DEH — — N28. nzeiger für Oberhessen. Friedberger Intelligenzblatt. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Anlage G e 0 ostücke in d lage von Gewannen und Gewannenwegen und Zusammenlegung der Grundstücke in der Friedberg den 29. Februar 1868. Gemarkung Friedberg. rann n ih unn Nachdem von Seiten des Gemeinderaths zu Friedberg der Antrag auf Fortsetzung der Zusammenlegung von Grundstücken, Anlage und Regulirung von Gewannen und Gewannenwegen in den noch übrigen Districten der Gemarkung Friedberg, also dem Reste der Flur VII., die ganzen Fluren VIII. bis XIV. einschließlich— 1903 Morgen und 136 Klafter enthaltend, mit einem Steuerkapital von 8479 fl. 22 ke. E gestellt worden und hiernach eine Abstimmung der Betheiligten nach Maasgabe des Art. 1— 13 des Gesetzes vom 24. December 1857, die Zusammenlegung der Gründstücke, Theilbarkeit der Parzellen und Feldweg-Aulagen betreffend nöthig geworden ist, so wird dies hiermit unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die summarische Beschreibung der beabsichtigten Zusammenlegung, Regulirung der Ge— wannen⸗Wege ꝛc., Anlagen in den genannten Fluren mit Angabe der Besitzer der Gründstücke, wie auch ein vorläufiger Plan über die Regulirung des Großgalgenfeldes links der Chaussee, welches zu nach st bearbeitet werden soll(über jedes andere Feld wird vor der Ausführung der Anlagen ein gleicher Plan den Grundbesitzern zur Einsicht vorgelegt, sobald die Reihe daran kommt), vom 5. März l. J. an bis zum 4. April J. J. auf dem Nathhause dahier zur Einsicht der Interessenten offen liegen und werden dieselben zugleich zur Abstimmung in dem Donnerstag den 5. März. 1 Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag. Donnerstag und Samstag. 1 ——— hierzu auf Dienstag den 7. April l. J., von Vormittags 9—12 Uhr, auf dem hiesigen Rathhause anberaumten Termin unter dem Bemerken eingeladen, daß diejenigen Grundbesitzer, welche weder in Selbst— person noch durch gehörig Bevollmächtigte abstimmen, als gegen die beabsichtigte Zusammenlegung, Regultrung von Gewannen und Gewannwege⸗Anlagen stimmend angesehen werden müssen. 520 Einladung. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. Die Mitglieder der landwirthschaftlichen Section Friedberg und sonstige Freunde der Landwirthschaft werden auf a 5 Samstag den 7. März d. J., Mittags 1½ Uhr, zu einer landwirthschaftlichen Besprechung auf das Rathhaus zu Friedberg ergebenst eingeladen. Gegenstände der Besprechung sind: 1) Ist die Düngung von wollenen Lumpen, Malzkeimen und Abfallen von Hasenpelzen in hiesiger Gegend im Gebrauch und bejahenden Falls, zu welcher Fruchtsorte und in welcher Weise geschieht die Anwendung am vortheilhaftesten? 2 Woher kommt es, daß man den Anbau des Incarnat- und des schwedischen Klees nur so vereinzelt findet 3) Welches ist die beste Behandlungsweise der Saatkartoffeln, und 4) Wie ist die Aufzucht der Kälber zu betreiben, wenn sie in ihrem Wachsthume nicht gestört werden sollen? Hert Dr. Henkelmann wird anknüpfend an Frage 3 Mit⸗ theilungen über den Kartoffelbau machen und Herr Eduard Bier au einen landwirthschaftlichen Vortrag halten. Nieder⸗Woöllstadt den 3. März 1868. sind zur Saat ganze Kartoffeln oder geschnittene Theile von den S1 0 11 dicksten Kartoffeln zu verwenden 7 Hessen. Darmstadt. Durch Rescript führung nach Partenstein oder Gemünden durch- und weitergehenden Verkehre förderlich vom 15. 9. M. hat Gr Ministerium der Justiz, im Einvernehmen mit Gr. Ministerium des Innern, die Gerichte angewiesen, zukünftig in allen Fällen von Brandausbrüchen an Gebäuden sofort ein- luschreiten und die nöthige Untersuchung einzuleiten, insbesondere für Aufnahme des objektiven That- pestandes zu sorgen. Fragliche Einrichtung hatte auch in früherer Zeit bestanden und wurde deren Wiedereinführung von der großen Mehrzahl der Gerichte aus dem Grunde befürwortet, weil die pätere Einleitung einer gerichtlichen Untersuchung erfahrungsgemäß häufig keinen Erfolg mehr hatte. R. Friedberg. Die oberhessische Eisen⸗ dahnfrage ist gegenwärtig der Gegenstand leb dafter Besprechung, sowohl in der Presse als in gesellschaftlichen Kreisen und sind es insbesondere die verschiedenen Meinungen über Zweckmäßigkeit und Rentabilität der in Frage kommenden Linien, welche neben den Erörterungen über den abge- schlossenen Staatsvertrag wegen der projektirten Bahnbauten zum Ausdruck gelangen. Hierher gehört auch die Befürchtung, daß die gleichzeitig u Aussicht genommene Linie Friedberg⸗Hanau der projektirten Wetterauer Bahn(Gießen Helnhausen) nachtheilig sei, und nach dem Wir erstreben, welches der Bau dieser Strecke vis jetzt schon gefunden hat, scheint selbst in maß- zebenden Kreisen eine gewisse Abneigung vor- juherrschen. Und doch möchten derlei Befürchtungen sicher- lch sehr irrige sein, denn— die Wetterauer Bahn, wenn die bei ihrer Projektirung voraus- 1 sesetzte und gewiß auch nicht ausbleibende Weiter 1 Bewohnern von Nutzen sein. ständigung unseres Bahnnetzes und insbesondere zum Anschluß an die bayerischen Bahnen statt— findet, wird bestehen und rentiren, auch wenn eine Verbindung von Friedberg nach Hanau ihr Concurrenz macht; so lange ihr diese Wetter- führung aber fehlt, wird sie voraussichtlich auf den lokalen Verkehr beschränkt bleiben, und darin kann eine Friedberg Hanauer Bahn ihr keine Concurrenz bereiten. Streben wir darum, nicht eine Linie durch die andere auszuschließen, sondern vielmehr darnach, daß beide gebaut werden, denn beide werden unserer Provinz und ihren Und zur Vervoll⸗ zur Erhöhung des Werthes der profektirten Wetterauer Bahn erstrebe man eine weitere Ver— bindung derselben mit der Haupt-Verkehrs Ader unserer Provinz— mit der Main- Weser Bahn — durch Erbauung einer Zweigbahn von Fried- berg nach Nidda u. weiter nach Schotten. Eine solche Zweigbahn würde zweifelsohne für sich allein, nur durch ihren Anschluß an die Main- sein, und selbst die vielfach bekämpfte Linie Fried⸗ berg Hanau wird in dieser Beziehung ihre Be⸗ rechtigung bebaupten und zur Geltung gelangen; sie wird, was nicht ausbleiben kann, nach Ueber- brückung des Mains bei Hanau und der Ver- bindung Hanaus mit Offenbach, für jenen ganzen Landestheil längs des Maines hinauf dis zur Tauber den kürzesten Weg für die Steinkohle von der Ruhr vermitteln und— die Steinkohle ist ein Pionier, der sich den Weg nicht versperren läßt, im Gegentheil— ohne dieselbe hätten wir keine Eisenbahnen! * Friedberg. Auf das von Gießen ausgehende, in fast allen Tagesblättern unseres Landes erschienene Inserat, das den mit dem Hause von Erlanger abgeschlossenen Staats- vertrag wegen der projektirten Bahnbauten be- kämpft und die Losung Selbstbau ausgibt, er- widert Gemeinderath Ferder in Gießen durch den dortigen Anzeiger in folgender Weise: „Wenn man, ohne Sachkenner zu sein, das Weser⸗Bahn, in Bezug auf den lokalen Verkehr Gießener Inserat unter Aufschrift: Oberhessische gewiß eben so viel, und für das Land im Ganzen sicherlich nicht weniger Werth haben, als die zu Gunsten der Residenz mit Staatsgarantie projektirte sogenannte Odenwold— Eisenbahnen— An die Landesvertreter— liest, so sollte man denken, nur allein der Fabrikant desselben sei erleuchtet und er sei ein besserer Finanzmann als die, welche Seitens unserer bahn und hätte gleich dieser, den Vorzug, daß Staatsregierung den Vertrag über die Erbauung sie nur den lokalen Interessen dienend, den Ver- der Oberhessischen Eisenbahnen mit dem Hause kehr nicht ins Ausland leiten würde.. Erlanger und Söhne abgeschlossen haben. Diesen Vorzug, der auch der in Starkenburg Geht man aber, wenn auch nur wenig unter- projcttirten Riedbahn zu Gute kommt, kann man richtet, in die Sache selbst ein, so kann man in unsern oberhessischen Eisenbahnprojekten freilichfder That nicht begreisen, welche Motive der ein- nicht nachrühmen; dagegen werden sie alle dem seitigen Voreingenommenhelt und auf— regenden Polemik dieses Herrn zu Grunde liegen.— Die Opfer, welche der Vertrag dem Lande auflegt, sind lange nicht so co⸗ lossal, als man sie binzustellen beliebt und die Bedingungen bei weitem nicht so unerhört.— Es ist wahr: die Bahn ist veranschlagt zu 28,400,050 Gulden, aber nicht dieses Capital, wie in dem Inserat behauptet wird, nur die Zinsen davon garantirt der Staat, oder vielmehr er garantirt per Bahnmeile fl. 45,000 Reinertrag. Stellt diese Garantie sich auch per Meile um 10,000 fl. höher als der bei Rhein- bessen und Starkenburg, so ist dieses durchaus kein dem Hause v. Erlanger und Söhne zu— gewiesener Vortheil, es ist vielmehr diese größere Summe durch die bedeutend größeren Terrainschwierigkeiten und das dadurch mehraufzuwendende, bedeutendgrößere Baukapital bedingt.— Diese Garantie legt aber auch nicht dem Staate die im Inserate erwähnten colassalen Opfer auf die Dauer von 99 Jahren auf, er wird vielmehr, gewiß nicht in zwei Jahrzehnten für alle Opfer, welche er augenblicklich bringt, gedeckt sein. Denn welche Bahn, die gleiche Verkehrsverhältnisse vermittelt, hat sich nicht schon kurze Zeit nach ihrer Eröffnung rentirt? Die Oberhessischen Bahnen, als Hersteller der Ver— bindung zweier internationalen Bahnen werden sich gewiß eher rentiren, als irgend eine Andere und wenn die Meile der technischen Schwierig- keiten wegen in Oberhessen auch fl. 10,000 mehr bringen muß als in Rheinhessen und Starken⸗ burg), so wird hier der Ersatz für vorgelegte Zinsen doch weit eher in die Staatskasse zurück⸗ fließen, als dies bei Rheinhessen und Starkenburg der Fall ist, ja es wird und muß sich mit der Zeit noch ein bedeutender Gewinn für den Staat ergeben, indem er, nach Rückzahlung sämmtlicher von ihm geleisteten Vorschüsse und wenn der Reingewinn 5 Prozent übersteigt, vertragsmäßig ½ͤdesselben zu beziehen hat. Es ist nicht wahr, daß unscr Staat der Ge⸗ sellschaft das Recht eingeräumt hat, Prioritäten in unbeschränkter Zahl auszugeben. Es sind vielmehr in dem Baukapital von 28½ Millionen 2½ Millionen zur Verzinsung des Aktienkapitals während der Bauzeit mit inbegriffen, welche zur Verfügung bleiben müssen. Erst wenn diese Summe nicht ausreicht, erst dann ist die Gesell⸗ schaft zur Aufnahme der Prioritäts⸗Anleihen zur Deckung des erforderlichen Mehrbe— trags berechtigt. Wird aber der Bahnbau durch irgend ein Ereigniß unterbrochen, so daß die Regierung die Vollendung des Bahnbaues selbst in die Hand nehmen muß, und reicht das dann verbleibende, durch Aktien bereits beschaffte Baukapital nicht aus, dann ist die Gesellschaft zur Aufnahme von Prioritäts⸗Aktien, behufs Schaffung des erforderlichen Restbe⸗ trags des Baukapitals verpflichtet. Wie hier eine gehässige Verstellung des wahren Sachverhalts handgreiflich ist, ebenso kühn ist die aller Basis entbehrende Behauptung, daß der wirkliche Bau der Bahn nur 20 Millionen koste und 8½ Millionen in die Tasche des Bankiers fließen. Ist denn dem Herrn ganz unbekannt, daß, wie alle Papiere, so auch die Eisenbahn⸗ Aktien, einem Cours unterliegen,— daß nament- lich hier die 28½ Millionen nur den Nominal- werth der Aktien repräsentiren? und glaubt der Herr wirklich, daß der Staat mit Aufnahme einer Anleihe und Selbstbau besser fährt zumal bei der gegenwärtigen Zeitlage die Ausgabe von Staatsschuldscheinen in so großem Betrage nur unter dem bedeutendsten Verluste möglich sein wird? Gewiß dies glaubt er selbst nicht!— Ebenso wenig aber kann er glauben, daß wir uns auf 99 Jahre unerschwingliche Steuern ) Der Ludwigsbahn sind Steigungen von 1—60“, der Oberhessischen aber nur 1—80“ erlaubt. Sie hat 35 Tausend per Meile garantirt, die durch⸗ schnitilich nicht üter 600 Tausend kommen joll, also hätte sie fast 6 Prozent und denuech klag! man über die Bedingungen des mit dem Hause Erlanger abgeschlossenen Vertrages. aufladen!— Bekanntlich werden ja nur die Zinsen des Baukapitals zu 3½ Prozent garautirt und es wird der Reinertrag der beiden projektirten Bahnlinien in voraussichtlich ganz kurzer Zeit die Zinsen des Baukapitals decken.— Wenn wir die Denkschriften der Eisenbahn⸗Comite's, welche für den Bau der beiden Bahnen seither thätig waren, nachlesen, so finden wir unter spezieller Erwägung aller Verhältnisse ausgerechnet, daß die Bahnen in Oberhessen unfehlbar rentiren müssen. Bei dieser Berechnung sind die Voranschläge des Ingenieurs Hrn. Schmick zu Grunde gelegt. Diese Voranschläge berechnen aber die Bahnstunde auf 670,000 fl. Baukosten und nicht wie hier auf 650,000 fl.; also die Kosten beider Oberhessischen Bahnen auf 1 Million mehr, als bei dem mit Herrn v. Erlanger und Söhne abgeschlossenen Vertrage angenommen ist. Es wird demnach hier ein noch weit größerer Reingewinn und dadurch weit eher eine Rück— zahlung an den Staat eintreten, als wie es selbst das Comite angenommen hat. Da nun der Staat eine so bedeutende Staats- anleihe bei der gegenwärtigen allgemeinen Lage und den speziellen Verhältnissen unseres Landes voraussichtlich nur unter Bedingungen realisiren könnte, die sich durchaus nicht vortheilhafter als die in dem Vertrage mit Erlanger vereinbarten, gestalten möchten und dadurch jedenfalls eine weitere bedeutende Verzögerung der Sache ent⸗ stehen müßte, so wird und kann er nicht selbst bauen; da ferner die Regierung nie das Risiko eines so bedeutenden Unternehmens über sich nehmen wird, und da dieselbe auch recht gut einsteht und durch die Erfahrung bestätigt findet, daß Privat⸗ Gesellschaften immer im Stande sind die Bahnen ungleich billiger berzustellen, so sei die Loosung: Revision und Annahme des Vertrags mit v. Erlanger und Söhne. Ich komme nun zu den weiteren Bedenken, zu denen namentlich: daß auf Oberhessen im Verhältniß zu den anderen Provinzen all zu viel für den Bahnbau aufgewendet werde. Dieser Ansicht sseht Folgendes entgegen. Die ganze, mehr als ein Dritttheil des Landes bildende Provinz Oberhessen hat bis jetzt Nichts, als die an der Grenze hinlausfenden wenigen Stunden der Main-Weser⸗Bahn; der ganze übrige Theil der Provinz wird weder von Eisenbahnen durch- schnitten, noch berührt! Die Provinzen Starken⸗ burg und Rheinhessen hatten weit früher als wir: die Taunus und die Main-Neckarbahn, dazu kamen nach und nach: die Frankfurt⸗Offenbacher⸗ Bahn, die Rhein-Main-, die linksrheinische, die Mainz⸗Ludwigshafener⸗, die Mainz⸗Binger⸗ und die Mainz⸗Alzeyer Bahn.— Will man also die Verhältnisse der jenseitigen Provinzen mit denen Oberhessens vergleichen, so muß man zu dem Schlusse kommen: daß jene gegen das gänzlich zurückgesetzte Oberhessen auf's Außerordentlichste bevorzugt wurden. Wir erhalten, im Falle die beiden projektirten Linien gebaut werden, nicht mehr, sondern immer noch viel weniger und was nicht zu vergessen ist, viel später das, was die beiden andern Provinzen längst haben. Außerdem steht letzteren Provinzen demnächst eine ganze Reihe neuer Bahnen in Aussicht und diese werden der Regierung und dem Lande mehr Risiko bereiten als die Oberhessischen, denn diese kleinen Bahnen fallen sämmtlich mit Binnenlinien zu⸗ sammen, vermitteln somit nur den kleinen Verkehr, whrend die beiden Oberhessischen Linien Haupt⸗ verkehrsbahnen sind und somit trotz der höheren Subvention doch weit eher und besser rentiren werden. Darum auch mit dem Bedenken weg: daß Oberhessen dem Lande zu große Opfer auflege,— und endlich einmal unserer Provinz Rechnung getragen! Gießen, den 29. Februar 1868. Ferber, Gemeinderath.“ Preußen. Berlin. Nachdem in dem Befinden des Kriegsministers von Roon eine merkliche Besserung eingetreten, soll alle Aussicht vorhanden sein, daß derselbe im Frühjahr wieder zurückkehren und sein Amt übernehmen wird. — Sttzung des Zollbundesrathes. Nach Be⸗ willkommnung der Mitglieder durch den Grafen Bismarck theilte dieser als Berathungsgegenstände mit: Ausdehnung des Zollvercins auf Mecklen⸗ burg, Lauenburg und Lübeck; Abgränzung des Zollgebiets gegen Hamburg; Befestigung und Erweiterung der Vertragsbezie hungen zu Oester⸗ reich; Abänderungen der Zollordnung und des Tarifs, gleichmäßige Besseuerung inländischen Tabaks; Anknüpfung von Unterhandlungen wegen Zollverträgen mit Spanien, Portugal und dem Kirchenstaat; endlich Verwaltungsmaßregeln. — In der ersten Sitzung des Vundesraths des deutschen Zollvereins wurde zunächst von der Versammlung der Legitimationspunkt erledigt, worauf dieselbe sich auf Vorschlag des Bundes- kanzlers damit einverstanden erklärte, daß provi⸗ sorisch ein der Geschäftsordnung des norddeutschen Bundes nachgebildeter Entwurf angenommen und der Legationsrath Bucher mit der Führung des Protokolls betraut werde. — Der„Staatsanzeiger“ veröffentlich Fol⸗ gendes: Nachdem das Staatsministerium durch eine Eingabe vom 2. d. M. dem Könige vor- geschlagen hat, durch einen Akt der Gesetzgebung das gesammte Vermögen des Königs Georg für die Sicherheit des preußischen Staats und die Abwehr vorbereiteter Angriffe und alle Con- sequenzen derselben haftbar zu machen und das⸗ selbe zu diesem Behufe zu sequestriren, hat Se. Majestät unter dem 2. d. M. auf Grund des Verfassangsparagraphen 63 unter Vorbehalt der nachträglichen Zustimmung des Landtags eine allerh. Verordnung erlassen, wodurch das Vermögen des Königs Georg, dem Antrage des Staats⸗ ministeriums gemäß, mit Beschlag belegt wird. Verschiedene Berliner Blätter melden, der Staatsgerichtshof habe den Beschluß gefaßt, gegen den Grafen Platen zu Hietzing die Anklage wegen Hochverraths zu erheben. Dic„Nationalzeitung“ hört, daß der Reichs⸗ tag des norddeutschen Bundes auf den 19. d. berufen werden wird. Wegen Verzögerung der Wahlen zum Zollparlamente in Württemberg und Hessen werde die Session die Reichstages der⸗ jenigen des Zollparlaments vorangehen. — Dieser Tage ist eine revolutionäre Flug- schrift über das ehemalige Kurfürstenthum mittelst Versendung durch die Post verbreitet worden. Die Polizei beeilte sich, die noch nicht aus⸗ gegebenen Sendungen auf der Post mit Beschlag zu belegen Kassel. Die„Hess. Morgenztg.“ schretbt: um die Mitte Januar d. J. sind an die Gast⸗ wirthe im Kreise Witzenhausen vom Kreisbereiter Hoffmann zu Witzenhausen, durch welchen die Verpachtung der Wirthschaften geschehen ist, also wohl im Namen des Landrathsamte, Anweisungen ohne anderes Datum als den Poststempel versandt, welche übereinstimmend also lauten:„Sie werden hierdurch aufgefordert, das hiesige Kreisblatt von jetzt an zu halten und auf der nächsten Poststelle zu bestellen, wenn Sie nicht im nächsten Jahre die Wirtbschaft verlieren wollen. Hoffmann, Kreisbereiter.“ Frankfurt. Prinz Napoleon ist am 2. d. dahier mit Gesolge eingetroffen und im„Russischen Hof“ abgestiegen. Der französische Consul hatte den Prinzen am Bahnhof empfangen und in seine Wohnung geleitet. Prinz Napoleon reist unter dem Namen des Grafen von Meudon. Wie aus Berlin gemeldet wird, hatte derselbe dem Grafen v. d. Goltz den Wunsch, einige Tage in Berlin zu verweilen, vertraulich miigetheil.— Am 3. d. begab sich Prinz Napoleon mit der Main⸗Weser⸗ bahn nach Kassel, wo er einen Tag zu bleiben gedenkt, um dann seine Reise nach Hannover und Berlin fortzusetzen. Bayern. München. Wie verlautet wird gemäß testamentarischer Verfügung der König Ludwig I. mit allen königl. Ehren bestattet werden. Eine Zmonatliche Landestrauer wurde bereits an⸗ geordnet. Eine besondere Commission ist nach Nizza abgereist, um die Leiche des Königs dort abzuholen. Die Rückkehr derselben wird für nächsten Samstag Nachmittag erwartet, an welchen hatte der lunge Unt selbe Bla stiner A. haltungen in sehr friedlichen und ihren bon den der Chrif trennen. — Ut. st in den „France“ eine Niss lediglich Reihe nach und Wien. — Ci bon allen in Abrede oder wen den Aula ihrer Wi Der Prir wurf eine Gtlegenh. geseß zu gegenwär Worie, f ihn ersut merksam! nach Pre Nach —— 2 906 Im d. J. wird daß das L don jetzt Cum 0 Olunden ö Verlehr 1 Dart aldig zu können, daß Se. kaiserl. Hoheit, welche vom Sonden. Kaiser die Erlaubniß erhielt, eine Reise in das daß zen, Ausland zu unternehmen, mit keiner Sendung deu, beauftragt ist. Mit Rücksicht auf die engen ver⸗ naten 1nd wandischaftlichen Beziehungen, welche den Prinzen rung dg Napoleon mit der württembergischen Königsfamilie f verbinden, soll Seine Hoheit, wie wir hören, zich zol, mehrere Tage am Stuttgarter Hofe verbringen.“ dun darch— Die„France“ sagt: Am 29. Februar ug dor. hatte der russische Gesandte Baron Budberg eine dannburg lange Unterredung mit Marquis Moustier. Das . Can fir selbe Blatt versichert aus guter Quelle, daß seit n m die seiner Ankunft Baron Bud berg in seinen Unter— u de Cor, haltungen mit mehreren politischen Persönlichkeiten der arb dag. in sehr energischer Weise die Aufrichtigkeit der , hu 8. friedlichen Gesinnungen der russischen Regierung un 10 und ihren festen Entschluß betheuert hat, sich nicht Lerzeheh ze von den andern Cabinetten in den das Schicksal Arblagt 2 der Christen im Orient betreffenden Fragen zu a dn trennen. a 5 10*— Ueber die Reise des Prinzen Napoleon ler 2 ist in den öfsitiösen Kreisen Alles still. Blos die An, w„France“ widerspricht sehr energisch, vaß ihr irgend * eine Mission zu Grunde liege. Der Prinz reise * lediglich zu seinem Vergnügen; er besuche der egtrung da nenderg un Maget der, itt Fu de giti ttt perda iicht ant i Besthlag 6 reißt 1 dit Ga Krtitbertiltt ptichen dit 11 ll, ali Leetuge! 50 ver sandl, Sit ptrdten Atlan von u Petit „n Jahn deinen a2 „ e Cr dal 110 11 L 1 1f Aaltt Bit aut „ Orasts n Berl An 3. d. an- Beier 1 pleibtn 22651. un 88 trlanltt* In Lin zalltt ren 1 1 t dert „1 14 27215ʃ 1 1 in 1 auf 7,508,477 Gulden und dessen Extraordina— schreibt:„Es geht das Gerücht, daß der Prinz Berlin begebe. ung der sterblichen Ueberreste in der St Bonifaciuskirche erfolgen soll.— König Ludwig II. ist an einem heftigen Katarrhfieber erkrankt. Der Zustand des Patienten soll bedenk⸗ lich sein. Neuere Nachrichten lauten günstiger. Oesterreich. Die Reichsrathsdelegation be- willigte das Marinebudget, dessen Ordinarium rium auf 723,000 Gulden festgesetzt wurde. Frankreich. Paris. Die„Patrie“ Napoleon sich in einer politischen Mission nach Wir glaaben bestimmt versichern Reihe nach Hannover, Berlin, Stuttgart, München und Wien. — Eine politische Mission des Prinzen wird von allen Organen der französischen Regiernng in Abrede gestellt. Aus den verschiedenen mehr oder weniger unglaubwürdigen Versionen über den Anlaß der Reise sei der folgenden, wegen ihrer Wiederkehr in mehreren Organen, gedacht. Der Prinz habe nämlich Napoleon III. den Ent- wurf einer Red: vorgelegt, die er im Senate bei Gelegenheit der Verhandlungen über das Preß— gesetz zu halten gedacht. Da diese Rede für die gegenwärtigen Verhältnisse zu liberal, mit einem Worte, für„unmöglich“ erschienen sei, habe man ihn ersucht, dieselbe zurückzuziehen und sein Auf⸗ merksamkeit durch Ertheilung der Reiseerlaubniß nach Preußen auf ein anderes Feld lenken wollen. * . W.“ werde der Prinz von Berlin sich nach Wien begeben. — Im gesetzgebenden Korper erklärte Havin: er wolle das Verdict der Ehren-Jury nicht ver— lesen, sondern nur constatiren, daß dieselbe die Aygaben Kervsguen's bezüglich der angeblichen Bestechung der Journale für falsch und verleum— derisch erklärt hat. Die Worte Havin's wurden häufig unterbrochen. Amerika. Washington. Das Reprä⸗ sentantenhaus nahm die von der Commission vor— geschlagenen Anklage-Artikel gegen Johnson an. Dieselben lauten auf Verletzung der Aemterbesetz— ungsacte durch den Befehl der Absetzung Stantons und Ernennung von Thomas zum Kriegsminister ohne Senatsconsens und auf Verletzung der Ar— meebill durch den Versuch, den General Emert zur Befolgung der Befehle, die nicht durch Grant geschickt waren, zu verleiten. Aus Waickartshain, Kr. Grünberg, wird uns ge— meldet, daß eine dortige Einwohnerin, welche vor mehreren Jahren das Schicksal hatte, ihren Ehemann durch Selbst— mord zu verlieren, am Fastnacht Dienstag von einem abermaligen schweren Unglück betroffen worden ist, indem ihr 20jähriger Sohn den jüngeren 14jährigen Bruder erschoß und durch denselben Schuß zwei andere Knaben so sehr verletzte, daß beide in ärztlicher Behandlung sich befinden und der eine lebensgefährlich verwundet sein soll. Mainz. Ein bei Oppenheim stationirter Bahnwärter, welcher seinen freien Tag dazu benutzte, unsere Stadt zu besuchen, sprang auf der Rückfahrt nach Oppenheim an seiner Wohnung vom Eisenbahnzug, fiel aber dabei so ungeschickt auf die Erde, daß er mehrfache Beschädigungen am Kopfe davontrug, die unter Umständen gefährliche Folgen haben können. Kassel. Die 17. allgemeine Lehrerversamm— lung findet Ließmal in der zweiten Hälfte der Pfingst⸗ woche, den 4., 5. und 6. Juni, dahier statt. Für die Dauptversammlungen sind bereits 17, für die Neben— versammlungen drei Vorträge angemeldet. Die Vorträge für die Hauptversammlungen sind die folgenden: 1) Diester⸗ wegs Worte: Lebe im Ganzen! 2) Die berechtigten Wünsche der deutschen Volksschullehrer. 3) Durch welche Momente vermag die Volksschule als Erziehungs-Anstalt zu wirken? 4) Was hat die deutsche Schule zu thun, um die Jugend selbständig und thatkräftig zu machen? 5) Die Gegen⸗ wart verlangt, daß der deutsche Volksschullehrer ein Schulmann werde. 6) Ist die Regulztivpädagogik an⸗ zuerkennen oder zu bekämpfen? 7) Die Schule im Kampfe mit dem Leben. 8) Die Anordnung und regelmäßige Berufung von Schulsynoden ist für die Entwicklung des deutschen Schulwesens nicht nur nützlich, sondern auch nothwendig. 9) Die pädagogische Bedeutung der Volks— wirthschaftslehre. 10) Die Lehre von Arbeit und Kapital in der Schule. 11) Die Pflicht des Staates, seine Armen zu erziehen. 12) Waisenerziehung. 13) Schule und Gesundheit. 14) Die Nothwendigkeit der organischen Ver⸗ bindung des Fröbel'schen Kindergartens mit der Volks- schule. 15) Hat die Schule einen besonderen Nachdruck auf die Entwickelung des Gemüths zu legen. 16) Lesen und Lectüre der Jugend. 17) Die Schule der Frauen.— In den Nebenversammlungen wird von J. Wahl und methode dargestellt werben und werben ferner Vorträge gehalten werden über die Reform des deulschen Auf⸗ satzes und die neuen Classiker⸗Ausgaben und bas beutsche Lesebuch(von Keserstein). Württemberg in Amerika. Bel einem in Stutl⸗ gart zu Ehren des Geburtstags Washington's sitatt⸗ gefundenen Bankett machte ein Amerikaner darauf auf⸗ merksam, daß die Zahl der nach Amerika ausgewanderten Württemberger und ihrer Nachkommen wohl 1,800,000 betrage, also eben so groß sei, als die ganze Bevölkerung des Königreichs Württemberg. „ Die Zahl ber weiblichen Personen in England über 20 Jahre, die wegen der kleineren Zuhl an Männern ledig bleiben müssen, beträgt, wie ein englisches Blatt be⸗ richtet, 300,000 bis 400,000. Tie wirkliche Zahl der lebigen Mädchen ist 1,537,000, von denen 1,230,000 zwischen 20 und 40 Jahr alt sind. Man kann annehmen, meint das Blatt, daß von den Ledigen 5% aus eigenem Willen und gern auf die Ehe verzichten, in England sind aber 39% unverheicathete weibliche Personen, 58 9% ver⸗ heirathete und 3% verwitwete. Mit einem Wort: in England müssen wegen des Mißverhältnisses der Ge⸗ schlechter von 5 Mädchen immer 2 unverheiratheit bleiben. „„ Die Verluste zur See im Jahre 1867 sind nach den amtlichen Angaben des„Büreau Veritas“ in Paris solgende: Als ganz verloren sind mit Gewißheit bekannt 2711 Segelschiffe und 131 Dampfer. Ferner müssen beim Mangel aller Nachrichten als verloren angesehen werden 203 Segel- und Dampsschifse, was eine Gesammtsumme von 3045 Schiffsverlusten— 113 mehr als im Jahr 1866— ergibt. Von diesen 3045 Schiffen wurden 369 angesegelt, 1433 scheiterten, 462 sanken, 5 explodirten, 79 verbrannten, 8 gingen im Eise verloren, von 319 kennt man die Ursache des Verlustes nicht, 177 wurden condemnirt und 203 sind verschollen. Der Flagge nach gehöcten England 1438, Amerika 364, Frankreich 273, Holland 112, Preußen 156, Norwegen 116, Italien 62, Dpnemark 69, Oesterreich 31, Spanien 45, Schweden 46, Hamburg 12, Rußland 39, Griechenland 36, Bremen 11, Oldenburg 8, Portugel 11, Belgien 7, Mecklenburg 18, Türkei 7, Brasitien 5, Lübeck 1, Haiti 3, Hawaische Insel 2, sonstigen Natienen 10, unbekannten Flaggen 163. Die meisten Schiffoverluste(1060) fallen in das letzte Vierteljahr. % Die Bevölkerung Italiens beträgt nach der letzten Volkszählung 24.23 1,860, davon 12,128,821 männliche und 12.103 036 weibliche. Die Zahl der Familien beträgt 5,167,480, vertheilt in 3,766,204 Häusern. Verheirathet sind 8 356,172; unverheirathet 14.032.381; verwittwet 1,623,308 Personen. Ackerbautreibende 8 292 2443 Kaufleute und Industrielle 3,923,631; Bergbaubeflissene 58.551; Handwerker 549 255; Priester und Geistliche 174.001; öffentliche Beamte 147,488; Soldaten und be⸗ waffnete Staaisdiener 242,386; Haus⸗ und sonstlge Dienstbolen 520 686; erklärte Arme 305,343; ohne Ge⸗ schäfte; Kinder und Greise 9,258,502; Besitzer von Grund⸗ eigenthum sind 759,771. anderer Konfession, 29,233 Juden und 1850 sonstige Nichichristen. Nach der Sprache in 23,958,103 italienischen, 134,435 französischen, 20,393 deutschen und 11829 griechischen, albanesischen und slawischen Dialekt Sprechende. Die Bevölkerung bilden 8562 Gemeinden, von denen 2765 unter 1000 und 9 über 100,000 Seelen zählen; die mittlere Zahl beträgt 2830 Einwobner auf die Gemeinde — Nach einer Pariser Correspondenz des„Stsanz.] O. Kalbe theoretisch und praklisch die Tacischreib-Uund 85 auf den Quadrat- Kilometer. Bekanntmachung Holz ⸗Versteigerung. Holz- Versteigerung. 1 504 Im Licher Stadtwald, Diflriete Platterwald und 502 Im Walde det Gemeinde Soͤdel kommt folgen 506 Im Versolg der Bekanntmachung vom 30. December b. J. wird blerdurch zur öffentlichen Keantniß gebracht, daß das Burcau der Post⸗Expedttion in Assen heim von jetzt ab an den Sonntagen nicht mehr in den Stunden von 3— 5 Ubr Nachmittags, sondern in den Stunden von 5 Uhr ds 7 Uhr Nachmittags für den Verkehr mit dem Publikum geöffnet sein wird. Darmstadt den 26. Februar 1868. Der Ober- Post- Director Ba hl. Domanial jagd- Verpachtung. 314 Mentag den 6. April d. J., Vormittags 11 Uhr, oll im Gasthof zum Adler in Homburg die Jagd in den früher zur hohen Mark, gegenwärtig zur Ober. försterel Nieder ⸗Eschbach gehörigen, zusammen 1027 Morgen großen Waldtbellen der Gemeinden Nieder Eschbach und Ober⸗Eschbach auf 12 Jahre verpachtet werden. Es werten nur Personen zum Mitbieten zugelassen, don denen eine ordnungsmäßige Ausübung der Jagd uu erwarten sieht. Jagd⸗, Fischerct⸗ oder Forst Frevler and Personen, welche durch die Jagdaucübung in ihren Bermögeneverhälinissen voraussichtlich zurückkommen würden, bleiben ausgeschlossen. Pachtlustige, deren Befähigung blernach nicht allgemeln bekannt ist, baben dieselbe vor der Versteigerung bei unterzeichneter Stelle genügend nachzuwelsen. Frledberg den 3. März 1868. Großberzogliches Forstamt Friedberg Herpel. Dörrenseif, kommen den 11. und 12. d. Mis. nach⸗ verzeichnete Holzsortimente zur Versteigerung: Mittwoch den 11. März: 113 Eichen Stämme von 7— 18“ Durchmesser und bis zu 45“ Länge, 2 Fichten Stämme von 80 lang, 767 Eichen⸗, Buchen und Nadelholzstangen, 15 Elchen-, zehn Fuß lange Stecken, zu Bau- und Weikholz geeignet. Donner fag den 12. März: 259 Stecken Buchen-, Fichen und Nadel ⸗Scheid⸗ und Prügelholz, 62 Stecken desgleichen Stockholz, 18225 desgleichen Wellen, 23 desgleichen Haufen. Der fedeemalige Anfang ist Morgens 9 Uhr am Licherfeld auf dem Pattenröder Bielnalweg. Lich den 2. März 1868. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich del m 16- 18“ Durchmesser Stammholz ⸗Versteigerung. 512 Dienstag den 10. d. Mts., Vormittags 9 Ubr, sollen in dem hiesigen Gemeindewald, Diflrikt Oder⸗ wald 71 Stämme Eichen ⸗ Bau- und Werkholz, 7158 Cubikfuß enthaltend, an die Meistbietenden versteigert werden, Gegen genügende Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. September d. J. gestattet. Groß ⸗Karben den 2. März 1868. Großherzogliche W e Groß ⸗Karben 5 des Holz zur Verfleigerung: Montag den 9. März, Vormittags 9 Uhr: 21 Stück Eichen⸗Bau-, Werk und Nutzbolzstämme dis zu 30“ Durchmesser und dis zu 657 Länge, im Ganzen 3710 Cubekfuß enthaltend, 32 Stück Eichen⸗Stämme, 801 Cubikfuß Wagner⸗ Werkbolz, 1 Stück Buchen Stammdolz, 138 Cubiksuß, 270 Stück Nadelbolzflämme dis zu 18“ Durchm. und bis zu 45“ Länge, im Ganzen 6410 Cbkfß., 80 Stück Eichen⸗ und Buchen- Deichseln und Langwieden(im Gemeindepofc). Dienstag den 10. März, Vormittags 8 Ur: 35 Stecken Buchen ⸗Scheit⸗ 34 7 Holz, 39½ 17 Prügel ⸗ 1 Stock⸗ 1975 Stück Buchen⸗Durchforstungswellen, 10“ lang, 21 Stecken Eichen⸗Scheit⸗ Holz, 64* Prügel. 15 3„ Stock 4060 Stück Eichen⸗Durchforstunge wellen, 10“ lang, 6 Stecken Nadelscheit« 61„ Nadelprügel“ 15„ Nadelstock⸗ 1360 Stück Nadelreis⸗ Soͤdel am 2. März 1868. Großherzogliche Bürgermeisteret Soͤdel Heine Wichen& Erbsen 476 bet J. L. Rappolt. * * Holz, 1 N 505 reine Wicken und Erbsen. M Zur bevorstehenden Aussaat empfehlen alle Sorten Kleesamen beste Qualität, sowie vorzuͤglichen Hafer, Gerste, ay& Oppenheimer. Bekanntmachung. 493 Bei dem Unterzeichneten find eirea 8— 700 Körbe Walzen und Dafer⸗Spreu zu verkaufen. Kaufliebhaber woblen sich gesälligst an denselben wenden. Okarden den W. Februar 1868. F. Hensel. Oberhessische Eisenbahnen. 507 Die Regierung bat bestimmt erklärk, die Eisen⸗ dahnen nicht bauen zu wollen, weil sie den Staat, dessen Finanzkräfte schon so stark in Anspruch genommen find, dei den jetzigen Zeitverhälinissen nicht in ein so be. deutendes Geldunternehmen verwickeln will. Ste erreicht den Zweck auf elne für den Staat billigere Weise, sie überläßt den Bau der Privatindustrie und garantirt einen gewissen Zinseubetrag. Wenn das Geld tbeuer ist, wie eben, muß man hohe Zinsen zablen. Früber konnte der Staat für ver⸗ sprochene 4 fl. Zinsen 100 fl. voll bekommen, jetzt muß er mindesiens 5 versprechen, wenn er 100 fl. haben will. Der Staat kann daran nichts ändern. Wenn er eben Papiere à 3½ pCt. ausgäbe, so würde Niemand dafür 100 fl. bezahlen, sondern 74— 75, weil sie eben nach dem jetzigen Preis des Geldes nicht mebr werth find. Wenn man also mit einer Rente von 3½ fl. eben nicht 100, sondern nur 74— 75 Kapital haben kann, so ift dag bart, aber kein Verlust, weil man für den Preis eben nicht mehr Waare erhalten kann. Indem man also erhält, was zu erhalten ift, ist es ein Unfinn zu sagen, daß die Differenz bis zu 100 Profit für die Bankiers sei, wie es ein Unfinn sein würde, einem Fruchthändler, der eben den Waizen zu 17 fl. verkauft, nachzusagen, daß er mindestens 7 fl. Profit in den Sack . weil der Waizen vor Jahren nur 10 fl. gekostet habe. Prloritäten dürfen nur ausgegeben werden, wenn iich die Regierung von der Nothwendigkeit überzeugt. Wir dürfen überzeugt sein, daß der Regierung das Beße des Landes eben so am Herzen liegt, als dem Rechenmeister, der sich in dem Inserat 418 böre läßt. Wer nicht Schwindel in die Welt werfen will, kann leicht berechnen: 1) daß die Garantie noch nicht 3 pCt. des nothwendigen Kapitals beträgt, und daß 2) die Garantie einer Rente den Staat vor allem Risiko schützt, das in dem Anschaffen des Kapitals liegt. Als vor Jahren die Frucht theuer und deßhalb das Brod kleiner wurde, glaubten Einige, daß das Brod lediglich zum Profit der Bäcker so klein geworden sei und riefen auch: Seldstbacken sei die Loosung. Die Selbstbäckerei trat hier und da in's Leben. Die Actionäre verloren ihr Geld und erkannten, daß man am klügsten nicht Alles selbft thut, sondern denen überläßt, welche die Sache verstehen. Keinen Schwindel mit falschen Rechnungen ver- breiten, sondern die Regierung in ihren wohlwollenden Plänen für die Provinz kräftig unterstützen, das seil die Loosung. 313 Bei Unterzeichnetem wird eine Ziegelei nebst Kalkbrennerei, welche mit bestem Erfolg betrieben wurde, käuflich, so ⸗ wle auch auf den Abbruch oder Pacht unter günstigen Bedingungen abgegeben. Haiuchen den 1. März 1868. Jacob Dillemuth II. J. A. Windecker. Ein Mädchen, 516 das kochen kann, wird bei gutem Lohn zum so⸗ fortigen Elntritt in eine kleine Familie gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. unter Nr. 516. Zu vermiethen. 510 Eine Wohnung im ersten Stock, in der Burg⸗ ssraße in Nauheim gelegen, bestehend aus vier hetz⸗ baren Zimmern, Mansarden, Küche, Keller, Bodenraum, sowie Antheil am Hausgarten und ist sogleich zu be⸗ ziehen. Näheres zu erfragen bet Herrn Stadtschreiber Schutt in Nauheim. Kleelsamen 520 empfiehlt J. Schimpf. trohhüte, 417 das Waschen, Färben und Fagonntiren derselben besorgt bestens K. Friedrich neben der Post. Der Central- Vichpersicherungs- Verein zu Nordhausen 515 sucht für alle größeren Orte thätige Agenten unter annehmbaren Bedingungen. Frankirte Offerten erbittet fich 5 Die Direction. Turnverein. 508 Freitag den 6. März Genetalversammlung. Kuhfleisch, 521 gemäfletes, das Pfund 13 kr., bei Johs. Haustein III. neben der Post. Verloren. 518 Ein Medalllon mit farbiger Emaille. Dem red⸗ lichen Finder eine gute Belohnung; zugleich wird vor dessen Ankauf gewarnt. Abzugeben an die Expediton, Zwei Schaafe 503 mit Lämmern, sowie ein Pammellamm und einen sechszahnigen Hammel hat zu verkaufen Nauheim. Samuel 5b. Zu verkaufen. 511 Elin Wohnhaus, in der Nähe des neuen Kur⸗ hauses und des Landgerichts, bestehend aus acht helz⸗ baren Zimmern, 2 Küchen, 6 Mansarden, Keller, Boden und Hausgarten, steht abtheilungsbalber unter äußerst vorthellhasten Bedingungen billig zu verkaufen. Näberes zu erfragen bet Herrn Stadischreiber Schutt in Nauheim. Einige tausend Purbaum- Pflanzen, 519 per Tausend 2 fl. 30 kr., verkauf: Georg Keller I. in Melbach. Rechnungen mit Geschäfts Firma per Buch 32 kr., in großeren Quantttäten billiger, liefern Bindernagel& Schimpf. 498 Unterzeichneter empfiehlt dem geehrten reisenden Publicum seinen neu und comfortable eingerichteten Gafthof zum Wiener Hof. Weißfrauenstraße 3 vis-à- vis den Bahnhöfen in Frankfurt a. M Zimmer von 36 kr. an, billige und gute Bedienung. Christian Krämer. Einen eingezaͤunten Garten, 521 ¼ Morgen haltend, im Burgfeld, ist ganz oder theilweise zu verpachten. K. Ferro's Wittwe. Dr. f Pattison's Gichtwalte 273 lludert sofort und heilt schuell Gicht und Rheumatismen aller Art, als: Gesichts-, Brust⸗, Hals, und Zabn⸗ schmerzen, Kopf⸗, Hand- und Kntegicht, Gliederreißen, Rücken⸗ und Lendenweh. Preise der Bäckerwaaren vom 1. bis 16. März 1868 bei Bäckermeister Tischert zu Fried berg. ½ Waizen, ½ Korn. 2 Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 4 0 20½ kr. Zweite Sorte 4 N 19 kr. 2* 10¼ 1 47* 2 4 90„ 2* 1* 5 ¼ 75 2 1 1* 4²õ„, Muüchbrod 1 kr. 2 2½ Lolb.] Wasserwed 1 kr.= Lolh. Friedberg den 29. Februar 1868. 309 Ernst Tischert. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 3. März. Waizen 17 fl. 10 fr.; Korn 13 fl. 40 kr.; Gerste 10 fl.— kr.; Hafer 5 fl. 40 kr. Frankfurt, 3. März. Waizen 17 fl. 30 kr.; Kort 15 fl.— kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 9 fl. 55 kr. Grünberg, 29. Februar. Waizen 17 fl. 15 kr.z Korn 14 fl. 20 kr.; Gerste 10 fl. 23 kr.; Hafer 6 fl. 17 kr.; Molter 12 fl. 40 kr.; Erbsen 12 fl. 26 kr.; Linsen 14 fl. — kr.; Saamen u. Lein 15 fl. 54 kr.; Kartoffeln 4 fl. 32 kr. Mainz, 28. Februar. Waizen 17 fl. 9 kr.; Korn 13 fl. 34 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 6 fl. 25 kr.; Kartoffeln 4 fl. 12 kr.; Roßgenstroh por 100 Gebund 20 fl— kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. In Paketen zu 80 kr. und halben zu 16 kr. bei Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpfj. Mitgetheilt von Oest. 250 fl. b. R. 1839 142 F. N* 1 S. Lindlacimer. Frankfurter(Cours. 3 250,„ 1854 83 f. a 5 5 8 18„100 Pr. L. 1858 138 C. 5. März 1868. Cours der Staatspapiere. 18 500, v. 1860% 73 ¼, ½ Oesterr. 50/ Aet. 1859 f. Lst. 68% G. h Cr. Hess. 40% Obliget. 90 F. ö—„ 100 Pr. v. 186482 3 81½ 5% Nat.-Anl. 1854 55% 6. 1 5 3½0% Obligation. 5 12 dchwed. Thlr. 10-L. 12 8. 5 50% steuerfreie Obig. 50½ 0. assaa 4½¼½0% Obl. b. Rtb. 94 6. 2 4. 35 f. Leos 31 Preussen 4/0% Obligat. b. Rth. 95½ 6. 1 2 10% do do 86 P. 2 K urh. 40 Thl.-L. b. K. 54 ½ G. 5 40,0 do. do. 89 6. Kurhess. 4% Ob]. b. R. à 10590 P. 1 2 Gr. Hess. 50 fl. L. b. A. 1424 F. Bayern 4% brenn, 101 6. Frankf. 3½% Obligat. 81 6.— N 125 7 I. 15 R 1 0 5 4½% ½ Jahr. d. Rt. 93½ G. 0 30% do 72 ½ G. 2 aan. 20 fl. F. p. n 751 4% 4% do 88 6. Russland 50% Obl. i. L. à fl. 12 83½ p. L. Er.. Wiürteiub. 1020 Obl.„ Rth. 93 6. Finnland 4750 Pfdbr. I. E. 105 80½ P. I Pistolen fl. 9 49—51 1 4 a 3 70 1797 do ö 5. Schweden 47 20% 0. 1. ER. a 10⁵ 84 7 G. 1 A Doppelte 5 9 50—52 aden 10% 5 igat. 93% C. 5 1½% Pfd. i. R. 4 150—— 2 Preuss. Friedrd'or„ 9 57½—58½ 5 4% Obligat. 86 G. I N.-Amer. 60% Zt. I. E. 1882 75 G. oll. fl. 10 Stäcke„ 9 54—56 Moll einbezahlte Eisenbahn- Actien und Prioritäten. 8 1 317 4½0/ Fayr. Ostbahn 120 G. f 3% LIV. C. D.& D/. fr. à 28 kr. 28 d. 2 Engl. Sosereigns. 5 14 5400 5 80 sächsische Ptaudbr. 1 R. 1 G. 50% Tose. Centr.-Eisenb.-Pr. f 41 8. 2 Russ. Imporiales„ 9 50—52 9% Oesterr. St.-Eisenb.-Erler. 53½ 6. 50% Elisabethbahn-Prior. 6% 75½ G Gold pr. Zoll-'Pf.—— 60% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 92102 0 50% do. neueste Emiss.% 74 G. 1— Hchb.Silb. pr. Z. PI. 4 3% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. P, 43½ P 4½% Hess. Ludwięesb-Prier. 94 P 0 Preuss. Kassensch..„ 4% 4% 2 0 Wiener Wechsel- Cours 101 ½ G. N Dollars in Geld S. Lindbheimer in Friedberg. 3 — Hef der Slaͤn 9. Marz Die Tagte auberaum 10 die 2 Innern, führung in den in! kember le 2 die De den Gesetz vom 19. F vinzialschu mit dem erworben 170 Orte hebung d Berstadt des Jaco . 2 7 e, . Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Lusicherung ceeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte Anskunst über Verloosungen, Coupons- Zahlungen 3. um Wied großh. he Unteroffiz Munition hegehen. Monat d 8 berlautet. dianfsur! Ubänderu pegen d. ungtleilt Arten wi don der abgescht titig d lichen bom 3. 5 Man egen: Dal 5 Vlalles f 905 1 aten ft 1 Loy un damit, da Nedallen don Mon 4 uflonch der Kost Nine i schung 96 dne