ö * el Trapp — sonssige 4 eine det der datez ersehen, boest d. ad den , ud cl, n sta dt. 8 li lien. „ drochirte . Fenstet obne allen waaren⸗ dWelcher ric derungen zemeldet. dtrungs⸗ Wonen u. Fonds: tschaste · Tupfang Ichaf. ist. t Dirtctot. sgtbenen wird, werden. Abonnenten, welche den Anzeiger durch die Post beziehen, wollen ihre Bestellung für das II. Halbjahr baldigst machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt. Donnerstag den 9. Juli. M 80. für Oberhessen. Friedberger Intelligenzblalt. 1868. Anzeiger Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. 1 Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag un Samstag. r*— Abonnements⸗ Einladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues halbjähriges Abonnement auf den Anzeiger für Oberhessen, welcher auch ferner wöchentlich drei⸗ mal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinenen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal im beigegebenen Unterhaltungs⸗ Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel, Bilderräthsel 1c. Die stets wachsende Zahl der Abonnenten muß uns die erfreulichste Aufmunterung sein, die Geschäfte der Redaction in der bisher eingehaltenen Weise fortzuführen. Das Abonnement beträgt halbjährig: für die Abonnenten in hiesiger Stadt 1 fl., bei sämmtlichen Postämtern des Großherzogthums 1 fl. 6 kr. 1 7 1 — Abbestellung erfolgt. Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blatt auch für das neue Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrückliche Die Expedition. Betreffend: Feldstrafen von der 6. Periode 1867. Amtlicher Theil. Friedberg den 6. Juli 1868. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Unter Mittheilung des Verzeichnisses über die Feldstrafantheile Ihrer Gemeinden von der 6. Periode 1867 in nachstehendem Abdruck, tragen wir Ihnen auf, die Beträge den Gemeinde ⸗Einnehmern in Einnahme zu decretiren und controliren zu lassen. Auszug aus dem Verzeichniß ũber Bönstadt 15 kr. Butzdach 11 fl. 8 kr., Fauerbach v. d. H. 5 fl. 16 kr., och⸗Weisel 1 fl. 48 kr., Langenhaln 1 fl. 8½ kr., Münster 23½ kt., Oppersdofen kr., Oppershofen 1 fl. 9 kr., Oftbeim 6 fl. 37½ kr., Rockenberg 22½¼ kr., Rocken⸗ derg 22½ kr., Assenheim 3 fl. 6½ kr., Bruchenbrücken 1 fl. 3 kr., Friedberg Nieder⸗Florstadt 2 fl. 59 kr., 7 fl. 11½ kr., Friedberg 16 kr., Meldach 1 fl. 34½ kt., Von der 6. Periode 1867. Nieder⸗Roc bach 5 fl. 5 kr., 2 9 Kritzler, Kreis Assessor. Feldstrafen. 6 7 Nieder- Wöllstadt 2 fl., Ober⸗Florstadt 5 ½ kr., Ober · Rosbach 7 fl. 50½ kr., Ober⸗Wöllftadt 7 fl. 23 kr., Sörel 2 kr., Dordeim 20 kr., Nauheim 4 fl. 57 kr., Nieder- Mörlen 7 fl. 30½ kr., Ober⸗Mörlen 5 fl. 58 kr., RNödgen 2½ kr., Schwalheim 51 ½ kr. Hessen. Darmstadt. Die großherzoglich hessische Pionniercompagnie wird vom 10. Juli bis zum 20. August nach Castel verlegt werden, um dort ihre Uebungen vereint mit dem hessischen Pionnier Bataillon Nr. 11 abzuhalten. Die Mannschaft wird bei den Bürgern einquartiert, die Beköstigung aber selbst sich besorgen, da es die Casteler Bürger abgelehnt haben auch die Verpflegung zu übernehmen. — Die„Hess. Ldsz.“ schreibt: Da bei den Herbstübungen der Großherzoglichen Division die Einquartierung nach preußischer Vorschrift statt⸗ finden wird, so dürfte es von Interesse sein, zu vernehmen, welche Aenderungen in den seitherigen Bestimmungen eingetreten sind. Man theilt uns darüber Folgendes mit: Marschverpflegung wird an allen Marschtagen und den zwischen denselben liegenden Ruhetagen gegeben. Der Mann erhält dabei stets die vollständige Verköstigung im Quartier wie seither üblich, wofür mit dem 1½ Kreuzer betragenden Servis 19 Kreuzer vergütet werden. An Uebungstagen mit wechselndem Quartier und in Lagern und Bivouaks wird der große Por- tionssatz gewährt, Vergütung ebenfalls 19 Kreuzer. Bivouakirende Truppen oder solche auf Vorposten werden stets aus Magazinen verpflegt.— An anderen Cantonuirungstagen, an welchen der Mann in dasselbe Quartier zurückkehrt, empfängt derselbe die kleine Portion oder Garnisonsverpflegung, für welche 15 Kreuzer vergütet werden.— Die Ver⸗ töstigung kann nun gegen die angeführte Ver⸗ gütung durch den Quartierträger, oder auch durch Magazinsverpflegung stattfinden. Selbstverständlich bleibt dies jedoch nicht dem Willen einzelner Quartiergeber, sondern nur demjenigen ganzer Gemeinden überlassen. Bei der Magazinsver⸗ pflegung werden dem Soldaten die Victualien von dem betreffenden Truppentheil geliefert 8 hat der Quartierträger zur Zubereitung der Speisen Heerd, Geräthe und Brennmaterial zu stellen. — Mitte August wird die Kaiserin von Rußland nach dem benachbarten Jugenheim kommen und bis zu Herbst dort verweilen. Den 15. d. wird die Kaiserin mit der Großfürstin Maria Alexandrowna in Frankfurt eintreffen, erstere nach Kissingen und letztere nach Schwalbach sich begeben. Auch der Kaiser von Rußland wird noch im Laufe d. M. nach Kissingen kommen. O Friedberg. Im gesetzgebenden Körper zu Paris werden wiederholt für allgemeine Entwaff⸗ nung und zu Gunsten des europ. Friedens ener⸗ gische Worte gesprochen, die diesseits des Rheines einen kräftigen Widerhall finden werden. So sagt Jules Favre bei der Budgetberathung, Preußen würde wohl nicht unbesonnen genug sein, Frankreich zu bedrohen. Nur Ein Mittel könnte es so weit bringen, und dieses ebenso unsinnige wie gefährliche Mittel bestände darin, daß Frank- reich ihm das Schwer vorhielte.— Sollte ge⸗ wartet werden mit der Abrüstung, bis eine all⸗ gemeine Uebereinstimmung der Mächte darüber erzielt wäre, so hieße das Europa zum langsamen Hungertod verurtheilen. Eine Macht müsse den Muth haben damit voranzugehen, und das solle Frankreich sein. Obgleich solche Stimmen nur erst den vollen Beifall der Minorität haben, und es ist ein glück- liches Zeichen des allmählichen Aufschwungs in den Anschauungen unserer Nachbarn, daß sie gehört und mit Beifall gehört werden. Und ob- gleich der Staatsminister Rouher replicirt und die Nothwendigkeit der fortdauernden Rüstungen behauptet, damit Frankreich in der Lage sei, nicht allein seine Grenzen, sondern auch seine Würde, seine Ehre und seinen Einfluß zu vertheidigen, so kann er doch nicht umhin, seine Friedensliebe zu betheuern, wie er auch nicht wird verhindern können, daß die Begriffe des verständigen Theils der Franzosen von der Ehre und der Würde Frankreichs und der Art, wie es am besten seinen Welteinfluß wahrt und bethätigt, von Tag zu Tag weniger bedrohlich für die Nachbarvölker sich gestalten werden. Der Minister nennt dabei den „Luxemburger Zwischenfall“ einen diplomatischen Sieg. Gerade aber dieser diplomatische Sieg sollte Frankreich eine sichere Bürgschaft sein, wie wenig es von Deutschland bedroht ist, denn sonst wäre ihm jener Sieg wohl nicht möglich gewesen. Dem Leiter des norddeutschen Bundes wird eher alles Andere als Unklugbeit vorgeworfen werden können; aber Unklugheit würde es gewesen sein, eine seste Position hart an der französischen Grenze zu verlassen und hübsch zu warten, bis Frankreich eine bedeutende Armee und dieselbe zugleich versehen habe mit den Wunder wirkenden Chassepots, um alsdann erst anzugreifen. Bei alle dem wird das verhängnißvolle gegen- seitige Mißtrauen der Völker, dem wir die un⸗ erschwinglichen Militärlasten verdanken, so bald nicht schwinden. Eins aber ist Pflicht der Presse, tagtäglich nämlich Propaganda für den Frieden zu machen und jede Kundgebung zu Gunsten des⸗ selben weiter zu verbreiten, auf daß der Gedanke in allen Bevölkerungsschichten immer mehr Fleisch und Blut werde: eivilisirte Nationen würgen und schlachten sich nicht gegenseitig, sie bekämpfen sich und wetteifern vielmehr mit einander in den Werken des Friedens, zur Beförderung mensch- lichen Glückes und Verminderung menschlichen Elendes, in Wissenschast und Kunst, in Handel und Industrie. — — ——— h. Friedberg. Am 4. Juli d. J. hielt die Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde ihre diesjährige Generalversammlung auf dem Teichhause zu Nauheim. Den Vorsitz führte der Präsident des letzten Jahres Herr Prof. Dr. Hoffmann aus Gießen. Herr Medizinal⸗ rath Dr. Bode aus Nauheim begrüßte und bewillkommte zuerst die ziemlich zahlreiche Ver⸗ sammlung. Hiernach wurde das Geschäftliche abgethan. Wie es die Statuten bestimmen, wurde ein neuer Präsident und Vicepräsident erwählt, Ersterer in der Person des Hrn. Prof. Dr. Buff, Letzterer in der des Herrn Prof. Dr. Zöppritz aus Gießen. Die seitherigen Sekretäre, sowie der Rechner, wurden als solche auch für's neue Vereins- jahr wieder bestätigt. Hierauf forderte der Prä⸗ sident die anwesenden Gäste zur Mitglied schaft am Vereine auf, indem er unter Anderm bemerkte, wie wünschenswerth die Theilnahme gerade an solchen Vereinen sei, die sich Erforschung und Verbreitung der Wahrheit zur Aufgabe gestellt haben, da es doch noch ein ganzes Heer von solchen Menschen gebe, die gerade das Gegentheil wollten und erstrebten. Nun begann die Reihe der wissenschaftlichen Vorträge. Prof. Dr. Zöppritz speach über die photo⸗ chemische Induction und hieran schloß sich eine kurze Diskussion an. Dr. Uloth aus Nauheim über Wachsbildung auf der Rinde einer Ahorn⸗ art, welche auch im Park zu Nauheim kultivirt wird, Acer stricatum. Dr. Petersen über in⸗ teressante mineralogische Vorkommnisse in der Umgegend von Frankfurt. Dr. Henkelmann hob Einiges vom Nutzen hervor, den die Naturwissen⸗ schaft der Landwirthschaft bringt. Der Präsident Professor Dr. Hoffmann erfreute zum Schlusse, anknüpfend an frühere über denselben Gegenstand von ihm in dieser Versammlung ge⸗ haltene Vorträge, mit einem höchst lehrreichen und intertssanten Vortrag, erläutert durch die Anschauung über die Darwinsche Theorie von der Entstehung der Arten im Pflanzenreiche. Hierauf vereinigte man sich zu dem gemein⸗ schaftlichen Mittagsmahle, wobei man der freien Diskussion in Ernst und Scherz freien Lauf ließ. Medicinalrath Dr. Bode brachte einen Toast auf den Landesherrn und ein Toast des Herrn Assessor Müller aus Büdingen auf den Präsidenten wurde zur Ueberraschung der Anwesenden in ziemlich gut verständlichem Latein vorgetragen. In Bezug auf Arrangement und Güte des Gastmahles wurde Herrn Gastwirth Kramm allgemeine Anerkennung gezollt. Die nächste Versammlung findet in Dillenburg statt. Preußen. Berlin. Mit der Noth in der Provinz Preußen scheint es leider noch nicht zu Ende zu sein. Das„Frankf. Journ.“ bringt darüber folgende, theilweise dem„Bürger ⸗ und Bauernfreund“ entlehnte, wenig tröstliche Be⸗ merkungen: Eine andauernde Hitze von 410 in der Sonne und einigen dreißig im Schatten hat die nächste Ernte— soweit eine solche bei dem theilweisen Ausfall der Aussaat überhaupt in Frage kommt— in den meisten Gegenden so gut wie vernichtet. Häufige und zum Theil umfassende Brände haben das Elend vermehrt. Es scheint Alles dazu angethan, die Bevölkerung jener heim⸗ gesuchten Gegenden im nächsten Winter einer neuen Katastrophe entgegenzuführen, deren Wir⸗ kungen um so verhängnißvoller werden müssen, als die materielle und moralische Widerstandskraft durch die vorjährige Calamität in so erheblichem Maße gebrochen ist. g Bonn. Die Vorbereitungen zu der am 2., 3. und 4. August slatthabenden Semisäkularfeier unserer Hochschule nehmen von Tag zu Tag größere Dimensionen an. Von allen Seiten ist man eifrig bestrebt, dem Feste den höchstmöglichen Glanz zu verleihen. Bayern. München. Das projektirte Uebungslager bei Schweinfurt wird dieses Jahr theils aus Ersparungsgründen, theils der nöthigen Eiazelausbildung der Truppentheile und der Fern⸗ haltung politischer Befürchtungen wegen, welche sich etwa daran knüpfen könnten, unterbleiben. — Die Nachricht der„Hoffmann'schen Cor⸗ respondenz“, betreffend die Bildung einer südstaat⸗ lichen Militärcommission, wird den gegentheiligen Behauptungen gegenüber von competenter Seite bestätigt. Der Entwurf ist den Regierungen von Württemberg und Baden bereits unterbreitet und deren Eingehen darauf kaum zweifelhaft. Baden. Karlsruhe. Hierselbst fand der zweite Verbandstag der unterbadischen Vorschuß⸗ vereine unter Theilnahme von Schulze ⸗Delitzsch statt. Die Betheiligung war eine sehr lebhafte. Herr Schulze⸗Delitzsch ist nach Kaiserslautern gereist. Aus Baden. Die von Prag aus abgehende Hussitenfahrt nach Constanz wird kaum 200 Theilnehmer gefunden haben, da die bayerischen Eisenbahnen eine Preisherabsetzung ablehnten. Es werden also bei der Hußfeier mit den etwa unterwegs noch dazu Stoßenden und dem Zuzuge aus der Schweiz wenig mehr als ein paar Hun⸗ derte erscheinen. Den heißblütigen Tschechen ist es jedenfalls zu Ohren gekommen, daß man in ihrer Hußftier viel mehr eine antideutsche Kund⸗ gebung zu erblicken Anlaß fühle, als eine dem Vorläufer der Reformation, dem religiösen Märthrer, dargebrachte Huldigung. Das Comite hat sich daher beeilt,„an die Bewohner der altehrwürdigen Stadt Constanz“ ein Manifest zu erlassen, worin versichcrt wird, daß„sie aus dem Lande Böhmen als Pilger kommen, um die Todesstätte ihres großen Vorfahren, Johannes Huß, dee Märtyrers für die Wahrheit und Gewissensfreiheit, zu besuchen, sein Andenken zu feiern an der Stelle, wo er seinen edlen Geist aushauchte,“ und„in Berufung auf diesen ebenso religiösen als humanen Beweg⸗ grund hoffen sie, daß ihnen freundlich vergönnt sein werde, einen Moment auf der ihnen heiligen Stätte zu verweilen.“ — * Aus Konstanz wird vom 5. gemeldet, daß die Tschechen in Lindau angekommen und daselbst übernachtet haben. Dem Programm gemäß langen sie am 6. d. per Dampfboot hier an und begeben sich in seierlichem Zug nach dem Huß⸗Stein. Hier hält Sladowsky eine tschechische, Leger aus Paris eine französische und Fritsch aus Berlin eine deutsche Rede; dazwischen werden Lieder gesungen; dann findet ein Festmahl, wahrscheiulich im Con- eiliumssaale statt. Abends 7 Uhr erfolgt die Abfahrt nach Romanshorn und von da nach Zürich. Es scheint, daß nicht mehr als 150 bis 200 böhmische Gäste kommen. 4. Oesterreich. Wien. Bezüglich der serbischen Frage ist es wohl interessant zu erfahren, daß, da fast alle in öffentliche Blätter gelangenden Nachrichten officiell oder ofsiciös sind, die ganze Angelegenheit den Ausländern in einem falschen Licht erscheint. Die Sympathien für die Familie Obrenovich sind nämlich von sehr untergeordneter Bedeutung, da, wie wir aus zuversichtlicher Quelle entnehmen, die milde Regierungsform des ermor⸗ deten Fürsten, der fast gar nicht prügeln und während seiner achtjährigen Regierung nur zehn Menschen hinrichten ließ, nicht etwa Verehrung sondern Verachtung des färstlichen Hauses fast allgemein hervorrief. So kann man denn in seiner Ermordung nicht nur den Ausdruck persön⸗ licher Feindschaft eines Einzelnen erkennen, sondern muß vielmehr dieselbe als den Ausdruck der all⸗ gemeinen Gefühle betrachten, die für einen Fürsten, welcher statt Krieg zu unternehmen, die Türken hinausbekomplimentirte, in Serbien keineswegs günstig waren.— Ministerpräsident Graf Auers⸗ perg(Anastasius Grün) hat das Ehrenbürgerrecht von der Stadt Leitmeritz in Böhmen erhalten. Frankreich. Paris. Der„Etendard“ theilt ein Circular des Kriegsministers mit, nach welchem bei den bevorstehenden General⸗Inspectionen in der Armee eine größere Anzahl von halb⸗ jährlichen Urlauben, als bisher, ertheilt und auch sonst einige Erleichterungen, namentlich im Wacht⸗ 1 55 während des Winters, eingeführt werden ollen. — Wie die„Presse“ zu wissen glaubt, würde Prinz Napoleon von Konstantinopel aus sich nach Suez begeben, um daselbst die Canalarbeiten in Augenschein zu nehmen. Großbritannien. Dem medieinischen Blatte„British Medical Journal“ zufolge erfreut sich der Herzog von Edinburg des besten Wohl⸗ seins. Die Wunde ist gänzlich geheilt, und kaum eine Narbe hat der Schuß zurückgelassen, der um ein Haarbreit unmittelbaren Tod zur Folge gehabt hätte. Rußland. Warschau. Den betreffenden Behörden ist der Befehl zugegangen, Knaben von 10 Jahren und darüber bis zum Ablauf des Alters der Militärpflicht, d. h. bis zum 25. Jahre, keinen Paß nach dem Auslande zu ertheilen. Als Motiv für Weigerung der Pässe für Kinder ist Ausgestorbene Thiere. Von Dr. Curtman. Exemplare dieses Riesenvogels finden werden. Einwohner von Madagascar brachten nämlich nach den Besitzungen der Europäer Eierschalen, welche So wie der Dronte auf der Insel Mauritius seit fast 200 Jahren ausgestorben ist, so sind noch weitere Spuren von ausgestorbenen oder dem Aussterben nahen Thiergeschlechtern aufgefunden worden. An das riesenhafte Mammuth, welches man im Eismeere noch mit Haut und Haaren auffand, soll nur erinnert werden. Neuer ist die Seekuh, welche im Jahre 1741 der Gelehrte Steller entdeckte, und welche man nach ihm die Stellerische nannte. Damals fand man auf der Behrings ⸗Insel zahlreiche Trupps dieses riesigen Thieres. Es empfahl sich den Jägern durch sein schmackhaftes Fleisch und sein reichhaltiges Fett. Jedes ausgewachsene Exemplar wog 4 Tonnen d. h. etwa 9000 Pfund. 27 Jahre nachher wurde das letzte Exemplar dieses nützlichen Thieres getödtet. Nur ein Schädel ⸗Bruchstück ist in dem Museum zu Petersburg übrig geblieben. Zahlreicher sind die Reste ausgerotteter, ja vielleicht noch in einzelnen Exemplaren existirender Vögel. Ganz in der Nähe des Dronte hat ein Vogel gelebt, den die Naturforscher nach den gefundenen Resten den Einsiedler genannt haben. In den Traditionen der Ein⸗ geborenen heißt er der blaue Vogel. Die Knochen dieses Vogels, welche jetzt meistens in dem Museum zu Paris aufbewahrt werden, wurden auf der Insel Rodriguez, östlich von Mauritius gefunden. Abbildungen des lebenden Thieres besitzt man nicht. Noch wichtiger sind die Spuren des früher blos dem Märchen angehörigen Vogtl Rok. Es ist wirklich Hoffnung vorhanden, daß sich auf der Insel Madagascar noch lebende ihnen als Reiseflaschen dienten. Im Jahre 1851 bekam das Museum zu Paris ein Ei, welches über 10 Liter hält. Später sind noch mehrere dazu gekommen. Die Einwohner von Madagascar behaupten, der Boge l selbst finde sich noch in ihren Wäldern, verkrieche sich aber vor den Menschen. Ihre Aussagen stimmen damit, daß derselbe 4 mal so groß sei als der Greifgeier(Condor). Aehnliche Wunder finden sich auf der australischen Insel Neusetland. Von dem seltsamen Vogel Kiwi, ohne Flügel und ohne Schwanz, von der Größe eines Huhns, ist 1862 ein Exemplar lebend in den zoologischen Garten zu London gebracht worden. Wichtiger sind die Ueberreste des Riesenvogels Moas in Neuseeland. Seit dem Jahr 1839 brachte man von dort Vogelknochen nach England von der Stärke von Ochsenknochen. Schon hatte man viele derselben herbeigeschafft, und die Zusammensetzung versucht, als die österreichische Fregatte Novara Neuseeland berührte, und großartigere Funde machte. Ein vollständiges Gerippe eines noch lange nicht ausgewachsenen jungen Vogels hatte die Größe eines Straußes, und wurde in Wien aufgestellt. Nachher hat man auch im Triebsand der Küste ein Gerippe mit Haut und Sehnen gefunden. Nach dem Ausspruche eines Kundigen konnte dies nicht länger als 10— 12 Jahre so gelegen haben. Demnach gibt es also wahrscheinlich im Inneren der Wälder noch lebende Moas. Sie sind vertrieben worden, weil die ersten Neuseeländer sie eifrig als Jäger verfolgten. geleben; Elenbahn 1 — Opried lag wat nam Auch der hie veritelen. müsiger Fuß in gasifceund war. Des m Weobbachtung nicht gedacht 1 Vormit bsc nur 0 wat obe schlrzuc no. sich dwei dr und Wilhe 1 Fried ihum Hossen in feiner dies das beulsche bengeg hun des Vocschußt berichls ber birsem Blalte deenfliche Ab der Jubresber der Ausbreitun ein kann. d dalisisches M tigt wird, zul die er vielleic hat, und die ders ist es sich auf ein gufführt, we. in ihren gen Zusammenste dereine wird deutung des lichen und e nen.— Dei Hauplresultg genommener zusammen, 1327090 2 84215 Thlt bahn 0 chen une halten. 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Das Feldbergfest am verflossenen Sonn tag war namentlich von Frankfurt aus sehr stark besucht. Auch der hiesi ze Turnverein war dort ziemlich zahlreich vertreten. Am Samstag⸗Nachmittag ging die Schaar rüstiger Fußwanderer von hier weg nach Wehrheim, wo in gasifreundlichster Weise für Nachtlager Sorge getragen war. Des mit Wolken bedeckten Himmels wegen konnte an Beobachtung des Sonnenaufgangs auf dem Feldberge nicht gedacht werden und kam man darum erst im Laufe des Vormittags dort an. Das Fest selbst verlief ganz hübsch, nur konnte man dessen nicht so recht froh werden: es war oben ganz bitter kalt. Bemerken müssen wir schließlich noch, daß unter den 36 preisgekrönten Turnern sich zwei Friedberger befinden, die HH. Melchior Boll zund Wilhelm Schmidt. 1 Friedberg. Das Gewerbeblalt für das Eroßherzoz⸗ uhum Hessen„Zeltschrift des Landesgewerbevereins“ enthält in seiner diesjährigen Nummer 9 kurze Mittheilungen über das deutsche Genossenschafiswesen, insbeson dere im Groß⸗ cherzogthum Hessen, welche Herr G. Bernhardt, Controleur des Vorschußvereins zu Darmstadt, auf Grund des Jihres⸗ berichts der Anwaltschaft, bez. der Aussätze darüber in diesem Blatte bearbeitet hat. Wir machen auf diese ver⸗ dienstliche Arbeit aufmerksam, weil eine solche Benutzung der Jahresberichte für die einzelnen deutschen Landestheile der Ausbreitung des Genossenschaftswesens nur förderlich ein kann. Die Jahresberichte bieten ein so reichhaltiges Aatistisches Material, daß der Lale leicht davon überwäl⸗ nigt wird, zumal ihm so viele Ortsnamen darin begegnen, die ex vielleicht noch nie in seinem Leben vorher gehört dat, und die daher auch sein Interesse nicht erregen. An⸗ ders ist es dagegen mit einer Genossenschaftsstatistik, die dich auf ein engeres Vaterland beschränkt, und nur Orte nufführt, welche ihm namentlich, zum Theil gewiß auch n ihren gewerblichen Verhälinissen bekannt sind. Eine Zusammenstellung der Leistungen der dortigen Vorschuß⸗ sereine wird ihm den Nutzen dieser Vereine und die Be⸗ veutung des Genossenschaftswesens daher besser veranschau⸗ lichen und ein größeres Interesse für die Sache abgewin⸗ nen.— Der Aufsatz des Herrn Bernhardt nun stellt die Dauptresultate der in die Tabelle des Jahresberichts auf⸗ llenommenen Abschlüsse aus dem Großherzogihum Hessen zusammen, welche ergeben, daß diese Vereine in Summa 327,090 Tylr. Vorschüsse gewährt und am Jahresschluß 4.215 Thlr. Mitgliedergeschäftsantbeile und 8862 Thlr. Neserven, dagegen an fremden Geldern 366,279 Thlr. Anlehen und 32 364 Thlr. Spareinlagen im Betrieb tatten. Der Aufsatz macht serner darauf als auf eine muffallende Erscheinung aufmer:sam, daß gecade in manchen mößeren indusniellen Siädien des Landes das Genossen⸗ chaftswesen noch unvertreten sei und legt es den dort auwa inzwischen enistandenen Vereinen dringend an's Herz, acht dald dem allgemeinen deulschen Genossenschaftsver⸗ nde beizutreten, als dessen schönster Ersolg schließlich das eußische Genossenschasisgesetz in seinen Grundzügen be⸗ vrochen wird! t Butzbach. Zu dem am 16. und 17. Juli d. J. dahier staulfindenden landwirthschaftlichen Fesse ist das Programm soeben ausgegeben worden. Dasselbe ordnet die Festlichkeiten in folgender Weise an: Erster Festtag. 1) Morgens 6 Uhr. Tagesreveille der Festmusil durch die Stadt. 2) Morgens 7 Uhr. Aufstellung des Fest⸗ zuges auf der Nieder-Weiseler Straße. 3) Morgens 8 Ubr. Festzug durch die Stadt auf den Festplatz. 4) Nach Ankunft und Aufstellung der zum Festzug gehörigen Wa— gen, Musterung der ausgestellien Thiere. Während der— selben Festmusik und Beginn der Volksbelustigungen. 5) Preisvertheilung an die Viehbesitzer. 6) Mittags 1½ Uhr. Festessen im Hessischen Hofe. 7) Nachmittags 4 Uhr. Zug der Reiter und der Rennpferde durch die Stadt nach dem Festplatze. 8) Pferderennen und zwar:. Eröffnungs- rennen, b. Zuchtrennen, o. Trabrennen und d. Schluß⸗ rennen. 9) Vertheilung der Rennpreise. 10) Während des Nachmittags Volksbelustigungen und Tanzvergnügen bis Nachts 12 Uhr. 11) Den ganzen Tag über Aus⸗ stellung und Thäligkeitsproben der landwirthschaftlichen Gerälhschaften und Maschinen in der dazu besonders er— bauten Halle, sowie der zur Verloosung bestimmten Ge— genstände und der Rennpreise. 12) Abends Festball im Gasthaus zum Hessischen Hof. Zweiter Festtag. 1) Morgens 7 Uhr. Tagesreveille durch die Stadt. 2) Morgens 7¼ Uhr. Uebun; der freiwilligen Feuer⸗ wehr auf dem Markiplatz. 3) Morgens 9 Uhr. Zug der zur Ausspielung angekauften Thiere nach dem Festplatze. 4) Verloosung der angekauften Thiere und Gegenstände. 5) Ausstellung und Thäligkeitsproben der landwirthschaft⸗ lichen Geräihschaften und Maschinen in der Festhalle und deren Umgebung. 6) Volksbelustigungen und Tanzmusik. Frankfurt. Auf der Main⸗Neckarbahn sind seit den letzten Tagen neue Wagen dritter Classe im Verkehr, welche für die Reisenden große Bequemlichkeiten, nament⸗ lich dadurch bieten, daß Gestelle für die Aufbewahrung des Handgepäckes, sowie Haken für die Hüte angebracht sind. Gleichzeitig befinden sich in diesen Wagen auch Coupes für allein reisende Damen. Das reisende Publikum dritter Classe hofft nunmehr auch, daß die der Gesundheit so schäblichen Wagen besagter Classe, welche hüben und drü⸗ ben offen sind und nur mit mehrfach zerfetztem Segeltuch geschlossen werden können, beseitigt werden.— Der gestrige Sechskreuzertag des Zoologischen Gartens übte auf Nah und Fern eine große Anziehungskraft aus. 6663 Personen besuchten den Garten, wovon allein bei 3000 von Aus⸗ wäris kamen, namentlich war der Odenwald sehr stark vertreten. Die Einwirkung eines so starken Menschen⸗ Confluxes machte sich in den Straßen der Stadt sehr be⸗ merkbar und zogen die öffentlichen Locale einen nicht un⸗ erheblichen Voriheil daven. Der Katharinenthu⸗m, det so lange Jahre Niemand als den Thürmer auf seinem Altane zeigte, bot ein eigenthümlich velebtes Bild dar, indem der⸗ elbe von Früh bis zum späten Abend dicht besetzt mit Gruppen schaulustiger Landleute, welche das so sehr be⸗ neidete Frankfurt zu ihren Füßen sehen wollien, besetzt war. Frankfurt. Der Fremdenverkehr in hiesiger Stadt ist zur Zeit ein nicht undede tender. Nach dem Frem⸗ denverzeichnig kamen am 5. und 6. Juli 744 Fremde hier an, welche in 27 Hotels abstiegen. Bingen. Eine eigenthümliche Wette ward kürzlich in einer fidelen Gesellschaft hier geschlossen, worin sich einer der Auwesenden zur Zahlung von 5 Thalern verpflichtele, falls ein anderer in den nächsten acht Tagen keinen Wein zu sich nähme. Handelie Letzterer jedoch gegen die Wette, so war er verpflichtet, einen Thaler zu zah en. Die Sache ist nun entschieden und zwar zu Gunsten desjenigen, dem eine so schwere Buße auferlegt war. Als Preis seiner achttägigen Siandhastigkeit hat er die fünf Thaler einge⸗ shichen und hat der verlierende Theil zur weiteren Beloh⸗ nung noch seinen circa 100 Stück Wein zählenden Keller Gewinner und Zeugen öffnen und aus einem der besten Rieslinge das Versäumte nachholen lassen. Ems. Großes Aufsehen und Beunruhigung macht ein dahier verübtes, bis jetzt unaufg⸗kärtes Verbrechen. Wie nämlich allgemein erzählt wird, sand man eines Morgens 5 Uhr den russischen Courter auf der Treppe des zweiten oder dritten Stockwerkes mit zerschlagenem Oirnschädel in seinem Blute schwimmen; derselbe wurbe sosort von Leuten des Hauses auf sein Zimmer gebracht, man holte ärztliche Hülse und brachte den Verwundeten Mittags in einem Wagen nach dem Hospitale, in welchem derselbe nach Verlauf weniger Tage starb. Mittheilungen über den Vorfall soll der Gestorbene im Hospitale nicht mehr habe machen können. Der Hausknecht des Logier⸗ hauses, in welchem der Courier mit seiner Herrschaft wohnte, will dem Courier gegen 12 Uhr Nachts die Haus⸗ thüre geöffnet, jedoch— da die Lampe nur schwaches Licht warf, oder bereits erloschen war,— weder Verwun⸗ dungen noch Blutspuren entdeckt haben. Blutspuren sollen auch weder auf der Treppe des Hauses, noch auf der Treppe vor dem Hause, sowie überhaupt gefunden sein. Dieser Umstand ist nun gerade der auffallendste, und man nimmt deshalb um so mehr an, daß dte Verwundung im Hause vorgefallen, da diejenigen Aerzte, welche später die Section vorgenommen, erklärt haben sollen, die Wunde auf dem Kopfe sei so heftig, daß ein so Verwundeter nur noch wenige Schritte habe gehen können. Bremen, 5. Juli. Es dürften sich von hier zwischen 40 und 50 Schützen nach Wien begeben, unter ihnen die Mitglieder des Bundes vorstandes, welche die bisher hier auf dem Rathhause verwahrte Bundessahne und die sonstigen Fesfahnen von NewYork, San Francisco und Wien mit nach dem neuen Festorte überführen und dort übergeben werden. München. Der„Post“ wird von hier in der Affaire Chorinsky geschrieben, daß der Vertheidiger des Verurlheil⸗ ten, Dr. v. Schauß, auf mehrfache briefliche Aufforderungen des Chorinsly sich endtich zu cinem Besuche desselben ent⸗ schlossen habe und nicht wenig erfreut gewesen sei, als ihm Gustav Chorinsky erklärte, er sei nunmehr vollkommen überzeugt, diß Julie v. Ebergenyi eine sciner unwürdige Person sei, in der Sitzung sei es ihm klar geworden, daß er nur die als Zeugin erschienene Marie Haitovicz liebe und er habe auch bereits an seine Eltern die Bitte ge⸗ richtet, sie möchten einwilligen, daß er diese ehelichen dürfe, wenn seine zwanzigjährige Strafzeit verflossen sei. Er hatte durchgesetzt, Marie Hattovicz in Begleitung seiner Tante Gräfin Stohm sehen und sprechen zu dürfen. Gegen Schauß sowohl als gegen die Gefängnißwärter äußerte er auch in Ausdrücken der lebhastesten Freude, es erschienen täglich früh Morgens Schaaren von Mädchen vor seinem Fenster, die alle in ihn verltebt seien ꝛc. Es scheint sast als wenn derartige Albernheiten und Verrücktheiten nicht ohne Absicht ausgesprengt würden. Wien. Wie man hört, ist die Ebergenyi in Neudorf in der That avancirt, nämlich zur Oberwäscherin der An⸗ stalt, womit allerdings ein Aussichterecht über die übrigen weiblichen Sträflinge verbunden ist. „ Trunkenbolde. Der New Porker Abendzeitung entnehmen wir die nachstehenden Notizen. Zur Aufnahme in das Asyl fär Trunkenbode des Staales New⸗Dork wurden nach officiellen Berichten der Anstalt angemeldet: Geist iche 49, Richter 8, Kaufleute 340, Aerzte 228, Gentlemen 240. Töchter von reichen Männern 1300, zusam⸗ men 2153! Das Blatt macht zu dieser Stalistik folgende Bemerkungen: Es ist sehr leicht möglich, daß das New⸗ Norker Institut für Trunkenbolde nicht alle Klassen von Säufern und Säuferinnen repräsenzirt. Aber unwider⸗ leglich geht aus obiger Statistik hervor, daß die Unmäßig⸗ keit bei uns weit mehr unter den vornehmen Klassen grassirt, als unter den eigenilichen Volksklassen, weit mehr unter denen, die zu Hause in üppig ausgestatteten Palästen speculiren, als unter den sogenannten mittleren und. un⸗ teren Klassen, welche zu Hause keine geistigen Getränke halten, sondern im Wirthshause solche zu sich nehmen. Am auff zllendsten ist dic Ueberhandnahme des sich dis zur förmlichen Krankheit steigernden unmäßigen Trinkens un⸗ ter unseren vornehmen Damen. Man denke an die in obiger Tabelle fi urirenden 1300 reichen Frauenspersonen aus dem Slaate New⸗Pork, die den Trunk so weit treiben, daß ihre Versetzung in eine Heilanstalt für Trunkenbolde unvermeidlich wird. Bekanut machung. 1843 Die am 6. Juli in der Oberförsterel Ober⸗ Kosbach, Distriet Burgwald, abgehaltene Schäl solzverstrigerung ist gerebmigt und konnen die beireffen · den Abfuhrscheine vom 14. d. M. an bei Großherzogl. Tentamt Friedberg in Empfang genommen werden. Per erste Fahrtag ist Mittwoch den 15. d. M. Ober⸗Nos bach am 7. Juli 1868. Großherzogliche Oderförsteret Ober⸗Rosbach Bin gman n. Verstei gerung. 1845 Fre tag den 10. Juli l. J., Vormittags 11 Uhr, kürd in hitfi sem Rathbause eine fast neue Nähmaschine Mentlich meinbietend versseigert. Friedberg den 7. Juli 1808. Greßherzoßliches Orisgericht Friedberg o uc ar. Bekanntmachung. 42 Freltag den 10. p. M., des Vormittags 10 Uhr, eu in biesigem Ralhbause ein der Gemeinde zuflehender zuselochs verßeigert werden. Derbeim den 7. Jali 1868. Großherzogliche 8 Dorheim e u ß. 1040 Nachdem der Stadtvorstand zu Vilbel ickanntmachung. beschlossen und Großherzogl. Kreisamt Vilbel genehmigt hat, daß der bisher den Dienstag und Mittwoch vor Ludwigstag dabier abgehaltene Jahrmarkt, verbunden mit einem Volksfeste, auf Sonntag und Montag vor Ludwigstag, und wenn dieser auf den Sonntag fällt, auf diesen, verlegt werde, mit zur öffentlichen Kenutniß und fügen hinzu, den Montag dagegen Vieh- und Krämermarkt abgehalten werden gleichzeitig zu recht zahlreichem Besuche mit dem Bemerken das Volksfest demnach in diesem Jahre Sontag den 23. so bringen wir dieß hier⸗ daß den Sonntag ein sogenanntes Volksfest, wird und erlauben wir uns ganz ergebenst einzuladen, daß und der Markt Montag den 24. August stattfinden wird. Pilbel am 4. Juli 1868. Großherzoglich Hess. Buͤrgermeisterei Vilbel Simon. Besten Weißenrübsamen, lauge grünköpfige, 1583 empfiehlt K. J. Leineweber. 1000 fl. 1649 Vormundschaftsgelder liegen, zusammen oder ge⸗ trennt, gegen Eude dieses Monats zum Ausleihen dereit dei Schreiner, Postsecretär, ——ů——U— * Thermometer nach Eelsius für Aerzte, 1651 sowie blaue Muschelbrillen neu angekommen bei L. Hanau, Hof- Uhrmacher und Goldarbeiter. Friedberg. söz8s Sonntag den 12. Juli, Nachmittags 3 Uhr, Generalbersammlung des Vorschuß- und Ctedit- Vereins zu Reichelsheim im Gasthaus zur Lilie daselbst. Bei G. G. Lange in Darmstadt Bindernagel& Schimpff in Friedberg zu haben: Gemüs und Ein Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen oder leicht verständliche Anweisung alle Arten von Speisen und Backwerk billig und gut zuzubereiten.— Nebst einem Anhang vom Einmachen der Früchte.— 15. unveränderte Auflage mit 1 Stahl⸗ Dasselde fein geb. in englische Leinwand 1 fl. 12 kr. Supp, 80. geh. 54 kr. Der Verkauf von stich. ist wohl der beste Beweis seiner anerkannten Brauchbarkeit. sst erschienenr und in der Buchhandlung von Neisch. 66,000 Exemplaren seit kurzer Zeit Wichtig für Bierbrauereibesttzer. Nur was ächt ist, 1376 Schaal, sauer und trübe gewordene Lager, sowie auch neue Schenkblere werden längstens in 24 Stunden durch ein unschädliches Mittel, unter Garantie, glanzbell, fein mouffirend und schmackhaft wieder hergeftellt. Bei Bestellung bitte um genaue Angabe der Zahl der Faͤsser und des Maaßinhalts jedes einzelnen Fasses. dungen nehme der Kürze wegen nach. Einsendung von einer Flasche des kranken Bieres franktren. Nähere Aukunft erthellt bewährt sich. Versen⸗ Mustersendung, sowie Briese bitte zu August Sigerist, Menge n(Württemberg). wäre erwünscht. Versteigerung von Vieh und Ackergeräthschaften. 1646 Mittwoch den 15. Juli J. J., Vormittags 9 Uhr, werden in der Behausung der Joh. Supp'schen Erben nachstehendes Vieh nämlich: 2 Arbeitspferde, 5 Kühe, 4 Schweine, 4 Schaafe und 3 Lämmer öffentlich meistbietend versteigert. Im selben Termine kommen sämmtliche Ackergeräth⸗ schaften zur Versteigerung. Friedberg den 8. Juli 1868. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Foucar. Bekanntmachung. 1644 Für die biesige Saline sollen 55 Achtel Korn à 180 Pfund und 20 Achtel Gerste 2 160 Pfund Zoll gewicht auf dem Submissionswege angekauft werden. Lieferungsanerbietungen find versiegelt und mit der Aufschrift„Fruchtlieferung betreffend bis zum 14. d. M., Morgens 10 Uhr, anher einzureichen. Die Lieferungs⸗ Bedingungen können dabier an den gewöhnlichen Wochen⸗ tagen Vormittags eingeseben werden Nanbeim den 7. Juli 1868. Großberzogliches Salinenamt Nauheim F. Schreiber. Weiß. Als Setzerlehrling kann ein mit den erforderlichen Schulkennintssen ver⸗ sebener junger Mensch in unsere Buchdruckerei eintreten. Bindernagel& Schimpf. Reine Erbsen 1609 zur Aussaat bei J. L. Rappolt. Vorzügliche Saaterbsen 1621 empfehlen May& Oppenheimer. Herbst-Nübensaamen, beste Sorten, bei Jaeob Herrmann, 1617 Hsiel Trapp gegenüber. Zu vermiethen. 1612 Eine Wohnung im mittleren Stock, von fünf aneinanderfloßenden Zimmern, zwei Mansarden, Küche, „ Vorplatz und allen sonstigen Bequcmlich⸗ eiten. Ebenso eine Parterre⸗Wohnung von 2 Zimmern, mit oder ohne Möbel. W. Bendheim. Au vermiethen, 1647 ein Logis für eine kleine Familie und ein einzelnes Zimmer mit oder ohne Möbel, welches sogleich bezogen Ein Casel-Clavier, 1648 noch sehr gut, ist zu verkaufen. Zu erfragen in der Erped. d. Bl. Dohnenschneid maschinen, 1641 in verschledenen Größen, empfieblt bestens Ph. Diener, Schlossermeister in Friedberg nächst dem Bahnhof. 2*. 2 Für Jäger. 1639 Eine Lefaucheux- Flinte Coll. 16, so⸗ wie zwei gewöhnliche Doppelflinten find billig zu ver⸗ kaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Regenschirme 501 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen Pressea bet K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. Saaterbsen 1584 bei Gebr. Löb. Für Sattler! 1616 Roßhaare von 36 kr. an sind wieder neue Sen ⸗ dungen eingetroffen bei „Grödel in Friedberg. Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim ist vorrätdig: Neuster für Mittel Rheingegend, Hessen, Nassau, Frankfurt, Rhein⸗Preußen. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 8. Juli. Waizen 16 fl.— kr., Korn 10 fl.— kr.; Gerste 7 fl. 30 kr.; Hafer 5 fl. 30 kr. Frankfurt, 7. Juli. Waizen 16 fl.— kt.; Kor 11 fl. 10 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 10 fl. 30 kr. Grünberg, 27. Junl. Waizen 15 fl. 44 kr. Korn 10 fl. 2 kr.; Gerste 7 fl. 35 kr.; Hafer 6 fl. 15 kr.; Molter— fl.— kr.; Erbsen 10 fl. 50 k.; Wicken— f. — tr.; Saamen und Lein 13 fl.— kr.; Kartoffel“ 4 fl.— kk. Mainz, 3. Juli. Waizen 14 fl. 24 kr.; Korn 9 fl. 25 kr.; Gerste 7 fl. 4 kr.; Haser 6 fl. 26 kr. i 3 fl. 32 kr.; Roggenstrob per 100 Gebune fl.— kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. wer den kann. Heinrich Jordis. Druck und Berlag von Bindernag el& Schimpff Voll einbezahlte Eisenbamn- Actien und Prioritäten. 20 Franes- Stücke 4½¼% Bayr. Ostbahn 130 f. 7% LIV. G. D.& P/. fr. 4 28 kr. 31 ¼ 6. 50% sächsische Pfandbr. b. R. 93½ P. 50% Tosc. Centr.-Eisenb.-Pr. 47 G. 30% Oestert. It.-Eisenb.-Frior. 53 G. 5% Elisabethbahn-Prior.% 74% G 6% Oest. Süd St. u. Lomb. E. B. 94 G. 5% do. neueste Emiss.% 72% d 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 44 F. 4½0% Hess. Ludwigsv.-Prlor. 93% 6 Engl. Sovereigns. Russ. Imperiales Gold pr. Zoll-Pf. Hchh. Silb. pr. Z. Pf. Preuss. Kassensch. Mitgetheilt von q Oest. 250 fl. b. R. 1839 143½ G. 8. Lindhelmer. Frankfurter Cours. 2„ 250,„1854 68¼ 0 ˖ 5 f 58„ 100 Pr. L. 1858 140 6. 8. Juli. 1868. Cours der Staatspapiere. 8„ 500, v. 1860% 77½ G Tetterr. 3% Met. 1859 1. Tat. d G. Ir. est./ Obliget 90 3 100 Pr. v. 4804 90, 4. 5 50% Nat.-Anl. 1854 54½ G. 5 2 3½% Obllgstion. 1 5& schwed. Thlr. 10-L. 101% 0 — 50% steuerfreie Oblg. 52% G. Nassau 4½0% Obl. b. Rth. 945% G. Bad. 35 fl. Loose 51½ G Preussen 4½0/ Obbigat. b. Rth. 95½ ͤ G. 5 40% 15 19 86½ P 8 Kurh. 40 Thl.-L. b. k. 54 G. . 4% do. do. 87½ G. Kurhess. 40% Obl. b. R. à 105 80 FP.. N 30 55 Bayern 5% Obligation. 102½ d. Frankf. 3½% Obligat. 81 8. 2 e 10 3 5 4½% ½ jähr. b. Rth. 96 ¼ G. 8 30 do 70 G. 2 Nass. 25 fl. L. d. R. 35½ P 5 0 de, e Russland 50% Obl. i. L. à fl 12 84 I Wiürtomb. 40% 1% Obl. b. Rth. 94% G. Finnland 4½% Pfdbr. I. R. 105 80 0 Pistolen 9 48—50 7 4 do do—— Schweden 4½% O. 1. R. à 10585 C. 2„ Doppelte 9 49—51 Baden 4½j% Obligat. 94% G. 5 4½0% Pfb. 1. R. 4 105—— 2 Preuss. Friedrd'or 9 58—59 4% Obligat. 87½ G. N.-Amer. 60% St. 1. E. 1882 77% d. Holl. fl. 10 Stücke 9 54—56 — DI Rand-Ducaten 2 — 2 2 1 D U Wiener Wechsel- Cours 104½ G. Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünscht“ Auskunst über Verloosungen, Coupons Zahlungen f. 8. W. a 3„„ re * N f S Dollars in Gold . 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