V6. berhessen. Erscheint jeben Dienstag, Donnerstag und Samstag. — 1868. Dienstag den 14. Januar. Anzeiger für O Iriedberger Intelligenzblatt. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. 1 11 Bestellungen auf den„Anzeiger für Oberhessen“ werden noch fortwährend von adecal. f allen Poststellen und der Verlagsexpedition für das erste Halbjahr angenommen der 2 2 7 Amtlicher Theil. 2765 Betreffend: Die Obsterndie im Jahre 1867. Friedberg den 10. Januar 1868. — Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. — Bcerichten Sie binnen 3 Tagen, welchen Ertrag die verschiedenen Obstarten in dem verflossenen Jahre nach ihren Quantitäten — geliefert und welchen Erlös die Gemeinden als solche dafür(unter Angabe des Durchschnittspreises für jede einzelne Sorte) ge habt 8 daben. Zugleich ist auch die Quantität, welche die Privaten von ihren Obstbaͤumen in den verschiedenen Sorten geerndtet haben, anzufügen 1* u eden 2— 1 — Veröffentlichung. 8 Es wird hiermit zur öffentlichen Keuntniß gebracht, daß die instructionsgemäß auf jeden Samstag des Monats Juli u bei den a ssen Fal, des Mathildenstists bestimmt gewesenen Zahltage in Folge Beschlusses der Generalversammlung vom 13. August d. J. auf die Samstage des .. Monats Februar jeden Jahres verlegt worden find. * Nö. Friedberg den 10. Januar 1868. Der Präsident des Mathildenstists des Kreises Friedberg rt.. 9 4 — Hessen. Darmstadt. Unter den Com- vermeidlich erwachsenden, großen materiellen Nach- gerade diese in jeder einzelnen Stadt am besten d, 2 mandeuren der großherzoglichen Gensdarmerie bat theile abzuwenden. Die„Berl. Börsen-Zig.“ die Adressen genau kennen, bei denen die Neigung, es einige Veränderungen gegeben. Major Rüti äußert sich über diesen Gegenstand in folgender fremde Zeitungen zu halten, vorauszusetzen ist. — in Mainz wurde zum Commandanten der Gens⸗ Weise:„Wir erhalten abermals Kenntniß von Durch die Verfügung werden zunächst die Zei⸗ — darmeriedivision Starkenburg, Major von einer jener kleinlichen Verfügungen, die da nur tungen betroffen, die Postverwaltung schlägt sich Hombergk in Gießen zu dem der Gensdarmerie- division Rheinhessen und Rittmeister Supp a— a* 0. 4. 4 2 zu sehr geeignet sind, die allseitige Freude üder mit derselben aber ebenso sehr ins Gesicht, denn die eintretenden großen Reformen im Postverkehr jede Maßregel für Verminderung der Abonnements in Darmstadt zu dem der Gensdarmeriedivision zu verbittern. Bisber sind nämlich Probeblätter vermindert auch die von der Post bezogene Oberhessen erpannt. und Ankündigungen von Zeitungen durch die Provision.“ * Friedberg. Unter den mancherlei posta- Postanstalten unentgeltlich versandt und vertheilt S. Gießen. Den Anklang, welchen die lischen Neuerungen, welche mit dem 1. Januar worden; nach den mit dem Beginne des laufenden neuen Bestimmungen über den einjährigen Frei- 0 9 e N err willigendienst gefunden haben, bezeichnet wohl am Besten der Umstand, daß sich bis jetzt an hiesigem Orte schon vierzig junge Männer, darunter etwa die Hälfte Studenten, dem Militärdienste unter- zogen haben. Die durchaus angemessene Behand- lung der Freiwilligen, insbesondere von Seiten der zu ihrer Instruktion eigens kommandirten Jahres geltenden Vorschriften hat die Post⸗ auch bei uns zur Geltung gekommen sind, ist verwaltung eine solche unentgeltliche Versendung außer der Bestimmung, daß besondere Bei⸗ lagen, wie z. B. literarische, welche bisher gegen und Vertheilung nicht ferner zu übernehmen. eine bestimmte Provision den Zeitungen beigegeben Wir werden uns nicht wundern dürfen, wenn dies werden konnten, für die Folge in dieser Weise in den kleindeutschen Staaten abermals Veran- aber nicht mehr verbreitet werden dürfen, eine lassung gibt, den Wunsch nach der Rückkehr des weitere höchst lästige und nachtheilige Beschränkung Herrn von Thurn und Taxis auszusprechen. in Bezug auf die Verbreitung der Probeblätter Denn es ist wirklich eine gar nicht zu rechtfer- Offiziere und Unteroffiziere wird allgemein anerkannt. von Zeitungen u. dgl. angeordnet worden, indem tigende Beschränkung, die mit dieser Verfügung S. Gießen. Die schon seit Jahren unbesetzt die Post deren Versendung und Mittbeilung nicht der Presse auferlegt wird. Wie anders kann gehaltene Professur für Thierarzneikunde, wird, mehr übernimmt. Diese beiden Anordnungen der Herausgeber einer neuen Zeitung zum Abon- wie man vernimmt, mit dem nächsten Semester berühren gleich empfindlich zunächst den Buchhandel nement auf dieselbe einladen, als daß er dem in der Person des Professor Frank von München wie die Tagespresse und es ist zu erwarten, daß Publikum Probenummern derselben vorlegt; wie einen anerkannt tüchtigen Vertreter finden. Diesem von dieser Seite ungesäumt geeignete Schritte aber soll er dasselbe aussuchen, wenn die Post- wird als außerordentlicher Professor, Dr. Winkler gescheheu, um die aus diesen Beschränkungen un- anstalten ibm dabei nicht behülflich sind, da von Lich zur Seite stehen, welcher schon bisher R Vorrath von Chinapulver, womit er das Fieber curirte, zu Ende sah, so wagte Baker doch am Ende der Regenzeit aufzubrechen. Diesmal reiste er und seine Frau auf Reitochsen, und bald erreichten sie döder liegende Von Chartum an, wo sich der Blaue Nil mit dem Weißen ver⸗ gesündere Orte, wo sie sich wieder erholten. Bald konnten sie die Gegend Die Nil quellen. Von Dr. Curtmau. Der Weiße Fluß. — * X I I . eiße 1 1 14 einigt, versolgle Baker den letzteren. Aber, sagt er, derselbe kündigt sich 2 7 und erkannten an einer Nebelwolke den oberen Lauf des 7 nicht durch schöne Ufer an. Er fließt in den nächstgelegenen Gegenden 5 3 theils durch Sandwüsten, theils durch endlose Sümpse. Einen Nebenfluß 5 * desselben, den Gazellenfluß, könnte man an seiner Mündung für einen IV. Der ulbert⸗ Npanza. 4 Ste halten, weil an seinem hellen Wasser keine Strömung zu bemerken Nachdem Baker von der zudringlichen Habsucht der Negerhäuptlinge 0. 9 9 — viel auszustehen gehabt hatte, erreichte er endlich sein Ziel, den großen See, welchen er dem Prinzen Gemahl von England zu Ehren Albert- Npanza nannte. Die Eingebornen benahmen sich freundlich genug, so daß er das große tiese Gewaͤsser bis zur Südseite beschiffen konnte. In den dort einströmenden Fluß suhr er zwar hinein, konnte aber nicht in den südlicheren Quellsee Victoria-Nypanza hineinfahren, weil Wasserfälle und Stromschnellen hinderlich waren. Er schloß aber aus dem selbst Gesehenen, und dem von Speke Gehörten, daß wohl überhaupt keine ausschließliche Nilquelle zu finden sein würde, sondern daß die südlich ist. Allein bei längerer Beobachtung zeigt er sich doch als Fluß. Hier hört man häufig das Schnauben von Nilpferden, namentlich in der Nacht. Baker erklärt im Widerspruch mit früheren Reisenden das Fleisch dieser kolossalen Thiere für vortrefflich, und vergleicht die daraus bereitete Suppe mit Schildkröten ⸗»Suppe. Es mag ihm wohl damals oft an wohl- schmeckender Speist gefehlt haben. Zu den Vortheilen seiner Ausrüstung gehörte ein Affe, der namentlich der Frau Baker viel Aufmerksamkeit zeigte, und welchen die Schwarzen als einen Beweis der friedlichen Gesinnungen der Reisenden betrachteten. Doch hatten dieselben bald viele Leiden aus- * zustehen. Die Sklavenhändler nämlich, welchen der europäische Besuch] vom Aequator auf den dohen Gebirgen entspringenden Gewässer sich zu · verdächtig vorkam, beredeten die Eingeborenen, den Fremden keine Nahrung erst in dem sumpfigen Victorig-Nyanza sammeln, und dann durch den abzulassen. Auch war die Hütte, worin sie die Regenzeit zu überstehen] von ihm befahrenen Strom in den zweiten See, Albert Rpanza er- gießen, von wo sie durch verschiedene Zuflüsse verstarkt, idren Ausfluß als Weißer Nil nehmen. So hat schon der alte Geograpg Ptolemäus den Sachverhalt im Wesentlichen angegeben. Ließe sich der ägpptische balten, erbärmlich, und von Ratten, Schlangen, Ameisen und Wanzen helmgesucht. Die Lastthiere gingen in dem schlimmen Klima alle darauf, und zuletzt wurden Herr und Frau Baker krank. Obwohl er seinen die Prüfungen der Examenkandidaten vornabm fer ihnen keine Arbeit geben kann. Den armen und nunmehr zum Kreisveterinärarzt des Bezirke Gießen ernannt worden ist. Den Studirenden der Thierarzueikunde, welche sich bisher genöthigt sahen, wenigstens eine Zeit lang die Thlerarznei— schulen in Stuttgart, Wien, Dresden oder Han- nover zu besuchen, ist hiermit eine bedeutende Er- leichterung geboten.— Trotz dem schon seit Jahren empfundenen Mangel an tüchtigen, Mathematik- lehrern für Gymnasien, haben sich in diesem Se⸗ mester, zum erstenmal wieder seit drei Jahren, drei Candidaten für die Prüfung vom mathemalisch— naturwissenschaftlichen Standpunkt angemeldet. Offenbach. In Offenbach wurde dieser Tage nachstehende Mittheilung öffentlich verbreitet: Nach hierher gekommenen ganz zuverlässigen Be— richten hat sich Preußen bereit erklärt, die Bebra— Fulda⸗Hanauer Bahn über Offenbach nach Frank— furt weiterzubauen, wenn ihm die hessische Regierung ihren Antheil an der Offenbach⸗Frankfurter Bahn gegen volle Entschädigung käuflich abtritt, damit die ganze Bahnstrecke unter einheitliche Verwaltung komme. Geht unsere Regierung auf diesen letzten Vorschlag Preußens nicht ein, so baut dieses mit Umgehung Steinheims und Offenbachs auf der rechten Mainseite nach Frankfurt und überbrückt den Main bei Oberrad und dies Alles zwar sehr rasch, da es die Bahn aus militärischen Gründen dringend nöthig hat. Preußen. Berlin Ueber die Höhe des Unglücks in Ostpreußen scheeibt man der„Königs- berger N. Ztg.:„Die Noth auf dem Lande greift in immer weiteren Kreisen um sich und hat bereits die gefährlichsten Formen angenommen. 8 Die Hoffnung, die man auf das System der Hülfs— leistungen, welches bis jetzt der Staat eingehalten hat, setzen konnte, sind an der Ungunst der Wit— terung gescheitert. Von Arbeiten an Chausseen, Eisenbahnen und Landesmeliorationen, für welche das Geld bewilligt worden ist, kann bei 15 bis 20 Grad Kälte und 3 Fuß hohem Schnee gar nicht die Rede sein. Die Gelder, die also schon jetzt zu diesem Zwecke vom Staate hergegeben worden sind oder noch hergegeben werden, können für jetzt nicht in dieser Weise verwendet werden, und müssen deßhalb alle diese Projekte als solche bezeichnet werden, die durchaus nicht geeignet sind, die sofortige unbedingt nöthige Hülse zu schaffen. Die zum Frühjahr in Aussicht gestellten Arbeiten können dem heute mit Frau und Kind hungernden Losmanne auch nicht eine einzige Mahlzeit ver- schaffen; Arbeiten im Freien, und besonders Erd— arbeiten für Straßenbauten, sind nun einmal in diesem Augenblicke ganz unmöglich. Wenn der Staat sich überhaupt zur Hülfe verpflichtet hält, und diese Hülfe nicht zu spät kommen soll, so muß er ganz andere Wege einschlagen; er muß die Hülfe unmittelbar in die Hütte der Nothleiden⸗ den bringen; er muß den hungernden Arbeitern, soweit die Mittel reichen, direkt und sosort Brod und Heizmaterial verabreichen lassen, auch wenn Losleuten kann nur geholfen werden, wenn ste so lange mit den notbdürftigsten Mitteln zum Leben versehen werden, bis das Frühjahr die Möglich- keit gibt, ihnen Arbeit und Verdienst zu verschaffen.“ — Man sieht hier wieder vielfach die Fahnen der Genfer Convention flattern; sie bezeichnen die Sammelstellen für Ostpreußen. Das Zeichen scheint uns richtig gewählt, den es ist ja in Wahrheit ein Krieg, der in Ostpreußzen geführt wird, ein Krieg gegen den ärgsten und unerbitt— lichsten Feind, gegen den Hunger, und den Fern— stehenden liegt die Pflicht ob, die in dem Kampfe Verwundeten zu pflegen und die Anderen zu kräf— tigen, damit sie den Kampf siegreich bestehen können. — Das zweite Verzeichniß der beim„Vater— ländischen Frauenvereine für den ostpreußischen Nothstand“ eingereichten Gaben schließt mit einer Summe von 13,803 Thalern ab. Unter den Gebern finden wir„Prinz Adalbert von Preußen, königliche Hoheit“ 25 Thlr., Direktion der Dis— conto-Gesellschaft, die Firmen Gebr. Schickler, S. Bleichröder, Mendelesohn u. Comp., Robert Warschauer u. Comp. mit je 1000 Thlr., Com- merzienrath Borsig 500 Thlr., Frör. v. Moltke 5 Thlr. Der Generalfeldmarschall v. Wrangel bat seiner heimathlichen Provinz sich durch eine Gabe zweier Bilder erinnert(eines Oelgemäldes: Gegend bei Warmbrunn, und einer Photographie: Steglitz). Oesterreich. Wien. Das„Tagblatt“ sagt: Die Verständigung zwischen Italien und Frankreich sei dem Abschluß nahe. Die Grund— lage der Verständigung sei den Wiener und Londoner Cabinetten mitgetheilt und von den— selben gebilligt. — Wie die„N. fr. Pr.“ hört, sind einige Dekorirungen politischen Anstrichs vorgenommen worden. Es sollen nämlich die beiden Mitglieder des Herrenhauses, Altgraf Salm und Graf Anton Auersperg(Anastasius Grün) das Comthurkreuz, sowie die beiden Reichsraths- Abgeordneten von Kaiserfeld und Kuranda das Ritterkreuz des Leopold⸗Ordens erhalten haben. Es ist unschwer, in dieser Ordensverleihung eine pelitische Mani— festation zu erkennen. Sie gilt jedenfalls dem hervorragenden thätigen Antheil, den auch diese vier Personen an den letzten Verhandlungen bei der Revision der Verfassung und der Bildung des neuen Ministeriums haben. Frankreich. Paris. In gleicher Weise wie das„Journal des Debats“, eifert Herr Guéroult in der„Opinion nationale“ gegen die kriegerischen Tendenzen, welche man der Re— gierung unterlegt:„Alles zu verlieren, nichts zu gewinnen; zwei sichere Feinde: Preußen und Italien; ein wahrscheinlicher Feind: England, wenn wir nämlich von dem Kriege etwas profitiren wollen; ein ohnmächtiger Freund: Oesterreich; im Orient die Freiheit ganz Europa's bedroht, das wäre in wenig Worten die Bilanz des Wenn wir slegen, alter erloschener Haß auf ein Jahrhundert wiederbelebt und die Freiheit auf unbestimmte Zeik vertagt; wenn wir bestegt werden, der Ruin und unberechenbares Unglück. Und alles das warum? Um nichts, als höchstens um zu wissen, ob das Chassepot-Gewehr besser Krleges. ist als das Dreyse-Gewehr, oder vielmehr, um eine in die Enge gerathene Regierung aus der Verlegenheit zu ziehen, um den Franzosen blutige Zerstreuungen zu gewähren und um die Fehler und Niederlagen einer planlosen Politik mit dem Rauch der Schlachten zu bedecken. Für die Nothleidenden in Ostpreußen sind bei dem Vorstande des Hülfsvereins eingegangen: f Erste Liste. 1) Bei Herrn Pfarrer Baur: Fr. Ofrath Reuß, K. B. Reuß und Frau 2 fl. 45 kr.— Frau Apolheser Trapp 3 fl.— Frl. Wüstenseld 1 fl.— H. Z. 2 fl.— L. W. 30 kr.— Fr. Pfarrer Baur 2 fl.— J. S. 24 kr. — Verwalter Gatzert 48 kr.— Pfarrer Ebel von Stein- surth 1 fl. 45 kr.— C. Th. K. 2 fl.— Ch. K. 6 kr.— Zusammen 16 fl. 18 kr. 2) Bei Herrn Stadtrat) W. Fertsch: W. Ferlsch 5 fl.,— aus der Sparbüchse von W. Fertsch 1 fl.,— aus der Sparbüchse von Amalie Fertisch 1 fl.— A. F. 24 kr.— Ammann Trösch in Ockstadt 1 fl. 30 kr.— Aus Ockstadt von R. 30 kr.— Von E. B. 30 kr.— Ungenannt 2 fl.— Ungenannt 1 fl.— Assessor Suppes in Nauheim 1 fl. 30 kr.— Georg Hartmann daselbst 1 fl.— Lehrer Störger 1 fl.— Director Möller 1 fl.— Christian Hecht 1 fl.— Obersörster Marchand 1 fl.— Adam Rausch II. 1 fl.— Joseph Hosmang 1 fl.— Heinrich Mack 1 fl. 45 kr.— Emmerich Hanstein 1 fl.— Wilbelm Rumpf 1 fl.— Dr. Trapp 2 fl.— Fr. Dr. Trapp 1 fl. 45 kr.— Aus der Sparbüchse von Theodor Trapp 1 fl.— Fr. Münch 1 fl.— Advocat Trapp IV. 3 fl.— Advocat Jockel 2 fl. 30 kr.— Frau Assessor Steinberger 1 fl. 45 kr.— Zusammen 38 fl. 9 kr. 3) Bei Herrn Bürgermeisterei-Verwalter Foucar: Stabsarzt Pfeiffer 48 kr.— Fr. Major Zumbach 1 fl.— Johs. Bechstein 30 kr.— Zusammen 2 fl. 18 kr. 4) Bei Herrn Mayer Hirsch: Von Assenheim, durch Herrn Seiscl Hirsch daselbst gesammelt: Von C. Koch 3 fl., Fr. Koch 1 fl., Frau Weber 30 kr., Levi Isen⸗ burger 30 kr., Seisel Hirsch 1 fl.— Aus Berstadt von L. Hofmann 30 kr.— Aus Friedberg oon G. A. Velte 1 fl.— Ed. Hirsch 30 kr.— L. Goldmann 1 fl.— Frau Katzenstein 1 fl.— S. Hirschhorn 30 kr.— Gebrüder Löb 1 fl. 30 kr.— Löb Strauß I. 1 fl.— Alexander Maaß 30 kr.— Gebrüder Arnstein 1 fl.— Mayer Hirsch mit dem Motio; Den Hungrigen labe deine Seele, sättige schmachtendes Gemüthe, 1 fl. 30 kr.— Zusammen 16 fl. 5) Bei Herrn Professor Dr Köhler: Dr. K. 2 fl.— Kreisrath Dieffenbach 1 fl.— Bürgermeister Bender 2 fl. 30 kr.— Charlotte Rück 30 kr.— J. A. 30 kr.— G. Diefsenbach 1 fl.— Zusammen 7 fl. 30 kr. 6) Vei Herrn Diakonus Meyer: Director Dr. Schwabe 2 fl.— Rechnungobeflissene Faatz 24 kr.— N. N. 2 fl. N. N. 1 fl. 45 kr.— Zusammen 6 fl. 9 kr. 9 Bei Herrn Rentier Müller: Von ihm selbst 1 fl. 45 kr 9) Bei Herrn Hofrath Dr. Pilger: Fr. Bürgermstr Preußer 1 fl. 45 kr.— Postsecretar Schreiner 1 fl.— Frau Schreiner 1 fl.— Frau Höfeld 1 fl.— Fran Jöckel 30 kr.— Simon 30 kr.— N. N. 30 kr.— Zusammen 6 fl. 15 kr. 10) Bei Herrn Rentier Steinhäußer: Oberlieutenant Nieß 1 fl.— Frl. Pesiel 1 fl.— P. Hepp 1 fl.— Director Schäfer 1 fl. 45 kr.— J. Steinhäußer 1 fl. 45 kr.— Zusammen 6 fl. 30 kr. 11) Bei Director Steinberger: St. 1 fl. 45 kr. Dekan Görtz in Nieder⸗Florstabt 2 fl.— Phil. Dewell 36 kr.— Director Möller 3 fl.— Seminarlehrer N. am Oberleibe reichlich Strom ungehindert auswärts beschiffen, so würde man nicht genöthigt gewesen sein, so lange und so beschwerlich nach der Quelle zu suchen. Jetzt aber muß man mit den Entdeckungen Spekes von Südosten her und Bakers von Norden her wohlzufrieden sein. Und man hat darum auch die Frau Baker unter den geographischen Entdeckern mitzunennen. Freilich wird es mit der genauen Auskundschaftung aller dieser Gewässer sich noch eine Zeit lang hinausziehen, weil man erstens nicht unmittelbar zu Schiffe hingelangen kann, zweitens aber die Reise zu Land sehr beschwerlich und die Gesundheit bedrohend ist. L ü cken büß er. „ Den letzten Berichten über die abyssinische Expedition ent⸗ nehmen wir folgende Skizze: In Ober- Suruh, wo sich eine Quelle und etwas Lagergrund findet, hat man eine Zwischensiation mit einem Com missariat eingerichtet, wo man Nachts ein Concert von Schakalen, Hyänen, Affen und dergleichen Gethier genießen kann. Die Schakale halten sich in bescheidener Ferne, die Affen aber kommen ganz nahe, lassen sich gar nicht einschüchtern, marschiren oft in kleinen Rudeln an den Engländern vorüber, oder setzen sich auf die Felswände und lassen die fremden defiliren, schicken aber Angreifer mit blutigen Köpfen zurück. Ein Soldaten⸗ hund, der eines dieser Thiere fassen wollte, wurde allsogleich vom ganzen Rudel angefallen und war froh mit einigen Wunden davon zu kommen. Die dort einheimische Race erreicht die Größe eines starken Hundes, ist und am Unterleibe gar nicht behaart, was ihr einen häßlichen Anblick gibt. Thiere und Menschen scheinen überhaupt in diesem Himmelestriche nicht besonders mit Schönheit der Formen gesegnet zu sein, und die Frauen werden als wahre Muster von Häßlich⸗ keit geschildert. Sie kleiden sich gleich den Männern in weite weiße Mäntel, die sie mit weißen Muscheln und rothen Küchelchen verzieren. Beide Geschlechter tätowiren sich Arme und Nacken, graben sich Gestalten von Vögeln und Thieren ein, worauf die Stutzer und Modedamen der Schoho's großen Werth legen. Die Stämme, welche den englischen Truppen bisher zu Gesicht gekommen sind, gehören bekanntlich noch nicht zu den eigentlichen Abyssiniern. Ueber die Kriegsmacht, die Abyssinien gegen eine feindliche In⸗ vasion ins Feld stellen kann, läßt sich, so berichten englische Blätter anläßlich der jetzt stattfindenden Expedition, wegen der Spaltung zwischen den verschiedenen Herrschern, nichts Gewisses mittheilen. Theodorus konnte einst über eine Armee von 60 000 Mann gebieten. Heute kann er kaum 5000 Krieger um sich schaaren. Diese außerordentliche Verminderung seiner Streitkräfte kann nicht überraschen, wenn man annimmt, daß er öfters in einer Woche 2000 Soldaten obne Weiteres hinschlachten läßt und ebensoviel aus Furcht vor grausamem Tod desertiren. Im Jahre 1863, versichert ein Abyssinischer Reisender, Namens Dufton, waren 20000 Mann mlt Percussionsgewehren, der Ueberrest mit Schwertern und Speeren bewassatt. Die irreguläre Armee zählte damals gegen 100 000 Mann. 1 2 fl.— Reallehrer H. 1 fl. 45 kr.— E. K. 1 fl. 48 kr. — Seminarlehrer Tb. 1 fl. 45 kr.— Districtseinnehmer B. 1 fl. 45 kr.— Frau S. 1 fl.— E. Ockel 48 kr.— Advocat C. 1 fl. 45 kr.— Dr. H. 1 fl. Regierungs— ralh Trapp 1 fl. 10 kr.— Dr. Sch. 1 fl.— E. Lochmann 30 kr.— L. Deweil 24 kr.— Stotz 18 kr.— Fk. 30 kr. — J. Falck 1 fl.— F. Schm. 1 fl.— H. D. 12 kr.— W. Kümmich 1 fl. 45 kr.— Kaufmann Nauheim I fl. — Kaufmann Fürth 1 fl.— Ican Huber 2 fl.— Zu⸗ sammen 32 fl. 43 kr. 12) Bel Herrn Advocat Trapp II.: L. L. 3 fl.— Ungen. ö fl.— Ungen. 3 fl. 30 kr.— Zusammen 1 fl. 30 kr. 13) Bei Herrn Hosapotheker Wahl: E. O. 1 fl.— Bei der Unterzeichneten gingen zu ben in voriger H. M. 30 kr.— C. z. I. 30 kr.— Karl und Emil] Nummer bescheinigten Gaben welter eln Pfr. B. 8. Wahl 2 fl.— Frau Dr. Melchior 2 fl.— Kaufmann 30 kr.— Dr. Matthias 1 fl. 45 kr. rsimeistet Nußbaum 1 fl.— Zusammen 7 fl. Herpel 2 fl.— H. K. 1 fl. 30 kr.— Aus dem Pfarr⸗ Zusammen im Ganzen 152 fl. 7 kr., welche sosort an] hause zu M. 2 fl.— Pofg.⸗Abvokat Seyd 5 fl.— Lehrer den„Hülfsverein für Ofipreußen in Berlin“ abgesendet] Rühl fl.— Geyger sen. in A. 5 fl.— 2 Scherf worden. lein einer Witiwe 12 kr. Joh. Hanstein III. 1 fl. Indem wir für diese Gaben verbindlichst danken, bitten E. Klein 2 fl.— Zusammen 21 fl. 57 kr. In Summa wir um weitere gütige Zusendungen. Friedberg den 12. Januar 1868 Im Austrag des Hülfevereine-Vorstandes ern er. bis heute eingegangen 40 fl. 45 kr. Die Expedition des Anzeiger für Oberhesses Veräußerung einer Scheuer zu Berstadt. 2992 Die Dienstag de 28. Januar 1808, Vormittage 10 Ude, bei Gastwirte Vöglers Wittwe zu Berstadt stattfindende, in Ne. 144 dieses Blattes näher beschriebene Veräußerung der Zebentscheuer zu Derstadt wird in Erinnerung gebracht. Bingendeim im Dezember 1867. Hroßberzogliches Rentamt Nidda Welcker. et. 38 Nach vorliegendem Inventar ist der Nachlaß des Schuhmachermeisters Wilhelm Kratz von Wachenbuchen und das Vermögen von dessen Witwe üderschuldet. Es —9 deshalb zur Abwendung des förmlichen Concurses ermin auf den 21. Januar k. J., Vormittags 9 Uhr, zum Güteversuch vor unterzelchneter Gerlchtsstelle Schloßflraße Nr. 26 anberaumt, und haben sich dazu dessen Gläubiger einzufinden und ihre Forderungen an— zumelden und zu begrünten. Die nicht erscheinenden Gläubiger werden als den Beschlüssen der Mehrbeit deitretend betrachtet. Hanau am 21. December 1867. Königliches Amtsgericht Abthellung 11 Kd ste r. vdt. Frandenderg. Bekanntmachung Holzversteigerung in dem Gemeindewald Ober⸗Ros dach 5 de treffend. 74 Donnersiag den 16. und Freitag den 17. Januar d. J. wird das nachstebend verzeichutte Polz im Distrikt Salz derg öffentlich meistbietend versteigert!: 67½ Stecken Kiefern Scheitholz, 249574 3 Prügelßelz, 137½—„ Stocbolz, Wellen„ Reisbolz, 806 Kiefern⸗Stämme, von 6 bis 14 Zoll Durch- messer und 15 bis 65 Fuß Länge, 317 desgleichen Stangen, vn 2 dis 5 Zoll Durch messer und 10 bis 45 Fuß Länge. Die Zusammenkanft ist jedesmal Morgens 9 Ubr au der steinernen Brücke vor dem Schlag. Am ersten Tag wird das Brennholz und von Mittag an noch ein Theil des Stammbolzes ausgeboten, den zweiten Tag der Nest desselben. Bemerkt wird noch, daß das Polz gut abfadren ist und gegen Bürgschaft dis den 1. Oktober d. J. creditirt wird. Ober⸗Kos bach den 8. Januar 1868. Groß berzogliche Bürgermeisterel Ober⸗Nos bach Blecher. Frucht- Versteigerung. 84 Donnerstag den 16. Januar d. J., Nachmittags 2 Ur, sollen im biesigen Rathbause von den Frucht ⸗ vorräthen des vereinigten Armensonds daher 100 Malter Korn und 80 Malter Gerste zweimalterwelse oͤffentlich meistbietend versteigert werden. Irtedberg am 10. Januar 1868. Großherzogliche Bürgermelsterei Friedberg J. B. d. 8 Der Oresderlegliche Belgtordnete Foucar. Frucht Versteigerung. 85 Doennerstag den 16. Januar d. J., Nachmittags 2½ Uhr, sollen in hiesigem Rathhause von den 9 vorräthen des Augustiner Schulfonde dahler 43 Maler Korn und 35 Malter Gerste zwelmalterwelse bend meifibietend versteigert werden. Friedberg am 10. Januar 1868. Oroß herzogliche 8 Frledberg. d. Der Grop herzogliche Belgeordnete Foncar. Annahme eines Faselwärters. 82 Die Stadt Friedberg beabsichtigt auf Petritag d. J. einen andern Wärter für das flädiische Faselvieh gegen guten Lohn in Dienst zu nebmen und wollen die pierauf reflectirenden Peirsonen unter Vorlegung ihrer beglaubigten Ztugnisst über ihr seltheriges Betragen und Olenfllelflungen innerhalb 8 Tagen sich persönlich bei dem Unterzeichneten anmelden. Irtedbderg am 10. Januar 1868. Großherzogliche Burgermeisterel Friedberg. Der Großderzogliche Belgterdnett Noucar. Holz-Versteigerung 66 Im Licher Stadtwald, ODtisirikt Großehäuserberg, kemmt den 16. und 17. d. M. folgenves Holz zur Ver⸗ fieigerung, und zwar Donnerstag den 16. 266 Eichen-, Buchen, Nadel-, Elsbeer- und Linden⸗ Staͤmme Bau- und Werkholz, von 8 bis 18 Zoll Durchmesser und 15 bis 35 Fuß Läuge, 105 Eichen und Fichten⸗Stangen, 210 Buchen-Langwled, 20 Stecken Eichen, von 10 und 15 Fuß Länge. Freitag den 17. 400 Stecken Buchen, Eichen- und Weichbolz⸗Scheit⸗ und Prügelholz, 190„ desgleichen Stockbolz, 17000 desgleichen Wellen Der jedesmalige Anfang ist Morgens 9 Uhr auf dem Kreuz des Nonnenrötber und Langsdorfer Peuwegs. Lich den 6. Januar 1868. Großherzogliche Bürgermeisterel Lich 1 Bekanntmachung. 90 Vom 1. Jauuar 1888 ab treten binfichtlich der Bersendung von gedruckten, litbographtrten, metallo⸗ qraphirten u. s. w. Gegenstönden gegen ermäßtgtes Porto zwischen den Post- Anstalten des Norddeutschen Bundesgebteis— folgende Erweiterungen ein 1) Es ist die Betsendung gebundener Bücher unter Stretf- oder Kreuzband geßattet. 2) Die Adresse kann auf dem Streif oder Kreuz- bande oder auf der Sendung selbsi angebracht sein. Der Sendung kann eine ingere, mit der dußeren übereinstim nende Adresse beigefügt werden. 3) Die Versendung der dezeichneten Gegenftände gegen die ermäßigte Taxe ist unzulässig, wenn die selben nach übrer Fertigung durch Druck u. s. w. irgend welche Zusätze— mit Ausnahme des Orts, Datums und der Namens-Unterschrift, beziehungs⸗ weise Firmazeichnung— oder Aenderungen am Inhalte erhalten baden, wobei es keinen Unter⸗ schied macht, od die Zusätze oder Aenderungen geschrieden oder auf andere Weise dewirkt find, B. durch Stempel, durch Druck, durch Ueber⸗ leden von Worten, Ziffern oder Zeichen, durch Pauktiren, Unterflreichen, Durchstreichen, Ausradiren, Our chstechen, Ab- oder Nusschnelden einzelner Worte, Ziffern oder Zeichen u. s. w. Es sollen jedoch gestattel sein: Austriche am Nande, um die Aufmertsamkeit des Lesers auf eine bestimmte Stelle hinzulenken, und bel Preis- Couranten, Courszetteln und Pandels⸗ Circularen auch die bandschrifttiche Eintragung det Preise, sowie des Namens des Reisenden, ferner die handschriftliche oder auf mechanischem Wege dewirkte Aenderung der Preis- Ansätze, sowie des Namens des RNeisenden. 4) Den Correcturbogen kann das Wanuscript beigelegt werden. Die del Correcturbogen erlaubten Zusätze, welche die Correctur, die Ausstattung und den Druck betreffen, können in Ermangelung des Raumes auch auf besonderen, den Correcturbogen beigefügten Zetteln an- gebracht sein. 5) Die Anlegung eines Streif⸗ oder Kreufbandes bei Bersendungen gedruckter 1c. Sachen ist nicht unbedingt erforderlich; vielmehr können dazu ge⸗ tignete Drucksachen, deren Beschaffendeit im Uebrigen den Anforderungen an Sendungen unter Streif⸗ oder Kreuzband entspricht, künftig auch ein fach zusammengefaltet zur Post geltefert werden. Diese Erweiterungen, sowie die sonssigen Vorschriften wegen Beschaffenheit gedruckter 1c Gegenstaͤnde, dei deren Bersenrung gegen modetirtes Porto, gelten auch dei den Postanstalten in demjenigen Theil des Groß⸗ herzogthums Hessen, welcher nicht dem Norddeutschen Bunde angehört und für den Postverkehr zwischen dem Gcblete des Norddeutschen Bundes, den Süddeutschen Staaten: Bayern, Württemberg und Baden, sowie dem Kaiserthum Oesterreich und dem Groß; herzogthum Luxemburg. Das Maximal Gewicht für derartige Sendungen gedruckter 1c. Gegennände beträgt 15 Loth, das Porto 4 pfennige(bezlebungswelse bel Postanstalten in Ge⸗ dieten der Guldenwäßbrung 1 Kreuzer) für je 2½ Loth. Berlin, den 31. December 1867. General- Post- Amt von Philtpsdorn. Kopftücher Bekanntmachung. 97 Ote Vorschriften des Localgütertarlss vom 1. Februar 1866 Seite 7 alinea 4 und 5 sowie Seite 34 b. werden vom 1. februar 1868 ab aufgeboben, und treten an deten Stelle von diesem Zeitpunkt an folgende 1. Die Verwaltung ist besugt, die Güter der Wazen⸗ ladungsklassen in unbedeckten Wagen zu befördern. Der Versender gibt sein Elnverfländniß mit die ser Beförderungsart zu erkennen, falls er nicht bei der Aufgabe durch schriftlichen Vermerk auf dem Frocht⸗ briefe die Beförderung des betreffenden Gutes in bedeckt gebauten, oder, wenn solche vorhanden, mit Decklaken versebenen Wagen verlangt— Confr.§. 22 Ziffer 2 des Betriebereglemerts.— In diesem Falle werden folgende Zuschlagsgedühren neben den gewöhnlichen Frachtsaͤtzen erhoben: a) bel Beförderung in gedeckt gebauten Wagen 33½ Procent von der Fracht der betreffenden Tarisklasse, d) bet Beförterung in mit Decklaken versehenen Wagen, eine Miethe von 15 Sgr. pro Decke und jede angefangene 25 Meilen. Die Verwendung eigener Decken dieibt sendern vorbehalten Die im Waaren-Verzeichniß mit lateinischen Lettern gedruckten Artikel werden vorzugsweise nur in offenen Wagen trausportitt. 2) Als Provision sür Nachnahme wird 2 Pf. pro Thaler bet der Thaletwährung und ½ Procent bet der Guldenwährung mit einem Mimmalsag von 1 Sgr. beziehungsweise 3 Kreuzer eingezogen. (Confr.§ 9 des Betttetsteglements.) Nachnahmebeiräge von 5 Sgr. resp. 18 Kreuzer und darunter find provisionsftei.— Kassel, am 6. Januar 1868 Die Centtaldirectton der Main Weser Bahn. den Ver⸗ Holz- Versteigerung. 99 Montag den 3. Februar l. J. und wenn nöthig den folgenden Tag, Morgens 10 Uhr, kommen in den Königlichen Domantalwaldungen, Oderforsterei Brand⸗ oberndorf, Gemarkung Grävenwiesbach: 1. Distriet derrnwald 1. Thl. d. 1 eichtner Nutzbolz⸗Stamm von 15 Cubikf., 5 duchene 0 8 7 aspene 3„ 12½ Klafter buchenes Scheitholz, 6 7„ 3 Prügelboli, 3— gemischtes Prügelholz, 10%„ duchenes Reisig, 8 q,„ Stockholz, 10 Karren Schlagabraum. 2. Distrikt Herrnwald 2. Tol. 7 aspene Nutzholz Stämme von 73 Cubllf., 3¼ Klafter duchenes Scheitbolz, 65* Prugelpolz. 2„ gemischtes Prägelbolz, 25%„ duchenes Neisig, 1„ gemischtes Reisig, 8„ Stockbolz. ö 3. Otstriet Herruwald 4. Tl. 2 Klafter buchenes Scheitholz, 1— 2 Prügelbolg, 5 7. Reisig, 150 1 Stockbolz. 4. Diftrict Köpfchen 1. Tyt(Wladfadh. 1½ Klafter gemischtes Holz. ** 9 Net g. 5. Dlistriet Köpfchen 2. Tol. 1 Nadelholz Stamm von 18 Cubitf. zur öffentlichen Vetstelgerung, mit welcher im Difertet Köpfchen, an der Cbaussee von Grävenm esdach nach Weilburg delegen, begonnen wird. Cleeberg, 11. Januar 1868. Der Königliche Oberforster N ders ete. Bekanntmachung. 98 Die aus den Holzverstetgerungen des Jabres 1867 aus dem Gemeindewald Ockstadt, Digriets Jungen⸗ wald, am 1. Januar 1868 fällig gewesenen Holzgelder find dis zum 20. d. Mis. dei Vermeidung der Kosten anber zu bezahlen. Ockstadt am 10. Januar 1868. Gröninger, Gemeinderechner. Verkauf gebrauchter Wagen, 2836 als: Calschen mit Glas Verdeck, sowle mt Landau- Verdeck, ein und zwelspännige Coups del B. oth, gr. Eschenbelmerstraße Nr. in 54 Frankfurt a. W. Hotel 1 Mittwoch den 158. Harmonie Mu fit, ausgeführt von Gebrüder Sölluer aus Carlsbad. Anfang Abends 6 uhr. Gasthaus zu den drei Schwertern. Sam stag den findet das erste der angekündigten Großen Eoncerte a la Strauss unter persönlicher Leitung des Herrn Kapellmeister Parlow statt. Anfang präcis 6 Uhr. Einzelkarten 24 kr., Familienkarten für 3 Personen 1 fl., sind bis zum Freitag den 17. d. M. Abende im Gasthaus. zu den drei Schwertern zu haben. Von da an tritt ein erhöhter Kassepreis von 80 kr. Zu zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein Januar 138. für 4 Personen 1 fl. 12 kr. à Person ein. H. J. Simon. Mein Lager in Schreibmaterialien, 15 als: Canzlei, Concept- und Postpapier, Briefevuverts in allen Größen, Geschäfts⸗ und Nottbüche nach jedem Muster,(was nicht vorräthig, kann baldigst angefertigt werden) Schulheften, Spielkarten, als: zu allen Preisen, bringe in empfehlende Erinnecung. allen Sorten Friedberg im Januar 1868. L'hombre-, Ph. Garde. Whiste- und Piquetkarten A. R. Günthers 91 Das anerkannt beste und wirksamste Sehönheits mittel empflehlt à Stück 18 Kr. Benzoé- Seife. C. Tha. Kranz. Ein Hausarzt jeder besorgten Mutter 93 verdient der Schlefische Fenchel-Donig-Extract von L. W. Egers in Breslau mit Recht genannt zu sprechen: Herrn L. W. Egers in Breslau. werden, wofür nachstehende Zeilen deutlich genug Gegenwärtig ist dir eine Krankheit unter den 2 die mit starkem Husten bat, nämlich Masern, Der Gebrauch des Fen Man hat Fälle hier gebabt, wo der Fenchel-Honig durch den starken Pusten Lungenentzündung bekommen und find gestorben. (Folgt Auftrag auf eine Sendung per Eilgut.) Der Schlesische Fenchel Honig⸗ Extract von L. W. Egers in Breslau ist nebft elner welche die Käufer gratis erhalten, Broschüre über seine Wkrkungen, Hoffmann in Friedberg. Ruhla, den 28. April 1867. Kindern, wo sich der Fenchel-Donig sehr bewährt anfangen, der im Lause der Krankheit stä ker wird. chel Honigs hat den Husten gemindert und beseitigt. nicht angewandt worden ist, und die Kinder haben Mit aller Achtung Gottlieb Ziegler. allein ächt zu haben bei Jos. Edictalladung. 89 Die gerichtsbekannten Gläubiger des im Auslande abwesenden Balthasar ahm II. von Münster baben beute dahier ein Arrangement zur Abwendung förmlichen Concurses über dessen überschuldetes Vermögen abge schlossen, und der Curator des genannten Lahm—, Balthasar Repp von Münster hat dasselbe genehmigt. Alle etwaigen weiteren Gläubiger 1c. Lahms sollen binnen 4 Wochen ihre Forderungen dahter anmelden, auch Balthasar Lahm II., dessen Aufenthaltsort unbekannt ift, alle etwat en Einwendungen gegen das seltherige Verfahren in gleicher Frist dahier vorbringen, als sonst man das Arrangement bestätigen, die Masse biernach vertheilen, auch sonst nach den Anträgen des Curators verfahren werde. Einsicht der Aeten ist in hiesiger Regiffratur während jtner Frist gestattet. Butzbach den 6. Januar 1868. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gllmer. Fresentus, Landrichter. Landgerichts⸗ Assessor. SEubmission. 100 Die Gemeinde Ober⸗Ros bach im Kreis Fried- berg beabsichtigt eine neue Kirchenuhr anzuschaffen. Lusttragende Uebernehmer wollen ihre Anerbieten nebst Zeichnung und Kosterüberschlag bis den 20. Februar d. J., wo die Submission eröffuet werden soll, ganz frei an unterzeichnete Stelle einsenden. Ober⸗ Rosbach am 8. Jauuar 1868. Großherzogliche Bürgermeisteret Ober-Rosbach Mobiliar-Versteigerung. 94 Dienstag den 21. Janxar, Vormittags um 9 Ubr anfangend, läßt die Unterzeichnete in ihrer Behausung nachbemerkte Gegenstände, als: 1) 3 trächtige Fahrkähe, 2) 3 vollständige Geschirre für dieselben, 3) einen vollständigen Wagen, 4) 1 Schaufel und 1 Spißzpflug, 5) 1 eiserne Egge, 6) 1 Pfuhlfaß, 7) l ęußeisernen Kessel, 8) 1 gußeiserne Pferdekelppe mit Gestell, 9) 1 Dickwurzmühle, 10) elrca 30 Malter Kartoffein, 11) circa 50 Centuner Heu und Grummet, 12) eirca 20 Fuder Korn, Watzen⸗ und Gerstenstroh, 13) 50 Körbe Spreu, gegen gleich baare Zahlung öffentlich meistbletend ver⸗ flelgern Chausseehaus JIlbeustadt den 10. Januar 1868. Gottfried Mörschel Wlttwe. Gichtwalle, N unfehlbares Mittel ge⸗ gen Gliederreißen aller Art, emfiehlt à 18 Kümmich und 30 fr. Ph. 2 Corseten& Crinolines (Chausseehaus Ilbenstart) wegen Aufgabe der Oeconomie] fl. 25. Belohnung dem, welcher den Thäter greifbar nach— 7010 5 kann, der das an meinem Wägelchen befindliche Spritzleder und Bauchgurte bös— williger Weise zerschnitten hat. Es geschah dieses während meiner Abwesenheit am Jahres- schluß und befand sich mein Wägelchen damals noch in der von mir gemietheten verschlossenen Scheune des Bäckermeisters Schreiber neben Gebrüder Grödel in der Kapitelgasse ge— legen. Friedberg im Januar 1868. Stifft. Universal-Magen-Liquent, 105 das einfachste und ficherste Mittel gegen Magen- leiden aller Art von Franz Metternich in Mainz empfiehlt in Flaschen 3 24 kr., 45 kr. und fl. 1. 24 kr. Dan. ümmich un rledberg. N e 101 Nächsten Freitag den 17. d. Mis., Morgens 9 Uhr aufangend, sollen in der Wohnung der Frl. Dill bei Oekonom Horn auf dem Haagk dahter verschled ene Mobilien, als: Möbel, Elsen⸗, Blech- und Bettwerk ꝛc., öffentlich meisibietend gegen Baarzablung versteigert werden. Friedberg am 12. Januar 1868. In Auftrag: M. Schwarz, Gr. Hoftaxator. Mehrere Webergesellen 59 können gegen hoben Lohn in Arbeit treten bei Kaufmann Anton Löhr in Wetzlar. Beachtensuverth! 102 Unterzeichneter befitzt ein vortreffliches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie gegen Schwächezuftände der Harnblase und an Specialarzt Dr. Kirchhoffer in Kappel bei St. Gallen(Schwelz). Ein schwarzer Spitz 104 mit gelben Beinen ist abhanden gekommen und bittet man, denselben gegen eine gute Belohnung an Job Möller in Nauheim abzugeben. Zusendung franeo. Soeben beginut ein neuer Cursus in dem Französischen 4 Englischen Unterricht von 2721 H. Schlös sing, Director der Handelsakademie in der Börse in Berlin, in je 48 wöchentlichen Briefen à 2½ Sgr. (½ jährlich 1 Thlr. pränumerando). Burmester æstempell, Berlin, Alexandrinen-Strasse 99. Probebriefe à 5 Sgr. ua odds o aA Gelder unfrankirt. Die Dr. Steffan'sche Augenheilanstalt zu Frankfurt am Main 90(Krügerstraße 8. und Sachsenhausen, Drelkönigs⸗ straße) auf's Bequemste eingerichtet, ammt jederzelt Augenkranke auf. Unbemtitelte zu ermäßigtem Preise und unentgeldlich. Todesanzeige. 103 Dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern Abend 7 Uhr unsere liebe gute Gattin, Mutter und Schwiegermutter Frau Elisabethe Windecker, geb. Schott, n 56. Lebensjahre plötzlich in ein besseres Jen⸗ seits abzurufen. Um flille Theilnahme bitten Friedber den 13. Januar 1868. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Mittwoch, Mittags 2 Uhr, gatt. fp. c Verantw. Red.: Hermann Schimpff. lch er. 2708 bei K. Friedrich neben der Post Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpf. Belt Friebe — H. Negiert VII. ba Gre 667 de vom 2. pepdacke Rig. zu Pinen unler J. Ini Derselb ei;— Jsenbur suchen 9 und dei 1 Uniform von ut ulheile neulich — 2 Comm