlast contrahirt und eine Deutsche Nordpol-Expedition ausgerüstet, die am 25. Mai von Bergen aus(in 605 nörd⸗ licher Breite) in See gehen wird.— Es ist das erste derartige Unternehmen zur See, welches von Deutschland ausgeht und ich habe mit Freuden Alles daran gesetzt, um ein Werk fördern zu helfen, welches mit Gottes Hülfe wieder einmal zeigen wied, daß Deutsche mit kleinen Mitteln Bedeutendes zu leisten vermögen und daß deutsche Seeleute neben denen anderer Nationen auch tüchtig und thatkräftig sind.— Deutschland sehnt sich schon lange nach ruhmvollen und Achtung gebietenden Thaten zur See und indem ich die vollendete Thatsache einer Deutschen Nordpol Expedition hiermit anzeige, wende ich mich ver— trauensvoll an das Deutsche Volk um seine gütige Sympathie und Unterstützung.— Wie gern Deutsch⸗ land für sein Seewesen Opfer zu bringen bereit ist, haben die Flottensammlungen und das Marine⸗ Budget des Norddeutschen Bundes bewiesen; in Oesterreich schickt man eine neue Expedition nach Ost⸗Asien. Unsere braven Seeleute dürsten nach Thaten, und es fehlt nur an dem Willen der Nation, um ihnen zu solchen Thaten zu verhelfen.— Die bereits von allen Seiten gezeigte Zustimmung und Theilnahme an diesem Deutschen Unternehmen zur See zeigt, daß man dasselbe ernsthaft durch- geführt haben will, und läßt es mich als meine Pflicht erkennen, diesen Aufruf an unsere stets hülfebereite Nation zu richten, um ihre moralische und materielle Theilnahme anzusprechen.— In dem gleichzeitig erscheinenden ausführlichen Berichte nebst Karte habe ich den Zweck und die Bedeu- tung, den Ursprung und die Ausrüstung, die Be⸗ stimmung und die Aussichten des Erfolges der Deutschen Nordpol⸗Expedition zu beschreiben ver⸗ sucht. Wer ihn eines näheren Einblickes würdigt, wird dem Unternehmen seine Theilnahme und Unterstützung nicht versagen.— Auch die kleinsten Beiträge werden willkommen sein.— Es handelt sich um die Vollbringung und erfolg⸗ reiche Durchführung einer Deutschen That! A. Petermann. Gotha, 20. Mai 1868. Oeffentliche Aufforderung. 977 Nachdem Großberzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen über das mit 2534 fl. 24 kr. überschuldete Vermögen des nach Amerika entflohenen hiesigen Bürgers und Gastwirthes Georg Fletschhauer und dessen Ehefrau, Christine, geb. Schimpf, den förmlichen Concurs erkannt hat, werden deren sämmtliche, bekannte und unbekannte Gläubiger hierdurch aufgefordert, ihre Forderungen und Ansprüche jeder Art an das gedachte Vermögen der beiden Eheleute, bei Vermeidung des gillschweigend erfolgenden Ausschlusses von der Masse, im Termine Freitag den 10. Juli d. J., Morgens präcis 9 Uhr, dahter anzumelden und zu begründen. Zugleich soll im nämlichen Terinine wiederholt die Güte versucht, in deren Eatstehung aber ein Gläubiger Ausschuß gewählt und ein Masse⸗ Curator bestellt, und sollen Befsimmungen über die Richtigkeit der angemeldet werdenden Forderungen und Ansprüche, sowie wegen Verfilberung und Vertheilung der Masse getroffen und sollen die in den angedeuteten Beziebungen von der Mehrheit der gehörig auftretenden Gläubiger gefaßt werdenden Beschlüsse auch für die Minderzahl der er⸗ schelnenden oder die ungenügend vertretenen oder die ausbleibenden Gläubiger als bindend angesehen werden. Nauheim am 18. Apris 1868. Großherzogliches Landgerscht Nauheim Ulrich, Suppes, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Ein Lehrling und ein Häckergeselle 1454 werden gesucht bei Bäcker Brauburger in Nleder⸗Wöllfladt. Weiß binder ⸗ Arbeit. 1461 Freitag den 19. Junt d. J., Vormittags 9 Uhr, soll das Ausweißen verschiedener Localitäten in dem Milttärhospital dahler auf dem Hospital⸗Büreau, unter den daselbst zur Eiusicht bereit liegenden Bedingungen, mittelst Soumission vergeben werden. Friedberg den 11. Juni 1868. Der Großhberzoglsche Pospital Commandant ma un nu. doff Holz⸗Versteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 1429 Freitag den 19. und Samstag den 20. Juni werden in den Domanialwald⸗Distrikten Hainbach, Neu wiesenkopf, Ame isenköpfel und Holderderg nachstehende Holzsortimente vetrsteigert: Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Reisholz. Sie ck t n. Holzart: Buchen 607¼ 200 135½ 833 Eichen 46 ½ 11 9½ 2⁰ Kiefern u. Aspen 2 2— 5² 227 Fichtenstangen von 1½ Zoll Durchmesser, 20 bis 40 Fuß Länge. Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen Morgens präcis 9 Uhr auf der von Bobenhausen nach- Wallern. hausen führenden Chaussee am Finkenlöcher Feld beim Sparrenwald. Die Stammreiser und Fichtenstangen werden am zweiten Tag ausgeboten. Zahlungsfrist bis Martini d. J. Ortenberg den 6. Juni 1868. Großherzogliche Oberförsterei Ortenberg Wa r Israelitische Familien, 1417 welche geneigt find, taubstumme israel. Kinder in Verpflegung zu nehmen, find ersucht, uns davon Anzeige zu machen, damit wir uns vorkommenden Falls an sie wenden können. Frtedberg den 8. Juni 1868. Großherzogliche Direktion des Taubstummen-Justituts Dr. Matthtas. Bekanntmachung betreffend: Holzversteigerung in den Domantalwaldungen der O derförflerei Ober Rosbach. 1489 Die gestern im Frauenwald abgehaltene Holz⸗ versteigerung dat die Genehmigung erhalten; von Donnerstag den 18. d. M. find die Abfuhrscheine bei Großberzoglichem Rentamt Friedberg in Empfang zu nehmen. Die Abfuhr beginnt Freisag den 19. d. M. Ober⸗Rosdach 13. Juni 1868. Großherzogliche Oberförsteret Ober⸗Rosbach Bin amann. Bekanntmachung. 1492 Das Bureau der Großherzoglichen Orts— einnehmerei befindet sich von heute an in dem Wohnhause des Herrn Christian Ulrich am Bahnhofe. Friedberg am 16. Juni 1868. Großherzogliche Ortseinnehmerei Friedberg Batten f 0 13 9 Eine neue, sehr schoͤn in Farbendruck ausgeführte Ansicht von Kriedberg, aufgenommen von F. Soldan, Preis: fl. 1. 30 kr., ist soeben in unserem Verlage erschienen. 5 5 Friedberg und Nauheim. Bindernagel& Schimpff. Zoologischer Garten in Frankfurt a. A. 1488 Sonntag den 21. Juni 1868, von Morgens 6 Uhr bis Abends ist der Eintrittspreis auf 12 Kreuzer per Person ermäßigt. 8 Nachmittags 4 Ubr Concert vom Musik⸗ Corps des Königl. Preuß. Infanterie⸗ Regiments Nr. 81. Der Verwaltungsrath. Wirthschafts-Eröffnung. 1483 Einem verehrlichen Publikam bringe ich hiermit zur Anzeige, daß ich meine Metzgerei mit Wirihschast verbunden bade. Friedberg im Juni 1868. W. Reuß. Unterricht 1484 im kaufmänn'schen Rechnen, Correspondenz und Buchhaltung ertbeilt Erasmus Ermus. Ein Rollstuhl 1485 billig zu verkaufen. o? zu erfragen in der Expedition d. Bl. 1421 Meinen geehrten Kunden diene zur Nachricht, daß ich jetzt bei Herrn Karl Reuß auf dem Haagk wohne und bitte auch ferner um geneigtes Wohlwollen. Jean Rausch, Schuhmacher meister. 1303 Von heute an Erste Sorte Brod 16“ kr. Zweite Sorte Brod 14% kr. bei Löb Strauß. Geschäfts⸗ Verlegung. 1481 Ich beehre mich hierdurch anzuzeigen, daß sich mein Bank⸗ und Wechselgeschaft von heute an in dem von mir erkauften vormals Bendheim'schen Hause, Eck der Nheinstraste und des Louisenplatzes, neben der Traube, Parterre befindet.. Ich fühle mich gedrungen bei dieser Veranlassung, für das mir, während meiner bis⸗ herigen Geschäftsthätigkeit, in so sehr reichem Maße geschenkte Vertrauen auf's wärmste zu danken, und werde ich bemüht sein mir dasselbe auch ferner durch die strengste Gewissenhaftigkeit und Reellität zu erhalten. Ferdinand Sander, Darmstadt den 15. Juni 1868. vormals A. Messel. Heugras⸗Versteigerung. 1457 Ludwigstraße Nr. 68 ein großes Zimmer mit oder ohne Mébel zu vermiethen. Ein braver, fleißiger Mühlbursch, 1491 mit guten Zeugnissen, kann gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung finden. Wo? sagt die Exped. 7. Dialle Todes ⸗ Anzeige. 1480 Das am 8. Juni 1868 erfolgte Hin⸗ scheiden des Großherzoglichen Jürgermtisters Allwohn von Wölfersheim, zeigen wir Verwandten und Freunden hierdurch an. Die Hinterbliebenen. Danksagung. 1493 Allen Denen, welche uns wahrend der Krankhei unserer unvergeßlichen Tochter und Schwester Katharina Horn so viele Beweise liebevoller Theilnahme gegeben und sie zuc letzten Ruheflätte begleiteten, sagen wir unsern herzlichssen Dank. Friedberg am 14. Juni 1868. Die trauernden Hinterbliebenen. 1410 Das diesjäbrige Heugras von den Freiberrl. Löw'schen Wiesen kommt zur öffentlichen Verfleigerung. — Größe 5 Gemarkung.[Wiesen.] Versteigerungstermin.[Ort d. Zusammenkunft. 85 Morarn. 1Nieder⸗Mockstadt 20 1 1 g M., ö bei Herrn Gaftwirth Pfahl. 2] Bauernheim 9 2 25 5 3 0 bel Herrn Gastwirth Höres. 3 Nieder⸗Florstadt 90 an demselben Tage, bei Herrn Gastw. Wagner. Nachmittags 1 Uhr, Freiherrl. Löw'sche Rentei Müller. Nieder Florstadt den 6. Junt 1868. Fohlen ⸗Versteigerung. 3000 0 1490 Freitag den 19. d. M., Vormittags 11 Uhr f wird in der Reitercaserne zu Butzbach ein 6 Wochen 1378 werden gesucht. Zwischenhändler sind verbeten. altes Foblen an den Meifibietenden öffentlich versteigert. Näheres bei der Expeditton d. Bl. Buß bach den 13. Juni 1868. 8 5 Freiherr van der Hoop, Kirschen⸗Versteigerung. Nittmeister und Schwadrons- Ebef. 1479 Donnerstag den 18. d. M., Nachmittags 1 Uhr, Di 5 f sollen die Kirschen von den Bäumen am Bieinalweg Die Dr. i e zu nach Fauerbach hin öffentlich meistbietend auf Ort und Stele versteigert werden. 90(Krügersiraße 8. und Sachsenhausen, Dreikönigs- straße) auf's Bequemste eingerichtet, utmmt jederzelt Ossenhe im den 13. Juni 1868. 5 Großherzogliche Bürgermelsterei Ossenheim Augenkrane auf. Undemittelte zu ermäßigtem Preise Maul. und unentgeldlich. Zur hohen Beachtung Weißbindergesellen für Bruchleidende. Scha lohnende Beschäftigung, Schäfergasse 13 in Frank⸗ 45 Der berühmte Bruch⸗Balsam, dessen hoher Werth furt a. M. 9 J. 5 Schecker U Weißbindermeister. selbst in Paris anerkannt, und welcher von vielen medi⸗ Reisegeld vergütel. 1433 einischen n d ce welcher auch in vielen tausend Fällen gl e Curen hervorbrachte, kann jederzeit direet brieflich vom Unterzeichneten die Mehrere gutgehaltene Wagen Schachtel L 3 Fl. 30 kr. S. W. bezogen werden. Für 8 8 Einen nicht so allen Schaden ist eine Schachtel hinreichend. 1486 find billigt zu verkaufen 30 J. J. Kr. Eisenhut in Gais, bei St. Gallen Frankfurt a. M. Stiftstraße Nr. 30. (Schweiz). Ein kräftiger Zunge, Zwei Oleander, 1482 welcher die Metzgerei erlernen will, kann in die 1487 hochstämmig und blüthenreich, hat zu verkaufen Lehre treten. Bei wem? sagt die Expedition d. Bl. Marienschloß. Aufseher Dern. Brodpreise vom 16. bis 30. Juni. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: 2½ Waizen, ½ Korn. 2 Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 4 8 18 kr. Zweite Sorte 4 J 16 kr. **** 65* 2 U 8 9 1 1* 40* 1 2 1* 4 27 2½ Loth Milchwaaren 1 kr. 3 Loth Wasserwaaren 1 kr. Für Nauheim: Kasseler Brod 4 8 20 kr. „„ 5* „„* 5* Erste Sorte 46 18 kr. Zweite Sorte 4 8 16 kr. ** 2* 9 77*** 8 1* 1* 4½**„ 1* 4 Für Butz bach: Erste Sorte 4 8 19 kr. Zweite Sorte 4g 17 kr. „** 2 7 9 7 6.* 2* 8½* * 1 1. 4%** 1 1„ 4¼* Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16.—30. Juni. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg und Butzbach: unverändert. Kirchen buchsanszüge. Evangelische Gemeinde. Getaufte: 7. Juni. Dem Bürger zu Dannenrod im Kreise Alsfeld und Oekonomen Otio Marcus, gegenwärtig dahier wohnend, Zwillingstöchter: Margarethe Christine Auguste und Pauline Emilie, geb. am 24. April. Beerdigte: 9. Juni. Wilhelm Spamer aus Bruchenbrücken, des dasigen Ortsbürgers und Ackermanns Johannes Spamer ehel. led. Sohn, Schreiner, alt 28 Jahre, 3 Monate, und 27 Tage, t am 7. Juni. 13. Juni. Eva Katharina Horn, des hies. Bürgers und Spenglermeisters Thomas Friedrich Horn ehel. led. Tochter, alt 18 Jahre, 3 Monate, 29 Tage, F am 11. Juni. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu eine Extra- Beilage.) nal, Dien und wicht Nachricht Unterb⸗ Abonnente . — Hesse liche Regie J. Gesch, 1850 über! dir zufolge Preußen von ertiniglen& aeg mit L Rumpenbeim, vinzialschulson Otte sind de Oberhessen zu II. Gage erzogihums Seplembe Mit dem 1 Polizeistrafg Uneinbrings der Strafen Ferfftevel Jugdftrafges Errichtung III. Ut vom 10. A bel Versezur verirags mi 1866 mit b belreffend, N wirkend von IV. Bel, orönungen Friehensvert Einelacheile ad. II. be J. Negl, Slammtolt