ge zachef, ut ist, stunt det 1. ertsch ö, 8 — kungen rurch 4 tafed„ 2 1868. Donnerstag den 16. April. M 45. Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlaffe für den Kreis Friedberg. Friedberger Iutelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Arretirung der Wilhelmine Klein, Ehefrau des Karl Klein von der Kröge und Elisabetha Hitschler, Ehefrau des Ludwig Hitschler, wegen zwecklosem Umherziehen. Friedberg am 11. April 1868. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und die in Kirch⸗Göns zur Anzeige gebracht worden, den Falls zu arretiren und an Großh. Landgericht Butzbach zur Untersuchung und Bestrafung abzuliefern. Die Rubrikatinen sind wegen Bettelei Großherzogliche Gendarmie des Kreises. wir beauftragen Sie daher, dieselben betteten⸗ Trapp. Betreffend: Die vom Ausschuß des landw. Vereins von Oberhessen beschlossenen Geldverwendungen. n Nachdem Gr. Ministerium mit Verfügung vom 10. d. M. das vom Ausschusse des landw. Vereins von Oberhessen pro 1868 fest⸗ gestellte Budget genehmigt hat, wird dasselbe hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. A. Einnahme. Staatsfonds: Vereinsfonds: 1) Zuschuß aus Gr. Hauptstaatskasse 3520 fl.— kr.— fl.— kr. 2) Beitrag der Aachen Münchner Feuerversicherungsgesellschaft—„—„ 600—„ 3) Beiträge von Vereins mitgliedern—„—* 2820— 4) Ueberschüsse aus anderen Jahren, baar und in Ausständen,—„—„ 1700„— 5) Ungefähre Zinsen von angelegten Capitalien 1 Zusammen 3520 fl.— fr. 5220 fl.— kr. Und wenn die pro 1866 und 1867 aus Gr. Hauptstaatskasse zu erwartende Nachzahlung geleistet sein wird, weiter 4000 fl.— fr.— fl.— kr. Summa 7520 fl.— kr. 5220 fl.— kr. B. Ausgabe. 1) Bureaukosten—— kr. 320 fl.— kr. 20 Kasse⸗ und Rechnungswesen—„—, 150,—„ 3) Viehpreisvertheilungen 1000„—„„ 4 Prämien für Aufzucht der schwersten Bullenkälber Vogelsberger Race- ũ„—, 200 5) Zur Unterstützung der landw. Be⸗ zirksvereine—„—„ 940„—„ 6) Zur Unterstützung des Unterrichts im Hufbeschlag——XLô— 340— 7) Kosten der landw. Zeitschrift——„ 1400,—„ 5 Unterstützung dw. Unterrichts 26„—„—„— 5 9) Für Besoldung eines voraussichtlich anzustellenden Cultur ⸗ Ingenieurs-— 1200— 10) Zur Aufmunterung des Hopfenbaues s 100—„ 11) Zur Unterstuͤtzung der Einfuhrung landw. Maschinen und Geräthe—„—„ 150,—„ 12) Zur Vermittlung des Ankaufs eng⸗ lischer Schweine u. Shorthornviehs—„— 500„— 13) Zur Beranstaltung einer Provinzial⸗ Obstausstellung zu Gießen—„—, 200,— Summa 3650 fl.— kr. 5500 fl.— kr. Mithin gegen die 5 Einnahme ⸗Posi⸗ tionen mehr 130 fl.— kr. 280 fl.— kr Bemerkungen. A. zut Einnahme: pos. 1. Der Staatszuschuß hat sich gegen 1900 fl. erhöht, os. 2. Der Beitrag Seitens der Aachen-Münchener Feuer⸗ versicherungs⸗Gesellschaft konnte nur muthmaßlich mit 600 fl. auf; genommen werden, indem Seitens der Gesellschaft bis jetzt eine Benachrichtigung über die Größe des pro 1808 zu gewährenden Zu⸗ schusses noch nicht eingetroffen war. pos. 4. Der größere Theil dieser Ueberschüsse ist in 4½„igen Werthpapieren angelegt, deren muthmaßliche Zinsen in pos. 5 aufgenommen sind. B. zur Aus gabe: pos. 1. Eine Erhöhung der für Burkaukosten zu verwenden den Summe war nöthig, um bei der sich immer mehr ausbreitenden voriges Jahr um mmi Thätigkeit des Vereins den bei Bureauarbeiten nöthig gewordenen größeren Aufwand an Copialgebühren zu decken. pos. 3. Die beiden diesjährigen Viehpreisvertheilungen werden, nach Maaßgabe des revidirten Statuts für dieselben, in den Kreisen Friedberg und Alsfeld abgehalten werden, deren Bezirksvereinen die nähere Bestimmung der Festorte überlassen bleiben. Es werden auf einer jeden derselben 500 fl. als Preise zur Vertheilung kommen, die außer für Rindvieh, Schafböcke und Fohlen auch für selbstgezogene Schweine der reinen englischen oder englischen Bastardracen gegeben werden können. pos. 4. Für Prämiirung der schwersten Bullenkälber Vogels⸗ berger Race gelten die Bestimmungen früherer Jahre, wonach bei Besichtigung und Wägung der angemeldeten Kälber durch die vom Verein zu ernennenden Commissionen dieselben noch im Besitz des Züchters sein müssen und nur zur Zucht verkauft werden dürfen. Das Minimalgewicht am 270ten Tage nach der Geburt muß 350 Pfund betragen; Kälber, die dieses Gewicht nicht erreichen, konnen nicht prämiirt werden. pos. 5. Die Unterstützung der landw. Bezirksvereine, bestehend aus den Dritttheilen der im Jahr 1867 wirklich zur Vereinskasse eingegangenen Beitrage ihrer Mitglieder, wird nur an diejenigen Herrn Vorstände ausgezahlt werden, die sich vor Aufstellung des Budgets pro 1809 bei dem Vereinspräsidium deßhalb angemeldet und einen Nachweis über die Verwendung der zuletzt empfangenen Geld⸗ mittel erbracht haben, in welchem auch diejenigen Gelder aufgeführt sein müssen, die den Bezirksvereinen Seitens der Aachen⸗Münchener⸗ Feuerversicherungs⸗Gesellschaft zufließen. pos. 6. Junge Schmiede, die sich in ihrem Beruf gründlich ausbilden wollen, sollen auch im Winter 1868/59 Unterricht im Huf⸗ beschlag in Butzbach erhalten. Wegen Beginnes des Unterrichts und hinsichtlich der weiteren Bedingungen wird s. Z. besondere Bekannt⸗ machung erfolgen. Solche junge Schmiede, die zu dem Besuche dieses Unterrichts einer Unterstützung bedürfen, haben sich deßhalb an die Vorstände der betreffenden landw. Bezirksvereine zu wenden. pos. 8. Die hier vorgesehene Summe soll in der Weise zur Verausgabung kommen, daß aus derselben 1050 fl. für den Gehalt eines Wanderlehrers, 800 fl. als Subvention der Ackerbauschule zu Friedberg, 100 fl. als Reiseunterstützung für den Director derselben, Herrn Dr. Henkelmann, der Rest aber zur Unterstützung von Lehrern, die den landw. Unterrichts-Cursus in Darmstadt besuchen werden, zu Stipendien an unbemittelte Besucher der Ackerbauschule zu Friedberg und zur Unterstuͤtzung an Lehrer, die landw. Unterricht an Fortbildungsschulen ertheilen, verwendet werden. pos. 9. Diese Summe ist in Aussicht genommen zur Honorirung eines etwa vom Verein probeweise anzunehmenden besonderen Cultur⸗ Ingenieurs. pos. 10. Die Unterstützung des Hopfenbaues soll erfolgen durch Verbreitung guter Schriften über Hopfenbau und durch Prämiirung der Neuanlage von Hopfenugärten.— Bewerber haben sich an das Präsidium zu wenden. pos. 11. Diese Summe soll verwendet werden zur Ent⸗ schädigung für Transportkosten an Fabrikanten oder Commisssonäre, die gelegentlich der Viehpreisvertheilungen neuere landw. Maschinen und Geräthe ausstellen. pos. 12. Dieser Betrag soll verwendet werden, um die Differenz zu decken, die entstehen kann, wenn die Seitens des Vereins zum Wiederverkaufe in öffentlicher Versteigerung in Norddeutschland an⸗ zukaufenden englischen Schweine und Thiere der Shorthorn-Rind⸗ viehrace zu niedrigeren, als den Einkaufs preisen abgegeben werden müssen. — . 222 7˖˙— 7 2 2 5 ministeriums von Berlin angekommen. pos. 13. behändigt werden. Die gegen die Einnahme mehr vorgesehene Summe von 410 fl., sowie die Mittel für den Betriebsfonds werden sich ergeben aus der Die Verwendung dieser Summe bleibt spaͤterer Be⸗ stimmung vorbebalten; dieselbe wird dem landw. Bezirksverein Gießen aus Gr. Hauptstaatskasse für die Jahre 1866 und 1867 noch zu er⸗ wartenden Nachzahlungen von 4000 fl. Laubach am 15. März 1868. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen Otto, Graf zu Solms-Laubach. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 18 enthält: 1. Gesetz, die Höhe der Einzahlungspflicht bei Ac tien⸗ Gesellschaften, welche den Bau und Betrieb von Eisen⸗ bahnen zum Gegenstande haben, betreffend. II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die amtliche Benennung der Hauptstaats⸗ kasse betreffend. Zufolge Allerhöchster Bestimmung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs hat die Großherzog⸗ liche Hauptstaatskasse künftigbin dle amtliche Benennung „Haupistaaiskasse-Direclion“ zu führen. III. Zusammenstellung der Ergebnisse der Staats⸗ schulden⸗Tilgungskasse⸗Rechnung für 1864. IV- X. Befannimachungen Großherzoglicher Com⸗ mission für Post⸗ Angelegenheiten.(Durch besondere Be⸗ kanntmachungen bereits bekannt.) XI. Uebersicht der für das Jahr 1868 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse in den Gemeinden des Kreises Grünberg. XII- XIV. Uebersicht der für das Jahr 1868 ge⸗ nehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelilischen Religionsgemeinden der Kreise Schotten, Nidda und Alsfeld.. XV. Ordens verleihungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst zu verleihen geruht: am 4. Februar dem Ortseinnehmer zweiter Klasse Raab zu Alzey das silberne Kreuz des Philipps⸗Ordens;— am 15. dem Bürgermeister der Bürgermeisterei Stockhausen Wienold II. das allgemeine Ehrenzeichen mit der In⸗ schrift:„Für vieljährige treue Dienste“;— am 19. dem Rechnungsrath und Dirigenten der etsten Justificatur⸗ Abtheilung der Ober⸗Rechnungs⸗Kammer Voltz, in Rück⸗ sicht auf seine fünfzigjährigen treuen Dienste, das Rilter⸗ kreuz erster Klasse des Philipps⸗Ordens;— am 29. dem Bürgermeister der Bürgermeisterei Beerfelden Beysel das sülberne Kreuz des Philipps⸗Ordens;— am 16. März dem Consul zu St. Petersburg Frhrn. v. Hauff das Ritterkreuz erster Klasse des Ludwigs⸗Ordens;— am 31. dem Schloß⸗Inspector Viessel, in Rücksicht seiner langen Dienstzeit, das Ritterkreuz zweiter Klasse des Philipps⸗ Ordens;— am 1. April dem Kirchenrath, Decan des Decanats Eberstadt und evangelischen Pfarrer in Pfung⸗ stadt Decher, in Anerkennung seiner fünfzigjährigen treuen Dienste, das Ritterkreuz erster Klasse des Philipps⸗Ordens; — an demselben Tage dem Zollaufseher Bock in Mainz, in Rücksicht auf seine fünfzigjährigen treuen Dienste, das silberne Kreuz des Philipps⸗Ordens. XVI. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 20. März dem Hauplstaals⸗Kassier Finanzrath Hansse den Amtstitel „Haupistaatskasse Director“ zu verleihen. 0 XVII. Dienstentlassungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 12. März den bisherigen Consul zu St. Petecsburg Freiherrn v. Hauff auf sein Nachsuchen von dieser Stelle— und am 14. den Schullehrer an der ersten evangelischen Schule zu Steinbach Glässing auf sein Nachsuchen aus dem Schuldienste zu entlassen. XVIII. Concurrenz für: die evangelische Pfarrstelle zu Gelnhaar mit einem Gehalte von 764 fl. 32 kr.; dem Herrn Fürsten zu Isenburg⸗Birstein steht für diesmal das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu. — Mehrere Blätter brachten in den letzten Tagen folgende Nachricht: Dem Vernehmen nach soll der Commandeur der Reiterbrigade, Oberst v. Jungenfeld, das Kriegsministerium, Prinz Heinrich von Hessen, zur Zeit Oberst der Garde ⸗Cavallerie in Berlin, die Reiterbrigade und Prinz Ludwig wieder das Commando der Division übernehmen. — Ter General- Adjutant des Königs von Preußen, der General der Infanterie v. Bonin, ist mit Adjutantur und einem Major des Kriegs⸗ Der Ge⸗ neralmajor v. Brandeis traf bereits am 10. d. wieder hier ein. — Die„H. Losztg.“ meldet am 14. d. als Neuestes am Schlusse ihres Blattes: Es wird uns soeben mitgetheilt, daß Kriegsminister von Grolman heute seinen Abschied genommen habe und Prinz Ludwig das Commando der Hessischen Division nur unter gewissen Voraussetzungen wieder übernehmen werde. General v. Bonin wird bis zur definitiven Regelung dieser Angelegenheit hier verbleiben. Wir halten diese Version für sehr wahrscheinlich. Der preußische Generaladjutant v. Bonin bleibt einige Zeit hier. — Die„M. Ztg.“ schreibt: Prinz Ludwig werde das Divisionscommando nur unter der Be⸗ dingung übernehmen, daß auch die übrigen Minister von ihrem Posten zurücktreten würden. — Eine Mittheilung der„H. V.“ vom 14. d. lautet: Am Samstag ist der Generaladjutant des Königs von Preußen, General v. Bonin, Anführer der Preußen bei Trautenau, mit einem Major aus dem Kriegsministerium zur Orientirung über den Militärconflict hier angekommen, derselbe hatte bereits eine längere Audienz bei S. K. H. dem Großheczog und wird heute eine ganz ins specielle gehende Inspection über ein Bataillon Infanterie und eine Schwadron Cheveauxlegers, morgen eine solche über die Artillerie abhalten. — Wie die„D. 3.“ mittheilt, hat der Großherzog am 3. April bezüglich der im Groß⸗ herzogthum zu erbauenden Eisenbahnen folgende landesherrliche Concessionen ertheilt: 1) an die Hessische Ludwigsbahn ⸗Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Eisenbahnen: a. von Mainz über Alzey an die Landesgrenze in der Richtung nach Kirchheimbolanden, b. von Bingen nach Alzey, c. von Monsheim an die Landes⸗ grenze in den beiden Richtungen nach Grünstadt und nach Mannheim, d. von Worms nach Bens⸗ heim, e. von Darmstadt über Reinheim und Höchst bis Erbach mit einer Abzweigung über Groß ⸗Umstadt bis Babenhausen; 2) an die Actien-Gesellschaft, welche sich unter dem Namen „Oberhessische Cisenbahn-Gesellschaft“ gebildet hat, zum Bau und Betrieb von Eisen⸗ bahnen: a. von Gießen in der Richtung nach Fulda bis zur Landesgrenze, b. von Gießen in der Richtung nach Gelnhausen bis zur Landesgrenze. * Friedberg. Dem Vernehmen nach wird mit Genehmigung großherzoglichen Ministeriums des Innern allen Angehörigen des Großherzog; thums die Theilnahme am Spiele an der Spiel- bank zu Nauheim bei einer Polizeistrafe von 1 bis 50 fl. durch kreisamtlichen Erlaß untersagt werden. Preußen. Berlin. Nach der„Kreuzztg.“ ist die Ausdehnung des Freizügigkeitsgesetzes auf die Südstaaten durch Vertragsschlüsse gesichert. Etwaige Abänderungen des Gesetzes innerhalb des Nordbundes lassen die Verträge mit den Südstaaten unberührt. — Einjährige Freiwillige, welche bei ihrer Meldung zum Militärdienste abgewiesen werden, weil sie mit unheilbaren Fehlern behaftet sind, in deren Folge sie selbst bei geringen Anforderungen zum Militärdienste im Frieden ungeeignet werden, konnten bisher erst nach vollendetem 23. Lebens jahre der Ersatzreserve überwiesen werden. Laut der neuen Ersatz⸗Instruktion für den Norddeut⸗ schen Bund sollen sie gleich den ganz Unbrauch⸗ baren eine endgültige Entscheidung über ihr Militärverhältniß ohne Rücksicht auf ihr Lebens⸗ alter erhalten können, sobald sie wegen ihrer Fehler von einem Truppentheile abgewiesen sind. Die Berechtigung, der einjährigen Dienstzeit als Pharmaceut zu genügen, soll vom Jahr 1872 an von dem Nachweise der Absolvirung der landes⸗ gesetzlichen Staatsprüfungen abhängig gemacht werden. Wiesbaden. Dem„Fr. J.“ wird von hier geschrieben: Die Nothleidenden auf dem Westerwalde haben für die Ostpreußen bis jetzt für 4400 Thaler Strickwaaren angefertigt. Der Absatz dieser Arbeiten hat sehr wohlthätig auf die Westerwälder Verhältnisse eingewirkt. Gar mancher Hunger ist dadurch gestillt, manche Thräne getrocknet worden. Es bleibt kein geringes — Eine Depesche des„Fr. J.“ berichtet in Verdienst der Frankfurter Blätter, daß sie die fraglicher Angelegenheit vom 14. April: Der Veranlassung wurden, die Aufmerksamkeit der Re⸗ Direktor des Kriegsministeriums v. Grolman ist gierung auf die Westerwälder Verhältnisse hin⸗ in Folge der Generallieutenant in den Pensionsstand getreten. stattgefundenen Differenzen als zulenken. — Die hiesige Spielbank⸗Gesellschaft hat mit dem Regierungscommissär, Geh. Rath Wohlers, eine Vereinbarung getroffen. Darnach wird das Spiel bis Ultimo 1872 fortgesetzt, wogegen die Bank zur Amortisation ihrer Aktien jährlich 200,000 fl. verwendet und der Rest des Gewinns in fünf Jahresraten à 200,000 Thaler bis zur Höhe von 1 Mill. Thlrn. zur Bildung eines Kurfonds an die Städte Wiesbaden und Ems abgibt. Beide Städte erhalten auch das Mobiliar der Gesellschaft. Die Aktionäre werden immerhin noch 25—30 fl. Dividende per Jahr beziehen, womit doch Jedermann zufrieden sein kann. Aus Thüringen. Sämmitliche thüringischen Kleinstaaten werden ihre bisherigen Gesandten am Hofe zu Berlin und zu Dresden jetzt abberufen und diese Gesandtschaftsposten fortan eingehen lassen. Bayern. München. Eine Weisung des Ministers des Innern an die Kreisregierungen hat den Zweck, den Standpunkt der Regierung zu bezeichnen. Dieselbe will die Selbstständigkeit Bayerns, ohne Isolirung und ohne Eintritt in den Norddeutschen Bund, loyale Erfüllung der mit Preußen abgeschlossenen Verträge, Meidung einer undeutschen Politik und vertragsmäßige Ordnung gemeinsamer deutscher Interessen. Sie wird sich bestreben, die Volksbildung und den Wohlstand zu heben und eine Entwicklung im freiheitlichen Sinne anzubahnen suchen, um die Widerstands⸗ kraft des Landes zu stärken. Sie wird ferner die Ueberzeugungsfreiheit der Beamten achten, jedoch regierungsfeindliche Agitationen derselben nicht dulden. Die Ereignisse der jüngsten Ver⸗ gangenheit sollen auf sich beruhen bleiben. — Ein ministerieller Erlaß beauftragt die Kreisregierungen, etwaige Agitationen, welche dem Schulgesetz feindlich seien, sorgfältig zu beobachten, jedoch freie Meinungsäußerungen nicht zu hindern, aber ungesetzlichen Ausschreitungen jeder Art kräftig entgegenzutreten und eine Parteinahme von Beamten gegen den Regierungsentwurf absolut nicht zu dulden. Baden. Von Freiburg kommt die Nachricht, daß der greise Erzbischof Hermann v. Vicari in der Nacht vom 13. auf den 14. d. in Folge einer Lungenentzündung gestorben ist. (Wir gaben kürzlich das Alter des nun Verstor⸗ denen auf 93 Jahre an, er hatte aber bereits das 95. Lebensjahr zurückgelegt. Die Red.) Oesterreich. Wien. Die„R. Fr. Pr.“ meldet: Der von der Generalcommission aus⸗ gearbeitete Wehrgesetzentwurf stellt als erstes Princip die allgemeine Wehrpflicht auf. Die Dienstpflicht im Heere beginnt im zwanzigsten Lebensjahre und endet im dreißigsten, bei der Kriegsmarine im zweiunddreißigsten Lebensjahre. Hiervon entfallen bei'm Heere fuͤnf Jahre auf die Linie, fünf Jahre auf die Reserve, bei der Kriegsmarine fünf Jahre auf die Linie, und sieben auf die Reserve. Die Dienstpflicht in der Landwehr erstreckt sich bis zum vierunddrei⸗ ßigsten Lebensjahre, die Wehrpflicht im Landsturm vom achtzehnten bis zum vierzigsten Lebensjahre. Die bewaffnete Macht besteht aus Feldarmee, Landwehr und Landsturm. — Die Generalversammlung der Schiller⸗ stiftung fand für dieses Jahr in Wien statt. Außer Wien, Graz und Brünn waren noch 18 deutsche Städte vertreten, nämlich Frankfurt a. M., Darmstadt, Baden-Baden, Karlsruhe, Stuttgart, München, Nürnberg, Mainz, Köln, Hamburg, Lübeck, Danzig, Königsberg, Berlin, Breslau, Dresden, Leipzig und Weimar. Frhr. v. Münch⸗ Bellinghausen(der Dichter Friedrich Halm) be ⸗ zeichnete die Schillerstiftung als Symbol der Einigung Deutschlands. Genast aus Weimar wurde zum Präsidenten, Biedermann aus Leipzig zum Vice⸗Prästdenten gewählt. Frankreich. Paris. Die Frage, ob Krieg oder Friede scheint neuerdings wieder mehr in den Vorder orund zu treten; wenigstens beschäftigen Falle d bilde g einen! erllätl, dung en hielunge lehnt de Verhand Frankrei nicht wü nut ein könnte. Kriegsg Gr Consul Livingst dem Bes augesehe Vin 7 4 — — * ————⏑4ꝓ86G.— deitlichen erfand · d strner achten, erselben Ber- au die cht den obachn binden tt kraft nt Aub solnt ant dit Hernem u 14.5. ben il. Bertor⸗ tr bertitt Aut.) Ft. Nr.“ 1 aus- erte . Dit ansigfer dei der tsahtt. abrt auf „bei da t, 1. i u dri 11 nijahtt · armtt, selben. liche Versicherungen geben: so lange es nicht ab- sich mehrere Pariser Blätter lebhaft mit der⸗ Auf einen Artikel des„Golos“, in dem ausgeführt war, Frankreich möge noch so fried⸗ rüste, werde man ihm nicht trauen, läßt das Staatsoberhaupt durch den Constitutionnel ver⸗ sichern, Frankreich habe gerüstet, um auf gleicher Linie mit anderen Mächten zu stehen. Hierzu erklärt Marschall Niel,„auch nicht einen Sou vom Kriegs- oder Marine⸗Ministerium abstreichen lassen zu wollen.“ Das Journal de Paris erinnert daran, daß der italienische Krieg von 1859 und der Krieg in Deutschland von 1866 mit einer Entwaffnungsforderung begonnen habe, es sehe es daher lieber, wenn Frankreich keinen Schritt in dieser Beziehung thäte. — Paris soll jetzt in halben Bewaffnungs⸗ zustand gesetzt werden. Man gießt nämlich gegen⸗ wärtig die Kanonen, mit welchen die Wälle des⸗ selben versehen werden sollen, und läßt die Zug⸗ brücken für die verschiedenen Thore anfertigen. Die Wallgräben, welche bis jetzt an den Thoren und Stellen, durch welche die Eisenbahnen in Paris einlaufen, unterbrochen waren, sollen voll⸗ ständig ausgegraben werden, so daß der Eintritt in Paris in Zukunft nur vermittels der Zugbrücken möglich ist. Diese Vorbereitungen scheinen übrigens nicht allein für den Krieg berechnet zu sein, sondern man hat dabei auch die Eventualität eines Aufstandes in Aussicht und will in einem solchen Falle die Möglichkeit haben, Paris vom Weich⸗ bilde gänzlich absperren zu können. — Das„Journal des Debats“ veröffentlicht einen Artikel, welcher zwar die Kriegsgerüchte erklärt, jedoch zeigt, daß dieselben jeder Begrün⸗ dung entbehren. Frankreich hat die Allianzauer⸗ bietungen mehrerer Mächte zurückgewiesen und lehnt das Verlangen Dänemarks ab, in seinen Verhandlungen mit Preußen zu interveniren. Frankreich habe somit bewiesen, daß es den Krieg nicht wünsche und Alles vermeide, woraus auch nur eine einfache Meinungsverschiedenheit entstehen könnte. Die„Debats“ hoffen folglich, daß die Kriegsgerüchte aufhören werden. Großbritannien. Durch den britischen Consul in Zanzibar sollen von dem Nilreisenden Gegend der Nilquellen datirt sind und die Er- haltung Livingstons unzweifelhaft machen. die Nachricht aus New⸗Nork, der von der hesfischen Amerika. Amerikanische Blätter enthalten Behörde steckbrieflich verfolgte Wolff Mayer, alias Miller aus Butzbach(Großherzogthum Hessen), welcher die Darmstädter Bank und das Bankhaus Jäger in Frankfurt um 28,000 fl. beschwindelt habe, sei auf telegraphische Meldung durch den preußischen Consul kurz nach seiner Ankunft ver- haftet, aber schon Tags darauf wieder in Freiheit gesetzt worden(?).— Die Gesammtzahl der in den Häfen der Union im Jahre 1867 gelandeten Einwanderer beläuft sich auf 242,731 Seelen, 9133 mehr als im Jahre vorher. Auf Deutsch⸗ land kommen davon 117,951, während Irland 65,134, England 31,712 und die übrigen Länder 26,292 Seelen hinzufügen. Aus Oberhessen. Nach Nachrichten aus Darmstadt wären die Statlonsplätze auf der Linie Gießen⸗Fulda wie folgt bestimmt worden: Gießen, zwischen Gießen und Grünberg, Grünberg, Burg-Gemünden, Zell⸗-Romrod Alsfeld, Hofgarten, Lauterbach, Großenlüder. Auf der Linie Gießen⸗Büdingen: Gießen, Lich, Hungen, Nidda, Selters für Ortenberg und Büdingen. Darmstadt. Prälat Dr. Zimmermann hat in den letzten Wochen, wohl aus Veranlassung des Brieswechsels mit dem Hrn. Bischof v. Ketteler, an fünf auf einander folgenden Sonntagen über die christliche Toleranz gepre⸗ digt. Die betreffenden Predigten sind nunmehr im Druck erschienen und bei dem Verfasser zu 15 kr. zu haben. Sie führen auf dem Titel den Beisatz:„ein Beitrag zu den Grundlagen des religidsen Friedens.“ Der Reinertrag soll der Prälat Dr. Köhlerstiftung zufließen. Groß⸗Hausen. Kürzlich starb dahier im 84. Le- bensjahre Jacob Matthes. Derselbe war einer der ältesten Veteranen und hat als Artillerist den Feldzug nach Ruß⸗ land mitgemacht. Ihm allein war es vergönnt, seine Kanone wieder nach Darmstadt zurück zu bringen, wozu er sich einige Mal die Pferde erobern mußte. Mainz. Eine größere Anzahl hiesiger junger Leute machen ihren einjährigen Militärdienst bei den preußischen Truppenkörpern dahier ab. Sie tragen die preußische und auch die hessische Kokarde. Worms. Die Restauration in der 1200 Personen fafsenden Festhalle während der Dauer des Festes der Enthüllung des Lutherdenkmals dahier, am 24., 25. und 26. Juni 1. J., wobei ein Festbanket stattfinden wird, soll vergeben werden. Hierauf Reflectirende haben sich bis längstens zum 1. Mai an Herrn A. H. Neidhart dahier zu wenden. Heidelberg. Nach einem Brief des italienischen Livingston Briefe eingetroffen sein, welche aus der Philosophen Antonino Maugeri an den Heidelberger Universitäts⸗Professor v. Reichlin⸗Meldegg hat die köͤnigl⸗ Universität zu Catania in Sicilien im verflossenen Se⸗ mester eine Trauerfeierlichkeit zum ehrenden Andenken des verstorbenen berühmten Juristen Mittermaier veranstaltet. Der dortige königl. Professor Carnara-Persigli hielt zur Ehre dieses Vorkämpfers für Licht und Recht die Festrebe. „So verehrt ist auch in unserem Lande der Name Mit⸗ termaier(so schreibt Maugeri), daß die Universität Ca⸗ tania es für Pflicht hielt, ein öffentliches Zeichen ihrer besonderen Verehrung dem großen Lehrer und Schrift⸗ steller der berühmten Universität Heidelberg zu widmen.“ Reutlingen. Das hiesige pomologische Institut zählt gegenwärtig 38 Zöglinge, hierunter 12 Württemberger und 9 Baiern; die übrigen gehören andern deutschen Ländern, Schweden, Rußland und England an. Auch der Versandt von Bäumen war dieses Frühjahr sehr be⸗ deutend; eine namhafte Senbung ging sogar nach dem Vorgebirge der guten Hoffnung. Schiffsnachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. Das Hamburg⸗New⸗Yorker Postdampfschiff„Saxonia“, Capt. Meier, welches am 25. März von hier und am 27. März von Southampton abgegangen, ist nach einer Reise von 12 Tagen 10 Stunden gestern 1 Uhr früh Morgens wohlbehalten in New⸗York angekommen. Das Hamburger Postdampfschiff„Allemania“, Capt. Bardua, welches von New-⸗York am 1. April abging, ist nach einer sehr schnellen glücklichen Reise von 10 Tagen 8 Stunden wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich be⸗ stimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Hamburg forigesetzt. Dasselbe bringt 104 Passagiere, 900 Tons Ladung, 173,029 Dollars Con⸗ tanten und 58 Briefsäcke. Neueste Nachricht. Darmstadt, 14. April. Nachstehender Allerhöchster Erlaß S. K. H. des Großherzogs ist unterm Heutigen ausgegeben worden: Da die mit der Krone Preußen abgeschlossene Militärconvention in ihren wesentlichen Theilen durchgeführt ist und eine vereinfachte Organisation Meines Kriegsministeriums nunmehr stattfinden kann, so enthebe Ich den Generalmajor von Grolman, Präsident Meines Kriegsministeriums, auf dessen mehrfach gestelltes Ansuchen, seiner jetzigen Dienststellung. In dankbarer Anerkennung seiner stets treu geleisteten langjährigen Dienste befördere Ich denselben zum Generallieutenant unter gleichzeitiger Versetzung zur Suite der Infanterie. Darmstadt, den 14. April 1868. Ludwig. Pro kla m 710 In Folge der Insolvenz⸗Anzetge des vorhinigen Domänenpachters Theodor Batst zu Batersröderhof (bei Marköbel), zur Zeit daselbst wohnhaft, werden sämmtliche Gläubiger desselben aufgefordert, ihre Forde rungen im Termin den 24. April d. J., Vormittags 11 Ubr, dahter anzumelden und dem Güteversuche behufs Ab. wendung des förmlichen Concurses beizuwohnen und sollen die ausbleibenden chirographartschen Gläubiger als dem Beschlusse der Mehrzahl der Erschienenen beigetreten angesehen werden. Windecken am 23. März 1868. Königliches Amtsgericht Schwarzenberg. vdt. Kahler. Bekanntmachung. 875 Da del der bevorstehenden Vergrößerung der Schülerzahl im Großherzoglichen Schullehrer⸗Seminar die Käumlichkeiten der bisherigen Koflwirthschast nicht mehr ausreichen, so ist hoben Orte verfügt worden, daß noch ein zweiter, unter Umftänden vielleicht noch ein dritter Speisewirth angenommen werden soll. Demzufolge fordern wir diejenigen hiesigen Einwohner, welche ge · neigt find, unsern Zöglingen den Mittags⸗ und Abend⸗ ilsch zu geben, hiermit auf, sich binnen 8 Tagen unter Angabe des verlangten Preises schriftlich bei uns zu melden. Friedberg am 15. April 1868. Großberzogliche Direktion des Schullehrer Seminars zu Friedberg Steinberger. Holz- Versteigerung. 885 Die am 30. und 31. März l. J. im biesigen Cemelndewald stattgehabte Holzversieligerung ist ge nehmigt. Für das in verschledenen Oistrikten ver⸗ fleigerte Holz ist der erste Abfahrtag auf Samstag den 18. d. M. und für das im District„Birkenspitz“ ver- fleigertt Gehölz auf Montag den 20. d. M. bestimmt worden. Ober Mörlen am 14. April 1868. Großherzogliche. Ober⸗Mörlen e Arbeits-Versteigerung. 881 Dtenstag den 21. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, werden auf dem Gemeindthaus zu Wölfersheim folgende Arbeiten zu fertigen, sowie Materalten zu llefern einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt: fi. kr 1) Maurerarbeit lt. Kostenüberschlag für 88— 2) Zimmerarbeit 34 40 3) Schreinerarbeit +1— 9 Schlosserarbeit 12 5) Dachdeckerarbeit 14 6) Pflasterarbeit 36— 7) Chaufstrarbeit 40— 8) Brechen, Anfahren und Aufsetzen von Mauer⸗ und Pflastersteinen aus den Wölfersheimer Brüchen 12 9) Liefern von Sand aus der Wölfersheimer Sandgrube 10) Liefern von Kalk 115„„ RNussensteinen 12) Liefern von Ziegeln Gambach den 14. April 1868. Schneider, Bezirks ⸗Bauauffeher. Holz- A e e e 882 Freitag den 17. April l. J. soll in hiessgem Ge⸗ meindewald nachstehendes Holz versteigert werden: 2 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 0 3„ Aospen⸗* 2„ Etchen-Prügelholz, 5„ Buchen⸗ 5 4„ Etlchen⸗Stockholz, 29„ Buchen-„ 150 Stück Eichen⸗Wellen, 375„ Buchen ⸗ 2„MFichten⸗Bauholz von 10“ Durchmesser und 71“ Länge, 10 Stück Klefern⸗Bauholz von 7“ Durchmesser und von 25—407 Länge, 9 Stück Klefern⸗Stangen von 5“ Durchmesser und 35“ Länge. Ole Zusammenkunft ist am Holzweg Morgens 10 Uhr. Ober⸗Florstadt am 14. April 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Florstadt Schmidt. Holz- Versteigerung. 876 Freitag den 17. l. M. Vormittags um 9 Uhr ansangend, werden in hiesigem Gemeindewald, Distrikt Heide, nachfolgende Holzsortimente versteigert: 4 Stecken Buchen⸗Prügelholz, 1„ Eichen ⸗Scheitholz, 2„ Eichen⸗Peügelholz, 7„ Aopen⸗„ 10„ Buchen ⸗Stockholz, 7„ Aopen; 3„ Nadel- 6 2000 Stück Buchen⸗ Wellen, 1500* Eichen 7 800» Aspen-„ 8500„ Nadel⸗„ 1900„ Ginftern⸗ 43„ Fichtenbaustämme von 21 bis 0 Juß Länge, 716 Cubikfuß haltend, zu Strack⸗ holz geeignet, 135 ü—H Fichten⸗Stangenholz, zu Sparren und keiterbäumen geeignet. Die Zusammenkunft ist am Pflanzgarten an dem Weg von Münster nach Maibach und wird mit dem Fichtenwerkholz der Anfang gemacht. Gegen Bürg⸗ schaft wird das Holz dis Martinttag d. J. geborgt. Fauerbach v. d H. den 9. April 1888. Großherzogliche Bürgermelsteret Fauerbach v. d. H. Philipps. Holz ⸗Versteigerung. 878 Die am 3. d. M. im biesigen Gemeindewald ad⸗ gehaltene Versteigerung ist genehmigt und der erste Fahrtag auf Samftag den 11. d. M. bestimmt worden. Boönstadt den 9. April 1868. a Großherzogliche Bürgermeisteret Bönstadt Geibel. Annonee. 783 Gesucht werden bei einem boͤchst respectabeln, von der englischen Regierung concessionirten Genetal⸗Agenten für Auswanderer in Hull einige tüchtige zuverläsfige Agenten in oder in der Umgegend von Frtedberg. Näheres ertheilt F. H. Laube, Secretär der deulschen Gesellschaft, 172 High⸗Street, Hull, England. 3 ...... 888 Von beute Abend an wird Lage in Zapf genommen bei rbier Karl Preußer. In der Kunst⸗Färberei, Druckerei X Wäscherei von J. Küchel in Homburg v. d. H. 792 werden alle, seidene, wollene, halb- und baumwollene Zeuge, Herrenkleider(unzertrennt), Chales, Teppiche, Sammt, Plüsche, Bänder, Spitzen, Federn u. s. w., Zeug⸗ und Glacé⸗ Handschuhe auf's Schönste gefärbt, mit den modernsten Mustern, mit Gold, Silber, Kupfer und Sammt bedruckt, auf's Beste und Schnellste gewaschen und mit den vorzuͤglichst besten Maschinen wieder wie neu appretirt. Die Aechtheit der Farben, sowie eine schnelle, solide und billige Arbeit wird garantirt. Niederlagen, wo Muster zur gefälligen und sicher besorgt werden, befinden sich Ansicht offen liegen und Bestellungen prompt in Friedberg bei Herrn E. Diehl J., in Butzbach bei Herrn B. Küchel II., in Nieder⸗Wöllstadt bei Fräulein S. Schäfer. Für Unterleibs Bruchleidende. 148 Schon seit langen Jahren ist der Unterzeichnete im Besitze kiner Bruchsalbe, die er in seiner Umgebun, mit außerordentlichem Glück vielsach angewandt hat. Foriwährenden Aufmunterungen von Geheilten nachgebend trete ich damit dor einen weiteren Wirkungskreis und empfehle dteses vorzügliche, durchaus keine schädlichen Stoffe enthaltende Mittel allen Bruchleidenden. wendung desselben keinerlei Unannehmlichkeiten ausgesetzt. 6 Gottlieb Sturzenegger in Herisau(Schweiz.) Tt. deim Erfinder Es ist einfach Morgens und Abends einzuretben, und ist man bei An⸗ Einzig zu beziehen in Töpfen zu 1½ Thlr. preuß. Arbeits ⸗Versteigerung. 880 Montag den 20. d. Mis., Vormittags 10 Ubr, sollen auf dem Nathhaus zu Melbach nachfolgende Arbeiten und Lieferungen, als: fl. kr. 1) Pflaslerarbeit 140— 2) Chaufsirarbeit 100— 3) Liefern und Anfahren von 5 Klafter Basaltstetuen 120— 4) Liefern des erforderlichen Sandes, 7 Klafter 84— 5) Aufsetzen der Steine und Messen des Sandes 24— 6) das Wegfahren der durch die Plantraibeit sich ergebenden Erde u. s. w. 52— sffentlich an die Wenigstnehmenden unter den vor der Bersteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen in Accord gegeben werden. Melbach am 14. April 1868. Großherzogliche„ Melbach 2 Dr. Pattison's Gichtwatte 273 lindert sofort und heilt schnell Gicht und Rheumatismen aller Art, als: Gesichts, Brust⸗, Hals- und Zabn⸗ schmerzen, Kopf⸗, Hand⸗ und Kniegicht, Gliederreißen, Rücken⸗ und Lendenweh. In Paketen zu 30 kr. und halben zu 16 kr. bei J. A. Windecker. Die billigsten Mö be l elegant und solid gearbeitet zu haben in dem 450 Möbellager der f Gebrüder Blum, Rheinstraße. Darmstadt. 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Sturmfels, Pachter. Tapeten 884 in schönster Auswaßl von 8 kr. an per Kolle bei franco Zusendung empfiehlt dungen. Louis Schneider. Butt binder. Lehrlings⸗Gesuch. 887 Ein mit den nöthigen Vorkenntnissen versehener junger Mann kaun in einer Buchhandlung demnächst placirt werden. Kost und Wohnung wird verabreicht. Franco Offerten unter 8. I. 920 befördern die Herren Haasenstein 4 Vogler in Frankfurt a. M. Vorzuͤglichen Aepfelwein 821 verkauft im Großen Georg Pbilippi zum„Steinernen Haus.⸗ Für Schützen ⸗ Vereine. 886 Einige Ladetische und Bänke aus der früheren Schleßhalle dahier sind billig abzugeben. Hierauf Reflektirende belieben sich gefl. an Herrn Zimmermeister P. C. Hildebrand, Hananerlandstraße 44 in Frank⸗ furt a. M. zu wenden. * begen Zahnschmerz 2179 empfiehlt zum augenblicklichen Stillen Apötheker Bergmann's Zahnwolle aus Paris à Hülse 9 fi. Ph. Dan. Kümmich. 879 hat zu verkaufen Michael Pfeifer. Eine Parthie Mist 1880 bat zu verkaufen Louis Schackey. Fräulein W.& Fräulein U. 883 Man hat unendlich bedauert, daß Sie beide nicht in grünen Kleidern, schwarzem Paletot ꝛc. am Sonntag Abend erschlenen. Beide Herren hatten die reellsten Absichten! schreiben Sie es sich nunmehr selbst zu, wenn nichts daraus wird. Kuhfleisch 881 per Pfund 15 kr. bei Johs. Hanstein III. Theater in Friedberg. Im Saale des Hotel„zu den drei Schwertern.“ Freitag den 17. April 1868. 7 Zum Benefiz für Herrn Hart. Esmeralda, Der Glöchnet von Notre- Pant. Großes romantisches Drama in 6 Aufzügen nach dem Noman des Victor Hugo frei bearbeitet von Charlotte Birch⸗ Pfeifer. C. Pötter, Theater ⸗ Director. Kirchen buchsauszügt. Evangelische Gemeinde. Beerdig te: Deu 6. April. Anna Margarethe Elisabethe Schmidt, Tochter des hles. Bürgers, Hofmetzgers und Gemelnde raths Georg Schmidt, alt 23 Jahre, 1 Monat, 17 Tage, + den 5. April. Brodpreise vom 16. bis 30. April. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: 2½ Waizen, ½ Korn. 2 Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 48 20 kr. Zweite Sorte 4 8 18 kr. *** 10*—* 9* *„ 1* 5 45 5* 1„* 4* 2½ Loth Milchwaaren 1 kr. 3 Loth Wasserwaaren 1 kr. Ansnahmspreise: Bei Löb Straus 1. Sorte 20 kr. 2. Sorte 17½ kr.— Bei F. Reuß, E. Lochmann, C. Stelz, K. Hengst, E. Tischert, A. König, zweite Sorte Brod 4 Psund 19 kr., 2 Pfund 9½ kr., 1 Pfund 4% kr. Für Nauheim: Kasseler Brod 4 f 22½ kr. „* 2„ 11½* *„„ 5 51„ Erste Sorte 48 21½ kr. Zweite Sorte 4 8 19½½ kr. *„* 2 1 1 4*„* 957* 7* 93 5½„** 15 4%* Für Butz bach: Erste Sorte 43 21 kr. Zweite Sorte 48 19 kr. 1* 2* 10½„ 177** 9757* *„ 1 2 50*** 1„ 47„ Fleisch⸗ ꝛe. Preise vom 16.—30. April. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: Ochsenfleisch pr. 8 19 kr., Schweinefleisch pr. g 18 kr., Kuhfleisch, gem. 17„ Leber- u. Blutwurst 20 Rindfleisch, gem. 17„ Bratwurst 28„ Hammellleisch 16[Schwartenmagen 24 Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 32„ Kalblleisch 14„ Dörrfleisch 24 Keil und Carre—„ Schinken 268 Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 28 Hammelsfett 16 Schmalz, unausgl. 28„ Ansuahmspreise: Leber⸗ und Blutwurst bei A. Vogt's Erben 24 kr.— Bratwurst bei C. Fr. Walz Joh. Walz, Phil. Windecker und J. Wind's Wittwe 24 kr., bei A. Vogt's Erben 28 kr.— Schwartenmagen bei A. Vogt's Erben 28 kr.— Gerzucherter Speck bei A. Vogt's Erben 36 kr.— Dörrfleisch bei N. Engel P. Engel, Ph. Engel, H. Gerth und J. Ruppel 76 kr., bei A. Vogt's Erben 28 kr.— Schinken bei H. Blum, H. Engel und Joh. Walz 24 kr.— Schmalz ausgel. bei N. Engel 24 kr., bei A. Vogt's Erben und C. Fr. Walz 30 kr.— Schmalz, unausgel. bei H. Blum, H. Engel und W. Reuß 24 kr. bei P. Engel, Ph. Engel, H. Serth und J. Ruppel 26 kr. — Kuh ⸗ und Rindfleisch bei J. Hanstein III. 15 kr. — Nierenfett bei J. Hanstein III. 16 kr. Für Butzbach: Ochsenfleisch Pr. 3 19 kr., Schweinefleisch pr. 8 18 kr. Kuhfleisch, gem, 15„ Leber- u. Blutwurst 20 Rinofleisch, gem, 15„ Bratwurst 2 Hammelfleisch 16„ Schwartenmagen 24„ Keil und Carre 17„ Geräucherter Speck 32„ Kalbfleisch 12„ Dörrfleisch 28„ Schaaffleisch—„Schinken 1 Nierenfett„ Schmalz, ausgel. 30„ Hammelsfett 20„ Schmalz, unausgel. 28„ Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Drus und Berlag von Sindernagel& Schimpf 1868 — — 600 ft die ar — dettissen 1 der Die! persönlich biesem 7 personlich Weise ni als dem Hetteffe. ö warten v Betreffel 1 Großh.. Ueberwacht srachtet we Ne 100 fl. zur beginnende zur alsbal! Daumeultu D Persönlicht 5 ———— Hesse Förig liche den Major austen Jia keiung des Nel Nonigichen kkannt ge krnöglichtt niegemixi Oberst Ne Minisera ketlon,.