zatgtt und 179016 110 Jehaunte Detelhea 205 Kolß⸗ gaufmuann Zatharint, macher eta „ Agule talk all 2. Jab Stöpplel, n tichtn“ 0 Nonale, — 0 1868. Donnerstag den 10. September. N 107. nzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Jutelligenzblatt. 0 Erscheint jeden Dienssag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden: Nr. XXVII. Nr. 142. Verordnung, betteffend die Einführung des Gesetzes wegen Besteuerung des Braumalzes vom 4. Juli 1868 und des Gesetzes, betr. die Besleuerung des Branmweins vem 8. Jult 1868 in Mecklenburg, Lauenburg, Lübeck und Preußischen und Hamburgischen Gebietstbeilen vom 29. Juli 1868.— Nr. 143. Vertrag zwischen dem Norkdeutschen Bunde und Hessen, die Bestererung des Branntweins und Biers in dem nicht zum Norddeutschen Bunde gehötigen Theile des Großberzogthutas betr. Nr. XXVIII. Consuln betreffend. Vom 9. April 1868.— Nr. 144155. Nr. 156. Maaß⸗ und Gewichtsordnung für den Norddeutschen Bund betr. Vom 17. August 1868.— Nr. 157— 161. Die Ernennung von Consuln betr. Die Bestellunz von Nr. XXIX. Nr. 163. Postvertrag zwischen dem Norddeutschen Bund, Bapern, Württemberg und Baden einerselts und der Schwelz anderseits. Vom 11. April 1868. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publiziren: Nr. 48. sud 5. Die Correspendenz nach dem Königreich Belgien betreffend. Nr. 49. sub 1. Bekanntmachung, den Anschluß der Großherzogthümer Mecklenburg⸗Schwerin und Mecklenburg ⸗Strelltz, der freien Panseffadt Lübeck, sowle mebrerer preußischen Enclaven ꝛc. an den Zollverein betreffend.— sub 2. Instruction für die Landwehr ⸗Bezüks⸗Commandeure hinsichil ich der Vollstreckung von Geld⸗ dußen betieffend. Friedberg den 7. September 1868. Betreffend: Die Anschaffung des Holzsaamens zu den 18691 Culturen in den Communalwaldungen Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Wald-Besitzenden Gemeinden. Wir weisen Sie an, die Anschaffung der für die Waldculturen für 1869 erforderlichen Eicheln und Bucheln unter Mitwirkung der Großh. Oberförstereien mit Beachtung der bestehenden Vorschriften zu bewirken. des Kreises Friedberg. Bekannt machun Großberzogliches Kreisamt Zrledberg Trapp. Friedberg den 7. September 1868. Trapp. * Die Beschickung der am 24.— 27. September d. J. zu Darmstadt stattfindenden landwirthschaftlichen Ausstellung betreffend. Nachdem die für die Anmeldung von Ausstellungsgegenständen festgesetzte Frist nunmehr abgelaufen ist, verfehlen wir nicht, das betheiligte landw. Publikum auf die Bestimmungen des Programmes vom 22. April d. J. besonders aufmerksam zu machen, und namentlich daran zu erinnern, daß: 1. Die auszustellenden Maschinen und Geräthe, Producte und Handelsdünger am 21. September, und die Thiere am 28. September, Vormittags 8 Uhr, spätestens in Darmstadt eintreffen müssen; 2. Die Aussteller von Rindvieh, welche um Preise concurriren wollen, durch eine von dem betreffenden Gr. Bürgermeister aus gestellte besondere, den Preisrichtern einzuhändigende Bescheinigung nachzuweisen haben, daß sie die vorgeführten Thiere selbst gezogen, oder doch als Saugkälber erworben haben; 3. Diejenigen, welche sich um Preise für Zuchtstuten bewerben wollen, mit diesen zugleich die von denselben gezogenen diesjährigen Fohlen, oder ältere Exemplare der Nachzucht vorzuführen, oder durch Auszüge aus den Beschäl-Registern nachzuweisen haben, daß von den ausgestellten Stuten bereits Fohlen gezogen wurden; 4. Schaugegenslände während der Dauer der Aus stellung zurückzunehmen den Ausstellern nicht gestattet ist, die Thiere also während der Zeit vom 25. September früh bis den 26. September nach beendigter Preisvertheilung auf dem Ausstellungsplatze zu belassen sind, sofern nicht das Comité in einzelnen Fällen auf desfallsige Gesuche das Gegentheil gestattet. Das Verzeichniß der Mitglieder der Special-⸗Comité's, an welche vorkommenden Falles die betreffenden Aussteller sich mit Wünschen und Anträgen zu wenden haben, wird auf dem Ausstellungsplatze bekannt gemacht. Darmstadt am 22. August 1868. Für das Ausstellungs Comité: A. E. Schenck. Hessen. Darmstadt. Die Großherzogl. Division ist am Morgen des 7. d. nach Dieburg und dessen Nachbarorten, wo die Manöver ihren Anfang nehmen werden, abgerückt. Am 8. ist Rasttag, den 9. beginnen die Felddienstübungen mit Bivouaks, Vorpostendienst 1c. Ueber den weiteren Verlauf der Manöver ist Näheres nicht bekannt, selbst die„D. Ztg.“ weiß darüber nichts zu berichten. — In der Mitzenius'schen Angelegenheit hat dahier eine Bürgerversammlung stattgesunden, in welcher eine Petition an den Großherzog um Ein⸗ stellung der von Seiten des Oberconsistoriums gegen Mitzenius eingeleiteten Untersuchung be⸗ schlossen wurde. Preußen. Berlin. Die von London aus telegraphisch verbreitete Nachricht, Rußland habe in Berlin und Paris Entwaffnungsmaßregeln vorgeschlagen, kann aus zuverlässigster Quelle als erfunden bezeichnet werden. — Die Nachrichten über die deutsche Nord- pol⸗Expedition reichen bis zu 19. Juli aus 80½“ nördlicher Breite. Die Untersuchungen wurden bis 100 Meilen nordöstlich von der Bären⸗Insel ausgedehnt, wo die Expedition am 5. Juli ankam, dort eintraf und bis 27. Juli dort verweilte. Die„Germania“ ging, weil das Eis und die Witterung das weitere Vordringen verhinderten, nach einer Landung auf Spitzbergen zum Zweck der Wassereinnahme, direkt nach Norden. Das Wetter war seit dem 10. Juli schön. Coburg. Gegen den vom Nationalverein her bekannten Rechtsanwalt Streit ist hier gegen- wärtig eine Schwurgerichtsverhandlung im Gang wegen Unterschlagung anvertrauter Gelder. Streit war durch mancherlei Unternehmungen, wie Er⸗ richtung eines Druckereigeschäftes, Buchhandels, Herausgabe von Zeitungen, namentlich durch seine, wie er behauptet, ihm nicht bis zum fünften Theil vergütete aufopfernde Thätigkeit für den Nationalverein in seinem Vermögensstand arg heruntergekommen. Bezüglich seines Verhältnisses zum Nationalverein macht dagegen Rechtsanwalt Fries, als früheres Vorstandsmitglied des National- vereins, die Angabe, daß Streit von 1861 bis 1865 bis zu 12,000 fl. Vergütung von diesem Verein erhalten habe. Sachsen. Dresden. Der König von Preußen ist hier eingetroffen und wurde im Bahn- hofe vom König von Sachsen in Begleitung des Kriegs ministers, der Generalität und dee Ossizler⸗ Corps begrüßt. Der Kronprinz Albert war dem König bis Röderan entgegengefahren. Weimar. Das bier bestehende Central⸗ Comite für den Bau einer protestantischen Kirche in Salzburg ist nunmehr in den Stand gesetzt, dem Publikum endgültige Mittheilungen über das Ergebniß der von ibm unternommenen Lotterie und über die Verwendung der eingegangenen Gelder zu machen. Die nach beiden Richtungen hin erzielten, alle Erwartungen hinter sich lassenden Nesultate finden ihren positiven Aus- druck in der Thatsache, daß dem Presbyterium der evangelischen Gemeinde in Salzburg die Summe von 28,842 Thlr. 20½ Sgr. über⸗ geben werden konnte. — Seit dem Jahre 1866 ist auch wie ander- wärts so in Thüringen von dem Turnen der Jugend in den Volksschulen wenig mehr die Rede gewesen. Um so anerkennender ist es, zu erwähnen, daß die weimarische Regierung, welche die erste war, die das Turnen in den Volksschulen als obligatorisch erklärte, nicht abläßt, dem Turnen der Schuljugend die ernsteste Ausmerksamkeit zu widmen. So hat dieselbe jetzt wieder für alle . ͤ „—— —— —..... , — .——— Schulbezirke Schauturnen angeordnet, denen die sämmtlichen Lehrer und Schulaufseher des Bezirks beizuwohnen haben. Im Weimarischen wird mit allem Recht die Leistung im Turnen mit zu den Erfordernissen einer guten Volksschule gerechnet. Bayern. München. Die beabsichtigte Armee ⸗Eintheilung in zwei Armeccorps und die Errichtung zweier Armeecorpscommandos wird dem Vernehmen nach im nächsten Monate ins Leben treten. Die beiden Armeecorpscommandos werden ihren Sitz in München und Würzburg haben. — Die„Correspondenz Hoffmann“ meldet die Errichtung technischer Mittelschulen zwischen den Gewerbschulen und dem Polytechnikum, mit der Bezeichnung„Industrieschulen“. Im kommenden Schuljahre beginnen deren zunächst zwei, in München und Nürnberg und zwar mit zwei Jahrescursen. Sie gliedern sich in eine mechanisch⸗ technische, chemisch⸗technische und bau⸗technische Ab⸗ theilung. Kissingen. Die„Frankf. Ztg.“ meldet: „Die Mittheilung, daß bei der Reise des Kaisers von Rußland außergewöhnliche Vorkehrungen für seine persönliche Sicherheit getroffen worden und insbesondere eine eigene Lokomotive dem kaiser⸗ lichen Extrazug vorausgefahren sei, sind wir in Lage, aus authentischer Quelle bestätigen und dahin ergänzen zu können, daß vom russischen Polizeiminister Grafen Schuwoloff unserer Regie- rung die Mittheilung gemacht wurde, ein gewisser Reichhardt, so viel wir wissen ein Pole, beab⸗ sichtige während des Aufenthaltes des Czaren in Jugenheim ein Attentat gegen die Person desselben auszuführen. Hieran war selbstverständlich die Bitte um besondere Vorsichtsmaßregeln geknüpft. In der That ist einem unserer tüchtigsten Polizei- Beamten die Leitung der zur persönlichen Sicher- heit des Kaisers in Jugenheim anzuordnenden Maßregeln übertragen worden. Derselbe wird von jedem Spaziergang und jeder Ausfahrt, die der kaiserliche Gast macht, im Voraus in Kenntniß gesetzt. Polizeibeamte in Civil sind von Strecke zu Strecke postirt, um jede verdächtige Annäherung zu verhindern. Oesterreich. Wien. Ein offiziöses Organ des Kriegsministeriums kündigt an, daß eine Gesetzesvorlage vorbereitet werde, durch welche die bis jetzt in der gesammten österreichisch⸗ ungarischen Armee noch in Kraft stehenden Be⸗ stimmungen des Concordats über die gemischten Ehen und die confessionelle Erziehung der Kinder aus solchen Ehen aufgehoben werden sollen. — Ein Laibacher Blatt berichtet, daß ein frommer Verein der Hauptstadt Krains eine feier⸗ liche Prozession zu einem Gnadenbilde der Jung- frau Maria veranstaltet habe, um die Himmels⸗ königin anzuflehen, daß sie den Teufelsapostel Johannes Ronge verbindere, in diese Gegend zu kommen. Schweiz. Am 30. August waren die höheren Gebirge bis auf Sentis, Rigi und Mythen herab mit frischem Schnee bedeckt, daher auch hier zahl- reiche Desertionen unter den Touristen. Ittzt ist aber wieder herrliches Wetter. Frankreich. Paris. Man meldet aus Chalons, daß der Kaiser seinen Aufenthalt im Lager bis über künftigen Donnerstag verlängern und wahrscheiaglich dort auch den Besuch der Kaiserin empfangen wird. Beide Majestäten sollen nämlich nach der etwas ungemüthlich ausgefallenen Unterredung, welche die Kaiserin kürzlich mit der Königin von England gehabt hat, keine besondere Lust verspüren, die Königin Viktoria auf ihrer Rückreise noch einmal in Paris zu begrüßen. — Wie die„Presse“ vernimmt, lebt Garibaldi in strengster Zurückgezogenheit und mit der Welt zerfallen in Caprera Sehr häufig werden die Fremden, welche, eigens um ihn zu sehen, herbei⸗ gereist sind, gar nicht von ihm empfangen. Er soll beabsichtigen, nach Amerika zu gehen(?) um dort seine Tage zu beschließen, und er wäre wohl bereits fortgereist, wenn er bis jetzt nicht an den Aus bruch eines Krieges geglaubt hätte. — Der„Constitutionnel“ sagt: Die Sprache der„Nordd. Allg. Ztg.“ gibt den Beweis, daß man sich jetzt jenseits des Rheines eine richtige i Idee von der Haltung der französischen Regierung und den nationalen Neigungen zu bilden vermag. Es wäre wünschenswerth, wenn die deutsche Presse überhaupt eine gleiche Unparteilichkeit zeigte. — Dasselbe Blatt bestätigt, daß der päpstliche Nuntius dem Minister Marquis v. Moustier keine Note übergeben habe. Die kaiserliche Regierung hat keineswegs die Absicht, ihre Truppen aus den päpstlichen Staaten zurückzuziehen.— Der„Eten⸗ dard“ meldet, Lord Stanley und Marquis von Moustier hätten die friedlichsten Versicherungen betreffs aller wichtigen politischen Fragen aus getauscht. — Eine abermalige Friedensprotestation des „Constitutionel“ hat hier die Börsenwelt in große Aufregung versetzt. Der betreffende Artikel stellt den Prager Frieden als die hauptsächlichste Bürg⸗ schaft der Erhaltung der europäischen Ruhe hin, betont die unerschütterliche Friedensliebe des Kaisers, die bewährte Mäßigung des Königs von Preußen, von dem nicht anzunehmen sei, daß er die Hand des Eroberers auf Süddeutschland lege, dessen Unabhängigkeit er selbst erklärt habe, und schließt mit den Worten: Die Schuld liegt, wenn die Welt noch nicht an den Frieden glaubt, an Jenen, welche jenseits des Rheines mit einer strafbaren Hartnäckigkeit beflissen sind, gefährliche Illusionen zu schmeicheln und unerfüllbare Hoff⸗ nungen aufzumuntern.“ Damit wäre denn der Eintritt des Broßherzogthums Baden z. B. in den norddeutschen Bund als Kriegsfall bezeichnet, wenn man nicht die feine Unterscheidung gelten lassen will, daß in der Deutung obiger Worte immer noch ein Unterschied zu machen wäre zwischen gewaltsamer Eroberung und Eintritt Badens in den Nordbund etwa in Folge all⸗ gemeiner Abstimmung. — Die„France“ bestätigt in demonstrativer Weise die von dem Pariser Correspondenten der „Kreuzzeitung“ einer persona grata im auswär⸗ tigen Amte gegebene Mittheilung, daß der Kaiser kürzlich in einer Unterredung mit Moustier diesem aufs Neue seinen festen Entschluß eröffaet hätte, die guten Beziehungen zwischen Frankreich und allen Mächten aufrecht zu erhalten, und daß er bei dieser Gelegenheit den Minister angewiesen hätte, die Regierungspresse von jeder provocirenden Aeußerung zurückzuhaltenn. Belgien. Brüssel. Am 6. d. wurde dahier der internationale Arbeitercongreß eröffnet, zu dem sich Arbeiter aus England und Deutsch⸗ land eingefunden haben. Derselbe, discutirte die Frage über Krieg und Frieden. Es wurde be⸗ schlossen, die Arbeiter aufzufordern, durch eine Pression auf die Regierungen den Krieg zu ver⸗ hindern. Aus Laeken bei Brüssel kommt folgende Depesche vom 8. d., Vormittags 8½ Uhr: Der Kronprinz von Belgien ist dem Verscheiden nahe. Derselbe empfing nach der letzten sehr schlecht ver⸗ brachten Nacht die Sterbesakramente. Großbritannien. London. Ein Tele⸗ gramm der„Times“ meldet: In Neu M''xico haben die Jadianer einen Wagentrain verbrannt und 16 Schaffner scalpirt. — Die wegen des Eisenbahnunglückes in Norrwales angestellte Leichenschau in Abergele ist endlich geschlossen, und die Geschworenen haben gegen 2 Bremser des Güterzuges, dessen schließende Waggons von der Station Llandulas hinab dem Schnellzuge entgegenrollten, aaf fahrlässige Tödtung erkannt. Dieseiben bleiben bis zu den nächsten Schwurgerichts⸗Sitzungen gegen Bürgschaft auf freiem Fuße. Amerika. New⸗Nork. Professor Smith wird demnächsl Europa verlassen, um einen Lehr⸗ stuhl an der neuen amerikanischen Cornell-Univer⸗ sität auszufüllen, einer Universität, die so eigen⸗ thümlich ist, daß es sich eines Einblickes in den Prospectus derselben schon verlohnt. Hauptaufgabe des Instituts soll eine Veebindung von körperlicher und geistiger Arbeit sein, um durch die erste die letztere zu ermöglichen. Die Studenten sollen auf einer Farm von 300 Morgen die für den Tisch des Kollegs erforderlichen Vegetabilien selbst anbauen, selbst Butter bereiten, selbst mahlen und backen. In einer zur Anstalt gehörigen Maschinen⸗ werkstätte sollen die Studirenden zur Anfertigung von Maschinen, Modellen ꝛc. angeleitet werden, sowie auch die später noch nöthig werdenden Ge— bäude selbst aufführen. Dit von den Jünglingen verrichteten Arbeiten sollen nach dem gewöhnlichen Lohnsatz bezahlt werden, und der Gründer des Instituis, ein Herr Cornell, meint, wenn sie nur den vierten Theil der Arbeit verrichteten, deren er sich als Knabe unterzogen habe und jetzt im Alter von 60 Jahren noch unterziehe, so würden sie die Koßen ihrer Studien bestreiten können. Wir haben hier einen Mann vor uns, der es sich im Leben hat sauer werden lassen und es zu Etwas gebracht hat. Immer mag er aber den Mangel geistiger Bildung schmerzlich empfunden haben, und nun treibt ihn seine Menschenliebe, Andern die Möglichkeit zu gewähren, sich durch eigene Händearbeit die Mittel zu wissenschaftlicher Ausbildung zu verschaffen. In einem Lande, das ehemalige Zimmerleute und Schneider den Prä⸗ sidentenstuhl hat besteigen sehen, wird sein Unter⸗ nehmen Anklang finden. Man mag Zweifel darüber hegen, ob die Anstalt, wenn sie nicht überreich dotirt ist, für die Dauer wird bestehen können, oder ob die wissenschaftlichen Leistungen der Musensöhne, die vom Hörsaal zum Pfluge eilen, bedeutende sein werden; immerhin drängt sich die Betrachtung auf, daß eine Be⸗ schäftigung, wie sie hier als Pflicht erscheint, für körperliche und moralische Gesundheit heilsamer sein dürfte, als das bramarbasirende Herum⸗ lungern so manches deutschen Studenten in Bier⸗ kneipe und Fechtscheuer. Darmstadt. Der Verein zur Unterstützung der Invaliden und Hinterbliebenen gefallener Hessischer Sol⸗ daten vom Feldzug des Jahres 1866 wird am 3. Oct. d. J., Nachm. 3 Ühe, im Saale des hiestegen Rathhauses eine ordentliche General-Versammlung abhalten. Gegen⸗ stand der Tagesordnung bilden der von dem Vorstand über die Veieinsthälgkeit in 1866 und 1867 zu erstattende Rechenschaftsbericht, sowie die Beschlußfassung über etwaige weiter gestellt werdende Anträge. Mainz. Vor einigen Tagen wurde eine sehr statt⸗ lich gekieidete Frau dabei überrascht, als sie in einem Laden am Markte Seidenzeug anncctirte. Sie wurde verhaftet und auf das Polizeibureau verbracht. Nach eiwa einer halben Stunde, während welcher eine andere Person zu Protokoll vernommen wurde, wollte man sie aus dem Gewahrsam vorführen, wurde aber zu nicht geringem Er⸗ staunen der Officianten gewahr, daß die Inhaftirte fich inzwischen erhängt hatte. Obwohl dieselbe sofort abge⸗ schninen wurde, blieben, wie wir hören, die Wiederbe⸗ lebungversuche ohne Erfolg. Das Frauenzimmer war eine gewisse Charlotte Müller aus Marburg. Worms. Am verflossenen Sonntag wurde die re⸗ staurirte Liebfrauenkirche durch den Bischof v. Kettler von Neuem dem Gottesdienste übergeben. Gehoben wurde die Feier auch noch dadurch, daß eine Deputation des Kölner Männergesargvereins bei den Gesängen mitwirkte. Mettenheim. Nach der„M. Ztg.“ wird auf ber in diesen Tagen stattfindenden Versammlung deutscher Bienenwirthe in Darmstadt auch die Provinz Rheinhessen mehrfach vertreten sein. So wird u. A. auf die ebenfalls ausgestellten höchst kunstreich gearbeiteten Bienenköcbe des in diesem Fache anerkannten und renommirten Hin. Karl Dörr von Mettenheim besonders ausmerksam gemacht. Coblenz. Am 6. d. passirte der gesunkene Remor⸗ quer„Mühlheim V.“ in Begleitung der beiden Hebeschlffe mit dem großartigen Holzgeräthe, geschleppt von dem Bote„Mühlheim III.“, unsere Stadt. „ Außer Cours gesetzte Münzen. Die „Independance“ erinnert daran, daß am 1. October in Belgien folgende Scheide münzsorten gesetzlich außer Cours gesetzt werden: die 20. und 50 ⸗ Centimes, die l- und 2⸗Francs- und die 2 Francs 50⸗Cent.⸗Stücke, welche unter der Regierung Leopold's I. ausgegeben worden sind und das Bild dieses Königs tragen. In Frankreich treten außer Gültigkeit: 1) Die 1⸗Franken⸗ und 2⸗Franken Stücke, weiche vor 1866, und 2) die ½,⸗Franken⸗ und 20.Cenumes⸗ Stücke, welche vor 1864 geprägt sind. In der Schweiz treten außer Gülligkeit die 2⸗, 1⸗ und ½⸗Franken⸗Stücke von 1850 und 1851. „% Karl Vogt ist im Augenkick zum Besuch der englischen Wanderversammlung für wissenschafiliche Fort⸗ schrute in Norwich. Von dort schreibt er an die„Köln. Zig.“ Berichte, in denen sich die Autorilät und Achtung manifesliren, welche den englischen Theüinehmern und Präsidenten der Versammlung der Standpunct der deutschen Naturforschung einflößt. Inieressant ist namentlich, daß einer der letzteren, Frankland, in seiner Eröffnungatede sehr lebhaft über die Bernachlässigung der englischen chemischen Anstalten gezen⸗ über den deuischen Klagen führt. .— — —. 2 — —— 2 1 23 2ʃ57 Jud 28 Nu d. fehler unletg es muß heiß 1 gub l: Rauheit Ad Der TLorselden do überschuldet sörmlichen E dieses J0 Schloßfraße Oläubiger gründen, aus hoͤrig vertret Die nich Beschlössen dauan —— 2 für tie Ga 2158 Samf um J un, g buen, unt Bedingungan 0 die f f bieden siad Summission griedd ct fall, m einem e wurbe dus eiwe rt Person zus dem agtm Er⸗ Unrte fich fett adge⸗ Du berde⸗ att wer de die ke⸗ eller ron wurde bie AAner auf det deulschet deindessen teen falls löctt des „ Tut gottt in 0 auer 5 Stücke, u gegeben iat n. J nlen · und tante 451 sub. „„ Edictalla dung. 1515 Zur Anmeldung von Ansprüchen aller Art und dvereg elwaiger Vorzugsrechte an das, um 23,111 fl. 35¾ ke. Eberschuldete, con cursfällige Vermögen des Kaufmaans Wolf Maper(Firma Pirsch Maper Sohn) und dessen Frau, geb. Spier von hier, werden bei Meidung stillschwelgend erfolgenden Ausschlusses von der Masse die unbekannten Gläubiger auf Montag den 21. September d. J., Vormittags 8 Uhr, vor unterzeichneter Gerichtsstelle aufgefordert. Zug leich soll in diesem Termine, wenn kein Arrangement zu Stand kemmt, über die Masseverwaltung Beschluß gefaßt— wenn nötbig, wegen eines Contradletors ver- bandelt,— ein Massecurator definitiv bessellt, ein Gläubigerausschuß erwählt, der nicht erscheinende oder nicht gehörig legittmirte Gläubiger aber als den Ve— schlüssen der Majorität der erschienenen Gläubiger bei— getreten angesezen werden. Dem flüchtig gewordenen, an unbekanntem Orte sich aufbaltenden Wolf Mzper wird endlich zur An⸗ fechtung des von Grosherzoglichem Hofgerichte der Provinz Oberhessen erlassenen Concurserkenntutsses und zur Wahrung seiner sonstigen Rechte eine Frist bis zum 15. August d. J. bestimmt, nach deren Ablauf er mit Einwendungen ausgeschlossen, im Uebrigen der für ihn zu bestellende Curator als zu den Handlungen an seiner Statt legitunirt erachtet wi d. Butzbach den 8. Juni 1868. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Glmer, Fresenius, Landrichter. Landgerichte⸗Assessor. 1* Berichtigung. 2157 In der allgemeinen öffentlichen Aufforderung vom 25 Mai d. J.(in Nr. 68 d. Bl.) find folgende Druck— fehler untergelaufen, weiche andurch berichtigt werden; es muß beißen: aub 1: 12. 208,11. statt 12. 208,11. „ 3: 8,154. 16.. „.„s. III. 03.„ VII. 603. „„ XVIII. 542.„ XVIII. 542. „3. 204,3.„2. 204.3. 18 12,197. 15. U 6. 28.„116. 26. Nauheim om 5. September 1868. Großherzogliches Landgericht Nauheim Ulrich 2154 Der Leinweber Jacob Seipel II. in Ober⸗ dorselden hat glaubhaft angezeigt, das sein Vermögen überschuldet set. Es wird deshalb zur Abwendung des förmlichen Concurses Termin auf den 29. September dieses Jahres Vormittags 9 Uhr anber— Schloßstraße Nr. 26— beslimmt, in welchem die Gläubiger ihre Forderungen anzumelden und zu br⸗ gründen, auch sich zum Güteversuch persönlich oder ge⸗ dörig vertreten einsufinden haben. Die nicht eischeinenden Gläubiger werden als den Beschlussen der Mehrheit beitretend betrachtet. HDanan am 31. August 18608. Königliches Amts⸗Gericht Abtzeilung II. C st er. vt Stoerckel K. A. e e für die Garnisen und das Militärbospital Friedberg auf das 4. Quartal 1868. 2158 Samst ag den 12. September d. J., Nachmittags um 3 Upr, soll die obige Lielefung auf dem Hospital burtau, unter den daselbst zur Einsicht bereit liegenden Bedingungen, durch Sum mission veraccortirt wer en. Da die jtzigen Bedingungen von den seitherigen ver⸗ sbieden find, so ist deren Einsicht vor Einreichung der Summissionen nothwendig. Friedberg den 8. September 1868. Großherzogliche Hospitalcommisflon. Kißner, Oberlieutenant. Stammholz-Vetsteigerung. 2173 Dienstag den 15. d. M., Morgens 10 Uhr, werden in biesigem Stadtwalde, Oistrtct Bauwald, 17 Eschenbaustämme von 14-62“ Länge und 14—27½“ Durchmesser, zusammen 2450 Cubiksuß enthaltend, oͤffentlich meistbietend versteigert. Nauhelm am 8. September 1868. Großherzogliche Bürgermeisttrei Nauheim , Der Beigeordnete Euser. vdt. Schutt. Grummetgras- und Aepfel⸗ versteigerung. 2155 Freitag den 11. d. M., Vormittags 11 Uhr, soll das hlesige Gemeinde ⸗Grummetgras von 25 Morgen und Nachmittags 2 Uhr die Gemeinde Aepfel, gegen 45 Malter, stammweise an Ort und Stelle versteigert werden. Wohnbach den 7. September 1868. Großherzogliche Bürgermeisterel Wohnbach Philippi. Versteigerung von Bauarbeiten und Material- lieferungen in Friedberg. 2176 Dienstag den 15. Septembec l. J., Nachmittags 3 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die zur Reparatur und zur Erbauung eines 3. Stocks auf die Realschule dahler erforderlichen Arbeiten und Materiallieferungen öffentlich versteigert werden und zwar: Maurerarb eilt 1066 fl. 35 kr. Sfeinbaukxar bel.. 387„ 55„ Zimmerarbeit. i Dachdedlerarbelt 194„30„ eee Schlosserarbette. 466 44„ eee 394„ 29„ Weißbinderarbeit. 1358„ 47„ Sprengler arbeit 34„ 40„ Lieferung von elrca 88000 Stück Backsteinen „„„ 111 Bülten Kalk 6 Kubikklafter Grubensand 105 5 5 8 Stück Schulöfen. Pläne, Voranschlag und Bedingungen liegen auf dem Burcau unterzeichneter Stelle offen. Friedberg den 9. September 1868. Großherzogliche Bürgermelsteret Frtedberg Fon a f. O bst⸗Versteig erung. 2170 Nächsten Montag den 14. d. M., von Morgens 9 Uhr ab, wird das gemeinbeitliche Obst, bestehend in eirta 200 Malter Lepfel, 2 Malter Birnen und 2 Malter Zweischen in passenden Abtheilungen an Ort und Stelle meistbietend versleigert und der Anfang im Burggarten gemacht. Nauheim am 8. September 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Nauheim J. E. d. B.: 1.. 7 Der Beigeordnete Euser. vat. Schutt. N r u ng. eine 2174 Montag den 14. d. M., Morgens um 8 Uhr anfangend, kommt das biesige Gemeindeobst, über dundert Malter Aepfel, an den Bäumen zur öffentlichen Versteigerung. Lich den 8. September 1868. Großherzogliche Bürgermeistere!l Lich Helm. Aepfel-Versteigerung. 2151 Freitag den 11. September l. J. Nachmittags 1 Ubr, sollen die der Gemeinde Bauernheim gehörigen Aepfel in Abthetlungen an Ort und Stelle melfibietend versteigert werden. Bautruheim am 7. September 1868. Großherzogliche N Bauernheim 1h. Aepfel-Versteigerung. 2152 Samstag den 12. September d. J., Wittage 1 Ubr, sollen auf Ort und Stelle die der hiesigen Ge⸗ meinde gehörigen Aepfel, eirca 35 Malter, öffentlich verfleigert werden. Bodenrod den 7. September 1868. Großherzogliche Bürgermeisterti Bodenrod Schäfer. Aepfel⸗Versteigerung. 2122 Montag den 14. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen die der hiesigen Gemeinde zuflehenden Aepfel, chica 60 Malter, und dle den Freibertl. v. Lö w'schen Gutspächtern zuflehenden Aepfel, circa 30 Malter, an Ott und Stelle öffentlich verfleigert werden. Ziegenberg am 3. September 1868. Großherzogliche Burgermeisteret Langenhaln Rumpf. Bekanntmachung 2161 Vom 15. k. M. an wird an dem auf der Straße zw.schen Nieder⸗Wöllstadt und Assenbeim belegenen Cbaussehause, an der Abzweigung der Straße nach Hanau, eine Haltestelle errichtet, von der ab Personen mittelst der vorbeifahrenden Personen⸗Posten, soweit noch Platze frei find, Aufnahme finden können. OHarmstadt den 28. August 1868. Der Ober Post⸗ Director Ba hl. Aepfel⸗Versteigerung. 2165 Mittwoch den 16. d. M., Vormittags 10 Ubr, sollen die det hiefigen Gemeinde zustebenden Aepfel, circa 500 Malter, und 6 Malter Birn meistbietend ver⸗ sleigert werden. Schwalbeim am 8. September 1868. Großherzogliche„ Schwalheim en sel. it ie r ing 2166 Samstag den 12. d. M., des Vormittags 9 Uhr anfangend, soll das Gemeindeobst, bestebend in Aepfeln, Birn und Zwelschen, worunter sich gutes Brechobst be⸗ findet, öffentlich versteigert werden. Dorbeim den 8. Seplember 1868. Großberzogliche eee Dorheim e u ß. Haarlemer Jlumenzwiebeln 2164 bet Jacob Herrmann. Ein großer Blasbalg 2168 und Eßessen sind billig zu haben bel Carl Friedrich Lang, Usagaͤsse, Herrn Bürgermeister Foucar gegenüber. Halsbinden 742 und Shlips ꝛc. in schöner Auswahl, sowie Fonlards, seldene Umkuttpftücher und schwarze seidene Halslücher bel K. Friedrich neben der Post. 5 8 5 Neueste Erfindung! 1747 Die von Sr. Maj. dem Kaiser von Ocsterreich laut Reskript Nr. 1905 mit einem Patent bevorzugte ausschl. priv. Politur- Composition ist äußerst beachtenswerth für Tischler, Drechsler und Holzarbeiter zum Fertigpoliren ben neuen Möbeln, und für Private ꝛc. zum Aufpoliren on alten und abgestandenen, ober solchen Möbeln, wo das Oel hervortritt.— Durch diese Composition wird das zeitraubende und kostspielige Fertigpoliren von neuen Möbeln durch Spiritus gänzlich beseitigt, da durch Anwendung einiger Tropfen in wenigen Minuten ein Tisch öder Kasten fertig polirt ist, und kann bei einem mit dieser Composinon polirten Gegenstand das Oel nie hervortreten= Die Anwendung ist höchst einfach, das Resultat überraschend= Alte und abgestandene Möbel können durch ein- faches Reiben miuelst eines befecuchteten Leinwand— lappens überpolirt werden und erhalten einen Hoch- glanz, welcher durch das Poliren mit Spiritus nie erzielt werden kann.— Mit einem Fläschchen dieser Composition kann man ohne Beihilfe des Tischlers in einigen Stunden eine complete Zimmerein richtung renoviren. Haupt- Versendungs- Depöt en- gros et en- détail bei Friedrieh Mülter, f. k. Privilegtums⸗Inhaber, in Wien, Gumpendorf, Hirschengasse Nr. 8, wobin die schrifilichen Aufträge erbeten, und gegen Einsendung des Betrages(da bei Versendungen nach dem Auslande Posinachnahme nicht möglich ist) uingebend effectmirt werden. Preis: 1 Flacon(mit Belehrung) 15 Sgr.— 1 Dutz. Flacons 4½ Thlr. Weniger wie 2 Flacons können nicht ver⸗ sendet werden. Aviso!!! Man bittet diese Annonce nicht un⸗ berückschigt zu lassen. Da bei richtiger Anwendung dieser Composition solche Vortheile erzielt werden, daß die bis jetzt übliche Art des Polirens bald ganz dieser neuen praktischen uud billigen Erfindung weichen muß, so ersucht man das P. T. Publikum sich durch einen Probeversuch davon zu überzeugen, und weisen wir auf das veröffentlichte Zeugniß eines der ersten wissenschaftlichen Kapacitäten Deuischlands, sowie auf die Resultate, welche in Oesterreich durch die Politur— Compositien erzielt wurden, hin. Eleichzeitig wird auf die neu ermäßigten Fracht⸗ Tarife ausmerksam gerracht, durch welche die Fracht⸗ spesen bedeutend reduzirt wurden. Es wird ersucht, bei brieflichen Bestellungen den Betrag gleich mitzu— senden, da Versendungen nach dem Auslande pr. Postnachnahme oder Postvorschuß hier nicht angenom⸗ men werden. Zeugniss: Sebr geebrter Herr! Vor einigen Tagen wurde mir eine Probe Ihrer Politur-Cemposition übergeben mit dem Ersuchen, selbe einer chemischen Analyse ihrer Bestandtheile zu unterziehen. Ich habe diese Probe einer genauen sowohl qualitativen als quantitativen Analyse unterworsen und deren zweck— mäßige Zusammensetzung völlig für gut befunden dc. ꝛc. Ihr ergebenster Dr. Werner, Direktor des polytechnischen Institutes in Breslau * Faßkrahnen 2148 in großer Auswahl billigst bel Ph. Dan Kümmich. = 2171 Von heute an Brechäpfel, W Sorten, vorzügliche Qualität pr. 200 Pfund 3. 30 le. Frledberg den 10. September 1868. Karl Morell Wutwe. c r im Hause des Herrn Emil Junker. 2150 Vorzügliche Getränke, sowie guten Mittagstisch zu 15 kr., empfiehlt einem geehrten wahle, 7 Karl Ludwig. Markt zu Reichelsheim. 2057 Der diesjährige letzte Vieh- und Krämermarkt wird Montag den 14. September l. J. abgehalten, was zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, insbesondere soll derselbe mit einer großen Anzahl Ferkel befahren werden. Reichelsheim den 29. August 1868. f N i Großherzogliche Bürgermeisterei Reichelsheim Vogt. Vorzüglichen reinen Weinessig verkauft Schoppen zu 3 kr.. 5 . Karl Ludwig, usterweg. Laber Deulscher- Mühlen- Verband. Der Verband deutscher Müller und Mühlen⸗Interessenten 2109 erstreckt sich jetzt bereits auf den größten Theil Deutschlands. Die Nothwendigkeit für's Großherzogthum Hessen im Anschluß mit seinen Nachbarländern diesem deutschen Mühlen ⸗Verbande sich als Mittelrheinischer Zweig verband anzuschließen, tritt jeden Tag immer mächtiger heran.— Zur Constituirung eines solchen Zweigverbandes ladet das in heutiger Vorversamlung gewählte provisorische Comite die Mühlenbesitzer und Muͤhlen⸗Interessenten aus Hessen, den Regierungsbezirken Wiesbaden und Cassel, sowie aus der bayrischen Pfalz ergebenst ein, am 26. d. M. bei Gelegenheit des in Darmstadt stattfindenden landioirthschaftlichen Festes, früh 8 Uhr, dahier im Ritsert'schen Saale— Schützenhof— recht zahlreich erscheinen zu wollen.— Der Prasident des deutschen Mühlenverbandes, Herr Jos. J. van der Wyngart, Dampfmühlenbesitzer in Passo w bei Stettin, wird bei dieser Versammlung anwesend sein. Darmstadt den 5. September 1868 Das provisorische Comite: Grünig, Mühlenbesitzer; G. P. Köhler, Haupt⸗Agent; W. J. Mahr, Muͤhlenbesitzer; Ed. Harres, Architeft; Max Weber, Ingenieur; W. Schaffner, Agent; E. M. Lorenz, Kaufmann; Osw. Riedel Juspektor; Lautz, Mühlenbesitzer; C. F. Nau, Maschinenbauer; H. Walther, Mühlenbesitzer; Heinr. Fehrer, Kaufmann. NB. Etwaige Anfragen und Briese wollen an Herrn Jacob Fehrer, Dampfmühlen⸗ Besitzer dahier, gerichtet werden. Blumenvorschuß 2156 bester Qualität per Gescheid 17 kr., zweite Sorte 14 kr., bei Jakob Stern, wohnhaft bei Fritz Müller, Usagasse. Basler Lebens- Versicherungs⸗Gesellschaft. Grundkapital:„Zehn Millionen Franken.“ Sitz in Basel. 2153 Die Basler Lebens⸗Versicherungs⸗Gesellschaft schlietzt zu festen Prämien Versicherungen auf das menschliche Leben in allen den Wünschen und Bedürfnissen des Publikums entsprechenden Formen ab und zwar nach Wahl der Versiche rungssuchenden mit oder ohne Gewinn-Antheil. Die mit Gewinn- Antheil Versicherten participiren mit 75 Procent an dem auf dieser Kategorie erzielten Reingewinne. Die allgemeinen Verficherungs⸗ Bedingungen sind überaus günstig und gestatten möglichste Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse der Versicherten. Prospecte und Antragsformulare werden von dem Uuterzeichneten unentgeltlich verab⸗ folgt, auch wird von demselben jede wünschenswerthe Auskunft bereitwilligst ertheilt. Zuverlässige und thätige Agenten werden gegen hohe Abschlußprovision engagirt und sieht man deßfallsigen Anmeldungen entgegen. Darmstadt im September 1868. Die Geuetal- Agentur der Jasler Cebens-Versi herungs-Gtsillschast sar das Großhterjozthum gessen. Fickel, Rechnungsrath. Versteigerung. Flaschen⸗ Etiquette 2160 Freitag den 25. Seplember, 10 Uhr Vormittags, pr. 100 Stück 36 kr. bis zu 2 fl. 48 kr., bei läßt Unterzeichneter sein sämmtliches Küfer werkzeug nebft Bindernagel& Schimpf. Fobelvank, sowte eine bedeutende Quantität Eichen. Werkholz, Slückfaß bis zu den kleinsten Dauben, gegen N tel be g. Sete 68e Mehrere Malter Aepfel Reuning, Küfermeister. 2172 hat zu verkaufen Frau Sommer. 2178 Alrrutg Ukstäuration und Speisewirkhschaft 1 5 Turnverein 2162 Freitag den 11. Generalversammlung. Uassauer Hof in Ueichelsheim. 2159 Nächsten 1 25 1 7, 14. wozu höflichst einladet F. Conrad. 9 2147 hat zu betet Isaak Ehrlich. Friedberg. Verloren! 2149 Mittwoch den 2. September wurde auf dem Weg von Beienheim nach Friedberg ein graues mit lila Band besetztes Jäckchen verloren. Der redliche Finder wird gebeten dasselbe bei der Exped. d. Bl. gef. abzugeben. Alle Sorten Cylinder 2167 pr. Stück 6 kr., pr. Dutzend 1 fl. bei Carl Friedrich Lang, Usagasse, Herrn Bürgermeister Fouca? gegenüber. Bet Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim ist zu haben: Eine sonderbare Uachfeier des Protestanteufestes in Worms. Ein Wort für Adolf Mitzenins an alle rechtschaffene Protestanten Hessens. Preis: 6 kr. Ein tüchtiges Hausmädchen, 2163 auch im Kochen etwas geübt, wird zum sofor⸗ tigen Eintritt gesucht. Näheres zu erfragen unter An⸗ gabe der Nummer dieser Anzeige bei der Exp. d. Bl. Wein-Versteigerung. 2177 Montag den 21. September, Vormittags 11 Uhr, lasse ich öffentlich meiflbietend versteigern: 1000 Maas 661 Pfälzer, 800„ 6öor Niersteiner, 80„ 62r Geisenheimer, 80„ ber Forster, 80„ 65k Assentbaler, 50 Flaschen 651 Rüdesbeimer Berg, 50 7 651 Aßmannshäuser, 50 75 Moussse 25 550 Cognac, 25„ Rum, 2⁰„ Paunschessenz, 2⁰ 90 Kirschwasser, 16„ Maraskino, 150 Tischwein 1, 2 Ohm urd 3 1½ Obm leere weingrüne Zässer. Die Weine werden in ½, ½, ½ und 1 Ohm aus⸗ geboten. Credit kann auf Verlangen bewilligt werden. Gegen Baarzahlung 5% Rabatt. Die Fässer werden zum Kostenpreis zurückgenommen. an den Zässern. Bad Nauheim. 15 P. Kröll. Hotel Kurhaus 2175 Den tbeilnehmenden Freunden, welche unsere theure Mutter 5 Frau Hendle Groedel zur ewigen Rube ätte geletteten, sagen wir hier ⸗ mit unsern aufrichtigen tiefgefüblten Dank. Namens der Hinterbliebenen: Gebrüder Groedel. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 8. Seplember. Waizen 12 fl. 10 kr.; Kor! 8 fl. 40 tr.; Gerste 7 fl. 45 kr.; Hafer 5 fl. 10 kr. Frankfurt, 7. September. Waizen 12 fl. 45 kr.; Kort 10 fl.— kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 8 fl. 36 kr. Grünberg, 5. Sepiember. Waizen 12 fl. 12 tr.; Korn 8 fl. 45 kr.; Gerste 7 fl. 12 kr.; Hafer 4 fl. 35 kr.; Molter 8 fl. 10 kr.; Erbsen 8 fl. 59 kr.; Wicken— fl. — kr.; Saamen 14 fl. 52 kr.; Kartoffeln 1 fl. 55 kr. Mainz, 4. Sept. Waizen 12 fl. 48 tr.; Korn 9 fl. 22 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 5 fl. 56 kr.; 1 fl. 20 tr.; Roggenstroh per 100 Gebuns 21 fl.— tr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. Proden drei Tage vorher — 60100 ie — betressen an d! und daß wer ben. II. Aufa sriedigune Anzeige 0 jun 2 — Hesse⸗ Regierungs I. Bekant Iinanzen, d durg⸗Schwet Hansesadt ei des laueudy verein beite II. Inf hinsichtlich III. Be Communal⸗ IV. Er Stine Köni geruht: am Erlaubniß S. K. 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