51 Ut. ——— —— 1868. Samstag den 12. Dezember. M 147. Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Aer eee Erscheint jeden Diensagg, Donnerstag und Samstag. b g Betreffend: Die Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins des Kreises Friedberg. Die diesjährige Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirks- Vereins des Kreises Friedberg findet Samstag den 19. Dezember l. J., Nachmittags 2 Uhr, in dem Joutz' schen Gasthause zu B Friedberg den 11. Dezember 1868. B eu tz b a ch statt und werden hierzu die Mitglieder des Bezirksvereins, wie alle Freunde der Landwirthschaft eingeladen. Zur Verhandlung kommen: Rechnungsablage, Wahl zweier Ausschußmitglieder u. s. w. Im Besonderen mache ich noch darauf aufmerksam, daß Herr Dr. Henkelmann einen Vortrag über zu halten beabsichtigt. „Die Landwirthschaft im Kreise Friedberg“ Mittheilung über den Rechenschaftsbericht von 1868, Berathung über Verwendung der disponiblen Mittel, Der Director des landwirthschaftl. Bezirks Vereins des Kreises Fried berg . Hessen. Darmstadt. Generalstabsarzt Dr. Neuner ist in dem hohen Alter von 81 Jahren gestorben. — Nach der„D. Ztg.“ wird die zweite Kammer der Stände ihre nächste Sitzung am kommenden Dienstag den 15. d. halten und werden die Prorogation des Finanzgesetzes und die Wahl des Abg. v. Biegeleben die Gegenstände der Be— rathung bilden. Auch die ersie Kammer tritt am gleichen Tage zu einer Sitzung zusammen. — Der Commandeur des Gendarmeriecorps, Oberstlieutenant Kerz, ist zum Obersten, der Platz- stabsossizier bei dem Commandement der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt, Major v. Zangen, zum Oberstlieutenant ernannt worden. — Die„D. Ztg.“ bringt einen den beiden Kammern übergebenen Gesetzentwurf über Ein- führung einer allgemeinen Einkommensteuer, welcher sich dem preußischen Gesetze in seinen wesentlichen Bestimmungen anschließt, jedoch in Betreff der niedern Classen der Steuerpflichtigen milder ist, als dieses. Die Steuerpflichtigen, zu welchen Jeder, der das achtzehnte Lebensjahr zurück- gelegt hat oder ein jährliches Einkommen von 400 fl. bezieht, gerechnet wird, zerfallen in 2 Abtheilungen. Der ersten Abtheilung gehören alle die an, deren Einkommen 1500 fl. beträgt oder diese Summe überschreitet, während die ein Einkommen von 1500 fl. abwärts beziehenden Personen in der 2. Classe versteuert werden. Ferner werden die der 1. Abihellung, angehörigen Steuerpflichtigen in 29, die in der 2. Abtheilung zahlenden in 11 Classen getheilt. Die Einkom- mensteuerkapitalien unterliegen gleich den Grund- und Gewerbsteuerkapitalien dem jeweiligen Steuer⸗ ausschlag für die direkten Steuern. Die Ein- kommensteuer wird in monatlichen Raten nach den für die übrigen direkten Steuern bestehenden gesetz— lichen Bestimmungen erhoben. Die Einschätzung der Steuerpflichtigen der 2. Abtheilung erfolgt dergestalt, daß in der Regel Personen mit einem Einkommen von f. fl. weniger als 200 in l. Klasse, 10 200 bis„ CCC . 1 ee e .. ö e 600„ e e 50 8 , 4 ieee 60 Z. 800„ 5 ine, 1 950„ 5 Fan,. 1 99 , 1 ene e,, 110 1300 1500. 5 180 einzuschätzen sind. Die Erhebung der Einkommen- steuer soll mit dem 1. Januar 1870 in Vollzug gesetzt werden. Mit Einführung dieses Klassen- steuersystems tritt dae bisherige Einkommensteuer- system außer Krast. Preußen. Im Abgeordncten- Berlin. hause erklärte sich Graf Bismarck mit dem An- trage auf Uebernahme des Ministeriums des Auswärtigen auf den norddeutschen Bund vom Jahr 1870 ab einverstanden und versprach eine Vorlage im Sinne des Antrages Seitens des Bundes, indem er noch hinzufügte, daß die Bun- desregierungen mit dem Antrage einverstanden seien. Der erwähnte Antrag wurde fast einstim⸗ mig angenommen. Ein Antrag Hoverbeck's auf Streichung des Gesandtschaftspostens in Darmstadt wird abgelehnt. Ueber die Beibehaltung der Gesandtschaft in Dresden entspinnt sich eine längere Debatte, wobei der Abg. Wölfel die Nothwendigkeit der Gesandtschaft hervorhebt, so lange Oesterreich einen Gesandten daselbst halte, um so ein Gegengewicht gegen die anti-preußischen Gesinnungen des Grafen Beust zu haben. Die Abgeordneten Hoverbeck und Virchow sprechen für die Einziehung dieses Postens; Letzterer wünscht, man möge den liberalen Tendenzen Oesterreichs folgen. Graf Bismarck erklärt: Ich kann mich hier nicht in eine Discussion über die Person meines Wiener Collegen(wenn ich so sagen darf) einlassen, und bemerke nur, daß mir von einer Feindscligkeit desselben mir gegenüber nichts be ⸗ kannt ist. Daß wir dem Beispiel Oesterreichs solgen sollten, kann doch nicht so allgemein ge⸗ fordert werden; so z. B. nicht, daß auch wir eine Armee von 800,000 und einen eisernen Be- stand auf zehn Jahre haben sollen. Ich meine, Oesterreich schafft jetzt Freiheiten, die wir schon seit zwanzig Jahren haben. Der Etat für die Dresdener Gesandtschaft wird genehmigt. Kassel. Ein Kurhesse bietet in öffentlicher Ausschreibung demjenigen Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses 1000 Friedrichsd'or, welcher „einen Pfennig nachweisen kann, den der Kurfürst von Hessen aus preußischen Geldern oder Cassen erhielt.“ Fritzlar. Die„Hess. Mrgztg.“ bringt fol⸗ genden näheren Bericht über das bereits gemeldete entsetzliche Unglück vom 7. d.: Heute Morgen gegen 7¼ Uhr, als die Roratemesse im Dom eben be⸗ gonnen und der Priester das„Sursum corda“ gesungen hatte, stürzte in Folge eines orkanartigen Sturmes der 98 Fuß hohe spitze Helm des süd— lichen Thurmes mit einem Theil des Mauerwerks ein, durchschlug an mehreren Stellen das Dach des Schiffes und bedeckte einen großen Theil der mit Andächtigen dicht gesüllten Kirche mit Schutt und Trümmern. Bis jetzt sind etwa 25 bis 30 todte und viele verwundete Menschen unter den— selben hervorgezogen worden. Der Jammer 1 das Leid in unserer Stadt ist unbeschreiblich; gibt fast keine Familie, die nicht durch einen 5 Angebörigen betroffen wäre! Es ist ärztliche Hülfe aus Kassel geholt. Aus Baden. Zwischen der Fortschritts“ partei in Baden und namentlich den Mitgliedern der zweiten Kammer einerseits und dem Ministerium Jolly andrerseits ist ein schon längere Zeit zu erwartendes Zerwürfniß nunmehr zu Tage getreten. In einer zu Offenburg unlängst stattgehabten Ver⸗ sammlung, an welcher sich Bluntschli, Eckhard, Gerbel, Kiefer, Lamay, Paravicini und noch eine größere Anzahl liberaler Abgeordneten betheiligten, um ihre Meinungen über die Lage des Landes und die liberalen Interessen auszutauschen, wurde allseitig anerkannt, daß die liberale Partei in Baden seit der letzten Kammer-Session in eine gefahrvolle Lage eingetreten, deren Bedeutung für die Geschicke des Landes in ernste Erwägung zu ziehen sei. Die ultramontane Partei wurde nicht als die größte Gefahr erachtet, wenngleich die- selbe eine außerordentliche Rührigkeit entwickele und als eint organisirte Partei dastehe. Schlimmer sei der Umstand, daß das frühere Vertrauens- verhältniß zwischen der liberalen Partei und der Regierung heute nicht mehr bestehe. Das Mini- sterium selbst habe sich seiner Stits von der Ver— bindung mit der Kammer zurückgezogen, wenn auch die äußeren constitutionillen Formen gewahrt werden. Im Hinblick auf die großen liberalen Interessen, welche nicht nur für Baden, sondern auch sür Deutschland zu vertheidigen sind, haben sich schließlich die Versammelten zur Wiederaufrichtung dei liberalen Partei und zu selbstständiger und thatkräftiger Wirksamkeit entschlossen. Die hiezu dien lichen Mittel sind sorgfältig erwogen worden, doch beschränkte man sich vorerst auf Vorarbeiten zur späteren Feststellung eines Parteiprogramms, dessen endgültige Beschließung einer größeren Ver⸗ sammlung liberaler Kammermitglieder und anderer einflußreichen Liberalen überlassen werden soll. Damit ist der Bruch mit dem Ministerium Jolly vollzogen, der denn auch alsbald zur Folge hatte, daß der bei der Versammlung betheiligte Mini sterialrath Kiefer auf einen untergeordneten Posten versetzt wurde. Man ist sehr gespannt, wie sich diese Angelegenheit weiter entwickeln wird, nachdem nunmehr der Großherzog in seine Residenz zurückgekehrt ist. Oesterreich. Wien. Die„Presse“ mel— det: Die griechische Regierung ließ in Konstan— tinopel erklären, daß sie eine direkte Einmischung in die eretischen Angelegenheiten vermeiden werde. Die Sympathiebezeugungen des griechischen Volkes für die Cretenser könne sie jedoch nicht verhüten. Hierauf hielt Ali Pascha die Absendung eines Ultimatums für überflüssig, gestand jedoch eine Verlängerung des Termins in Bezug auf die Ausführung der beschlossenen Repressivmaßregeln zu. — Graf Beust soll nicht bloß den Titel, sondern auch entsprechende Mittel in Gestalt eines ö 1 1 5 8 13 191 1 1 1 150 97 1 großen Gutes vom Kaiser erhalten haben, doch ist dieses ein Werücht, welches der Bestätigung bedarf. — Während die Meldung offiziöser Blätter, daß das Ministerium Giskra dem Reichs rath einen Gesetzentwurf über die Einführung der obliga⸗ torischen Civilehe vorlegen werde, widerrufen wird, bört man von der Einsetzung einer Religions · Commission, deren Hauptaufgabe die Berathung zweckmäßiger Mittel gegen die weitere Ausbreitung des Sectenwesens sei. — Die aus dem Jahre 1848 bekannten da⸗ maligen Generale Klapka, Perczel und Vetter haben den Generalsrang zurückerhalten. — Der freigemeindliche Redner Kerbler hat am letzten Sonntag in Wiener Neustadt zwei Vorträge gehalten. Der eine bezog sich auf die Nothwendigkeit einer religiösen Reform in Oester⸗ reich, der andere auf die socialistische Lehre von der Staatshülfe im Gegensatz zu der Selbsthülfe, zwischen welchen eine Vermittlung gesucht werden müsse. Frankreich. Paris. Die„Patrie“ und andere Journale enthalten beruhigende Nachrichten aus Konstantinopel und Athen. Die Pforte hat den Griechenland gewährten Ausschub bis zum 17. d. ausgedehnt. — Die Bestattung Berrper's in Angerrille fand am 7. Dezbr. genau nach den vorher sest⸗ gesetzten Programm statt. Ungefähr 2400 Per- sonen begaben sich in zwei Eisenbahnzügen dorthin. Unter denselben befanden sich fast alle Advocaten von Paris, alle politischen Notabilitäten der Hauptstadt, eine große Anzahl Schriftsteller, so wie eine aus drei englischen Advokaten bestehende Deputation aus London in Amtstracht. Um halb 1 Uhr begannen die Reden zu Ehren des Berstorbenen, deren neun gehalten wurden. Nie⸗ derströmender Regen bteinträchtigte in etwas die Feierlichkeit, die nach dem Willen des Verstorbenen unter freiem Himmel stattfand und bei der Alles, was Paris an politischen und gesellschaftlichen Größen zählt, vertreten war. — Der„Univers“ Louis Veuillots gibt sol⸗ gende Mittheilung über die Strebungen der Car- listen in Spanien:„Man versichert, daß die Carlisten sich vorbereiten, ihren Feldzug zu be⸗ ginnen. Die Nachrichten, die uns aus den baskischen Provinzen, Aragonien und Catalonien zugehen, scheinen eine unmittelbar bevorstehende Schilderhebung anzukündigen. Die militärische Organisation dieser Provinzen ist beendet; Geid⸗ mittel, Waffen und Munition sind im Ueberfluß vorhanden. Ein geheimes Comite wurde in Madrid etablirt, damit es von dort aus die Ein- heit der Handlung wahren könne. Es soll dem⸗ nächst schon das Zeichen zum Aufstande geben.“ — Wie die„Presse“ von einem gutunter— richteten Correspondenten wissen will, hätte der Ex⸗Kurfürst von Hessen Absicht, eine energische Protestation an die Mächte zu richten gegen die Verletzung der zwischen ihm und der preußischen Krone abgeschlossenen Uebereinkunft von Stettin. — Die drei Garantiemächte Griechenlands, Rußland, England und Frankreich, haben dem Athener Hofe dringende Vorstellungen in einem den Forderungen der Türkei günstigen Sinne gemacht. Großbritannien. London. Ein Brief Garibaldi's dementirt die Zeitungsberichte, wonach er nach Amerika zurückzukehren beabsichtige.— Nach den„Daily News“ findet bei Eröffnung des Parlaments nur eine kurze Ansprache der Königin statl. Die eigentliche Thronrede wird erst bei der Februar-⸗Session gehalten. — Die Königin hielt zwei Geheimeraths— Sitzungen ab; in der ersten, welcher die abtreten— den Minister anwohnten, übergaben dieselben ihre Amtssiegel; in der zweiten wurden Childers und Bright als Mitglieder des Geheimen Raths be— eidigt und die Amtssiegel dem neuen Ministerium übergeben. — Der„Temps“ schreibt:„Durch Dekret vom 9. Juli d. J. hat die peruanische Regierung den Verkaufspreis des Guano um 12 Fr. 50 Cts. per Tonne für alle Märkte erhöht. Diese Maß⸗ regel von ausschließlich siskalischem Charakter ist höchst bedauerlich, weil sie den Preis eines an sich schon theuren Düngmittels, dessen Gebrauch jetzt sehr verbreitet ist, noch vertheuert.“ Spanien. Der„Discussion“ zusolge hätten die Republikaner bereits in Spanien 49 Provin⸗ zial⸗, 500 Districts⸗ und über 200 Local-Comites errichtet.— Die„Madrider Zeitung“ bringt das vom Ministerrath gezeichnete Decret, welches dite Wahlen für die Cortes auf den 15., 16., 17. und 18. Januar und den Zusammentritt der Cortes auf den 11. Februar festsetzt. Madrid. Die Nachrichten aus Cadix mel⸗ den, daß durch Vermittlung der Consuln zwischen den beiden kämpfenden Parteien ein Waffenstill⸗ stand von 48 Stunden geschlossen worden sei, um die Todien beerdigen und die Frauen und Kinder flüchten zu können. Der Waffenstillstand geht am 10. d. zu Ende, worauf die Insurgenten lebhaft angegriffen werden sollen. Die Insur⸗ genten haben den Bagno geöffnet und 700 Ga⸗ leerensträflinge befreit, welche von Nungo, einem zu den Republikanern übergetretenen Progressisten, besehligt werden. Drei Fregatten ankern vor Cadix, um, falls die Insurgenten widerstehen, ein Bombardement zu eröffnen. Das Mittelmeer ⸗ geschwader ist nach Cadix beordert. Italien. Am 8. ds. sand auf Sicilien ein hestiger Ausbruch des Aetna statt, welcher bis 5 Uhr Morgens dauerte. Der Berg spie Flammen von ungeheurer Höhe aus. Die aus- strömende Lava ergoß sich nach allen Richtungen und verwüstete das Land in den Umgebungen des Berges. Der Ausbruch des Berges war bis in Malta obgleich dasselbe 120 Meilen entfernt liegt, sichtbar. Türkei.„La Turquie“ schreibt: Nächsten Mittwoch wird an Griechenland folgendes Ulti⸗ matum mit achttägiger Frist abgesandt werden: Zerstreuung der bestehenden Banden und Verhin⸗ derung der Bildung neuer Banden. Schließung der griechischen Häfen sür den Dampfer„Enosis“. Eutschädigung der Familien der in Syra ermor⸗ deten türkischen Offiziere. Gestattung der Ein- schiffung der emigrirten kretischen Familien. Die Ablehnung dieser Forderungen würde die sofortige Ausfuhrung strenger Maßregeln nach sich ziehen. Konstantinopel. Das Ultimatum der Pforte ward am 9. Dez. nach Athen gesandt. Der Steamer, welcher es beförderte, erhielt zu⸗ gleich den Befehl, den türkischen Gesandten in Athen im Ablehnungsfalle zur Rückfahrt auf⸗ zunehmen. Die Pforte stimmte auf Verwendung von fünf Gesandten zu, die Frist für den Empfang der Antwort auf das Ultimatum bis zum 17. d zu verlängern. Griechenland. Die Agentur Havas meldet aus Athen: Als die Gesandten von England, Frankreich und Rußland erfahren, was in Kon⸗ stantinopel vorgehe, thaten sie gemeinschaftliche Schritte beim Minister des Aeußern. Man hofft, daß die vorhandenen Schwierigkeiten sich in be— friedigender Weise zerstreuen werden. Amerika Die Stille Weltmeer⸗Bahn geht mit raschen Schritlen ihrer Vollendung entgegen. Das Riesenunternehmen, ein Schienengeleise von 300 Meilen zu legen und eine Strecke fahrbar zu machen, die nicht viel geringer ist als die]? Entfernung zwischen dem europäischen und dem amerikauischen Festland, ist seit dem Schluß des Bürgerkrieges aus den Uranfängen heraus so weit gefördert worden, daß vor Schluß des kommenden' Jahres von der einen Meeresküste bis zur andern der Verkehr vermittelt werden kann. Von den weiten Länderstrecken, die der Schienenstrang durch— schneidet, ist fast die Hälfte unangebautes wüstes Land. — In seiner Botschaft an den Congreß empfiehlt der Präsident demselben die progressive Reduction des Heeres und der Flotte. Bezüglich der auswärtigen Angelegenheiten verheißt die Botschaft einen befriedigenden Ausgleich der Differenzen mit England und macht die Anzeige, daß ein nordamerikanisches Geschwader von Para— guah Schadenersatz sordern werde. Ferner spricht die Botschaft die Erwartung aus, daß der Reci— procitätsvertrag mit den Sandwich-Inseln schließ⸗ lich deren freiwillige Einverleibung in die Union ur Folge haben werde. Die Beziehungen zu rico, heißt es in der Botschaft weiter, gestalten sich jetzt vertrauensvoller. Asien. Aus Japan wird gemeldet, daß in der offiziellen Zeitung von Kioto das Profelt einer Constitution nach Art der europäischen auf⸗ getaucht ist und bei der Bevölkerung die lebhaf⸗ teste Unterstützung findet. Briefen aus China zufolge hat die dortige Regierung die Reclama⸗ tionen des französischen Consulats bezüglich der vom chinesischen Pöbel mißhandelten Misstonäre gar nicht erst abgewartet, sondern aus eigenem Antrieb die Schuldigen vor ihr Tribunal gestellt und verurtheilt.— Aus Indien lauten die Nach⸗ richten weniger befriedigend. In Oude befürchtet man wieder eine Hungersnoth wie vor zwei Jahren. Die Regierung trifft energische Maß⸗ regeln, um vorzubeugen. f Gießen. Der hiesige Anzeiger meldet von 8. Dec.: Sicherem Vernehmen nach hat sich am Samstag Miitag ein Liebe pärchen von hier, beide gebürtig aus Büdingen, dem die Eltern des Mädchens die Zuftim nung zu der beab⸗ sichtigten Verheirathung versagt hatten, unter auffallenden Umsländen und mit Jurücklassung ihrer Habe, entfernt; es ist zuletzt spät am Abend desselben Tages an dem Lahuufer gehend gesehen wocden, und es steht zu befürchten, daß Beide sich gewaltsam das Leben genommen haben. Vom Taunus. An dem Feldbergshause hat der heftige Nordosisturm, welcher in der Nacht vom 6. auf den 7. d. M. gewüthet, bedeutende Verheerungen angerichtet, indem er die in drei schweren Deckplatten der Zinne besestigte Welterfabne sammt jenen Platten herab und unglücklicher⸗ weise auf das Dach gestürzt hat. Letzteres wurde dadurch selbstverständlich eingeschlagen, und der Vorfall ist um so bedauerlicher, da die rauhe Jahreszeit dermalen nur eine nothdürftige Reparatur zuläßt. 5 Paris. Nach der„Natrie“ wäre eine Steigerung der Milchpreise zu erwarten, da die Großhändler be⸗ schlossen hätten, den Detailisten für 200 Litres nunmehr 38 statt 35 Frs. abzunehmen. Demnach wäre Milch nicht im Ueberfluß vorhanden, die„Milch der frommen Denkungsart“ soll in Paris län zst schon äußerst rar sein. , Die internationale Militär⸗Commission, welche in Petersburg die Abschaffung von Spreuggeschossen im Kriege decretirt hat, führt unter ihren Gränden auch deujenigen auf, daß„der Gebrauch solcher Mintel gegen das Gesetz der Menschenliebe verstößt.“ Menschenliebe! Können die⸗ jenigen sich auf Menschenlieb: berufen, welche um der Interessen einzelner Fürsten oder Ebrgeizigen willen Tausende von Menschenleben opfern? Welch' eine Parodie! Schiffs nachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent. Das Hamburger Postdampsschiff Wesiphalia Capt. Trautmann trat am 9. Dec. wiederum eine Reise vis Southamplon nach NewYork an, und hatte außer einer starken Brief⸗ und Packect⸗Post 1100 Tons Ladung, 41 Passagiere in der Kajüte und 122 im Zwischendeck an Bord. Das Hamburger Posidampffchiff Holsauua Capt. Ehlers, welches am 25. Nov. von Hamburg via Southamion ab⸗ ging, ist nach einer ausgezeichnet schnellen glücklichen Reise von 9 Tagen 9 Stunden wohlbehalten in New-Pork an⸗ gekommen. Vorschuß- und Creditverein zu Friedberg. Geschästsbericht pro November 1868. Einnahme. Ausgabe. fl. 7224. 7 kr. Discontirte Wechsel fl. 5216. 3 kr. eee Conto-Corrent fl. 5252.— „ 1600.—„ Depositen„ 935, 4098. 26„ Darlehen und Spareinlagen„3654. 26„ 688. 55„ Wechsel-Incasso„ 1016. 33„ Mitgliederzahl: 453. Verlossung. Brüssel, 1. Dec.(100 ⸗Fr.⸗Loose von 1856.) Vei der heute stattgefundenen Ziehung fielen auf solgende Nummern die nachstehenden Gewinne: auf Nr. 14679 25,000 Fr.; auf Nr. 9557 10.000 Fr.; auf Nr. 3619 5385 5995 13487 18766 23374 44110 44279 59579 und 67727 je 900 Fr.; auf Ne. 2221 8709 13229 16798 18001 29935 43522 47147 47500 und 52447 je 500 Fr.; auf Nr. 9826 38551 und 49000 je 300 Fr.; auf Nr. 3448 6286 8131 13607 16163 25849 29152 31473 32761 41463 42185 42765 51160 56249 und 62891 j 200 Fr. Die Zahlung erfolgt am 31. März k. J. „Das ist die rechte Volkskost 3034 urkräftig und gesund voll kernigen Humors und ächter deutscher Gemüthlichkeit! Wie viel Nützliches und Lehrreiches, wie viel geistig und sittlich Anregendes und Förderndes steckt in dieser anspruchlosen Volksschrift; der Lahrer Hinkende Bote.“ (Beobachter an der Saale.) Fdsintlsch m 5 Sowohl die daun gte gtem dan! lieen kagt enbahn rieb! —— 3065 Nor 10 Uhr, fel dädtiscen J die für dat 9. zried Uhr, fol neislers; 8 Cubik⸗& qusgeseg! Dam! 2 — 2 1 2 2 = — S uttichttt, ant deseftigte ücuchtr⸗ Steigerung Aneltt be⸗ nunmehr Nich nicht temmen i tet sein. — „ ddt u 1 m lezt vjenigen dal Geseh Lineer die⸗ * um der zen willen t Verotie! —— pet. Agent. 1 Cut. Nat v Holz- Versteigerung. 3000 Montag den 14. d. N., Vormittage 9 Ubr, wird im Ober- RNosbacher Gemeindewald, Distrikt Salzderg, nachstebendes Polz öffentlich meistdtetend versteigert: 3 Stecken 3 esern-„ 2½„ 4½„ Eichen Prügelbolz, 7 Birken⸗„ „ Nadel⸗„ 3½„ Eichen ⸗Stockholz, 5 7 0 Nadel-„ 850 Wellen Buchen⸗Keiserbolz. ö 3182 15 Eichen ⸗Birken⸗Neiserholz, 82⁵ 5 Eichen ⸗Reiserholz, 1143 5 Nadel 2 70 Eichen⸗Werkbolzflämme von 15 dis 25 Juß Länge und 6 bis 14 Zoll Durchmesser. 15 Kiefern⸗Stämme von 20 bis 30 Fuß Länge und 10 bis 20 Zoll Durchmesser, zum Schneiden geeignet. Die Zusammenkunft ist an der stelnernen Brücke nächst dem Schlag. Ober- Rosbach am 8. Dezemder 1868. Oroßberzogliche NN Ober⸗Rosbach err Versteigerung einer Hofraithe und Lohgerberei zu Friedberg. 3066 Montag den 28. December d. J., Vormittags 11 Ur, sollen im hiesigen Rathhause auf freiwilligen Antrag des Bürgers und Lohgerbermeifters Kar! . dahler die demselben zustehenden Immobilien nämlich: Flur. Nr. Kistr. Gemarkung Zriedberg. 2 215 75 Hofralipe in der Usaer⸗Vorstadt, 2 213,5 6,6 Oerbhaus daselbst, 2 214,33 22,5 Grabgarten daselbst oͤffentlich meistbietend versteigert werden. Sowohl die Hofraithe als auch die Gerberei und die dau gehörenden Nebengebäude definden sich in sehr gutem baulichen Zustande und find in einer sedr freund⸗ lichen Fagt in unmittelbarer Nähe der Stadt und der Eisendahn am Usa⸗glusse delegen. Zriedderg am 10. December 1868. Sreßberzogliches Ortsgericht Friedberg Zesuc ar. Bekanntmachung. 3065 Montag den 14. December d. J., Vormittags 10 Hör, sellen im diesigen Rathhause die nach verzeichneten tädtischen Arbeiten, nämlich: 1) die Schlosserardeit an der Wasserleitung, Pumpen und Brunnen, 2) die allgemeinen zufälligen Fuhren, 3) das Sandmessea, J) das Auffetzen und Messen der Steine und 5) das Aus putzen der Oefen auf drei Jahre im Nathhause, in den Schulen und dei dem Stadt thütmer für dat Jahr 1869 öffentlich an den Wenigstfordernden in Accord getzeben werden. Friedberg am 11. December 1868. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg Foucar. Arbeits ⸗Versteigerung. 3061 Donnerftag den 17. December, Nachmittags 2 Ubr, soll auf dem Bureau des Großberzoglichen Bürger⸗ meisters zu Münzenberg das Zerschlagen von circa 8 Cubik⸗Klafter Steinen einer öffentlichen Versteigerung ausgesett werden Bamdach am 10. December 1868. Schneider, Bezirks- Bauaufseher. Bekanntmachung. 3069 Bei der beute flattgesundenen Verloosung der Partial Obligation der israelitischen Gemeinde Nauheim wurde Nr. 16 zur Rückzahlung gezogen, deren Betrag von dem Inhaber derselden gegen deren Rückgabe und nicht fälligen Zinscoupons am 1 März 1869 bei dem Rechnungsführer Louies Rosentbal in Empfang zu nehmen ist, da mit diesem Tag der Zinsenlauf der Obli⸗ gatton aufhört. 8 0 858 ö den 9. December 5 * Der Vorstand Nuß baum. Steinkhohlen, 2917 von der Ruhr frisch angekommen, bei Eduard Ruths. Nauheimer Salz 3054 in allen Sorten en gros bei 1 Gebrüder Grödel Friedberg. Petroleumlampen, 3036 Porzellan und Glaswaaxen in schöner Aus wahl bei Carl Bauer e 9 C. Scriba's Buchhandlung in Friedberg 3064 empfiehlt als Weihnachtsgeschenke: Göthe's Werke zu fl. 11., fl. 12., fl. 13.(Aus⸗ wahl fl. 4. 12.)— Schillers Werke zu fl. 1. 45., fl. 2, fl. 3. 30., fl. 3. 54. und fl. 5. 24. — Hauff's Werke fl. 3. 12. Körner's Werke fl 1. Hebels Werke fl 1. Chamisso's poet. Werke fl. 1. 30. 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Aporbeker Wahl's Wittwe entgegen zu kommen, erkläre ich biermit, daß saͤmmtliche Ausstände der Frau Wahl durch Genetalvollmacht von Herrn Hofgerichts-Advocat Trapp IV. beigebracht werden sollen, und ich in dieser Sache auf keine Weise betheiligt bin, da ich die Ausstände nicht mit übernommen habe. Ich bitte deshalb mich nicht, wie es schon vorgekommen sst, ungerecht beschuldigen zu wollen. Wilh. Sturmfels, Wahl's Nachfolger. Theater in Friedberg im Saale zu den drei Schwertern. Sonntag den 13. Dezember. Zum Zweitenmale: Die Maschinenbauer. Posse mit Gesang und Tanz in 3 Abiheilungen und 6 Bildern von A. Weirauch. Musik von A. Lang. Montag den 14. Dezember. Zum Erstenmale: Der erste Waffengang des kleinen Bichelien. Lufispiel in 2 Akten von Heine. 3037 Dieser Verein erstrebt die freiheitliche Entwicklung in Staat und Gemeinde, sowie den Eintritt der süd⸗ deutschen Staaten und insbesondere des ganzen Groß derzogthums Hessen in den notddeutschen Bund. Mit- glied desselben wird jeder unbescholtene Groß jährige, welcher sich zu einem jährlichen Beitrag von mindestens 30 kr. verpfichtet. Die biesigen Mitglieder des Vereins, sowie dleienigen, welche demselben deitreten wollen, werden auf Samstag den 12. d. M. zu einer Besprechung in das obere Local des Perrn Ph. Windecker dahier eingeladen. Sonntagszeichenschule zu Beienheim. 3042 Sonntags Mittags ertbeile ich Unterricht im Zeichnen und bemerke, daß auch auswärtige Schüler Theil nebmen können gezen ein geringes Honorar. K. Schindel, Lehrer. 3031 Unterzeichnel er empfieblt sein Lager in allen Sorten Lefaucheuxpatronen, englischem Pulver und Munitionsgegenständen. Heinrich Engel, Süchsenmacher. Ein Schmiedegesell 3058 wird gesucht. Von wem? sagt die Exp. d. Bl. Das Neueste in Kaputzen, Seelenwärmern, Kopftüchern, wollenen Halstüchern, 2484 sowie sonstigen Winterarttkeln zu reellen Preisen bei Friedrich, neben der Post. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag den 13. December 1868. Dittes Aden Evangelische Gemeinde. Psarramtswoche: Herr Dialonus Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche 5 Hierauf zum Erstenmale: Singvögelchen. Operette in 1 Akt von Jacobson. Musik von Th. Hauptner.. in Assenheim. W. Kern, Thyeater⸗ Director. Vormittags: Herr Candidat Helm. Nachmittags: Herr Candidat Walz. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Diegel. Nachmittags: Herr Candidat Olff. Sonntag Abend 6 Uhr Missionsstunde in der be⸗ leuchteten Burglirche. Jortgesetzter Weihnachts-Ausverkauf bei Becker& Engel. Poll de echèvre, Fopelines, Vorhänge, jeder Art und Breiten Cachemiriennes, Gros- unter Fabrikpreisen. grains, Lustres, in einfachen Cassinets, schwere Qualität, à und schottischen Mustern, à 8, 10, 16 kr. 8 14, 16 kr. Weisse Shirding, von 8 fr. an. Carrirte Seidenzeuge, per Seidene Echarpes, deren Stab fl. 1. 30. reeller Werth fl. 1. 12., nur 30 kr. Doppel-Chaäles, à fl. 4. Knopibinden, à 12 fr. 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J., Vormittags von 9 Uhr an, werden in der Klostercaserne dahier eine — Versteigerung getragener Montirungsstücke. partbie ausrangirter Montirungsstücke, als: Mäntel, Waffenröcke, Tuchhosen, Mützen ꝛc. ꝛc. öffentlich ver— feigert werden. Friedberg den 3. December 1868. Die Bekleidungs⸗Commission des 1. Jäger-Batalllons. Daudistel, Hauptmann und Compagniechef. Hofraithe⸗ und Güter⸗ Versteigerung. Vormittags 10 Ubr, sollen in biesigem Rathhause die Immobilien des Friedrich Jakob Schäfer dahler, befiebend in einer geräumigen zweistöckigen Hofratthe, Hintergebäuden, Scheuer, Stallung und Hausgarten, in der Ludwigs⸗ straße gelegen, sowie dessen sämmtliche Gärten, Acker— land und Wiesen öffentlich meistbletend versteigert werden. Friedberg den 26. November 1868. In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Friedberg Großberzogliches Ortsgericht Friedberg Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. m 147. 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M., Vormittags 10 Uhr, Prämien⸗Einnahme pro 187„„ 6,322,657. 48 15 Senne soll ein der Gemeinde Ossenheim gebörenden zurn] Baar vorhandene Gesammtreserve Ende 18671„ 1,534,226. 39„ — Schlachten geeigneter Faselochs meistbtetend verkauft übernimmt Versicherungen von Mobiliar, Waaren, Erndte, Früchten, Vieh ꝛc. ꝛc. in zden 120 weinen den 9. Dezember labs. Städten und auf dem Lande zu festen und billigen Praun durch ihren Agenten „ Großherzogliche W Ossenhelm Ad. Damm in Friedberg. a u Bekanntmachung. 3043 Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß ge⸗ bracht, daß perrn J. C. C. Anthes die Ausübun der Funetlonen cines Ober⸗Güterverwalters der unter⸗ zeichneten Behörde kommissarisch übertragen ist. Kassel den 5. Dezember 1868. Königliche Direktion der Main⸗Weser⸗Bahn. Holz-Verkauf. 3030 Dienstag den 22. Dezemder 1868, anfangend Mittags 1 Ubr, werden auf dem Großherzoglichen Dor⸗ beimer Bergwerke 40 Stecken altes Grubenholz, 6 Haufen Zimmerspähne öffentlich versteigert. Dorbeimer Bergwerk den 8. Dezember 1868. Großherzogliches Bergamt Dorhe im Storch. *** Mobilien-Versteigerung. 2045 Die Versteigerung der zur Concursmasse des Hirsch Maper Sohn dahier gehörigen Mobilien wird Montag den 14. d. Mis. fortgesetzt und Dienstag den 15. d. Mts. beendigt. 5 Am ersteren Tage werden noch verschiedene Elsen⸗ und Gußwaaren, namentlich Herd, Vorstell. und Ofen⸗ platten, 3 Oefen, Bratöfen, Kroppen, Tiegel, Herd⸗ futter und Herdringe, Ofenrohre, Roste, Pflugscharen, Pumpenschwengel, Blechplatten, Drabtstiften; den andern Tag: 1 Decimal⸗ und 2 große Balkenwaagen, ver⸗ schiedene kleine Waagen, 1 Schreibpult, mehrere Tische und Stühle, einige Lampen, 2 filberne Vorleg⸗, 4 Suppen⸗ und 6 Theelöffel ꝛc. ꝛc. versteigert. Butzbach den 8. Dezember 1868. Großherzogliches Ortsgericht Butzbach Küsch el. 97* Versteiger Möbel⸗Versteigerung. 3059 Nächsten Dienstag den 15. d. M, Nachmittags 2 Uhr, werden auf Anstehen des Hrn Louis Saucher im neuen Conversationshause dahier nachverzeichnete Mobilten: 1 Sopha, 1 Causeuse mit 6 Stühlen, 1 Commode, 2 Beitstellen mit Matrazen, 1 zweischläfrige franzö⸗ sische Bettstelle, 1 Kinderbett, 2 große Spiegel mit Goidrahmen, ovaler Tisch, 1 Nacht- und 2 Wasch⸗ tische, 3 Vorhänge, 7 Rouleaux, 1 Badewanne, 1 Kiste. 1 Korb, 1 Arbeiistisch und andere Gegen⸗ slände, abzugsbalder an den Meiflbietenden gegen gleich daart Zahlung versteigert Nauheim am 10. Dezember 1868. Der Stadtschreiber Schutt. Holzversteigerung. 3063 Dienfsag den 22 Dezember l. J. Vormittags 10 Uhr, kommen in dem Ober Eschbacher Pardwalde dei Homburg v. d. H. folgende Holzsortimente zur öffent lichen Versleigerung: A. Brennholz. 1½ Stecken Fichten⸗Scheidbolz, 1 Stecken ichten⸗ Prügelbolz. 23⅝ Stecken Fichten⸗Stockbolz, 700 Fichten⸗ Wellen, 5 Stecken Eichen⸗Scheidbolz, 7 Stecken Eichen⸗ Prügelbolz, 5 Stecken Eichen⸗Stockholz und 550 Eichen⸗ Wellen. B. Werkbolz. 25 Fichten ⸗Stämme von 10 dis 18 Zoll mittleren Durchmessers und von 51 bis 71 Zuß Länge, 40 Fichten⸗ Stämme von 6 bis 10 Zoll mittleren Durchmessers und von 40 bis 50 Juß Länge, zusammen 65 Stämme mit 2991 Hessische Cudikfuß. 13 Fichten Stangen von 3 bis 5 Zoll mittleren Durchmessers und 20 dis 25 Fuß Länge mit 55 Cbdks. 8 Eichen Stämme von 7 bis 19 Zoll mittleren Durchmessers und 10 bis 30 Fuß Länge mit 124 Cbff. Das Brennholz komm: zuerft und dann Werkpolz gegen 12 Ühr zur Versteigerung. Die Herren Bürgermeister werden um gefällige Be⸗ kanntmachung eisucht. Ober- Eschbach den 10. Dezember 1868. 5 Großherzogliche Bürgermeisterei Oder Eschbach immelrei ch 1 asserheles Petroleum 2244 in unüdertroffener prima Quolität nebst den v gebörigen Lampen aller Art zum Fabeifpreis, det W.lh. Fertsch. Doctor Cronfeld Specialarzt für Epilepsie 2944 in Berlin, Linienstrasse 149, heilt die Fallsucht nach neuester, bewährter Methode. Auswärts brieflich. 8 2. 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