Lan. Donnerstag den 4. Juni. M 65. — 9 Anzeiger für Oberhessen. Friedberger Intelligenzblatt. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. — ben Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publiziren: Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 10 k. Nr. 27. sub 1. Gesetz, die Ausgleichung der in dem Jahre 1866 durch die Königl. Preußischen und die mit denselben verbündeten Truppen während ihres 1 Aufenthaltg in dem Großherzogibum verursachten Krieglasten betr.— sub 3. Die Errichtung des Artillerie- Depots betr. „ Frledberg den 29. Mat 1868. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. 0 Betreffend: Die Militär ⸗Ersatz⸗Instructlon für den Norbdeutschen Bund vom 26. März 1868. Friedberg am 29. Mai 1868. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Auf Weisung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 20. Mai l. M. zu Nr. M. d. J. 6361 machen wir Sie darauf auf— 0 merksam, daß Sie Exemplare der Militär-Ersatz-Instruction für den Norddeutschen Bund vom 26. Maͤrz 1868 von der Buchhandlung des Großherzoglichen Staatsverlags zu dem Preise von 36 Kreuzer das Stück in Quartformat beziehen können. Trapp. eaftzer—— 2 Betreffend: Freizügigkeit. Friedberg den 30. Mai 1868. ß Mit Bezug auf das Bundesgesetz über Freizügigkeit vom 1. November 1867 theilen wir Ihnen in Folge Entschließung Großherzogl. Ministeriums des Innern vom 6. d. M. zur Nr. M. d. J. 5,486 zu Ihrem Bemessen hierdurch mit, daß die Bestimmung in Art. 26 des Gewerbsteuergesetzes vom 4. Dezember 1860, wornach Ausländer zum Gewerbebetrieb mit Gewerbsanlagen oder Niederlassung der vor— A gängigen Erlaubniß der höheren Administrativbehörde bedürfen, in den zum Norddeutschen Bunde gehörigen Theilen des Bab. Großherzogthums für Angehörige dieses Bundes außer Anwendung getreten ist. Trapp. 1 agel Betreffend: Den Audienztag bei Großherzoglichem Krelsamte. Friedberg den 2. Juni 1868. 0 Daf fe bee an diefe l ben. — Wegen des hohen Geburtsfestes Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs fällt der auf Dienstag den 9. Juni l. J. fallende Audienztag aus. Sie wollen dies auf ortsübliche Weise in Ihren resp. Gemeinden bekannt machen lassen. 1 Kritzler, Kreis-Assessor. Betreffend: Anzeige gezen Konrad Karl von Appenrod, wegen Zuwiderhandlung gegen das Polizeiflraf⸗ 5 8 deten gesetz(bier die Verbüßung der verwandelten Polizeistrafen). N Friedberg den 28. Mal 1868. tt. a. Pee ubde — affen eee Wir beauftragen Sie den Heinrich Schmidt(vulgo Bachheller) aus Storndorf, welcher sich in der Wetterau aufhalten soll, 5 d im Betretungsfalle zu arretiren und uns gefänglich vorführen zu lassen. J. 8 end. Kritzler, Kreis- Assessor. Setter Hessen. Darmstadt. Des Großherzogs Jäger⸗Bataillons Nr. 11, v. Frankenberg-Ludwigs⸗ suchte und allein aus der Stadt Danzig 1945 n d K. H. hat bestimmt, daß der Ackerbauschule zu dorff, unter Stellung à la suite dieses Bataillons, Menschen dahinraffte, die Cholera, bereits wieder N Darmstadt die obere Etage des zur Großherzog-als Regimentscommandeur, und der Major vom bier eingetroffen ist. ** lichen Hofmeierei gehörigen, am Eingang zum Hann. Füs.⸗Reg. Nr. 73, Schultz, unter Stellung“ Frankfurt. Der Frankfurter Handelsverein — ü 1 Hofgarten gelegenen Gebäudes künftighin als à la suite dieses Regiments, als Bataillons⸗ hat in Ermangelung von eigentlichen Handels- „ Net Lehrlokal unentgeldlich eingeräumt werde. Commandeur— vom 1. d. ab der Großherzog- gerichten und bis zu deren Schaffung ein Handels- u en,— Prinz Ludwig geht kurze Zeit nach Pfingsten lichen Division zur Dienstleistung überwiesen. schiedsgericht am hiesigen Platze ins Leben gerufen. *— auf zwei Monate nach England und wird während Die genannten Herren sind am Sonntag Abend Von seiner Competenz sollen ausgenommen sein 9 dieser Zeit der königlich preußische General von hier eingetroffen. diejenigen Fälle, welche speciell in das Fach der 1 ern Wittich, wie verlautet, interimistisch das Divisions⸗ Preußen. Berlin, 30. Mai. In der Börsengeschäfte einschlagen. 10t. Commando übernehmen. gestrigen Bundesrathssitzung war Graf Bismarck 885 Die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet, daß der 10— Die„Darmst. Ztg.“ bringt folgende Mit- nicht anwesend. Das Gesetz über Aufhebung der Oberbürgermeister von Frankfurt a. M., Herr — theilung: Der Befehl zur Ablösung der Truppen Schuldhaft wurde in der Fassung des Reichstags Dr. Mumm, zum Mitglied des preußischen Herren- 4 dem in den Cantonnements von Eberstadt und Pfung⸗ angenommen und die Resolution wegen Nicht- hauses ernannt sei. Nag u sadt, welche am 2. d. stattfinden sollte, ist nach- beschlagnahme der Arbeitslöhne dem betreffenden Baden. Prinz Napoleon ist auf seiner 25kfurt käglich zurückgenommen worden. Das IV. Inf. Ausschusse überwiesen. Soweit die Bevollmäch⸗ Reise nach Konstantinopel am 1. Juni in Baden- 00 Regt. verbleibt vorerst in den genannten Orten, tigten instruirt waren, erklärten sie sich bereit, die Baden eingetroffen, übernachtete daselbst und — wird jedoch, dem Vernehmen nach, noch in der Expeditionskosten zur Beobachtung der Sonnen- reiste am 3. d. nach Stuttgart. 1 10 ersten Hälfte dieses Monats hier einrücken, und finsterniß(16,000 Thlr.) matrikelmäßig einzu- Oesterreich. Wien. In der Sitzung 174500 wird statt seiner nur ein Bataillon, das 2. Jäger- schießen. i des Abgeordnetenhauses vom 28. Mai legte Winter⸗ — Bataillon, Cantonnements beziehen. Ein Bataillon— Der Reichstag hat den Antrag Schultze's stein eine Eingabe der Wiener Börsenkammer vor, Infanterie wird alsdann bei den hiesigen Haus- auf Erlaß eines Bundes ⸗Genossenschaftsgesetzes welche dahin geht, eine Zinsenreduktion der Staats- U igenthümern bequartiert werden, seine Verpflegung angenommen. Der Präsident Delbrück erklärte beisschuld nicht zuzulassen und die Besteuerung der N doch in der Kaserne empfangen.— Nach dem der Debatte, daß der Bundesrath mit der Tendenz Coupons auf das geringste Maß zu beschränken. „ l Neuß.„Militär ⸗Wochenblatt“ sind der preußische des Antrages einverstanden sei. 5 11 28. Mai. Die„Presse“ meldet: In der 7 Generalmajor und Commandeur der 5. Infanterie- Danzig. Es scheint sast, so wird von hier gestrigen Sitzung des Ministerraths, unter dem * Frigade, v. Wittich, unter Versetzung zu den gemeldet, keinem Zweifel mehr zu unterliegen, daß Vorsitze des Kaisers, wurde über die Finanzvor⸗ a Offizieren von der Armee, als Brigade-Commandeur, der unheimliche Gast, der uns nun schon zwei lagen berathen. Das Resultat der Berathungen 70„r Oberstlieutenant und Commandeur des Hess.] Sommer hintereinander mit seinem Besuch heim war eine Erklärung, welche der Finanzminister in an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises. Wir beauftragen Sie Erkundigungen über den Aufenthaltsort des Rubricaten einzuziehen und das Nesultat anher zu berichten. Betreffend: Die im Executlvverfahren als uneinbringlich erkannten Forststraspossen des Heinrich Schmidt aus Storndotf. Trapp. Friedberg den 2. Juni 1868. e d —. — der gestrigen Clubsitzung der Linken abgegeben bat. Nach derselben erklärt sich der Ministerrath geneigt, dem Minoritätsantrag des Budgetausschusses auf zwanzigprozentige Couponsbesteuerung zuzustimmen. Hingegen könne der Majoritätsantrag, auf eine fünsundzwanzigprozentige Zinsenreduktion lautend, unmöglich von der Regierung dem Kaiser zur Sanktion vorgelegt werden. Frankreich. Paris. Die„Friedensliga“ schreibt im„Temps“ auf den 8. Juni d. J. ihre erste Generalversammlung nach Paris, Saal „Herz“ aus. Den Vorsitz soll Herr Joh. Dollfus aus Mühlhausen führen. Auf der Tagesordnung steht u. A. ein Vortrag des Herrn Michel Chevalier über die Oekonomie des Kriegs und des Friedens, dann Ansprachen des Großrabbiners Isidor und des Pastors der reformirten Gemeinde in Paris, Herrn Martin Paschoud. — Wie man dem„Journal de Paris“ aus Konstantinopel meldet, hat der dortige französische Gesandte, Herr Bourrée, der Pforte die Ankunft des Prinzen Napoleon für Mitte Juni angekündigt. Es geht das Gerücht, der Prinz werde auf seiner Durchreise durch Bukarest dem Fürsten Carl in offiziöser aber dringender Weise rathen, eine Ver⸗ änderung in seinem Ministerium vorzunehmen. — Die Verhandlungen des Fürsten Metternich mit Baron v. Moustier, welche die Angelegenheit der Couponbesteuerung betrafen, haben zu der Verständigung geführt, daß dieselbe die politischen Beziehungen der beiden Regierungen in keiner Weise berühren soll. » Friedberg. Wiederum hat der Tod aus der Zahl unserer Stadtvorstände ein Opfer gefordert. Der erste Beigeordnete unserer Stadt, Herr Hofapotheker Wahl, schon während mehrerer Jahre leidend, weilte seit einigen Wochen in Wiesbaden, um in einer dortigen Heilanstalt Linderung seines Leidens zu suchen. Heute ist leider die betrübende Nachricht seines Todes, welcher in der Nacht vom 1. zum 2. d. erfolgte, dahier eingetroffen. Die Be⸗ erdigung wird dem Vernehmen nech am 4. d., Morgens 9 Uhr, in Wiesbaden stattfinden, an welcher sich eine Deputalion des Gemeinderaths und eine Anzahl seiner näheren Freunde betheiligen werden. Wir beklagen mit dem Tode unseres Mitbürgers Wahl den Verlust eines in Stadt und Umgegend in hoher Achtung stehenden Mannes, den das Vertrauen seiner Mitbürger wiederholt in den Ge⸗ meinderath berief und der in seinen gesunden Tagen sich eifrig betheiligte an allen Bestrebungen, welche dem Gemeinwohl gewidmet waren und nicht fehlte, wo es galt, dem Schönen und Guten zu dienen. Friede seiner Asche! Nauheim. Nach langen schweren Leiden starb am 1. d. der Landtagsabgeordnete und Bürgermeister unserer Stadt, Herr Alexander Ries, ein umsichtiger, humaner Leiter unserer städtischen Angelegenheiten und deßhalb eine allgemein beliebte, geachtete und verehrte Persönlichktit, deren Andenken bei seinen Freunden wie bei der ganzen Einwohnerschaft Nauheims in Ehren bleiben wird. Gießen. Polizeirath Nover dahler war wegen der hier entdeckten Fälscherbande einige Tage in Nassau, um dort persönliche Nachforschungen anzustellen und hat die Spur einer Bande aufgefunden, die sich mit Anfertigung preußischer Kassenanweisungen beschäftigt. Aus Altenhain, Kr. Schotten, erhalten wir folgende Zuschrift: Am 26. Mai des Nachmittags halb 7 Uhr detraf uns und die nahe liegenden Ortschaften ein großes Unglück. Ein schweres Gewitter mit heftigem Blitz und Donner, welches von der Gegend Laubach kam, entlud sich über unsere Fluren. Die Winterernte wurde vom Hagel so demolirt, daß alles abgemäht und die Felder um⸗ gearbeitet werden müssen. Ganze Stücke Eis mit Kiesel von 1 bis 2 Zoll Durchmesser zerschmetterten auch die Fenster, so daß nur allein in Sellnrod 2000 Fensterscheiben zerschlagen wurden. Viele tragbare Obstbäume wurden entwurzelt und zu Boden geworfen, worunter sich Stämme von 19 Zoll Durchmesser befanden; auch die nahgelegenen Waldbäume sind nicht verschont geklieben und liegen kreuz und quer zerschmettert zu Boden. Dächer der Häuser wurden entblößt, sogar eine Scheune umgeworfen.— Einer düsteren Zukunft sieht nun der fleißige Landmann entgegen. Die schönsten Hoffnungen sind ihm genommen, et ist ihm und seinem Vieh die Nahrung entzogen und die Güterstücke, worunter sich auch Wiesen befinden, sind auf mehrere Jahre ruinirt. Dazu kommt noch ber fatale Umstand, daß sich nur Wenige in einer Versiherung befinden. Doch hoffen wir, daß man die traurige Lage derselben berücksichtigen und eine Unterstützung gewähren wird, da ja immer in ähnlichen Fällen milde Gaben reichlich geflossen sind. Darmstadt. Reallehrer Lorey hat einen Aufruf er⸗ lassen, worin zu Beiträgen für einen Gedenkstein des um die Turnerei hochverdienten Ad. Spies gebeten wird. Babenhausen. In der vorigen Woche sind vier Festungsgefangene— Militärsträflinge— mittelst eines aus Belltüchern verfertigten Seiles durch ein Latrinen⸗ fenster entwichen und noch nicht wieder eingefangen. Der eine der Deserteure, ein verwegner Bursche, war früher päpstlicher Soldat. Landwirthschaftliches. .. Zu einer vernünftigen Heuerwerbung ist es durch⸗ aus nöthig, Gras und Klee bei eintretender Blüthe zu mähen, da beides nachher leicht hart wird, indem die darin enthaltene Holzfaser sich auf Kosten anderer viel wichtigerer Nährstesfe vermehrt. Durch genaue und viel⸗ fach bewährte Versuche hat man gefunden: In 100 Pfund(Trockensuostanz) sind enthalten: Nährstoffe Fett⸗ und Fett uberhaupt. Blutbildung. d. Pfd. Pfd. Gras, anfangs der Blüthe 63,6 120 3,3 Gras, Ende der Blüthe 56.4 8,1 2,3 Klee, anfangs der Blüthe 64,7 19,4 41 Klee, Ende der Blüthe 35,5 16,8 3,6 Hieraus ist ersichtlich, wie nach Eintritt der Blüthe in den Futtergewächsen der Gehalt an Nährstoffen ab⸗ nimmt, wie es also sehr thoͤricht ist, an der Regel fest zu halten, wornach nur zur Zeit des Johannitages die Wiesen zu mähen seien. Ganz besonders ist diese veralterte Bauernregel in diesem Jahre, in welchem die Pflanzen⸗ welt einen Z3wöchigen Vorsprung hat, unbedenklich zu verwerfen. Es dürfte gerathen sein, jetzt schon die Wiesen in dieser Beziehung ins Auge zu fassen und auf frühzei⸗ tiges Mähen Bedacht zu haben. Als weiterer Rath dürfte nicht unnöthig erscheinen, die Futtergewächse, besonders Klee, nicht bei starker Son⸗ nenwärme zu mähen und dann zu Hause nicht hoch auf⸗ zuschichten, was bei der Fütterung dem Viehe leicht Krank⸗ heiten besonders Blähung, Auflaufen verursacht. Man bewahre das Grünfutter bis zum Verbrauch an einem luftigen, schattigen Ort, und breite es, um die gefährliche Erhitzung zu vermeiden,(nach Oeffnung etwaiger Ge—⸗ bunde) angemessen aus. Verloosungen. Karlsruhe, 30. Mai. Bei der heute erfolgten Serienziehung wurden folgende 20 Serien der badischen 35 fl.⸗Loose à 50 Stück gezogen: Serien 40, 94, 132, 529, 1797, 2533, 3328, 3576, 3751, 4119, 4536, 4777, 5072, 6102, 6354, 6404, 6842, 6924, 7365, 7943. H. Schulze⸗Delitzsch und das Genossen⸗ schaftswesen. (Fortsetzung und Schluß.) Professor V. A. Huber zu Wernigerode ge⸗ bührt das Verdienst, durch seine„Reisebriefe“ (Hamburg 1855), seine in zwanglosen Heften er⸗ scheinende„Concordia“(Leipzig) und seine vielen übrigen geistvollen kleineren Schriften und zer- streuten Artikel und durch seine Belehrungen in den verschiedensten Vereinen und Versammlungen, das System der Genossenschaften wissenschaft⸗ lich begründet und beleuchtet zu haben, er ist gleichsam der geistige Schöpfer des deutschen Ge⸗ nossenschaftswesens und ihm ist es vorzugsweise zu danken,„daß die Genossenschaftsbewegung gegenwärtig in Deutschland mehr und mehr ver- standen und als das angesehen wird, was sie eigentlich ist,— als eine große, bedeu⸗ tungsvolle, wirthschaftlich sociale Er⸗ scheinung, die nichte mit der Politik gemein hat, vielmehr mit Bezug auf politische Parteien neutraler sich ge⸗ staltet, als irgend eine andere.“ Hubers Wirksamkeit erstreckt sich nicht allein auf die eigentliche wirthschaftliche Thätigkeit der Genossen⸗ schaften, sondern auch auf die sittliche Seite, auf Förderung der Bildung und Moralität, worauf er mit Recht einen sehr großen Nachdruck legst. Hermann Schulze, Kreisrichter a. D. und jetziger preußischer Abgeordneter, wurde am 29. August 1808 zu Delitzsch, einem Landstädtchen der Provinz Sachsen, unweit Leipzig, geboren, wo sein Vater Bürgermeister, später Justizrath war. Schulzes Verdienst um das Genossenschafte⸗ wesen besteht darin, daß er die Genossenschaften thatsächlich einführte, er ist der Vater der deutschen Genossenschafts⸗Praxis. Zuerst als Assessor in Berlin angestellt, folgte er 1841 einem Rufe als Patrimonialrichter nach Delitzsch, nachdem er sich von der Regierung ausbedungen hatte, daß er in den Listen nach seinem Dienstalter fortgeführt werde und jeden Augenblick in den Staats dienst zurückkehren dürfe. In Delitzsch gewann Schulze durch sein freundliches, freies, offenes Wesen bald die Liebe und Achtung der Bürger und Bauern, die ihn 1848 in die Nationalversammlung nach Berlin wählten. Hier schloß er sich dem linken Centrum an, was meist aus jüngeren Juristen bestand und die Reform des Staates auf der Basis der bestehenden Verhältnisse wollte, dem daher die Linke viel zu ungestüm erschien; als aber ihr wohlmeinender Rath bei der Regierung keinen Anklang fand, wurden ste unwillkürlich der Linken immer mehr zugedrängt. Schulze zeichnete sich hier als Redner keineswegs aus, wurde aber als Vorsitzender der Commission für die Unter⸗ suchung des Nothstandes der Handwerker und Arbeiter, welche an 1600 Petitionen eingesandt hatten, mit den Bedürfnissen der unteren und mittleren Schichten des Volkes bekannt und sah jetzt schon ein, daß nur auf dem Wege der ver— ständigen praktischen Association für die Hebung der arbeitenden Klassen etwas zu erreichen sei. Von der Nationalversammlung wieder nach Delitzsch zurückgekehrt, gründete Schulze hier einen Vorschußverein, wie deren schon in Berlin be⸗ standen, und fügte demselben noch einen Rohstoff⸗ verein der Schuhmacher bei, welche beiden Vereine sehr bald gediehen und wuchsen. Zu Anfang des Jahres 1849 ging Schulze wieder als Abgeord⸗ neter zur zweiten Kammer nach Berlin, wurde aber nach Auflösung der Kammer als Steuer- verweigerer vor Gericht gestellt, nach seiner eigenen glänzenden Vertheidigung aber freigesprochen. Darauf bewarb er sich um eine Stelle im Staats- dienst, erhielt dieselbe auch, der Justizminister schickte ihn aber als Kreisrichter nach dem preuß. Sibirien, nach Wreschen an der polnischen Grenze. Als ihm aber nach 1½ jähriger Wirksamkeit der gesetzlich zustehende Urlaub zu einer Reise während der Gerichtsferien trotz seiner persönlichen Vor⸗ stellung bei dem Minister verweigert wurde, Schulze aber dennoch abreiste und in Folge dessen ein Rescript erhielt, daß ihm von jetzt ab kein Urlaub mehr gestattet sei und daß ihm der Monatsbetrag seines Gehaltes als Strafe abge⸗ zogen werden solle, nahm Schulze seine Entlassung, begab sich wieder nach Delitzsch und widmete sich von jetzt an ganz dem Wohle der arbeitenden Klassen. Seine gegründeten Vereine sind Roh stoff⸗, Consum- und Vorschußvereine, welche sich von Delitzsch aus, der Wiege des deutschen Genossenschaftswesens, immer weiter ver⸗ breiteten und durch die große Vorsicht, mit welcher bei der Gewährung des Credits und bei der Auf- nahme von Mitgliedern verfahren wurde, außer⸗ ordentliche Erfolge aufzuweisen haben. Um die verschiedenen Vereine mit einander in Verbindung zu setzen, berief Schulze im Jahr 1859 die Vertreter der Vorschußvereine zu einem ersten Vereinstage nach Dresden, woraus der Verband der deutschen Genossen⸗ schaften hervorging. Schulze wurde zum Anwalt desselben ernannt, der nun als stetiger besoldeter Beamter die gemeinsamen Interessen zu wahren und zu vertreten hat. Dem Anwalt stehen die Vereins ⸗Deputirten zur Seite, welche sich alljährlich auf dem allgemeinen Vereinstage versammeln und über die wich tigsten Fragen endgültig entscheiden. Die Ver⸗ mittlung zwischen den einzelnen Vereinen un d diesen Centralstellen wird durch Unterverbände oder engere Landes- und Provinzialver⸗ bände bewirkt, welche die Sonderinteressen der einzelnen Distrikte wahrnehmen und in steter Ver⸗ bindung mit der Anwaltschaft stehen. Ein Theil der Brutto ⸗Einnahme dient zur Erhaltung det Geschäftsführung, während eine von Schulze herausgegebene monatliche Zeitschrist:„Die Innung der Zukunft“(Leipzig bei E. Keil) als das Organ der Genossenschaften, sie rasch von allem, was ihnen nützlich ist, in Kenntniß setzt. Seine reichen Erfahrungen auf dem Gebiete des Genossenschaftswesens legte Schulze in folgen⸗ den Werken nieder:„Mittheilungen über gewerb⸗ liche und Arbeiterassociationen“(Leipzig 1850); „Associationsbuch für deutsche Handwerker und Arbeiter“(Leipzig 1853);„Die arbeitenden Klassen und das Associationswesen in Deutsch⸗ land“(Leipzig 1858);„Vorschuß⸗ und Credit⸗ Vereine als Volksbanken“(Leipzig 1859); „Jahresbericht über die, auf Selbsthülfe der Be⸗ theiligten gegründeten deutschen Erwerbs- und Wirthschaftsgenossenschaften des kleinen Gewerbe⸗ standes“(Leipzig). Um Schulze es möglich zu machen, seine ganze Thätigkeit dem Genossenschaftswesen widmen zu melden. Erledigung Verwaltur lung eines shußßes U. blalbenben Glaͤrbiger ascltnene Frledh pile 0 10 — Ul. bin banden in de uhfehende! M Martin 70 S. 1340 Dien die Eieferung Dach auf da Auterzeichnett dich offenlieg wege vergebe Zußbatz —— Brennh 434 Nite pid die Lie Stecken Kiese Steinkohlen, Nornsson im e kde U altung zu daßbag 5 1 Die zu raden Maurerar dit einander * in Je 11 In enn beten dt! dene sser⸗ wurtt un alt ketten Jutertstn f. er Aurt! br Seat knnen und ihn der Sorge für den Lebeneunter⸗ ür ihn gesammelt und eine Summe von 50,000 dalt seiner Familie zu überheben, wurde von einen Freunden im Jahre 1863 in aller Stille Thlrn. zusammengebracht, welche ihm am 4. Okt. in Potsdam, wo er wohnte, von den, zur Ver— waltung derselben ernannten Curatoren überreicht wurde. Schulze nahm dieses Nationalgeschenk nicht für sich und seine Familie, sondern nur zu dem Behufe an, es zum Wohl der Arbeiter ver— wenden zu können, nur den Extrag der Zinsen wollte er für sich annehmen; allein die Curatoren erklärten, daß sie ihrem Mandat zufolge das Geld für ibn und die Seinen zu verwalten hätten Lösung der sotialen Frage nur durch Staats- und Schulze mußte sich dem fügen. und Selbsthülfe ie möglich sei. Die Indem wir diesen Artikel, der nur ein kurzes, Zukunft und Erfahrung wird darüber entscheiden, übersichtliches Bild des Genossenschaftswesens geben welches der rechte Weg ist. soll, schließen, können wir nicht verhehlen, daß die Alten darüber noch keineswegs geschlossen sind, Sonntag J. nach Trinitatis, den 14. Juni, eine Menge Schriften und Zeitschriften behandeln Nachmittags halb zwei Uhr, beabsichtigt der Wet⸗ diesen Gegenstand; einige halten die Genossen⸗ terauer Zweig-⸗Verein der Gustav-Adolf⸗Stiftung schaften für nicht geeignet, zur Hebung des Arbeiter- in der Pfarrkirche zu Bruchenbrücken sein Jahres⸗ standes und der kleineren Handwerker und ver- fest zu feiern, wozu sämmtliche Freunde des langen Staats hülfe, andere beschränken sich Vereins hiermit eingeladen werden. nur auf die durch das Genossenschaftswesen gebotene Friedberg den 2. Juni 1868. Selbsthülfe und noch andere glauben, daß die Der Vorstand. Oeffentliche Aufforderung. 273 Forderungen und Ansprüche jeder Art an das Sermögen des Johannes Jung J. in Oddstadt, über delches der formelle Concurs erkannt worden ist, sowie uwaige Vorzugsiechte find Mittwoch den 5. August l. J., Vormittags 8 Uhr, del Meidung Ausschlusses von der Masse, dahier anzu⸗ melden. In diesem Termine soll zuerst über gütliche Erledigung dieser Sache, weiter nöthigenfalls über Zerwaltung und Verfilberung der Masse, über Bestel⸗ ung eines Massecurators, Wahl eines Gläubigeraus— wusses u. s. w. Beschluß gefaßt werden. Die aus⸗ lleibenden oder durch Bevollmächtigte nicht vertretenen Dlärbiger werden als den Beschlüssen der Mehrheit der schlenenen Gläubiger beigetreten angesehen. Friedberg am 9. Mai 1868. Groß herzogliches Landgericht Friedberg Reltz, Zimmermann, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Holz-Versteigerung 317 Dienstag den 9. Junt l. J., Vormittags 9 Uhr, derden in dem biesigen Gemeindewald, Distrikt Lengert, vachstehende Holzsorten meiftbietend versteigert. Zahlungs ⸗ ist 22 EJ.. Stecken Eichen⸗Schäl⸗Prügelholz, 2900 Stück Eichen ⸗Wellen, 0 a N„ Baumstützen, 1 Stecken Kiefern⸗Prügelholz, 7*„ Stockdolz, 30 Stück„ Wellen. Assenheim den 27. Mai 1868. Broß herzogliche 1 Assenheim E Petroleum und Stearinlichter⸗ Lieferung. 1340 Dienstag den 9. d. M., Vormittags 11 Uhr, wird ie Lieferung obiger Gegenstände für die Garnison Butz ⸗ hach auf das 2. Halbjahr 1868 in dem Bürcau der unterzeichneten Verwaltung unter den daselbst zur Ein⸗ scht offenliegenden Bedingungen auf dem Submisstons⸗ vege vergeben werden. Buß dach den 2. Juni 1868. Großherzogliche Garnison⸗ Verwaltung Jaust, Quartiermeister. Brennholz⸗ und Steinkohlen⸗ Lieferung. 1341 Mittwoch den 10. d. M., Vormittags 11 Uhr, pird die Lieferung von 40 Stecken Buchen ⸗ und 3 Stecken Kiefern ⸗ Scheitholz sowie von 1000 Centner Steinkohlen, aus den Nuhrer Werken, für die hiesige garnison im Submissionswege vergeben. Die Lieferungs⸗ bedingungen liegen auf dem Biüreau der unterzeichneten derwaltung zur Einsicht offen Butzbach den 2. Juni 1868. Oroßberzogliche Garnison⸗ Verwaltung Faust, Quarttermeister. reits Bergebung. 1331 Die zur Herstellung der Oberförsterswohnung zu. peldenbergen erforderlichen Arbeiten Maurerarbeit veranschlagt zu 55 fl. 48 kr. Zimmerardbeit„ 1„ Schreirerarbeit 24„ 53„ Weißbinderarbeit 115„ 24„ Glaserarbeit 26„—„ Pflastererarbeit 63„ 30„ selen auf dem Submissionswege an den Mindestsordern⸗ den vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen auf dem Büreau der unterzeichneten Stelle offen, woselbst auch die Offerten nit der Aufschrift-Submission zur Uebernahme der .. Arbeiten an der Oberförsterswohnung zu pelden⸗ bergen⸗ veisehen, versiegelt und frankirt bis spätestens den 6. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, eingereicht seln müssen. Friedberg den 28. Mat 1868. eee, Kreisbauamt Friedberg e u Gras ⸗Versteigerung. 1332 Samstag den 13. Juni, Vormittags 10 Uhr, soll das Gras auf den v. Löw'schen Schloßwlesen, Weiden⸗ Möcken und Erlen, öffentlich an Ort und Stelle ver⸗ seigert werden. Ziegenberg den 30. Mal 1868. Holzversteigerung in der Oberförsterei Ortenberg. 1311 Montag den 8., Mittwoch den 10. und Donnerstag den 11. Juni werden in den Domanal⸗ wald⸗Distrieten Eschberg, Hain, Wann und Tannenwald nachstehende Holzsortimente verstelgert: Scheitholz. Prügelholz. Stockbolz. Reisholz. Holzart: n. Buchen 362 487 209 1020 Elchen 6 5 2 ½ 10 Aspen 70 24 1 71 10 Klefern 7 4— 1 Eichenstamm von 32“ Durchmesser, 25“ Länge 201 Cubikfuß. 9 Deßgleichen von 6“ Durchmesser, 20 bis 50“ Länge. 60 Kiefernstämme von 8 bis 11“ Durchmesser, 20 bis 60“ Länge= 921 Cubiksuß 96 Eichenstangen a iner N 72 2 181 Buchenstangen agnerholz zu Langwieden und Pferchpfähle ꝛc. 35 Lärchenftangen. Die Zusammenkunft ist jedesmal Morgens um 9 Uhr und zwar am 8. und 10. Juni am Finkenlöcher⸗ Feld, auf der von Bobenhausen nach Wallernhausen führenden Chaussee beim Sparrnwald. Es werden hier mit dem Brennholz die Eichen, Buchen- und Lärchenstangen ausgeboten, und am 10. Juni 270 Stecken Buchen⸗Stammreiser versteigert. 8 Am 3. Tage ist Zusammenkunft im District Hain am alten Seinbruch, woselbst die starke Eiche und das Kiefern⸗Brennholz mit den Kiefernstämmen zum Ausgebot kommen. Zahlungsfrist bis Martini d. J. Ortenberg den 277. Mat 1868. nme en Ortenberg 9 Holz⸗Versteigerung in der Oberförsterei Nidda. 1346 In den Domantalwaldungen der Oberförsterel Nidda sollen nachverzeichnete Holzsortimente mit Zablungs⸗ termin dis Martini l. J. versteigert werden: 1) Montag den 18. d. M. in den Districten Dornbusch und Steinbach. 21 Scheidholz. Prügelholz. Stockbolz. Reisholz. Holzart: S te en. Buchen 324 11 51 12⁵ Eichen— 2— 10 Nadelholz 5* 2 27 12 Eichenstämme von 5½— 9½d““ Durchmesser und 15— 45“ Länge mit 136 Kubikfuaß, 55 Nadelholz„„ 5½—10½“ 5„ 25—70“„ 15 7 12 Buchen„„ 14½—24“ 5„ 300„„ 13 Eichenstangen„ 4—5“ 5„ 141230„ 5 5 18 Nadelholz, 5 4—5“ 4 30—45““ 7 10„ Das Holz im District Steinbach, meist Bau-, Werk⸗ und Nutz holz, kommt Nachmittags zur Versteigerung. 2) Dienstag den 16. d. M. in den Districten Streithainerdern, Comporst und Laiserschlag. Scheidholz. Prägelbolz. Stockbolz. Neispolz. polzart: S te e n. Buchen 155 1278/ 90 163 Eichen 2½ 1 3— Nadelholz——— 32 Aspen— 2— 1 Eichen⸗Stamm von 20“ Durchmesser und 35“ Länge mit 110 Kubikfuß, 1 Buchen⸗ 2 05 5 10* leb 6 Holz in den Districten Comporfl und Laiserschlag wollen Steigliebhaber vor der Versteigerung einseben. Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen Vormittags präcts 9 Uhr und zwar Montags im Holzschlage, Distriets Dornbusch, Dienstags im Holzschlage, Districts Streithainerborn. Nidda den 1. Juni 1868. W r Nidda e org i. Kirschen⸗Versteigerung. Bekanni machung. 1347 Nontag den 8. d. M., Morgens 9 Uhr, sollen 1339 Nächsten Donnersiag den 4. Junt d. J., Nach⸗ die Kirschen auf der Staatsffraße oberhalb Vilbel, Nach⸗ mittags 5 Ubr, wird auf diesigem Ralhbause die dem mittags 2 Uhr, die auf der Straße dei Ildenfiadt, minderfäßrigen Peter Reuß bier zustehende Behausung Dienftag den 9., Morgens 9 Uhr, die auf der Straße— 7 Zimmer enthaltend— nebst Stallung und Garten bei Södel, um 10 Uhr hinter Wölfersheim, Mittwoch meifibietend verpachtet. den 10., Morgens 9 Uhr, die auf der Straße dei Nau ⸗ Nauheim am 30. Mai 1868. g. beim an Ort und Stelle und Donnerstag den 11., Großherzogliches Ortsgericht Naudeim Morgens 10 Uhr, die auf der Straße bei Griedel in V. d. V. dem Wirthslocale des derrn Bierbrauer Melch tor zu Butzbach öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 2. Juni 1868. Großberzogliches Kreisbauamt Friedberg. In Verhinderung 25 Großherzoglichen Krelsbaumeisters anzen* er au 0 a u mann,. Großherzoglicher Kreisbauaufseher. 1179 Sellerie, Gemüse, Blumen, Tabak- und Runkel⸗ 5 rübenpflanzen. Ferner in Töpfen: Pelargonien und Ver st e i gerung. Verbenen, Fuchsien in div. Varietäten empfiehlt billigst 1330 Samstag den 6. Juni d. J., Morgens 11 Uhr, Die Gräfliche Hofgärtnerei zu Assenheim. soll in hiesiger Bürgermeisterel das Fertigen eines 1334 Et Bäckerbursche kann sofort betenen Arco hore Außteicen ver Megwelter. Orlen in Ape keien beer 60 We väemesler tafeln und Geländer an der Schultreppe nochmals an in Naubeim. den Wenigstnehmenden vergeben werden. Weckesheim am 28. Mai 1868. 1337 In ein Frankfurter Manufacturxwaaren⸗Geschäft wird ein Lehrling unter günstigen Bedingungen gesucht. Der dien dälteste Oerichtemann Geberinger. Kirchner. Großherzogliche Bürgermeisterei Weckesheim Hilger. Näheres bei der Expedition d. Bl. 77 * * 1 ö 1 Allein⸗Debit für Friedberg und Nauheim. Durch Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim ist zu beziehen: Die Erinnerungs-Medaille auf das Luther⸗Denkmal in Worms, gefertigt von Professor Schnitzspahn in Darmstadt. .in Bronce fl. 3. 30. Preise in Britannia- Metall fl. 1. 45. Prospect und Zeichnung sind in unseren Buchhandlungen in Friedberg und Nauheim einzusehen. (exelusive Porto.) Joologischer Garten 1345 Sonntag den 7. Juni 1868, Vormittags von 6 bis 12 Uhr, ist der Eintrittspreis auf in Franksurt 4. M. 6 Kreuzer per Person ermäßigt. Der Verwaltungsrath. Von 12 bis 2 Uhr bleibt der Garten für Jedermann geschlossen. Geboren: 1 Zebra. Frische Bierhete 1343 bei Heinrich Weller. Knaben von 12— 14 Jahren, 1344 welche sich der Kaufmannschaft widmen wollen, erhalten bei mir die nöthige Vor⸗ Unterrichtsgegenstände: Rechnen, Schreiben, Uebung im Abfassen von Geschäfts— bereitung. aufsätzen, französische und englische Sprache, Buchhaltung. Auch werde ich den zu entlassenden Schülern auf Verlangen passende Stellen unent⸗ geltlich vermitteln. Friedberg im Juni 1868. Morgenstern, Lehrer. en gros Papier Tue-Mouches en deal Fliegen-Cod 1336 beste Sorte arsenikfreies Fliegenpapier in Quartölättern mit Gebrauchs anweisung in 4 Sprachen allein ächt in der 5 Papeterie Küsler, 7 gr. Eschenheimer⸗Straße in Frankfurt a. M. 1352 Heute Donnerstag den 4. Juni im Windecker'schen Felsenkeller (bei ungünfliger Witterung im Saale) CGN CERT gegeben von der Familie Ceruti vom Conservatorium zu Mailand. Anfang ½8 Uhr. Entrée 6 kr. Anerkeunung einer humanen Handlung. 1349 Jüngst verflossenen Freitag, gegen Abend, kam eine taraelitische Familie aus Jerusalem, Mann, Weib und Kind hier an, der es schwer hielt ein Nachtquartier zu finden. Der Stadtrath und Gastwerth Herr Georg Philippi im steinernen Hause, obwohl in seinen häus⸗ lichen Räumen sehr beschränkt, nahm diese Leute sofort auf, denselben ein Zimmer einräumend. Die Frau des Ortentalen ward plötzlich krank, wahrschelnlich in Folge der Reisestrapazen oder auch des Mangels an kräftiger Nahrung. Herr Philippi sorgte alsbald durch das Herbeiholen des Großherzogl. Kreisarztes Herrn Dr. Lorenz für ärztlichen Beistand, auf dessen Anordnungen die Frau so schnell hergestellt wurde, daß die Weiter⸗ reise dieser Familie schon am darauf folgenden Sonntage ungehindert stattfinden konnte. Während ihres Aufent⸗ baltes im Philtppi'schen Hause fand dieselbe eine solch sorgfältige und liebevolle Behandlung, außerdem noch eine rührte und nicht erfolglose Verwendung von Seiten des perrn und Frau Philtppi dei mehreren biefigen Glaubensgenossen der bedürftigen, weit von der Heimath entfernten Fremden, daß sich viele Stammgäste, welche Zeugen dieser humanen Handlungen im Phi⸗ lippi'schen Hause waren, gedrungen fühlen, dem Herrn und der Frau Philippi, die dies Alles thaten ohne Zahlung anzunehmen, hiermit öffentlich ihre Anerkennung zu zollen, hiefür auch denselben sowohl wie nicht min⸗ der dem Großherzoglichen Kreisarzt Herra Dr. Lorenz für dessen rasche, dabei unentgeltliche Behandlung ihren ungeheuchelten Dank auszudrücken. Friedberg Ende Mat 1868. Viele Stammgäste des steinernen Hauses. Todes ⸗ Anzeige. 1353 Verwandten und Freunden die traurige Anzeige, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, unsern unvergeßlichen Gatten und Vater Herrn Hofapotheker Carl Wahl heute durch einen unerwarteten Schlaganfall in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen Wiesbaden den 2. Juni 1868. Zu verkaufen 1315 habe ich aus freier Ppand mein Haus nebst einem Grabgarten. A. Heck's Wittwe. Einen Schmiedegesellen sucht Christoph Ritzel. Eine Scheuer 1350 bat zu vermiethen A. Feiling. Gut gebrannte Mussensteine 1351 find vorräthig bei Ch. Ulrich II. 1329 Turnverein. 1348 Freitag den 5. Juni Generalversammlung(Turn⸗ tag in Hanau, Turnfest ia Nauheim u. s. w.) Alle Sorten Pflanzen, sowie Sellerie und Lauch hat zu verkaufen 1313 Friedrich Netz. Eine moderne Chaise 1333 in bestem Zustande hat zu verkaufen Friedberg. Löb Strauß. Kirchen buchsauszüget. Evangelische Gemeinde. Getaufte: 24. Mai. Dem biesigen Bürger und Küfermeister Johann Christian Koch eine Tochter Anna Katharine, geb. den 11. April. Beerdigte: 26. Mai. Eine unehel. Tochter, geb. den 23. und ungetaust wieder verstorben den 25. Mat. 30. Mal. Anna Katharine Boller, geb. Hofmann, Wittwe des hiesigen Bürgers und Schlossermeisters Johannes Boller, 50 Jahre, 4 Monate und 8 Tage alt, 1 den 28. Mai. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpff. Mitgetheilt von q Oest. 250 fl. b. R. 1839 149 G. . LIndnelmer: Frankfurter Cours. 2 2%„ 1854 63% 6 a— a„ 100 Pr. L. 1858 1340. 3. Juni. 1868. Cours der Staatspapiere. 2„ 500, v. 1860% 80 d. Tester. 37/ Met. I850 l. Tst. v d. Jr. He.% Obligat. 90 ß o e 2 5 50% Nat.-Anl. 1854 33¼ 6. e 3½% Obligation. 1040 ee 5 2 50% steuerfrele Oblg. 50% G. Nassau 4½0% Obl. b. Rth. 94½ P. 5 Bad. 35 fl. Loose 1 5 P Preussen 4½0% Obiigat. b. Rth. 95 ½ P. f 4% do do 86 F. 2 Sen. 40 Thl.—-L. b. k. 55¾ P 6 4% do. do. 87½ 6. Kurhess. 40% Obl. b. k. à 105 88 f. 5 r. Hess. 50 fl. L. b. R. 145, F. Beem 50/% Obligation. 101¾ 6. Frankl. 3½0% Obligat. 82½ 6 2„„ 25„„ 39 P. 2 4½% ½ jähr. b. Rth. 95 ½ G. 5 30% 775 71½ G. 2 Nass. 2⁵ fl. L. b. R. 36 P 3 40 do do 88½ 6. Russland J 50% Obl. 1. L. à fl. 12 83½ 6 SIL Er. L. b. 3. Würtemb. 4½% Obl. b. Rth. 94½ P. Finnland 4½% Pfdbr. i. R. 105 80 G. Pistolen fl. 9 49—51 * 4% do do—— Schweden 4½% O. i. R. à 105 95½ G. 2 7 Doppelte„ 9 50—52 Baden 4½0% Obligat. 94 P. 5 4½0% Pfb. i. R. 4a 105—— 2 Preuss. Friedrd'or„ 9 56½—57½ 2 4 87½ P. N.-Amer. 60/ St. 1. E. 1882 77½ d. Holl. fl. 10 Stücke„ 9 54 Voll einbezahlte Eisenbahn- Aetien und Prioritäten. 5 e e 5 5 2 4½% Bayr. Ostbahn 124 G. 30% Liv. C. D.& D/ 2. fr. à 28 kr. 30 P. Engl. Sovereigns.„ 11 55—59 50% sächsische Pfandbr. b. R. 94 P. 5% Tos. Ceutr.-Eisenb.-Pr. 46 d. Russ. Imperiales„ 9 50—52 30% Oesterr. St.-Eisenb.-Prior. 52 6. 50% Elisabethbahn-Prior. 6 73½ P old pr. Zoll- Ff.— 60% Oest. Süd St. u. Lomb. E. B. 93½ P. 50% do. neueste Emiss.% 72 G. I Hchh. Silb. pr. Z. Pf.— 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 42% P. 4½0% Hess. Ludwigsh.-Prior. 93% P. Preuss. Kassensch.„ 1 44%—45½ Wiener Wechsel- Cours 102 d. I pohlars in Gold„ 227½—28½ — Für An- und Verkauf aller Werthpapiere empfiehlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewünschte Auskunft über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. s. W. 7 S. Lindheimer in Friedberg Großhet⸗ — Hes Geseßzblas enthält d Bestimm gescbll rag Jvc Vutsniglen Sfacttang a6 bim des nbkren — Unt uns unser mügt. 3 Hann 9. L. Alumeister helde chara . Jnf.⸗Reg St. K. H. leristt), 5 8, G. H. Hauptmann tritt),§ S. G. H. Hauptmänne Kripler von zom 2. Jai vom J. Ja vom 1. In wurde der danten der Hauptmann Außerdem . ein achsu Oberst und Major und bis auf W und ihren! De dem Verneh ur Erledig Tage zusa Sitzungen ollen am 1 — Dae Auf-Regt i 106 l. Bat legen in de Halaillon a antonnirur Handirten