1868. Donnerstag den 6. Februar. 2 16. Anzeiger für Oberhessen. Friedberger Intelligenzblatt. inthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 2*¹²—— 2— 2 8 * 0 Bestellungen auf den„Anzeiger für Oberhessen“ werden noch fortwährend von — allen Poststellen und der Verlagsexpedition für das erste Halbjahr angenommen. Amtlicher Theil. betreffend: Kapitalaufnahmen von Seiten der Gemeinden. Friedberg den 4. Februar 1868. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wenn Gemeinden zur Bestreitung von Gemeinde-Ausgaben Kapitalien aufnehmen müssen, und ihnen Niemand, der Geld zum Kusleihen bereit hat, bekannt ist, so werden Sie durch Veröffentlichung des Bedürfnisses in dem Anzeiger zu ermitteln suchen, wo die Gemeinden solche bekommen können., unterm 16. December 1863, in Nr. „* Makelgebühren und dergleichen dürfen nicht gestattet werden. 101. des Intelligenzblatt von 1863, erlassen, von einzelner Seite ist aber dagegen gehandelt worden. Einladung. Gleiches Ausschreiben haben wir schon Der d p Die Mitglieder der landwirthschaftlichen Section Butzbach und sonstige Freunde der Landwirthschaft werden auf uu einer landwirthschaftlichen Besprechung h 2) Das Genossenschaftswesen nimmt in torragende Stellung ein. Ist dasselbe nicht bei den Landwirthen der der Neuzeit eine her⸗ Freitag den 7. Februar, Mittags 2 Uhr, ierher ergebenst eingeladen. Gegenstände dieser Besprechung sind: 1) Die in der Lahngegend gewonnenen Phosphoriten sollen sich sorzüglich zur Düngerverwendung für die hiesige Gegend eignen. Das ist zu deren billiger Beschaffung und größerer Verwendung von Sciten des landwirthschaftlichen Bezirkvereins zu thun 9 4) In neurer Zeit kommen durch Schwefelkohlenstoff entölte Reps- und Leinkuchen in den Handel; sind solche Oelkuchen noch zur Fütterung, oder nur als Dünger zu verwenden? 5) Welche Erfahrungen sind bis jetzt hinsichtlich der Kartoffel⸗ krankheit gemacht worden? Herr Dr. Henkelmann wird die Fragen einleiten. Nodaug. Gegend in gleich vortheilhafter Weise wie sonst für einzelne i —— wWoeige ihrer Thätigkeit in Anwendung zu bringen Butzbach den 29. Januar 1868. erhun 3) Sind Versuche mit Doppelculturen gemacht worden und Hech ler. velches waren die Resultate davon? n abt zen Ddetreffend: Den Gradatlonsstempel in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen. Friedberg am 5. Februar 1868. ine Das Großh. Landgericht Friedberg an sämmtliche Ortsgerichte des Landgerichtsbezirks. Wir machen Sie auf die durch das Großh. Regierungsblatt Nr. 8. l. J. publicirte Allerhöchste Verordnung vom 28. v. M. ins⸗ yrkm lesondere auf die Art. 3 und 4 derselben zur genauen Beobachtung in vorkommenden Fallen— mit dem Anfügen aufmerksam, daß die neuen 1 1 Taxansätze bei allen Verträgen und freiwilligen Hypotheken, deren Ausfertigung bis zum 15 l. M. von uns noch nicht verfügt worden sein vird, zur Anwendung kommen werden. Reis. b. e n Hessen. Dormstadt. Das Großherzog⸗— Das Großh. Reg.-Blatt Nr. 7 enthalt: die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm vet der iche Regierungsblatt Nr. 6 enthält(Schluß): I. Gesetz, die Wahlen der Abgeordneten zum Zoll⸗ Ritt 8** N 2 a deni II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums parlament betreffend. 2 Sts Manege * es Greßberzoglichen Hauses und des Aeußern, die Tele— II. Bekanntmachung der Großherzoglichen Ministerien 1 g — taphen⸗Ordnung für die Correspondenz auf den Tele-des Innern und der Finanzen vom 28. d., die Wahlen VI. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der 2 raphen⸗Linien des Norddeutschen Bundes betreffend. der Abgeordneten zum Zollparlament betreffend. Großherzog haben allergnädigst gerubt: am 1. Januar fen III. Ermächtigung zur Annahme fremder Orden. III. Bekanntmachung Großherzoglicher Provinzialdirek⸗Jden Vorstand der Hofgarten-Direktion Hofgarten⸗Inspektor * Se. Königl. Hohen der Großherzog haben allergnädigst] tion Oberhessen, die Aufbringung der Mittel zur Bestrei-] Geiger zum Hofgarten-⸗Direktor,— den Kanzleigehülfen , teruht: am 15. Januar dem Ministerialrath Schleier⸗[T tung der Bedürfnisse der Landjudenschaft der Provinz] auf der Ober⸗Forst⸗ und Domänen⸗Direklion Kramer zum —— macher die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen Oberhessen für 1868 betreffend. Hofgarten⸗Kanzlisten,— den Hofgartenwärter Heppenheimer s ihm von Sr. Majestät dem Könige von Preußen IV. Ordensverleihungen. Seine Königliche Hoheit der] in der Großherzoglichen Hofgärtnerei Kranichstein zum 6 zerliehenen Rothen Adlerordens zweiter Klasse und des Großherzog vaben allergnädigst zu verleihen geruht: am] Hofgarten-Aufseher,— den provisorischen Gartenwäͤrter Im von Sr. Majestät dem Kaiser der Franzosen ver- 30. November 1867 dem Bürgermeister der Bürgermeisterei][ Koch zum Hofgartenwärter daselbst zu ernennen— und plickes⸗ kehenen Ritterkreuzes des Ordens der Ehrenlegion zu Hochst an der Nidder Meininger das allgemeine Ehren-] den Hofgarten-⸗Ausseher Schmidt aus der Großherzoglichen 1 utheilen. zeichen mit der Inschrift:„Für vieljährige treue Dienste“;] Hofgaͤrtnerei Kranichstein in die Großherzogliche Hofgärt⸗ IV. Charakterertheilungen. Se. Königl. Hoheit der Droßherzog haben allergnädigst geruht: am 23. November 867 dem Kreisarzt des Kreismedicinalamtes Nauheim Dr. Bode den Charakter als Medicinalrath,— am 10. Jan. zem Kaufmann Jacob Röhrig zu Darmstadt den Charakter ile Hoflieferant— und an demselben Tage dem Zimmer⸗ meiler Wilhelm Rahn zu Darmstabt den Charakter als . zu verlethen. V. Concurrenz für: die erste kath. Mädchenschulstelle ut Bürstabt mit einem Gehalte von 403 fl. 12 kr., nebst Stecken Holz zur Heizung des Schullocals; dem Pfarrer Ind Ortsvorstand zu Bürstadt steht das Präsentations⸗ echt zu dieser Stelle zu;— die kath. Schulstelle zu Sprendlingen mit einem Gehalte von 300 fl., nebst einer Jergütung von 96 fl. für Besorgung des Polizeigeläutes und einet solchen von 30 fl. für Heizung des Schullocals, — am 6. Dezember 1867 dem Bürgermeister der Bürger⸗ meisterei Stockstadt Schneider das allgemeine Ehrenzeichen mit derselben Inschrift;— am 12. Dezember 1887 dem Schullehrer an der ersten Knabenschule zu Griesheim Decher, in Anerkennung seiner fünfzigjährigen mit Eifer und Treue geleisteten Dienste das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: 1807 fünszigjährtge treue Dienste“;— am 25. Dezember 1867 dem Bürgermeister der Kreisstadt Offenbach Dick das Ritterkreuz I. Classe des Philipps⸗ Ordens;— am 1. Januar dem Kammermusiker Harbordt, in Rücksicht auf seine 50 jährigen treu geleisteten Dienste, die goldene Berdienstmedaille des Ludewigs Ordens;— an demselben Tage dem Hofgartenausseher der Hofgärtnerel Auerbach Hehl das allgemeine Ehrenzeichen mit der In⸗ schrift:„Ju Verdienste“;— am 3. Jauuar dem Bürger⸗ meister der Bürgermeisterei Abenheim Borxheimer das nerei Darmstadt zu versetzen;— am 7. Januar den Finanz⸗Accessisten Hill von Alsseld zum Bahnbofs-In⸗ spections⸗Assistenten, zugleich Güterexpedienten der Station Friedberg der Main Weser⸗Eisendahn— den Feldwebel im ersten Infanterie⸗Regiment Schneider aus Groß⸗Gerau zum Bremser bei der Main-⸗Weser⸗Eisendahn,— am 10. Januar den Reglerungs-Accessisten Kritzler aus Darm⸗ stadt zum Kretsassessor bei dem Kreisamte Friedberg,— den Ludwig Wilhelm Bayerer aus Darmstadt zum Lehrer an der Realschule zu Gießen zu ernennen— und dem Schulamis⸗Aspiranten Dietz aus Ulppe die exangelische Schulstelle zu Ober⸗Glten zu übertragen;— am 14. Januar den Rudolph von Helmolt zu Darmstadt zum Kammer- herrn zu ernennen;— am 18. Jauuar dem Schullehrer an der evangelischen Schule zu Fischbach Klingel die evangelische Schulstelle zu Grein,— dem Schulamts⸗ 7 wovon jedoch an ben penstonirten Lehrer jährlich 50 fl. allgemeine Ehrenzeichen mit dberselben Inschristz— am Aspiranten Jeckel aus Ueberau die evangelische Schulstelle .(bzugeben sind;— die kath. Schulstelle zu Ober⸗Flörs⸗ 16. Januar dem Föͤrster und Forstwarten in der Ober- zu Bermeröheim,— und dem Schulamts⸗Aspitanten dan elm mit einem Gehalte von 300 fl.;— die kath. Schul- försterei Homberg Sutter, mit Rücksicht auf seine fünszig⸗] Jakob Stern aus Heppenheim die israelitische Elementar⸗ ee* nelle zu Weinheim mit einem Gehalte von 305 fl. 20 kr., jährigen treuen Dienste, das silberne Kreuz des Philipps] Schulstelle zu Storndorf zu übertragen;— am 18. Jan. 1 nebst 30 fl. für peizung des Schullocals;— die dritte] Orbens. den Ober⸗Domänen Calculator zweiter Klasse Hoffmann uth. Knabenschulstelle zu Dieburg mit einem jährlichen Behalte von 456 fl. 25 kr. und 40 fl. Vergiltung für Heizung des Schullocals. V. Ermächtigung zur Annahme eines fremden Ordens. Seine Königl. 1 80 der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 20. Januar dem Obersteuerrath Fabricius — und den Finanz ⸗Accessisten Planz aus Darmstadt zu Ober⸗Domänen⸗Calculatoren 1. Klasse, sowie den Finamz⸗ Aspiranten Kröll aus Frankfurt a. M. zum Ober⸗Domänen⸗ Calculator II Klasse bei der Ober-Forst- und Domänen— irektion zu ernennen. 5 1 Di. Dlenstenthedung. Seine Königliche Hoheit der Großberzog haben allergnädigst geruht: am 20. Diane 1867 den Großberzoglichen Consul Wortmann in Gibraltar auf sein Nachsuchen von dieser Stelle zu entheben.. VIII. Gestorben: am 19. Januar der evang. Pfarrer Schweisgut zu Burkhards.. — Das Großh. Reg.-Blatt Nr. 8 enthält: I. Verordnung, den Gradationsstempel in den Pro— vinzen Starkenburg und Oberhessen betreffend. II. Uebersicht der im Jahre 1867 in den Irrenanstalten des Großherzogtbums verpflegten Kranken. — Aus der von dem Vorstande des Ju- validen-Unterstützungsvereins kürzlich veröffent- lichten Denkschrift ergibt sich, daß ursprünglich 252 Invaliden und 52 Familien gefallener Soldaten einer Unterstützung anheimfielen. Dermalen redu— eirt sich die Zahl der noch zu unterstützenden Soldaten auf 117 und der Familien auf 36. Die Zahl der aus den abgetretenen Landestheilen zu Unterstützenden beträgt 24 Invaliden und 4 Familien. Der Verein hatte Ende Dezember 1867 an einmaligen und pro 1866 bezahlten jährlichen Beträgen eine Einnahme von 30,500 fl., wozu das Soll der jährl. Beiträge pro 1868 noch mit circa 2400 fl. hinzukommt. Ausgegeben waren bis dahin: für Unterstützungen 4023 fl. 51 kr., an Unkosten 748 fl. 54 kr. Nach dem Voranschlag ist für Unterstützungen des laufenden Jahres die Summe von 4106 fl. vorgesehen, welche theils in Renten, theils in einmaligen Unterstützungen angewiesen wurde. — Wie das„Fr. J.“ berichtet, verlassen am 1. März die 3., 4. und 5. Schwadron des 2. Reiterregiments ihre bisherigen Stationen Gries— heim, Arheilgen und Babenhausen, um in Langen und Egelsbach Garnison zu nehmen, wohin auch der Regimentsstab kommt. Am 11. d. M. wird mit dem Eintreffen der Rekruten ein weiteres Bataillon Infanterie gebildet und ein Bataillon auf das Land verlegt; an demselben Tag soll auch die Bildung zweier Landwehrbataillone be— gonnen werden. Im Kreise Friedberg wurden bei der am 3. Dezember v. J. vollzogenen Zählung 41,315 Personen ermittelt, worunter 39,711 Inländer und 1604 Ausländer. Im Jahre 1864 betrug die Bevölkerung des Kreises nur 35,998 Personen, da demselben aber im Jahre 1866, zufolge Frie- densvertrags, 6 Gemeinden mit 5347 Personen .. so ergibt sich eine Verminderung von 0 Köpfen. Von 26 Gemeinden liegt eine Zu⸗ nahme, von 25 eine Abnahme in der Bevölkerung gegenüber der Zählung von 1864 vor. Die Stadt Friedberg zeigt eine Vermehrung von 204 Köpfen, die Garnison ist aber um 247 Mann stärker als im Jahre 1864; mithin resultirt eine Verminderung der Civilbevölkerung von 43 Köpfen. Butzbach ergab 2579 Einwohner, 27 weniger, und Nauheim 2435, 97 mehr als vor 3 Jahren. Es ist vorzugsweise die neuerdings in verstärktem Muße überhand nehmende Auswanderung, welche die Bevölkerungszahl des Kreises herabdrückt. S. Gießen. Professor Mendelssohn⸗ Bartholdy in Heidelberg hat den an ihn er⸗ gangenen Ruf als außerordentlicher Professor der Geschichte für unsere Universität nicht angenommen, ist vielmehr an die Universität Freiburg versetzt worden. Statt seiner wird Privatdocent Dr. Gluck hohn aus Würzburg, der sich durch sein Werk über „Briefe Ludwigs des Frommen“ rühmlich bekannt gemacht hat, als außerordentlicher Professor in die Zahl der hiesigen Docenten eingereiht werden. Worms. Die Gesammtsumme der Samm- lungen für das Luther Denkmal beläuft sich auf 180,192 fl., ohne die Zinsen der in Staats⸗ papieren angelegten Gelder. Preußen. Berlin. Der König empfing in einer längeren Audienz die Commission für die Schulangelegenheiten des norddeutschen Bundes, welche ihre Arbeiten beendet hat und sich verab⸗ schiedete. Alsdann überreichten in einer Privat- Audienz der französische Botschafter und der bel— gische und bayerische Gesandte ihre Accreditive als Repräsentanten beim norddeutschen Bunde. — Die„N. A. Zig.“ bestätigt die Meldung, daß die Verhandlungen mit den Spielgesellschaften von Wiesbaden und Ems zum Ziele geführt worden seien. Regierungsrath Wehlers sei nach Homburg gegangen. Nach der„Kreuzzeitung“ wäre die Einbringung eines Gesetzes wegen Schließung der Spielbanken nächste Woche zu erwarten. — Der„Magd. Ztg.“ schreibt man:„Karl Schurz erfreut sich hier der lebhaftesten Theil— nahme. Er hat dem Mintster Bismarck auf dessen Einladung einen Besuch gemacht und über ameri— kanische Zustände im Allgemeinen Bericht erstattet. Bismarck äußerte zu Bekannten, es wäre ihm lange nicht eine so anregende Persönlichkeit vor— gekommen, wie Schurz. Daß er in Amerika eine glänzende Carriere gemacht hat, verdankt er nicht der Protektion guter Freunde, sondern allein seiner eigenen Tüchtigkeit. Schurz hat genaueren Be— kannten Mittheilungen über die Umstände gemacht, unter denen er Gottfried Kinkel aus der Haft im Spandauer Zuchthause befreit, doch wünschte er ausdrücklich, daß hierüber nichts durch die Presse verlaute, weil er nicht wollte, daß noch nachträglich Personen, die bei der Flucht Kinkel's thätig gewesen sind, compromittirt würden. Es kann erst nach deren Ableben eine authentische Berichterstattung über den hochinteressanten Vorfall gegeben werden.“ — Aus der Unterredung, welche der General Schurz, der Befreier Kinkel's, mit dem Grafen Bismarck hatte, wird folgende höchst charakteristische Aeußerung des Letztern mitgetheilt. Schurz sprach von der Möglichkeit, ja Wahrscheinlichkeit einer Revolution in Paris, und von dem Einfluß, den ein solches Ereigniß auf den ganzen Gang der Politik in Europa haben müsse. Graf Bismarck gab zu, daß in vielen europäischen Staaten ein solches Ereigniß nicht ohne Wirkung bleiben würde, ssellte eine solche Wirkung aber für Deutsch— land und speziell für Preußen ganz entschieden in Abrede, und sagte dabei: Wenn in Paris Revo— lution ausbricht, so würde ich, falls sich die Nothwendigkeit herausstellen sollte, ohne Bedenken mit der ganzen Armee, stehendem Heer und Land— wehr, das Land verlasen, es würde ganz ruhig bleiben! Hannover. Die„Z. f. N.“ schreibt: Mi⸗ litärpflichtige junge Leute sind, wie man hört, in letzter Zeit wieder in größerer Zahl von hier ent⸗ flohen. In der Provinz geht es nicht besser. Acht junge Leute, die einen Fluchtdersuch unter- nahmen, jedoch, wie verlautet, an der holländischen Gränze fesigenommen wurden, sind hier am 30. Jan. unter Bedeckung eingebracht worden. Ein Gerücht wollte wissen, daß ein Lohndiener wegen Falschwerberei verhaftet sei. Derselbe soll den von ihm Verführten ansehnliche Summen als Reisekosten 2c. ausgezahlt haben. Gewiß dürfte sein, daß der demnächst gelegentlich der Geburts⸗ tagsfeier des Königs Georg stattfindende Extrazug nach Wien Manchen auf Nimmerwiederkehr ent⸗ führt. Es sind in letzter Zeit mehrere Personen verschwunden und liegt die Vermuthung nahe, daß sie sämmtlich ihren Weg nach Hietzing t. genommen haben. Mehrere Keservisten, die ent- flohen sind, haben Weib und Kind zurückgelassen. Baden. Karlsruhe. Der Winisterprä⸗ sident und Staatsminister der Finanzen und des Handels, Karl Matthp, ist nach mehrwöchent⸗ licher Krankheit in der Nacht vom 3. zum 4. d. mit Tod abgegangen. Oesterreich. Wien. Ein Ereigniß in der Wiener Finanzwelt erregt große Sensation. Der Präsidialsekretär der Credilanstalt, Gustav Beifuß, ein geborener Frankfurter, ist mit Hinter⸗ lassung eines Deficits von 150,000, nach Andern 300,000 fl. spurlos verschwunden. Nicht seinem Vermögen nach, durch seine Schwägerschaften und sonstigen Verbindungen gehörte er der hiesigen Finanzaristokratie an. Er war ein Schwager des bekannten Juristen Dr. Jacques und ein Cousin Rothschilds. Vor acht Tagen hatte er sich wegen angeblichen Unwohlseins Urlaub genommen; vor einigen Tagen hatte er an der Börse Differenzen zu bezahlen und nun kam es zu Tage, daß er das Weite gesucht hat. Frankreich. Paris. Die Journale sprechen von den Anstrengungen, die gemacht werden, um die Verwerfung des Preßgesetzes im gesetzgebenden Körper zu erreichen. Am 1. d. Abends war abermals Ministerrath in den Tuilerlen. Die„Presse“ sagt: Das Ministerium will den Entwurf des Preßgesetzes uicht zurückziehen, sondern fallen lassen.— Die„France“ behauptet, der Kaiser wolle das Gesetz über die Presse und Rouher werde dafür sprechen. — Im Senat wurde über eine Petition, welche die Beibehaltung des Ausstellungsgebäudes auf dem Marsfelde und die Errichtung eines permanenten Waaren-Entrepots in demselben bean⸗ tragte, nach kurzer Debatte, in welcher Herr Michel Chevalier die Petition unterstützte, der Kriegsminister Marschall Niel aber mit großer Entschiedenheit erklärte, daß die Armeeverwaltung dieses Terrains nicht entbehren könne, zur Tages⸗ ordnung übergegangen. — Nachdem kaum das Strafurtheil über eine Anzahl Blätter ausgesprochen, hat es in Paris allgemein in Staunen versetzt, daß der„Constitu⸗ tionnel“, dem noch frischen Erkenntnisse des Zucht⸗ polizeigerichts zum Trotz, nicht nur die Verhand⸗ lung des gesetzgebenden Körpers im Leitartikel mit der größten Unbefangenheit bespricht und analysirt, sondern auch ein Bruchstück aus der Rede des Ministers des Innern wiederholt. Die verurtheilten 10 Blätter sollen alle zusammen niemals in der Mißachtung der bestehenden Vor⸗ schriften so weit gegangen sein. — Die„France“ theilt mit, daß in den Tuilerien ein Privatconseil unter dem Vorsitz des Kaisers abgehalten worden sei. Die Käaisserin wohnte der Sitzung, welche bis 1 Uhr Morgens dauerte, bet. Gegenstand der Berathung soll das Preßgesetz gewesen sein. Dasselbe Blatt glaubt, daß der Kaiser und der Conseil sich dahin ent⸗ schieden haben, das neue Gesetz aufrecht zu halten und es energisch zu vertheidigen, denn der Minister des Innern habe auf Befragen von mehreren Deputirten vor der Sitzung erklärt, daß das Preßgesetz nicht zurückgezogen werde. — Gesetzgebender Körper. Fortsetzung der Berathung des Preßgesetzes. Ollivier verlangt absolute Freiheit, als ein Recht, auf das Alle Anspruch hätten. Der 19. Januar habe nach dem damaligen Worte des Kaisers die Freiheit begründen sollen. Er bedauert, daß der Kaiser durch die Apostel des Kleinmuths von diesem Wege abgebracht worden sei. Das Amendement von Ollivier, sowie das Amendement von Bel⸗ montet und Pareil wurde verworfen. — Der„Moniteur“ veröffentlicht ein vom 1. Februar datirtes Dekret, nach welchem das Gesetz über die neue Organisation der Armee und der Nationalgarde in Wirksamkeit getreten ist. Italien. Die„Italienische Correspondenz“ meldet: Bei Gelegenheit der in Padua vorgefallenen Unordnungen, welche durch die geistliche Verord⸗ nung, ein Tedeum für Mentana zu feiern, ver⸗ anlaßt waren, hat das Ministerium Maßregeln ergriffen, um die Erneuerung derartiger Ruhe⸗ störungen in anderen Theilen des Königreiches zu verhindern. 5 » Friedberg. Die Sammlungen für Ostpreußen finden in unserer Stadt und Umgegend noch immer einen sehr erfreulichen Fortgang und es haben sich in letzterer Zeit eine größere Anzahl Orte der Umgegend recht wacker beiheiligt, wie die veröffentlichten Listen über die eingelaufenen Gaben beweisen. Die heutige 11. Liste ergibt im Ganzen als baar eingegangen den Betrag von 1081 fl. 37 kr. Man darf wohl hoffen, daß die noch nicht bethei⸗ ligten Gemeinden mit ihren Gaben nicht zurückbleiben werden. L. Aus dem Kreise Friedberg. Am verflossenen Freitag wurde auf dem Rathhause zu Friedberg die Ver⸗ sammlung des landwirthschastlichen Bezirksvereins ab⸗ gehalten. Das Publikum hatte sich weniger zahlreich eingefunden, wie dies sonst der Fall gewesen, woran aber nur die grundlosen Wege und die regnerischen Aussichten an diesem Tage schuld gewesen waren; es werden so gegen 60 Zuhörer anwesend gewesen sein. Zur Verhandlung kamen Fragen über Mähmaschinen, Kreuzungen von englischen Schweinen, Fütterung mit Oelkuchenmehl u. s. w., welche von Herrn Dr. Henkelmann eingeleitet worden waren. Wie man dieses seither schon an demselben ge⸗ wöhnt war, durch schwung⸗ und lehrreiche Vorträge unter⸗ halten zu werden, so war es auch diesmal wieder der Fall, allein die Würze des Tages gehörte unstreitig der vierten Frage, Pferdezucht betreffend, an, eingeleitet durch Ofpteuß sonders d huann, qpelche eit Ospruß Donnerst felschnte Fra Main ei Knaben! einem Sch auf dem wurde jtd. 457 ler, e 5 Nach —— 22 Nat über den Kraß, geb. Sch trlannt w. eis we zaunten a. in Tern dahler an, Beweis de den don! hafte An Das J Gerichte pan 9 N D aufarge ern Kreisveterinärarzt Dr. Born. Nachdem derselbe die inde angeführt, weßbalb er diese Frage auf die Tages⸗ cbrung gebracht, welche darin bestanden, daß die Pserde⸗ uc in dem hiesigen Kreise zu flau betrieben und die jetzt teu errichtet werdende Gestütsstation in Nieder-Wöllstadt zaalb recht fleißig zu beschicken sei, ging derselbe zu einer —— der veischiedenen Racen in dem hiesigen ersse über, wobei die Oldenburger als die am zweck⸗ utotechendste empfohlen wurde. Die eigentliche Frage da in Unterabtheilungen getheilt und herrschte nur eine Simme darüber, nämlich die, daß der Vortrag äußerst eh ltvoll sei und damit derselbe noch zur weiteren nini des landwirthschaftlichen Publikums gelange, nise derselbe alsbald veröffentlicht werden. Einsender Des ist ein viel leidenschaftlicher Rindvieh⸗ als Pferde- neter und da auch in diesem landwirthschaftlichen Zweige tot sehr gesündigt und nach den Launen Einzelner ver— aben wird, wodurch die Sache aber nie vorwärts kommt, o Hürde es gewiß von großem Nutzen sein, wenn bei ing nächsten Versammlung unseres Vereins die Rindvieh— ue einmal gründlich abgehaudelt, wozu Dr. Born gewiß mu bereit sein wird, indem demselben auch hierin durch ei: ausgedehnte Praxis ein reiches Material von Erfah- tugen zur Seite stehen muß. S. Gießen. Auch hier haben die Sammlungen für Odreußen einen erfreulichen Fortschritt genommen; be— sowers darum verdient haben sich die Docenten Zimmer- mann, Ullmann, Merkel und Zöppritz gemacht, woche einen Cyklus von vier Vorlesungen zum Besten der Opreußen eröffnet haben. Diese Vorlesungen finden Drnerstag Abends von 7½ Uhr an im Saale des Ge⸗ selchaftsvereins statt. Frankfurt. Dieser Tage ereignete sich auf dem Wein ein bedauernswerthes Unglück. Fünf Sachsenhäuser Kuben im Alter von 8 bis 10 Jahren mietheten sich bei einm Schiffbauer einen Nachen, sog. Dreibord, und segelten an dem Main umher. An der Sachsenhäuser Brücke wiede jedoch der Nachen derart vom Wind erfaßt, daß er urschlug. Zwei Knaben retteten sich auf den Brücken⸗ Her, einer schwamm ans Land, der vierte hielt sich an Nachen fest und der fünfte, 8 Jahre alt, ertrank. Mainz. Die Taunusbahn ist in der Nacht von Freitag auf Samstag abermals und zwar auf eine raffinirte Weise bestohlen worden. Zwischen Hattersheim und Flörs— heim verschwanden von dem nach Mitternacht dort passirenden Güterzug 6 Säcke Waizen, ohne daß das Zugspersonal dieß gewahr wurde, indem, während der Zug in Bewegung war, sich muthmaßlich zwei Kerle auf den betreffenden Wagen machten, die Säcke herunterwarfen und auf einen mitgebrachten Karren luden, dessen im Fahrweg verlorene Radspur die einzige ist, die man bis jetzt von diesem kecken Uebersall hat. Mainz. Interessant wird für unsere Leser die Mit⸗ theilung sein, daß der zum Tode verurtheilte Raubmörder Joh. Grüll s. Z. von einem Schiffer in Düsseldorf arretirt wurde, dem er einen, jenem gestohlenen Nachen verkaufen wollte. Diesem Schiffer wurde nun der von der Familie des Ermordeten ausgesetzte Preis von 100 fl. für die Er⸗ mittelung des Thäters nicht allein ausbezahlt, sondern er sand auch in dieser Familie eine recht freundliche Aufnahme. Von Kassel wirb ein großes Brandunglück gemeldet, welches in der Nacht vom 1. Februar das Städchen Trendelburg betroffen hat. Bei einem heftigen Sturme konnte das Feuer erst nach der angestrengtesten Thätigkeit am folgenden Morgen bewältigt werden, trotzdem die Kasseler Turnerseuerwehr und aus der ganzen Umgegend schleunigst Hülfe herbeigeeilt war. So weit sich das Brand— unglück bis jetzt übersehen läßt, liegen an 60 Häuser in Asche. Das ganze Städtchen zählt 140 Häuser mit 850 Einwohnern. Es heißt in den Berichten von dort: Der Jammer und das Elend daselbst sind sehr, sehr groß. Was von hier aus geschehen kann, geschieht; aber allein sind unsere Kräfte zu schwach und die Mittel nicht aus⸗ reichend. Helfe, wer helfen kann. Für die Nothleidenden in Ostpreußen sind weiter eingegangen: Elfte Liste: 1) Vei Hexen Hofrath Dr. Pilger: Von Frl. Kitz 30 kr.— 2) Von Herrn Rentier Steinhäuser: Von Pachter Schultheiß dahier 1 fl.— 3) Bei Director Stein⸗ berger: Von Herrn Zimmermeister Bender 1 fl., aus der Gemeinde Wisselsheim, gesammelt burch Herrn Lehre Beez,/ fl., zusammen 8 fl.— In Summa 9 fl. 30.— Hierzu von der Expedition des„Anzeigers für Oberhessen“ 73 fl. 23. Zusammen 82 fl. 53.— Im Ganzen bis jetzt eingegangen: 1043 fl. 15 kr. Herzlichen Dank den Gebern. Weitere Beiträge sind stets willkommen. Friedberg den 5. Februar 1868. Im Auftrag des Hülfsvereins⸗Vorstandes Steinberger. Bei der Unterzeichneten gingen zu den in voriger Nummer bescheinigten Gaben ferner ein: Aus Niederflorstabt: „Wir sitzen so fröhlich beisammen und haben einander so lieb“ 3 fl. 7, Lehrer Hahn in Weckesheim 1 fl., burch denselben in der Schule gesammelt 3 fl. 30, burch Stabdt⸗ rath Langodorf in Nauheim von einem Ungenannten I fl., aus Nauheim durch Metropolitan Münch von L. Hensel 1 fl., Conr. Hensel 30, G. Aletter 3 fl. 30, Wiw. Geb⸗ ringer 30, aus Södel durch Bürgermeister Reitz ge⸗ sammelt 10 fl., durch Lehrer Hahn daselbst von den Mit⸗ gliedern des Gesangvereins 8 fl. 29, von Nichtmitgliedern während einer geselligen Zusammenkunft des Vereins bei Gastwirth Volz daselbst 3 fl. 31.— Director Dr. Matthias 2. Gabe, 1 fl. 45, Ungenannt 30. Zusammen 38 fl. 22. In Summa bis jetzt bei uns eingegangen: 7. 29 kr. Aus Södel kam uns ferner, durch Herrn Bürgermeistet Reitz gesammelt, 1 Malter Brodfrucht zu, welche wir an Herrn Bergverwalter Stifft abgeliefert haben. Mit herzlichstem Dank bittet um weitere Gaben Die Expedition des Anzeiger für Oberhessen. Verloosungen. Wiesbaden, 3. Febr. Bei der heute beendigten Ziehung der Nassauer 25-Gulden⸗Loose sind auf fol⸗ gende Nummern die beigesetzteu Prämien gefallen: Nr. 5872 15,000 fl., Nr. 19308 2000 fl., Nr. 62680 400 fl., Nr. 69146 20 fl., Nr. 71339 100 fl., Nr. 3200, 17032 23500, 35282, 40656, 43754, 45955, 60877, 60988, 68851, 73053, 76747, 99257 und 100610 je 55 fl. 2 Nach fruchtlosem Versuche gütlicher Einigung ist ür den Nachlaf des Schuhmachermeilsters Wilbelm Katz, sowie das Vermögen von dessen Wittwe Eva, 9. Schmidt, zu Wachenduchen der förmliche Concurs tmnnt worden. Es werden deshalb sämmtliche Gländiger der Ge nunten aufgefordert ibie Anspräche im Termin den 3. März d. J., Vormittags 9 Uhr, derler anzumelden und zu begründen, auch alsbald Speis dafür anzutreten, widrigenfalls die Ausbleiben ⸗ de von der vorhandenen Masse ausgeschlossen, mangel⸗ ate Anmeldungen aber zurückgewiesen werden. Das Präclusiv- Oekret wird nur durch Anschlag im Inichtslocal publicirt werden. Danau am 24. Januar 1868. Königliches Amtsgericht Abthellung II Köster. vdt. Franckenberg. Holz ⸗Versteigerung. 2 Dtenstag den 11. l. Mis., Vormittags 9 Uhr ufangend, soll im biesigen Stadtwald, District Sommer eg, nachverzeichnetes Holz meistbietend versteigert urden, als: 21½ Stecken Buchen- und Kiefern ⸗Scheidholz, 20 1„ Eichen- und Klesern⸗Prügelholz, 34½„ desgleichen Stockboli und 1400 Wellen Buchen-, Eichen- und Kiefern⸗Kelsholz, sow ie 114 Stämme Eichen- und Kiefern- Bauholz, 2827 Cubikiuß enthaltend, 1 Fichten⸗Stange, 7 Cubikfuß enthaltend. Die Zusammenkanft ist am Eingang der Haupt- simeise. Butzbach am 3. Februar 1868. Oros herzogliche Bürgermeisterei Batzbach Küche l. Bekanntmachung. 6 Ote auf den 29. v. Mis. anberaumt gewesene kolzversteigerung in hleflaem Gemeindewald, Plftict Azbardt, soll nun Dienstag den 11. d. M., Vormittage in 9 Uhr anfangend, mit folgenden Holzsortimenten gehalten werden; 1 Nadel ⸗Stockholz, 150 Stück Buchen⸗Wellen, 1050 Nadel ⸗„ 300„ Aspen- 148 Stüc ichten⸗Bauflämme von 30— 68“ Länge, 3402 Cbksß. vorzäglich zu Streckholz geeignet, 279 Stück Fichten Stangen zu Sparreu und Lelter⸗ bäumen geeignet von 25—55“ Länge, 1284 Cublik⸗ fuß baltend. 4 genügende Bürgschaft wird das Holz bis ende September d. J. geborgt. Fauerbach v. d. H. den 1. Februar 1868. Großherzogliche Bürgermeiserei Fauerbach Philipps. Gesundes Erlen-Stammholz 28 wird stete gekauft. Bekanntmachung. 279 Ina der heutigen Versammlung des ist. Vorstandes zu Assenbeim wurden von dem Anlehen von 3000 fl. d. d. 15. April 1862 die Parttal-Obligatlonen Nr. 24 und Nr. 29 mit je 100 fl. zur Käckzahlung durch das Loos gezogen. Die Inhaber dleser Obligationen werden blerdurch aufgefordert, solche nebst Zinscoupons und Talon längstens bis zum 15. April 1868 an den Rechner der ier. Gemeinde Assenheim, Beztirks⸗Dauaufseher Schneider zu Friedberg, abzuliefern, indem von diesem Zeitpunkte an keine Zinsen mehr vergütet werden. Assenheim den 24. Januar 1868. Oer isr. Borstand Sisel Pirsch. Pumpenmacher- Arbeit. 278 Oie Unterhaltung von 5 Stück gußetseruen Pumpen in der Stadt Relchelsheim, bestehend in Schlosserarbeit, soll auf die Dauer von 3 Jahren an den Wenigstfordernden in Accord gegeben werden und ist Versteigerungstermin auf Samstag den 15. Februar, Vormittags 11 Uhr, anberaumt und werden Hebernehmer hierzu eingeladen. Friedberg den 4. Februar 1868. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schnelder. Holz ⸗Versteigerung. 277 Dtenstag den 11. d. M., Vormittags 10 Ubr, ge langen im s. g. Erbfädter Domanlalwald, Distriet Langsee ꝛc. zur öffentlichen Versteigerung: 5¾ Stecken Buchen- ꝛc. Scheitholz, 20¼„ Klefern- ic. Prügelbolz, 8„ Bachen- ꝛc. Stockbolz, 270 Wellen Buchen-Relsholz, 4400„ Aspen⸗— 338* Kiefern- 67 3 Eichen ⸗Werkhelzstämme von 9—11“ mittleren Durchmesser und 25— 40“ Länge. Pelvenbergen den 3. Februar 1868. Großherzogliche Oberförsterel Altenstadt 287 Dienstag den 11. Februar d. J. Morgens 10 Uhr soll ein der hiesigen Geilmelnde zugehöriger Faselochs noch zum Sprunze tauglich, unter den bei der Ver⸗ steigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Weckesbeim am 3. Februar 1868. Großherzogliche r e Weckes heim Ae. Ein braver krästiger Pursche 224 wird zu zwel Pferden gesucht. Näheres zu er⸗ fragen bei der Exped. d. Bl. unter Nr. 224. Ein Anecht und ein Schweizer Fr. Rodaug. Kapital⸗Gesuch. 256 Die Gemeinde Steinfurtb sucht ein Kapital von 1425 fl. und ein solches von 275 fl. aufzunehmen. Steinfurth am 1. Februar 1868. Groß herzoglicht Bürgermeisterei Steinfurth Schul there. 176 Ich bin beauftragt anzustellen tüchtige Agenten für die Lebens“, Feuer- und Hagel ⸗ Branche und nehme bauptsächlich auf solche Bewerber aus dem Handels-, Lehrer⸗, Beamten ober Landwirth⸗Stande Kückficht, deren Bildung und Lebensstellung sie zum unbefangenen Verkehr in ihrem Kreise befähigt. Btwerber wellen ihren Auerbletungen Referenzen beifügen, we man sich Auskunft erholen kaun, und find die Eingaben sofort an den Unterzeichneten zu richten. Die befaͤhigtsten Bewerber erhalten den Vorzug und können auf lohnende Beschäftigung zählen. Carl Gaulsé in Darmstadt. Eine Bäckerei 239 sammt dem unteren Stocke des Hauses and den nöthigen sonstigen Räumlichkeiten ist aus der Hand zu verpachten. Näheres zu erfragen bei der Exped. d. Bl. unter Nr. 239. Agenten Gesuch!! 252 Für ein solides Auswanderer⸗Geschäft wird unter günstigen Bedingungen ein thätiger Vertreter in Friedberg gesucht. Offerten unter der Chiffre C. G. D. befördert die Exped. d. Bl. Dr. Pattison's Gichtwatte lindert sosert und heilt schuell Sicht und Rheumatismen aller Art, als: Gesichts-, Brust⸗, Hals, und Zabn⸗ schmerzen, Kopf-, Hand- und Kulegicht, Gliederreißen, Rücken- und Leadenweh. In Paketen zu 30 kr. und balben zu 16 kr. bet J. A. Windecker. Aufforderung. 172 Wer noch an melnen verstorbenen Mann Pelnrich Wissig II. in Langendain etwas zu fordern bat, möge binnen 14 Tagen seine 1 81 an mich abgeben. aria Wissig II. Wittwe in Langenbaln. 273 5 N 2 wird in eine Speeerel⸗ Ein Commis dandlung nach Frauk- furt a. M. gesucht. Anerdtetungen mit Angabe der seltherigen Conditionen, der Religton und des Alters, eben⸗ so das Anerbleten eines Lehrlings für das naͤmliche Ge⸗ 285 werden zum sofortigen Elutritt 21.0 Naͤbheres bei Peter schaͤft, uimmt unter Cbiffre J. B. Nr. 22 7 die Jäger sche Buchhandlung in Frankfurt a. M. 288 164 Ich beehre mich hierdurch anzuzeigen, daß mir eine Special Agentur von dem General- Agenten Ed. Humann in Mainz, zur Beförderung von nReisenden und Auswanderern nach Amerika, Canada und Australien uͤber die Seehäfen von Bremen, Hamburg, Havre& Liverpool übertragen worden ist und empfehle zum Abschluß von Ueberfahrtsanträgen zu den billigsten Preisen Wechsel auf alle Plätze von Amerika. Friedberg den 7. November 1867. Ludwig Weis, Firma: C. C. Weis. Versteigerungs- Anzeige. 275 Der Unterzeichnete beabsichtigt das ihm gehörige Gasthaus zum goldenen Engel mit geräumigen großen Nebengebäuden, sämmtlich massiv erbaut und in gutem Zustande, nebst sehr schön angelegtem, von dem Niddafluß begränzten Hausgarten, Donnerstag den 13. Februar, Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhause dahier einer öffentlichen Versteigerung auszusetzen. Die Gebäulichkeiten eignen sich sowohl zum Betrieb der Oekonomie, als auch jeden gröͤßern Fabrikgeschäftes, namentlich wegen der Nahe von Frankfurt a. M.(1½ Wegstunde) und dann Station der Main, Weser⸗ Eisenbahn, sowie auch der gegeuwärtigen sehr günstigen Zeitverhältnisse um betrachtliche Grundbesitze zu billigem Preise zu erwerben. Der Flaͤchenindalt des ganzen Anwesens beträgt 500 Großh. Hess.[OKlafter. In dem Versteigerungstermine soll zuerst das Gasthaus mit den Gebäulichkeiten allein und sodann dasselbe in Verbindung mit Brauhaus nebst vollständiger neuer Einrichtung, sowie einem nahe vor der Stadt liegenden Felsenkeller ait Eisgrube, zum Aus gebot kommen. Bemerkt sei noch, daß bei annehmbarem Gebote der Zuschlag sofort ertheilt wird. Vilbel den 17. Januar 1868. F. A. Heintze. 4 Auflagen binnen 3 Monaten! 291 Im Verlage von Theobald Grieben in Berlin ist so eben erschienen und bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg vorräthig: „Zeit 2„Beit . Der Schnellrechner.. Lehrbuch des gesammten Rechnens nach der neuen Schnellrechen⸗ Methode. Zum Selbstunterricht und für Schulen. Von H. F. Kameke. 4. Auflage.— Broschtrt fl. 1. 48 kr., gebunden fl. 2. 9 kr. (Auch in 6 Lieferungen à 18 kr.). Ein wirklich neues und nützliches Rechenbuch für Jedermann, für Comtoir, Schule und Haus, vollständig wie kein vorhandenes, einfach, klar, bündig und fret von allem ermüdenden Ballast, so daß es selbst geübte Rechner alter Schule auf seine ungleich vortheilhaftere neue Bahn herüberzieben wird. Der Schlendrian, der dem Rechnen in den Schulen anhängt und in das weitere Leben hinübergenommen wird, ist der Neuzeit nicht mehr angemessen; es wird dort wohl gelehrt, wie die Aufgaben gelößt werden können, aber nicht wie solche zum praktischen Gebrauch gelöst werden müsse n.„Zeit ist Geld“; jede zettraub ende Auflösung muß vermieden, das Ziffernschrelben so viel als irgend möglich beschränkt werden! Wie der„Schnellrechner“ seine Aufgabe erfaßt, lehrt schon ein flüchtiger Einblick, und der durchgreifende Erfolg des Buches— binnen 3 Monaten wurden 3 starke Auf⸗ lagen verkauft— ist der eclatantesie Beweis für dessen allgemeine Brauchbarkeit. Inhalt: Grundrechnungsarten und solche für den gewerblichen und kaufmännischen Verkehr, Zins- und Zinseszins⸗, Renten-, Wechsel-, Waarenrechnung, Progresslonen, Gleichungen, Logarithmen, Quadrat- und Cubikwurzel, Raumgrößenrechnung u. s. w. Turnverein. 274 Freltag den 7. d. M. Gentralversammlung. hör der Rechnung 1867.. 284 Ein durch hohe Loosziehung Freigewordener sucht seine Nummer an einen Olenstpflichtigen um zutauschen. Näheres bel Herrn Oberfeldwebel Schäfer, Fertige Zlousen 290 empfiehlt bestens Fritz Hecht. 281 Ein durch hohe Loosziehung Freigewordener erbtetet sich seine Nummer an einen Dlenstpflichtigen umzutauschen. Näberes bei der Exped. d. Bl. unler Nr. 281. Zu verkaufen. 267 Circa 1000 Stück gut ausgetrocknete Radfelgen. Fr. Rodaug. Dienstmagd gesucht. 289 In einem Pfarrhause auf dem Lande kann auf Petritag ein braves Dienstmädchen gegen guten Lohn in Dienst treten. Näheres bei der Exped. d. Bl. unter Nr. 289. 5 Gerstenstroh 280 bet Adam Damm. Ein Logis 286 mit allem Zubebör hat zu vermtethen Nauheim. C. Schmidt, Café frangals. 9 8 mit einigem Gesd und Ein Portemonnaie 2 r Der Eigenthümer kann dasselbe bei der Exped. in Empfang nehmen. 283 Rechnungen mit Geschäfts Firma per Buch 32 kr., in größeren Quantitäten billiger, liefern Bindernagel& Schimpf. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 5. Februar. Waizen 17 fl.— kt.; Korr 13 fl. 15 kr.; Gerste 9 fl. 20 kr.; Hafer 5 fl. 30 ke. Frankfurt, 3. Februar. Waizen 17 fl. 20 kr.; Korn 14 fl. 30 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 9 fl. 40 Grünberg, 1. Februar. Waizen 17 fl. 4 kr. Korn 14 fl. 20 fr.; Gerste 10 fl. 5 kr.; Hafer 5 fl. 42 kr.; Molter 12 fl. 50 kr.; Erbsen 12 fl. 15 kr.; Linsen— U — tr.; Saamen u. Lein 15 fl. 25 kr.; Kartoffeln 4 fl.— kr. Mainz, 1. Februar. Waizen 16 fl. 54 kr.; Korn 12 fl. 56 kr.; Gerste 9 fl.— kr.; Hafer 6 fl.— k.; 42— fi. 50 kr.; Noggenstroh per 100 Gch 1— kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpf. Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpf. Mitgetheilt von S. Lindhelmer. Frankfurter Cours. 0.4. 250 a. b.. 1857 437%. „ 250,„ 1854 * FF Voll einbezahlte Eisenbanhn- Aetien und Prioritäten. Rand-Ducaten 4½% Bayr. Ostbahn 119½ G. 3% Liv. C. D.& P/. fr. 4 28 kr. 28 P. 5% sächsische Pfandbr. b. R. 95 P. 50% Tse. Centr.-Eisenb.-Pr. 41½ P. 8% Oster. Zt.-Eisenb.-Prior. 52 P. 5% Elisabethbahn-Prior.% 75% d. %% Oest. Züd. St. u. Lemb. E. B. 91 P. 5% de. neueste Emiss./ 73½ G. 3% Ost. ud. St. u. Lomb. B. B. 42 f. 4½% Hess. Ludwiged.-Puor. 94% G. 20 Franos- Stücke Engl. Sovereigus. Russ. Imperiales Gold pr. Zoll-Pf. Hchh. Silb. pr. Z. Pf. Preuss. Kassensch. 0 * 5 2„ 100 Pr. L. 1858 129 ½ 0. 5. Februar 1868. Cours der Staatspapiere. D 29 1860% 10% 3% Let. 1859 l. Tot. 707 dr. Her.% Ubliget 90% P..„ 1000 Pr. v. 1864 80½ 4. 1 55% Mat.-Anl. 1854 54¼ 8 3½% Obligation.—— 8 schwed. Thlr. 10-L. 10¼ P. 5 5% steuerfreie Oblg. 49% Massa 4½% Obl. b. Rö. 94½ G. Bad. 35 fl. Lese 51¼ F. FN 4½%% Obligat. b. Rh. 95½ d. 4 4% de do 86 ¼ P. I æxh. 40 Thl.-L. b. K. 53% P. . 4% 4. 4. 89 6. Kurhese. 4% Obl. b. K. à 105 90 P. 8 Gr. Hess. 50 fl. L. b. R. 144 P. en 5% Obligtten. 101½ d. Frankf. 3½% Obligat. 82½ 0.—„ 25„„ 42 ½. . 4½% ½ lahr. b. Rn. 93% G. 7 30% dene 72½ G. 2 Ns. 25 fl. L. b. R. 88 P. 7 4 de de 88½ 0. Russland 5% Obl. 1. L. à fl 12 83½ d. ard. 36 Er. L. b. B. Würeab. 4½% Obl. b. Riu. 94 P. Finnland 4½ỹm,s Pfdbr. I. P. 105 82 P. + I Pieter 7 751 5 4% 4. de Schweden 4½% O. 1. R. à 105 84½ d. 9„ Doppelte 9 50—52 32( 27 25 Obliget. 93¼ 8. 5 4½0ỹ% Pfb. 1. R. à 105 83 P— Preuss. Friedrd'or 9 57½—58½ . 4% Obligat. 86 ½ G. N.-Amer. 6% St. 1. E. 1882 76 /, 76 3 Holl. fl. 10 Stacke 9 50—52 2 — — 2 — — G Wiener Weshsel- Ceurs 99½ „„„„„ eee * — 1 J 8 * 44½%—45½ Dollars in Geld 227 Fur An- und Verkauf aller Werthpapiere empflehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jode gewünschte 8. Lindheimer in Friedborg. Auskunft über Vorloosungon, Coupons Zahlungen u.. 1 904 U nur an — He in Berl des Ent den Nor missätt Kriegs Reuli worden Proftss Stitent Ausarb dit vo Frage: Wege der al 1803 verpfli gierung tritt m Starke Grada von Spot Beraf Finan bessen ö dinzen Ania unter ine K wurde, 5 der 11 du 1 Sen um d benz don n