1 · 8 . Bauguf 111 ussehe ——ů— ch ter. zustein Ill 8 lertplung derser Jaritlälg 1 Assendeim ——— jeher .— de —— 7 esellen t Sescastaung Aletter. eelle, et dor ertutrmeister ten nd der Krarl⸗ Fulelin und tabet gtatbe. erer dit lezte in Dan. bliebe ten, 1 II b. 1 11 9 Sotn det de; 4 Abel Kasbal, ttt Striigen 4 Jam 1 l. 10 Donnerstag den 7. Mai. 4 54. — nzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friebberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienssag, Donnerstag und Samfag. B Amtlicher Theil. ch nr et u Betreffend: Die Zusammenlegung der Grundstücke in der Gemarkung Oppershofen. 1099 Nach Maßgabe des§. 30 der Instruction vom 30. Januar 1866, ng. die Zusammenlegung der Grundstücke 1c. betreffend, wird hiermit zur Kenntniß aller in der Gemarkung Oppershofen begüterten Grundbesitzer gebracht, daß von den zur Guͤterzusammenlegung ic. zuge⸗ zogenen Feldtheilen ͤstlich des Wetterflusses 1) Die 4 Uebersichtskarten, welche die Grundstücke in ihrer gegenwärtigen L und die verschiedenen Bonitätsgrenzen nebst Klassenwerthe enthalten, 2) die Abtaxirungsprotocolle, 3) das topographische Namen- und Flachenverzeichniß, 4) die Klassenvertheilung der Grundstücke, 5) die Berechnung des Geldwerthes von jedem einzelnen Grundstück, und 6) das Berathungsprotocoll 14 Tage lang auf dem Rathhause zu Oppershofen, und zwar vom 9. age, die projectirten neuen Gewannen, Wege, Gräben ic. bis zum 23. Mai incl. zu Jedermanns Einsicht offengelegt worden sind, und daß Reclamationen hiergegen, die gegen die zu Grunde gelegten Flächengehalte, gegen die Abtaxirung und auch gegen die projectirten neuen Wege, Gewannen ꝛc. gerichtet sein konnen, vom 18. bis zum 22. Mai bei Großherzoglicher Bürgermeisterei Oppershofen schriftlich eingereicht werden müssen. Friedberg den 6. Mai 1868. Spätere Reclamationen bleiben unberücksichtigt. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Hessen. Darmstadt. Prinz Alexander von Hessen hat sich am 4. d. Nachmittags zum Besuche der Kaiserlichen Familie nach Petersburg begeben.— Das russische Kaiserpaar wird nach aus Berlin eingetroffenen Nachrichten im Juli dahier erwartet. — Auch der Redakteur des„Hess. Kirchenbl.“, der evang. Pfarrer Schlosser in Reichenbach, hat seine Stimme gegen Bischof von Ketteler in einer Schrift betitelt:„Evangelische Friedensgedanken“ erhoben. — Eine Anzahl hessischer Offiziere(es werden die Namen von den Majoren v. Busek und von Gründler und den Hauptmännern Lannert, Dau⸗ distel und Gerlach genannt) sind zu Dienstleistungen in preußischen Abtheilungen nach Berlin und Potsdam commandirt und werden bis Sonntag dahin abgehen. Ihr Aufenthalt in den preuß. Garnisonen ist auf 6 Wochen bestimmt. „ Friedberg. Auswärtige Blätter bringen die Mittheilung, daß die Generalversammlung der Oberhessischen Creditvereine, welcher auch Schulze ⸗Delitzsch beiwohnen werde, auf Christi Himmelfahrt in hiesiger Stadt abgehalten wer- den soll. Gießen. An die Stelle des nach Heidelberg abgegangenen Professors Gaß soll der bisherige Privatdocent Dr. theol. Nitzsch zu Berlin den Ruf als ordentlicher Professor in die hiesige theologische Fakultät erhalten und angenommen haben. Auch soll Dr. Stintzing, Professor des römischen Rechts an der Universität Erlangen, an des von der Wiener Universität gewonnenen Jhering Stelle einen Ruf nach Gießen erhalten haben. S. Gießen. Unsrer Universität steht außer dem Weggang des Herrn Profrssor Ihering für das nächste Semester noch ein unersetzbarer Verlust bevor; denn Professor Clebsch, dessen Namen auf dem Gebiet der Mathematik nur unter den ersten genannt werden darf, hat einen ehrenvollen Ruf nach Göttingen erhalten an die Stelle des verewigten großen Mathematikers Niemann; daß Professor Folge leistet, dürfte außer Zweifel sein. — Am 1. d. M. fand in dem Wirthslokal des Darmstädter Hauses eine Schlägerei zwischen Unteroffizieren und Studenten statt, wobei die ersteren in der Mehrzahl waren und einem Stu- denten gefährliche Verwundungen mit ihren Waffen beibrachten. Clebsch diesem Rufe — Am 2. d. M. verunglückte die Maschine des von Marburg um 11 Uhr 35 Min. hier ankommenden Personenzugs beim Einfahren in den hiesigen Bahnhof. Da kein Schaden an Güter- und Personenwagen sich herausstellte, konnte der Zug seinen Weg mit einer anderen Lokomotive nach einviertelstündiger Verspätung wieder fortsetzen. Preußen. Berlin. Der Handels- und Schifffahrtsvertrag zwischen dem norddeutschen Bund und dem Zollverein einerseits und Spanien andererseits wird mit dem Antrag Meyer's von] Bremen, welcher dahin geht, den Vorsitzenden des Zollbundesrathes aufzufordern, einen Additional⸗ vertrag zwischen dem Zollverein und Spanien herbeizuführen, in welchem die Vortheile, welche die deutschen Schiffe und Waaren in Spanien genießen, auch in den spanischen Colonien zugestan⸗ den werden, bei der Schlußberathung angenommen. — Ueber die vielbesprochene Errichtung einer päpstlichen Nuntiatur in der Hauptstadt des pro- testantischen Preußen bringt jetzt die„Allg. Ztg.“ aus Posen eine angeblich aus zuverlässiger Quelle stammende Mittheilung, wonach die dieserhalb ge⸗ pflogenen Verhandlungen zwischen dem dortigen Cabinette und dem päpstlichen Stuhle nunmehr definitiv abgebrochen sein sollen, da das Erstere sich in letzter Instanz doch nicht habe dazu ent⸗ schließen wollen, dem Nuntius die von der römischen Curie verlangten Rechte in einem vor⸗ zugsweise akatholischen Lande einzuräumen. — Laut Verfügung des evang. Oberkirchen raths ist die Fürbitte für den Norddeutschen Reichstag im öffentlichen Kirchengebete während der Dauer des Zollparlaments auszusetzen und dafür solgende Fürbitte aufzunehmen:„Kröne, barmherziger Gott, mit deiner Gnade die Arbeiten des Parlaments, welches zur Förderung des all⸗ gemeinen Wohlstandes in Deutschland gegenwärtig vereinigt ist, und lasse sie zu dauerndem Segen des gesammten Deutschen Vaterlandes gereichen. Sei du sein starker Schutz und Schirm und gieb, daß alle christliche Obrigkeit mit unserem Könige unter deinem Segen trachte, dein Reich auf Erden bauen zu helfen und deines Namens Herr- lichkeit zu preisen.“ — Wie verlautet, hat der aus 5 Mitgliedern bestehende Ausschuß der süddeutschen Fraktion eine Rechtsverwahrung formulirt, womit die Fraktion bei Eintritt in die Berathung der Adresse, welche mit anderen Dingen als Zoll- und Steuer- fragen sich beschäftigt, das Zollparlament ver⸗ lassen will. — Der Herzog v. Ujest und Herr v. Roggen bach reichten am 5. Mai einen Antrag ein, welcher, an den nationalen Prineipien festhaltend, aus Zweckmäßigkeitsgründen empfiehlt, über die Adresse zur motivirten Tagesordnung überzugehen. Fast sämmtliche Freiconservative, Altliberale, Hessen und sonstige Nationale aus Süddeutschland haben den Antrag unterschrieben. Die Fraktionsvorstände der Nationalliberalen, Freiconservativen und Con- servativen hatten an demselben Tage Mittags eine Conferenz im Beisein Roggenbach's. Bayern. München. Am 1. Mai ist im ganzen Königreich die Gewerbefreiheit nach dem Maße des mit dem Landtage vereinbarten Gesetzes ins Leben getreten. Baden. Mannheim. Auf Antrag des großberzoglichen Staatsministeriums ist dieser Tage die Concessionirung der Stadtgemeinde Mannheim zum Bau der direkten Eisenbahnlinie Mannheim⸗Karlsruhe erfolgt. Die Stadtgemeinde Mannheim wird zur Beschaffung des auf 3,200,000 fl. veranschlagten Bauaufwandes mit der Berliner Disconto-Gesellschaft abschließen. Bekanntlich schweben mit letzterer schon seit längerer Zeit Verhandlungen. Den Betrieb der Bahn übernimmt die Staatsverwaltang, welche auch das Recht hat, das Eigenthum binnen 25 Jahren zu erwerben, binnen drei Jahren jedoch muß sie vollständig hergestellt sein. Oesterreich. Wien. Wie aus Rom berichtet wird, ist der österr. Botschafter, Herr v. Crivelli, am 2. Mai in Folge eines Schlag- anfalls gestorben. Schweiz. Glarus. In Oberbilten ist ein furchtbarer Erdsturz erfolgt, so daß man in den Häusern des Lebens nicht mehr sicher ist. Am 29. April Morgens um 4 Uhr stürzte eine furcht⸗ bare Lawine den Berg herunter und blieb Hälfte Wegs stecken; in Folge dessen löste sich die Erde mit den Felsen und von Mittags an begannen die Erdstürze, welche seither ununterbrochen dauern. Es ist fortwährend ein Gekrach, wie wenn mit Kanonen geschossen würde. Ein großer Theil des Ortes ist von den Bewohnern geräumt worden. Der Schaden ist groß; wohlhabende Leute sind über Nacht arm geworden. — Mittheilungen aus Bern versichern, daß die Schwierigkeiten, welche sich dem Abschluß eines Zoll- und Handelsvertrags zwischen dem Zollverein und der Schweiz bisher entgegen⸗ stellten, durch das vom Zollverein ausgesprochene Verlangen hervorgerufen wurden, die Bestimmungen zum Schutz gegen Nachdruck in den Vertrag mit aufzunehmen, wie sie z. B. Frankreich gegenüber in Kraft sind. Belgien. Brüssel. Die letzten Nach⸗ richten über den Zustand der Kaiserin Char- lotte von Mexiko lauten im Ganzen besser als die früheren, natürlich kann dieses„besser“ nur auf den Körperzustand der unglücklichen Kaiserin an⸗ gewendet werden. Seit den letzten Tobanfällen, welche schon sehr abgeschwächt waren, hat sich kein solcher Anfall mehr eingestellt, der Wahnsinn ist ruhig, still, und hat daher nicht mehr jene zerstörende Wirkung auf den Körper, wie früher. Lichte Augenblicke hat die Kaiserin gar keine. Einen großen Theil des Tages bringt sie in der Hauskapelle zu, und sie verläßt diese nur, um wieder in ihr Zimmer zurückzukehren; aber auch dieses Zimmer ist kapellenartig eingerichtet und mit Heiligenbildern ausgeschmückt. Holland. Die Luxemburger wehren sich tapfer ihrer Haut gegen die französischen Freundschaftsbezeugungen. Es erscheinen drei bis vier Blätter in dem Städtchen, von ihnen ist nur eins, der neue„Avenir“, entschieden französisch gesinnt, die übrigen stehen zu Deutschland, am energischsten der„Courrier du Grand⸗Duche“. Dieser hat sogar, um nicht täglich in französischer Sprache erscheinen zu müssen, eine deutsche Aus⸗ gabe veranstaltet, die„Luxemburger Zeitung“, was natürlich nicht geringes Aufsehen gemacht hat, weil er es noch obendrein mit der Bemerkung motivirt, daß Deutsch die Landessprache sei. Italien. Nachrichten von Florenz vom 29. April melden Näheres über die ganz außer⸗ ordentliche Weise, wie dort der Kronprinz von Preußen gefeiert wird. Am 28. Abends wurde dem Prinzen eine ganz unglaubliche Huldigung gebracht. Die Menschenmenge blieb bis nach Mitternacht vor seiner Wohnung im Albago della Poce stehen. Die Linke, die Gegner Frank- reichs, die Garibaldianer und die Mazzinisten drängen zu einer preußischen Politik. Großbritannien. London. Im Unter⸗ hause erklärte am 4. d. Disraeli: er habe am Freitag der Königin angerathen, das Parlament aufzulösen, und, im Falle sie eine Auflösung für unzeitgemäß erachte, ihr die Entlassung des Ministeriums angeboten. Die Königin sei auf beides nicht eingegangen. Die Regierung könne Gladstone's Resolutionen nicht acceptiren sie werde jedoch die Debatten darüber fortsetzen lassen, Gladstone möge aber den angekündigten Antrag bezüglich der Priorität der irischen Debatte zurückziehen. Gladstone thut dies, erklärt aber, er werde seine Resolutionen aufrecht erhalten, indem er dabei die verfassungswidrige Fortführung des Amtes Seitens des Ministerinms tadelt. Ebenso tadelnd sprach sich auch Bright aus. Diesem Tadel gegenüber fordert Disraeli die Opposition auf, ein Mißtrauensvotum gegen die Regierung einzubringen. Die Fortsetzung der Debatte wird am Donnerstag stattfinden. Nußland. Von der russischen Gränze kommen wieder Alarmnachrichten über das allmälige Vorrücken der in den südwestlichen Provinzen des Zarenreiches stationirten Truppen gegen die Moldau hin. In Kamientec am Dniestr sollen bereits 15,000 Mann concentrirt sein. Daselbst sei auch ein großes Militärlazareth errichtet, für welches man die ärztlichen Apparate und Medicamente aus Wien bezogen habe. Frankfurt. Kürzlich erschien bei einem hiesigen Graveur ein Individuum, welches sich für einen preuß. Polizei⸗ Hauptmann ausgab, ber die Polizei in Homburg zu organistren habe und bestellte sich einen Stempel; die Sache fiel dadurch auf, daß der angebliche Haupimann zur Uniform eine Pelzmütze trug und überhaupt sich ver⸗ dächtig beirug, weßhalb man sich nach dem Herrn Ernst v. Herfort, Aeutenant a. D., der sich auch anderweit noch als„Geheimsecretär“ im Ministerium des Innern vor⸗ stellte, auf der Polizei erkundigte, wo man von einem solchen Polizeihauptmann nichts wußte. Der Polizei gelang es, das betreffende Individuum denselben Tag noch festzunehmen. Die Untersuchung ergab, daß der Verhaftete Johann Jakob Ramspeck beißt, aus Alsfeld gebürtig ist und im Jahr 1861 zu Nordhausen wegen Diebstahls zu 3 Jahren Zuchthaus verurtheilt und von Leipzig aus wegen Betrugs verfolgt wird. Das Polizei⸗ gericht verurtheilte ihn wegen Führung eines unberechtigten Namens und Titels und wegen unbefugten Tragens elner Uniform zu 50 fl. Geldbuße, event. 10 Tage Ge⸗ fängniß. Da derselbe kein Geld zum Bezahlen hatte, so trat er seine Gefängnißstrafe sofort an, nach deren Ueber⸗ stehung er polizeilich nach Leipzig transportürt wird. Frankfurt. Am 3. d. ereignete sich im Weserbahn⸗ hof ein Eisenbahnunfall dadurch, daß der Zug, welcher von der Main⸗Neckar⸗Bahn über die Curve Güterwagen zu befördern hatte, in mit Kartoffeln geladene Güterwägen der Weserbahn hineinfuhr und dieselben zer trümmerte. Mainz. Die Leiche des seit Ostersonntag Abend ver⸗ schwundenen diesigen Banquiers Max Mayer ist am 2. d. bei Gaulsheim(Bingen) aufgefunden und den Findern die Prämie von 1000 fl. ausgezahlt worden. Es fanden sich an derselben noch alle Werthgegenstände vor, und auch die polizeiliche Recognition hat jede Annahme einer gewaltsamen Todesart ausgeschlossen. Die Leiche ist bereits hier eingetroffen. Mainz. In der Sitzung des Assisenhofes vom 1. d. wurde der der Ermordung eines preußischen Artlllerie⸗ Sergeanten beschuldigte Makler Spann vou Hechtsheim nach zweitägiger Verhandlung freigesprochen. Die Ge⸗ schwornen stellten ihr Verdikl dahin, daß Spann zwar der schweren Körperverletzung des in Folge dessen sehr bald darauf in Mainz, wo die That in der dortigen Holz⸗ thorkaserne verübt wurde, verstorbenen preuß. Sergeanten Krug schuldig sei, dabei aber in Folge schwerer Trunken⸗ heit sich in einem unzurechnungssähigen Zustande befun⸗ den habe. Herrieden. Die ebenso interessanten als wichtigen Wetterberichte des praktischen Arztes, Herrn Dr. Heiden⸗ schreider in Herrieden, enthalten regelmäßig die Ausdrücke: Luftberg, Luftthal, Luftwelle. Da viele unserer geehrten Leser diese Ausdrücke nicht genau verstehen, so geben wir hier die von dem gelehrten Herrn Verfasser selbst ertheilte Auskunft.„Ein Luftberg befindet sich in derjenigen Gegend der Erde, über welche die höchste Luftsäule hinzieht. Diese übt nun auch den größten Druck auf die Queccksilber⸗ säule aus und hat den höchsten Barometerstand zur Folge. Ein Luftthal bietet die entgegengesetzten Verhälinisse, der Luftberg und das Luftihal zusammen geben eine Luftwelle. Letziece bedecken in der Regel eine große Fläche Landes, so daß sich selten mehr als zwei Luflwellen zugleich über Europa bewegen. Im Bereiche des Luftthales herrscht gewöhnlich der feuchte Antipassat, und in dem des trockenen Luftberges der trockene Passat.“ Darmstadt. Prozeß Keller.(Fortsetzung.) Ein überaus wichtiger Zeuge ist der von dem Ange⸗ klagten des ungesetzlichen Einflusses auf sein Geständ⸗ niß beschuldigte Assessor Becker von Großgerau. Der⸗ selbe stellt jede derartige Beeinflussung in Abrede. Keller habe ein vollständig freies Geständniß abgelegt unter Thränen und in großer Bewegung. Er habe von jeher mit dem Angeklagten Mitleid gehabt und ihm deß⸗ halb seine Lage zu erleichtern gesucht. An der Zurech⸗ nungsfähigkeit K's. habe er nie gezweifelt, und erst auf die zur Motirirung der gestandenen Vergehen geihane Aeußerung, es packe ihn, wenn er des Nachts an einem Friedhofe oder an einer Kirche vorbeigehe, daß er hinein müsse, und wenn er heute frei werde, müsse er es doch wieder thun, habe er es für seine Pflicht gehalten, den Kreisarzt zuzuziehen. Ob Keller gerade materialistische oder sortschrittliche Bücher gelesen habe, wisse er nicht. Der Angeklagte vermag auf die direkte Frage des Zeugen, ob er die Unwahrheit sage, nicht zu antworten, und als Actuariatsgehülfe Wendel von Großgerau die Angaben des Assessor Becker in allen Punkten betätigt, ist er fichtlich bewegt und weint, hält jedoch an seinen jetzigen Aussagen fest. Es wird hierauf eine Reihe von Büttelborner Ein⸗ wohnern vernommen, theils über die Auffindung der gestohlenen Sachen, theils über die Persönlichkeit Keller's. Er versucht den Meisten persöͤnliche Molive unterzuschieben, weßhalb sie gegen ihn aussagen, obgleich Alle betonen, daß man den Angeklagten für einen ehrlichen Mann gehalten habe, der indessen nicht geeignet gewesen sei, sich Freunde zu erwerben, weil er sich gerne geringschätzend gegen seine Mitbürger betragen habe. Es wird dabei bestätigt, daß sich Keller Nachts viel auswärts herum⸗ getrieben habe, auch daß er öfters Nachts geschossen habe, um die Leute glauben zu machen, er wolle seine Feinde abhalten, ihm die gestohlenen Sachen ins Haus zu tragen. Als einen Hauptwidersacher bezeichnet der Angeklagte den Pfarrer Staudinger von Büttelborn, dem er vorwirft, er habe im Jahre 1866 in einer Predigt die Soldaten zum Treubruch verleiten wollen, eine Angabe, die jedoch von keinem der Pfarrkinder St's, bestätigt wird, Staudinger selbst entwirft allerdings keine günstige Schilderung von Keller, den er als Lügner und Renommist bezeichnet, welchem jeder sittliche Halt fehle. Zeuge Dr. Münch behandelte K's. Frau und fand, daß der Angeklagte sich gegen dieselbe nichts zu Schulden habe kommen lassen, vielmehr sich stets auf das Angelegentlichste für ihr Wohl⸗ ergehen besorgt gezeigt habe. Auch er hat an K's. Zu⸗ rechnungsfähigkeit nie gezweifelt. Brigadier Bauer habe sich nach seiner Ansicht aus Melancholie über den Tod seiner Fran, an welche er, als sie schon verstorben war, noch Briefe richtete, entleibt. Die Kinder Keller's, welche nichts, nur der Sohn hat einmal ein solches in der Scheuer gefunden und verbrannt; drei Mägde wissen nichts von gebrauchter Sympathie, eine von ihnen hat einmal eine Bibel in der Scheuer gefunben, Keller verbot ihr etwas davon zu sagen. Forstwart Massing sagt, der Angeklagte wäre Gottesleugner gewesen; Christoph Hirsch will den Angeklagten gerade nicht als Lügner hinstellen, hat ihm jedoch nichts geglaubt. Von andern Zeugen wird K., trotz dieser Fehler, als ein gutmüthiger und reeller Mann geschildert, so habe er dem Diakonissenhaus Kraut umsonst geliefert, einem Zeugen gab er sogar ein Golbstück für die Anstalt, jedoch unter der Bedingung. daß sein Name nicht genannt werde. Ph. Gölzenleuchtek, Nachtwächter in Büttelboen, hat den Angeklagten einmal Nachts an der Kirche getrossen und den Morgen darauf erfahren, daß in die Kirche eingebrochen worden. Georg Barthel erklärt Keller für einen großen Lügner, der alle Welt schlecht gemacht habe. Die Ehefrau bes in Amerika abwesenden Peter Reis V. erzählt mit großer Zungen⸗ sertigkeit, daß ihr Keller stets nachgestellt habe, ihm sei nichts heilig, seine ganze Freude sei gewesen, die Leute zu chikaniren. Der Juculpat erklärt natürlich auch diese An⸗ gaben für unwahr. Bürgermeister Sensfelder von Büttel⸗ born bestätigt, daß Keller vor 9— 10 Jahren am Typhus heftig erkrankt gewesen auch stark an Hämorrholden gelitten habe. Die Reis gelte für eine böse Zunge, sonst sei ihm nichts Nachtheiliges bekannt. Lehrer Rommelshausen von Büttelborn bestätigt, daß Keller in religisser Beziehung sehr frei gewesen sei, sich auch durch unvorsichtige Gespräche viele Feinde zugezogen habe. Ph. Leiß, Brenner bei Keller, bestätigt, daß der junge Keller ein Buch verbrannt habe, welches gefunden worden. Daß der Angeklagte Sympathie getrieben, kann er nicht glauben, da sich der⸗ selbe stets darüber lustig gemacht habe. Sein Dienstherr habe nach von ihm gehörten Aeußerungen an nichts geglaubt, als an ein höheres Wesen. Friedrich Vehre sagt von dem Mitangeklagten Helfmann aus, daß derselbe häufig wegen seines geringen Verstandes aufgezogen worden. Christoph Gerig VI. deponirt, daß Keller im Jahre 1866 Zigeuner mit Bier regalirt habe, weil, wie er gesagt, solche in Bamberg früher ihm Dienste geleistet hätten, wofür er dankbar sei. Die Frau des Bäckers Daum von hier berichtet, daß Wendel Helfmann fünf Tage in ihrem Hause war als Lehrling, dabei immer geweint habe, was sie Heimweh zugeschrieben habe. Der Angeklagte gibt eben⸗ falls Heimweh als Grund der Thränen an. Nachtwächter Sensfelder aus Büiltelborn bestätigt, daß Keller oft Nachts nach Hause gekommen sei; bei den Kirchendiebstählen habe er nicht an benselben gedacht. Die Nachtwächter von Goddelau behaupten bezüglich des dortigen Kirchendlebstahls erst in der Nacht um 2 Uhr Lärm in der Gegend der Kirche gehört zu haben. Partikulier Kast von hier hat den Angeklagten am nämlichen Tage(22. Oktober 1805, als in der Kirche eingebrochen wurde) betrunken gesehen, und zwar zu Erfelden ewa 7 Uhr Abends. Bürgermeister Leber von Griesheim bezeugt, baß der Angeklagte Helf⸗ mann in früher Jugend körperlich fast ein Krüppel gewesen sei, das habe sich später gebessert, geistig seien jedoch in der Schule keine Resultate erzielt worden.(Hier wird die öffentliche Verhandlung abgebrochen und bei ver⸗ schlossenen Thüren über das Verbrechen gegen die Sittlich⸗ leit inquirirt.)(Schluß folgt.) f Schiffs nachrichten. Mitgetheilt von Ch r. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent. Das Hamburg⸗New⸗Yorker Post⸗Dampsschiff„Ham⸗ monia,“ Capitän Meier, am 21. April von New⸗Herk abgegangen, ist nach einer ausgezeichnet schnellen Reise von 9 Tagen 9 Stunden am 1. d. M., 11 Uhr Morgens in Cowes angekommen, und hat, nachdem es baselbst bie Verein. Staaten⸗Post, sowie die für Southampton und Havre bestimmten Passagiere gelandet, um 1 Uhr die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe überbringt 199 Passagiere; 63 Briefsäcke; 900 Tons Ladung und 280,750 Dollar Contanten. Das Hamburger Post⸗Dampfschiff„Bavaria,“ Capt. Meyer, ging, expedirt von Herrn August Bolten, William Miller's Tachf., am 2. Mai von Hamburg nach New⸗ Pork ab. Außer einer starken Brief⸗ und Packetpost hatte dasselbe 29 Passagiere in der Cajüte und war das Zwi⸗ schendeck mit Passagieren voll besetzt. Verloos ungen. Wien 1. Mai. Bei der heutigen Zlehung der 1860er Loose fielen folgende Haupttreffer auf Nr. 2 Serie 17848 300,000 fl., Nr. 6 Serie 3155 50.000 fl., Nr. 4 Serie 11179 25,000 fl., Nr. 5 Serie 15576 10,000 fl., Nr. 15 Serie 1476 10,000 fl. Eingesandt. Die übergroße Zahl der Maikäfer, wodurch wir gegenwärtig belästigt sind, mahnt dringend an die Verlilgung dieser sehr schädlichen Käfer. Wir bitten alle Besitzer von Feldern und Gärten, gemeinsam auf die Vernichtung hinzuwirken. Am besten sammelt man sie in der Frühe; sie dienen— wenn nicht in zu großer Anzahl — als Futter für Hühner, oder, nach erfolgtem Verstampfen, als ganz ausgezeichnetes Dungmiltel. Man hat aber die ganze Flugzeit hindurch das Sammeln sortzusetzen, denn gerade die weiblichen Maikäfer müssen gelödtet werben, indem diese länger leben, als die männlichen, und am meisten schaden, weil jeder befruchtete weibliche Maikäfer hierauf vernommen werden, wissen von den Büchern 30 und mehr Engerlinge erzeugt. deulschen 1 Grosche nostanlirte Ueberf ulld das für Briefe 15 Loth en Dru d egen ein 4 se 9 feroch die! des Porlos entrichten. Die Dr werden, thu Im Uebrige denselben innern Ber gebend sind. eis ift pioben unt tommandirt und unter! franlirte S. einer Rete 7 k. Der kaun dur ihm das r werde. 8 sender ein *— r ssen Bekanntmachung. 1072 Zwischen dem Norddeutschen Bunde und Dänemark ist am 7./9. April d. J. ein Poftvertrag abgeschlossen, welcher am 1. Mai in Kraft tritt. 9 In Folge dieses Vertrages kommen für den Corre⸗ ee spondenz⸗Verkehr zwischen dem Gebiete des Norddeutschen Großherzogliche Realschule zu Kiedberg. 1092 Mittwoch den 13. und Donnerstag den 14. Mat werden die Prüfungen im Realschulgebäude(von Morgens 8 bis Mittags 5 Uhr), Freitag den 15. Mai der Actus im Saale des Hotel Trapp(3 Uhr Nach. I stattfinden, zu welchen Schulfelerlichketten wir die Eltern und Freunde der Schule hlermit ergebenst einladen. Tut* Bundes und Dänemark folgende Portosätze zur An⸗ Anmeldungen neu aufzunehmender Schüler, welche wenigstens in den nächsten Monaten das 10. Lebens ⸗ „un wendung. fahr erreichen müssen, können Mittwoch den 3. Jun, Vormittags von 9 bis 12 Uhr, in dem Realschulgebäude wein Das Gesammtporto beträgt bis zum Gewicht von] unter Beibringung von Zeugnsssen der bisherigen Lehrer bei der unterzelchneten Bebörde gemacht werden, worauf Donnerstag den 4. Junt die Aufnahm sprüfung statthaben wird. Das neue Schuljahr nimmt Frei⸗ tag den 5. Junt seinen Anfang. 0 — ung, 1 Loth inel.: für frankirte Briefe nach Dänemark 2 Groschen ami oder 7 kr., Großherzogliche Direktton der Realschule auf für unfranktrte Briefe aus Dänemark 4 Groschen Dr. Möller. Veodg oder 14 kr—— N ale mit der Maßgabe, Holz 5 Versteigerung daß für gewöhnliche Briefe, welche aus den Herzog⸗ lhümern Schleswig und Holstein mit Einschluß des ücrstenthums Lübeck, sowie aus den freten und Hanse⸗ Na ädten Lübeck nebst Travemünde und Hamburg ber⸗ An. rühren und nach Dänemark bestimmt find er vice verss, in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Eichelsdorf. 1091 Montag den 11. und Dienstag den 12. d. M. werden in ben Districten Alterberg, Fischwäsem ꝛc. ꝛc nachstehende Holzsortimente verstetgert: A. Brennholz. dau das Porto bis zum Gewicht von 1 Loth inol. f Stockbol * frankirt nach Dänemark auf 1½ Groschen, Holzart: Aan, dae 2 e Neisten, 0* unfrankirt aus Dänemark auf 3 Groschen Buchen 872½ I. Kl. 45% 120 338 tan, d festgesetzt ist und 5 5 74½ II.„ 1 45 345 Vorwuchs c Beugen daß für Local⸗Briefe im Verkehr zwischen den Nord⸗ Eichen 5½ II. 2 1 1 n deutschen und Dänischen Grenzorzen das Porto von Nadelholz. 4 3 7 12 ente 1 ae 55 frankirte Briefe 25 von 2 Groschen für B. Suu, Werk und Nut holz a Pd del unsrankirte Briefe Anwendung findet.. 1 S 5 a 2 5 14 8 J * am Uebersteigt das Gewicht des Brlefes ein Loth, so N 7 N„ Au Dent messen mes 12. Suß 1 8 8 A Vaackut wird das Doppelte des betreffenden vorflehenden Satzes Nadelholz 41 1 1 5½—9 1 2005 8 2. 15 de d de 15 5 bis zu dem zulässigen Maxtmal⸗Gewicht von„ 12 Stangen„ 4—5 5 5 5 30 3 5 Diensth · g oth erboben. 1 1 7 7„* 77 2 2 cl Drucksachen und Waarenproben können Sasel ede e jedesmal Morgens präcis 9 Uhr. Zusammenkunft am ersten Tage auf der 1 sr je 90 ermäßigtes Porto von ¼ Groschen 925 2 kr. Das Holz sitzt großentheils an der Fünfeichenschne iße, von wo die Ab fuhr leicht ist. dum r se 2½ Loth inel. abgesandt werden. Ueberftelgen Das Buchen⸗Stammholz kommt am ersien, das Eichen- und Nadel⸗Baubolz, sowie das in verschledenen ledoch die hiernach sich ergebenden Beträge das Doppelte 6 des Portos für frankirte Briefe, so ist nur dieses zu dt, selche ih entrichten. Distrieten sitzende Windfallholz dagegen erst am zweiten Tage zum Ausgebot. vorher von Forstwart Debus in Eichelsdorf vorzeigen lassen. Eichels dorf den 4. Mat 1868. Steigliebhaber wollen sich letzteres Die Drucksachen und Waarenproden müssen frankirt werden, thunlichst unter Verwendung von Postfreimarken. Im Uebrigen unterliegen Drucksachen und Waarenproben denselben Versendungs⸗ Bedingungen, welche für den innern Verkehr des Norddeutschen Postgebiets maß ⸗ gebend find. Es ist zulässig, Briefe, Drucksachen und Waaren⸗ proben unter Recommandation abzusenden. Re ⸗ commandirte Sendungen müssen stets frankirt werden und unterliegen demselben Porto, wie gewöhnliche frankirte Sendungen gleicher Art, jedoch unter Hinzutritt einer Retommandations⸗Sebühr von 2 Groschen oder 7 kr. Der Absender einer recommandirten Sendung kann durch Vormerk auf der Adresse verlangen, daß ihm das vom Empfänger vollzogene Recepisse zugestellt werde. Für die Beschaffung des Recepisse ist vom Ab⸗ sender eine weitere Gebühr von 2 Groschen oder 7 kr. zu entrichten. Nach allen Postorten in Dänemark können Zahlungen bis zum Betrage von 50 Thalern im Wege der Po st⸗ An welsung überwiesen werden. Die Einzahlung er⸗ folgt auf ein gewöhnliches Pofl⸗Anweisungs⸗ Formular. Die Gebühr deträgt ohne Unterschied des Betrages der Post⸗Anweisung 4 Groschen oder 14 kr., mit der Maßgabe, daß für Post⸗Anweisungen aus den Herzog⸗ thümern Schleswig und Holstein nebst dem Fürsten⸗ ithum Lübeck, sowie aus. und Lübeck nebst Travemünde nach Dänemark bei Beträgen unter und bis 25 Thaler eine Gebühr von 2 Groschen Anwendung findet. Die Gebühr ist stete vom Absender zu ent⸗ richten, thunlichst unter Verwendung von Postfreimarken. Expreßbriefe sind zulässig nach solchen Orten in Dänemark, in denen sich eine⸗Post⸗Anstalt befindet. Jür dergleichen Briefe ist das Porto und die Expreß · gebühr stets vom Abdsender im Voraus zu entrichten; des beträgt die Expreßgebühr bei Briefen nach Däue⸗ mark 2 Sgr. Ueber die Behandlung und Taxirung der Fahrpost⸗ sendungen nach Dänemark ertheilen die Post⸗Anstalten auf Verlangen Auskunft. f Berlin am 18. April 1868. OGeneral⸗Post- Am v. Philtps born. Main ⸗Weser⸗ Bahn. Bahnbezirk Friedberg. 1086 Die diesjährige Gras ⸗ und Klee Erndte auf den Böschungen und dem zur Bahn gehörigen Gelände soll werpachtet werden wie folgt: 1. Dienstag der 12. Mai in den Gemarkungen Schwalheim, Naubeim, Nieder⸗Mörlen, Ober⸗ Märlen, Ofiheim, Nieder⸗Weisel und Butzbach bis Meilen Nummer 20,56, Vormittags 7 Uhr an der rn Grenze anfangen; ittwoch den 13. Mat in den Gemarkungen Friedberg, Fauerbach und Bruchenbrücken, Vor⸗ mittags 7 Übr an der Friedberg ⸗Schwalheimer Grenze anfangend und Donnerstag den 14. Mat in den Gemarkungen Großherzogliche Obersörsteret Eichelsdorf Seen Au fforde tun g. 913 Die Erben der Otto Heinrich Kammers Eheleute von Trails Münzenberg haden um die gerichtliche Be⸗ stätigung der Kaufbriefe über fünf in dasiger Gemarkung gelegene Grundstücke nachgesucht. Zu diesen Erben ge hört unter Andern der einzige nachgelassene Sohn der Katharine Kammer, des Georg Walter's Ehefrau von Bisses, Johannes Walter, welcher schon vor mehreren Jahren nach Amerika ausgewandert sein soll und dessen dermaliger Aufenthalt hierorts unbekannt ist. Gedachter Joh. Walter wird anudurch aufgefordert, etwaige Einsprache gegen diesen Verkauf bel Strafe fuillschweigeaden Ausschlusses binnen 60 Tagen zu er⸗ beben und wird zugleich bemerkt, daß der Kaufschilling für die Güterstücke längft bezahlt sein soll. Butzbach den 11. April 1868. Großberzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gillmer. Bekanntmachung. 1035 Ludwig Kraft II. von Wohnbach bat sich der Verwaltung des Vermögens seiner Ehefrau begeben und diese ist außer Stand, demselben selbfiständig vorzustehen, weßhalb ihr Ludwig Wolf VI. und Wilhelm Wolf II. von Wobnbach als Curatoren beigegeben worden find. Indem man dies zur öffentlichen Keuntniß bringt, bemerkt man, daß alle mit derselben ohne Zustimmung ihrer Turatoren abgeschlossen werdenden Rechtsgeschäfte unverbindlich find. Hungen den 18. April 1868. Großherzogliches Landgericht Hungen Dr. Jrle, Pilger, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. im Domanialwald der Ober- försterei Hoch- Weisel. 1037 Otenstag den 12. Mai l. J., Vormittags 9 Uhr beginnend, werben im Distriet Hinterer Koppel, öffent⸗ lich verfleigert: 183 Stecken Buchen ⸗Scheit⸗ und Prügelholz, 119 1„ Stodholz, 15600 Wellen„ Reishbolz, theilweise Durch⸗ forstungs holz, 450 Wellen Nadelholz, Reisholz, 19 Stück Buchen⸗Stammhelz bis zu 2“ mittlerem Durchmesser und 30“ Länge, 2 Stück Fichten ⸗Stangenholz, Ote Versteigerung beginnt mit dem Durchforstungs⸗ Relsholz an der s. g. Försterswiese. Zablungsfrist bis 1. October l. J. Münster am 29. April 1868. Großherzogliche Oberförsterei Hoch⸗Weisel So mmer. Main ⸗Weser⸗ Ba hn Section Friedberg. 1085 Montag den 11. d. Mts., Vormittags 10½ Uhr, wird auf dem Bureau des Unterzeichneten die bet Ver⸗ längerung des Durchgangs dei der Station Nieder⸗ Wöllstadt erforverliche Maurerarbeit, veranschlagt zu 274 fl. 34 kr. sowie die Lieferung von 52 Bütten Kalk durch öffentliche Versteigerung vergeben. Friedberg den 3. Mat 1868. Der Großherzogliche Sections⸗Iugenteur der Section Friedberg Heyl. Edictal ladung. 1093 Im Hppothekenbuch der Gemeinde Gambach findet ich Band I. pag. 15, ff. noch ein Eintrag ungelöscht, wonach Jobannes Metzger IV. und Frau Katharina, geb. Langgöns von dort det dem Kugelhausfond zu Butzbach am 9. Juni 1836 unter gerichtlicher Verpfän⸗ dung verschiedener Güterstücke der Gemarkung Gambach ein à 5% verzinsliches Darlehen à 180 fl. aufgenommen baben. Der Abtrag dieser Schuld ist genügend bescheinigt, die quittte Obligation aber in Verlust gerathen. Zufolge Antrags der Schuldner werden Alle, welche Ausprüche aus jener Hypothek besißen, zu deren Geltend⸗ machung bei unterzeichneter Gerichtsstells binnen 6 Wochen aufgefordert, als sonst nach deren frucht⸗ losem Ablaufe der genannte Pppothbekeintrag gelsscht werden wird. Butzbach den 1. Mai 1868. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gilmer, Fresentus, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Bekanntmachung. 1094 Das bisher unter der Firma„Gebrüder Meper“ in Steinfurth betriebene Geschäft in Frucht, Vieh und Branntwein ist laut Erklärung vom 29. Januar 1868 aufgelöst worden, was beute in dem Firmen ⸗Negister des unterzeichneten Gerichts gewahrt wurde. Nauheim am 9. April 1868. Oroßsberzogliches kandgericht Nauheim Ulrich, Suppes, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Holzkohlen⸗Verkauf. 1084 Von Fürstl. Bergverwaltung zu Weckes heim i mir der Verkauf von Holzkohlen übertragen worden. Es wird der Centner tranco Friedberg zu 17 und Nauheim zu 17½ kr. geliefert. Consumenten, welche Fuhrwerk haben oder selbst fahren lassen wollen, genießen selbstverständlich den Fuhrlohn. Credit wird nach Vor ⸗ schrift Fürstl. Bergverwaltung gegeden. Die Kohlen find dieses Jahr sehr schoͤn und sehe ich recht zahlreichen Bestellungen entgegen. Jean Huber. Friedberg. Wagen zu verkaufen. 10 Kloppenheim, Okarben und Nieder⸗Wöllstadt, Vor⸗ 1 fit u witiags 7 Uhr an der Dortelweil⸗Kloppenheimer Grenze anfangend. Die Pachtbedingungen werden beim Begiune der 5 einzelnen Termine bekannt gemacht. Frucht ⸗Versteigerung. 1097 Donnerstag den 7. Mat d. J., Nachmittags 2 Uhr, werden in blesigem Rathhause 24 Malter Korn von den Fruchtvorräthen des vereinigten Armenfonds öffentlich * 2 6 1 1, zrtedberg den 3. Mat 1868. meistbietend versteigert. 1048 Mehrere gebrauchte Droschken, ue Der Großherzogliche Bahn⸗ Ingenieur Friedberg am 6. Mat 1868. Biktoriawagen, Halbchalschen und Som⸗ h ee des Bahnbezirks Friedberg Großberzogliche Bürgermeisteret Frtedberg merwagen mit Verdeck, Rothhan, nen * galis Heyl. Fouc ar. Schlesingergasse 3, Frankfurt a. M. e r e Vorschuß⸗ und Credit⸗ Verein. 1101 Wir bringen biermit zur offentlichen Kenntniß, daß von Montag den 11. Mai an die Dividende pro 1867 täglich in den bekannten Geschäftsstunden an der Kasse erhoben werden kann. N f Gleichzeitig ersuchen wir die Mitglieder ihre Conto-Büchelchen zur Abholung bereit Der Vorst and. Dr. med. Fr. Moldenhauer. Hamburg-Amerizanische Packelsahrt-Actiengesellschast. Post⸗Dampfschifffahrt zwischen 1 N Hamburg und Uew-) 4— vermittelst der Postdampfschiffe 3 ammonio, Mittwoch, 18 Mai Holsatia, Mittwoch, 20. Mai Bo Morgens. 8 165 5 27. Mai Morgens. russia, Sonnabend, 16. Mai Die mit bezeichneten Schiffe laufen Southampton nicht an. 2 Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Ert. Rihlr. 165, Zweite Caiüte Pr. Crt. Rtblr. 100, Zwischen deck Pr. Crt. Riblr. 50. 1100 Naberes bei 0 Christ. Hecht, Bekanntmachung. Holzversteigerung in der Ober ⸗Förfteret Ober⸗Ros bach. 1089 Dienstag den 12. Mal d. J. werden in dem Domankal⸗Walddißtrikt Kellerberg und Katzenstirn an die Meiß bietenden öffentlich versteigert 2300 Wellen Buchen⸗ 13925„ Eichen⸗ u. Birken⸗ Reis holz 620„ Nadbdelbolz⸗ 913 Gebund Ginstern. Morgens um 7½ Uhr wied in Ober-Rosbach zum Beginne der Versiesgerung ein Zeichen mit der Glocke geläutet. Ober⸗Ros bach den 30. April 1868. Großberzogliche Oberförsterei Ober⸗Rosbach 0 Bin gmann. Holzversteigerung in den Gräfl. Solms Rödelheimischen Waldungen. 1090 Diensiag den 12. 1. M. von Vormittags 8 Uhr Kühlwäldchen und Haardt, folgende Holzsortimente öffent⸗ lich versteigert werden: 20 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 1 „„ Prügelholz. 40„„ Stockholz, 120 Reisholz, 47 Eichen ⸗ Scheitholz, 85 5 Prügelpolz, 108„ 5 Stockholz, 255„„ Reisholz, 333 Kiesern⸗Prügelholz. 2 1* Stockholz, 775 Wellen— Reis holz. Spectal⸗Agent in Friedberg. Drainrohren Hohlsteine Patent Dachziegel 1096 empfeblen A. Riegelmann& Cie., Fechenmühle bei Hanau. Samen- Handlung von Carl Manck in Dar m stadt empfiehlt zur jetzigen Aussaat: ächten Oberländer Stock⸗Hanfsamen, „ hohen amerikanischen, weißblühenden Leinsamen, Pferdezahn⸗Mais, besten neuen weißblühenden Seradella-Kleesamen, Esparsette, deutschen, Luzern, Weiß- und Grün⸗Kleesamen, Grassamen in allen Sorten, Wie sen⸗ und Kleegras-Mischungen, ditto zum Anlegen von Zier-Rasen, ditto„ 55 dauernder Bleich⸗Rasen, serner alle Sorten Feld⸗, Gemüse⸗ und Blumensamen, unter Garantie für ächte keimfähige Qualität und steht Preis-Verzeichniß gratis und franco zu Diensten. 960 „P a n“ Deutsche Vieh-Versicherungs-Gesellschaft zu Berlin 1031 versichert zu folgenden Minimal⸗Prämien⸗Sätzen: J. gegen alle Verluste: Lohnfuhrpferde mit 4%, andere Pferde mit 3%, Rindvieh mit 2½%, Schweine und Schafe mit 30%, II. gegen Seuchen: Pferde und Rindvieh mit ½%, gegen Rinderpest mit ½ 9/0, Schweine und Schafe mit 2%, III. den Viehstand der Landwirthe mit 20%. Der Unterzeichnete Agent der Gesellschaft erklärt sich zu jeder näheren Auskunft und Annahme von Versicherungs-Anträgen gerne bereit. Leidhecken. 75 1„ Selzam, Bürgermeister. T Bekanntmachung. je Inhaber von Partenheimer Partlalobligationen 1095 Die am 4. d. Mis. in Bönffadt ab : 2„d. 1 gehaltene e e e 1 Arbeltsverfleigerung bat die Genehmigung erhalten und 9 5 Mal i Enpfang zu nehmen, dem die Berfinsung mit 1 0 den betreffenden Accordanten hiermit bekannt viesem Tage aufbört. rtedberg den 5. Mai 1868. Partenheim den 5. Mat 1868. Der Bezirks ⸗Bauauffeher Großherzogliche e Partenheim Schne ider. 4 Ex. Eine große Gnautität Selleriepflanzen, Rothen und weißen We in, 1074 2 100 20 kr. und Pensée in diversen Varietäten, 5 5 1073 rein gehalten, zu billigen Preisen, empfiehlt a Stück 1 kr., empfiehlt die Gräfliche Hofgärtnerei Assengeim Löb Strauß. * * e Holz- Versteigerung. Die Zusammenkunft ist am Forstgarten ohnweit der Sternbacher Kirche. us Wickstadt den 4. Mai 1868. b. Gräfliche Oberförsterei Assenheim Schal las. Das im biesigen Gemrindewalde, Diftrikt vkenspitz“, versteigerte Gehölze darf bis auf weitere »kanntmachung nicht abgefahren werden Ober⸗Mörlen am 2. Mai 1868. Großherzogliche e Ober-Mörlen e cke l. * 7 I 7 1051 Butter und Handkäse, sowie alle Sorten Brannt- wein, in stets guter Waare, verkauft über die Straße G. Schneider neben Frau Krüger, dem Hötel Trapp gegenüber. Zwei frischmilchende Ziegen 1087 verkauft Wittwe Köhler in der Vorstadt. 108 Unterzeichneter erlaubt sich einem verehrlichen Publikum anzuzeigen, daß er sich als Thlerarzt in Altenstadt niedergelassen hat. Altenstadt im April 1868. 2 Dr. Joh. Erbnich. weise leinene Caschentücher, 270„ gestickt und glatt, Manschetten mit Kr eigen, Herrenkragen, Vorhemden, sow ee Hosenträger bei 5 K. Friedrich neten der Pofl. Vunderragel& Schimpff in Friedberg empfehlen als Vorzüglich: von J. Scholz in Mainz. Diese, aus Pflanzenfsoffen bereitete Tinte ist frei von Säure, flleßt sebr gut aus der Feder, die sie nie⸗ mals angreift, schreibt sich dunkelviolet, wird aber nach kurzer Beit für immer tief schwarz. Die Copirtinte ist unübertroffen, Abzüge davon lassen sich noch nach 8 Tagen nehmen. Das Fläschchen 8 und 14 kr. „ Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 8. Mai. Waizen 17 fl.— kf. Korn 12 fl. 20 kr.; Gerste 9 fl. 20 kr.; Haser 6 fl.— kr. Frankfurt, 27. April. Waizen 17 fl. 30 kr.; Korn 13 fl. 50 kr.; Gerte— fl.— kr.; Hafer 10 fl. 15 kr. Grünberg, 2. Mai. Waizen 17 fl. 22 tr.; Korn 13 fl. 45 kr.; Gerste 10 fl. 38 kr.; Hafer 6 fl. 38 kr.z 47 fr.; Saamen u. Lein 15 fl. 5 kr.; Kartoffeln 3 fl. 36 kr. Mainz, 1. Mai. 13 fl. 20 fr.; Gerste 8 fl.— kr.; Hafer 6 fl. 38 kr. 22 fl— kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpff. an, sollen in dem Revier Wickstadt, Distriet Abtswald.. Molier— fl.— fr. Erbsen 11 fl. 50 k.? Wicen 5 f. Waizen 17 fl. 8 kr.; Korn Kartoffeln 3 fl. 48 kr.; Roggenstroh per 100 Gebund — enlhol be — getresst zur offt —— Hess henogliche Ausmünzv 12572 fl. Anuzer- 4545 fl, 58182 b Belanntm Rüdschte 1848 ge nicht bes wals zu rechtigu zugelast zur öffe malige werden diejenige pelche fie pollen, Jahres n denn iht demnächst nligen! ils vor belt werd Richtigen Eilat · Co 1 ihrer zeige buußden Justanz. Willie Landeefs tine Auf Abgaben. 75 un er Jahr höhre Bi stigernde In Gan Agaben biene,