N Dienstag den 11. Februar. 18. dualt die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. — zeiger für Oberhessen. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samslag. — ä Bestellungen auf den„Anzeiger für Oberhessen“ werden noch fortwährend von allen Poststellen und der Verlagsexpedition für das erste Halbjahr angenommen — Amtlicher Theil. deirefsend: Die Ausführung des Gesetzes vom 6. Inni 1853, die Versicherung der Gebäude wegen Feuersgesahr und die Vergüsung von Brandschäden. Friedberg den 7. Februar 1868. g Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg in die Großh. Bürgermeistereien Dorn-Assenheim, Gambach, Ilbenstadt, Nieder-Rosbach, Ober-Rosbach, Reichelsheim, Schwalheim, Wisselsheim und Wölfersheim. Da noch viele von Ihnen mit Erledigung unserer Versügung vom 11. December v. J., Anz. f. Oberh. Nr. 148, im Rückstande int, so werden Sie hieran, binnen 3 Tagen, bei Meidung von Geldstrafe erinnert. Ter a p p. Das Großherzogliche Salinenamt Nauheim a n sämmtlich e een Dine Der Verkauf von Koch- und Viehsalz auf der Großherzoglichen Saline Nauheim in Quantitäten unter 12 Etr. findet wöchentlich zur an den beiden Tagen Dienstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr Vor- und 2 bis 5 Uhr Nachmittags statt. Quantitäten über 12 Etr. können in den genannten Stunden täglich dahter gekauft und abgeholt werden. Wir ersuchen Sie, Vorstehendes im Interesse Ihrer Ortsangehoͤrigen alsbald veröffentlichen zu lassen. Naubeim, am 6. Februar 1868. F. Schreiber. Weiß Hessen. Darmstadt. Nach der„Darnst. 36.“ ist dem Bankhaus von Erlanger und Söhne n Frankfurt a. M. und der von demselben gebil- deen Aktiengesellschaft die landesherrliche Con- ision zum Bau und Betriebe der Eisenbahnen den Gießen nach Fulda und von Gießen nach bilnhausen, vorbehältlich ständischer Zustimmung, utheilt worden. — Der General- Lieutenant von Plonsky, Lemmandeur des XI. Armeecorps des norddeul⸗ schn Bundes, ist aus Kassel bier eingetroffen. — Von den früher hessischen, kürzlich zu beberen Dienststellen im preußischen Postdienst wancirten Postbeamten sind ernannt worden in Darmstadt: zum Oberpostcommissär und Expeditions- enstand der Postcommissär Alefeld; zum Post⸗ tesentontreleur der Postsecretär Bötticher; zum Ober-Postcassenbuchhalter der Postcassirer Berchel inn; zu Ober-Postsekretären und Expeditions- Mrstehern die Postsekrrtäre Welcker und Lochmann; Ober- Postsecretären und Burtaubeamten J. Classe In Mainz: Zu Ober⸗Postcommissären und Expe- ditionsvorstehern die Postcommissäre Karl und Rudolph v. Jungenfeld; zu Ober-Postsekretären und Expeditionsvorstehern die Postsecretäre Reen, v. Helmolt und Otto. Ferner zu Oberpostsecre— tären und Exped itionsvorstehern in Gießen: Post— secrttär Pagenstecher; in Offenbach: Postsekretär Amelung und in Worms: Postsecretär Euler. — Die„D. 3.“ schreibt:„Die„Main-.“ brachte die preußischer Seits auf Grund der Succession in das Landgrafenthun Hessen-Homburg erhobenen Ansprüche wegen Fertgewährung der aus der großh. hessischen Staatskasse nach Hom- burg zu entrichten gewesenen Paragialrente von 25,000 fl. zur Sprache. Wir bemerken hierzu, daß in den Recesse zwischen Hessen und Preußen d. d. 25. Juni 1867 F. 8 letzteres mit seinen veßfallsigen Ansprüchen auf den Rechtsweg ver— wiesen worden ist, und die contrahirenden Theile übereingekommen sind, daß, wenn Preußen den Rechtsweg dieserhalb beschreite, durch schiedsrichter- lichen Spruch über die erwähnten Ansprüche ent⸗ schieden werden soll. Das Schieesgericht soll alsdayn, sofern nicht noch eine anderweite Ueber— einkunft zwischen beiden Regierungen stattfindet, in der Weise bestimmt werden, daß von den drei Staalen Baden, Bayern und Königreich Sachsen, welche groß h. hessischer Seits vorgeschlagen werden, die königlich preußische Regierung denjenigen wählt, dessen höchster Gerichtshef die Entscheidung zu fällen hat.“ — Eine allerhöchste Entschließung vom 1. d. verordnet bezüglich der Organisation des militär— ärztlichen Dienstes: 1) Die Militär-Medizinal-Commission hat künstighin die Benennung„Medieinalstab“ zu führen. Der Geschäftskreis des zum Ressort des Kriegsministeriums gehörigen Medicinalstabs wird durch besondere Verordnung geregelt werden, und es hat demselben außer den seitherigen Mitgliedern der Militär-Medicinal-Commission, der Oberstabs- veterinärarzt als weiteres Mitglied anzugehören. 2) Die Leitung des militärärztlichen Dienstes innerhalb der Armtedivision wird einem Militär- e Sekretäre Silz, Holzamer und Kromm.— Eeisenbahn Postbüreaus. Wenn auch die Post eine große Reihe von neuen Einrichtungen nachzuweisen hat, welche sie zur Erreichung einer schnelleren Beförderung groffen, so gebührt unter diesen Beförderungsmitteln doch den Eisenbahn— birtaus, fliegende Posten, ambulante Büreaus, fahrende Postämter, wie nun sie hier und da in den verschiedenen Ländern benennt, die erste Stelle 1nd dürfte eine kurze Schilderung derselben nicht ohne Interesse sein. Anfangs beschränkte man sich einfach darauf die Eisenbahnen zur brforderung von Postsendungen dadurch zu benutzen, daß man die mit Aystsachen beladenen Güterwagen auf Eisenbabn-Plateauwagen setzte und selche dem betreffenden Zuge einreihte. Die Unvollkommenheit dieser Ein- ichtung führte bald zum Bau eigener Eisenbahnpostgüterwagen, welche Aumittelbar auf den Schienen liefen. Die Versendung dieser Postgegenstände geschah damals natürlich iberall durch die Lokalpostanstalten und die Eisenbahnposttransporte beschränkten ch auf die Beförderung fertiger Posten. Je weiter sich aber das Eisenbahnnetz ausbreitete und der ganze Arkehr Ich aufschwang, desto unzureichender erwiesen sich diese Einrichtungen. traten große Mißverhältnisse in der Postbeförderung ein. Reisende lumen schneller an ihr Ziel als Briefe. Letztere erlitten oft an Speditions- unkten ein längeres Stilllager, als die ganze Dauer der Beförderung pvihrte. Eine wirksame Abhülfe konnte nur durch vollständige Umgestaltung its seitherigen Systeme geschaffen werden und kam man dabei auf die Idee das Speditionsgeschäft zum größten Theil von den Lokolpostanstalten in die auf den Schienen sich bewegenden Postwagen selbst zu verlegen, und die Zeit der Beförderunt für die Zwecke der Manipulation mit ver- wendbar zu machen. Der Postbetrieb erlaugte auf diesem Wege, indem er während der Fahrt bewirkt, von Zeit und Ort weniger abhängig ward, eine erhöhte Beweglichkeit. So entwickelten sich denn allmälig unsere jetzigen Eisenbahnpostwagen zu der Vollendung wie sie jetzt die Welt mit den Eisenbahnzügen nach allen Richtungen durchfliegen. Die Eisenbahn⸗ postwagen von heute bergen in ihrem Innern ein ganzes Postbürtau mit Packkammer, Brieskasten, Tischen, Schränken, Repositorien, Stühlen, Oefen, Lampen ꝛc., überhaupt allen zum Postbetrieb erforderlichen Gegenstäanden. Sie fassen meistens ein Personal bis zu 6 Beamten und Unserbeamten. Während die schnellsten Courierzüge Berg und Thal, Flur und Wald durchsausen, expediren die ambulanten Pofsbeamten in den Eisenbahnpost- büreaus Tausende von Briefen, Schristen ꝛc. dergestalt, daß ihre Beför⸗ derung mit der Schnelligkeit des Eisenbahngangs gleichen Schritt hält. Die Einführung der fliegenden Büreaus, welche viele Schwierigkeiten wegen der Größe der Wagenkasten, der Heizung des Bürtauraums u. a. veranlaßte, ist ein Verdienst der preußischen Postverwaltung und traten dieselben am 1. Mai 1849 zuerst auf preußischen Eisenbabnen ins Leben. Bald folgten Sachsen, Baden und andere deutsche Staaten. Die Aufgabe der Eisenbahnpostbürtaus ist pünktliche Beförderung und richtige Spedition der Briessendungen und Zeitungen zwischen den Post— anstalten der Route und nach und von den Zweigrouten, sowie den Medicinal Beamten, mit der Dienstbenennung „Divistonsgeneralarzt“ übertragen. Derselbe hat in der Regel den Rang eines Majors. 3) An die Stelle der Dienstbenennungen „Stabsarzt, Oberarzt und Militärarzt“ ꝛc. treten mit dem entsprechenden gleichen Rang, die Dienst— benennungen„Oberstabsarzt, Stabsarzt und Assistenzarzt“. 1 Der dermalen angestellte Stabsveterinär— arzt, sowie die angestellten Oberveterinärärzte baben die Dienstbenennung„Oberstabe veterinärarzt und Stabsveterinärärzte“ zu führen. — Der charakterisirte Hauptmann v. Bechtold ist zum wirklichen Hauptmann im 2. Inf.⸗Regt. befördert worden. Die Lieutenante Menges und Mootz wurden zur Pionniercompagnie versetzt. — Die„D. Ztg.“ meldet: S. K. Hoheit der Großherzog haben zu genehmigen geruht, daß an die Stände sofort eine Proposition wegen Erbauung einer Eisenbahn durch den Odenwald, sowie von Eisenbahnen in der Provinz Rheinhessen und einer Eisenbahn von Worms nach Bensheim durch die Ludwigs⸗Eisenbahn-Gesellschaft gerichtet werde. Gleiche Genehmigung wurde wegen der bereits schon oben erwähnten durch das Bankhaus von Erlanger und Söhne in Frankfurt a. M. in der Provinz Oberhessen zu erbauenden Eisen- bahnen ertheilt. — Die in Kiel garnisonirenden Commandos der Flotten⸗Stamm-Division, der Werft⸗Division (Maschinen- und Handwerks- Compagnie), des See-⸗Bataillons und der See Artillerie-Abtheilung sind angewiesen worden, die von Angehörigen des Norddeutschen Bundes eingehenden Einstellungs⸗ gesuche anzunehmen, zu prüfen und zu erledigen. * Friedberg. Durch eine Verfügung des Generalpostamts vom 25. Januar c. werden die Postanstalten des norddeutschen Bundes veranlaßt, dem Publikum bei sich darbietender Gelegenheit zu empfehlen, sich bei Abfassung der Adressen auf Briefen nach Spanien und Portugal der lateinischen Lettern zu bedienen, weil den Postbeamten in diesen Ländern die deutschen Schriftzeichen im Allgemeinen unbekannt sird und in Folge dessen die Bestellung solcher Briefe wesentlich verzögert wird, oder dieselben überhaupt nicht an ihre Adresse gelangen. * Friedberg. Nach einer Bekanntmachung der Direktion des hiesigen Schullehrer Seminars findet die dießjährige öffentliche Entlassungsprüfung vom 30. März bis 2. April einschließlich statt. Die Aufnahmeprüfung neuer Zöglinge ist für Montag den 6. April angeordnet. Die Anmel- dungen zu dieser Prüfung haben spätestens 14 Tage vorher mittelst Vorlegung der durch die betreffenden Schulvorstände auf dem Dienstwege einzusendenden Zeugnisse zu geschehen. Preußen. Berlin. Abgeordnetenhaus. Der Gesetzentwurf, die Ueberweisung von einer halben Million Thalern jährlich an den provin⸗ zialständischen Verband Hannovers betr., wird mit 200 gegen 168 Stimmen angenommen. — Der Ministerpräsident Graf Bismarck hat laut Schreiben an den Präsidenten des Abgeord— netenhauses von Forckenbeck einen unbestimmten Urlaub nachgesucht und vom König erhalten. Vertreten wird Graf Bismarck durch den Finanz— minister. Der König soll wegen der Haltung der conservativen Partei in der Provinzialfonds- frage etwas gereizt sein. 0 — Wie die„Post“ wissen will, würden der König und der Kronprinz in nächster Zeit sich nach Ostpreußen begeben. Die„Zukunft“ knüpft daran den Wunsch, daß die Reise eine recht un— vorbereitete sein möge. — Ueber den Urlaub des Grafen Bismarck spricht von den Morgenzeitungen blos die„Spe— nersche Zeitung“; es sei keine Veranlassung zu zweifeln, daß Gesundheitsrücksichten der einzige Grund seien; eine tiefer liegende politische Ver— anlassung scheine der Urlaub nicht zu haben. — Die„Kreuzzeitung“ bezeichnet die Mit— theilung der„Spen. Ztg.“ bezüglich des Urlaubs des Grafen Bismarck als aus guter Quelle stammend, die„Kreuzzeitung“ hofft aber zuver— sichtlich, daß die zwischen dem Grafen und einem Theil der Conservativen eingetretene Spannung eine nur vorübergehende sein werde, indem die conservative Partei bereit sei, ihn zum Wohl des Vaterlandes mit aller Kraft zu unterstützen. Graf Bismarck hat Berlin verlassen und wird sich zu— nächst nach Hessen begeben. Wiesbaden. Der„Rheinische Kurier“ meldet: Die Verhandlungen mit der Homburger Kurhausgesellschaft wurden abgebrochen, weil Blanc, indem er die Vorschläge der Regierung ablehnte, die Gewährung einer Spieldauer von acht Jahren gegen eine Zahlung von 800,000 Thalern für den Kurfonds verlangte. Oesterreich. Wien. In der Sitzung des Budgetausschusses vertheidigt Baron Beust, aus Anlaß der Debatte über die Gesandtenposten, die Aufrechthaltung der Gesandtschaften in Würt⸗ temberg und Sachsen. Oesterreich führe streng und ehrlich die Bestimmungen des Prager Friedens aus. Wenn es auch weit entfernt sei, die Ent— wicklung der deutschen Angelegenheiten ränkesüchtig beeinflussen zu wollen, so müsse es dennoch ein Interesse an den Vorgängen in Deutschland nehmen. Es sei daher nothwendig, daß Oester— reich in den genannten Staaten durch Gesandte vertreten sei. Was die österreichische Botschaft in Rom beträfe, so empfiehlt Beust, leine Aen- derung vorzunehmen, damit der Schein einer Demonstration gegen Rom, wegen der schwebenden Concordats Verhandlungen, vermieden werde. — Ein Aufruf des„deutschen Volksvereins“ in Wien fordert alle Deutschen in Oesterreich zu Gaben„für die nothleidenden Brüder in Ost— preußen“ auf. Die Schlußworte lauten:„Sorgen wir, daß im deutschen Volke dae Bewußtsein er; starke, daß jeder seiner Männer auf die übrigen zahlen dürfe, daß ein Prager Frieden zwar die Gränzpfähle verrücken, aber das Band der Soll⸗ darität nicht zerreißen konnte, welches für ewig das deutsche Volksthum umschlingt.“ Der Extra einer ersten Sammlung unter den Vereins mitgliedern ist bereits an Dr. Joh. Jacoby abgegangen. — In der Sitzung des Kriegsbudget-Aus⸗ schusses erklärt Frhr. v. Beust in seiner Beant⸗ wortung der Interpellation betreffs der Armee— reduction, daß im Hinblick auf die politische Lage ein Friedenszustand wie vor 1866 nicht mehr vorhanden sei. Obwohl allseitig das Bestreben herrsche, die Kriegsgefahr zu beschwören, so sel es dennoch nothwendig, den Friedensstand der Armee dergestalt aufrecht zu erhalten, um nöthigen⸗ falls rasch, achtunggebietend und schlagfertig da⸗ zustehen. Pest. Das Königspaar ist unter der herz⸗ lichen Begrüßung des Volkes am Abend des 5. ds. hier angekommen. Die Straßen waren von den Einwohnern freiwillig illuminirt worden. Der ofstzielle Empfang war abgesagt. Frankreich. Paris. Die hannöver'schen Legionäre sind von der französischen Regierung in innere Departements verwiesen worden und sollen weiter aufgefordert werden, Frankreich zu verlassen, wenn sie nicht in die französische Fremdenlegion eintreten. Das französische Gou⸗ vernement zeigt sich gegen Preußen sehr entgegen- kommend, ohne daß dieses Schritte deßhalb gethan. — Die„France“ versichert den entgegen- gesetzten Behauptungen auswärtiger Blätter gegen⸗ über, daß die Beziehungen zwischen Paris und Rom niemals besser gewesen sind als jetzt und daß die spanische Regierung, welche in der römi⸗ schen Frage mit Frankreich durchaus einver⸗ standen ist, sich daher nicht veranlaßt sieht, eine N Verstärkung der päpstlichen Legion zu ilden. Großbritannien. Der irischen Bewegung gegenüber wird immer mehr die Nothwendiglest von Reformen anerkannt. Außer Lord Stanley hat dieß unlängst auch John Bright bei Gelegenheit eines Meeting's in Birmingham aus⸗ gesprochen. Den wesentlichsten Uebelständen glaubt man dadurch abzuhelfen, daß ein unabhängiger Bauernstand in Irland nach preußischem Mufter ins Leben gerufen und die Staatskirche abgeschasst werde, ohne daß die Geistlichkeit derselben ganz⸗ lich ihrer Einkünfte beraubt zu werden brauchte. Dem gegenüber hält man protestantischer Seits an der Staatskirche fest. In Dublin fand unlängst ein Meeting von Protestanten stalt, dem auch viele Mitglieder des Ober- und Unterhauses beisohnten. Es wurde beschlossen, eine Petition an die Königin zu richten, worin um Wahrung der Union, um Vertheidigung der irischen Kirche und um Abwehr des Einflusses der Ultramontanen auf die Erziehung gebeten wird. unverzüglichen Uebergang der Briefpost⸗Gegenstände auf anschließende weitere Routen zu sichern, einen unaufgehaltenen Fahrpostverkehr(d. h. Packet⸗ und Geldverkehr) zwischen den Postanstalten der Route und nach und von den mit deuselben in Zusammenhang stehenden übrigen Routen zu vermitteln und durch sachkundige Aufsicht und umsichtige Leitung die Ordaung und Regelmäßigkeit im Postbetriebe auf der Eisenbahn zu verstärken. Abgesehen von dem großen Nutzen, welchen die Eisenbahnpostbüreaus durch Ersparung einer großen Anzahl von direkten Kartenschlüssen durch die Beschleunigung des Uebergabegeschäftes und Vereinfachung des Nechnungswesens gewähren, muß noch der Vortheil hervorgehoben werden, welcher durch die Abkürzung der Schlußzeiten, insbesondert bei den Bahnhofs- Expeditionen erzielt wird. Die an den Eisenbahnpostwagen angebrachten Briefkasten gewähren nämlich dem Publikum die Möglichkeit, auf einzelnen Stationen noch bis zum Augenblick der Abfahrt des Zuges unfrankirte oder mit Freimarken oder Franco-Couverts frankirte Briefe aufzugeben. Ebenso ist es für den Zeitungsverkehr sehr förderlich und für die Redaktion wie Druckerei einer Zeitung ein unschätzbarer Zeitgewinn, daß die Zeitungspackete von der Expedition der Zeitung aus, bis kurz vor Abfahrt der Eisenbahnzüge, den fahrenden Postbüreaus unmittelbar übergeben werden können. In der kurzen Zeit ihres Bestehens haben die Eisenbahn⸗Postbüreaus sich bereits weit ausgedehnt. Fast über alle Länder mit geordneten öffentlichen Einrichtungen sind heute die ambulanten Postbüreaus verbreitet. Sogar auf den Dampfschiffen, z. B. zwischen England und Nordamerika. Welche Dimensionen einzelne Eisenbahnpostbüreaus haben zeigt z. B. das Eisenbahnpostbüreau der Ronte Verviers- Köln(Nr. 10), welches für Preußen und den größten Theil des übrigen Deutschlands die Correspondenz aus Belgien, Großbritannien, Spauien und den meisten überseeischen Ländern bearbeitet und zu diesem Zwecke oft bei einem Zuge drei große Eisenbahn-Postsalonwagen eingestellt werden, in denen beim Ein⸗ treffen starker nordamerikanischer und westindischer Posten bisweilen ein Personal bis zu 25 Beamten und Unterbeamten zur Bewältigung der ungeheuren Brief- und Zeitungs assen thätig ist. Die Kostspieligkeit der Eisenbahnpostbüreaus dürfte hiernach wohl zu bemessen sein, allein das Opfer erscheint unerheblich, wenn man erwägt, daß dadurch der vornehmste Zweck des Postinstituts erreicht, und dessen wichtigsten Interessen sicher gestellt werden. Daß die Ausbildung dieser Einrichtung noch nicht ihr Ziel erreicht, wird keinem Zweifel unterworfen sein. So wirken die Eisenbahnpostbüreaus durch ihre fliegende Eile und rastlose Thätigkeit, verbunden mit größter Pünklichkeit und sicherstem Ininandergreifen, von Grenze zu Grenze, bei Tag und bei Nacht für die vielseitigen Zwecke des Verkehrs der verschiedenen Lebenskreise insbesondere für die schnelle und leichte Vermittelung des Austausches der Ideen. N lonflattten Sache e, 0 ii gam dat 11. sowie beck geween Ane Be ken Danl. duutlett mii& . Auerkeunu iunlich 1 Aagenen Sol ac n wel Fehl keinet de u. n vele dt bet Dun bpntettes ein g Fraukfur nach der n id 1. Apr rmsirung det am 9 au. Ju der Dine gtoßt Wirts ind Mlaufen. N. Pannen, dar Ionsten Pfert S0. E teltag Derden iu de Otardebet 4 + 22 F 2 4 4 — 2 4* * *— 2 . * 2 4 1 e pn 0* 2 * A dent tar . fich a n een e Bert Lrhbertig n Sta bright! l ih c tres g eee *%% N. ttt geh derben za tei Mu che En 7 ——— Italien Nach dem„Journal de Paris“ die italienische Geistlichkeit bereits r 30 Millionen ihrer Güter wieder zurück⸗ Kuft haben. Aus Rom wird dem„Journal des Debats,, zeshrieben: Der Rüsungsschwindel dauert hier on, aber man findet doch endlich, daß? man zeug Soldaten hat. Die Zuaven sind 6000 in der Zahl; die Legion von Antibes ist ver— doppelt; alle Corps werden in dem gleichen Ver— Atiß verstärkt; das Gesammteffectiv beträgt 2000 und es kommen täglich Leute aus aller berren Länder an, von denen man nicht gerade 1 kann, daß sie der besten Gesellschaft an— gehören. Alle diese Leute müssen gekleidet, tcipirt und ausgerüstet werden. = Friedberg. Gestern Abend haben wir im Tapp'schen Saale einen Kunstigenuß gebabt, wie wir ihn din nur selten, vielleicht noch nie erlebt haben. Wir sind dafür dem Gesangverein Frohsinn und seinem tüchtigen Drector Herrn Reallehrer Blickhahn Anerkennung und Dank in hohem Maße schuldig, denn welche Mühe, Geduld, Fliß und Mittel dazu gehören, einen solchen Kunstgenuß u dieten, das weiß Jeder, der Aehnliches geleitet hat. f Beurtheilung des Einzelnen in diesem herrlichen Euncert wollen wir uns nicht einlassen, es genügt uns zu konstatiren daß das Ganze meisterhaft und rechter unsikalischer Kunst entsprechend war. Erhaben über unser ee ist ganz das entzückende Violinspiel des Herrn Heer- mann, sowie das reizende Violoncellospiel des Herrn Adeck gewesen. Ihnen wie auch ihrem gewandten, sach⸗ vaständigen Begleiter Hrn. Carl Fritsch unseren beson⸗ deen Dank. Aber auch unserem lieben Offenbacher Olartett mit Hrn. Georg Meyer an der Spitze unsere vle Anerkennung. Die Besucher des Concerts wurden mmentlich auch von den gemüth⸗ und prachtvoll vor⸗ geragenen Solis des Hrn. Mever in eine Stimmung seßt, in welche nur wahrer Kunsigenuß zu setzen vermag. bi keiner der vielen Zuhörer des dichtbesetzten Saales hit ohne volle Befriedigung denselben verlassen, vielmehr mr der Wunsch für baldige Wiederkehr eines solchen Encertes ein ganz allgemeiner. Frauk furt. Der dießjährige Frübjahrspferdemarkt sel nach der neuesten Festsetzung am 30 und 31. März ud 1. April abgehalten werden. Die Musterung und ämtirung der schönsten zu Markt gebrachten Pferde det am 30. März im Hofe der Gendarmeriekaserne ett. Zu der Marktlotterit sind 40,000 Loose bestimmt. Ine große Anzahl von Bestellungen darauf von Kus⸗ pirts sind schon bei dem Secretariat des Vereins ein⸗ laufen. Neben 10 vollfländigen Equipagen mit Ge⸗ nnen, darunter ein Vierzug, kommen noch 61 der önsten Pferde zur Verloosung. Frankfurt. Das Wachsen des Maines, welches in den letzten Tagen zu manchen Besorgnissen Anlaß gegeben, ist nunmehr dem Fallen gewichen und zeigt der Pegel heute nur nach 8“ 2“. Von Frankfurt wird gemeldet: In letzter Zeit ist es öfters vorgekommen, daß ie aus Thüringen kommen- den Eisenbahn-Schnellzüge den Anschluß an die Schnell⸗ züge der Main⸗Weser⸗Bahn nicht erreichten. Da die mit durchgehenden Billeten versehenen Passagiere auf ihrem Rechte bestanden, weiter befördert zu werden, so mußte die Verwaltung sich entschließen, Extrazüge, ostmals nur für 3 bis 4 Personen einzulegen und kamen mehrere derartige Züge verflossene Woche und vor einigen Nächten wieder ein solcher mit drei Personen hier an. Die jedes maligen Kosten für einen solchen Zug belaufen sich auf 120 Thlr. Es ist in jeder Beziehung anzuerkennen, daß die Eisen⸗ bahnverwaltung, wenn der oben beregte Umstand eintritt, ohne allen Anstand die Weiterbeförderung der Passagiere bewerkstelligt. Darmstadt. Nachdem seit mehreren Tagen gerücht⸗ weise von der Vergiftung eines kürzlich verstorbenen bhiesigen Bürgers verlautete, soll dem Vernehmen nach nun die Verhaftung von dessen Ehefrau stattgefunden haben und die Ausgrabung der Leiche angeordnet worden sein. Mainz. Dem„Mz.⸗Anz. entnehmen wir solgende Miitheilung: Die Gebrüder Beltz in der Schlossergasse haben unter ihrem Alteisenvorrath ein Brennzeichen auf gefunden, welches früher hier benutzt wurde, um die an dem Pranger ausgestellten Verurtheilten zu kennzeichnen. Das Zeichen ist rund, etwa in der Größe eines Thalers hat die Buch daben T. F.(„Travaux foreés“)(auf deutsch: Zwangsarbeit) und die Nr. 35.— Eine Aufbewahrung dieses gerichtlichen Brandmarkungsstempels, welcher im 19. Jahrhundert auch hier im Gebrauch war, möchte wohl für unsere Nachkömmlinge von Interesse sein. Schade nur, daß die Handhabe abgeschlagen ist und sehlt. Ober Ingelheim. Dieser Tage ereignete sich hier ein trauriger Unfall, der die ganze hiesige Gemeinde in Aufregung versetzte. Ein etwa 34 Jahre alter noch lediger Mann, Namens F. Zerban von hier, wurde bei einem Treibjagen unvorsichtiger Weise von einem Jagsogenossen, der auf einen Hasen angelegt hatte, geschossen und so unglücklich in die Seite und Stirne getroffen, daß man stündlich dessen Absterben erwartet. Bei der Jagoͤgesell⸗ schaft befand sich ein Arzt, und waren auch noch zwei andere hiesige Aerzte mit ihter Hilfe alsbald bei der Hand. Moͤchte dieser trübselige Vorfall eine neue Warnung zur Vorsicht sein. Worms. Man ist bier mit der Bildung einer Aktiengesellschaft zur Erbauung eines Theaters beschäftigt. In einer zahlreich besuchten Versammlung hat man sich kürzlich vorläufig über den zu wählenden Bauplatz geeinigt Aus der bayrischen Pfalz. Ein grausiger Mord wurde ganz in der Nähe der Stadt Kalserslauternverübt. Das Opfer des bis jetzt undekannten Mörders ist die 16jährige Tochter des in Trippstadt wohnenden Wirthes und Metzgers Caspar Schäffer, welche ihren Vater am vorigen Montag nach Kalserslauten begleitete und von bort allein nach Hause zurückkehrte. Man sand den Körper bet Unglücklichen mit durchschnittenem Halse, nahe ber Stab: im Walde, auf dem s. g. Pfaffenberge. „ Todt getanzt. Folgendes beirübende Ereigniß wird von Coburg gemeldet:„Das 18 jährige Fräulein G., eine talentvolle Schülerin des hiesigen Conservatoriume, welche in unseren Concerten sich viel Beifall erwarb, liegt heute auf der Bahre. Auf dem letzten Gymnastastenball, am vorletzten Freitag, wollte sie Morgens um 4 Uhr eben den letzten Tanz fertig tanzen, als sie plötzlich ihrem erschrockenen Tänzer in die Arme fiel. Fräulein G. hatte Samstag vorher in der„fliegenden Colonne“ gesungen und getanzt, Sonntag darauf sang sie die schwere Titus⸗ Arie im Concert für die Ostpreußen, Montag hatte sie in der Harmonie gesungen und getanzt, Donnerstag im Sängerkranz gesungen und getanzt, da unsern Concerten hler immer ein unabweislicher Theeball folgen muß. Freitags tanzte sie zum Letztenmal auf dem Gymnastasten⸗ ball. Ein Mehr verbat sich der zwar langmüthige, dafür aber unerbittliche Tod. Als der Vater 4 Stunden vor deren Tod von der gellebten, in jugendlicher Fülle, Frische und Schönheit prangenden Tochter um Mitternacht Ab⸗ schied nahm, um sich zur Ruhe zu begeben, meinte die Tochter noch:„Grüße die liebe Mutter und sage ihr, ich würde mit dem Bruder und der Schwester bald nachkommen.“ Die arme Mutter sollte das geliebte Kind nur als Leiche wiedersehen!“ % Eine Heirathscandidatin. Vor einigen Wochen hat sich eine reiche, schöne und liebenswürdige junge Dame, die Inhaberin einer Million, aus der Nähe von Leeds nach London begeben, um dort un⸗ gekannt als Geschäftsführerin in einem der großen Lon⸗ doner Kaufläden auf einen Liebhaber zu harren, der ihre Dand um ihrer Person und nicht um ihres Vermögens willen begehren möchte. Als dies bekannt wurde, waren die Londoner Läden sofort von Schaaren heirathslustiger Glücksritter überlaufen, die allein binnen Einer Woche 22 junge Damen vom Ladentisch weg an den Traualtar geführt haben sollen. Ob auch die richtige Millionärin darunter war, wissen wit nicht. Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent. Das Hamburg⸗New⸗Yorker Postdampfschiff„Allemania“ Capt. Meier, welches am 22. Januar von hier und am 24. Januar von Southampton abgegangen, ist nach einer schnellen Reise von 11 Tagen 22 Stunden am Mittwoch den 5. d. Mis., 3 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in New⸗York angekommen. Hamburg, 7. Februar 1868. Das Bremer Postdampfschiff„Union“, Capt. Santen, von der Linie des Norddeutschen Lloyd, welches am 19. Januar von Bremen abging, ist nach einer glücklichen Reise von 12 Tagen wohlbehalten in New⸗ York an⸗ gekommen. Holz- Versteigerung. 23 Freitag den 21. Februat, Vormittags 11 Uhr, berden in dem Königl. Domantalwalde, Oberförsterei randoberndorf, Gemarkung Epe: 1. Olfrikt Tetebachs he? a. 8025 Stück gemischte Laubholz-Plänterwellen. 2. Difrikt Triebachs hel nb. No Sti Nadelbolh-Poyfenstangen von 175 Cubik⸗ 50— Bobnenstaugen fuß, 1350 gemischte Wellen, 100„ Nedelbolz- Wellen, Heullich versteigert. Wit der Bersteigerung wird im Disrict Telebachs⸗ , begennen. Zusammenkuuft auf den Bletnalwege Cleeberg nach spa, an der Abthellangsschneise. (leeberg am 26. Jannat 1868. Der Königliche Oberförster 8 Bekanntmachung. 22 Montag des 17. Februar l. J. sollen im Fürst⸗ chen Walddigrikt Tülergarten bei Dungen: 233 Stück Eichen⸗Stämme= 11881 Cbkfg., 1 emischle Stämme= 521 Ebkfß., 1 ichen ⸗ und Buchenstangen= 130 Cbkfß., und Osenstag den 18. Februar d. J. eben daselbst: 3 Stecken Eichen⸗ und Buchen Nutzbolz, 12 5„ Buchen- und gemischt Scheitholz, 233/„9— 2 1 Prugelbolz, 907 9 6** 7 Stockholz, 142— 0.„„ Reiserholz, 280 Schichten„ iffentlich verkauft werden. Der Anfang it fedesmal Vormittags präcis 10 Ubr. Hungen den 28. Jauuar 1868. Fürstliches Rentamt De mme. unfehlbares Mittel ge gen Gliederreißen aller Art, und 30 kr. Ph. Dan. 92 gaichtwatle. —— A 18 Kümmich. * Bekanntmachung. 318 Sonnabend den 15. Februar, Vormittags 10 Uhr, wird im Geschäftslocal der unterzeichneten Behörde die Anfubr von 2000 Centner Steiskeblen vom Nauheimer Bahnbof zur Saline, unter den im Termin bekannt ge- macht werdenden Bedingungen au den Mindestfordernden vergeben werden. Naubelm den 6. Zebruar 1868. n Salinenamt Nauheim FJ. Schreiber. Wels. Bekanntmachung. 328 Die Inbader der Firma Trapp 4 Münch zu Friedberg, August Trapp und Theodor Mü uch daselbst, daden den Wilhelm Münch aus Langen zu ihrem Vertreter und Procuristen bestellt, was deute im Itrmen-Regißer des unterzeichneten Gerichts eingetragen worden ist. zriedderg den 8. Zebruar 1868. Wanna* Friedberg t i. Edictal ladung. 329 Forderungen und Ansprüche leder Art an das für concursfällig etkannte Vermögen des Glasers Jacob Zourter IV. in Södel flad im Termine Mittwoch am 6. Mall. J., Ber mittags 8 Uhr, bei Meidung Ausschlusses von der Masse, dab ier an; zuzelgen. In dem nämlichen Termin soll ein Arrange⸗ ment versucht und von den ausbleibenden oder nicht gehörig vertretenen Glaͤnbigern angenommen werden, daß sie den von der Mehrbelt der erschlenenen Gläubiger gefaßt werdenden Beschlüssen delgetreten seien. Frledberg den 24. Januar 1868. Groß berzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Laudrichter. Landgerichts Assessor. 202 Für eine bedeutende Lebensversicherungs- Gesellschast wird für Friedberg und Umgegend eln zuverläsfiger Mann ale Agent gesucht. Franco ⸗ Offerten befördert die Expedition d. Bl. unter Nr. 100. Bekanntmachung. 330 Der mit einer Anzahl Anspänner abgeschlossene Vertrag zur Anfuhr de. Braunkoblen vom Dorhbeimer Werk zur Sasine läuft mit dem 3. August d. J. ab. Es wird deabfichtigt einen neuen Fuhrvertrag abzu- schließen, welcher vom 3. August d. J. bis Ende 1889 dauern soll. Anerbietungen zur Aebernahme dieser Fuhren find bis zum 1. April d. J. bei der unterzeich⸗ neten Stelle einzugeben, bei der auch die Bedingungen eingesehen werden können. Nauheim den 7. Februar 1868. Oroßherzogliches Salinenamt Nauheim F. Schreider. Wels. Oeffentliche Aufforderung. 320 Nachdem die Ehefrau des Wirths Georg Fleischbauer ven Nauheim die Ueberschuldung ihres dermalen abwesenden Ehemanns angezeigt und diese sich durch das aufgenomment Inventar bestätigt bat, werden auf deren Antrag alle bekannte und unbekannte Gläubiger des Georg Fleischhauer zur Anmeldung ihrer Forderungen und Ausprüche, sowle zum Bersuche eines Arrangements auf Freitag den 28. Februar„. J., Morgens 9 Uhr, mit dem Anfügen ander vergeladen, daß die ausbleiben⸗ den als den Beschlüssen der Mehrdeit der erschlenenen Gläubiger beitretend erachtet werden. Naubeim am 5. Februar 1868. Oroßberzogliches Landgericht Naudelm Ulrich, Suppes, Landrichter. Landgerichts-Assesser. Zur hohen Beachtung für Bruchleidende. 45 Der berühmte Bruch⸗Balsam, dessen boder Werte selbst in Paris anerkannt, und welcher von vielen medi- einischen Autoritäten erprobt wurde, welcher auch in vielen tausend Fällen glückliche Curen bervorbtachte, kann jederzeit direet brieflich vom Unterzelchneten die Schachtel à 3 Fl. 30 kr. S. W. bezogen werden. Für elnen nicht so alten Schaden ist eine Schachtel dinrelchend. J. J. Kr. Eisenhut in Gais, bei St. Gallen (Schweiz). — Bei G. G. Lange in Darmstadt ist erschienen und in der Buchhandlung von Bindernagel& Schimpff in Friedberg zu haben: Supp, Gemüs und Aleisch. Ein Kochbuch fuͤr buͤrgerliche stich. 80. geh, 54 kr. aushaltungen oder leicht verständliche Anweisung alle Arten von Speisen und Backwerk billig und gut zuzubereiten.— Nebst einem Anhaug vom Einmachen der Früchte.— 14. unveränderte Auflage mit 1 Stahl— Dasselbe fein geb. in englische Leinwand 1 fl. 12 kr. Der Verkauf von 66,000 Exemplaren seit kurzer Zeit ist wohl der beste Beweis seiner anerkannten Brauchbarkeit. Herrn L. W. Egers in Erfinder des Schlesischen Fenchel-Honig-Extracts. Breslau, Wohlthätiger Menschenfreund! Ich litt schon mehrere Jahre an trockenem Husten, Verschleimung, ein aufgere mich, auch Stiche auf der empfindlich, schaffen. ö 0 f erblickte ich außen angeheftet eine Anzeige von dem L. i mich dieses Mittel zu gebrauchen und dezoßz eine kleine Flasche aus der von Ihnen anvertrauten Niederlage, dazu ich auch eine Gebrauchsanweisung erhielt. tende Linderung. und Diäl eingenommen, wovon sich das Uebel änderte und beseitigt wurde. tes Herzklopfen entkräftigte rust waren manchmal sehr daher ich immer bedürftiger aussah und mein Zustand nicht minder gefährlich war. Schon viele angewendete Arzneimittel konnten mir den erwünschten Erfolg nicht ver⸗ Endlich, von Gott geführt, ging ich einstens in der Stadt Leobschütz an einer Thüre vorbei, daselbst W. Egers'schen Fenchel-Honig⸗Extract. Ich enischloß Schon nach Verbrauch von dieser Flasche fühlte ich bedeu⸗ Ich habe mir sofort noch mehrere Flaschen zugeeignet und nach vergeschriebenem Gebrauch Die Quellen der Ernährung eröffneten sich wieder, so daß ich, wie besagt ist, in längerer Zeit nach erzielter Besserung meines Hauptleidens auch an Körperfülle zugenommen babe und meiuer Berufsarbeit u emsig obliegen kann. Nächst Gott verdanke ich Ihnen meine Genesung und wünsche, daß Ihr Fabrikat sich immer mehr verbreite. 322 Steudendorf, den 19. April 1867. J. Schefer. Der Schlesische Fenchel Honig⸗Extract von L. W. Egers in Breslau ist nebst einer Broschüre über seine Wirkungen, welche die Käufer gratis erhelten, allein ächt zu haben bei Jos. Hoff⸗ mann in Friedberg. Lebensversicherungsbank f. D. in Gotha. 204 Die Geschäftsergebnisse dieser Anstalt im Jahr 1867 wacen sehr günstiger Art. Durch einen reichen Zugang an neuen Versicherungen(2379 Pers. mit 5,052,700 Thlr.), welcher nächst dem Jahre 1865 größer war als in irgend einem anderen Jahre, ist die Zahl der Versicherten auf die Versicherungssumme auf der Bankfonds auf gestiegen. 31.000 Pers., 56,400,000 Thlr., 14,600,000 Thlr. Bei einer Jahreseinnahme von 2,600,000 Thlr. waren nur 1,140,000 Thlr. für 650 gestorbene Versicherte zu vergüten, welcher Betrag wesentlich hinter der rechnungsmäßigen Erwartung zurücksteht und den Versicherten eine abermalige hohe Dividende in Aussscht stellt. In diesem und den nächsten vier Jahren werden über Bwei und eine halbe Million Thaler vorhandene reine Ueberschüsse an die Ver sicherten vertheilt, was für das Jahr 1868 eine Dividende von 36 Proz. und für 1869 eine solche von 39 Proz. ergibt. Versicherungen werden vermittelt durch Hofgerichts⸗Advocat G. Trapp II. in Friedberg. Domainenpfandmeister Müller in Nidda. Holz- Versteigerung. 325 Donnerstag den 13. und Freitag den 14. d. M., jedesmal des Morgens 9 Uhr anfangend, sollen im diesigen und Nockenberger Markwalde nachverzeich nete Holzsortimente öffentlich meistbietend verseigert werden: 1 Stecken Buchen⸗Scheitholz I. Sorte, 139% A „. 1„ Elchen⸗Scheltholz, 2/6„ Bachen⸗Prügelbolz 1. Sorte, 21/„* 7 II.„ 5„ Eichen- 5 759„ Kiefern⸗* * Wellen Buchen⸗Keis holz I. Sorte, 77 7* II. 3549 1 1 680„ Kiefern⸗„ 2 Stämme Eichen⸗Ban- und Werkholz, 215 Cbkfß. haltend, 1 Stamm Buchen ⸗Werkbolz, 28 Cbkfß. haltend, 127 Stämme Kiefern Baußbolz, 2567 Cubsksa⸗ haltend und 77 Cubikjuß Kiefern- Stangenholz. Die Zusammenkunft ist den ersten Tag in der langen Schneise und den zweiten Taz an der Diebseiche, wo⸗ hin man die Steigliebhaber höflichst ein ladet. Es wird noch bemerkt, daß den ersten Tag das Stamm- und Stangenbolz zur Ver steigerung kommt. Oppershofen am 7. Februar 1868. Der Markgeg enschrelber: . Oeffentliche Aufforderung. 319 Nachdem die Majorität der erschienenen bekannten Gläubiger des überschuldeten Heinrich Hetterlch J. von NieterMockstadt am 15. d. M., mit diesem unter Mitwirkung seiner Ehefrau ein Arrangement abgeschlossen haben, so werden nunmehr dessen unbekannte Gläubiger aufgefordert, ihre Jorderungen innerhalb vier Wochen dahler anzumelden und etwaige Einwendungen gegen das Arrangement vorzubringen, widrigenfalls dasselbe beflätigt und in Vollzug gesetzt wird. Altenstadt am 21. Januar 1868. Groß herzogliches Landgericht Altenstadt Dr. Stammler, Landrichter. Versteigerung. 327 Die zur Concursmasse des Gerbers Konrad August Roth dahler gehörige Pofraithe in der Stadt, 50 Klstr., aus Haus, Nebenban und Scheuer bestehend, sowie die Gerberwerksätte an der Nidda, 26 Klftr., sollen Montag den 24. d. Mts., Vormittags 11 Ubr, im Rathhaussaale vahler meistbietend öffentlich versteigert und es soll bei angemessenem Gebot sogleich desinitsver Zuschlag ertheilt werden. Auch kommen einige Grundstücke zur Versteigerung. Nidda den 7. Februar 1868 Großherzogliches Ortsgericht Nidda 4 p, Landgerichts Assessor. 158 Epileptische Krämpfe(Fallsucht) beilt Pr. O. Killisch, Spectalarzt für Epilepfie, Berlin, Jägerfir. 75/76. Auswärtige brieflich. bei K. Friedrich neben der Post. 25²⁵ Kopftücher Verloren 331 wurde auf dem Wege vom Potel Trapp bis zum Haagk, oder im Hotel Trapp selbst ein Mevalllon mit Photographie. Der redliche Finder wolle vasselbe gegen gute Belohnung an die Exped d. Bl. abgeben. Alle Sorten Diele, Steinkohlen, Sandsteintröge, Krippen, Platten, ꝛc., 326 in großer Auswahl und zu billigen Prelsen bel f duard Ruths. Die Dr. Steffan'sche Augenheilanstalt zu Frankfurt am Main 90(Krügerstraße 8. und Sachsenhausen straße) auf's Bequemste eingerichtet, nimmt jederzelt Augenkranke auf. Unbemittelte zu ermäßigtem Presse und unentgeldlich. Geschästs- Empfehlung. 324 Indem ich diermit zur öffentlichen Keunini⸗ bringe daß ich das Geschäft meines Vaters J. Will käuf⸗ lich übernommen habe, hege ich das Vertrauen, meinen Geschäftskreis bei hiesigen und auswärtigen Freunden bedeutend erweltert zu sehen, und empfehle mich meinen geebrten Gönnern bessens. Zualeich bemerke ich, daß vom 5. d. Mts. an alle Zahlungen baldigst an mich zu entrichten find, widrigenfalls keine Berückfichtigung flalt⸗ finden kann. Fauerbach v. v. H. den 5. Februar 1868. Joh. Schmidt IX., Müller. Verkauf gebrauchter Wagen, 2836 als: Calschen mit Glas Verdeck, sowie mit Landau-Verdeck, ein- und zweispännige Coupés bei B Roth, gr. Eschenhelmerstraße Nr. in 54 Frankfurt a. M. Beachtenswerth! 102 Unterzeschneter befitzt ein vortreffliches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowle gegen Schwächezuffände der Harnblase und Geschlechtsorgane Speclalarzt Dr. Kirchhoffer in Kappel bei St. Gallen(Schweiz). Foul arda, seldene Umknüpftücher und Halsbinden bei K. Friedrich neben der Post. — 32 wird in eine Speeerel⸗ Ein Commis handlung nach Franl⸗ surt a. M. gesucht. Anerbietungen mit Angabe der seitherigen Conditionen, der Religion und des Alters, eben⸗ so das Anerbieten eines Lehrlings für das nämliche Oe⸗ schaͤft, aimmt unter Chiffre J. B. Nr. 22 entgegen die Jäger'sche Buchhandlung in Frankfurt a. N. 88 Dienstmagd gesucht. 289 In einem Pfarrhause auf dem Lande kann auf Petritag ein braves Dienstmädchen gegen guten Lohn — 1 treten. Näheres bei der Exped. d. Bl. unter r. 8 An Magenkrampf, Verdau⸗- ungsschwäche ꝛc. Leidenden 321 wird das rühmlichst bekannte Heilmittel des Dr, med. Doeelks empfohlen und ist Näheres aus eine Broschüre, welche in der Expeditlon d. Bl. gratis ausgegeben wird, zu ersehen. Das Mittel wird in halben und ganzen Kuren alleln durch den Apotheker Doececks in Barns dor (Hannover) verabfolgt. Zeugniß. Aus Pflicht und Dankbarkeit kann ich es nicht unter⸗ lassen, folgendes Zeugniß auszustellen. Volle acht Jahre: litt ich an heftigem Magenkrampf, brauchte viele Aerzte, aber ohne Erfolg. Seitdem ich nun das Dr. med. Doecks' sche Mittel gebraucht, bin ich wieder ganz gesund und hat sich dasselde in derselben Krankheit auch! bel zweien meiner Freande auf das Beste bewährt. 1681 weshalb ich keine Gelegenheit versäume, auf vie Dr. med. Doecks sche Cur aufmerksam zu machen. Stetten bei Nürnberg. Paul Murr, Oeconom. Verantw. Reb.: Hermann Schimpf. Druck und Verlag von Vindernagel& Schimpf. Drelköͤnigs. ketteffend Nach gebiete det gundesgeset 5. 579— urch dieses un 1 Sgr. Js Dienstsac zeichen auf porden ist. J A. iner deßfal Sundes von paß diejenig Horto von aummten N. ven Beh abg detrefsend 8 di in sofort Betresseng an 3 enpfelen vorschrifte