„ Krmeilter ne Katharut, Samstag den 6. Juni. M 66. nzeiger für Oberhessen. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Atiedberger Intelligenzblatt. 2 Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. B Der auf Dienstag den 9. Juni l. J. Großherzoges nicht abgehalten.. Friedberg am 4. Juni 1868. Amtlicher Theil. e k an n ̃, · 1 37. fallende Amtstag wird wegen der Feier des Geburtsfestes Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogliches Landgericht Friedberg Reitz. Hessen. Darmstadt. Das Bundes- Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes Nr. 15 preußischen Provinz Hessen-Nassau auf den 14. d. Nachmittags 3 Uhr im Hotel Drexel zu Frank⸗ enthält das Gesetz wegen Abänderung einzelner furt a. M. beschloß und hiefür ein Comite wählte Bestimmungen der Zollordnung und der Zollstraf— gesetzgebung, vom 18. Mai l. J., und den Ver- trag zwischen dem Norddeutschen Bunde und den Vereinigten Staaten von Amerika, betreffend die Staatsangehörigkeit derjenigen Personen, welche aus dem Gebiete des einen Theils in dasjenige des anderen Theils einwandern, vom 22. Febr. l. J. — Unterm 1. d. M. sind bei dem Offizier⸗ corps unserer Division verschiedene Beförderungen erfolgt. Zu Majoren wurden ernannt: Haupt- mann v. Lyncker von der Großh. Feldartillerie, Rittmeister v. Westerweller vom 2. Reiterregiment, beide charakterisirt, Hauptmann v. Hessert vom 1. Inf.⸗Regt.(zum 3. Inf.⸗Regt.), Flügeladjutant Sr. K. H. des Großherzogs, v. Küchler(charak- terisirt), Hauptmann à la suite und Adjutant S. G. H. des Prinzen Ludwig, v. Westerweller, Hauptmann v. Hesse im Divisionsstabe(charak⸗ terisirt), Hauptmann à la suite und Adjutant S. G. H. des Prinzen Carl v. Zangen. Zu Hauptmännern wurden ernannt: die Oberlieutenante Kritzler vom 2. im 4. Inf.⸗Regt., Lautenschläger vom 2. Jägerbataillon im 1. Inf.⸗Regt., Pfaff vom 1. Jägerbataillon im 4. Inf.⸗Regt., Winter vom 1. Inf.⸗Regt. im 1. Inf.⸗Regt. Ferner wurde der Hauptmann Brentano zum Comman- danten der Pionniercompagnie ernannt und der Hauptmann Beck dem 3. Inf. Regt. zugetheilt. Außerdem ist der Gr. Oberstlieutenant Keim, Commandeur des 1. Infanterie-Regiments, auf sein Nachsuchen in Ruhestand versetzt; der Gr. Oberst und Brigadecommandeur Kehrer und der Major und Bataillonscommandeur Keim wurden bis auf Weitetes von ihren Stellen entbunden, und ihren betr. Truppentheilen aggregirt. — Die zweite Kammer der Stände wird, dem Vernehmen nach, um Mitte dieses Monats zur Erledigung des Militärbudgets auf einige Tage zusammentreten. Die gemeinschaftlichen Sitzungen der Finanzausschüsse beider Kammern sollen am 10. d. beginnen. — Das seither in Pfungstadt dislocirte 4. Inf.⸗Regt. ist dahier wieder eingerückt und wurde das 1. Bataillon casernirt, das 2. Bataillon da⸗ gegen in der Stadt einquartiert. Das 2. Jäger- Bataillon ist heute Morgen nach Eberstadt in Cantonnirung abmarschirt.— Die hierher com- mandirten preußischen Offiziere wohnten dieser Tage der Parade bei. Generalmajor v. Wittich sucht hier eine Familienwohnung und scheint dem- nach auf längere Zeit zur Großherzoglichen Division tommandirt zu sein. Aus Starkenburg. Um sich der beab⸗ sschtigten Steuererhöhung gegenüber über die Lage des Brenngewerbes gegenseitig auszusprechen, hatten ssch auf erfolgte Einladung eirca 30 Brennerei- hesitzer im Strauß'schen Lokale zu Pfungstadt eingefunden, welche nach eingehender, sehr leb— hafter Debatte die Berufung einer größeren Ver- fu mmlung aus dem Großherzogthum und der mit der Aufgabe, eine Eingabe an den nord— deutschen Reichstag und an unsere Ständekammer zu entwerfen, welche eine gleichmäßige Besteuerung des Fabrikats an Stelle der des Maischraumes bezwecken soll. Worms. Nach dem„Schw. M.“ werden der Einladung zum Lutherfeste in Worms mehrere deutsche Fürsten solgen. Von dem Könige von Württemberg und dem Großherzoge von Hessen glaubt man den Besuch bestimmt erwarten zu dürfen, von dem Großherzoge von Baden soll dieß noch zweifelhaft sein. Preußen. Berlin. Das Generalpostamt veröffentlicht folgende Verfügung: Aus Anlaß einer unlängst durch verschiedene Zeitungen ver⸗ breiteten Nachricht, daß die Verwendung eines aus einem unbrauchbar gewordenen Freicouvert ausgeschnittenen Werihstempels zur Frankirung eines Briefes von einem preußischen Gericht für strafbar erachtet und von dem hiesigen Obertribunal die dagegen eingelegte Nichtigkeitsbeschwerde zurück- gewiesen worden sei, sind sowohl an das General— Postamt, als an verschiedene Oberpost⸗Direktionen Anfragen gerichtet worden, ob eine derartige Ver⸗ wendung ausgeschnittener, noch nicht entwertheter Franco Stempel gegenwärtig noch zulässig sei. Die Postanstalten werden deshalb darauf auf— merksam gemacht, daß es dem Publikum nach wie vor gestattet ist, die aus verdorbenen Couverts ausgeschnittenen, noch nicht entwertheten Franco⸗ Stempel als Freimarken zu benutzen. — 4. Juni. Der Reichstag wurde heute wieder eröffnet. Tagesordnung: Commissionsbericht über den Entwurf eines Pensionsvorschlags, die Angehörigen der vormaligen schleswig⸗holsteinischen Armee betreffend. Präsident Delbrück erklärt, die Regierungen könnten die Commissionsvorlage nicht annehmen. Ein Amendement Löwe's will die Beschränkung der Pensionsberechtigung auf die Angehörigkeit zum norddeutschen Bunde gestrichen wissen. Nach einer langen Specialdebatte wird die Abstimmung wegen Nichtbeschlußfähigkeit des Hauses auf morgen verschoben. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ theilt mit, daß Graf Bismarck in Folge der mit seinem Berufe verbundenen Anstrengungen an einer solchen Ab- spunnung der Nerven leidet, daß eine längere Muße in stiller Zurückgezogenheit dringend noth— wendig wird. Baden Vom Oberrbein wird dem „Frankfurter Journal“ geschrieben: Den nächsten Monat werden Abgesandte der böhmischen Nation nach Konstanz kommen, um am 6. Juli d. J. den Todestag des Johannes Huß, welcher am 6. Juli 1415 in Konstanz verbrannt worden ist, auf dem Platze selbst zu feiern. Wir sind sehr begierig, wie die Bürger der Stadt Konstanz diese böhmischen Wallfahrer, die Nachfolger jener Hussiten, empfangen werden, welche unter Ziska gegen Deutsche kannibalisch wütheten, und die auch heute noch durch haßersüllte Schmähungen gegen die Deutschen, durch die schmachvollsten Judenhetzen und durch ihre Begeisterung für den Feudaladel und das österreichische Concordat sich auszeichnen. Oesterreich. Wien. Die„N. fr. Pr.“ veröffentlicht den zwischen den beiden Ministerien vereinbarten Wehrgesetzentwurf. Derselbe ordnet die allgemeine Wehrpflicht an. Die Heeres dienst— pflicht beginnt mit dem zwanzigsten Lebensjahr; die Dienstzeit dauert im Heere und in der Marine drei Jahre, in der Reserve sieben, nach vollstreckter Diensipflicht in der Landwehr zwei, und bei un— mittelbarer Einreihung in die Landwehr zwölf Jahre. Nach vollendetem Kriegsmarinedienst ent fällt die Landwehrpflicht und Landsturmwehrpflicht vom 18. bis 40. Lebensjahre. Die Stärke des Kriegsheeres ist für die nächsten zehn Jahre auf 800,000 Mann nebst 200,000 Mann Landwehr festgesetzt. — 3. Juni. Sitzung des Reichsrathes. Auf der Tagesordnung steht die Debatte über die Finanzvorlagen. Die Berichterstatter der Majorität, Skene, und der Minorität, Banhaus, erläutern zunächst ihre bezüglichen(bereits bekannten) An- träge; sodann beginnt die Debatte. Es sind 16 Redner gegen die Anträge der Majorität und für dieselbe 3 Redner eingeschrieben. Minister Berger constatirte, nachdem Skene die Angriffe der ministeriellen Presse zurückgewiesen, die Unabhängig⸗ keit der Presse, welche gegen die Anträge der Majorität geschrieben. Hierauf erstattete Banhans den Bericht der Minorität des Finanzausschusses, welcher eine zwanzigprozentige Couponbesteuerung beantragt. In der Generaldebatte sprachen für die Majoritätsanträge: Wickhof und Korb, gegen dieselben: Pratobevera, Dürkheim und Lippmann. Die Debatte wird morgen fortgesetzt. Frankreich. Paris. Die„Liberté“ ver⸗ öffentlicht den Protest des Syndicats der Wechsel— agenten von Paris an den österreichischen Finanz⸗ Minister, in welchem dasselbe die Erklärung abgibt, daß im Falle die Besteuerung der Coupons österreichischer Staatspapiere gesetzliche Genehmigung erhält, alle Werthe des österreichischen Staates von der Pariser Börse ausgeschlossen werden. Afrika. Hätten die Häuptlinge Theodors dem Befehle dieses gefolgt und einen Angriff auf das englische Lager bei Nacht, anstatt am Tage, versucht, dann wäre Sir R. Napier im Stande gewesen, die Wirksamkeit eines neuen Apparates zur Erzeugung von elektrischem Licht zu erproben, der in großem Maßstabe so gebaut war, daß die Engländer im Schatten blieben, während die Abessinier der ganzen Helle des Magnesiumlichtes auf eine Entfernung von 600 Ellen ausgesetzt gewesen wären und außer der dadurch bewirkten Verwirrung den Engländern eine sichere Zielscheibe geboten hätten. Gießen. Der Verfertiger der falschen 10 fl. Scheine der Bank für Süddeutschland, Lithograph Nik. Hillerich von Hadamar, der sich fälschlich für einen Schreinergesellen mit kostbaren Gemälden geschmückt. ausgegeben hatte, ist dieser Tage von der hiesigen Polizei verhaftet und nach Limburg transportürt worden. Nach⸗ dem derselbe im August 1862 wegen Verfertigung Großh. Hessischer 5 fl.⸗Grundrentenscheine mit öjährigem Zuchthous destraft worden war und diese Strafe kaum verbüßt hatte, bat er die 10 fl.⸗Scheine der Bank für Süsddeutschland nachgemacht.— Wegen Fertigung und. Verbreitung dieser salschen Banknoten sind bereits“ 14 Personen aus ver⸗ schiedenen Nassauischen Orten verhaftet. Der Verfertiger der Presse befindet sich auch dabei. Es wird noch auf mehrere Personen gefahndet, und wenn deren Verhaftung gelingt, wird man demnächst eine aus 15—20 Personen destehende Fälscherbande auf der Anklagebank sehen. Offenbach. Wie aus Kleinem Großes wird, beweist der Consum⸗Verein„Ceres“ dahier. Derselbe bedurfte, als er vor einigen Jahren gegründet wurde, kaum 100 Centner Steinkohlen, während jetzt seine Mitgliederzahl daselbst so gewachsen ist, daß er jetzt ein Ausschreiben er— lassen konnte, wonach er 10,000 preußische Scheffelmalter = 34,000 Centner Steinkohlen bedarf. Aus dem Rheingau. In der Nacht zum 30. Mai wurde auf dem fürstlich Metternich'schen Schlosse Johannis⸗ becg eingebrochen und eine namhaste Summe Geldes gestohlen. In Wimpfen wurde in voriger Woche beim Graben eines Fundaments auf der Bahnlinie von mehreren Arbeitern ein Knochen zu Tage gefördert, den Sachver— ständige sofort als einen Stoßzahn eines Mamuths erkannt haben. Dieser Zahn wiegt 170 Pfund, ist 3 Fuß 7 Zoll bess. Maß lang und noch ganz gut erhalten. Mannheim. Am 2. Juni, Morgens 4 Uhr, ist der von hier nach Würzburg abgefertigte Personenzug mit einem von Heidelberg kommenden Güterzug zwischen hier und Friedrichsfeld zusammengestoßen. Es wurden hicbei zwei Reisende erheblich und mehrere Perfonen vom Zugs— personal weniger bedeutend verletzt; drei der Verletzten wurden in das hiesige Krankenhaus verbracht. Die Loco— motiven und einige Wagen wurden beschädigt. Aus Würzburg wird vom 1. d. berichtet: Gestern Abend entlud sich über unserer Stadt ein schweres Gewitter. Der Blitz schlug in einen der beiden, mit je drei sich über⸗ ragenden Kuppeln gezierten Thürme der herrlichen, zu Meisterwerken der Baukunst zählenden Stift-Hauger Kirche. An der Spitze des Thurmes wurde eine kleine Flamme bemerkt, die jedoch rasch um sich griff und bald die ganze obere Kuppel erfaßt hatte An ein Löschen war wenig zu denken, da wegen der Enge der in den Thurm führenden Treppen keine Spritzen hinauftransportirt werden konnten; und so fielen auch die beiden anderen Kuppeln nebst den Glocken, deren klangvollen Tönen Würzburgs Geläute Vieles von seinem Rufe zu verdanken hat, dem Element zum Opfer, welches, trotz der angestrengtesten Bemühungen der hiesigen freiwilligen Feuerwehr, nicht eher bewältigt werden konnte, bis es an die massiv in Stein ausgeführte untere Hälfte des Thurmes gelangt war. Die bei fast gänzlicher Windstille ins Elau emvorzüngelnden Flammen boten einen imposanten, grauenhaft schrecklichen Anblick dar. Glücklicher Weise ist kein Verlust eines Menschen⸗ lebens zu beklagen, doch find einige leichte Verletzungen vorgekommen. % Der Herriedener Wetterbeobachter schreibt unterm 1. Juni: Noch dauert das schöne Wetter, von Gewittern unterbrochen, fort. Letztere sind indessen an einzelnen Orten ungemein beftig. Im europäischen Luftmeer noch immer wenig Veränderung. Der Mai hatte dahier eine Mitteltemperatur von 21.590(17.270 R.), um 6.080 (4.866 N.) wärmer als im Durchschnitt, was in den 57 Jahren, seit metereologische Beobachtungen vorliegen, noch nicht vorkam, indem bis jetzt der Mai des guten Weinj ihres 1811 die höchste mitilere Wärme von 20.260 (16.210 R) hatte. Heute die ersten Kirschen und Erd⸗ beeren in meinem Garten, 17 Tage früher als im Mittel. , Nach einer Correspondenz des„Syracust Standard“ befindet sich in der 23. Straße, nach Madison Avenu, in der Stadt New⸗York ein lediglich von Damen besuchtes Spielhaus. Aeußerlich ist dieses Haus auspruchslos und nicht auffällig. Es unterscheidet sich in Nichts von seinen Nachbarn links und rechts, nur sind die Fensterläden alle dicht verschlossen. Auf einen Klingelzug öffnet die Thür⸗ hüterin, ein elegant gekleidetes Mädchen, die Thür. Die Flur ist im höchsten Grade elegant und zu beiden Seiten Rechts ist Leda mit dem Schwan, links Venus im Bade. Das erste Stock⸗ werk enthält die luxuriös ausgestatteten Empfangszimmer, in welchen sich ein von Aiy Scheffer gemaltes Bild be⸗ findet, für das ein Kunstenthusiast bereits 20,000 Dollars, wiewohl vergeblich, geboten haben soll. Die Damen, welche diese Spielhölle besuchen, sollen den sogenannten besten Klassen angehören und selbst die Töchter reicher Kaufleute und hoher Beamten sind daselbst zu finden. Den Meisten muß die Aufregung nicht neu sein, denn wider alles Erwarten sind sie, obschon vor Aufregung glühend, doch still und beherrschen sich. Nur wenn große Summen die Besitzerinnen wechseln, werden die Verlieren⸗ den nervös und lassen sich Wein oder Whiskey bringen. Hin und wieder verschwinden wohl auch, nachdem das letzte Geld verspielt ist, Diamantringe von den Fingern. Brochen aus den Kleidern und Uhren. Dann sleht am andern Morgen, um den Herrn Gemahl oder Papa irre zu führen, unter der Ausschrift„Verloren“ eine Anzeige in den Blättern, die dem Wiederbringer eine gute Be⸗ lohnung sichert. Gewöhnlich wird aber das Verlorene nie wieder gebracht. In Rothselberg, bei Kusel, ereignete sich am 10. d. ein drolliger Fall. Ein Schornsteinfeger, welcher vorher bei den Bauern küchtig Birnwein getrunken und hie und da zur bessern Veroͤauung ein Schnäpschen zu sich ge⸗ nommen, überließ sich in einem Schornstein dem süßen Schlaf. Die Hausbewohner wurden dieses erst inne, als der gute schwarze Mann das Gleichgewicht verlor und aus seinem dunkeln Schlafcabinet herunter auf den Herd kollerte, ohne sich jedoch erheblichen Schaden zuzufügen. — Einige Leute, die zufällig bei dem Falle in der Küche waren, erschracken dermaßen, daß sie die Flucht ergriffen, indem sie glaubten, der Gottseibeiuns sei gekommen, sie zu holen, denn, wie man sagt, geht des. 8 Weg in der Regel durch den Schornstein. * Ein deutsches Unternehmen im Aus- lande. Unter den vielerlei nützlichen Unternehmungen, welche deutsche Geschicklichkeit, deutscher Fleiß und deutsche Ausdauer im Auslande in's Leben gerufen haben, steht die durch Herrn Julius Reuter in London gegründete und seinen Namen führende„Telegramm-Compagnke“ in erster Reihe. Ein dieses Unternehmen besprechender Artikel in der„Londoner Money Market Review“, einer Wochen⸗ schrift über Handel und Finanzen und industrielle Gesell⸗ schaften, enthält über das Entstehen und die allmälige Ausbreitung des Reuter'schen Instituts interessante An⸗ gaben, denen wir Folgendes entnehmen: In weniger als zehn Jahren ist dieses Unternehmen von einem Privat⸗ geschäft zu einer Art kosmopolitischer Nothwendigkeit an— gewachsen. Durch seine Verbindungen sind die Londoner Tageszeitungen in den Stand gesetzt, jeden Morgen und von Stunde zu Stunde im Laufe des Tages Nachrichten aus allen Gegenden der Erde zu veröffentlichen und in gleicher Weise werden diejenigen, welche die Journale, sei es über Politik oder über Handel, selbst bringen, in beiden Hemisphären verbreitet. Eine Erzählung der Kämpfe gegen Vorurtheile und Hindernisse aller Art, welche der Gründer zu bestehen hatte, und mit so außerordentlichem Ersolg überwunden hat, würde zu weit führen. Im Jahre 1866 nahm das Unternehmen, nachdem es aus Privathänden in die einer Gesellschaft übergegangen war, durch eine von Herrn Reuter von der damaligen hannöver⸗ schen Regierung erlangte Concession weitere Proportionen an. Dieselbe sicherte der Gesellschaft auf dreißig Jahre das ausschließliche Recht, zwischen der englischen und der hannöberschen Küste unterseeische Kabel niederzulegen und gleichzeitig nach verschiebenen der wichtigsten Städte Deutschlands Drahtleitungen zu ziehen. Nächstdem wurde ein Uebereinkommen mit der internationalen Telegraphen— Compagnie getroffen, wonach diese sich verpflichtete, die Linie auf fünf Jahre in Betrieb zu nehmen und von dem erforderlichen Capital von 150,000 L. 15% Zinsen zu bezahlen. Die Kabel und Linien wurden 1866 und 1867 vollendet, so daß die Gesellschaft zwei direkte Linien nach Hamburg, eine nach Bremen und eine nach Berlin hatte. Bis zum Anfang dieses Jahres waren nur drei Lellungen in Thätigkeit; aber im Februar und März waren alle vier im Betrieb und wie rentabel das durch dieselben ver⸗ mittelte Geschäft ist, zeigt die Summe der Netto⸗Revenüen der ersten drei Monate dieses Jahres. Eine weitere Aus— dehnung hat die Gesellschaft durch ein neuerlich abgeschlossenes Arrangement mit der indo⸗europäischen Telegraphen⸗ Compagnie auf die Dauer von 10 Jahren, von der Eröff⸗ nung der Linie im Jahre 1869 an; zugleich ist der vor⸗ theilhafte Contrakt mit der internationalen Telegraphen⸗ Compagnie auf dieselbe Dauer ausgedehnt worden. Die Drähte der indo⸗europäischen Compagnie werden die kürzeste Route durch Rußland und Persien nehmen, sich mit den Linien der indischen Regierung verbinden und so zum Communicationsmittel mit dem ganzen Osten werden. Dabei ist die Vorkehrung getroffen, in Rußland und Persien die Depeschenbeförderung durch englische Assistenten und auch die Reparaturen durch englische Arbeiter besorgen zu lassen. Zuerst nur die Verbindung Englands mit Europa im Auge habend, hat die Reutersche Compagnie durch das allantische Kabel Amerika in ihren Geschäfts⸗ kreis gezogen und dehnt sie nun denselben auch nach dem ganzen Osten aus. Wenige Unternehmungen können sich einer so außerordentlichen Entwickelung und einer die ganze Civilisation umfassenden Ausdehnung in so ver⸗ hältnißmäßig kurzer Zeit rühmen. „Aus den amerikanischen Brennereien gehen jährlich 800,000 Körbe Champagner mehr hervor, als die Cham⸗ pagner⸗Distrikte Frankreichs im Ganzen zu liefern im Stande sind. Auch ächten Madeira⸗Wein wissen die Brennereien in einer Menge zu liefern, welche die Ein⸗ fuhr des Products der Madeira-Reben gänzlich über⸗ flüssig erscheinen läßt. Ebenso geht Portwein in einer Quantität aus denselben hervor, welche die von der übrigen Welt gelieferte bei weitem übertrifft. New Pork allein fabricirte von diesen und ähnlichen Weinen jährlich im Betrage von 800,000 Dollars, ohne auch nur hierzu einer einzigen Traube zu bedürfen. Whiskey, die verschle⸗ denen aus ihm destillirten Aether, Eisenvitriol, Schwefel⸗ säure, Zucker, Kermesbeeren und Rothrüben und andere farbengebende Säfte, verschiedene Essenzen u. s. w. ge⸗ nügen, den chemischen Destillationskünstlern die Reben⸗ kultur in Amerika gänzlich entbehrlich zu machen. Dafür ist aber das Getränk auch Gift. „* Für das Hermaunns⸗Denkmal hat der König von Preußen dem Bildhauer v. Bandel den Belrag von 2000 Thaler zur Fortsetzung der Arbeiten anweisen lassen und dabei zugesichert, dieses nationale Werk auch ferner unterstützen zu wollen. Schiffsnachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. Das Hamburger Postdampfschiff„Cimbria“, Kapitän Haack, welches von New-York am 20. Mai abging, ist nach einer ausgezeichnet schnellen glücklichen Reise von 9 Tagen 18 Stunden wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die für England und Frank⸗ reich bestimmten Passagiere und Posten gelandet, unverzüg⸗ lich die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe bringt 240 Passagiere, 900 Tons Ladung, 415,400 Dollars Contanten und 66 Briefsäcke. Das Hamburg⸗New⸗Yorker Post⸗Dampfschiff„Vorussia“, Kapitän Franzen, welches am 16. Mai von Hamburg direkt nach New-York abgegangen, ist am 1. d., Nach⸗ mittags 3 Uhr, wohlbehalten dort angekommen. Verloosungen. Kassel, 1. Juni. Kurhessische 40 Thaler Loose. Serienziehung vom 1. Juni. Serie Nr. 77 92 128 372 546 602 619 642 766 790 834 847 1235 1548 1695 1888 2016 2075 2252 2839 2913 2947 3025 3088 31700 3218 3262 3384 3499 3617 3658 3670 4748 3833 3935 4370 4471 4695 4816 5022 5303 5400 6086 6159 6163 6371 6374 6391 6392 6580. Karlsruhe, 2. Juni. Bei der heutigen Prämien⸗ ziehung der badischen 100 Thaler Loose fielen auf folgende Nummern die beigesetzten hohen Gewinne: Nr. 102848 100,000 Thlr., Nr. 116371 16,000 Thlr., Nr. 76301 6000 Thlr., Nr. 102808 1600 Thlr., Nr. 116355 102825 76340 je 800 Thlr., Nr. 116377 13593 5079 28761 76338 28775 28791 je 400 Thlr. Wien, 2. Juni. Bei der heutigen Serien-Ziehung der 1839er Loose wurden folgende Serien gezogen: 41 205 253 579 682 761 795 804 846 851 876 878 903 1015 1052 1094 1152 1156 1185 1281 1425 1466 1504 1704 1723 1760 1857 1905 1949 2032 2139 2073 2108s 2122 2132 2134 2216 2252 2287 2294 2312 2320 2349 2387 2454 2475 2535 2559 2582 2586 2589 2640 2679 2713 2780 2522 2957 2986 3019 3060 3072 3198 3274 3294 3326 3486 3495 3519 3532 3617 3638 3741 3744 3783 3799 3816 3824 3871 3882 3924 3953 4012 4093 4095 4338 4491 4562 4566 4577 4600 4736 4749 4765 4831 5033 5071 5072 5200 5208 5230 5328 5386 5391 5407 5472 5602 5634 5637 5708 5737 5744 5774 5896 5918. Wien. Oesterr. fl. 100 Loose von 1864. Ziehung am 2. Juni. Serien: 80 491 1330 1751 2271 2691 3396 3413. Gewinne: Serie 1751 Nr. 71 250,000 fl.; Serie 491 Nr. 11 25,000 fl.; Serie 80 Nr. 70 15,000 fl.; Serie 2691 Nr. 58 10,000 fl.; Serie 491 Nr. 86 und Serie 2691 Nr. 93 je 5000 fl.; Serie 80 Rr. 55, Serie 1751 Nr. 16, Serie 3413 Nr. 100 je 2000 fl.; Serie 80 Nr. 22, Serie 491 Nr. 41 und 99, Serie 1751 Nr. 15 und 26, Serie 3396 Nr. 79 je 1000 fl.; Serie 80 Nr. 61 und 72, Serie 1330 Nr. 6, 39, 48 und 79, Serie 1751 Nr. 30, Serie 2271 Nr. 63, Serie 2691 Nr. 3, 14 und 96, Serie 3396 Nr. 40 und 58, Serie 3413 Nr. 21 und 48 je 500 fl.; Serie 80 Nr. 3 15 80 88 95, Serie 491 Nr. 34 38, Serie 1330 Nr. 32 56 62, Serie 1751 Nr. 20 31 50 85 93, Serie 2271 Nr. 3 51 94, Serie 2691 Nr. 6 7 10 11 30 70 78 92. Serie 3396 Nr. 8 26 43, Serie 3413 Nr. 53 je 400 fl. Vorschuß- und Creditperein zu 5riedberg. Geschäftsbericht pro Mai 1868. Einnahme. Ausgabe. 4223 fl. 31 kr. Discontirte Wechsel 4248 fl. 8 kr. 3405„ 30„ Conto⸗Corrent 2593,—„ 90„—, Depositen 3320,—„ 4890„—„ Darlehen⸗ u. Spareinlagen 2677„ 23„ Mitgliederzahl 450. Sonntag I. nach Trinitatis, den 14. Juni, Nachmittags halb zwei Uhr, beabsichtigt der Wet⸗ terauer Zweig⸗Verein der Gustav-Adolf⸗Stiftung in der Pfarrkirche zu Bruchenbrücken sein Jahres⸗ fest zu feiern, wozu sämmtliche Freunde des Vereins hiermit eingeladen werden. Friedberg den 2. Juni 1868. Der Vorstand. Zur Nachricht und Warnung. 1362 So sehr die Concurrenz im Sinne des Wortes dem Consumenten zu Gute kommt, ebenso verabscheuens⸗ werth ist dieselbe, wenn sie durch Nachahmung den Käufer zu täuschen sucht.— Ungeachtet allen gesetzlichen Schutzes werden die Stollwerck schen Brust⸗Bonbons in ihrer äußern Verpackung vielseitig auf das täuschendste nach⸗ geahmt, ja sogar die Firma des Fabrikanten hierzu miß⸗ braucht! Bei dem industriellen Wettkampfe aller Länder in Paris, wo alle nur denkbaren Hausmittel als: Brust⸗ syrups, Pastillen, Pectorinen, Pasten, Elixire, Extracte ꝛc. 2c. vertreten waren, wurde seitens der internationalen Jury nur den Stoll werck'schen Brust⸗Bonbons die Preis⸗ Medaille zuerkannt, ein Beweis, daß die Composition des Königl. Geb. Hofraths und Universitäts ⸗ Prosessors Dr. Harleß noch von keiner Seite erreicht ist! Möge daher der Leibende sich beim Kaufe von der Richtigkeit der Packung, der vollständigen Firma und dem Vorhandensein des Hof⸗Lieferanten⸗Siegels des Fabrikanten überzeugen. kann ein 1380 2 rufen wis liches de denken. Slo 1124 1 % G das por 1050 den itdbetz bs. L 80 gabe. a ö Schachtel zu 7 kr. in Friebberg bet J. A. Windecker. Heugras⸗Versteigerung. 1385 Dienstag den 9. d. M., Vormittags um 11 Ubr, wird das Gras zu Heu und Grummet auf den Ge⸗ meindewiesen abtbeilungsweise an die Meistbietenden auf Ort und Stelle versteigert. Die Zusammenkunft ist am Stadtweg an den Thellen. Ockstadt den 4. Juni 1868. Großherzogliche Bürgermelsterel Ocksladt Gröninger. Heugras- Versteigerung. 1367 Donnerstag den 11. d. M., Vormittags 10 Uhr, oll das der Gemeinde Okarben zustebende Heugras von eirca 60 Morgen Wlesen in einzelen Abtheilungen auf viefigem Ralhhause meistbietend verfieigert werden. Okarben am 3. Juni 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Okarben 8 Fauerbach. Heugras-Versteigerung. 37⁰ Montag den 8. Junt, Vormittags 10 Ubr, soll zahier das der Gemeinde Ober ⸗Florstadt gehörende Heugras öffentlich versteigert werden. Ober⸗Florstadt den 3. Juni 1868. Großberzogliche Bürgermelsterei Ober⸗Florstadt Schmidt. Eine Scheuer 350 bat zu vermiethen A. Feiling. ** Daubitz, 974 Liqueur zur Erzielung und Erhaltung kör⸗ petlichen Wohlbefindens fabrlelrt vom Apotbeker R. F. Daubitz, Berlin, Charlotlenstraße 19, prämürt durch die Jury der Pariser Welt⸗Ausstellung im Jahre 1867 ist zu haben in Friedberg bei J. A. 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Die verehrlichen Friedberger Gesangvereine haben ihre Mitwirkung gütigst zugesagt. Die musikalischen Vorträge werden von der rühmlichst bekannten Kapelle des zweiten Groß— herzoglichen Infanterie-Regiments ausgeführt. Der Festzug beginnt um 2½ Uhr. Nach Beendigung des Turnens und der Gesangvorträge findet auf dem Festplatze Ball statt. Eine Nachfeier wird an dem darauf folgenden Montag, den 15. Juni, auf dem Fest— platze abgehalten, wo gesellige Unterhaltungen mit Tanzvergnügen abwechseln werden. Zahlreicher Betheiligung sieht vertrauensvoll entgegen Das Festeomité. Madchen⸗Institut zu Friedberg. 1388 Das neue Schuljahr beginnt Montag den 15. Juni, Vormittags 7 Uhr. Anmeldungen nimmt jederzeit in seiner Wohnung an der Eisenbahn entgegen 5 Zinßer. Zum neuen Dielhof in Friedberg. Alle orten Dielen, Backofenplatten ꝛc. ꝛc. Eduard Ruths. Steingut und Porzellanwaaren 758 A. Heppe, Nauheim, der Apotheke gegenüber. Frische Bier hese 1348 bei Heinrich Weller. Die vaterländische Feuer-Versicherungs-Actien-Gesellschaft zu Elberfeld, 900 gegründet im Jahre 1822 mit einem Grundkapital von 3,500,000 fl. und Reserve⸗ Kapital von 1,500,000 fl., versichert Mobilien, Früchte, Vieh u. s. w. zu den billigsten, festen Prämien. Versicherungs⸗Anträge nimmt entgegen der Agent Paul Karl, Geometer in Friedberg. Frauzösischer und englischer Unterticht. 1389 Für die französische und englische Conversationsstunde fur junge Damen(2 Abthei⸗ lungen), sowie für die französische Grammatik. und Conversationsstunde für Knaben und junge Herren(3 Abtheilungen) nimmt noch fortwährend Anmeldungen entgegen f Zinußer. Hamburg-Amerikanische Packelfahrt-Actiengesellschast. Directe Post⸗Dampfschifffahrt zwischen Hamburg und Uew-Hork 8 1399 zu außergewöhnlich billigen Preisen bei in allen Artikeln zu billigen Preisen bei — Rare, vermittelst der Postdampfschiffe. olsatia ttwoch, 10. Juni Saxonia Mittwoch, 24. Jun imbria/ 5 05 Morgens. Hammenia, 5 1. Juli Morgen Extra- Dampfer Borussia, Sonnabend, 27. Juni. Passagevreise: Erste Castte Pr. Ert. Rthlr. 168, Zweite Caiüte Pr. Ert. Nihlr. 100, Zwischen deck Pr. Crt. Rihlr. 50. CEhrist. Hecht, Spectal⸗Agent in Friedberg. Garantie für reine Cacao und Jucher. f f 9 1 der 201 F aus 1 U E lungen 5 t. 0 S öln d. Rh. 1 7 5 Wilh. Fertsch W 1306 Citronen, Vanille, Chin efischer Thee, Krachmandeln 5 0 1 gen und Tafelrofinen bei W. Fertsch 5 1 90* A. Buch, in Nauheim Ph. Jac. Weiß. 1395 Näheres bei (Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 23 und eine Beilage.) 1386 Heute Samstag den 6. Juni in der Gartenwirthschaft des Hrn. Bittong, Casè de Paris in Nauheim, (bei ungünstiger Witterung im Saale) CN CEN r, gegeben von der Familie Ceruti vom Conservatorium zu Mailand. Auf vorstehende Annonce bezugnehmend, erlaube ich mir ein verehrliches Publikum auf ein sehr vorzügliches Münchener Bockbier sowie Friedberger Lagerbier auf⸗ merksam zu machen, und lade zu recht zahlreichem Besuche ein A. Bittong. Lehrerconfetenz, Sektion Friedberg. 1368 Mittwoch den 10. Juni, Nachmittags 3 Uhr, auf dem Ossenheimer Jagd hause. Ein goldenes Medaillon 1372 wurde am 3. Pfingstfesertage auf dem Ossen⸗ heimer Wäldchen verloren. Der redliche Finder wolle dasselbe bei Herrn Korndörfer daselbst gegen eine gute Belohnung abgeben. a eue Matjes-Häringel 1305 bei W. Fertsch. Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim ist vorrätbig Neuster Caschen-Sahrplan P Sommer- Mittel- Rhein gegend, Hessen, Nassau, Frankfurt, Rhein⸗Preußen. Anzeige. 1373 Die Geburt eines kräftigen Knaben zeigen er⸗ gebenst an Heinrich Heck und Frau. Coblenz den 3. Juni 1868. Ein ordentlicher Junge 1390 kann in die Lehre treten bei J. Wilhelm, Schreinermeister. 1382 Bei Witwe Heß in der Vorstadt find zwei Zimmerchen an einzelne Personen zu vermiethen. Todes ⸗ Anzeige. 1393 Verwandten und Freunden die traurige Mittheilung, daß es dem Allmächtigen gefallen, unsern innigstgeliebten Vater, Schwiegervater und Großvater Herrn Heinr. Wilh. Hatteroth aach längerem L lden am 3. Juni, Nachmittags 6½ Ubr, von dieser Welt abzurufen, und bltten um stille Theilnahme die trauernden Hinterbliebenen. Kirchliche Anzeigen sür Friedberg. Sonntag den 7. Juni 1868. Evangelische Gemeindt. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Stadtkirche Vormittags: Herr Pfarrer Diegel. 5 (Confirmation der Mädchen und Abendmahl)⸗ Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirchen: Vormittags: fällt aus. Nachmittags: Herr Candidat Walz. Der Vormittagsgottesdienst beginnt an diesem Tag: um 9 Uhr, der Nachmittagsgotlesdienst um 2 Uhr. Dienstag den 9. Juni, am Geburtsfeste S. K. H. des!“ Großherzogs, liturg. Gottesdienst in der Stadlkirche Vor 14 mittags 9½ Uhr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. 8 Druck und Verlag den Bindernagel& Schimpf 1 11 — 1300 b an d* n 1 b bel 616 . Bren 1941 wild dit Stelen Steinle OGarnsso bedingu Verwal Bu Ne sollen au ken berg Boat der unter, mit der .. Atbt berzen⸗/ d den 6. 3 sein müsse Frie Oef 1361 Zecht A befeheng 1) de 7 9 5 9 9 N d d zaben g elde, Orundel 1 ach 10 2 de 91 egend, n- Mtußen. e. Naben zeigen t fund rn Jung Satt tnt 8 5 in hen 3 ige. 5090 gtialn r tgtrrattt 150 atttreth 1 „ deceln n t 117d chert. Beilage zum Anzeiger für Oberhessen. ———— Petroleum- und Stearinlichter⸗ Lieferung. 1340 Otenstag den 9. d. M., Vormittags 11 Uhr, wird die Lieferung obiger Gegenstände für die Garntson Butz ⸗ dach auf das 2. Halbjahr 1868 in dem Büreau der unterzeichneten Verwaltung unter den daselbst zur Ein⸗ sicht offenliegenden Bedingungen auf dem Submissions⸗ wege vergeben werden. Butzbach den 2. Juni 1868. Großherzogliche Garnlson- Verwaltung Faust, Quartiermeister. Brennholz- und Steinkohlen-⸗ Lieferung. 1341 Mittwoch den 10. d. M., Vormittags 11 Uhr, wird die Lieferung von 40 Stecken Buchen- und 3 Stecken Kiefern Scheitholz sowie ven 1000 Centner Steinkoblen, aus den Ruhrer Werken, für die hiesige Garnison im Submissionswege vergeben. Die Lieferungs- bedingungen liegen auf dem Büreau der unterzeichneten Verwaltung zur Einsicht offen Butzbach den 2. Juni 1868. Großherzogliche Garnison⸗Verwaltung Faust, Quartiermeister. Perg'bung. 1331 Die zur Herstellung der Oberförsterswohnung zu Heldenbergen erforderlichen Arbeiten Maurerarbeit veranschlagt zu 106 fl. 48 kr. Zimmerarbeit 22„ Schreinerarbeit 8 Weiß binderarbeit W Glaserarbeit 20„ 5 Pflastererarbeit 63„ 30„ sollen auf den. Submissions wege an den Mindestfordern⸗ den vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen auf dem Büreau der unterzeichneten Stelle offen, woselbst auch die Offerten mit der Aufschrift„Submission zur Uebernahme der . Arbeiten an der Oderförsterswohnung zu Helden⸗ bergen versehen, versiegelt und frankirt bis spätestens den 6. Juni d. J., Vormittags 10 Ubr, eingereicht ein müssen. Friedberg den 28. Mai 1868. F Friedberg e u Oeffentliche Aufforderung. 1361 Die Geweikschaft der consolidirten Braunkohlen⸗ Zeche Wilhelms⸗ Hoffnung bei Dorn Assenheim, bestehend aus: 1) den Erben des Hofgerichtsadvokaten Wilhelm Trapp III. zu Friedberg, 2) den Erben des Salinen Junspectors Heinrich Wilhelmi zu Nauheim, 3) den Erben des Peter Carl Seitz zu Ockstadt, 4) dem Kaufmann Philipp Daniel Kümmich zu Friedberg, gaben ihre Braunkohlengruben nebst dem zugelegten elde, ihr sämmtliches zu diesen Grubenfeldern erworbenes Prundeigenthum u. s. w. an seine Durchlaucht den Fürsten Ferdinand zu Solms⸗Braunfels verkauft. Nach dem Beiggegenbuch find 1) 26% dem Kaufmann Ph. D. Kümmich und 262¾ dem Pofgerichts⸗Advocaten W. Trapp III. zu⸗ geschriebene Kuxen unterm 20. April 1853 dem Großherzoglichen Physikatsarzt„Dr. Möbus zu Dieburg“ für 1625 fl., 268 dem Kaufmann Ph. D. Kümmich und 26¾ dem Hofgerichts⸗ Advocaten W. Trapp III. zu ⸗ geschriebene Kuxen unterm 23. März 1854„dem Hermann Schenk(Schwon) zu Gießen“ für 1105 fl. verpfändet. Die diesen Verpfändungen zu Grunde liegenden Forderungen sollen nach An⸗ gaben der Gewerkschaft und ihres Repräsentanten gelilgt sein. Die Urfunden aber find nicht zu be⸗ schaffen, und ergeht darum an Alle, welche bezüg⸗ lich der angegebenen Verpfändungen Ansprüche geltend machen wollen, hiermit die Aufforderung, solches um so gewisser innerhalb 90 Tagen, vom ersimaligen Erscheinen dieses in der Zeitung ge⸗ rechnet, zu thun, als sonst die beantragte Löschung dieser Eigenthums⸗Beschränkungen vollzogen wec⸗ den wird. Friedberg den 18. Mal 1868. Großberzogliches Landgericht Friedberg N Zimmermann, Landrichter. Landgerichts Assessor. Schüler⸗Aufnahme. 357 Die Anmeldung und Aufnahme der Kinder, 2 belche im Laufe dieses Jahres das sechste Lebensjahr urücklegen und somit schulpflichtig werden, wird Mon⸗ ag den 8. Juni, Nachmittags 2 Uhr, im Rathhaus⸗ ale ftattfinden. Friedberg 3. Juni 1868. ür den ev. Schulvorstand: Baur. goucar. 1 Heu⸗Gras⸗Versteigerungen bei dem Großherzoglichen Reutamte Friedberg. 1359 Das dieß jäbrige Heugras von nachgenannten Großherzoglichen Domanialwiesen wird in folgenden Terminen öffentlich an den Meisfibletenden versteigert: 8 Größe — der; 5 f 5 5 Gemarkung. Wiesen. Versteigerungstermin.[Ort d. Zusammenkunft. 8—— Morgen. 1[Okarben, Groß und Kleinkarben 66 Freitag den 12. Juni 1868, Auf dem Selzerbrunnen bel Vormittags um 8 Uhr, Okarben. 2[Bauernheim und Ossenheim, die 234 Mittwoch den 17. Juni 1868, Bauernheim bei Gastwirth sog. Markwiese Vormittags 10 Uhr, Solz. 3 in heim 23 Montag den 15. Junt 1868, Lindheim bei Gastwirth b Vormittags 10 Uhr, Koch. 4[Hainchen 40 Montag den 15. Junt 1868, Hainchen bet Gastwirth Mittags 1 Uhr, Jacob Schmidt. Friedberg am 3. Juni 1868. Großberzogliches Rentamt Friedberg Linde ck. Heugras⸗Versteigerungen. 1369 Das 18687 Heugras von den Großberzoglichen Dom anialwiesen des Rentamts Nidda kommt unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen in folgenden Terminen zur öffentlichen Versteigerung. — Größe 2 Gemarkung der Versteigerungstermin. Ort der 2 N Wies 8 8 Wiesen. 1868. Zusammenkunft. Morgen. 1 Lißberg 89 Mittwoch den 10. Juni, Vormittags 10 Uhr, J Gastwirth Weigand Mann. 2 Bingenheim 40 Donnerstag„ 11.„ 5 10„ Brühlwiese. Heuchelheim 9„ 5 Mittags 3 Im Ried. 3 Nidda 85 Montag 1 Vormittags 9„ Seewiese. 4] Berstadt 24 Dienstag„ 16.„ 3 11„ Gastwirth Vöglers Wiw. 5 Cchzen 97 Mittwoch„ 17.„— 99 Echzeller Teich. 5 1 i Mittags 3 Gaftwirth Steffan. Blofeld 30 Donnerstag„ 18.„ Vormittags 8„ Brühlwiese. 6 Leid hecken 8 f„18.„ Nachmittage 4] Gasiwirth Dieblmann. Dauernbeim 2 5 1„ 57 Gastwirth Weith. 5 Salzhausen 15 Montag E Vormittags 10„ am Gesundbeunnen. Unter⸗Schmitten 7„ 2 Miitags 42 auf der Wiese. 8 Geitenau 5 Dienstag- 23.„* 12„ Gaflwirth Bach. Bisses 4 35„ Nachmittags 1„ Bürgermeifler Hinkel. Zu Nidda werden nach brendeter Grasversteigerung vier Abtheilungen Jahr vergeben. Solche, welche noch mit Holzgeld, Pacht oder nicht zugelassen. Reichelsheim i. d. W. im Mai 1868. der Johannitter⸗ Scheuer auf ein Grasgeld aus 1867 zurückflehen, werden zum Mitbieten Groß herzogliches Rentamt Nidda Welcker. Kirschen-Versteigerung. 1347 Montag den 8. d. M., Morgens 9 Uhr, sollen die Kirschen auf der Staatsstraße oberhalb Vilbel, Nach⸗ mittags 2 Uhr, die auf der Straße bei Ilbenstadt, Dienstag den 9., Morgens 9 Uhr, die auf der Straße bei Södel, um 10 Uhr binter Wölfersheim, Mittwoch den 10., Morgens 9 Uhr, die auf der Straße bei Nau⸗ heim an Ort und Stelle und Donnerstag den 11., Morgens 10 Uhr, die auf der Straße bei Griedel in dem Wirthslocale des Perrn Bierbrauer Melch tor zu Butzbach öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 2. Juni 1868. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. In Verhinderung des Großherzoglichen Kreisbaumeisters Naumann, Groß herzoglicher Kreisbauausseher. Mobiliar-Versteigerung. 1354 Mittwoch den 10. Juni d. J., Vormittags 9 Ubr anfange nd, sollen die zum Nachlasse der dabier verstorbenen Büchsenmacher Emmerich Felix Fritz Ehe⸗ leute gehörenden Mobilien, bestehend in Tischen, Stüh⸗ len, Sopha, Commode mit Glasschrank, Bettstellen, Schränken, Weißzeug, Bettung, Kleidungsflücken, Porzel⸗ lan, Glas, Küchen⸗ und sonstigen Hausgeräthschaften, eine Scheibenbüchse, Ordonnanzstutzen, verschiedenes Schlosser⸗ und Büchsenmacher⸗ Handwerkszeug in der seitherigen Wohnung der Wittwe Fritz in der Kleinkinderschule öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg den 4. Juni 1868. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg Foucar. Bekanntmachung, betreffend: Holzversteigerung in den Domantalwaldungen der Ober⸗ försterei Ober⸗ Rosbach. 1364 Freitag den 12. d. M.— Morgens 8 Uhr beginnend— gelangen in dem bei Nieder- Mörlen ge⸗ legenen Frauenwald zur öffentlichen Versteigerung an die Meistbietenden: 31 ½ 5 5 ane ö 4675 Wellen Reiserholz, 3. 1 Wagen Allerleiholz, 0 geschaͤlte Eichen. 107 Stück Baumstangen, Ober⸗ Rosbach den 3. Junt 1868. Großherzogliche Oberförsteret Ober Rosbach Bin gmann. Heugras-Versteigerung. 1365 Montag den 8. d. M., von Nachmittags 2 Uhr an, soll das Heugras von den gemeinheitlichen Wiesen dahier öffentlich meistbietend versteigert werden. Ossenheim den 4. Juni 1868. Großherzogliche n Ossenheim aul. Hofraithe- und Güter-Versteigerung. 1355 Montag den 20. Juli d. J., Vormittags 9 Uhr, werden in hiefigem Rathhause die dem hiesigen Bürger Joseph Straus gehörenden, vormals Peter Lebeau'⸗ schen Immobilien, bestehend in einem sebr geraͤumigen Wohnhause mit Oeconomie- Gebäuden in der Stadt und circa 26 Normalmorgen Ackerland und Wiesen in Friedberger Gemarkung öffentlich meistbietend parzellen weise versteigert. Das Verzeichniß der betreffenden Güterftücke liegt bis zum Versteigerungs-Termine auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einsicht offen. Friedberg den 30. Mai 1868. In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Friedberg Großberzogliches Ortsgericht Friedberg Foucar. 1060 Jeder Zahnschmerz wird durch mein weltbetühmtes Zahnmundwasser binnen 1 Minute sicher und schmerzlos vertrieben, worüber unzählige Anerkennungen von den böchsten Personen zur Ansicht vorliegen.— E. Hückstait in Berlin. Zu baben in Flaschen à 18 ke. und 36 fr. in Friedberg bei J. A. Windecker. Schaafpferch-Versteigerung. 1396 Montag den 8. Juni d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathbause 5 bis 10 Schaaspferche, welche am 13. Junt ihren Anfang nehmen, öffentlich meistbietend verfteigert werden. Friedberg am 5. Juni 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg Foucar. Bekanntmachung. 1356 Montag den 8. Juni d. J., Vormittags 11 Uhr, werden auf biesigem Rathbause diverse, dem Uhrmacher Fischer bier gepfändete Gegenstände, namentlich: 1 Glasschrank, 1 Werkbank, 1 Glasglocke, 1 Ubr⸗ käfichen, mebrere Wanduhren, 2 Ubrgebäuse 1 Ziffer⸗ blatt, 4 Ührfedern, 15 Uhrenkapseln, 1 Partie Uhr ⸗ schlüssel und verschiedene andere zur Uhrenfabrikatton gehörige Gegenstände und Handwerkszeug u. s. w. zwangsweise aa den Meistbietenden gegen Baarzahlung versteigert. Nauheim am 30. Mai 1868. g Grosberzogliches Ortsgericht Nauheim J. V. d. V J.d. V. Der dienftälteste Gerichtsmann Geberinger. Arbeits ⸗Versteigerung. 1387 Montag den 15. Juni, Vormittags 10 Uhr, sollen die zur Reparatur des Glebels an der Pfarrscheuer zu Assenheim erforderlichen Arbeiten, als: Maurerarbeit, Zimmerarbeit, sowie Lieferung von Russensteinen, Kalk und Sand, zusammen veranschlagt zu 166 fl. 25 kr. Sodann Glaserarbeit bestehend in Anfertigung von 2 Kircheafenstern veranschlagt zu 91 fl. auf dem Rathhaus zu Assenheim an die Wenigstnehmenden in Accord ge. geben werden. Friedberg den 5. Juni 1868. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider. Heugras⸗Versteigerung. 1392 Donnerstag den 11. d. Mis., des Vormittags um 10 Uhr, soll das der biesigen Gemeinde zustehende diesjährige Heugras in einzelnen Abtbeilungen bei Gaffwirih Höres dahier öffentlich meistbictend verstei⸗ gert werden. Bauernheim am 4. Juni 1868. Großherzogliche ö Bauernheim ät h. Holz ⸗Versteigerung. 1366 Da die om 27. v. M. abgehaltene Holzverstetgerung in dem Langenbainer Gemeindewald, Diffrikt Filzhard und Bernhard, dei Malbach, die Genehmigung nicht er⸗ halten hat, so sollen diese Holzsortimente als: 1 Stecken Nadel⸗Scheidholz, 15½ 15„ Prügelbolz, 12/0 77 75 Stockholz. 3575 Stück„ Wellen, 1275 Gebund Ginstern, Mittwoch den 10. d. M., Morgens halb 9 Uhr anfangend, nochmals versteigert werden. Zusammenkunft am Ein ⸗ gang der Filzbard von Ziegenberg aus, an dem sog. Weisensteine. Sodann sollen denselben Tag des Nachmittags 2 Ubr in dem Distrikt Hühnerpfad 10 Stecken Eichen⸗Schälbolz, 4000 Stück„ Schälwellen. 4„Eichen Stämmchen öffentlich versteigert werden. Ziegenberg den 3. Junt 1868. Großherzogliche e Langenhain m Noggenmeh 189 Dieses ausgezeichnete Hausmittel, wirkt, wie z. B. bei Rheumatismus, Gicht, beschwerden, Magenkrampf, Krämpfe, Auszebrung im Entstehen, weiblichen Krankheiten ꝛc. ꝛc., sowie bet allen Leidenden auf das Wärmste empfohlen. 1. 10„ 10 1 77 73 85 7 5 77 nur allein ächt zu haben in Commission bei 7 77 Ne rechnung der Verpackung nachgenommen. 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