Neu eintretenden Abonnenten auf den„Anzeiger“ für 1869, welche jetzt schon ihre Bestellungen machen wollen, liefern wir das Blatt für den Monat Dezember d. J. gratis. Dienstag den 8. Dezember. 145. Anzeiger für Oberhessen. Wündlern * mn 0 0. NA ö enthalt die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 9 9 n. 1—— FTFF111111!!;ͤͤͥ ꝗ⅛5. xs. 1 cimpf 2* 2 9 9 1 Die auswärtigen Abonnenten 1 9830 des„Anzeigers“, welchen derselbe durch Vermittlung der Post zukommt, werden nicht sonderlich daron erbaut sein, zu vernehmen, daß mit Beginn 1 N des neuen Jahrts eine Preissteigerung im Abonnement für sie eintreten wird, weil von der Postverwaltung höhere Beförderungsgebühren für das* 8 Blatt in Anspruch genommen werden, als bis jetzt der Fall gewesen ist. Genannte Verwaltung hat nämlich einen bei Errichtung des Landpostboten— 2 1 wesens mit uns abgeschlossenen Vertrag wegen Debits unstes Blattes für das kommende Jahr gekündigt und wird von da ab die im Allgemeinen für 1 9 die Zeitungsbeförderung geltenden Vorschriften und Ansätze in Anwendung bringen, nach welchen 25 Prozent des jährlichen Abonnementspreises als 1 8 9 Provision und bei einem wöchentlich dreimal ausgegebenen Blatte, wie dem unsrigen, 36 kr. Bringerlohn per Jahr in Anrechnung kommen. Es wird 2 0 sich also mit dem Jahre 1869 der jährliche Abonnementspreis für den Anzeiger bei den durch die Post bezogenen Exemplaren um die 1 Art, oben bemerkten Beträge erhöhen, während der Preis bei der Verlagsezpedition der bisherige verbleibt. 4 J l Trotz dieser Preiserhöhung dürfen wir aber wohl hoffen, daß die von der erwähnten Maßregel der Post betroffenen auswärtigen Abonnenten, r 1 welche bis daher dem Blatte in stets wachsender Zahl ihr Wohlwollen zuwandten, sämmtlich uns um so treuere Abonnenten bleiben werden, je 1 * ien denselben bis jetzt schon gewesen ohne Beihülfe der Post und nun auch noch mit deren Beihülfe ganz wider unsern Willen a werden müssen. a ter 5 Wir unsrerseits wollen um so angelegentlicher bemüht sein, die uns entgegenkommende wohlwollende Anerkennung dem Blatte auch ferner f un setn zu sichern, indem wir, die Geschäfte der Redaction in der bisherigen Weise fortführend, den billigen Wünschen unsrer Abonnenten und Leser möglichst a em J zu genügen gedenken. Die Redaetion 1 ig der 5 5 eibaren 227 3 Amtlicher Theil. 1 1 Betreffend: Die Vertilgung der Maikäser und ihrer Larven. Friedberg den 3. December 1868. pe 1 8 2 1 129 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg. * 7 an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Beienheim, Dorn⸗Assenheim, Friedberg, Ilbenstadt, Ockstadt, Hausen wegen Oes und Langenhain.* 9 Da Sie unsere Auflage vom 4. Mai l. J. in rubr. Betreff, wiewohl solche inzwischen zum Oefteren erinnert worden ist, bis heute* U, 9 noch nicht erledigt haben, so geben wir Ihnen hierdurch nochmals 8 Tage Zeit dazu, nach deren vergeblichem Ablauf unfthlbar mit Ordnungs— 1 144% 6 strafe gegen Sie wird vorgegangen werden. Trapp. ö 0 . r e Unter Bezugnahme auf meine Bekanntmachung in Nr. 62 und 97 des Anzeigers für Oberhessen wird hiermit veröffentlicht, daß der Ausschuß des landwirthschaftlichen Bezirks Vereins des Kreises Friedberg in seiner gestrigen Sitzung: 1) dem Herrn Lehrer Lang in Friedberg, 3) je 25 fl. zuerkannt hat. Friedberg den 3. December 1868. 2) dem Herrn Lehrer Weinel in Friedberg, dem Herrn Konrad Philippi in Wohnbach, nachdem deren Baumschulen untersucht und den gestellten Anforderungen und Bedingungen entsprechend befunden worden sind, Prämien von Der Director des landw. Bezirksvereins des Kreises Friedberg Ten a Hessen. Darmstadt. Von Seiten des Abgeordneten Metz wurde in der Zvoeiten Kammer folgender Antrag erneuert: Großherzog liche Regierung wiederholt und dringend aufzu— sordern, unverzüglich alle geeigneten Schritte zur Ausdehnung des Norddeutschen Bundes auf alle süddtuischen Staaten, jedenfalls aber zur baldig— sten Ermöglichung des Eintritts des ganzen Greßherzogthums in den Norddeutschen Bund zu thun.“ — Unter dem Vorsitze des Hofgerichtsadvo⸗ katen Buchner II. fand dabhier am 5. d. eine nicht sehr zahlreich besuchte Versammlung behufs Organisation der kirchlichen Mittelpartei statt. Nach kurzer Verhandlung, an welcher sich außer dem Vorsigenden noch Landrichter Königer von Seligenstadt und Proftssor Köhler von Friedberg betheiligten, wurde die Constituirung eines„evan- gelischen Vereins“ beschlessen, der im Anschluß an die Friedberger Conferenz und auf dem Boden rer Union eine Spnodal- und Presebyterial-Ver— fassung anstreben soll. Aus Oberhessen. Nach Mittheilungen aus Nidda wurde am 1. Dez. in dortiger Ge⸗ markung mit den Erdarbeiten der Main-Lahn- Bahn an dem Beundeberg, zunächst der Stadt, begonnen.— Auch von Büdingen wird ge— meldet, daß am gleichen Tage auch kort begonnen wurde, das Gelände in den Schafe gärten zwischen hier und Salinenhof abzutragen, wo die Bahn ihren Weg hinausnimmt. Aus Rheinhessen. Dieser Tage fand in Wörrstadt eine Versammlung evangel. Bürger, darunter mehrere Geistliche, statt, die den Be— schluß faßte, für Wörrstadt und Umgegend einen Zweigverein des allgemeinen deutschen Protestan- tenvereins zu gründen, welcher sich den inneren und äußeren Ausbau der evangelischen Kirche zum Ziel gesetzt hat. Man genehmigte einen Statuten-Entwurf und wählte einen Vorstand, dem zunächst die Aufgabe gestelt wurde, die Be⸗ wegung in weitere Kreise zu tragen. Preußen. Berlin. Der Bundesrath des norddeutschen Bundes wurde am 30. Nov. durch den Präsidenten Delbrück eröffnet, welcher solgende Vorlagen einbrachte: 1) Den Entwurf eines Gesetzes über das Urheberrecht an Werken der Literatur und Kunst; 2) den Erlaß bundes— gesetzlicher Bestimmungen über Entschädigungs- ansprüche bei unvorhergeschenen Unglücksfällen; 3) die Ertheilung der Qualificationszeugnisse für die Berechtigung zum einjährigen Militärdienste; 4) die Aufstellung und Mittheilung von Ueber- sichten über die Ausrüstung und Leistungsfähigkeit der Eisenbahnen; 5) die Feststellung einer Pauschal' vergütung für den aus dem Bundesgebiete nach Luxemburg übergehenden Branntwein; 6) den Abschluß einer Consulorconvention mit Brasilien; 7) die zur Verbreitung des Bundesgesetzblattes getroffenen Maßregeln, 8) den Postvertrag mit Italien, 9) die Militärtransporte auf den Staats- Eisenbahnen im Wechselverkehr zwischen dem vord— dtutschen Bundesgebiete und den süddeutschen Staaten; 10) die den Eisenbahnen im Intercsse der Bundes⸗Telegraphen⸗Verwaltung aufzuerlegen⸗ den Verpflichtungen; 11) die Bureau-Arbeiten in Zoll- und Steuerrechnungs- Angelegenheiten für den betreffenden Ausschuß des Bundesraths; 2) die Regelung des Verfahrens zur Deckung der Ausgaben des Bundes im Jahre 1869. — Man meinte bis jetzt so ziemlich allgemein, die Erfolge von 1866 seien namentlich dem Zünd— nadelgewehr zu verdanken. Das sckeint aber, wie sich nachträglich herausstellt, auf einem Irr— thume zu beruhen. Nicht die Zündnadelgewehre, sondern gewisse„Kugelfestmachungezettel“ haben's gethan, die ein gewisser Geschästsvermittler Ubenauff zu Magdeburg an die Soldaten austheilte, und weil man ihm doch nicht zumuthen kann, daß er vollends auch noch pecuntäre Nachtheile für den von ihm der preußischen Sache geleisteten Beistand babe, so wendet er sich jetzt an das Haus der Abgeordneten um Entschädigung für Auslagen und Arbeit. — Der König hat bein Empfange Besedetti's die freunt schaftlichsten Versichtzungen für Frank- reich an den Tag gelegt. * — Graf Bismarck besuchte am 4. d. zum ersten Male das Abgeordnetenhaus während der Debatte über den Solger'schen Antrag. Beim Antritt dis Ministerpräsidenten erhob sich die Kechte. Der Antrag Solger's wurde nach län⸗ gerer Debatte angenommen. — Am meisten sind bis jetzt in den Aus- schüssen des Bundesraths die Berathungen über die Vorbeugungsmaßregeln gegen die Rinderpest vorgeschritten. Diese Maßregeln werden sich in zwei Hauptrichtungen geltend machen, einmal nach Außen hin, beim etwaigen Ausbruche der Seuche in einem benachbarten Lande, und sodann nach Innen, beim Ausbruch der Seuche im Lande selbst. Für den erstern Fall werden für sämmt⸗ liche Bundesregierungen gemeinsam und gleiche Maßregeln zur Vorbeugung des Einschleppens angeordnet und für den zweiten Fall wird das von der preußischen Regierung in ähnlichen Lagen mit sehr großem Erfolge angewendete Prinzip: sofortige Tödtung und Beiseiteschaffung des er krankten oder der Erkrankung verdächtigen Viehes unter Entschädigung des Besitzers, für das ganze Bundesgebiet zur Geltung kommen. — Der Minister v. Bismarck hat die Leitung der Berathungen des norddeutschen Bundesraths bereits übernommen.— Es ist irrtbümlich, wenn gemeldet wird, es stehe die Auflösung des Ab- geordnetenhauses zu erwarten, falls die auf den dessischen Kurfürsten bezü glichen Vorlagen abgelehnt würden. Eine pure Ablehnung steht gar nicht zu erwarten.— Fortan wird der Minister v. Bismarck den Commissionsberathungen beiwohnen. — Aeußerem Vernehmen nach hat der Re⸗ dakteur der„Volkszeitung“, Heinrich Steinitz, durch seinen Rechtsanwalt bei der Staatsanwalt-⸗ schaft das Verfahren gegen den Mitredakteur der „Kreuzzeitung“ Hermann Goedsche einltiten lassen. Es wire allgemein gebilligt, daß Steinitz den „Zeugen“ Goedsche so und nicht anders abfertigt. — Auf die zur Subscription aufgelegten 20 Millionen Thaler der 4½ prozentigen preußischen Eisenbahnanleihe sind nur 17,805,000 Thaler gezeichnet worden; es findet daher keine Reduc⸗ tion stalt. Hildesheim. Eine dahier stattgehabte Ver ⸗ sammlung von Gemeinde-, Kirchen⸗ und Schul- vorständen aus dem Fürstenthum Hildesheim be⸗ schloß, eine Petition an den Landtag vorzubereiten, die als Forderung der Gemeinde verlange: 1) eine Scheidung der Verwaltung von Kirche und Volks- schule. 2) Die Volksschule unter die Leitung ausschließlich fachkundiger Männer zu stellen, so wie für die Volksschule Organe zu schaffen, denen als Schulversammlungen berathende und beschlie⸗ gende Befugnisse nach Maßgabe dee zu erlassenden Unterrichtsgesetzes in Angelegenheit der Schule zuerkannt werden. Kassel. Nach der„Hess. Volkeztg.“ hat sich dahier ein„Deutscher Volksverein für Kurhessen“ der nach dem angenommenen Programm die politische Einigung der gesammten deutschen Nation auf Grundlage der in dem Selbstbestimmungsrecht wurzelnden Gleichberech- tigung und Selbständigkeit der einzelnen Stämme und Länder will, soweit die letztere nicht den Forderungen einer noͤthwendigen gemeinsamen Gesetzgebung entgegenstebt. Die Reform der Volksschule, ihre Unabhängigkeit, die Unentgelt- lichkeit des Unterrichts in derselben, die Einfüh— rung des Systems der direkten Besteuerung, die Nothwendigkeit des Uebergange der stehenden Heere in Velksheere, sowic die der Verbesserung der Lage der arbeitenden Klassen werden betont. — Der Oberhofmarschall des Kurfürsten von Heffen, Herr v. Heeringen, hat, nach einer der „Sächs. Ztg.“ zugegangenen Mittheilung, in Folge der beabsichtigten Sequestration des Vermögens des Kurfürsten den Befehl gegeben, aus dem hiesigen Hofkeller ktinen Wein mehr nach Prag abzusenden. Frankfurt. In der hiesigen Boselli'schen Buchhandlung sind Exemplare einer bei Emil Ebner in Stuttgart erschienenen Broschüre:„Braun Polizei mit Beschlag belegt worden. Auch wurde gegen diejenigen Personen, welche die Schrift verbreiteten, von der Polizei eingeschritten. Wiesbaden. Vor einigen Abenden kam es hier auch zu einer Säbel-Affairt, wobei zwei Soldaten gefährlich verwundet wurden. Civillisten, welche mit Soldaten in Raufhandel kamen, bemächtigten sich, als die Soldaten die Säbel zogen, deren Waffen und wandten sie mit schwerem Erfolg auf ihre Gegner an. Dieß Mittel dürste zu empfehlen sein, da es sich hier von durchschlagender Wir- kung gezeigt hat. Würtemberg. Stuttgart. Die dieß⸗ jährige Landtagssession wurde am 4. Dez. durch den König eröffnet. Die Thronrede erwähnt vor Allem des reichen Erntesegens, wofür Gott zu danken sei, und führt dann eine Reihe von Gesetzesvorlagen an, die den Berathungen der Kammer unterbreitet werden sollen. Von all gemeinem Interesse allenfalls sind folgende Worte: Im Verein mit meinem Volke werde ich die Selbstständigkeit Würtembergs wahren, im Einklang mit ihm werde ich die Pflichten gegen das weitere Vaterland treu und patriotischen Sinnes erfüllen. — Der nach Rom zu den Vorarbeiten für das ökumenische Concil berufene Professor Dr. Hefele in Tübingen wird dem Vernehmen nach bis zum 18. Dez. dahin abreisen. Baden. Die Erklärung des Weihbischofs Dr. Kübel in Freiburg is dahin auszulegen, daß sich die Mehrheit des Freiburger Domcapitels allerdings sür Ergänzung der Wahlliste im Sinne der Regierung erklärt hat, nur ist das Votum noch nicht nach Rom abgeschickt, was jedoch dem nächst geschehen dürfte. Mannheim. Nach einer Verordnung der Zolldirektion, welche an der hiesigen Börse an · geschlagen ist, darf nunmehr wieder nur badisches und würtembergisches Papiergeld zu Zollzahlungen verwendet werden, und sind bayerische, hessische, Franksurter und sogar preußische Kassenscheine von der Annahme bei dem biesigen Hauptzollamt aus- geschlossen. Diese unzeitgemäße Verordnung erinnert eher an die Zeiten des seligen Bundes- tages, als an die neue Aera der zollvereinischen und zollparlamentarischen Einbeitsbestrebungen, und es erregt nicht mit Unrecht Aussehen, daß bei der preußenfreundlichen Richtung unserer Regierung auch die preußischen Kassenscheine mit dem Banne belegt worden sind. Oesterreich. Wien. Die„Presse“ er- fährt aus Bukarest, daß der neue Minister des Auswärtigen, Ghika, bei dem Empfang der Con⸗ suln berubigende Zusicherungen ertheilt und an⸗ gedeutet habe, daß der Fürst durch persönliche Initiative das jüngste provocirende Schreiben Golesco's an den Großvezier wieder gut gemacht habe. — Aus Wieliczka, den bedrohten Salzwerken, lauten die Nachrichten etwas günstiger. Man hat durch neue Dämme dem weiteren Vordringen des süßen Wassers Einhalt gethan. Es fragt sich aber, ob nicht das Wasser die Wände, an welche die Dämme stoßen, allmählich auslaugt. Im vorigen Jahre wurden in den Salzwerken von Wieliczka eine Million Centner Salz ge— wonnen. Man schätzt den Gesammtvorrath auf 230 Millionen Centner. Da die Regierung den Centner zu 6 fl. verkauft, so wäre der Verlust bei der Zerstörung dieser Werke ein ungeheuerer. — Der freien Gemeinde in Graz wurde nicht allein die Eröffnung ihrer Gemeindeschule auch von den höheren Verwaltungsorganen nicht gestattet, sondern es wurde auch gewaltsam eine Privatschule geschlessen, welche vorzugeweise von Kindern dieser Gemeinde besucht war. Auch die Errichtung eines Kindergartens wurde untersagt. Die Schließung von Ehen ist den Mitgliedern neuerdings unmöglich gemacht, da durch die Nicht- anerkennung der Gemeinde die gesetzlichen Vor⸗ aussetzungen und Bedingungen zur Schließung der Civilehe nicht erfüllt werden können. — Nach einer Erklärung des Kriegsministers in einer Plenarsitzung der östecreichischen Dele ⸗ und Consorten contra Frankfurt, Separatabdruck aus der Frankfurter Zeitung“, am 2 d. von der gation soll mit nächstem Frühjahre Oesterreich sitzen. Mit dieser Armee, der es auch nicht an den nöthigen Hinterladern fehlen werde, könne die österreichisch⸗ungarische Monarchie der Zukunft getrost entgegensehen.— Als die Forderung für die Vervollständigung der Festungswerke von Komorn (sie haben bereits über zehn Millionen Gulden gekostet) auf Widerstand stieß, ließ der Kriegs- minister weiter die bemerkenswerthe Aeußerung fallen:„Wir stehen vielleicht am Vorabend ent⸗ scheidender Ereignisse und dürfen nicht versäumen, diejenigen Puncte zu besestigen, die bei einem Conflict mit Rußland von Wichtigkeit sind, um so weniger, da Rußland gleicher Weise in seinen an Galizien gränzenden Ländern sich mit größter Energie vorbereitet. — Die„Wiener Zeitung“ veröffentlicht e in kaiserliches Handschreiben, welches Baron v. Ben st aue Anerkennung und zum Beweise besondern Wohlwollens des Kaisers in den erblichen Grafen⸗ stand erhebt. — Die Abendblätter vom 5. d. melden be⸗ züglich der Nachricht der„Turquie“ über den Bruch zwischen der Pforte und Griechenland, die Schutzmächte übten eben eine starke Pression auf die griechische Regierung. Letztere erkläre es jedoch sür eine Unmöglichkeit, die Expeditionen von Frei⸗ willigen nach Creta zu hindern. — Nach übereinstimmenden Mittheilungen der Blätter vom 6. d. seien die Schutzmächte Griechen⸗ lands übereingekommen, die Blocade der Insel Creta effectiv zu machen. Es soll hierdurch den kriegsdrohenden Folgen eines griechisch⸗türkischen Zerwürfnisses vorgebeugt werden. — Erzherzog Joseph wird als Commandant der Honveds bezeichnet. — Baron Wenckheim, der Minister des In⸗ nern, ist in größter Verlegenheit wegen der Räuber⸗ banden an der unteren Theiß, welche frecher als je auftreten, besonders zwischen den Städten Szegedin(70,000 Einwohner) und Vasarhely (50,000 Einwohner). Die Oppositionablätter fragen, wozu denn das Volk so viele Millionen für die äußere und innere Sicherheit aufbringen müsse, wozu über 100,000 k. k. Soldaten im Lande stehen und wozu der Reichstag eine Armee von 800,000 Mann bewilligt habe. — Im Oberhause(Magnatentafel) des un⸗ garischen Reichstags wurde das Schulgesetz an⸗ genommen. Nur die geistlichen Mitglieder und ein paar Altconservative stimmten dagegen. Der Erzabt von Martinsberg erblickte in den gemein⸗ samen Volksschulen für Kinder aller Consesstonen gemeinschädliche„Vorschulen des Communismus“. Pest. Im Delegationen-Ausschuß verkündigte der Reichskanzler v. Beust die kaiserliche Sanction der Beschlüsse der Delegationen und sprach seine Befriedigung aus mit den Resultaten des Bera- thungen. Schließlich fügte derselbe hinzu: Nie- mand, weder im Inlande noch im Auslande wird ernstlich glauben, die Delegationen hätten das Wehrgesetz angenommen und das Armeebudget bewilligt, wenn sie geglaubt hätten, daß die Re⸗ gierung kriegerische Absicht hegte. Sie bewilligten dem Ministerium die Waffen nicht. um Streit zu suchen, oder einen angebotenen Streit leichthin anzunehmen, sondern wollen nur, daß wenn wir für die Erhaltung des Friedens und für die Ab- wehr von Kriegsgefahren sprechen, unsere Stimme ertöne als der Mahnruf eines Staates, welcher ein Recht darauf hat, gehört zu werden. Frankreich. Paris. Die Regierung hatte für den 3. Dez., den Todestag Baudin's, großartige Vorsichtsmaßregeln getroffen. In Er— wartung demokratischer Kundgebungen war der Friedhof Montmartre abgeschlossen, viel Polizei— macht entfaltet und die Truppen consignirt. Die in Versailles garnisonirenden Regimenter der kaiserlichen Garde hatten Besehl erhalten, sich marschbereit zu halten. In Vincennes waren 12 Batterien angespannt, um auf den ersten Befehl nach der Hauptstadt zu rücken. Trotz des regnerischen Wetters fanden sich zwar 5 bis 6000 Personen des Nachmittags in den Umge— bungen des Friedhofs von Montmartre zusammen und schwoll allmählich die Merge dergestalt an, eine schlagfertige Armee von 600,000 Mann be— daß der ganze Platz schwarz von Menschen war, ungesoß Dusour, herurthti Nuisse e genine tationen, den N jlommen gar zu die„dü das gei wird. der Na Frauen Anklage versprich eressant des Kön gende, Nrsönlic persen di Aabeiralt dausman ittzwedl läubiget sint eing ben s bine Lust I barrier Inicht e u ein n. bang ound nich 1 8 ³ 105 Anon f um ion ten arf d Soum! ih der 9 Fried Große. — — — S e ang Koßter ü ein d. erf besendan 1 Grasen. ieldtn be. uber den land, die essen auf tt jtdoch don drei. agen dir Inichen⸗ ker Insel urch den rischen Tnandant dtt Ju Kauber· eicher als Slädten sarhely nüdlättet Mlliontn Asdningen daten in int Arntt des un⸗ gtseß an ieder und en. Der 5 gemtin⸗ ersesstenen isnus“ erlündigte Saßttien tach stine es Beta; zu: Rite edoch zu keinerlei Conslicten. Nachdem 1 8 5 versucht hatte, sich Eintritt in den Friedhof zu verschaffen, verweilte sie noch eine Zeit lang in der Umgebung desselben; hier und da ließ sich ein Ruf vernehmen, ein Lebehoch auf Baudin oder ein Pereat auf die Polizei; bei eintretender Dunkelheit zersireute sich die Volksmenge.— Mehrere Blätter sprechen von einigen Verhaftungen, welche dennoch stattgefunden ätten. 6— Das Mißverhältniß zwischen den für den 3. Dec. aufgebotenen Streitkräften und der gleich gültigen Haltung des Publikums gab zu dem Witzwort Anlaß, welches durch ganz Paris läust: Die Armee und die Polizei hätten eine große Demonstration gemacht und das Volk von Paris wäre nicht stark genug gewesen, diese Ruhestörung niederzuhalten. — Das Begräbniß Berryer's findet Montag den 7. d. in Augerville stakt und des Morgens acht Uhr geht für diesen Zweck ein eigener Zug von Paris ab. — Der Appellhof von Riom hat das vom Zuchtpolizeigericht in Clermont-Ferrand zu Gunsten des„Independant du Centre“ gefällte Urtheil umgestoßen und den Gerant dieses Blattes, Hrn. Dufour, zu einer Geldbuße von 500 Francs verurtheilt. — Das Verfahren gegen die ausländische Presse erregt in den letzten Tagen wieder all⸗ gemeine Indignation; die fortwährenden Confis- cationen, die zum größten Theile mit dem gesun— den Menschenverstand nicht zu erklären sind, kommen den Parisern denn doch mit der Zeit gar zu vormundschaftlich vor, und die Klage über die„dürftigen Portionen“, in denen man ihnen das geistige Leben von außerhalb zukommen lasse, wird vernehmlicher. — In viesen Tagen wird in Aiy der Prozeß der Marseiller Gistmischerinnen verhandelt. Sechs Frauen von 20 bis 45 Jahren stehen unter der Anklage des fortgesetzten Giftnordes. Die Sache verspricht vom pfpchologischen Standpunkte in- teressant zu werden. — Pariser Blätter melden zur Charakteristik des Königs Francisce Asis de Borbon die fol- gende, wohlverbürgte Geschichte, die auf seine Persönlichleit ein mehr als zweideutiges Licht werfen dürfte. Als der König sich mit Isabella verheirathete, borgte er von einem angesehenen Kausmanne in Madrid 65,000 Realen zu Hoch— zeitszwecken. Nach einiger Zeit erlaubte sich der läubiger eine kleine Mahnung, da Francisco seine eingegangenen Verbindlichkeiten vergessen zu haben schien. Der König hatte indes offenbar keine Lust, den Kaufmann in irgend einer Weise zu befriedigen und so kam es zum Prozeß. Das Gericht entschied zum Nachtheil des Kaufmanns, da ein mit einen Minderjährigen eingegangener Vertrag nicht rechtskräftig sei, und der Kläger ward nicht nur abgewitsen, sondern obendrein in die nicht unbeträchtlichen Kosten verurtheilt. Die 65,000 Realen hat er noch heute zu bekommen. — Es ist Aussicht vorhanden, daß der ägyyrtische Zwillingsbruder des Obelisken auf dem Place de la Concorde, der sich bis jetzt bekanntlich vor dem hundertthorigen Theben befand, für Paris acqui— rirt und neben seinem Collegen aufgepflanzt wer— den wird. Die Engländer haben ihn nämlich von Theben(dem heutigen Luxor) nach Alexan— drien geschafft, um ihn nach London zu trans- portiren, sind jedoch so ungeschickt gewesen, ihn ins Meer fallen zu lassen. Er liegt unverletzt auf dem Grund und ist bei stiller See deutlich zu sehen. Ein französischer Speculant hat sich nun die Erlaubniß erkauft, ihn zu heben und nach Paris zu bringen. — Peyrat, Redakteur und Gerant des„Avenir national“ ist, wegen einer noch unbekannten Ursache wiederum in Anklagezustand versetzt. Der in Auch erscheinende„Avenir“ wurde ebenfalls wegen Veröffentlichung von Listen, in denen die Namen der Deputirten aus dem Departement Gers verzeichnet waren, gerichtlich belangt. Holland. Haag. Die zweite Kammer hat sich für Beibehaltung der Todesstrafe mit 53 gegen 8 Stimmen ausgesprochen. Großbritannien. London. Die„Times“ theilt mit, Disraeli habe selbst der Königin vor— geschlagen, den Antragsteller der ersten Resolution über die Aufhebung der irischen Staatskirche so— sort zu berufen. Gladstone hatte in Folge dessen eine zweistündige Audienz, deren Ergebniß war, daß er die Bildung eines Cabinets übernahm. — Zahlreichen Briefen von Engländern, welche geneigt sind, in die neue Cornell-Univer- sität, Ithaka, einzutreten, und sich dieserhalb an Professor Goldwin Smith um Rathschläge gewandt haben, theilt dieser in einem Eingesandt an die „Daily News“ mit, daß die neue Universität sich in einem noch sehr unvollkommenen Zustande be— finde und daher nur sehr wenigen Studirenden Aufnahme gewähren könne. Sein Rath an Alle, welche den Eintritt in die Universität brabsichtigen, gehe dahin, diesen Gedanken einstweilen fallen zu lassen. — Wie die„Times“ meldet, will Seward, der amerikanische Minister des Auswärtigen, die Entscheidung der Alabama-Frage nicht dem Könige von Preußen, sondern einigen zu ernennenden Commissarien anheimstellen. Spanien. Madrid. Es werden bei Ec partero alle möglichen Schritte versucht, um ihn zur Annohme einer Dictatur auf Zeit zu bewegen. — Eine neue Definition des Begriffs reli— giöse Toleranz gab jüngst der Erzbischof von Santiago, indem er sich dahin aussprach: Wenn man Andersgläubige weder bekehren, noch aus- rotten könne, dann erheische es die Toleranz, sie zu dulden. Italien. Florenz Der Großherzog und die Großherzogin von Baden haben in Beglei- tung des badischen Gesandten, Baron v. Schweitzer, über eine Stunde lang den Parlamentsverhand⸗ lungen beigewohnt; das großherzogliche Paar wird nicht, wie ursprünglich beabsichtigt gewesen, nach Rom gehen, sondern nach Besichtigung der Sehenswürdigkeiten von Florenz über den Brenner nach Deutschland zurückkehren. — Eine Proclamation Mazzini's in der„Unita Italiana“ mahnt entschieden wie früher von allen Versuchen ab, Rom durch Partei-Fractionen be— freien zu wollen; die Befreiung Roms müsse ein Werk nationalen Unternehmens sein. Türkei. Die„Turquie“ meldet, daß die Pforte die diplomatischen Beziehungen mit Griechenland abzubrechen und ihren Gesandten abzubtrufen ent— schlossen sei. Ferner sollen die griechischen Unter- thanen aus der Türkei ausgewiesen und der Han— del mit Griechenland verboten werden. — Ein von der Regierung gemiethetes Schiff ist mit Truppen nach den Dardanellen abgegangen. Die Bestimmung derselben blieb unbekannt. Man erwartet, daß die von der griechiscen Regierung offenkundig geduldeten Rüstungen Seitens der Pforte ernsthafte Maß- regeln hervorrufen werden. Darmstadt. Vor einigen Tagen sand man im großen Woog die Leiche eines sein gekleideten Mannes von etwa 20 bis 22 Jahren. Nach Darmstädter Blättern wäre der Gefundene ein Geometergehülfe aus einem Orte des Kreises Friedberg. Aus Herrieden wird der„Fränk. Zig.“ geschrieben: Fast ganz Europa ist bei winterlicher Temperatur in Wolken und Nebel gehüllt— von 60 Stationen hatten gestern nur 3 heiteren Himmel. Dabei behält ein im Nordwesten befindlicher boher Luftberg mit kaltem Passat seinen Einfluß und schlägt die allerdings nur schüchternen Versuche des warmen Antipassats, vom Süden und Westen her vorzudringen, immer wieder siegreich zurück. Bern. Unter den im„Bund? neuerdings verzeich⸗ neten Liebes gaben, welche für die Schweizer Wasserde⸗ schädigten von auswärte eingingen, sind: 5000 Fr. von den Schweizern in Vombay, 7724 Fr. von der im Haag durch den franz. resormirten Pfarrer Vust veranstalteten Sammlung, 5000 Fr. aus der k. Freistadt Pest, 1200 Fr. aus Darmstadt(dritte Sendung) ꝛc. ꝛc. Aus London sind gegen 64.000 Fr. eingegangen. „Die ganze Haltung 2981 des Kalenders(Lahrer hinkender Boten) ist eine edle und freisinnige und dazu maßvolle und in jedem braven Hause und Herzen einen wohl⸗ thuenden Eindruck zurücklassend, wie er ist, den wir empfinden, wenn wir so glücklich waren, eine Stunde mit einem Biedermanne von ächtem Schrot und Korn zugebracht zu haben.“(Heidelb. Zeitung) Für die Wetterbeschädigten im Vogelsberg sind uns 11 fl. 45., gesammelt in den Gemeinden Münzenberg und Trais- Münzenberg, zur Wellerbesörderung übergeben worden. Der Betcag wurde, wie die früher hier gesammelten Beiträge, den Herrn Pfarrern zu Vobenhausen II., Freienseen, Lardenbach und Sellnrod zu geeigneter Verwendung überwiesen. Für den Vorstand des Hülssvereins Baur. Brod lieferung. 2926 Donnerstag den 10. Decemder er., Vormittags 11 Uhr, wird die Lieferung des Brodbedarss für die Oarnisoa Friedberg für das 1. Quartal 1869 auf dem Soumissionswege in Accord getzeben. Bedind ungen liegen arf dem Büreau des Zahlmeisters, wosel“ auch die Soumissionsverhandlung stattfinden wird, zur Ein sicht der Interessenten offen. Friedberg den 30. Novemder 1868. Groß berzogliches Commando des 4. Jägerbataillo as. An ssch ü tz, Major und Batatllons-Commandeur. eirsei gerung. 2020 Die Lleserung des Brennholzbedarsos von 20 Slecken Buchen ⸗Schellbelz erster Klasse zur Heizung des Land gerichtsgefängnisses soll Donnerfliag den 17. Dez. d. J., Miiage 12 Uhr, im Landgerichtslocal an dea Wenigst⸗ nehmenden vergeden werden und werden Steigluflige bierzu eingeladen. Vilbel am 27. November 1808. f Großherzogliches Landgericht Vilbel . Spiegel, 3003 mit ren neuesten Nußbaum- und Goldbaroe Rahmen, empfiehlt in grober Auswahl zu den, billigsten Prelsen Georg Groß No 40 Holz- Verkauf. 2984 Vom 14. d. M ab kann aus dem Holzbof zu Laubach Buchenscheitholz neuer Fällung zum Preise von 5 fl. 30 kr. per Stecken gegen gleich baare Zahlung bezogen, bel Abnahmt von 10 Siecken und mebr gegen Sicherung der Zahlung durch annehmbare Bürg— schein Zahlungoftist bis 1. Juni 1869 ertbeilt werden. Laubach am 4. December 1868. Gräfliche Rentkammer Wie Faselochs-Versteigerung. Künftigen Freitag den 11. Dezember d. J., Vor— mittags 10 Ubr, soll ein der Gemeinde Hriedel gehöriger, zum Schlachten geeigneter Faselechse auf dem Gemelndehause öffentlich an den Meestbietenden verkauft werden. Griedel den 5. December 1868. Großberzogliche Bürgermeisterei Griedel N nch e Steinkohlen, 2128 nur Stücke, bester Qualität, per Waggon 3 200 Centner zu 88 fl. Kleinere Quantitäten in meinem 2985 Magazin an der Bahn à Centner 30 kt. empfichlt Bad Nauheim. Jacob Schimpf. Verloosung der Schwalheimer Kirchen— Obligationen pro 1868. 3006 Verloost würden die Nr. 26, 29, 117 und 120. Die Beträge derselben sind am Schlusse d. J. bei dem Unterzeichneten in Emosang zu nehmen. Weitere Zinsen lönnen nicht beansprucht werden. Von der Verloosung pro 1867 ist die Nr. 76 noch nicht eingegangen. Schwalbe im den 7. Dezember 1808. Wiederbold, Kirchenrechatr. 1400 fl. 2983 können aus der Kirchenkasse zu Nieder-Florstadt im Ganzen oder auch getrennt ausgelieben werden. Naäberee der dem Lirchenvorstande daselbft 2972 3 Pferde, 2zweispännige Wagen, Ergteleitern, 1 einspännsge Scheere, 1 Schmierbock und Wferdegeschirre, Alles im benen Zustande, läßt Uaterzeichneter Mittwoch den 9 Decemder nd. J., Nachmittags 2 Uhr, öffentlich versteigern. 8 Friedberg. M Scheibel. Ein braves Mädchen, 2957 welches in allen Hausarbeiten erfabren ist, wird auf Weihnachten gesucht. Auskunft durch die Exp. d. Bt. — ̃ ̃ͤ—— 5 — 1 3 5 5 5 Farbenkasten, Notizbücher, Bilderbogen. Modellireartons, Albums, Papeterien, Schreib materialien ꝛc. ꝛc. ꝛc. 989. 888 888 808 8g beg Fe g 888 888 88g geg beg bet beg Beg det geg hes geg ß des bet 66 8888 6g beg gg gg bet get bet N Ng N Ff 8. von Bindernagel& Schimpff in Friedberg bietet eine reiche Auswahl von Bilderbüchern in allen Arten, Jugendschriften 1 5 8 für alle Stufen des Kindesalters, Prachtwerke, Bücher, die sich vorzugsweise zu 1 Geschenken eignen, Musikalien, Atlanten, Vorlagen zum Malen und Zeichnen, 2 1 2 9 Auf Weihnachten 3002 empfehle ich eine reichhaltige Auswahl in Puppengestellen, Puppen⸗ köpfen, Kinder⸗Servischen, Christbaumschmuck u... w. Friedberg. Georg Groß. Realcredit-Bankgeschüft. 2421 Kapitalsuchende, sowie Solche, welche Kapitalien auf sichere Hypotheken auszuleihen wünschen, wollen sich wenden an Darmstadt, Rheinstraße 26. W. Reuling, bofgerichtsadvokat. Holz ⸗Versteigerung. 2978 Montag den 14. und Dirnstag den 15. Dee. 1868, jedesmal Morgens 9 Uhr anfangend, follen in dem Nieder⸗Weiseler Gemeindewald, Distitect Suder⸗ Wald die Licht Eiche genannt, nachverzeichnete Holzsortimente einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden: 1) 8 Stecken Eichen⸗Scheitholz, ieee„ Prugelho'z, 3 8 Fichten ⸗* 8 4 Tichen⸗ und Fichten⸗Steckbolz, 5) 6000 Stück Eichen und Fichten Reisholz⸗ Wellen, 6) 5„ Eichen⸗Vaubolz⸗Stämme von 30“ Länge, 65 Kubiktuß heltend, 7) 512„ Fichten⸗Stammbolz von 8 bis 15“ Durchmesser, 30 bis 90 Länge, 12,000 Kub ksuß daltend, 8) 845„ 8Fichtenongenholz von 2½ bis 6“ Durchmesser, 20 bis 90“ Länge, 5000 Kubiksuß haltend. Bemeikt wird, daß jeden Tag Brenn und Stamm⸗ holz zur Versteigerung kommt, und das polz nur fünf Minuten von der Etsendahn, Stationshaus Butzbach, entfernt und an keiner ganz guten bequemlichen Adfahrt liegt. Die Zusammenkunft ist an den Wa dflücken an der lichten Eiche. Die Großherzoglichen Perren Fürger⸗ meifter der Umgegend werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Nieder- Weisel den 3. December 1868. Großherzogliche e Nieder⸗Weisel ee, Bekanntmachung. 2986 Donnerstag den 10. December d. J., Vormittags um 9 Ubr, sollen im Rodheimer Gemeindewald, in veischledenen Oistrt ten, folgende Holzsortimente öffent⸗ lich meifibletend versteigert werden: 12 Stecken Buchen⸗Scheitbolz, zu Weikholz geeignet .„ Prügeiholz, 6 5 Nadel⸗„ 15 5 Buchen⸗Stodholz, W Eichen⸗ 15 3%„ Nadel⸗ 7 580 Stück Buchen Wellen, 5 Echin⸗ e Nadei⸗„ 2 Buchen⸗Stämme von 16“ Dutchmesser und 307 Läuge, 125 Cub kfuß, 5 Eichen Stämme von 6 bis 11“ Durchmtsser und 2 bis 25“ Länge, 2 Nadel⸗Stämwe 6“ Durch messer und 407 Länge, 47 Nadel⸗Stangen von 20 bis 40“ Länge. Die Zusammenkunft ist am sogenannten Pühnerpfad auf der Waldbahn ½9 Ubr. Rodheim den 5. December 1868. Goßberzegliche Sürgermeisterei Rod heim Jae d i Lampen 3001 für Pelroleum, als dänge., Tisch⸗ und Küche lampen in großer Auswahl, billigst bei Iriedbderg. Georg Groß. Ein Bukskinhandschuh 3000(braun) wurde am Sonntag Abend in der Nähe der Stadikirche verloren und wird um gef. Abgabe an die Cxped. d. Bl. freundlichst gebeten. 2999 Soeben ist erschienen im Verlagsbüreau in Altona: Des alten Schäfer Thomas seine 20. Prophezeihung für die Jahre 1869 u. 70. Preis: 4 kr. Der alte Schäfer Thomas verkündet unter Anderem in seiner merkwürdigen Propheieihung einen dritten deutsch⸗dänischen Krieg. Wie immer bei Ausseten machenden Produclionen sinden fich schlechte Nachäffer, so auch dei dieser Propbezeihung; wir bitten daher darauf zu achten, daß jeder Abnehmer die rechte be. komme, auf welscher stehet Altona und Hamburg als Verlagsort Zu haben bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Regenschirme Preisen bei K. Friedrich, neben der Post in Friedberg. Ein Kaufmädchen 2936 wird gesucht. Auskunft durch die Exped. d. Bl. SFteinkohlen, 2917 von der Ruhr frisch angekemmen, bei Eduard Ruths. F. W. Bockius'schen ö 1 5* Kräuter⸗Brust⸗Syrup. 5 2501 Ein sich flets am besten bewährendes, dabei an⸗ genebmes Hausmittel gegen veralteten Husten, Heiserkeit, rheumatische und chronische Catarrhe. Lungen ⸗ Entzündungen, Eutzün⸗ düngen der Luftröhren und des Kehlkopfes, üderhaupt gegen alle Hals- und Brust⸗Affec⸗ tionen. Ditser Kräuter ⸗Syrup uin Flaschen zu 1 fl. 10 kr., 35 kr. und 24 kr. zu haben in 5 Friedberg bei Jean Huber. Naubeim bei Jos. Werner. Butzbach bei A. Gimbel. 255 958 958.388.988.988. 9e 8988.86 88 2 Das Weihnachts-Lager (Auflage ca./ Million) 2885 ist steis bei allen Buchbaͤndlern und Buchbindern vorräthig. pres 11 t re. Haupt Agentur: Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Empfehlung. 3005 Einem geehrten Publikum erlaube ich mir bler⸗ mit die ergebene Anzeige zu machen, daß ich das Frisiten nach neueffer Mode erlernt habe und mich in allen in dieses Fach einschlagenden Arbelten bestens zu empfehlen. Auch kaufe ich Haare an uad habe flets elne schöne Auswahl Zöpfe, Locken und Cbignons vorräthig, welche ich zur gef. Abnahme empfehle. Friedberg. 15 Emma Oberuhöfer, Wohnung bei Herrn Glasermetster Schulze in der Kirchgasse. Theater in Friedberg im Saale zu den drei Schwertern. Mittwoch den 9. Dezember. Das goldene Kreuz, oder: Die Rückkehr der Franzosen aus Rußland. Lusispiel in 2 Akten von Georg Harris. Hietauf: Becker's Geschichte, oder: Am SHochzeitstage. Liedeispiel in 1 Akt von E. Jacobson. Musik von A. Conradi. W. Kern, Typeater⸗ Director. PPP Todes Anzeige. 3007 Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß es dem Allmächtigen nach seinem unerforschlichen Rathschlusse gefallen hat unsere geliebte unvecgeßliche Mutter Frau Elisabetha Hölscher zu Alsfeld am 2. December aus diesem Leben in ein besseres Jenseits abzuberufen. Um stille Theilnahme bitten Dte trauernden Hinterbliebenen. Todes⸗Anzeige. 2980 Dem Allmächtigen hat es gefallen unseren lieben Sohn und Bruder Georg Hermann Philipp Diel heute Nacht um ½12 Ubr nach langem Leiden im deinahe vollendeten 16 Ledensjahre in ein besseres Jensetts abzurufen. Ober Wöllstadt den 4. Dec. 1868. Im Namen der trauernren Hinterbliebenen Georg Philipp Diel. Kirchenbuchsauszüge. Evangelische Gemeinde. 5 Getanfte: 29. November. Dem hiesigen Bürger und Ubr⸗ 2982 Im unteren Stock meines Hauses in eine Wohnung macher Georg Schnell eine Tochter Maria Magdalen: zu vermielben, welche sogleich bezogen werden kaun. 1 5 5 1 K. Renner. 3004 Zwei kleine Zimmer, oder ein großes möblirtes mit Bett wird zu miethen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. Das Neueste in Balsbinden 742 und Shtips ꝛc. in schöner Auswahl, sowie Fonlards, seidene Uwknüpftücher und schwarze seidene Halstücher bei K. Friedrich neben der Posl. Ling, geb. den 12. October. 29. November. Dem hiesigen Bürger und Schuh⸗ machermeister Georg Kautz ein Sohn Karl Otto, geb. am 3. November. Beerdigte: 1. Dezember. Karl Diehl, Söhnchen des hiesigen Nürgers und Schneidermeisters Kourad Dlehl II., alt 3 Jahre 2 Monate 11 Tage, 1 am 29. November. 3. Oezember. Johann Georg Wilbelm, hiesiger Bürger und Taglöhner, alt 66 Jahre 4 Monate 23 Tage, am 1. Dezember. 5. Dezember. Heinrich Groß, Söhnchen des Feld⸗ webels im 1. Jäger-Bataillon Heinrich Groß, alt 3 Jahre 7 Monate 8 Tage, am 3. Dezember. ö Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. — Regietu I. Ct II. längliche III. S. K. K aller guad des Ges Geschäft Ueberbri für die von Le. Neuling Commisf IV. Fuchs in näher er zu Tasch Habenich schreidun brenners hals in terte Ve dem Zy 155 tines E Köͤslritz bung n. mmi durch d. beleils dung g Jahte f V. daben g Aapiran mit den Veletin velerins und auf die tvang. bestälig die tba an dem hagnie Schiffe laillen dad! N Tam Ober: Gehül Keßler Nen den J