1868. Samstag den 8. August. 93. Anzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. U Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — — Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publiziren: Nr. 43 sub 1. Gesetz, die ortsbürgerliche Niederlassung und Verehelichung betreffend.— sub 3. Bekanntmachung, die Auflösung des Rentamte Grünbe und die Reorganisation der Rentämter Gleßen, Homberg, Schotten und Friedberg. 1 f 2 1 Friedberg den 6. August 1868. Betreffend: Gesuche von Miltitärpersonen oder deren Angehörigen um Versetzung innerhalb der Dipision, Beurlaubung, früheren Eintritt oder Eintritt in einer bestimmten Garnison ꝛc. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. In Folge Auftrags Großh. Ministeriums des Innern vom 1. l. M., zu Nr. M. d. J. 8741, weisen wir Sie an, in Ihren Bürger⸗ meistereien zu veröffentlichen und außerdem zur Kenntniß der Interessenten zu bringen, daß alle Gesuche von Soldaten und Mannschaften oder deren Angehörigen um Versetzung innerhalb der Großh. Division, um Beurlaubung, früheren Eintritt, oder Eintritt in einer bestimmten Garnison ꝛc., an die Großh. Division und nicht an das Großh. Kriegs- Ministerium zu richten sind. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Friedberg den 6. August 1868. Der p p. % Es wird hiermit zur offentlichen Kenntniß gebracht, daß in Folge der Auflösung des Rentamts Grünberg und der Reorganisation der Rentämter Gießen, Homberg, Schotten und Friedberg, die Orte: Butzbach, Hausen, Nieder⸗Weisel, Oes, vom Rentamte Friedberg vom 1. Oktober d. J. an getrennt und dem Rentamte Gießen zugetheilt worden sind. Friedberg den 7. August 1868. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Ter a p p. Hessen. Darmstadt. Der ordentliche Professor Dr. Regelsberger in Zürich ist an Iherings Stelle als ordentlicher Professor in der juristischen Facultät der Landes⸗Univerfität berufen worden und hat diesen Ruf angenommen. — Hier eingegangener Mittheilung zufolge sind von der kaiserlich französischen Regierung gegen Einschleppung der Rinderpest ergriffen ge⸗ wesene Defensiv⸗Maßregeln aufgehoben, und ist die Einfuhr von Rindvieh nach Frankreich auf sämmtlichen Grenzen wieder freigegeben worden. — Zufolge des am 4. August veröffentlichten Gesetzes treten von diesem Tage an die bisher gültigen Bestimmungen über ortsbürgerliche Niederlassung außer Kraft. Zur Verheirathung eines Mannes wird erfordert, daß er das 21. Jahr zurückgelegt hat; bei geringerem Alter kann durch das Kreis⸗ amt Dispensation ertheilt werden, sowie auch zur Erwerbung des Ortsbürgerrechtes bei mangelndem Alter. Zur Verheirathung ist der Erwerb des Ortsbürgerrechtes nicht erforderlich und weder Einzugsgeld, noch eine sonstige Abgabe darf von der ortsfremden Braut erhoben werden. Im Wesentlichen ist somit Conformität mit dem betr. Gesetze des norddeutschen Bundes hergestellt. — Ministerpräsident Freiherr v. Dalwigk ist heute von einer mehrwöchigen Urlaubsreise hierher zurückgekehrt. 8. Gießen. Am 2. August passirte S. K. H. der Kronprinz von Preußen von Marburg kom- mend unsere Stadt. S. Gießen. Bei Gelegenheit der am 2. August zu Bonn stattgehabten Semisäkularfeier der im Jahre 1818 von König Friedrich Wil ⸗ helm III. von Preußen gestifteten Universität, hat, wie viele andere Hochschulen, auch die unsrige eine Gratulation eingesendet, welcher als wissen⸗ schaftliches Ingredienz eine Abhandlung von dem Professor der orientalischen Sprachen Dr. Vullers, demselben, welcher im vorigen Jahre von der Pariser Akademie der Wissenschaften, wegen seines persischen Lexikons, den Preis erhielt, beigegeben wurde. Die sehr gelehrte Abhandlung, theilt das Leben des persischen Dichters Anvari in persischer und lateinischer Sprache mit und liefert einen eingehenden Comementar dazu. Mainz. Der König von Preußen ist hier angekommen um größeren Uebungen der Garnison anzuwohnen. Preußen. Berlin. Nachdem den Men⸗ a die Befreiung vom Militärdienst entzogen ist, bereiten dieselben sich zur massenhaften Aus- wanderung nach Rußland vor, welches ihnen voll- Aus der Umgegend Elbings sind beispielsweise binnen sechs Wochen bereits zwei Züge Mennoniten ausge— wandert. — Die„Prov.⸗Corresp.“ sagt anläßlich der Wiener Schützenfestreden: Deutschland mißbillige diese Umtriebe, weil es einen aufrichtigen Frieden und gute Beziehungen zwischen Preußen und Oesterreich lebhaft wünscht. Mit Genugthuung sei hervorzuheben, daß die kaiserliche Regierung aus freien Stücken dafür gesorgt hat, jede Ur- heberschaft oder Theilnahme an den beim Schützen- feste stattfindenden Kundgebungen in Abrede zu stellen, um eine Trübung des guten Einvernehmens zwischen Preußen und Oesterreich zu verhüten. — Nach einem Beschlusse des Bundesraths des Zollvereins treten fortan in dem allgemeinen Regulativ über die Behandlung des Güter und Effektentransportes auf den Eisenbahnen betreffs des Zollwesens mehrfache Veränderungen ein. So soll nun auch der Transport von Frachtgütern und Passagiergütern über die Zollgränze und innerhalb des Gränzbezirkes auf den Eisenbahnen bei Tage und bei Nacht gestattet sein. Ebenso soll es jetzt zulässig sein, aus Eisenbahnwagen oder Wagenabtheilungen, welche mit unverzollten Waaren unter Verschluß abgelassen werden, unter- wegs„unter amtlicher Aufsicht“, nach Abnahme des Verschlusses, einen Theil der Ladung zu ent- nehmen, sofern dieß ohne Ausladung anderer Waaren geschehen kann. Ferner sind die Central⸗ sinanzbehörden forthin befugt, an solchen Gränz⸗ punkten, wo es im Interesse des Reiseverkehrs liegt, eine Ausnahme dahin eintreten zu lassen, daß die Reisenden in den Personenwagen als Handgepäck„zollfreie Gegenstände“ in Hutschachteln, Neisetaschen, kleinen Koffern 1c. mit sich führen dürfen. Die Reisenden sind in einem solchen Falle verpflichtet, ihre Effekten unmittelbar nach der Ankunft des Zuges dem Gränzeingangsbeamten zur Revision vorzulegen. — Graf Bismarck soll nach der„Montags Zeitung“ sowohl über die Veröffentlichung der Usedom'schen Note, als wie noch mehr über ihre Des avouirung durch die hiesigen offiziösen und offiziellen Blätter aufs höchste betroffen und in ungewöhnliche Aufregung und Mißstimmung ge⸗ rathen sein. Seine Umgebung fürchtet einen nach⸗ theiligen Rückschlag auf seine langsam vorschrei⸗ tende Genesung. — Die„Prov.⸗Corresp.“ meldet: Der Minister des Innern habe, das Nothgewerbegesetz erläu⸗ ternd, in einem Schreiben an die Bundesregie- rungen darauf hingewirkt, daß der Nachweis der Befähigung für Buchhändler und Buchdrucker nicht mehr als erforderlich betrachtet werde. — Der König wird nach kurzem Besuch in Homburg etwa am 20. August nach Berlin zurückkehren. Wiesbaden. Dem„Rh. K.“ schreibt man aus Berlin folgend für unsere Interessen wichtige Nachrichten: Die Verhandlungen zwischen Preußen und Darmstadt in Betreff der Eisenbahnbauten sind zu einem Abschluß gekommen, durch welchen für Preußen die Bahnstrecken Friedberg-Hanau und Hanau Offenbach und für Darmstadt die trecken Gießen Fulda und Gießen-Gelnhausen gesichert werden. Sobald diese Verträge ratifizirt sind, werden veraussichtlich auch jene Verhand- lungen mit der Hessischen Ludwigsbahn wieder aufgenommen, welche für Wiesbaden und Um⸗ gegend ein besonderes Interesse haben. Es han⸗ delt sich dabei nämlich u. A. auch um eine Fortsetzung der nassauischen Bahn unmittelbar an dem rechten Rheinufer hinauf, direkte Verbindung derselben mit den Häfen Schierstein und Biebrich und Ueberbrückung des Main bei Gustavsburg, wodurch die directe Verbindung rheinaufwärts auf dem rechten Ufer hergestellt wird, während die rechtsrheinische Fortsetzung abwärts(Ehren⸗ breitstein Siegburg) schon im Bau begriffen ist. Wiesbaden. Das über den herzoglichen Park- Aufseher jüngst gefällte richterliche Urtheil fährt fort, ein Aufsehen zu erregen, dem die ver- schiedensten Blätter in ihren Spalten Ausdruck geben. So fragt ein„Eingesandt“ in der„Hess. Volkszig.“:„Welche Strafe erhält ein Mörder, wenn ein Paar aus Nothwehr ertheilte Ohrfeigen mit 4 Wochen Gefängniß bestraft werden““ Bayern. München. Die„Correspondenz Hoffmann“ meldet, der Wiederzusammentritt der Commission behufs Auseinandersetzung des früheren Bun deseigenthums sei für kommenden Herbst in Aussicht genommen, da der durch die Be⸗ eee geschaffene Zustand Oesterreich. Wien. Der Festausflug nach dem Semmering ging am 2. d. Morgens halb 7 Uhr mit nahezu 1000 Theilnehmern unter Begleitung der Innsbrucker Musikcapelle vom Südbahnhof ab. Auf allen Stationen wurde den Schützen ein wahrhaft festlicher Empfang zu Theil. In Baden und Neustadt harrte fast die ganze Bevölkerung des Zuges und begrüßte die Schützengäste in stürmischer Weise. Fast an jedem Orte schallten dem einfahrenden Zuge Musik, Böllerschüsse und Jubelrufe entgegen. Die Damen hatten sich in den Bahnhöfen mit riesigen Blumen- körben eingefunden und eröffneten auf die Schützen ein förmliches Bombardement mit Bouauets. Die Festfahrt gestaltete sich zu einem wahren Triumphzuge. Graz. Am 2. d., Abends, hielt Johannes Ronge hier im Resourcensaale seinen ersten Vor⸗ trag vor einer sehr zahlreichen und gewählten Versammlung, in welcher namentlich die Damen stark vertreten waren. Anknüpfend an seinen ersten Besuch und die Gründung der freien christlichen Gemeinde im Jahre 1848, erläuterte er die Grundidee und die Sittengesetze der freien christlichen Kirche und wies namentlich auf die erhöhte Aufgabe der religibsen Reformpartei im Jahre 1868 hin. Nach seinem Vortrage begannen die Einzeichnungen für die sich neu dildende Gemeinde. Innsbruck. Die vom hiesigen constitutionellen Verein anläßlich der päpstlichen Allocution be⸗ schlossene Vertrauensadresse an die Regierung ist am 30. Juli in Wien überreicht worden. Der Minister Giskra erwiederte der Deputation: das Gesammtministerium lege großen Werth auf solche Kundgebungen, besonders wenn sie aus Tyrol kommen; es betrachte die Staatsgrundgesetze als die Basis des künftigen Gedeihens. Frankreich. Parise. Nack dem„Avenir National“ hat die päpstliche Regierung die fran⸗ zösische gebeten, die Besatzung im Kirchenstaate zu vermehren, da ein Angriff der italienischen Revo⸗ lutionäre zu befürchten sei. — Dem„Journal de Paris“ gehen Nach- richten über die Kaiserin Charlotte zu, denen zu⸗ folge ihr Gesundheitszustand sich bedeutend ver⸗ schlimmert hätte. Sie soll die sixe Idee haben, wieder nach Miramar zurückkehren zu wollen. — Das„Journal de Paris“ verkündigt mit viel Selbstbefriedigung, wie es im Stande sei, genauere Aufschlüsse geben zu können über gewisse Pourparlers, welche die französische Diplomatie mit Staaten zweiten Ranges eröffnet hat, um für gewisse Fälle ein Abkommen mit denselben zu treffen. Mit Dänemark bestebe, behauptet es, bereits eine Uebereinkunft, nach welchem dieser Staat im Fall eines preußisch⸗französischen Krieges ein Hülfscorps von etwa 15,000 Mann stellen würde. Auch in Brüssel und dem Haag habe man das Terrain sondiren lassen, ob die dortigen Regierungen geneigt sein würden, den französischen Truppen freien Durchzug zu gestatten, oder ihre Streitkräfte gar mit den französischen zu ver ⸗ einigen, wenn Frankreich sich verpflichte, für die Unabhängigkeit dieser Staaten einzustehen. Holland, fährt das Blatt fort, zeige sich geneigter als Belgien, doch weise letzteres die ihm gemachten Eröffnungen keineswegs von der Hand. Selbst bei der Schweiz habe man väterlich besorgt an⸗ gefragt, ob man dort nicht allenfalls das Bedürf⸗ niß fühle, sich im Interesse größerer Sicherheit näher an Frankreich anzuschließen. Dem Bismarck sei gar nicht zu trauen; hätte man ihm z. B. vor dem letzten Krieg in Deutschland freie Hand lassen wollen, die ganze Westhälfte der Schweiz hätte er an Frankreich preisgegeben.— Freilich, „Belgien, Holland und die Schweiz liegen in dem Kreise der natürlichen Gränzen Frankreichs.“ — Der große von Herrn Michel Chevalier redigirte und mit einer Einleitung versehene Bericht der internationalen Jury über die Weltausstellung von 1867 ist erschienen. Er bildet 13 Octav⸗ schlüsse jener Commission abnorm sei. bände und ist von 250 Mitarbeitern hergestellt. Die Einleitung des Herrn Chevalier bildet einen F een Spanien. Madrid. Aufrührerische Banden sind in Arragonien erschienen; von ministerieller Seite werden sie für Schmuggler erklärt. Starke Truppenabtheilungen sind nach Saragossa abge- gangen; man sagt, die Insurgenten seien von einem Brigadegeneral commandirt. General Zabola ist von Lugo, das ihm von der Regierung zum Aufenthalt angewiesen wurde, verschwunden. Eine polizeiliche Durchsuchung hat in der Wohnung des Generals zu Madrid stattgefunden. — Es geht das Gerücht, daß Insurgenten⸗ banden in der Sierra Morena aufgetaucht seien. Ein schwerer Zwiespalt ist zwischen den Militär ⸗ und Civilbehörden von Barcelona ausgebrochen. Der General hat kraft des Belagerungszustandes den Präfecten abgesetzt.— Der Präsident der Insel Santo Domingo verlangt den Schutz der spanischen Regierung. Man ist in Madrid nicht geneigt, diese Proposition anzunehmen. Rußland. Petersburg. Das„Journ. de St. Petersbourg“ dementirt die Versicherung der„Debatte“, daß das österreichische Cabinet sich in Petersburg über die Agitation beschwert habe, welche in Böhmen von Rußland unterhalten werde. Das russische Blatt sagt, diese Propa⸗ ganda existire nur in der Einbildung der öster⸗ reichischen Publicisten. Friedberg. Wie fruchtbar das heurige Jahr ist, geht daraus hervor, daß an einem Weinstocke in der Burg be⸗ reits die zweite Traubenblüthe ist. Noch sind die ersten Trauben nicht ganz reif, und schon blüht der Stock zum zweiten Male. Frankfurt. Das Comite für Ecwerbung der Bieb⸗ richer Wintergärten hat diese von dem Herzog von Nassau jetzt für 60,000 fl. gekauft.— Im zoologischen Garten wurde kürzlich eine Ducker⸗ oder Taucherbock⸗Antilope ge⸗ boren. Es dürfte dies wohl der erste Fall dieser Art in den europäischen Thiergärten sein, da überhaupt diese Antilopen zu den größten Seltenheiten gehören und außer dem hiesigen Pärchen nur noch im Londoner Garten ver⸗ treten sind. Das junge Thierchen ist kaum 6 Zoll hoch, aber äußerst kräftig gebaut, während die zierlichen Eltern eine Höhe von 18—20 Zoll haben.— In den letzten Tagen hört man viel über Belästigung durch Fliegen klagen, deren Stich einen bedeutenden, schmerzhaften Ge⸗ schwulst verursacht. Ischl. Ueber den Tod der beiden Gaga rin wird den Wiener Blättern folgendes Nähere gemeldet. Fürst Gagar in, Adels marschall von Moskau, und dessen Sohn sind am 3. August, Abends 6 Uhr bei der Redtenbach⸗Mühle ertrunken. Der Sohn soll, während er sich mit dem Fischfange be⸗ schäftigte, durch Unvorsichtigkeit in den Bach gefallen sein; der Fürst Vater rollte bei dem Versuche, ihn zu retten, ins Wasser. Er ward zwar herausgezogen, aber alle Be⸗ lebungsversuche blieben ohne Erfolg. Der Leichnam des Sohnes wurde bis in die Nacht hinein vergebens gesucht. An die Pewohner des Kreises Fritdberg. Wie öffentliche Blätter kund thun, hat die Gemeinde Laisa bei Battenberg, in dem frühern großherzoglich hessischen Kreise Biedenkopf, ein so hartes Brandunglück am Sonntag den 26. v. M. betroffen, daß dieser Ort bis auf wenige Häuser ein Raub der Flammen geworden, selbst Vieh mitverbrannt ist, die an sich schon armen Be⸗ wohner alle Habe verloren haben und nur das nackte Leben retten konnten. Das Elend wird ale schaudererregend geschildert, und trifft Manche um so härter, als sie keine Aus sicht auf Entschädigung aus einer Brand⸗ versicherungskasse für ihre Gebäude haben sollen. Hier thut Hülfe Noth; der Unterzeichnete, der durch seine frühere Stellung dem Bezirke Biedenkopf nahe steht und dem das Elend der armen Laisaer sehr zu Herzen geht, ruft deshalb die schon bei so vielen Gelegenheiten bewährte Mildthätigkeit der Bewohner des Kreises Friedberg an und bittet recht herzlich, zur Steuerung der Noth einen Beitrag zu liefern. Haben auch bekannte Ereig- nisse das Band, welches das abgebraunte Dorf mit dem Großherzogthum vereinigte, zerrissen, die Bruderliebe ist geblieben. Die Herren Bürgermeister werden noch ganz besonders ersucht, sich für diese Sache zu in⸗ teressiren. Zur Empfangnahme von milden Gaben bin ich gern bereit und werde für deren Zusendung an das dortige Comité Sorge tragen. Friedberg am 7. August 1868. Band für sich. Ter a pp, Regierungsrath. 8. Die Kaiserstadt an der Donau. Wiener Photographien. Zürich und Stuttgart. Leo Woerl's Verlagshandlung. Mehr als je hat Wien in ber letzten Zett die allge⸗ meine Au merksamkeit auf sich gelenkt. Die Inhaber von östreich.„Papierches“, die Poliliker, die Friedensfreunde, die Concordatler und Anticoncordatler, Alle blicken auf Wien, und die deutschen Sympathien zumal für die alte Kaiserstabt haben in dem Schützensest einen warmen Aus⸗ druck gefunden. Das ist Fahrwasser für die„Wiener Photographien“. Sie haben ihre Zeit gut gewählt, und dem heimkehrenden Schützen waren sie ein pikanter Ge⸗ sellschafter. Mochte er müde, übersättigt und katzen⸗ jämmerlich im Eisenbahn⸗Coups sich sirecken, die Lek lüre der„Kaiserstadt an der Donau“ versetzte in Spannung. Wohl hat er die große Stadt einmal im Festschmuck ge⸗ schaut und viele Menschengesichter gesehen, aber von dem Wien, wie es leibt und lebt, hat er, das zeigen ihm diese „Photographien“, nur wenig in den paar Tagen erfahren.— „Greift nur hinein in's volle Menschenleben.... und wo ihr's packt, da wird's intecessant.“ Der Verfasser hat darnach gethan. Unter Titeln wie„Wiener Typen, Wiener Straßenfiguren, die„Herren“ Buben, ein kleiner Be⸗ amter, die Juden in Wien, die Wiener Theater, das tanzende Wien, Wiener Bonmots, die Kaffeehäuser, ein Zinshaus, die Unzversität, der Dom, das stille Wien, ꝛc.“ dietet er ein Pholographie⸗Album von etlichen dreißig Bildern, enthaltend Wien und die Wiener, nach der Natur gezeichnet. Und die Zeichnung ist scharf, geistreich, ge⸗ legentlich salyrisch, ein⸗ oder das anderemal zwar an das Cynische anstreifend, im Ganzen aber die ernste Lebens⸗ anschauung nicht verläugnend. Dabei ist von eigentlicher Principienreiterei keine Rede. Der Verfasser ist weder ein enragirter Großdeutscher, noch ein verbissener Schwarz⸗ gelber, noch ist er ausschließlich Dies oder Jenes. Dagegen ist er ein scharfer Beobachter und gewandier Darsteller. Bald schneidet er nur eine Fratze, bald begnügt er sich mit einigen beißenden Bemerkungen, bald sucht er seine innere Bewegung hinwezuwitzeln, bald zeigt er sich wirk⸗ lich warm und innig. Er seibst nimmt Abschied von dem Leser mit den Worten:„Ich war etwas bos haft, etwas salyrisch. Es ist eben schwer, in unseren Zeiten nicht satyrisch zu werden. Aber mein Herz schlägt warm für mein Wien, für mein Oestreich.“ Für reifere Leser eine interessante Lectüre. Schiffs nachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spet.⸗Agent. Das neue Hamburger Postdampfschiff, Holsatia Capt. Ehlers, welches am 22. Juli von Hamburg vie Sout⸗ hampton abging, ist nach einer ausgezeichnet schnellen glücklichen Reise von 9 Tagen 4 Stunden wohlbehalten in New⸗ Pork angekommen. Das Hamburger Postdampfsschiff, Hammonia Capt. Meyer, welches von New⸗Pork am 21. Juli abging ist nach einer ausgezeichnet schnellen glücklichen Reise von 9 Tagen 21 Stunden wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frank⸗ reich bestimmien Passagiere und Posten gelandet, unver⸗ züglich die Reise nach Hamburg forigesetzt. Dasselbe bringt 105 Passagiere, 700 Tons Ladung, 211200 Dollars Con⸗ tanten und 61 Briefsäcke. Das Hamburger Postdampsschiff Borussia, Capt. Franzen, welches von New⸗York am 18. Juli als Extraboot ab⸗ ging, ist nach einer glücklichen Reise von 13 Tagen wohl⸗ behalten in Cowes angelangt, und hat nachdem es daselbst die für England und Frankreich bestimmten Passagiete und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe bringt 270 Passagiere, 650 Tons Ladung, 203075 Dollars Contanten und 9 Briessäcke. Das Bremer Postdampsschiff Herrmann, Capt. Santen, welches am 18. Juli von Bremen vis Southampton ab⸗ ging, ist nach einer sehr schnellen glücklichen Reise von 10 Tagen wohlbehalten in New⸗York angekommen. Das Anierikanische Dampfsschiff Ariel, Capt. Jones, welches am 11. Juli von Bremen direct abging, ist nach einer glücklichen Reise von 18 Tagen wohlkehalten in New⸗MDork angekommen. Für die Wetterbeschädigten in den Kreisen Grünberg und Schotten sind weiter folgende Gaben eingegangen: Bei Professor Köhler Unge⸗ nannt 2 fl., Ungenannt 12 kr.— Bei Direktor Stein⸗ berger Ungenannt 30 kr.— Bei Rentner Müller von J. M. 48 kr.— Bei Hofrath Pilger von Herrn Apotheker Ph. Werner 1 fl.— Bei Beigeordneten Steinhäußer von J. St. 30 kr.— Vei Professor Diegel von Herrn M. Dirsch für einen besonders bedürftigen alten Mann auf der Schmitte bei Selnrod 30 kr. Zusammen 5 fl. 30 kr. Früherer Betrag 21 fl. 46 kr. Summa 77 fl. 16 kr. Um weitere Gaben wirb gebeten. Der Vorstand des Hülfsvereins. Ueue Stück- und Znulastfasser, 1868 von Doppelholz, verkauft Christian Frick, Kufer. 1877 Oerfenige, welcher vor 14 Tagen meinen schweren Hammer(Schlag) geliehen, wolle denselden alsbald wieder zurückgeben. Fritz Ritzel. Saaterbsen 1584 bei Gebr. Löb. en po Franlsu osen 3. nue Iffenll werden zr ptcAgent. ata Capt. u Seul⸗ 1 Wucles deldedalten 0 r Bekanntmachung. 1864 um die mit dem Beginn dieses ber Gebrauch gesetzten Preußischen Franco-Couverta zu 1 und 2 Sgr. in geeigneter Weise zu verwerthen, ist die Bestimmung getroffen worden, daß dleselben mit gang⸗ baren Freimarken von gleichem Nennwerthe beklebt und demnächst zum Preise von 1 Sgr. 1 Pf. resp. 2 Sgr 1 Pf. pro Stück verkauft werden. Seitens der hiesigen Königlichen Staats Druckeret werden die aufgeklebten Norddeuischen Freimarken mit einem besonderen viereckigen Stempelaufdruck von filber⸗ grauer Farbe versehen, welcher in Diamantschrift die Worte:„Norddeutscher Postbezirk“ in sechszigmaliger Wiederholung trägt und die Marke an allen vier Seiten um einige Linten überragt. Die mit Norddeutschen Marken überklebten früheren Preußischen Franco ⸗Couverts werden zunächst nur von den Post⸗Anstalten in Berlin, Breslau, Cöln, Danzig, Frankfurt a. d. Oder, Königsberg i. Pr., Magdeburg, Posen und Stettin debitirt. Berlin den 24. Juli 1868. General⸗Post⸗Amt v. Phil lps born. Edita llad un g. 1704 Inhaltlich des Rockenberger Hppothekenbuchs leistete Lehrer Adam Sulzbach von Rockenberg mit seiner Ehefran Helene, geb. Kteser, unterm 13. Juli 1855 als Rechner der Rockenberger und Oppershofer Mark eine Caution von 500 fl. unter Verpfändung ihres gesammten Vermögens. Großherzogliche Ober⸗ Forst⸗ und Domänen⸗ Direction hat die Löschung der Cautson beantragt. Da jedoch die Original⸗Cautlons⸗ urkunde in Verlust gerathen ist, so werden alle, welche aus solcher Rechte glauben herleiten zu können, zu deren Gelterdmachung binnen sechzig Tagen hiermit aufge⸗ fordert, nach deren Ablauf die Urkunde für erloschen er⸗ klärt und deren Löschung im Hppothekenbuch verfügt werden soll. Bußbach den 9. Juli 1868. Großberzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gil mer. Uhren ⸗Versteigerun g 1821 Montag den 10. August d. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause eine grotzt Parthie neue in gehbarem Zustande befindlichen Wanduhren öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg am 28. Juli 1868. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg Foucar. Hofraithe⸗ und Garten-Versteigerung. 1836 Montag den 10. August d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die zum Nachlasse des ver⸗ storbenen Adam Stemmler dahler gehörenden Im⸗ mobilien: Flur. Nr. Klftr. Gemarkung Friedberg. 2. 337. 163/10. Hofrasthe in der Stadt. 2. 181. 255. Eingefriedigter Gemüse. und Obst⸗ — baumgarten am Ringgraben, auf freiwilligen Antrag der Erben oͤffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 31. Juli 1868. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Foucar. Güter ⸗ Verpachtung. 1822 Dienstag den 11. August d.., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathbause die Martin tag d. J. leihfällig werdenden Güterftücke der 2. Pfarrei zrled⸗ berg, bestehend in 35 Normalmorgen und 312 Klafter Ackerland, in Friedberger Gemarkung, auf weitere 9 Jahre öffentlich meiffbietend verpachtet werden. In demselben Termine werden gleichzeitig die am 11. November d. J. leibfälligen Wiesen und zwar 9 Normalmorgen 271 Klafter in Friedberger und 291 Klafter in Ockstädter Gemarkung auf 9 Jahre anderweit o ffentlich meiftbietend verpachtet. Friedberg am 28. Juli 1868. Großherzogliche Bürgermelsterel Friedberg Foucar. Arbeits„ Versteigerung. 1847 Montag den 10. Angust 1. J., Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Altenstadt nachbenannte Arbeiten, am Landgerschtsgebäude und der Kirche da⸗ selbst, öffentlich an die Wenigsinehmenden veraccordirt werden: Weißbinderarbeit, veranschlagt zu 201 fl. 17 kr. Spenglerarbeit 85„ 12„ Schlosserarbeit 14% 48„ Ziiumerarbeit 20„—„ Ferner soll in demselben Termine die Anlieferung von 15 Stück Straßenlaternen öffentlich in Accord ge⸗ geben werden. Vilbel den 31. Juli 1868. In Auftrag Groß herzoglicher e Altenstadt o lk, Bezirks ⸗Bauaufseher. Weiße leinene Taschentücher 1730 billigst bei Geschwister Schloß. Bekanntmachung. 1863 Wie der Landkalender anzeigt, wird der diesjährige hiesige Vieh- und Krämermarkt den 25. und 26. d. Mts., der Viehmarkt den zahlreichem Besuche höflichst einladet, Düdelsheim den 4. August 1868. ersten Tag abgehallen. Indem man zu recht „wird noch bemerkt, daß die Ausloosung von Vieh, land— wirthschaftlichen Geräthen und sonstigen Gegenständen Mittwoch den 26. d. M. stattfindet. Großherzogliche Bürgermeisterei Duͤdelsheim Koch. Vergebung von Bauarbeiten. 1865 Die zur Errichtung eines 3. Stocks auf das Schlafhaus des Schullehrerseminars zu Frledberg und die Erbauung eines Anbaus an basselbe erforderlichen Arbeiten und Matersallteferungen, veranschlagt: Maurerarbeit 1978 fl. 10 kr. Steinhauerarbeit 19227 7„ Zimmerarbeit 4254„ 44„ Oachdecketarbeit 1319„ 40 Schreinerarbeit 2665„ 20„ Schlosserarbeit 1657„ 18„ Glaserarbeit 999„ 24„ Weißbinderarbeit i Spenglerarbeit S Lieferung von 7,4 Cubik⸗Klfir. Ockstädter Mauersteinen, 15„150,000 Stück gut gebrannten Russensteinen, 65„ 215 Bütten Kalk, „„12,6 Cubik.Kljtr. Ossenheimer Sand, sollen auf dem Submissionswege an die Wenlgstfor⸗ dernden vergeben werden. Pläne, Voranschläge und Bedingungen liegen auf dem Büreau der unterzeichneten Stelle vom 8. bis 15. August 1868 des Vormittags von 8 bis 12 Uhr zur Einsicht offen, woselbst auch die Offerten mit der Aufschrift:„Submission zur Uebernahme der Arbeiten oder Lieferungen bei Errichtung eines dritten Stocks auf das Schlafhaus des Schullehrer⸗ seminars zu Friedberg und die Erbauung eines Anbaus an dasselbe“ verseben, versiegelt und frankirt bis spaͤtestens Montag den 17. August 1868, Vormittags um 10 Uhr, eingereicht sein müssen. Friedberg den 5. August 1868. een Friedberg e u ß. Schaafpferch-Versteigerung. 1875 Montag den 10. Auguft, Vormittags 11 Uhr, werden in hiefigem Rathhauie 10 bis 12 Schaafpferche öffentlich meifidietend versleigert. Friedberg den 7. August 1868. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg Fouc ar. Vergebung von Bauarbeiten. 1869 Die zur Erbauung eines neuen Schulbauses zu Nauheim erforderlichen Bauarbeiten nebst Materialten, veranschlagt 1) Maurerarbeit 2989 fl. 42 kr. 2) Steinhauerarbeit 2266„ 16„ 3) Zimmerarbeit 3080„ 39„ 4) ODachdeckerarbeit 824„ 36„ 5) Schreinerarbeit 1693„18„ 6) Schlosserarbeit 902„ 40„ 7) Glaserarbeit 667„ 43„ 8) Weiß binderarbeit 1303„ 28„ 9) Spenglerarbeit 169„48„ 10) Schm iedearbeit 66„ 16„ Lieftrung von 162,000 Stück gut gebrannten Backsteinen, 253 Bütten Kalk, 12 Cbk.⸗Klftr. Schlackensand resp. Fuhrlohn von Station Naubeim bis zur Baustelle, veranschlagt zu 84 fl.— kr. sollen auf dem Submisfionswege an die Wenigstfor⸗ dernden vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen auf dem Bixreau der unterzeichneten Stelle zur Einsicht offen, woselbst auch die Offerten mit der Auf- schrift:„Submission zur Uebernahme der 8 Arbeiten oder Lieferung“, versiegelt und frankirt bis spätestens Otenstag den 11. d. M., Nachmittags 2 Uhr, eingereicht sein müssen. Nauheim den 4. August 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Nauheim J. E. d. B.: „* 5* Euser. vdt. Schutt. Versteige rung von gezimmertem Bauholz zu Villingen. 1872 Montag den 17. August d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Gemeinde⸗Zimmerplatze dahier versteigert werden: 1) Ein eingezimmerter Werksatz, besiehend in drei Schwellen, 10 Platten und 40 Balken= 48 Fuß lang, 30 Fuß breit. 2) 40 Sparren. 3) 50 Eschen⸗Posten. 4) 3 Eichen ⸗Schwellen. 80 2 Dachfetten. 6) 4 runde Eichen⸗Baustämme. 7) 1 beschlagener tannener Baustamm. 8) 10 tannene Poflen. Villingen den 5. August 1868. Großberzogliches Ortsgericht Villingen 3 immer. Hofraithe⸗ und Güter⸗ D e t ieee 1873 Freitag den 14. Aug ust l. J., Vormittags 9 Uhr, werden in hiefigem Rathhause auf freiwilligen Antrag der Frau Adam Kehr's Wittwe nachbeschriebene Im⸗ mobllien: Flur. Nr. Klftr. Gemarkung Friedberg. 1. 17/0. 101. 230,3. Hofraithe in der Stadt, 1. 17%. 101. 171,8. Grabgarten daselbst, sowie circa 60 Morgen Aecker, Wlsen und Gärten parzellenweise öffentlich meistbielend versteigert und hier⸗ bei bemerkt, daß sich die Hofratthe, in welcher schon lange Jahre eine Oetconomte und Wirthschaft mit dem besten Erfolg betrieben worden ist, sich auch zu jedem anderen Geschäftsbetrieb eignet. Friedberg den 7. August 1868. In Auftrag Großberzogliches Ortsgericht Friedberg ü e gr Versteigerungs⸗ Anzeige. 1874 Dienflag den 11. August, Vormittags 11 Uhr, werden in hiesigem Rathhaus die der Frau Hofapotheker Carl Wahl's Wittwe gehörende, in Nr. 90 des An⸗ zeigers für Oberhessen näher bezeichneten Grundstücke nochmals öffentlich meistb ietend versteigert und wird hierbei bemerkt, daß bet annehmbaren Geboten die Ge⸗ nehmigung sofort ertheilt werden soll. Friedberg den 7. August 1868. In Auftrag: e Ortsgericht Friedberg Emser Pastillen 22 seit einer Reibe von Jahren unter Leitung der Königlichen Brunnenverwaltung aus den Salzen des Emser Mineralwassers bereitet, bekannt durch ihre vor⸗ züglichen Wirkungen gegen Hals- und Brust⸗ leiden, wie gegen Mag enschwäche find stets vor⸗ räthig in Friedberg bei rn. Hofapotheker C. Wahl, in Nauheim bei Herrn Ph. J. Weiß. Die Pastillen werden nur in etikettirten Schachteln versand:. Königliche Jtunnenotrwaltung zu Bad ⸗ Ems Es wird ein braver Jursche 1850 zur Bedienung und Pferdewartung gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Eine Chaise 1803 fleht zu verkaufen. Wo? sagt die Expedition dieses Blattes. 3000 Gulden 1700 werden in hiefiger Stadt gegen hppotbekarische Sicherheit zu leihen gesucht. Näheres unter Nr. 1700 bei der Exped. d. Bl. Zur gef. Beachtung. 1828 Mein Geschäft habe seit dem 1. August d. J. wieder erössnet und ditte auch fernerhin um geneigten Zuspruch. G. J. Römich, Kappenmacher, wohnhaft bei Herrn Schreinermeister Hoffmann, nächst der Stadtkirche. Ne u e holl. Vollhäringe 1832 bei W. Fertsch. Incarnat⸗Kleesaamen, 1851 bester Qualttät, billigst bei 3 Ph. Dan. Kümmich. Ein Hächerlehrling 1556 wird gesucht. Näheres zu erfragen bei der Exped. d. Blattes. 1 5 5 3 Fasssuch theilt Epileptische Krämpfe E pekiat arzl für Epilepsie Dr. O. Killisch, Berlin, Igersir. 25,26. Aus wi briesfl. Schon über Zundert geb. 1658 Die landw. Lehranstalt Friedberg in Oberhessen 1829 beginnt ihren Wintercursus 1868/69 am 2. November d. J. Der Unterricht erstreckt sich über alle Zweige der Landwirthschaft und ihre naturwissenschaftlichen Grundlagen und wird von Dr. Henkelmann, Stabs⸗Veterinärarzt Dr. Zimmer, Dr. Uloth und einigen Hülfslehrern ertheilt. Außerdem ist in Gemeinschaft mit tuͤchtigen Lehrkräften ein Eursus zur Vorbereitung für das Einjährig⸗Freiwilligen⸗Examen eröffnet, an dem sich sowohl Zöglinge, als Nichtzöglinge betheiligen konnen. Hause des Directors 45 Thlr. pro Semester. Friedberg im Juli 1868. Unterrichtshonorar mit Wohnung im Nähere Auskunft ertheilt bereitwilligst Dr. Henkelmann. Lie der vorträge 1866 des Opernsängers und Componisten H. J. Vincent. Samstag den 8. Aug u st. Uiederwöllstadt. Darmstädter Bof. Sonntag den 9. Aug u st. Selzer⸗ Brunnen bei Großkarben. Neu: Der Tag zu Worms, Lied von Vincent. Wichtig für Bierbrauereibesttzer. Nur was ächt ist, bewährt sich. 1376 Schaal, sauer und trübe gewordene Lager, sowie auch neue Schenkblere werden längstens in 24 Stunden durch ein unschädliches Mittel, unter Garantie, glanzbell, fein moussirend und schmackhaft wieder hergessellt. Bei Bestellung bitte um genaue Angabe der Zahl der Faͤsser und des Maaßinhalts jedes einzelnen Fasses. Versen⸗ dungen nehme der Kürze wegen nach. Einsendung von einer Flasche des kranken Bieres wäre erwünscht. Mustersendung, sowie Brlefe bitte zu frankiren. Nähere Aukunft ertheilt August Sigerist, . Stollwerck sche G „ Brust- Bonbons ö 1516 wiederholt preisgekröut auf der Welt⸗Ausstellung in Paris 1867, in bekannter Güte und Vorzügichkeit bringen in empfehlende Erinnerung die Depöts in Friedberg bei Wilhelm Fertsch, in Assen heim bei Mengen(Württemberg). Carl Bauer, in Berstadt bei Chr. Eichelmann Sohn, in Nauheim bei Ph. Jac. Weiß. Durchsichtige Glycerin-Seift, 73 anerkannt bestes Mittel zur Verschönerung der Haut, empfiehlt in Stücken à 4, 6, 9, 10, 12 kr. Wilhelm Fertsch. Wechsel auf New-Vork zum hiesigen Tagesecoburse 1777 stets zu haben bei Mayer Mayer in Frankfurt a. M. Arbeiter⸗Hosen r. 12 e., fl. 1. 24 kr, fl. 1. 36 k., fl. 1. 45 kr., in allen Größen und Sorten, empfiehlt die Herren ⸗Kleiderfabrik von C. Richter in Gelnhausen. Bad Nauheim. Polster möbel, 1053 elegant und soltd gearbeitet, Musterlager französischer Tapeten empfiehlt zu den billigsten Preisen H. Bleusdorf, Hof ⸗Tapezier. Ein schwarzer Hühnerhund 1861 ist mir zugelaufen und kann gegen Vergütung der Inserat- Gebühren und des Futtergeldes in Empfang genommen werden bei Staden. Nungesser, Pachter. Cüchtige Kistenschreiner, 1870 sowie Fournierschneider finden sesort dauernde Beschäftigung. Fr. Rodaug. Casino⸗Parthie 1862 Dienssag den 11. August, Nachmittags 5 Uhr, auf den Schwalheimer Brunnen. Lehrerconferenz, Sektion Friedberg, 1876 Mittwoch den 12. August, Nachmittags 2 Uhr, in Friedberg. Warnungs- Anzeige. 1871 Um sich bei dem Ankauf des echten Dr. med. Hoffmann'schen weißen Kräuter⸗ Brust⸗Syrups gegen Betrug durch Nach⸗ ahmung zu schützen, bite ich, genau auf folgende Keng zeichen zu achten. In den Flaschen ist der Name Dr. med. Hoffmann gebrannt, dieselben find mit blauem Lack verschlossen und mit dem Peischaft: Weißer Kräuter⸗Brust⸗Syrup. Dr. med. Hoffmann. versiegelt. Die Etiquette ist weiß und hellblauer Druck und trägt in den beiden obersten Reihen die Bezeichnung: 0 Dr. med. Hoffmann. Weißer Kräuter⸗ Brust⸗Syrup, sowie das Familienwappen. Jede Flasche ist in eine Gebrauchsanweisung verpackt. Dr. med. Hoffmann. Für Friedberg hält Lager in Flaschen a 1 fl. 45 kr., 52 kr. und 26 kr. err J. A. Windecker. Bad Nauheim. 1871 Eingetretener Hindernisse wegen kann das Preis- kegelschteven erst Sonntag den 16. d. M. beendigt werden und können Loose bis zum 15. geworfen werden. D. Fritz. Eine geübte Damenschneiderin 1867 übernimmt Bestellungen. Näheres bei der Exped dieses Blattes. Kein Zimmerputzer mehr! Englische Kaulschuk-Glanzpasta zum dauerhaftesten, schönsten und billigsten Selbsteinlassen aller Gattungen Fußboden. 1766 Diese höchst vortheilhafteste Erfin⸗ dung unterscheidet sich von den vielen zum Einlassen in Verwendung kommenden Lacken c. hauptsächlich dadurch,„daß vermöge der höch st gelungenen chem. Zusammensetzung und Legirung mit Kautschuk die Pasta eine eigen⸗ thümliche Zähigkeit erhalt, die für die Dauer⸗ haftigkeit enorme Vortheile bietet,“ daher ein damit eingelassener Fußboden allen Strapazen trotzt und bet einiger Nachhilfe jahrelang schön bleibt, ohne frisch eingelassen zu werden. Außer der Dauerhaftigkeit dürfte auch, was Glanz und Schönheit anbelangt, kein ähnliches Prä⸗ parat am Continent existiren, und ein Versuch wird Jedermann von der Vortheilhaftigkeit dieser Pasta überzeugen. Die Arbeit ist ein fach und kann von jedem Kinde vollzogen werden. Eine Schachtel sammt Belehrung 1 Thlr. Hauptdepot bei Friedrich Müller, k. k. Priv.⸗Inhaber, in Wien, Gumpendorf, Hirschengasse Nr. 8., wohin die schriftlichen Aufträge erbeten und gegen Einsendung des Betrages prompt effectuirt werden. Es wird ersucht, bei brieflichen Bestellungen den Betrag gleich mitzusenden(da Versendungen nach dem Auslande pr. Postnachnahme oder Poftvorschuß hler nicht angenommen werden). Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag den 9. August 1868. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Diegel. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Fabricius. Nachmittags: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. Nachmittags: Herr Candidat Helm. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpff. Mitgetheilt von S. Lindhelmer. Frankfurter Cours. 7. August 1868. Cours der Staatspapiere. Oesterr. 50% Met. 1859 1. Lst.] 63% G. 0 Gr. Hess. 4% Obligat. 89½ P „ 50% Nat.-Anl. 1854 54 G. 95 3½% Obligation.—— 0 5% steuerfreie Oblg. 52% G. Nassau 4½% Obl. b. Rth. 95 ½ d. Preussen 4½% Obligat. b. Rth. 958¾ G. 8 40% do do 88½ P. 5 4% do. do. 87½ G. Kurhess. 40% Obl. b. R. à 105 88½ G. Bayern 50% Obligation. 102 G. Frankf. 3½% Obligat. 80½ G „ 4½% ½ Jahr. b. Rth. 96½ G. 5 30% do. 5 4% do do 90% G. Russland 50% Obl. 1. L. à fl. 12 84% d. Würtenmb. 4½% Obl. b. Rth. 95 P. Finnland 4½% Pfdbr. 1. R. 105 80 G. „ 4% de do(9 FP. Schweden 4½% O. 1. R. 4 105 84% d. Baden 4½% Obligat. 94¼ 6. 5 4½% Pb. 1. R. 4 105—— 2 4% Obligat. 88 ¼ P. N.-Amer. 60/ St. 1. E. 1882] 74¼ d. *——̃̃—„—„ 2 Voll einbezahlte Eisenbamn- Aecetien und Prioritäten. Oest. 250 fl. b. R. 1839147 G. „ 250,„ 185468 P. „ 100 Pr. L. 1858 141¾ 6. „ 500, v. 1860% 75% d. „ 100 Pr. v. 1864 100% G. Schwed. Thlr. 10-L. 10½ P. Bad. 35 fl. Loose 53% P. Kurh. 40 Thl.-L. b. K. 54¼ P Gr. Hess. 50 fl. L. b. R. 156 G. „%%% Ness. 25 fl. L. b. R. 36½ d. Sard. 36 Fr. L. b. B.—— 4/½%/ Beyr. Ostbahn 128 G. 7% TLIv. C. P.& P/. fr. A 28 kr. 31 f. 50% sächsische Pfandbr. b. R. 93½ P. 50% Tosc. Centr.-Eisenb.-Pr. 46% G. 30% Oesterr. St.-Eisenb.-Prior. 5358 P. 50% Elisabethbahn-Prior.% 74% G. 60% Oest. Süd St. u. Lomb. E. B. 95% P. 50% do. neueste Emiss./ 73/ G. 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 43% P. 4½j% Hess. Ludwigsb.-Prior. 94½ P. Wiener Wechsel- Cours 104½ G. Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jode gewünschte S. Lind heimer in Friedberg. Auskunst über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. 83. w. Gold und Silber.[Anlehens-Loose. Pistolen fl. 9 46—48 15 Doppeltes„ 9 47—49 Preuss. Friedrd'or„ 9 58½—59½ Holl. fl. 10 Stücke„ 9 54—56 Rand-Ducaten„ 337—39 20 Franes- Stücke]„ 9 30½—31½ Engl. Sovereigns.„ẽ 11 53—57 Russ. Imperiales„ 9 47—49 Gold pr. Zoll-Pf. 5 Hchh. Silb. pr. Z. Pf.— Preuss. Kassensch.„ 1 44%—45½ Dollars in Gold„ 227— (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr 32.) Bekannten 9 stattfinden zum 2 1 staͤnde de zirksvere! 35 Hesst liche Reg J. Gee chelichung! II. Bel des Innern mächlnissen Im auf Großherzogs und Nermäch Behörden zu Schenkung ei Mühlheim, 100 fl., zum Vermächswiß geb. Wos, daseldst, im zu Gunsten des Nikolau Kirche dase 100 fl., wo Cheftau zu der dabei ollen;— Müller III daselbst, in 0) das Ve an den He. im Betrage und Vern „lisabeiher Ungenannte eines Pför! und Erben den 175 fl, Geier zu D Schenkung Cwald zu! Dekanate Oe eines Anni Pfarrer fai ber Zinsen olgenden; merilirien kkanale Be 10 1000 f igen S hege g mier lun 5 dnn ig ein