0 . * att dasesbf dt ——siʒE!ñ 180 9 den Weisel und bas kinder geher i gebracht. „ Ninter Ing. 1% Mr, feli d Seng n Jerschlagti dent auf die d Cub 7(ub in der Sti „ irsanan Fauarssehn kite. t dun t 1 Nan ther 1 1 11. E 21 haber 1 teens 1868. Dienstag den 12. Mai. M 56. für das ganze Großherzogthum fungiren S. Gr. beamle Regierungsrath v. Preuschen, dem übrigen H. Prinz Ludwig von Hessen und Provinzial- Theil des Großbherzogthums Regierungsrath — Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Zutelligenzblalt. Etrscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samfag. 1 Amtlicher Theil. Betreffend Das Kreisersatz⸗Geschäft für den Kreis Friedberg bier die Musterung und Loos ziehung. Friedberg am 10. Mai 1868. An die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Polizeicommissär zu Wickstadt. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die diesjährige Kreisersatz-Aushebung im Kreise Friedberg vom 20. bis 26. Mai d. J. nach Maßgabe der Militär⸗ErsatzInstruktion(Regierungsblatt Nr. 21. von diesem Jahce) auf dem Rathhause in Friedberg stattfindet. Das Geschäft beginnt an den nachbenannten Tagen jedesmal Morgens um 8 Uhr in folgender Ordnung: 8 Mittwoch den 20. Mai Aushebung der Militärpflichtigen aus den Ortschaften: Assenheim, Baueruheim, Beienheim, Bodenrod, Bönstadt, Bruchenbrücken, Butzbach, Dorheim, Dornassenheim, Fauerbach v. d. H. und Fauerbach b. F. Freitag den 22. Mai desgleichen aus den Orten: Kreisstadt Friedberg, Gambach, Griedel, Hausen mit Oes, Hoch⸗Weisel, Jlbenstadt, Kirch-Gons, Langenhain mit Ziegenberg, Maibach, Melbach, Münster, Münzenberg. Samstag den 23. Mai desgleichen aus den Orten: Nauheim, Nieder-Florstadt, Nieder-Mörlen, Nieder-Rosbach, Nieder-Weisel, Nieder-Wollstadt, Ober-Florstadt, Ober⸗Mörlen, Ober-⸗Rosbach und Ober⸗Wöllstadt. Montag den 23. Mai desgleichen aus den Orten: Ockstadt, Oppershofen, Ossenheim, Ostheim, Pohlgöns, Reichelsheim, Rockenberg, Rödgen, Schwalheim, Södel, Staden, Steinfurt, Trais⸗Münzenberg, Weckesheim, Wickstadt, Wisselsheim, Wölfersheim und Wohnbach. Dienstag den 26. Mai Loosung der Militärpflichtigen. Militärpflichtige, welche der Aufforderung, sich zur Musterung oder Aushebung vor der Kreis- oder Departements⸗Ersatzcommission zu stellen keine Folge leisten, oder beim Aufruf ihrer Namen im Musterungs oder Aushebungslocale nicht anwesend sind, werden mit einer Geldstrafe bis zu 10 Thaler oder entsprechender Gefängnißstrafe belegt werden. Die ohne genügenden Entschuldigungsgrund Aus⸗ bleibenden verlieren außerdem die Berechtigung, an der Loosung Theil zu nehmen und den aus etwaigen Reclamationsgründen erwachsenden Anspruch auf Zurückstellung oder Befreiung vom Militärdienst, wogegen diejenigen, welche beim Aufrufe ihres Namens ohne genügenden Entschuldigungsgrund im Aushebungslokale nicht anwesend sind, der Berechtigung zur Theilnahme an der Loosung verlustig gehen. Reclamationen sind bei den zuständigen Gr. Bürgermeistereien so zeitig anzubringen, daß sie gehörig geprüft und bei der Kreisersatz⸗ commission noch zur Vorlage und Entscheidung gebracht werden können. 8. 78 der Militär-⸗Ersatzinstruktion. Auf die früher vorgebrachten Depotansprüche kann keine Rücksicht genommen werden, da nach§. 43 und 44 der allegirten Militärersatz⸗Instruktion andere Grundsätze zur Anwendung kommen, als wie bei der seitherigen Gesetzgebung. Wenn es sich bei Begründung von Reclamationen darum handelt, die Arbeitsunfähigkeit von Eltern und Geschwistern festzustellen, müssen dieselben mit zur Stelle gebracht werden. Die Militärpflichtigen muͤssen vor der Kreisersatzcommission in reinlicher Kleidung erscheinen und dürfen keine Stöcke mitbringen. Sollte ein vorgeladener Militärpflichtiger durch nicht zu beseitigende Umstände verhindert sein, sich zur bestimmten Stunde zu stellen, so müssen seine Eltern, Vormünder oder Verwandte statt seiner erscheinen. 5 Die Großherzoglichen Bürgermeistereien, denen die Stammrollen unter Couvert zugehen, werden beauftragt, die specielle Vorladung der Militärpflichtigen ihrer resp. Gemeinden zu den vorgeschriebenen Musterungsterminen zu veranlassen und für deren rechtzeitige Gestellung vor der Kreis Ersatzcommission zu sorgen. Die Gr. Bürgermeister selbst haben ebenfalls in den betreffenden Musterungsterminen präcis zu erscheinen. Der Eswilvorsitzende der Großherzoglichen Kreisersatz⸗Commission des Kreises Friedberg n Betreffend: Vertulgung der Malkäfer unt ihrer Larven. Friedberg den 10. Mai 1868. ffelbe an gie fr tb een Zu unserm Bedauern haben viele von Ihuen zur Erledigung der Bestimmung in unserem Ausschreiden vom 4. d. M.(in Nr. 53 des Anzeigers) noch Nichts gethan. Da es die höͤchste Zeit zur Vertilgung der Maikäfer und damit zur Verhütung großen Schadens ist, so fordern wir Sie wiederholt und Alles Ernstes hierzu auf. Bis Ende Juni l. J. haben Sie Rechenschaft abzulegen. Trapp. „„% 5 Militärpflichtigen un lassung zu einer nochmaligen Prüsung behufs der Erlangung N * 6 e frelasfigen dürdient. e 7 Darmstadt am 4. Mai 1868. Nachdem wir aus besonderen Rücksichten gestattet haben, daß die in dem Jahre 1848 geborenen, schon einmal geprüften, aber nicht be standen habenden Militärpflichtigen nochmals zu einer Prüfung zur Erlangung der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst zugelassen werden sollen, so bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß die erwähnte nochmalige Prüfung im September l. J. vorgenommen werden wird. Zugleich bemerken wir hierbei, daß diejenigen Militärpflichtigen aus dem Jahre 1848, welche sich einer nochmaligen Prüfung unterwerfen wollen, an der Musterung und Loosziehung dieses Jahres nicht Theil nehmen können und daß sie, wenn ihnen, nach dem Ergebniß der Prüfung, demnächst die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst nicht ertheilt werden sollte, als vorzugsweise Einzustellende behandelt werden würden. Die betreffenden Militärpflichtigen haben sowohl der einschlägigen Kreis-Ersatz-Commission, als der Prüfungs- Commission von ihrem Vorhaben recht- zeitig die erforderliche Anzeige zu machen. Großherzogliche Militär-Ersatz-Behörde dritter Instanz. Ludwig, Prinz von Hessen. v. Willich, Provinzial Direktor. Strecker vor; als militärischer Bevollmächtigte ist jedem Bezirk einer der Brigadencommandeurs zu- getheilt. Die erste Instanz wird durch die Kreis- ämter und jedesmal speziell ernannte Offiziere gebildet. — Der frühere verantwortliche Redakteur der Hessen. Darmstadt. Nach einer Mit- Direktor v. Willich. Die zweite Instanz ist theilung der„Hess. Volksbl.“ ist das Rekrutirungs- nach den 2 Brigaden in zwei Bezirke getheilt. geschäft in die Hände der Militärersatzbehörde Die Provinz Oberhessen nebst den Kreisen Offen⸗ übergegangen. Als dritte und höchste Instanzs bach, Dieburg und Darmstadt steht als Civil⸗ ——— N 25* ....— „Mainzeitung“ G. Schemm ist am 8. Mai von der Appellinstanz des hiesigen Hofgerichts wegen Beleidigung des Landgerichts in Offenbach unter Bestätigung des ersten Erkenntnisses zu 6 Wochen Gefängniß und 75 fl. Geldbuße ver- urtheilt worden, — Major Scholl ist zum Vorsteher des Artilleriedepots(früher Zeughaus direktion) ernannt worden. — Dieser Tage ist der Gr. Ministerialrath im Ministerium der Justiz, Geh. Rath Dr. Creve mit Rücksicht auf seinen leidenden Zustand auf sein Nachsuchen temporär, bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienstie in den Ruhestand versetzt worden.. „Friedberg. Die diesjährige Prüfung der Actuariats-Aspiranten in der Provinz Ober⸗ hessen wird, laut einer Bekanntmachung der Prü⸗ fungs ⸗Commission, Montag den Jun d Vormittags 8 Uhr, beginnen. Anmeldungen haben binnen 14 Tagen bei dem Vorsitzenden der Prüfungs⸗Commission für die Provinz Oberhessen, Hofgerichtsrath Kempf zu Gießen, zu geschehen. Mainz. Ein Schubhfabrikant und ein Wein⸗ kändler standen am 8. d. vor den Schranken des Bezirksgerichts, um sich gegen die Anklage von Wahlbestechung zu verantworten. Das Urtheil wurde auf den 22. Mai vertagt, nachdem die Staatsbehörde auf eine Gefängnißstrafe von sechs Wochen angetragen. Preußen. Berlin, 8. Mai. Zollfpar⸗ lament. Der Antrag des Abgeordneten Stumm wird angenommen. Derselbe geht auf Beseitigung der Ausführvergütung, welche Frankreich den Be⸗ stimmungen des Artikels 6 des deutsch⸗französischen Handelsvertrags zuwider, seiner Eisen⸗Industrie durch mißbräuchliche Handhabung des Importzoll⸗ betrages gewährt. Dellbrück bemerkt im Verlaufe der Debatte, daß die Angelegenheit bereits in Paris zur Sprache gebracht sei. Das Ergebniß der Verhandlungen ließe sich aber noch nicht be ⸗ stimmen.— Die Zusammenstellung des Entwurfes über Abänderung der Zollordnung wird mit den bei der Vorberathung gefaßten Beschlüssen unter unwesentlichen redaktionellen Abänderungen an- genommen. — 9. Mai. Auf der Tagesordnung des Zollparlaments stand heute der deutsch⸗österreichische Handelsvertrag; dafür waren sechs, dagegen neun Redner eingeschrieben. Nachdem Braun den Vertrag vertheidigt hat, spricht Mohl gegen den ⸗ selben, indem er ausführt, daß durch diesen Ver⸗ trag die Eisen⸗ und Leinen⸗Industrie auf's Höchste gefährdet werde. Jeder Süddeutsche müsse die engste Verbindung mit Oesterreich wünschen; doch seildem Oesterreich aus Deutschland ausgeschieden, sei uns enge Freundschaft mit demselben auf handelspolitischem Gebiete unmöglich gemacht. Im weiteren Verlauf der Debatte sprach Reibel aus Heilbronn für die Schutzzölle, Professor Schäffle(Tübingen) und der bayerische Handels- minister v. Schlör gegen dieselben. Nach langer Debatte werden Art. 1—3 des Handelsvertrags, sowie die Anlage in Betreff der Ausfuhrzollsätze genehmigt. — Nach einer Mittheilung der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung“ ist der in Kowno verhaftete Arzt Dr. Borna auf Verwendung der preußischen Behörden wieder in Freiheit gesetzt worden und bereits nach Johannisburg(in Ostpreußen) zurück⸗ gekehrt. Das genannte Blatt sieht in diesem Erfolge eine um so erfreulichere Erscheinung, als Dr. Borna auf einen fremden Namen gereist sei. — Die nationale Partei hat beschlossen, die Ausdehnung der Freizügigkeit auch auf Süd⸗ deutschland zu beantragen, da§. 18 des öster- reichisch deutschen Handelsvertrags den Oester⸗ reichern größere Rechte in Norddeutschland gewährt, als den Süddeutschen. — Aus Berlin wird geschrieben: Heute (Donnerstag) früh gegen 9 Uhr ereignete sich hier wiederum ein entsetzliches Unglück. Um die angegebene Zeit wurden die Bewohner in der Gegend der Kurstraße durch ein donnerartiges Getöse erschreckt und bald überzeugten sie sich durch herumfliegende Fenster⸗ und Thürtheile und durch einen Flammenstrom, welcher sich aus dem Hause Kurstraße 18/19 ergoß, woselbst sich eine Petroleumniederlage des Kaufmanns Erbes befindet, daß eine Petroleum⸗Exploston er⸗ folgt war. Die Kurstraße ist gerade um diese Zeit sehr stark frequentirt, so daß außer den Be- wohnern des gedachten Hauses auch Vorüber— gehende verwundet wurden. Drei Personen, die Schwester des Fabrikanten Erbes, der Lehrling (bei Goldschmidt und Badt) A. Pinkus und ein Malerlehrling sind leider bei diesem Unglück ums Leben gekommen; der letztere wurde durch die Gewalt der Explosion 25 Fuß weit aus dem Zimmer, in dem er arbeitete, auf den Hof ge⸗— schleudert, wo er auf dem Pflaster den Kopf zer— schmetterte. Die beiden erstern wurden todt und fast ganz verbrannt aus dem Schutt gezogen. Außerdem sind ungefähr 15—20 Personen, dar⸗ unter einige sehr schwer verwundet. Die Explosion soll dadurch verursacht worden sein, daß Arbeiter der Gasanstalt die Gasleitung untersuchten, bei welcher Gelegenheit das Gas sich entzündete und dem unfern in bedeutender Menge lagernden Petroleum sich mittheilte. Die beschädigten Per- sonen sind nach verschiedenen Krankenhäusern gebracht worden. Dem Löschen des Feuers stellte sich insofern eine große Schwierigkeit entgegen, als man den Gas⸗-Haupthahn nicht finden und verschließen konnte, so daß das Feuer durch das ausströmende Gas bedeutende Nahrung erhielt. Wie gewöhnlich bei solchen Gelegenheiten hatten sich auch gleich Diebe eingefunden, um Beute zu machen; zwei von ihnen wurden abgefaßt und den Schutzleuten übergeben. — Die„Corresp. Stern“ meldet:„Die preußische Gesandtschaft in Paris ist beauftragt, die Rückreisegelder für die hannoverschen Legionäre nur vorschußweise zu zahlen. Die Regierung beabsichtigt, sämmtliche Kosten zur Zurückschaffung der Mannschaften aus den mit Beschlag belegten Privatmitteln des Königs Georg zu decken.“ — Der vom Reichstag für Handel und Verkehr gewählte Ausschuß hat der Vorlage betresss der Einführung einer einheitlichen Maß und Gewichtsordnung vollkommen zugestimmt und berichtet, daß die Gesichtspunkte der Vorlage mit dem Gutachten vom 30. April 1861 zusammen⸗ fallen, das von einer Commission von Fachmännern aller deutschen Staaten ergangen war. Der Ausschuß schlägt vor, das erwähnte Gutachten als Beilage dem Gesetzentwurfe für den Reichstag beizufügen. Breslau. Am 8. d. Morgens um 9 Uhr stürzte plötzlich der im Bau begriffene Thurm der beinahe vollendeten neuen Michaeliskirche zusammen, so daß nur noch die Hälfte desselben übrig blieb. Es ist noch nicht festgestellt, wie viel Menschen⸗ leben dabei zu beklagen sind. Frankreich. Paris. Der„Constitutionnel“ sagt, man suche im Publikum beunruhigende Ge⸗ rüchte zu verbreiten, in Bezug auf Pourparlers, deren Gegenstand die Fe ang Mainz sei. Diese Gerüchte entbehrten jeder Begründung und ihr Auftauchen könne nur iteressen der Spekulation zugeschrieben werden. Großbritannien. Bei einer am 3. d. veranstalteten Gedächtnißfeier hat der Fürst Czartoryski über die Stellung der Polen in Oesterreich Aeußerungen gethan, welche diesseite und jenseits der Leitha gleiches Aufsehen erregt haben. Wiederholt wurde auf die Thatsache aufmerksam gemacht, daß die polnische Aristokratie die Wiederherstellung ihres nationalen Königreichs durch eine Allianz Oesterreichs und Frankreichs erwartet. Deßhalb sagt Fürst Czartoryski:„Polen ist jetzt für seine Freunde nicht mehr unzugänglich,“ d. h. eine französische Armee kann, mit einer österreichischen vereint, auch das russische Polen befreien; er empfiehlt ferner den Polen die Allianz mit Ungarn. Ob aber die Magyaren die„For⸗ derung“, welche Czartoryski an sie stellt, nämlich die Gewährung einer wirklichen Autonomie der Slaven in Ungarn, bewilligen werden, ist mindestens zweifelhaft. Nauheim. Nach dem„Frkf. Journ.“ hat sich das großh. Badecommissariat an bie Regierung in Darmstabt mit dem Ersuchen gewendet, daß die Direktion der Main⸗ Weserbahn veranlaßt werde, an allen Sonn⸗ und Feiertagen Nachmittags 2 Uhr von Frankfurt einen Extrazug nach Nauheim einzulegen. Wie wir aus guter Quelle ver⸗ nehmen, hat die großh. Regierung die Unterstützung dieses Gesuchs zugesagt und zugleich die Hoffnung ausgesprochen, daß die Direktion der Main-Weserbahn dasselbe nicht ab⸗ schlagen werde. „Nauheim. Seit einiger Zest ist in Homburg der berühmte französische Tenorist Naud in engagirt. Derselbe ist hier begütert(Schweizerhaus) und wird sich im Laufe des Sommers zum Besten des hiesigen Kurvereins auch hier hören lassen. Indem wir schon jetzt hierauf aufmerksam machen, bemerken wir, welche Erfolge Naudin in London erzielt hat. Es ist fast der einzige lebende Tenor, der sich im vollen Besitze seiner Stimmmittel befindet. Er verbindet eine klare Aussprache mit einer sympathischen Stimme, richtigem Einsatz, wunderbar schönem Anschwellen und Abnehmen des Tenors und einer außerordentlichen technischen Fertigkeit; mit wenig Worten: Naudin ist Sänger und versteht zu singen. Dies zur vorläufigen Notiz für Freunde des Gesanges und der Kunst. Mainz. Die von der Gr. Oberstudiendirektion ver⸗ fügte Visitation der Mainzer Schulen wurde von den Herren Gymnasialdtrektor Wiegand zu Worms und Real⸗ schuldirektor Schäfer aus Alsfeld zur Zufriedenheit der Visitatoren, wie der Lehrer beendet. Bemerkenswerth dabei ist, daß der zweite der Visitatoren, ein anerkannt vor⸗ trefflicher Schulmann, vor zwanzig und einigen Jahren als Unterlehrer in einem ärmlichen Odenwaldborfe sein Amt antrat und durch Fleiß neben dem sehr sorgfältig geführten Amt seine Bildung so erweiterte, daß er jetzt mit Erfolg solche Sendungen ausführen kann. Er hatte keine Universität besucht. Der Herriedner Wetterbeobachter schreibt un⸗ term 4. d. M.: Nach hefligen Kämpfen der beiden Haupt⸗ luftströmungen, welche besonders im südöstlichen Europa Gewitter und Regengüsse hervorriefen, hat sich die Lage der beiden Passate über Europa in der Weise geändert, daß der Passat mit heiterem Wetter das mittlere und südliche Europa durchzieht, während der Antipassat mit seinem bedeckten Himmel in die nördlichen Regionen zu⸗ rückgeschlagen wurde. Obwohl das allmälige Sinken eine Annäherung des Aeqnatorialstromes andeutet, so dürfte doch die Unterbrechung der heiteren Tage mehr gewitter⸗ 155 05 Natur sein und schönes Wetter vocherrschend leibend. % Der Bergsturz in Bilten. Einem Schweizer Blakte entnehmen wir folgende Schilderung über diese merkwürdige Naturerscheinung: Der herrliche Maitag ver⸗ lockte mich zu einem Ausfluge in diesen Ort des Schreckens. Ja, wahrlich des Schreckens. Schon beim Herannahen gegen die Station Schännis bemerkten wir vom Eisen⸗ bahnzuge aus hoch oben an dem sehr steil über dem Dorf Bilten 5063 Fuß sich erhebenden Berge„Hirzli“ bie Spuren eines Erdschlipfs, der dem Dorfe so gefährlich und verderblich geworden. Offenbar in Folge der Schnee⸗ schmelze löze sich ein scheinbar nicht bedeufender, aber doch so großer Theil der steilen Bergwand ab, daß nicht nur die schönen Waldungen und Baumgäcten oberhalb des Dorfes viele Klafter boch mit Steinen und Schlamm über⸗ deckt, sondern auch das Dorf, die untern Theile der Häuser und Scheunen mit Schutt angefüllt, die Landstraße nach Glarus auf weite Strecke unfahrbar gemacht und die Wiesen bis weit unter das Dorf verheert wurden. Das trockene, ja heiße Wetter hat den Schlamm theilweise schon so gefestigt, daß ich mich, wie viele Personen, hinauswagen konnte. Welch' grausenhafter Anblick oberhalb des Dorfes. Wo die prächtigsten Obstgärten waren, sieht man nur noch Schlamm, Steine, entwurzelte Buchen, Tannen, Lerchen und noch feststehende, bis an die Aeste begrabene und doch noch blühende Obstbäume. Mehrere Häuser müssen abgetragen werden, einzelne Scheunen sind zerrissen, eine neue, erst vor weniten Wochen dem Betriebe über⸗ gebene Seidenzwirnerei ist total ruinirt, die Dampfmaschine zu ebener Erde ist im Schlamm vergraben. Das Wirths⸗ haus an der Landstraße kann man nur von der Heubühne der anstoßenden, unten total mit Erde angefüllten Scheune erreichen. Die meisten Häuser sind leer, alle Mobilien geflüchtet, auch die daseldst befindliche Erziehungsanstalt armer Knaben ist geräumt worden. Verschont blieben die Kirche, das Pfarr- und Schulhaus, welche zu unterst im Westen des Dorfes liegen. Das Unglück kündigte sich am 29. April durch gewaltiges Krachen gleich einem Geschützfeuer an, herrührend ohne Zweifel von dem Bersten und Zerdrücken von Felsen und Steinen, vom Zerreißen und Zermalmen von Baumstämmen und Wurzeln. Am Donnerstag wälzte sich der Schlammstrom mit ungeheuren Sieinen langsam dem Dorfe zu, nachdem er theilweise über eine hohe Felswand in einen Wald hinabgestürzt war. Ich sah Steine, die den Kubikinhalt eines großen Wohnzimmers in sich fassen, mitten im Dorf liegen, und diese Steine, namentlich ein entsetzlich großer, sollen sich mit einer Leichtigkeit mit der Sturzmasse fortbewegt haben, wie wenn sie auf einer Eisplatte rutschten. Oben erwähnte Felswand kann nun, wenn sie solid ruht, zur Rettung des Dorfes für künftige Fälle gleicher Art benutzt werden, da sie wohl stark genug ist, um den Geschieben die Richtung nach oberhalb des Dorfes zu geben. Von Verlassen des Dorfes spricht nur jener Fabrikbesitzer, dem hier 50 bis 60,000 Fr. begraben wurden. Die übrigen Dorfbewohner wollen mit Gottes und guter Menschen Hülfe sich an dle Säuberung des Dorfes und der Wiesen wagen, eine 9 gegangen au Schrslkundigen ausgelesen une wurde. 1 Etockhol! Thlr. Le — 92 1035 Fudw Verwaltung d dlese ist außt weßhalb ihr Wolj II. o worden find. Indem w bemerkt men chrer Curato unverdindlie dunge 6 1075 Nach in Friedberg derfforben f aus irgend haben, bier 1 Tagen sog falls sie be. lasses außer Friedbe n Bersten n erttisen in. 1. ae a ei ac a haben hier gleich der Mildibätigkeit gegen unverschuldetes Unglück ein reiches Feld der Thätigkeit. — Arbeit für viele Jahre, wenn sie überhaupt ganz ausführ⸗ dar ist. Die eldgenzssischen und kantonalen Vehörden „ In New⸗Pork slarb der Amerikaner Howe, der Erfinder der Nähmaschine. Noch vor zwanzig Jahren arbeitete er als Gesell, um seinen Unterhalt zu verdienen und den Prozeß gegen die Eingriffe in sein Patent zu führen. Er hinterläßt nun ein Vermögen von 700,000 Doll. „„Aus Anlaß der ersten Communion des kaiserlichen Prinzen in Paris bringt ein Correspondent der„Köln. Zig.“ eine im bekannten Hosstyl gehaltene Schilderung der Erziehung des Prinzen, der wir Folgendes entnehmen: Vor moralischem Verderben sucht ihn der General(Frossard) nach Kräften zu bewahren, zu welchem Ende er ein auf— merksames Auge auf die gesammte Hofdienerschaft und sonstige Umgebung hält. Namentlich vor der Gefahr des Umganges mit Frauen, die stets so einflußreich in Frank reich gewesen, sucht man ihn zu hüten. Erhält er doch jetzt schon Zuschriften in Menge von weiblicher Hand, die in ihm sonderbare Gedanken erregen müßten, ließe man sie bis an ihn herankommen; so z. B., wenn Schreiben von Frauenhand bitten, doch seine„schöne, weiße Hand“ mit Küssen bedecken zu dürfen, u. dgl. m. Der General, welcher alle Briefe selbst öffnet, vernichtet natürlich derartige Ergebenheits-⸗Bezeugungen sofort; aber die Frage liegt nahe, wenn dies schon einem kaum 12jährigen Knaben gegen— über geschieht, wie wird das erst in einigen Jahren sein? „ A. Henze's Preisausschreiben zur Begründung einer deutschen National⸗Handschrift hat einen erfreulichen Erfolg gehabt. Es sind 754 Concurrenzalphabete ein⸗ gegangen, aus welchen durch einen engeren Verein von Schrifikundigen eine Anzahl mustergültiger Handschriften — und an 50 sachverständige Preisrichter verschickt wurde. Verloosungen. Stockholm, 2. Mai. Bei der heutigen Ziehung der 10⸗Thlr.⸗Loose von 1860 sind folgende größere Ge— winne gezogen worden: Nr. 74861 1000 Thlr., Nr. 168632 500 Thlr., Nr. 70176 123452 191094 und 202499 je 150 Thlr., Nr. 116728 157116 161545 207830 und 226662 je 60 Thlr. Die Auszahlung ge— schieht am 1. August. Schiffsnachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. Das Hamburg-New-Yorker Post-Dampfsschiff„Alle⸗ mannia“, Capitän Bardua, welches am 22. April von Hamburg und am 24. April von Southampton abge⸗ gungen, ist am 6. d. Mts., 11 Uhr Abends, wohlbehalten in New⸗York angekommen. Das Hamburger Post-Dampfschiff„Saxonia“, Capitän Kier, von der Linie der Hamburg-Amerikanischen Packet— fahrt-Actien⸗Gesellschaft, ging, expedirt von Herrn August Bolten, William Miller's Nachf., am 6. Mai von Hamburg»in Southampton nach New⸗ York ab. Außer einer starken Brief- und Packetpost hatte dasselbe 70 Passagiere in der Cajüte und war auch das Zwischendeck mit Passagieren voll besetzt, sowie 450 Tons Ladung. Auch ein Jortschritt der Menztit. (Eingesaudt.) Wenn man die ungeheuren Fortschritte überblickt, welche in den letzten 50 Jahren auf allen Gebieten des menschlichen Wissens und Wirkens gemacht worden sind, so darf es uns nicht befremden, wenn auch das Annoncen-⸗ wesen seit den letzten 10—15 Jahren einen so bedeuten⸗ den Aufschwung genommen hat. Dieser Ausschwung hat seine vollständige Begründung. Der amerikanische Millionär liberales Annonciren für das große Mittel zu geschäftlichem Erfolge und zur Erlangung von Wohlstand. Es ist deß⸗ halb stets meine Geschäftsregel gewesen, selbst in sogenannten schlechten Zeiten stark zu annonciren, da lange Erfahrung mich gelehrt hat, daß das dafür ausgelegte Geld immer Stephan Girard pflegte zu sagen:„Ich halte langes und ständig vor ben Augen des Publikums hielt, habe ich viele Verkäufe effektuirt, die mir sonst verloren gegangen wären.“ Wer heutzutage nicht annoncirt, bleibt ver⸗ gessen und unbeachtet. Ueberall, selbst aus den fernste: Gegenden, tritt den solidesten Geschäften und Etablissements Concurrenz entgegen, die nur durch vor⸗ züglichere Leistungen, sowie durch die Bekanntmachung diefer Leistungen und der vortheilhasteren Preise über⸗ wunden werden kann. Und wie sehr wird dem Publikum das Annonciren jetzt nicht erleichtert! Wer heutzutage in der Nähe und Ferne annonciren will, und wenn es auch in 1000 Zeitungen sein müßte, kann sich der Mühe über⸗ heben an jede besonders zu schreiben, braucht nicht tausend⸗ saches Porto für die Bestellung auszulegen, und kann auf eine ganz einfache Weise und in einer einzigen Summe seine Inseratengebühr entrichten, indem er sich an ein solides Annoncen-Bureau wendet, das ihm wegen des bedeutenden Auftrages vielleicht gar noch Extra-Vortheile gewährt. Wir können nicht umhin, bei dieser Gelegenheit die Herren Gastwirthe, Badbesitzer und Institutsvorsteher auf den kürzlich in 9. Auflage herausgegebenen vollstäu⸗ digen„Zeitungs⸗Catalog“ der Herren Haasenstein und Vogler zu Frankfurt a. M., Basel, Ham burg, Wien, Berlin und Leipzig aufmerksam zu machen. Wir haben denselben einer genauen Prüfung unterworfen und gefunden, daß er an Vollständigkeit und Genauigkeit alles bisher in diesem Fache Erschienene über⸗ trifft. Für Deutschland, Oesterreich und die Schweiz sind jeder Provinz besondere Karten beigebruckt, welche dazu dienen, die geographische Lage der im Verzeichnisse als Domizile von Zeitungen angeführten Orte zu veranschau⸗ lichen; bei jeder Zeitung befindet sich der Insertionspreis per Zeile, die Angabe des Erscheinens, sowie die Auflage, insofern dieselbe annähernd ermittelt werden konnte. Zum Ueberflusse bemerken wir noch, daß wir mit der obigen, übrigens bekannten Firma seit Jahren in Verbindung stehen und dieselbe den Herren Inserenten zur Vermittlung ihrer Annoncen, als eine in jeder Beziehung ehrenbafte reiche Zinsen trägt. Dadurch, daß ich mein Geschäft be⸗ und solide empfehlen können. Bekanntmachung. 1035 Ludwig Kraft II. von Wohnbach hat sich der Verwaltung des Vermögens seiner Ebefrau begeben und diese ist außer Stand, demselben selbstständig vorzustehen, weßhald ihr Ludwig Wolf VI. und Wilhelm Wolf II. von Wobnbach als Curatoren beigegeben worden find. Indem man dies zur öffentlichen Kenntniß bringt, bemerkt man, daß alle mit derselben ohne Zuffimmung ihrer Curatoren abgeschlossen werdenden Rechtsgeschäfte unverbindlich find. Hungen den 18. April 1868 Großherzogliches Landgericht Hungen DN Ire, ei; Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Edictalla dung. 1075 Nachdem die Emmrich Felix Fritz Eheleute in Friedberg mit Hinterlassung minderjähriger Kinder verstorben find, werden Alle, welche an den Nachlaß aus irgend einem Grunde Forderungen zu bilden haben, biermit aufgefordert, dieselben binnen Frist von 14 Tagen sogewiß specistcirt dahter anzumelden, widrigen ⸗ falls sie bel der Regulirung und Feststellung des Nach lasses außer Berücksichtigung bleiben. Friedberg am 24. April 1868. Groß berzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. 8 Holz⸗Versteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 1145 Künftigen Montag den 18. d. M., Morgens 8 Uhr, soll im Diferikt„Mönchwald“, auf dem Bleinal⸗ weg von Albach nach Hatteurod, bei der Blindlochs wiese zusammenkommend, versteigert werden: 4 Stecken Tannen⸗Prügeldolz, 7 2— Stockholz, 12800 Wellen Buchen⸗Retsholz, 18075„ Tannen Stammholz, Bohnenstangen geeignet, 222 Tannen⸗Baustämme mit 1035 Cubikfuß und 5150„ Bohnenstangen. Alsdann wird nächsten Dienstag den 19. d. M., Morgens 9 Uhr, im Distrikt„Langberg⸗, am Nonnen⸗ röther Feld anfangend, verstelgert 141 Fichten⸗Baustämme mit 4837 Cubikfuß, 66 25 1 590 Cubikfuß. Lich am 12. Mal 1868. 1 Fürstliche Oberförsterel Lich Elchenbrodt. Zur hohen Beachtung für Bruchleidende. 45 Der berühmte Bruch⸗Balsam, dessen hoher Werth selbst in Paris anerkannt, und welcher von vielen medi⸗ elulschen d meistens zu Autorstäten erprobt wurde, welcher auch in vlelen tausend Fällen glückliche Curen hervorbrachte, kann jederzeit direct brieflich vom Unterzeichneten die Schachtel à 3 Fl. 30 kr. S. W. bezogen werden. Für elnen nicht so allen Schaden ist eine Schachtel hinrelchend. J. J. Kr. Eisenhut in Gais, bei St. Gallen Großherzogliche Rea 1092 Mittwoch den 13. und Donnerstag den 14 einladen. tag den 5. Juni seinen Anfang. schule zu Friedberg. . Mai werden die Prüfungen im Realschulgebäude(von Morgens 8 bis Mittags 5 Uhr), Freitag den 15. Mai der Actus im Saale des Hötel Trapp(3 Uhr Nach. mittags) stattfinden, zu welchen Schulfeierlichkeiten wir die Eltern und Freunde der Schule hiermit ergebenst Anmeldungen neu aufzunehmender Schüler, welche wenigstens in den nächsten Monaten das 10. Lebens⸗ jahr erreichen müssen, können Mittwoch den 3. Jun:, Vormittags von 9 bis 12 Uhr, in dem Realschulgebäude unter Belbringung von Zeugnsssen der bisherigen Lehrer bei der unterzeichneten Bebörde gemacht werden, worauf Donnerstag den 4. Juni die Aufnahmsprüfung statthaben wird. Das neue Schuljahr nimmt Fre i⸗ Großberzogliche Direktion der Realschule Dr. ier 8* Holz- Versteigerung. 1139 Dtenstag den 19. Mai, Vormittags 10 Uhr, werden auf dem Dorheimer Bergwerk 50 Stecken altes Grubenholz und 7 Haufen Zimmerspähne öffentlich meistbietend versteigert. Dorbeimer Bergwerk den 8. Mai 1868. Großherzogliches Bergamt Dorheim Storch. Jagd⸗V Jagd- Verpachtung. 1149 Montag den 18. d. Mis., Vormittags 10 Uhr, soll auf dem Ratbhaus zu Melbach die der Gemeinde in dasiger Gemarkung zustebende Jagd von 3600 Nor⸗ malmorgen auf 6 Jahre meistbietend verpachtet werden. Melbach am 11. Mai 1868. Großherzogliche e Melbach e Arbeits ⸗Versteigerung. 1146 Montag den 18. Mai, Vormittags 10 Uhr, werden auf dem Nathhause zu Wohnbach folgende Arbeiten zu fertigen und Materialien zu liefern einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt: K. 1) Maurerarbeit, lt. Kostenüberschlag für 172— 2) Steinhauerarbeit 64— 3) Schreinerarbelt 26— 4) Schmiedearbelt 2— 5) Zimmerarbeit 42— 6) Liefern von Kalk 6— 7) Blechen, Anfahren, Aufsetzen von Steinen, sowie Liefern von Sand aus den Wohn⸗ bacher Steinbrüchen und der Wohnbacher Sandgrube 200— Gambach den 9. Mal 1868. Schnelder, Bezirks⸗Bauaufseher. Bekanntmachung. 1144 Da von jetzt an ungefähr 30 Seminartsten ge⸗ stattet ist in der Stadt zu wohnen, unter Umständen auch ihre Kost bei ihren Hausherrn zu nehmen, so werden diejenigen hlesigen Einwohner, welche Wohnungen zu vermieihen haben, aufgefordert, sich in den nächsten Tagen bei uns anzumelden. Friedberg den 9. Mai 1868. Großherzogliche Seminardirektton Steinberger. Arbeits Versteigerung. 1147 Samstag den 16. Mali, Vormittags 9 Uhr, werden auf dem Rathbause zu Oppershofen nachstebende Arbeiten zu fertigen und Materialien zu liefern einer offentlichen Versteigerung aus gesetzt: fl. kr. 1) Maurerarbeit, lt. Kostenüberschlag für 47— 2) Steinhauerarbeit 10— J) Liesern von Kalk 25— 4) Liefern von Mauer- und Chauffirsteinen aus den Rockenberger Steinbrüchen 40— 5) Liefern von Sand 8— 6) Brechen, Anfahren und Aussetzen von Steinen 40 Gambach den 10. Mai 1868. Schneider, Bezirks Bauaufseher. Bekanntmachung. 1137 Die am 27. v. Mts. in biesigem Gemeindewald, Distrikt Halde, zum zweitenmal abgehaltene Holz⸗ versteigerung hat die Genehmigung erhalten und ist der erste Fahrtag auf den 14. d. M. anberaumt worden, und konnen die Abfuhrscheine von da an bei dem Unter⸗ zeichneten gegen Bürgscheine in Empfang genommen werden. Fauerbach v. d. H. den 6. Mai 1868. Großherzogliche Vürgermeisteret Fauerbach v. d. H. Philipps. Faselochs- Versteigerung. 1151 Donnerstag den 14. d. Mis., Morgens 9 Uhr, soll ein der hiesigen Gemeinde gehöriger, zur Zucht zu schwer gewordener Faselochse, welcher fett gesüttert ist und sich zum Schlachten eignet, auf dem Gemeindehause dahler an den Meistbtetenden verkauft werden. Rödgen am 10. Magi 1868. (Schweiz). Großherzogliche Bürgermeisterei Rödgen Wolf. neige dung: 1142 Donnerstag den 14. d. M., Morgens, soll das Fahren, Setzen, Zerschlagen von 1 Cubikklafter Chaussir⸗ fleinen, Anfertigung eines etsernen Kiichhofthors, das Liefern von 2 neuen Glockenseilern und das Anfertigen der Wegweiser öffentlich versteigert werden. Wedles beim am 8. Mai 1868. Oroßberzogliche Bürgermeisteret Weckespeim Hilger. 1152 Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß es Gott gefallen hat, meine liebe Schwester Christine Antoinette Dorothea Mach am 6. d., nach längerem Leiden durch einen sanften Tod zu sich zu nehmen. Allen Denen, die ihr im Leben wohl gewollt und während ihres Krankenlagers Beweise der Theilnahme erzeigt haben, sowie auch Denen, die sie zur letzten Ruhe— stätte begleitet haben, sagt besten Dank Friedberg. Der tiefbetrübte Bruder Heinrich Mack. Kölnische Hagel-Versicherungs-Gesellschaft. Grundkapital Drei wovon Zwei und eine halbe Millionen begeben. Die Reserven betragen 270,135 Thr. 13 Sgr. 2 Pfg. 1138 Die so fundirte Gesellschaft versichert gegen Hagelschaden Boden-Erzeugnisse aller Art, sowie Feu sterscheiben zu festen Prämien, wobei Nachzahlungen nicht statt finden. Dieselbe hat wie früher, so auch in dem vergangenen hagelreichen Jahre, in welchem auf je de 6. Polize Entschädigung gewährt Zufriede eit der Betroffenen regulirt und binnen längstens vier Wochen nach deren Feststellung Der Geschäftsstand der Gesellschaft gewährt die die Entschädigungsbeträge voll ausbezahlt. Garantie dafür, daß sie auch fernerhin ihre füllen wird. Die Unterzeichneten geben auf Verlangen über die Gesellschaft weitere Auskunft und erbieten sich zur Aufnahme der Versicherungs-Anträge. Reichelsheim den 7. Mai 1868. Für Unterleibs⸗Bruchleidende. 148 Schon seit langen Jahren ist der Unterzeichnete im Besitze einer Bruchsalbe, die er in seiner Umgebun, 0 Foriwährenden Aufmunterungen von Geheilten nachgebend trete ich damit dor einen weiteren Wirkungskreis und empfehle dieses vorzügliche, durchaus keine schädlichen Stoffe mit außerordentlichem Glück vielsach angewandt hat. enthaltende Mittel allen Bruchleidenden. Es ist einfach wendung desseiben keinerlei Unannehmlichkeiten ausgesetzt. Ct. beim Erfinder Gottlieb Sturzenegger in Herisau(Schweiz.) Millionen Thaler, wurde, sämmtliche Schäden prompt und zur Verpflichtungen so prompt als vollständig er⸗ W. Schmid. Morgens und Abends einzuretben, und ist man bei An. Einzig zu beziehen in Töpfen zu 1½ Thlr. preuß. Arbeits⸗Versteigerung. 1148 Samstag den 16. Mai, Vormittags 10 Uhr, sollen zu Nieder⸗Florstadt nachstehende Arbeiten in Accord gegeben werden: U. kr A. 1) Maurcrardbeit an der neuen Horloffbrücke 10 40 2) Schlosserarbeit daselbft 43 30 3) Grabenarbetten im Oberried 20— J Maurerarbeit daselbst an 2 Durchlässen 81 11 5) Lieferung von 12 Bütten Wasserkalk 30— 6) Brechen, Fahren, Aufsetzen von 2 Cubik⸗- klafter Mauersteinen 40— 7) Graben, Fahren Messen von 0,6 Cubik⸗ klafter Sand 9— 8) Steinhauerarbeit hierzu 30— B. 1) Spenglerarbeit am ersten Schulhaus 55 56 2) Weißbinderarbeit daselbst 10 54 3) Schlosserarbeit mit Lieferung von Staketen 35 30 C. 1) Maurerarbeit am alten Friedbof 113 24 2) Lieferung von 15 Bütten grauen Kalk 22 30 3) Lieferung 10“ lang, 24“ breit, 4“ Durch⸗ messer Deckelplatten 6 40 4) Brechen, Fahren, Aussetzen von 1 Cubik. klafter Steinen 5) Graben, Fahren, Messen von 1 Cubik⸗ Hafter Sand 15— D. 1) Auf die Vleinalwege Brechen, Jahren, Aussetzen und Zerschlagen von 15 Cubikklafter Unterhaltungssteinen 820— 18— 2) In die Ortestraßen 6 Cub ilklafter 300— 3) Berschiedene Grabenarbeiten innerhalb der Gemarkung 100— Friedberg den 11. Mat 1868 Der Bezirks- Bauaufseher Schneider. Die Dr. Steffan'sche Augenheilanstalt zu Frankfurt am Main 90(Krügerstraße 8. und Sachsenhausen, Dreikönigs⸗ straße) auf's Bequemste eingerichtet, nimmt jederzelt Augenkranke auf. Unbemittelte zu ermäßigtem Preise und unentgeldlich. 1121 aus dem Straßheimer Hübnetwald find zusammen oder auch einzeln zu verkaufen, Lö wenhof. J. Borkhard. 1038 Unterzeichneter erlaubt sich einem verehrlichen Publikum anzuzeigen, daß er sich als Thjierarzt in Altenstavt niedergelassen hat. Altenstadt im April 1868. Dr. Joh. Erbnich. Zwei Zimmer 1135 im ersten Stock, mit oder ohne Möbel, für einen Herrn und eins im zweiten Stock find zu vermiethen bei Bäckermeister König, neben dem Landgericht. Friedrich Nöhrichs rühmlichst bekannter Arrowroot- Kinderzwie bach ein vollständer Ersatz der Muttermilch, 1009 erfunden und mit bestem Erfolge angewandt von der derühmten Ge⸗ burtshelferin und promovirten Doctorin Frau Profess. Dr. Heiden⸗ re ich geb. von Siebold ist flets vor⸗ räthig in ½ Paqueten à 10 kr. und ½ Paqueten à 5 kr. in Friedberg bei y. Dan. Kümmich. P. 8. Dtieser Zwieback wird zugleich allen denjenigen, deren Verdauungs- organe besonderer Schonung be⸗ dürfen, als ein sebr kräftiges, leicht verdaultches Nahrungsmittel em⸗ pfohlen. Das Neueste in Halsbinden 742 und Shlips ꝛc. in schöner Auswahl, sowte Fonlards, seidene Umknüpftücher und schwarze seldene Halslücher bei K. Friedrich neden der Poft. Beachtenswert! 102 Unterzeichneter besitzt ein vortreffliches Mittel gegen Brod. Erste Sorte 19 kr. Zweite Sorte 17 kr. Zu haben bel Bäckermeister König, 1136 neben dem Landgericht. Mobiliarversteigerung. 1143 Eingetretener Hindernisse wegen kann die auf den 12. d. Mts. anberaumte Verfleigerung des Mobiltar⸗ Nachlasses der Frau Landrichter Hofmann nicht ftatt⸗ finden und soll dieselbe erst Donnerstag den 14. d. abgehalten werden. Zwei Zimmer 1141 hat zu vermiethen Adam Engel, Backermeister. Ein Logis 1153 gleicher Erde hat zu vermieihen Wittwe Schleuning an der Stadtkirche. Eine frischmilchende Eselin 1140 hat zu verkaufen Botin Braun in Stammheim. Binderragel& Schimpff in Friedberg empfehlen als vorzüglich: Schwarze Kaiser-Cinte von J. Scholz in Mainz. Dlese, aus Pflanzenssoffen bereitete Tinte ist frei von Säure, fließt sebr gut aus der Feder, die sie nle⸗ mals angreift, schreibt sich dunkelviolet, wird aber nach kurzer Zeit für immer tief schwarz. Die Copirtinte ist unübertroffen, Abzüge davon lassen sich noch nach 8 Tagen nehmen. Das Fläschchen 8 und 14 kr. Todtsanztige und Dauksagung. 1150 Am 8. d. M. hat Gott unsre unvergeß⸗ liche Gattin und Multer, Elisabethe Waas, in ihrem 55. Lebensjahre von der Erde abgerufen. Allen Denen, welche die Enischlafene zu ihrer letzten Ruhestätte begleitet haben, sagen wir unseren herzlichen Dank. Friedberg den 11. Mat 1868. Oie trauernden Hinterbliebenen. E T—T—T—T—T—T—T—T—T—T—T————— Kirchen buchsanszügt. Evangelische Gemeinde. Getraute: Den 3. Wai. Johannes Seim, Ortsbürger zu Elsdorf und Taglöbner dahler, Sohn des Ackermanns Leonhard Seim daselbss und dessey Ehefrau Katharina, gb. Wagner, und Katharina Klös, Tochter des Ortsbürgers Johannes Klös IV. zu Mellenau und seiner verstorbenen Ehefrau Marie, geb. Wind. Den 26. April.(Offenbach.) Heinrich Zöckel, hie⸗ siger Bürger und Heizer an der Main- Weser⸗Bahn zu Frankfurt a. M., Sohn des biesigen Bürgers und Handels⸗ manns Johannes Jockel und seiner Ehefrau Anna Marla, geb. König, und Karoline Stier, Tochter des Bürgers und Portefeuillefabrikarbesters zu Offenbach Jakob Stier und seiner Ebefrau Susanna Dorolhea, geb. Jof. Getauf te: Den 3. Mai. Dem biesigen Bürger und Schuh⸗ macher Johannes Heinrich Tönges ein Sohn, Johannes Heinrich, geboren den 17. April. Den 3. Mai. Dem Bürger zu Heblos, im Kreise Lauterbach, und Bahnwärter dahter Andreas Eichenauer ein Sohn, Johannes Otto, geb. den 22. April. Beer digte: Den 3. Mat. Marie Eltsabetha Philippi, Tochter des hiesigen Bürgers und Gerbermelsters Ernst Philtpy Philippi und seiner verstorbenen Ehefrau Margaretha Elisabetha geb. Engel, alt 20 Jahre, 2 Monate, 17 Tage, gest. den l. Mai. Den 4. Mai. Susanna Marta Göring, Ehefrau des verstorbenen biesigen Bürgers und Schuhmacher⸗ meisters Johann Georg Göring, alt 66 Jahre, 11 Monate, 25 Tage, gest. den 2. Mai. Den 7. Mai. Christine Antonette Dorothea Mack, Tochter des verstorbenen hlesigen Bürgers und Schuh⸗ machermeisters Fri⸗drich Mack und seiner verstorbenen Ehefrau Maria Barbara, geb. Seelig, alt 62 Jahre, nächtliches Beitnässen, sowie gegen Schwächezuflände te, 10 den 5 l. der Harnblase und Geschlechtsorgane eee ee e Spectalarzt Ir. Kirchhoffer Verantw. Red.: Hermann Schimpff. in Kappel bei St. Gallen(Schweiz). Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Nr.“ Fett Betreffend Es 26. Mal d. siattfindet. dushebung d Dorheim, D! desgleichen a nit Ziegende desgleichen e Ober⸗Morlei desgleichen Soͤdel, Sta koosung der M zu stellen f einer Geld bleibenden Anspruch Entschuldi 9 commission Depotansp Anwendun, 1 nüssen die und dürfen — der Militär bor der Kr. iu erscheinen — Hessen. sche Regieru J. Scan nen, Schen in verschiedene II. Setann Warnetinalion ung der um word Auunschasten sücnben Man, U naccmniten 80 alen, Rel