Doz. 1 eum den dazu kpreis, N hoch 8 N. — en tung der algen det ere vor⸗ riß, tets dor Sahl, S dachteln Em; Dienstag den 13. October. M 121. nzeiger für berhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Mathildenstiftung zur Rettung verwahrlofter Kinder aus dem Kreise Friedberg. Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Das Großherzogliche Kreisamt Diejenigen von Ihnen, welche mit Erledigung unsers Ausschreibens vom 23. v. Mte. jenig gung noch im Rückstande sind, werden aufgefordert, solche ohne Verzug eintreten zu lassen. Betreffend: Die von dem Großherzoglichen Seminar⸗Director Geschichte des evang. Schullehrer⸗Seminars zu Friedberg. Friedberg. Bindernagel& Schimpff. Steinberger zu Friedberg herausgegebene Schrift: Friedberg am 10. October 1868. in Nr. 114 des Anzeigers für Oberhessen r e. Friedberg den 11. October 1868. An die evangel. Ortsschulvorstände des Kreises. Wer machen Sie auf die obige Schrift, die sich zur Anschaffung für die Schulbibliotheken eignet, aufmerksam. Großherzogliche Kreis⸗Schulcommission Friedberg Ter a pp. Hessen. Darmstadt. Dem Präsidium des landwirthschaftlichen Vereins ist eine großh. Cabineisordre zugegangen, in welcher der Groß- herzog erklärt, daß er bei seinem Besuch der landwirthschaftlichen Ausstellung wiederholt die erfreuliche Ueberzeugung gewonnen, daß die Land- wirthschaft des Großherzogthums in stetem und gedeihlichem Fortschritt begriffen sei. Das Ver- dienst dessen gebühre wesentlich dem landwirth- schaftlichen Vereine, daher er sich nicht versagen könne, denselben seiner fortdauernden Theilnahme und Fürsorge zu versichern. — Das„Fr. J.“ schreibt: Das großherzogl. Ministerium gibt bekannt, daß die Legislatur des Staates Java ein Gesetz angenommen, durch welches die bisherigen Unterschiede zwischen Fremden und Einheimischen in Bezug auf Erwerb, Besitz und Uebertragung von Grundeigenthum aufgehoben wurden. Da die Schwierigkeiten bei Geltendmachung der Ansprüche außerhalb der Vereinigten Staaten wobnhafter Erben auf das zu Verlassenschaften gehörige Grundeigenthum be⸗ seitigt sind, so ist die Aenderung der Gesetzgebung um so mehr für viele Bewohner von Hessen von großem Interesse, da vorzugsweise viele hessische Auswanderer sich nach Java begeben haben und eine größere Anzahl derselben ohne dortige Erben verstorben sind. — Des Großberzogs K. H. hat am 3. d. die in Darmstadt bestehende technische Schule zu einer polytechnischen Schule erhoben. Die organi- schen Bestimmungen für diese neue Lehranstalt werden demnächst im Regierungsblatt veröffentlicht werden. 1 Preußen. Berlin. Die„Schlesische Ztg.“ brachte unlängst ein schon lange coursiren⸗ des Gerücht zur Sprache, das den König von Preußen so zu sagen zum stillen Theilhaber des Krupp'schen Etablissements in Essen machte. Es sollte damit die auffallende Bevorzugung erklärt werden, deren sich die Krupp'schen Geschütze vor den Armstrong'schen bei dem Kriegsministerium erfreuen. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ dementirt dieses Gerücht nun auf's entschiedenste. Es seien der Krupp'schen Fabrik zu keiner Zeit Vorschüsse von hoher Stelle gemacht worden und die ver⸗ meintliche Bevorzugung bestehe in Wahrheit nur in der gerechten Anerkennung der Vorzüge dieser Geschütze und zwar nach ernster, gründlicher Prüfung. Wir unsererseits sehen auch keine Noth- wendigkeit ein, gleich an absonderliche Verhältnisse zu denken, wenn es einmal sich zeigt, daß die vater⸗ ländische Industrie der fremdländischen überlegen ist. Im Uebrigen wünschten wir die Krupp'schen sammt den Armstrong'schen Geschützen und allen — Die„Spenersche Zeitung“ theilt nach— stehendes militärgerichtliches Urtheil mit, das sehr geeignet ist, Aufsehen zu erregen. Der Soldat, welcher vor einiger Zeit in der Hasenhaide einen Schuhmacher erschoß, weil letzterer auf den dort liegenden Schießständen Kugeln suchte und der Verhaftung durch die Flucht sich entziehen wollte, ist wegen Verlassens des Postens zu 14 Tagen Arrest verurtheilt worden. — Die„Zeidler'sche Correspondenz“ hört, daß bei der neuen Redaktion des Strafgesetzbuchs auch die Frage über die Abschaffung der Todes- strafe principiell zur Discussion gestellt werden soll. Sie begleitet diese Mittheilung mit nach— stehender Bemerkung, aus welcher der höhere Blödsinn des Kreuzzeitungs⸗Rundschauers spricht: „Uns scheint die Beantwortung dieser Frage sehr einsach zu liegen. Ein Staat, welcher die Todes- strafe abschafft, zerschneidet das Band, welches die ditsseitige mit der jenseitigen Gerechtigkeit verbin- det und proclamirt thatsächlich den Grundsatz, daß das Leben der Güter höchstes sei.“ — Wie man erzählt, sollen die Marinebauten in Kiel und an der Jahde auch nach Eintritt des Herbstes so lange wie möglich mit ungeschwächten Kräften fortgeführt werden; man hofft, Dasjenige, was durch die Einstellungen der Arbeiten in diesem Frühjahr versäumt worden ist, noch vollständig nachzuholen. — Gegen den Berliner Verein zum Schutze deutscher Auswanderer haben sich mehrfache Be- denken und Anklagen erhoben. Dieß hat der preußischen Regierung Anlaß gegeben, die Ver- hältnisse dieses Vereins einer Prüfung zu unter— werfen und zu diesem Zwecke von dessen Vor- stande einen Bericht einzufordern. Die Angelegenheit schwebt noch. Gotha. Die Nordpol Expedition ist am 10. d. glücklich in die Weser eingelaufen. Das Festcomite fuhr derselben in einem Dampfschiffe entgegen. Alle in dem Hafen liegenden Schiffe hatten geflaggt. Oesterreich. Wien. Die Schulcommission des Tyroler Landtags hat sich nicht mit den clericalen Bestimmungen des Hasner'schen Gesetz⸗ entwurfs begnügt, sondern sie verlangt, daß die Schulen ganz und gar unter die Herrschaft des Clerus gestellt werden. Im Ortsschulrath, im Bezirksschulrath und im Landesschulrath, überall soll die Geistlichkeit unzweifelhaft dominiren. — Die Ausfälle französischer Regierungs- organe in Betreff auf die Zustände im nördlichen Schleswig werden von der hiesigen unabhängigen Presse dahin beantwortet, daß Oesterreich nicht das geringste Interesse habe, auf die Erfüllung barbarischen Mord und Zerstörungswerkzeugen zum— Kukuk. der betreffenden Stipulationen im Prager Frieden zu dringen, und es wird hier zugleich die Er- wartung ausgesprochen, daß Hr. v. Beust in keiner Weise die Ansprüche der Dänen unterstütze. — Man sagt, daß unter den Collegen des Justizministers Dr. Herbst besonders die Minister des Innern, des Handels und der Finanzen mit aller Entschiedenheit auf eine eclatante Genug— thuung für den Ersteren dringen, und so wird wohl Baron Kellersperg, obgleich er eine persona gratissima am Hofe ist, seinen Uebermuth durch die Versetzung in den Pensionsstand zu büßen haben. Prag. Die Casino-Direktion beschloß auf Anregung mehrerer der achtungswerthesten Bürger, eine Deputation unter Führung Schmeykal's an den Bürgermeister zu entsenden, welche diesen auffordert, als Vorstand der Lokal-Polizei Maß⸗ regeln zu treffen, daß hinfürder nicht, wie dieß Sonntag geschah, das Leben und Eigenthum zahlreicher Stadtbewohner bedroht werde, ohne daß dagegen die Sicherheitsorgane einschreiten. Es herrschte in der Judenstadt Angst und Be⸗ sorgniß ob der Dinge, die der nächste Sonntag oder vielleicht schon der nächste Tag(jüdischer Festtag) bringen werde. Die Aufregung war sehr groß und wurden die Drohungen gegen Deutsche und Juden immer lauter. Die Prager Judenstadt ist in topographischer Beziehung für Excesse sehr günstig situirt und der Haß gegen die Juden wird ununterbrochen genährt. Innsbruck. Nachdem der Tyroler Landtag die Regierungsvorlage des Schulgesetzes verworfen, ließ der Stattbalter im Auftrag des Kaisers den Landtag sofort schließen mit der Erklärung, daß sich die Regierung die geeigneten Maßnahmen vorbehalte, um auch in Tyrol die Grundgesetze des Staates durchzuführen. Frankreich. Parise. Die„France“, indem sie die Auslassung der„Prov. Corresp.“, welche die Stellung Spaniens mit der Deutsch⸗ lands vergleicht, zurückweist, sagt:„Es ist leicht begreiflich, daß die Umgestaltung Deutschlands mehr oder weniger complitirte Fragen entstehen lassen kann, während in Spanien keine Eventua⸗ lität vorauszusehen ist, die das Interesse anderer Mächte aufs Spiel setzt.“ — Auf der preußischen Botschaft hat man mit begreiflichem Mißvergnügen in Erfahrung gebracht, daß die Zahl der auf französischem Boden befindlichen hannoverschen Flüchtlinge von 750 wieder auf 1400 angeschwollen ist. — Die„Liberte“ zieht aus der telegraphisch aus Madrid gemeldeten Ministerliste den Schluß, daß Serrano nur nominell, in Wahrheit aber Prim an der Spitze der neuen Regierung stehe. Wir hören, daß auch bei dem Wochenempfang des Ministeriums des Aeußeren Hr. v. Moustier den fremden Diplomaten zu verstehen gab, er halte Prim für den Mann der Situation und glaube, daß Serrano sich werde entweder diesem unterordnen oder über kurz oder lang gänzlich das Feld räumen müssen. — Die„Patrie“ erfährt durch Privat- Correspondenz aus Madrid, daß die Zahl Der⸗ jenigen, welche tägliche Unterstützungen erhalten, 40,000 beträgt. Diese Subsidien bestehen in 2 Frs. täglich, was monatlich eine Summe von 2,400, 000 Frs. ergibt. Belgien. Brüssel. Die Aerzte unter⸗ suchen jetzt die Möglichkeit, den erkrankten Kron ⸗ prinzen von Belgien nach Nizza zu bringen, da das belgische Klima nachtheilig auf seinen Gesund⸗ heitszustand einwirken soll.— Marfori, der Favori der span. Isabella ist durch Belgien gereist. Großbritannien. London. Bis zum 5. d. M. waren etwa dundert Schiffbrüche in Folge der Aequinottialstürme gemeldet worden Der Verlust an Menschenleben, jedenfalls sehr groß, kann noch nicht genau bestimmt werden, da mehrere Fahrzeuge mit Mann und Maus zu Grunde gingen. — Die„Times“ veröffentlicht ein Privat- telegramm eines Londoner Hauses aus Havannah vom 7. d. M., in welchem nichts davon erwähnt ist, daß Cuba sich unabhängig erklärt habe. — Aus Melbourne wird der Bankerot eines Hrn. James Anderson, ursprünglich ein Hinter- wäldler, gemeldet, dessen Passiva sich auf nicht weniger als 200,000 L. delaufen sollen, bei dis poniblen Activen von 8 L. — Den 15. August, d. h. zwei Tage nach- dem Südamerika von dem furchtbaren Erdbeben heimgesucht worden, hat sich im Hafen von Nokohama in Japan eine bedutende Springfluth gezeigt. — Daß die Proklamation der Königin von Spanien in der englischen Presse kein günstiges Urtheil erfährt, braucht kaum erst erwähnt zu werden. Am mildesten spricht darüber noch die „Times“, welche die unselige Verblenorng Isa⸗ bellens zum großen Theil auf Rechnung ihrer verwahrlosten Erziehung schreibt. Anderseits liege in dieser Proklamation der schlagendste Beweis, daß die Königin von dem, was ihr Volk und unsere Zeit von einem Monarchen fordere, nicht die geringste Vorstellung besitze. 1 Spanien. Bezüglich der Wiederbesetzung des spanischen Königsthrons werden die wunder⸗ lichsten Combinationen laut. Bald wird der Kaiser von Brasilien dazu empfohlen, der wegen seiner Abtammung und sejner erprobten constitu- tionellen Gesinnung sich. eigne, dald soll der spanische Gesandte in Brüssel das Terrain sondirt haben, ob der Graf von Flandern sich willig finden ließe, bald endlich ist gar von einem englischen Prinzen die Rede, zu dessen Gunsten die Revolution von England angezettelt sei. Der Herzog von Montpensier, sowie der König von Portugal sollen die Krone entschieden ablehnen. Bliebe also nur die Familie des Don Karlos oder— die vertriebene Königin. Es wäre wirklich spaßig, wenn die tugendreiche(I) Isabella wieder zurückgerufen würde, faute de mieux.— Allem dem gegenüber muß es übrigens auffallen, daß nirgends, bei keiner Kundgebung, bei keiner der offiziellen Reden einer königlichen Nachfolge auch nur erwähnt wird. Madrid. Das provisorische Oberhaupt der spanischen Regierung hat folgende Proklamation erlassen:„Spanier! Mit der obersten Gewalt bekleidet und beauftragt, die Regierung zusammen⸗ zusetzen, welche das Land leiten soll, bis da elbe sich definitiv constituirt hat, habe ich das Glück und die Ehre, dem Volk von Madrid und ganz Spanien anzuzeigen, daß ich mich sofort des mir von dem Vaterland gewordenen Auftrags entledigen will. Männer, in welchen sich die Revolution verkörpert, werden die provisorische Regierung bilden. Möge die Ruhe fortdauern, das Ver⸗ trauen nicht abnehmen und das herrliche Schau⸗ spiel, welches Europa bewundert, nicht unterbrochen werden. Die Einigkeit und die Disciplin der ganzen Armee, ihre Verbrüderung mit dem Volke und der Patristismus Ali werden das Werk der Revolution vollenden und gleichzeitig dem Ein⸗ dringen der Reaction und dem Uebel der Unord⸗ nung vorbeugen. Madrid, 4. October 1868. Herzog de la Torre(Serrano).“ — Die von der Junta in Sevilla neu ein⸗ gesetzten Beamten leisten vorläufig auf Besoldung Verzicht. Aehnliches kommt auch in andern Städten vor. Das großartigste Beispiel von Hochherzigkeit und Langmuth hat übrigens die Junta von Santander gegeben. Die Junta von Valladolid hatte den General Calonge, der so blutig in Santander gehaust, festgenommen und der revolutionären Behörde der letzteren Stadt zur Verfügung gestellt. Diese antwortete:„Wir haben unsere Todten begraben, wir pflegen unsere Verwundeten. Wir verzeihen dem General Calange, und möge er nicht mehr nach Santander kommen.“ — Die in Madrid wohnenden Italiener haben bekanntlich die provisorische Junta beglückwünscht; in ihrer Antwort darauf sagt die Junta:„Da die Gelegenheit sich darbietet, daß zwei Völker in Verbindung treten, kann Italien von der Spmpathit Spaniens für seine Bestrebungen versichert sein und sie(die Junta) hofft, daß das spanische Volk in dem italienischen Volk einen treuen Freund der Freiheit finden wird.“ — Die„Gaceta“ veröffentlicht eine von der Junta erlassene Erklärung der Grundrechte. Als solche zählt die Proclamation auf: Allgemeines Stimmrecht, Freiheit der Religion und des Unter- richts, Vereins- und Versammlungefreiheit für friedliche Zwecke, Preßfreiheit, Decentralisation der Verwaltung, welche die Regelung ihrer An- gelegenheiten den Gemeinden und den Provinzen überläßt, Geschwornengerichte für Criminalsachen, Gleichheit vor dem Gesetz, Unabsetzbarkeit der Richter. — Der„Constitutionnel“ schreibt:„Die „Iberia“ sagt in einer ihrer letzten Nummern, daß das Haus der Frau Gräfin Montijo, der Mutter der Kaiserin von Frankreich, in Madrid eines der ersten gewesen wäre, auf dem die Fahne der Revolution aufgepflanzt worden. Diese That⸗ sache erklärt sich sehr einfach: Die Gräfin Montijo wohnt auf dem Lande und die revolutionäre Junta des Stadttheils schlug in dem Hause der Gräfin ihren Sitz auf und brachte an demselben gleichzeitig eine Fahne an.“ — Hinsichtlich der Juwelen und Werthgegen⸗ stände, welche sich im Palais befanden, gehen sehr merkwürdige Dinge vor. Gleich auf die ersten Nachrichten von dem Pronunciamento in Cadix versicherte sich die Palast⸗ Intendanz, wie es heißt, der Kronjuwelen. Man hatte nur 17 Millionen in Staatsrente und 450,000 Fr. in Silber vorgefunden, als der Zufall dazu führte, in den Bodenräumen die Krone, das Scepter und einige Juwelen zu entdecken. Man fand auch in einem Schuppen in einem neuen Stadttheil von Madrid 51 Kisten Juwelen und kostbarer Möbel, welche angeblich Gonzales Bravo gehörten. — Es verlautet, daß die Exkönigin von Spanien, welche über den raschen Gesinnungs⸗ wechsel ihres„erhabenen Alliirten“ sich sehr alterirt haben soll, die Absicht hege, sich in Oesterreich niederzulassen, wo ja auch die französischen Bour bons eine passende Zufluchtsstätte gefunden haben. Außer dem Grafen von Chambord beherbergt die habsburg⸗lothringische Monarchie auch die Königin⸗ Wittwe von Neapel, und wenn Rom endlich die Hauptstadt Italiens wird, so werden wir wohl das Vergnügen haben, die ganze neapolitanische Linie der Bourbons bei uns zu sehen.— Da⸗ gegen meldet ein Telegramm des„Standard“ aus London, daß der Papst eine Corvette nach Mar- seille gesandt habe, um die daselbst erwartett Königin Isabella abzuholen. — Eine große Manifestation zu Gunsten der Religionsfreiheit hat stattgefunden. Ein großer Zug mit Musik bewegte sich durch die Straßen von Madrid, voraus wurde ein Trans- parent getragen mit der Inschrift:„Nieder mit dem Concordat!“ — Die Junta vervollständigt die Erklärung der Grundrechte, indem sie den Wunsch nach Ab⸗ schaffung der Todesstrafe ausspricht, Freiheit der Person, Unverletzlichkeit des Domicils verlangt. Um die nothleidenden Klassen unterstützen zu können, hat die Junta ein Anlehen von 10 Millionen Realen erössnet.— Die Regierung hat enertzische Maßregeln ergriffen, um in den Provinzen alle revolutlonären Excesse zu verhüten und die etwa vorkommenden zu bestrafen. — Die„Gaceta“ veröffentlicht die Doeumente, in welchen die Regierung der Vereinigten Staaten die neue Gestaltung der Dinge in Spanien an⸗ erkennt. Italien. Florenz. Der„Correspondance italienne“ zufolge betrug am 1. Oet. die Länge der Durchbohrung des Mont Cenis 8842 Metres. Es bleiben noch 3377 Metres zu durchbohren. Amerika. Der„Anglo-Brasilian⸗Times“ zufolge ist der brasilianische Finanzwinister er⸗ mächtigt worden, sernere 40,000,000 Dollar Papiergeld auszugeben, um die jetzigen und bevor⸗ stehenden Kosten des Krieges mit Paraguay zu decken, welche die gewöhnlichen Staateeinnahmen um 6,000,000 Dollar monatlich übersteigen. — Nach einem erbitterten Kampfe wurden die Indianer aus Texas vertrieben. Asien. Aus Japan wird berichtet, daß ein Decret der kaiserlichen Regierung die Einführung des Christenthums verbietet. Mainz. Auf der Strecke Casiel⸗ Hochheim wurde vor einigen Tagen ein Bahnarbeiter von der Lokomotlve ersaßt und schrecklich verstümmelt. Der Verunglückte, ein 70 jähriger Mann, war auf der Stelle todt. Derselbe war taub und hörte somit den daher sausenden Schnell⸗ zug nicht kommen, arbeitete ruhig fort bis ihn die Loko⸗ motive erfaßte und in Stücke riß. Aus Herrieden, 5. Oct., schreibt man der„Fr. Z.“: „Das auf die Schneefälle in Schweden und Lappland im nordöstlichen Europa folgende kalte und heitere Wetter, begleitet von einem hohen Lustberg, beeinflußt unsere Gegenden durch kühlere Temperaturen, während das im westlichen und südlichen Europa herrschende Regenwetter, begleitet von einem tiefen Luftthal, unsern Himmel um⸗ wölkt hält. Stuttgart. Am Nachmittage des 5. d. wurde ein junger Mann aus Kirchhain a. T., der in einem der neuerbauten Häuser an der Gasfabrik wohnt, während er im Begriffe stand, einen Brief an seine Eltern zu schreiben, von einer Kugel getroffen, die von dem nahen Schießplatze aus, wo sich eben Turner übten, herübergeflogen kam. Seine Kosifrau fand den Unglück⸗ lichen zufällig im Blute liegend. Während der herbei⸗ gerufene Wundarzt mit dem Verletzten beschäftigt war und die zu Hülfe geeilten Leute um ihn herumstanden, flog eine zweite Kugel durch den offenen Laden zwischen den Versammelien durch das Dach, ohne jedoch Jemanden zu verletzen. Der Verunglückte, dem die Kugel auf der linten Seite des Kopfes hinein⸗ und auf der rechten wieder heiausdrang, lebte am andern Tage noch und war bei vollem Bewußtsein, indessen ist bei der schweren Ver⸗ wundung eine Genesung kaum zu hoffen. 2 Erdbeben. Man schreibt der„Corr. Havas“ aus Panama, 5. September:„Das Erdbeben hat ebenfalls Verheerungen angerichtet in Cerro⸗Azul, wo das Meer eine große Anzahl Waaren verschlungen hat, in Camana und in Drehera, wo die Verluste sich auf 600,000 Piaster belaufen und 150 Menschen umgekommen sind. Die Be⸗ völkerung von Caracas hat ebenfalls zahlreiche Opfer durch den Einbruch des Meeres verloren, deren Anzahl aber nicht bekannt ist. Die Schiffe in der Bai sind von der Fluih fertgerissen worden und zwei Meilen vom Strande gescheitert. Die Brunnen, die das Wasser für die Insel lieferten, sind verschünet. Das Erdbeben hat in Peru eine Ausdehnung gebabt von 1670 Meilen geogr. Breite und 600 Meilen geogr. Länge. Das Cen- zrum des geognostischen Phänomens war die vulkanische Zone zwischen Arequipa und Tacna, wo sich die Schnee⸗ spitzen Cailloma, Misti, Ubinas, Huainapuiina, Tutupaca und Candarara erheben. Ein Brief von Tacna berichtet, daß man während der durch das Erdbeben verursachten Schwankungen in der Luft in bedeutender Höbe ein Licht demerkt habe, welches unter den meteorologischen Phäno⸗ menen noch nicht vekannt sei. Der Präsect von Mo⸗ quegna bestätigt diese Thatsache. Ein anderer Brief aus Moquegna theilt mit, daß eine außerordentliche Aus⸗ strömung von elckirischem Fluidum stattgefunden, und daß, wenn man sich mit den Händen durch die Haare fuhr, oder wenn man die Kleider schüttelte, sich elektrische Funken gezeigt haben. Ueber 900,000 Menschen sind ohne Brod und Obdach in Folge dieser entsetzlichen Kata⸗ strophe.“ f 20 Aus Bombay wird vow 5. telegraphirt, daß, den Nachrichten der in Trincomalce angelangten„Octavia“ zufolge, Livingstone sich wahrscheinlich nur noch 8 Tagereisen von Zanzibar befindet. Schiffsnachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agen!. Das Hamburg⸗New⸗Yorker Posi⸗Dampsschiff Hamonia, Capitän Meier, welches am 23. September von hier und am 25. Sepiember von Southamton abgegangen, ist nach einer sehr schnellen Reise von 10 Tagen 12 Stunden am Dienstag, den 6. d. M. 8 Uhr Morgens wohlbehalten in Rew⸗York angekommen. 2090 Fre! 3 Uhr, wir Desor vel Wohnhaus, Wasserbe hält Gafthaus dee nochmaligen domb u —— Lief A7 Donn 10 Uhr, wir Neserung d. ) Nei iu den N Scheiner ann ser, bindn, de Ne Slall. u auf dem deselhs an den Du Obligations-Verloosung. 1893 In der beute dahler stattgebabten Gemeinderaths⸗ versammlung wurden die Partial⸗Obligationen der Ge⸗ meinde Altenfladt aus den Anleden vom Jahre 1835: Nr. 69 und 84 jede über 200 fl. durch das Loos auf den 31. Dezember l. J. zur Rück⸗ zahlun; destimmt. Die Inhaber dieser Nummern werden hiermit von dieser Verloosung in Kenntniß gesetzt und zugleich auf⸗ gefordert, diese Beträge gegen Rückgade der Schuld- urkunden und der noch nicht fälligen Zinscoupons dis längstens zum 31. Dezember l. J. bei der Gemeinden Einnehmerei dabier in Empfang zu nehmen, da von dlesem Zeitpunkte an eine weitere Verzinsung derselbe⸗ nicht mehr stattfindet. Altenstadt den 10. August 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Altenstadt Kreuder. Bekanntmachung 2346 Bei der heute stattgehabten Verloosung der Partial⸗Obligationen der Oemeinde Arms heim wurden pro 1868 die Nummern 2, 11, 12, 20, 23 und 127 gezogen, welches mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß der Werth dafür(nebst dem der diesjährigen Coupons) von heute an bet der Gemeindekasse dahier in Empfang genommen werden kann, und der Zinsen⸗ lauf vom 1. Januar 1869 an aufhört. Auch wird wirderholt bemerkt, daß die Obligation Nr. 53 schon pro 1867 zur Zutückzahlung gezogen wurde. Armsheim am 21. September 1868. Großherzogliche Bürgermeifterei Armsheim Z3Zimlich. Bekanntmachung. 2399 Freitag den 16. October, Nachmittags 3 Ubr, wird die zur Concursmasse des Karl Jakob Desor von Dornholzbausen gehörende Gerberet mit Wohnhaus, Scheune und Nebenbau, neu angelegten Wasserbehältern und den entsprechenden Gruben, im Gasthaus des F. P. Scheller in Dornholzhausen einer nochmaligen, jedoch letzten Versteigerung ausgesetzt. Homburg den W. September 1868. Königliches Amtsgericht, Abtheilung II. L. Stumpf. Lieferung für das Landes⸗ Zuchthaus. 2417 Donnerstag den 15. October l. J., Vormittags 10 Ubr, wird dahier für 1869 im Soumissionswege zur Lieferung vergeben: 1) Reiserbesen(find Muster einzusenden), 2) Papier und sonfiige Schreibmaterialten Muster einzusenden), 3) ungebleichte Leinwand, s. g. Futterleinen, 4) blaues und graues Leinen⸗Zettelgarn, 5) aebleichtes Leinengarn Nr. 20, 6) Boy, 7) Hessenzwilch, 8) Halstücher, Sacktücher und Baumwollenwatten, 9) Arbeitsutenfilien für Schuhmacher, Schneider und Näherinnen, 10) Stahl⸗ und Eisenwaaren, 11) Leim, I. Qualität(find Proben einzusenden), 12) Seilerwaaren, 13) Dielen und Latten, 14) polzboblen in verschiedenen Sorten, 15) Bürflenb inderarbeiten, 15 Roß haare, 17) Einfaches Fensterglas in verschledenen Dimensionen, 18) Eichenholzdauben zu Küferwaaren, 19) Sptititus, 20) ausgeschnittenes Leder zu Fußbekleidungen, Rind⸗ leder, sämisches Schafleder, rindlederne Weber⸗ schürzen und Sohllederabfälle. Schriftliche Offerten find bis zu dem obigen Termine in den vor dem Directorial-Bürcau aufgehängten „Soumissions Kasten⸗ einzuleger und die Lieferungs⸗ bedingungen bei unterzeichneter Direction einzusehen. Marlenschloß am 1. October 1868. Großherzogliche Landeszuchthaus⸗Direction Knispel. (find Bekanntmachung. 2463 Donnerstag den 3. November d. 9. Vor⸗ mittags um 9 Ubr, sollen die bei der biesigen Garnisen in den Jahren 1869, 1870 und 1871 vorkommenden Schreiner-, Schlosser-, Spengler⸗, Sattler⸗, Schmirde⸗, Wagner⸗, Küfer⸗, Bürstenbinder., Setler⸗, Messerschmied, Glaser⸗, Dreher-, Zimmer-, Pflaster-, Maurer-, Weiß⸗ binder, Korbmacher⸗, und Buchbinder Arbeiten, sowie die Lieferung von Schreib materialien, Eisenwaaren, Stall⸗ und Reiserbesen, auf dem Wege der Summission auf dem Büreau der Garnisons⸗Verwaltung, nach den daselbst jetzt schon offenliegenden Accordsbedingungen an den Wenigfifordernden vergeben werden. Butz bach den 8. October 1868. Großherzogliche Garnison-Verwaltung Freiherr van der Hoop, Riitmeister. Weinfässer 2271 in allen Gattungen billigst bei Ph. Dan. Kümmich. aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche an diese binnen 3 Monaten so gewiß dahier geltend zu machen, Friedberg am 1. August 1868. Immobilien glauben bilden zu können, Oeffentliche Aufforderung. 2194 Die Besitzer der in der öffentlichen Aufforderung unter Inserat 1879 in Nr. 95 des Anzeigers für Oberhessen verzeichneten Immobilien wollen dieselben theils verpfänden, theils veräußern, lassen, können sich aber über den Erwerb derselben nicht urkundlich ausweisen. theils ihren Erwerbtilel nachtragen Es werden deßhalb Dritte, welche aufgefordert, solche als sonst die Veräußerungs⸗Urkunden ohne Rücksicht auf sie bestätigt, beziehungsweise die betreibenden Theile im Grundbuche nach Maßgabe des Art. 29 bes Gesetzes vom 21. Februar 1852 als vermuthete Eigenthümer werden eingeschrieben werden. Großherzogliches Landgericht Friedberg R e i 1 1 2415 Für die gegen Credit zu beziehenden Braunkoble Zahlungsfrist dis Ende März 1869. Die Fuhrleute wollen die Gegenschelne, bei jedem Koblendezuge mitbringen, damit die einzelnen Zahlung der CTrediisumme an Großherzoglich Bergkasse scheins erforderlich. Dorheilmer Bergwerk den 30. Seplember 1868. raunkohlen- Verkauf. n beginnt auf dem Scoßherzoglichen Dorheimer Berg- werke mit dem 1. October d. J. eine neue Creditperiore, laufend bis Ende Dezember und verbunden mit einer Der Preis der Koblenklötze ist wie seither 12 k. für den Centner= 14 Stück Klötze welche ihnen bel Abgabe des Bürgschelns elngehändigt werden, Bezüge in dem Gegenschein notirt werden können. Bei zu Friedberg ist gleichfalls die Vorzeigung des Gegen⸗ Großherzogliches Bergamt Dorhelm Storch. werden können. Es wird bei diesem Verfahren geruch verspürt werden, und kann deshalb bewahrt werden. Das Verfahren Material höchstens auf 24 Kreuzer. Gegen ein Honorar von 4 Thalern wird Antrage gemäß herausstellen sollte. Auch stehen Zeugnisse zu Diensten, sieht entgegen. 2487 Nach vielen Versuchen ist es mir endlich l fässer gänzlich zu entölen, so daß dieselben zu jedem Getränke ohne Nachtheil verwendet verdeckt, wie solches schon öfter geschehen) und oder es kann der Betrag bei der Expedition dies ist, denselben binnen 6 Monaten zurückzuerstatten, um Erkundigungen einzuholen. Petroleumfässer Zu entöler. gelungen, die so schöͤnen als guten Petro im- jede Spur von Erdöl ausgezogen(nicht nur mit Lack kann deshalb nie mehr eine Spur von Erdöl⸗ jedes Getränke ohne Ausnahme darin auf⸗ ist ganz einfach und berechnet sich per Stück mit Zeitaufwand und das Verfahren von Unterzeichnetem witgetheilt, es Blattes deponirt werden, welche ermächtigt wenn sich das Verfahren nicht meinem Gefälligen Anträgen J. Schröck, in Ulm an der Donau. Oeffentliche Aufforderung. 2426 Nachdem Georg Beck von driedberg unterm 1. August l. J. mit der Mebprheit seiner Gläubiger ein Arrangement abgeschlossen hat, dessen Bedingungen in der biesigen Landgerichts Negistratur eingesehen werden können, werden die gerichtaunbekaanten Gläubiger hiermit aufgefordert, um so gewisser innerhalb 14 Tagen, vom Tage des Erscheinens dieser öffentlichen Aufforderung an gerechnet, etwaige Einwendungen gegen das Arran-⸗ gement vorzubringen, als sonst ohne Rücksicht auf sie weiter was Rechtens verfügt werden wird. Friedberg den 28. Septemder 1868. Stoß berzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hdofmann, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Winterhandschuhe und Manschetten. M. Volk. 2493 . Die Thonwaarenfabrik 2284 von A. Riegelmann& Comp. zu Fechen⸗ mübl bei Hanau empfiehlt Patent⸗ Dachziegel, Hohlbacksteine, Drainröhren. ah Zur hohen Beachtung für Bruchleidende. 45 Der berübmte Bruch-Balsam dessen hoher Werth selbß in Paris anerkannt, und welcher von vielen medi⸗ eintschen Autoritäten erprobt wurde, welcher auch in vielen tausend Fällen glückliche Curen hervorbrachte, kann jederzeit direct brieflich vom Unterzeichneten die Schachtel à 3 Fl. 30 kr. S. W. bezogen werden. Für einen nicht zu alten Schaden ist eine Schachtel binrelchend. J. J. Kr. Eisenhut in Gais, bei St. Gallen (Schweiz). Steinkahlen, 2128 nur Stücke, bester Qualität, per Waggon a 200 Ceutner zu 88 fl. Kleinere Quantitäten in meinem Magazin an der Bahn à Centner 30 kr. empfiehlt Bad Nauheim. Jacob Schimpf. Militärhandschuhe von 36 kr. an, sowie Glacehandschuhe von 36 kr. an bis zu den besten Sorten empfiehlt in schöner Auswahl Fritz Hecht, 2494 vorm. E. Bechstein. Zum Ausleihen. 2444 Fapitalien verschtedener Größen sind mir zum Ausleihen auf gute Hppotheken udergeben worden. Kaufschillinge jeder Größe werden stets durch mich an⸗ getauft. Joseph Strauß, Friedberg. Ein Logis 2450 bat zu vermiethen Heinrich Boller. Kirchen buchsauszügt. Evangelische Gemeinde. Getraute: 4. October. Richard Spiegel, Bürger zu Borsch im Groß berzogthum Sachsen Weimar und Schneider · meister, wobnbaft zu Frankfurt a. M., Sohn des ver⸗ florbenen Bürgers und dufschmiedes zu Borsch Johann Euftach Spiegel und Anna Katharina Faust, Tochter des bies. Bürgers und Schneidermeisters Konrad Faust. 4. October. Johannes Schneider, Lehrer an der Groß berzoglichen Taudstummen⸗Anstalt dabier, Sohn des Ortobürgers, Ackermanns und Gastwirides Heinrich Schneider I. zu Mauldach, Kr. Alsfeld, und Karoline Henriette Glück, Tochter des bdies. Bürgers und In- strumentenmachers Heinrich Ludwig Karl Glück. 6. October. Lu wig dermann Rodaug, hies. Bürger und Kaufmann, Sohn des dies. Bürgers und Bierdrauer⸗ meisters Johann Friedrich Adam Rodaug und Jobanna Maria Philippine Falck, Tochter des hies. Gemeinderaths und Hostapezters Jobannes Falck. 4. Octobek.(Zu Trebur.) Joh. Heinrich Flaschen⸗ träger, dies. Bürger und Kaufmann, Sohn des Orts⸗ bürgers und Schmiedmeisters Heintich Flaschenträger IV. zu Trebur, Ke. Groß-Gerau, und Johanne Eltsadetde Hatteroth, Tochter des 1 bies. Bürgers und Kaufmanns Heinrich Wilhelm Hatteroth. Getauste: 4. October. Dem Bürger zu Ortenberg, Kr. Nidda, und Großherzoglichen Hofgerichts Advokaten dadier Hermann Jockel ein Sohn Otto Gustav Emil, ged. den 25. August. ———————— 9 N r 9 Vom 1. Oktober an kann auf den Anzeiger wieder abonnirt werden. Mein frisch assortirtes, reichhaltiges Waaren-Lager für Damen- und Her 2477 empfehle zu den billigsten Preisen der neuesten Stoffe ren-⸗Kleider Heinrich Mack. Einladung zur Wahl der Mitglieder des Gemeinderaths. 2492 Es wird hiermit bekaunt gemacht, daß den 14., 15, und 16. d. Mts. zu Friedberg in dem Gemeindehause die Abstimmung zur außerordentlichen Wahl der Mitglieder des Gemeinde— raths unter Leitung des Unterzeichneten vorgenommen werden soll. Es sind hierbei im Ganzen drei Mitglieder des Gemeinderaths zu wählen, wovon die Wähler der dritten Abtheilung 1 Mitglied, und die Wähler der zweiten Abtheilung 1 Mitglied, und die Wähler der ersten Abtheilung 1 Mitglied zu wahlen haben. Sämmtliche Stimmberechtigte werden nach Art. 26 des Gesetzes vom 8. Januar 1852 zur Theilnahme an dieser Wahl mit dem Anfügen eingeladen, daß die Abstimmung stattfinden wird: 1) Für die Wähler der dritten Abtheilung — zu welcher die Stimmberechtigten gehoren, deren monatlicher Steuerbeitrag nicht über 1 fl. 27 kr. beträgt— Mittwoch und Donnerstag den 14. u. 15. d. M., Vormittags von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr. 2) Für die Wähler der zweiten Abtheilung — zu welcher die Stimmberechtigten gehören, deren monatlicher Steuerbeitrag über 1 fl. 27 kr. aber unter 3 fl. 26 ½ kr. beträgt— Freitag den 16. d. M., Vormittags von 9 bis 12 Uhr. 3) Für die Wähler der ersten Abtheilung — zu welcher die Stimmberechtigten gehören, deren monatlicher Steuerbeitrag über 3 fl. 25¾ kr. beträgt— Freitag den 16. d. M., Friedberg den 10. October 1868. Nachmittags von 2 bis 4 Uhr. Der Regierungs-Commissär: de Beauclair. Realcredit-Banligelchäft. 2421 Kapitalsuchende, sowie Solche, welche Kapitalien auf sichere Hypotheken auszuleihen wünschen, wollen sich wenden an Darmstadt, Rheinstraße 26. W. Reuling, Hofgerichtsadvokat. Amerikanische(Douglas) Pumpen 2211 in allen Constructionen für Hand und Maschinen Betrieb.— Saugpumpen von fl. 10. 30 kr. an—, sowie schmiedeiserne Rohre, Bleirohre, Gußrohre und alle Artikel für Wasserleitungen und Pumpen⸗Einrichtungen bei August Faas in Frankfurt a. M., Repräsentant der Firma W.& B. Douglas, Middletown, Connecticut. Herrn L. W. Egers in Breolau, Erfinder des Schlesischen Fenchelbonigs. Hildesheim, 18. April 1868. 2488 Sie dürfen mich in Betreff Ihres Fenchelbonigextraets zu Ihren besten Kunden mitrechnen, da derselbe für meine Frau, meine Kinder und mich die beste Medizin ist; ich halte desbalb von Ihrem vorzüglichen Fabrikat immer Vorrath, um eintretenden Falls von demselben sofort Gebrauch machen zu können. H. Fünfstück, Buchdruckereibefitzer. Aus vorstehendem Briefe einer so unpartbelischen und glaubwürdigen Persönlichkeit documentirt sich, daß dieser Extract in Wabrheit bei jeder Familie Hausfrrund sein sollte, da es bel Hals ⸗ und Brustleiden, Huften, Heiserkeit, Verstopfung, sowie del Linderkrankheiten kein besseres und unschuldigeres Hausmittel gibt ö 0 1 Die alleinige Niederlage ist bei Jos. Hoffmann in Frledberg. 1 Lebens-Versicherungs-Gank für Deutschland in Gotha. 0 1 Versicherungsbestand am 1. Oetober 1868 39,450,000 Thlr. „ Effeetiver Jonds am 1. Oetober 1868 13,230,000„ 4 Jahreseinnahme pr. 1867 2, 608.00 . Dividende der Versicherten im Jahre 1868 36 Proz. 0 5 77 70 7 7 77 1869 39 Proz. Diese Anstalt gewährt durch den großen Umfang und die solide hypothekarische Belegung der vorhandenen Fonds eben so nachhaltige Sicherheit, wie durch die unverkurzte Vertheilung der Ueberschüsse an die Versicherten möglichste Billigkeit der Ver⸗ sicherungs kosten. 2485 Versicherungen werden vermittelt durch 0 Hofgerichts⸗Advocat G. Trapp II. in Friedberg. 3 Orts einnehmer L. Köhler in Büdingen. Domänenpfandmeister Müller in Nidda. 2496 Mehrere hiesige Vürger erlauben sich für die am Mittwoch, Donnerstag und Freitag stattfindende Gemeinde- rathswahl nachfolgende Candidaten in Vorschlag zu bringen: Für die III. Classe Herrn Adam Steinhäuser, Gerber. Für die II. Classe Herrn Jos. Bender Zimmermann. Für die I. Classe Herrn Fried. W. Reuß, Bäcker⸗ meister. Kirchweihfest zu Steinfurt. 2495 Sonntag den 18. und Montag den 19. October findet det mir gut besetzte Tanzmusfik statt. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Ergebenst ladet ein Heinrich Rosenbecker II. Wittwe. Das Gas 2491 ist nicht nur sehr unrein wie in voriger Nummer angeführt wurde, sondern es ist auch zu theuer. In den andern Gas brennenden Städten uaseres Landes hat man sich eine Herabsetzung des Gaspreises zu verschaffen gewußt. Man bekommt dort für 3 fl. ebensoviel wie hier für 5 fl. Im Hinblick auf die vor der Thüre stehenden langen Winterabende hält es der Einsender für geboten, daß auch hler nicht allein eine Preiser mäßigung des Gases herbeigeführt, sondern auch mit aller Ent⸗ schiedenheit die Lieferung eines reinen Gases verlangt werde. Entweder gewährt der Fabrikant die ihm de kannten niederen Gaspreise der anderen Städte und liefert dabei tin reines, der Gesundheit nicht schädliches Gas, oder die Gaslampen bleiben geschlossen und man brennt wie früher Petroleum. Damit verschafft man sich zur Zeit nicht blos eine weit billigere und bellere, sondern auch eine minder übelriechende Beleuchtung als mit dem Gas der biesigen Fabrik, die einen besonderen Werth darauf zu legen scheint, sich bei dem Publikum in übelstem Geruch zu wissen. Vorstehendes soll die hiesigen Gasconsumenten veranlassen, die zur Exreschung des bezeichneten Zwecks nöthigen Schritte baldigst zu thun. 2439 Aus meiner Baumschule find Zwetschenbäume in größerer Anzahl zu verkaufen. Thurn. Geschäfts- Empfehlung. 2486 Einem gechrten hiesigen sowie auswärtigen Publt⸗ kum die ergebene Anzeige, daß ich das Metzgergeschäft nebst Wirthschaft der Ph. Engels Wittwe in der Usa⸗ gasse dahter übernommen habe und bitte um geneigten Zuspruch. Für reelle Bedienung wird bestens gesorgt. Friedberg den 9. October 1868. Wilhelm Heß. Ein Pferdezaum 2489 ist angeblich gefunden worden.— Nähere Aus⸗ kunft ertheilt die Expedition d. Bl. eee eee eee Todesanzeige und Panksagung. 2490 Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir hiermit die traurige Anzeige, daß es dem Allmächtigen gefallen unseres innigstgeliedten Bruder und Schwager Heinris Hattersth nach langem schweren Leiden am 10. d. Mts., Morgens 11 Uhr, in seinem 35. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abzurufen. Zugleich sagen wir allen Deuen, welche den Verblichenen zu seiner letzten Ruhestätte gelelteten, 1 unsern tiefgefühlten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpf. getteffes“ Das Cs 1d 1. Seb Großherzog spatestens 4 der erforder! Betreffend: Wir belreffen, m u bezeichnen werden müsse Betreffend! Unt schreibens de des landw.! der Landwirt welche für di Die stdoch ohne! des Keises Zur Die Ubacherhof, v. Deines Jud Aeessst Hag belteffend . Un öffentlichen durch Verslü Jahre Di J btauftrage daß nur zugelassen —