„zig. * g N N l n N 2 5 5 1868. r Dienstag den 8. September. M 106. Anzeiger fü r Oberhessen. Enthält die amtlichen Ewasse für den Kreis Friedberg. 1 tiedberger Intelligenzblatt. Etrscheint jeden Dienstag, Donnerftag und Samstag. 2 Betreffend: Die Militär⸗Ersatz⸗Junflruktion, hier die Ersüllung der Militärpflicht von Seiten der Schulamts⸗ Aspiranten. Amtlicher Theil. Friedberg den 5. September 1868. An die Ortsschulvorstände des Kreises. Nach Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern an uns vom 15. d. M. zu Nr. 9332 haben die beiden Infanterie— brigaden von dem Commando der Großherzoglichen Division die Weisung erhalten, vom u ächsten Jahre an die zum Militärdienst für taug⸗ lich erkannten Schulamts-⸗Aspirauten fuͤr die Zeit vom 29. September bis Ende Oktober zur 6woͤchentlichen Ausbildung bei einem Infanterie— Regiment einzuberufen. In Auftrag Großherzoglicher Oberstudien-Direktion geben wir Ihnen hiervon Nachricht und empfehlen, in eintretenden Fällen die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Friedberg Schulamts⸗ Aspiranten hiernach zu bedeuten. r Hessen. Darmstadt. Das Großherzog liche Regierungsblatt Nr. 48 enthält: I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, den Octroitarif der Stadt Gießen, insbesondere die Erhebung der Oetroiabgabe von Branntwein bei den Brannweingroßhändlern betreffend. II- VI. Bekanntmachungen der Großh. Commisston für Post⸗Angelegenheiten. Auf dem Darmstadt Brensbacher dezw. Reichelsheimer Postcourse findet die Ausgabe von Retourbilleten nichb mehr statt, sondern kommen diejenigen Personengeldsätze zur Anwendung, welche für die Tourfahrt vorgeschrieben sind.— Auf dem Alzey⸗Mainzer und Mainz⸗ Woͤllsteiner Personenpostcourse kommt, in Folge ander⸗ weiter Feststellung der Entfernungen, eine neue Personen— geldtaxe zur Anwendung.— Auf der Straßenstrecke zwischen Alsfeld und Lauterbach, am Einschnitte des Weges nach dem Orte Maar, ist eine Personenannahmestelle eingerichtet worden, und beträgt die Personentaxe zwischen dem gedachten Straßeneinschnitte und Lauterbach 8 kr., Reuters 10 kr., Brauerschwend 14 kr., Altenburg 26 kr., Alsfeld 34 kr. — In Folge des zwischen dem Norddeulschen Bunde und Belgien am 29. Mai d. J. abgeschlossenen Postvertrags teten mit dem 1. k. M. für die Briespostsendungen des diesseitigen Pestbezirks nach Belgien die bereits früher er⸗ wähnten Bestimmungen in Wirksankeit.— Auf der Straßenstrecke zwischen Altenstadt und Bönstadt, am Ein⸗ schnitte des Weges nach dem Oppelsheimer Hofe, ist eine Personenannahmestelle errichtet worden, und beträgt die Personengeldtaxe zwischen dem gedachten Straßeneinschnitte und Altenstadt, sowie Bönstadt 10 kr. VII. Bekanntmachung, die Umlagen zur Bestreitung der Bedücsnisse für die israelitische Religionsgemeinde zu Crainfeld, im Kreise Lauterbach, für 1868 betreffend. VIII. Verzeichniß der Vorlesungen, welche auf der Großherzoglichen Ludewigs⸗Universität zu Gießen im Winterhalbjahre 1868/69 gehalten und am 2. November ihren Anfang nehmen werden. IX. Akwesenheitserklärung. In dem auf Abwesen⸗ heitserklärung des Joseph Schäfer, Flößer aus Castel, ein⸗ geleiteten Verfabren wurde durch Urtheil Großherzoglichen Bezirksgerichtes Mainz vom 31. Juli 1868 die Führung tines Zeugenteweises angeordnet. X. Namenaveränderungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnäbigst geruht: am 1. August dem Karl Greb zu Eichelsachsen zu gestatten, statt seines bisherigen Familiennamens Greb in Zukunft den Familien⸗ namen Buchenauer— und am 4. August der Anna Maria Wohlfahrt zu Froschhausen zu geslatlen, statt ihres bio⸗ derigen Familiennamens Wohlfahrt in Zukunft den Familiennamen Winter zu führen. XI. Dienstnachrichten. Seine Kbnigliche Hoheit der Oroßherzog haben allergnädigst geruht: am 14. August dem seitherigen Sekretär der Central⸗Direktion der Main⸗ Weser⸗Eisenbahn Schulz die Stelle eines diesseitigen Mit- zliedes der Direktion der Main⸗Weser⸗Elsenbahn zu Kassel mit dem Amtstitel„Regierungsrath“ zu verleihen;— am 18. August dem evangelischen Pfarrer zu Dolgesheim, Wamser die evangelische Pfarrstelle zu Engelstadt zu über: tragen— und den von dem Herrn Fürsten zu Isenburg⸗ Ut stein auf die evangetische Schulstelle zu Vurgbracht präsentirten Schulamis⸗Aspiranten Döll aus Dauernheim für diese Stelle zu beslätigen. XII. Charafierertheilung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigsi geruhl: am 18. August dem Instrumentenmacher Jakob Schellenberg zu Gießen den Charakter als„Universiiäts⸗Instrumentenmacher“ zu veeleihen. XIII. Dienstenilassung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 18. Augnst den außerordenilichen Professor bei der jur istischen Fakultä! der Landes⸗Unireisuiät Dr. Merkel auf sein Nachsuchen von seinem Dienste zu entlassen. XIV. Versetzung in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 14. August den Schullehrer an der zweiten evangelischen Knabenschule zu Lauterbach Schuster in den Ruhestand zu versetzen. XV. Concurtenz für: die evangelische Pfarrstelle zu Obbornhosen mit einem Gehalte von 806 fl. 15 kr.; der Gesammisamilie der Freiherrn von Nordeck zur Rabenau fleht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu;— die dritte evangelische Schulstelle zu Sprendlingen mit einem Gehalte von 300 fl., nebst einer Vergütung von 36 fl. für Heizung des Schullokals; dem Hrn. Fürsten zu Isen⸗ burg⸗Birstein steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu;— die erste katholische Schulstelle zu Mühlheim mit einem jährlichen Gehalte von 386 fl. 4 kr., wovon jedoch voreist 50 fl. jährlich abzugeben sind, nebst einer Ver⸗ gütung von circa 34 fl. für Heizung des Schullokals; dem kath. Pfarrer und dem Ortsvorstand zu Mühlheim steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu;— die evangelische Schulstelle zu Wald-Uelversheim mit einem Gehalte von 300 fl., nebst einer Vergütung von 30 fl. für Heizung des Schullokats. XVI. Gestorben sind: am 17. Juli der Schullehrer Bernges zu Bleichenbach, im Kreise Nioda;— am 21. Juli der Schullehrer Uichlein zu Mainz. — Eine Correspondenz des„Fr. J.“ äußert sich über die neuen Finanzoperationen in unserem Lande u. A. folgendermaßen: Schon seitdem die duich die Folgen der Ereignisse von 1866 herbei⸗ geführte Neugestaltung unserer Verhältnisse und die enorme Steigerung des hessischen Militär- budgets eine Vermehrung der direkten Steuern dringend nöthig gemacht hat, besteht bei unserer obersten Finanzbehörde die Absicht, die Personal— steuer, welche nach Maßgabe des Miethwerthes angesetzt wurde, durch eine rationell veranlagte Steuerart zu ersetzen. Für die Bemittelteren (welche ein Einkommen von 800 fl. und mehr beziehen), ist dieser Zweck durch Einführung einer, sich an das direkt ermittelte Einkommen anschließen⸗ den Einkommensteuer, erreicht; für die Unbemit⸗ telteren beabsichtigt man nunmehr, die Personal- steuer durch eine nach Art der preuß. Klassensteuer veranlagte Auflage zu ersetzen. Die deßfalls angeordneten Probe. Abschätzungen haben ein über Erwarten günstiges Resultat ergeben, so daß eine Vorlage im Sinne der definitiven Einführung dem demnächst zusammentretenden Landtage zugehen dürfte. Auch die Einkommenstcuer verspricht, da die Summe der durch die Einschätzungs-⸗Commission ermittelten Steuerkapitalien den Voranschlag um einen sehr bedeutenden Betrag übersteigt und trotzdem als Folge der massenhaft erhobenen Reklamationen noch eine nicht unerhebliche Reduktion zu erwarten ist, einen hohen Ertrag zu liefern. So sehr indessen auf der einen Seite die An- zeichen einer gesteigerten Produktion und Steuer— kraft unseres Landes und dessen unerschütterter Credit zu erfreuen angethan sind, so sehr bleibt zu bedauern, daß die Früchte tüchtiger bürger⸗ licher Strebsamkeit nur gereift sind, um eine Armee zu alimentiren, welche außer allem Ver— hältniß zu dem Umfang unseres Vaterländchens und seiner Machtverhältnisse steht. Der produktiven Zwecke sind noch sehr viele, welche im Interesse der Gesammtheit eine energische pecuniäre Hülfe bedürften, deren Forderungen der Staat aber nur ein nothgedrungenes non possumus entgegenzusetzen vermag. — Zu Ehren des kaiserlichen Besuches fand am Vormittag des 6. September eine Inspektion der zu den bevorstehenden Herbstmanövern in unserer Stadt und decen nächsten Umgebung con- centrirten Großherzoglichen Division auf dem hiesigen Exerzierplatze statt, zu welcher die Truppen in Felddienstequipirung ausgerückt waren. Die Allerhöchsten Herrschaften erschienen zu Pferde von zahlreicher Suite begleitet, Prinzeß Ludwig mit ihren Kindern und den Hofdamen folgten zu Wagen.— Die Haltung der Truppen war, so berichtet die„Darmst. Zig.“ wie auch für ein Laienange erkenntlich, eine vortreffliche. Nirgends war in den Infanterie ⸗Colonnen nur eine Biegung zu bemerken; alles bewegte sich wie ein Körper. Die Artillerie fuhr beim Defiliren im Trab mit je vier Geschützen nebeneinander auf, die sich um eine Axe zu drehen schienen; ebenso trefflich hielt die Cavallerie Richtung.— Ein nach Tausenden zählendes Zuschauer Publikum, zu Fuß und zu Wagen, hatte sich in der Umgebung des Exerzier⸗ platzes eingefunden, welcher jedoch in einer dem hiesigen Publikum ganz ungewohnten strengen Weise durch die Gendarmerie abgesperrt war. — Bei der kürzlich stattgehabten Prüfung zum einjährigen Freiwilligendienst haben aus Starkenburg 58, aus Rheinhessen 43, aus Ober- hessen 30 junge Männer das Examen gemacht. — Nach der„H. Edsztg.“ iß die Frage des Polytechnikums endlich definitiv entschieden. Die betreffende Commission hat sich für das von Hrn. Direktor Fischer ausgearbeitete Projekt entschieden. Wegen der nothwendigen Berufungen kann der Cursus erst im Frühjahr beginnen. 1 Friedberg. Preußen hat in Paris offiziell angezeigt, daß es 120,000 Mann beurlauben werde, Rußland hat gleichfalls nicht unbedeutende Beurlaubungen eintreten lassen, die offiziösen französischen Blätter, der„Constitutionel“ voran, singen anhaltend Friedenshymnen, Oesterreich will sich erst reorganisiren, ehe es nur den Krieg in Erwägung ziehen mag, England ist entschieden friedlich gesinnt: da werden wir vorläufig uns noch einmal der Erhaltung des Friedens freuen dürfen. Lassen wir uns dabei nicht beirren durch den Umstand, daß die französischen Oppositions- blätter den friedlichen Kundgebungen der ministeriellen Presse gegenüber sich etwas ungläubig zeigen und auf eine Spaltung im französischen Kabinet hin- weisen, wonach Rouher für den Frieden, Niel aber für den Krieg sein soll. Es darf dabei schon etwas auf Rechnung der Oppositiopssucht 2 gesetzt werden, so wie auch in Anschlag gebracht werden muß, daß ein Kriegsminister vor seinem Heere immer mehr oder weniger in den Ton fallen wird:„Wir müssen schlagfertig sein; man kann nicht wissen, wann unsere Tüchtigkeit auf die Probe gestellt wird!“ Ueberdies, Napoleon führt persönliches Regiment, und die werden noch immer recht haben, die meinen, er sei zu klug, um nicht einzusehen, daß, wle die Verhältnisse gegenwärtig liegen, die Chancen zu ungleich sind. Was kann für ihn gewonnen werden und was setzt er nicht auf's Spiel! Das Freundlichthun mit Spanien dürfte schon deßwegen nicht beunruhigend sein, weil es darauf hinweist, daß man auf Italien nicht sicher rechnen kann, das gegenwärtig mit Spanien nicht an einem Strange zieht. Preußen. Berlin. Nach den neuesten Nachrichten befand sich die deutsche Nordpolexpedition am 18. Juli unter 80½“ n. B. und 50 5. L. — Die„N. Stettiner Ztg.“ schreibt: Das kürzlich erfolgte Ertrinken eines Gefreiten vom 14. Infanterie⸗Regiment in der hiesigen Schwimm- anstalt, welches dadurch erfolgt sein sollte, daß er trotz seiner Ermüdung gezwungen worden sei, seine „Fahrt“ abzuschwimmen, hat zu einer Untersuchung vor einem hiesigen Auditeur geführt, in welcher sämmtliche beim Unglücksfalle anwesende Zeugen vernommen sind. Bei der ärztlichen Obduktion stellte sich heraus, daß ein Lungenschlag den Unglücklichen betroffen hat, als derselbe eben aus dem Wasser zu steigen im Begriff war und er deßhalb auch die ihm hingehaltene Stange nicht mehr zu seiner Rettung benutzen konnte. Hier— nach wird wahrscheinlich gegen Niemand eine An- klage als Urheber oder Mitschuldiger an dem Todesfalle erhoben werden. — Das„ Militärwochenblatt“ meldet: Die Einstellung der Rekruten erfolgt bei der gesammten Cavallerie und reitenden Artillerie am 15. Oktober, bei den Fußgardetruppen am 3. November l. J., bei den Fußlinientruppen am 2. Januar 1869. — Nach einer Mittheilung der„Altonaer Nachrichten“ hat das Kriegsministerium die Rends- burger Hauptkasse angewiesen, den pensionsberech⸗ tigten schleswig⸗holsteinischen Offizieren den siebenten Theil der festgestellten Unterstützung als lebens- längliche Pension auszuzahlen. Kiel. Krupp's Riesenkanone hat nun eno⸗ zältig ihre Bestimmung gefunden. Auf dem braunen Berge an dem Kieler Kriegs hafen wird te mit 12 gezogenen 72⸗Pfündern ein Strandfort bilden, um den Eingang in den Hafen unmöglich machen zu helfen. Das Vollgeschoß, von Stahl und 1100 Pfund schwer, wird seine Wirkung nicht verfehlen, wenn's trifft. Denn die Bedienung, obgleich wenig Mannschaft erfordernd, kann nur langsam geschehen, weßhalb ein rasch vorbeisegeln⸗ des Panzerschiff nicht sicher zu treffen ist, sowie es auch nicht zielend verfolgt werden kann, wenn der Hafen foreirt werden sollte. Dies schmälert übrigens kaum die Bedeutung dieser Riesenkanone für die Vertheidigung des Hafeneingangs; sie wird in überlegener Ruhe nach dem Punkt hin⸗ starren, der von dem feindlichen Schiff, das ein⸗ zudringen beabsichtigt, passirt werden muß, und dann im entscheidenden Augenblick Tod und Ver⸗ nichtung ausspeien. Wiesbaden. Der vom Bischof von Lim⸗ burg erlassene Hirtenbrief verlangt die Sonderung der katholischen und protestantischen Schulen und fordert die Katholiken Nassau's auf, bei der am 13. d. M. zu Limburg stattfindenden Landesver⸗ sammlung gegen die Beibehaltung der confessions⸗ losen Schulen zu protestiren. Ferner droht der Hirtenbrief den Lehrern, welche bei der Landes- versammlung für Beibehaltung des nassauischen Schuledikts stimmen würden, ihnen den Religions. unterricht in den Schulen zu entziehen. Baden. Karlsruhe. Als Beweis, wie sehr die badische Regierung bemüht sei, alle mög⸗ lichen Ersparnisse für das Land eintreten zu lassen, wird mitgetheilt, daß die preußischen Münzstätten künftig auch die Prägung der badischen Münzen übernehmen sollen und demgemäß die hiesige Münze eingehen wird. Hierdurch würden dem Lande enorme Kosten erspart. Oesterreich. Wien. des eisleithanischen Ministeriums an die Statt⸗ halter und Landespräsidenten erlassene Circular ist ein rühmliches Zeugniß dafür, wie dasselbe im Geiste der Verfassung vorwärts zu gehen und Das von Seiten einem gesunden konstitutionellen Regiment die Bahnen zu ebnen gewillt ist. Das Circular schärft den Oberbehörden nicht nur ein, die durch die Reichsgesetzgebung erweiterte Autonomie der Land⸗ tage, sowie andererseits die der Reichs vertretung zustehenden Competenzen gewissenhaft zu respectiren, sondern macht ihnen auch die Sorge für möglichste Vereinfachung und Beschleunigung des schwerfälligen und complicirten Verwaltungsmechanismus zur Pflicht.„Der Staatsbeamte,“ heißt es in er— wähntem Rundschreiben,„soll nie meinen, er wahre durch Abgeschlossenheit, Formalismus oder Schwie⸗ rigkeitsmachung seine Autorität. Die wahre Würde wird er behaupten und bewahren, wenn die Bevölkerung ihn in voller Pflichttreue, gehorsam der Verfassung im constitukionellen Geiste wirken sieht. Die heutige Beamtenschaft soll unausgesetzt in dem Bewugtsein arbeiten, daß sie dem Gemein⸗ wohle dient und daß sie am treuesten dem Kaiser gehorcht, wenn sie der von ihm gegebenen Ver— fassung in allen Stücken zur fruchtbaren Wirksam⸗ keit zu verhelfen beiträgt.“ — Bei dem Festbankette der deutschen Land— und Forstwirthe begrüßte der Reichskanzler, Herr v. Beust, die Versammlung. Derselbe hofft, die Theilnehmer des Congresses würden die Ueber— zeugung mit sich nehmen, daß in Oesterreich ein reges Streben nach vorwärts herrsche, daß Volk und Regierung Hand in Hand gehen und Beide die freiheitliche Entwickelung des Staates als Ziel betrachten. Das Streben der Land- und Forstwirthe sei ein Unterpfand des Friedens und des Fortschrittes. Frankreich. Paris. Ueber die preußischen Beurlaubungs⸗Maßregeln äußern sich die Blätter noch sehr zurückhaltend; sie wissen offenbar noch nicht, was sie davon zu halten haben. Nur „Presse“ und„Epoque“ erklären die Maßregel bereits für eitel Wind; nach dem letzteren handelte es sich bloß darum, dem Ackerbau für die Ernte zu Hülfe zu kommen. — Der kürzlich am französischen Hofe ein⸗ getroffene Besuch des Grafen und der Gräfin von Girgenti(des Bruders Franz II. und der Tochter der Königin Isabella) bleibt von unseren Politikern nicht unbenützt. Der Gaulois wärmt bei dieser Gelegenheit schon früher in Umlauf gewesene Gerüchte wieder auf. Es soll eine geheime Ueber⸗ einkunft zwischen Frankreich und Spanien abge⸗ schlossen werden, kraft welcher das letztere sich anheischig macht, für den Fall eines Krieges zwischen Frankreich und einem anderen Staate, ein Heer von 40,000 Mann und einen Theil seines Geschwaders nach den päpstlichen Staaten zu senden. Frankreich seinerseits ver⸗ pflichtet sich, Spanien seinen direkten Schutz zu verleihen, wenn die gegenwärtige Dynastie an⸗ gegriffen würde ꝛc. — Der friedliche Trinkspruch des Finanz⸗ Ministers Magne, dem der Moniteur durch Wieder⸗ abdruck höhere Bedeutung verleiht, wird von den Blättern als ein erfreuliches Symptom bezeichnet, aber man hält die vom Admiral Rigault de Genouilly aus Anlaß einer Musterung des Oceans geschwaders gesprochenen Worte entgegen:„Ich weiß nicht, ob es Krieg gibt; aber wir müssen fertig sein.“ Der Marine⸗Minister hat so wenig als der Kriegs⸗Minister seine Anschauungen geändert. Die doppelte Strömung in der Um⸗ gebung des Kaisers dauert noch fort. Daß die immense Majorität des Landes den Frieden will, daß die große Mehrzahl der in Frankreich er⸗ scheinenden Blätter dem Frieden entschieden das Wort redet, kann der Aufmerksamkeit der Regie- rung nicht entgehen, und daß dies nicht der Fall ist, dafür sprechen eben die so bestimmten Zu⸗ sicherungen des Finanz⸗Ministers. Dieses Ver- trauen zu sichern, müßte allerdings mancherlei unterlassen werden. Großbritannien. London. Nachdem die englische Regierung den verschiedenen Gesanpten und Consuln mitgetheilt hat, daß sie die Aus- wanderung nach Canada fernerhin nicht mehr aus Staatsmitteln unterstütze, dürfte es am Platze sein, zu erwähnen, daß jetzt nur noch für die Ein⸗ wanderung nach Victoria, Süd⸗Australien, Tas- manien, einige Provinzen Neuseelands und Natal Staatsunterstützung gewährt wird. Das System derselben ist für jede Colonie ein anderes. Italien. Florenz. Der„Figaro“ bringt einen Brief Mazzini's an Garibaldi, dem wir folgende Stellen entnehmen:„General! Die Jahre haben unsere Haare gebleicht, die patriotischen Gluten verglimmen, der Geist verraucht, die Unter- nehmungskraft schwindet: wir werden Greise. In dieser moralischen und physischen Verkommenheit schaue ich mit Schrecken in die Zukunft. Ich frage mich, was denn aus dieser jungen und feurigen Generation werden mag, wenn wir nicht mehr sind, Sie, der Mann der That, ich, der Blasebalg der Revolution. Mein Gemüth erfüllt sich mit Bitterkeit bei dem Gedanken, daß dieselbe nach so vielen unermüdeten Anstrengungen, nach so vielen Kämpfen und Proben sich selbst über⸗ lassen sein wird, ohne Führer und ohne Stütze, und daß wir sterben werden, ohne den Triumph der Guten über die Schlechten erlebt zu haben, des Trostes beraubt, den letzten Sieg beifällig zu begrüßen.... Doch entschlagen wir uns dieser entmuthigenden Bilder, denken wir an unsere Wunden und trotzen wir, wie Marius in den Sümpfen von Minturnum, unserem Schicksal, zeigen wir unsern Feinden, daß die Bestegten da sind, um die Sieger zittern zu machen. General, wachen wir unablässig über die Wohlfahrt der edlen Nation, für die wir seit zwanzig Jahren kämpfen; entreißen wir sie dem Marasmus, in in dem sie sich entnervt und entmannt; wecken wir sie auf aus ihrer Betäubung; entflammen wir ihren Muth, daß sie sich wieder stähle in der lebenweckenden Quelle des Patriotismus.“ — Nach der Mailänder Zeitung hätte Victor Emmanuel kürzlich auf der Jagd bei Valdieri in großer Lebensgefahr geschwebt. Er war beim Verfolgen eines Wilds auf einen mit Schnee be⸗ deckten Felsen gerathen, von dem er nicht wieder herabkonnte. Da erschien, wie ehemals dem Kaiser Max auf der Martinswand, ein Hirte des Gebirgs, der ihn glücklich wieder zurückbrachte. Der König dankte aufs Herzlichste seinem Retter, schenkte ihm 1000 Scudi und außerdem noch eine lebenslängliche Rente. — Die Eisenbahn über den Mont-Cenis ist für den Betrieb wieder hergestellt. Der regel- mäßige Dienst begann am 5. d. wieder. Rußland. Petersburg. Am 11. Juni ist der Staatsverbrecher Andreas Krassowski aus den Nertschinski'schen Bergwerken entwichen. Sehr charakteristisch sind die besonderen Kennzeichen, welche die„Gouv.⸗Ztg.“ in dem Signalement des Flüchtlings angibt:„Auf der linken Hand hat derselbe fünf Wunden, auf der Schulter und dem Oberarm zwei, auf dem linken Fuße und auf der Hüfte zwei und unter der linken Achsel eine, im Ganzen zehn Wunden.“ Ob es wohl in der russischen Armee einen zerfetzteren Soldaten gibt, als diesen Staats verbrecher in den Nertschinski'schen Bergwerker? Amerika. Präsident Johnson hat Befehl gegeben, die feindlichen Indianerstämme aus dem Gebiete von Kansas zu vertreiben.— Nachrichten aus Port-au-⸗Prince zufolge hält sich Salnave in der Defensive. Der Capdampfer„Cambrian“ bringt Nachrichten vom Cap der guten Hoffnung vom 22. August: Die Goldfelderentdeckungen im Cap⸗ staat werden allseitig bestätigt, Goldquarzproben und Goldstaubproben gehen reichlich ein. Es hat sich eine zahlreiche Goldgräber⸗Expedition gebildet und sind bereits Bestellungen auf Goldquarz⸗Zer⸗ malmungsmaschinen nach England abgegangen. Preußische Reisende schlugen dem Häuptling des Golddistricts die Organisation einer deutschen Einwanderung und die Erstrebung des Protecto- rats des norddeutschen Bundes vor. Der Häupt⸗ ling zicht das Protectorat Englands vor. Die Capcolonie wünscht, daß das Parlament eine 1— U U übrigens den Richtung 9 kalbolischen blicken könn sichten gebb. sich soll 0 Abschwante genossen ge Flaueg un! Fri deines Jwel im Gloßhe siggd und 1 Boͤilräge el wie seht u interessten, wieder tile nöthig fein zu berufen cin Vorstan und überha eins Beschlu Ufinge Auftuf an Ziegenberg⸗ Die Wie 1 Schütz und geleitet werde und die aug find geeignet und Ziegen wiesenbau a Funßig winken als das Warten es keinen mister obig lichen Besitz berufen, in betathen we Fra vor dem An gewarnt. 2 —— Mol 217 Doi mittags 9 der Johan duusung, 6 Mobilen, ö. 2 volle Immo Dutzend Ponltäle, fine, J dope sor öfen werden. Friedl denheit 90 And dete be⸗ t wieder s dem dirte des brachte. Reiter, och eine Ftris ist er regel 11. Juni li aus Sehr ichen, ent des and dal ind den auf det int, 1 in der en gib 10 schen Befehl us den trichten lade iu bringt * vo 1 G- toben 68 hal 4 bet gebile 57311 change, (g des etulschen rotetlo zap * Die 10 eint Auswahl billigst bei Commission zur Untersuchung der Goldfelder absende. Asien. Ein Brief aus Calcutta(in der Londoner„Times“) ist von kriegerischem Geiste durchweht. Der Correspondent versichert, die Männer an der Spitze der indischen Regierung seien entschlossen, bei weiterem Vordringen der Russen auf Cabul den Affghanen beizuspringen. Es sei Englands Pflicht, seine Gränzposition zu verstärken, und zu diesem Zwecke dürfe es im Augenblicke der Gefahr weder Geld noch Truppen scheuen. “Friedberg.„Abfall. August Schwenck, seit— her prot. Pfarramtscandidat, Vicar in König, Höchst ꝛc. ꝛc. ist zur römischen Kirche abgefallen!“— In vorstehender Weise theilt das„Hess Kirchenblatt“ seinen Lesern den Verlust eines seiner Getreuesten und Eisrigsten mit. Wer übrigens den Dahingegangenen und seine sireng orthodoxe Richtung gekannt, wird in dem Uebertritt desselben zur katholischen Kirche nichts Ueberschwenckliches mehr er— blicken können, sondern nur eine durch die vertretenen An— sichten gebotene Consequenz. Vivat sequens! erzählt man sich, soll der ermunternde Scheidegruß des nach Rom Abschwenkenden an seine Freunde und Gesinnungs— genossen gewesen sein zum nicht geringen Schrecken derer Frauen und Bräutchen.— § Friedberg. Nachdem mehrere Damen zur Bildung eines Zweigcomites des Freuenvereins sür Krankenpflege im Großherzogthum Hessen auch dahier zusammengelrelen sind und wie man vernimmt, die Zeichnung jährlicher Beiträge einen recht guten Erfolg gehabt hat, ein Beweis wie sehr unsere Damen für einen solchen Verein sich interessiren, so erlaubt man sich, damit das Interesse nicht wieder erkaltet, darauf aufmerksam zu machen, daß es nöthig sein dürfte, nunmehr eine Generalversammlung zu berufen, in welcher der Verein definitiv constituirt, ein Vorstand defininv gewählt und wegen der Statuten und überhaupt wegen der weiteren Thätigkeit des Ver⸗ eins Beschluß gefaßt würde. Usingen. Der hiesige Anzeiger bringt solgenben Aufruf an die Gemeinden Cransberg, Wernborn und Ziegenberg: Die Wiesenbauten, welche im Eschbachthal von Herrn Schütz und im Uethal von Herrn Wilhelm Schweitzer geleitet werden, erfreuen sich des Beifalls aller Landwirthe, und die augenscheinlichen Vortheile, welche sie gewähren, find geeignet, die Bürger von Crans berg, Wernborn und Ziegenberg zu ermuntern, den segensreichen Kunst⸗ wiesenbau auch im unteren Usthal einzuführen. Fünfzig Morgen trefflichen Wiesenlandes à 500 Gulden winken als Lohn für ein solches Unternehmen. Wozu das Warten, Zaudern und Zögern? Ohne Kampf giebt es keinen Sieg. Deshalb bitten wir die Herrn Bürger⸗ meister obiger Gemeinden, sobald als möglich die sämmt⸗ lichen Besitzer des Usgrundes zu einer Versammlung zu berufen, in welcher die Mittel und Wege der Ausführung berathen werden. Ein Freund der Landwirthschaft. + Frankfurt. Im„Frankfurter Journal“ wird vor dem Ankauf der Pacific⸗Eisenbahn⸗Bonds von Missouri gewarnt. Wenn schon das Risiko mit den Central-Pacific⸗ Bonds ein bedenkliches sei, so stände hier di? Sache un— gleich schlimmer. Die Missouribahn sei eine reine Privat— bahn, deren Thun und Treiben in keiner Weise einer Controle unterworfen sei. Dazu seien bie Missouri-Bonds auf alle Fälle viel zu theuer, wie sie hier ausgeboten würden. Kurz es sei dabei auf die liebe Einfalt des deutschen Publikums speculirt. Frankfurt. Unsere Schuhmachermeister klagen sehr darüber, daß sie mit den allenthalben verbreiteten Schuh— fabriken, welche auch gleichzeitig Reparaturen übernehmen, nicht mehr concurriren können. Neue Arbeit ist bei Vielen eine Seltenheit geworden; Andere sind gar nicht mehr darauf eingerichtet. Es bleibt den Meisten nichts Anderes übrig, als Schuhflicker zu werden, oder in die Fabrik als Arbeiter zu gehen. Frankfut. Nach dem jetzt veröffentlichten Ergebniß der Zählung vom 3. December 1867 hatte unsere Stadt eine Bevölkerung von 79,882 Seelen, davon 54,238 un⸗ verehelichte, 21,269 verheirathete, 4199 verwittwete und 176 geschiedene Bewohner. Sie bildeten 13,482 Haus⸗ haltungen, welche 28,277 männliche und 36,601 weibliche Personen umfaßten; 6897 männliche und 2295 weibliche Personen wohnten allein; 3436 männliche und 756 weib— liche Personen wohnten in Anstalten(Casernen, Gasthöfen, Pensionaten, Krankenhäusern ꝛc.) Worms. Dem hiesigen Bürgermeister Brück, welcher, obwohl Katholik, bei dem Lutherfeste die Dankrede hielt, ist von dem König von Preußen der rothe Adlerorden verliehen worden. Worms. Die„W. Zig.“ meldet, daß die dahier unter der Direclion des Hrn. Lehmann bestehende, zahl⸗ reich besuchte Brauerschule im großen Kaufhaussaale eine öffentliche Prüfung abgehalten und damit ihren dies⸗ jährigen Cursus geschlossen hat. Die iuteressante Prüfung, welche sich auch mit dem praktischen Theile des Brauge— werbes beschäftigte, war von Einheimischen und Fremden stark besucht. 50 junge Brauer aus allen Theilen Deutsch⸗ lands, der Schweiz u. s. w. haben den jetzt zu Ende gehenden Cursus besucht und ist die Frequenz der hiesigen Brauerschule von Jahr zu Jahr eine steigende. Worms. Der„Worms. Ztg.“ zufolge kam es in der Lott'schen Bierwirthschaft zwischen einigen Soldaten des Depots hiesigen Regiments und Fabrikarbeitern zu Streitigkeiten, welche rasch einen so ernstlichen Charakter annahmen, daß die Soldaten blank zogen und, nachdem sie die Gäste in die Flucht gejagt hatten, u. A. dem Wirth eine nicht unerhebliche Hiebwunde versetzten. Daß hierbei auch Wirthschaftsgeräthe und Fensterscheiben in Trümmer gingen, ist nicht zu verwundern. Worms. Die hiesige landwirthschaftliche Lehranstalt des Herrn Dr. Schneider hat im Hinblick auf die Schwierig ⸗ keiten, welche sich gewöhnlich bei Damm⸗, Bahn⸗ und anderen Bauten bezüglich der Abschätzung von Bäumen der Expropriation enigegenstellen, für die beste„Anlestung zur Taxatton von Obstbäumen“ einen Preis von 100 Thalern ausgeseßt.— Die Concurrenzschriften sind bis zum 1. Juli 1869 einzureichen. Der Herriedener Wetlerbeobachter schreibt unterm 31. August:„Nur allmählig erholt sich die europäische Aimosphäre von der durch die heftigen Nordweststürme über England her eingedrungenen Eismeer-Temperater, welche in Ge⸗ birgsgegenden wieder Schneefälle verursacht hatte. Obwohl sich im Westen unseres Erdtheiles ein hoher Luftberg be⸗ findet, so sind die Luftdruckdifferenzen Europa's doch noch immer groß und die beiden Passate noch nicht so gelagert ⸗ wie sie gewöhnlich bie anhaltend schöne September-Wilterung bedingen, indem der Passat quer nach den Längegraben Mlttel⸗Europa durchzieht und ihm zu beiden Seiten nörd⸗ lich und südlich zwei Antipassate parallel lausen.“ Vom Vierwaldstättersee. Die Königin von Eng⸗ land bezahlt für das don ihr bewohnte Haus am Luzerner See monatlich 40,000 Francs. Verloosungen. Oesterr, 250 fl.⸗Loose von 1839. Hauptge⸗ winne am 1. September Nr. 91539 220 000 f., N 21866 40 000 fl., Nr. 60378 12,000 fl. Nr. 112734 9000 fl., Nr. 49487 8000 fl., Nr. 45724 7000 fl., Nr. 816 6000 fl., Nr. 30064 42072 und 45734 je 5000 fl., Nr. 54260 63708 und 91232 je 3000 fl., Nr. 28483 47732 66509 und 114727 je 2500 fl., Nr. 17551 25616 61187 und 118347 je 2000 fl., Nr. 16075 17551 25616 25618 55592 und 108134 je 1500 fl., Nr. 25612 50690 61190 77629 78461 91303 104142 und 114865 je 1200 fl., Nr. 11574 25620 51708 59701 65471 70366 72748 91227 91536 und 108120 je 1100 fl., Nr. 4091 18045 42634 45028 50691 54242 65876 89808 91230 112027 und 115477 je 1000 fl. C.⸗M. u. s. w. Für die Abgebrannten in Laisa habe ich weiter empfangen: aus der Gemeindekasse in Griedel 15 fl., aus der Gemeindekasse in Pohl-Göns 15 fl., von Einwohnern in Pohl⸗Göns 5 fl., von Herrn Pfarrer Friebcich in Wölfersheim 1 fl. 45 kr., von Herrn Schullehrer Werner in Ober-Rosbach 1 fl., von Herrn Direktor Steinberger in Friedberg 30 kr., durch Herrn Schulvicar Schindel in Beienheim in der dortigen Unter⸗ richtsschule und der Dorsschule gesammelt 3 fl. 48 kr., von Herrn Advokat G. Trapp II. in Friedberg 1 fl. 10 kr., aus der Gemeindekasse in Nieder-Wöllstadt 25 fl., von Einwohnern zu Wickstabt 4 fl. 48 kr., von einem Un⸗ genannten in Friedberg 30 kr., aus ber Gemeindekasse in Bodenrod 5 fl., von Herrn Louis Winheim in Fried⸗ berg 1 fl. 10 kr., von P. E. in Nauheim 1 fl. 45 kr., durch Herrn Bürgermeister Reuß in Dorheim gesammelt 8 fl. 39 kr., von Frau Posistallmeister v. Helmolt in Friedberg 2 fl. 30 kr. in der Gemeinde Rödgen gesammelt 4 fl., durch Herrn Bürgermeister Väth in Bauernheim bei dasigen Einwohnern gesammelt 13 fl. 24 kr., in der Gemeinde Nieder-Rosbach gesammelt 10 fl. 33 kr., in der Gemeinde Steinfurth gesammelt durch Herrn Pfarrer Ebel daselbst 7 fl. 24 kr., von Herrn Emrich Hanstein in Friedberg 1 fl., aus der Gemeindekasse in Kirch-Göns 15 fl., aus der Gemeindekasse in Assenheim 25 fl., durch Herrn Beigeordneten Euser in Nauheim gesammelt 74 fl. 9 kr. Herzlich dankt und nimmt weitere Gaben an Friedberg den 6. September 1868. Trapp, Regierungsrath. Vorschuß- und Creditverein zu Friedberg. Geschäftsbericht pro August 1868. Einnahme. Ausgabe. fl. 5262. 50 kr. Discontirte Wechsel fl. 43 12.— kr. „Aist, Conto⸗Corrent„ 8156. 40„ „ 7355.—„ Depositen„ 6870.—„ „4400. 1, Darlehen und Spareinlagen„ 467. 27 8 Mitgliederzahl: 449. Mobiliar- Versteigerung, 2117 Donnerstag den 10. September d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr anfangend, sollen auf freiwilligen Antrag der Johannes Supp'schen Erben dahter in ihrer Be⸗ hausung, Gasthaus zum Mauldeerbaum, verschtedene Mobilien, bestehend in: 22 vollfländigen Betten mit Beitstellen, 5 Sophas, 5 Kommoden, 6 Nachttischchen, 1 Schreibtisch, sechs Dutzend Stühlen, 24 Tischen, 2 Übren, Spiegeln, 1 Kleider und Welßzeugschränken, 1 Doppel- inte, Zässer und Bütten, Gold, Silber, Zinn, Kupfer, sowie sonfiigen Haus⸗ und Wirthschaftsgerälhschaften, öffentlich meistbietend geren Baarzahlung verfieigert werden. Friedberg den 3. September 1868. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg Fouc at. Arbeits ⸗Versteigerung. 2125 Mittwoch den 9. September l. J., Nachmittags 3 Uhr, sollen im Gemeindehanse zu Münster nach⸗ folgende Arbelten und Lieferungen für die Pfarrhof⸗ ratthe daselbst unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert und in Accord gegeben werden, nämilch: f. t . kk. 1) Maurerorbeit, veranschlagt zu 10 28 2) Weißbinderarbeit 33— 3) Steinhauerarbeit 13 45 4) Russensteinlieferung 12— 5) Lieferung von Eichenbohlen 175 Butzbach am 4. September 1868. Der Bezirks Bauauffeher Bekanntmachung. 2130 Freitag den 11. d. M., Mittags 1 Uhr, soll das Obst vom Burg⸗Berg und Garten öffentlich melstbietend veisteigert werden. Anfang am dicken Thurm. Friedberg den 5. September 1868. Großherzogliches Rentamt Frledberg Lin de ck. Bekanntmachung. 2127 Donnerstag den 10. September 1888, des Mit⸗ tags 1 Ubr anfangend, sollen die det hiesigen Gemeinde gehörigen Aepfel, circa 300 Malter, abthetlungsweise auf Ort und Stelle versteigert weiden. Die Zusammen⸗ kunft und Anfang if auf der Vorderweid. Nleder⸗Weisel den 4. September 1868. Großherzogliche Bürgermelsterel Nleder⸗Welsel ae u er. Grummetgras⸗ Versteigerung. 2129 Dennerstag den 10. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll auf hlefigem Rathhause das der Gemeinde gehörige Grummetgras öffentlich meistbietend versteigert werden. Fauerbach b. Fr. den 5. September 1868. Großherzogliche. Fauerbach b. Fr. oller. Dt e Berti ger unn 2131 Donnerstag den 10. d. M., Vormittage 9 Uhr, sollen auf Ort und Stelle die der Gemeinde gehörigen Aepfel, circa 200 Malter(darunter vorzügliche zum Brechen), Birnen und die Zwetschen von 35 Bäumen versteigert werden. Södel am 4. September 1868. ene e Södel e Bur ck Fertige Hobel 2078 und Schraubzwingen in schöner und großer Ph. Dan. Kümmich. Eine Wohnung, 2071 bestehend in 6 Zimmern, Küche und Kammer, ist von October an zu vermiethen in der Hofapotbeke. Wilh. Sturmfels. Aepfel-Versteigerung. 2134 Freitag den 11. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen die der biesigen Gemeinde zustebenden Aepfel, eirca 70—80 Malter, sodann mehrere Bäume mit Zwetschen, Welschnüssen und Kastanlen, auf Ott und Stelle meist⸗ bietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist in Hoch⸗Weisel. Hoch Weisel am 4. September 1868. Großberzogliche 1 Doch⸗Weisel o hr. Obst-Versteigerung. 2135 Donnerstag den 10. September, Mittags um 12 Ubr, soll das blesige gemeinbeitliche Odst, bestehend in circa 80 Malter Aepfeln, 3 Malter Birnen und 15 Simmer Zwetschen auf Ort und Stelle an die meist⸗ dielenden verffeigert werden. Zauerbach v. d. H. den 3. September 1868. Großherzogliche Zürgermersterei Fauerbach Philtpps. Mobilien-Versteigerung. 2145 Freitag den 11. September l. J., Vormitta 36 8 Uhr anfangend sollen in der Behausung des Heinrich Clauß III, zu Nieder Zlorstadt nachfolgende Gegen⸗ flände meistble end gegen gleich baare Zohlung verstel⸗ gert werden: 1) Eine vollständige Brennerei, zuerst in einzelnen Theilen und dann zusammen. 2) Ein Mehlkasten. 3) Vier Schranke. 3 Zwel Tische. 5) Eine Bershenke. 6) Eine Bank. 7) Eine Partie verschiedene Fäͤsser. Nleder⸗Florstadt am 5. September 1808. In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Friedberg Großberzogliches Ortsgericht Nieder-Florstadt Wagner. — —— * 1** N 0 Irauzäsischer Unterricht für Seminaristen. 2142 unterzeichneter weiß aus eigner Anschauung, wie Lehrer auf dem Land sich ihre Stellung wesentlich verbessern können, wenn sie Unterricht im Französischen zu ertheilen vermögen. Er bietet den Herrn Seminaristen Gelegenheit, sich diese Befähigung zu erwerben, indem er am 2. November einen besonderen Cursus für sie zu eröffnen beabsichtigt. Honorar für die Stunde 9 kr. Zinner. Tranzösischer Unterricht. 2143 Am 2. October beginnt ein neuer Cursus im Französischen und zwar mit folgendem rogramm: 5 1 Abtheilung. Bei Zinßer: Der 1. Theil von Ottos Conversations-Grammatik wird durchgearbeitet. Bei Léon: Lectüre(Lüdeking) mit Conversation. Zur Betbeiligung an dieser Abtheilung werden besonders diejenigen jungen Kaufleute und Realschüler eingeladen, welche die Elemente der französischen Sprache rasch wiederholen wollen. . Abtheilung. Bei Zinßer: Handelstorrespondenz; 96 Handelsbriefe über die meisten im Geschäftsleben vorkommenden Fälle werden geschrieben, erklärt und auswendig gelernt. Bei Léon: Lectüre mit Conversation. In beiden Abtheilungen wird eine große Anzahl von Gesprächen nach Ahns Umgangssprache memorirt. Anmeldungen nimmt entgegen Zinßer. Maͤdchen⸗Institut zu Friedberg. 2141 Das Wintersemester beginnt Montag den 28. September, Morgens 8 Uhr. Unterricht wird ertheilt in Religion, Deutsch, Französisch, Englisch, Geschichte, Literatur, Geographie, Naturgeschichte, Physik und Chemie, Rechnen, Schönschreiben, Zeichnen, Gesang, weiblichen Handarbeiten. Mit dem Beginn des Semesters wird auch Italienisch in den Lehr— plan aufgenommen, und ersucht man Reflectirende sich rechtzeuig anmelden zu wollen. Die Lehrkräfte bestehen aus den Herrn Musterschullehrer Störger, Reallehrer Klein, Pfarrer Meyer, Seminarlebrer Soldan und Schmidt, Léon, Frau Keller, Frau Zinßer, Frl. Zinßer und dem Unterzeichneten.— Besonders bemerkt wird, daß Französisch von einem Franzosen aus Paris, Englisch und Italienisch von Damen gelehrt wird, welche dieser Sprachen in Folge jahrelangen Aufenthaltes in England und Italien durchaus mächtig sind. Eine Bibliothek ausgewählter Jugendschriften sowie ein reichhaltiges physikalischchemisches Cabinet stehen dem Unterricht erläuternd und ergänzend zur Seite. Der nächste zum Eintritt geeignete Zeitpunkt ist der 28. September. Mehrere hiesige Familien nehmen auswärtige Schülerinnen geen ein Honorar von 200—300 fl in Kost und Logis. Näheres durch den Vorsteher. Zinßer. FBachofenplatten, seuerseste Bachsteine e Seen befter Dnalitätp bei Gebrüder Grödel. Moguntia Versicherungs-Gesellschaft in Mainz. 1976 Die Gesellschaft versichert gegen Feuerschaden, Blitzschlag und Explosion: Mobilien, Waaren, Fabrik und Ackergeräth. Getreide und Vieh zu festen, billigst gestellten Prämien. Die Aufnahme von Versicherungen wird durch die Agenten der Gesellschaft bereitwilligst bewirkt, insbesondere in Friedberg durch Herrn Rechnungspract. Faatz. in Assenheim durch Herrn Tönges. in Butzbach durch Herrn Ehr. Weickardt. in Staaden durch Herrn Friedr. Lauckert III. Zuverlässige und thätige Agenten werden sowohl in Städten, als auf dem Lande unter vortheilhaften Bedingungen engagirt und beliebe man sich deswegen direct an die Unterzeichnete zu wenden. Direction der Moguntia. Aepfel⸗Versteigerung. 2136 Mittwoch den 9. d. Mts., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen die der Gemeinde zugehörigen Aepfel circa 50 Malter abtheilungswels verkauft werden. Wölsersbeim den 5. September 1868. Aepfel⸗Versteigerung. 2140 Donnerstag den 10. September l. J., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, sollen die biesigen Gemeinde Aepfel, elrea 250 Malter, abtheilungsweis versteigert werden. Rockenberg den 5. September 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Rockenberg Großherzogliche Bürgermeisterei Wölfersheim J. E. d. E räm er. St. 55 7 5 8 der Beigeordnete Obst⸗Versteigerung. Heger. 2139 Donnerstag den 10. d. Mts., Nachmitlags 1 Ubr, soll dahier das Oemeinde⸗Obst auf Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden. Vönstadt den 5. September 1868. Orosherzogliche Bürgermeisterei Bönstadt Geibel. Nauheim. 2138 Donnerstag den 10. September werden bet Wirth Heß 2 gut gebaute, mit eisernen Schrauben versehene Obstkeltern 2 und 1 Ohm prcssend, nebst mehreren großen Fässern verkauft. 3 neue u Ohmfaß 2146 feen zum Verkauf bei Heinrich Schudt, Küfer in Zriebberg. Steinkohlen, 2128 nur Stücke, bester Qualität, per Waggon 2 200 Centner zu 88 fl. Kleinere Quantitäten in meinem Magazin an der Bahn à Centner 30 kr. empfiehlt Bad Nauheim. Jacob Schimpf. Friedberg. 2144 Aechter alter Malaga r Schoppen 48 ke. 10 Fache 1 fl. 12 kr. ohne Glas. Wilh. Sturmfels. Frische Obergährhefe 2133 bei C. Altmannsperger in Friedberg. Obstversteigerung. Nächsten Freltag den 11. September, Morgens 10 Uhr, 2137 sollen auf dem gräflichen Pofgute zu Arnsburg bet Lich einige hundert Malter vorzügliche Aepfel an den Bäumen öffentlich meistbietend versteigert werden. Arnsburg den 6. September 1868. Se ü tz. An Magenkrampf, Verdau- ungsschwäche ꝛc. Leidenden 2126 wird das rühmlichst bekannte Heilmittel des Dr. med. Doeeks empfohlen und ist Näheres aus einer Broschüre, welche in der Expedition d. Bl. gratis ausgegeben wird, zu ersehen. Das Mittel wird in halben und ganzen Curen allein durch den Apotheker Doeeks in Barnstorf(Han⸗ nover) verabfolgt. Dank! Der Familie des weil. Dr. med. Doeeks in Barnfforf, Provinz Hannover, finde ich mich veranlaßt meinen Dank aus zusprechen. Zwei Jahre hindurch litt ich unaufhörlich an Magenkrampf und Verdauungsschwäche. Da alle ärztliche Hülfe vergebens war, fand ich mich veranlaßt mir das Dr. med. Doecks'sche Mittel kommen zu lassen, welches mich innerhalb einer kurzen Zeit völlig herstellte. Ich bin jetzt so gesund und frisch wie ich noch nie war und gedenke mit meiner Familie des Ver⸗ storbenen stets mit Dankbarkeit und mache alle Magen⸗ leidenden auf das Dr. med. Doeck'sche Mittel aufmerksam. Erbstadt im Juni 1868. Friedrich Engter. Friedrich Nöhrichs rühmlichst beka nnter Arrowroot- Kinderzwieback ein vollständer Ersatz der Muttermilch, 1009 erfunden und mit bestem Erfolge angewandt von der derühmten Ge⸗ burtshelferin und promovirten Doctorin Frau Profess. Dr. Heiden⸗ re ich geb. von Stebold isf rflets vor⸗ täthig in ½ Paqueten à 10 kr. und ½ Paqueten à 5 kr. in Friedberg bei Ph. Dan. Kümmich. P. S. Dieser Zwieback wird zugleich allen denjenigen, deren Verdauungs⸗ organe besonderer Schonung de⸗ dürfen, als ein sebr kräftiges, leicht verdauliches Nahrungsmittel em⸗ pfohlen. Kitchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getraute: 30. August. Konrad Herold, diesiger Bürger und Schuhmachermeister, Sobn des 7 bies. Bürgers und Schuhmachermeisters wie auch Schuldieners Johannes Derold und Auguste Susanne Philippine Karoline Dorothea Engel aus Gießen, Tochter des das. Bürgers und Roth⸗ gerbers Daniel Engel. Getaus te: 30. August. Dem biesigen Bürger und Kaufmann Johann Anion Windecker eine Tochter Elisabethe Katharine, geb. den 12. Auguff. 30. August. Dem bies. Bürger und Hutmacher⸗ meister Karl Schmidt II. eine Tochter Anna Elisabethe, geb. den 10. Juli. Beerdigte: 31. August. Anna Marte Minna Karoline Auguste Johannette Schneider, Töchterchen des Corporals Karl Schneider, alt 4 Monate 10 Tage, am 29. Auguft. 1. Sept. Anna Marte Susanna Louise Stöppler, ehel. Toͤchterchen des 1 hiesigen Bürgers und eichen⸗ wärters Johannes Stöppler, alt 2 Jahre 10 Monate, am 31. Auguff. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf Hofapolheke an Mohren. mehrerer bußen belt Betreff a Guth. Die f beiheiligt daran zu und Antr due und de. min nasigß, nit Bire deiteren! elannt, f 1 brich e * N dahier tine wle ein füt n gegen 900 schlossen d