app Il. eiedderg Alice Garde Hottes. — Damen un e derzliche g ant bad Marl en, * uths. — huhe N Volk 55 den kei 1 Nridberg 1 pen 2chimpff. berg ptrittx. 311 eienbe! ell: postiloa. dito 1 — 2 — Donnerstag den 3. Dezember. 2 143. iger für Oberhessen. Friedberger Intelligenzblalt. —— Auf den„Anzeiger“ kann man für den Monat December abonniren. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. — Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. ——* Die auswärtigen Abonnenten des„Anzeigers“, welchen derselbe durch Vermittlung der Post zukommt, werden nicht sonderlich davon erbaut sein, zu vernehmen, daß mit Beginn des neuen Jahres eine Preissteigerung im Abonnement für sie eintreten wird, weil von der Postverwaltung höhere Beförderungsgebühren für das Blatt in Anspruch genommen werden, als bis jetzt der Fall gewesen ist. Genannte Verwaltung hat nämlich einen bei Errichtung des Landpostboten— wesens mit uns abgeschlossenen Vertrag wegen Debits unsres Blattes für das kommende Jahr gekündigt und wird von da ab die im Allgemeinen für die Zeitungsbeförderung geltenden Vorschriften und Ansätze in Anwendung bringen, nach welchen 25 Prozent des jährlichen Abonnementspreises als Provision und bei einem wöchentlich dreimal ausgegebenen Blatte, wie dem unsrigen, 36 kr. Bringerlohn per Jahr in Anrechnung kommen. Es wird sich also mit dem Jahre 1869 der jährliche Abonnementspreis für den Anzeiger bei den durch die Post bezogenen Exemplaren um die oben bemerkten Beträge erhöhen, während der Preis bei der Verlagsexpedition der bisherige verbleibt. Trotz dieser Preiserhöhung dürfen wir aber wohl hoffen, daß die von der erwähnten Maßregel der Post betroffenen auswärtigen Abonnenten, welche bis daher dem Blatte in stets wachsender Zahl ihr Wohlwollen zuwandten, sämmtlich uns um so treuere Abonnenten bleiben werden, je theurer wir denselben bis jetzt schon gewesen ohne Beihülfe der Post und nun auch noch mit deren Beihülfe ganz wider unsern Willen werden müssen. Wir unsrerseits wollen um so angelegentlicher bemüht sein, die uns entgegenkommende wohlwollende Anerkennung dem Blatte auch ferner zu sichern, indem wir, die Geschäfte der Redaction in der bisberigen Weise fortführend, den billigen Wünschen unsrer Abonnenten und Leser möglichst zu genügen gedenken. Die Redaetion. Amtlicher Theil. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden: Nr. 32. Nr. 185. Bekanntmachung, betreffend die Ernennung eines Bevollmächtigten zum Bundesratb des Norddeuischen Bundes. Vom 0. Nov. 1868. Nr. 186 Bekanntmachung, betr. die Ernennung eines Bevollmächtigten des Bundesratbs des deutschen Zollvereins. Vom 10. November 1868. Nr. 187. Bekanntmachung, betr. die Ausführung des Art. 6. des Zollvereinigungs-Vertrags vom 8. Juli“ 1867. Vom 10. November 1868. Nr. 188— 195. Bestellung von Consuln. Betteffend: Das neue Hppothekengesetz, insbesondere die Behufs Errichtung von Contracten und Pppotheken a auszustellenden Fragendeantwortungen. Friedberg den 24. November 1868. Das Großherzogliche Landgericht Fried berg an die sämmtlichen Ortsgerichte des Landgerichtsbezirks. Bei Veräußetungen und Verpfändungen von Immobilien bedarf 3) Titel und Größe der Forderung zu deren Sicherheit die Hypothek in den Fragebegen namentlich die Frage einer gründlichen und um— bestellt worden— ob das Kapital und zu welchen Procenten zu fassenden Beantwortung: verzinsen sei— „Ob auf den in Betracht kommenden Immobilien im anzugeben, sondern namentlich auch noch Hypothekenbuche eingetragene Pfandrechte haften?“ 4) anzuführen: In Beantwortung dieser Frage müssen wir Ihnen darum ganz a. von wem, besondere Sorgfalt anempfehlen und fordern Sie zu dem Ende auf, b. bei wem, und für die Zukunft nicht nur c. unter welchem Datum 1) die Immobilien, wenn nur einzelne davon verpfändet sind, genau die Schuld ursprünglich contrahirt(. B. das Darlehen) aufge⸗ durch Angabe der Flur- und Nummer⸗Ziffer zu bezeichnen— nommen und die Hypothek zu deren Sicherheit nach Inhalt des ) Band Seite und Nummer des Hypothekeintrags, sowie Hypothekenbuchs bestellt worden ist. Reitz. Hessen. Darmstadt. Das Großherzog-St. Maj. dem Kaiset von Rußland verliehenen St. nebst 6 Stecken Holz zur Heizung des Schullocals; dem liche Regierungsblatt Nr. 60 enthält: I. Abschied für die Ständeversammlung des Groß⸗ herzogthums in den Jahren 1866/68. II. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Am Abend des 18. Juni l. J. fiel das vierjährige Töchterchen des Locomotivfübrers Kaspar aus Mainz in der Nähe des Fischthores daselbst in den Rhein und war in Gefahr zu ertrinken, als auf den bülseruf eines Anwesenden der in der Nähe befindlich gewesene Maurermeister Michael Müller III. aus Mainz herbeieilte, in voller Kleidung in das an dieser Stelle 18 Fuß tiefe Wasser sprang, das Kind erfaßte und glücklich lebend an das Ufer brachte. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Maurermelster Michael Müller III. zu Mainz für diese muthvolle, mit eigener Lebensgefahr verbundene That das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:„Für Rettung von Menscheuleben“ Allergnädigst zu verleihen geruht. III. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, den Anschluß preußischer und hamburgischer Gebletstheile an den Zollverein betreffend. 4 5 IV. Erhebung in den Freiherrustand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht, durch Allerhöchste Entschließung vom 27. Juli 1868, den König⸗ lich Spanischen Consul a. D. Hermann Christian von Capherr zu Dresden für sich und seine gegenwäsßtigen und zukünstigen ehelichen Nachkommen beiderlei Geschlechts in den Freiherrnstand des Großherzogthums zu erheben. V. Ermächtigungen zur Annahme stemder Orden. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnä⸗ digst geruht: am 21. Sept. dem Geheim rath Arnold die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Stanislaus⸗Ordens zweiter Klasse mit der Krane,— am 28. Sept. dem Cabinetskasse⸗Ditector Winter die Er⸗ laubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem Kaiser von Rußland verliehenen St. Stanislausordens zwetter Klasse— und am 20. Oct. dem ordentlichen Professor in der evangelisch⸗theologischen Facultät der Landes- Universität Dr. Köllner zu Gießen die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Hoheit dem Herzoge zu Sachsen⸗Koburg und Gotha verliehenen Ritterkreuzes zweiter Klasse des Sachsen⸗ Ernestinischen Hausordens zu ertheiler; am 26. Oct. Sr. Erlaucht dem Generalmajor à la suite Carl Grafen von Schlitz genannt von Görtz die nachgesuchte Erlaubniß zu ertheilen, die demselben verliehene Würde eines Commen⸗ tators des Johanniterordens annehmen, sowie die ent⸗ sprechende Decoration tragen zu dürfen; am 27. Oct. dem Verlagsbuchhändler Georg Kirchheim zu Mainz die Er⸗ laubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Helligkeit dem Papste verliehenen Ritterkteuzes des Ordens ges helligen Sylvester von Rom— und am 5. Nov. dem ersten evangelischen Pfarrer und Dekan Keim zu Worms die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Hoheit dem Herzoge zu Sachsen-Koburg und Gotha verliehenen Ritterkreuzes erster Klasse des Herzoglich Sachsen⸗Ernestinischen Hausordeus zu ertheilen. VI. Namens veränderung. Se. Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 7. Nov. der Friederike Oberseider zu gestatten, statt ihres bisherigen Familiennamens Obeiseider in Zukunft den Familien⸗ namen Wenzel zu führen. VII. Concurrenz für: die dritte Elementar⸗Schulstelle zu Büdingen mit einem Gehalte von 300 fl. jährlich, Herrn Fürsten zu Isenburg und Büdingen in Büdingen steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu. — 30. Nov. Zweite Kammer. Unter den eingelaufenen neuen Eingaben befinden sich: 1) die Vorlage der Regierung auf Einführung des im Umfange des nordd. Bundes geltenden Erwerbs- und Genossenschaftsgesetzes auch in den südlichen Provinzen Hessens; 2) der Gesetzesentwurf, betr. den Verkehr mit explodirenden Gegenständen und den mit Nordamerika abgeschlossenen Vertrag über die Staatsangthörigkeit der im Auslande lebenden Personen. Von Krafft, Wernher, Goldmann und Hunsinger laufen Anträge auf Einführung einer neuen evaͤngelischen Kirchenverfassung ein; von Hallwachs ein Antrag auf minder kostspielige Führung der Geschäfte des Landtags. Krafft und Hunsinger beantragen Revision der Gesetz— gebung über die Zusammenlegung der Grundstücke; Volhard die Zuziehung der Ausmärker zu den Gemeindeumlagen. Fink fragt, ob die Regierung gesonnen sei, das für den norddeutscheh. Bund angenommene metrische Maß-, resp. Sewichtghstem auch in den südlich des Mains gelegenen hessischen Provinzen einzuführen. Bei der vorgenommenen Prüfung der Wahl des Abgeordneten für die neuerworbenen Landestheile wird kein Einwand e —— gegen die Gültigkeit erhoben, und wird somit Hofgerichtsadvocat Curtman aus Friedberg dem- nächst seinen Sitz einnehmen. Die Sitzungen werden erst in 14 Tagen fortgesetzt. — Der Finanzausschuß lehnte in Ermanglung des zugesagten Classensteuergesetzes die Berichter— stattung über die Prorogation des Finanzgesetzes ab. Einer entsprechenden Regierungs- Vorlage entgegensehend, vertagten sich die Stände. — Die beiden in der Zweiten Kammer ge— stellten Anträge auf Einführung einer neuen Ver- fassung für die evangelische Kirche des Landes lauten: 1) Antrag von K. J. Hoffmann II. und Dernburg. Die Stände wollen an die Groß berzogliche Staatsregierung das bereits auf dem 17. Landtage beschlossene Ersuchen richten,„Vor sorge zu treffen, daß die landesherrliche Verheißung vom 25. März 1848 auf dem Allerhöchst vorge- zeichneten Wege nunmehr vollständig und baldigst verwirklicht werde.“ 2) Antrag von Krafft, A. Heß, W. Wernher, Dr. Goldmann:„Die Kammer wolle die Regierung ersuchen, dahin zu wirken, daß durch zeitgemäße Aenderung der Ver— fassung der evangelischen Kirche, deren größere Selbstständigkeit begründet und kirchliches Leben befördert werde.“ — Dem„Fr. J.“ wird von hier gemeldet: Die Mitzenius'sche Angelegenheit hat, was das Verfahren gegen den Verfasser der Schrift: „Luther und die Kirche unserer Tage“ betrifft, ihre Erledigung durch das bereits gemeldete per— sönliche Eingreifen des Großherzogs gefunden. Derselbe hat dem Prälaten Zimmermann den Auftrag ertheilt, den Mitprediger Mitzenius, welcher übrigens in seinem Amte als Geistlicher und städtischer Lehrer verbleibt, vor sich zu bescheiden und demselben wegen der ungehörigen(auch von vielen mit dem Inhalt im Allgemeinen ein ver standenen Laien getadelten) Form seiner Schrift einen Verweis zu ertheilen. Preußen. Berlin. Von den Abgeord— neten Harkort und Berger liegt der folgende An⸗ trag vor:„Das Haus der Abgeordntten wolle beschließen: Die königliche Staatsregierung auf— zufordern, Behufs Ausführung resp. Vervollstän⸗ digung des Gesetzes über die Eisenbahnunter— nehmungen vom 3. Nov. 1838 folgende Maßregeln zu treffen, event. durch Vorlegung einer Novelle zu jenem Gesetze vorzubereiten. 1) Den Ein- pfennig⸗Tarif, ohne erschwerende Zuschläge, nicht allein für Kohlen, Coaks, Holz, Erze, Steine, Salz, Düngmittel, Roheisen und Erden, sondern auch für Brod und Futterstoffe, Kartoffeln, Stabeisen aller Art, Schienenbesestigungs⸗Material, Achsen, Bandagen und Brücken, Abfälle, Rohstoffe, Fische und Muscheln einzuführen, bei Staatsbahnen damit schleunigst vorzugehen und bei Ertheilung oder Erneuerung von Concessionen die Annahme dieses Tarifs zur Pflicht zu machen. 2) Den Tarif für den Personenverkehr zu ermäßigen, namentlich in Bezug auf Arbeiter und Schüler in bestimmten täglichen Richtungen, sowie größere Rücksichten auf die Bequemlichkeit der Reisenden anzuordnen. r Berlin, 30. Nov. Die Kreuzzeitungs⸗ frömmigkeit und die Straßenbrutalität reimt sich schlecht. Es gab einmal einen Waldeck'schen Prozeß und bei demselben einen Mann, der die Rolle eines Denuncianten gespielt hat. Jetzt ist er Mitredakteur der„Kreuzzeitung.“ Derselbe, Hermann Gödsche mit Namen, hat gestern den Redakteur der„Volksztg.“, weil letzterer in einem dem„alten Taddel“ gewidmeten Nachruf jenes Prozesses erwähnte, auf offener Straße mit Faust⸗ schlägen traktirt. Man möchte billig fragen: Haben sich die Zustände der Golddistrikte im Westen der vereinigten Staaten Amerika's nach Berlin verpflanzt? Dort treiben die Redakteure der Winkelblättchen derartige Straßenpolemik. — 1. Dec. In heutiger Sitzung des Ab— geordnetenhauses gab bei Berathung des Justiz⸗ etats der Antrag des Abg. Windthorst, das Haus möge erklären, die Stellvertretung der Obertri— bunalsräthe durch Richter, die nicht etatsmäßige Obertribunals⸗Mitglieder seien, sei gesetzlich un— zulässig, sowie die für die Vertretung geforderten 1000 Thlr. nicht bewilligen, Veranlassung zu einer sehr erregten Debatte. Für den Antrag sprachen der Antragsteller, Reichensperger und Rönne. Twesten beantragt die Streichung des Wortes„gesetzlich“. Der Justizminister erwidert, der Zweck des Antrags ziele nicht auf Sparsam- keit ab, sondern lediglich auf Verhinderung der Anstellung von Hülfsarbeitern und fuhr dann fort:„Das wird Ihnen niemals gelingen. Ich rede offen.(Sensation.) Vom Könige zur Aufrechthaltung der Rechtsordnung berufen, werde ich meine Aufgabe erfüllen mit einer Energie des Willens, die nichts zu wünschen übrig läßt. (Sensation.) Täuschen Sie sich nicht in meiner Person oder durch Zeitungsnachrichten. Ich habe keine liberale Neigung, noch die Lust, mit einzel— nen Parteien zu liebäugeln. Wenn es sein muß, werde ich Hülfsarbeiter beim Obertribunal mit Diäten anstellen und Diäten beim Etat in Rech⸗ nung setzen. Das ist ein Conflikt, den die Re— gierung nicht sucht, wohl aber gezwungen an⸗ nimmt. In solchen Fällen werde ich nöthigenfalls mit Schärfe vorgehen und zu höheren Stellen dem Könige nur solche Personen vorschlagen, von denen ich weiß, daß sie ein Mandat zum Ab- geordnetenhause nicht annehmen.(Lärm.) Ich weiß, daß ich Ihnen ein Aergerniß gebe, aber ich habe es Ihnen vorausgesagt.“ Twesten be— merkt sehr erregt: selbst in den Jahren des Con- flicts habe das Abgeordnetenhaus nicht solche Drohungen, solche Provocationen vom Minister— tische gehört. Wenn das Abgeordnetenhaus die betreffende Position absetze und der Justizminister dieselbe dennoch verausgabe, so sei ein Verfassungs— Conflikt vorhanden. Die Worte des Justiz— Ministers seien eine Provocation, nachdem die Debatte zuvor rein sachlich geführt worden sei. (Lebhafter Beifall. Große Aufregung.) Lasker wünscht Vertagung der Debatte wegen allzugroßer Aufregung des Hauses. Jacoby erklärt sich da— gegen, da die Abgeordneten heute nur hätten aussprechen hören, was sie thatsächlich seit Jahren erlebt hätten. Ferner sprechen Heise und Bethusy— Huc und zwar für Bewilligung der Positionen. Waldeck bemerkt: Nach der Rede des Justiz— Ministers müsse man die beanstandete Position streichen, unbekümmert, was daraus folgen möge. Der Justizminister replicirt darauf noch einmal. Er werde nicht thun, was ihm beliebe, sondern was er für Recht halte. Virchow sagt: Der Justizminister mache das Wohl des Landes von seinem Verbleiben abhängig und predige die Lehre seiner Unersetzlichkeit. Er warne vor dem Fort- fahren auf diesem Wege. Die beanstandete Position wird darauf mit 192 gegen 160 Stimmen ab- gelehnt und der Antrag Windhorst's angenommen. — Für das Heer des Norddeutschen Bundes sind diesmal 90,482 Ersatzpflichtige erforderlich, wovon Preußen 80,092 Mann stellt, 10,390 Mann kommen auf die übrigen Bundesstaaten. — Der angeblich wohlunterrichtete Bukarester Correspondent der„Post“ schreibt, der Minister- wechsel sei durch den Einfluß der preußischen Re⸗ gierung veranlaßt worden, welche die rumänische Regitrung aufgefordert habe, den Beweis zu liefern, daß sie den Umtrieben in den Nachbar- ländern fernstehe und keinerlei Agitationen fördere, welche die Neutralität erschüttern könnten. — Das General-Post⸗Amt zu Berlin macht unter dem 20. v. M. bekannt, daß vom 1. Dezem⸗ ber d. J. ab zwischen sämmtlichen Orten des norddeutschen Postgebiets und denen des nieder ländischen Postgebietes Zahlungen bis zum Betrage von 50 Thlrn., resp. 87 fl. 50 Cents niederl Währ., im Wege der Post⸗Anweisung vermittelt werden. — Artillerielicutenant v. Scheve, welcher am zweiten Pfingstfeiertag des vorigen Jahres seinen Wirth erschoß und erst kürzlich begnadigt wurde, ist jetzt aus dem Militärdienst entlassen worden. — Vom„alten Taddel“ berichtet ein Berliner Correspondent der„D. Volksztg.“ daß derselbe auch vor dem Prozeß Waldeck in zwei berühmten politischen Prozessen, welche mit Freisprechungen endeten, als Richter fungirt hat, nämlich in den 30er Jahren bei dem Prozeß gegen Jahn und wegen der„Vier Fragen“. Kassel. Nach der„C. S.“ belaufen sich die direkten Steuern für den Regierungsbezirk Kassel auf 1,213,701 Thlr., was bei einer Be⸗ völkerung von 770,569 Seelen 1 Thlr. 17 Sgr. 3% Hlr. auf den Kopf ausmacht. Gelnhausen. Von den drei für den An- schluß der Gießen-Gelnhauser Bahnlinien an die ba erische Staatsbahn in Aussicht stehenden Linien hat die von Gelnhausen über Bieber nach Partenstein die meisten Chancen. Um eine Meile kürzer, aber wegen zweier unabwendbarer Tunnel bauten(von 200 und 400 Metern Länge) auch um 2 Millionen Thaler theuerer, würde die Linie Gelnhausen-Orb-Burgsinn werden, für deren Ausführung sich aber trotzdem gewichtige Stimmen schon erklärt haben. Aus Thüringen. Der Meininger Land⸗ tag hat die Etatsberathung mit der Annahme eines Antrags des Finanzausschusses eröffnet, wonach die Regierung ersucht wird, bei dem Bundesrath die Verminderung der Militärlasten und die Reduction und gleichmäßige Vertheilung der Matrikularbeiträge zu erstreben. Die Regierung hat ein Gesetz zur Erhöhung der Besoldungen und Pensionen der Volksschullehrer eingebracht. Bayern. Augsburg. Vor einigen Sonntagen wurde eine Anzahl Katholiken in der Kirche von St. Moritz öffentlich extommunieirt und von der katholischen Kirche ausgeschlossen. Ursache dicser kirchlichen Verfügung soll der beab⸗ sichtigte und theils vollzogene Uebertritt zu freien Religionsgesellschaften gewesen sein.(Der gleiche Act wurde auch in der katb. Stadtpfarrkirche zu Kempten vollzogen.) In Landshut hat die Enthüllung des Denkmals für König Max II. am 28. November, dem Geburtstage des Monarchen, stattgefunden. Würtemberg. Großes Aufsehen macht in Schwabenland die Rede des früheren Ober- hospredigers Dr. Grüneisen in Stuttgart bei Gelegenheit der Festrede für Schleiermacher. Er hatte vor vier Wochen seine Entlassung wegen Differenzen mit dem Hof erhalten und benützte den Anlaß der Schltiermacherseier, um davon zu sprechen, daß„man als(preußischer) Patriot ein freiis Wort wagen müsse, auch wenn es Opfer koste, und wenn man, wie er, ins Exil gestoßen werde.“ Aus Baden wird als eine bemerkenswerthe Nachricht gemeldet, daß der bisherige königlich preußische Oberstlieutenant im 35. Infanterie- Regiment, Herr v. Wechmar, zum Obersten und Commandanten des hier garnisonirenden Leibgarde ⸗ Regiments und der bisherige Major in dem genannten badischen Regiment, Herr Sachs, zum Bataillons ⸗Commandeur in einem preußischen Regiment ernannt worden sei. Man will in diesem Vorgange eine Beslätigung des viel ver⸗ breiteten und besprochenen Gerüchtes erblicken, daß die Stellen vom Major aufwärts künftighin in Baden nur noch von preußischen Stabs- Offizieren oder von solchen badischen Offizieren besetzt werden sollen, welche eine bestimmte Zeit in preuß. Militärdiensten zubrachten. Offenburg. In der Sitzung des Gemeinde- raths und engern Bürgerausschusses wurde fast einstimmig beschlossen, daß die Uebernahme der hiisigen protestantischen Volksschule auf städtische Kosten vom 18. April d. J. an zu rechnen sei. Freiburg i. Br. Domdecan Lothar Kübel erklärt in der„Allg. Ztg.“ im Namen des Dom⸗ capitels, es sei unwahr, daß die Mehrheit, oder überhaupt ein Mitglied des Domcapitels mit einem Votum für Ergänzung der Wahlliste sich nach Rom gewendet habe. Oesterreich. Pest. Im Unterhause er⸗ klärte der größere Theil der serbischen und rumäni⸗ schen Deputirten an der Spezialdebatte über das Nationalitätengesetz nicht Theil nehmen zu können und verließ den Saal. Deak bemerkte, diese Erklärung sei als eine bloße Privatangelegenheit zu betrachten und deßhalb nicht in das Protokoll aufzunehmen, was allgemeine Zustimmung fand. Der Gesetzentwurf wurde sodann angenommen. 1844 bei dem Prozeß gegen Johann Jacobß ö Ditser Rt Rihabilita 1 95 großen Tol Wyokak u Elütze de Hegner N hut derselt Stimme i. den Mann hiser Mus dis berühr gener Zeit gung des nen hatte begleicht die polili gedrängt. der Legit und mit Tagen 9. er:„ Nun den Chambor Sch N Nor. Cavalleri, das Enp Spa eint repu Eixe gro nuurd die chen Pal dus Volk tin Köni Außer C andere re Es lebe! S — 2 S 2 =. dart bei det. Et 13 vegen d denützle daven zu Patriot binn tt ins Exil ensptriht foniglich santtrit⸗ ien und etibgarde · in dem ache, zun tußischtn vill in vitl ver⸗ n Frankreich. uubliclen, lünftigbin Slabs Offizieren ent Ztit Gentinbt- burt sas ahnt der zirticht rtl sti. n Kübel 1 Don“ eit, odtt tels 110 biste f baust kl — N Paris. Der„Moniteur“ schreibt in seinem Bülletin: Die Nachrichten von einem angeblichen Aufstande in der spanischen Besitzung Porto Rico werden durch Berichte vom 8. November widerlegt. f — Wie verlautel, hat die Regierung der Familie Baudins mitgetheilt, sie werde nicht dulden, daß man demselben ein Denkmal in Paris setze; sie werde nur gestatten, daß man ihm ein solches in seinem Heimathsorte errichte. Dieser neue willkürliche Act der Behörden ist selbstverständlich nicht geeignet, die Gemüther ruhiger zu stimmen. Dieselben werden übrigens ohnedies durch die vielen Preßprozesse, welche täglich stattfinden, schon hinlänglich in der Er- regung erhalten. — Eine am 29. Nov. in Paris angekommene Depesche meldet, daß Berrier um 4 Uhr Morgens zu Angerville gestorben ist. — Künftigen 3. December wird die Revision des Prozesses Lesurgne, der bekanntlich wegen Betheiligung am Morde des Lyoner Kuriers 1796 guillotinirt ward, dessen Unschuld aber später er— kannt wurde, vor dem Cassationshofe erfolgen. Dieser Revision soll die feierlich ausgesprochene Rehabilitation Lesurgue's folgen. Paris Frankreich hat abermals einen großen Todten zu deklagen. Berrier, der berühmte Advokat und gewaltige Redner, die bedeutendste Stütze der legitimistischen Sache, der gefürchtete Gegner Napoleons ist gestorben. Erst kürzlich hat derselbe beim Beginn der Baudin-Affaire seine Stimme in wahrhaft vernichtender Weise gegen den Mann des 2. Dezember erhoben: jetzt schweigt dieser Mund für immer. Berrier war der Sohn des berühmten Advokaten gleichen Namens, der seiner Zeit im Verein mit Dupin die Vertheidi— gung des unglücklichen Marschalls Ney übernom- men hatte. Trotz seiner Rednergröße— man vergleicht ihn mit Mirabeau— wurde er durch die politischen Thatsachen in den Hintergrund gedrängt. Berrier diente der verlornen Sache der Legitimität in Frankreich aus Ueberzeugung und mit seinem Herzen. Als er in den letzten Tagen von einer langen Ohnmacht erwachte, rief er:„Ich bin also noch nicht todt, ich lebe noch? Nun denn, es lebe der König!“(Der Graf v. Chambord.) Schweden. In Stockholm hat am 28. Nov. ein arger Tumult stattgehabt, so daß Cavallerie gegen die Ruhestörer angewandt und das Empörungsgesetz vorgelesen werden mußte. Spanien. Madrid. Am 29. Nov. hat eine republikanische Demonstration stattgefunden. Eire große Volksmenge zog in bester Ordnung durch die Hauptstraßen der Stadt vor den könig; lichen Palast. Dort angekommen forderte Castelar das Volk auf, einen Schwur zu leisten, daß nie ein König in diesen Palast zurückkehren werde. Außer Castelar sprachen Orense und noch zwei andere republikanische Redner. Unter dem Rufe: Es lebe die Republik! löste sich das Meeting in vollkommenster Ordnung auf.— Es wird ange⸗ kündigt, daß am 13. Dezember eine neue repu- blikanische Manifestation statifinden werde, an welcher auch Deputationen aus den Provinzen Theil nehmen sollen. — Andere Nachrichten melden: Die republika nische Kundgebung ist in größter Ordnung ver— laufen. Fünfzigtausend Neugierige waren an- Ordnung nicht gestört werden würde, keine Vor— sichtsmaßregeln getroffen. Die Kundgebung soll, wie behauptet wird, den Hoffnungen der repu— blikanischen Parteichefs nicht entsprochen haben; die monarchische Gesinnung sei in Spanien zu tief eingewurzelt. — Die Mitglieder der provisorischen Regie— rung, wie auch die Hauptführer der politischen Parteien, haben sich wiederholt für die Noth— wendigkeit der Cultusfreiheit einstimmig und un— umwunden ausgesprochen, und viele spontane Kundgebungen der Bevölkerungen bedeutender Städte(wie, außer Madrid selbst, Sevilla, Ma— laga, Cadix, Gerona und Barcelona) haben die Cultusfreiheit als eine ihrer Hauptforderungen laut betont. Solche Gesinnungen, in Spanien übrigens schon seit längerer Zeit heimisch, konn— ten nur, durch äußere Umstände zurückgehalten, nicht in der Art und Weise und in dem Grade, wie jetzt, zum offenen Ausdruck gelangen. — Wie die Comite's von Sevilla und Sa— lamanca, so hat jetzt auch eines der Wahlcomite's von Valencia die Initiative ergriffen, den Mar— schall Espartero als Candidaten zum spanischen Thron auszurufen.— Eine Correspondenz aus Lissabon theilt mit, daß man von der Candidatur Don Fernando's zum spanischen Thron kaum noch spricht. Der König selbst ist von der äußersten Zurückhaltung in dieser Angelegenheit. Italien. Römischen Briefen zufolge wurde das Ministerium des Kirchenstaates folgendermaßen modifizirt: Antonelli, Auswärtiges und Krieg; Ferrari, Finanzen; Berardi, Inneres und Handel. Donaufürstenthümer. Nachdem das Cabinet seine Entlassung eingereicht, hat der Fürst Demeter Ghika mit der Neubildung des Cabinets beauftragt und dieser hat dasselbe aus verschie— denen Parteien zusammengesetzt. Demeter Ghika hat das Präsidium und Aeußeres, Cogolnitscheano Inneres, Boresco Justiz, Alexander Golesco Finanzen, Papadopulo Calimachi Cultus und Unterricht, Oberst Duda Nemri Krieg. Türkei. Wie berichtet wird, hat die Pforte ihren Gesandten, Photiades-Bey, in Athen ange— wiesen, von der griechischen Regierung die Ver- hinderung fernerer Freiwilligenzuzüge nach Creta zu verlangen und im Weigerungsfalle die Abbe; rufung ihres Gesandten in sichere Aussicht zu stellen. Rußland. Petersburg. Die inter- nationale Conferenz zur Abschaffung des Gebrauchs der Sprenggeschosse entschied, daß die Mächte bei See- und Landkriegen die Anwendung von Sprenggeschossen aufgeben, deren Gewicht weniger als 400 Gramme beträgt und die mit Brennstoffen gefüllt sind. Die Verpflichtung hört auf, sobald Staaten am Kriege betheiligt sind, die den Tractat nicht unterschrieben haben. Das Protokoll unter- zeichneten dit Vertreter von Oesterreich, Frankreich, Bayern, Großbritannien, Württemberg, Holland, Griechenland, Dänemark, Italien, Preußen, Por- tugal, Persien, Rußland, Türkei und Schweden. F. Aus dem Kreise Friedberg. Am 28. v. M. hielt der Friedberger landwirthschaftliche Bildungs⸗ und Versuchs⸗Verein seine Jahresversammlung ab. Außer den Mitgliedern dieses Kränzchens hatten sich auch mehrere Lebrer des Kreises eingesundeu, der Einladung des Vor⸗ sitzenden folgend.— Nach Erledigung des geschäftlichen Tyeils leitele Herr Dr. Henkelmann das auf der Tagesordnung siehende Thema über landwirthschastliches Fortbildungs⸗Schulwesen mit kurzen, recht kräftigen Worten ein. Er hob die Wichtigkeit der Fortbildungsschulen in wesend, darunter jedoch nur 12,000 Republikaner. Die Regierung hatte, in der Gewißheit, daß die hervor, gedachte der Lehrmittel und der besonderen 3 Schwierigkeiten, welche sich benselben enigegenfsemmten und gab schließlich noch eine Uebersicht der in der Provinz Oberhessen, sowie in Nachbarländern, besonbers in Rhein⸗ preußen beßßsehenden Fortbildungsschulen und deren darin erzielten Resultaten.— Die Discussion drehte sich haupk⸗ sächlich um die Frage: Wäre es wünschenswerth, daß die Fortbildungsschusen vom Staate gesetzlich eingeführ! würden, oder soll deren Besuch freie Wahl der jungen Leute sein.— Die Versammlung schien sich zu Letzterem hinzuneigen. Herr Dr. Henkelmann sprach sich ent⸗ schieden für freie Wahl aus. Ebenso Lehrer Rückert von Rodheim, der schon seit langen Jahren Erfahrungen im Fortbildungsschulwesen gesammelt, während die Lehrer Pabst von Bönstadt und Loos von Södel lebhaft der gesetzlichen Einführung das Wort redeten.— Gewiß ist, daß die Jahresversammlung bes Friedberger landwirth⸗ schaftlichen Kränzchens unter der trefflichen Leitung des Herrn Dr. Henkelmann sehr anregend für alle Theil⸗ nehmer war und daß es für den Fortschritt der Land⸗ wirthschaft in unserer Wetterau nur erwünscht sein könnte, wenn sich dasselbe immer mehr ausdehnte und Mitglieder aus allen Orten unsres Kreises bekäme. Frankfurt. Der hiesigen Polizei ist es gelungen, wieder einige Bauernsänger zu ertappen und dieselben zu verhaften; das letzte Opfer derselben war ein junger Gerberssohn aus Gelnhausen. Aus der Schweiz. Von dem großen Nath des Cantons Waadt werden für die Wasserbeschädigten 10,000 Fr. neuerdings dem Bundesrath zur Verfügung gestellt, wobei die vom Staatsrath bewilligte Summe nicht inbegriffen ist.— Vom Ausland sind an Liebes⸗ gaven u. A. neuerdings eingelaufen: Aus Philadelphia (zweite Sendung) 2500 Fr.; aus Karlsruhe 1800 Fr.; aus Donaueschingen 250 Fr.; aus Emmendingen 325 Fr.; aus Hamburg(zweite Sendung) 8144 Fr.; aus Berlin (dritte Sendung) 2000 Fr.; aus Pest(zweite Sendung) 1622 Fr. Aus Posen und Galizien stehen 3269 Fr. in Aussicht. Genf. Ein höchst merkwürdiger Criminalfall be⸗ schäftigie während der letzten Tage das hiesige Schwur⸗ gericht. Eine Frauensperson, Nemens Icanneret, gebürtig aus Locle, ist des neunsachen Giftmordes angeklagt. Sechs ihrer Opfer sind ihrem teuflischen Thun erlegen, drei konnten noch gerettet werden. Was die schwarzen Thaten als psychologisches Räthsel erscheinen läßt, ist der Umstand, daß deuselben keines der Motive zu Grunde liegt, die man dabei zunächst vermuthen möchte: nicht Rachsucht, Eifersucht oder Habsucht hat die Mörderin ge⸗ leitet. Nur einmal ist es konstatirt, daß sie von einer Gemordeten einen Ring an sich nahm. Die Angeklagte, der es weder an einiger Bildung noch an zu ihrem Lebensunterhalt hinreichendem Vermögen sehlt, hatte sich Geschick und Kenntnisse in ber Krankenpflege erworben und sich in Spitälern und Privathäusern als Kranken⸗ pflegerin einzuführen und sich Vertrauen zu erwerben gewußt. Hier war das Feld ihrer Wirksamkeit: den ihrer Pflege An vertrauten brachte sie Atropin bei, das aus den verschiedensten Apotheken zu erhalten ihr gelungen war. War es dämonische Lust am Morden, oder handelte die entsetzliche Person unter dem Einfluß von Krankheits⸗ anfällen, die ihr das Bewußtsein ihrer Handlungen raubten? Diese Fragen traten an den Gerichtshof heran. Die Ge⸗ schwornen haben entschieden. Ihr Verdikt lautet auf Schuldig mit mildernden Umständen, worauf der Gerichts⸗ hof sie zu 20 Jahren Zwangsarbeit und 10,000 Fr. Schadenersatz an die Civilparieien verurtheilte. VBerlossungen. Karlsruhe, 30. Nov. In der heutigen Serien⸗ ziehung der badischen fl. 35 Loose wurden folgende 20 Serien à 50 Stück Loose gezogen: Serie 4240, 1777, 3038, 62, 2694, 7425, 2324, 2300, 7817, 5303, 6612, 5934, 2513, 799, 7866, 2211, 2601, 1817, 4333, 5718. Kassel, 1. Dez. Bei der heute statigehabten Serien⸗ ziehung der kurhessischen 40⸗Thaler⸗Loose wurden solgende Serien gezogen: 8, 132, 320, 389, 511, 534, 584, 672, 779, 881, 1131, 1146, 1325, 1468, 1479, 1495, 1562, 1754, 1755, 2219, 2435, 2633, 2867, 3085, 3100, 3272, 3281, 3531, 3561, 3607, 3625, 3639, 3813, 3897, 3974, 4273, 4332, 4436, 4523, 4550, 4718, 4745, 4917, 5319, 5415, 5457, 5552, 5860, 6021, 6330. Noch ein Urthtil über den Lahrer Hinzenden Voten. Potsdam, 26. Sept. 1868. Auswahl und Ton Jorer kleinen Geschichten sind wirklich mustergültig und schlagen bei Großen wie bei Kleinen, bei Gebildeten und Ungebildeten an. Dasselbe Bezug auf allgemeine und landwirthschastliche Bildung gilt von den Holzschnitten. 2932 Schulze(Delitzsch). Brod lieferung. 2926 Donnerstag den 10. December er., Vormlttags 11 Ube, wird die Lieserung des Brodbedarfs für die Garn'son Friedberg für das 1. Quartal 1869 auf dem Bedingungen liegen apf dem Büreau des Zahlmeisters, woselbst auch Soumissionswege in Accord gegeben. die Soumissionsverbandlung stattfinden wird, zur Ein sicht der Interessenten offen. zrledberg den 30. November 1868. Großherzogliches Commando des 1. Jägerbataillon. Ann ssch ü tz, Major und Batatllons-Commandeur. Ein Laufmädchen 2936 wird gesucht. Ansekunft durch die Exped. d. Bl. 2421 Kapitalsuchende, sowie Solche, welch wünschen, wollen sich wenden an Darmstadt, Rheinstraße 26. Realcredit-Baukgeschält. e Kapitalien auf sichere Hypotheken auszuleihen W. Reuling, Hofgerichtsadvolat. Steinkoahlen, 2128 Magazin an der Bahn à Centner 30 kr, empfiehlt Bad Nauheim. Jacob Schimpf. Der Lahrer Hinkende Bote für 1869 (Auflage ca. ½ Million) 2885 ist stets bei allen Buchhaͤndlern und Buchbindern nur Stücke, bester Qualität, per Waggon d vorräthig. 200 Centner zu 88 fl. Kleinere Quanfitäten in meinem Preis 11 kr. Haupt Agentur: Bindernagel& Schimpff in Friedberg. 2 Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg ist vorräthig: Sehiller's sämmtliche Werke in 2 Bänden mit Stahlstichen. Cotta'sche Originalausgabe. Lexicon-Format. fl. 2. 42 kr. Göthe's sämmtliche Werke in 6 Bänden mit Stahlstichen. 0 Cotta'sche Originalausgabe. fl. 7. Lexicon-Format. Bekanntmachung. 2925 Vom 1. December d. J. ab können zwischen sämmtlichen Orten des Norddeutschen Po st⸗ gebiete und denen des Niederländischen Post⸗ gebiets Zahlungen bis zum Betrage von 50 Thaler, deziebungsweise 87 Gulden 50 Cents Niederl. Währ. im Wege der Post⸗Anweisung vermittelt werden. Bel der Absendung aus Norddeutischlond erfolgt die Einzahlung auf ein gewöhnliches Post-Anweisungs, Formular; der Coupon darf indeß nur zur Angabe des Namens und Wohnorts des Absenders benutz: werden. Der Betrag, welchen der Absender nach den Nieder⸗ landen überwiesen zu sehen wünscht, muß auf der Post⸗ Anweisung, unter Abänderung des Vordrucks Thlr.— Sgr.— Pf. u. s. w., deutlich in Gulden und Cents Niederl. Währ. angegeben sein. Die Postanstalt reducirt den vom Absender in vorstehend bezeichneter Weise notirten Betrag — für jetzt und vorbehaltlich anderwetter Fefssezung— nach dem Verhältniß von 1 Fl. 73 Cents= I Thaler in die Thaler- resp. Süddeutsche Gulden⸗Wäbrung und zieht den danach sich ergebenden Betrag vom Ein— zahler ein. Die Gesammt Gebühr beträgt: bei Summen bis 43 Fl. 75 Cis. Niederl. Währ. 4 Groschen oder 14 Kreuzer, bei Summen über 43 Fl. 75 Cts. bis 87 Fl. 50 Cts. Niederl. Währ.— 8 Groschen oder 28 Kreuzer. Die Gebühr ist fets vom Einzahler zu entrichten, ihunlichst unter Verwendung von Freimarken. Bei der Absendung aus den Niederlanden werden die von den Grenz ⸗Anstalten in der Thaler-Währung überwiesenen Beträge von den Norddeutschen Eingangs- Postanstalten auf gewöhnliche Postanweisungs⸗Formulare uͤbertragen und unterliegen weiter der gleichen Behand⸗ lung, als die Post-Anweisungen im inneren Verkehre. Berlin den 20. November 1868. General-Post⸗ Amt von Pbiltvysborn. Bekanntmachung. 2924 Die Besorgung des Postsuhrwesen auf der Station in Altenstadt, welche die Unterhaltung von 9 Pferden und 3 Poftillonen erfordert, soll vom 20. März 1869 ab anderweit verdungen werden. Falls sich aber ein Unternehmer für Altenstadt uicht melden sollte, wird 2 die Verlegung der Station von Altenstadt nich Liud⸗ heim in Aussicht genommen. Die Bedingungen der Entreprise können del der hiesigen Ober⸗Posl⸗Dirtetlon und der der Post⸗Expeditton in Altenstadt eingesehen werden. Qualificirte Unternehmer, welche auf die Uebernahme der Entreprise in Altenstadt oder Lindheim kcflectiren, wollen sich binnen 14 Tagen dei der biesigen Ober⸗ Post⸗Direction schriftlich oder innerhalb der gewöhnlichen Büreaustunden mündlich melden. Darmstadt den 26. November 1868. Der Oder Post⸗ Director. In Vertretung: F Ein Schreinergesell 2906 kann in Arbeit treten bei Schreinermeister Jakob Scheuner in Bruchenbrücken. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen für das Garnison⸗-Lazareth Friedberg. 2916 Montag den 7. December d. J., Vormittags 10 Ubr, sollen auf dem Büreau des hlesigen Garnison⸗ Lazareihs die nachfolgenden Arbeiten und Lieferungen auf die Jahre 1869, 1870 und 1871 duech Summission vergeben werden, nämlich: Schreiner-, Schlosser-, Spengler⸗, Sattler-, Schmiede, Wagner, Küfer⸗, Bürstenbinder⸗, Seiler, Messer⸗ schmled-, Weißbinder⸗, Hlaser⸗, Schneider., Maurer-, Korbmacher, Schuhmacher- und Buchbinderarbeiten, sowie das Reinigen der Oefen-, die Elsen und Schrelbmatertalien-Lieferung. Die Bedingungen liegen auf besagtem Büreau zur Einsicht offen. Friedberg den 29. November 1868. Großherzogliche Garnison⸗Lazareth⸗Commission. Stock, Hauptmann. Zimmer-Vetzierungen. 2928 Eine neue Sendung Goldleisten, kleine und große Photographle-Rahmen in größter Auswahl ist angekommen. Das Einrabhmen von Bildern c. ꝛc. wird schnell und billig besorgt. Louis Weis, neben derrn Ph. Windecker. 2773 Von beute an verkaufe ich I. Sorte Brod 13 kr, II. Sorte Brod 12 kr., ausgezeichnet gutes Brod. E. Tischert, Bäckermeister, neben der Post. Billiges Mehl. Feinstes Votschußmehl per Gescheid 16 kr. Feines 1 15„ IsSkr. II. Sorte 1 17„ 18 kr. Ebenso geringere Sorten zu billigen Preisen. Friedberg. Löb Strauß, 933 Bäckerei- Besitzer. Zwei vollständig möblirte Zimmer, 2935(beide heizbar) in meinem neu hergerichteten Hause, Ludwigsstraße 209, nächst der Burg, sind vom 26. Dezember d. J. ab anderweit zu vermiethen. Eduard Hirsch. Matzen kuchen. 2929 Dem verehrlichen Publikum die ergebene Anzeige, daß, wie schon längere Jabte, auch wieder auf bevor⸗ stehende Oflern meine Matzenltteferung forigesetzt wird; unter Zusicherung billiger und reeller Bedienung werden Bestellungen von jetzt dis 1. Januar k. J. stets entgegen⸗ ge nommen. Bisses, im December 1868. Zadick Naumann. Turnverein. 2931 Freitag den 4. Dec.: Generalbersammlung, zu der allseitiges Erscheinen empfohlen wird. Wahl des Vorstandes für 1869. 2930 werden gegen gerichtliche Sicherhelt ausgeliehen. Gegenstände zu Stickereien& Photographien eingerichtet. 2927 Große Auswahl in Zeitungs- und Wandtaschen, Garderobe- und Schlüsselhaltern, Uhrständern, Cigarren Etuis, Portemonnaies ꝛc. ꝛc. bei Louis Weis, N neben Herin Ph. Wind ecken. 7000 Gulden Ober-Mörlen. A. Guckelsberger. Berlin und ist vorräthig bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg: Friedrich Schleiermachers Monologen. Soeben erschien im Verlage von L. Heimann in Herausgegeben, erläutert und mit einer Lebensbeschrelbung Schleiermachers versehen von J. H. v. Kirchmann. Dieses Werk bildet gleichzeitig das 7. Heft der von J. H. v. Kirchmann herausgegebenen Philosopbischen Bibliothek, enthaltend die Hauptwerke der Philosoppie, zunächst von Aristoteles, Plato, Baco, Locke, Hobbes, Hume, Descartes, Spinoza, Leib⸗ 1 Preis: 18 kr. nitz, Kant, Fichte und Schleiermacher. Wöchentlich 1 Heft zu 18 kr. Ein Bäckerbursche, 2934 mit guten Zeugnissen versehen, wird gesucht von Friedberg. Löb Strauß. Theater in Friedberg im Saale zu den drei Schwertern. 2. Vorstellung im Abonnement. Freitag den A4. Dezember. Auf Verlangen wiederholt: Lokalsängerin und Postillon. Operette in 3 Akten. Spieltage: 60 2 Mittwoch und Freitag. W. Kern, Theater- Director.&& Frucht preise. Per Malter. Friedberg, 1. December. Waizen 11 fl. 35 kr. Korn 8 fl. 40 fr.; Gerste 7 fl. 45 kr.; Hafer 5 fl.— kr Frankfurt, 30. November. Waizen 11 fl. 50 kr.; Kor! 10 fl. 15 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 9 fl. 10 kr. Grünberg, 28. November. Waizen 11 fl. 28 kr.; Korn 8 fl. 20 kr.; Gerste 7 fl. 10 kr.; Hafer 5 fl. 10 kr.; Molter 8 fl.— kr.; Erbsen 9 fl. 17 kr.; Wicken— f. — tr.; Saamen 15 fl. 32 kr.; Kartoffeln 2 fl. 6 kr. Mainz, 27. Nov. Waizen 11 fl. 35 kr.; Korn 9 fl. 24 tr.; Gerste 7 fl. 30 kr.; Hafer 6 fl. 20 kr.; 8 2 fl. 56 tr.; Roggenstroh per 100 Gebund LL kr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Mitgethellt von* e Ost. 250 fl. b. R. 1839149 6. 8. Llanellee luer. Frankfurter Cours. Feen „ 100 Pr. L. 1858145 d. 2. December 1868. Cours der Staatspapiere.„ 500, v. 1860% 79 6. Desterr. 0% Met. 1859 1. Lst.] 62¾ G. s r. Hes. 4/0 Obltegt. 90 ½ P. 7„ 100 Pr. v. 1864 105% G. 5 50% Nat.-Anl. 1854 53% 0. 7 3½% Obligation.. 2 Schwed. Tal. 10-L. 1 f. 1 50% ateuersrele Obls. 52½ 6. Nassau 4½j% Obl. b. ktb. 94¼ G. 3 Bad. 35 fl. Loose 54½ P. rreusseu 4 ½% Obligat. b. Rth. 94% G. 8 4% do do 86¼ G. 2 Kurh. 40 Thi.-I. b. k. 7 5 4⁰ do. do. 87¼ G. Kkurhess. 40% Obl. b. k. 3 105—— S 120, P. Bayern 5% Obligation. 102 6. Frankf. 3½% Obligat. 81 P.— N 4½ P. 5 4½% ¼ hähr. b. Rth. 96% G 5 30% 17 22— Nass. 2⁰ f I e. 5 40 do do 89½ G Russland 5% Obl. 1. L. à fl. 12 83½ G ZIL. 26 Er. L. b. B. Würtemb. 4½% Obl. b. Rth. 94½ 6 Finnland 4½% Pfdbr. l. R. 105—— 2 Pistolen. 9 49—51 5 400 do do—— Schweden 4½% O. 1. R. à 105 87 6. 2 5 Doppelte„ 9 50-52 Baden 4½0% Obligat. 94½ 8 5 4½% Pfb. 1. R. à 105 83½ 6. 2 Preuss. Friedrd'or„ 9 58-59 0 4% Obligat. 86¾ P.-Amer. 60% St. I. E. 1882 79 ¼ G. f Holl. fl. 10 Stücke„ 9 54—56 Vol 0 i 2 2 ion— 11240 Rand-Ducaten„ ll einbezahlte Eisenbahn- Actien und Prioritäten. 20 Fraues-Stücke„ 0 26½—27½ 1½/ Bayr. Ostbahn 127 6. 30% Liv. C. D.& D/. fr. à 28 kr. 32½ P. 2 Engl. Sovereigns.„ 11 54-58 50% sächsische Pfandbr. b. R.—— 50% Tose. Ceutr.-Eisenb.-Pr. 49½ G 2 ERuss. Imperiales„ 9 50—52 30% Oesterr. St.-Elsenb.-Prior. 54 6 5% Elisabethbahn-Prior. 6% 75 ½ G. old pr. Zoll- Pl.„—— 60% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 96% E 50% do. neueste Emiss. ¼ 73% P I AHchh. Silb. pr. Z. Pf.—— 30% Oest. Süd. St. u. Lomb. E. B. 44½ G. 4½% Hess. Ludwigsb.-Prior. 94½ G. Preuss. Kassensch.]„ 1 44/— 45 Wiener Wechsel- Cours 101 G. I polars in Gold„ 227-28. K. Für An- Auskunft über Verloosungen, Coupons- Zahlungen u. s. V. und Verkauf aller Werthpapiere empsichlt sich bestens unter Zusicherung reeller Bedienung und ertheilt gerne jede gewüunschie S. Lindheimer in Friedberg. ö 1 1 Strecke vo nicht sest, oder über den für le. Städtchen Regierung des Fulda! Preu bezeichnet Ministerw allgemein; — tiums de der Min tine selbs lung unte Aussicht S Ferner so besonderen Kreisordn und nach und länd 1 des Köni Abgeordn näßigkeit nögens Grund d lennen ut Resoluliol