1 20 Hoο.ů,.ug 55 * — * 8 8 28 22 3 7 8 2 2 28 2 3 2 — 2 5 — 1 Stunden steel. Del Bethe Met t Sriese bitte 1 tist, netz). gt, def derstsy att Heist i 1 — ͤ JQä—¼4ĩ ckauf de 115 Kunleh Fetten 1m ritt ü 1 4 1868. Dienstag den 9. Juni. M 67. Anzeiger für Oberhessen. Lehrer aus nassauischen, kurhessischen, frankfurtischen, darmstädtischen und badischen Orten eingesunden. — einjährigen Freiwilligenbienst gegenüber sich zu perhalten haben. jm Theil Debatte führte zu keinem befriedigenden Resultate und juolution zu faffen; nur kam man überein, daß Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Ttiedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Naächverzeichnete Gesetze ꝛc. find im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden: XIV. Nr. 99. 26. März 1868.— Nr. 100. 101. Vom 22. Februar 1868.— Nr. 104. Vertrag zwischen dem Norddeutschen Bunde und Belglen, betreffend den gegenseitigen Austausch von kleinen Packeten und Geld sendungen. Vom Die Ernennung von Consuln betreffend. XV. Nr. 102. Gesetz wegen Abänderung einzelner Besttmmungen der Zollordrung und der Zollstrafgesetzgebung. zwischen dem Nerddeutschen Bunde und den Vereinigten Staaten von Amerika betreffend, die Staatsangehörigkeit derjenigen Personen einen Theils in dasjenige des andern Theils einwandern. Bom 18. Mai 1868.— Nr. 103. Vertrag welche aus dem Giebete des Die Ernennung eines Consuls. Hessen. Darmstadt. Das Bundesgesetz- blatt des Norddeutschen Bundes Nr. 16 bringt das Gesetz vom 29. Mai 1868, die Aufhebung der Schuldhaft betreffend. — Die„M. Ztg.“ schreibt: Die Verlegung eines hessischen Regiments nach Mainz, welche man schon als ganz gewiß annahm, wird gutem Vernehmen nach unterbleiben, da Preußen, um etwaigen Collisionen zwischen den einzelnen Gar⸗ nisonstheilen vorzubeugen, das hessische Mit- besatzungsgesuch abgelehnt haben soll. * Friedberg. Der am 22. April zu Friedberg beschlossenen, auch in diesen Blättern miigetheilten Erklärung der„evangelischen Con- ferenz“ gegen das in unserer katholischen Kirche dermalen herrschende Syssem des Ultramontanismus und Jesuitismus ist in ihrer Versammlung vom 4. ds. auch die„Niederwöllstädter Conferenz“ (rechtes Centrum unserer evangelischen Kirche) beigetreten. S. Gießen. Den Bewohnern derjenigen Städte unseres Landes, welche im Besitz von Realschulen sind, ist es vielleicht von Interesse zu erfahren, in welchem Verhältniß jene Schulen hinsichtlich ihrer Etatssummen zu einander stehen. Natürlich können die Berichte darüber nur an⸗ nähernd richtig sein, da insbesondere der Betrag von Naturalienvergütung nur schwer zu bestimmen ist. Die Realschule zu Darmstadt steht sich dem⸗ nach auf 12,300 fl., Mainz 15,200 fl., Offen⸗ lbach 15,000 fl., Alzey 6500 fl., Alsfeld 4000 fl., Bingen 4500 fl., Friedberg 6000 fl., Gießen 8000 fl., Michelstadt 4300 fl. Für Worms läßt ich bei der Vereinigung von Realschule mit Gymnasium die für die Realfächer verausgabte Summe nicht bestimmen. Vergleichen wir hiermit die preußischen Realschulen, so ergiebt sich, daß deren Etatssummen zwischen 29,189 Thlr. und 3540 Thlr. schwanken, oder auf Gulden reducirt, zwischen 51080 fl. und 6195 fl. Von der Bergstraße. Am 2. Juni fand in Auerbach eine Versammlung mittelrheinischer Gymnastallehrer statt. Es hatten sich circa 40 Gegenstand der Besprechung war die Frage, wie die Gymnasien den Vergünstigungen für den sog. Man war allgemein der Ansicht, daß diese Vergünstigung manche Gefahr für das Gymnasium in sich berge, da ts leicht vorkommen lönne, daß in Folge der militärischen Anforderungen das eigentliche Ziel des Gymnasiums wenigstens außer Acht gelassen werde. Die so ging man von der Frage ab, ohne eine Re⸗ man zur Vermeidung der Gefahren, welche durch zie erwähnte Vergünstigung Allen unzweifelhaft schienen, am Ziel des Gymnasiums festhalten und namentlich bei Versetzungen mit äußerster Strenge vorgehen müsse. Hierauf wurde über die Ein⸗ eschtung der Schulen in Bezug auf Luft und Bewegung gesprochen und die Forderung gestellt, daß eine gute Ventilation der Schulzimmer au⸗ gestrebt, der Aufenthalt im Zimmer auf möglichst kurze Zeit beschränkt und viele Bewegung in freier Luft ermöglicht werde.— Die nächste Versamm⸗ lung des Vereins mittelrheinischer Gymnastallehrer soll in Hanau stattfinden. Preußen. Berlin, 5. Juni. Der Reichs- tag berieth heute über das Pensionsgesetz für die ehemaligen Offiziere der schleswig⸗-holsteinischen Armee. Nach Ablehnung verschiedener Anträge von Löwe und Vincke(Olbendorf) wird die Re⸗ gierungsvorlage in ihrer wesentlichen Fassung an— genommen. Die Vorlage bezüglich der Mitgarantie des Bundes bei einer Anleihe zur Herstellung der Fahrbarkeit des Sulinaarms der Donaumündungen wird ohne Discussion genehmigt. Außerdem wird der Postvertrag zwischen dem norddeutschen Bunde, Bayern, Württemberg, Baden einerseits und der Schweiz andererseits in der Schlußberathung genehmigt. Wie von einigen Blättern mitgetheilt wird, soll mit den Spielbanken von Wiesbaden, Homburg und Baden-Baden insgeheim unterhandelt werden, um sie zu bewegen, ihren Sitz nach Ofen zu verlegen und dort ein großes Etablissement im Kaiserbade zu errichten. — Die„Kreuzzeitung“ theilt bezüglich des Gesundheitszustandes des Grafen Bismarck das Urtheil seines Arztes mit, nach welchem der Graf an einer hohen Nervenabspannung leide und einer vollständigen Zurückgezogenheit und Ruhe bedürfe. Die hinzugetretene Rippenfellentzündung sei zwar beseitigt, ein Fernhalten von den Staatsgeschaften jedoch unter allen Umständen erforderlich. — 5. Juni. In seiner heutigen Sitzung berieth der Bundesrath den Bericht der Com- mission des Reichstags über den Gesetzentwurf, betreffend die Quartierleistung für die bewaffnete Macht, und genehmigte einen Antrag seines 6. Ausschusses dahin gehend, den Bundeskanzler zu ersuchen, den Entwurf 1) eines gemeinschaftlichen Strafgesetzbuches, 2) einer gemeinsamen Proceß- ordnung für die Staaten des norddeutschen Bun- des, und zwar zunächst den Entwurf eines ge⸗ meinsamen Strafgesetzbuches, ausarbeiten zu lassen und dem Bundesrath zu weiterer Beschlußsassung vorzulegen. Auf den Bericht des 4. Ausschusses erklärte der Bundesrath sich damit einverstanden, daß das Präsidium mit der Regierung der Nieder⸗ lande über die Aus dehnung des Vertrags vom 16. Juni 1856 auf die Bundesconsuln in Ver- handlung trete. Es gingen verschiedene Präsi⸗ dialanträge ein. — Im Reichstag erklärt Dellbrück bei Be⸗— rathung des Quartierleistungsgesetzes, die Com- missionsvorschläge stien größtentheils unannehmbar. Nach langer Debatte wird der 1. Paragraph mit einer geringen von Seiten der Regierung gebil— ligten Modificatson angenommen, und sodann der Gesammtentwurf mit sämmtlichen Amendements zur nochmaligen Berichterstattung an die Com- mission zurückverwiesen. Das schleswig⸗holsteinische Pensionsgesetz wurde bei der Schlußabstimmung angenommen. — Zur Zeit verweilt hier der hessen⸗darm⸗ städtische Geheimerath Schleiermacher, um mit einem Commissär der preußischen Regierung, dem Geh. Oberregierungsrath Heise vom Handelsministerium, wegen Uebernahme der Verwaltung auch des darmstädtischen Antheils an der Main- Weser Bahn(Frankfurt a. M., Kassel) durch Preußen zu unterhandeln. Die Main⸗Weser Bahn war, wie bekannt, anfänglich gemeinsames Eigenthum Frankfurts und der beiden Hessen. Die Grund- lagen der gegenwärtigen schwebenden Verhand- lungen sind dahin festgestellt, daß Hessen⸗Darmstadt den Betrieb für seinen Bahnantheil an Preußen überträgt, dagegen an dem Reinerträgniß der ganzen Bahn nach Verhältniß der von ihm auf⸗ gewendeten Baukosten zu dem des Gesammtan⸗ lagecapitals participirt.— Eine im„Staatsan- zeiger“ publicirte Cabinttsordre vom 3. Mai d. J. setzt die Frist, bis zu der den ausgewanderten hannöver'schen Militärpflichtigen die straffreie Rückkehr in die Heimath noch gestattet ist, auf den 1. Juli fest. In Köln verwundete ein Offizier einen Civilisten(Postheamten) erheblich durch einen Degenhieb. Ein anderer Civilist wurde bei dieser Veranlassung leicht verwundet. In Düsseldorf haben am 1. Juni etliche Säbel ⸗Excesse stattgefunden. Husaren und In⸗ fanteristen lieferten sich Scharmützel in den Straßen der Stadt und die Bürger flüchteten sich vorsorg⸗ lich in ihre Häuser, da bei solchen Gelegenheiten für die Civilisten sehr leicht etwas abfällt. Bremen. Zum dritten deutschen Protestan⸗ tentage waren bis zum 2. d. bereits über 200 Theilnehmer eingetroffen. Zahlreich ist besonders Schleswig ⸗Holstein vertreten. Unter den Ange⸗ meldeten finden wir folgende Namen hervorragender Mitglieder: Oberhosprediger Dr. Schwarz aus Gotha, Prediger Spdow aus Berlin, Professor Baumgarten aus Rostock, Professor Holzmann aus Heidelberg, Professor v. Holtzendorff aus Berlin, Geheimer Oberkirchenrath Schenkel aus Heidelberg, Generalsuperintendent Dr. Meyer aus Koburg, Senior Bödecker aus Hannover. Baden Heidelberg. Der„Pf. Bote“ kann aus authentischer Quelle in Betreff der Wahl eines Erzbischofs berichten, daß das Dom⸗ capitel dem Großh. Ministerium erwidert hat, es beharre auf seiner Liste und der Großherzog habe nur das Recht, alle Vorgeschlagenen bis auf drei als„minver genehm“ zu erklären. Drei Can- didaten müßten aber auf der Liste bleiben, als „genehm“ erklärt werden und so das Domcapitel die Freiheit haben, aus diesen drei„Genehmen“, gemäß der Bulle ad dom. gregis eustodiam den Bischof zu wählen. Oesterreich. Wien, 4. Das Juni. Herrenhaus nahm das Gesetz betreffs der Frei— gebung der Advokatur in der wenig modifieirten Fassung des Unterhauses an, ferner das Auf- die Wuchergesetze betressend, in hebungsgesetz, 2 1 4 unveränderter Fassung des Unterhauses.— Im Abgeordnetenhaus sprichen bei Fortsetzung der Finanzdebatte für die Majoritätsanträge des Budgetausschusses Mayr, gegen dieselben Mende, Franz, Groß und Reichskanzler v. Beust. Letzterer ermahnt das Abgeordnetenhaus, nicht durch die Potenzirung einer unerläßlichen Maßregel über das Maß der Nothwendigkeit hinauszugehen und die Schwierigkeiten dem Auslande gegenüber zu erhöhen. — 5. Juni. In der heutigen Unterhaus sitzung wurde die Finanzdebatte fortgesetzt. Kaiser und Sturm widerlegen unter Beifall die Aus- führungen der Redner für die Majoritätsanträge. Weiter sprachen Bormuzaki, Klier und Stamm gegen und Petrino, Ziemalkowski für die Anträge der Majorität. Auf Antrag Kremer's wurde alsdann der Schluß der Generaldiskussion an- genommen. — 6. Juni. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde bei der Debatte über das Convertirungsgesetz ein Antrag Rechbauer's auf eine Resolutton angenommen, welche erklärt, das Abgeordnetenhaus erkenne keine Rechtsverbind⸗ lichkeit zur Zahlung von Staateschulden an, welche ohne Zustimmung des Reichsrathes con⸗ trohirt wurden. Es leiste nur aus politischen Gründen Zahlung in bisherigem Maße, ohne jedoch hierdurch die Frage der Indemnitätserthei⸗ lung für derlei Anlehen zu präjudiciren. Das Abgeordnetenhaus nahm hierauf das Converti⸗ rungsgesetz in zweiter und dritter Lesung nach den Anträgen der Minorität an.— Die Abend⸗ blätter melden, daß heute Mittag der Prinz Na⸗ poleon und der Kaiser Besuche austauschten. Bei dem französischen Botschafter Grammont fand heute ein diplomatisches Diner statt. Juni. In der Abend Sitzung des Abgeordnetenhauses wird die Finanzdebatte fortgesetzt. Es spricht zunächst Rechbauer als Generalredner gegen die Majoritätsanträge des Budgetausschusses und betont hierbei besonders die Nothwendigkeit einer radicalen Umwandlung des Heerwesens zur gänzlichen Beseitigung des Deficits. Tinti beantragt eine Resolution dahin lautend, die Regierung solle bemüht sein, durch Ersparung im Heereswesen das Desicit zu decken. e 2 N 0 K e N F ee Krzeckenowicz spricht gegen die Resolution Tinti's, weil Oesterreich eines mächtigen Heeres bedürfe. Der Berichterstatter der Aus schußminorität Banhans vertheidigt in seiner Schlußrede den Minoritäts⸗ antrag und betont dabei, daß die Minorität keine Zinsenreduction wolle. — 6. Juni. In der heutigen Reichsraths- sitzung sagte Finanzminister Dr. Brestel bei Fort- setzung der Finanzdebatte:„Der von der Regie- rung proponirte Abzug ist eine ein für allemal festgestellte, aus der Mehrbelastung Oesterreichs in Folge des Ausgleichs mit Ungarn sich ergebende Ziffer; der Minoritätsantrag ist die durch die Gerechtigkeit gebotene äußerste Gränze.“ Der Finanzminister warnt vor jeder gewaltthätigen Maßregel. Die Regierung werde auf Vermögens- steuer nicht bestehen; wenn das Haus sich dagegen ausspreche, werde sie eventuell nach Ablauf der Session Vorschläge zur Steuererhöhung einbringen. In der Herbst⸗Session werden jedenfalls Steuer- reformvorlagen eingebracht. Ministerpräsident Fürst Auersperg:„Das Programm der Regierung war und ist Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit des Staates. Die Regierung wünscht dringend, daß die Anträge der Majorität nicht angenommen werden. Das Haus möge die Ehre des Staates aufrecht erhaiten und den Ruf Oesterreichs nicht schädigen.“ Bei der nun folgenden Specialdebatte über die Unification der Staatsschuld wird der Antrag auf Rückverweisung des Gesetzentwurfes an den Ausschuß abgelehnt. Der Ministerpräsi⸗ dent Fürst Auersperg erklärt auf das Bündigste, wenn die Beschlüsse der Majorität angenommen würden, werde die gegenwärtige Regierung zu⸗ rücktreten. Schindler verzichtet Angesichts der Er⸗ klärung des Ministerpräsidenten auf weitere Ver⸗ theidigung der Majoritätsanträge und drückt seine Freude darüber aus, daß die Voraussetzungen zu einem entstehenden Zwiespalt in Folge der bün⸗ digen Erklärung der Regierung zu Schanden werden. Der Berichterstatter der Majorität be⸗ barrt bei seiner Meinung, glaube aber gegen die Erklärung des Ministerpräsidenten nicht auftreten zu sollen. Bei namentlicher Abstimmung wird darauf der Antrag der Majorität mit 113 gegen 46 und der verbesserte Majoritätsantrag mit 100 gegen 58 Stimmen abgelehnt. Der verbesserte n Minoritätsantrag, dem sich die Regierung an⸗ schloß, wird mit großer Majorität in folgender Fassung angenommen:„Sämmtliche Gattungen der fundirten allgemeinen Staatsschuld, ausge⸗ nommen die Loose von 1854, 1860 und des Steueranlehens vom Jahre 1864, werden in eine fünfprocentige einheitliche Schuld umgewan⸗ delt, die mit einer sechszehnprocentigen Steuer, welche nicht erhöht werden kann, belastet wird.“ Von Nidda wird gemeldet, daß der Rechner ver⸗ schiedener öffentlichen Kassen, Herr J. von da, sich nach Eintreffen einer Visttationscommission von Hause heimlich entfernt hat. Es soll von ihm ein Schreiben aus Aachen eingetroffen sein, in welchem er den sesten Entschluß, den Tod suchen zu wollen, ausgesprochen habe. Frankfurt. Seit dem am 1. Juni ins Leben ge⸗ tretenen Sommerfahrplin der hier einmündenden Eisen⸗ bahnen kommen täglich 82 Züge an, darunter sind 16 Schnell- und 5 Güterzüge; abgelassen werden von hier 81 Züge, darunter 15 Schnell- und 7 Güterzüge. Frankfurt. Ein hiesiger junger Mann war die Wette eingegangen, dreimal, ohne auszuruhen, den Main zu durchschwimmen und zwar an einer Stelle, wo die Strömung am stärksten ist und innerhalb einer Gränze von 100 Fuß. Die letztere Bedingung ist offenbar die schwierigste. Dennoch löste er seine Aufgabe mit vieler Ausdauer und in der verhältnißmäßig kurzen Zeit von 28 Minuten, ein Kraftstück, das ihm wenige unserer hiesigen Schwimmer nachmachen werden. Freilich sind in der Welt schon ganz andere Schwimmproben abgelegt worden, unter denen die berühmtesten jene des Lord Byron und des Dichters Albert Dulk in Stuttgart sind. Lord Byron schwamm bekanntlich über den Hellespont und Dr. Dulk sogar über den Bodensee von Rom inshorn nach Frieorichs⸗ hafen. Hier ist der See nicht weniger als 4 Stunden breit und die großen Dampfvoote bedürfen einer Zeit von 1½ Stunden, um den Weg zurückzulegen. Mainz. Am 3. b. M. verunglückte ein Conducteur der Taunuseisenbahn. Der Zug fuhr von Wiesbaden in Castel ein. während der Conductcur die Billeie abzunehmen im Begriffe war. Bei der Durchfahrt durch das Festungs⸗ thor ergriff dasselbe die offenstehende Thüre und schleuderte diese den auf dem Trittbcette befindlichen Beamten herab, Der Verunglückte wurde sofort ins Rochushospital gebracht, wo derselde noch spät Abends an dem rechten Arm am⸗ putirt wurde. Außerdem hat er verschiedene nicht un⸗ bedeutende Verwundungen am Kopf und am linken Bein davon getragen. Worms. Der Brigade⸗Commandeur Oberst Bickel war am 4. d. dahier anwesend, um den preußischen Oberst⸗ lieutenant v. Frankenberg zunächst dem Offiziercorps als neuen Regimentecomm mocur vorzustellen. Am sol⸗ genden Morgen wurde demselben auf dem Exerclerplatze das Regiment übergeben. Edictal ladung. 1128 Nachdem die ledige Marte Katharine Billasch von Fauerbach dei Frietberg am 2. Januar l. J. mit Hinterlassung eines Testaments gestorben ist, in welchem sie ihre Geschwister und vorverssorbener Geschwisler Kinder zu ihren Erben ernannt, fe doch die angeblich in Amer kla mit unbekanntem Aufentbaltserte abwesende Schwester, Wilbelmine, Ehefrau von Hartmann Kappes von Nieder⸗Wollstadt, und deren beiden Söhne, sowie die Ender ihrer Schwester, Anna Eva, Ehefrau von Caspar Tbomas auogeschlossen bat, werden die erwähnten Geschwister und Geschwisterkinder aufgefordert, das Testament der Marie Katharine Billasch binnen Frist von drei Monaten so gewiß dahier anzufechten, als sonst dasselbe als von ihnen anerkannt angesehen, und der Nachlaß den eingesetzten Erden überlassen werden wird. Friedberg den 5. Mai 1868. Greßberzoglichts Landgericht Friedberg Reiß. Steluberger, Land richter. Landgerichts Assessor. Bekanntmachung, 5 f betreffend: . Holzversteigerung in den Domantalwaldungen der Ober⸗ försterei Ober⸗Nesbach. 1364 Freitag den 12. d. M.— Morgens 8 Uhr h— gelangen in 175 bel Nieder- Mörlen ge⸗ egenen Frauenwald zur öffentlichen Versteigerun an die Meistbietenden: 5 fes ie 31½ Stecken Prügelbo'z, 4675 Wellen Reiserhoꝛz, 1/ Wagen Allerleiholz, 107 Stück Baumstangen, Ober⸗ Rosbach den 3. Junt 1868. Großperzogliche Oberfersteret Ober Rosbach Bing mann. geschälte Eichen. Heugras ⸗Versteigerung. 1367 Donnerstag den 11. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll vas der Gemeinde Okarben zustebende Heugras von circa 60 Morgen Wiesen in einzelen Abtheilungen auf hiesigem Rathhause meistbietend verfleigert werden. Okarben am 3. Juni 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Okarben Zauer bach. * Holz⸗Versteigerung in der Oberförsterei Nidda. 1346 In den Domanlalwalt ungen der Oberförsterel Nidda sollen nachverzeichnete Holzsortimente mit Zahlungs ⸗ termin bis Martini l. J. versteigert werden: 1) Montag den 15. d. M. in den Districten Dornbusch und Steinbach. Scheidholz. Prü gelholz. Stockholz. Kelsholz. Holzart S te e n. Buchen 324 11 51 12⁵ Eichen— 2— 10 Nadelholz— 4 2 27 12 Eichenstämme von 5½— 9½“ Durchmesser und 15— 4, Länge mit 136 Kubiffuß, 55 Narelholz„„ 5½—10½“ 1„ 25— 70„„ 1236 5 12 Buchen„„ 14½—24“ 17 5 5—50, 7„ 1 8 13 Eichenflangen„ 4—5“ 65„5 15-30“„* 46 7 18 Nadelbolz„„ 4—5“ 30-45“„ „ 108 f Das Holz im Distriet Steinbach, meist Bau-, Werk⸗ 1d Nuß holz, kommt Nachmittags al Versteigerung. 2) Dienstag den 16. d. M. in den Distrieten Streithainerborn, Comporst und Falserscla g. Scheldholz. Pilgelholz. Stockholz. Nele holz. Holzart: S te e u. Buchen 155⁵ 1278/ 90 164 Eichen 20 1 3— Nadelholz——— 32 Aspen— 2—— 1 Eichen⸗Stamm von 20“ Durchmesser und 35“ Länge mit 110 Kubikfuß, 1 Buchen ·„ 1 21. 95 1 (Das Hoiz in den Distriecten Comporst und Laiserschlag wollen Steigliebhaber vor der Versteigerunz einsehen.) Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen Vormittags präcts 9 Uhr und zwar Montage im Holzschlage, Dißrieis Derubusch, Dienstags im Holzschlage, Distriets Streithainerborn. Nidda den 1. Juni 1868. Großherzogliche Oberförsterel Nidda Georg. Beachtensu ert! 102 Unterzeichneter besißzt ein vortreffliches Mittel gegen nächtliches Beitnässen, sowie gegen Schwächezustände det Harnblase und Geschlechtsorgane. Speclalarz: Ir. Kirchhoffer in Kappel bei St. Gallen(Schweiz). Rangenpflanzen, 1379 Sellerie und Lauch hat zu verkaufen Johannes Schwalm am Jauerbacher Thor. Walzen- und Haferstroh 1374 in dem Ockonomiehof der Blinden Anstalt zu Miedberg der Centner zu 40 kr., aber nicht unter 10 Centner. Dickrübenpflanzen, 1383 circa 200,000 Stück, gute Oberrörser⸗Sorte, haben abzugeben Heyl& Chelius in Wickstadt. ——— Nu don 8 9 a 9 Heu⸗Gras⸗Versteigerungen bei dem Großherzoglichen Neutamte Friedberg. 1359 Das dieß säbrige Heugras vo“ nachgenannten Großherzoglichen Domanialwlesen wird in folgenden Terminen n öffentlich an den Meifibie tenden versteigert: 5 geteigerunz 4 b% m Nate 2 2 Kirschen⸗Versteigerung. 1423 Die auf Dienstag den 9. Jun, Morgens 9 Ubr, auf der Straße bei Södel und um 10 Uhr hinter Wölfersheim anberaumte Kirschen-Verstesgerung wird auf Freitag den 12. Juni J. J. auf die gleichen Stunden verlegt Friedberg den 8. Junt 1868. 8 N. 3 SGroßherzogliches Krelsbauamt Friedberg 5 1 5 5 2 Re u ß. 2[ Gemarkung. Wiesen Versteigerungstermin. Ort d. Zusammenkunft. Ki cb V i 2 8 1 5* Kirschen-Versteigerung. rgen. 0 0 1409 Donnerstag den 11. d. M, Nachmittags 1 I[Okarben, Groß und Kleinkarbe: 66 Freitag den 12. Juni 1868, Auf dem Selzerbrunnen bel um 2 Uhr, sollen in der S tein'schen Wirth⸗ Vormittags um 8 Uhr, Okarben. f schaft dahier die der hiesigen Gemeinde zu— 2[Bauernheim 1 Ossenheim, dit 234 9 den ee 1868, eee Gafiwirth stehenden Kirschen von circa 60 Bäumen öffent⸗ og. Markwiese ormittags hr, res. i a 3 ein bein 8 5 2 Montag den 15. Junt 1868, Lindheim bet Gastwirth 4 an den Meistbietenden versteigert werden. Vormittags 10 Uhr, Koch. Beienh eim am 5. Juni 1868. 4[Haluchen 40 Montag den 15. Junt 1868, Hainchen bei Gastwirth Großherzogliche Bürgermeisterei Beienheim Mittags 1 Ubr, Jacob Schmidt. Muth. Frledberg am 3. Juni 1868. Großberzogliches Rentamt Friedberg Lin deck Heugras⸗Versteigerungen. 1369 Das 18687 Heugras von den Großberzoglschen D vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen in folgenden Terminen zur öffentlichen Versteigtrung. omanialwiesen des Rentamts Nidda kommt unter den vergeben. ulcht zugelassen. Reichelsheim i. d. W. im Mai 1868. Zu Nidda werden nach beendeter Grasversteigerung vier Abtheilungen Solche, welche noch mit Holzgeld, Pacht oder Grasgeld aus 1867 zurücksftehen, der Johannitter⸗ Scheuer auf ein werden zum Mitbieten Großherzogliches Rentamt Nidda Welcker. Heugras⸗Versteigerung. 1410 Das viessäbriee Deugras von den Frtiberrt. Löw'schen Wiesen kommt zur öffentlichen Versteigerung: 2 Größe 8 Gemarkung.[diesen.] Versteigerungstermin. Ort d. Zusammenkunft. 5 Ne-uen 1 Rieder ⸗Mockstadt 70 9 127 n bei Herrn Gastwirth Pfahl. Baueruheim 9 8 a 3 654 del Herrn Gastwirth Höres. 3 Nierer⸗Florstadt 90 ee 8 bei deren Gaßw. Wagner. Nieder ⸗Florstadt den 6. Junt 1868. Frelherrl. döw'sche Neutel Müller. Heugras⸗ Versteigerung. 1408 Mittwoch den 10. Juni, Bormitiggs 11 Uhr, d das Heugras vor dem Löwenthal de“ Wisse zheim ffentlich verfseigert werden. Wisselsbeim am 6. Jun 1868. Ju Auftrag Grspherzogliches Orisgericht Wissel s heim - Hofmann. Arbeits⸗Versteigerung. 140 Olenstag den 16. Jun, Nachmittage 2 Ubr, solen auf dem Gemeindehause zu Dorbeim nach; tehende Arbelten zu fertigen, sowie Materialien zu liefern, einer öffentlichen Versieigerung ausgesitzt 92 5 * 1) Zimmerarbeit, laut Kostenüberschlag für 4 2) Schieferdedarbelt 30 2) Schreinerarbeit 5— J Maurerarbeit 17— 5) Liefern von Russenstelnen 6— „„ Kalt 7 30 1„ Sand 6— 8) Messen von Sand— 30 Gambach am 4. Jun 1868. Schneider, Bezirks ⸗Baugufseher. wenden können. Bekanntmachung. 1421 Freitag den 12. d. M., Vormittags 10 Ubr, wird dit Lieferung des Brodes für die Garnison Fried berg auf das 3. Viertelfahr d. J. auf dem Verwaltungs · büreau, unter den daselbst zur Einsicht offen liegenden Bedingungen, mittelst Soumission vergeben. Friedberg den 8. Juni 1868. Hoffmann, Major und Bataillons⸗Commandapt. Joraelitische Familien, 1417 welche geneigt find, taubstumme israel. Kinder in Verpflegung zu nehmen, sind ersucht, uns davon Anzeige zu machen, damit wir uns vorkommenden Falls an sie Frtedberg den 8. Juni 1868. Großherzogliche Direklion des Taubstummen⸗Instituts Dr. Mattb tas. BVBrodmehl, 1404 besser Qualität, per Malter fl. 10. 30. Credit Holz⸗Versteigerung. 1416 Aus dem Freiherrlich v. Franckenstein'schen Wald⸗ distrikt„Klentzeschlag“ u. s. w. kommt zu öffentlichen Versteigtrung: Samftag den 13. Juni, Vormittags 9 Uhr, — 1 Stecken Eichen⸗Prügelholz z 5 1739 Wellen Eichen- Reis bolz 1 Schäl holz. roõge. rt der Die Zusammenkunft findet im„Klentzeschlag an Gemarkung der r 5 5 5 wo 15 18 Weg— die sog. Wiesen. 1 g„Alte Querschneiße“ zusammentreffen. J Zusammenkunft. Ockftadt am 6. Junt 1868. Morgen. Wilbrand, f Kreiberrlich v. Fronckenffein'scher Oberförster, Lißder 89 Mittwoch den 10. Juni, Vormittags 10 Uhr,[ Gaftwirth Weigand Mann. 2 aner 40 Donneistag„ 11.„ 5 10. Brühlwiese. Beka n n t m a ch ung. Heuchelheim 9„. Mittags 125 Im Ried. 1415 Freitag den 12. Juni 1868, Vormittags 10 Ubr, Nidda 85 Montag 1 Vormittags 9„ Seewiese. werden an Ort und Stelle sämmtliche, der Gemeinde Berstadt 24 Dienstag 16.„ 3 11 Gaflwirtb Vöglers Wiw.] Assenheim zustehende Krschen auf den Bäumen in Mitiwoch„ 17.„ 5 98 Echzeller Teich. Partien meistbietend versteigert. chen 97 0 i Mittags 12„ Gastwirth Steffan. Assenheim den 8. Junt 1868. Blofeld 30 Donnerstag„ 18.„ Vorm tags 8„ Srüblwiese. Großberzogliche Bürgermeisterti Assendelm Leidhecken 8 5 18 Nachmittage 4„ Gastwirtd Dieblmann. Be st. Dauernbeim 2 55 e,. 5 Gastwirth Weith.—— Salzbausen 15 Montag„ 22. Vormittags 10„ am Gesundbeunnen. H eugtra s Ver st e i gerung. Uater⸗Schmitten 10 1„ 22.„ Wies 12„ auf der Witse. 1418 Freitag den 12. Juni, Vormittags 9 Uor an⸗ Geitenau 5 Dienstag 2 2 5 12„* Gaftwirtb Bach. fangend, soll das der Gemeinde Staden gebörende Biffes 4 5„ 28. Nachmittags 1„ Bürgermeifter Hinkel. Deugras ven circa 150 Morgen auf dem biesigen Rath⸗ bause öffentlich versteigert werden. Staden den 6. Juni 1868. Oroß herzogliche Bürgermelsteret Staden Dau ch. Bekanntmachung. 1414 Mittwoch den 17. d. M, des Vormittage 9 Uhr anfangend, wird das Gras von circa 100 Mor gen 8 Wiesen auf hiesigem RNathhause ver⸗ eigert. Nieder⸗Wöllfadt den 6. Juni 1868. Oroßberzogliche N N Nieder⸗Wöllstadt t o ll. Heugras⸗Versteigerung. 1405 Donnerstag den 11. Junt d. J., von Vormittag 8 Uhr an, soll das dießjäbrige Gras von circa 180 Morgen gemeindeitlicher Wiesen in Abteilungen. theils ein theils zweischürig, im Rathhause dabier meistbietend versteigert werden. Neichelsdeim den 6. Juni 1868. Großherzogliche n Reschelohe lm o at. Heugras⸗Versteigerung. 1400 Donnerstag den 11. Juni d. J., Vormittags um 10 Udr, wird die dieß jährige Grasuutung von eres 35 Morgen, der Kirche und Pfarrei zu Reichelsdein geböriger Wiesen, in Adtheilungen, im Nathhause daß ier meistbietend verstelgert. Reichels beim den 6. Junt 1808. Großherzog eiche n Reichelsheim Vogt. Für Nervenleidende 1403 von bechsler Wichtigkeit, ist ein eben so ficheres als einfaches, auf Wahrheit und Richtigkeit dafirtes Heil ⸗ verfahren, welches wirkliche Hülfe in ver leichtesten Weise bietet, entbalten in der neuerschtenenen Schrift: Das naturgerechte Heilprincip für schwere und leichte Nervenübel aller Art und säcmt⸗ liche daher stammende Krankheiten des Körpers und des Geistes. Ewe Mabnung an Ale, welche ge⸗ sund werden oder bleiben wollen. Von Dr. Adolf Hayn. 2. Aufl. Preis 21 kr. Vorräsbig det Bindernagel Schimpff in Friedberg. Ein Schmiedegeselle 1425 und ein Junge, der das Schmiedehaudwerk er⸗ lernen will, können sogleich eintreten bei S bis zum 1. October d. 3. Lö Strauß. gegen 5% Zinsen und gegen gerugende Bürgschaft Steinfurtd. Georg Eisner. —— — Die seither so oft verlangten Auflösungen zu Wahl's Rechenheften sind nunmehr in neuer Auflage erschienen und à 36 kr. zu haben bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Turnfest zu Nauheim. 1377 Das Us⸗Gau Turufest wird Sonntag den 14. Juni d. J. dahier abgehalten werden und laden wir hierzu mit dem Bemerken freundlichst ein, daß auch das nicht turnende Publikum an den Festlichkeiten auf dem Festpiatze gegen ein Entréegebühr Theil nehmen kann. Die verehrlichen Friedberger und Nauheimer Gesangvereine haben ihre Mitwirkung guͤtigst zugesagt. Die musikalischen Vorträge werden von der rühmlichst bekannten Karelle des zweiten Großherzoglichen Infanterie-Regiments ausgeführt. Der Festzug beginnt um 2½ Uhr. Nach Beendigung des Turnens und der Gesangvorträge findet auf dem Festplatze Ball statt. Eine Nachfeier wird an dem darauf folgenden Montag, den 15. Juni, auf dem Fest— platze abgehalten, wo gesellige Unterhaltungen mit Tanzvergnügen abwechseln werden. Zahlreicher Betheiligung sieht vertrauensvoll entgegen 8 Das Festeomité. Knaben von 12— 14 Jahren, 1344 welche sich der Kaufmannschaft widmen wollen, erhalten bei mir die nöthige Vor⸗ bereitung. Unterrichtsgegenstände: Rechnen, Schreiben, Uebung im Abfassen von Geschäfts— aufsätzen, franzöͤsische und englische Sprache, Buchhaltung. Auch werde ich den zu entlassenden Schülern auf Verlangen passende Stellen unent⸗ geltlich vermitteln. Friedberg im Juni 1868. Morgenstern, Lehrer. Bank für Süddeutschland. Verbreitung von falschen fl. 10⸗Bankscheinen. 1401 Nachdem in den letzten Wochen in der Provinz Oberhessen und den angrenzenden Theilen des Regierungsbezirks Wiesbaden eine Anzahl von falschen Zehn⸗Gulden⸗Noten unserer Bank verbreitet worden waren, ist es der Umsicht und Energie der Großherzoglichen Polizei⸗ verwaltung der Provinzial⸗Hauptstadt Gießen gelungen, den Verfertiger und die Verbreiter der Falsisicate zu ermitteln und zur Verhaftung zu bringen. Obwohl nach den seitherigen Ermittelungen nur noch eine kleinere Anzahl von Falsifi⸗ caten in Umlauf sein wird, sehen wir uns doch verpflichtet, die Kennzeichen der Fäͤlschung zur öffentlichen Kenntniß zu bringen und vor weiterer Verbreitung und Annahme der Falsificate zu warnen. Die ganze Nachahmung, ins besondere die Zeichnung und Ausführung der auf der Vorder⸗ seite der Noten befindlichen Figuren ist höchst unsauber und incorrect gearbeitet, die Zahlen der Folio und Nummer in den oberen kleinen Täfelchen der Vorderseite sind nicht, wie bei den achten Scheine gedruckt, sondern mit Tusch geschrieben, und zwar in hoͤchst ungleichen Ziffern. Die in einem Bogen im Mittelfeld der Vorderseite erscheinenden Worte: „Die Bank für Süddeutschland“ machen das Falsisicat sofort daran erkenntlich, daß die mittleren schwarzen Striche innerhalb eines jeden Bychstabens mit Tusch eingeschrieben sind, anstatt gedruckt wie bei den ächten Scheinen. Alle bis jetzt eonsiseirten falschen Banknoten tragen in der unteren linken Ecke der Vorderseite die gedruckte Ziffer Lit. II. XXIII, und ist aller Grund anzunehmen, daß andere Falflisicate, als solche, welche diese Bezeichnung tragen, nicht egistiren. Die kleingedruckten Worte über den Namen „von Bechtold, und„Kehrer“ nämlich die Worte„Der Regierungscommissär“ und „Der Director“ sind fast ganz unleserlich, namentlich der Schluß des Ersteren. Die Farbe der Rückseite ist bei den falschen Scheinen sehr verschieden, bald bräunlichroth. bräunlichgelb, bald gräulich, immer fehlt indessen in dem Unterdruck der vielfache Eindruck der Ziffer„10“. e Ueberall fehlen die Wasserzeichen, welche erkennbar werden, wenn man die ächte Note gegen das Licht hält. Die Controlunterschrift auf der Rückseite ist derjenigen des Herrn Cassiers Sammet nachgemacht, sie liest sich in den Falsificaten jedoch als„Jammy.“ Darmstadt den 5. Juni 1868. 6 Direction der Bank für Süddeutschland. Nie Reclame, sondern stets sprechende Beispiele: Herrn L. W. Egers in Breslau, Erfinder 1„ 5 f 5 ertheim i/ Baden, den 24. April 1868. 1400 Da sich bier keine Niederlage Ihres Jabritats befindet und ich das selbe bei ei em Brustleiden mit gutem Erfolge angewendet habe, letzt aber meine Frau von demselben Leiden befallen ist, so ersuche Sie mir 2 Slaschen Ibꝛes Fenchelhonigs mit umgehender Post p. Postvorschuß zukommen zu lass ien. C Ach. ungsvoll P. Schäfer. Der Schlesische Jenchelhonig Extract von L. W. Egerv in Breslau ißt eins der wenigen reellen Haus mittel, von dem selbst die prineipiellen Gegner aller nicht aus der Apotheke hervorgehenden Präparate zugestehen wüssen, daß es rationell, gut und namentlich bei Hals- und Brust⸗Lelden enschieden nützlich ist. Man bekommt denselben allein ächt bei: Jos. Hoffmann in Friedberg. i 9 f i* 1413 Meiner Frau, die sich in Allem böswilliß zeigt Steyrische Sensen und Sicheln warne ich Jedermann, auf meinen Namen zu borgen, in⸗ dem ich keine Zahlung leiste. Heinrich Mack III. 1426 billigßt bei Ph. Dau. Kümmich. 0 Lehtetconsetenz, Sektion Friedberg,. 1319 Mittwoch den 10). Zunt, Nachmittags 3 Uhr, auf dem Ossenheimer Jagrhause. Die Mitglieder, welche Exemplare von den in Um⸗ lauf gesetzten Büchern in Händen haben, sind gevelen, dieselben zum Umtausche mitzubringen. Einen Tanzboden, 1402 48“ lang, 36“ brett bat zu verleihen Johannes Conrad, Reichelsbeim. Ein Junge 1411 wird bei einen Schuhmacher in eine gute Lebre gesucht. Rothe„Kreuzgasse“ Nr. 11. Frankfurt a M. 1412 Zu der am 16. Juli in Butzbach statt⸗ findenden Perloosung von Vieh und Maschinen sind Loose à 18 kr. zu haben bei Friedberg. J. Stern, Usagasse Nr. 382. Cüchlige Cigarren- und Wicke lmacher 1420 finden gegen guten ohn dauernde Beschäftigung. Näheres zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Papier 1422 zum Tapezieren bei Friedberg. Nathan Hirschhorn. 1421 Meinen geebrten Kunden diene zur Nachricht. daß ich jetzt bei Herrn Karl Reuß auf dem Haagk wohne und bitte auch ferner um geneigtes Wohlwollen. Jean Rausch, Schudmachermeißer. Alle Sorten Pflanzen, 1381 besonders Nangenrflanzen, verkauft Friedberg. Heinrich Hanstein V. Friedrich Nöhrichs rühmlichst bekannter Arrowroot- Kinderzwieback ein vollständer Ersatz der Muttermilch, 1009 erfunden und mit bestem Erfolge angewandt von der derühmten Ge⸗ burtshelferin und promovirten Doctoriy Frau Profess. Dr. Heiden⸗ re ich geb. von Siebold ist flets vor⸗ räthig in ½ Paqucten à 10 kr. und ꝙ½ Paqueten à 5 kr. in Friedberg dei Pb. Dan. Kümmich. P. S. Dieser Zwieback wird zugleich allen denjemarn, deren Verdauungs⸗ organe besonderer Schonung be⸗ dürfen, als ein sehr kräftiges, leicht verdauliches Nahrungsmittel em- pfohlen. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getraute: 1. Zuni. Jacob Mohrbard, Feldwebel im II. Groß. Inf.⸗Regiment, Sohn des Ortsbürgers und Meßger⸗ meisters Johann Jacob Mohrhard zu Semd im Kreise Dieburg und Regine Christine Nees, Tochter des hies. Bürgers und Handarbesters Jodann Heinrich Nees. 6. Juni. Gufsav Übrich, Bürger und Kaufmann zu Gießen, Sobn des evang. Lehrers an der Stadimäd⸗ chenschule daselbst Ludwig Übrich und Luise Char'otie Cbristiane Ebenau, Tochter des verfl. Groß. Hofbiblio⸗ ihrksstcretärs Karl Friedrich Lurwig CThristtan Ebenau zu Darmftadt. Getaufte 31. Mai. Dem Feldwebel im II. Großb. Jnf.⸗Keg. Johann Jacob Dittmar eine Tochter Wilheimine Mathilde Karoline, geb. den 26. April. 31. Mai. Dem biesigen Bürger und Drebermeifler Georg Philipp Hermann Ludwig Neisel ein Sohn Heinrich Wilbelm, geb. den 16. Mai. 1. Juni. Dem hies. Bürger und Metzgermeifser Irtedrich Wilhelm Deß ein Sohn Adam, geb. den 23. Mal. 6. Juni. Dem Bürger zu Pomberg v. d. H. und Gafiwirtd zu Ockftadt Karl Hermes ein Sohn Franz Otto, geb. den 13. Mai. Beerdigte: 5. Juni. Heintich Wugelm Christian Hatteroth, bies. Bürger und Kaufmann, alt 70 Jahre, 15 Tage, T den 3. Juni. 5 Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druc und Berlag von Bindernagel& Schimpf. * Commun⸗ Bette Jahr 180 dahier ei Summe aus führli 0 zwar a. sind, vo gezogen bis 20 1 nachge eingesp wal den 2. ih aus tig dom Be im Bess 3 3 Jahr zu gut oder er ber au die von Jahr Im