* dens sermeister 5 daßrheh . . del 16, so. in ver⸗ der zeut Sn Frtedbetz — tie dbetz m L dei. egen ein- Preußen Abonnenten, welche den Anzeiger durch die Post beziehen, wollen ihre Bestellung für das II. Halbjahr baldigest machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt. Samstag den 11. Juli. M81. i er für— berhe n 9 Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag un Samstag. Abonnements ⸗ Einladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues halbjähriges Abonnement auf den Anzeiger für Oberhessen, welcher auch ferner wöchentlich drei— mal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinenen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen geschäftliche Nachrichten, Markt und Cours Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal im beigegebenen Unterbaltungs⸗Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel, Bilderräthsel 1c. Die stets wachsende Zahl der Abonnenten muß uns die erfreulichste Aufmunterung sein, die Geschäste der Redaction in der bisber eingehaltenen Weise fortzuführen. Das Abonnement beträgt halbjährig: für die Abonnenten in hiesiger Stadt 1 fl., bei sämmtlichen Postämtern des Großherzogthums 1 fl. 6 kr. 47 7 3 Abbestellung erfolgt. 59 Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrückliche Die Expedition. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Ausgleichung der Kriegskosten des Jahres 1866. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wir tragen Ihnen auf, die Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 22. Juni d. Friedberg den 7. Juli 1868. 0 J., Regierungsblatt Nr. 34, sowie diejenige der Großherzoglichen Commission für Ausgleichung der Kriegskosten vom 27. Juni 1868, Nr. 35 des Regierungs- blattes, zur öffentlichen Keuntniß zu bringen; damit den Privaten Gelegenheit gegeben wird, etwa unberichtigt gebliebene und zur Ver⸗ gütung geeignete Posten innerhalb der in letzter Bekanntmachung bestimmten Frist in vorgeschriebener Form und zwar direkt bei der bestellten Commission zu liquidiren. Sollten die Gemeinden noch etwaige Ansprüche für Bundes- und andere Truppen, die noch nicht liquidirt sind, haben, so werden Sie dae Erforderliche besorgen, namentlich auch direkt bei der genannten Commission innerhalb der 6wöchigen Frist bei Vermeidung des Verlusts der Ansprüche zu erklären, ob die für an Königl. Preußische und mit ihnen verbündeten Truppen eingereichte Liquidationen als gültig an— erkannt, oder ob Sie neue einreichen wollen. Betreffend: Die Anlegung und Führung der Militär⸗Stammrollen, sowie die Anfertigung der hierzu erforder⸗ lichen Geburts- und Sterbelisten. bre . Kritz ler, Kreisassessor. Friedberg den 7. Juli 1868. an die evangelischen und katholischen Pfarrämter und die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Uster Verweisung auf das Reglement vom 20. Mai d. J., Regierungsblatt Nr. 30, namentlich den 8. 6 desselben, wollen die Herren Geistlichen Auszüge aus den Geburtsprotokollen über die in den Jahren 1851, 1850 und 1849 geborenen Personen männlichen Geschlechts anfertigen und innerhalb der bestimmten Frist bei den Großherzoglichen Bürgermeistereien, welche, nach§. 2 gedachten Regle— ments, die erforderlichen Formularien zu stellen haben, einreichen. Indem wir Sie auf diese Bestimmungen aufmerksam machen, bemerken wir gleichzeitig, daß die Geburtslisten nach Schema 9 zur Militär ⸗Ersatz⸗Instruktion, Regierungsblatt Nr. 21 von diesem Jahre, auf ge— drucktes Formularpapier anzulegen sind. J d Kritz ler, Kreisassessor. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 36 enthält: — 5 a . I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Organisation der Ersatzbehörden betressend. Dieselbe lautet: Unter Bezugnahme auf§ 15, pos. 2 der Militär⸗Ersatz⸗Instruktion für den Norddeulschen Bund wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß zum Specialbeauftragten des unterzeichneten Ministeriums, welcher mit dem Commando der Großherzoglichen Division als Ersatzbehörde dritter Instanz zu sungiren hat, der Großherzogliche Provinzial Direklor v. Willich dahier er⸗ nannt worden ist, und daß daher die nach§. 188 der Militär⸗Ersatz⸗Instruktion durch die betreffenden Civil⸗ Behörden dei dem Oberpräsidium c. einzurcichenden An⸗ träge, welche in den nach§. 50 zulässigen Reclamations⸗ Fällen die Entlassung eines Soldaten vor beendeter Dienst⸗ eit bezwecken, an den Großherzoglichen Provinzial direktor „Willich als Mitglied der Großberzoglichen Ersatzbehörde ritter Instanz zu richten sind. An denselben sind ferner ie nach§. 108, pos. 7 der Militär⸗Ersatz⸗Instrukiton ulässigen Vorstellungen gegen Entscheidungen der Depar⸗ aments⸗Ersatz⸗Commissionen, durch welche Reclamations⸗ Anträge abgewiesen worden sind,— sowie nach§. 159, gos, 2 der Militär⸗Ersatz⸗Instruklion die Gesuche der zum Anjährig freiwilligen Dienst Berechtigten um Bewilligung nes Ausstandes zum Dienstantritt über den im 8. 159, %, 1 bestimmten Termin hinaus— zu richten. II. Oeffentliche Anerkennung. Der Babdehausbesitzer umd Schwimmlehrer Philipp Lenz zu Ossenbach hat in 1 den Jahren 1827 bis 1854 in verschiedenen Fällen eine Anzahl von Menschen, welche im Main und der Nidda in die Gefahr des Ertrinkens gerathen waren, mit eigener Lebensgefahr vom Tode gerettel. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Philipp Lenz, in Anerkennung dieses muthvollen und menschenfreundlichen Benehmens, das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrist:„Für Reltung von Menschenleben“ Allergnädigst zu verleihen geruht. III. Bekanntmachung Großh. Kriegsminister iums, die Zahlung der Vertretungssummen für Mililär pflichtige, welche sich bei der nächsten Truppenergänzung vertreten lassen wollen, betreffend. Mit Bezug auf den Artikel 1 des Gesetzes vom 8. November 1860, die Erhöhung der Militär⸗Stellvertretungs⸗ und Einstandssummen betressend und auf. 6 der Allerhöchsten Verordnung vom 8. Jan. d. J., Abänderungen des Rekrutirungsgesetzes betreffend, wird bekannt gemacht, daß die Vertretungssummen für Militärpflichtige, welche sich bei der nächstien Truppen⸗ ergänzung vertreten lassen wollen, vom 16. Juli an in die Einstandskasse bezahlt werden können. IV. Bekanntmachung der Großherzoglichen Commission für Postangelegenheiten, die Veränderung des Personen⸗ geldtarifs auf dem Course zwischen Alsheim und Alzey betreffend. V. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Alzey, den Ausschlag des Gehaltes des Großherzogl. Rabbinen zu Alzey für das Jahr 1868 betreffend. VI. Verzeichniß rechtskräftig gewordener, in Gemäß⸗ heit des Art. 30 des Strafgesezbuchs im Regierungsblatt bekannt zu machender Straferkenntnisse der Gerichte der Provinz Starkenburg. VII. Ermächtigungen zur Annahme fremder Orden: Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 14. Juni dem Professor Dr. Vullers zu Gießen die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Kaiser von Rußland verliehenen St. Stanislaus. Ordens zweiter Klasse,— dem Hosdkonomie⸗ Inspektor Jager die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Majestät dem Könige von Preußen verliehenen rothen Adlerordens vierter Klasse zu ertheilen. VIII. Namens veränderungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 19. Junk der Elisabeth Krickser aus Pfiffligheim zu gestatten, statt ihres bisherigen Familiennamens Krickser in Zukunft den Familiennamen Christ,— an demselben Tage dem Adam Diefenthäler zu Framersheim zu gestatten, in Zukunft statt seines bisherigen Familiennamens Diesenthäler den Fa⸗ miliennamen Bechsolsheimer— und am 23. Juni der Margarethe Tron aus Walldorf zu gestatten, in Zukunst statt ihres bisherigen Familiennamens Tron den Familien⸗ namen Zwilling zu führen. IX. Militärdlenstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 17. Juni dem Lieutenant Lange vom 3. a auf sein Nachsuchen den Abschied aus dem Militärdienst zu ertheilen. X. Concurrenz für: die reformirte Schulstelle zu Leng⸗ seld mit einem Gehalte von 451 fl. 15 kr. nedst vier Stecken Holz zur Heizung des Schullokals;— die evang. Schulstelle zu Hohberg und Kailbach, mit einem Gehalte von 300 fl., nebst vier Stecken Holz zur Heizung des Schullokals; dem Hru. Grafen zu Erbach-Fürstenau stebt das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu;— die evang. Schulstelle zu Merkenfritz mit einem Gehalte von 300 fl., nebst 4 Stecken Holz; dem Herrn Fürsten zu Isenburg— Birstein steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu; — die zweite evangelische Schulstelle zu Wenings mit einem Gehalte von 300 fl., nebst vier Stecken Holz zur Heizung des Schullokals, dem Herrn Fürsten zu Isenburg⸗ Birstein steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu; — die dritte katholische Schulstelle zu Nieder-Olm mit einem Gehalte von 300 fl.; für Heizung des Schullokals wird durch die Gemeinde gesorgt;— die vierte evangel. Schulstelle zu Vilbel mit einem Gehalte von 365 fl., nebst einer Vergütung von 40 fl. für Heizung des Schullokals. — Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allerhöchst geruht: am 2. Juli den Haupt— mann Kuhlmann vom 2. Infanterie-Regiment auf sein Nachsuchen wegen körperlicher Leiden nach den Bestimmungen der Militärdienstpragmatik in den Ruhestand zu versetzen und ihm die Er— laubniß zu ertheilen, die Uniform der activen Offiziere seines Regiments fortzutragen;— am 4. Juli den Ministerialsecretär 1. Classe von Carlsen auf sein Nachsuchen nach den Bestim— mungen der Dienstpragmatik unter Anerkennung seiner treuen Dienste in den Ruhestand zu ver— setzen und ihm zugleich die Erlaubniß zu ertheilen, die seitherige Unisorm forttragen zu dürfen. — Wie mitgetheilt wird, beabsichtigt eine Anzahl Gemeinden, an die demnächst wieder zu⸗ sammentretende Ständekammer eine Vorstellung zu richten, worin nachgesucht werden soll, daß großh. Oberforst⸗ und Domänendirektion durch einzelne ihrer Mitglieder von Zeit zu Zeit Revisionen der Gemeindewaldungen vornehmen lassen möchte, um sich die nöthige Lokalkenntniß zu verschaffen, indem Verhandlungen in Bezug auf diese Waldungen durch Vermittlung der Forstämter oft theils in getrübtem Lichte an die Direction gelangen, theils nicht rasch genug erledigt werden. Da das Groß— herzogthum seit dem Friedensabschlusse mit Preußen so sehr verkleinert worden ist und in kurzer Zeit nach allen Richtungen von Eisenbahnen durchzogen sein wird, welche selbst die entlegensten Orte mit der Residenz verbinden, so ließe sich die vor— geschlagene Einrichtung, welche den Wünschen und Interessen der Walbbesitzer entspricht, recht gut durchführen, wodurch die Entbehrlichkeit der Forst⸗ ämter, die sich schon lange überlebt haben, sich noch mehr herausstellen dürfte. Die schon lange gewünschte Aufhebung derselben dürfte alsdann, wie im Großherzogthum Baden vor einiger Zeit geschehen, nicht ausbleiben, wodurch zugleich Er- sparnisse erzielt würden, welche mit Rücksicht auf die hohen Steuern, unter deren Drucke die Staats- angehörigen fast erliegen, dringend geboten sind. O Friedberg. Das apostolische Schreiben des Papstes Pius IX. zur Einberufung des all- gemeinen Coneils liegt nunmehr vor. Das in- teressante Aktenstück ist zum Abdruck zu umfangreich; darum nur einen kurzen Auszug daraus. Eine längere Einleitung berührt die Rechts- titel des päpstlichen Stuhles zur Verwaltung der von Christo gestifteten Kirche. Die Päpste haben nie versäumt, diesem Recht und ihrer Verpflichtung gemäß die Kirche Christi auf's beste zu regieren. Zu diesem Zwecke haben sie, namentlich in schweren Zeiten, auch Concile zusammenberufen zur Fest⸗ stellung der Glaubenssätze, zur Besiegung der verbreiteten Irrthümer und zur Besserung der verderbten Sitten der Völker. Heute aber erschüttert ein schrecklicher Sturm die Kirche, und ungeheure Uebel zehren an der bürgerlichen Gesellschaft. Die katholische Kirche wird mit Füßen getreten, ihre Autorität und ihre Lehren werden verachtet, ihre Güter geplündert; ruchlose Bücher, pestilenzialische Zeitungen und verderbliche Sekten verbreiten sich nach allen Seiten; die unglückliche Jugend wird der Erziehung der frommen Geistlichkeit entrissen und vielfach gottlosen Lehrern anvertraut. Daher die Ruchlosigkeit, die Sittenverderbniß, die zügellose Freiheit, die Seuche von schlechten Meinungen, alle Laster und Verbrechen, alle Ver⸗ wirrung und alle Pein. Diesen entsetzlichen Zuständen einen Damm 10* 1 * entgegenzusetzen, die Angriffe abzuwehren und für die geängstigte Heerde zu sorgen, hat den päpst⸗ lichen Stuhl veranlaßt, eine allgemeine Kirchen versammlung zu berufen. Dieselbe soll zusammentreten zu Rom„an dem Tag des Festes der unbefleckten Empfängniß der heiligen Jungfrau, Mutter Gottes,“ am 8. Dec. 1869. Die Oberhäupter der Völker und nament- lich die katholischen Fürsten werden an die Vor— theile erinnert, welche die katholische Kirche, die sicherste Grundlage aller Kaiser- und Königreiche, über die menschliche Gesellschaft verbreitet, und ermahnt, die Bischöfe u. s. w. nicht am Besuch des Coneils zu hindern, vielmehr ihnen dabei förderlich zu sein. Den Schluß bildet die Art und Weise der Bekanntgebung dieses Schreibens. Preußen. Berlin. Die Ausgabe der neuen Anleihe steht bevor, aber ihrer Aufnahme an der Börse steht ein Hinderniß entgegen, welches auf den Cours des neuen Papiers nicht ohne Einfluß sein dürfte: die neuen Papiere sind nicht depositalfähig, d. h. sie können nicht zur Stellung von amtlichen Cautionen, nicht zur Anlage von Mündelgeldern u. dgl. benutzt werden. Es scheint als ob man daran bei Berathung des Gesetzes über diese Anleihe nicht gedacht hat, ein Versehen, welches sich allerdings durch die Schnelligkeit der Berathung erklären läßt. Wir wissen recht wohl, daß dem sehr bald, d. h. sobald die Volksvertre⸗ tung zusammenkommt, abgeholfen werden wird, aber charakteristisch ist es doch, daß der norddeutsche Bund eine Anleihe macht, welche die einzelnen Bundesstaaten nicht für sicher genug erachten, um öffentliche Gelder, resp. Gelder, welche unter öffentlicher Controle stehen, darin anzulegen. — Graf Bismarck wird sich am 20. d. M. nach Rügenwaldermünde begeben, um dort drei Wochen lang Ostseebäder zu genießen. — Der„Staats-Anz.“ publicirt das Gesetz über Aufhebung der Spielbanken. — Die Abreise des Königs nach Ens ist definitiv auf Samstag Abend festgesetzt.— Der Staatsgerichtshof verurtheilte am 8. d. den ehe⸗ maligen hannover'chen Minister des Auswärtigen, Grafen Platen, in contumaciam wegen Hoch- verraths zu fünfzehnjähriger Zuchthausstrafe und zehnjähriger Stellung unter Polizeiaufsicht. — In einer der letzten Ministerconseils soll, als es sich um die Bestätigung von Todesurtheilen handelte, von Neuem die Frage zur Sprache ge⸗ kommen sein, ob es nicht zweckmäßig sei, die Todesstrafe aufzuheben. Einen äußeren Anstoß zur neuen Ventilirung dieser Frage scheinen die Vorgänge in Belgien gegeben zu haben, leider aber stimmt die Majorität unseres Ministeriums nicht mit der Majorität des belgischen Ministeriums überein, und es scheint fürs erste keine Aussicht vorhanden zu sein, daß in Preußen resp. in ganz Norddeutschland endlich auch dieser Rest der mittel- alterlichen Gerechtigkeitspflege beseitigt werde.— Man sprach in ziemlich gut unterrichteten Kreisen davon, daß mit nächstem sehr umfangreiche Beur⸗ laubungen stattfinden sollten. Als Grund gibt man einerseits die jetzt sehr hoch gestiegenen Hoff⸗ nungen auf eine dauernde Erhaltung des Friedens an, andererseits die Erkenntniß, daß es sehr wün⸗ schenswerth sei, durch Ersparnisse die Ausschreibung erhöhter Matrikularbeiträge zu vermeiden, denn, abgesehen von allen andern Gründen, dürfte es einzelnen Staaten des norddeutschen Bundes sehr schwer werden, die erhöhten Beiträge zu leisten. Hannover. Letzten Freitag ist eine Ab⸗ theilung der amnestirten Hannoveraner hier an- gekommen. Wie die„D. Volksztg.“ erzählt, hatten sie ohne Reisegeld zu erhalten Berlin ver⸗ lassen müssen. Um bis Burg auf der Eisenbahn fahren zu können, hatten sie das Geld unter sich aufgebracht, waren dann die Nacht hindurch nach Magdeburg gegangen, wo sie von der Polizei- behörde je 6 Groschen zur Fortsetzung der Reise bis Braunschweig erhielten. Hier wurden Jedem von ihnen 2½ Groschen verabreicht, mit denen sie die 6 Meilen bis Lehrte zurücklegten und dort die Mittel erhielten, um mit der Eisenbahn nach Hannover zu gelangen. Die anstrengenden Märsche von Burg bis Lehrte, circa 24 Meilen in 3 Tagen —— und 3 Nächten, ließen sie ganz erschöpft hier an⸗ kommen, da sie auf denselben nur Schwarzbrod genossen und die Nächte unter freiem Himmel zu⸗ gebracht hatten. In Hannover wandten sie sich sogleich an ihren Vertheidiger, der sie ichaht reichlich speisen ließ und sie dann in einem Gast hause unterbrachte. Göttingen. Der bisherige Professor Clebsch in Gießen, eine Notabilität auf dem Felde der mathematischen Disciplin, ist zum ordentlichen Professor an der hiesigen Universität ernannt worden— eine Acquisition, zu der unsere Hoch⸗ schule sich nur Glück wünschen kann. Kassel. Sonntag Abend geriethen vor dem Hause des Zimmermeisters Brübach vor dem „Holländischen Thor“ einige Civilisten mit Artille⸗ risten in einen Streit, der mit Verwundung zweier Civilisten endete. Herr Brübach, der auf den Hof eilte, um seine Thür zu verschließen, erhielt einen Säbelhieb oder Stich, der ihm zwei Arterien durchschnitt, und der sehr leicht, da er an die Schläfe applicirt wurde, die traurigsten Folgen hätte haben können. Ungefähr um dieselbe Zeit sollen drei Mädchen im Seilerweg von Soldaten mißhandelt worden sein. Baden. Konstanz. Die Tschechen⸗ Wallfahrt ist ohne Störung abgelaufen. Es kamen deren ungefähr 200, worunter eine Anzahl Frauenzimmer. Morgens 8 Uhr fand der Fest⸗ zug nach dem Hußstein mit Fahnen und Musik statt. Es wurden daselbst drei tschechische Reden gehalten und einige Lieder gesungen. Fritsch sprach deutsch:„Wir besuchen das Grab unseres Nationalhelden, um uns zu stärken zum Kampfe für die Freiheit Böhmens gegen die Despotie. Wir gönnen Deutschland seine Einheit, das auch Böhmen seine nationale Existenz gönnen wird.“ Sodann fand das Festmahl im Conciliumssaale statt. Die Abfahrt nach Zürich erfolgte um 5 Uhr. Eine zahlreiche Volksmenge war anwesend, worunter viele Schweizer. Oesterreich. Wien. Es ist nur ein kleines Symptom der allgemeinen Stimmung, wenn bereits eine Anzahl von Familien in Gratz, sämmtlich den gebildeten Ständen angehörend, öffentlich erklärt: sie würden falls die Einmischung Roms nicht ein- für allemal und auf das un⸗ zweideutigste zurückgewiesen werden sollte, sofert aus der Gemeinschaft der katholischen Kirche aus scheiden und zum Protestantismus übertreten. Wien. Die hier unter nommenen Bauten einer Pferdeeisenbahn um die innere Stadt, durch die Vorstädte und nach den benachbarten Ort- schaften, nahmen einen erfreulichen Fortschritt und werden, wenigstens in den Hauptlinien, bis zum Schützenfest fertig werden. Die bereits vollendete Linie in einer Länge von etwa ¼ Stunde bat in der ersten Woche ihres Bestehens 47,575 Per⸗ sonen besördert und nicht weniger als 5085 fl. 95 kr. ö. W. eingetragen.— Am 29. Juni, 2 Uhr Nachts, fand auf der Semmeringbahn bei Station Pagerbach ein heftiger Zusammenstoß eines Lastzugs mit einigen Waggons, die sich vom vorausgehenden Lastzug losgelöst hatten, gerade an der größten Steigung der Semmering bahn statt. Nur der heldenmüthigen Haltung des Lokomotivführers, der seinen Posten nicht verließ und den Zug noch so schnell wie möglich zu rückgängiger Bewegung brachte, sowie auch der Geistesgegenwart des Stationschefs von Pagerbach, welcher dem von Triest anbrausenden Personenzug geradezu entgegenfuhr und zum Halten signalisirte, ist es zu danken, daß bis auf mehrere Güterwagen im Werth von 30,000 fl. ö. W. nichts beschädigt wurde, daß insbesondere kein Menschenleben zu beklagen ist. * Wien. Wie friedensbedürftig und friedens⸗ sehnsüchtig die Welt ist, zeigt das Verhalten der Börsenplätze. In Oesterreich werden 36000 Mann beurlaubt, in Frankreich sollen die regelmäßigen halbjährlichen Beurlaubungen eintreten, in Berlin spricht man von Beurlaubungen, und— die Börse jauchzt auf, die Papiere steigen wie nie. Aehnlich mag es den Nordländern zu Muthe sein, wenn nach monatelanger Winternacht endlich vie Sonne wieder anfängt, am Horizont sich — feindscligel Oesterreic sondern n Rom vert, Fran digung des des gesetz Niel, daß Chalons bisher übli — Di der preußi von Thiers „Birlintr nationale C des preuß. sei enttäusch nan sich un so suhig un — Im Politik an, und kretise langt, da rüstung sch zu sühlen, Nugestaltt Ehre Fran und die antwortet gegenwärt und Resu jede Einm Enpfndlie friedlichen ein Ende schuld, wel — Die und Bart dit Detail Generäle Ital solge wir worden h. spanisches de Heribaldie züchte von tun, ga ö bunt 0 Oaribaldbt zun Dugi den feiner azur u n, bis zuu ts vollendet Stunde bal Senn 1 Hallun ien nicht „ Kötlich pit auch beit von prausenden zum Halten 1 wieder untergeht! 5 1 — Der katholische Clerus in Oesterreich läßt sich durch die ministeriellen Drohungen nicht ein— schüchtern. In einem steiermärkischen Dorfe rief der von der päpstlichen Allocution begeisterte Pfarrer von der Kanzel;„Verflucht sind die, welche die confessionellen Gesetze geben, und verflucht sind die, welche sie befolgen; sie Alle sind verflucht!“ In Schluckenau(Böhmen) predigte ein Kaplan: „Der Staatskörper muß elend verwesen, wenn sich die Seele, d. h. die Kirche, von ihm trennt. Die Kirchengesetze sind von Gott gegeben und müssen deßhalb höher geachtet werden, als die Staatsgesetze, welche nur von Menschen gegeben werden. Der heilige Vater in Rom war ver— pflichtet, als Stellvertreter Gottes die Vergehen des Reichsraths gegen die Kirche mit dem all— mächtigen Gottesworte zu geißeln.“— Herr von Beust soll in einem Vortrag an den Kaiser es als rathsam bezeichnet haben, daß bei fortdauernd feindseliger Haltung der päpstlichen Curie gegen Oesterreich dieses nicht mehr durch einen Botschafter, sondern nur noch durch einen Geschäftsträger in Rom vertreten werde. Frankreich. Paris. Bei der Verthei— digung des Kriegsbudgets in der letzten Sitzung des gesetzgebenden Körpers constatirt Marschall Niel, daß seit der Rückkehr des Kaisers von Chalons halbjährliche Beurlaubungen in dem bisher üblichen Maßstabe stattgefunden haben. — Die„France“ tadelt den empfindlichen Ton der preußischen Journale gelegentlich der Rede von Thiers. Sie sagt, der schlechte Humor der „Berliner Correspongenz“ beweise, daß man die nationale Empfindlichkeit Deutschlands zu Gunsten des preuß. Unitarismus ausbeuten wolle. Man sei enttäuscht, daß Frankreich und Rußland, die man sich unruhig und aggressiv vorgestellt hätte, so ruhig und gemäßigt seien. — Im gesetzgebenden Körper greift Favre die Politik an, welche die Regierung in der tunesischen und kretischen Angelegenheit verfolgte, und ver— langt, daß man Deutschland gegenüber zur Ab- rüstung schreite, damit dieses, ohne sich bedroht zu fühlen, dem Nationalitätsprinzip gemäß, seine Neugestaltung vollziehe. Die Interessen und die Ehre Frankreichs forderten den Frieden nach Außen und die Freiheit im Innern. Minister Rouher antwortet in Beziehung auf Deutschland, daß die gegenwärtigen Rüstungen den Frieden zum Zweck und Resultat hätten. Frankreich verzichte auf jede Einmischung und Politik, die in Deutschland (Empfindlichkeiten hervorrufen könne. Wenn seine friedlichen Erklärungen nicht jeder Beunruhigung ein Ende machten, so sei daran der Argwohn schuld, welcher von der Opposition genährt werde. — Die„Epoca“ versichert, es seien in Valencia und Barcelona Unruhen ausgebrochen, worüber die Details noch fehlen. Die Verhaftung einiger Generäle sei aber offiziell bestätigt. Italien. Der„Gazzetta di Torino“ zu⸗ solge wird versichert, es sei zwischen Frankreich und Spanien eine Art Vertrag unterzeichnet worden bezüglich der Besetzung Roms durch ein spanisches Corps im Falle neuer Conflicte.(2) — Der„Movimento“, bekanntlich das Organ Garibaldi's, tritt sehr entschieden gegen die Ge— rüchte von Garibaldischen Anwerbungen auf— Wenn, sagt es, Anwerbungsversuche gemacht werden, so geschieht dieß sicherlich nicht auf Rechnung Garibaldi's und seiner Freunde, und wenn man zum Vergnügen seinen Namen mißbraucht, so wie den seiner Freunde, so ist dieß nur ein Werk der Intrigue und des Verrathes. Würzburg. Der am 5. dieses früh von Würzburg n Ansbach ankommende Postzug ist glücklich einer großen Gefahr entgangen. Zwischen Heidingsfeld und Winter— gausen waren nämlich von frevelnder Hand schwere Steine auf die Schienen gewälzt und zwei Balken über die Schienen gelegt, so daß eine Strecke von ca. 100 Schritten geradezu unfahrbar gemacht war. Nachdem die 1 Zocomotive die beiden ersten großen aufeinander gelegten Steine eine kurze Strecke vor sich hergeworsen und dann zur Seite geschleubert halte, wodurch die Locomotive eine wenn auch nicht erhebliche Beschädigung erlitt, gelang es, „en Zug zum Stehen zu bringen und weiteres Unglück ju verhüten. zeigen. Wenn die Hoffnungssonne nur nicht bald Aug Herrieden, 6. Juli, schreibt man der „Fr. Z.“: Das jetzt herrschende kühle und unfreundliche Wetter ist dermalen sast über ganz Europa verbreilet. Demselben gingen im Westen und Norden heftige Ge— witter voran. Mit Ausnahme der Westküsten steht der Barometer in ganz Europa unter dem Mittel, und bei dem unruhigen Luftmeer kann sich nur allmälig wieder bessere Winerung einstellen. O In Anhalt müssen bis dato für Roth- und Schwarzwild noch paradiesische Zustände geherrscht haben. Nachdem der Herzog noch am 14. Febr. d. J. auf eine Eingabe des Landtags um Verminderung des Wilostandes einen ziemlich kühlen Bescheid gegeben, hat er nunmehr bei seiner neulichen Anwesenhelt im Harz selbst den Befehl ertheilt, daß die Wildschweine ohne Rücksicht auf die Schonzeit überall, wo sie auf die Aecker austreten, sofort niedergeschossen werden sollen. Bei dieser Gelegenheit er— klärte der Herzog, es sei sein ausdrücklicher Wille, daß den Unterthanen jede Veranlassung zu Klagen über Wild— schaden aus dem Wege geräumt werde. Lugau. Am 2. d. hat hier die Vertheilung der Gaben satigefunden, welche für die Hinterlassenen der am 1. Juni v. J. auf„Neu Fundgrube“ verschütteten Bergleute durch ein Comite gesammelt worden waren. Es waten gegen 122,000 Thlr. zusammengekommen, von welchen nur ein verhälinißmäßig kleiner Theil in dem v. J. zu laufenden Unterstütßungen verwendet worden war, so daß noch weit über 100,000 Thlr. vertheilt werden konnten. Um dem Willen der Geber möglichst gerecht zu werden, stellte man ein gemischtes Princip auf, setzte nämlich den Hinterlassenen jährlich eine Leibrente und zahlte ihnen außerdem noch ein Capital aus. So bekamen die Eltern eines Verungtückten eine jährliche Leibrente von 18 Thlr., die Wulwe eine solche von 36 Thlr. ausgesetzt, jene außerdem noch ein baares Capital von 125 Thlr., diese eines von 500 Thlr. ausgezahlt. Die Kinder wurden in ähnlicher Weise bedacht, und so trifft es sich, daß auf mehrere Familien über 3000 Thlr. ausgefallen sind. , Die„Voss. Zig.“ schreibt aus Berlin:„Ein hiesiger Student der Jurisprudenz, Namens Gutbier, der Sohn eines Predigers in der Provinz, machte den Versuch, erst seine Geliebte und dann sich selbst zu erschießen. Unglück⸗ liche Liebe war das Motiv, welches dem hoffnungsvollen jungen Mann die Mordwaffe in die Hand drückte. Seine Geliebte war die Tochter eines hiesigen achtbaren Bar— biers, deren Bekanntschaft er vor etwa einem Jahre ge⸗ macht, und zu wälcher er eine so tiefe Zuneigung gefaßt hatie, daß er ernstlich daran dachte, sie einmal späser zu einer Frau zu machen. Das junge Mäochen rechtfertigte das Vertrauen nicht, welches er in sie gesetzt hatte. Sie war leichtferigen Charakters und genußsüchtig; schon vor ihrer neuen Bekannischaft, die sie nur ausbeuten zu wollen schien, hatte sie ihre Eltern, welche streng auf Zucht und Ordnung hielten, verlassen und eine eigene Wohnung in der Albrechistraße bezogen. Dies Alles war dem jungen Manne bekannt, dennoch hoffte er, daß es ihm gelingen werde, sie auf einen anderen Weg zurückzuführen. Mit Bewilligung ihrer Eltern, denen er sich offenbart, brachie er sie zu dem Zweck im hiesigen Magdalenenstist unter. Die stienge Hausordnung daselbst scheint ihr jedoch nicht behagt zu haben, denn schon nach wenigen Wochen war sie dort plötzlich verschwunden und hatte somit all' die Zu⸗ kunftspläne ihres romantischen Liebhabers zerstört. Dieser gerieih darüber in so große Verzweiflung, daß er den Enischluß faßte, sich das Leben zu nehmen. Zu dem Zwecke hatte er sich vor einigen Tagen ein Terzerol ge— kauft; bevor er seinen unglückseligen Entschluß ausführte, wollte er jedoch seine unwürdige Geliebie noch einmal sehen und sprechen. Am Mittwoch Abend begegnete er ihr in der Albrechistraße und wußte sie zu bewegen, mit ihm nach einem Gasthause in der Mittelstraße zu gehen, wo et ein Zimmer bestellte. Nachdem Beide die Nacht über dort zugebracht, fiel am andern Morgen in dem Zimmer, welches sie inne hatten, ein Schuß; man eilte herbei und traf auf dem Hausflur das junge Mädchen mit blutbe⸗ flecktem Kleide, im Begriff, ohnmächtig zusammenzusinken. In's Zimmer eilend, sayh man den jungen Mann be— schäftigt, sein Terzerol, das nur einen Lauf hatte, von Neuem zu laden; man entriß ihm dasselbe sofort und versicherte sich seiner Person.— Wie sich herausstellte, war der Schuß dem jungen Mädchen in die linke Brust gegangen und die Kugel unterhalb des Schulter-Knochens stecken geblieben. Die Schwerverletzte wurde nach dem Krankenhause transportirt. Der unglückliche junge Mann benahm sich bei seiner Verhaflung ruhig und gefaßt und legte sofort ein offenes Geständniß ab. Danach hatte der Hoyn und Spott, welchen das leichtsinnige Mädchen einen Vorhaltungen über ihr bisheriges Beiragen entge— gengesetzt, ihn in eine so große Wuth versetzt, daß er, seiner Sinne nicht mehr mächlig, das Terzerol, dessen Ladung er anfänglich nur für sich bestimmt, ergriffen und auf sie ab⸗ geseuert hat. Nur durch das Hinzukommen der Hausbe— wohner sei er verhindert worden, noch einmal zu laden, um auch sich zu erschießen. „ Ein eifriger Naturbeobachter, der, wie er behauptet, aus dem Schatze langjähriger Erfahrungen geschöpft hat, theilt in der Trier. Volkszig. mit, daß, wenn der Monat Juli so fortfahre, wie er angefangen habe, das heurige Jahr dem von 1811 oder 1819 gleich kommen werde an Ertrag von Früchten und Getränken; Kernobst werde es allerdings nicht so viel erbringen. Es sei durchaus nicht nöthig, daß der Juli große Hitze erzeuge, denn diese verringere das Quantum der Eenie eher, als sie es erhöhe. Die Neige des Juli, der August und September müßten die Hitze bringen, so daß halben September füglich geherbstet werden lönne. Die Karkoffel Krankheit sei nicht zu fürchten, denn in der Hälfte des August, wo sie aufzutreten pflege, sei die Kartoffel schon so weit gediehen, daß die Krankheit keinen so zerstörenden Charakler mehr zeigen könne, wie 1845. Uebrigens sei die Traubenblüthe 1822 noch früher eingetreten, als dieses Jahr, denn am 13. Juli 1822 hätten die kenner Kirmeß⸗ gäste bereits neue Trauben aus den kenner Weinbergen gegessen; 1783, 1811 und 1822 sei die Kornblüthe in die Marcus⸗Octave gefallen, dieses Jahr wurde bereits am 30. Juni Korn in der Nähe Triers geschnitten. „ Es soll der Sänger mit dem König gehen. Kaum je vorher— schreibt man der„Kemptn. Zig.“ ist dieser Dichterspruch zu so greifbarer Wahcheit geworden, wie am Sonntag, da König Ludwig II. Richard Wagner zu sich in die große„Kaiserloge“ des Theaters beschied und dessen neue Oper:„Die Meistersinger an des Componisten Seite mit anhörte. Der Eindruck, den diese königliche Huld auf das Münchener Publikum machte, war überwältigend; man verstucmte und blickte empor zum glänzenden Plafond des Niesenhauses, ob er nicht Miene machte einzustürzen ob solcher noch nie dagewesenen Gunstbezeigung. Wagner, der Verketzerte, Verbannte, welchen vor kaum zwei Jahren desselben Königs Huld nicht zu schützen vermochte vor der Gehässigkeit des hohen und niederen Pöbels unserer Kunstmetropole— er jetzt rehabilitirt in unsagbarer Weise, in derselben Kaiserloge neben seinem königlichen Freunde sitzend, in der man sonst nur gekrönte Häupter und deren regelrechte Descendenz zu sehen und officiell zu bejubeln gewohnt war! Am 30. Juni hateine Montblanc⸗Besteigung neuerdings wieder zu einem Unglücsfalle Anlaß gegeben, welcher ganz Chamounix in Trauer versetzt hat. Eine fremde Familie hatte unter der Leitung des bekannten und allgemein beliebten Führers Eduard Simon einen Ausflug nach dem Grands Mulets unternommen. An dem Pierre à l'Celle angelangt wurde die Karawane von einer Steinlawine überrascht, welche sich plötzlich von der Aignille du Midi losgerissen halte. Die Reisenden schwebten in größter Gefahr und würden sicher auch den Tod ge⸗ funden haben, wenn nicht der Führer Simon ein schützendes Asyl für sie unter einem überhangenden Felsen entdeckt hätte. Leider dachte derselbe dabei nicht an seine eigene persönliche Sicherheit. Im Augenblicke, als er die letzten der Personen, die sich seiner Leitung anvertraut, unter den Felsen geborgen hatte, ward er von einem großen Steinblocke zu Boden geworsen und in den Abgrund ge— stürzt, wo er erst am andern Morgen todt aufgefunden wurde. Der Unglückliche war die Stütze einer zahlreichen Familie. Am gleichen Tage, als seine Leiche nach Chamounix gebracht wurde, hatte ein junger Amerikaner das Wagniß eines Ausfluges ohne Führer nach dem soge— nannten Jardin unternommen, der bald ebenfalls zu einem traurigen Ausgange geführt hätte. Zwischen den Abgründen und Felsblöcken der Eiswand verirrt, fand der junge Mann erst am andern Morgen den Rückweg nach Chamounix, wo er fast von allen Kleidern enblößt und auf den Tod erschöpft in einem Zustande ankam, der anz deutlichsten für die Gefahren sprach, denen er entronnen. Ein gutes Geschäft. Amerilanische Blätter erzäblen: Dem Redacteur einer kleinen Zeiiung wurde sandiger Zucker verkauft, und er veröffentlichte in Folge dessen in seinem Blatte Folgendes:„Ich habe von einem Kaufmann in hiesiger Stadt Zucker gekauft, in welchem ich ein Pfund Sand vorfand, und wenn der Schurke, welcher mich auf solche Weise betrogen hat, nicht dafür 7 Pfund guten Zuckers(ordnungsmäßigen Gewichts) in meine Wohnung schickt, so werde ich seinen Namen in meiner Zeitung veröffentlichen., Tags darauf erhielt er von fünf Kaufleuten je 7 Pfund des besten Zuckers zugeschickt. Schiffs nachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spes.-Agent. Das Hamburg⸗New-Yorker Post⸗Dampfschiff Alleman⸗ nia, Capitän Bardua, welches am 23. Juni von New⸗ Vork abgegangen, ist nach einer schuellen Reise von 10 Tagen 16 Stunden am 4. des. Abends 7 Uhr in Cowes angekommen, und hat, nachdem es daselbst die Vexeinigte Staatenpost, sowie die für Southampton und Havre de⸗ stimmten Passagiere gelandet, um 8 Uhr Abends die Reise nach Hamburg sortgesetzt. Dasselbe überbringt 143 Passa⸗ giere, 62 Briefsäcke, 700 Tons Ladung und 800,000 Dollar Contanten. Das Hamburg⸗New⸗Yorker Post⸗Dampsschiff Saxonia, Capitän Kier, welches am 24. Juni von Hamburg und am 26. Juni von Southampton abgegangen, ist nach einer schnellen Reise von 10 Tagen 16 Stunden am 7. d. M. 1 Uhr Nachm. wohlbeh. in New⸗York angekommen. Das Hamburger Post⸗Dampfschiff Germania, Capitän Schwensen, ging, expedirt von Herrn August Bolien, William Miller's Nachfolger, am 8. Juli von Hamburg via Southampton nach New Pork ab. Außer einer starken Brief- und Packet-⸗Post hatte dasselbe 53 Paossagiere in der Cajütle und war auch das Zwischendeck mit Passagieren ganz besetzt, sowie 350 Tons Ladung. Ueine gute Saaterbsen 1680 bei Gebr. Meyer, „Zu den drei Schwertern.« Alle Sorten gekragener Kleidungsstücke 1678 werden zu den boͤchsten Preisen angekauft von Joseph Butzbach. — ͤ—— „P 8 .. 8 8 ieee Landwirth schaf tliches Fest und Pferde-Rennen 1654 in Butzbach den 16. und 17. d. M. Hestessen Mittags 1½ Uhr. Abends Ball in meinem Locale. A. Jontz m eee e Aandwirthschastliches 4 Nutzb Tandwirthschaftliches Fest zu Butzbach. 1662 Am 16. und 17. d. M. findet ein landwirthschaftliches Fest dahier statt, mit welchem eine Ausstellung von landwirthschaftlichen Geräthen und Maschinen, sowie eine Verloosung solcher und preiswürdiger Thiere verbunden ist. Am 16., Vormittags 8 Uhr, Festzug von der Weiseler Straße nach dem Festplatz, auf welchem die Musterung und Prämiirung der Thiere stattfindet. Nachmittags 4 Ubr Zug der Reiter und Rennpferde zu dem Wettrennen auf den Festplatz.— Den 17., Vormittags 9 Uhr, Zug der angekauften Thiere zur Ver— loosung auf den Festplatz.— An beiden Tagen Volksbelustigungen und Tanz, sowie Thätigkeits⸗ proben der Maschinen. Für Bewirthung ist bestens gesorgt und ladet man zu recht zahl⸗ reichem Besuche ein. Das Fest⸗ Comité. Bad Nauheim, Fritz scher Felsenkeller. 1666 Das Preiskegelschieben nimmt Samstag den 11. d. M. seinen Anfang und endet den 9. August. Es find 5300 Loose à 6 kr. beflmmt und enthält 60 Preise. Freundlichß ladet ein D. Fritz. Verloos une von Zuchtvieh, Pferden, kandwirthschaftlichen Maschinen und sonstigen Gegenständen in Darmstadt am 27. September d. J. 1631 Gelegentlich der am 24. bis 27. September in Darmstadt slaltfindenden Ausstellung soll eine Ver⸗ loosung von Rindvieh, Pferden. Maschinen u. s. w. stattfinden. Es sollen 20,000 Loose à 86 kr. ausgegeben, und der ganze Erlös, nach Abzug der Unkosten, zum Ankauf von mindestens 400 Gewinnen verwendet werden. Sämmiliche Loose find mit dem Stempel des landwirtbschaftlichen Vereins für Starkenburg versehen, und ist dem derrn Bankier Ferdinand Sander in Darmstadt der ausschließliche Verkauf der Loose über⸗ tragen worden. Darmstadt im Zuni 1868. Das Verloosungs⸗ Comité des landwirthschastlichen Vertius für Starkenburg. In Bezugnahme auf Vorstebendes bitte ich Wledervelkäufer, sich franco an mich wenden zu wollen, und gestatte ich bei Abnahme größerer Partieen einen entsprechenden Rabatt. Ferdinand Sander, vormals A. Huessel, Eck der Rheinstraße und des Louisenplatzes in Darmstadt. Die Renten- und Lebensversicherungs-Austalt zu Darmstadt übernimmt: 1) die Versicherung steigender Renten gegen beliebige Kapitaleinlagen. 2) Lebensversicherungen in Beträgen von 100 bis 10,000 fl. auf ein einzelnes Leben gegen feste, zu keiner Nachzahlung verpflichtende Versicherungsbeiträge. Für eine lebenslängliche Versicherung von 100 fl. betragen die jährlichen Versicherungs⸗ beiträge bei einem Alter von 20 Jahren: 25 Jahren: 30 Jahren: 35 Jahren: 40 Jahren: 45 Jahren: 50 Jahren: 1 fl 34 fr. 1 fl. 45 fr. 2 fl. 1 tr. 2 fl. 21 kr. 2 fl. 48 kr. 3 fl. 26 kr. 4 fl. 18 tr. 3) Leibrenten-⸗Versicherungen. 4) Depositengelder bis zu Beträgen von 25 fl. herab, welche vom 30. Tage nach der Hinterlegung bis zur Zurücknahme mit 3½% verzinst und auf Verlangen ganz oder stückweise zurückbezahlt werden. Wegen näherer Auskunft, sowie wegen des unentgeltlichen Bezugs von Prospecten und Statuten der Anstalt beliebe man sich an deren Herrn Bevollmächtigte zu wenden.“) Dar mstadt. Die Direction. „) In Friedberg an Herrn E. E. Weiß, Buchbinder. In Butzbach an Herrn J. J. Seippel, Kaufmann. 1656 Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actiengesellschast. Directe Post⸗Dampfschifffahrt zwischen Hamburg und Uew-Hork 2 vermittelst der Postdampfschiffe Alemannia, Mlllwoch 18. Juli Eimbria, Mittwoch 29. Juli Holsatia, 5 22. 75 Morgens. Saxonia, 1 5. ugust Morgens. Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Ert. Rihlr. 163, Zweite Cajüte Pr. Crt. Rthlr. 100, Zwischer deck Pr. Crt. Nihlr. 50. Vom 19. August inclusive an wird der Zwischendechpre is auf Pr. Ert. Rihlr. 8 erhöht, und zwischen Hamburg und New⸗ Orleans, auf der Aus relse Havre und Havana, auf der Rückrelse Havana und Southampton anlaufend, Saxon, 1. Oktober.. Bavaria, 1. November. assagepreise: Erste Cajüte Pr. Ert. Riblr. 200, zweite Cafüte Pr. Ert. Rthlr. 150, Zwischendeck Pr. Crt. Rihlr. 38. 1681 Näheres bet C hrist. H e cht, Liederkranz. 1669 Bei günsliger Witterung Sonntag den 12. Juli, Nachmittags, Ausflug auf den Schwalheimer Brunnen. Friedberg. Der Vorstand. Turuverein. 1663 Auf Antrag mehrerer Mitglieder findet Samstag den 11. d., Abends 9 Ühe, eine außerordentliche General Versammlung fatt. Gegenstand der Berathung: Ab⸗ haltung einer Sommerparthie. 1664 Sonntag den 12. d. M. findet guf dem Selzerbrunnen gut besetzte Tanzmufik statt, wozu freundlichst einladet. P. Weitzel. 1667 Die verebrliche Administration des Kursaals zu wollen. Mebrere Theaterfreunde. — 4— 2 2 2 2 323% S5 8 388 22 8 2— 2— 8 2 S S S2 5 3 8 23 .— 82 2 S 2 S SS„ 33 * 2 Se S S N. SS e 2 S 8 S2= S 2 2 2 23 * 2 22 5 S 2 S G 2 2—— 2 SSE 5 2323 2 2 28 0 2 2 2 2 5 S de 2 S S 8 S5 S SNN S 2 —— 38 2 . 2 2 E— 2 28 2 3 W 3 Sc D222 2*„5ͤ K Sr SS. 2 sa 2 „ S — 2 8.8 SSS„„ 2 2 8 E 2 2— — 8 S 2 232 8* E 2 S2 3 SS S 8 8 e 2= E 28 2 2— 2 SS S228 2 2 2——.— 2 2 2 3 52 2 22 5.5 S882 Es 2 88 85S ͤ Y 6 2 2 2 1 22 22 2 258 Dres 7 2— 33 2 5 2 3 S 28 2325 2 8 8 228 S 23 2 25 8e 2s 8 SS 2 2— 2 2 2— 2 2 92 SS T S8 22 S SES 0 22 2 2 22——. S„Sass 8= 2 2 2 8 2— S. 7 2 22 rA Sr 2— 2482 533 2 2 855 2 2 2 2 2 2 ——— 2 22 2e — 8 f 2— 2 3 — 2 2 5 es S* b 832 8 S— 38 Wohnungsveränderung. 1682 Ich bringe biermit zur allgemeinen Kenntnis, daß ich mein Haus auf der Freibelt verlassen habe. Meine Werkstatt befindet sich in meinem noch im Bau begriffenen Pause in der Usagasse, dem Herrn Bürger⸗ meifler Foucar gegenüber und meine Wohnung in der Usa⸗Vorstadt bei Wittwe Simon. 5 E. F. Lang, Dreher und Metalldrücker. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag den 12. Juli 1868. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Diegel. Gottesdienst in der Stadtkircher Vormittags: Herr Candidat Walz. Nachmittags: Herr Pfarrer Köhler. Gottesdienst in der Burgkirchen Bitte! ö Naubeim wird gebeten, das Theaterstück:„Der Kapell⸗ meister von Venedig“ nochmals aufführen lassen zu Vormittags: Herr Pfarrer Baur. Nachmittags: Herr Candidat Seipp. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Spectal⸗Agent in Friedberg. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 28 un Druck und Berlag von Bindernagel& Schimp 75 1 we 1 a 5e. gulesse 0 J ergeben 4 Dit 9 1000 14, en Ke Zahlung der. chens aol Dor — 5 tu 0 10 1635 Die sollen in gi 3 oh an! t sehenden d Weizen, f seigert wel den Slesgtt Friedl — 2 1071 Das auf der Ne die folgende im Auschluß weiter zer s ) 4nd sehr ei geschoss 2) keere zulassen desw. k. fast neu Gegen Credit ab- Ao seph Butzbach. n een ns. neee und kann 2 Werner 1 ˙ K N Pof- Koppeu macher in Nrterberg. Shen über Sundzzi gs. lisce pipe Dr. O. Kiu t Aenne. se . zor 18.286. mögen überschuldet sel. Ischen Anmeldung der Forderungen und zum Güteveisuch Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. N 81. GSZBraunkohlen-Verkauf. 1563 Für die gegen Credit zu beziehenden werk mit dem 1. Juli 1868 eine neue Zablungsfrist bis Ende Dezember 14 Stück Klötze. Im Intzeresse der Consumenten wird es liegen, vergewissern wollten, od die Die Fuhrleute wollen die Gegenscheine, dei jedem Kohlendezuge mitbringen, damit d Zahlung der Creditsumme an Großherzoglich scheins erforderlich. Dorheimer Bergwerk den 25. Juni 1868. d. J. Der Preis e Bergkasse Braunkohlen beginnt auf dem Großherzoglichen Dorheimer Berg⸗ Credüperlode laufend bis Ende September und verbunden mit einer Holzkohlen werden, soweit der Vorrath reicht, bf wenn sie sich vorher durch Anfrage bei der unterfertigten Stelle gewünschte Kohlenquantität gerade vorräthig und abgebbar ift. b welche ihnen bet Abgabe des Bürgscheins eingehändigt werden, le einzelnen Bezüge in dem Gegenscheine notirt werden können. Bei der Kohlenklötze ig wie seitber 12 kr. für den Centner der gemessene Centner zu 16 kr. verabfolgt. zu Friedberg ist gleichfalls die Vorzeigung des Gegen— Großherzogliches Bergamt Dorheim Storch. Fruchtversteigerung auf dem Halm. 1635 Dienstag den 14. Juli d. J., Vormtttags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag der Jobannes Supp's Erben dahier die denselben zu⸗ stebenden dießjährigen Halmfrücchte von elrca 30 Morgen Weizen, Hafer und Gersite öffentlich meiftbietend ver⸗ fleigert werden. Gegen vorschristsmäßige Bürgschaft wird den Steigerern Credit bis Ende September d. J. bewilligt. Friedberg den 7. Juli 1868. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Foucar. Bekanntmachung. 1671 Das Betriebs ⸗Reglement für den Güterverkehr auf der Main⸗Weser⸗Bahn vom 1. November 1865 hat die folgenden Zusäaͤtze und Abänderungen erfahren, welche im Anschluß an die Bekanntmachung vom 1. April 1867 weiter zur öffentlichen Kenntniß gebracht werden: 1) Zündplättchen(zu Kinderpistolen) find, als sehr leicht explodirend, vom Transport ganz aus- geschossen(zu§. 3 4). Leere Säcke find zum Transport nur dann zu⸗ zulassen und anzunehmen, wenn sie in ordentlich dezw. kreuzwels und mit einer dauerhauften Etiquette 75 829 veisehenen Packen aufgegeben werden zu§. 2). Zu den leicht entzündlichen und feuerfangenden und deshalb vom Transport ausgeschlossenen Gegen⸗ sländen gehören auch „Natron⸗Koaks“(Adfälle von der Parafin⸗, Solarsl⸗ und Soda⸗Fabrikation) und . Pharaoschlangen“(zu 2 3 — 4) Den nur bedingungs weise zum Transport zu⸗ gelassenen Artikeln: „Aether, Naphtha und absoluter Alkohol“ wird auch das in neuerer Zeit unter dem Namen: „Ligro ine“ in den Handel gebrachte flüchtige Oel gleichgestellt (zu 5. 3 B. Ziffer 1). „Die Zündschnüte“ aus der Fabrik H. Müller und Comp. ia Engis s. m., Belgien, werden unter den für den Transport von Site ichzündbölzern be. stehenden Beschränkungen zur Beförderung zugelassen (zu 5. 3 B. 4). Der Artikel„Schwefelkohlenstoff“ soll bei Aufgabe in eisernen, widerstandsfähigen, fessen und dichten Umschließungen zum Transe port für die Folge auch dann zugelassen werden, wenn die betreffenden Behälter bis 1000 Pfund von diesen Stoffen fassen. Zu F. 3 A. Posizwangspflichtig find Alle ver siegelten, oder sonst verschlossenen Brlese. polnischen Inhalts. 8) Zu. 3 B. Die nur bedingungsweise transportirt werdenden Gegenstände werden mit Adresse„Bahnhof restante“ zum Transport nicht angenommen. Patent ⸗Sprengpulver(Dynamit) von A. Nobel in Hamburg ist als expledirend vom Transport ausgeschlossen(zu§. 3 4). Cassel am 25. Jani 1868. te Central-Direction der Maln⸗Weser⸗Bahn. Oeffentliche Aufforderung. 665 Der Ackermann Johannes Schäfer von Wachenbuchen, hat glaubhaft angezeigt, daß sein Ver⸗ Es wird deshalb zur summa⸗ 5 — 60 7 zugenähten Alle Zeitungen 90 Termin auf den 4. August d. J., Vormitiags 9 Uhr, or unterzeichneter Gerichtsstelle— Schloßstraße Nr. 26— anberaumt. Ole nicht erscheinenden G Zeschlüssen der Mehrheit beitretend betrachtet. Etwalger Vergleichsbescheid wird lediglich durch zuschlag im Gerlchtolocal veröffentlicht. Hanau am 3. Jult 1868. Königliches Amtsgericht Abtheilung II Co st leer. läubiger werden als den Versteigerung von Vieh und Ackergeräthschaften. 1676 Mittwoch den 15. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr, werden in der Behausung der Joh. Supp'schen Erben nachstehendes Vieh nämlich: 2 Arbeltapferde, 5 Kühe, 4 Sprenger, 1 trächtiges Mutterschwein, 4 Schaafe und 3 Lämmer öffentlich meistbietend verstetgert. Im selben Termine kommen sämmiliche Ackergeräthschaften zur Versteigerung. Friedberg den 8. Juli 1868. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Fouc ar. BVersteigerung. 1655 Mittwoch den 15. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr, sollen in der Behausung der Supp'schen Erben 60 Fuder Strohseile und 6 Wagen Mit verfleigert werden. Friedberg den 8. Juli 1868. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg out r. Bekanntmachung. 1653 Die Lieferung des für das Bezirksgefängniß zu Frieeberg auf ein Jahr erforderlichen Brennholzes soll Freitag den 17. Juli l. J., Vormtttags 11 Uhr, im Landgerichtslocale nochmals an den Wenigstnehmen⸗ den versteigert werden. Friedberg den 6. Juli 1868. Groß herzogliches Landgericht Friedberg Reiß. Arbeits ⸗Versteigerung. 1672 Donnerstag den 16. Juli, Vormittags 11 Uhr, sollen zu Ossenheim nachfsehende Arbeiten versteigert werden: fl. kr. 10 Pflasterarbeit, It. Uebeischlag 46— 2) Sandlieferung— 1.2 Cublkklafler 30— 3) Sandmessen 2 24 4) Verschiedene Gräben auszuräumen 40— Frledberg den 8. Juli 1868 Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider. Weißbinder- Arbeit. 1673 Die Herstellung des äußeren Verputzes am Schul⸗ haus und das Ausweißen der Hirtenwohnung zu Bauern⸗ beim, soll Donnerstag den 16. Jult, Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhaus zu Bauernheim an den Weuigfinehmenden in Accord gegeben werden. „nledberg den 8. Juli 1868. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider. Weißbinder- Arbeit. 1674 Das Aus weißen der beiden Schulsäle zu Assen⸗ heim, sowie das Anstreichen von zwei gußelsernen Pumpenstöcken soll Freitag den 17. Juli, Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhause zu Assenbeim an den Wenigsinebmenden in Accord gegeben werden. Nach Beendigung dieser Verßeigerung werden circa 60[f. Fuß 2“ dicke Bleiröhren, zu Wasserlestungen geeignet, nebst 2 messingenen Pumpenstieseln an die Meifltbietenden verkauft. Friedberg den 8. Juli 1868. Der Bezirks- Bauaufseher Schneider. Schaafpferch-Versteigerung. 1677 Montag den 13. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathbause 5 bis 10 Schaaspferche, welche den 16. d. Mts. beginnen, öffentlich meistbletend versteigert werden. Friedberg am 10. Juli 1868. Großherzogliche Burgermeislerei Friedberg F ou e ar. Ein Bacherlehrling [Arbeits ⸗Versteigerung. 1675 Freitag den 17. Zuli, Nachmittags 2 Ubr, werden zu Bruchenbrücken bei Gaflwirth Johs. Michel II. nachstehende Arbeiten an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben: 1) Ausbruch⸗ und Planirarbeiten auf dem Wetterufer vor der Brücke daselbfl. 2) Perbeifahren und Einfüllen des Grundes. 3) Maurerarbeiten zur Herstellung eines Durchlasses neben der Wetterbrücke. 4) Kalklieferung, 5) Sandlteferune und Messen desselben. 6) Brechen, Fahren, und Aufsetzen von 3 Cubilklafter Chausseesteinen. 7) Chauffirarbeit. Friedberg den 8. Juli 1868. Der Bezirks ⸗Bauaufseher Schneider. Emser Pastillen 22 selt einer Reihe von Jahren unter Leitung der Königlichen Brunnenverwaltung aus den Salzen des Emser Mineralwassers bereitet, bekannt durch ihre vor⸗ züglichen Wirkungen gegen Hals- und Brust⸗ leiden, wie gegen Mag enschwäche find stets vor⸗ räthig in Friedberg bei Pru. Hofapotheker C. Wahl, in Nauheim bei Herrn Ph. J. Weiß. Die Pastillen werden nur im ettkettirten Schachkeln versandi. Königliche Prunnenberwaltung zu Bad⸗Ems. 1000 fl. 1649 Vormundschaftsgelder liegen, zusammen oder ge⸗ trennt, gegen Ende dieses Monats zum Auglethen bereit bei Schreiner, Postsecretär, Als Setzerlehrling kann ein mit den erforderlichen Schulkenntnissen ver⸗ sehener junger Mensch in unsere Buchdruckerei eintreten. Bindernagel& Schimpff. 8 7 K* Für Jäger. 1639 Eine Lefaueheux- Flinte Coll. 16, so- wie zweit gewöhnliche Doppelflinten find billig zu ver⸗ kaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Glacé- Handschuhe 1194 sowie Handschuhe 11 d Ecce ꝛc. 2c. bei K. Friedrich neben der post. 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