beteme 5 unn lng a teraucht doren. dadon zubitz * a0 er Lid irn, n in 4 1 N. 11 9 1 teten aft e 1868. Dienstag den 10. März. 30. Anzeiger für Ober 9 es Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. ——— Amtlicher Theil. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden: sache gegen den Bierbrauereibesitzer K. Ritsert verschaffen. wegen Beleidigung des Oberstallmeisters van der Capellen wurde am 6. ds. Appellhofes verkündigt. Der Gerichtshof nahm den Beweis der Wahrheit als theilweise erbracht an, insbesondere den Umstand, daß der Ankläger nicht aus Verwaltungs-, sondern aus persönlichen Gründen(wenn auch nicht gerade wegen der Dornheimer Jagd) die Scheuermiethe gekündigt habe. Dagegen sei der Vorwurf, daß hierdurch das Aerar um 100 fl. geschmälert wurde, nicht erwiesen. In Anbetracht der sonst noch vorlie— genden Strasmilderungsgründe wird die von dem Bezirksgerichte ausgesprochene Strafe von 10 Tagen Gefängniß und 50 fl. Geldbuße auf 2 Tage Gefängniß und 15 fl. herabgesetzt. Friedberg. Die angekündigte Bespre⸗ chung unsres Abgeordneten Herrn Landrichter Dr. Stockhausen mit den Wahlmännern und Gemeinderäthen der Stadt hatte gestern zur be— stimmten Stunde unter dem Vorsitze und Leitung unsres neuen Bürgermeisters und vor einem den weiten Rathhaussaal füllenden Auditorium statt. Nach einer einleitenden Ansprache des Herrn Vorsitzenden wurde die oberh ssische Eisenbahnfrage einer eingehenden Erörterung unterzogen, welche sich dahin gipfelte, mit allen Kräften, auch Seitens unseres Herrn Abgeordneten in der Kammer, dafür zu wirken, daß unsrer so lange zurück— gesetzten Provinz Oberhessen endlich die Erbauung von Eisenbahnen gesichert werde und wurde noch besonders betont, daß zur Gleichstellung mit den jenseitigen Provinzen die für Oberhessen projek— tirten Linien nicht als genügend zu erachten seien, vielmehr noch weitere gewährt werden müßten. Hieran reihte sich ein Vortrag über Erweiterung unsrer Realschule und die Mittel und Wege, um dieselbe auf den Stand und die Höhe zu heben, daß sie den Anforderungen der Neuzeit an derartige Anstalten zu entsprechen vermöge und insbesondere ihren Zöglingen die für den Eintritt als einzährige Freiwillige, in den Postdienst ꝛc. nöthigen Abgangszeugnisse gültig auszustellen be⸗ sugt werde. Hierdurch veranlaßt kam auch die Frage wegen Erhebung der Darmstädter Gewerbe- schule zu einem Polytechnikum in den Bereich ber Diskussion und wurde von den verschiedensten Seiten sich übereinstimmend dahin ausgesprochen, daß eine solche Anstalt für das Land nicht einen, dem sehr bedeutenden Kostenpunkt entsprechenden Werth haben könne und die Gelder dafür zweck— mäßiger und besser zur Hebung der Realschulen des Landes verwendet und so für weitere Kreise nützlicher angelegt würden. Der Verlauf der Verhandlungen, die dem Herrn Abgeordneten Gelegenheit boten, auch seine Ansichten auszusprechen, war sehr belebt und geeignet, demselben ein Bild von den diesseitigen das Urtheil des R. Friedberg. Nichts konnte geeigneter sein, das Interesse für die Sache unserer ober- hessischen Eisenbahnen zu wecken, als die in den letzten zwei Wochen wiederholten öffentlichen Auf— forderungen„An unsere Landesvertreter“ zur Ver— werfung des über den Bau dieser Bahnen ab⸗ geschlossenen Staatsvertrags. Es ist allerdings nicht in Abrede zu stellen, daß die Bedingungen dieses Vertrags Vieles zu wünschen übrig lassen, Nr. I. e zu Berlin am 5. Februar 1868. Nr. 32. Bekannt⸗Bundesrath des Zollvereins an den Kanzler 0 ulschen Bun betreffend. machung, betreffend die Wahrnehmung der Centralkassengeschäfte des Norddeutschen Nr. 61. Verordnung, betreffend die Einbe rusung dee 5 ndesraths d eutschen Zoll⸗ Bundes vom 21. Januar 1868. Nr. 33 bis 46. Die Ernennung der Gesandtschaften[vereins vom 22. Februar 1868. Nr. 62. Die Ernennung des Gesandten vom und Consulate Namens des Norddeutschen Bundes. Norddeutschen Bunde beim König von Portugal. Nr. II. Ausgegeben zu Berlin am 21. Februar 1868. Nr. 47. Bekannt⸗ Nr. IV. Ausgegeben zu Berlin am 29. Februar 1868 63. Bekannt⸗ machung, betreffend die Ernennung von Bevollmächtigten zum Bundesrathe des machung, betreffend die Ernennung der Bevollmächtigten zum Bundesrathe des Nord— Norddeutschen Bundes. Vom 15. Februar 1868. Nr. 48 und 59. Die Ernennung deutschen Bundes, vom 28. Februar 1868. Nr. 64. Bekanntmachung, betreffend von Gesandten Namens des Norddeutschen Bundes, sowie Beglaubigung auswärtiger[[die Ernennung der Bevollmächtigten zum Bundesrathe des deutschen Zollvereins, vom Gesandischaften beim Norddeutschen Bunde. 28. Februar 1863. Nr. 65 und 66. Die Ernennung des Gesandten des Nord⸗ Nr. III. Ausgegeben zu Berlin am 25. Februar 1868. Nr. 50. Aller- deutschen Bundes beim König vom Griechenland und die Beglaubigung des Amerika höchster Erlaß vom 16. November 1867, betreffend die Uebertragung des Vorsitzes im nischen Gesandten beim Nordoͤdeutschen Bunde. Hessen. Darmstadt. In der Anklage- Anschauungen über die besprochenen Themata zufnur, daß dieserhalb bereits detaillirte Pläne c. ausgearbeitet worden sind und beabsichtigt war, diese Linie als Abzweigung der Bebra-Hanauer⸗ Bahn zu erbauen. Hoffen wir, daß bei der dem- nächstigen Beschlußnahme über unsere oberhessischen Eisenbahn- Angelegenheiten die Hindernisse, welche der Ausführung dieses Planes bis jetzt entgegen gestanden haben mögen, ihre Beseitigung finden, denn es läßt sich nicht einsehen, weßhalb eine Gelegenheit zurückgewiesen werden sollte, durch welche einem, wenn auch nur kleinen Landestheile und kann nur beklagt werden, daß die Ungunst der ein so wichtiges Verkehrsmittel geschaffen würde. Geld- und wohl nicht ermöglicht haben, indeß— es darf um deßwillen nicht der ganze Vertrag in Frage gestellt und die Erbauung der Bahnen abermals und aufs Ungewisse hinausgeschoben werden.— Zeitverhältnisse ein besseres Abkommen Der Gießen. Der Rechner der hiesigen Crimi⸗ nalkasse ist seit Anfang voriger Woche verschwunden. Eine Kasserevision soll bis jetzt ein Deficit von fl. 8000 ergeben haben. Preußen. Berlin. Der Prinz Napoleon Oberhessen— das viel zu lange verkürzt gebliebene hat der Königin Wittwe in Charlottendurg, so— und stiefmütterlich behandelte Oberhessen— erf erwarten, daß die abgeschlossenen Verträge mit den zulässigen und nothwendigen Modificationen genehmigt und der Bau der darin proponirten Eisenbahnen nicht länger mehr verzögert werden. — Erst nach erfolgter Gewährung und Erbauung der beiden, in den vorliegenden Verträgen ihm pro— ponirten Linien Gießen-Fulda und Gießen Gelnhausen wird Oberhessen mit Demjenigen, was die jenseitigen Provinzen seit Jahrzehnten bereits besitzen, einigermaßen als gleichgestellt an— gesehen werden können. Es darf deshalb erwarten, daß ihm außerdem für die den beiden jenseitigen Provinzen mit den jüngsten Projekten in Aussicht gestellten und theilweise schon in Angriff genommenen neuen Bahnbauten durch Gewährung noch weiterer Bahnen, außer den bereits vertragsmäßig pro- ponirten Linien, die ihm gebührende Gleichstellung mit den jenseitigen Landestheilen nicht vorenthalten werde.— Hierher würde, namentlich im Interesse des vorderen Vogelsberges und der Wetterau, der Bau einer Verbindungsbahn von der Main- Weser⸗Bahn das Niddathal hinauf zum Anschluß an die projektirte Linie Gießen-Gelnhausen gehören; der vorliegende Vertrag über Erbauung der sber— hessischen Eisenbahnen müßte diesem entsprechend erweitert und dem Uebernehmer auferlegt werden, diese Verbindungsbahn gleichzeitig mit den Haupt- bahnen zu erbauen; nur durch diese Verbindungs— bahn kann die Linie Gießen-Gelnhausen für den lokalen Verkehr von wirklichem Nutzen werden, und würde die Erbauung derselben für die Provinz Oberhessen das sein, was die pro— jektirte Odenwaldbahn für Starkenburg werden soll, eine Bahn zur Beförderung des Binnen— verkehrs und zur Hebung der Frequenz auf den betreffenden Hauptbahnen.— Ueber das Projekt einer Bahn von Friedberg nach Hanau ist seit den durch auswärtige Ingenieure vorgenom- menen Messungen und Terrain-Aufnahmen nichts Greifbares mehr zu Tage getreten, und weiß man wie dem Kronprinzen und den Prinzen Karl, Albrecht und Adalbert seinen Besuch abgestattet. Deßgleichen den Herzog August von Württemberg und dem Grafen Bismarck, worauf er die Gegen— besuche derselben empfing. — Gutem Vernehmen nach steht jetzt die Berufung des Reichstages zum 23. März fest, während das Zollparlament erst nach der Been— vigung der Reichstagssession zusammentreten wird. — Der„Staatsanzeiger“ bringt einen Bericht des Grafen Bismarck an den König, in welchem sich derselbe, in Erwägung, daß die Wahlen zum Zollparlament in Hessen und Württemberg so spät angesetzt worden seien, gegen die beabsichtigte Eröffnung des Parlaments in der zweiten Hälfte des März ausspricht und die Berufung des Bun- desrathes des Nordbundes auf den 7. März und des Reichstages auf den 23. März beantragt. Es folgt diesem Bericht eine königl. Verordnung, welche den fraglichen Antrag genehmigt — In der am 7. d. stattgehabten Eröffnungs- sitzung des norddeutschen Bundesrathes wurden die vorjährigen Ausschußmitglieder wiedergewählt und Braunschweig und Gotha als Stellvertreter in den fünften und sechsten Ausschuß ernannt. An die Ausschüsse gingen sodann folgende Prä— sidialvorlagen: Vertrag mit Nordamerika über die Staatsangehörigkeit; Gesetzentwurf betreffend die Unterstützung der Familien einberufener Ersatz— Reservisten; Gesetzentwurf betreffend die Trans— portvergütung für die Beförderung von Truppen auf den Eisenbahnen; Gesetzentwurf, betreffend die Bewilligung von Pensionen an die vormals schleswig holsteinischen Offiziere; Antrag auf Unterstützung des germanischen Museums ze. Oesterreich. Wien. Wie die„Neue freie Presse“ meldet, sind die Grundzüge der neuen Steuervorschläge folgende: Die Coupon— steuer soll von 7 auf 17 Prozent erhöht werden. Auf die bisher steuerfreien Anlehen wird eine Steuer von 10 Prozent gelegt. Die Coupons- steuer soll eine bleibende werden, während die, Capitalsteuer nur auf drei Jahre vorgesehen ist, Domänenpfandhriefe haben ½ Prozent Capital— steuer während drei Jahren zu entrichten. — Reichsrathsdelegation. In der Sitzung vom 6. März fand die Berathung über das Extraordinarium für die Land-Armee statt und wurden für die Bewaffnung der Armee 17,825,090 fl. darunter, dem Autrag des Ausschusses gemäß, 11,227,000 fl. für Hinterlader, statt der regierungs— seitig geforderten 13,827,000 fl. bewilligt. Die Debatte wurde am 7. März fortgesetzt.— Die „Presse“ meldet: Es gebe das Gerücht, der Finanz— minister beabsichtige eine Ausgabe von 20 Millionen pCt. Schatzbons zu bewerkstelligen. Großbritannien. London. In der Sitzung des Unterhauses erklärte der neue eng— lische Premierminister Disraeli, bei seinem Er— scheinen mehrfach begrüßt, er habe die Premier— schaft im Vertrauen auf den Beistand seiuer Collegen und den Edelmuth des Parlaments an— genommen; die Politik Lord Derby's, des bisherigen Ministers, werde auch die seinige sein: friedlich nach Außen, keine habsüchtige, isolirte, sondern eine allseitig wohlwollende, die Erhaltung des Weltfriedens anstrebende. Die innere Politik werde wahrhaft liberal sein, sie werde bei ver— alteten, unzeitgemäßen Einrichtungen auf Reform derselben hinwirken, während sie auf Erhaltung des in den Institutionen des Landes enthaltenen, wirklich Werthvollen bedacht sein werde. Der Ausnahmezustand in Irland werde hoffentlich bald aufhören. Amerika. Mit dem in England einge— troffenen Schiffe„Cimbria“ sind folgende Nach— richten aus New⸗Nork vom 25. Februar einge⸗ troffen: Das Repräsentantenhaus beschloß die An— klage des Präsidenten Johnson mit 126(Republi— kaner) gegen 47 Stimmen. Der Kriegsminister Stanton setzte seine Amtsthätigkeit fort und ver— anlaßte am Sonnabend die Verhaftung des Generals Thomas, welcher angeblich eine gewalt— same Besitzergreifung des Kriegsministeriums an- gedroht haben soll. Gegen Hinterlegung einer Caution wurde General Thomas wieder auf freien Fuß gesetzt.— „ Friedberg. Vor einigen Tagen wurde dahier bei Reinigung einer Abtrittsgrube die Leiche eines neugeborenen Kindes aufgefunden, welche nur kurze Zeit in derselben gelegen haben konnte. Eine sofort eingeleitete gerichtliche Untersuchung soll bis jetzt zu keinem Ergebniß in Bezug auf die Thäterin gefühet haben. Gießen. Die Sitzungen des Schwurgerichts vom II. Quartal l. J., für welche der Großherzogliche Hof⸗ gerichtsrath Buff zum Präsidenten und der Großberzogl. Hofgerichtsrath Krug zum Stellvertreter desselben bestimm! worden ist, werden Montag, den 20. April l. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, ihren Anfang nehmen. Aus Schotten meldet das„Fr. J.“ daß dort die sog. Slovakenkrankhtit(Fleckenfieber) auch in 3 Fällen aufgetreten ist. Die befallenen Personen verkehrten häufig in einem Wirthshaus, in welchem die Mausfallenhändler ihr Absleigequartier nahmen. Von diesen 3 Fällen verlief keiner tödtlich, wenn auch zwei unter den Symptomen eines schweren Typhus, der eine war mit brandiger Bräune (Diphteritis), der andere mit Lungenentzündung verbunden, der dritte hatte einen leichten Verlauf unter den Erschei⸗ nungen eines nervös⸗gastrischen Fiebers(Typhoid). Homburg. An dem hiesigen Spieltische sind falsche Banknoten der Darmstädter Bank à fl. 10 verloren worden, ohne daß der betreffende Spieler entdeckt worden wäre. Von Nieder⸗Namstadt wird gemeldet, daß dort am 6. März gegen 12 Uyr Mittags der Blitz in den Kirchthurm eingeschlagen hat. Das entstandene Feuer wurde bald gelöscht, jedoch ist der Schaden nicht unetheb⸗ lich. Obgleich vor einem Jahr dasselbe Ereigniß ein⸗ getreten war, hatte man leider versäumt, einen Blitzableiter anzulegen. 5 Schiffs nachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent. Das Hamburger Posidampfschiff„Cimbria“, Capt. Haak, welches von New⸗York am 27. Februar abging, ist nach einer ausgezeichnet schuellen glücklichen Reise von 9 Tagen 9 Stunden wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbsi die für England und Frankreich besti mmien Passagiere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe bringt 122 Passagiere, 1300 Tons Ladung, 270,657 Dollars Con⸗ tanten und 86 Briessäcke. Das Hamburger Postdampfschiff„Germania“, Capt. Schwensen, trat am 4. März wiederum eine Reise via Southampton nach NewYork an und hatte außer einer starken Brief und Packetbost 600 Tons Ladung, 41 Passa⸗ giere in der Cajüte und 516 im Zwischendeck an Bord. Die Oberhessischen Eisenbahnen“) Es wird sich in neuester Zeit viel Mühe ge⸗ geben, der Provinz Oberhessen ihre Eisenbahn— Projekte zu Wasser zu machen. Man hielt sich zu der Hoffnung berechtigt, es werde, nachdem nun auch den Provinzen Starkenburg und Rhein— hessen ihre Wünsche erfüllt seien, mit den, den Oberhessischen Eisenbahnen bereiteten Hindernissen ein Ende haben; doch es ist nicht an dem: es wird noch entschiedener dagegen angekämpft. Vor Allem ist es die Mainzeitung, die es sich zur Aufgabe gestellt zu haben scheint, die Oberhessischen Bahnprojekte zu nichte zu machen. Die Bemühungen derselben haben in Nr. 24 des Wetterauer Boten die verdiente Würdigung erfahren und auch in Nr. 8 wurde in dieser Beziehung die Haltung der Mainzeitung getadelt, aber wie es scheint, von ihr keine Notiz davon genommen. Während indessen die Mainzeitung, wenn auch mit verhülltem Panier, unsere Bahnprojekte direkt angreift, findet in verschiedenen andern Blättern ein indirekter Angriff in der Form einer Annonce: „An die Herren Landesvertreter“ statt.— Es ist wohl lange kein solches, aller Logik Hohn sprechendes Machwerk unter der Presse gewesen! Es heißt die Concession zum Bau der Ober— hessischen Bahnen lege unter unerhörten(I) Be— dingungen dem Lande kolossale Opfer auf, die Garantie der 3½ prozentigen Verzinsung des Uebernahmskapitals von 28½ Millionen dauere 99 Jahre(J); außerdem habe die Gesellschaft das Recht Prioritäten in unbeschränkter(J) Zahl auszugeben, die vom Staat verzinst werden müßten. Ferner: der wirkliche Bau koste 20 Millionen, ee flössen also 8½ Millionen größten Theils in die Taschen der Banquiers(JI); es wird sodann der Prioritäten zu allem Ueberfluß noch einmal erwähnt, mit dem Zusatz„so viele Millionen als denselben.(den Banquiers nämlich) beliebt“(I), die Caution stelle der Staat sich selbst(I) weil er Zinsen garantire und es würden dem Staat auf 99 Jahre(J) unerschwingliche Steutrn auf⸗ geladen. Bei einem Selbstbau würven 10 Millionen (0 gespart! Wir wollen einmal diese Behauptungen näher untersuchen und sehen was wir davon zu halten haben. 1) Wir beginnen mit der Stelle, wo es heißt die 3½ Prozent seien auf 99 Jahre garan- tirt und es würden dem Staat auf 99 Jahre unerschwingliche Steuern auferlegt. Der Ver— fasser nimmt alss an, die Bahn werde niemals rentiren! Würde dies, wenn der Staat bauen würde, etwa anders sein? Man hört ja doch immer unter Verwaltungen von Privatgesellschaften rentiren die Bahnen am Besten! Uebrigens mag der Verfasser unbesorgt sein, eine Bahn, welche, als allein noch fehlendes Glied zur direktesten Verbindung des Niederrheins mit den Donau- ländern, einen sehr bedeutenden internationalen Verkehr zu erwarten hat, wird der Zuschüsse des Staats nicht lange bedürfen und es kann daher auch von einer unerschwinglichen Steuer- Auflage auf 99 Jahre durch die Oberhessischen Bahnen keine Rede sein. 2) Es heißt ferner: der Bau werde 20 Mill. kosten, der Vertrag gewähre aber mit Nebenkosten, Zinsen u s. w. 28½ Millionen, es flössen also 8½ Millionen größtentheils in die Taschen der Banquiers; es könne der Staat aber beim Selbst⸗ bau 10 Millionen sparen. Diese Logik ist werth, dem Verfasser patentisirt zu werden, denn es wird ihm gewiß Niemand die Erfindung streitig machen! Also wenn der Bau 20 Millionen kostet, so braucht er nur für 28½— 10= 18½ sage 18½ Millionen zu 3½ Prozent verzinsliche Papiere auszugeben; mit anderen Worten, es werden ihm für 18 ½ Millionen 3½ prozentige Papiere an der Börse 20 Millionen bezahlt!— Der Verfasser scheint seit langer Zeit keinen Cours- zettel gesehen zu haben, oder(von der kleinen *) Obgleich wir in Nr. 28 d. Bl. bereits eine den⸗ selben Gegenstand behandelnde Erwiederung des Herrn Beigeordneten Ferber in Gießen brachten, kommen wir mit der Aufnahme dieses Artikels dennoch einem uns ausgesprochenen Wunsche des Herrn Einsenders gerne nach. Die Red. Unterschied zwischen Nominalwerth und Börsen— werth eines nur zu 3½ Prozent verzinslichen Papieres nicht zu kennen! Und weiter: Giebt es für den Staat keine Nebenkosten?— Wird er das Geld für die Zeit des Baues unverzinslich erhalten? Wir wollen einmal rechnen, wie jeder Unbefangene rechnen müßte. Es sollen 20 Millionen nöthig sein. Wir behalten diese Summe bei, obgleich wir nicht glauben, daß die Bahnstunde(wie es im Ueberschlag angenommen sein soll) für denselben Preis hergestellt wird, wie er sich bei der Main⸗ Weser⸗Bahn ergeben hat, da Arbeitslohn und Güterwerth namentlich in den letzten Jahren sehr bedeutend gestiegen sind. Papiere, zu 3½ Prozent verzinslich, wie die von der Oberhessischen Eisenbahngesellschaft aus⸗ zugebenden, für welche in den nächsten Jahren eine Rückzahlung nicht zu erwarten steht, werden von einem Bankhause kaum über 75 Prozent angenommen werden; es müssen also zur Ergän⸗ zung der vollen Summe noch weitere 25 Prozent also ¼ des Baufapitals zugehen und es stellt sich daher der Nominalwerth des zu 20 Millionen angenommenen Bau⸗Kapitals auf 267 Millionen oder 26,660,666/ fl.“)— Nach dem Vertrag werden im Falle der Ueberlassung an Unternehmer nur 26 Millionen Aktien im Nominalwerth ver⸗ gütet; wo stecken da die unerhörten Bedingungen? und woher sollen die 8½ Millionen kommen die größtentheils(J) in die Tasche der Banquiers fließen sollen? an was aber endlich soll der Staat 10 Millionen sparen? Müßte doch der Staat,— dessen Papiere wahrscheinlich noch nicht einmal so hoch, als die einer sicheren Gesellschaft placirt werden könnten— sich bei der Aufnahme des so bedeutenden Kapitals auch der Banquiers bedienen! und nimmt man ja allgemein an, daß der Staat gewöhnlich am theuersten baue! 3) Wir wenden uns nun zu den zweimal hervorgehobenen Prioritäten! Wie wir die Sache auffassen, sollen,— wenn in Folge sich ergebender, unvorhergesehener Schwierigkeiten, eine Mehraus⸗ gabe nöthig wird(welche aber dann jedenfalls der Staatsregierung nachgewiesen werden muß) — Prioritäten ausgegeben werden können, deren Verzinsung dann selbstverständlich aus den Er⸗ t ägnissen der Bahnen zu geschehen hat.— Würde der Staat in einem solchen Falle nicht auch weiter aufnehmen müssen? Oder glaubt der Ver⸗ fasser, solche Schwierigkeiten würden, wenn der Staat baue, aus lauter Respekt von selbst schwinden? Von einer unbeschränkten Zahl und von Millionen, wie es den Banquiers beliebt, ist im Vertrag gewiß nirgends die Rede. Daß aber in einem solchen Falle die Gesell⸗ schaft das Recht hat, den Mehrbedarf aufzunehmen, wird Jedermann ganz natürlich finden, wenn er nicht, wie wahrscheinlich der Verfasser, glaubt, die Ehre, in Oberhessen Bahnen bauen zu dürfen, sei ein solches Risico auf eigne Gefahr schon werth! 4) Der die obenerwähnten 26 Millionen übersteigende Mehrbetrag,— es sind nicht ganz 2½ Millionen,— soll für Zinsenverlust vor Beginn der Staats-Garantie und für sonstige Kosten, Ersatz gewähren.— Wenn Jemand Geld in irgend einer Weise, seien es Kapitalien, Kauf⸗ gelder ꝛc. 1c. einziehen läßt, daun muß er dafür eine entsprechende Vergütung zahlen, die freilich sich in demselben Maße verhältnißmäßig verringert, als die Summe größer wird. Die Einnahme und Ausgabe einer Summe von 28 Millionen erfordert jedenfalls in dieser Beziehung schon eine hedeutende Aufwendung. Und wenn ein Kapital erst nach drei Jahren rentirt, bis dahin aber doch nichtsdestoweniger verzinst werden muß, so geht dieser Aufwendung eine noch viel bedeutendere Summe zu. Nehmen wir an, die Aktien würden bis zum Beginn der Staats⸗Garantie mit 4 Prozent verzinst und es würde vom Baukapital im ersten Jahre, im zweiten Jahre ½ und im dritten Jahre ½ verwendet, dann wären von dem ersten ) Selbst zu 80 Prozent würden 25 Millionen nöthig und die Frankfurter 3½ Prozent Obligationen stehen nur zu 81. Differenz von 1½ Million ganz abgesehen) den 00 47⁴ Donne aufangend, Waldungen 6 Ste 8„ ½, 3 19 K 150 Well Al:„ 5038„ 17 Cubi 8 4400 Sti mess betend! Ole Zusa und wird m. Hohnenfanget stledbe. der Freiherrlü De 496 Wegen heim nach 4. März 15 nicht befahre Kenntnis geb driedbe Hoftait 367 Non sollen n Verfsorbenen hörenden J. Flut. Nr, 4 3. 188. J. 189.. 4. MN. adabtheuung werden. drievb, 3 für drei Jahre fl. 1,140,000, om zweiten für zwei Jahre fl. 760,000, nd vom dritten für ein Jahre, fl. 380,000, zusammen also fl. 2,280,000 zu 3½ Prozent 1,995,000 fl.) Zinsen zu be⸗— ahlen.— Hierzu die Verwaltungskosten und wir Fürfen wohl auch hier die Frage erheben, wo leckt der ungeheure Verdienst?— Daß die Gesellschaft etwas verdient und ver— muß von den Unternehmern, als Sicherheit für wirkliche Vollendung, vor Beginn der Arbeiten, ja selbst vor Ausgabe der Aktien an die Staats- kasse eingezahlt werden und sie geht den Unter— nehmern(I) verloren, wenn sie ihre Verbindlich— keiten nicht erfüllen. Es müssen sogar von den an der Spitze stehenden Bankhäusern erst sehr bedeutende Summen baar eingezahlt sein, bevor nur Aktien auf den Markt gebracht werden können. Erlanger abgeschlossenen Vertrag und für Staats- bau zu agitiren, als ein den Interessen der Provinz feindliches angesehen und bekämpft werden, Gilt es etwa eine Spaltung unter den Stände— mitgliedern hervorzurufen, um auf diesem Wege die Sache zu vereiteln? Der Satz: divide et impera ist alt und hat sich schon oft bewährt, aber er ist auch bekannt! Der anonyme Verfasser der fraglichen, auf— fallenderweise von Gießen datirten Annonce möge aus seiner Anonymität hervortreten, damit man sehe, ob es wirklich ein Kind Oberhessens ist, das so im eignen Fleische wühlt! Hoffen wir, daß alle derartigen Machinationen am festen und entschiedenen Willen unserer Ab— geordneten abprallen und daß der seither so sehr zurückgesetzten Provinz Oberhessen ihr Recht un— 5 verkürzt zu Theil werde! Nidda am 24. Februar 1868. Reuning, Bürgermeister. die eg* sienen muß, wird Jeder gerne zugeben, der nicht Wie soll es sich nun zusammenreimen, daß der „on der Idee beherrscht wird, es könne ein solches Staat jene 500,000 fl. zahle? Das geht über „ Geschäft blos der Ehre wegen übernommen werden! den gewöhnlichen Menschenverstand! Würde aber etwa der Staat keine Zinsen zu Wäre der Staat in der Lage, leicht Geld zu ehr ablen haben? Würden die von ihm anzuneh-beschaffen, so würden wir auch dem Bau durch nenden Beamten keinen Gehalt beanspruchen? den Staat, aber aus anderen Gründen, nicht , die die 5) Das Auffallendste in der fraglichen Annonee wegen größerer Billigkeit, den Vorzug geben. daft st aber gewiß die Behauptung, daß der Staat, Es steht aber nicht zu erwarten, daß die Staats- peil er nach Vollendung der Bahn Zinsen garantirt, Regierung sich auf Selbstbau einläßt und darum die 500,000 fl. Caution, die dann wieder zurück. muß das Bestreben, mit den hier in Anwendung Drozenn egeben werden, sich selbst stelle!— Die Caution] gekommenen Mitteln gegen den mit Herrn von Holz⸗Versteigerung. see gan. Oberhessische Eisenpahnen. wird auf biefigem Rathhaus ein zur Nachzucht über— 74 Donnerstag den 12. März l. J., Morgens 9 Uhr mfangend, werden in den Freiherrlich von Ritter'schen Zaldungen zu Hof Hasselbeck 6 Stecken Kiefern⸗Scheitbolz, 8„ Bilken⸗Prügelbolz, 28½„ Kiefern⸗„ 2„ Birken⸗Stockholz, 19½„ Kiefern⸗ 150 Wellen Buchen⸗Reisholz, 2442„ Birken⸗ 1 5938 ein„ 17 Cubikfuß Eichen⸗Stammbolz, 18„ Klefern⸗Stangenholz, 4400 Stück Bobnenftangen, neistbietend verkauft. Die Zusammenkunft ist auf dem Hofe Hasselheck id wird mit dem Verkauf der daselbst befindlichen dohnenstangen der Anfang gemacht. Friedberg den 27. Februar 1868. In Auftrag: * Freiherrlich von Ritter'schen Gutsverwaltung zu Rüdesheim Heidt. Bekanntmachung. 6 Wegen Umbauung des Vieinalwegs von Assen⸗ deim nach Bruchenbrücken kann dieser Weg vom März 1868 an dis auf weitere Bekanntmachung ncht befahren werden, was biermit zur öffentlichen lenntniß gebracht wird. Irtedberg den 29. Februar 1868. Der Bezirks- Bauaufseher Schneider. bofraithe- und Güterversteigerung. 7 Montag den 30. März d. J., Vormittags 11 Uhr, len in hiesigem Rathbause die zum Nachlasse des wrstorbenen hiesigen Bürgers Nudolpb Weis ge⸗ b renden Immobilien: Gemarkung Friedberg. Tut. Nr. Klftr 3. 188. 19,9. Hofralthe in der Burg, 1. 189. 10,9. Grabgarten daselbst, 1. 207. 90. desgl. in der Kehl, F öffentlich meistbietend versteigert nerden. Friedberg den 12. März 1868. men, e Friedberg U 5 Der dienstältefte Gerichtsmann Foucar. Bekanntmachung. % Für die biesige Saline find 200 Achtel Korn 3 0 Pfund und 100 Achtel Gerste à 160 Pfund Zoll⸗ —— auf dem Submtssionswege anzukaufen und eferungsanerbietungen verflegelt und mit der Auf⸗ rift„Fruchilleferung betreffend“ bis zum 12. d. M., Vorgens 10 Uhr, einzureichen. Die Bedingungen find i den gewöhnlichen Wochentagen dahler einzuschen. 4 Nauheim am 6. März 1868. Großberzogliches Salinenamt Nauheim F. Schreiber. Weiß. ö Bekanntmachung. 35 Die Genehmigung der Holzverfleigerung von fern im Domantalwald Frauenwald wird hierdurch kannt gemacht, mit dem Anfügen, daß die Abfuhr⸗ beine vom 12. d. Mie. au, bel Groß berzoglichem en Frledberg in Empfang genommen werden bönnen; die erster Fahrtage mit der Holzüberwelsung sulen: im Schlag Nr. XVII., auf den 13., rr. Ober⸗Rosbach den 7. März 1868. Großherzogliche Oberforsterel Ober Rosbach Bingmann. flüssig gewordenes großes gemeinheitliches Faselschwein meistbietend verfteigert. Nauheim am 6. März 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Nauheim Rieß. ĩ»dt. Schutt. Arbeits- Versteigerung. 557 Samstag den 14. März, Vormittogs 10½ Uhr, sollen auf dem Ratbbhause zu Reichelsheim die bei der Erbauung eines Vizinalwegs von Reichelsheim nach Weckes heim und nach Heuchelheim hin vor⸗ kommenden Arbeiten an die Wenigstfordernden in Accord gegeben werden und find veranschlagt wie folgt: A. Weg nach Weckeshelm: 1) Plantracbeiten zu 60 fl.— kt., 2) Chbauffirarbeiten zu 2906„19„ 3) Steinbrechen, 23 Cub.⸗Kl. 230„—„ 4) Steinfahren, 23 Cub.-Kl. 345„— 5) Steinaufsetzen, 23 Cub. Kl. 1 6) Pflöcklieferung, 100 St. 9 B. Weg nach Heuchelbeim. 1) Planirarbeiten 270 fl.— kr., 2) Chaufsirarbeiten 1 3) Steinbrechen, 37,1 Cub.⸗Kl. N 4) Steinfaßhren, 37,1 Cub.⸗Kl. 50„30 5) Steinaufsetzen, 37,1 Cud.⸗Kl. 1 6) Pflöcklieserung, 200 St. 6 40 * Die Accorvsbedingungen und der Kostenüberschlag, sowie die Längen- und Querprofile liegen bei dem Unter⸗ zeichneten zur Einsicht offen und werden vor Anfang der Versteigerung den Uedernehmern vorgelesen. Friedberg den 6. März 1868. Der Bezirks- Bauaufseher Schneider. An Magenkrampf, perdau- ungsschwäche ꝛc. Leidenden 321 wird das rühmlichst dekannte Deilmittel des Dr med. Doeeks empfohlen und ist Näheres aus einer Broschüre, welche in der Expedition d. Bl. gratis ausgegeben wird, zu ersehen. Das Mittel wird in halben und ganzen Kuren allein durch den Apotheker Doeeks in Barn dorf (Hannover) veradfolgt. Zeugniß. Aus Pflicht und Dankbarkeit kann ich es nicht unter⸗ lassen, folgendes Zeugniß auszustellen. Volle acht Jahrt litt ich an beftigem Magenkrampf, brauchte viele Aerzte, aber ohne Erfolg. Seitdem ich nun das Dr. med. Doecks' sche Mittel gebraucht, bin ich wleder ganz gesund und hat sich dasselde in derselben Krankbelt auch bei zweien meiner Freunde auf das Beste bewährt, weshalb ich keine Gelegenheit versäume, auf die Dr. med. Doeds' sche Cur aufmerksam zu machen. Stetlen bei Nürnberg. Paul Murr, Oecconom. 513 Bel Unterzeichnetem wird eine Ziegelei nebst Kalkbreunerei, welche mit bestem Erfolg betrieben wurde, käuflich, so⸗ wle auch auf den Abbruch oder Pacht unter günstigen Bedingungen abgegeben. Dainchen den 1. März 1868. Jacob Dillemuth II. Hausener Mehl& Prodfabrik. 549 Von beute an werden in unserem Etablissement Mehl, Kleten und Brod abgegeben. Hausen den 1. März 1868. May& Comp. An die Landesvertreter! 569 Der Herr Gemeinderath Ferber hat eine Er⸗ klärung erlassen, in welcher uns Unkenntniß und Vor⸗ eingenommbeit vorgeworfen wird. Eine Widerlegung unserer Angaben aber finden wir nicht, vielmehr gesteht Herr Gemeinderath Ferder selbst zu, daß der Vertrag Erlanger reotd irt werden müsse. Wir haben mit Personen gar nichts zu thun, also gegen Niemanden eine Voreingenommenheit. Wir halten uns nur an die Sache. Wir wollen den Bau der Etsendahnen unsrer Provinz sichern und rasch ans Werk gegangen sehen, deßhalb find wir für Staatsban. Wir wollen nicht durch allerdings kolossale Opfer unsere Steuern erböht wissen, deßhalb find wir für Staatsbau. Wir wollen nicht ein Drittel des Nutzens nehmen, wenn wir den ganzen Nutzen genteßen können. Nun aber noch einiges zur sachlichen Widerlegung. Die Schaffung des Kapttals durch den Staat ist unverhältnißmäßig billiger, denn wenn man genöthigt ist, die 3½% garantirten Eisenbahnactien an der Börse schon vorber zu 70% auszubieten, wie das an der Beruner Börse der Fall war, wäbrend unsere 3½% Obligationen obne Hoffnung auf Extradividende 84% steben, so ist dies der schlagendste Beweis. Hat Herr Ferber dies nicht gewußt? Wir baben es verschwiegen, um selbst nicht den Schein zu haben, daß wir gegen Personen eingenommen find. Herr Ferber sagt ferner, die Behauptung sei kühn, daß die Bahn nur 20 Willtenen koste. Wo ist die Widerlegung? Herr Ferber behauptet naiv, die Herren Erlanger seien nicht befugt Prioritäts⸗Obli⸗ gationen in unbeschränkter Anzahl zu emittiren und zwar zu Lasten der Bruttoeinnahmen, d. h. zu Lasten des Staats, er sagt aber offenherzig genug nur wann das Geld nicht ausreicht ll! Wo ist da der Anfang und das Ende? Da wird dann sehr leicht aus der Staats garantie eine Staats- subventton, welche allerdings wäbrend 99 Jahren eine jährliche Zuduße von 1 Million Gulden, zusammen also 99 Millionen kostet. Wo aber dleidt bei dem ge⸗ priesenen Vertrag Erlanger überhaupt eine Garantie der Ausführung. Eine Gesellschaft bilden, die Actien zu 70% zu offeriren, dadurch den Staatocredit schädigen, ist leicht gethan; repräsentirt aber noch lange keine fertig gestellte Eisendahn Warum stellt die Gesellschaft eine Garantie von nur winzigen 500,000 fl. bet einem Unternehmen von 20 Millionen Gulden Geld! If dies eine Garantie für die Ausfüdrung wenn in einem Jahr der Bahndau etwa ins Stocken gerathen ist; wo in dann die Verontwort⸗ lichkeit dei Bankiers und wo die Sicherstellung des Ausbaues. Bet einem solchen Unternedmen muß der ursprüngliche Unternebmer baftbar bleiben, der Staat aber, der so enorme Vorthelle einem Bankier zugesteßt, muß mindestens durch 10% wirklicher Caution ge⸗ deckt sein, damit alle Theile des Vertrags sicher erfüllt werden. 0 Zur hohen Beachtung für Bruchleidende. 45 Der berübmte Bruch⸗Balsam, dessen beber Werth selbst in Paris anerkannt, und welcher don vielen medi⸗ einischen Autoritäten erprobt wurde, welcher auch in vielen tausend Fällen glückliche Curen bervorbrachte, kaun jederzeit direet brieflich vom Unterzeichneten die Schachtel à 3 Fl. 30 kr. S. W. bezogen werden. Für elnen nicht so alten Schaden ist eine Schachtel binrelchend. J. J. Kr. Eisenhut in Gais, bei St. Gallen (Schweiz). Für Bienenzüchter. 526 Aechten Landhbonig zum Füttern der Bienen det A. Stahl Witwe. Oberhessische Eisenbahnen. 568 Ist es nicht auffallend, daß alle urtitel gegen den Oberhessischen Vertrag anonym und aue fur denselben von bekannten und das Licht nicht scheuen⸗ den Personen verfochten werden? Sollte hinter dieser Mnonymität nicht der Neid gewisser Leute zu suchen sein, die durch ihre plump geschmiedeten Plane und Ränke die Sache aus Eifersucht über einen etwaigen Gewinn oder aus Concurrenzruͤcksichten scheitern machen möchten. Für Pferdeliebhaber Für Pferdeliebhaber. 565 Bei dem am 30. und 31. März und 1. April dahter stattfindenden Pferdemarkt werden von dem unter— zeichneten Comité für eirea 40,000 Thaler g 3 5 61 der schönsten Reit⸗ und Wagenpferde, 10 vollständige vier:, zwei⸗ und einspännige Equipagen nebst completen Geschirren, so⸗ wie sonstige Reit⸗ und Fahrrequisiten, zur Verloosung kommen, sobald 40,000 Loose vergriffen find. Die Verloosung findet öffentlich vor Notar und Zeugen am 1. April statt. Diejenigen auswärtigen Theilnehmer, welche ihre Loose direkt durch das unterzeichnete Secretartat be⸗ ziehen, erhalten sogleich nach der Ziehung mittelst Telegramm Kenntniß, wenn ihnen ein größerer Gewinn zu⸗ gefallen ist, jedoch obne Verantwortlichkeit des Comlté“'s. Uebernehmer einer größeren Anzahl Loose erhalten entsprechenden Rabatt. Falls die Zusendung der Loose franeo und recommandirt gewünscht wird, so beltebe man die hiezu nötbigen Franeo-Marken bei der Bestellung einzusenden. Den Bestellungen auf Loose à Thlr. 1— fl. 1 45 kr. ist der Betrag beizufügen, sowie die genaue und deutliche Adresse, und sind solche franco zu richten an 5 a Das Seeretariat des Landwirthschaftlichen Vereins in Frankfurt a. M. Ich litt seit ca. 5 Jahren an einem hartnäckigen Husten und hatte schon unzählige Mittel ohne Erfolg gebraucht, 560 als ich, nachdem selbst ärztliche Hilfe vergebens war, meine Zuflucht zu dem Schlesischen Fenchel⸗ Honig Extract von L. W. Egers in Breslau nahm. Es kann sich Jeder leicht denken, daß ich, nachdem ich schon so viele Mittel nutzlos angewandt hatte, kein rechtes Zutrauen zu diesem Fenchel-Honig⸗ Extract haben konnte. Ich sollte aber bald vom Gegentheil überzeugt werden, denn nach Verbrauch von 1 Flasche ließ der Husten nach und ist derselbe Gott sei Dank, jetzt ganz unbedeutend, so daß ich glaube, wenn ich den Gebrauch noch einige Zeit fortsetze, derselbe ganz verschwinden werde. Schwelm, 3. März 1867. David Doevermann. Der Schlesische Fenchel⸗Honig Extract von L. W. Egers in Breslau ist nebst einer Broschüre über seine Wirkungen, welche die Käufer gratis erhalten, allein ächt zu haben bei Jos. Hoffmann in Friedberg. Rheinische Versicherungs⸗Gesellschaft begebenes Grundkapital Eine Million südd. Währung. 495 Die Gesellschaft versichert Gebäude,(soweit dies gesetzlich gestattet ist) und Mobiliar⸗ gegenstände, Waaren und Vorräthe aller Art, sowie Vieh und Erndteerzeugnisse in Gebäuden, wie im Freien gegen Feuersgefahr zu billigen und festen Prämien, so daß die Versicherten niemals Nachschüsse zu leisten haben. Die Unterzeichneten halten sich zur Entgegennahme von Versicherungsanträgen empfohlen und ertheilen den Versicherungssuchenden bereitwilligst jede wünschenswerthe Auskunft. Vilbel den 27. Februar 1868. W. Kullmann, Kaufmann. H. Herrmann, Steueraufseber. Beachtensuerth! Alle Sorten 102 Unterzeichneter befitzt ein vortreffliches Mittel gegen 8 G 2 e. 3 sowie gegen Schwächezustände emüle⸗- N arten ümereien der Harnblase und Geschlechtsorgane. 6 bri ich sehlende Ert Speclalarzt Dr. Kirchhoffer. 11% J Nee in Kappel bei St. Gallen(Schweiz). 5 je N 0 1. sten De IL 6 0 Die billigsten M— b 1 548 in Sammt, Wolle und Seide, sowie alle Sorten 0 2 Knöpfe in großer Auswahl bei elegant und solid gearbeitet zu haben in dem 4 Möbellager der Gebrüder Blum, Rheinstraße. Darmstadt. Verpackung unter Garantie wird billigst berechnet. Geschwister Schloß. unfehlbares Mittel ge⸗ Gichtwatte, gen Gliederreißen aller Art, emsiehlt 4 18 und 30 kr. Ph. Dan. Kümm ich 92 * 498 Unterzeichneter empfiehlt dem geehrten relsenden Franken 5 Wicken, n neu und comfortable eingerichteten Erbsen, Brodmehl und Kleien 2 552 empfiehlt billigt Lö b Straus, Niener Hof. Bäckereibesitzer. Weißsrauenstraße 3 vis-à- vis den Bahnhöfen in Frankfurt a. M. 6-7 Ctr. Heu Zimmer von 36 kr. an, billige und gute Bedienung. 538 hat zu verkaufen Johs. Schwalm Christian Krämer. am Jauerbacherthor. 158 Epileptische Krämpfe(Fallsucht) beilt Dr. O. Killisch, Specialarzt für Epilepfie, Berlin, Jägerstr. 75/76. Auswärtige brieflich. 431 Es werden 12 bis 15 gebrauchte mittelgroße Fenster, mit oder ohne Fensterfutter zu kaufen gesucht. Von wem? theilt die Expedition dieses Blattes mit. Ein Mädchen, 516 das kochen kann, wird bei gutem Lohn zum so⸗ fortigen Eintritt in eine kleine Familie gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. unter Nr. 516. Kankfurter Pferdeloose 559 werden noch besorgt zu 1 fl. 45 ke. von J. Stern, Usagasse Nr. 381. Geschäfts- Eröffnung. 561 Einem geehrten Publikum mache hiermit die er⸗ gebene Anzeige, daß ich unterm 9. März mein Putz⸗ und Kurzwagaren⸗Geschäft, sowie Strobhut⸗ wascherei eröffnet habe, und bitte um Zuspruch unter Zuficherung bester Bedienung. L. Backes, Schirnstraße in Friedberg, Versteigerungs- Anzeige. 563 Donnerstag den 12. März, Vormittags 9 Uhr, soll im Gasthaus zur Nose,(vormals Zimmermann), sämmtliches Wirthschafts⸗Inventar, dabei eine Kelter, Fässer und sonstige Mobilien, freiwillig gegen baare Zahlung versteigert werden. Bornheim am 7. März 1868. 2 H. Jöckel. Ein Zimmer mit Kabine 562 kann mit oder ohne Möbel abgegeben werden. Näheres bei der Exped. d. Bl. unter Nr. 562. Heiligenstädter s. g. grüne Kartoffeln, 566 von den landwirthschaftl. Vereinen als die ertrag ⸗ reichsten empfohlen, verkauft einige Malter Dr. Siebert in Nauheim. Einige tausend Zurbaum- Pflanzen, 558 per Tausend 2 fl. 30 kr., verkauft Georg Keller I. in Melbach. Logis zu vermiethen. 564 Der zweite und dritte Stock meines Hauses kann entweder zusammen oder auch getrennt vermiethet und auf Verlangen baldigst bezogen werden. Adam Menges. bei K. Friedrich neben der Post. 252⁵ Hertenkragen Gesu ch. 524 Ein tüchtiger Bäckerbursche wird zum alsbaldigen Elntritt gesucht. hilippi. Todesanzeige und Danksagung. 570 Indem wir auswärtigen Freunden und Bekannten die traurige Anzeige machen, daß es dem Allmächtigen gefallen bat, am 6. d. Mts. unsern lieben Gatten und Vater, den Großber⸗ zoglichen Bürgermeister Johannes Schmidt, i im 62. Lebensjahr plötzlich in ein besseres Jenseits abzurufen, bitten wir um stille Theilnahme. 5 Zugleich sagen wir Allen, welche den theuren Todten zu Grabe begleiteten, unsern aufrichtigen“ Dank. Assenheim. Die trauernden Hinterbliebenen. Kirchen buchsanuszuügt. Evanugelische Gemeinde. Getauft e: 1. März. Dem als Gendarm 1. Classe zu Pferd dahter stationtrten Johannes Lepper, Ortsbürger zu Großen ⸗Buseck im Kreise Gießen, eine Tochter Anna Margaretha Johanna Charlotte Susanna Wilhelmine, geb. den 11. Februar Beer digte: 29. Februar.(Zu Erlenbach, Kr. Erbach.) Sophie von Helmolt, geb. Müller, Wittwe des verst. Großh. Postmeisters dahter Georg von Helmolt, 84 Jahre, 7 Monate, 15 Tage alt, 1 den 27. Februar. 7. März. Hermann Adolf Weckerling, Söhnchen des hiesigen Bürgers und Schlossermeisters Franz ZJosef Weckerling, 10 Monate, 17 Tage alt, 4 den 6. März. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. deltessend Das 9 belustigun Zeit hau nachste hen von Ihne lichen e haust al Zuwiderhe Die Nac schafllichet 1803 wir Darmstabt Vereine 24. 25. Mit liche Verei vieh, Pfer gemeine Die Bez (Beitschrif des landw. stadt statt schastliche dahier ab zur Aus alle La landw. des Ack solchen Fa brik, gelassen f — Hesss II. Kam! Arbeiten Anzahl n lagen de bessischen derselben Hauses 6 oberhesssch Gießen. Fu duung ein Reicelshein dallwach