tent. — zigt. Asbürgtt. 4 Aetrnn n 1868. Donnerstag den 14. Mai. N 57. Anzeiger für Sberhessen Stiedberger Intelligenzblatt. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publiziren: Nr. 24. sub 2. Bekanntmachung, die Revaccination der Militärpersonen betr.— sub 3. Bekanntmachung, die Correspondenz nach Norwegen betr. Friedberg am 12. Mai 1868. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Betreffend: Das Kreisersatz⸗Geschäft für den Kreis Friedberg hier die Musterung und Loos ziehung. Friedberg am 10. Mai 1868. An die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Polizeicommissär zu Wickstadt. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die diesjährige Kreisersatz-Aushebung im Kreise Friedberg vom 20. bis 26. Mai d. J. nach Maßgabe der Militär⸗Ersatz⸗Instruktion(Regierungsblatt Nr. 21. von diesem Jahce) auf dem Rathhause in Friedberg stattfindet. Das Geschäft beginnt an den nachbenannten Tagen jedesmal Morgens um 8 Uhr in folgender Ordnung: Mittwoch den 20. Mai Aus hebung der Militärpflichtigen aus den Ortschaften: Assenheim, Bauernheim, Beienheim, Bodenrod, Bönstadt, Bruchenbrücken, Butzbach, Dorheim, Dornassenheim, Fauerbach v. d. H. und Fauerbach b. F. Freitag den 22. Mai desgleichen aus den Orten: Kreisstadt Friedberg, Gambach, Griedel, Hausen mit Oes, Hoch⸗Weisel, Ilbenstadt, Kirch⸗Göns, Langenhain mit Ziegenberg, Maibach, Melbach, Münster, Münzenberg. Samstag den 23. Mai desgleichen aus den Orten: Nauheim, Nieder ⸗Florstadt, Nieder⸗Mörlen, Nieder⸗Rosbach, Nieder-Weisel, Nieder-Wöllstadt, Ober⸗Florstadt, Ober⸗Mörlen, Ober⸗Rosbach und Ober⸗Wöllstadt. Montag den 23. Mai desgleichen aus den Orten: Ockstadt, Oppershofen, Ossenheim, Ostheim, Pohlgöns, Reichelsheim, Rockenberg, Rödgen, Schwalheim, Södel, Staden, Steinfurt, Trais⸗Münzenberg, Weckesheim, Wickstadt, Wisselsheim, Wölfersheim und Wohnbach. Dienstag den 26. Mai Loosung der Militärpflichtigen. Militärpflichtige, welche der Aufforderung, sich zur Musterung oder Aus hebung vor der Kreis⸗ oder Departements⸗Ersatzcommission zu stellen keine Folge leisten, oder beim Aufruf ihrer Namen im Musterungs⸗ oder Aushebungslocale nicht anwesend sind, werden mit einer Geldstrafe bis zu 10 Thaler oder entsprechender Gefängnißstrafe belegt werden. Die ohne genügenden Entschuldigungsgrund Aus- bleibenden verlieren außerdem die Berechtigung, an der Loosung Theil zu nehmen und den aus etwaigen Reclamationsgründen erwachsenden Anspruch auf Zurückstellung oder Befreiung vom Militärdienst, wogegen diejenigen, welche beim Aufrufe ihres Namens ohne genügenden Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samsftag. Entschuldigungsgrund im Aushebungslokale nicht anwesend sind, der Berechtigung zur Theilnahme an der Loosung verlustig gehen. Reclamationen sind bei den zuständigen Gr. Bürgermeistereien so z commission noch zur Vorlage und Entscheidung gebracht werden können. eitig anzubringen, daß sie gehörig geprüft und bei der Kreisersatz— §. 78 der Militär⸗Ersatzinstruktion. Auf die früher vorgebrachten Depotansprüche kann keine Rücksicht genommen werden, da nach 8. 43 und 44 der allegirten Militärersatz-Instruktion andere Grundsätze zur Anwendung kommen, als wie bei der seitherigen Gesetzgebung. Wenn es sich bei Begründung von Reclamationen darum handelt, die Arbeitsunfähigkeit von Eltern und Geschwistern festzustellen, müssen dieselben mit zur Stelle gebracht werden. und dürfen keine Stöcke mitbringen. Sollte ein vorgeladener Militärpflichtiger durch nicht zu beseitigende Umstände so müssen seine Eltern, Vormünder oder Verwandte statt seiner erscheinen. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien, der Militärpflichtigen ihrer resp. Gemeinden zu den vo Die Gr. vor der Kreis⸗Ersatzcommission zu sorgen. zu erscheinen. Die Militärpflichtigen müssen vor der Kreisersatzcommission in reinlicher Kleidung erscheinen verhindert sein, sich zur bestimmten Stunde zu stellen, denen die Stammrollen unter Couvert zugehen, werden beauftragt, die specielle Vorladung rgeschriebenen Musterungsterminen zu veranlassen und für deren rechtzeitige Gestellung Bürgermeister selbst haben ebenfalls in den betreffenden Musterungsterminen präcis Der Ciwilvorsitzende der Großherzoglichen Kreisersatz⸗Commission des Kreises Friedberg Trapp. Hessen. Darmstadt. Das Großherzog⸗ liche Regierungsblatt Nr. 24 enthält: I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, Schenkungen Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs an verschiedene Wohlthätigkeits⸗Anstalten betreffend. II. Bekanntmachung Großh. Kriegsministeriums, die Revaccination der Militärpersonen betreffend. Zut Ver⸗ hütung der Weiterverbreitung der Blatternkrankheit ist destimmt worden, daß sämmtliche zu Dienst befindliche Mannschaften nach und nach— und die zu Dienst zu ziehenden Mannschaften nach ihrem jeweiligen Eintreffen zu revacciniren sind, insoferne nicht von den betreffenden Soldaten, Rekruten ꝛc. genügender Beweis durch einen Impsfschein oder ärztliche Zeugnisse darüber erbracht wird, daß an ihm in den letzten zwei Jahren mindestens einmal mit Erfolg oder zweimal ohne Erfolg eine Revaccinatlon vorgenommen worden ist. 5 5 III. Bekanntmachung der Großh. Commission für Post⸗Angelegenheiten, die Correspondenz nach Norwegen betreffend. IV. Bekanntmachung derselben Behörde, laut welcher die in Flonheim und Wenbelsheim errichteten Postexpeditionen am 1. d. M. in Wirksamkeit getreten sind. V- VII. uebersichten der für das Jahr 1868 geneh⸗ migten Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse in den Gemeinden der Kreise Schotten, Lauterbach und Oppenheim. f VIII. Ucbersicht der für das Jahr 1868 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse in den israeliti⸗ schen Religionsgemeinden des Kreises Heppenheim. Ix. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Worms, die Erhebung einer Umlage von den zu dem Friedhofverbande zu Dalsbeim gehörigen Israeliten betreffend. X. und XI. Uebersicht der für das Jahr 1868 ge⸗ nehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Offenbach und Bingen. XII. Abwesenheitserklärung. Zur Confäatirung der Abwesenheit des Peter Gräf, Schreiner aus Flomborn, wurde durch Urtheil Großherzoglichen Bezirksgerichts Alzey vom 30. April 1868 das im Artikel 116 des bürgerlichen Gesetzbuches vor geschriebene Zeugenverhör angeordnet. XIII. Ertheilung von Erfindungspatenten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 18. April dem Georg Conrad Hisgen in Offenbach auf dessen Nachsuchen ein Erfindungspatent auf den durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterten Druckapparat zur Selbstanfertigung von lithographischen und autographischen Druckarbeiten, unter dem ausdrück⸗ lichen Vorbehalte jedoch, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Anwendung bereits früher bekannt gewesener Theile der Erfindung gebindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums— und dem Lederwaaren-Fabrikanten C. F. Fiedler zu Berlin auf bessen Nachsuchen ein Er⸗ findungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construktion eines mechanischen Photo⸗ graphie⸗Albums, unter dem ausdrücklichen Vorbehalte jedoch, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Anwendung bereits früher schon bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums zu erthellen. XIV. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog baben allergnädigst geruht: am 11. April dem Pfarramts⸗Candidaten Noack aus Darmstadt die erste evangelische Schulstelle zu Auerbach,— dem Schullehrer an der evang. Schule zu Höckersdorf, Heidenreich, die evang. Schulstelle zu Rebgeshain,— und dem Schulamts⸗ Aspiranten Heß aus Seckmauern, die dritte katholische Schulstelle zu Fürth zu übertragen;— an demselden Tage den praktischen Veterinärarzt Dr. Güngerich von Hof Albach zum Kreisveterinärarzt des Kreisveterinäramtes Erbach zu ernennen;— am 25. Mai dem Schullehrer an der evangelischen Schule zu Schöllenbach, Christian Schrauth, die zweite evang. Schulstelle zu Wimpfen a. B. zu übertragen. XV. Charaktere theilungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 11. April dem Lehrer an der ersten evangelischen Schule zu Auer⸗ bach, Noack, den Charakter als„Mitprediger“,— am 18. April dem Buchbinder Vogelsberger in Darmstadt den Charakter als Hofbuchbinder,— am 25. April dem Lehrer an dem Gymnasium zu Darmstadt, Dr. Bender, den Charakter als„Hofrath“,— dem Forstwarten der Gemeinde⸗ sorstwartei Heiligenkreuz in dem Gemeindewald der Stadt Darmstadt, Johann Baptist Peisch— und dem Forst⸗ warten der Gemeindeforsiwartei städtische Tanne in dem Gemeindewalde der Stadt Darmstadt, Johannes Heideck, den Charakter als„Förster“ zu verleihen. XVI. Versetzungen in den Ruhestand. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 7. Februar „FFF den Hofkapellmeister Ludwig Schlösser, in Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste,— am 25. April den Schullehrer an der evangelischen Schule zu Bannerod, Peler Deuchert— und an demselben Tage den Kreisbau⸗ ausseher Johannes Amendt zu Groß-Gerau in den Ruhe⸗ stand zu versetzen. 1 5 5 XVII. Conecurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die erste evangelische Pfarrstelle zu Offenbach mit einem Ge⸗ halte von 1829 fl. 24 kr.; dem Herrn Fürsten zu Isen⸗ vurg⸗Birstein steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu;— die evangelische Schulstelle zu Münster mit einem jährlichen Gehalte von 202 fl. 51 kr., nebst vier Stecken Holz zur Heizung des Schullokals;— die zweite evang. Schulstelle zu Gräfenhausen mit einem jährlichen Gehalle von 300 fl. 5 5 XVIII. Gestorben sind: am 9. April der pensionirte Oberförster Kuhn in Bessungen;— am 15. April der evangelische Schullehrer Lehr zu Unter-Ostern;— am 17. April der Kreisarzt des Kreismedieinalamts Schlitz, Medicinalrath Dr. Braun zu Schlitz;— am 18. April der Kanzleidiener bei der Civildiener⸗Wittwenkasse-Com⸗ mission und Diener bei der Civildiener-Wittwenkasse, Nahrgang zu Darmstadt;— am 9. April der pensionirte Ministerial⸗Canzleidiener und Collegienhaus-Beschließer Döring zu Darmstadt. — Die bereits früher gemeldete Nachricht von der bevorstehenden Verlegung großh. hessischer Truppen nach Mainz wird jetzt mehrseitig bestätigt, nachdem die preußische Regierung die Aufnahme eines hessischen Infanterie-Regiments genehmigt haben soll, unter der Bedingung, daß dasselbe nach preußischer Weise uniformirt werde und preußische Verpflegungs⸗Competenzen erhalte. Wie mitgetheilt wird, soll diese Maßregel schon Mitte dieses Monats ins Werk gesetzt werden. Auch hört man, daß in Zukunft noch andere Bundestruppen abwechselnd dort Garnisonsdienste verrichten sollen. Die Zulagen der Offiziere und Unteroffiziere für die Garnison Mainz betragen nach neuester Ver— ordnung für jährlich 1 Oberst 324 Thlr., 1 Major 234 Thlr., 1 Lieutenant 50 Thlr., 1 Feldwebel 60 Thlr. und für 1 Gemeinen täglich 16 Pf.; rechnet man noch die beträchtliche Miethe für Kasernen, Exerzierplatz ꝛc., so wird ein Regiment Hessen in Mainz gegen ein solches in Darmstadt beinahe das Doppelte kosten. — Künftighin soll die Zahl der Auditeure nach preußischem System vermindert und diesen die Ausübung der Advokatur untersagt werden; dagegen wird eine entsprechende Gehaltserhöhung eintreten. — Privatdocent Dr. theol. Fr. Nitzsch zu Berlin ist unterm 2. ds. Mts. zum ordentlichen Professor bei der theologischen Fakultät der Landes⸗ Universität, insbesondere für die Fächer der systematischen Theologie, ernannt worden. — Oekonomierath Dr. Krämer von hier hat auf der Generalversammlung der Süddeutschen Ackerbaugesellschaft einen Antrag hinsichtlich der Besteuerung des Branntweins gestellt, welcher zu einer längeren Debatte über die Branntwein⸗ besteuerung in Preußen führte. Man einigte sich fast einstimmig dahin, durch das Präsidium des Vereins an den Präsidenten des Nordbund— Reichstags folgenden von Herrn Krämer gestellten Antrag gelangen zu lassen:„Die Generalver⸗ sammlung der Süddeutschen Ackerbau-Gesellschaft erklärt, daß es in dem Interesse der Landwirth⸗ schaft der in Steuergemeinschaft stehenden Staaten des Nordbundes liege, daß die Erhebung der Branntweinsteuer nach dem Fabrikat an Stelle derjenigen nach dem Maisch Raum erfolge und daß diese Sttuer zugleich die gerechteste, allen Verhältnissen Rechnung tragende sei. * Friedberg. Der Commandeur der hess. Diviston, Prirz Ludwig Großh. Hoheit, traf am 13. d. in Begleitung des preußischen Militär⸗ bevollmächtigten Major v. Brandenstein zur Inspicirung unseres Bataillons dahier ein. Die Parade fand auf dem Exerzierplatze statt, nach deren Beendigung der Prinz die Kasernen, das Lazareth, das großherzogliche Schloß ꝛc. ꝛc. be⸗ sichtigte. Mit dem Nachmittagszuge begab sich derselbe nach Gießen. S. Gießen. Der, an die Stelle des mit nächstem Herbst unsre Universität verlassenden Professor Ihering, von Erlangen berufene Professor der Jurisprudenz Dr. Stirzing hat, wie man vernimmt, seine Berufung abgelehnt.— Dr. Merkel, außerordentlicher Professor der Jurisprudenz dahier, hat gutem Vernehmen nach eine Berufung nach Wien angenommen. Preußen. Berlin. Im Zollparlament wurden bei der Vorberathung über den Zoll— vertrag mit Oesterreich alle Zollpositionen und sämmtliche Artikel des Vertrages angenommen. Ebenso zu Artikel 6 der Antrag, daß der Vor— sitzende des Zollbundesraths mit Oesterreich die Ergreifung von Maßregeln zur Unterdrückung der Rinderpest vereinbaren möge. Der Vertrag wird bei namentlicher Abstimmung mit 246 gegen 17 Stimmen in der Vorberathung angenommen. — 12. Mai. Zollparlament. In der heutigen, nur eine Stunde dauernden Sitzung wurde debattirt, ob das Tabakssteuergesetz oder die Vereinszolltarifvorlage zuerst zu berathen seien. Es wurde bezüglich beider der Beschluß gefaßt, die Vorberathung am Freitag, und zwar mit dem Tabaksteuergesetz zu beginnen. — Die„Kreuzzeitung“ bezeichnet die Angabe, das Zollparlament werde am 19. d. M. schließen, für grundlos. Der Schluß werde voraussichtlich nicht vor dem 27. d. M. stattfinden. Alsdann werde sogleich wieder der Reichstag zusammen⸗ treten, um das äußere Budget des Bundes, den Postvertrag mit der Schweiz, das Bundesbeamten⸗ gesetz, das schleswig⸗holsteinische Pensionsgesetz, das Schuldhaftgesetz, das Maß- und Gewichts- gesetz zu erledigen. — Den norddeutschen Bundesregierungen ist vom Bundeskanzler eröffnet worden, daß durch die seit dem 1. Januar d. J. in Kraft getretenen Bundesgesetze über das Paßwesen und die Frei— zügigkeit die Grundsätze, nach welchen bisher die Fremdenpolizei und das polizeiliche Meldewesen gehandhabt worden, eine wesentliche Aenderung erfahren haben, und die dieserhalb bestehenden Polizeiverordnungen, so weit sie Bestimmungen enthalten, welche von den neu ergangenen Gesetzes⸗ vorschriften abweichen, in entsprechender Weise abgeändert werden müssen. Breslau. Durch den Zusammensturz des nördlichen Thurms der neu erbaueten Michaelis- kirche ging glücklicherweise kein Menschenleben verloren; es ist nicht einmal Jemand beschädigt worden, da man das Ereigniß vorausgesehen und strenge Anordnung getroffen hatte, daß Niemand in der Umgebung des Thurmes sich aufhalte. Die Ursache des Ereignisses wird erst durch die gerichtliche Untersuchung festgestellt werden. Frankfurt. Wie das„Fr. J.“ vernimmt, verlangt der Handelsminister v. Itzenplitz, daß von nun an alle Einnahmen der Frankfurtischen Eisenbahnen, inel. der Verbindungsbahn, nicht mehr in das Recheneiamt, sondern an die Pro- vinzial Hauptcasse in Kassel abgeführt werden sollen. Bisher wurde allgemein angenommen, daß diese Einnahmen bis nach erfolgter Lösung der Receßfrage der Stadt verbleiben sollten. Sachsen. Leipzig. Ein junger sächsischer Offizier, Lieutenant Miersch, vom 7. Inf.⸗Regt. in Chemnitz, hat eine wesentliche Verbesserung des Zündnadelgewehrs erfunden. Nachdem er dieselbe bereits vor einigen Wochen in Dresden dem Kronprinzen vorgelegt, wobei er mit dem Gewehre dreizehn Mal in der Minute geschossen hat, ist er nun nach Berlin gereist, um dort seine Er⸗ findung vorzulegen. Oesterreich. Wien, 12. Mai. Abgeord⸗ netenhaus. Die Gesetze, die Einführung der Schwurgerichte bei Preßvergehen und die Bildung von Geschwornenlisten für Preßgerichte betreffend wurden in heutiger Sitzung angenommen. Schweiz. Bern. Die Unterhandlungen über den Handelsvertrag mit dem Zollverein, welche in Berlin stattfanden, sind gescheitert und die schweizerischen Abgeordneten in Folge dessen von dort am 10. d. abgereist. Frankreich. Paris. In der Budget⸗ Commission des gesetzgebenden Körpers bringen 13 gegen 18 Mitglieder Amendements ein, welche auf Beurlaubung von 50,000 Mann, auf Fabrikation von 1,200,000 und nicht von 1,800,000 Chassepots und auf Ersparungen im Kriegs⸗ und Marine⸗ Budget im Belaufe von 50 Mill. gehen. — Die hannover'sche Legion ist von Rheims nach Amiens verlegt. Der Amnestie-Erlaß des Königs von Preußen, welcher in deutscher und franz. Sprache in dem Courier de la Champagne erschienen war, soll von großer Wirkung gewesen sein. Die Legion besteht gegenwärtig noch aus etwa 2—300 Mann. Großbritannien. London. Eine De⸗ pesche Napier's aus Talanta vom 21. April an den Minister Northeote bringt Details über die Einnahme Magdala's. 30 Kanonen und Mörser Theodor's und die Festungsthore von Magdala wurden zerstört. Jedes Gebäude innerhalb der Festung wurde in die Luft gesprengt, so daß dit Felsenfeste wie vom Pulver geschwärzt erscheint. Die Wittwe und die Söhne Theodor's wurden unter englischen Schutz gestellt. Die Truppen hofften bis am 25. oder am 30. Mai in Zulla wieder einzutreffen. Die Soldaten, welche in dem Kampfe Wunden erhalten, sind wieder alle genesen. Türkei. Konstantinopel. Die sehr freisinnige Rede des Sultans bei Eröffnung des Staatsraths hat durch die darin ausgesprochene energische Erklärung, daß der Bruch mit dem Althergebrachten und eine aufrichtige Annäherung an die europäische Civilisation nothwendig sei, Sensation gemacht. Rußland. Die„Schles. Ztg.“ schreibt aus Wilna: Unsere öffentlichen Zustände haben sich bisher wenig oder nichts gebessert. Die Noth steigt eher noch. Raub und Mord füllt in jeder Nummer unseres Lokalblattes, das dreimal wöchentlich erscheint, wenigstens eine, oft auch zwei bis drei lange Spalten. Unsere Kriegs⸗ gerichte, denen neuerdings alle schweren Criminal⸗ fälle zur Aburtheilung überwiesen wurden, arbeiten sehr langsam. Man spricht davon, daß demnächst durch Hängen oder Erschießen einige Exempel statuirt werden sollen. Wichtiger aber als Hängen und Erschießen, als Kriegsgerichte oder Standrecht ist für die Rückkehr größerer Sicherheit der Um⸗ stand, daß der Besitz von Schießwaffen neuerdings außerordentlich erleichtert ist. Auch die Erlangung von Munition, so schwer sie noch sein mag, ist wenigstens heute für ordentliche Leute eine Mög⸗ lichkeit geworden. Bisher konnten die elendesten Feiglinge über den ersten besten Edelhof herfallen. Sie waren sicher, nirgends auf eine Flinte zu stoßen. Friedberg. Nach zuverlässiger Mittheilung sind dahier in Folge der Aufforderung Großherzoglicher Bür⸗ germeisterei bis jetzt nahezu 40 Malter Maikäfer abge⸗ liefert und per Kumpf mit 12 kr. bezahlt worden. In einigen Gemeinden der Umgegend soll leider in dieser Be⸗ ziehung von Seiten der Bürgermeistereien nichts geschehen sein. Aus der Wetterau. Der Monat Mai ist da und damit sind wir in der Zeit der Vogelbruten angekommen. Es herrscht nun unter der Jugend vieler Orte eine reine Manie, den Vögeln ihre Nester zu zerstören zu vielfachem größten Schaben. Mit Ausnahme einiger wenigen sind alle Vögel im Haushalte der Natur von großem Nutzen. Die meisten räumen gründlich unter den Insekten auf und wie gerade unsere schönsten Sänger die Raupen ver⸗ tilgen, ist zur Genüge bekannt. Bei diesen ist es also doppelt Schade, ihnen die Nester zu zerstören. Daher wird es namentlich den Eltern dringend empfohlen, der Jugend in Bezug auf das Aus nehmen der Vogelsnester aufzupassen und den Kindern das Unschickliche und Un⸗ natürliche desselben an's Herz zu legen. Butzbach. Die dießjährige landwirthschaftliche Preisvertheilung des Provinzialvereins von Oberhessen wird im Monat Juli dahier stattfinden. Da man er⸗ wartet, daß diese Preisvertheilung von sehr vielen Land⸗ wirthen besucht werden wird, so hat der Stadt⸗Vorstand von Butzbach und das zur Ausführung gebildete Comite den Beschluß gefaßt, für Räumlichkeiten zur Ausstellung von landwirthschaftlichen Maschinen und Geräthen, sowie von Handelsdünger Sorge tragen zu wollen. Auch wird geeignetes Terrain zur Verfügung gestellt, um alle Arten von landwirthschaftlichen Maschinen in Thätigkeit setzen zu können. Fabrikanten und Händler haben ihre Anmel⸗ dungen, mit Angabe des erforderlichen Ausstellungsraumes, spätestens bis zum 15. Juni d. J. an das hiesige Comits gelangen zu lassen. Frankfurt. In Frankfurter Blättern werden unter den in Frankfurt ausgestellten Maschinen anerkennend erwähnt die Kartoffelhak⸗ und Kartoffelpflüge von Hch. Baun aus Groß⸗Umstabdt, Pflüge und Eggen von C. Häuser aus Fauerbach bei Friedberg und C. F. Wiegand in Homberg, die Häckselmaschinen von Venulelh in Darmstadt, die Maschinenbacksteine von Schölles und Hauck in Offenbach, die Kochapparate von W. Möser in Darmstadt. Frankfurt. Ein junger Mann, welcher sich beeilte den abgehenden Eisenbahnzug noch zu erreichen, bekam in Folge der Anstrengung einen Schlaganfall und blieb dabei tobt. * lehrt. Naufcs“ Buuersmann kau — 9 Beke 1144 Da von faltet ist in de auch ibre Kost werden diejenige! u vermieten 9 Tagen bei uns Friedberg Oeffen! 112 Schneid in Folge gerich abgeschlossener 18. Dezemder an die Leßter. meidung dop! lichen Hoftaxa halb 14 Tage als sonft gert nung der For menen Geldes horn übertrat diesen zu gesch Friedber Bek löl Donners N uhr* aper Sohn fiche(erbsen. luer Klee⸗, 1 Centner dür U dischen Pari din Kofnen, 1 um Jahlung r Abbach ar Exempel bangen — dersallen. überfahren. Ort und Stelle meistbietend verstelgert werden. — Bei Höchst a. M. legte sich dieser och 0 Tage ein Mann auf das Schienengeleise der Taunusbahn und ließ si Der Kopf wurde vom Rumpf getrennt.] Biebrich. Die Deputation des hiesigen Gemeinde⸗ rathes, welche Ende verflossener Woche bei dem Herzoge zu Frankfurt Audienz hatte, ist ohne Hoffnung auf Er⸗ 8 der herzoglichen Wintergärten hierher zurückge⸗ ehrt. Aschaffenburg. Am 8. d. M. Nachmittags ist bei dem auf der hess. Ludwigsbahn von Mainz hierher kommen⸗ den Bahnzug der Zellenwagen, worin die Arrestanten auf dieser Route transportirt werden, zwischen Baben⸗ hausen und Stockstadt zus dem Schienengeleise gekommen, in Folge dessen der transportirende Gendarm mit seinen bei sich habenden drei Arrestanten während des vollen Laufes des Zuges genöthigt war, aus dem Waggon zu springen. Dieselben sind zum Glück nicht verletzt worden, jedoch wurde der Zellenwagen bis zum Stehenbleiben des Zuges beinahe total zertrümmert. Zweibrücken. Der k. Untersuchungsrichter am hiesigen Bezirksgerichte veröffentlicht folgendes Ausschreiben: Am 19. April l. J., des Nachmittags, wurde zu St. Martin, einer Gemeinde des Kantons Blamont in Frank⸗ reich, ein Kind in der Nähe der Wohnung seiner Eltern geraubt. Dieser That sind Seiltänzer oder Zigeuner ver⸗ dächtig, welche mit einem Wagen reisten, der mit Lein⸗ wand gedeckt und an welchem ein Grauschimmel ange⸗ spannt war. Das geraubte Kind ist 3½ Jahre alt, männlichen Geschlechts, sehr stark, wohlgebaut, blond, hat graue Augen, einen kleinen Mund und frischen Teint und war bekleidet mit einem lilafarbenen Jäckchen und Rock und weisen Hosen. Es spricht ziemlich leicht französisch und giebt auf den Namen„Victor Urbain“ Antwort. Aus Neuß wird folgende Geschichte berichtet. Ein Bauersmann kaufte vor einigen Tagen ein Rind und trieb dasselbe wohlgemuth nach Hause. Bei genauer Be⸗ chf sichtigung sand er das Thier mit Ungeziefer behaftet. Er begab sich nach Neuß, um sich mit Hanbelsfreunden über die Sache zu besprechen. Diese gaben ihm den Rath, Petroleum anzuwenden, welches nicht allein zur bil⸗ ligen Erhellung unserer Nächte diene, sondern auch zur Bereicherung des Arzneischatzes und in Hospitälern und Lazarethen vielfach äußerlich zur Beseitigung bösartiger Hautausschläge wie Krätze und dergleichen angewandt würde. Der Bauersmann kaufte einen Krug Petroleum und rieb unter Beihilfe seiner Frau das Thier von Kopf bis zu Füßen gehörig ein. Gegen Abend trat die Frau mit einer brennenden Lampe in den Stall, um nach der Kuh zu sehen. Das Vieh schwingt mit dem gesteinölten Schwanze, traf dabei aber unglücklicher Weise die Flamme und stand alsbald in Gluth. Die Frau erhob ein Zeter— geschrei, der Mann stürzt mit Wasser herbei, und so ge⸗ lang es den Beiden, ein größeres Unglück zu vermeiden. Und die Moral ist von der Geschicht? „Besteinöl' Du Dein Rindvieh nicht, Und thust Du's doch— halt fern das Licht.“ e Die Gesammtproduktion des deutschen Buchhandels stellte sich im Jahr 1867 folgendermaßen: Im Ganzen waren es 9855 neue Schriften. Davon ka⸗ men auf die Philosophie 85, auf die Theologie 1365, au das Jus und die Staatswirthschaften 920, auf die Me⸗ dizin und Thierheilkunde 493, Chemie und Pharmacie 575, Pädagogik 932, Jugendschristen 288, die altklassischen und orientalischen Sprachen 470, neue Sprachen 320, Geschichte 648, Geographie 249, Mathematik 119, Kriegs⸗ wissenschaft 272, Handels- und Gewerbewissenschaft 330, Baukunde 168, Forst⸗, Berg⸗ und Hüttenkunde 88, Land⸗ wirthschaft 245, schöne Literatur 852, schöne Künste 397, —. Karten und Atlanten 234. 0 Verloos ungen Neufchatel, 3. Mai. Bei der am 1. Mat stattge⸗ habten Ziehung ber 10⸗Fr.⸗Loose von 1857 wurben fol⸗ gende Nummern mit den beigesetzten Gewinnen gezogen: Nr. 89811 20,000 Fr., Nr. 55311 und 90302 je 500 Fr., Nr. 23394 36086 38155 und 52651 je 100 Fr., Nr. 13100 18196 21581 30003 37614 75892 84405 102334 119340 und 119964 je 50 Fr., Nr. 1962 20151 21836 38165 53374 59040 67481 67600 83377 und 112823 je 25 Fr. Ferner noch 538 Nummern mit je 11 Fr. Die Auszahlung geschieht am 1. August b. J. Concert. Der Vorstand des Frauen⸗Vereins der Gustav⸗ Adolf⸗Stiftung für Friedberg und Umgegend hat unter gütiger Mitwirkung von Freundinnen und Freunden des Gesangs und der Musik ꝛc. z u m Besten der Gustav-Adolf⸗Stiftung auf Samstag den 16. Mai Abends 7½ Uhr ein Concert im großen Saale des Hotel Trapp dahier veranstaltet und ladet zu recht zahlreicher Theilnahme ein. Einzelne Karten zu 18 kr., Familienkarten für 2 Personen zu 30 kr. und für mehr Personen zu 36 kr. sind in der Buchhandlung von Binder⸗ nagel& Schimpff, und Abends an der Kasse zu haben.— Das Programm besagt das Nähere. Friedberg, den 4. Mai 1868. Bekanntmachung. 1144 Da von fetzt an ungefähr 30 Seminartsten ge⸗ stattet ist in der Stadt zu wohnen, unter Umständen auch bre Kost bei ihren Hausherrn zu nehmen, so werden diejenigen hiesigen Einwohner, welche Wohnungen zu vermiethen haben, aufgefordert, sich in den nächsten Tagen bei uns anzumelden. Friedberg den 9. Mat 1868. Großberzogliche Seminardirektion Steinberger. Oeffentliche Bekanntmachung 1127 Schneidermeister J. C. Diehl II. dahter hat in Folge gerichtlich bestätigten, mit seinen Glänbigern abgeschlossenen Arrangements seine sämmtichen, vor dem 18. 2 v. J. entstandenen Geschäftsausstände an die Letzteren abgetreten, und find dieselben bei Ver⸗ meidung doppelter Zahlung nur an den Groß herzog⸗ lichen Hoftaxator Schwarz, jedoch um so gewisser inner⸗ halb 14 Tagen vom Erscheinen dieses an zu bezahlen, als sonst gerichtliche Beitreibung erfolgt. Die Berech⸗ nung der Forderungen und Vertheilung des eingenom⸗ menen Geldes ist dem Kaufmann Seligmann Hirsch⸗ born übertragen und haben deßfallsige Ansragen an diesen zu geschehen. Friedberg den 6. Mat 1868. Groß herzogliches Landgericht Friedberg Reltz 1 immermann, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Bekanntmachung. 1154 Donnerstag den 14. d. Mis., Vormitiags um 2 Uhr anfangend, werden in der Behausung des Hirsch Maper Sohn in Butzbach mehrere Malter Hülsen⸗ früchte(Erbsen, Linsen, Wicken, Bohnen), mehrere Tentner Klee⸗, Lein⸗ und Hanfsamen, 1 Centner Rels, 1½ Centner dürre Zwetschen, eine Kiste Limburger Käse, 10 Fäßchen Häringe, mehrere Tentner Cichorien, 2 Kist⸗ chen Rofinen, 1 Faß Mohn! meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert. Butzbach am 9. Mai 1868. Fe n Butzbach 51 Kies ⸗Versteigerung. 1160 Montag den 18. d. M., Vormittags 8 Uhr, soll der auf der Frelherrlich Löw'schen sog. Pfiugstwelde inter der Burg Friedberg lagernde und sich noch bis Ende d. J. aus dem Usafluß anschwemmende Kies an i„81 adt den 11. Mat 1868. 3 Freiherrlich Löw'sche Reutei Müller. Cdictalla dung 1159 Chrtsttan Ulrich I. von Wölfersheim will für un Darlehen von 400 fl. seine Hofraithe Fl. I., Nr. 452 und den Acker X. 570,5, Gemarkung Wölfers⸗ eim, verpfänden. Da seinem abwesenden Sohne Georg das Mitelgenthumsrecht an diesen Immobilien zusteht, so wird derselbe hiermit aufgefordert, gegen diese Ver⸗ fändung binnen 3 Monaten etwaige Einwendungen zahler vorzubringen, gegenfalls seine Genehmigung unterstellt und die Obligation bestätigt werden würde. Hungen den 7. Mai 1868. Holz- Versteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 1155 Montag den 25. und Dienstag den 26. Mal werden in den Distrikten Gebrannter Kopf, Sauerwiesenrain und Raumertswald nach flehende Holz⸗ sortimente versteigert: Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Reisholz. S Holzart: Buchen⸗ 628 38 211 1440 Eichen⸗ 5— 3½ 2 Acpen⸗——— 17 2 Eichenstämme von 26 Zoll Durchmesser und 10 bis 25 Fuß Länge= 178 Cubikfuß, 10 Buchen⸗Stämme von 16 bis 22 Zoll Durchmesser und 10 bis 40 Zuß Länge= 617 Cubikfuß. Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen Morgens präcts 9 Uhr auf der runden Wiese im Ge⸗ brannten Kopf und es kommt das Stammholz nebst Eichen Scheitholz zuerst zum Ausgebot. Am zweiten Tag wird hier Fortsetzung gemacht und es werden 800 Stecken Buchen⸗Stammreiser im Raumertswald zuletzt versteigert. Zahlungsfrist bis Martini d. 3. Ortenberg den 11. Mai 1868. Großherzogliche Oberförsterel Ortenberg Marx. Bekanntmachung. 1162 Die beute in dem Gräflich Solms ⸗Rödel⸗ heim'schen Revier Wickstadt abgehaltene Holzversteige⸗ rung ist genehmigt und der erste Fahrtag auf Montag den 18. l. M. festgesetzt. Wickstadt den 12. Mai 1868. Gräfliche Oberförsterei Assen heim Schallas. Versteigerung von Schreinerarbeit. 1164 Samstag den 16. Mat, Vormittags 8½ Uhr, soll auf dem Rathhause zu Ossen heim die Fertigung von 2 Subsellien in die Schule und 2 Bänken in den Rathhaussaal an den Wenigstnehmenden in Accord ge⸗ geben werden. Friedberg den 12. Mat 1868. Der Bezirls⸗Bauaufseher Schneider. Kapital⸗Aufnahme. 1168 Die Gemeinde Leidhecken sucht behufs der Ab⸗ tragung von 500 fl. älterer Schulden ein Kapital von gleicher Summe zu 4½% entweder im Ganzen oder auch in einzelnen Beträgen. Leildhecken den 12. Mal 1868. Großherzogliche Bürgermelsterei Leidhecken Selz am. 1158 Gutgeleimtes unbeschriebenes Maculaturpapier, in ganzen Bogen, ganz große und kleinere Formate, bel Carl August Grosse, Großberzogliches Landgericht Hungen Dr. Ir le. Steinbrecher- Arbeit. 1165 Das Brechen von 100 bis 150 Cubikklafter Steinen resp, der Betrieb des der Stadt Assenheim gehörigen Steinbruchs am sog. Speckberg, in welchem jährlich etwa vorstehendes Quantum Steine gebrochen werden sollen, soll an einen tüchtigen Uebernehmer auf die Dauer von 9 bis 12 Jahren in Accord gegeben werden und ist dazu Termin auf Freitag den 15. Mat, Vormtt⸗ tags 11 Uhr, auf das Rathhaus in Assenbeim anberaumt und werden lusttragende Uebernehmer hierzu eingeladen. Friedberg den 12. Mai 1868. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider. Empfehlenswerthe Schriften von Ed. Balger. In meinem Verlag erschien und ist durch Binder⸗ nagel& Schimpff in Friedberg zu beziehen: Die natürliche Lebensweise, der Weg zu Gesundheit und socialem Heil. Von Eduard Baltzer. Mit zwei Tafeln Abbildungen, 1867. 144 Seiten. 42 kr. 1170 Desselben Buchs zweiter Theil a. u. d. T.: Die Besorm der Volhswirthschast Standpunkte der natürlichen Lebens⸗ weise. Von Eduard Paltzer. 1867. 184 Seiten. 56 kr. Nordhausen. Ferd. Förstemann's Verlag. Dr. Pattison's Gichtwaite 273 lindert sofort und heilt schnell Gicht und Rheumatismen aller Art, als: Gesichts⸗, Brust⸗, Hals und Zabhn⸗ schmerzen, Kopf⸗, Hand- und Kniegicht, Gltederreißen, Rücken- und Lendenweh. In Paketen zu 80 kr. und halben zu 16 kr. bel J. A. Windecker. Zwei Hemden 1157 find in der Nacht von Donnerstag den 7. auf Freitag den 8. d. auf der Blesche an der Seewiese hangen geblieben. Der Eigenthümer wolle dieselden bei Frau Pfeiffer in der Vorstadt gegen Erffattung der Inseratgebübren in Empfang nehmen. Zwei Zimmer 1135 im ersten Stock, mit oder ohne Moͤbel, für einen derrn und eius im zweiten Stock find zu vermiethen bet in Frankfurt a. M. Bäckermeister König, neben dem Landgericht. 1 1 f 5 1 4 1 1 5 1 5 5 1 Vorschuß-& Credit- Verein. 1167 Donnerstag den 21. d. M. findet der Vereinstag der wirthschaftlichen Genossenschaften des oberhessischen Verbandes dahier statt, zu welcher auch der Anwalt der deutschen Genossenschaften, Herr Schulze⸗ Delitzsch, sein Erscheinen zugesagt hat. Die Versammlung beginnt Morgens 10 Uhr im Saale der drei Schwerter und sind zu derselben die Mitglieder des hiesigen Vorschuß⸗ und Creditvereins, sowie alle sonstigen Interessenten hiermit freundlichst eingeladen. Nach Schluß der Versammlung findet ein gemeinsames Mittagessen statt und werden alle Diejenigen, welche sich hieran betheiligen wollen, insofern ihnen eine in Circulation ge— setzte Liste nicht zukommen sollte, gebeten, ihre Anmeldung längstens bis zum 18. bei Herrn Buchhändler Seriba dahier zu machen. Friedberg am 12. Mai 1868. Der Vorstand des Vorschuß⸗ und Credit-Vereins. Zoologischer Garten in Frankfurt a. M. 1166 Sonntag den 17. Mai 1868, Vormittags von 7 bis 12 Uhr, ist der Eintrittspreis auf 12 Kreuzer per Person ermäßigt. Der Verwaltungsrath. 8— 8 4 Uhr Concert vom Musik⸗Corps des Königl. Preuß. Infanterie⸗Regiments 81. Kunkfurter Lebens- Versicherungs-Gesellschaft. Grundkapital 3,000,000 fl. Reserven 1,877,173 fl. 52˙½ kr. Die Gewinnantheile der Versicherten für 1867 können von jetzt ab bei den Unterzeichneten erhoben werden. 1156 Lebens ⸗Leibrenten⸗(Versicherungs) Alterversorgungs- und Aussteuer-Versicherungen, mit und ohne Gewinn⸗Betheiligung der auf Lebenszeit Versicherten, werden zu den billigsten Prämien und unter den liberalsten Bedingungen abgeschlossen. In Friedberg: In Butzbach: In Nauheim: J. Schott. V. Kalbfleisch. Ph. J. Weist. Drainrohren Hohlsteine Patent Dachziegel 1096 empfeblen A. Riegelmann& Cie., Jechenmühle bei Hanau. Strohhüte, 846 das Neuste fur diesen Sommer, in großer Aus⸗ wahl und zu sehr billigen Preisen bei Heinrich Diehl, Usagasse. 1161 Unterzeichneter dringt sein photographisches Atelier, sowie sein Commissionslager aller Gattungen Schießwaffen hiermit in empfehlende Erinnerung. W. Burk, Photograph in Butzbach. 2000 Wellen 1121 aus dem Straßbeimer Hübnerwald find zusammen oder auch einzeln zu verkaufen. Löwenbof. J. Borkhard. Brod. Erste Sorte 19 kr. Zweite Sorte 17 kr. Zu haben bei Bäckermeister König, 1136 neben dem Landgericht. Ball für Israeliten. 1107 Am ersten israel. Pfingstfelertag, als am 27 Mal, findet auf vielseitiges Verlangen Ball in meinem Saale statt, wozu ich freundlichst einlade N Rockenberg. Joh. Georg Landvogt, Gerstewirth. Tanzmusik für Israeliten. 1163 Mittwoch den 27. Mai, am ersten israel. Pfingst⸗ feiertage, findet bei mir Tanzmufik statt. Für gute Getränke, sowie für vorzügliche Mufik werde ich bestens besorgt sein und lade deßhalb zu zahlreichem Besucht höflichst ein. Altenstadt. Wilhelm Pfeiffer, Gastwirth. Als Setzerlehrling kann ein mit den erforderlichen Schulkenntnissen ver⸗ sehener junger Mensch in unsere Buchdruckerei eintreten. Bindernagel& Schimpf. Re en sch irm 9 501 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen Preisen bet K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. S. Steinhäuser, Gold- und Silberarbeiter in Friedberg, 1171 empfiehlt sein Lager ver modernsten Gold⸗ und Silberwaaren zu den billigsten Preisen. FFP Todesanzeige& Danksagung. 1169 Freunden und Bekannten hiermit die Nach⸗ richt, daß unser geliebter Vater und Schwieger⸗ vater, der Schullehrer C. Ddildebrand zu Nieder⸗Wöllstadt am 10. d., des Morgens 6 Uhr, nach längerem Leiden sanft dem Herrn entschlafen ist. Allen, welche denselben während seiner Krankheit so theilnehmend besucht, sowie denjenigen, welche ihn zu seiner letzten Ruhestätte begleitet, sagen wir unsern tiefgefühlten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 12. Mai. Waizen 16 fl. 40 kr.; Korn 12 fl. 10 kr.; Gerste 9 fl. 23 kr. Hafer 6 fl.— kr. Frankfurt, 9. Mai. Waizen 17 fl. 30 kr. Korn 13 fl. 30 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 10 fl. 15 krz Grünberg, 9. Mai. Waizen 17 fl. 34 fr.; Korn 13 fl. 18 kr.; Gerste 10 fl. 21 kr.; Hafer 6 fl. 45 kr.; Molter— fl.— kr.; Erbsen 12 fl. 5 kr.; Wicken— f. — tr.; Saamen 15 fl.— kr.; Kartoffeln 3 fl. 30 kr Mainz, 8. Mai. Waizen 16 fl. 45 kr.; Korn 12 fl. 28 kr.; Gerste 8 fl. 6 kr.; Hafer 6 fl. 35 kr.; 2 3 fl. 30 kr.; Roggenstroh per 100 Gebund fl.— kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Binderna gel,& Schimpf. Mitgetheilt von U H; Oest. 250 fl. b. R. 1839 148 P. . Lindhelmer. Frankfurter Cours. 2„ 250,„ 1854 64 f. 5 100 Pr. L. 1858 134 d. 13. Mai. 1868. Cours der Staatspapiere. 8„ 500, v. 1860% ¼ꝗ70½ 6. 0 5 100 Pr. V. 1864 87. Oesterr. 9% Met. 1859 1. Lst. 9275 G. 0 Gr. Hess. eee 89½ 0 2 schwed. Thlr. 10-IL. 10% 6. — 5% Nat.-Anl. 1854] 53 ½ G. 5 3½0% Obligation.—— 10 5 50% steuerfreie Oblg. 50½ G. Nassau 4½% Obl. b. Rth. 94 6 5 Bad. 35 fl. Loose 51½ FP. Preussen 410% Obligat. b. Rth. 958% G. 5 4% do do 86 P r 3 5% 8 5 do. 89/ P. Karbe. 4% on 5. k. 1 105 89 P. r. Hess. 50 fl. L. b.. 5 7 0 ö ayern bligation. 101% G. Frankf. 31 Obligat. 82 G.—* 5 1 755 5 4% Ut. b. btü. 97%. 5%% 0 de 2515 st. 4 f. T. b. f. 35½ 6. 7 4⁰ do do 88/ G. Russland 50% Obl. 1. I. à fl. 12 83 C. G ard. 36 Fr. L. b. B..—— Würtemb. 4½0% Obl. b. Rt. 93 6. Finnland 4½0/ Pfdbr. I. R. 105 80 ½ P. + J Pietelen f. 5 751 5 0 do do—— Schweden 4½0% O. 1. R. à 105 85½ G D„ Doppelte„ 9 50—52 Baden 4½% Obligat. 93% G. 5 4½0% Pfb. 1. R. 4 105—— 2 Preuss. Friedrd'or„ 9 57½—58½ 2 Ele 186 ½½ G. N.-Amer. 60% St. 1. E. 1882 75/ G.— Holl. fl. 10 Stücke„ 9 54—56 5 2 e— 330 Voll einbezahlte Eisenbahn- Actien und Prioritäten.— 20 e 5 9 9 4½% Bayr. Ostbahn 123 G. 30% Liv. C. D.& D/. fr. à 28 kr. 28 ¼ G. 2 Engl. Sovereiens.„ 11 55—99 50% sächsische Pfandbr. b. R. 94 P. 50% Tose. Centr.-Eisenb.-Pr. 41 P. Kuss. Imperiales» 9 50—52 30% Oesterr. St.-Eisenb.-Prior. 52% G. 50% Elisabethbahn-Prior. 6 73% 6. Gold pr. Zoll- FT.„—— 60% Oest. Süd St. u. Lomb. E. B. 93 G. 50% do. neueste Emiss. 6 73½ G.— Hchh. Silb. pr. Z. Pf. 55— 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 42½ G. 4½0% Hess. Lud wigsb.-Prior. 93 P. Preuss. Kassensch.„ 144¾—45 Wiener Wechsel- Cours 102 G. 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