Schaglelr d Em: e; N igsten doden. itsin⸗ en zum aden u. icht 11 f 1d int eigen t Daret⸗ tin damit 1 teßt 3st Außer LI iet pr iu vn 1 Pesa 8 Regieren zu erleichtern. 1868. Dienstag den 6. October. M 118. — 8 nzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samsta⸗ Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publiziren: Nr. 53 sub 1. Reglement, die Musterung, Abschätzung und Aushebung der bei eintretender Mobilmachung für die Großherzogliche Division erforderlichen Pferde betreffend. Friedberg am 4. Oktober 1868. Groß herzogliches Kreisamt Friedberg Tera pp. Hessen. Darmstadt. Nach den„H. V.“ ist der Zusammentritt des 19. Landtages zum Zwecke der Verabschiedung desselben am 26. d. M. zu erwarten. Der 20. Landtag werde dann alsbald zusammenkommen. — Die Großherzogliche Regierung, welche eine Einladung zur Betheiligung an dem Genfer internationalen Sanitätscongreß erhalten, soll ihre Zustimmung von der Entscheidung des norddeut— schen Bundes abhängig gemacht haben. — Der Ausschuß des landwirthschaftlichen Vereins für Starkenburg hat beschlossen, denjenigen Lehrern der Provinz, welche im kommenden Winter landwirthschaftlichen Fortbildungs-Unterricht aus den Volksschulen entlassenen Bauernsöhnen ertheilen und durch öffentliche Prüfung der Schüler günstige Erfolge nachweisen, Prämien von mindestens 50 fl. zu gewähren. — Die wegen Ausgleichung der Kriegekosten aus dem Jahre 1866 ernannte Commission hat den größeren Theil ihrer Aufgabe bereits definitiv erledigt. Auf die Stadt Darmstadt sind hiernach circa 55,000 fl. entfallen, deren Auszahlung an die Berechtigten, Quartierträger ꝛc. nunmehr er— folgen wird. — Oberst v. Grolman, Commandant der Garde⸗Unteroffizier⸗Compagnie und Flügeladjutant des Großberzogs, soll um seine Pensionirung nach- gesucht haben. Ein Darmstädter Correspondent des„Fr. J.“ meint, es sei das eine weitere Pen— sionirung, wodurch der Bruch mit dem alten mili⸗ tärischen Regime vollzogen ist. Heppenheim a. d. B. Für den verstor⸗ benen Geheimen Rath Seitz ist Staatsrath von Biegeleben zum Abgeordneten zur zweiten Kammer gewählt worden. Preußen. Berlin. Graf Bismarck wird seine sämmtlichen Funktionen vor der Rückkehr des Königs von Preußen aus Baden-Baden, welche am 21. Oct. erfolgt, wieder übernehmen. Weimar. Das neueste Gesetzblatt hebt den Bundesbeschluß über das Vereinswesen auf und stellt damit das freie Vereinsrecht wieder her. In Altenburg hat eine große Feuersbrunst einen Theil des Residenzschlosses zerstört. Zwei Feuerwehrleute sollen todt und mehrere ver— wundet sein. Bayern. München. Die am 28. Sept. begonnenen Verbandlungen der Techniker und Ver- waltungsbeamten des deutschen Eisenbahnverbandes sind am 30. Sept. bereits zu Ende geführt worden. Die Versammlung, welche aus nahe 200 Theil nehmern bestand, erledigte nicht weniger als 64 von den verschiedenen Verwaltungen eingegangene Anträge. Oesterreich. Wien. Der Kaiser hat, wie die„Wiener Zeitung“ berichtet, dem bis- herigen Statthalter von Galizien, Grafen Golu— chowski, die erbetene Entlassung bewilligt. Finanzminister auf die dem Consortium Simundt— Kirchmayer käuflich überlassenen Staatsdomänen bereits erhalten, und sofern eine uns zugehende Nachricht sich bestätigt, wird im Verlaufe von wenigen Wochen eine neue Rate im Betrage von einer Million an die Finanzverwaltung aus dem Staatsgütergeschäfte abgeführt werden. — Das„Tageblatt“ meldet, daß der hiesige spanische Gesandte Torre-⸗Deyllon auf die Nachricht von der Flucht der Königin Isabella das Gesandt— schaftsbureau sofort schloß. — Die„Presse“ erfährt, daß der englische Botschafter Lord Stanlei in Paris die vorläufige Aufrechthaltung des Status quo bei der diplomatischen Vertretung in Madrid vorgeschlagen und Frankreich sich einverstanden erklärt habe. Prag. Dem„Tagesboten“ wird von an- geblich zuverlässiger Seite mitgetheilt, daß der Kurfürst von Hessen beabsichtige, in der Schweiz, und zwar in der Nähe von Genf, eine Villa an- zukaufen. Die Uebersiedlung solle schon im nächsten Frühjabr stattfinden. Frankreich. Paris. Bezüglich einer französischen Intervention in Spanien sagt der „Temps“: Abgesehen von der Frage des Rechts und vom bloßen politischen Gesichtspunkte aus, reicht die Situation unserer eigenen Angelegen— heiten hin, um Zurückhaltung anzuempfehlen. Man bat bereits die Hand Preußens in den spanischen Ereignissen sehen wollen. Wir glauben, daß man sich täuscht. Die spanische Bewegung erklärt sich zu natürlich, als daß es nöthig wäre, zur Supposition ausländischer Aufreizung seine Zuflucht zu nehmen. Eine Sache jedoch ist klar. Diese spanische Bewegung dient Preußen, weil sie die Aufmerksamkeit Frankreichs ablenkt und weil nicht mehr von dem famosen Projekt, Spanier nach Italien zu werfen, die Rede sein kann. Wenn wir Preußen noch nützlicher sein wollten, so brauchten wir uns nur in eine neue spanische Verwicklung einzulassen. Wir schreiben Preußen keine offensiven Absichten gegen Frankreich zu, wir glauben nicht einmal, daß es sehr eilig ist, die deutsche Einheit zu vollenden, aber unsere Inter— vention in Spanien würde ihm jedenfalls ganz freie Hand geben. Dieß reicht, scheint uns, hin, um Spanien, Europa und Frankreich vollständig über diesen Punkt zu beruhigen.“ — Der„Moniteur“ meldet:„Ein Telegramm, datirt Madrid 1. Oct. Nachmittags, bringt folgende Nachrichten: Die erwarteten Generäle sind nicht eingetroffen. Serrano ließ eröffnen, daß er sich den Wünschen der Junta fügen würde, aber daß er Unordnungen befürchte, wenn er die Truppen verließe. Prim wird nach Catalonien gehen, wo General Cheste den Oberbefehl beibehalten habe. Der Palast der Königin blieb unangetastet. Im Laufe des Tags sollen die Wahlen zur Junta durch allgemeine Abstimmung stattfinden. s Das österreichische Finanzschiff fährt jetzt im besten Fahrwasser, sagt die alte„Peesse“; die — Die„Presse“ sagt, die iberische Union! Steuern fließen reichlich ein und auch die soeben oder die Föderativrepublik seien die Grundlagen zum Abschluß gebrachten beiden Domänengeschäfte tragen wesentlich dazu bei, Herrn Dr. Brestel das Zwei Millionen hat der des Programms von Prim. Der König von Portugal habe für sich und seinen Bruder das — Die Königin von Spanien ist am 30. Sept. Abends um 5 Uhr in Pau angekommen., Der Präfect hat sie auf Befehl des Kaisers bis zum Schloß geleitet. Sicheren Nachrichten zufolge soll Isabella sich nur einige Tage daselbst ausruhen wollen und würde sich dann nach Rom zum Papste begeben. Die vertriebenen Bourbonen wären dann so ziemlich alle beisammen. — Die„Opinion nationale“ erhält aufrecht, daß die Königin Isabella nur einige Tage in Frankreich verweilen und sich dann nach Rom be— geben wolle. Dasselbe behauptet auch die„Epoque“. — Miranda, welcher Prim bekanntlich seit längerer Zeit nahe steht, sagt im„Gaulois“: Die Frage der Succession könne nur zwischen dem Herzog von Montpensier und dem König von Portugal schwanken; der Erstere habe die meisten Aussich— ten. Zwei Dinge würden von der neuen Regie- rung erwartet, nämlich die Durchführung des Princips der Freiheit der Bekenntnisse und die Errichtung eines aufrichtig constitutionellen Regi— ments. Der„Gaulois“ schreibt ferner:„Man sagt, daß Isabella von Bourbon die Kronjuwelen, welche Staatseigenthum sind, mit sich genommen habe und daß es einer der ersten Aete der pro- visorischen Regierung sein werde, die Wiederer— langung dieser Werthgegenstände auf allen diplo— matischen und gerichtlichen Wegen zu verfolgen. Außer den Kronjuwelen soll Isabella 23 Millio- nen Realen, welche sie sich von dem Staatsschatze hatte vorschießen lassen, mit sich genommen haben; diese Summe würde in die Reclamationen der provisorischen Regierung einbegriffen werden.“ Der„Etendard“ dagegen widerspricht dem Gerücht, daß die Königin die Krondiamanten mitgenommen habe Dieselben befinden sich sämmtlich im Escu— rial, wo sie unter Siegel gelegt worden sind. — Die in Paris erscheinende„Finanze“ will aus einer besonderen und ausgezeichnet gut unter— richteten Quelle wissen, daß ein diplomatischer Vertrag zwischen Frankreich und Holland soeben abgeschlossen worden sei und hält es für nützlich, dieß Factum festzustellen, dessen Wichtigkeit Nie- manden entgehen werde. — Der„Etendard“ sagt: Nachdem die pro- visorische Junta die Meinungsverschiedenheiten, welche in ihrer Mitte herrschten, dargelegt hatte, wurden die Wahlen zur Regierungs-Junta auf den 2. d. vertagt. Es ist dies die Ursache, weß⸗ halb die siegreichen Generale ihre Ankunft in Madrid verzögerten. — Die„Agence Havas“ meldet aus Madrid vom 2. October: Ganz Spanien ist dem Auf— stande beigetreten. Das Resultat der Wahlen ist noch nicht bekannt. Dänemark. Ee taucht das Gerücht mit größerem Nachdruck auf, daß unter französischem Einflusse eine schwedisch-dänische Offensiv- und Defensivallianz wirklich ihrem Abschluß nahe steht, wie es denn ja auch längst kein Geheimniß ist, daß die französischen Gesandten in Kopenhagen und Stockholm, die Herren de Dotezae und Four— nier, resp. auf den König Christian von Däne— mark und auf den König Karl von Schweden— Anerbieten Prims abgelehnt. Norwegen seltsam hohen Einfluß ausüben.— Auf N der Insel IJsland wird eine Hungersnoth be— fürchtet. Großbritannien. London. Aus Militär⸗ kreisen in Chatham wird berichtet, daß das Kriegs- Ministerium und das Armee-Obercommando für Neujahr eine beträchtliche Reduckion der Armee beschlossen daben. Zuerst soll die Abschaffung der meisten Depotbataillone, ferner eine Reduction des Truppenbestandes in Nord-Amerika und Australien stattfinden. Einem Gerüchte zufolge sei beabsichtigt, sämmtliche Truppen von dort zurückzurufen, da die Regierung den großen Colonien ihre eigene Vertheidigung zur Pflicht machen wolle. Spanien. Wohl selten hat eine Revolution einen so gründlichen und dabei so unblutigen Verlauf genommen wie die gegenwärtige in Spanien. Ein Land beinahe so groß wie Deutschland, eine Bevölkerung von fast 17 Mill., an die wechsel— vollen Schicksale von Revolten aller Art gewöhnt und wie keine andere prädisponirt zum kleinen Krieg, erklärt sich einmüthig für die Revolution. In keiner von all' den, zum Theil beträchtlichen Städten, in den vielen Provinzen, nirgends regt sich ein Fuß für die Königin. Selbst die bas— kischen Provinzen, die, im Besitz einer Menge wichtiger Vorrechte und Freiheiten, wie das Recht der Selbstbesteuerung, der Freiheit von der Milizpflicht und von allen Staatsmonopolen, bei der Erhaltung des alten Regiments besonders interessirt waren, da die siegreiche Revolution jene alten Vorrechte leicht hinwegfegen kann, wie sie in der That 1841 von Esperato schon einmal vorübergehend aufgehoben waren, wiesen die Zu— muthung mit Entschiedenheit von sich, in ihren Bergen eine Erhebung zu Gunsten der Bourbonen zu organisiren. Und die königlichen Truppen? Wo ist ihre Anhänglichkeit an die Krone, ihre Treue für ihren Kriegsherrn? Nur an drei Punkten, in Barcelona, in Santandor und bei Cordova leistete man einen Schatten von Wider— stand, um dann sich schlagen und zerstreuen zu lassen, oder mit Jubel zur allgemeinen Bewegung überzugehen. Einen schlagenderen, vollgültigeren Beweis dafür kann es nicht geben, wie die Bour⸗ bonenregierung jede Spur von Sympathie im Volke verloren hatte, und wie albern die Behaup⸗ tung war, die Erhebung sei vom Ausland an— gezettelt und genährt. Es war wohl ein richtiger Instinkt, der den Prinzen von Asturien leitete, als er mit heftigem Weinen sich dem Projekte widersetzte, ihn unter der Obhut des alten Esperato zurückzulassen als legitimer Thronerbe. Was sollte auch der Knabe in einem Lande thun, wo es wahr— scheinlich für ihn nichts mehr zu retten geben wird. Das spanische Volk war einmüthig bei dem Sturze der Königin betheiligt. Wird es gleich einmüthig sein bei der Frage, wem ihre Nachfolge anvertraut werden soll? Gewisse Blätter malen die augenblicklichen Zustände in Madrid mit düsteren Farben; ein wilder Demokrat, berichtet man, herrsche dort, die Republik sei bereits proklamirt. Gewiß ist bis jetzt nur, daß eine provisorische Regierung ernannt ist und die Wahlen ausgeschrieben sind. Ob der Herzog von Mont pensier auf den Thron gelangen oder eine Ver⸗ einigung mit Portugal erzielt werden wird, oder ob wirklich republikanische Tendenzen das Ueber⸗ gewicht gewinnen, kann erst die Zukunft lehren. Einstweilen ist es aber von Interesse, sich über die vorhandenen Parteien klar zu werden. Von der ministeriellen Partei, den Puros und sog. Moderados kann nach dem Sturz des Gouver⸗ nements kaum die Rede mehr sein. Es kommen darum nur folgende drei Parteien in Betracht: Die Union liberale, die eigentlichen Progressisten und die Demokratie. Erstere ist eine Compromiß⸗ partei mit monarchischen Grundsätzen und dem Marschall Serrano an ibrer Spitze. Die Pro- gressisten, unter der Führung Don Olozaga's wollen die iberische Union mit ebenfalls monarchi— scher Verfassung; auch General Prim soll noch daran festhalten. Die demokratische Fraction end— lich besteht aus den Republikanern. Ihr wichtig— stes Haupt ist der Marquis de Albaida. — Die„Gazeta“ brachte vor einigen Tagen eine Proclamation der provisorischen Regierung, welche die Entthronung Isabella's und die Volkssouveränetät ausspricht. Sie schließt mit den Worten:„Nieder mit den Bourbonen!“— Die Wahlen sind ausgeschrieben. Es herrscht große Begeisterung. — In Madrid herrschte am 1. Oct. voll⸗ ständige Ruhe. Das ganze Land hat sich jetzt für die Revolution erklärt. Prim und Serrano sind noch nicht angekommen.— Don Sebastian ertheilte der Königin den Rath, einen Bürgerkrieg zu beginnen, aber die baskischen Provinzen ver⸗ weigerten Mannschaften und Geld und erkannten die Revolution an.— Die Börse verkehrte in steigender Tendenz. — Die„Gazeta de Madrid“ vom 30. Sep⸗ tember bietet, als äußeres Zeichen der in Spa⸗ nien vor sich gegangenen gewaltigen Veränderung, auf der ersten Seite ein neues Emblem dar. Die Freiheit als weibliche Gestalt ist sitzend dargestellt, mit einer Waage in der einen und einem Schlangenstab in der andern Hand. Mit dem linken Fuß tritt sie einen Fuchs nieder; rechts neben ihr liegt ein gewaltiger Löwe. Endlich erblickt man, zur Vervollständigung der allegori⸗ schen Menagerie, etwas im Hintergrunde einen Hahn— Die provisorische Junta, die aus 40 Personen besteht, empfängt beständig Beglückwün⸗ schungsadressen aus allen Städten Spaniens. Sie verfügte die unbehinderte Fortsetzung aller öffent⸗ lichen Arbeiten. — Die Königin sandte einen heftigen Protest von Pau aus. — Marschall Serrano spricht sich für die iberische Union aus. Prim befindet sich noch in Barcelona. Das neue spanische Ministerium soll in folgender Weise gebildet werden: Marschall Serrano als Präsidenten, Castilla für den Handel, Topete für Marine, Aguirre für Justiz Prim für Krieg, Olozaga für Auswärtiges, Madoz für Finanzen. Italien. Rom. Das„Giornale di Roma“ veröffentlicht ein Sendschreiben des Papstes an die Protestanten und andere Akatholiken, wodurch er bei Gelegenheit des öcumenischen Concils beide Glaubensbekenntnisse wieder vereinigen will. Dat Sendschreiben schließt mit der Bemerkung, daß aus dieser Wiedervereinigung das Heil der Christen⸗ heit hervorgehen werde; die Welt werde keinen wahren Frieden haben, wenn es nicht wieder einen Hirten und eine Heerde gebe. Türkei. In Konstantinopel haben Ver⸗ haftungen wegen einer Verschwörung gegen den Sultan stattgefunden. Amerika. New-⸗Nork. In den califor- nischen Wäldern haben Feuersbrünste 100—200 Quadratmeilen Schlagholz zerstört. — Die Berichte über Indianer Angriffe im Westen mehren sich. Am 11. machte eine Bande von Cheyennes einen Angriff auf die Stadt Sheridan in Kansas, tödtete drei Personen und raubte eine große Anzahl Pferde und Hornvieh. In Colorano haben die Indianer in einer Woche allein 20 Ansiedler ermordet und scalpirt, und einige 500 Stück Pferde und Hornvieh weg— getrieben. Gießen. Es verlautet, der von hier nach Darmsiadt versetzte Hofgerichtsrath Bötticher werde vorläufig seinen Wohnsitz hier behalten, da ihm die Visitation einer Anzahl Landgerichte in Oberhessen übertragen worden sei. Franfurt a. M. wird demnächst ein zweites Theater erhalten, zu welchem Herr Theaterdirektor Keller aus Posen schon seit längerer Zeit die Concession besitzt. Derselbe hat ein sehr geeignetes Terrain auf dem Mozart⸗ platze zwischen dem Eschenyeimer- und Bockenheimerthore käuflich an sich gebracht und die Bauverträge bereits voll⸗ ständig abgeschlossen. Das neue Institut wird den Namen Thalia⸗-Theater erhalten und für 12000 Personen einge⸗ richtet sein. Zue Aufführung sollen vorzugsweise Lust⸗ spiele, Vaudevilles, Operetten kommen, ähnlich wie im Hamburger gleichnamigen Theater. Es soll im Winter und Sommer gespielt werden und eine mit dem Etablisse⸗ ment verbundene Gartenanlage im Sommer dem Publi⸗ kum Gelegenheit geben, die Zwischenacte im Freien zu verbringen. Dte ganze Einrichtung und Ausstattung des Theaters soll eine elegante und einer Großstadt würbige werden und die Eröffnung schon am 1. August 1869 erfolgen. Darmstadt. Der landwirthschaftliche Bezirksverein sür den Kreis Darmstadt beabsichtigt eine Prämie von 100 fl. für denjenigen Viehzüchter ober Viehhändler aus⸗ zusetzen, welcher den ersten in der Kürze stattfindenden Viehmarkt dahier mit ber reichhaltigsten und werthvollsten Collection von Thieren beschickt. Bingen. Am 30. Sept. wurde im„Englischen Hof“ dahier die fünfte Versammlung von Lehrern an mitktel⸗ rheinischen Realschulen und verwandten Anstalten abgehalten. Vertreten waren die Schulen von Bingen, Mainz, Worms, Darmstadt, Offenbach, Michelstadt, Alsfeld, Geisenheim, Erbach, Haagenburg, Neustadt a. d. Haardt und Kreuznach. Das Präsidium führte der hiesige Realschul⸗Direktor Sanders. Die nächstjährige Versammlung wird im Sept. 1869 in Worms stattfinden. Aus Herrieden, 28. Sept., schreibt man der„Fr. Zig.“:„Während uns immer neue, vom atlantischen Meer her ziehende Luftthäler gemischte Witterung bringen, so daß der Barometer vorgestern, mit Ausnahme vom südlichen Jialien und der Türkei, in ganz Europa unter dem Mittel blieb, herrscht in Nordamerika im Gegentheil sehr hoher Luftdruch, indessen verhällnißmäßig auch große Wärme. Die Temperaturunterschiede Europas bleiben ungeachtet des tiefen Barometerstandes fortwährend groß; die Gewitter ziehen sich mehr nach Süden zurück; die Nordlichter in Schweden und die Erdbeben in Jaszbereny (Ungarn) dauern noch fort. Hameln. Es muß auch solche Käutze geben! Wie der ⸗Deister- und W.⸗Zig.“ mitgetheilt wird, hat die Ort⸗ schaft W. in unserer Nähe beim letzten Manöver keine Einquartierung gehabt. Die Gemeinde, welche sich dadurch zurückgesetzt gefühlt, hat sich beschwerend an den König gewandt. „„ Bergbesteigung. Der Augsburger„Allgemeinen Zeitung“ schreibt man aus Zürich vom 22. September: „Dieser Tage wurde das 12,418 Fuß hohe Großhorn im Berner Oberland zum erstenmal erstiegen. Die kühnen Bergsieiger, Stud. med. Emil Ober und Stud, phil, Heinrich Dübi, machten sich in Begleitung der ge⸗ wandten Gletscherführer Johann Bischoff von Lauter⸗ brunnen und Joseph Singer aus dem Wallis von Lösch⸗ thal aus auf den Weg und erreichten die Spitze unter mennigfachen Gefahren. Die höoͤchst anstrengende Ex⸗ pedition erforderte volle zweiundzwanzig Stunden.“ VBerloosung. Wien. 1. Oct. Ziehung der österreichischen 100 fle Loose vom Jahre 1858. Auf Serie 188. Nr. 13 fiel der Haupttreffer von 200,000 fl.; Serie 24017 Nr. 54 40,000 fl; Serie 2176 Nr. 4 20, 000 fl.; Serie 188 Nr. 16 und Serie 188 Nr. 25 je 5000 fl. Sonstige gezogene Serien: 485 530 542 2042 23011 2645 2747 2929 3371 3869 4059 4071 4162 4192. * Braunkohlen- Verkauf. 2415 Für die gegen Credit zu beziehenden Braunkohlen beginnt auf dem Großherzoglichen Dorheimer Berg · werke mit dem 1. October d. J. eine neue Creditperiode, laufend bis Ende Dezember und verbunden mit einer Zahlungsfrist bis Ende März 1869. Der Preis der Kohlenklötze ist wie setther 12 fr. für den Centner— 14 Stück Klötze Die Fuhrleute wollen die Gegenscheine, welche ihnen bel Abgabe des Bürgscheins eingehändigt werden, bei jedem Kohlenbezuge mitbringen, damit die einzelnen Bezüge in dem Gegenschein notirt werden können. Bei Zahlung der Crediisumme an Großherzogliche Bergkasse zu Friedberg ist gleichfalls die Vorzeigung des Gegen⸗ scheins erforderlich. Dorhelmer Bergwerk den 30. September 1868. Großberzogliches Bergamt Dorheim Stor ch. 2354 Zum Frankfurter Journal und der 2376 In ein Specerei-Geschäft kann ein Lehrling bel Darmstädter Zeitung wird ein Mitleser freie r Kost und Logts eintreten. Frankirte Offerten gt Holz- Versteigerung. 2414 Montag den 12. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Freiherrlich von Died'schen Kirchwalde dahier 1) 700 Wellen von verschtedener Holzart und Güte, 2) die von den früheren Versteigerungen fitzen⸗ gebliebenen Stecken und Wellen öffentlich an Ort und Stelle versteigert werden. Ziegenberg den 2. October 1868. 5 Kirchner. 2375 Meinen Bekannten die Linzeige, daß ich das Gasthaus zum Nürnberger⸗Hof übernommen habe. Jute Speisen und Getränke, gukes Logis, und prompte Bedienung zusichernd, halte ich mich bestens empfohlen. Frankfurt a. M. im October 1868. r Oeffe! 2212 Nachde Melbach mil Mannes zum cutöpiozesses Clic den J zu nehmen ste Gläubiger d Forderungen werdungen g zubeugen, wi Frledberg 0 b — ꝛ— des königlich stantin don Hermann wärtig— u 5 Nach Ausenthaltso selben auf d dem Groß her als Anwalt don 1265 fl. 90% von der und 14. Oel und Proseft. zuläffg erke Wechselllogt Don anberaumt Rechesnachthe dur Beklagte Anlagen in dn Auflage klären, dez Unzrshrst, Aeich elch Linniden vor vlergensall Accel ge erllaͤrt werde Alle son Lerstgungen nich e dtiedb— gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. 1289755 Baruch Hecht. F. Hyronimuse. P ̃. ˙ ——— —— cyiembet reßbett t kübnen ad, phil. det ge⸗ Luler⸗ en Los ih unk e In Sachen Heinrich Dern von Nieder Weisel Namens des Johann Jost Jung J. von Hausen, Kläger gegen Jobann Georg Jung von Hausen, modo dessen Be— vollmächtigten Jakob Adami k von da, Beklagten. Forderung dereffend. Aufforderung. 2097 Heinrich Dern von Nieder- Weisel, als Bevoll— mächt' ter des Jost Jung von Hausen hat durch einen Auwal! gegen den abwesenden Johann Georg Jung von Heusen unter Anderm Klage auf 300 fl. Darlehn vom Jahre 1861 nebft 5% Zinsen vom 1. Mai 1861 an erheben lassen und die Rich ligkeit seiner Forderung durch einen Brief des vermeintlichen Schuldners glaub— baft dargetban. Wegen Abwesenheit des Beklagten wird derselbe auf desfallsigen Antrag, unter Gestattung der Acteneinsicht, hierdurch aufgefordert, sich binnen 3 Monaten blerüder zu erklären, widrigenfalls er der Forderung für geständig erachtet, mit Einreden ausgeschlossen und zur Zahlung von Hauptgeld, Zinsen und Kosten schuldig erkannt werden soll. Zugleich wird bekannt gemacht, daß alle weitere Ver— sügungen durch Anschlag im Gerichtslocal veröffentlicht werden sollen. Butzbach den 27. August 1868. Groß berzogliches Landgericht Butzbach . Königer, Landgerichts Assessor. Oeffentliche Aufforderung. 2212 Nachdem die Ehesrau des Heinrich Schmidt in Melbach mit den gerichtsbekannten Gläubigern ihres Mannes zum Zwecke der Abwendung des förmlichen Con— cursprozesses ein Arrangement abgeschlossen bat, dessen Elnsicht den Interessenten in der Landgerichts ⸗Registratur zu nehmen freistebt, ergeht an etwaige gerichtsunbekannte Glöubtger die Aufforderung, binnen 6 Wochen thre Forderungen anzumelden und beziehungsweise ihre Ein— wendungen gegen ihren Beitritt zum Arrangement vor— zubengen, widrigenfalls dasselbe bestätigt werden wird. Friedberg den 7. September 1868. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerlchts⸗Assessor. Deeret i Sachen des königlich preußischen Hauptmanns a. D. Con⸗ stantin von Zettwitz zu Erfurt, Imploranten, gegen Hermann Graf von Bohlen aus Breslau, gegen— wärtig— unbekannt wo?— abwesend, Imploraten, Wechselforderung betreffend. 2235 Nach vorgelegter Bescheinigung, wonach der Aufenthaltsort des Beklagten unbekannt ist, wird dem⸗ selden auf diesem Wege eröffnet, daß gegen ibn von dem Großherzoglichen Hofgerichtsadvocaten Turtman, als Anwalt des Klägers, eine Wechselklage auf Zahlung von 1265 fl. 34 kr. und 1270 fl. 56 kr. mit Zinsen zu 6% von den Verfalltagen, dem 19. Septemder 1865 und 14. October 1865, an, sowie auf Ersatz der Proteß und Protest⸗Kosten erboben, das Wechselverfahren für zuläffig erkannt und Termin zur Vorlegung der die Wechselllage begründenden Urkunden auf Donnerstag den 22. October l. J., Bormtttags 10 Ubr, anberaumt worden sti, wozu der Kläger unter dem Rech!snachtheile des Verzichts auf das Wechselversahren, der Beklagte aber, dem die Einsicht der Klage mit Anlagen in dem Actuartate zu nehmen fret fieht, unter der Auflage geladen wird, über die Urkunden sich zu erklären, bezuglich der Privaturkunden die Aechthett der Unterschrift, im Fall er sie bestreltet, auf Verlangen so⸗ leich eidlich abzulergnen, auch alle ihm zustebenden Einreden vorzubringen und durch Urkunden zu belegen, woldrigenfalls, im Falle seines Ausdleibens, er als der Aechtbelt geständig und seiner Einteden für verlustig erklärt werde. Alle sonftigen in dieser Sache weiter ergehenden Berfügungen und Urtbeile werden durch Anschlag im Berichis⸗Locale als dem Beklagten infinutrt angesehen. Friedberg am 15. September 1868. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts Assessor. Bettstroh⸗ Lieferung. 2401 Donnerstag den 8. d. M., Vormittags 10 Uhr, wird die Lieferung des Bedarfo an Stroh zur Füllung der Betten des dahier garnisonirenden Bataillons auf dem Soumiffionswege in Accord gegeben. Lieferungsbedingungen sind zur Einsicht der Interes⸗ senten auf dem Büreau der unterzeichneten Garnisons⸗ derwaltung offen gelegt. zrtedberg den 7. October 1868. Großberzogliche Garnisons verwaltung Friedberg Nisch witz. Weinfässer in allen Gattungen billigst bei K Ph. Dan. Kümmich. 2271 Bekanntmasch unn 2346 Bet der heute stattgehabten Verloosung der Parttal⸗Obligationen der Gemeinde Armaheim wurden pro 1868 die Nummern 2, 11, 12, 20. 23 und 127 bezogen, welches mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß der Werth dafür(nebst dem der diesjährigen Coupons) von heute an bet der Gemeindekasse dabier in Empfang genommen werden kann, und der Zinsen— lauf vom 1. Januar 1869 an aufhört. Auch wird wiederholt bemerkt, daß die Obligation Nr. 33 schon pro 1867 zur Zurückzahlung gezogen wurde. Armsheim am 21. September 1868. Großherzogliche Bürgermeisteret Armshelm Zimlich. Arbeits Versteigerung. N 2380 Die zur Erbauung einer Kirche zu Borsdorf nötbigen Arbenen und Materialien, als: 0 0 . 16 Maurerarbeit, veranschlagt zu 1199 17 Steinhauerarbeit 2001 58 Zimmerarbeit 1654 16 Dachdeckerarbelt 781 55 Schreinerarbeit 1200 25 Schlosserarbelt 545 18 Glaserarbeit 390 4 Weiß binderarbeit 647 37 Spenglerarbett 15— Matertalten zur Maurerarbelt 2366 17 sollen Donnerstag den 15. October d. J., Vormittage 10 Uhr, bei Gastwirth Uhl in Borsdorf öffentlich an die Wenigsinebmenden versteigert werden. Pläne und Voranschlag liegen auf dem Büreau des Großherzogl. Kreisbauamtes Nidda zur Einficht offen. Nidda den 30. September 1868. Großherzogliches Kreisbauamt Nidda. In Etledigung der Krelsbaumeistersielle Stein, Vikar. Bekanntmachung. 2430 In dem Fahrplan der Main-Weser Bahn vom 15. Juni d. J. tritt mit dem 10. l. M. eine Aenderung dahin ein, daß der Personenzug Nr. XXIII. um 15 Minuten später als seitber von Frankfurt abfäbrt. Der Cours dieses Zuges ißt von gedachtem Zeitpunkte an folgender: Abfahrt von Frankfurt 10 Ubr 45 Min. Nachmittags, Bockenheim 10„ 54„ 7* 1. 1„ Bonames 1— 1„ Vilbel 111 3 17„ Dortelweil—„— 75 5 1„ Groß- Karben 11% 30„ 1 15„ N.⸗Wöllstadt 11, 43„ 5 „„Friedberg 12, 2 Vormittags, 75„ Nauheim n 5 „ Bußbach 12 5 7„ Lang⸗Göns 12„ẽ 47„ 6 Ankunft in Gießen 8 5 Abfahrt von Gießen 1 5 1„Lollar 1„ 25„ 1 55„ Fronhausen 1„ 37„ „„ Marburg 2 5 6 „„ Kirchbain 2* „ Neustadt 2* 9 17 8 79* Für die Stationen Trepsa dis Cassel verbleibt es bei den bisherigen Abfahrts- und Ankunftszeiten. Cassel am J. October 1868. Königliche Direction der Main Weser⸗Bahn. Verpachtung eines Grundstücks. 2416 Freitag den 9. d. M., Vormittags 11 Ubr, soll das der Militärverwaltung zustebende Grundstück zu⸗ nächst der Klostercaserne auf 3 Jahre durch öffentliche Versteigerung an den Melftbletenden in Pacht gegeben werden. Die desfallsigen Bedingungen können auf dem Büreau der unterzeichneten Garnisonsverwaltung, woselbst auch die Versteigerung abgehalten werden wird, vorher eln⸗ gesehen werden. FIrtedberg den 3. October 1868. Groß berzogliche Garnisonverwaltung Friedberg Nischwitz, Quarttermeister. Aecker⸗ und Wiesen⸗Versteigerung. 2434 Dienstag den 13. October d. J., Vormlttagse 11 Uhr, sollen ia hiefigem Ratbbause auf freiwilligen Antrag der Frau Carl Morells Wittwe dahier nach⸗ verzeichnete Güterstücke 75,9 Klafter Acker im Ried, 3602.„ Wiese daselbst, 324,9„ desgl. daselbst, 389,9„ desgl. daselbst, en desgl. daselbst, 48 desgl. daselbst, öffentlich 5 verftesgert werden. Friedberg am 5, October 1868. Großberzogzliches Ortogericht Friedberg oe ann Hofraithe⸗Versteigerung. 2431 Die auf Mittwoch den 7. October d. J. an⸗ beraumte Versteigerung der zur Concursmasse des Hirsch Maper Sohn dahter gehörigen Hofratthe bleibt vorläufig ausgesetzt und wird hiermit zurückgenommen. Butzbach den 3. October 1868. Großherzogliches Ortsgericht Butzbach Küsch el. Lieferung für das Landes- Zuchthaus. 2417 Donnerstag den 15. October l. J., Vormittags 10 Uhr, wird dahter für 1869 im Soumissionswege zur Lieferung vergeben: 1) Reiserbesen(sind Muster einzusenden), 2) Papier und sonstige Schrelbmateriallen Muster einzusenden), 3) ungebleichte Leinwand, s. g. Futterleinea, 4) blaues und graues Leinen-Zettelgarn, 5) gebleichtes Leinengarn Nr. 20, 6) Bop, 7) Hessenzwilch, 8) Halstücher, Sacktücher und Baumwollenwatten, 9) Arbeiteutenfillen für Schuhmacher, Schneider und Näherinnen, Stahl⸗ und Eisenwaaren, 11) Leim, I. Qualität(find Proben einzusenden), Seilttwaaren, Dielen und Latten, 14) Holzboblen in verschiedenen Sorten, 15) Bürffenbinderarbeiten, 16) Roßhaare, 17) Einfaches geusterglas in verschledenen Dimeusionen, 18) Eichenholzdauben zu Küferwaaren, 19) Spiritus, 20) ausgeschnittenes Leder zu Fußbekleidungen, Rind⸗ leder, sämisches Schafleder, rindlederne Weber⸗ schürzen und Sohllederabfälle. Schriftliche Offerten find bis zu dem obigen Termine in den vor dem Directorial-Büreau aufgehängten „Soumissions Kasten“ einzulegen und die Lieferungs- bedingungen dei nuterzeichneter Direction einzusehen. Martenschloß am 1. October 1868. Großherzogliche Landeszuchthaus- Direction Knispel. (sind Bekanntmachung. Die Offenlegung des Grundbuchs der Ge⸗ marklung Leithecken, Kreises Nidda, sammt Copien der Karten betreffend. 2425 Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das renovtrte Grundbuch der Gemarkung Leldhecken nebst den dozu gebörigen Parcellenkarten in dem Geschäfts⸗ locale des Großberzoglichen Octsgerichts zu Leidhecken offen gelegt worden ist. Die Betheiligten sind befugt, doaselde während der Zeit der Offenlegung in diesem Locale einzusehen, auch gegen die Gebühr von dem Großberzoglichen Ortogertchts⸗ vorsteber der Gemeinde Leidhecken Grundbuchsauszüge zu verlangen. Auch werden sie durch Letzteren auf die von dem Großherzoglichen Ortsgerichte entdeckt werden⸗ den, sie deireffenden Fehler aufmerksam gemacht werden. Allen Denjenigen, welche sich del den Angaben des Grundbuches rücksichtlich des Besißstandes und der Größenangaben für beschwert erachten, steht u es frei, birnen einer unerstrecklichen Frist von sechs Monaten ihre Anstände entweder auf gütlichem Wege bei dem Großherzoglichen Ottegerichtovorsteber zu Leidhecken, vor welchen ste ihren etwaigen Gegner vorladen lassen können, zu beseitigen, und, insofern dieses nicht von Erfolg ist, ihre Ansprüche det dem für Besitzstreitigkeiten zuftändigen Gerichte geltend zu machen. Ist dieses Gericht ein anderes, als das unterzeichnete, so haben sie davon, daß letzteres geschehen, binnen eden dieser Frist die Anzeige zu machen. Dieselbe Anzeige liegt ihnen binnen derselben Frist alsdann ob, wenn sie vor Offenlegung des Grundbuchs gegen den daseldst wein; getragenen Besitzer eine Besitzklage angestellt daben. Nach Ablauf dieser Frist wird der Besitz, wie ihn das Grundbuch angibt, in Bezug auf die Personen der Besitzer und die Größenangaben in allen den Fällen für richtig angenommen, in welchen weder eine gütliche Beseltigung dei dem Großherzoglichen Ortsgerichts⸗ vorsteber zu Protokoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage dieserbalb erhoben und erforderlichen Falles bei dem unterzeichneten Gerichte zur Anzeige gebracht worden ift. Zugleich werden Diesenigen, welche die in Gemäß⸗ beit des Art. 30 des Gesetzes vom 21. Februar 1852, die Erwerbung des Grundeigenthums n. s. w. betreffend, beigefügten Erwerbtite! eingetragen oder berichtigt zu sehen wünschen, aufgefordert, die erforderlichen Antrage binnen der festgesetzten Frist von sechs Monaten del dem zuständigen Gerichte zu stellen und, wenn dieses ein anderes, als das unterzeichnete ist, bei diesem die Au⸗ zeige zu machen. Ost unerftreckliche Frist von sechs Monaten gebt mit dem 15. April 1809 zu Ende. Friedberg am 21. September 1868. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts Assessor. Bekanntmachung. 2428 Bei der beute stattgesundenen Verloosung der Partial Obligationen der Gemeinde Eichloch wurde die Nummer 34 zur Rückzahlung gezogen, deren Vetrag von dem Inbaber dersetben gegen Rückgabe der Obli⸗ gatton und nicht fälligen Zinscoupons am 1. Januar 1869 bei dem Hause Samuel Lindheimer zu Fried berg in Empfang zu nehmen ist. Eichloch den 15. September 1868. Großherzogliche Bürgermeisteret Elchloch Kreis, R n 9 5 70 N Vom 1. Oktober an kann auf den Anzeiger wieder abonnirt werden. Großherzagliche Realschule zu Friedberg. 2432 Der Unterricht des Winterhalbjahres beginnt Montag den 12. Oktober, Morgens 10 Uhr, in dem Rathhaussaale. Großherzogliche Direktion der Realschule zu Friedberg Dr. Möller. Neiwillige Turnerfeuerwehr. 2436 Versammlung Mittwoch den 7. October, Abends 8½ Uhr, im Vereinslocale. Fr. Roßbach. Aerztlicher Verein 3435 heute Abend 6 Uhr Versammlung. Ball des Thalia⸗Vereins 2420 Donnerstag den 8. Oktober 1868 im Hötel Trapp. Anfang präcis 8 Uhr.— Anmeldungen neu aufzunehmen⸗ Mein Lager in allen Sorten Strickwolle 2418 habe wieder aufs Beste assortirt Ph. Garde. Winter-Ackerbauschule des landw. Vereins für die Provinz Starkenburg zu Darmstadt. 2423 Der Unterricht an der Winter-Ackerbauschule zu Darmstadt beginnt für das nächste Winterhalbjahr in beiden Cursen am 28. Oktober.— Derselbe wird von 12 Lehrern ertheilt, erstreckt sich auf die Fortbildungsfächer, die verschiedenen Zweige der Naturkunde und die Landwirthschaftslehre, und wird durch Excursionen und Demonstrationen unterstützt.— Auf⸗ nahmsfähig sind solche junge Männer, welche das 14. Lebensjahr uͤberschritten haben und in der Landwirthschaft bereits praktisch thaͤtig waren.— Neu Aufzunehmende treten, sofern sie nicht durch eine vorherige Prüfung den Besitz der Kenntnisse nachweisen, welche in der oberen Abtheilung verlangt werden, in den unteren Cursus ein. Diejenigen Schüler, welche diesen bereits mit Erfolg besuchten, rücken in dem zweiten Winterhalbjahre in den oberen Cursus auf.— Die Anstalt ist mit Lehrhülfsmitteln reichlich ausgestattet.— Die Schüler nehmen! Wohnung und Kost in Privathäusern zu Darmstadt.— Das Verhalten der Schüler in und außer der Schule wird strenge überwacht.— Das Schulgeld beträgt für das ganze Winter— hatbjahr im oberen Cursus 15, im unteren 25 fl., und ist beim Eintritte in die Anstalt an die Vereinskasse zu entrichten.— Aumeldungen zur Aufnahme sind an das Büreau des landw. Vereins zu richten, durch welches auch auf deßfallsige Anfragen nähere Auskunft er⸗ theilt wird. Darmstadt am 30. September 1868. Der Präsident des landw. Vereins für die Provinz Starkenburg e Zur Nachricht. 2427 Wir bringen hiermit zur Kenntniß des Publikums, daß Aufnahmen in unserem photo⸗ graphischen Atelier nur noch bis J. November d. J. stattfinden. Trapp 8 Münch. Nicht zu übersehen! Höchst wichtig für Bierbrauer, Schenk-⸗ und Gastwirthe, Metzger ꝛc. 2424 Mit ganz geringen Kosten und Zeitaufwand Eis conserviren, d. h. Roheis so zubereiten, daß solches den ganzen Sommer hindurch aufbewahrt werden kann, sei es im Keller, Speise⸗ kammer oder auf dem Speicher oder im freien Hofraum, so daß die stärkste Sonnenhitze nicht im Stande ist, solches zu schmelzen und bewirkt die gleiche Kälte, wie das Roheis im Winter. Gegen ein Honorar von 4 Thaleru wird das Recept von Unterzeichnetem mitgetheilt und kann auch der Betrag bei der Expedition dieses Blattes deponirt werden, welche ermächtigt ist, solchen binnen 3 Monaten wieder zurückzuerstatten, wenn sich das Resultat nicht meinem Autrage gemäß herausstellen sollte.— Ein Probeversuch kann im geheizten Zimmer aus— geführt werden. Gefälligen Anträgen sieht entgegen 1 Sehröck in Ulm a. d. Donau Alle Sorten Spielkarten 2419 in Piquet, Sans-prendre, L'hombre und Whist zu allen Preisen. Ph Garde. 2422 Die vielfachst er⸗ d von probte und empfoblene Unterleibs⸗Bruchsalbe Sturzenegger in Herisau, Schweiz, kann in Töpfen zu fl 3. sowobhl durch den Erfinder direkt bezogen werden als auch durch Herrn Apotheker J. B. Lindt, Schuurrgasse 58 in Frankfurt a. M. 5 Realcredit-Bankgeschäft. 2421 Kapitalsuchende, sowie Solche, welche Kapitalien auf sichere Hypotheken auszuleihen wünschen, wollen sich wenden an Darmstadt, Rheinstraße 26. W. Neuling, pofgerichtsadvokat. Pferde ⸗Versteigerung. Ein Logis 2413 Montag den 12. d. e., Nachmittags um 2 Uhr, 25 0 2 5 925. dahter 2 Pierde, wegen 2426 hat zu dermiethen welchen n ni entschledener 9 eg auhänz! 8 la, ößßentlich e be ee bee 9 L. Simon's Witwe. In Auftrag„ 2 3. 6 1 5 abba eeuc Leske ge dae, Ein kleines möblirtes Zimmer der Mitglieder müssen vor dem 7. Oktober und zwar schriftlich geschehen. Der Vorstand. Gottlieb Oeffentliche Aufforderung. 2426 Nachdem Georg Beck von Friedberg unterm 1. August l. J. mit der Mehrheit feiner Gläubiger ein Arrangement abgeschlossen bat, dessen Bedingungen in der hlefigen Landgerichts⸗Registratur eingesehen werden können, werden die gerichtsunbekann en Gläubiger hiermit aufgefordert, um so gewisser innerhalb 14 Tagen, vom Tage des Erscheinens dieser öffentlichen Aufforderung an gerechnet, etwaige Einwendungen gegen das Arran⸗ gement vorzubringen, als sonst ohne Rücksicht auf sie weiter was Rechtens verfügt werden wird. Friedberg den 28. September 1868. Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Hofmann, Landtichter. Landgerichts⸗Assessor. 2425 Nauheim. J. Pfeffer, Schreiner, bat 1 Canaps und 6 Nußbaumrohrstühle, neu, äußerst billig zu verkaufen. Friedrich Nöhrichs rühmlichst bekannter Arrowrool- Kinderzwieback ein vollständer Ersatz der Muttermilch, 1009 erfunden und mit bestem Erfolge angewandt von der berühmten Ge⸗ burtshelferin und promovirten Doctor in Frau Profess. 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Steuetperäquators Anton Wilhelm Heumann zu Groß- Gerau Tochter, alt 53 Jahre, gest. den 1. Okt. ö — Veranwo. Red.: Hermann Schimpff. Gro özherzogliches 2 Nieder ⸗Wöllstadt Nieder⸗Wöllstadt den l. October 1868. t o ll. 3433 vermlethet M. Jung, Vurgstraße. Druck und Verlag ven Bindernagel& Schimpff. — Kirchen buch sau s zü ge. — rr, 8 nern, 0 8. Koni sümmen gerul bedkrinätamt. künftig von“ naa Nidda gehörel 1 i 15 Mainz die Ut / Erna Se. Köll, orbenlschen ee König. druußse das ihm don Meinigen vel Einefinichen die begtschten anzunehmen un Dirtklot Menze Dr, pull Hage von Valkenberg Geheimentalh S., Stanislaus' dem Geheimen Orden 2. Klasse V. Diensing hitzog haben al von dem Herrn! auf die cvang Schulamss⸗ Aer Föügen— uf Schullehter zu Schulsselle zu VI. Verses ber Großherzo tember den 8 Ober⸗Hörgern seu geleisteten MI. Cone Slänbach mit einer Vergünu Schullocals; leht bas Pra ah. 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