gend, Meußen. n 1 faut zu seht 1 Nie. 3 Hartz Okisber be⸗ net, tiert tit, Fĩnerung der 2 k. Fertsch. D eurch men 1 Nmute r urfihlige r Auf Zu haben 11 letdetg , 1 8 Anzeiger für Oberhessen. 1868. Dienstag den 14. Juli. N 82. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag un Samstag. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publiziren: Nr. 36. sub. 1. Bekanntmachung, die Organisatlon der Ersatz Behörden betreffend.— sud 3. Bekanntmachung, die Zahlung der Vertretungssummen für Mil tärpflichtige, welche sich bei der nächsten Truppen Ergänzung vertreten lassen wollen, betreffend. Friedderg den 10. Jult 1868. Betreffend: Die Vertilgung der Maikäfer und ihrer Larven. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wir sehen der Erledigung des Schlusses unserer Verfügungen vom 4. und 30. Marz d. J, Anzeigeblätter Nr. 53 und 56 umgehend entgegen. Betreffend: Unbefugte Dienstentlassung des Johannes Weilmünster von Düdele heim. B Johannes Weilmünster von seitigem Kreise ausgewiesen worden. E Düldels heim k ch u ä ist auf ein Jahr 0 Großberzogliches Kretsamt Friedberg . d.* Krtdler; arcs afehei Friedberg den 10. Juli 1868. . Kritzler, Kreis-Assessor. Friedberg den 10. Juli 1868. n g. wegen Uebertretung der Dienstboten Verordnung aus dies⸗ Großherzogliches Kreisamt Friedberg . Kritzler, Kreisassessor. Das Großherzogliche Rentamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürg ermeistereien des Bezirks. Wegen des in Butzbach Donnerstag den 16. d. Mis. stattfindenden landwirthschaftlichen Festes verlegen wir unseren Zahltag auf Freitag den 17. d. Mts. und ersuchen die Großherzoglichen Bürgermeistereien dieses im Interesse ihrer Ortsangehörigen öffentlich bekannt machen zu lassen. Friedberg den 13. Juli 1868. Großherzogliches Rentamt Friedberg ei un dee Hessen. Darmstadt. Trotz der überein- stimmenden Beschlüsse beider Kammern soll, wie wir hören, das Kriegsministerium dennoch fest entschlossen sein, demnächst die preußischen Gagen und Verpflegungs bezüge einzuführen. In dieser Angelegenheit wird der„D. A. Ztg.“ von hier geschrieben:„Wie dieser Conflikt endigen wird, ist schwer abzusehen; zahlt das Kriegsministerium gegen alle Beschlüsse beider Kammern dennoch die höheren Gagen, so würden die Stände berechtigt sein, den Kriegsminister zur Verantwortung zu ziehen; zahlt es dagegen die höheren Gagen nicht, so ist Preußen berechtigt, so viele hessische Offiziere, als ihm beliebt nach Preußen zu commandiren und preußische Offiziere zur hessischen Division zu versetzen. Das Kriegsministerium wird 1 bemühen, bei Preußen Aufschub bis zur nächsten Finanzperiode zu erlangen.“ — Nach preußischen Blättern soll das Großh. Hessische Militär und Kontingent nach preußischen Formationsgrundsätzen eingetheilt werden und die so gebildeten drei Regimenter sollen die noch vacanten Nummern 97, 98 und 99 erhalten. — Die„Darmst. Ztg.“ bringt die Nachricht, daß die Departements ⸗Ersatz-Commissionen des norddeutschen Bundesgebietes nach einer getroffenen Bestimmung ermächtigt worden sind, solche Militär- pflichtige, welche durch glaubhafte Atteste den Nachweis führen können, daß sie für den Militär- dienst dauernd unbrauchbar sind, oder daß ihnen gesetzliche Reclamationsgründe zur Seite stehen, künftig ausnahmsweise auch ohne persönliche Ge⸗ stellung auszumustern. Friedberg, 11. Juni. Gestern Abend traf der Armeecorps⸗Commandant General⸗Lieutenant v. Plonskg hier ein, inspicirte heute Vormittag das hiesige Bataillon, über dessen Exercitium er er seine vollste Zufriedenheit aussprach. Heute Nachmittag wohnte derselbe den Turn- und Fecht⸗ übungen bei.— Wie man vernimmt, wird Se. Königl. Hoheit der Großherzog in Kürze hier eintreffen um vor Beginn der Manöver seine Truppen zu inspiciren. Gießen. Die Bank für Süddeutschland zu Darmstadt hat dem Gr. Polizeirath Nover für Die Sonnenfinsterniß am 18. August dieses Jahres. (Nach der Berliner Volkszeitung.) Am 18. August dieses Jahres tritt eine Sonnenfinsterniß ein, welche durch glückliches Zusammentreffen der Umstände zu der wichtigsten wird, die jemals die historischen Zeiten gesehen. Sie verspricht die ergiebigste für die Wissenschaft zu werden, wenn es nicht verabsäumt wird, eine Natur- Erscheinung in rechter Weise zu benutzen, die sich jedenfalls im Laufe der nächsten Jahrhunderte in so glänzendem Grade nicht wieder- holen wird. Die Umstände, deren seltenes Zusammentreffen die bevorstehende Er- scheinung zu einer so ausgezeichneten machen, sind folgende: Bekanntlich wandert die Erde nicht in einem Kreise, sondern in einer Ellipse um die Sonne und kommt derselben im Lauf eines Jahres zeitweise einmal näher und nach sechs Monaten wieder ferner als sonst. Wenn sich die Erde in ihrer Sonnennähe befindet— was in unseren Zeiten im Monat Januar der Fall ist— so erscheint natürlich die Sonnenkugel etwas vergrößert; wenn die Erde in der Sonnenferne steht , im Monat Juli— erscheint die Sonnenkugel etwas verkleinert. Nicht minder bekannt ist es, daß auch die Bahn des Mondes um die Erde eine Ellipse ist. Der Mond ist bei seinem Umlauf in jedem Monat einmal der Erde etwas näher und einmal etwas entfernter. Die Folge hiervon ist, daß für unser Auge auch die Mondkugel einmal etwas größer, einmal etwas kleiner als in der mittleren Entfernung erscheint. Dieser Umstand hat einen wesent lichen Einfluß auf die Größe und Die Sonnenfinsternisse entstehen dadurch, daß der Mond, wenn er in seinem Laufe gerade zwischen Erde und Sonne steht, uns ein Stück oder gar den ganzen Umfang der Sonnenkugel verdeckt. Da kommt es denn sehr darauf an, wie nahe oder wie entfernt in solchem Moment jeder der zwei Himmelskörper von der Erde ist, und wie groß oder wie klein der eine oder der andere erscheint. Ist uns in solchem Moment die Sonne am nächsten und erscheint uns als große Kugel, während der Mond in der Erdferne sich befindet und seine Kugel klein erscheint, so vermag die Mondkugel unter keinen Umständen die ganze Sonnenkugel zu verdecken. Es bleibt günstigsten Falles immer noch ein Stück Sonnenrand sichtbar, so daß die Finsterniß nur eine ringförmige ist.— Dies z. B. wird am 11. Februar 1869 der Fall sein, weil da die Sonne, wegen der noch starken Nähe groß, dagegen der Mond fast in der stärksten Erd- ferne stehend, nur als kleine Kugel erscheint. Wenn aber das Umgekehrte stattfindet, wenn in der Zeit einer Sonnenfinsterniß die Sonne in der größten Ferne, der Mond in der größten Nähe zur Erde ist, so verdeckt die Mondkugel die ganze Sonnen— scheibe und auch noch ein Stück über den Rand hinaus und die Finsterniß ist eine totale und lang andauernde. In unseren astronomischen Lehrbüchern wird man die Angabe finden, daß solch eine Finsterniß an fünf Minuten dauern kann, was man schon als das höchste Zeitmaß einer solchen betrachtete. Die Sonnenfinsterniß jedoch, welche am 18. August dieses Jahres eintreten wird, geht noch weit über diese Zeitdauer hinaus. Am 1. Juli dieses Jahres befand sich nämlich die Sonne in ihrer größten Erdferne. 9 1 seine in der bekannten Untersuchung wegen Fälschung von Noten dieser Bank bewiesene erfolgreiche Thätigkeit, welche zur Entdeckung sämmtlicher Thäter geführt hat, die für solche Fälle ausgesetzte Entdeckungsprämie von 500 fl., sowie dem übrigen Polizeipersonal in Gießen für seine besonderen Müheleistungen in dieser Sache weitere 300 fl. verwilligt und ist Seitens des Gr. Ministeriums die Annahme dieser Prämien gestattet worden. Worms. Von zuverlässiger Seite wird uns mitgetheilt, daß der Ausschuß des Luther-Denkmal⸗ Vereins in seiner letzten Sitzung einstimmig be— schlossen hat, seinen Vicepräsidenten, Hrn. Dr. Eich, zu beauftragen und zu ermächtigen, eine Gedenk— schrift zur Erinnerung an die Enthüllungsfeier des Luther⸗Denkmals am 24., 25. und 26. Juli 1868 thunlichst bald herauszugeben. Die Schrift wird eine Abbildung und Beschreibung, sowie auch eine kurze Geschichte des Denkmals enthalten, von dem Beginn des Unternehmens an bis zu dessen Vollendung; ferner: eine Beschreibung der Ent- hüllungsfeier, sämmtliche Predigten, Reden, Be⸗ grüßungen, Ansprachen von Vertretern von theol. Fakultäten, Regierungen, Kirchenbehörden, Kirch- kreisen und Städten; ein Verzeichniß der angemel⸗ deten und einquartiert gewesenen Festgäste ꝛc. ꝛc. Hr. Dr. Eich hofft, wie wir hören, diese sehnlichst erwartete Schrift schon in einigen Monaten er- scheinen lassen zu können. Es wäre zu wünschen, daß recht bald Bestellungen von Buchhandlungen und Privaten an den Herausgeber gelangten, um die Stärke der Auflage darnach bemessen zu können. Preußen. Berlin. George v. Vincke beabsichtigt Krankheits halber sein Mandat für's Abgeordnetenhaus niederzulegen. — Die militärischen Berichterstatter der ver⸗ schiedenen Blätter versichern, daß jetzt der Kampf zwischen den Krupp'schen Gußstahl⸗Kanonen und den Armstrong⸗Kanonen ganz definitiv zu Gunsten der ersten entschieden sei. — Eine Verordnung des Finanzministeriums sichert den Reservisten und ihren Familien für die Monate, in denen sie zu den Fahnen einberufen sind, dieselbe Steuerfreiheit wie den Mannschaften der Landwehr. — Vom Consistorium der Provinz Branden- burg ist eine Verfügung, betreffend den Wegfall der Heirathserlaubniß Seitens der Heimathsbehörde bei Eheschließungen von Angehörigen des nord⸗ deutschen Bundes erlassen worden. Nach dem Gesetz vom 13. März waren bisher Ausländer, wenn sie in Preußen eine Ehe schließen wollten, verpflichtet, neben der Erfüllung der sonstigen gesetzlichen Er⸗ fordernisse auch durch ein gehörig beglaubigtes Attest der Ortsobrigkeit ihrer Heimath nachzuweisen, daß sie nach den dortigen Gesetzen unbeschadet ihrer Staatsangehörigkeit zur Eingehung einer Ehe im Auslande befugt seien, oder die nach diesen Gesetzen etwa erforderliche Erlaubniß zu der beabsichtigten Ehe erhalten hätten. Das Con⸗ sistorium theilt nun mit, daß diese Bescheinigung zwar noch für Personen, welche nicht Angehörige des norddeutschen Bundes sind, fortbestehe, für diese aber vom 1. Juli d. J. ab nicht mehr nothwendig sei, da das Bundesgesetz vom 4. Mai d. J. für sie die Festsetzung des preuß. Gesetzes von 1854 aufgehoben habe. Königsberg. Zu den sonstigen Calamitäten, womit das zweite Nothstandsjahr, dem unsere Provinz allen Anzeichen zufolge unrettbar ent⸗ gegengeht, unsere socialen Zustände bedroht, gehört u. A. auch die auffällige und schnelle Abnahme des Fischreichthums in unseren binnenländischen Gewässern— eine bedrohliche Erscheinung, welche man auf die schlechte Witterung des letzten Sommers zurückführt. Württemberg. Stuttgart. Der „Staatsanzeiger“ meldet 48 offzielle Wahlresultate, davon 20 Demokraten, 6 Nationalliberale und 15 Großdeutsche. Oesterreich. Wien. Binnen wenigen Tagen wird der Effectivbestand des österreichischen Heeres sich abermals um 36,000 Mann verringert haben; von den ohnehin nahezu zu der Stärke eines Zugs zusammengeschmolzenen Compagnien werden abermals je 20 Mann in Urlaub geschickt. Es war der einzige Weg, da dem Finanzminister die für dit Aufrechthaltung des bisherigen Armee⸗ standes erforderlichen Mittel nicht zu Gebote stehen, der finanziellen Schwierigkeiten Herr zu werden. Daß ein so überaus niedriger Präsenzstand die „Abrichtung“ der Mannschaft und folgeweise Schlagfertigkeit der Armee wesentlich beeinträchtigt, versteht sich von selbst. Wenn aber gleichwohl die Regierung nach pflichtmäßiger Erwägung aller gegebenen Umstände die neue Reduction anzuordnen beschlossen, so wird man diese Reduction vor allen Dingen auch als einen Beweis auffassen dürfen, daß Oesterreich zu seinem Theil sehr bestimmte Gründe hat, den Frieden nach keiner Seite hin als gefährdet zu erachten. Und das muß der Maßregel eine höhere Bedeutung verleihen. — Der mährische Erzbischof scheint trotz seiner kirchenfürstlichen Würde, seines Herzogstitels und seiner scharfen Hirtenbriefe in seiner Residenz keinen sonderlichen Einfluß auszuüben, denn gerade die Stadtverordneten von Olmütz haben sich gegen die päpstliche Allocution in einer Weise aus⸗ gesprochen, welche die Kundgebungen anderer Cor⸗ porationen an Energie weit übertrifft. — Die halbamtliche„Wiener Abendpost“ widerruft das Gerücht von einem angeblich in den letzten Tagen vorgekommenen Attentats ⸗Versuch auf den Kaiser mit der Erklärung, daß sich nichts ereignet habe, was diesem Gerüchte auch nur im Entferntesten zur Grundlage hätte dienen können. Sie fügt hinzu, daß Einleitungen getroffen worden sind, um dem Ursprunge dieser„höchst bedauerns⸗ werthen Erfindung und dem strafbaren Urheber derselben“ auf die Spur zu kommen. Frankreich. Paris. Die„Presse“ schreibt: „Wir sind in der Lage, zu bestätigen, daß Preußen fortfährt, bei dem Tuileriencabinet lebhaft darauf zu dringen, daß ihm neue Concesstonen in Sachen der Hannoveraner gemacht würden. Es ist aller⸗ dings gewiß, daß noch keine diplomatischt Note unserem Minister des Aeußeren überreicht worden ist; aber die neuesten mündlichen Mittheilungen beweisen, daß die Ansprüche Preußens in dem Maße wachsen, als der gerechte Widerstand der französischen Regierung sich deutlicher kundgibt.“ Großbritannien. London. Sir Robert Napier wird am 27. d. in Guildhaͤll feierlichst mit dem Bürgerrecht der City beschenkt werden. Am Abend desselben Tages gibt der Lordmayor zu dessen Ehren ein Banket, für welches die An⸗ wesenheit des Herzogs von Cambridge in Aussicht steht. Sir R. Napier wird in die Peerage er— hoben werden und den Titel erhalten: Baron Napier von Magdala. Spanien. Madrid. Die ministeriellen Blätter berichten, daß der Herzog von Montpenster die Aufforderung erhalten habe, Spanien zu ver⸗ lassen. Derselbe ist ein Sohn Ludwig Philipps und mit einer Schwester der Königin Isabella vermählt. Man fürchte, er strebe nach der Krone, weßhalb ihm schon im vorigen Jahre eine Aus- weisung in Aussicht gestellt gewesen sei. — Die Nachrichten aus Spanien lauten ernster als der Telegraph zugestand. Es scheint eine regelrechte Militärcevolte im Gang zu sein. Mehrere Generale sind verhaftet und soll die Mehrzahl derselben der ehemaligen Partei O'Donnel angehören. Italien. Florenz. Württemberg trat dem zwischen Italien und dem norddeutschen Bunde im October 1867 abgeschlossenen Schiff⸗ fahrtsvertrage bei. Aus Florenz schreibt man am 9. Juli: Das Urtheil in dem Prozesse wegen der Couponzahlung der Livorneser Eisenbahnprioritäten wurde heute gesprochen. Die Gesellschaft ist zur Boldzahlung verurtheilt, die Regierung dagegen freigesprochen worden. Ohne Zweifel wird gegen das gericht⸗ liche Erkenntniß Berufung eingelegt werden. Griechenland. Auch auf Kreta soll der Aufstand noch lange nicht beendigt sein; im Gegen⸗ theil sollen die Insurgenten, obwohl die Pforte nun schon seit Jahren mit der Unterdrückung des Aufstandes beschäftigt sei, sich noch hier eine lange Zeit vertheidigen können. Im Innern der Insel seien sie stark, und im Osten haben sie festen Fuß gefaßt, wo vor nicht langer Zeit der Einfluß der Bewegung erst anfing, sich fühlbar zu machen. Die beiden Jahre des Conflikts haben der Türkei 40,000 Mann ihrer besten Truppen gekostet, ihre Armee sei jetzt schwächer als sie vergangenes Jahr war, und keine Aussicht vorhanden, des Aufstandes in diesem Sommer Herr zu werden. In den darauf folgenden Wochen, bis zum 18. August, hat diese Ent⸗ fernung sich wohl um etwas vermindert, aber sie ist noch immer so stark, daß der Durchmesser der Sonne verhältnißmäßig klein erscheint. Um Mitternacht vom 17. zum 18. August befindet sich dagegen der Mond in der größten Erdnähe, durch welche sein scheinbarer Durchmesser bedeutend groß wird. Sechs Stunden darauf, um 6 Uhr 5 Minuten Morgens, findet die Sonnenfinsterniß statt, die natürlich schon um deßhalb eine große sein muß. Nun aber tritt ein Umstand hinzu, der diesmal die Vecgrößerung der Finsterniß so bedeutend macht, wie es in Jahrtausenden nicht vor⸗ kommt. Der Mond nämlich steht auch gerade in demselben Moment so genau zwischen Erde und Sonne, daß der Mittelpunkt der Erde und der Mittelpunkt des Mondes und der Mittelpunkt der Sonne in einer geraden Linie liegen. Der Schatten des Mondes läuft daher über den Akquator der Erde hin. Dies aber hat eine dreifache Folge, welche zusammen⸗ wirkend das Naturphänomen zu einem höchst glänzenden machen. Die erste Folge hiervon ist, daß der Schatten des Mondes die möglichst größte Strecke auf der Erde durcheilt, da der Aequator der größte aller möglichen Kreise auf der Erdkugel ist. Die zweite Folge ist, daß ein Beobachter, der sich zur selben Zeit der Finsterniß auf dem Aequator befindet, dem Monde ein Stück näher ist als auf jedem anderen Punkte der Erde, und ihm also die Mondkugel noch größer als sonst wo erscheint. Zwar ist er auch der Sonne um dasselbe Stück näher und dies vergrößert denn auch den scheinbaren Durchmesser der Sonnenkugel; allein die Sonne, die an 20 Millionen * Meilen entfernt ist, wird durch diese geringe Annäherung des Beobachters nur unmerklich vergrößert, während auf den Mond, der nur 50 Tausend Meilen entfernt ist, dies Stückchen Annäherung schon sehr beträchtlich wirkt. Eine leichte Rechnung zeigt, daß die vergrößernde Wirkung auf die Mondkugel 400mal stärker ist als auf die Sonnenkugel, weil uns der Mond 400mal näher ist als die Sonne. Da aber die Größe der Ver⸗ finsterung von der scheinbaren Größe der zwei Himmelskörper abhängt, so folgt daraus, daß die Verfinsterung für den Beobachter, der sie über sich im Zenith sieht, auch durch diesen Umstand wesentlich verstärkt wird. Die dritte Folge wirkt aber in gleichem Sinne. Die Finsterniß nämlich nimmt wie der Lauf des Mondes ihren Weg von Westen nach Osten über die Erdoberfläche. Die Erde selber, welche sich gleichzeitig um ihre Achse dreht, läuft gleichfalls denselben Weg von West nach Ost und rennt gewissermaßen der Finsterniß nach, wodurch die Zeitdauer der Finsterniß sich vergrößert. Da aber am Aequator der Erde dieses Nachrennen am allergrößten ist, wird auch hierdurch die größtmögliche Zeitdauer der Finsterniß erzielt. Dieses merkwürdige Zusammentreffen günstiger Umstände bewirkt, daß die Zone der totalen Verfinsterung in der Länge einen Raum von fast 2000 Meilen und in der Breite einen Raum von dreißig Meilen einnimmt. Die Dauer der Verfinsterung steigt an Orten, wo das Phäno⸗ men die höchste Stufe erreicht, bis auf 6 Minuten 50 Sekunden, eine Zeitdauer, wie sie gleich groß in geschichtlichen Jahrtausenden nicht vor⸗ gekommen ist, und in allen berechneten Finsternissen nächster Jahrhunderte nicht statt haben wird!(Fortsetzung folgt.) Berlin. ker Ju P. Eutt dem 8 dieser 1105 die J Borussiae teich, det — 92 Cs Cervelal- haglichen Pos handen bis jcth o. die Elb⸗ unheimlich bis zu un with baru bei Mag von Elta führ 1 Anfange d Vergiftung ligerwerde⸗ muthung denn in Leiche eint In einem von ber E spuloweise gucstrecende U 16509 Ch ein Dark Ni. A2! heim, ven das Mile so wird d pfaͤndung dahler 9. uultrfiellt dun — 2 1589 7 füdien g überschul. Apmelduz Tum 0 dor unter dubttaum e n duglst Inglach nichlolote U an, Athen. Es geht das Gerücht von dem Rücktritt des Ministers des Krieges und der Justiz. Alle Häupter der Opposition, mit Aus- nahme des Direktors der Nationalbank sind durch den Wahlprüfungsausschuß von der Kammer ausgeschlossen. Die Regierung untersagte allen Cretern, nach Athen zu kommen. Türkei. Konstantinopel. Prinz Na⸗ poleon ist am 11. d. nach dem Berg Athos ab— gereist und geht sodann nach Griechenland.— Der Sohn des Vicekönigs von Aegypten soll die Tochter des früheren Sultans Abdul Medjid heirathen. Berlin. Ein gewisser Graf Amburg-Stirnen, Grund— herr zu Peterwitz hat auf eigene Rechnung auf seinem Gute dem Grafen Bismarck ein Denkmal setzen lassen, das dieser Tage enthüllt wurde. Diese„Biemarcksäule“ trägt die Inschrift: Praepotentis Austriae Flagellum Juris Borussiae vindex(die Geißel des übermüthtgen Oester— reichs, der Rächer von Preußens Rechte). „Es scheint wirklich dafür gesorgt zu sein, daß die Cervelat⸗ und Rohschinken⸗Esser von Zeit zu Zeit im be⸗ haglichen Appetit durch die Erinnerung an das leibhaftige Vochandensein der Trichinen gestört werden. Nach den bis jetzt vorliegenden Erfahrungen muß zwar vorzugsweise die Elb⸗ und Wesergegend als Schöpfungs⸗ Centrum dieser unheimlichen Vagabonden angesehen werden; von der Elbe bis zu uns ist es aber bekanntlich gar nicht weit, und es wird darum nachstehende Mittheilung aus Schönebeck bei Magdeburg an ihrem Platze sein. Eine Reihe von Erkrankungen, unter gleichen Symptomen seit unge⸗ fähr 14 Tagen bis 3 Wochen aufgetreten, hatte gleich im Anfange die hiesigen Aerzte auf die Wahrscheinlichkeit einer Vergiflung durch Trichinen hingewiesen. Mit dem Hes— tigerwerden der einzelnen Symptome steigerte sich diese Ver— muthung zur Gewißheit, und am heuligen Tage ergab denn in der That die mikroskopische Untersuchung der Leiche einer Frau das Vorhandensein zahlloser Trichinen. In einem Stückchen Fleische aus einem Oberarmmuskel von der Größe eines Stecknadelknopfes fanden sich bei⸗ spielsweise 26 Trichinen, deren lebhafte, ringelnde und ausstreckende Bewegungen auch von vielen Laien constatirt werden konnten. Die angestellten Untersuchungen ergeben, daß alle Kranken, wenigstens so weit sie in der Behand— lung des einen der hiesigen Aerzte sind, bei demselben Schlächter zu derselben Zeit und zwar am vergangenen Sonntage vor vier Wochen Schweinefleisch gekauft und theils roh, theils nur in leicht gebratenem Zustande ge— gessen haben. Die Zahl der Erkrankten beläuft sich, soweit dieselben ärztliche Hülfe nachgesucht haben, auf circa 40 Personen, welche zum Theile in großer Lebensgefahr dar— niedecliegen. Außer der schon erwähnten Frau soll noch eine andere heute Morgen bereits an Trichinose gestorben sein. „ Einen seltenen Fall von religiösem Uebertritt er⸗ zählt die Wiener„Vorstadt⸗Zeitung“: Vor Kurzem ist hier ein junger Mann aus jüdischer Familie, Herr P., ein Schwager des Hosschauspielers S., zum Christenthume übergetreten, während dessen Großvater, ein Greis, der diesen Schritt schon längst gethan, sich fast gleichzeitig beim hiesigen Magistrat zum Rücktritt ins Judenthum angemeldet. Beide, Enkel und Großvater, haben sich zum Religionswechsel aus Opportunitäts-Gründen, die in der Liebe ihren Ursprung haben, entschlossen; Ersterer, um ein Christenmädchen zu heirathen, Letzterer, um neben seiner jüdischen Frau begraben zu werden, die ihm in den Tod vorangegangen. % Fund. Bei den Ausgrabungen des Emporium romanum am Ufer der Tiber hat man einen prächtigen Block von carrarischem Marmor entdeckt, der 585 Kubik— meters hält und mit langen Inschriften bedeckt ist, welche historische Offenbarungen von der allergrößten Wichtigkeit enthalten, so daß dieser Fund ein wahres Ereigniß für die Archäologen ist. „ Die Einkünfte der europärschen Staaten belaufen sich auf circa 2800 Millionen Thaler(4900 Millionen fl.). Nach Abzug der Erhebungskosten ꝛc. blei⸗ ben 2400 Millionen. Die Ausgaben belaufen sich unter gewöhnlichen Verhältnissen auf 2500 Mill., folglich werden jedes Jahr 260 Millionen Thaler Schulden gemacht. Von der Hauptsumme erfordern die Höfe 2,63 Proc., das Militär 44.82 Proc. und die Staatsschulden 37.23 Proc., das beträgt zusammen 1673 Mill. Thaler= 74,70 Proc. der Einnahmen. Für Handel und Verkehr, Gewerbe und Industrie, Land- und Forstwirihschaft, für Schulen und Erziehung, für Rechts- und Sicherheitspflege, für Kunst und Wissenschaft, also für die gesammte Volkswirthschaft und Volkscultur bleiben nur 25 Proc. der Einnahmen übrig. Von je 1000 Fres. des Staatsbüdgets werden 56 Briefsäcke, 450 Tons Ladung, verwendet: In Bayern für Unterricht 22, für das Militär 219 Fres.; in Württemberg für Unterricht 47, Militär 218 Fres.; in Baden für Unterricht 33, Militär 182 Frcs.; in Sachsen für Unterricht 37, Milttär 210 Fres.; in Oesterreich für Unterricht 19, Militär 270 Fres. und in Frankreich für Unterricht 11, Militär 295 Frcs. Schwurgericht der Provinz Oberhessen. III. Quartal 1868. Urtheile: 1) Den 6. Juli wurde Peter Becker von Lumda, wegen ausgezeichneten Diebstahls in eine geschärfte Corrections⸗ hausstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten verurtheilt.— 2) Den 7. Juli wurde Georg Sauer aus Mainzlar, wegen fahrlässiger Tödtung in eine Correctionshausstrafe von 5 Monaten condemnirt, dabei jedoch verordnet, daß an dieser Strafe brei Monate, als burch die unverschuldet erlittene Unlersuchungshaft bereits verbüßt, in Abzug zu bringen seien.— 3) Den 8. Juli wurde wegen ausge⸗ zeichneten Diebstahls a. gegen Heinrich Schombert aus Kirtorf eine geschärfte Correctionshausstrafe von 2½ Jahr, und b. gegen Ernst Schäfer von da eine Correctionshaus⸗ strafe von 2 Jahren erkannt.— 4) Den 9. Juli wurde Philipp Kling aus Ober⸗Mörlen, wegen Verführung zur Unzucht, in eine geschärfte Zuchthausstrafe von 4 Jahren verurtheilt. Schiffsnachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Sper.⸗Agent. Das Hamburg⸗New Porker Post⸗Dampfschiff Bavaria, Capitän J. Meyer, welches am 27. Juni von New⸗York abgegangen, ist nach einer schnellen Reise von 11 Tagen 2 Stunden am 9. d. Morgens 4 Uhr in Cowes ange⸗ kommen, und hat, nachdem es daselbst die für Southampton und Havre bestimmten Passagiere gelandet, um 8½ Uhr die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe überbringt 166 Passagiere und 350 Tons Ladung. Das Hamburg⸗New⸗Yorker Post⸗Dampsschiff Holsatig Capilän Ehlers, welches am 30. Juni von New⸗York ab⸗ gegangen, ist nach einer ausgezeichnet schnellen Reise von 8 Tagen 23 Stunden heute Morgen 2 Uhr in Cowes angekommen, und hat, nachdem es daselbst die Verein. Staaten⸗Post, sowie die für Southampton und Havre be⸗ stimmten Passagiere gelandet, um 5 Uhr die Reise nach Hamburg forigesetzt. Dasselbe überbringt 80 Passagiere 703.845 Contanten. Edictalladung 1159 Christian Ulrich I. von Wölfersheim will für eln Darlehen ven 400 fl. seine Hofraithe Fl. I., Nr. 452 und den Acker X. 570,5, Gemarkung Wölfers⸗ deim, verpfänden. Da seinem abwesenden Sohne Georg das Miteigentbumsrecht an diesen Immobilien zusteht, so wird derselbe hiermit aufgefordert, gegen diese Ver⸗ pfändung binnen 3 Monaten eiwaige Einwendungen dahter vorzub ringen, gegenfalls seine Genehmigung unterstellt und die Obligation bestätigt werden würde. Hungen den 7. Mai 1868. Großberzogliches Landgericht Hungen Ir be. Bekanntmachung. 1589 Der Ackermana Adam Bausch von Kilian⸗- stadten dat glaubhaft angezeigt, daß fein Vermögen überschuldet sei. Es wüd deßhalb zur summarischen Anmeldung der Forderungen und zum Guüteversuch Termin auf den 21. Jult, Vormittags 9 Uhr, vor unterzeichnete Gerichtsstelle— Schloßfiraße Nr. 26— anberaumt. Die nicht erscheinenden Gläubiger werden als den Beschlaͤssen der Mehrheit beitretend betrachtet. Etwaiger Vergleichsbescheid wird lediglich durch Anschlag im Ge⸗ richislocal vere ffentlicht. aua am 22. Juni 1868. Königliches Amtsgericht Abtheilung II. C st e r. vdt. Cala minus. Versteigerung von Vieh und Ackergeräthschaften. 1670 Mittwoch den 15. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr, werden in der Behausung der Joh. Supp'schen Erben nachflehendes Vieh nämlich: 2 Arbeitspferde, 3 Kühe, 4 Springer, 1 trächtiges Mutterschwein, 4 Schaafe und 3 Lämmer öffentlich melstbietend versteigert. Im selben Termine kommen sämmtliche Ackergeräthschaften zur Versteigerung. Friedberg den 8. Juli 1808. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg e. Bekanntmachung. 1688 Die am 30. Juni I. J. im hiesigen Gemeinde⸗ wald ftattgehabte Holzversteigerung it genehmigt und der erste Absahrtaz auf Dienstag, den 14. d. Mts., fesigesetzt worden. Abfahrtage find: Montag, Dienstag, Donnerslag i bis 1. August l. J., von Morgens 6 bis * Das im Olstrikt„Birkenspitz“ aus früherer Verstei⸗ gerung noch sitzen gebltebene Gehölze muß bis zu gleichem Termin abgefahren werden. Ober⸗Mörlen den 9. Juli 1868. Großherzogliche r Ober⸗Mörlen e cke l. Markt⸗Verlegung. 1686 Da der auf Jacobus-Tag d. J. abzuhaltende Kramermarkt auf einen Samstag fallen würde, so ist der selbe auf Montag den 27. und Dienstag den 28. d. Homburg den 12. Juli 1868. Mts. verlegt worden. Bürgermeister⸗Amt A. Schleußner. Wichtig für Bierbrauereibesitzer. Nur was ächt ist, bewährt sich. 1376 Schaal, sauer und trübe gewordene Lager-, sowie auch neue Scherkbiere durch ein unschädliches Mittel, unter Garantie, glanzbell, fein moussirend und schmackhaft wieder hergeßellt. Bestellung bitte um genaue Angabe der Zahl der Faͤsser und des Maaßinhalts dungen nebme der Kürze wegen nach. Einsendung von einer Flasche franktren. Nähere Aukunft erthellt Amtliche Dem Kaufmann und Fabrikanten Herrn Auguf Sigertst von hier wird der unterzeichneten Stelle üder 10,895 Stück Zeuguisse, authentische Schriftstücke, bis heute vorgelegt hat. Mengen den 3. April 1867. (L. 8.) werden längstens in 24 Stunden Bei jedes einzelnen Fasses. Versen⸗ des kranken Bieres wäre erwünscht. Mustersendung, sowie Briefe bitte zu August Sigerist, Mengen(Württemberg). Urkunde. biermit bezeugt, daß derselbe von Anbeginn seines Geschäfts Stadtschultheißen⸗Amt: Kopp. Arbeits- Versteigerung. 1698 Mittwoch den 15. Juli l. J., Nachmittags 3 Ubr, sollen zu Matbach nachfolgende Arbeiten und Lic fe⸗ rungen unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich an Ort und Stelle versieigert und in Accord gegeben werden, nämlich: kr. Maurerarbeit zur Erbauung elner Brücke im Weg nach Ufingen, veranschlagt zu 67 49 Plantrarbeit 500— Chaufsirarbeit 8 45 Mauersteine zu brechen 28— Dieselben betzufahren 21— Chausseebausteine zu brechen 8— Beifuhr derselben 6— Sandlteferung 10 48 Kalklieferung 32— Mauerdeckplatten-Lieferung 3 16 Handarbeiten 11 36 Butzbach den 11. Juli 1868. Der Bezüks⸗Bauaufseher Bur c. Unterricht 1484 im kaufmänn'schen Rechnen, Correspondenz und Buchhaltung ertheilt Erasmus Ermus. Holz Versteigerung. 1697 Künftigen Montag den 20. d. M., Vormittags 9 Ubr, gelangen in der fiscalischen Diebseiche zur Versteigerung: 5 Siecken Eichen Scheitholz, 8„ Prügelbolz, geschältes, 2½„*. Stockholz, 6200 Wellen„ Reisholh, 180 Stück— Stangen von 1“ mittl. Durchm. und 187“ OLänge. Heldenbergen den 13. Jull 1868. Großderzogliche Oberförsteret Altenstadt Ueine gute Saalerbsen Gebr. Meyer, „Zu den drei Schwertern.“ re Junge Leute, 1652 wesche eine böbere Schule in Darmstadt besuchen wollen, können bel elner stillen Familie Kost und Logis erhalten. Auskunft ertheilt Heinrich Franck, Hof ⸗Kappenmacher in Friedberg. Oeffentlichkeit der Gemeinderaths⸗Sitzungen. 1690 Früher vielseitig verlangt und auch schon längst eingeführt; bis jetzt aber hat noch Niemand davon Gebrauch gemacht! Sitzung: Jeden Dienstag Nachmittag um 4 Uhr. Das Luthersest zu Worms mit besonderer Rücksicht auf die i Bonifaciusfeier zu Mainz Landwirthschaftliches Fest und Pferde-Rennen in Butzbach den 16. und 17. d. M. Festessen Mittags 1 Uhr. Abends Ballin meinem Locale. A. Jontz im Hessischen Hof. Maschinen⸗Ausstellung. 1683 In Folge des am 16. d. M. in Butzbach stattfindenden landwirthschaftl. Festes werde ich auf dem Festplatze daselbst Hächselschneidmaschinen in 6 verschiedenen Größen und Con⸗ structionen, Ringelwalzen, Pferderechen, Heuwendmaschinen, Wieseneggen, einige Sorten Pflüge, Oelkuchenbrecher, Fruchtreinigungs⸗ und Ruͤbenschneidmaschinen, Kartoffel- und Schrot— mühlen, sowie verschiedene landwirthschaftliche Geräthe aufstellen, und lade ich hiermit zum Besuche meiner Ausstellung ergebenst ein. A. Buch von Hungen. Pferde⸗ und Fohlenmarkt zu Frankfurt a. M. am 25., 26. und 27. August 1868. 1542 Die vollständig für 400 Pferde hergerichteten, mit schönsten Musterplätzen umgebenen neuen prachtvollen Stallungen find zur Aufstellung der T 99 8 bestimmt. 2 1 0 0 Iii am 25. August nebst Vertheilung von Ehren ⸗Preisen an die Besitzer der besten Prämiirung zu Markt gebrachten Pferde und Fohlen. V erloosun am 27. August öffentlich vor Notar und Zeugen von 61 der schönsten Neit⸗ 4 9 und Wagen⸗Pferde 9 vollständige vier⸗, zwei⸗ und einspännige Equi⸗ agen, Schlitten nebst completten Geschirren, sowie sonstigen Reit⸗ und Fahr⸗Requisiten im erthe von ca. fl. 70,000, wenn 40.000 Loose vergriffen find. Anfragen und Bestellungen auf Stallungen sowile auf Loose, Letztere à 1 Thlr.(fl. 1. 45) pr. Stück beliebe man franco an den Secretarr des unterzeichneten Vereins, Herrn C. Kappel, zu richten, wo auch Uebernehmer einer größeren Anzabl von Loosen die näheren Bedingungen erfahren können. Den Austrägen für Loose ist der Betrag franco mit deutlicher Angabe der genauen Adresse beizufügen. Falls die Zusendung franco und recommandirt gewünscht wird, find die erforderlichen Marken einzusenden. Auswärtige Theilnehmer, welche ihre Loose durch das Secretariat direct beziehen, werden, falls ihnen ein größerer Gewinn zufällt, davon— soweit thunlich— mittelst Telegramm in Kenntniß gesetzt. Der Vorsitzende des landw irt schaftlichen Vereins: Dr. Georg Haag Frankfurter Lebens-Versicherungs-Gesellschast. Grundkapital 3,000,000 fl. Die Gewinnantheile der Versicherten für 1867 können von jetzt ab bei den Unterzeichneten erhoben werden. 1156 Lebeus⸗Leibrenten⸗(Versicherungs) Alterversorgungs- und Aussteuer-Versicherungen, mit und ohne Gewinn⸗BVetheiligung der auf Lebenszeit Versicherten, werden zu den billigsten Prämien und unter den liberalsten Bedingungen abgeschlossen. In Friedberg: In Butzbach: In Nauheim: J. Schott. V. Kalbfleiseh. Ph. J. Weiß. Zur hohen Beachtung Für ge für Bruchleidende. g 1639 Eine Lefaucheux- Flinte Coll. 16, so⸗ 45 Der berühmte Bruch⸗Balsam, dessen bober Werth wie zwei gewöhnliche Doppelflinten find billig zu ver⸗ selbst in Paris anerkannt, und welcher von vielen medi⸗ kaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. einischen Autoritäten erprobt wurde, welcher auch in 5 vielen tausend Fällen glückliche Curen hervorbrachte, kann jederzeit direet brseflich vom Unterzeichneten die 1654 Schachtel à 3 Fl. 30 kr. S. W. bezogen werden. Für einen nicht so allen Schaden ist eine Schachtel hinreichend. J. J. Kr. Eisenhut in Gais, bei St. Gallen (Schweiz). Dohnenschneid maschinen, 1641 in verschiedenen Größen, empfieblt bestens Ph. Diener, Schlossermeister in Friedberg nächst dem Bahnhof Die Selterset Mühle 1684 bei Ortenberg(5 Gänge) nebst Bäckerei, an der Gießen Gelnhäuser Bahnlinie, zu einer Fabrik geeignet, sowie 47 Morgen Land werden Samstag den 25. Juli l. J., Nachmittags 2 Uhr, durch Großherzogliches Orts⸗ gericht getrennt oder zufammen versteigert. Holz-Versteigerung. 1685 Mittwoch den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen im Kirchwald 1) 3000 Buchenprügelwellen, 2) circa 2000 Backwellen, öffentlich an Ort und Stelle verfleigert werden. Die Zusammenkunft ist bei der Waldhütte. Ziegenberg den 10. Juli 1868. Kirchner. Kelterschrauben, 1687 vorräthig und nach Maaß bei bester Ausführung zu billigen Preisen, liefert die Maschinenfabrik von Aleyer& Bech in Darmstadt. 1699 Benedikt Lindheimer treibt sich hier oder in der Umgegend herum; ich warne hiermit Jeder⸗ mann demselben auf meinen Namen zu borgen, indem ich für Nichts hafte. Frledberg. S. Lindheimer. N im Jahre 1855. Ein freies Wort an den Blischof von Mainz. Von Arthur Müller. Preis: 12 kr. 0 Vorräthig bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim. 1694 Turnverein. 1693 Sonntag den 19. d. Mts. findet ein Ausflug mit Tanzvergnügen auf das Ossenbeimer Wäldchen stalt, wozu die außerordentlichen Mitglieder hiermit freundlichst eingeladen find. Abgang vom Fauerbacher Thor aus mit Mufilf Nachmittags halb 3 Uhr. National-Oekonomisches! 1691 Nach den jüngsten öffenilichen Güterverpachtungen in hiesiger Gegend lehtt die Erfahrung, daß für den Morgen Land kaum 12 Gulden Pacht erzielt werden konnten; es erscheint darum nicht sehr glaubhaft, irgend⸗ wo set der Ankauf von Ackerland zu dem, gegenüber dem vorbenannten Pachtvertrag unverhältnißmäßig hohen Preis von 340 fl. pr. Morgen, für einen öffentlichen Fond im Werke; möglich könnte aber immerhin sein, daß Etwas der Art durch den Einfluß persönlich Be⸗ theiligter mit Eifer betrieben und befürwortet würde!— Gesucht 1092 wird ein Kellnerlehrling. Näheres unter Nr. 1692 bei der Exped. d Bl. Ein tüchtiger Schmiedegesellt 1695 findet dauernde Arbeit bet Friedrich Schmidt in Melbach. Die Dr. Steffan'sche Augenheilanstalt zu Frankfurt am Main 90(Krügerstraße 8. und Sachsenhausen, Dreikönigs⸗ straße) auf's Bequemste eingerichtet, nimmt jederzelt Augenkranke auf. Unbemittelte zu ermäßigtem Preise und unentgeldlich. Foulards, 1186 seidene Umknü pftücher und Halsbinden bet K. Friedrich neben der Post. Garantie für reine Cacao und Jucker. 1110 Lager der vorzüglichen Dampf⸗Chocoladen aus der Fabrik von Franz Stollwerck in Cöln a. Rh. unterbalten in Frtedberg Wilh. Fertsch, in Hungen A. Buch, in Nauheim Ph. Jac. Weiß. Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim ist vorrätbig Neuster Caschen Jahtplan 495. . Mittel⸗Rheingegend, Hessen, Nassau, Frankfurt, Rhein⸗Preußen. Kirchen buchsauszügt. Evangelische Gemeinde. Getaufte: 5. Jult. Dem hiesigen Bürger und Schuhmacher⸗ meister Christian Danzel Reichhold ein Sohn: Georg, geboren den 16. Junf. 5. Juli. Dem hiesigen Bürger und Schuhmacher⸗ meister Johann Friedrich Ludwig Waas eine Tochter: Johannette, geboren den 19. Juni. 0 Beerdlgte: 5. Juli. Philipp Wilhelm Tönges, Söhnchen des hiefigen Bürgers und Schuhmachermeifsers Joh. Peter Tönges, alt 22 Tage 1 am 4. Juli. 7. Juli. Das loptgeborre Töchterchen des hiesigen Bürgers und Sch reinermeisters Heinrich Wagner, geb. den 7. Juli. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. — 3