* ee N 1868. Damstag den 8. Februar. 17. Anzeiger für Oberhessen. athält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. ber Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — 1 Bestellungen auf den„Anzeiger für Oberhessen“ werden noch fortwährend von allen Poststellen und der Verlagsexpedition für das erste Halbjahr angenommen. betressend: Die Vertilgung der Feldmäuse. Amtlicher Theil. Friedberg am 3. Februar 1868. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg a die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bauernheim, Bodenrod, Hoch-Weisel, Ilbenstadt, Langenhain, Maibach, Nieder-Rosbach, Uber-Florstadt, Ober⸗Woͤllstadt, Staden, Steinfurth, Wisselsheim, Wölfersheim, Reichelsheim, Schwalheim und den Großherzoglichen Der Erledigung unserer Verfugung vom 16. Dezember v. J. sehen wir binnen 8 Tagen unfehlbar entgegen. Polizeicommissär zu Wickstadt. ia Das Großherzogliche Salinenamt Nauheim a n sämmtlich e „ A ee e des tei f. 94 Der Verkauf von Koch und Viehsalz auf der Großherzoglichen Saline Naubeim in Quantitäten unter 12 Etr. findet wöchentlich ur an den beiden Tagen Dienstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr Vor- und 2 bis 5 Uhr Nachmittags statt. Quantitäten über 12 Ctr. können in den genannten Stunden taglich dahter gekauft und abgeholt werden. Wir ersuchen Sie, Vorstehendes im Interesse Ihrer Ortsangehörigen alsbald veröffentlichen zu lassen. Nauheim, am 6. Februar 1868. „ Hessen. Darmstadt. Zu der am 10. d. Berlin stattfindenden Conferenz zur Prüfung s Entwurfs einer Militär-Ersatz-Instrultion für en Norddeutschen Bund sind als diesseitige Com— vissäre Ministerialrath Dr. Hallwachs im Gr. Friegsministerium und Geheime Regierungsrath teuling im Gr. Ministerium des Innern bestellt worden. — Der Großberzogliche Geheime Justizrath, Frofessor Dr. Wasserschleben in Gießen ist Seitens der Großherzoglichen Regierung mit der Ausarbeitung eines rechtlichen Gutachtens über nie von der zweiten Kammer der Stände angeregte rage: ob das Großherzogthum Hessen, nach Wegfall der Rheinschifffahrtsabgaben, zur Leistung ter auf dem Reichsdeputationsschluß vom 25. Febr. 803 beruhenden s. g. Rheinzollrenten rechtlich urpflichtet erscheint,— betraut worden. — Nach der durch das Großherzogliche Re- nierungsblatt Nr. 8 veröffentlichten Verordnung ritt mit dem 15. d. M. in den beiden Provinzen Starkenburg und Oberhessen ein veränderter Hradationsstempel bei gerichtlicher Ausfertigung ion Urkunden über Verträge und freiwillige Hypotheken in Kraft. Es hatte sich nämlich bei Zerathung des Einnahmebudgets der laufenden ffinanzperiode ergeben, daß der Stempel in Rhein- sessen im Vergleich zu den beiden andern Pro— inzen viel zu hoch sei, und ist deßhalb der Untrag auf Gleichstellung gestellt worden. Da unter den jetzigen Verhältnissen der Regierung ane Kürzung der Einnahmen nicht angenehm, so vurde, eine Gleichstellung zu erzielen, die Erhöhung erwähnten Stempelsteuer verordnet. Bei Jerträgen zwischen 100 und 150 fl. beträgt der Stempel 2 fl. 15 kr. und steigt mit jedem Hundert um durchschnittlich 15 kr.; bei Verpflegungs- »etträger, deren Gegenstand einen Kapitalwerth von mehr als 600 fl. bat, um je 20 kr., und bei Schenkungsverträgen im gleichen Falle je 30 kr. ür je 100 fl. Die Einnahme für Stempel⸗ iebühr wird hierdurch sich bedeutend steigern. O Friedberg. Die Verhandlungen im ertußischen Abgeordnetenhause nehmen im Ganzen inen ziemlich harmlosen Verlauf. Die Regierung U meist der Majorität sicher, und Bemerkungen, Wünsche und Vorhalte, welche den Regierungs- Propositionen gegenüber gemacht werden, fügen die Regierungs-Commissäre, wenn sie ihnen nicht und der Regierung nicht zur Erledigung gelangen. genehm sind, in der Regel wenig an.— Von Desto besser! Daß Nichts geschieht, ist unter diesen allgemeinem Intcresse waren in der letzten Zeit Umständen ein Trost, die Regierung wird sich über nur die Verhandlungen über das Volksschulwesen und die den depossedirten Fürsten gewährten Ent— schädigungssummen.— wesen hat lange als Deutschland gegolten. und der Reformen“ börte es gern, das bestorganisirte wenn von ihm „Das Land der Schulen summen kurz oder lang veranlaßt sehen, bessere Gesetzentwürst vorzulegen.„Es muß doch Frühling werden.“ Das preußische Schul-— Zu den Verhandlungen über die den deposse— in dirten Fürsten vertragsmäßig gewährte Abfindungs— hatte sich der Bismarck selbst eingefunden. Ministerpräsident Graf Daß diese Verträge behauptet wurde, es marschire an der Spitze der die Genehmigung der Kammer erhalten würden, Intelligenz. Haben die vielverurtheilten und viel— vertbeidigten Regulative jenen Glauben schon stark erschüttert, so waren die jüngsten Kammerverhand— lungen nicht geeignet, denselben neu zu festigen. Es scheint außer Zweifel, das preuß. Schulwesen ist in den Gewiß kann damit nicht gesagt sein, daß es in verschiedenen Provinzen nicht gut geleitete und gut dotirte Schulen gebe. Aber was soll man dazu sagen, daß z. B. im Regierungsbezirk Danzig im Jahr 1844 unter den Conscribirten 8% obne Schulunterricht waren, während es jetzt 160% sind, daß in den letzten Jahren in den Provinzen Preußen, Pommern und Schlesien Hunderte von Lehrern fehlten und von den vorhandenen in einzelnen Regierungsbezirken fast die Hälfte keine Seminarbildung besaßen? Die Rede des Abgeord— neten Harkort über diesen Gegenstand hat bbse Schlaglichter geworfen. Seine Anklagen drehen sich um zwei Punkte: die allzu dürftigen Besol- dungen, die unter den heutigen Verhältnissen auch den Bescheidensten nicht mehr anlocken können, und die Art und Weise, wie die Seminare geleitet werden. Es wäre sehr zu wünschen, daß die Ausführungen des Abgeordneten Harkort über— trieben wären, wie von gegnerischer Seite behauptet wurde. Wenn man sich dabei nur nicht unwill— kürlich daran erinnern müßte, daß die Hunger— berichte aus Ostpreußen auch so lange als arge Uebertreibungen erklärt wurden, bis keine Wahl mehr übrig blieb, auch das Schlimmste selbst ein- zugestehen.— In den Abgeordnetenkreisen scheint indessen das Beschwichtigungsmittel, als werde zu schwarz gemalt, nicht besonders empfänglichen Boden gefunden zu haben. Wenigstens meldet die„Prov.-Corr.“, die Gesetzentwürfe, die Lehrer- dotationen betreffend, würden wegen erheblicher Meinungsverschledenheit zwischen der Commission letzten Jahrzehnten zurückgegangen. war vorauszusehen, so sehr auch alle Schichten der Bevölkerung in Preußen, namentlich unter den jetzigen Verhältnissen, an der Höhe der den entthronten Fürsten zu leistenden Summen Anstoß nehmen mögen. Gewiß hat aber noch niemals ein Minister sich sicherer im Sattel und mehr Herr der Situation gefühlt als Graf Bismarck. Wenn ihr mir Schwierigkeiten macht, so werse ich euch den Bettel vor die Füße, und ihr mögt dann sehen, wie ihr zurecht kommt! Das heißt zuversichtlich gesprochen. Es gereicht übrigens der Opposition nur zur Ehre, daß sie rückhaltslos anerkennt, welche Bedeutung Bismarck für die Leitung des Staats hat. Vaterlandsliebe läßt sich diesen Leuten zum wenigsten nicht absprechen. S. Gießen. In den medizinischen Kreisen unsrer benachbarten Universitätsstadt Marburg erregt folgender Vorfall großes Aufsehn: In dem eine halbe Stunde von Marburg entfernten Dorf Ockershausen kehrten vor wenigen Tagen zwei Handwerksbursche im Wirthshaus ein um sich, wiewohl es durchaus nicht kalt war, am Ofen zu erwärmen; darauf wanderten sie unter bestaͤndigem Frösteln nach Marburg, wo sie als Kranke in die Klinik aufgenommen wurden. Bald wurden an ihnen alle Symptome des Flecken- typhus wahrgenommen. Gleichzeitig liefen von Ockershausen Nachrichten ein, daß auch dort mehrere Personen von demselben Uebel befallen seien. Nach und nach mehrte sich deren Zahl bis auf siebzehn und bald stellte es sich heraus, daß diese gerade alle Männer waren, welche sich gleich- zeitig mit jenen Handwerksburschen im Wirthe⸗ zimmer befunden hatten. Um diese neue Erscheinung auf dem Gebiet der Medizin genau zu beobachten, wird Ockershausen täglich von Marburger Stu- denten der Medizin und den Assistenten der Klinik besucht. —ññ— 2 — —— P—— Preußen. Berlin. Abgeordneten⸗ baus. Bei der Debatte über den hannöver'schen Provinzialfond erwiederte Graf Bismarck auf die Angriffe des Abgeordneten Brauchitsch: Die Regierung werde die conservativen Principien nicht verlassen. Wenn sie von der conservativen Partei nicht unterstützt werde, so werde er zur Bildung eines Coalitlonsministeriums schreiten. Die Regierung fürchte den Conflict nicht. Schließ- lich wird das Amendement v. Kardorf bei nament- licher Abstimmung mit 197 gegen 192 Stimmen angenommen. Dasselbe gebt dahin, dem provinzial- ständischen Nerbande Hannovers 500,000 Thlr. aus den Einnahmen des Provinzialfonds eigen— thümlich zu überweisen und diese Summe fortan auf das Etatsordinarium zu setzen. Die Ab— stimmung über das ganze Gesetz wird der Ge— schäftsordnung gemäß vertagt. Aus Ostpreußen entnimmt die„H. Ldztg.“ einem Privatbriefe folgende Mittheilungen: Kau— kehmen(bei Tilsit, Reg.-Bezirk Gumbinnen), 1. Febr. Es ist hier wohl eine recht traurige Zeit, die wir durchzumachen haben; denn das Elend, das hier herrscht, ist zu groß, und wenn auch noch so viel gesammelt wird, so ist dies immer noch wie ein Tropfen Wasser im Meer. Dabei hegt man die Befürchtung, daß die Winter- saat von den Schnecken, Würmern verzehrt und ausgefault ist und daher neues Flend für das künftige Jabr bevorsteht. Ich hatte neulich eine Aufforderung nach Heinrichswalde(Sitz des Land— ratbamtes) zum vaterländischen Frauenverein, war auch mit einigen Damen von hier hingefahren; dort wurde ich nun für das Kirchspiel Kaukehmen zum ersten Varstand gewählt, was ich auch der Sache wegen annahm. Aber dies gibt nun sehr viel zu thun und macht Kopfzerbrechen, wie Alles am besten einzurichten sei. Es wird bier in Kaukehmen(vielleicht 900 Einwohner) für 30 Kinder gekocht und außerdem in den anderen 8 Schulen, die zum Kirsespiel gehören, dort durchschnittlich für 15, dazu müssen wir aber, wenn wir à Kind 1½ Sgr. rechnen, monatlich 402 Thlr. baben, und wenigstens müssen wir dies 4 Monate durchführen können, wenn nicht so Mancher dem Hunger erliegen soll. Was bier zusammen gelegt wird, ist nicht von Bedeutung, denn von der ungeheueren Theuerung hat ja Jeder zu leiden, also nicht viel übrig. Der Typhus fängt auch hier schon an zu herrschen, selbst in Tilsit sind mehrere daran gestorben. Der Bürger- und Bauernfreund hat hier schon 2000 Thlr. bergeschickt; dafür wird aber Flachs zum Spinnen vertheilt, dafür die armen Leute anstatt 1 Sgr. fürs Stück 2½ Sgr. bekommen und zwar Marken, wofür sie billiger Brod, Erbsen, Reis, Schmalz ꝛc. bekommen können, was die Herren haben kommen lassen. Ach ja, es wird Einem wieder anders um's Herz, wenn wir diese traurige Zeit erst hinter uns haben. Seit drei Tagen ist hier ein furchtbarer Sturm mit Regen und 2 Grad Wärme, das Wasser steht sehr hoch. Neulich war der Vater schon mal 2 Tage auf der Dammwache, und dann hatten wir wieder 16 Grad Kälte, nun fürchtet er sehr, daß es wieder sehr kalt werden kann. Ich fürchte mich auch diesmal mehr wie je vor dem Alleinbleiben, da hier die frechsten Einbrüche geschehen. Baden. Karleruhe. Dem überaus glänzenden Leichenconduet des Staatsministers Math wohnte der Großherzog in Person und zu Fuß unter den Hauptleidtragenden an. Die Verkaufsläden waren geschlossen. Freiburg. Dem Vorstand des neu zu grün— denden katholischen Studentenvereins wurde vom Seuat der Universität eröffget, daß auf das gestellte Gesuch um Genehmigung der Statuten des akademischen Vereins zur Unterstützung der päpstlichen Armee nicht eingegangen werden könne. Oesterreich. Wien. Ein an die Dele— gationen vertheilte Darlegung über die Politik der österreichischen Regierung, welche zur Erklärung der im„Rothbuche“ enthaltenen Aktenstücke dient, sagt über die deutschen Angelegenheiten: Oester— reich hegt seit dem Prager Frieden Preußen und Italien gegenüber dieselben friedliebenden und freundschaftlichen Gesinnungen, die es den anderen Mächten gegenüber bethätigt. Wenngleich der Verlust der Stellung in Deutschland für Oester— reich nicht das Ende der Sympathien für seine vormaligen Bundesgenossen bedeutete, so konnte doch die kaiserliche Regierung in dem Streite wegen Luxemburgs nicht Partei für Preußen er— greisen, wollte aber ebensowenig aus einem Kriege zwischen Frankreich und Preußen Vortheil ziehen, und sie sorgte daher dafür, daß bei dem Kaiser Napoleon und den französischen Staatsmännern der Glaube an eine Mitwirkung Oesterreichs im Kampfe gegen Preußen nicht aufkommen konnte. Die parteilose und neutrale Haltung Oesterreichs mußte wesentlich zur Erhaltung des Friedens bei— tragen.— Ueber die Verhältnisse zwischen Preußen und den süddeutschen Staaten wird bemerkt: Die kaiserliche Regierung ließ sich, ohne von dem Standpunkte des Prager Friedens zurückzutreten, durch die in Folge der preußisch-süddeutschen Allianzverträge geschaffene neue Lage der That— sachen von der Fortsetzung ihrer friedlichen Be— mühungen weder abhalten, noch glaubte sie auf Grund ihres formellen Rechtes bestimmte Proteste entgegenstellen zu sollen.— Schließlich ist die Thatsache nicht zu übergehen, daß unter dem Eindrucke der Gefahr eines europäischen Krieges in Berlin und Muͤnchen mancher ernste Blick nach Oesterreich gewendet wurde. Die bezüglich eines neuen Bundesverhältnisses erfolgten Andeutungen lauteten zu unbestimmt und zu einseitig im In- teresse des einen Theiles, als daß Oesterreich ihnen die seit dem Untergange des deutschen Bundes übernommenen Rechte und Pflichten sowie die eingetauschte Freihelt der Bewegung hätte opfern können. Ueber die Beziehungen zu Italien und Oesterreich entschiedenen Werth auf gute freund⸗ schaftliche Beziehungen zu Italien legte, ebenso entgegenkommend war letzteres. Dem Papst wurden die offensten Erklärungen über die Un⸗ möglichkeit eines materiellen Beistandes von Oester⸗ reich gegeben. Frankreich. Paris. des„Moniteur“ meldet, bei Uebergabe seiner ueuen Beglaubigungsschreiben an den König von Preußen habe dieser dem französischen Botschafter Herrn Venedetti gesagt: Die Rundschau er fühle sich glücklich, in diesem Schritt der fran— zösischen Regierung ein sicheres Pfand der guten Beziehungen zwischen den beiderseitigen Regierungen zu erblicken, wodurch gleichzeitig auch die ange⸗ nehme Erinnerung an den freundlichen Empfang, welchen der Kaiser und die Kaiserin ihm in Paris haben zu Theil werden lassen, auf's Neue wach gerufen werde.— Dem„Constitutionnel“ wird in einem Briefe aus Bukarest gemeldet, daß drei aus je 450 Bewaffneten bestehende Banden an verschiedenen Punkten der Fürstenthümer sich gesammelt haben. Dieselben scheinen von Fremden geleitet zu werden und bereiten sich vor, in Bul— garien einzufallen, die türkischen Dörfer daselbst in Brand zu stecken und die Räuberscenen des vorigen Jahres zu wiederholen. Die rumaͤnische Regierung trifft Vorbereitungen, die Banden zu entwaffnen und durch alle ihr zu Gebote stehenden Mittel eine Unternebmung zu verhindern, welche sie mit einer großen Verantwortlichkeit beladen würde. Rußland. Petersburg. Ein offizibser Artikel im„Petersb. Journal“ weist die gegen- tbeiligen Insinuationen der ausländischen Presse über die politischen Beziebungen zwischen Rußland und Preußen zurück, indem sie den Werth des freundschaftlichen Verhältnisses zwischen diesen Regierungen betont, welches in vielen Keisen die Feuerprobe bestanden und Glück und Unglück überlebt hat. Genanntes Blatt bemerkt dabei, daß diese Beziehungen des guten Einvernehmens zwischen zwei großen Staaten das beste Pfand für die Erhaltung des europäischen Friedens seien. — Bis zum 30. Jan hatten die Moskauer zwischen 30 und 280 Kälte(Reaumur), am 31. drehte sich der Wind und das Thermometer zeigte nur noch 150, was doch zu ertragen ist. Ver⸗ gangenen Sonntag war die Kälte am ärgsten, in der Stadt 340, im Kremel dagegen, der hoch gelegen ist, 360. Mehrere Schildwachen sind erfroren. Gambach. Vor einigen Tagen verunglückte in un⸗ serer Nähe ein wandernder Künstler, indem dessen Wl⸗ geichen an einer abschüssigen Stelle des Weges ins Laufen gerieth und von dem Pserde nicht aufgehalten werden konnte. Der Mann sprang aus dem Wagen, um zu hemmen, stürzte jedoch dabei einen Rain hinunter und das Fuhrwerk ihm nach. Die darin befindliche Frau nebst Kindern wurden erheblich verletzt, der Mann war alsbald eine Leiche. Die Krupp'sche Gußstahlfabrik. Mitgetheilt von J. Wahl. kleinert Trausporte zur besorgen 15 Bureaus. 150 Waggons den Verkehr vermitteln. Außerdem stehen 60 Pferde für Disposition. Den telegraphischen Depeschendienst Zwei Gasometer speisen 9000 Gasflammen in die römische Frage sagt das Aktenstück: Ebenso wie Gelegenheit der Neben der Anwendung zu Geschützen findet neuerdings der Guß⸗ stahl mit bestem Erfolge Anwendung beim Brückenbau. Mit der Anwendung gezogener Geschütze seit 1849 ist die Be⸗ deutung des Gußstahls von einschneidender Wichtigkeit für die Krieg- führung geworden. Mit gezogenen Sechspfündern wird geschossen auf geschlossene Truppenkörper bei 2000 und auf größere Objekte bei 5000 Schritt Entfernung. Gegenwärtig sind in der Krupp'schen Fabrik 2370 Geschütze bestellt, die nach allen Ländern gehen. Zum Probiren der Geschütze werden in der Fabrik monatlich 30— 40 Centner Schießpulver verbraucht. Im Jahre 1863 wurden 250 000 Centner, 1864 500 000 Centner und 1866 bereits 1 Million Centner Gußstahl in der Krupp'schen Fabrik erzeugt. Der Werth der bisher abgelieferten Geschütze beläuft sich auf 7 Millionen Thlr. Die Großartigkeit der Krupp'schen Fabrik, zu welcher übrigens auch die dem Verkehr günstige Lage der Stadt Essen viel bei getragen, erkennen wir schon hieraus, doch wollen wir der besseren Vor- stellung derselben noch etwas nachhelfen. Der Flächeninhalt der Krupp'schen Fabrik beléuft sich auf 920 Morgen.(Die Festung Posen bat einen Flächeninhalt von 1270 Morgen.) Die Fabrikgebäude bedecken 240 Morgen. Für den inneren Verkehr der Fabrik bestehen 2⅛ Meilen Eisenbahn, auf welcher 6 Locomotiven mit der Fabrik, welche an trüben Tagen 200 000 Cubikfuß Gas consumirt, während z. B. der Gesammtverbrauch Posens an solchen Tagen sich nur auf 160 000 Cubikfuß beläuft. Die Fabrik enthält u. A.- ein chemisches Laboratorium, ein photographisches Atelier; für den Polizeidienst ist ein eigenes Polizei-, und für Feuersicherheitsdienst ein eigenes Pompier⸗Corps in Funktion. Die Zahl der Arbeiter beläuft sich auf 10 000, die der Arbeiter in den Bergwerken, an den Hochöfen 1c. auf 1200. Der Arbeits ⸗ lohn der Arbeiter beträgt in 14 Tagen 120 000 Thlr., während eines Jahree 3 100 000 Thlr. Zur Krankenkasse der Fabrik zahlt jeder Arbeiter einen halben bis einen Silbergroschen pro Thaler, und Krupp so viel, wie die gesammten Arbeiter. Verunglücken solche bei der Arbeit, so er⸗ halten sie während der Kurzeit den vollen Lohn. Mit 25 Jahren Dienst⸗ zeit erhalten sie Penstonsberechtigung. Mit den Fabrikanlagen stehen in Verbindung: Arbeiterwohnungen, ein Lazareth, eine Bäckerei u. s. w. für den Bedarf der Arbeiter. Für den Betrieb sind im Gange 160 Dampf- maschinen mit 6000 Pferdekraft; eine große Dampfmaschine hat allein 1000 Pferdekraft. 130 Dampfkessel setzen jene Maschinen in Bewegung. An Kohlen werden unter diesen Kesseln täglich 13 500 Scheffel verbraucht; der Bedarf an Steinkohlen und Coaks in der Fabrik beläuft sich auf 22 500 Scheffel. Der Verbrauch an Wasser betragt 200 000 Cubikfuß in 24 Stunden. Der höchste Schornstein der Fabrik hat 240 Fuß Höhe olchen! Einsend sorgen. Auszfüll. Kriegel. scheinige Narren . iuwobr gewöhnt Ohren u eines un — 1 0 aus Thun Zerstör gelangt! büchsen u solche Bü und ssäut die Luft. Gamellt sommt d. graphie ges Grü abweicht schtiden Bankno aus d und den vildun, Nolen 9 aus Ba dem To Markl plagte ff und go (eirta Bewe g nagt belauf Chab 600 0 Schw es ib don 1 00, Idder von 90 seschn Ruhe solcht det Ni fc a Das 100 0 st 1 der Use die g 3 Aus dem Kreise Alsfeld. um 1. Febr. o.. Intte sich zu Köddingen ein hoͤchst beirüüdender Vorfall. Kind von 7 Jahren stand mit einem langen spitzen sser deschäfügt auf einer Bank in der Wohnstube seiner Hern. Durch die Bewegungen des Kindes fiel die Bank un, der Knabe siel zur Erde, das Messer drang ihm in Brust, verwundete denselben, wenige Minnen später wr er eine Leiche. Wrainz. Der Mainzer Carneval-Verein hat 22 de Einladung erlassen: Marsch⸗Ordre. Die veränderten ghältnisse unseres Narrenstaates veranlassen die unter⸗ (nete Behörde, Ihnen bekannt zu geben, daß Sie dem nrentegiment, und zwar dessen lustiger Compagnie, zuietheilt worden sind. Sie haben sich demnach am 7 Februar d. J., Abends 7 Uhr, in Ihrer Garnison zun„Heiligen Geist“ einzufinden und bei Unterzeichnetem u melden. Für die Kopfbedeckung ist durch beifolgende anstmütze gesorgt, welche dem Einberusenen nicht an de Löhnung abgezogen, sondern gleich mit der bekannten Juribution an unsrer Narren-Kriegskasse baar gezahlt weden soll. Es ist im Interesse des Mannes, sich mit de übrigen Montur, wozu namentlich ein volles Porte wnnaie gebört, selbst zu versorgen. Da Sie schon lang— riger Freiwilliger gewesen, so werden wir Sie wohl nt als Einjähriger, hoffentlich aber als Diesjähriger b uns sehen. Indessen ist es Ihnen gestattet, nach Er— Rung Ihrer Einstandsgebühr für Kappe und Extrafahrt, a selbst einen Einsteher zu suchen; es ist nicht gerade ruhwendig, daß derselbe Unteroffizier oder Spielmann i Sollte es Ihnen jedoch nicht möglich sein, einen chen zu finden, so würden wir Ihnen gegen Franco- Ensendung von Sieben Hundert Gulden selbst einen be— tegen.— Den Empfang dieser Ordre werden Sie durch Ausfüllung des Nebenstehenden von unserm närrischen iegstasse-Rendanten C. W. von Schoeppler, sich be⸗ einigen lassen. Mainz, im Narrenmonat 1868. Das utrentegiments-Commando. In Boppard am Rhein bat die Kub eines dortigen tuwohners ein wunderbares Kalb geworfen: mit auger⸗ wöhnlich breitem gespaltenem Kopf, zwei Zungen, zwei dren und drei Augen, wovon an jeder Seite des Kopfes mes und das dritte in der Sürne steht. „ Dem„Handels⸗Kourier“ schreibdt ein Correspondent s Thun, daß auch er sich mit der Erfindung von neuen serstörungswaffen beschäftigt und zu folgendem Ziele llangt sei: Ich verfertige, sagt er, einfach kleine Blech⸗ üchsen und fülle sie mit salpetersaurem Glycerin. Eine Ache Büchse losgelassen, fegt weit und breit das Feld md stäubt den Feind auseinander, aufeinander und in r Luft. Ein jeder Schweizer⸗Wehrmann hat neden der bamclle ein solches Brandopfer auf dem Tornister,— »emmt der Moment, herab mit ihm und gelegt! , Falsche Zebn⸗Thaler⸗Noten. Es ist seit zurzem eine neue Sorte von Nachbildungen der älteren rünen) preußischen Banknoten zu 10 Thaler aus dem uhre 1856 zum Vorschein gekommen, welche durch Litho⸗ gapbie bergestellt sind, namentlich durch dunkleres schmutzi— s Grün und weicheres Papier von den ächten Noten doweichen und sich deßhalb von den Letzteren leicht unter⸗ eiden lassen. Man mag daber im eigenen Inleresse die wanknoten à 10 Thlr. vom Jahr 1856, welche überhaupt dis dem Verkehr gezogen werden, vor der Annahme prüfen ind dergleichen Noten, von welchen bercits frühere Nach⸗ aldungen existiren, bei der nächsten Banklasse gegen andere zolen umtauschen und nicht in weitere Circulation setzen. „ Eine interessante Erbschaftsgeschichte wird us Böhmen berichtet:„Auna Ring ledie vereinsamt nach um Tobe ihrer zwei Brüder in ihrem Hause auf dem Narkiplatze zu Böhmisch⸗Leipa, betrieb eine Zuckerbäckerei, q ckung. Ihre Sparsamkeit ging bis ins Lächerliche und doch besaß sie zweit schuldenfreie Päuser in der Stabt, Aeccker und Wiesen und auch sonst noch hübsches Ver⸗ mögen. So hätte sie sichs wohl in ihren alten Tagen behaglich machen können; allein sie kargte und darbte, als reichte es nicht. Da sand man sie am Morgen des 19. Oktober 1867 todt in ihrem Bette. Die Frage, wer ihr Erbe sein werde, da sie ohne alle nähere Verwandte war, beschäftigte die ganze Stadt. Als das Inventar der Nachlassenschaft aufgenommen wurde, fand man Werth sachen und Vorräthe der mannigfachsten Art, ein ganzer Jahrmarki der verschiedenartigsten Dinge aus alter und neuer Zeit war in den Räumen des winkelreichen Hauses auf gespeichert. Da gab es Känen über Käuen, alle gedrängt voll, Massen von Seidenbändern und von Kleidern uralten Schnittes, kostbare Waffen, Schmucksachen, silberbeschlagene Meerschaumpfelfen mit tausenderlei Kram verschiedenen Werthes. In einem Gewölbe zumal fand man vicle vermauerte Sachen. Nachdem man hinter einem großen Kasten daselbst einen Sack mit Kupfergeld hervorgezogen hatte, wurden auch noch zwei Kisichen mit Silbergeld im Werthe von 40,000 fl. und eine Schatulle mit Papiergeld entdeckt. Das Kupfergeld wog beinahe einen Centner. Man schätzt den Werth der ganzen Nachlassenschaft auf 100,000 fl. Und zu all dem Vermögen gab es keinen bestimmten Erben. Unter großem Andrange eines neu— gierigen und kauflustigen Publikums fand die letzten Tage die Auction der hinterlassenen Mobilien statt. Bei dieser Gelegenheit nun erstand eine jüdische Trödlerin für 45 kr. einen Pack alter Lumpen. Aus diesem Packe fiel eine Schrift heraus und das Erstaunen der Trödlerin mag nicht gering gewesen sein, als sie in dem Schriftstücke das Testament der verstorbenen Anna Ning erkannte. Aus ihren Händen kam das auf eine seltsame Weise ans Tages- licht gebrachte Testament an die Behörde, wo es gegen- wärtig zur Prüfung niedergelegt ist. Es ist ein doll⸗ ständiges, eigenhändig geschriebenes Testament der Erb⸗ lasserin, worin diese unter dem Datum vom 20. Juni 1860 ihre Bathe zur Universalerbin mit der Bedingung vestimmt, daß dieselbe um sie ein Jahr Trauer trage.“ Telegraphischer Bericht. Mitgelheilt von Chr. Hechtein Friedberg, Spec.-Agent. Das Hamburger Posidampfschiff„Cimbria“, Capt. Haack, trat am 5. Februar wiederum eine Reise via Southampton nach New-York an und hatte außer einer starten Brief- und Packet⸗Post 400 Tons Ladung, 51 Passa⸗ giere in der Cajüte und 217 im Zwischendeck an Bord. Das Bremer Postdampsschiff„Bremen“, Capt. Ney⸗ naber, von der Linie des Norddeutschen Lloyd, welches am 24. Januar New⸗York verließ, ist nach einer sehr schnelen glücklichen Reise von 10 Tagen 8 Stunden wohlbehalten in Cowes angelangt, und dat, nachdem es daselbst die für England und Frankreich bestimmten Passa⸗ giere und Posten gelandet, unverzüglich die Reise nach Bremen fortgesetzt. Dasselbe bringt 66 Passagiere und volle Ladung. Das Bremer Postdampfschiff Deuischland“, Capi. Wessels, von der Linie des Norddeutschen Lloyd, trat am 2. Februgr wiederum eine Reise via Southampton nach New⸗ Vork an und hatte außer einer starken Brief- und Packetpost 341 Passagiere und 1200 Tons Ladung an Bord. Für die Kothleidenden in Ostpreußen sind weiter eingegangen: Bei der Unterzeichneten zu den in voriger Nummer descheinigten Gaben: Durch Herrn Lehrer Ramspeck, von Pfarrer P. 1 fl., Ungenannt 24, durch Pfarter Blumhof und Bürgermeister Philippi in der Gemeinde Wohnbach Aagte sich vom frühesten Morgen bis in die späte Nach! ind gönnte ihrem gebrechlichen Körper kaum eine Er⸗ gesammelt 20 fl. 30, von Bürgermeister Maul in Ossen⸗ heim 2 fl., von G. Schulhof, 2. Gabe, 1 fl., durch Bürgermeister Vogt in Reichelsheim, daselbst gesammelt 34 fl. 21, zusammen 59 fl. 15 kr. In Summa bis jetzt bei uns eingegangen: 634 fl. 44 kr. Mit herzlichstem Dank bittet um weitere Gaben Die Expedition des Anzeiger für Oberhessen 316 Unter den vielen Mitteln, die sich dem leidenden Publikum tagtäglich empfeblen, vermißten wir bis jetzt eines, das gerade am meißsen berufen ist, lindernd und heilend Hülfe zu spenden. Wie viele Menschen gibt es, die, oft durch einen unbedeutenden Zufall, sei es dei der Arbeit, sei kes sonst, sich eine Wunde beibringen, durch Erkältung u. dgl. ein Geschwür ꝛc. zuziehen; wie oft ent⸗ siehen Schwären, die uns durch ihre Schmerzhaftigkeit zur größten Plage werden und für die man wer weiß was ausgeben würde, könnte man bald davon befreit werden. Für diesen Zweck erlauben wir uns, die Auf⸗ merksamkeit des Publikums auf den Universal⸗Balsam von D. Nephuth zu lenken. Derselbe, als Hausmittel schon eine lange Reihe von Jahren im Gebrauch, besteht aus einer Zusammensetzung der anerkannt besten und reinsten Ingredienzien, und hat bei dessen Anwendung bis jetzt überall das glücklichste Resultat gezeigt. Fern von aller Quacksalberei, können wir diesen Balsam nur getrost empfehlen, in der Ueberzeugung, daß derjenige, der Hülse von ihm sucht, diese auch finden wird. Anwendbar ist dieser Universal⸗Balsam dei allen zußerlichen Wunden, Queitschungen, Geschwüren, als: Schnitt-, Stich⸗, Hau⸗, Brand- und Frostwunden, Frost. beulen, Ausschlag, ausgesprungenen Lippen und Händen ꝛc. Zur Nachricht und Warnung. 2913 So sehr die Concurrenz im Sinne des Wortes dem Consumenten zu Gute kommt, ebenso verabscheuens⸗ wertb ist dieselbe, wenn sie durch Nachahmung den Käufer zu fäuschen sucht.— Ungeachtet allen gesetzlichen Schutzes werden die Stollwerck schen Brust⸗Bonbons in ihrer äußern Verpackung vielseitig auf das käuschendste nach⸗ geahmt, ja sogar die Firma des Fabrikanten hierzu miß⸗ braucht! Bei dem industriellen Wetikampfe aller Länder in Paris, wo alle nur denkbaren Hausmittel als: Brust⸗ syrups, Pastillen, Pectorinen, Pasten, Elixire, Extracte 2c. 2c. vertreten waren, wurde seitens der internationalen Jury nur den Stollwerck'schen Brust⸗Bonbous die Preis⸗ Medaille zuerkannt, ein Beweis, daß die Composition des Königl. Geb. Pofraths und Universitäts⸗Professors Dr. Har leß noch von keiner Seite erreicht ist! Möge daber der Leidende sich deim Kaufe von der Richtigkeit der Packung, der vollständigen Firma und dem Vorbandensein des Hof-Lieferanten⸗Siegels des Fabrikanten überzeugen. 5 Bel Bindernagel& Schimpff ist wieder vorrättig: Winter- Neuster Taschen-Fahrplan für die Mittel- Rhein gegend, Hessen, Nassau, Frankfurt, Rhein-Preußen. circa 300 hessische Fuß oder 75 Meter). An Zewegung 35, von denen das Gewicht des schwersten 1000 Centner be rägt(das Gewicht des schwersten Borsig'schen Dampfhammers in Moabit zeläuft sich auf 100 Centner). Die Ambosgehäuse wiegen 30 000 Centner; die transportirten Dampfhammers betragen Projektirt ist ein Dampfhammer von 25 000 Centner Thabotten 5000 Centner. 700 000 Thlr. Schwere zum Preise von 1,4 Millionen Thaler. Die Kosten des Dampfhämmern sind in 43 Zoll. Werkzeugmaschinen gibt Der Durchmesser eines Bronze- 24Pfünders beträgt 13 Zoll, der Seelendurchmesser 5 Zoll, die Länge 113½, das Gewicht 52 Centner. Die Lafetle hat eine Lange von 10½ Fuß und wiegt 300 Centner. Der Rahmen ist 30 Fuß lang und wiegt 1500 Centner. Daß ein ganzer Mann wie Krupp einer solchen großartigen Fabrik wohl vorsteht, erregt unsere Verwunderung weniger wie das, daß er dieselbe schon mit dem 14. Lebensjahre übernommen hat. über 6000. Der Laufkrahn mit 70 Fuß Weite transportirt Lasten on 1500 Centner. Oefen zum Schmelzen, Glühen, Cementiren u. s. w. 400, Schmiedessen 110. Die Zahl der Schmelztiegel beträgt 1400. Zeder faßt 60 bis 70 Pfund Gußstahl. Für den Guß eines Blockes von 900 Centner wird der Stahl in den 1400 Tiegeln von 1200 Arbeitern leschmolzen, welche nach der schweren ½stündigen Arbeit 2 Stunden Ruhe genießen. Neunzöller schießen Geschosse von 300 Pfund, Elfzöller zolche von 600 Pfund. Ein Elfzöller wiegt 540 Centner. Der Preis zes Riesengeschützes, welches sür die Pariser Ausstellung bestimmt war, stellt iich auf 130 000 Thlr.; es wurde daran gearbeitet seit dem November 1865. Das innere Rohr, dargestellt aus einem Roheblock von 850 Centner, wiegt 400 Centner, die 4 aufgezogenen Ringe wiegen 600 Centner. Das Geschütz st 14½ Fuß lang und an der schwächsten Stelle 2½ Fuß stark. An der dicksten Stelle ist es 4½ Fuß stark und hat an dieser Stelle einen Umfang von 13½½ Fuß. Der Schildzapfendurchmesser beträgt 16 Zoll, die Seele des Geschützes 14 Zoll. Das Geschoß hat einen Umfang von Geschwindigkeit des Sturms. Von Dr. Curtman. ö Die mittlere Geschwindigkeit des Sturms beträgt etwa 4 Meilen in der Stunde, das Maximum 11 Meilen. Die Breite des durchwütheten Raumes beträgt durchschnittlich 250 Meilen. Die um England der wüthenden Stürme haben meistens ihre Brutstätte im Norden, von Nor- wegen oder Schottland her. Der Admiral Fitz Roy hatte telegrapbische Signale eingeführt, um beim Beginn eines Sturmes sofort die ganze englische Küste zu benachrichtigen, und zur Vorsicht zu ermahnen. Well die Vorausverkündigungen nicht jedesmal eintrafen, batte die Admiralität bei Fitz Roys Tode die Sache vernachlässigt, allein die Schiffer daben dringend um Wiederberstellung der Anstalt gebeten. —— — * gͤchst empfehlenswerthes Andachtsbuch! 2845 Im beziehen; in Verlag don W. Kitzinger in Stuttgart ist soeden erschienen und durch alle Buchhandlungen zu Friedberg duch Vindernagel& Schimpff: Alles mit Gott! Evangelisches Gebetbuch für 8 für Beichte und end, Scriver, Lassenius, alle Morgen und Abende der Woche in vierfacher Abwechslung, für die Fest- und Communion, sowie für besondere Zeiten und Lagen, von: Luther, Musculus, Habermann, Spener, Neumann, Arnold, Iranke, Schmolz, Stark, Cersteegen, Storr, Roos und vielen andern Gottesmännern. Sechszehnte Auflage. 416 Seiten. Ottavformat. a Elegant gebunden mit Goldschnitt und Goldverzierung Preis: fl. 1. 24 kr. Mit einem Stahlstiche. Gebunden ohne Goldschnitt 1 fl. 18 kr. Wenige Jahre sind seit dem ersten Erscheinen dieses vortrefflichen Buches verflossen. über alle Länder deutscher Zunge verbreitet und ist i 1 Es enthält eine mannichfache Auswahl ächt evangelischer Kern— hat es sich in mehr als 86,000 Exempl. unerschöpflicher Quell wahren Trostes geworden.— gebete für jede Zeit und jedes Verhältniß, wie solche in keinem andern Gebetbuche vereinigt sind, so daß in dem⸗ selben jeder Gläubige Erbauung und Beruhigung in allen Wechselfällen des L lagshandlung war bemüht], auch das Aeußere dieses Buches— herzustellen, und ist es ihr gelungen, der neuen Auflage eine solch elegante Ausstattung zu geben, da bauptsächlich auch zu„Fest⸗ und Communiongeschenken“ für jedes Alter und für alle Stände eignet.— Zugleich besteht der bisherige, überaus billige Preis fort. Einschlag⸗ und 78 sowie alle Sorten Strick⸗Baumwolle bester Qualität zu den billigsten Preisen Maschinengarn, bei Geschwister Schloß. In dieser Zeit Vielen ein reicher, ebens finden wird.— Die Ver⸗ dem gediegenen Inhalte desselben entsprechend— daß sie sich 7 308 Um Mißpverständulsse zu vermelden, seben wir ung mit Rücksicht auf Erfahrungen aus früheren Jahren zerte gelöße Familienkarte nur zum Eintritt der Mli⸗ glieder det engeren Familie Berechtigung gebt. Der Vorstand. Casino. 4 248 Donnerstag den 13. Februar, Abends 8 Uhr Ball im großen Saale des Hotel Trapy. Der Tag für das nächsle Damencasino wird noch näher beftimmt. Der Vorstand. 7 2 Sängerball zu Dorheim. 314 Sonntag den 9. d. M. wird ein Säͤngerball bei Gastwirth K. Bingel abgehalten, wozu alle Freunde des Gesanges hiermit eingeladen werden. EHireiee Dorbeim. Der Vorstand. Linsen!) Erbsen und Bohnen in gut kochender Waare bet Wilh. Fertsch. 71 189 wirkt, wie z. B. in Original-Flaschen à fl. 1. 45 kr. oder „ 12. Briefe werden nur franco angenommen und rechnung der Verpackung nachgenommen. Fyörlich's Blutreinigungs⸗Essenz. Dieses ausgezeichnete Hausmittel, welches am sichersten dei fast allen Krankbeiten mit bestem Erfolg kei Rheumatismus, Gicht, Hämorrhoiden, derzklopfen, Magen⸗ beschwerden, Magenkrampf, Krämpfe, Verstopfungen, Unverdaulichkeit, Schärfe, Schwindel. Sodbrennen, Blähungen, Spannung, Zabnweb, Nervenschwäche, Dur ch⸗ fall, Unterleibsbeschwerden, Gallen krankheit, Husten, nervöses Kopfweh, Asth ma, Auszebrung im Entsteben, Körperschwäche. Schlaflostgkelt, Bleichsucht und andern weiblichen Krankbelten ꝛc. ꝛic., sowie bei Kinder krankheiten zartesten Alters, wird allen Leidenden auf das Wärmsie empfoblen. Auf Verlangen kann von den vielen, durch diese Essenz geheilten Personen die außerordentliche Wirkung dieses Heilmittels durch Zeugnisse, welche im Orginal im Besite des Unterzeichneten find, nachgewiesen werden. Diese Ehrlich's Blutreinigungs 9 ist hlr. 1.— Sgr. „— 20 ait Gebrauchs-Anweisung 5* 10 7 * 7„„— 88„ 2 nur allein ächt zu haben in Commission bei Fr. Hilbrechi in Friedberg. Ein braver kräftiger Dursche 224 wird zu zwei Pferden gesucht. Näberes zu er⸗ fragen bei der Exped. d. Bl. unter Nr. 224. Kartoffeln 303 verkauft per Malter und Gescheld H. Schmidt in der Usagasse. Ein Schreinergeselle 302 wird gesucht von bei Versendungen der Betrag unter billigster Be⸗— Assenheim. Karl Schmidt. Tapeten, 301 wieder 300 neue Sorten von 7 kr. an bis zu 1 fl. 24 kr. per Stück, sowie die bekannnten Mannheimer Tapeten empfiehlt in größter Auswabl Nauheim. C. Horn, Tapezier. Gefundene Gegeunstäude. 310 Die bis zum Schlusse des Jahres 1867 dabier gefundenen und an unterzeichnete Stelle abgelieferten Gegenstände, nämlich: verschiedene Taschentücher, Schürzen, 2 seidene Bindchen, 1 Rest Sphirting, Handschube, Messer, 1 Tabakspfeife, 1 Taschenkamm, Brieftaschen, 1 Partie Schlussel, 1 lederne Leibgurte, 2 Ketten, 1 Radschuh, 1 Palatin, 1 Pferdeteppich, 1 Theil einer Wagen demme, 1 Paar Stauchen, 1 Zwergsack, 1 Körbchen, 1 Misthacken, mehre Portemonnais mit kleinen Geld- bet ägen, find um so gewisser dis zam 22. d. M. von den Elgen— thümern abzuholen, als sond am 24. d. Mts., Vor⸗ mittags 1 Uhr, in blesigem Rathhause eine öffentliche Bersteigerung der nicht abgeholten Gegenstände zu zu Gunsten von Mildthätigkeitszwecken vorgenommen werden soll. Friedberg am 6. Februar 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. J. V. d. B Der Großherzogliche Beigeordnete . N 9 E Anilin 198 zum Roth⸗ und Blaufärben von Seide, Wolle und Baumwolle, in ächt vorzüglicher Qualität, empfiehlt billigst Fried. Hilbrecht. Herrn D. Nephuth in Darmstadt! 297 Durch Zufall bekam ich vor etwa einem Jahre an meinem linken Arm eine Brandwunde, die trotz aller angewandten ärztlichen und Hausmittel nicht heilen wollte. Vor Kurzem nun wurde mir Ihr Universal-Balsam anempfohlen und habe ich vollkommen Ursache, nach An⸗ wendung desselben dessen ausgezeichnete heilende Wirkung bezeugen zu können, indem nach kaum dreiwöchigem Ge⸗ brauche die Wunde, welche allmälig immer weiter um sich gegriffen hatte und mich sehr genirte, vollst andi geheilt war! Dies zur Steuer der Wahrheit, die ich Ihnen und Jedem, ber sich in dieser Beziehung an mich wenden wird, gern bezeugen werde. Neustadt i. O., den 7. December 1867. Ph. Köbler, Samenhandlung. Der Universal⸗Balsam ist stets vorräthig 3 Büchgchen 18 kr bei Jean Huber in Friedberg und bei Ph. J. Weis in Bad Nauheim. 0 Brief⸗Couverts NRepskuchen! 70 stets frisch von der Mühle bei 2 Wilb. Fertsch. Zu verkaufen 263 ist ein halb Dutzend sebr starker Stühle von Maba⸗ goniholz und gut gepolstert für 18 fl. Wo? sagt die Exped. Große Möbel- Hausgeräth⸗ Versteigerung. 298 Donnerstag den 20. Februar werde ich 1) mebrere Sopha's, Spiegel und feine Möbel, 2) viele Sessel, Stühle, Bänke, Tische, 3) Töpfe, Schüsseln. Züber, Eimer, Bütten, Fässer, Tellet ꝛc. von aller Art, 4) Betten, Leinen ꝛc. Hausrath, 5) zwel Chaisen, mehrere Orconomiewagen, schwere und leichte, 6) einen Dampfkessel von Kupfer, noch gut, 7) ein Kühlschiff, wegen Abzugs meistbletend versteigern. Anfang 9 Uhr Morgens. Balersröderhof bei Hanau nahe Windecken. E Theodor Baist. fl. 2000 bis 23500 312 find gegen gute hypothekartsche Sicherbeit aus⸗ zuleihen. Näheres zu erfragen unter Nr. 312 bei der Exped. d. Bl. Cigarren ain guter abgelagerter Qualität A 1, 1½ und 2 kr., in Kisichen zum Fabrikpreise. per 100 Stück à 10 bis 24 kr., 1000 Stück Ph. Garde. Rettigbonbons 21 gegen Husten und Bruftlelden, in Schachteln à 14 und 18 fr., sowie loose à 56 kr. per Pfund bei Dan. Kümmich. 269 billiger bei Clacé- Handschuhe 1194 sowie Handschuhe 1¹ d Ecosse ꝛc. 2c. bei Friedrich neben der Post. Kandarbeiter 315 können sofort Beschäftigung erhalten bei 5 Heinrich Gerster, Maurermeister. Todesanzeige. 317 Verwandten und Freunden widmen wir die tiefbetrübende Mittheilung, daß unser geliebter Sohn, Gatte und Bruder Jakob Heß zu Nanheim, am 7. d. Mts. nach mebrwöchentlichem schweien Leiden verschieden ist und bitten um stille Theil⸗ nabme. Friedberg& Naubelim. Die Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Sonntag den 9. d. M., Nachmittags 4 Uhr, zu Nauheim statt. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag den 9. Februar. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Baur. Nachmittags: Herr Candidat Lucius. Gottesdienst in der Burgkirche Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. Nachmittags: Herr Candida! Joußg. 5 Sonntag Abend sechs Uhr Vortrag des Herrn Missionar Strobel im Rathhaussaale. Katholischt Gemtinde. Sonntag halb 10 Uhr Hochamt mil Piebigt; der werktägige Gottesdienst fällt wegen RNestauration der Kapelle aus. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 6 und eine Beilage.) Gesangperein Fuhsinn. zu der Bemerkung veranlaßt, daß eine zu unserm Con. J0²⁰ men, 2977 3 is wied dale tän⸗ Schelle . Zuß Large uhenlic d. 1— Bete % Miuwoch ihr, werden de 1 lecelshein 1 au dem Gemel in Meifbietendt ztiedbderg D . Am Dien den zwel alt c ein gesehen un Verkauf ge Die Verlau kieung belant Friedberg —— L W drlaunle u mins Cyrus ner serme her nc eder Nit dgaldlren, geg Nacht peif wen Gevoln i den don der Aiglich eines I Mascvermg e ten angestt Irledder. Beilage zum Anzeiger fur Oberhessen. M17. ——— Holz-Versteigerung. 1 % Aus dem Fretherrlich v. Franckenftein'schen Wald- Wirkt„Loͤwenwald“ in der Gemarkung Straßheim bei Niedderg kommen zur öffentlichen Verfleigerung: I) Montag den 10. Februar und Dlenstag den 11. Februar, jedesmal Vormittags um 9 Uhr, 198½ Stecken Buche n⸗Scheltholz, 9 17 Eichen ⸗ N 29 ¼„ Buchen- Prügelholz, 4„ Eichen⸗— 117„ Buchen ⸗Stockholz, 185 ¼„ Eichen 3 5614 Wellen Buchen⸗Reisholz, 4036„ Eichen⸗ 5 163„ Aspen⸗ 7 Nittwoch den 12. Februar, Vormittags 9 Uhr, 2624 Cubikfu) Eichen- Stammdolz in 255 Stämmen, vou 6 bis 77 Fuß Länge und 8 ½ bis 39 Zoll Durchmesser, 6026 Cubikfuß Buchen⸗Stammbolz in 60 Stäm'⸗ men, von d bis 50 Fuß Länge und 15 bis 29½ Zoll Durchmesser. es wird darauf aufmerksam gemacht, daß unter dem slichen⸗Scheltholz sich 7 Stecken ausgesuchtes Werkholz den 5 Fuß Länge und 1 Stecken desgleichen von 6 Fuß Unge befindet. ie Zusammeunkuust findet sedesmal statt in dem neunten Distrikt in der Nähe des Löwenbofs. Ockstadt den 30. Januar 1868. deiherrlich v. Franckenstein'sche Oberförstetel Ockstadt Wildrand. Bekanntmachung. 9 Wittwoch den 12. Februar 1868, Vormittags 1 bor, werden von den auf dem berrschaftlichen Speicher Keichelsheim liegenden Früchten: 100 Malter Korn, 100 3 80 55 euf dem Gemeindehaus zu Reichelsheim öffentlich an n Meifibtetenden gegen Baarzablung versteigert. ztiedderg am 30. Januar 1868. Großherzogliches Rentamt Frledberg Lin deck. Bekanntmachung. 7 Am Dtenstag den 18. d. M., 9 Uhr Vormittags, wenen zwel ältere ausrangirte Post wagen, welche täg⸗ lic ein geseben werden können, in öffentlicher Auction u Verkauf geckellt. Die Verkaufsbedingungen werden det der Ver⸗ igtrung bekannt gegeben. zriedderg den 6. Februar 1868. Post- Amt Brentano. Edictalladung. 2 Bekannte und unbekannte Gläubiger des Küfer⸗ meisers Cortsttan Krick dahler, über vessen Ver⸗ mieren formeller Concurs erkannt worden ist, baden Anrücht jeder Art an dasselde Mittwoch den 18. März l. J., VBormtttage 9 Uhr, lauldiren, gegenfalls sie von der Masse ausgeschlossen d. Nicht persönlich erscheinende oder nicht durch de ⸗ sendere Bevollmächtigte vertretene Gläubiger werden as den von der Mehrpeit der erschlenenen Gläubiger Wlzich eines Nachlaß oder Stundungsvertrags oder de Massevermögens gefaßt werdenden Beschlüssen bei⸗ cem ten angeseben. Friedberg am 23. Januar 1868. Groß berzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Dofmann, Landrichter. Landgerichte Assessor. Deffentliche Aufforderung. Nachdem der Ortabürger und Acktrmann Jacob Vitolaus von Schwalheim seine Ueberschuldung bet Fecht angezeigt bat und diese nach dem aufgestellten emögens“ und Schulden- Verzeichuisse auch für richtig kunden worden ist, werden auf Ansuchen des genannten ldners, zur Abwendung des förmlichen Concurs brens, dessen bekannte, wie unbekannte Gläubiger 17* ihrer Forderungen und Ansprüche jeder gg sowie zur Eingebung eines Nachlaß oder Stun⸗ „Vertrags auf Freitag den 21. Febtuar d. J., Morgens 9 Uhr, wu dem Anfügen anher vorgeladen, daß die Beschlüͤsse un Mebrbeit der gehörig auftretenden Gläudiger auch er ie Minderheit oder die ausbleibenden oder unge Mitend vertretenen Gläubiger bindend sein sollen. Jaubelm am 3. Februar 1868. Groß berzogliches Landgericht Nauhelm Ulrich, Suppes, Laubrichter. Landgerichts Assessor. Bekanntmachung. 209 Etwalge unbekannte Glaͤublger des Schrelner⸗ meisters Christoph Reiß von Friedberg, wohnhaft in Offenbach, werden aufgefordert, ihre Einwendungen gegen Bestätigung des beute von diesem mit selnen bekannten Glänbigern abgeschlossenen Nachlaßvertrags binnen 3 Wocher vorzubringen, widrigenfalls ihr Bet tritt unterflellt und der Vertrag bestätigt wird. Offenbach am 29. Januar 1868. Großherzogliches Landgericht Offenbach Metzler,(sts o x, Laudrichter. Landgerichts⸗Assessor. Edietalladung. 294 Nachdem auf Antrag der Vormünder über die Erben der verstorbenen Conrad Schindel II. Ebe; leute von Münster deren Pofratthe Flur I., Nr. 69 im Ort, Schulden halber verkauft werden soll, wird die unbekannt wo abwesende Wittwe des Konrad Schindel J. von Münster, welcher der lebenslängliche Einsitz in Flur I., Nr. 69 zufteht, aufgefordert, ihre Einwendungen gegen den Verkauf sogewiß innerhalb 3 Monaten dahler geltend zu machen, als sonst ohne Rücksicht auf ihre Elnsitzberechtigung lediglich nach den Anträgen der Vor⸗ münder, sowie des für fie bestelllen Curators Peter Alban von Münster verfahren und resp. der Kauf⸗ brief bestätigt und Eintrag in das Mutatlonsverzeichniß dersügt werden soll. Butzbach den 3. Januar 1868. Großberzogliches Landgericht Butzbach: Dr. Gilmer, ö niger, Landrichter, Landgerichts Assessor. Holzversteigerung in der Oberförsterei Nidda. 300 Nachverzelchnete Polzsortimente sollen versteigert werden 1. Montag den 17. l. M. in dem Do wanlal⸗ wald⸗Olstrict Söderecke: Scheidholz Prügelbolz Stockbolz Relspolz Dolzart: C Nadelholz 23 29 110 sowie 318 Stück Nadelbolistämme von 5¼ 8 12“ Durchm., 50—70“ Länge mit= 1970 Cu diksuß, 18 Stück Nadelbolz⸗ Stangen von 4— 5“ Durchm., 25—60“ Länge mit= 109 Cudiksuß. II. Dlenstag zen 18. l. N. in den Domantal⸗ wald Districten Söderecke und Kaff: Scheidbolz Prügelholz Stockbolz Retshbolz S n. Holzart:„ Buchen⸗ 14 1 2½ 8 Eichen 121 34½ 410 46 Nadelholz 7 35— 40 Aspen c. 4—— 297 sowle 34 Stück Eichen Stämme von 7— 33“ Durchm., 10— 50“ Länge mit= 1373 Cubiksuß, 7 Stüc Nadelbolz⸗ Stämme von 12 dis 17 ½“ Durchm., 15— 45“ Länge mit= 291 Cubikfuß, 1 Buchen Klotz von 31“ Durchmesser, 5“ Länge (dadktlog), 67 Stack Nadel Stargen von 3— 4½“ Durchm. 25-45“ Länge mit= 198 Cubitfuß. Das am zweiten Tage im Distrikt Soͤderecke zur Verfieigerung kommende Aspen ꝛc. Retopolz eignel sich zum Theil als Zumachs⸗Relsbolz und dergleichen. Die Zusammenkunst ist an beiden Tagen Vormittags präcts 9 Ur am Eingang in den Wald auf dem Niddacr-Glaubzahler Bictnalweg. Nidda am 4. gedrnat 1868. Großberzogliche Oberföcsterel Nidda Georg Betann t machung. Polzversselgerung im Schlag Nr. XXIV. ves Domanlalwaldes Burgwald in der Oberförsterer Ober- Rosbach. 305 Oes fämmtliche sub. Nr. 174 dee Anzeiger für Oberbessen,— Blätter Nr. 10 und 11 ver eichnete Polz, wovon am 3. d. M. eln Theil ver⸗ eigert,— aber nicht genehmigt worden ist, wird ontag den 17. d. MN, von Morgend 9 Ubr an, elner nochmaligen öffentlichen Verstelgerung an die Meistbletenden ausgesetzt. Ober- Rosbach am 6. Februar 1868. Großherzogliche Oberförsterel Ober Rosbach Bug mau u. Apotheker Bergmann's Elspommade 2167 aus Paris, rühmlichst bekannt, die Haare zu kräuseln, sowie deren Ausfallen und Ergrauen zu verhindern, empfiehlt à Flac. 18, 27 und 36 fr. Ph. Dan. Kümmich. Güter Verpachtung. 265 Montag den 10. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr, werden in hlesigem Rathhause die Güterstücke des Bürgers und Messerschmiedmelsters Friedrich Jakob Schäfer dahler, in den Gemarkungen Friedberg und Fauerbach, auf weitere 6 Jahre anderweilt öffentlich strelwillig verpachtet. Friedberg am 1. Februar 1868. Groß herzogliches Ortsgericht Frtedberg . d..: Der dleuftälteste Gerichtsmann Foucar. Kapital⸗Gesuch. 256 Die Gemelnde Steinfurth sucht ein Kapital von 1425 fl. und ein solches von 275 fl. aufzunehmen. Steinfurth am 1. Februar 1868. Groß herzogliche Bürgermelsterei Steinfurth Schultheie. Hofraithe⸗Versteigerung. 311 Dien stag den 11. Februar d. J., Vormittags 11 Ubr, soll in biesigem Rathhause die zum Nachlasse des Bürgers und Spenglermeisters Kllian Ludwig gehörende Hofrallhe, Flur 2, Nr. 438, in Folge eines eingelegten Nachgebots nochmals öffentlich meifibietend versteigert werden, unter dem Anfügen, daß Nachgebote nicht mehr angenommen und dem Meisibtetenden nun⸗ mehr, vorbehältlich landgerichtlicher Senehmigung letztere ertheilt werden soll Friedberg am 6. Februar 1868. In Auftrag: Groß berzoglichen Landgerichts Friedberg Groß herzogliches Ortsgericht Friedberg . 8. d. 9 Der dienstälteste Gerichtsmann Foucar. Vermiethung vormaligen Freiherrlich Löw schen Beamtenwohnung zu Burg Friedberg. 292 Bewerber um solche beltieden die Bedingungen dei Perrin P. Pemmersdach in Friedberg oder auf dem Kenleiburtau rabier einzuseden und idre Miethgebote dis Ende d. M. portofret schristlich einzureichen. Die Entschewung soll ale dann erfolgen. Nleder-Florsiedt den 3. februar 1868. Freihertlich Loͤw'sche Rentel Müller. der Bekanntmachung. 306 Mittwoch den 12 d. Mis. Nachmittags 3 Ubr, wird auf biesigem Rathbause ein Tdeil der früßeren Oberamtmannd wohnung, defleherd aus deten Fluügel⸗ gebäude, Scheuer und Remise, 1 Viertel, 24.4 Rutden daltend, unter den im Termin dekaunt zu machenden Bedingungen nochmals meisidtetend versteigert, was mit dem Bemerken zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird, daß die fraglichen Gebäude jetzt der Stadt Naußeim zuß eben und an dem schönsten Thetle diefiger Stadt, ar ter neuen Retnbardsstraße nächst dem ntuen Conbetrsattonsbause liegen. Sollte auch in diesem Termin ein angemessenes Gebot zicht abgegeden werden, dann wird in demselden Termine das Wohngebäude auf den Addruch verkauft. Naubelm am 6. Februar 1868. Großberzogliche Bürgermetsteret Naubeim Re f. »dt. Schutt. 2915(Auezug aus einem Briefe.) Herrn F. W. Bocklus in Otterberg. Mainz den 5. October 1887. „5 Ich und meine Frau sind Ihnen ebenfalls sehr dankbar für Ibren„weißen Kräuter- Brust Syrupe, denn unser lieder Sohn von 1½ Jahren halte schon mindestens achtmal den Grupp⸗ busten, d. b.: furchttaren Husten mit Heiser⸗ keit und festgesetzter Verschleim ung, und Idr „Kräuter Brust⸗Syrup' war jederzeit sein Retter. Joseph Low, Kaufmann. In Flaschen zu 24 kr., 35 kr. und 1 fl. 10 kr. ist dieser von vielen Aerzten empfohlene„Kräuter: Brust⸗Syrup“ allein zu baden in Friedberg dei ean Huber, in Butzbach bet A. Gimbel, in Nidda bei Louis Stork. Geübte Schuhmacher, 2835 finden für sich und ire Gesellen dauernde und lohnende Beschäftigung in der Schub fabrik von Dreschfeld& Wallerstein in Offenbach a. M. Bindernagel& Schimpff in Friedberg empfehlen sich zur Besorgung aller im Buchhandel erschelnenden illustrirten, belletristischen und wissenschastlichen Heitschristen, sowie auch aller Modezeitungen ꝛc. dc. L. Schneider in Hungen. Aus warts nehmen Bestellungen fuͤr uns an: F. 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